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SEKEMs Journal für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in Ägypten

SEKEM Insight Nr. 85 - September 2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser, gut Ding will Weile haben, heißt es. Für das Projekt der Heliopolis Universität hat dieser Satz seine Gültigkeit zweifellos bewiesen. Die ersten Ideen für eine „SEKEM Hochschule“ waren bereits 2002 formuliert worden. Es war stets die Absicht gewesen, die vielfältigen Bildungsinitiativen der SEKEM Initiative auch „nach oben hin“, also im Hinblick auf eine höhere akademische und berufsvorbereitende Bildung hin abzurunden. Waren das SEKEM B e r u f s b i l d u n g s ze n t r u m und das Mahad Institut für Erwachsenenbildung erste Schritte auf dem Weg hin zu einer Bildung für Erwachsene gegangen, so war eine „SEKEM Universität“ ein logischer Schritt. Im Sommer 2003 begannen die ersten konkreten Schritte zu einer Versammlung der nötigen Initiativträger. In den folgenden 2 Jahren konnten die planerischen Grundlagen für die Lehrinhalte und die Infrastruktur auf dem Gelände SEKEMs gelegt werden. Im Sommer 2009 hat die heutige Heliopolis Universität nach mehreren Jahren der intensiven internationalen Arbeit die letzte Hürde für die Aufnahme ihrer Lehrtätigkeit 2010 genommen.

Ihr Redaktionsteam

Wissenschaft

Soziales

Wirtschaft

Heliopolis Universität erhält Genehmigung

Kunsterziehung in SEKEMs Kindergarten

Lebensbaum feiert 30jähriges Jubiläum

Heliopolis Universität erhält endgültige Betriebsgenehmigung

Die Gebäude der Heliopolis Universität auf dem Gelände der SEKEM-Verwaltung in Kairo

Nachdem von höchster Stelle die letzte fehlende Genehmigung für die Eröffnung einer privaten Hochschule in SEKEM erteilt wurde, zeigte sich Dr. Ibrahim Abouleish, Gründer der Entwicklungsinitiative in Ägypten, glücklich: „Ich freue mich, dass wir mit dem Präsidentendekret No. 298 vom 31. August 2009, ausgestellt durch den Präsidenten Ägyptens, Herrn Hosni Mubarak, die offizielle Genehmigung für die “Heliopolis Universität für nachhaltige Entwicklung” erhalten haben. Ich bedanke mich bei allen Freunden, die während der letzten

7 Jahre geholfen haben, die Idee der Universität zu entwickeln und Wirklichkeit werden zu lassen In der langen Zeit, in der auf die letzte Genehmigung gewartet werden musste, konnte die Vision und das Konzept der Universität entwickelt werden. Gerade auch durch die praktische Zusammenarbeit an gemeinsamen Forschungsprojekten mit Hochschulen in der ganzen Welt, wurden wichtige Erfahrungen gemacht und konnten in das Konzept einfließen. Die Heliopolis Universität hat die Vision, einen einzigartigen und

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SEKEM veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2008 Im vergangenen September schloss das Team um Svenja Bromberg, SEKEM-Mitarbeiterin im Bereich N a c h h a l t i g ke i t s m a n a g e m e n t , SEKEMs zweiten Nachhaltigkeitsbericht 2008 ab. Es war bereits das zweite Mal, dass sich SEKEM auf der Grundlage des internationalen GRI-Standards (Global Reporting Initiative) dazu verpflichtet hatte, über alle jene Aspekte Rechenschaft abzulegen, mittels derer sie ihre Nachhaltigkeit zu steigern beabsichtigt. Bei der Lektüre des 60-seitigen Dokuments wird dem Leser schnell die enorme Arbeit deutlich, die nötig war, das umfassende Wissen über die internen Geschäftsprozesse SEKEMs zu erwerben, die mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung stehen. Sie wurde durch zahllose Mitarbeiter der Initiative und ihrer 7 eigenständigen Firmen geleistet und umfasst Bereiche wie Energieverbrauch, Abfall, Wasserverbrauch, Mitarbeiterzufriedenheit und Gemeinschaftsentwicklung und wirtschaftliches Wachstum. Es fragt sich, warum SEKEM als Organisation die Mühen nicht scheut, diese Daten zu sammeln, aufzubereiten und auszuwerten. “Unser Hauptziel ist es, mehr Transparenz hinsichtlich der Informationen innerhalb SEKEMs zu erreichen und zwar im Hinblick auf die verschiedenen Bedürfnisse aller unserer Partner“ erklärt Svenja Bromberg. “Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass der Bericht sehr dazu beigetragen hat, die Idee der nachhaltigen Entwicklung auch innerhalb des Unternehmens tiefer zu verankern.”

SEKEM können Sie auch besuchen: www.SEKEM-reisen.de www.demeter-reisen.de

Zum ersten Mal fußt der Bericht dieses Jahr zur Gänze auf einem neuen Konzept der Datenerfassung und -vermittlung: Der „Nachhaltigkeitsblüte“. Sie vermittelt anschaulich die drei Dimensionen von Gesellschaft (Wirtschaft, Soziales, Kultur) die alle auf der Grundlage der natürlichen Ressourcen „erblühen“: Energie, Luft, Wasser, Tier- und Pflanzenreich, Boden, Mineralien. Die „Blüte der Nachhaltigkeit“ war von den IAP-Partnern Aarstiderne, Alnatura, Ambootia, Dr. Schaette AG, EOSTA, Lebensbaum, Sekem und Soil & More entwickelt worden. Aufgrund ihres umfassenden Einzugsbereichs, der sich weit jenseits bestimmter Qualitätsaspekte eines einzelnen Produkts oder einer Leistung erstreckt, bietet die “Blüte” allen Teilhabern des Bündnisses für Nachhaltigkeit eine Gelegenheit zur Kommunikation ihrer Einzigartigkeit, ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Nachhaltigkeit und ihrer Abgrenzung vom „Mainstream“ anderer gängiger Nachhaltigkeitskonzepte. Das neue Schema half SEKEM die Bestandsaufnahmen der Jahre 2007 und 2008 nicht nur zu ermitteln, sondern auch zu vergleichen und so Ziele für das Jahr 2010 festzulegen - für jeden Indikator innerhalb jeder der einzelnen Dimensionen. Außerdem konnten so so genannte „Schlüsselleistungsindikatoren“ für jede „Blütendimension“ einzeln festgelegt werden. In wirtschaftlichen Begriffen bedeutet dies, dass der Umsatz für 2007 und 2008 ermittelt und dargestellt und Ziele für 2010 festgelegt wurden. Das schließt jedoch ebenso zum Beispiel den Aspekt der Umweltfreundlichkeit von Fortsetzung auf Seite 3

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innovativen Ansatz anzubieten, um die drängenden Probleme unserer Gemeinschaft zu lösen und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Das Konzept beruht auf drei Säulen: Innovative und interaktive Lehrmethoden; die Förderung interdisziplinärer Forschung in nationalen und internationalen Consortien; praktisches Lernen durch “Training im Praxisfeld”. Ein ganzheitliches Programm zur Persönlichkeitsentwicklung im Sinne eines “Studium Fundamentale”, das Sozialwissenschaften, Kunst, Sprachen und Philosophie umfasst. Die Entwicklung einer nachhaltigen Gemeinschaft auf dem Universitätscampus umgeben von biologisch-dynamischer Landwirtschaft und mit einem Zentrum für Industrie und Wirtschaftsunternehmen verschiedener Sektoren. Die Heliopolis Universität wird ab Herbst 2010 zunächst die folgenden Fakultäten mit BachelorProgrammen einrichten: 1.

Biologische Landwirtschaft,

2. Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit (Erneuerbare Energien, Wasserwirtschaft, Mechatronik), 3. Pharmazie, 4. Nachhaltiges Wirtschaften, 5. Physiotherapie, 6. Krankenpflege, 7. Angewandte Kunst, 8. Kommunikationswissenschaft, 9. Sozialwissenschaften. Christina Boecker

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SEKEMs Produkten ein. Die Daten für die Jahre 2007 und 2008 zeigen, dass einzelne Parameter wie die Demeter-Verarbeitung genau gemessen werden konnten. Für das Jahr 2010 wird jedoch eine umfassende Wirkungsanalyse aller Produkte angestrebt sowie das Angebot CO2-neutraler Produkte aufzustrocken und den Materialund Verpackungsbedarf weiter zu reduzieren.

Führungspositionen tätig. Das Ziel für 2010 ist ein Frauenanteil von 30%; 20 sollen in leitenden Rollen tätig sein. Im Bereich der kulturellen Dimension wurden 2007 zahlreiche Mitarbeiterbildungsmaßnahmen zu einzelnen Themen durchgeführt, während bereits 2008 ein langfristiger, strategischer Bildungsplan eingeführt werden konnte. Das Ziel für das Jahr 2010 ist die Einrichtung eines vollständigen 1-jährigen Entwicklungsplanes für jeden Mitarbeiter.

Für die soziale Dimension bedeutet dies, dass in 2007 und 2008 bereits ein unternehmensweiter Codex für „gutes Management“ eingeführt werden konnte, für 2010 jedoch bereits eine „Verlebendigung“ dieses Verhaltenscodex angestrebt werden soll, der von allen SEKEMMitarbeitern verstanden und aktiv unterstützt wird. Ein weitere Beispiel in dieser Dimension (in Zahlen ausdrückbar) ist die Vielfalt der Mitarbeiterschaft und der Grad ihrer gleichberechtigten Behandlung: im Jahre 2007 lag der Anteil Frauen an der Mitarbeiterschaft bei 17%. Daten über Frauen in leitenden Positionen waren noch nicht verfügbar. 2008 stieg der Anteil an Frauen auf 21% und 15 Frauen waren in

Die Erstellung des Berichts war ein tiefgreifender Reflexionsprozess auch für die Mitarbeiter der SEKEM Holding der zu einer Vielzahl von Einzelinitiativen führte - SEKEM entwickelte eines Verhaltenskodex für alle Firmen. Indikatoren für Nachhaltigkeit werden zukünftig in alle Bereiche ihrer Berichterstattung integriert werden. Darüber hinaus soll jede Firma für sich detailliert Leistungsindikatoren entwickelt um die Verfügbarkeit von Daten zu verbessern und zentrale Bereiche für die wichtigsten nächsten Entwicklungsschritte festzustellen.

Neue FaustInszenierung in SEKEM Vor 5 Jahren wurde zum ersten Mal das Drama “Faust” von Goethe in arabischer Sprache in SEKEMs damaliger Akademie für angewandte Wissenschaften als eine Verbindung von Schauspiel und Eurythmie aufgeführt. Lange wurde der Wunsch gehegt, weitere Aufführungen zu organisieren. Nach 4-monatiger Arbeit kam es im Juli 2009 zur Premiere einer Neuinszenierung unter der künstlerischen Leitung von Christoph Graf. Die Verbindung von Schauspiel und Eurythmie bei den Engelschören, dem Erdgeist, den Meerkatzen in der Hexenküche und der Hexenszene war auch dieses Mal wieder eine Herausforderung. Vor 5 Jahren standen drei der Eurythmiestudenten SEKEMs, die gerade 4 Wochen vor der Aufführung mit ihrem Eurythmiestudium begonnen hatten, bereits auf der Bühne. Nun hatten sie alle bereits führende Rollen und Solorollen und es konnte eine weitaus umfangreichere und detailliertere Choreographie umgesetzt werden. Ebenso gab es aber auch dieses mal 5 ganz neue Eurythmiestudenten die nun wiederum ihrerseits gerade als Anfänger im Eurythmiestudium auf der Bühne mitmachten.

pment lo e v e D le b a in ta 2008 Report on Sus Eine digitale Kopie in Englisch kann angefordert werden bei matthew. mcdermott@sekem.com Christina Boecker

Energy

Air

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T IE

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C

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SO

Animals

Plants

Water ECONOMY

Soil

Mineral Resources

Die professionellen ägyptischen Schauspieler waren zum Teil die gleichen wie beim ersten Mal, andere waren neu hinzugetreten. Eine Musik, die verschiedene Szenen bis in die kleinsten Details unterstützte und Stimmung verbreitete, war in genialer Weise von Bernhard Sieberer als musikalischem Leiter in SEKEM ausgewählt und arrangiert worden. So fügte sich alles zu einer erfolgreichen und gelungene Aufführung, die auch das Publikum intensiv miterlebte und mehr als 2 Stunden mit Interesse und Spannung verfolgte. Martina Dinkel

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Helmy Abouleish: Privatwirtschaft kann wichtigen Beitrag gegen Klimawandel leisten Im Namen SEKEMs nahm Helmy Abouleish, Geschäftsführer der SEKEM Group, am 22. September 2009 an der Vorbereitungskonferenz in New York für das bevorstehende Treffen internationaler Staatschefs in Kopenhagen im Dezember teil. Die Konferenz unter Leitung des Generalsekretärs Ban Ki-Moon diente der Vorarbeit für das Gipfeltreffen internationaler Staatschefs zu dessen Anlass konkrete Folgeschritte für das KyotoProtokoll beschlossen werden. Im Rahmen der Veranstaltung, an der ebenfalls der bekannte Vorkämpfer gegen den Klimawandel Al Gore sowie zahlreiche Schauspieler und namhafte internationale Wissenschaftler teilnahmen, beantwortete Helmy Abouleish einige Fragen zur Rolle der Privatwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel. Warum ist ein internationales Abkommen dieser Art für ihr Unternehmen so wichtig? Als Geschäftsführer eines großen, sich auch sozial engagierenden landwirtschaftlichen Unternehmens in Ägypten bin ich alltäglich mit dem Klimawandel konfrontiert. Ich verfolge seine Folgen auf die ägyptische Gesellschaft wie auf unser Unternehmen. Doch er stellt eine Herausforderung nicht nur für SEKEM, sondern für die ganze Menschheit dar. Deshalb glaube ich, dass ein internationales Abkommen dringend notwendig ist. Es muss auf den Prinzipien von Kostenteilung und gemeinsam geschulterten Lasten ruhen sowohl was die Adaptierung von Technologien als auch die praktische Umsetzung anbetrifft. CO2-Emissionen machen nicht an Landesgrenzen halt. Daher wird nur ein internationales Abkommen wirksam sein. Für unser Unternehmen würde es zweifellos die notwendige Sicherheit in Bezug

Helmy Abouleish spricht anlässlich des UN-Treffens zu internationalen Staats- und Regierungschefs

auf Rohstoffe wie Wasser bieten, die es uns erlaubt, unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen. In welcher Weise engagiert sich ihr Unternehmen bereits im Kampf gegen den Klimawandel? Und wie unterstützt das ihre Arbeit? In SEKEM glauben wir an eine ganzheitliche Vision nachhaltiger Entwicklung. Daher engagieren wir uns aktiv für eine bessere Welt auf mehreren Ebenen. Zum Beispiel experimentieren wir mit erneuerbaren Energien wie Solarenergie für Wassererhitzer und Trocknungsanlagen für Kräuter. Außerdem haben wir Heizanlagen für Gewächshäuser installiert, welche Wassertanks und unterirdische Leitungssysteme verwenden um die Wurzeln der Pflanzen und ihren Boden zu erwärmen. Überdies planen wir die Errichtung einer Windkraftanlage. Unsere Kompostierungsanlagen sind für ihre CO2-vermeidende Wirkung zertifiziert und wir machen Fortschritte in der Entwicklung unterirdischer Bewässerungssysteme. Nicht zuletzt forschen wir zu den Auswirkungen

des Klimawandels auf die bio-dynamische Landwirtschaft. Wir haben festgestellt, dass ihr Potential für CO2-Bindung, die Vermeidung von chemischem Dünger und die hohe Kapazität der Böden, Wasser zu speichern, vielversprechende Ansätze bieten, den Impakt konventioneller Landwirtschaft auf das Klima zu verringern. Gleichzeitig profitiert SEKEM von diesen Ansätzen. Erneuerbare Energien helfen Kosten zu reduzieren - für uns und die Umwelt. Wasserknappheit ist in Ägypten bereits ein großes Problem. Da wir gezwungen sind, dieses neue Wissen heute schon zu erwerben, wird es uns in Zukunft leichter fallen, andere daran teilhaben zu lassen. Welche zukünftigen Schritte planen Sie für ihr Unternehmen? Mit einem internationalen Abkommen könnte SEKEM leichter und sicherer weitere Investitionen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens tätigen. Da wir uns bereits bei unseren Produkten heute um einen möglichst kleinen

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SEKEM gratuliert: Partner Lebensbaum feiert 30-jähriges Jubiläum Fortsetzung von Seite 4

ökologischen „Fußabdruck“ bemühen würde ein Abkommen den eingeschlagenen Weg bestätigen und auch der Wirtschaft Rückenwind verleihen. SEKEM könnte sich so mit Nachdruck den nächsten Schritten zuwenden.

Helmy Abouleish gratuliert Lebensbaum-Chef Ulrich Walter zum Jubiläum (Bild: Harry Köster)

Am 29. August wurde das 30-jährige Jubiläum des SEKEM-Partners Ulrich Walter GmbH mit der Marke Lebensbaum im Rahmen einer Festveranstaltung in Anwesenheit von Freunden und Partnern gefeiert. Gleichzeitig bot das Jubiläum den Rahmen auch den 60. Geburtstag des Firmengründers Ulrich Walter zu würdigen.

und Gewürze, sondern auch eine tiefe Freundschaft. Sie beruht auf einem gemeinsamen Verständnis der Notwendigkeit von nachhaltiger, ganzheitlicher Entwicklung und einer gemeinsam empfundenen Verantwortung, diese durch biologisch-dynamische Landwirtschaft und assoziative Formen der Zusammenarbeit zu fördern.

Mehr als 8.000 Menschen nutzten am „Tag der Offenen Tür“ die Gelegenheit, die Produktionserweiterung und das Logistikzentrum BioLogX zu besichtigen. Bei der anschließenden Abendfeier gratulierte Helmy Abouleish, Geschäftsführer der SEKEM Group auch im Namen der von SEKEM mitgegründeten IAP (International Association für Partnership), einem Zusammenschluss von nachhaltig arbeitenden Lebensmittelproduzenten und -verarbeitern:

Für die Zukunft wünsche ich Lebensbaum und Ulrich Walter persönlich weiterhin so viel Erfolg und dazu die nötige Kraft und vor allem weiter so viel Freunde an den vielfältigen Aufgaben.“

„Seit fast 25 Jahren verbindet uns nicht nur eine enge Zusammenarbeit durch den Anbau von demeter Kräutern für die Lebensbaum Tees

Dazu überreichte er Herrn Walter ein ganz besonderes Geschenk: ein Zertifikat, das die Einsparung von 400 Tonnen CO2 bescheinigt, die bei der Produktion von Kompost in SEKEM vermieden werden konnten. Dies kann die Ulrich Walter GmbH nutzen, um CO2 Emissionen, die sich trotz der vorbildlich umweltfreundlichen Produktionsweise im Geschäft niemals gänzlich vermeiden lassen, auszugleichen. Christina Boecker

Helmy Abouleish resümierte nach Abschluss der Veranstaltung seine Eindrücke: „Ich bin sehr froh, dass immer mehr Menschen die biologische Landwirtschaft als einen positiven Faktor im Kampf gegen den Klimawandel wahrnehmen und dass ich auf dem Klimagipfel die Möglichkeit hatte, diese Tatsache nochmals den anwesenden Staatsund Regierungschefs vorzutragen. Auch Al Gore, mit dem ich eine große Pressekonferenz gemacht habe, hat das Thema aufgegriffen. Wichtig ist, dass der Private Sektor eine gemeinsame Erklärung verabschiedet hat und damit die Regierungschefs explizit auffordert, in Kopenhagen mutige Entscheidungen zu verabschieden.“ Der vollständige Text der Deklaration kann unter folgender Adresse eingesehen werden: http://bit.ly/STKOE Svenja Bromberg

Impressum: Herausgeber: SEKEM, Egypt Die Redaktion von SEKEM Insight dankt allen Korrespondenten, die an dieser Ausgabe mitgewirkt haben. Redakteure: Christina Boecker Bijan Kafi Kontakt: SEKEM-Insight c/o SEKEM Holding P.O.Box 2834, El Horreya, Heliopolis, Cairo, Egypt insight@SEKEM.com

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