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40. Jahrgang; 4,00 €

Lebensart aus Hannover

IKONE Die Neuauflage der G-Klasse beeindruckt

STAR Ein wundervolles Gespräch mit Iris Berben

Der Oboist

JURI VALLENTIN über seine Vorliebe für Forschungsreisen


L.U.C FULL STRIKE Die L.U.C Full Strike mit ihrem Durchmesser von 42.5 mm ist die erste Uhr mit Schlagwerk aus dem Hause Chopard, ausgezeichnet mit der Aiguille d’Or am Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2017. Diese einzigartige Minutenrepetition ist der Stolz unserer Manufaktur – von der Entwicklung über die Fertigung bis zur Montage. Drei Patentanträge schützen das innovative 533-teilige L.U.C 08.01-L Uhrwerk, das mit seinen einteiligen Kristall-Läutwerken für Stunden, Viertelstunden und Minuten eine Weltpremiere darstellt.

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EDITORIAL

HAUPTSTADT IN SACHEN KULTUR

„BEI UNS ERHALTEN ALLE WICHTIGEN KULTURELLEN STRÖMUNGEN, EREIGNISSE UND PROTAGONISTEN EINE BÜHNE.“

Hannover will Kulturhauptstadt werden? Nur zu, nur Mut! Dass unsere Stadt das Zeug dazu hat, wissen die nobilis-Leser am besten. Alle wichtigen kulturellen Strömungen, Ereignisse und Protagonisten erhalten bei uns im Magazin eine Bühne. Ein international anerkanntes Beispiel für Hannovers kulturelle Potenziale ist die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Hier werden die Stars von morgen ausgebildet und somit Weltkarrieren begonnen. Auch die Pianistin Luiza Borac hat hier studiert und – was besonders erfreulich ist – blieb bisher Hannover als Wohnort treu. In unserer Rubrik „Träumen“ stellen wir sie Ihnen vor (S. 72). Und wir berichten darüber, wie ein Fes­tival im November unsere Stadt zum Leuchten bringen will. Freuen Sie sich auf spannende Lichtinszenierungen und Illuminationen. Beispielsweise will der hannoversche Video­künstler Tosh Leykum das Opernhaus mit bewegten Bildern bespielen (S. 28). Es ist wunderbar, dass Hannover Kulturhauptstadt werden will. Hier gibt es so viele innovative, kreative Menschen, so viele Hannover-Bekenner. Das hat auch unsere Jubiläumsausgabe gezeigt (vielen Dank für die zahlreichen positiven Rückmeldungen!). „Hannover hat ein sehr großes Potzen­ zial“, sagt der 27-jährige Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis, der ein überzeugter Hannoveraner ist. Recht hat er! Seine Ausstellung in den Eilers Werken (S. 6), die für sich schon beeindruckend sind, war spektakulär: Frisch, bunt, frech und voller Energie – so macht Hannover richtig Spaß! Es grüßt Sie herzlich Ihr

Olaf Groß Chefredakteur

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Foto: Moritz Küstner

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INHALTSVERZEICHNIS IM GESPRÄCH

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06 COOLE VERNISSAGE Niko Nikolaidis zeigt seine Arbeiten in den Eilers Werken

10 EIN GANZ ANDERER BLICK AUF HANNOVER Fotograf Marc Theis präsentiert seinen neuen Kalender

13 RUNDES JUBILÄUM

Seit 50 Jahren Garant für den guten Ton

16 WINTERZAUBER AM SCHLOSS Herrenhausen lädt zum vorweihnachtlichen Markt

MENSCHEN 42 IRIS BERBEN ZU GAST IN HANNOVER Im Interview spricht die Schauspielerin über Lügen und das Leben

52 FERDINAND VON SCHIRACH LIEST Im Gespräch mit der nobilis erklärt der Anwalt und Autor, was für ihn Luxus ist

WIRTSCHAFT 20 DESIGN-IKONE NEU INTERPRETIERT Andreas Winkler unterwegs mit dem neuen Mercedes AMG-G-Modell

28 FARBENSPIEL IM NOVEMBER „Hannover leuchtet“ wirft seine Schatten voraus

34 GLÜCKSMOMENTE UND LICHTERGLANZ

Foto: Karsten Knocke

Vorweihnachtliche Events in der Region

KULTUR 46 KLASSIK – MAL GANZ ANDERS Das hannoversche „Orchester im Treppenhaus“ spielt Musik für Einzelne – und das für alle

Titelfoto: Uwe Mühlhäusser

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WÜNSCHEN UND SCHENKEN 62 ZEIT, FREUDE ZU SCHENKEN Weihnachten ist nicht mehr weit – eine gute Gelegenheit also, sich Gedanken übers Wünschen & Schenken zu machen

Foto: Stefan Knaak/Montage: Hannover leuchtet

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56 OBOIST MIT DRANG ZUR FORSCHUNG Juri Vallentin ist ein Spitzenmusiker aus Hannover – im November stellt er seine neue CD vor

66 TERMINE, TERMINE, TERMINE Hannovers Kulturhighlights im Oktober

70 EVENTS

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Exklusives für unsere Abonnenten

72 TRÄUMEN 74 STADTGESPRÄCH

Foto: Photovision DH

Foto: Uwe Mühlhäusser

Pianistin Luiza Borac erfreut sich am Glück der Musik Think positiv! – DJ Aleksey im Interview

74 IMPRESSUM

74 ADVERTORIALS 26 WERKART FEIERT

Foto: Oliver Nauditt

Die Hohe Kunst des Handwerks hat seit 10 Jahren ein festes Dach über dem Kopf

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IM GESPRÄCH

Ein echter Typ: Niko Nikolaidis ist griechischer Abstammung, wurde in Deutschland geboren. Der 27-Jährige präsentierte in der ehemaligen Dreherei der Eilers Werke sein Kunst.

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KUNST, DIE SPASS MACHT, UND EINE AUSSTELLUNG, ÜBER DIE MAN SPRICHT.

Fotos: Toby Wölki

Ein tolles Team: Niko mit seiner persönlichen Managerin Rita Döring-Klawitter

Model Victoria Jancke vor einem der farbenkräftigen Bilder

WAS FÜR EINE COOLE VERNISSAGE! Das war eine spektakuläre Vernissage, eine richtig coole Veranstaltung. Die Komponenten dafür passten perfekt: Niko Nikolaidis malt unangepasst und wild, sodass es Spaß macht, sich mit seinen Bildern zu beschäftigen. Seine Managerin Rita Döring-Klawitter hat die richtigen Kontakte, Hanns Werner Staude und Matthias Korte haben mit den Eilers Werken

Unter den Besuchern der Vernissage waren auch zahlreiche Prominente aus Hannover.

einen faszinierenden Ort für solche Veranstaltungen. Dazu noch ein wunderbares Publikum – und der Abend ist perfekt. Niko wurde im modernen Jaguar vorgefahren, um unter dem Applaus der Gäste ein nobilis 11/2018

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Fotos: Toby Wölki

IM GESPRÄCH

Niko enthüllt den Jaguar E.

Kunstwerk zu vollenden: Er setzte an dem von ihm verzierten Jaguar E, Jahrgang 1962, noch einmal die Sprühdose an – gelebte Pop-Art. Sein Atelier hat Niko in einem früheren Unternehmenskomplex im Süden von Hannover. Dort entstehen seine energiegeladenen Bilder. „Ich male meistens nachts, so ab 20 Uhr“, berichtet er. „Da gehe ich voll auf.“ Seine Managerin kümmert sich darum, dass Niko sich komplett auf seine Arbeit fokussieren kann. „Das heißt, ich kann wirklich frei Inspiration und Energie sammeln und diese dann in meinen Werken umsetzen.“ Dazu gehört auch das imposante Bild von „The NotoPop-Art vor Publikum. Der Künstler setzt noch einmal die Sprühdose an. Hanns Werner Staude begrüßt die Gäste.

rious B.I.G.“, der ein sehr erfolgreicher Rapper war. Dieses Werk war auch auf der Vernissage zu sehen und steht für Nikos Verbindung zur Musik. „Durch ihn bin ich so wieder zum Old-school-Hip-Hop ge-

DIE MUSIK IST FÜR NIKO NIKOLAIDIS EIN UNVERZICHTBARES ELEMENT. 8

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kommen“, berichtet Niko. Das Bild begleitet ihn seit seinem ersten Atelier im Jahr 2015. „Ich habe es damals ganz bewusst so groß gemalt. Es inspiriert mich bis heute.“


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IM GESPRÄCH

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Marc Theis war wieder mit seiner Kamera unterwegs in Hannover.

ANDERER BLICK AUF HANNOVER Der renommierte Fotograf Marc Theis war wieder mit seiner Kamera unterwegs in Hannover, um ungewöhnliche Perspektiven bekannter Orte zu zeigen. Aus den schönsten Motiven ist ein hochwertiger Wandkalender für 2019 entstanden, der Hannover etwas anders zeigt. Marc Theis lebt seit über 35 Jahren in Hannover und hat bereits 15 Bildbände und mehr als 25 Kalender zu unterschiedlichsten Themen auch rund um die Landeshauptstadt erstellt. Dieser Kalender erscheint exklusiv in limitierter Auflage, jeder Kalender ist handsigniert.

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IM GESPRÄCH

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WERKART HANNOVER FEIERT JUBILÄUM Vor genau zehn Jahren eröffnete mit der Werkart Hannover ein bis dahin einzigartiges Konzept seine

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Tore. Handwerksbetriebe aus unterschiedlichen Gewerken präsentieren ihr Können in einer faszinierenden Einrichtungswelt. Das Motto da-

Foto: werkart

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sich auf dem Gelände von Möbel Hesse an der B6.

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Am 3. und 4. November feiern die Werkart-Betriebe ihr zehnjähri-

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ges Jubiläum mit einem bunten Aktionswochenende. Präsentiert ERFÜLLEN SIE SICH JETZT IHREN TRAUM VON EINEM STEINWAY

werden außergewöhnliche Handwerksleistungen, es gibt Vorträge und Spielangebote für Kinder sowie leckere Speisen und Getränke. Möbel Hesse begleitet das Jubiläum mit einem verkaufsoffenen Sonntag am 4. November.

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Nina Englert ist die neue Leiterin der BMW Niederlassung in Hannover. Die 47-Jährige folgte auf Uwe Wegener (52 Jahre), der bereits seit

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Mai 2018 die Position des Betriebsrats­ vorsitzenden der Niederlassung Hannover innehat. Nina Englert ist Amerikanerin und seit mehr als 25 Jahren für die BMW Group tätig. Sie startete ihre Laufbahn im Junior Promotion Programm der BMW AG in München. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung“, sagt sie. „Der lokale Autohandelsbetrieb spielt in Zeiten der Digitalisierung und Elektrifizierung weiterhin eine wesentliche Rolle in der Beziehung mit unseren Kunden.“ Nina Englert ist zugleich die erste Leiterin einer BMW Niederlassung in Deutschland.

Foto: BMW Group

BMW HANNOVER: NEUE LEITERIN


50 JAHRE HIFI-GESCHICHTE Im Oktober feierte das renommierte HiFi-Unternehmen Giese aus Hannover sein 50-jähriges Jubiläum. Was 1968 mit einer Anzeige zur Ladeneröffnung in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung begann, ist heute die Adresse für ernsthaftes und interessantes HiFi in der Galerie Luise in direkter Nachbarschaft zur Staatsoper. Alex Giese, der das Geschäft von seinem Vater, dem Musikhändler Ulrich Giese, übernommen hat, initiierte zum Jubiläum ein exklusives Fest mit viel Musik, vielen Gästen, Vertretern der einzelnen

Alex Giese mit den Musikerinnen Helen Dabringhaus (Querflöte) und Negin Habibi (Konzertgitarre)

Marken (so gibt es bei Giese selbstverständlich Lautsprecher vom Marktführer B&W) und nicht wenigen Flaschen Hausmarken-Gin. Die Kombination aus HiFi, Live-Musik und der Möglichkeit für die Gäste, mit den Vertretern der einzelnen Marken zu fachsimpeln, sorgte für ausgelassene Stimmung bis in die Morgenstunden – und ist sicherlich ein guter

Fotos: Alex Giese GmbH

Auftakt für die nächsten 50 Jahre.

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IM GESPRÄCH

GOLFFINALE MIT WETTERKAPRIOLEN Die Teilnehmer des Finales des Möbel Hesse Golf Cups waren noch bei schönem Wetter auf Schloss Lüdersburg angereist. Leider wollte ein kurzer Sturm ihnen das Golfen vermiesen – doch die Nieder­

Larisch + Zemann GmbH Marienstraße 4 30171 Hannover Telefon: 0511.85643400 www.furandfashion.de Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr Samstag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Dieter und Siegrid Kutzner gratulieren ihren Töchtern Petra Ennulat und Brita Nönneke zum 30-jährigen Jubiläum.

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Foto: privat

sachsen sind ja bekanntlich sturmfest und erdverwachsen, deshalb


Fotos: Oliver Vosshage

...wahre

Lichtplanung überdauert

alle Zeit.

Gruppenbild mit Sponsoren wie unter anderem TUI Reisecenter, Immolounge, Heuer, Kahle sowie Radio 21. BruttoGewinner wurde Luca Kilian Prahl (rechts).

ließen sie sich auch nicht von einem bisschen Regen abschrecken! Gemeinsam mit TUI Reisecenter Garbsen-Berenbostel, SIGNAL le peetz design

IDUNA und vielen weiteren Sponsoren verbrachten alle letztlich doch ein wunderbares finales Turnier in der Lüneburger Heide.

TUI REISECENTER FEIERT GEBURTSTAG Seit 30 Jahren gibt es das TUI Reisecenter in Berenbostel. Das wurde jetzt ordentlich gefeiert. Am 17. September 1988 hatten Brita Nönneke und ihre Schwester Petra Ennulat das TUI Reisecenter Garbsen/ Berenbostel eröffnet. Zum Geburtstag gab es als Überraschung eine große Torte von den El-

tern und auch sonst zahlreiche Glückwünsche. „Mit unserem gesamten Team setzen wir auf einen Top-Service, der von Herzen kommt“, sagt Brita Nönneke. Beide Schwestern sind übrigens leidenschaftliche Golferinnen. Seit 17 Jahren laden sie die Besten des Möbel Hesse Golf Cup zu einer viertägigen Finalreise ein. nobilis 11/2018

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Foto: Hassan Mahramzadeh

IM GESPRÄCH

Königlich in der Vorweihnachtszeit – in der Galerie Herrenhausen

Foto: Evergreen

WINTERZAUBER AM SCHLOSS HERRENHAUSEN Wenn die Vorfreude auf das Weihnachtsfest steigt und die Lebkuchen- und Glühweingelüste geweckt sind, wird es Zeit für einen Bummel auf dem vorweihnachtlichen Markt im Ehrenhof und in der Galerie Herrenhausen. Vom 9. bis 11. November lädt Hannovers Schloss zu Speis und Trank in weihnachtlicher Atmosphäre. Für Shoppingbegeisterte bieten Aussteller diverse Kunsthandwerke an – von WeihEntdecken Sie Kunsthandwerk auf dem vorweihnachtlichen Markt.

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nachtsschmuck über Gartenkeramik bis hin zu handgefertigten Pullovern – hier ist für jeden etwas dabei!


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Foto: Patrick Graf

TYPISCH HANNOVER: MORGENROT MIT WOW-EFFEKT Die gr체nste Stadt Deutschlands ist eindeutig auch in den kalten Jahreszeiten wunderbar. Mit diesem Blick vom Leineschloss aus auf das Neue Rathaus beweist der Fotograf Patrick Graf wieder einmal, dass unsere Stadt auch fr체h am Morgen mit einer ganz besonderen Atmosph채re 체berzeugen kann.

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Die Neuinterpretation einer Design-Ikone Der Anblick ist atemberaubend. Vor uns steht die neue G-KLASSE, der Luxus-Geländewagen von Mercedes-Benz. Das Modell an sich ist schon beeindruckend. Beim Testfahrzeug handelt es sich um die AMG-Variante mit 585 PS – und diese zusätzlich mit ganz besonderen Design-Elementen. Der Werbeprofi Andreas Winkler ist den Offroader für uns in der Wedemark Probe gefahren. TEXT: OLAF GROSS FOTOS: PHOTOVISION DH

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ie Edition 1 erobert alle Geländewagen-Fans und lässt die Herzen der Enthusiasten höherschlagen. Sie ist limitiert und ein echtes Highlight“, erklärt Jan Paul Honig bei der Übergabe in der Mercedes-Benz Niederlassung Hannover. Die Edition 1 besticht durch eine Kombination aus Mattschwarz und roten Akzenten. Die Räder sind mit einem roten Ring versehen, die Rückspiegelgehäuse ziert ein roter Streifen, die Kontrastziernähte der schwarzen Ledersitze sind rot, ebenso wie die Sicherheitsgurte. Und bei Mercedes haben sie es sogar geschafft, beim Interieur rote Fäden in die Karbonelemente einzuarbeiten. Zündung an, los geht’s, raus in die wunderschöne Wedemark. Andreas Winkler, Inhaber der etablierten Werbeagentur Winkler & Stenzel (jetzt W&S Epic), baut dort gerade für sich und seine Frau ein Fachwerkhaus. Bei den Winklers gehört die G-Klasse irgendwie zur Familie. Seine Frau hat

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auf einer G-Klasse einmal das Autofahren gelernt, und auch Andreas Winkler kennt das Model aus dem Effeff. Der Geländewagen von Mercedes gilt längst als Design-­ Ikone. Seit 1979 hat sich das Äußere kaum verändert. Ikonische Elemente erfüllen heute wie damals ganz bestimmte Funktionen und verleihen der G-Klasse ihr einzigartiges Aussehen. Sie finden sich auch in der neuen G-Klasse: der markante Türgriff und das charakteristische Schließgeräusch, die robuste Außenschutzleiste, das exponierte Ersatzrad an der Hecktür und die augenfälligen Blinker, die auf den Kotflügeln sitzen. Um diese weiter so verwenden zu können, mussten die Entwickler kreativ werden. Bei einem Aufprall versinken sie im Kotflügel – auf diese Weise konnten die Vorgaben des Fußgängerschutzes eingehalten werden. „Eine Ikone wie die G-Klasse technologisch weiterzuentwickeln, war Herausforderung und Chance zugleich“, berichtet


Kristina Wohle aus dem Bereich Marketing, Andreas Winkler und Jan Paul Honig von Mercedes-Benz tauschen sich über die G-Klasse aus.

Mercedes-AMG G 63 Fünfsitziges SUV, Leistung: 585 PS Von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h (mit dem AMG Driver‘s Package 240 km/h) Durchschnittsverbrauch: 13,1 l/100 km CO2-Emissionen: 299 g CO2/km (kombiniert) Antriebsart: 4,0-Liter-V8-Biturbomotor Preis: ab 148.434,65 Euro

Das Interieur wurde komplett überarbeitet. In der Edition 1 kommen rote Akzente zur Geltung – beispielsweise bei den Sitzen oder in den Karbonelementen.

Dr. Gunnar Güthenke, der bei Mercedes-Benz den Produktbereich Geländewagen leitet. „Jedes Teil und jede Schraube kam auf den Prüfstand. Bei der Karosserie lag unser Hauptaugenmerk auf der Erhöhung der Fahrzeugsteifigkeit und den Verbindungen zwischen Fahrwerk und Antriebsstrang mit dem Leiterrahmen.“ Wir sind inzwischen auf der Autobahn in Richtung Wedemark unterwegs. Andreas Winkler gefällt der große Fahrkomfort des Geländewagens. „Der größte Unterschied ist die Einzelradaufhängung. Der fährt jetzt wie ein richtiger Pkw“, sagt er. Unser Testfahrzeug ist quasi die High-PerformanceVariante der G-Klasse. Die Basis für den eindrucksvollen Auftritt auf und abseits befestigter Straßen bilden der 585 PS starke 4,0-Liter-V8-Biturbomotor, der heckbetonte Allradantrieb (40:60) mit drei Differenzialsperren und das extrem schnell schaltende Neungang-Automatikgetriebe. Der Motor nobilis 11/2018

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stellt ein maximales Drehmoment von 850 Nm bereit. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 ist in 4,5 Sekunden absolviert. Der dynamische Vortrieb reicht bis zur abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 220 Kilometern pro Stunde. Wir erleben einen Herbsttag, wie er schöner nicht sein kann – Indian Summer in Niedersachsen. Während des Foto­shootings auf einem derzeit nicht bewohnten Bauernhof wird so richtig deutlich, wie charakterstark dieser Gelände­ wagen auch optisch ist: die kantige Silhouette, die aufliegende Motorhaube, die runden Hauptscheinwerfer – die GKlasse ist ein echter Hingucker. Und auch im Innenraum sieht das Fahrzeug chic und stylisch aus: So spiegelt sich die Form der Rundscheinwerfer in den seitlichen Belüftungs­ düsen wider. Die Form der Blinker taucht im Innenraum bei den Hochtönern auf der Instrumententafel auf. Typisch für den G 63 sind auch der Haltegriff vor dem Beifahrer oder die in Chrom hervorgehobenen, zentral platzierten Schalter für die drei Differenzialsperren. Die G-Klasse ist legendär. Was 1972 mit einem Kooperationsvertrag zwischen der damaligen Daimler-Benz AG und Steyr-Daimler-Puch im österreichischen Graz begann, ist heute eine Geschichte gespickt mit Superlativen und Meilensteinen. Weltbekannt sind die G-Klasse-Modelle als Papa­ mobil im Farbton Perlmutt mit gläsernem Sonderaufbau für Papst Johannes Paul II. Im Sommer 2017 lief in Graz 24

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die 300.000. G-Klasse vom Band. Im selben Jahr gab es den Mercedes-Maybach G 650 zu bestaunen – limitiert auf 99 Exem­plare. Wir sind inzwischen auf dem Rückweg nach Hannover und am liebsten möchte man mit dem Wagen gleich auf große Fahrt gehen. Er weckt die Abenteuerlust und hat zugleich etwas sehr Beschützendes. Es ist ein Auto, das nicht alltäglich ist und sich einfach gut anfühlt. W

Andreas Winkler und nobilis-Chefredakteur Olaf Groß


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Fotos: werkart

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So schön wird Hannover leuchten

Im November versinkt alles in trüber Dunkelheit? Nichts da: Das Festival „HANNOVER LEUCHTET“ wird diesbezüglich massiv Abhilfe schaffen.

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Foto: Stefan Knaak/Montage: Hannover leuchtet


Foto: Oliver Vosshage

Auch die Aegidienkirche wird beim LichtkunstFestival angestrahlt. Dieses Bild stammt von der „Langen Nacht der Kirchen“, als sie mit einem anderen Motiv zu sehen war.

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Foto: Stefan Knaak

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Dieses Bild im Zoo entstand zu Marketingzwecken für das Lichtkunst-Festival.

Die ohne tatkräftige Unterstützung von außerhalb nicht zu stemmen wären und in jeder Hinsicht aufwendig zu pla­ nen sind, sei es von organisatorischer oder von technischer Seite. Der Termin stand allerdings schnell fest: „Es muss­ te eine Jahreszeit sein, in der es schon früh dunkel wird, aber noch nicht zu kalt ist“, erläutert Reinhold. „Da bot sich der November an.“ Bei den Örtlich­ keiten galt es zunächst, Möglichkeiten und Genehmigungen auszukundschaf­ ten, wiewohl sich auch hier bald eine Grundidee herauskristallisiert hatte:

Rüdiger Helmrich

Helmrich: Ganz schön helle.

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Unser Steckenpferd sind ganz persönliche und individuelle Einbauten: Von der Küche, den Schrank im Flur bis zum Ankleidezimmer. Dank optimaler Planung akzentuieren wir die Licht- und Materialbesonderheiten und schaffen liebenswerte Wohnwelten.

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mit Beispielen unserer Arbeit heraus­ gebracht“, erzählt Felix Reinhold, Allstars-Geschäftsführer und Projekt­ leiter von „Hannover leuchtet“. „Unsere Vertriebsleiterin Meike Czekalla ist auf die Idee gekommen, ein Exemplar an den Lichtdesigner Andreas Boehlke zu schicken, der in Berlin das große ,Fes­ tival of Lights‘ ins Leben gerufen hat. Daraufhin gab es zu unserer Überra­ schung eine Einladung, und aus dem Gespräch hat sich die Idee entwickelt, auch in Hannover Lichtkunst-Tage zu veranstalten.“

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ehr Licht!“: Ob das tatsäch­ lich Goethes letzte Worte gewesen sind, scheint zweifelhaft – wahrscheinlich handelt es sich eher um einen Mythos. Vom 14. bis zum 18. November wird das Motto allerdings unbestreitbar Wirklichkeit, wenn das Festival „Hannover leuchtet“ die Stadt zum Strahlen bringen soll. Acht markante Gebäude werden dabei täglich von 17.30 bis 23 Uhr mit Lichtinszenierungen, Illuminationen und Projektionen bespielt, darüber hi­ naus mit einem Netz aus grünen Laser­ strahlen miteinander verbunden. Das ist aber noch längst nicht alles: Auf dem Opernplatz steht das Festlichtzelt, in dem unter anderem das auf den er­ sten Blick etwas mysteriöse Motto „Kö­ che leuchten“ angesagt ist; man kann Lichtduschen nehmen oder begegnet Lichtbotschaftern. Wie so manches spektakuläre Projekt entspringt auch dieses bis zu einem ge­ wissen Grad dem Zufall. Der Ausgangs­ punkt liegt bei der Garbsener Firma Allstars, die sich im Bereich Veranstal­ tungstechnik und Illumination weit­ hin einen Namen gemacht hat. „Wir haben zwei Jahre lang einen Kalender

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Das Welfenschloss leuchtet einige Tage vorab bei der „Nacht, die Wissen schaft“, aber nicht auf dem Festival selbst.

„Aus dem Festival soll ja eine regelmäßige Institution werden. Und es soll nicht nur für eine Elite da sein – wir wollen, dass alle Men­ schen daran Freude haben.“ FELIX REINHOLD, PROJEKTLEITER VON „HANNOVER LEUCHTET“

Foto: Oliver Vosshage

„Wir wollten uns“, so Reinhold, „im Kern an Hannovers ,Rotem Faden‘ ori­ entieren.“ An dem liegt zum Beispiel das Opern­ haus, das der hannoversche Video­ künstler Tosh Leykum mit bewegten Bildern bespielen will. Der Opernplatz ist indes auch darüber hinaus von ent­ scheidender Bedeutung für das Festival, denn hier wird das Festlichtzelt stehen. Es ist 30 mal 10 Meter groß, zur Oper hin verglast und hat ein transparentes Dach. Dort wird es allabendlich ein gas­ tronomisches Angebot geben, das am 16.

Die Festivalmacher werben mit angeleuchteten Gebäuden von Partnern für die Veranstaltung.

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Foto: Stefan Knaak

November ungeahnte Ausmaße anneh­ men soll. Dann nämlich ist das bereits genannte Event „Köche leuchten“ an­ gesagt – mit einem Sechs-Gänge-Menü, zu dem die folgenden Herren jeweils einen Beitrag liefern: Dieter Grubert (Titus), Christoph Elbert (11a), Thomas Wohlfeld (Handwerk), Benjamin Meu­ sel (Die Insel), Ekkehard Reimann (Rei­ manns Eck) und Tony Hohlfeld (Jante). „Wir hatten schon früh die ersten Bu­ chungen“, vermeldet Reinhold wenig überraschend. Auch die Aegidienkirche ist eine Fes­ tivalstation. Fotograf Marc Theis aus Hannover wird hier, dem Ort angemes­ sen, für eine eher meditative Atmosphä­ re sorgen: „Vielleicht mit Motiven der Friedensglocke“, sagt Festival­kurator Franz Betz, der für sein eigenes Schaf­ fen den Begriff Lichtbildhauer bevor­ zugt und in Hannover schon für so manches besondere Ereignis gesorgt hat, sei es im 16. Stock des BrederoHochhauses oder auf dem Maschteich. Bei „Hannover leuchtet“ nimmt er sich unter anderem die Kröpcke-Uhr vor, die tierischen Besuch in Gestalt eines über­ dimensionalen Sparschweins bekom­


baden in Hannover men soll – wer Geld einwirft, löst damit Lichteffekte und Animationen aus. Betz hat außerdem Zwischenstati­ onen ersonnen. So kann man sich auf dem Weg zur HDI­Arena, deren genaue lichttechnische Gestaltung bei Redakti­ onsschluss noch nicht feststand, am Nor­ dufer des Maschsees unter Lichtduschen stellen: „Das ist ein hochkonzentriertes Licht, das üblicherweise für die Außen­ bestrahlung von Gebäuden eingesetzt wird“, erläutert Betz. „Es ist nicht heiß, aber man spürt es tatsächlich körper­ lich.“ Auch sind mit speziellen Regen­ schirmen ausgestattete Lichtbotschafter unterwegs, denen sich jeder Interessier­ te anschließen kann – ein zusätzliches Angebot zu den geplanten Führungen, sei es zu Fuß, mit dem Bus oder per Seg­ way. Gegenüber der Goseriede wird eine ausgeleuchtete Kopie des Brandenbur­ ger Tors aufgebaut. „Und auf dem Geor­ gsplatz“, so Betz, „installieren wir eine 15 mal 15 Meter große Bodenplastik aus weißen Leuchtstoffröhren.“ Die Basilika St. Clemens wird vor allem im Frontbereich ausgeleuchtet, für das Landesmuseum sind bevorzugt Lichtelemente in Blautönen vorgese­ hen: „Dort wollen wir Stimmungen er­ zeugen, die an Wasser erinnern“, sagt Betz. Beim Großen Sendesaal des NDR wiederum spielt die Entstehungszeit ei­ ne Rolle: Ein von den Künstlern Detlef Hartung und Georg Trenz ersonnener Projektions­Loop orientiert sich an Mustern aus den 50er­ und 60er­Jahren. Und wer die Station Marktkirche auf­ sucht, soll möglichst selbst zur Tat schreiten und mit UV­Farben Puzzle­ teile bemalen, die später im Kirchen­ inneren zusammengesetzt werden. In diesem Mitmach­Ansatz steckt ein Aspekt, der Felix Reinhold beson­ ders wichtig ist: „Aus dem Festival soll ja eine regelmäßige Institution werden. Und es soll nicht nur für eine Elite da sein – wir wollen, dass alle Menschen daran Freude haben.“ W

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Lichterglanz und Glücksgefühle Das Kalenderblatt für November ist aufgeschlagen. Nun sind es NUR NOCH WENIGE WOCHEN BIS WEIHNACHTEN. Eine Zeit, die für Kinder quälend langsam vergeht, während die Erwachsenen es gern ein wenig ruhiger hätten. Jede Menge Terminstress vor den Festtagen – wie soll man denn da in Weihnachtsstimmung kommen? Keine Panik – wir haben da schon mal etwas vorbereitet.

Beim traditionellen Christkindlmarkt verwandelt sich Schloss Oelber in ein vorweihnachtliches Wunderland.

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Foto: Oelber Event


Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg. Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe lädt ein und öffnet das festlich dekorierte Schloss für die Besucher. 

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Foto: Rittergut Grossgoltern

b Anfang November finden jede Menge bezaubernder Winter- und Weihnachtsveranstaltungen auf Schlössern, Burgen und Rittergütern im engeren und weiteren Umkreis von Hannover statt. Noch keine Lust auf Glühwein, Tannenduft und Zimtsterne? Dann bitte einfach genießen! In solch märchenhafter Umgebung stellt sich die Adventsund Weihnachtsstimmung von ganz alleine ein. Die besten Deko-Ideen für das festlich geschmückte Haus, exquisit präsentiert im edlen historischen Ambiente, jede Menge große und kleine Geschenke, köstliche Speisen und beste Unterhal-

Edle Geschenkideen beim Wintermarkt auf Rittergut Grossgoltern

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Foto: Weihnachtszauber Schloss Bückeburg

tung, jeweils im Stil des Hauses, ausgewählt vom Landadel oder Erbprinzen. Für die Großen sind das kultivierte und gleichzeitig kuschelige Events, die perfekt zur Entschleunigung beitragen, vielleicht mit Erinnerungen an Feste damals zu Hause, und auch leuchtende Kinderaugen sind garantiert. Wenn der Weihnachtsmann über den Gutshof oder die Schlossbrücke stiefelt, ist jedes Mal Bescherung. Den Auftakt macht am ersten Wochenende im November, am 3. und 4.11., der Wintermarkt auf dem Rittergut Gross­ goltern bei Barsinghausen, das ganzjährig eine beliebte Adresse für Feste und Veranstaltungen ist, weil es dort so idyllisch und schön ist. „Den Wintermarkt haben wir früher schon gefeiert, die letzten drei Jahre aber ausgesetzt. Da uns aber sehr viele Nachfragen und Bitten erreichten, findet er nun wieder statt“, berichtet Gastgeberin Alice von Alten. Das historische Gutsensemble wird dazu festlich illuminiert und winterlich geschmückt, mit vielen Zutaten aus dem eigenen Wald. Über 80 ausgewählte Aussteller präsentieren sich in den verschiedenen Gutsgebäuden und auf dem romantischen Außengelände mit Schönem, Edlem und Originellem sowie mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten – für jeden Geschmack und sogar für den Hund. „Unsere ganze Familie hilft mit. Die Kinder backen Waffeln“, so Alice von Alten. Weiter geht es mit dem Novemberklüngel am 9. und 11. November auf Gut Remeringhausen im Schaumburger Land zwischen Bad Nenndorf und Stadthagen. Lichterglanz und


CHRISTMAS AFTERNOON TEATIME im Café Centrale „Unsere ganze Familie hilft mit. Die Kinder backen Waffeln.“ ALICE VON ALTEN

Foto: Schloss Marienburg

Der Weg zum Himmel führt an einer Tasse Tee vorbei . . . Wir laden Sie herzlich in unser Café Centrale in den Kaiserhof ein.

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Live-­Musik verspricht Veranstalterin Tania von Schöning. Das malerische Rittergut präsentiert sich an diesem Wochenende bis in die Abendstunden besonders stimmungsvoll und gastfreundlich. Mit viel Beleuchtung sowie Feuer- und Kerzenschein werden Gut und Parkanlagen wunderschön illuminiert. Der Hausherr mit dem passenden Vornamen Nicolaus spannt höchstpersönlich den Trecker an, um frisches Tannengrün und andere florale Zutaten aus dem heimischen Wald zu holen. Für Musikfreunde ist der Novemberklüngel besonders attraktiv. Verschiedene Musiker aus Schaumburg werden die Veranstaltung begleiten. Tania von Schöning freut sich über die tollen Aussteller, Künstler, Kunsthandwerker und anderen Anbieter, die in diesem Winter nach Remeringhausen kommen. Über 60 werden in den historischen Gebäuden und im Innenhof ihre Produkte präsentieren – mit Kunst, Kultur, Kulinarischem und mehr. Hier noch ein besonderer Tipp von Tania von Schöning: „Zum ersten Mal ist die Londoner Designerin Beatrice von Tresckow bei uns.“ Modebewusste Leserinnen werden jetzt aufhorchen. Ansonsten wird auf Remeringhausen „angepunscht“ – der Insider-Begriff verrät, wie auf dem Gut der Winter begrüßt wird. Auf Schloss Bückeburg wird es dann endgültig rundum weihnachtlich, wenn der Weihnachtszauber vom 29. November bis 9. Dezember Schloss und Schlossgelände in eine Märchenwelt verwandelt. In diesem Jahr ist das Motto der Veranstaltung unseren vierbeinigen Freunden gewidmet: nobilis 11/2018

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„Tierisch schön – alle Tiere, die wir lieben“. Dabei wird der Fokus auf die weihnachtliche Dekoration rund um die Tierwelt gelegt und mit Liebe und Nostalgie an unsere Haustiere und Weggefährten gedacht. Fürst Alexander zu SchaumburgLippe öffnet das festlich dekorierte Schloss für die Besucher und beherbergt elf Tage lang rund 220 Aussteller aus dem Inund Ausland, die sich im Schloss, in der Wagenremise und in stilvollen Zelten rund ums Schloss liebevoll und exklusiv präsentieren. Das umfangreiche Rahmenprogramm des Bückeburger Weihnachtszaubers ist auch in diesem Jahr wieder ausgesprochen opulent, sodass jeder Tag zu einem wunderschönen Erlebnis wird, mit Lichtergala, Vorführungen der Fürstlichen Hofreitschule – ein Hochgenuss nicht nur für Reiter und Pferdefreunde –, mit einer Theaterrevue und Konzerten verschiedener Chöre in der Schlosskapelle. Die Besucher können sich auf Vorführungen der Kunsthandwerker, Backvorführungen, Wassershow, Gesang vom Balkon des Schlosses, Modenschau, Fotos mit dem Weihnachtsmann und vieles mehr freuen und geraten so garantiert in eine Weihnachtsstimmung, die glücklich macht. Rustikal und ländlich, mit Bläserklang und Glühwein trifft man sich am 8. Dezember zum Adventsfeuer auf dem Rittergut Wichtringhausen kurz hinter der Abfahrt der A2 bei Bad Nenndorf. Da das Gut als romantische Eventlocation

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Foto: Johannes Pietsch

Die Winter- & Weihnachts-Event-Zeitleiste 3. und 4. November 2018: Wintermarkt Rittergut Grossgoltern – Weihnachtsgeschenke kaufen und mehr www.rittergut-grossgoltern.de 9. bis 11. November 2018: Novemberklüngel Rittergut Remeringhausen – Lichterglanz und viel Musik www.novemberkluengel.de 29. November bis 9. Dezember 2018: Weihnachtszauber Schloss Bückeburg – diesmal unter dem Motto: „Tierisch schön – alle Tiere, die wir lieben“ www.@weihnachtszauber-schloss-bueckeburg.de 8. Dezember 2018: Adventsfeuer Rittergut Wichtringhausen – Glühwein, Grillen und Musik am Feuer www.rittergut-wichtringhausen.de 7./8./9. Dezember und 14./15./16. Dezember 2018: Christkindlmarkt Schloss Oelber – Kerzenschein & Weihnachtszauber beim größten Indoor-Christkindlmarkt der Region www.schloss-oelber.de Ab Ende November: Märchenhaftes Weihnachten, romantische Illuminationen und erlesene Geschenke Die Sieben Schlösser – Bückeburg, Corvey, Fürstenberg, Hämelschenburg, Marienburg, Pyrmont, Bevern sowie die Stadt Hameln und das Schlosshotel Münchhausen bieten zum Jahresende ein stimmungsvolles Programm. www.sieben-schloesser.de

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Foto: Rittergut Wichtringhausen

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mit eigenem Weinhandel bekannt ist, gibt es zu Köstlichkeiten vom Grill selbstverständlich auch einen hausgemachten Riesling-Glühwein. Für die Besucher werden ein weihnachtliches Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein und musikalische Begleitung vom Musikzug Leveste geboten. Gefeiert wird rund um das große Feuer, das nach einem Fackelumzug durch die Jugendfeuerwehr Wichtringhausen entzündet wird. Schloss Oelber am Salzgitterdreieck, berühmt geworden als Heimat des „Tennisbarons“ Gottfried von Cramm und heute stilvoller Kulturmittelpunkt für Konzerte und Veranstaltungen, lädt alljährlich zum Christkindlmarkt ein, der in diesem Jahr am 7., 8., 9. sowie 14., 15. und 16. Dezember stattfindet. Veranstaltet wird der traditionelle Christkindlmarkt von Helena Freifrau von Cramm und Anna von Veltheim, die das Geheimnis der beliebten Veranstaltung so erklären: „Wir legen nicht nur großen Wert auf eine qualitätsvolle und bunte Auswahl von Ausstellern, sondern verwenden viel Aufmerksamkeit auf die besondere Atmosphäre. Für die sorgen nicht zuletzt die Lichtinstallation und das Rahmenprogramm mit Musik und Aktionen für Kinder.“ „Kerzenschein & Weihnachtszauber“ lautet daher das Motto der Veranstaltung, bei der über hundert Aussteller für zwei Wochen das große Gelände mit seinen historischen Gebäuden, den einstigen Stallungen und der zauberhaften Schlosskirche in ein vorweihnachtliches Wunderland verwandeln. Darüber hinaus sind in diesem Jahr wieder viele Stände besonderer Initiativen und Organisationen vertreten, die ihre Waren für wohltätige Zwecke anbieten. W

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„Wir sind alle so wunderbar unterschiedlich“ Bei meinem Interview mit IRIS BERBEN treffe ich auf eine fantastisch schöne Frau. Ein Strahlen von innen heraus empfange ich als pure Lust aufs Leben. Meinem Kompliment bezüglich ihrer äußeren Erscheinung folgend bekomme ich die entwaffnend herzliche Antwort: „Das Leben ist nicht immer so, wie man es sich vorstellt; mit gutem Licht, Maskenbildner und Friseur kann man bei jedem Menschen auch die letzte Halbfalte zum Verschwinden bringen.“ Es wird ein wundervolles Gespräch.

Liebe Iris Berben, in Hannover le­ sen Sie am 29. November aus Irene Disches Erzählband „Zum Lügen ist es nie zu spät“. Machen Lügen das Leben interessanter? Iris Berben: Interessanter weiß ich nicht; ich glaube komplizierter. Sicher muss man unterscheiden, es gibt ja die bekannten Notlügen, die auch ein Teil unseres Lebens sind. Sie sind nötig, weil es auch um Verletzung oder der Komplexität einer Sache geht, die man nicht so schnell erklären kann. Aber Lügen an sich finde ich extrem anstrengend und sie verkomplizieren das gesamte Leben. Die Lüge ist ein Konstrukt; die Wahrheit ist da. Trotz Ihrer vielfältigen Projekte in Film und Fernsehen finden Sie Zeit­ fenster, um einige wenige Lesungen im Jahr zu halten. Was bewegt Sie dazu? Berben: Die Lesung hier in Hannover ist eine andere als meine sonstigen. Normalerweise bin ich mit Lesungen unterwegs, um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich miteinander auszutauschen, sich bestätigt zu fühlen. Es geht um Gedanken zu Themen gegen das Vergessen; es geht um unsere Geschichte, unsere Biografie. Sie sollte

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uns nicht belasten, sondern zuarbeiten, sodass wir mit der Gegenwart umgehen können. In Ihrem neuen Film „Die Protokol­ lantin“, der Mehrteiler im ZDF seit Oktober ausgestrahlt wird, gehen Sie an der Seite von Moritz Bleibtreu und Peter Kurth auf die Suche nach Ihrer verschwundenen Tochter. Was hat Sie bewogen, nach Ihrer enorm erfolgreichen Rosa Roth wiederum in den Krimiring zu steigen? Berben: Dieses aktuelle Projekt hat mich interessiert, weil es das neue Format der „High End Series“ bedient. Ich kann dabei eine einzelne Geschichte in fünf Stunden erzählen; ich habe einfach Zeit, genau und komplex mit der Figur zu arbeiten. Das ist für den Film wie auch für die Schauspieler ein Highlight. Verfolgt man Ihre beruflichen Aktivi­ täten nicht allein als Schauspielerin vor der Kamera, sondern auch als en­ gagierte Frau in unserer Gesellschaft – immer strahlen Sie eine schiere Le­ benslust und nie versiegende Energie aus. Kennen Sie das Gefühl, Urlaub vom Leben zu brauchen?

Berben: Nein, nicht Urlaub vom Leben. Vielleicht manchmal Urlaub von den von mir selbst gewählten Aufgaben. Ich merke natürlich, dass ich etwas atemlos bin, dennoch möchte ich nicht kürzertreten. Wohl wissend um die Begrenztheit der Zeit, je älter man wird. Also: Kein Urlaub vom Leben; ich liebe das Leben viel zu sehr. Ihr Beruf ist ja von einer Unstetig­ keit geprägt. Mögen Sie tägliche Routine oder macht Ihnen diese ein ungutes Gefühl? Berben: Wirkliche Routine finde ich nur bei meiner Disziplin im Beruf. Ansonsten suche ich unbekanntes Terrain, ich mag es auch, wenn man mich irgendwo „hin schubst“, wo ich das Gefühl habe, dem bin ich vielleicht gar nicht gewachsen. Ich habe keine Angst zu scheitern. Ich hoffe immer wieder, auf Menschen zu treffen, die mich fordern. Meine Lebensmelodie ist, möglichst oft Neuland zu betreten. Ist das eine Errungenschaft des Älterwerdens, keine Angst vorm Scheitern zu haben? Berben: Ich glaube, ich habe das Scheitern schon relativ früh gelernt, es ist Teil meiner Biografie. Wenn Sie so wollen, bin


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Foto: Karsten Knocke


Foto: Karsten Knocke

ich gescheitert, indem ich aus drei Internaten flog, indem ich deshalb das Abitur nicht gemacht habe, weil ich auch die letzte Schule noch verlassen musste. Ich bin an einem bürgerlichen Leben gescheitert, war bis heute nie verheiratet. Ich habe keine Ausbildung, keine Schauspielschule. Also wenn man so will, ist das für viele ein Scheitern. Für mich ist es eine Möglichkeit, immer wieder Anlauf zu nehmen. Sie scheinen eine gute Balance gefun­ den zu haben mit einer Vorbildfunk­ tion als Frau, jedoch ohne Gefahr, zu einer Institution zu werden. Schließt das auf einen besonderen Realitäts­ sinn? Berben: Das, was man gemeinhin als Vorbildfunktion bezeichnet, erfülle ich alles nicht. Ich habe aber eins gemerkt: Wenn ich etwas aus Kalkül mache, geht es schief bei mir. Nicht unbedingt in der Wahrnehmung der anderen, aber in meiner. Ich habe weder Ellenbogen noch bin ich diplo-

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matisch, ich habe bis heute keinen Lebensplan und bin nicht angekommen. Weder in meinem Beruf noch in meinem Leben, aber das finde ich auch das Spannende daran. Du kannst vorgeben, du hast Erfahrungen gesammelt, bist souverän, weißt Antworten und dann haut dir irgendwas die Beine weg. Plötzlich nützen die Souveränität und alles Wissen nichts; du musst einfach wieder aufstehen. Das ist Teil des Lebens. Vielleicht ist dies Unfertige das, was Menschen mögen. Das Leben ist individuell, wir sind alle so wunderbar unterschiedlich; so wirklich als Vorbild kann man deshalb nicht agieren. Sie können auf eine sehr lange Schauspielkarriere zurückblicken. Ihr Sohn Oliver ist Filmproduzent. Fehlt zu den drei üblichen Stütz­pfeilern der Regisseur. Haben Sie jemals da­ rüber nachgedacht, die Seiten der Kamera zu wechseln?

Berben: Ich nicht, aber andere denken da schon häufiger drüber nach. Mal schauen, wann bei mir dieser Impuls kommt. Sie sind eine politisch engagierte Frau. In der heutigen Zeit ist es un­ fassbar schwierig geworden, Politi­ kern und ihrer Arbeit zu vertrau­ en. Was meinen Sie, wem hört man zu und wer wird zum Schweigen ge­ bracht? Wie kann Vertrauen wieder vermittelt werden? Berben: Das ist die große Frage. Unsere etablierten Parteien wissen durch eigene Analyse, dass sie sich entfremdet haben und dass wir genau deshalb einen großen Teil der Gesellschaft verloren haben. Oder sagen wir mal – hoffentlich nur für eine Zeit lang verloren haben, an die Menschen, die in einer komplexen Welt versuchen, mit sehr einfachen Parolen Antworten zu geben. Den Politikern muss wieder klar werden, dass Politik kein Management ist. Ich wünsche mir Klartext von Politikern, die


Sind sie bereit für ‡? nicht nur das Kalkül oder die nächste Wahl im Kopf haben. Diese innerparteilichen Kämpfe um Macht und Ämter führen dazu, die Menschen zu verlieren.

U nser Dankeschön

Die aktuelle gesellschaftlich­poli­ tische Lage ist nicht beruhigend. Weltweit. Wenn Sie einen Politiker für eine Lesung engagieren sollten, wer würde was lesen? Berben: Das ist ja eine kluge Frage, da möchte ich kurz drüber nachdenken: Ich würde Markus Söder und Ilse Aigner vorschlagen, den „Struwelpeter“ zu lesen ... klappt für Jung und Alt!!! Ich habe gelesen, Sie kochen ger­ ne. Sind Sie lieber Gastgeberin oder Gast? Berben: Gastgeberin. Ich bin ein schlechter Gast. Ich gehe ungern zu privaten Essen, aber bei mir, bitte JA!

Kalender 2019: Hannover – a different view by Marc Theis Der renommierte Fotograf Marc Theis war wieder mit seiner Kamera unterwegs in Hannover, um ungewöhnliche Perspektiven bekannter Orte zu zeigen. Mit diesem Kalender erhalten Sie 13 ganz außergewöhnliche individuelle Sichtweisen auf unsere Stadt.

Sie treffen allein durch Ihren Beruf beinahe täglich neue Menschen, mit denen Sie in Kontakt kommen. Seien es Kollegen, Journalisten, Filmcrews, Veranstalter etc. Da gibt es auch in­ teressante Begegnungen, die bleiben. Welches Merkmal fällt Ihnen an Men­ schen bei ersten Begegnungen be­ sonders auf? Berben: Wenn man seinem Gegenüber in die Augen schaut und sieht, da ist jemand auch bereit, sich nackt zu machen. Das hat was mit Offenheit zu tun. Auch Komik überzeugt mich. Menschen die komisch sind, können nicht wirklich schlecht sein!

Ja, ich möchte ‡ abonnieren! Coupon faxen: (05 11) 85 50 24 05 oder per Post: Schlütersche Verlagsgesellschaft, nobilis -Aboservice, 30130 Hannover Sie können uns auch anrufen: (05 11) 85 50 24 24 oder eine E-Mail senden: info@nobilis.de Q Ich möchte nobilis selber lesen. Bitte schicken Sie mir nobilis an meine Rechnungsanschrift. Q Ich möchte nobilis verschenken an: Name, Vorname Straße/Postfach PLZ/Ort Telefon

‡ erscheint zehnmal im Jahr zu einem Jahresbezugspreis von € 39,– inkl. Versandkosten und MwSt. im Inland (Ausland: Jahrespreis zzgl. Versandkosten).

Zum Abschluss eine persönliche Fra­ ge: War es Ihnen je unangenehm, als Familienstand ledig anzugeben? Berben: Ganz im Gegenteil. Ledig finde ich eine ziemlich klare Ansage. Ledig, trotzdem Mutter, selbstbestimmt, mit beiden Beinen auf dem Boden, verdient ihr eigenes Geld, Gerne emotional abhängig, aber bitte nicht finanziell. W

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Q Ich zahle per Bankeinzug.

SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der Schlüterschen Verlagsgesellschaft auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Gläubiger-Identifikationsnummer: DE54SVG00000286893. Mandatsreferenz: wird separat mitgeteilt. IBAN Geldinstitut, Ort

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Foto: Moritz KĂźstner


Ein „Notfallkonzert“, das Bezug nimmt auf eine persönliche Lebenssituation: nicht selten eine höchst emotionale Erfahrung – und das nicht nur für den Zuhörer im Mittelpunkt.

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as Publikum sitzt brav im Konzertsaal – wie langwei­ lig! Ist es nicht viel interessanter, wenn die Veranstal­ tung im Dunkeln stattfindet? Oder die Darbietung auf die Gefühlslage einer einzelnen Person zugeschnitten ist? Oder eine musikalische Geisterbahn aufgebaut wird? All diese For­ mate gibt es tatsächlich. Das „Orchester im Treppenhaus“ hat sie im Angebot und einige weitere, nicht minder originelle dazu. Im November gibt es vor Ort ausgiebig Gelegenheit, sich überraschen zu lassen. Zum Beispiel bei der neuesten Ausgabe von „Dark Room“, die vom 22. bis zum 25. November täglich stattfinden soll; der Ort wird noch bekannt gegeben. Wer dorthin kommt, wird mittels Schlafbrille der Sehfähigkeit beraubt und von Ensemblemitgliedern persönlich auf seinen Platz geleitet –

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das ist üblicherweise ein Feldbett, und wer das nicht mag, bekommt einen Stuhl zugewiesen. Dann legt oder setzt man sich nieder und erlebt rein akustisch eine Vorstellung, die weit mehr ist als ein Konzert und stets unter der Beteiligung von prominenten Synchronsprechren abläuft. Wenn jetzt „Ein Filmriss im Dunkeln“ angesagt ist, gehö­ ren zur Besetzung etwa Charles Rettinghaus, die deutsche Stimme von Robert Downey Jr. oder Jamie Foxx, und Chris­ tin Marquitan, die unter anderem Juliette Binoche und Sal­ ma Hayek synchronisiert. Der Titel des Abends ist doppel­ deutig, denn abgesehen von der besagten Sichtsperre geht es auch um eine düstere Geschichte, nämlich die der Schau­ spielerin Renate Müller. Ihr schien zurzeit der Weimarer Republik eine Bilderbuchkarriere beschieden, die jedoch ein


Fotos: Moritz Küstner

Tipp Am 16. November findet eines der monatlichen „Notfallkonzerte“ im Sprengel Museum statt, bei dem sich Krisengeplagte auf einer Liste eintragen können, nach Aufruf auf einer Sitzgelegenheit Platz nehmen und von einem Streichquartett hautnah ein ganz persönliches Kurz­konzert vorgespielt bekommen.

jähes Ende fand, als sie kein Interesse an einer Beziehung zu Adolf Hitler zeigte und sich in einen jüdischen Bankierssohn verliebte. Von der Gestapo bespitzelt, flüchtete sie in die Welt der Rauschmittel und stürzte 1937, gerade 31-jährig, aus dem Fenster ihrer Villa zu Tode. Das „Orchester im Treppenhaus“ hat bei Autor Ulrich Klingenschmitt eine Textfassung dieser tragischen Bio­grafie in Auftrag gegeben und für die Inszenierung Regisseur Da­ mian Schipporeit verpflichtet. Musikalisch gibt es Werke von Gustav Mahler und Paul Hindemith, dazu Chansons und Filmmusik aus den 20er-Jahren. Der vorangegangene „Dark Room“ hieß „Eine orchestrierte Freiheitsberaubung“ und behandelte im Landtag das Schicksal eines Journalisten in einem autokratischen System. „Es sind immer sehr auf­ wendige Projekte, die einen Vorlauf von mehreren Monaten haben“, sagt Thomas Posth. Der 42-jährige Cellist mit der markanten Haartracht ist der künstlerische Leiter des Ensembles. „Wir haben eine flache Hierarchie“, betont Posth. „Zehn unserer dreißig Mitglieder sind regelmäßig direkt an den Planungen betei­ ligt.“ Zum Beispiel an einem weiteren Event, das 2017 im

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Fotos: Moritz Küstner

I­ hme-Zentrum für Furore sorgte: Beim „Dark Ride“ in einer vierten Etage des Betonklotzes fanden die Besucher mal eine Musikerin in einem Wald vor, mal bekamen sie nach Öffnen von Schranktüren einen Choral vorgespielt, und am Schluss wurde es zu Mendelssohn-Klängen wieder ganz dunkel. Wer nun glaubt, früher oder später könne man bei sämt­ lichen Auftritten dieses Orchesters nichts mehr sehen, mag sich am 16. November eines Besseren belehren lassen. Dann findet eines der monatlichen „Notfallkonzerte“ im Sprengel Museum statt, bei dem sich Krisengeplagte auf einer Liste eintragen können, nach Aufruf auf einer Sitzgelegenheit Platz nehmen und von einem Streichquartett hautnah ein ganz persönliches Kurzkonzert vorgespielt bekommen. Hier ist schon manche Träne geflossen, denn das Projekt ist weit mehr als ein Gag: „Auf der Liste soll stehen, um welches Problem es geht“, sagt Posth, „weil wir uns im ersten Teil, den wir immer improvisieren, direkt darauf beziehen. Wenn etwa jemand gerade verlassen worden ist, spielen wir vielleicht ein Duo, bei dem dann ein Instrument aussteigt. Der zweite Teil ist eine festgelegte Komposition, die aber auch zum Thema passen muss.“ Bei einem derartigen Ansatz ist wenig erstaunlich, dass sich niemand nur aus Jux und Dol­ lerei in die Liste eintragen darf: „Das ist bei diesem Format nicht der Sinn der Sache.“ Die „Notfallkonzerte“ haben einen Vorläufer, bei dem das Orchester tatsächlich mit Blaulicht vorgefahren kam, sei es in Hannovers City, um auf die dortige Feinstaubbelastung aufmerksam zu machen, sei es in die Geflügelschlachterei Wietze, wo mit eigens für dieses Ereignis komponierten Wer­ ken von Benjamin Scheurer die Massentierhaltung themati­ siert wurde. Aus seinem ökologischen Engagement macht Posth kein Hehl: „Ich wollte ursprünglich Umweltschützer werden.“ Zur Musik ist das in Tübingen geborene und in Stuttgart auf­ gewachsene Multitalent eher durch Zufall gekommen: „Ich spielte Cello und E-Bass in einer Popband und hatte früher nie daran gedacht, das zu studieren. Erst mit 18, 19 kam ich auf die Idee, mich mal zu bewerben, und bin so nach Han­ nover gekommen. Ich habe Schulmusik und Cello studiert, dann auch mein Interesse am Dirigieren entdeckt.“ 2006 wurde Posth ins Dirigentenforum des Deutschen Musikrats

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raumurlaub unter Segeln

Thomas Posth, der künstlerische Leiter des Ensembles, steht für innovativen Musikgenuss.

aufgenommen und konnte Kurse bei Größen wie Kurt Masur und Reinhard Goebel besuchen. Im selben Jahr gründete er das „Orchester im Treppen­ haus“, dessen Name sich daraus erklärt, dass die ersten Kon­ zerte zwischen den Stufen der Cumberlandschen Galerie stattfanden. Seitdem hat sich viel getan: Das Ensemble ist auch international aufgetreten und hat sich jüngst mit der renommierten Konzertdirektion Schmid zusammengetan, was eine zusätzliche Ausweitung der Aktivitäten verspricht, wenn auch Hannover „unser Versuchslabor“ bleiben soll. Posth selbst hat mittlerweile einen Lehrauftrag an der hie­ sigen Musikhochschule und eine nebenberufliche Professur als Akademischer Musikdirektor der Universität Hamburg. Gleichwohl scheint er auf dem Teppich geblieben zu sein: „Im Café“, erzählt er irgendwann, „hörte ich, wie zwei 17­jährige Mädels am Nebentisch über das Dark­Ride­Konzert sprachen. Sie fanden Mendelssohn ganz toll und wollten sich diese Musik jetzt bei Spotify besorgen. Was kann man sich Besseres wünschen?“ W

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Foto: Michael Mann


„Mein größter Luxus sind Zeit, Ruhe und Distanz“ Der Anwalt und Schriftsteller FERDINAND VON SCHIRACH ist am 24. November in Hannover zu Gast. Er liest aus seinem Buch „Strafe“ und erzählt von den Erfahrungen in seinem Beruf als Strafverteidiger. Waren Sie schon einmal mit einem Fall beschäftigt, der Sie nach Hannover verschlug? Ferdinand von Schirach: Ja, aber darüber darf ich nicht sprechen. Anwälte stehen unter Schweigepflicht.

gends „das Böse“, es beschreibt, was Ver­ brechen sind. Das Böse wird aufgelöst in Tat, Rechtswidrigkeit und Schuld. Am Ende urteilt der Richter, seine Begriffe sind Frei­ heitsstrafe, Sicherungsverwahrung, Füh­ rungsaufsicht – nie Hölle und Verdammnis.

Bei der Recherche für dieses Interview stieß ich bemerkenswert oft auf den Begriff des „Bösen“, dem mangelndes Mitleid zugrunde liegt, als Ihre „Arbeitsgrundlage“. Bemerkenswert deshalb, weil er Menschen außerhalb Ihrer Berufsgruppe in der Fülle vermutlich nicht begegnet. Wie halten Sie Menschen aus? von Schirach: Der Mensch ist, wie er ist. Sehen Sie, ich habe in den Jahren als An­ walt nie einen nur guten oder nur bösen Menschen kennengelernt. Wir sind keine Holzschnitte, sondern ambivalente Wesen, wir tragen alles in uns, wir sind „gut“ und „böse“ zugleich. Wir sind auf unseren Vor­ teil bedacht und wollen trotzdem das Rich­ tige tun. Deshalb scheinen mir solche Be­ griffe ganz unsinnig. Auch der Justiz ist der Begriff das „Gute“ oder das „Böse“ fremd. Auch ein Anwalt rechtfertigt nicht das Bö­ se, er verteidigt den Menschen, nicht seine Taten, sein Mandant ist der Täter, nicht sei­ ne Verbrechen. In einem Gerichtsverfahren werden Tat und Täter untersucht, nicht Gut und Böse. Das Strafgesetzbuch definiert nir­

Gefühlt sind Mörder häufiger Männer. Weist die Statistik dies auch so auf? Sind Männer dann also häufiger Psychopathen? Oder zu weniger Empathie fähig als Frauen? von Schirach: Männer begehen wesentlich häufiger Straftaten als Frauen. Das ist üb­ rigens weltweit so. Es gibt alle möglichen kriminologischen Erklärungen dafür – von zweifelhaften biologischen Ansätzen bis zu seltsamen sozialtheoretischen Vermu­ tungen. Ich fand bisher keine wirklich über­ zeugend. Dass es an mangelnder Empathie liegt, bezweifle ich. Dann gäbe es ja auch den Aspekt, das Böse könnte genetisch bedingt sein? Phantasieren wir: Welche Auswirkungen hätte es dann auf die Strafe? von Schirach: Das halte ich für völligen Unsinn. Eine Zeit lang glaubte man sogar, man könne den Straftäter an seiner Kopf­ form erkennen. Die meisten Straftaten werden aus einer Situation geboren. Es sind fast immer die Umstände, die einen Menschen zum Verbrecher werden lassen.

Sie sind mit Ihren Büchern weltweit bekannt geworden. In über 40 Ländern sind sie erschienen. Es sind überaus erfolgreiche Theaterstücke und Filme aus diesen Stoffen entstanden. „Terror“ erlebte bei Erscheinen mehr Aufführungen als Goethes Faust. Haben Sie diesen Erfolg als Autor erwartet? Oder war das sogar Ihr Antrieb? von Schirach: Aber nein, das war weder ein Antrieb noch war es zu erwarten. Die Antwort auf Ihre Frage ist etwas intim. Literatur, so scheint mir, entsteht daraus, dass sich der Schreibende der Welt un­ sicher ist. Diese Welt passt nicht zu ihm und er passt nicht in sie, er fühlt sich fremd, er glaubt, er gehöre nicht dazu. Er versucht, das alles einmal zu verstehen, die Welt für sich zu ordnen und schreibend die Wahrheit zu finden. Diese Unsicher­ heit ist oft nicht sichtbar. Thomas Mann zum Beispiel, der ein großes Talent zur Re­ präsentation besaß, der mit dem amerika­ nischen Präsidenten frühstückte, auf sei­ nen Lesereisen Theaterhäuser füllte und vom Papst empfangen wurde, war in Wirk­ lichkeit ein ganz unsicherer Mensch. Balzac erklärte das gut. Er sagte über den Schrift­ steller: „Warum sollte man Figuren erfin­ den, warum sollte man das Leben anderer leben wollen, wenn man sicher in der Welt ruht?“ Und Hemingway schrieb an Scott nobilis 11/2018

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WENN WIR SEHR JUNG SIND, STAUNEN

ÜBER ALLES LUSTIG ZU MACHEN.

Fitzgerald einen ganz ähnlichen Satz, näm­ lich „Du musst erst furchtbar verletzt wer­ den, bevor Du ernsthaft schreiben kannst.“ Aber was Thomas Mann, Balzac und He­ mingway nicht sagten, ist, dass es gar nichts nutzt, zu schreiben. Die Unsicher­ heit löst sich nie auf. Krumm und schief sind wir in diese Welt gestellt, wir schei­ tern an uns selbst und werden nie die, die wir sein wollen. Und dann, erst sehr spät in unserem Leben, begreifen wir es: Es gibt keine Antworten, es gab sie noch nie. Mit ihren Erfolgen sind Sie nun häufig weltweit unterwegs. Welches sind Ihre nächsten Projekte? Gibt es Dinge, die Sie immer auf Ihren Reisen mitnehmen? von Schirach: Ich werde weiter schreiben, wenn meine Bücher gelesen werden. Und ich reise nicht so gerne. Die meisten Dinge

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Foto: Michael Mann

WIR. SPÄTER FINDEN WIR ES CHIC, UNS

dabei sind heute ja doch mühsam und nur wenig erfreulich. Inzwischen besitze ich aber einen Kopfhörer, der elektronisch den Lärm reduziert, eine großartige Erfindung. Ihn habe ich jetzt fast immer dabei. Welche Art von Luxus reflektiert Ihren eigenen Stil und auf welchen können Sie sehr gut verzichten? von Schirach: Der größte Luxus sind Zeit, Ruhe und Distanz. Das ist nicht immer so einfach, wie es klingt. Ich bin nicht auf Fa­ cebook, Instagram, Twitter oder anderen sozialen Medien. Nur sehr wenige Men­ schen kennen meine E­Mail­Adresse. Ich habe ein Handy, mit dem ich zwar telefo­ nieren, das man aber nicht anrufen kann, meistens vergesse ich sogar, es mitzuneh­ men. Tatsächlich ist mein größter Luxus, heute ein weitgehend selbstbestimmtes Le­ ben führen zu dürfen.

Mit zunehmendem Alter wächst die Gelassenheit durch gemachte Erfahrungen. In welchem Verhältnis sind bei Ihnen heute Neugier und Gleichgültigkeit ausgeprägt? von Schirach: Wenn wir sehr jung sind, staunen wir. Später finden wir es chic, uns über alles lustig zu machen. Viele Men­ schen ändern diesen Pennälerhumor nicht mehr, er wird nur beißender, zynischer und bösartiger, die heutige Welt scheint dem recht zu geben. Aber tatsächlich ist es anders. Der römische Dichter Menander schrieb in einer seiner Komödien: „Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches ist mir fremd.“ Obwohl in seinem Text komisch ge­ meint, scheint mir dieser Satz der Schlüs­ sel für ein geglückte Leben zu sein. Dieser Schlüssel – so altmodisch und langweilig es vielleicht heute klingt – ist Güte. Meine einzige wirkliche Erkenntnis nach zwanzig Jahren als Strafverteidiger und zehn Jahren als Schriftsteller ist, dass wir nun einmal Fehler und Dummheiten machen. Sie sind Teil unserer Existenz, unseres Wesens, wir können gar nicht anders. Zynismus, Gleich­ gültigkeit oder sogar Abscheu vor den Men­ schen sind keine vernünftige Haltung zur Welt, sie führen schnell in ein kleines, häss­ liches Leben. Das Beste scheint mir also zu sein, sich in ein Café zu setzen, eine Ziga­ rette zu rauchen und dem Leben gelassen zuzusehen. Urteile dagegen sind fast im­ mer albern. Wenn Sie Mandanten in einem Prozess vertreten, demzufolge häufig eine sehr lange Zeit miteinander beschäftigt waren – und egal, ob das Verhältnis von Sympathien oder Antipathien geprägt war: Wie verabschieden Sie sich von Ihren Mandanten? von Schirach: Distanziert. W

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Oboist mit Vorliebe fßr Forschungsreisen Achtung: unbedingt den 10. November im Kalender ankreuzen! Dann nämlich gibt der junge hannoversche Spitzenmusiker JURI VALLENTIN im Ballhof sein CD-Release-Konzert.

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Foto: Uwe Mühlhäusser


Fotos (3): Uwe Mühlhäusser Foto: Genuin

Die CD „Bridges“ heißt die erste CD von Juri Vallentin, und sie trägt diesen Titel nicht von ungefähr. Denn der Oboist baut hier in der Tat Brücken, von alt nach neu, von welt- bis weitgehend unbekannt: Robert Schumann ist als Komponist zweifellos geläufiger als etwa Gabriel Erkoreka oder Johann Christoph Pez, von dem die älteste bekannte Sonate für die Oboe als Solo-Instrument stammt. Das übergeordnete Thema ist Definition und Verlust von Heimat, besonders eindringlich zu sehen bei der Suite op. 17 von Pavel Haas, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Dieses Stück spielt Vallentin zusammen mit dem Pianisten Philipp Heiß, andere Werke interpretiert er mal solistisch, mal begleitet von Cembalo, Fagott oder Viola da Gamba. (jw)

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ie sind Klassikfan, und Ihnen ist Juri Vallentin, mehrfach preisgekrönter Oboist und Mitglied des Niedersächsischen Staatsorchesters, kein Begriff? Dann müssen Sie noch lange nicht befürchten, den Anschluss verpasst zu haben: Vielleicht kennen Sie ja stattdessen Juri Schmahl – unter diesem Namen ist der Musiker bis dato unterwegs gewesen. Und wer glaubt, er habe sich nun ein besonders schickes Pseudonym ausgedacht, ist schief gewickelt: „Ich habe im Sommer geheiratet. Es war ein ganz spontaner Entschluss, den Namen meiner Frau anzunehmen.“ Vallentin wird pünktlich zum Erscheinen dieser nobilisAusgabe 28 Jahre alt und hat trotz seiner Jugend schon viel erreicht. Er studierte in Nürnberg und am renommierten Conservatoire de Paris, wo er als erster externer Bewerber direkt zum Master zugelassen wurde und mit Auszeichnung abschloss. Der Musiker war Preisträger bei Wettbewerben in Japan und den USA, ebenso vor zwei Jahren beim international höchstdotierten Oboen-Wettbewerb im schweizerischen Muri, und er gewann 2017 sowohl den Haupt- als auch den Publi­kumspreis des Deutschen Musikwettbewerbs. Seit 2015 ist Vallentin Solo-Oboist des Niedersächsischen Staats­ orchesters in Hannover. Gerade hat er seine Debüt-CD „Bridges“ herausgebracht, und deren Inhalt scheint ein guter Ansatz zu sein, dem Musikverständnis des Interpreten näherzukommen. Denn Vallentin packt hier nicht einfach irgendwelche geläufigen Virtuosen-Arrangements zusammen, vielmehr nimmt er in Kauf, dass so mancher Komponistenname zunächst für Stirnrunzeln sorgt. Robert Schumann o. k., François Couperin auch; mit Pavel Haas und Toshio Hosokawa wird‘s schon exotischer, und bei Johann Christoph Pez oder Gabriel Erkoreka ist für manchen dann wohl endgültig Sendeschluss. Obwohl beispielsweise Pez, der von 1664 bis 1716 lebte, offenbar die älteste bekannte Sonate für die Oboe als Solo-Instrument geschrieben hat. Vallentin weiß höchst interessant von seinen Forschungsreisen durch die Notenarchive zu erzählen. Bei denen stieß er auch auf das Stück von besagtem Gabriel Erkoreka: „Diese Musik, inspiriert von der armenischen Kurzoboe Duduk, war ursprünglich für Saxophon geschrieben. Ich habe dann Kontakt zum Komponisten aufgenommen, und wir haben eine Fassung für moderne Oboe erarbeitet.“ Die systematische Vertreibung und Ermordung von Armeniern zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der thematische Ausgangspunkt der Komposition. Wie Vallentin bei seiner CD überhaupt einen Grundgedanken im Sinn hatte: „Es geht um Heimat und Heimat­verlust.“ Sehr deutlich wird das bei der tragischen Geschichte von Pavel Haas. Der jüdische Komponist schrieb die auf der CD eingespielte Suite op. 17 für Oboe und Klavier 1939 nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Brünn. In dessen Folge wurde Haas nach Theresienstadt deportiert, wo er 1944 in vier Liedern Themen aus der Suite aufgriff. Bald darauf wurde der Komponist in Auschwitz ermordet. Vallentin hat nobilis 11/2018

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Foto: Uwe Mühlhäusser

bei seiner akribischen Suche im Mährischen Landesmuseum Brno ein Original-Manuskript der Suite gefunden, das allerdings nicht aus erster Hand stammt. Ob das Werk vielleicht sogar von Anfang an für Gesang gedacht war? Wer sich für solche Fragen interessiert, kann im Blog auf der KünstlerHomepage www.jurivallentin.de viele Details finden. Wir sind beim Thema „Oboe und Gesang“ angekommen, und dazu passt, dass Vallentin im Alter von fünf Jahren zunächst in Chören zugange war, bis er auf die Oboe stieß: „Ich habe Blockflöte gespielt, aber meine Eltern haben sich für mich ein Instrument gewünscht, das auch in Orchestern seinen Platz hat. Also bin ich in Schulvorstellungen gegangen, und eines Tages waren die Oboen dran. Ich habe sofort gewusst: Das ist es!“ Was keineswegs ein völliges Umdenken für den Jungmusiker bedeutete: „Die Oboe ist eben ein sehr gesangliches Instrument.“ In eine künstlerische Familie wurde Juri Vallentin nicht hineingeboren: Mutter Erika ist Geologin, Vater Wolfgang Kristallograph. Wobei der Herr Papa seinerseits mit einer alten Tradition gebrochen hat: „Bei uns waren seit Generationen alle Winzer“, erzählt der Oboist. „Vielleicht ist darin meine Vorliebe für das Kulinarische begründet.“ Geboren in Mainz, ist Vallentin als Heranwachsender schon viel herumgekommen: „Tübingen, Bochum, München … Solche häufigen Ortswechsel sind in Akademiker-Familien ja nichts Ungewöhnliches.“ Übrigens hat der naturwissenschaftliche Einschlag durchaus Spuren hinterlassen: „Ich habe sogar ein Semester parallel Musik und Mathematik studiert. Dann wollte ich ausprobieren, wie weit ich als Musiker komme, 60

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mit der Option, zur Mathematik zurück zu wechseln. Umgekehrt wäre das nicht gegangen.“ Wie wir heute wissen, genau die richtige Entscheidung. Hört Vallentin privat eigentlich auch mal ganz andere Klänge, Hard Rock oder dergleichen? „Ich höre überhaupt nicht viel Musik. Aber wenn, muss es nicht immer Klassik sein. ,Stairway to heaven‘ mag ich gern, auch Sängerinnen wie Tina Turner oder Aretha Franklin.“ Bemerkenswert, weil besonders facettenreich sind die Äußerungen des Oboisten, als es um Vorlieben in der bildenden Kunst geht: Der abstrakte Expressionist Cy Twombly steht da ebenso auf der Liste wie der krasse Realismus von Otto Dix und James Turrells spirituelle Lichträume. Man darf sehr gespannt sein, was dieser Musiker in der Zukunft noch alles zu bieten hat. Und natürlich viel Glück für die junge Ehe wünschen, die auf jeden Fall schon mal ein paar Gemeinsamkeiten aufweist: Die Gattin arbeitet ebenfalls im Musikbetrieb, allerdings im Bereich Management, und es gab eine gemeinsame Studienzeit in Nürnberg. Nicht zu vergessen dies: „Meine Frau“, sagt Juri Vallentin, „heißt Shantala, was aus dem Indischen kommt, während mein Vorname osteuropäisch klingt. Und beides hat mit der Familiengeschichte überhaupt nichts zu tun ...“ W

Jörg Worat


HÖREN Foto: Skip Records

Ausgewählte

Neuheiten

‡ hat für Sie Besonderheiten aus der Musikszene gefunden Traumhaft Was tun, wenn sich trübe Novemberstimmung breitzumachen droht? Am besten träumt man sich etwas zurecht – zum Beispiel mit „Within A Dream“ vom Emil Brandqvist Trio. Namensgeber und Bandleader ist zwar der bekannte schwedische Jazz-Drummer, der aber kein bisschen den Knüppel-aus-demSack gibt und über weite Strecken dem finnischen Pianisten Tuomas Turunen den Vortritt lässt. Lyrisch entrückte, doch niemals seichte Musik, die ihre Kraft aus der Ruhe schöpft. (jw)

Foto: Erato

Emil Brandqvist Trio – Within A Dream (Skip Records)

MAX REGER NEU ENTDECKT Zu Lebzeiten gefeiert, ist der Komponist Max Reger (1873– 1916) ein wenig in der Versenkung verschwunden. Je nach Sichtweise ist er den einen zu traditionell, den anderen zu eigenwillig, und eine dritte Fraktion findet ihn vor allem akademisch. Wie facettenreich Reger an der Schwelle zur Moderne auch jenseits seiner bekannteren Werke für Orgel und Klavier gewirkt hat, macht jedenfalls die preisgünstige „Orchestral Edition“ deutlich, die ein breites Feld zwischen denen vor allem die Bamberger Symphoniker unter Horst Stein im Mittelpunkt stehen, waren lange vergriffen. (jw) Max-Reger-Orchestral-Edition (12 CDs, Deutsche Grammophon)

Foto: Deutsche Grammophon

Subtilität und Wucht absteckt. Viele dieser Aufnahmen, bei

Raritäten Edel sind die Projekte von Christina Pluhar immer, zudem weiß die Lautenistin und Leiterin des Alte-Musik-Ensembles L‘Arpeggiata hochkarätige Musiker um sich zu scharen – doch zuweilen wirken ihre Cross-over-Ambitionen nicht ganz stilsicher. Das neue Album „Himmelsmusik“, auf dem die Sopranistin Céline Scheen und der Countertenor Philippe Jaroussky mitwirken, hat indes mit deutschen Sakralwerken des Barock einen klaren Schwerpunkt. Es gibt Bach und Schütz (großartig: „Erbarm dich mein“) zu hören, vor allem aber eher unbekannte Komponisten wie Christian Ritter oder Johann Theile. (jw) Christina Pluhar/L‘Arpeggiata – Himmelsmusik (Erato) nobilis 11/2018

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In Celle ist der ganzen Adventszeit etwas los. Weihnachtskonzerte von fetzigem Swing bis zu klassischen Posaunenchören, ein lebendiger Adventskalender in den Geschäften mit täglich neu erlebbaren Überraschungen, kleinere Märkte an besonderen Orten zu den Adventswochenenden oder die Weihnachtslichter-Parade am ersten Samstag im Advent. Neu ist auch die Weihnachtsmanufaktur vor der märchenhaften Kulisse des Celler Schlosses. Die Palette an weihnachtlichen Aktionen rund um den Celler Weihnachtsmarkt scheint unerschöpflich. Da ist zu jeder Zeit für jeden Besucher das Passende dabei.


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Foto: Jens Anders

Hannover macht einfach Freude. Auch im NOVEMBER gibt es eine große Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen. Einige davon stellen wir Ihnen auf diesen Seiten vor.

WUNDERBARER JAZZ UND SWING 11.11.  Juliano Rossi

Meine Empfehlung

Olaf Groß ist Chefredakteur der nobilis.

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Der Mann ist ein musikalisches Multitalent: Juliano Rossi heißt mit bürgerlichem Namen Oliver Perau und hat bereits mit 17 die Rockband Terry Hoax gegründet. In Neustadt tritt er als Juliano Rossi auf und die Gäste können sich auf wunderbare Jazz- und Swing-Momente freuen. Rossi ist einer der wenigen deutschen Musiker, die es schafften, von dem New Yorker Jazz Label Blue Note unter Vertrag genommen zu werden. Gemeinsam mit dem Musiker Lutz Krajenski, der als musikalischer Leiter und Arrangeur der Roger Cicero Big Band bekannt wurde, ist er in der wundervollen Atmosphäre des Schlosses Landestrost zu erleben. Schloss Landestrost in Neustadt | Beginn: 17 Uhr


SCHAURIG SCHÖN 26.11.  Eric Wrede – Lesung Eric Wrede ist Bestatter bei Lebensnah. Er ist aus seinem alten Beruf als Musik­ manager ausgestiegen, um seine Idee von einem persönlichen Bestattungsinstitut umzusetzen. Eric Wrede will etwas ändern an der gängigen Trauerkultur. Er begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg und möchte ihnen die Angst nehmen. Er verwaltet den Tod nicht, er nimmt die Hinterbliebenen an die Hand und hilft ihnen – unkonventionell und individuell. In seinem Buch „The End – Das Buch von Tod“ zeigt er anhand vieler Beispiele aus der Praxis, wie die Alternative aussehen kann. Pavillon Hannover | Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20 Uhr

GÄNSEHAUT UND GROSSE GEFÜHLE

Foto: helgijon

Foto: Random House/Erik Weiss

EMPFEHLUNG

14.11.  Tina Dico Sie macht Gänsehaut und Wohlgefühl, schlägt mal rockige Töne an und ist mal gefühlvolle Singer-Songwriterin, hier folkig-countryesk und da poetischnachdenklich. Theater am Aegi | Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr

11.11.  Die Unmöglichen Jan-Josef Liefers, Meret Becker, Claudia Michelsen, Ronald Zehrfeld, Matthias Köberlin und Thomas Loibl setzen ein hochaktuelles Stück zur pränatalen Diagnostik in Szene. Theater am Aegi | Einlass: 18 Uhr Beginn: 19 Uhr

KLASSISCH Foto: Irene Zandel

18.11.  Sternstunden der Kammermusik Gipfeltreffen in Hannover: Drei der besten Musiker ihres Fachs frönen ihrer Leidenschaft für die Kammermusik und bescheren damit den Konzertbesuchern musikalische Sternstunden: Julia Fischer, Nils Mönkemeyer (Foto) und Daniel Müller-Schott. Großer Sendesaal des NDR | Beginn: 19.30 Uhr nobilis 11/2018

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HANNOVERS KULTUR ERLEBEN

KLARINETTE 23.11. Konzert

Foto: Marco Borggreve

Unter der Leitung von Andrew Manze und mit Jörg Widman (Foto) an der Klarinette präsentiert die NDR Radiophilharmonie Mozarts Klarinettenkonzert. Darüber hinaus werden sechs ausgewählte Stipendiaten – Elisabeth Brauß (Klavier), Cosima Soulez Larivière (Violine), Yuliia Van (Violine), Louise Wehr (Violine), Martina Miedl (Violine) und Stanislas Kim (Violoncello) – ausgesuchte Werke von Bach und Vivaldi spielen. Großer Sendesaal des NDR Beginn: 19.30 Uhr

Foto: Bettina Styrnol

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30.11.  Ein Abend mit Pervez Mody Der Steinway-Artist gastiert im Klavierhaus Döll. Pervez Mody wird mit seinen CDs „Pervez Mody plays Scriabin“ für das Label Thorofon zu den ers­

ten Scriabin-Interpreten gezählt. Er gastiert mit dem Gesamt­klavierwerk von Ludwig van Beethoven sowie Erken von Hensel, Skrjabin und Liszt. Klavierhaus Döll Schmiedestr. 8 | Einlass: 18 Uhr


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Elke Weickelt, 1953 in Oldenburg geboren, studierte nach einem Hochschulstudium an der Freien Kunstakademie in Mannheim bildende Kunst. Der Ursprung ihrer künstlerischen Entwicklung liegt in der Auseinandersetzung mit ursprünglicher Kunst. Die inhaltliche Grund­lage ihrer Formensprache ist die Auseinandersetzung mit dem „Einfachen“. Die Komposition von Dreieck, Viereck und Rundem ergab einfache Formen, die in späteren Jahren figürlicher wurden. Heute prägen eigenwillige Proportionen und Kombinationen im Nebeneinander perspektivischer und flächiger Darstellungen ihre Arbeiten. Die Bilder animieren den Betrachter, seine eigenen Geschichten zu

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Der aus Ungarn stammende Maler Szilard Huszank (*1980) hat sich in den

Szilard Huszank, LC Nr. 52, 2017, Öl auf Leinwand, 180 x 150 cm

finden. Neben der Malerei entstanden auch Plastiken. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Dielheim bei Heidelberg. Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–16 Uhr Galerie Depelmann | Walsroder Str. 305 30855 Langenhagen Tel. 0511 733693 www.depelmann.de info@depelmann.de

Roy Lichtenstein (1923 - 1997), „Wallpaper with Blue Floor Interior“ ,Farbserigraphie in 5 Paneelen, 1992. Sign, u. nummeriert 62/300. Gesamtmaß ca. 260 cm x 382 cm.

30.11. + 01.–02.12. Große Kunstauktion Nr. 173 mit 2.400 Objekten Foto: Elke Weickelt

28.10.–24.11.2018  Elke Weickelt – Malerei und Plastiken

Bild: Roy Lichtenstein

GALERIEN

vergangenen Jahren ganz und gar der Tradition des Landschaftsbildes verpflichtet. Seine Werke, die nun erstmalig in der Galerie Robert Drees in einer umfangreichen Einzelausstellung gezeigt werden, bewegen sich zwischen gegenständlichen Darstellungen, in denen Naturimpression und Imagination mit jeweils zeitgenössischen Mitteln umgesetzt werden, und abstrakter Malerei, die die Flächigkeit und den Eigenwert der Farben betont. Je intensiver man diese fiktiven Landschaften betrachtet, desto deutlicher wird die hohe malerische Qualität und man spürt die Lust des Malers am Schöpfungsvorgang. Eröffnung: Do, 08.11.2018, 19 Uhr Öffnungszeiten: Mi–Fr 10–18.30 Uhr Sa 11–14 Uhr. Oder nach Vereinbarung. Galerie Robert Drees Weidendamm 15 | 30167 Hannover 0511 9805828 www.galerie-robert-drees.de info@galerie-robert-drees.de

In der kommenden Auktion zählen zwei herausragende Sammlungen mit PostWar und Contemporary Art sowie Design des 20. Jahrhunderts zu den Schwerpunkten, die in einem Sonderkatalog präsentiert werden. Eine 180 Positionen umfassende Kollektion an modernem Murano-Glas bekannter Designer und Manufakturen wie Martens, Scarpa und Venini stammt aus der bedeutenden Glashandlung Pauly & C. in Venedig. Die extravagante Ärztin Dr. Gabriele Lüth, befreundet mit dem internationalen Theatermann und Künstler Robert Wilson, sammelte in ihrer Jugendstil-Villa in Hannover Design-Klassiker aus der ersten Kollektion der Memphis-Gruppe von 1981, außerdem zeitgenössische Kunst wie die größte limitierte Grafik Roy Lichtensteins – „Wallpaper with Blue Floor Interior“ (1992) sowie Hauptwerke von Ford Beckman und David Spiller. Passionierte Sammler finden außer hochkarätigen Juwelen und erlesenem Schmuck überdies eine breite Palette von Skulpturen, Gemälden und Grafik, erlesenes Silber, Jugendstil und Art Déco, Uhren, Asiatika, Möbel- und Inte­ rieur-Objekte, Teppiche etc. Besichtigung 18.–29.11., täglich 13–17 Uhr. Kunstauktionshaus Schloss Ahlden Große Str. 1 | 29693 Ahlden/Aller www.schloss-ahlden.de auctions@schloss-ahlden.de nobilis 11/2018

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HANNOVERS KULTUR ERLEBEN

EVENTS WINTERZAUBER AM SCHLOSS HERRENHAUSEN Das Warten auf Weihnachten kann man sich in Hannover erstmals mit einem romantischen Bummel über den Winterzauber am Schloss Herren­hausen versüßen. Termin:  9.11. bis 11.11.2018, 10–19 Uhr Verlosung:  10 x 2 Karten

Foto: Evergreen, Kassel

Rufen Sie uns am 2.11.2018 zwischen 9 und 10 Uhr unter 0511 8550 2424 an oder schicken Sie in diesem Zeitraum eine E-Mail an die Adresse verlosung@nobilis.de, Kennwort „Winterzauber“.

KLASSIK EXTRA MIT JÖRG WIDMANN Im Klassik-Extra-Konzert steht der Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, Andrew Manze, vor einer besonderen Herausforderung, geht es doch um die Musik eines zeitgenössischen Komponisten: Jörg Widmann. Und der wird sich bei dieser Gelegenheit auch als Instrumentalist hören lassen. Widmann übernimmt den Solopart in Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur. Termin:  25. November 2018, 11.30 Uhr Verlosung:  2 x 2 Karten

Foto: Marco Borggreve

Rufen Sie uns am 7.11.2018 zwischen 9 und 10 Uhr unter 0511 8550 2424 an oder schicken Sie in diesem Zeitraum eine E-Mail an die Adresse verlosung@nobilis.de, Kennwort „Widmann“.

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TRÄUMEN

IMMER WIEDER NEUES ENTDECKEN Musik ist das Lebenselixier der Pianistin LUIZA BORAC. Musik ist für sie Glück und Liebe, und beides gibt sie gern an andere Menschen weiter.

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Foto: Henrike Schunck

in ruhiger Nachmittag mit Luiza Borac bei Kaffee und Kuchen ist selten. Wenn keine Konzerte oder Tonaufnahmen anstehen, arbeitet die bekannte Pianistin, die als harte Arbeiterin mit Liebe zum Detail bekannt ist, meist zu Hause an ihrem Flügel. Er ist das wichtigste Möbelstück in ihrer gemütlichen Wohnung, die mitten in Hannover liegt, mit wundervollem Blick auf die Marktkirche und die Altstadt. „Ich liebe Musik und Musik ist mein Leben, aber es ist auch schön, einfach mal zu entspannen“, sagt sie. Das vergangene Jahr war ereignisreich, mit vielen Terminen und Erfolgen. Was also wünscht sich Luiza Borac zu Weihnachten? „Ein paar Tage mit meiner Familie in Rumänien“, lautet die spontane Antwort. „Meine Eltern sehen mich leider viel zu selten.“

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Außerdem freut sich Luiza Borac auf ihre neue CD, die sie im Sommer eingespielt hat und die Mozart und der Liebe gewidmet ist. Zu hören sind Stücke von Mozart und MozartVariationen anderer Komponisten, darunter auch ein Stück mit dem WDR Orchester. Erscheinen soll sie zu Beginn des neuen Jahres. Im Terminkalender für 2019 steht auch eine Reihe spannender Konzerte, unter anderem eine Tournee anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann. Seit 1992 lebt Luiza Borac in Hannover. Hier trat sie das erste Mal in Deutschland auf, bei einem Konzert der ChopinGesellschaft. Die damalige Präsidentin Beate Geiseler und ihr Netzwerk mussten alle Hebel in Bewegung setzen, um Aufenthalt und Auftritt zu realisieren. Danach konnte Luiza dank eines Stipendiums an der hannoverschen Musikhochschule bei Prof. Kämmerling studieren und ist seitdem unserer Stadt treu geblieben. Luiza Borac hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen, und ihre Engagements führen diese großartige Künstlerin, die besonders für ihre sensiblen und poetischen Interpretationen von Klavierwerken der Romantik berühmt ist, um die ganze Welt, mit regelmäßigen Auftritten in vielen Städten Europas und in den USA. Sie hat bereits in der Carnegie Hall gespielt, im Concertgebouw Amsterdam und als erste rumänische Pianistin in der berühmten Walt Disney Hall in Los Angeles. Und was kommt nun? Luiza Borac verrät freimütig, wo sie zukünftig gern einmal auftreten würde: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich die rumänischen Komponisten George Enescu und Dinu Lipatti sehr schätze. Ihre Werke würde ich liebend gern bei dem berühmten Neujahrskonzert im Wiener Musikverein vortragen.“ Sie überlegt kurz und muss dann lächeln: „Es gibt doch noch so viel, was ich entdecken möchte. Und natürlich habe ich auch Träume. Ich würde zu gern alle 18 Mozart-Sonaten spielen – plus die 19. Sonate, die er nicht mehr schreiben konnte. In seinem Requiem hat er eine ganz neue und visionäre Sprache entwickelt, die schon den Stil der Romantik anklingen lässt. Es wäre grandios, hätte man diese Entwicklung auch bei den Klaviersonaten erleben können.“


Foto: Ben Ealovega

Musik, sagt sie, empfindet sie als Glück, und dieses Glück gibt sie gern weiter, in Form von Konzerten, Aufnahmen und Unterricht. Daher verbindet sie ihre Musik auch groß­zügig mit Charity-Aktionen, die sie ihre „Herz-Projekte“ nennt. Als nächstes Herz-Projekt für Hannover ist ein Benefizkonzert in der Kreuzkirche zugunsten der Obdachlosenhilfe des Hoteliers Cord Kelle angedacht. „Musik ist eine internationale Sprache, die uns verbindet, die sogar heilen kann und die jedes Herz erreicht“, sagt Luiza Borac, die heute neben der rumänischen Staatsbürgerschaft auch den deutschen Pass besitzt. Wie es früher war, weiß sie noch allzu gut. „Es ist wahnsinnig anstrengend, wenn man ein Konzert im Ausland spielen darf und es hochkompliziert ist, überhaupt dorthin reisen zu dürfen. Wie aufreibend, wenn man auf irgendeinem Flughafen im Niemandsland steht und darauf warten muss, dass einen der Intendant dort abholt – und das alles natürlich kurz vor Konzertbeginn. So etwas sollte man Künstlern ersparen. Ihnen sollte die ganze Welt offenstehen. Sie sollten sich frei bewegen dürfen, ohne Grenzen und Visa. Das wäre wirklich traumhaft!“ W

LUIZA BORAC wurde in Rumänien geboren und wuchs in der Stadt Rimnicu Valcea auf. Ihre musikbegeisterten Eltern entdeckten die Begabung der kleinen Tochter, als diese die Musik ihrer Schallplatten frei nach Gehör nachspielte. Sie war wohl ein Wunderkind, „aber es war gut, dass mir das keiner gesagt hat“. Dank einer einfühlsamen Lehrerin überstand die sensible Luiza auch den harten Drill an Musikinternat und Hochschule in Bukarest, Lehrinstituten nach russischem Vorbild. Seit 1992 lebt sie in Hannover, hat bereits über 30 internationale Preise und Auszeichnungen erhalten und wird auf Konzerten im In- und Ausland gefeiert, unter anderem als „herausragendste Enescu-Interpretin unserer Zeit“.

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STADTGESPRÄCH

IMPRESSUM

‡ . Lebensart aus Hannover

Foto: Oliver Nauditt

Alekseys DJ-Karriere begann schon Mitte der 90er-Jahre, als er für den Radiosender Jam FM auf Partys in ganz Deutschland auflegte. Ein Besuch beim Erfolgslabel von Mousse T. „Peppermint Records“ in Hannover und viele Nächte in den angesagten Clubs dieses Landes trieben ihn schnell in die Arme der elektronischen Musik. Aleksey begann, professionell als DJ in bekannten Clubs in Hamburg, Düsseldorf, Hannover und Berlin aufzulegen, machte sich sehr schnell einen Namen und wird deutschlandweit gebucht. Musikalisch konzentriert er sich hauptsächlich auf Vocal House und uplifting Club Sounds.

Herausgeber und Verlag: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 Fax 0511 8550-2403 www.schluetersche.de www.nobilis.de Redaktion: Olaf Groß (Chefredaktion, V.i.S.d.P.) Tel. 0511 8550-2632 olaf.gross@schluetersche.de Torsten Hamacher (Content Manager) Tel. 0511 8550-2456 hamacher@schluetersche.de Anzeigenverkauf: Olaf Blumenthal (Leitung) Tel. 0511 8550-2524 blumenthal@schluetersche.de Gesche Svenson Tel. 0511 8550-2431 gesche.svenson@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 40 vom 1. 1. 2018

1 Was finden Sie an Hannover großartig? Den Maschsee und die vielen Grünflächen.

2 Was ist Ihre einprägsamste Kindheitserinnerung? Ein Autogramm von Karl-Heinz Riedle (lacht).

3 Was war das schönste Geschenk, das Sie je bekommen haben? Ein Überraschungsbesuch meiner Freunde in Wien zu meinem Geburtstag. Ich war auf Tour und hatte mich geärgert, meinen 19. nicht zu Hause feiern zu können.

4 Bei welcher Musik können Sie vergessen? House.

5 Wo essen Sie in Hannover am liebsten und warum? Speiserei. Preis und Leistung stimmt einfach!

6 Welche Person unserer Zeit bewundern Sie – und weshalb? Robin Schulz. Weltkarriere eines bescheidenen Deep House DJs.

7 Was war Ihre wichtigste Entscheidung? Professionell Musik zu machen.

8 Wie lautet Ihre Lebensphilosophie? Think positiv!

Druckunterlagen: anzeigendaten-nob@schluetersche.de Tel. 0511 8550-2522 Fax 0511 8550-2401 Leser-/Abonnement-Service: Christian Engelmann Tel. 0511 8550-2424 Fax 0511 8550-2405 vertrieb@schluetersche.de Erscheinungsweise: zehn Ausgaben im Jahr Bezugspreis: Jahresabonnement: € 39,00 inkl. Versand und MwSt. Einzelheft € 4,00 zzgl. Versandkosten. Die Mindestbezugszeit eines Abonnements beträgt ein Jahr. Danach kann es jederzeit mit einer Frist von 6 Wochen zum Jahresende gekündigt werden. Der laufende Jahrgang wird anteilig berechnet. ISSN 1437-6237 Druck: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG Gewerbering West 27 39240 Calbe In der aktuellen Ausgabe sind Beilagen von Kunstauktionshaus, Schloss Ahlden/Aller GmbH, Evergreen GmbH & Co.KG, GOP Hannover, Team Kultur Schloss Landestrost. Wir bitten um Beachtung.

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Die nächste ‡ erscheint am 1. Dezember 2018

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nobilis - Das Lebensart-Magazin für die schönen Seiten des Lebens in der Region Hannover und darüber hinaus.

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