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Drogistenstern 2/14

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DROGISTENSTERN 2/14

Wadenwickel und Essigsocken Zwei Küchentücher in 36 Grad warmem oder kälterem Wasser tränken. Nach Belieben kann dem Wasser Essig oder Zitronensaft beigegeben werden (2 Esslöffel pro Liter Wasser). Die Tücher auswinden und beide Waden damit möglichst faltenfrei umwickeln. Für Wadenwickel je ein weiteres Tuch um die nassen Tücher wickeln, und die Patientin oder den Patienten mit einer leichten Decke zudecken. Für Essigsocken können etwas zu grosse Baumwollsocken über die nassen Tücher gezogen werden. Nach 10 bis 15 Minuten Bettruhe können die Wickel entfernt werden.

Was unsere Abwehr stark macht Zur generellen Unterstützung und Stärkung des Immunsystems helfen verschiedene Pflanzenextrakte. Präparate aus Sanddorn versorgen den Körper mit Vitamin C und dienen der Steigerung der allgemeinen Widerstandskraft. Bei Grippe hilft auch eine Mischung aus Echinacea (Sonnenhut), Lindenblüte, Birkenblatt und Johannisbeere. Mit seinen immunstimulierenden und antimikrobiellen Eigenschaften hat sich der Sonnenhut längstens bewährt, «er hilft bei fieberhaften Erkrankungen, Atemwegs- und anderen Infektionen», sagt Erich Müller. Die Lindenblüte eigne sich besonders bei Entzündungen in Hals und Rachen und wirke ausserdem schmerzlindernd und hustenstillend. Eine ebenso entzündungshemmende Wirkung habe die Jo-

hannisbeere, die ausserdem viel natürliches Vitamin C mitbringe. Die im Grüntee enthaltenen Polyphenole wirkten antiviral und hemmten die Entzündungen in Hals und Rachen. Ausserdem schütze Grüntee die Zellen und stärke deren Widerstandskraft. Als natürliches Antibiotikum wirkt auch die Kapuzinerkresse: «Die blutreinigende Pflanze hilft gegen Viren und Bakterien und bekämpft so die Entzündungen der Atemwegschleimhäute.» Sie kann spagyrisch oder auch als Urtinktur angewendet werden. Oft wird auch empfohlen, hochdosiertes Vitamin C zusammen mit Zink einzunehmen, um die Abwehrkräfte zu stärken. Allerdings ist die Wirksamkeit davon wissenschaftlich nicht schlüssig bewiesen.

Schluss mit Halsweh, Husten und Co. Spezifisch gegen Halsschmerzen helfen wärmende Wickel zum Beispiel aus warmen Zwiebeln oder Kartoffeln. Diese sollten laut des Drogisten jedoch nur bei Anstieg des Fiebers, in der Phase des Fröstelns, angelegt werden. Ist den Erkrankten hingegen heiss, ist ein kühlender Wickel, zum Beispiel aus Quark, vorzuziehen. Gegen den Husten eignen sich die Bestandteile des Efeus als Extrakt, «denn sie wirken auswurffördernd, krampflösend und erleichtern somit auch das Atmen». Ätherische Öle aus Thymian, Anis, Orange oder Zitrone in Form von Dampfinhalationen oder einer Salbe für Brust und Rücken beruhigten die entzündeten Bronchial-

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schleimhäute. Einer verstopften Nase, Entzündungen der Nebenhöhlen und anderen Atemwegsinfekten kommt man mit einer Inhalation mit Salzwasser gut bei. Sie befeuchtet nicht nur die Schleimhäute, sondern reinigt zudem die Atemwege und wirkt regenerierend. Ätherische Öle können auch auf die Fussflächen appliziert werden: «Über den Fussbereich findet eine sehr gute Aufnahme der Wirkstoffe statt», erläutert Erich Müller. Hochwirksam sind Öle aus Lavendel, Palmarosa oder Manuka mit ihren zahlreichen unterstützenden und beruhigenden Eigenschaften.

Wann zum Arzt? Ein Arztbesuch ist angezeigt, wenn man sich besonders krank fühlt. Auch hohes Fieber, das sich durch Wadenwickel nicht kontrollieren lässt, und Atemschwierigkeiten sind ein Grund, um sich mit einer ärztlichen Fachperson in Verbindung zu setzen. Gerade immungeschwächte Menschen entwickeln häufiger als andere Grippepatienten Komplikationen wie beispielsweise bakterielle Infektionen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder solchen mit chronischen Herzoder Lungenkrankheiten und älteren Menschen rät Dr. Stefan Kuster deshalb ebenfalls zu einer ärztlichen Abklärung. Letztlich zwingt das Krankheitszeugnis für den Arbeitgeber die meisten Erkrankten aber so oder so zu einem Besuch beim Arzt. Text: Carmen Hunkeler / Foto: Flavia Trachsel

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Bei Grippe, Erkältungen & Halsschmerzen

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Dies sind Arzneimittel - Lesen Sie die jeweilige Packungsbeilage! Zulassungsinhaberin: Spagyros AG . 3073 Gümligen . www.spagyros.ch


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