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Nr. 126 - März 2013

Insight

SEKEMs Journal für Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Ökologie in Ägypten

Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, immer wieder erreicht die Redakteure von SEKEM Insight die Frage, wie es der SEKEM-Initiative und ihren Mitarbeiter nach der Revolution ginge. Leser, Kunden und Partner sind vor dem Hintergrund der täglichen Nachrichten aus Ägypten verständlicherweise besorgt.

Revolution

SEKEM-Mitarbeiter

SEKEM-Tag

Zwei Jahre später in SEKEM

Wie sie die Zeit nach der Revolution erleben

Einladung nach Stuttgart

„Ein inspirierter Mensch wird die richtigen Dinge tun — in jedem Arbeitsfeld“ Anlässlich des zweiten Jahrestages der ägyptischen Revolution spricht SEKEM Insight mit Helmy Abouleish über die Situation in SEKEM.

Daher haben wir diese Ausgabe von SEKEM Insight Stimmen aus SEKEM zum Thema Revolution gewidmet. SEKEM-Insight-Redakteurin Christina Anlauf sprach zunächst mit Helmy Abouleish über seinen persönlichen Eindruck von der Situation SEKEMs zwei Jahre nach der Revolution. In einem zweiten Beitrag kommen SEKEM-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Kairo zu Wort. Sie berichten von ihren Gefühlen während der Revolution und ihren Hoffnungen für die Zukunft heute. Aus ihren Berichten wird deutlich, dass der Weg zu einem Ägypten, dessen Entwicklung den Vorstellungen der Mehrzahl seiner Bürger und Bürgerinnen entspricht, noch weit ist. SEKEM hat sich vorgenommen, auch in Zukunft an dieser Entwicklung aktiv mitzuwirken.

Ihr Redaktionsteam SEKEM finden sie im Internet auch auf:

Auf den grünen Feldern der SEKEM-Farm wächst auch im „Jahr 2“ nach der ägyptischen Revolution das Gras weiterhin hoch. Ein Zeichen, dass es weitergeht.

V

or zwei Jahren revoltierten die Ägypter gegenüber dem Regime des ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak. Während der Machthaber gestürzt und ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt wurden, kommen das Land und seine Menschen dennoch nicht zur Ruhe. Freunde und Unterstützer SEKEMs fragen SEKEM-Mitarbeiter oft, wie es SEKEM in der aktuellen Lage in Ägypten geht. Viele möchten wissen,

was sich seit der Revolution verändert hat und wie die aktuellen Unruhen die Arbeit beeinflussten. SEKEM Insight sprach mit Helmy Abouleish, Geschäftsführer der SEKEM Firmengruppe, und weiteren Mitarbeitern der SEKEM-Firmen in Kairo zum Thema. In den Medien hören wir zur Zeit immer wieder, dass es den meisten Ägyptern heute, zwei Jahre nach der Revolution, SEKEM Insight | März 2013 | Seite 1


Wirtschaft

deutlich schlechter geht als vorher. Wie geht es SEKEM und den SEKEMFirmen? Helmy Abouleish: Nun, es gibt viele Probleme im Land, die unseren Freunden durch die Medien bekannt sind, und die uns auch betreffen: die wirtschaftliche Lage ist angespannt und macht es schwierig, unserem Geschäft in Ägypten nachzugehen. Die Lebenshaltungskosten steigen - nicht nur unserer Kunden, sondern auch die unserer eigenen Mitarbeiter, die sich Gehälter wünschen, die den neuen Gegebenheiten entsprechen. Die Unruhen bringen viele Einzelhändler — unsere Kunden — in Not und erschweren die Kommunikation und die Mobilität im Land. Aber wir in SEKEM versuchen, ungeachtet der schwierigen Umstände unsere Arbeit zu tun und unsere Ziele zu verfolgen, die auf eine langfristige Entwicklung angelegt sind. Wir konzentrieren uns mehr auf die Chancen und Herausforderungen, als auf die Probleme. Aus einem anderen Blickwinkel kann man auch sagen, dass es SEKEM besser geht als je zuvor, denn die Universität hat im Herbst 2012 mit dem Lehrbetrieb begonnen und die Studenten beleben und bereichern unsere SEKEM-Gemeinschaft sehr. Wie geht es den Mitarbeitern? HA: Wir haben schon oft betont, wie dankbar wir waren, dass unsere Mitarbeiter gerade in der Zeit der Krise vor zwei Jahren treu zu SEKEM gehalten haben. Sie haben dafür eingestanden, dass die Betriebe ihre Arbeit nicht unterbrechen mussten. Sie haben alle Schwierigkeiten durch großen persönlichen Einsatz gemeistert. In gewisser Hinsicht haben wir darin die Idee der SEKEM-Gemeinschaft bestätigt gefunden: dass unsere Arbeit für die Mitarbeiterschaft und für die Gesellschaft, in der SEKEM tätig ist, nicht nur Kosten verursacht, sondern eine lebendige Gemeinsamkeit ermöglicht, die auch durch schwierige Zeiten trägt.

In SEKEM werden traditionell Zusammenkünfte der Mitarbeiter abgehalten, anlässlich derer aktuelle Themen von allgemeinem Interesse besprochen werden — auch die Revolution vom 25. Januar 2011.

Wie stellt sich SEKEM heute zu diesen Aufgaben? HA: Wir haben uns noch einmal verdeutlicht, dass unsere wichtigste Aufgabe ist, die Kinder in der SEKEM-Schule, die Schüler im Ausbildungszentrum und die Studenten der Heliopolis Universität dabei zu unterstützen, einen individuellen Bezug zur geistigen Welt zu finden. Sie sind alle dem starken Einfluss von Fernsehen, Internet und den Parolen vieler Parteien ausgesetzt, die gerade jetzt hervortreten und um Anhänger werben. Doch ohne eine „Brücke“ in die geistige Welt werden gerade junge Menschen den Wandel nicht bewirken können, den Ägypten jetzt braucht. Deshalb wollen wir ihnen die Möglichkeit bieten, Kreativität im Denken und Tun zu entwickeln — durch Musik und Theaterspiel, durch ein Verständnis der Weltreligionen und philosophischer Weltanschauungen und mehr. Ein inspirierter junger Mensch wird die richtigen Dinge tun, egal in welchem Arbeitsfeld. Ohne diese junSEKEM können sie auch besuchen:

www.sekem-reisen.de www.aventerra.de

gen Menschen wird Ägypten — und SEKEM — keine Zukunft haben. Hat sich Dein eigener Blick auf SEKEM und Deine Arbeit gewandelt? HA: Ich persönlich durfte in den letzten Monaten ganz neue Dinge lernen. Ich wurde dabei durch die Revolution und durch meine Mitarbeit in der Gründungsphase der Heliopolis Universität sehr angeregt. Mir wurde bewusst, wie sehr wir dazu neigen, aus der Vergangenheit heraus zu denken, zu urteilen und zu handeln. Noch am 24. Januar 2011 war ich davon überzeugt, dass es in Ägypten keine Revolution geben würde, denn für solch einen friedlichen Aufstand des Volkes gab es in der jüngeren ägyptischen Geschichte kein Beispiel. Wir mussten lernen: es gab Menschen, die „von der Zukunft her dachten“, und erste wichtige Schritte getan haben. Diese Art zu denken liegt vielen Projekten in SEKEM zugrunde, doch ich hoffe, dass ich noch mehr lerne, so zu denken und zu handeln. Und dass wir es verstehen, die Studenten der Heliopolis Universität in diesem Sinne zu denken anzuregen. Die Fragen stellte Christina Anlauf.

SEKEM Insight | März 2013 | Seite 2


Kultur

„Ich wünsche mir Brot, Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde“ SEKEM Insight sprach anlässlich des Jahrestages der ägyptischen Revolution mit SEKEM-Mitarbeitern über ihre Erfahrungen.

S

EKEM Insight sprach zum zweijährigen Jahrestag der ägyptischen Revolution vom 25. Januar 2011 mit Mitarbeitern der SEKEMFirmen über ihre Erfahrungen in der Revolutionszeit, ihr Leben und ihre Wünsche für die Zukunft. Drei SEKEM-Mitarbeiter stellten sich den Fragen von SEKEMInsight-Redakteurin Christina Anlauf: Dr. Gehan Saadawi, Leiterin für Kommunikation an der Heliopolis Universität, Osama Rashad, Leiter digitales Marketing, und Dr. Kadria Abdel Motaal, Leiterin der akademischen Forschung an der Heliopolis Universität. Hat sich ihr Leben zwei Jahre nach der Revolution gewandelt? GS: Mein Leben hat sich sehr geändert. Ich lebte zuvor in Saudi Arabien und kam zurück, weil ich am Wandel in meinem Heimatland teilhaben wollte. Meine Söhne haben sich an der Revolution beteiligt und auch ich wollte einen Beitrag leisten. OR: Auch mein Leben hat sich geändert, aber zum Schlechteren! Ein Gewinn ist, dass wir nun unsere Ansichten offen ausdrücken können. Doch einige Gruppen haben sich der Revolution bemächtigt und teilen die Macht unter sich auf. Ich selbst interessiere mich heute mehr für Politik, meine Meinung zu sagen und mich zu engagieren. KM: Auch ich mische mich heute eher ein und interessiere mich mehr für Politik. Ich denke, dass wir alle etwas bewegen können. Waren Sie in den Tagen der Revolution selbst von den Entwicklungen betroffen?

SEKEM engagiert sich mit Hilfe von Sozialarbeitern für eine menschengemäße Entwicklung im ländlichen Ägypten. Dazu gehören auch Initiativen, welche das Engagement für und in der Gemeinschaft stärken sollen.

GS: Ich nicht, aber meine Söhne. Sie haben sich aktiv daran beteiligt, die Nachbarn in ihrem Viertel vor Ausschreitungen zu schützen. Für uns waren die geschlossenen Läden ein großes Ver­sor­gungs­pro­blem. OR: Ja, die Sicherheit war ein Problem und auch, dass viele von uns nicht zur Arbeit gehen konnten. Haben sie einen persönlichen Wunsch? GS: Ich will, dass Ägypten demokratisch und nicht islamistisch regiert wird! Das ist noch nicht geschehen. OR: Mein Wunsch war es, dass Ägypten einen Präsidenten erhält, der sich wirklich für sein Volk interessiert und stark genug ist, positive Entwicklung voranzutreiben. Auch das ist leider noch nicht geschehen. KM: Ich wünsche mir, dass die Hauptforderungen der Revolution, also „Brot, Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde”,

Wirklichkeit werden. Wir sind davon noch weit entfernt. Haben Sie selbst gewählt? GS: Ja, es war das erste Mal für mich. OR: Ja, und ich habe mich sehr gefreut. Es war auch das erste Mal, dass ich zur Wahl gegangen bin. KM: Auch ich bin gerne zur Wahl gegangen. Aber ich würde mir wünschen, dass der Prozess noch fairer abläuft. Es geht ja nicht nur um eine faire Wahl, sondern gleiche Chancen für alle. Was wünschen Sie sich jetzt? OR: Dass Ägypten eine Regierung erhält, die Wirtschaft und Sicherheit für alle verbessert. KM: Ich wünsche mir, dass Ägypten ein moderner demokratischer Staat auf einer soliden sozialen und wirtschaftlichen Basis wird. Die Fragen stellte Christina Anlauf.

SEKEM Insight | März 2013 | Seite 3


SEKEM-Freunde Deutschland Verein zur Förderung kultureller Entwicklung in Ägypten e.V.

,

Tag 2013 Samstag, 20. April 2013 um 11.00 Uhr im Schillersaal der Liederhalle Stuttgart

SEKEM Insight | März 2013 | Seite 4


11.00 bis 13.00 Uhr

ÖffenTliChe MiTGliederversaMMlunG

14.30 bis 18.30 Uhr

iM dialoG MiT TheMen unserer zeiT:

Musikalischer Auftakt

Wasser – urquell allen lebens

Begrüßung Regularien und aktuelle Berichte

Der wertvollste Rohstoff der Welt Krise und Wiederentdeckung des Wassers

SEKEM im Jahr 2012 Soziale, kulturelle und künstlerische Aktivitäten DR. ROLAND SCHAETTE

GESEKO VON LÜPKE // FR. JOURNALIST, BUCHAUTOR, NETZWERKER

Von der lebensfördernden Kraft des Wassers DR. MANFRED SCHLEYER // STRÖMUNGSINSTITUT HERRISCHRIED

30 Jahre SEKEM-Freunde Deutschland – Was wir uns für die Zukunft wünschen!

Kaffeepause

DR. ROLAND SCHAETTE

Wasser – die Lebensfrage Ägyptens Zur aktuellen Entwicklung – Heliopolis Universität und Dar as-Salaam HELMY ABOULEISH

HELMY ABOULEISH // SEKEM INITIATIVE

Gesprächsrunde für vertiefende Fragen und MODERATION: GESEKO VON LÜPKE Anregungen

Zur Lage Ägyptens: politisch – wirtschaftlich – sozial Mittendrin der SEKEM - Impuls HELMY ABOULEISH

Mittagspause 13.00 bis 14.30 Uhr Möglichkeit zum gemeinsamen Essen

Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle Berliner Platz 1-3, 70174 Stuttgart ÖPNV: U9 und U14 bis Haltestelle Berliner Platz (Liederhalle)

In der Kaffeepause haben Sie Gelegenheit, Präsentationen einzelner Initiativen zu besichtigen und SEKEM – Produkte zu erwerben. Das Strömungsinstitut Herrischried stellt eine Dokumentation zum Thema „Bewegungen des Wassers“ im Foyer vor. Für die musikalische Umrahmung sorgt Stefan Charisius auf seiner westafrikanischen Harfe KORA.

TiTelfoTo: Gesa von leesen

SEKEM Insight | März 2013 | Seite 5


Impressionen

Impressionen aus SEKEM

A

uch in der Umgebung SEKEMs, die zum großen Teil sehr traditionell geprägt ist, ändert sich die Gesellschaft. Immer mehr Frauen sind berufstätig und wollen ihre Berufstätigkeit auch nach der Heirat und der Geburt des ersten Kindes nicht aufgeben. So ist auf Bitte von SEKEM-Mitarbeiterinnen hin eine Krabbelgruppe entstanden, in der kleine Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren betreut werden. Was vor drei Jahren mit drei kleinen Babies von Lehrerinnen der SEKEM-Schule in einem kleinen Raum begann, ist heute eine lebendige Gruppe von 15 Kleinkindern, die in fünf eigens dafür eingerichteten Räumen auf dem Gelände der SEKEM-Schule betreut werden. Die kleinen Räume sind für die Kinder gut zu überschauen. Jeder ist entweder dem Spielen, Schlafen, Essen usw. gewidmet. Die Mütter sind Lehrerinnen der SEKEM-Schule oder Angestellte des SEKEM Medical Centres und der SEKEM Firmen, ihr Arbeitsplatz ist also ganz in der Nähe und so ist es bei Bedarf leicht einzurichten, dass sie im Laufe des Tages kurz zu ihren Kindern hereinschauen, sie auch stillen können, so lange und so oft dies nötig ist. Die drei Betreuerinnen sind alle selbst Mütter und dadurch erfahren im Umgang mit den Kleinsten. Die Alterszusammensetzung variiert je nach Bedarf. Zurzeit sind viele „große“ Kinder in der Gruppe, die schon bald in den Kindergarten wechseln können. Ihr Spielen ist daher sehr lebendig geworden und von den Erzieherinnen ist viel Umsicht und Kreativität gefragt. Neue Anmeldungen liegen schon vor, so dass für die Sommermonate eher ruhige Zeiten mit vielen sehr kleinen Säuglingen erwartet werden. SEKEM Insight | März 2013 | Seite 6


Kurznachrichten

Helmy Abouleish beim SEKEM-Tag 2013

Bildungspatenschaften: Bildung kein Luxus

Demeter: Futter vom eigenen Hof sichert Qualität

Der deutsche SEKEM-Förderverein lädt wie jedes Jahr zum SEKEM-Tag nach Stuttgart ein. Die Veranstaltung wird am Samstag, 20. April 2013 von 11:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr im Schillersaal der Liederhalle Stuttgart, Berliner Platz 1-3, stattfinden. Wie immer wird eine thematische Veranstaltung mit der Mitgliederversammlung des Vereins kombiniert.

Mit der Kampagne für Bildungs­ pa­ ten­ schaften geht der international tätige Verein „Freunde der Erziehungskunst in Berlin 2013 verstärkt in die Öffentlichkeit und möchte deutlich machen, dass auch ausländische Waldorfschulen, obwohl sie ohne staatliche Hilfe auskommen müssen, dem sozialen Impuls „Kein Luxus - Bildung für alle“ folgen. Der Verein, mit dem SEKEM im Bereich der Jugendarbeit verbunden ist, hat sich in den letzten Jahren für Bildungspatenschaften eingesetzt, da sie oft eines der wenigen langfristigen Hilfsinstrumente sind, mit denen er kaum staatlich finanzierten Waldorfschulen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa bei der Aufnahme von Schülern aus schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen unter die Arme greifen und damit weltweit mehr Zugang zu einer kindgerechten Bildung schaffen kann.

Der nächste Skandal und der nächste Ruf nach mehr Kontrolle – diesem Automatismus setzt Demeter-Vorstand Klemens Fischer die Forderung entgegen, an die Wurzel des Übels zu gehen. „Das System wird nicht besser durch den Ruf nach Kontrolle. Solange industrielle Strukturen die Erzeugung der Lebensmittel dominieren, wird es Täuschung geben. Jetzt gilt es, durch Unterstützung für bäuerliche Strukturen, für handwerkliche Lebensmittelproduktion ein Zeichen zu setzen“, ist sich Fischer sicher.

In diesem Jahr steht der Tag unter dem Dachthema „Wasser“: „In der sich wandelnden Fortentwicklung von SEKEM, in deren Mittelpunkt die Pflege der Landwirtschaft steht, hat neben dem BODEN das Element WASSER stets eine zentrale wichtige Rolle gespielt. Erst wer die Wüste kennen gelernt hat weiß, welche Rolle das Wasser für die Entwicklung und Erhaltung des Lebens spielt“, so Roland Schaette, Vorstandsvorsitzender des Vereins. In Ägypten war Wasser stets „Der Nil“, denn nur ca. 5% der Fläche Ägyptens ist begrünt und damit bewässert und ist nur dadurch Lebensquell des Landes. So wird empfunden, dass in dem Wasser des Nils quasi eine Gottheit segenspendend wirkt. Für SEKEM, das seinen ersten Standort direkt in der Wüste errichtet hatte, war es immer ein großes Anliegen, bewusst und verantwortungsvoll mit dem Wasser umzugehen. Mit den Tagungsbeiträgen soll versucht werden, dem Phänomen Wasser aus verschiedenen Blickwinkeln näher zu kommen. Auch Helmy Abouleish wird einen Bericht über die aktuelle politische, wirtschaftliche und kulturell-soziale Lage von Ägypten vorstellen, unter besonderer Berücksichtigung der Heliopolis Universität. Bitte beachten sie das Programm auf den vorigen Seiten.

In vielen Ländern bekommen Waldorfschulen keine staatliche Unterstützung. Sie müssen oft täglich um ihr Überleben kämpfen. Die Freunde der Erziehungskunst unterstützen die Schulen mit Bildungspatenschaften dabei, mehr Schüler aufzunehmen, vor allem aus Familien mit geringem Einkommen, von alleinerziehenden Müttern bzw. Vätern oder Kindern ohne Eltern. Es sind nicht nur Kinder, die wegen ihres Einzelschicksals unterstützt werden, sondern auch regional bedingte Förderungen in Ländern, die stark von Armut, Gewalt und Arbeitslosigkeit betroffen sind. So spielen die Waldorfschulen eine Schlüsselrolle in der integrativen Arbeit von arm und reich und der verschiedenen ethnischen Traditionen. Sie können die Arbeit des Vereins mit einer Spende unterstützen.

Quelle: SEKEM Freunde

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Mehr Informationen: http://www.sekem-freunde.de

Quelle: Freunde der Erziehungskunst

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Mehr Informationen:

Die 1400 deutschen DemeterBauern und rund 300 Partner in Verarbeitung und Handel bewiesen, dass ein werteorientiertes System mit Unabhängigkeit von Agrarindustrie die sichere Alternative sei. „Unser Ideal eines individuellen Hoforganismus sorgt dafür, dass die Tierhaltung auf die vorhandene Fläche und verantwortungsvoll erzeugten Futtermittel abgestimmt ist“, betont Fischer. Quelle: Demeter e.V.

SEKEM Insight abonnieren Herausgeber v.i.S.d.P.: SEKEM, Egypt. Die Redaktion von SEKEM Insight dankt allen Korrespondenten, die an dieser Ausgabe mitgewirkt haben. Redakteure: Bijan Kafi und Christina Anlauf Kontakt: SEKEM-Insight c/o SEKEM Holding P.O.Box 2834, El Horreya, Heliopolis, Cairo, Egypt insight@SEKEM.com Bildnachweis: 2, 6: SEKEM; 1, 3: Bijan Kafi Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Einwilligung des Herausgebers. Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Markeninhaber.

http://www.freunde-waldorf.net

SEKEM Insight | März 2013 | Seite 7

SEKEM Insight 03.13 DE  

SEKEMs monatliches Journal für Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Ökologie in Ägypten.

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