baustoffPARTNER November 2019

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BAUSTOFF-PARTNER.DE

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baustoffPARTNER 11/19

DAS FACHMAGAZIN FÜR DAS BAUHANDWERK

BMI BRAAS

IM BLICKPUNKT

Praxisgerechte Wärmedämmung

Creaton stellt sich für die Zukunft neu auf TOP-THEMA

Das Dach – Aufbau, Dämmung, Deckung

BOSCH Intelligentes Energiemanagement


Für nachhaltiges Bauen. Bauprodukte mit Umwelt-Produktdeklaration (EPD)

Weiterentwicklung 1

EPD THIRD-PARTY VERIFIED

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Wer die Umweltwirkungen einzelner Bauprodukte kennt, kann ganzheitlich planen und bauen. Die Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) des THIRD-PARTY VERIFIED IBU – Institut Bauen und Umwelt e.V. – bieten dafür alle relevanten Informationen.

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INHALT 17

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6   Editorial 8   Titelstory BMI BRAAS Praxisgerechte Wärmedämmung im Dach

10  Namen & Neuigkeiten 14  Im Blickpunkt CREATON Creaton strukturiert sich neu und stellt sich damit für die Zukunft auf

SITA

SKYLUX

17  Top-Thema Das Dach – Aufbau, Dämmung, Deckung 17   SKYLUX Arbeiten mit Blick in den Himmel 19   LAMILUX Licht und Luft für ein freundliches Schulklima 21   WELLHÖFER Qualität und Service beim Flachdachausstieg

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22   ESSMANN Produkte und Service für Oberlichtsanierung 23   BMI WOLFIN Sturmerprobte Lösungen für stürmische Zeiten 25   BMI VEDAG Effiziente Lösung für den Dachdecker 25   JACKON INSULATION Sport auf dem Dach – das Umkehrdach macht es möglich 26   SITA Entwässerung genutzter Dachflächen 27   FIRESTONE Dachbahnen mit langer Lebensdauer für den Einsatz von Photovoltaikanlagen 28   ZINCO Drossel-Sets für Retentionsdächer 29   ALWITRA Wirtschaftliche Verklebung auf dem Flachdach 30   ALUJET Hochleistungsdampfsperren und Dampfbremsen für ein gutes Raumklima

GLASSLINE

31   EVONIK So eliminiert man Wärmebrücken heute

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32   SAINT-GOBAIN ISOVER Steildachsanierung 34   FRIEDRICH OSSENBURG-SCHULE Neue Seitenfalzklammer jetzt auch magaziniert 35   ROTO Verbesserung des Hitzeschutz-Sortiments 36   FESTOOL Neue Akku-Dämmstoffsäge bietet vielseitigen Einsatz 37   BAYWA Wohngesunde Baustoffe in einem Paket für den Dachausbau

38  Fassade – Systeme & Produkte 38   RATHSCHECK Schieferfassade schützt Holzhaus und ist ein Blickfang 39   GLASSLINE Portrait einer Königin schmückt Glasfassade DAW CAPAROL

40   MOEDING Neues Produktionsverfahren für Keramikfassade 41   PREFA Nachhaltigkeit und Ökologie spielen bei Fassaden-Wahl große Rolle 42   HECK WALL SYSTEMS Balkonnischen an Hochhäusern werden nicht brennbar gedämmt 44   AUSTROTHERM Moderne Bauweise mit außergewöhnlicher Fassadengestaltung 45   PUREN PU-WDVS-Dämmung rund um die Ecke geführt

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45   MEFFERT Die Welt der Farben in einem Fächer vereint 46   CAPAROL Mit der Natur im Bunde – WDVS aus Hanf

47  Mauerwerk & Beton 47   Q UICK-MIX Wohngesundheit mit ökologischen Baustoffen 48   SCHLAGMANN POROTON Vom historischen Stadl zum charmanten Hotel 50   LIAPOR Mit Blähtonkugeln wirkungsvoll gegen Radonbelastung 50   JASTO Leichtbeton-Mauerwerk erfüllt unterschiedlichste Anforderungen SAINT-GOBAIN RIGIPS

HIEBER

52   HIEBER Betonelemente nach Maß ermöglichen Aufzugsschacht in kurzer Zeit

November 2019                                                                                                                                                                  4

53   MEVA Neue Generation der »MevaDec« 54   SCHÖCK Umlaufende Fluchtbalkone für Schulgebäude 55   POHLCON Neues Schalldämmelement für Aufzüge 56   PCI Sichere Innenabdichtung und Mauerwerkssanierung


NOVEMBER 2019 57  Industrie- & Gewerbebau

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57   EFAFLEX Smarte Befehle für schnelle Tore 58   SAINT-GOBAIN RIGIPS Durchdachte Brandschutzkonstruktionen 60   PASCHAL Per Aufzug in den »Heidehimmel« in 44 m Höhe

61  Außenanlagen – Gestaltung & Technik 61   BRAUN-STEINE Genuss-Molkerei setzt auf Betonsteine 62   RICHARD BRINK Grüne Symbiose mit individuellen Hochbeeten 63   TERRALIS Neue Stelzlager mit selbstnivellierender Kippbasis 64   NATURINFORM Dielen für ein Plätzchen zum Plauschen

RICHARD BRINK

62   F.C. NÜDLING Farbe bei Pflaster als Stilmittel

66   VOLFI Stelzlager und Zubehör für moderne Plattenverlegung

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TERRALIS

65   MARKILUX Auf Knopfdruck Wärme auf der Terrasse

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67  Arbeitsschutz 67   OTTOBOCK Erweiterte Produktpalette für ergonomisches Arbeiten 68   SC JOHNSON Schaumserie wurde erweitert 68   HERAS Neue Generation der Lärmschutzmatte 69   BOSCH Die Energie-Revolution in Plochingen AKTUELLES MESSEN & SEMINARE + IMPRESSUM AUF EINEN BLICK VORSCHAU

OTTOBOCK

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n e g n u s ö L e t r e d i e n h c s en e g g ü ß z a f u M A n vo u a B zum

Aufzugsschacht als Betonfertigteil

■ Planung und Ausführung in Zusammenarbeit mit dem Aufzugsbauer ■ hohe Qualität der Elemente durch Vorfertigung im Werk ■ geplante Einbauteile werden bereits werkseitig in Elemente eingebaut ■ schneller Baufortschritt, da aufwendige Schalungsarbeiten, Ausschalfristen und Trocknungszeiten auf Baustelle entfallen ■ kurze Montagezeiten ■ durch Just-in-Time-Logistik kein zusätzlicher Lagerplatz auf der Baustelle notwendig ■ zusätzliche Ausstattungsmöglichkeiten, wie z.B. Absturzsicherung 5                                                                                                                                                                  November 2019 bereits im Werk montiert

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ALEXANDRA KASTL

EDITORIAL

Ein »Rückschritt« zu mehr Qualität Kaum ein Produkt wird vorgestellt, ohne dass darauf hingewiesen wird, welche Qualität es aufweist. Kein Objekt wird präsentiert, ohne dabei kundzutun, dass es höchste Anforderungen erfüllt. Besonders im Handwerk wollen die Kunden ihre hohen Qualitätsansprüche erfüllt sehen. Weshalb Qualitätssiegel und die Einhaltung bestimmter Normen für viele Verbraucher extrem wichtig und in der Regel mit ausschlaggebend beim Kauf sind. Doch wie sieht es bei den Handwerkern aus? Setzen wir da auf einen ausgewiesenen Meisterbetrieb? Pochen wir hinsichtlich Fachkräftemangel und Bauboom auf Qualität? Oder sind wir mittlerweile froh, überhaupt einen Handwerker zu ergattern, der das Problem aufgrund übervoller Auftragsbücher zeitnah löst – und nicht erst in einigen Monaten? Doch auch hier sollte die Qualität eine zentrale Rolle spielen. Das ist aus der Entscheidung der Politik abzulesen, mit der die Meisterpflicht für zwölf Gewerke wieder eingeführt wird. Voraussichtlich ab Anfang 2020 können sich dann zum Beispiel Fliesenleger oder Betonsteinhersteller nur noch mit Meisterbrief selbstständig machen. Aus dem Handwerk kommt nur positives Feedback. Sowohl der Zentralverband des Deutschen Handwerks als auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßen diese Entscheidung. Es sei der richtige und notwendige Akzent für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk, so der Tenor. Im Jahr 2004, vor dem Erlass der Meisterpflicht in einigen Gewerken, gab es zum Beispiel bei den Fliesenlegern rund 13 000 Meisterbetriebe in Deutschland. Mittlerweile seien es ungefähr 70 000, so Karl-Hans Körner, Vorstand des Fachverbandes Fliesen und Naturstein. Davon seien lediglich fünf bis acht Prozent größere Betriebe, der Rest Ein- bis Zwei-Mann-Unternehmen. Für die in den vergangenen Jahren gegründeten Betriebe, die ohne einen Meister ihre Dienste anbieten, soll es einen Bestandsschutz geben. Doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Anzahl

November 2019                                                                                                                                                                  6

der Betriebe und Handwerker in diesen Bereichen entwickelt. Die Handwerksverbände sehen die Wiedereinführung der Meisterpflicht auch als wichtige Perspektive für den Nachwuchs. Daher blickt man zudem gespannt auf die Ausbildungszahlen. Die Hoffnung ist, dass diese wieder ansteigen. Denn mehr Meister können mehr Lehrlinge ausbilden. Ob diese Rechnung aufgeht, wird sich in den nächsten Jahren aber erst zeigen müssen. Wieder etwas zurückrudern, sich auf die wichtigen Werte besinnen – darum geht es auch bei uns »Im Blickpunkt«. Der ­baustoffPARTNER war zu Besuch beim Tondachziegel- und Betonstein-Produzent Creaton am Hauptsitz in Wertingen. Anstatt »höher, schneller, weiter« heißt es dort wieder »back to the roots«: von der Konzernzugehörigkeit zurück zur eigenständigen »GmbH«, die Gesellschaftsform, die auch vom Großteil der Creaton-­Kunden genutzt wird. Sich auf Augenhöhe begegnen mit Kunden und Partnern sowie den Mitarbeitern, das ist der neuen Leitung von Creaton wichtig. Das wurde im Interview immer wieder deutlich. Nähere Details zur Umstrukturierung bei ­Creaton lesen Sie ab Seite 12. Natürlich finden Sie in dieser Ausgabe zudem wie gewohnt neue Produkte, interessante Objektberichte sowie Infos und Neuigkeiten aus der Baubranche. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Christine Seif Chefredakteurin


Dachdeckermeister Sascha Kündgen und BMI Braas Vertriebsmitarbeiter Rolf Schmalbach

Dach: steil Anforderung: hoch Puls: entspannt

Zu wissen, man stemmt Herausforderungen gemeinsam, ist ein gutes Gefühl. BMI Braas ist der Fels in der Brandung, wenn’s um perfekte Systemlösungen geht. Bei allen Steildachfragen sind Sie mit uns bestens beraten. Das Team steht: Wir sind da, wenn Sie uns brauchen. bmigroup.com/de 7                                                                                                                                                                  November 2019


TITELSTORY

»DivoDämm« ist die verlegefreundliche Dämmplatte für das Fachhandwerk.

Praxisgerechte Wärmedämmung im Dach BMI BRAAS Das Bauteil Dach ist den Witterungseinflüssen in besonderer Weise ausgesetzt. BMI Braas bietet seit Jahrzehnten Dachsysteme mit Dachsteinen und Dachziegeln sowie Metallplatten für nachhaltige Konstruktionen mit Funktionssicherheit und Langlebigkeit. Die gestiegenen Anforderungen an den Wärmeschutz sowie die Nutzung der Dächer zu Wohnzwecken erfordern ein besonderes Zusammenspiel der Funktionsschichten eines Daches. So ist es eine konsequente Entwicklung, das Dach als komplettes System zu planen und auszuführen. Fehlerquellen werden somit verringert und die Funktionssicherheit der gesamten Dachkonstruktion erhöht. Komplett-Dächer aus einer Hand ergeben energieeffiziente Dachkonstruktionen, die nicht nur langfristig vor Witterungseinflüssen, Hitze, Kälte, Lärm und Tauwasser schützen. Sie sorgen für ein angenehmes Raumklima, niedrige Heiz­- und Energiekosten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertstabilität der Immobilie und, nicht zuletzt, zum Umweltschutz. Das Konzept einer effizienten, vollflächig Die energieeffizienten Lösungen mit den Hochleistungsdämmsystemen » ­ Clima verlegten Aufsparrendämmung überzeugt Comfort« und »DivoDämm« sind wirtsowohl für den Neubau wie für die Dachmodernisierung. Mit den steigenden Anforschaftlich und gelten als nachhaltig. Sie derungen an den Wärmeschutz wird diese ermöglichen schlanke DachkonstruktioArt der Verlegung auch weiter an Bedeutung nen und schaffen unter dem Dach mehr gewinnen, heißt es in einer Platz. Da die Dämmung außen auf dem Sparren liegt, Mitteilung von BMI Braas. Die Braas GmbH ist an 17 Wärmeverluste durch Fugen verschiebt sich die zur BeStandorten in Deutschland und Wärmebrücken werden rechnung der Wohnfläche entvertreten und beschäftigt reduziert und die Verarbeischeidende 2 m-Linie ebenso rund 1 000 Mitarbeiter/innen. tung erleichtert. Die aktuell wie die 1 m-Linie; so entsteht geforderten Dämmwerte, im Inneren nachweislich mehr aber auch zu erwartende, höhere DämmRaum zum Wohnen unter dem Dach. Die Dämmelemente haben mehrere integrierleistungen können mit den Hochleistungsdämmstoffen von BMI Braas ohne größeren te Funktionsschichten, die sofort nach Verkonstruktiven Aufwand als Vollflächendämlegung nicht nur dämmen, sondern auch mung erfüllt werden, so der Hersteller. die Konstruktion während der Bauphase

November 2019                                                                                                                                                                  8

»Clima Comfort« kann vom Dachhandwerker wirtschaftlich und sicher verlegt werden. Mit der Sanierungsdampfbremse »DivoDämm Membran 2« entsteht eine diffusionsfähige Konstruktion.


gegen Witterungseinflüsse schützen und begangen werden können. Dämmsysteme von BMI Braas schützen auch im Sommer vor Wärme.

Stabil und widerstandsfähig

BMI BRAAS

»Clima Comfort« von BMI Braas ist ein hocheffizientes, diffusionsfähiges Dämmelement aus Resol-Hartschaum für den Einsatz in der Dachsanierung und im Neubau. Resol-Hartschaum ist ein robuster Kunststoff, der hauptsächlich aus Phenol-Harz besteht. Bekannt unter dem Namen Bakelit wird der Werkstoff heute in der Technik bei extremen Beanspruchungen eingesetzt. Ein guter Vernetzungsgrad und die Ringstruktur verleihen dem Resol-Hartschaum eine gute Stabilität. Das Material ist widerstandsfähig gegen mechanische Einwirkung, Säuren und hohe Temperaturen, so der Hersteller. Der Hochleistungsdämmstoff zeichne »DivoDämm EasyFix« ist zugelassen und ermöglicht die sichere Ableitung von Zusatzlasten aus sich durch seine guten Dämmwerte und Schneefangeinrichtungen oder Solaranlagen in die Tragkonstruktion. Langlebigkeit aus und trage zudem noch te »DivoDämm Kompakt«. Aufgrund seiner Einbau von Dachfenstern sowie die »Divozur Ökobilanz bei. Mit einem λ = 0,021 W/ Diffusionsfähigkeit sorgt es laut BMI Braas Dämm Anschlusshülse« das praxisgerechmK ergeben sich schlanke Konstruktionen. Der diffusionsfähige Schichtenaufbau sorge für ein angenehmes und gesundes Raumklite Programm. für schnelle und effektive Austrocknung des ma unter dem Dach. Das hocheffiziente MoUm auch Zusatzlasten aus weiteren Daches und beuge Schimdul »DivoDämm Top« hat Dachsystemteilen wie Dachsicherheitshamelbildung vor. Die aufkaMit dem Profi-Service unterstützt BMI einen hohen Dämmwert ken, Solarelemente und Schneesicherungsschierte Unterdeckbahn mit und ermöglicht so eine einrichtungen sicher in die UnterkonstrukBraas Dachhandwerker, Fachhändler integrierter Doppelklebezogroße Dämmwirkung bei tion einleiten zu können, müssen statisch und Planer mit unterschiedlichen ne ist gemäß ZVDH-Merknachgewiesene Verstärkungslemente über Konstruktionen mit einem Tools bei ihren Projekten. schlanken Aufbau. Das difder Konterlattung eingebaut werden. Hier blatt als UDB-A klassifiziert fusionsfähige Dämmeleermöglicht »Divo­Dämm ­EasyFix« eine einund ergibt eine verklebte ment »DivoDämm Kompakt Plus« punkfache Befestigungsmöglichkeit für DachsysUnterdeckung, die winddicht und insektet bei Hausbesitzern mit zusätzlichem temteile auf einer Aufsparrendämmung. tensicher ist und als Behelfsdeckung zugelassen ist. Der Hochleistungsdämmstoff Schallschutz und kombiniert die positiven So können Traglatten oder Bretter fach»Clima Comfort« erfüllt laut BMI Braas alle gerecht auf der Konterlatte befestigt werDämmeigenschaften von Polyurethan mit Anforderung für das EU-Umwelt-Qualitätsden und die Lasten ohne Verformung der dem guten Schallschutz- und Wärmespeizeichen von Eurofins »Indoor Air Comfort Dämmung in die Tragkonstruktion eingechervermögen von Holzweichfaserplatten. leitet werden. J Gold« sowie als zertifizierte Komponente Umfangreiches Zubehör die Anforderungen des Passivhaus StanMit einem umfangreichen Zubehörprodards für Neubau und Modernisierung. gramm ergeben sich funktionssichere, wirtThermische Beständigkeit schaftliche und zukunftssichere DachaufAuch »DivoDämm« ist ein Hochleistungsbauten. So wird in der Dachsanierung dämmstoff aus Polyurethan-Hartschaum die Luftsperre/Dampfbremse »DivoDämm (PIR), der sich durch seine guten DämmMembran 2« eingesetzt. Die Bahn besteht aus einem 3-lagigen Verbund werte auszeichnet. Ein guter VernetzungsUnser Titelbild: 11 grad verleiht dem PU-Hartschaum Stabilität aus PP-Vlies sowie speziellen FunkBMI Braas ist einer der führenden Anbieter von und eine thermische Beständigkeit. Die sotionsfilm. Hierdurch erhält das Makompletten Dachsystemen genannten Duroplaste schmelzen auch bei terial seine hohe mechanische Fesfür das geneigte Dach in hohen Temperaturen nicht und bleiben formtigkeit in Längs- und Querrichtung. Deutschland. Neben hoher und dimensionsstabil, so der Hersteller. Sie Die zusätzliche Doppelklebezone gaProduktqualität wird Wert sind druckfest, langlebig, wasserabweisend rantiert laut Hersteller eine sichere auf das umfangreiche und gegenüber fast allen Bauchemikalien Klebeverbindung und erleichtert die Serviceprogramm Praxisgerechte Wärmedämmung und qualifizierte Erstellung der notwendigen Luftdichtbeständig. Die günstige WärmeleitfähigFachberatung gelegt. heitsschicht. Zur Vermeidung von Wärkeit von »DivoDämm« ermöglicht Konstmebrücken ergänzen der »Divo­Dämm ruktionen mit geringer Dämmstoff­ dicke. Für Dachsanierungen eignet sich die VarianDämm- und Montagerahmen« für den BAUSTOFF-PARTNER.DE

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baustoffPARTNER 11/19

DAS FACHMAGAZIN FÜR DAS BAUHANDWERK

BMI BRAAS

IM BLICKPUNKT

Creaton stellt sich für die Zukunft neu auf TOP-THEMA

Das Dach – Aufbau, Dämmung, Deckung

BOSCH

Intelligentes Energiemanagement

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NAMEN + NEUIGKEITEN Personelle Änderungen für eine erfolgreiche Zukunft

Tom Waltasaari ist neuer Geschäftsführer der EHL AG

Von links: Karlheinz Wirth, Stefan Gorczynski, Benedikt Merz, Carsten Bollert und Klaus Meffert.

EHL

EHL Tom Waltasaari ist seit 1. September neuer Geschäftsführer der EHL AG und übernimmt fortan die Rolle als Vorstandssprecher. Im Fokus seiner Tätigkeit liegt neben dem Ausbau des Wachstums in den etablierten Märkten die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten, heißt es in einer Mitteilung. Der erfahrene Manager tritt damit die Nachfolge von Michael Hellmund an, der neue Berufschancen wahrnehmen möchte. Mit seinen langjährigen internationalen Erfahrungen in vergleichbaren Positionen und branchenverwandten Unternehmen ergänzt Tom Waltasaari das Top Management der deutschen CRH Tochter. So war er zuletzt fünf Jahre Geschäftsführer der Villeroy & Boch Fliesen GmbH in Deutschland sowie zehn Jahre im Management des britischen Baustoffherstellers Masco Corporation, wovon er fünf Jahre als CEO der Moores Furniture Group Ltd agierte. Davor übernahm er acht Jahre lang Führungspositionen bei Sony Europe, unter anderem als Vertriebsleiter. J

MEFFERT

MEFFERT Mit personellen Änderungen stellt die Meffert AG Farbwerke die Weichen für die Zukunft. Nach 41 Jahren als Vertriebsdirektor der Meffert AG Farbwerke verabschiedet sich Karlheinz Wirth (66) zum Jahresende in den Ruhestand. Ab 1. Januar 2020 wird diese Position Benedikt Merz (32) übernehmen, der bereits seit neun Jahren im Unternehmen tätig ist. Seit 1. November 2019 verstärkt bereits Carsten Bollert (52) die Geschäftsleitung der Meffert AG Farbwerke. Der Schwiegersohn des Vorstandsvorsitzenden Klaus Meffert wird die Leitung des gesamten Außenhandelsgeschäftes übernehmen. »Wir haben die Positionen bewusst aus den eigenen Reihen besetzt. Die Nachfolger kennen unsere Kunden und werden unsere Vertriebsstrategie entsprechend fortführen«, teilt Klaus Meffert mit. J

Tom Waltasaari.

Dieckhöner ist neuer Vetriebsleiter Holzanstriche

Deceuninck besetzt Führungsspitze für Europa

OSMO

Stijn Vermeulen hat zum 1. Oktober die Position des CEO Europa von Deceuninck übernommen. Der 37-Jährige löst damit Francis Van Eeckhout als Interims-CEO Europa ab, der sich nun wieder ganz auf seine Aufgaben als CEO der Deceuninck Gruppe konzentrieren wird. Vermeulen übernimmt in seiner neuen Position auch die Ergebnisverantwortung für Deceuninck in Europa. Stijn Vermeulen ist eine Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung in der PVC- Extrusion. Nach seinem Masterabschluss in Chemie an der Universität Gent begann seine Karriere 2004 als Produktionsleiter PVC-Extrusion bei Rolvaplast, bevor er 2007 zur IVC Group wechselte. Hier übernahm er auf internationaler Ebene verschiedene Aufgaben als F & E-Manager, Stijn Vermeulen übernahm ab dem Betriebsleiter und CTO. In seiner Rolle als Betriebsleiter sammelte 1. Oktober 2019 die Position des er Erfahrungen bei der Inbetriebnahme von Greenfield-Anlagen CEO Europa von Deceuninck. in der EU sowie in den USA, die sich unter seiner Führung zu Organisationen mit insgesamt mehr als 800 Mitarbeitern entwickelten. Als CTO baute er ein Center of Excellence auf, in dem Engineering, F & E und Prozesse auf globaler Konzernebene zentralisiert wurden. »Ich fühle mich außerordentlich geehrt, die europäischen Aktivitäten der Deceuninck Gruppe zu leiten. Ich bin froh, dass ich ein starkes Team um mich habe, das mich in meiner Arbeit unterstützt und auf das ich zählen kann. Gemeinsam werden wir unsere Strategie verfolgen: die Integration in ›ONE Europe‹. Wir wollen unser laufendes Geschäft langfristig weiterentwickeln und weiterhin nach zusätzlichen wertschöpfenden Investitionsmöglichkeiten Ausschau halten«, setzt sich Vermeulen zum Ziel. »Wir freuen uns sehr, mit Stijn Vermeulen genau die richtige Person als CEO für Europa gefunden zu haben. Seine Erfahrungen in Extrusionsunternehmen sowie im Management von Mohawk werden sehr hilfreich sein, um in Europa unser Ziel einer einheitlichen Produkt-Plattform und einer Marke zu erreichen«, so Paul Thiers, Präsident des Verwaltungsrates. J

OSMO

Seit dem 1. Oktober 2019 verstärkt Horst Dieckhöner als Vertriebsleiter Holzanstriche das Osmo Team.

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DECEUNINCK

Horst Dieckhöner ist seit Oktober neuer Vertriebsleiter Holzanstriche bei der Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG. Der Diplom-Betriebswirt ist seit vielen Jahren in der Farbenbranche tätig und verfügt über ein umfangreiches Fachwissen. Bei Osmo verantwortet er nun die strategische Weiterentwicklung des Bereichs Holzanstriche und ist damit für alle vertrieblichen Maßnahmen im Holz- und Baustofffachhandel, Farbengroßhandel sowie im Handwerk zuständig. Ebenfalls in seinem Verantwortungsbereich liegt die Neupositionierung der Marke Osmo im Handwerk. Die Koordination der Vertriebsmannschaft und der Ausbau des Fachberater-Teams ist eine weitere Aufgabe, die der 50-jährige Farben-Experte mit Spannung entgegensieht. J

DECEUNINCK


NAMEN + NEUIGKEITEN Jens Eberhard nun Geschäftsführer von Oknoplast Deutschland

Magg übernimmt Bereichsleitung Marketing und Export bei Kiesel

Fast zweieinhalb Jahre lang verantwortete Jens Eberhard als Marktdirektor die Entwicklung der Oknoplast Deutschland GmbH im westfälischen Ibbenbüren. In dieser Zeit festigte der Hersteller von Fenstern und Türen aus Kunststoff und Aluminium nicht nur seine Position am Markt, sondern baute diese sogar aus. Infolgedessen ist Jens Eberhard (42) im Mai dieses Jahres zum Geschäftsführer für die deutsche Niederlassung ernannt worden. Er ergänzt Dominik Mryczko in der Geschäftsführung, der seinen Jens Eberhard, Diplom-Ingenieur Fokus verstärkt auf den vertrieblichen Ausbau und gelernter Schreiner, ist seit Mai in der Geschäftsführung der und die Entwicklung der Marke Oknoplast in deutschen Niederlassung der den USA setzen wird. Oknoplast Gruppe. »Die Ernennung von Jens Eberhard zum Geschäftsführer ist die logische Folge der guten Arbeit in seiner bisherigen Amtszeit«, erklärt Dominik Mryczko. Unter der Führung von Jens Eberhard wuchs der Umsatz von Oknoplast Deutschland in den vergangenen zwei Jahren zuletzt im Schnitt um rund 7 Prozent. Auch die Mitgliedschaft von Oknoplast beim ift Rosenheim, die Auszeichnung des gesamten Produktsortiments mit dem ift Qualitäts-Label sowie die Aufnahme in den Bundesverband Flachglas verdanken sich dem Engagement von Jens Eberhard, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. J

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KIESEL BAUCHEMIE Beim Bauchemie-Spezialisten Kiesel hat Alexander Magg zum 1. Oktober die Bereichsleitung Export und Marketing übernommen. Seit 14 Jahren ist Magg in der Bauchemie-Branche tätig. Sein Schwerpunkt lag bisher auf der Entwicklung und Umsetzung von Marketingstrategien. Diese Expertise wird er auch bei Kiesel weiterhin einbringen. Zugleich wird sein Aufgabenbereich die Betreuung des Export-Geschäftes bei Kiesel umfassen. Die enge Zusammenarbeit mit Kiesel Niederlassungen, Verkaufszentren, Geschäftspartnern und Kunden in Europa, Nordamerika, Asien, Australien und Ozeanien sieht Magg als wichtige Ergänzung seiner Kompetenzen an. »Ich freue mich darauf, im Umfeld eines innovativen Familienunternehmens neue Erfahrungen in der Kundenbetreuung außerhalb Deutschlands sammeln zu können. Es ist für mich im Leben immer wichtig gewesen, mich beruflich Will bei Kiesel neue Wege gehen: Alexander Magg ist weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen seit Oktober Bereichsleiter zu sammeln. Dafür sehe ich bei Kiesel Marketing und Export beim optimale Möglichkeiten«, erklärt der Esslinger Bauchemiespezi49-Jährige. J alisten. KIESEL

OKNOPLAST

OKNOPLAST

Die EPDM-Plane: schnell, einfach, dicht. HERTALAN® – ABDICHTUNG NACH MASS. • Maßgefertigte Dachabdichtung in einem Stück • Extrem witterungs- und alterungsbeständig • Verlegung ohne offene Flamme – keine Brandgefahr

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NAMEN + NEUIGKEITEN

STARK

Søren P. Olesen, CEO der Stark Group (links), zusammen mit Kåre Malo, CEO der bisherigen der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH.

OPEL Pascal Martens hat zum 1. November die Leitung des Geschäfts mit leichten Nutzfahrzeugen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall übernommen. Der Manager mit langjähriger internationaler Erfahrung im Automobilgeschäft war seit 2016 Direktor Sales, Customer Care & Aftersales Europa bei Opel/Vauxhall. Er tritt als Direktor Light Commercial Vehicles Opel/Vauxhall die Nachfolge von Tobias Stöver an, der zum Direktor Marketing Peugeot Deutschland ernannt wurde. In seiner neuen Rolle wird Martens an Xavier Duchemin, Managing Director Sales, Aftersales and Marketing Opel, berichten. »Ich freue mich sehr, mit Pascal Martens einen ausgewiesenen Automobil-Experten für diese wichtige Aufgabe gewonnen zu haben. In unserem Strategieplan ›PACE!‹ haben wir uns das Ziel gesetzt, den Absatz leichter Nutzfahrzeuge bis 2022 um mehr als 25 Prozent zu steigern. Ich bin mir sicher, dass Martens mit seinem Team einen entscheidenden Beitrag leisten wird, dieses Ziel zu erreichen«, sagt Xavier Duchemin. J OPEL

STARK GROUP/SAINT-GOBAIN BUILDING DISTRIBUTION DEUTSCHLAND Die Stark Group hat die Akquisition der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD) abgeschlossen. Die Unternehmen der Stark Group sind somit in sechs Ländern präsent. Die Transaktion ist der Zusammenschluss von zwei in weiten Teilen ähnlichen Unternehmen, mit ähnlichen Strategien und Zielen sowie Marktpositionen und Geschäftsmodellen, heißt es in einer Mitteilung von SGBDD. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf den Vertrieb von Baustoffen – vor allem für das Segment der Bauunternehmen. Durch die Übernahme verdoppelt die Stark Group ihre Größe und wird somit auch in Nordeuropa zu einem führenden Anbieter. Das Transaktionsvolumen beträgt 335 Millionen Euro. »Betrachtet man die Geschäftstätigkeit beider Unternehmen, kann man durchaus von einem Zusammenschluss unter Gleichen sprechen. Der Zusammenschluss bietet enorme Synergiepotenziale durch den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren oder durch die Nutzung von Skaleneffekten. Wir freuen uns sehr, große Marken wie Raab Karcher, Keramundo oder Muffenrohr in das Portfolio der Stark Group zu integrieren. So wird die Stark Group definitiv von einer Marke wie Keramundo und der Spezialisierung auf das Fliesengeschäft profitieren, während die SGBDD von der Expertise der Stark Group im Geschäft mit Holz profitieren wird«, ist Søren P. Olesen, CEO der Stark Group, überzeugt. J

Pascal Martens übernimmt Leitung des Opel-Nutzfahrzeuggeschäfts

Pascal Martens hat die Leitung des Opel-Nutzfahrzeuggeschäfts übernommen.

Drei neue Fachberater im Vertriebsaußendienst bei Carlisle CARLISLE

CARLISLE

Das Team wird aufgestockt: Drei neue Fachberater im Vertriebsaußendienst verstärken den Vertrieb der Carlisle Construction Materials GmbH. Jan-Felix Körner bringt seine fundierte Berufserfahrung sowohl aus dem Dachdecker-Handwerk als auch aus dem Baustoff-Handel mit. Zum 1. August 2019 hat er die PLZ-Gebiete 20, 21 und 22 übernommen. Daniel Stegemann bringt seit 1. Oktober 2019 seine jahrelange Erfahrung aus dem Dachdecker-Handwerk und der Baustoff-Industrie in die Betreuung der PLZ-Gebiete 36, 56 und 60 bis 65 ein. Susanne Wetzel ergänzt das Carlisle Team ebenfalls seit dem 1. Oktober 2019. Die Diplom-Kauffrau bringt langjährige Erfahrung in der Baustoff-Industrie mit und möchte ihre Begeisterung für die Carlisle EPDM-Abdichtungsprodukte mit ihren Kunden in den PLZ-Gebieten 98 und 99 teilen. J Susanne Wetzel.

Daniel Stegemann.

Jan-Felix Körner.

November 2019                                                                                                                                                                  12

Neuer Marketingmanager für Wolff und Uzin WOLFF/UZIN Mit Denis Haberstroh bekommen der Maschinenhersteller für Bodenverlegung Wolff sowie der Spezialist für Bodenverlegesysteme Uzin einen neuen Marketingmanager. Zum 1. Oktober hat der 35-Jährige seine Arbeit in einer Doppelfunktion als Marketingmanager in den Fachabteilungen der Marken Uzin und Wolff, beide aus dem Hause der Uzin Utz Group, begonnen. Gemeinsam mit einem Team wird der gelernte Kaufmann für Marketingkommunikation Konzepte und Strategien entwickeln und verwirklichen, um die Marken weiterhin zu stärken und zu schärfen. Seine langjährige Erfahrung im Projektmanagement für digitale und klassische Medien sowie seine Tätigkeit als Consultant und Konzeptionist bilden die Basis für die neue Position in der Denis Haberstroh. Uzin Utz Group. J WOLFF

Eines der größten Unternehmen im nordeuropäischen Baustoffmarkt


NAMEN + NEUIGKEITEN Einkaufsvolumen im dritten Quartal über Plan

Zwei neue Mitarbeiter für den Vertrieb

PCI

PCI Lars Ernst (45) verstärkt seit September das PCI-Vertriebsteam Nord. Als Fachberater Fliese ist er für die Region Hannover zuständig. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandels- Lars Ernst ist neuer kaufmann war Lars Ernst einige Jahre als Baustel- Fachberater bei der PCI lenkoordinator bei einem Fliesenverlegebetrieb Augsburg GmbH für die tätig, bevor er in den Vertriebsaußendienst auf Region Hannover. Industrieseite wechselte. Nach rund zwölf Jahren bei Wedi war er zuletzt bei der Blanke System beschäftigt. Jetzt bringt Lars Ernst seine fundierte, langjährige Praxiserfahrung im Team von PCI-Verkaufsleiter Jens Pflugradt ein. Mit Jan Clemens Faschian (42) als neuer PCI-Fachberater Fliese bekommt auch das Vertriebsteam Baden-Württemberg Verstärkung. Seit Oktober ist der gelernte Fliesenleger und Bautechniker Hochbau für das Unternehmen in der Region Freiburg/Ortenau unterwegs. Nach beruflichen Stationen als Fliesenleger und Leiter einer Verlegeabteilung in einem Handwerksbetrieb war Jan Clemens Faschian die letzten zwölf Jahre im Baustoffhandel tätig. Anfänglich im Innendienst bevor er dann in den Vertriebsaußendienst gewechselt ist. Mit seiner langjährigen Expertise Jan Clemens Faschian – sowohl auf Seiten des Handwerks als auch des verstärkt als neuer PCI-Fachberater die Region Fachhandels – ergänzt er jetzt das Team von PCI-Verkaufsleiter Dierk Sprenger. J Freiburg/Ortenau.

EUROBAUSTOFF

EUROBAUSTOFF Positive Entwicklungen in allen Warenbereichen sorgen bei der Eurobaustoff am Ende des dritten Quartals für eine Verbesserung des Einkaufsvolumens, heißt es in einer Mitteilung der Koope- Die Eurobaustoff-Geschäftsführer (von links) Hartmut Möller, Dr. Eckard Kern (Vorsitzender der Geschäftsration. So schlug am 30. führung) und Jörg Hoffmann erwarten für das Jahr September ein Umsatz von 2019 ein gesamtes Plus von rund zwei bis drei Prozent. 5,12 Mrd. Euro zu Buche, der über die Kooperation zentral abgerechnet wurde. Das entspreche einer Steigerungsrate von 4,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. »Unsere Fachhändler trotzen den leicht indifferenten Marktentwicklungen«, so Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung. »Einerseits ist der Bedarf an neu errichteten Wohneinheiten riesig, andererseits lässt sich eine leichte Nachfrageschwäche nach neuen Bauprojekten bei potenziellen Bauherren und Investoren feststellen. Die Grundstimmung am Bau ist aber aufgrund eines soliden Auftragspolsters weiterhin sehr gut.« Wie Dr. Kern sehen es auch die beiden Mitgeschäftsführer Hartmut Möller und Jörg Hoffmann. »Die einzelnen Warenbereiche zeigen alle eine positive Entwicklung. Das reicht vom niedrigen einstelligen bis hin zum zweistelligen Bereich«, so Möller. Ähnlich urteilt auch Hoffmann: »Die gute Geschäftsentwicklung bei den Baufachhändlern vor Ort wirkt sich ebenso auf die Finanzen der Gesellschafterhäuser aus. Gute Umsätze, volle Auftragsbücher, da bleibt kaum Zeit für Probleme.« J

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23.05.2018 09:26:45


IM BLICKPUNKT

Insgesamt gibt es in Deutschland acht Creaton-Standorte, an sieben werden Tondachziegel, an einem Betondachsteine produziert. Das Foto zeigt den Hauptsitz in Wertingen.

Sich wieder auf das wirklich Wichtige fokussieren CREATON Eine neue Geschäftsführung, eine neue Marketing-Leiterin, zahlreiche weitere neue Mitarbeiter und vor allem die Umfirmierung von der AG zur GmbH: Der Hersteller von Tondachziegeln und Betondachsteinen Creaton ist spürbar im Wandel. Seit rund eineinhalb Jahren findet im Unternehmen ein Umdenken statt. »Wir wollen weg von der Konzern-Struktur und zurück zum Mittelstand. Hier sind nicht nur unsere Wurzeln, hier sind auch diejenigen, die sich auf uns verlassen und die auf unsere Produkte vertrauen, nämlich mittelständische Betriebe. Ob Architekt, Planungsbüro, Zimmerei oder Dachdecker – ihre Bedürfnisse wollen wir in vollem Maße erfüllen und dieser Aufgabe wollen wir uns künftig voll und ganz widmen«, erzählt ­ Ann-Katrin Rieser, Leiterin Marketing & Kommunikation. Bei einem Gespräch am Creaton Hauptsitz in Wertingen wird deutlich, welchen Weg Creaton künftig einschlagen möchte und wie sowohl Mitarbeiter als auch Kunden davon profitieren werden. Oft gilt das Credo »höher, schneller, weiter«, doch bei Creaton schlägt man genau den anderen Weg ein. »Back to the roots« ist hier seit gut einem Jahr das Motto und das wird beim Gespräch der baustoffPARTNER-­ Redaktion mit Ann-Katrin Rieser (Leiterin Marketing & Kommunikation) und Sandra Klaua (Unternehmenskommunikation) am Creaton-Hauptsitz in Wertingen deutlich. Der Wandel des Tonziegel-Spezialisten zeigt sich in vielen Punkten. Einer davon ist die neue Führungsriege. An der Spitze steht seit Mitte vergangenen Jahres ein Vierer-Team. Zum 1. Juli 2018 hat Dr. Sebastian Dresse die Unternehmensleitung von Creaton übernommen und damit Stephan Führling abgelöst. Er ist Sprecher der Geschäftsleitung und zuständig für Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Ihm zur Seite stehen Reinhard Schwabe, zuständig für Finanzen

und Controlling, sowie Jürgen Hartmann, der den Bereich Produktion und Entwicklung unter sich hat. Hinzu kommt noch Dr. Peter Horn als Direktor für den Bereich Personal der Creaton GmbH. Mit dieser neuen Führung wurde auch ein neuer Unternehmenskurs eingeschlagen: Weg vom Konzern, hin zur GmbH. »Wir kommen aus dem Mittelstand, dort sind unsere Kunden und unsere Partner und dort wollen wir auch wieder hin«, erklärt Ann-Katrin Rieser. Mit dieser Rechtsform können die Creaton-Kunden laut Rieser viel mehr anfangen und man möchte sich auf gleicher Augenhöhe begegnen. Zudem bringt die Neuausrichtung mehr Flexibilität mit sich. »Wir haben den Vertriebsinnendienst neu strukturiert und so hat jeder Kunde einen fixen Ansprechpartner. Das schafft Vertrauen und einen besseren Kontakt. Zudem

November 2019                                                                                                                                                                  14

können wir unsere Kunden so besser betreuen und individueller sowie schneller auf Anfragen reagieren«, erklärt Sandra Klaua.

»Wir kommen aus dem Mittelstand und auch der Großteil unserer Kunden und Partner sind mittelständische Unternehmen und genau dahin wollen wir zurück.« Ann-Katrin Rieser, Leiterin Marketing & Kommunikation Creaton


»Unser Fokus liegt auf der perfekten Betreuung unserer Kunden. Neben den hochwertigen Produkten bieten wir zusätzlichen Service und stehen ihnen mit unserem gesamten Know-how zur Seite.« Sandra Klaua, Unternehmenskommunikation Creaton

Moderne Technik kommt im traditionellen Betrieb zum Einsatz, der 2019 sein 135-jähriges Jubiläum feierte.

Umdenken bringt Vorteile mit sich

ist, unsere Mitarbeiter betreiben die TonDabei war eine Neuaufstellung auch aus dachziegel-Produktion mit Leidenschaft und genau das wollen wir auch in Zukunft einem anderen Grund notwendig. Bekannt ist, dass sich der Mutterkonzern Etex, zu wieder mehr in den Fokus rücken. Die Abdem Creaton seit 2005 geteilungen, wie IT oder Rund 800 Mitarbeiter sorgen bei Controlling, die durch hört, künftig auf andere BeCreaton für individuelle Dachlösungen. die Konzernstruktur von reiche konzentrieren und die Steildach-Sparte abder Etex-Gruppe besetzt stoßen möchte. Die Schwestern Marley wurden, werden jetzt wieder in das eigene Haus verlagert.« Dadurch wurden Eternit sowie Umbelino in Portugal wurden von der Etex-Gruppe bereits veräuin den vergangenen Monaten zahlreiche ßert. Die Creaton-Gruppe sucht mit seiMitarbeiter eingestellt – allein rund 15 für nen Tochtergesellschaften in Polen, Ungarn IT, Controlling und Personal – und es sollen noch weitere folgen. und Benelux ebenfalls einen neuen Eigentümer. Dieser Prozess soll allerdings langMit der Besetzung der neuen Stellen hatte das Unternehmen übrigens keine Probfristig und innerhalb der nächsten Jahre leme. »Creaton befindet sich glücklichervonstattengehen. »Wir wollen diese Umstrukturierung sanft umsetzen und alle unweise in einer wirtschaftlich starken Region und wir konnten alle Stellen zügig besetsere Kunden, Geschäftspartner und vor zen. Das trifft auch auf unsere vielfältigen allem auch Mitarbeiter mitnehmen«, so Ausbildungsplätze zu. Allein in diesem Jahr ­Rieser. »Diese Umstrukturierung macht zu diesem Zeitpunkt absolut Sinn wird von konnten wir zehn Azubis in unterschiedlizahlreichen Mitarbeitern begrüßt. Wir sind chen Lehrberufen bei uns anstellen. Und ein traditionelles Unternehmen, das seit auch über die hohe Übernahmequote sind über 130 Jahren in der Region verwurzelt wir stolz«, erzählt die Marketing-Leiterin.

Gute Zahlen aufgrund guter Strategie Nicht beschweren kann sich der Steildach-­ Spezialist auch über die aktuellen Geschäftszahlen. »Vom großen Bau-Boom profitiert die Steildach-Branche leider nicht in diesem Maße. Die Gründe dafür sind vielseitig. Aktuell werden besonders viele Mehrfamilienhäuser gebaut und dort nimmt das Dach leider oft keinen allzu großen Stellenwert ein, wie auch bei gewerblichen und industriellen Objekten. Hinzu kommt der Trend zum Flachdach. Dennoch sind die Umsatzzahlen bei Creaton stabil. Gerade im ersten Halbjahr sind die Zahlen teils über den Prognosen und sogar über dem Markt gewachsen. Grund dafür ist in unseren Augen der neue Unternehmenskurs.» Aufgrund des stagnierenden Ziegel-Marktes hat Creaton verstärkt den Zubehör-Bereich ausgebaut. Als Alleinstellungsmerkmal bringt ­Rieser auch die Kooperation mit Autarq an. »Die Solar-Ziegel sind besonders hochwertig und überzeugen durch ihre Langlebigkeit.«

WISSENSWERTES ...

Im Gespräch rund um die Neustrukturierung von Creaton: Sandra Klaua, Ann-Katrin Rieser und Christine Seif.

Creaton hat seit diesem Jahr auch ein eigenes Magazin: »FirstGrat« stellt den Dachdecker in den ­Fokus und greift Themen auf, die auf den Dächern und bei der Arbeit rund ums Dach täglich eine Rolle spielen. Themen und Fragen, wie »Welche Methoden und Technologien sind aktuell?« oder »Welche Anforderungen muss sich der Dachdecker stellen?« werden hier kompakt aufbereitet. Jede Ausgabe widmet sich einem Kernthema – im ersten Magazin war es zum Beispiel die Digitalisierung. »FirstGrat« erscheint zweimal im Jahr und kann kostenlos abonniert oder heruntergeladen werden.

15                                                                                                                                                                  November 2019


BAUSTOFFPARTNER (4)

DACHKULT

Im Creaton-Campus finden Schulungen und Weiterbildungen statt.

teile sich dadurch bieten und wie auch die Raumgestaltung unter einem Steildach äußerst charmant und behaglich kreiert werden kann«, erzählt Ann-Katrin Rieser.

Ein Blick in die Zukunft Die neue Unternehmensstrategie von ­Creaton ist langfristig ausgelegt und soll in den nächsten Jahren intensiviert werden. Das langfristige Ziel ist es aber, ­Creaton als Marke zu etablieren. »Wenn es ums Steildach geht, soll der Kunde sofort ­Creaton im Kopf haben – praktisch wie ein Synonym.« J

CREATON (3)

Haus und Dach eingeben und der digitaDoch damit nicht genug, Creaton hat le Service erstellt ein Bild, das dem Nutnoch mehr geplant, um sich für die Zukunft zu wappnen, Stichwort Digitalisiezer vermittelt, welches Dach und welcher rung. »Auch im Steildach wird die digitale Ziegel wie am Objekt aussehen. Welt immer präsenter. Doch da gerade der Mittelstand nur schwer eigene Tools umDas Steildach wieder vorantreiben setzen kann, bieten wir ihm hier als Partner Doch Ziel von Creaton ist es nicht nur, die solche Dinge an. Zum Beispiel gibt es techArbeit effizienter zu machen, sondern auch nische Daten oder Zeichnungen, die der dem Steildach wieder zu mehr Beliebtheit zu verhelfen. Und da man gemeinsam meist Handwerker vor Ort braucht, ganz einfach mehr erreicht, ist Creain unserer App. Auch unser Schneelast- und Windton Gründungsmitglied Creaton ist an acht Standorten mit 14 sogrechner wird häufig der Initiative »DachWerken in Deutschland vertreten. Zudem genutzt und kommt bei kult«. Mittlerweile hat betreiben Creaton Polska in Widziszewo diese Kooperation 23 den Verarbeitern gut an.« sowie in Chojnice und Creaton SEE im Mitgliedsfirmen. »DachAktuell gerade in der Plaungarischen Lenti Produktionsstandorte. kult« bringt das Steilnung und wahrscheinlich dach mit unterschiedlizur Dach+Holz im Januar chen Aktionen wieder mehr in den Fokus. einsatzbereit ist der »Visualisierungs-Service«. Damit können Bauherren, Architek»Wir zeigen auf, welche Gestaltungen mit ten oder Verarbeiter einfach die Daten von einem Steildach möglich sind, welche Vor-

»Dachkult« ist eine Plattform der Initiative »Pro Steildach«, der 23 Hersteller der deutschen und internationalen Baustoffindustrie angehören. Ziel ist es, Planer, Architekten, professionelle Bauherren wie Bauträger und Fertighaushersteller, private Bauherren und Kommunen sowie den Nachwuchs in diesem Bereich für das Steildach und seine Möglichkeiten sowie Vorteile zu sensibilisieren. Dazu bietet »Dachkult« verschiedene Events, wie die »Rooftop Talks«. Diese finden immer in besonderen Locations mit Steildach statt. Planer und Architekten erhalten hier Infos und Inspirationen rund um das Steildach. Die nächsten Termine sind am 18. November in Bochum und am 20. Januar in Dresden. Weitere Informationen zu den »Rooftop Talks« sowie Wissenswertes und Inspirierendes rund um das Steildach gibt es unter www.dachkult.de oder auch auf der facebook-Seite der Initiative sowie auf deren Instagram-Auftritt.

Hochwertige Tondachziegel sind das Kerngeschäft von Creaton. Jährlich werden rund 133 Mio. Dachziegel produziert.

November 2019                                                                                                                                                                  16


TOP-THEMA SKYLUX

Das Dach | Aufbau, Dämmung, Deckung

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Lichtbänder bieten mehr als nur Tageslicht SKYLUX Die effektive Nutzung von Tageslicht durch den Einbau von Lichtbändern in Geschäfts- und Industriegebäuden hat viele Vorteile. Sie schaffen laut Skylux eine gute Arbeitsatmosphäre, steigern die Leistungsfähigkeit, reduzieren Arbeitsunfälle durch eine gute Ausleuchtung, sorgen durch Lüftungsmöglichkeiten für ein angenehmes Raumklima und sind wesentlicher Bestandteil eines vorbeugenden Brandschutzes. Für diesen Anwendungsbereich bietet der belgische Tageslichtspezialist Skylux eine breite Palette von Lichtbändern für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Die Lichtbänder der Serie »Cintralux« werden mit Polycarbonat-Stegplatten und hochwertigen Aluminiumprofilen produziert. Die Hohlplatten aus Polycarbonat sind schlagfest, verfügen über eine gute Lichtdurchlässigkeit mit überzeugenden Isolationswerten. Sie sind laut Hersteller widerstandsfähig gegen chemische Einflüsse und Wettereinwirkungen, haben eine gute Lichtdurchlässigkeit und werden auf der Oberseite mit einer koextrudierten UV-Schicht versehen, ohne eine Einschränkung der Lichtdurchlässigkeit. »Für jeden Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Ausführungen in unserem Produktsortiment. Die Auswahl der passenden Variante ist abhängig von der gewünschten Überspannbreite, den zu erwartenden Schnee- und Windlasten oder den erforderlichen Isolationswerten, die durch unterschiedliche Plattenstärken oder die jeweilige Anzahl der Platten (ein- oder mehrschalige Ausführung) erzielt werden«, sagt Dieter Pillen, Exportleiter bei Skylux. Der Einbau der Lichtbänder kann auf ­schrägen oder flachen Aufsatzkränzen erfolgen.

Verschiedene Varianten zur Auswahl Zur Serie gehören Modellvarianten mit einer mehrschaligen Polycarbonatplatte in den Stärken von 10 mm, 16 mm und 25 mm sowie Varianten mit jeweils zwei mehrschaligen Polycarbonatplatten. Das Modell »Cin-

tralux alu 10 mm« mit einer Platte (10 mm Stärke) wird für schmale Überspannungen bis 112 cm eingesetzt. Weitere Vorzüge sind das relativ geringe Gewicht der Dachkonstruktion und der gute Isolationswert für unbeheizte Gebäude (Ug (W/m²K = 2,5). Wird

MONTAGE VON »CINTRALUX«-LICHTBÄNDERN Für die Montage von Lichtbändern muss ein stabiler Aufsatzkranz aus Holz oder Metall montiert werden. Das Lichtband wird von Skylux in der Produktion exakt auf das ermittelte Maß gefertigt, daher sind die bestellten Maße auf jeden Fall einzuhalten. Der Aufsatzkranz darf nicht verformbar sein und muss eine Mindesthöhe von 15 cm haben. Bei den Dichtungsarbeiten ist zu beachten, dass die Dachabdeckung komplett bis oben an den Aufsatzkranz angebracht und dass der Kranz bis an das Tageslichtmaß verkleidet wird. Zuerst erfolgt die technische und optische Kontrolle des Aufsatzkranzes. Dazu gehören die Prüfung der Außenmaße, Dachdichtung, Parallelität und Winkel. Im ersten Arbeitsgang werden die Endabschlussprofile

November 2019                                                                                                                                                                  18

auf dem Aufsatzkranz mit den mitgelieferten Schrauben und Neoprendichtungen montiert. Dann folgen die Befestigung der Längsprofile auf dem Aufsatzkranz sowie die Abdichtung der Nähte. Anschließend können die U-Profile für die Montage der Innenschale am Endabschluss und die Seitenpaneele eingebaut werden. Beim Zuschnitt und der Endmontage der Platten sowie beim Abdichten an den Enden mit Klebeband ist der seitenrichtige Einsatz zu beachten. Danach können die Zwischen- und Unterbögen sowie die Stegplatten montiert werden. Bei Lichtbändern mit kleinen Spannbreiten werden die Unterbögen nur eingeklemmt. Bei größeren Spannbreiten müssen die Unterbögen zusätzlich mit Edelstahlbolzen durch die vorgebohrte Öffnung am Längsprofil befestigt werden.


Um mechanische Spannungen durch die Ausdehnung der Kunststoffplatten zu vermeiden, werden die durchgängigen Kunststoffplatten beim Modell »Cintralux Alu 25« zwischen den Oberbogen und den tragenden Unterbogen nur eingespannt.

die Ausführung »Cintralux EP 2x10 mm« eingebaut, beträgt der Ug-Wert nur 1,2 W/m²K. Mit der Modellvariante »Cintralux 16 mm« mit nur einer mehrschaligen Polycarbonatplatte (16 mm) beträgt die Überspannbreite bis zu 5,50 m, der Isolationswertwert Ug (W/m²K) 1,8. Kommt die Ausführung »Cintralux EP 2x16 mm« mit mehrschaligen Platten zum Einsatz, sinkt der Isolationswert Ug (W/m²K) sogar auf 0,9, heißt es in einer Mitteilung von Skylux. Die Anfertigung der Lichtbänder ist Maßarbeit und erfolgt immer individuell nach den genauen Abmessungen des jeweiligen Bauvorhabens.

Montagefreundliche Sanierungslösung Die Modellausführung »Cintralux Alu 25« wurde für den Einsatz bei Renovierungsund Sanierungsaufträgen entwickelt. Das hochwertige Aluminium-Lichtband mit seiner stabilen Kunststoffverglasung aus 25 mm Polycarbonat Stegplatten und transparenten Abschlüssen ist flexibel einsetzbar, verfügt über gute Wärmedämmwerte (Ug Wert 1,5) und hat eine hohe Tragkraft. Um mechanische Spannungen durch die Ausdehnung der Kunststoffplatten zu vermei-

den, werden die durchgängigen Kunststoffplatten zwischen den Oberbogen und den tragenden Unterbogen nur eingespannt. Die Befestigung erfolgt ausschließlich an den Längsprofilen. Das sorgt für einen sicheren Halt und ermöglicht eine zügige Ausführung der Montage. Die 1 050 mm breiten, mehrschaligen Polycarbonat Platten sind auf der Oberseite mit einem UVSchutz ausgestattet. Damit wird eine Lichtdurchlässigkeit von rund 53 Prozent sowie eine hohe Witterungsbeständigkeit gewährleistet. Weitere technische Vorzügen sind die gute Lichtsteuerung und Isolationswerte, hohe Tragkraft sowie die Möglichkeit, große Spannweiten von bis zu 6,30 m zu realisieren.

Lüftungsmöglichkeit und vorbeugender Brandschutz Optional können die Lichtbänder der Serie »Cintralux« mit einer elektrischen Lüftungsausführung und mit einem auto-

matischen pneumatischen Rauch- und Wärmeabzug-System (RWA) mit CE-Kennzeichnung ausgestattet werden. Zur Wahl stehen die Modelle »Cintramax CE« (pneumatisch oder elektrisch) für Lichtbänder mit einem Tageslichtmaß von 1,50 bis 4 m Breite. Es besteht aus zwei Scherensystemen, die an der Innenseite des Aufsatzkranzes montiert werden und sorgt für eine Lüftung durch Konvektion von warmer Luft. Die Modellausführung »Cintrair« ist eine Luke, die sich einseitig öffnen lässt. Sie hat die Form des eingesetzten Lichtbandes und wird mit Scharnieren an einer Seite des Aufsatzkranzes befestigt. Die seitliche Öffnungsmöglichkeit beträgt 300 mm und erfolgt über einen Wechselstrommotor mit Schalter. Der Einsatzbereich für diese Variante sind Lichtbänder mit einem Tagelichtmaß von 1,50 m bis 3,50 m. Mit dem Lüftungssystem »Monoflap« bietet Skylux ein Rauch- und Wärmeabzug-System (RWA) mit manueller elektrischer Öffnungsmöglichkeit oder automatischer pneumatischer Öffnung im Brandfall. Die »Mono­flap«-Ausführungen haben einen 160 Grad Öffnungswinkel und eine RWA-Fläche von 4 m² pro Element. J

SKYLUX

WISSENSWERTES ...

Optional können die Lichtbänder der Serie »Cintralux« mit einer elektrischen Lüftungsausführung und mit einem automatischen pneumatischen Rauch- und Wärmeabzug-System (RWA) mit CE-Kennzeichnung ausgestattet werden.

Seit über 50 Jahren produziert Skylux mit seinen 220 Mitarbeitern ein breites Produktportfolio an Terrassenüberdachungen, Kunststoffverglasungen, Lichtkuppeln und Lichtbändern. Neben technischen Innovationen, langjährigem Know-how, großer Lagerhaltung und schneller Lieferung von Bauprodukten zählen auch die technischen Eigenentwicklungen der Produktionsmaschinen für die Kunststoffverarbeitung zu den Stärken des Familien­unternehmens aus Harelbeke bei ­Kortrijk in Belgien. Das Unternehmen ist Hersteller und Vertragshändler mit einem breit gefächerten Sortiment für die Bauindustrie und den Heimwerkermarkt in ganz Europa. Es erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 75 Mio. Euro.

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Licht und Luft für ein freundliches Schulklima

Zwei in der Glasdachkonstruktion integrierte Lüftungsflügel sorgen für frische Luft.

LAMILUX Im Zuge umfassender Renovierungsarbeiten erhielt das Dante-Gymnasium in München ein neues, funktionales Glasdach. Die Konstruktion »PR60« von Lamilux ermöglicht nicht nur einen hellen, lichtdurchfluteten Schulalltag, sondern trägt mit Lüftungsflügeln sowie einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage auch zur Sicherheit und zum Wohlbefinden der Schüler und Lehrer bei. Namenspatron des Münchner Gymnasiums ist Dante Alighieri, der um die Bewahrung kultureller Vielfalt und die Versöhnung von Geist und Macht bemüht war. Dieser offene Gedanke wurde auch hinsichtlich der Architektur berücksichtigt und sollte ebenfalls im Zuge der Sanierung wieder aufgegriffen werden. Die Renovierung umfasste die Neugestaltung der Aula und des Lichthofes, die Sanierung der Klassenzimmer und Sanitärbereiche sowie eine neue Glasdachkonstruktion.

Glasdach sorgt für lichtdurchflutete Schule Den Auftrag zur Erneuerung des Glasdaches erhielt Lamilux von den Vertretern der Stadt München, leitendes Architekturbüro war architektinnen neumann + wolf. Die alte, ästhetisch nicht mehr ansprechende Konstruktion wurde abgerissen und durch das Glasdach »PR60« als Pfostenund Riegelsystem aus Aluminium ersetzt. Die gläserne Dachfläche umfasst insgesamt 275 m2 und ist zweifach isolierverglast. Das neue Glasdach überzeugt funktional durch ein optimiertes Dichtungs- und Entwässe-

rungssystem und reduziert Wärmeverluste in der Rahmenkonstruktion.

Herausfordernde Planung und Montage Die Montage erfolgte auf einer bereits vorhandenen Stahl-Unterkonstruktion. Diese stellte die Planer und Monteure vor einige Herausforderungen, erklärt Lamilux Bauleiter Tobias Schöpf: »Der bestehende Stahlbau wies enorme Abweichungen von dem uns damals bekannten Konstruktionsplan auf. Es erfolgte daher ein umfangreiches Aufmaß, das vier unterschiedlich große Dachflächen mit verschiedenen Neigungen ergab.« Zudem musste der alte Ziegelsockel mittels zusätzlich befestigten Stahlträgern ertüchtigt werden, da die neue thermisch hochwertigere Glaskonstruktion ein höheres Eigengewicht hat. Eine weitere Besonderheit bei den Bauarbeiten war das gewaltige, provisorische Zeltdach, das über das gesamte Dach – nicht nur über der Glaskonstruktion – gespannt wurde, um Material und Mensch vor Wind und Wetter zu schützen. Für die täglichen Kranarbeiten wurde das über 2 500 m2 große Schutzdach wie eine Jalousie aufund zugezogen.

Sicherheit und Komfort In der Glasdachkonstruktion wurden zudem zwei Lüftungsflügel integriert, durch die der Raum auf unkomplizierte Weise durchlüftet werden kann. Doch auch zur Sicherheit des Schulalltags trägt das Glasdach bei: Eine moderne Rauch- und Wärmeabzugsanlage sowie zwei Rauchmelder unterstützen im Notfall und verbessern den Brandschutz des Gebäudes. Im Dante-Gymnasium ist man von der positiven Wirkung des neuen Glasdaches überzeugt: »Die Gangbereiche um das von uns so genannte Forum herum haben eine völlig neue Aufenthaltsqualität: Alles ist hell, freundlich und durchlässig. Die Schülerinnen und Schüler nehmen den Raum sehr gut an und halten sich gerne darin auf. Insgesamt ein großer Gewinn für die Schulgemeinschaft und das Schulklima«, meint Dr. Andreas Jäger begeistert. J

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WELLHÖFER Seit vielen Jahren bietet der Würzburger Treppenspezialist Wellhöfer auch Flachdach-Ausstiege an. Bereits seit über 15 Jahren hat ein Dachdeckerbetrieb am Rande des Ruhrgebiets gute Erfahrungen mit diesen Ausstiegen gemacht. Jetzt bietet Wellhöfer zudem einen weiteren Service an. Der Inhaber des Dachdeckerbetriebs ist sowohl mit der Qualität der Produkte als auch mit dem Service zufrieden: »Bei der Flachdachsanierung tauschen wir auch immer den Ausstieg. Mit der Maßanfertigung von Wellhöfer bekommen wir genau die passende Größe.

WISSENSWERTES ... Seit über 60 Jahren stellt Wellhöfer Bodentreppen, Raumspartreppen und Flachdachausstiege sowie Kniestocktüren her. Der Firmensitz befindet sich im fränkischen Würzburg. Der Name Wellhöfer steht für Qualität, geprüfte Sicherheit und innovative Produkte. Doch nicht nur die Produktqualität, auch der Service hat bei Wellhöfer einen hohen Stellenwert. Maßanfertigungen, kurze Lieferzeiten, Verkäufertrainings und Marketingunterstützung sind nur einige Beispiele. Aus diesem Grund erfolgt der Vertrieb über den geschulten Fachhandel. Auch das Serviceteam arbeitet nach diesen Grundsätzen und berät bei Fragen und liefert kompetente Informationen.

Durch die Montage der einzelnen Bestandteile nacheinander fällt der Einbau leicht und einen Kran können wir uns sparen.« Auch die Hinterlüftung habe sich bewährt, heißt es in der Mitteilung von Wellhöfer weiter.»In all den Jahrzehnten hatten wir nie Probleme mit Staunässe oder Schimmel.« Der Flachdachanteil im Neubau wächst laut Wellhöfer. Gleichzeitig stehen beim Bauen im Bestand viele Flachdächer zur Sanierung an. Auch im Nichtwohnbau ist der FlachdachAusstieg von Wellhöfer eine Lösung: Denn es gibt ihn gut kombiniert (für alle Treppentypen, von Passivhaus bis Brandschutzdecke) und in passenden Größen (von 90 x 90 cm als Oberlichtersatz bis 140 x 80 bis 160 x 70 cm).

Noch mehr Unterstützung: Aufmaß-Service Zur weiteren Unterstützung bietet der Würzburger Treppenspezialist einen Aufmaß-Service an. Beim ersten Aufmaß für einen Wellhöfer FlachdachAusstieg geht der Fachberater mit dem Verarbeiter gemeinsam aufs Dach. Das gibt Sicherheit schon bei den Bestellangaben. J

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Die neue ALUJET Climajet SD VARIO Die luftdichte und feuchtevariable Dampfbremse für Neubau und Sanierung » aktive Anpassung an klimatische Bedingungen » feuchtevariabler Sd-Wert von 0,25 bis 25 m » extrem hohe Reißfestigkeit » besonders geeignet für Einblasdämmung » UV-beständig ausgerüstet* » hoher Schutz und Sicherheit für die Konstruktion » die Eigenschaften der Bahn erfüllen die Vorgaben der DIN 4108 als auch der DIN 68800 *bitte beachten Sie das technische Datenblatt

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Hand in Hand für ein gesundes Dach

Speziell auf die Sanierung von Oberlichtern ausgelegte Produkte gehören ebenso zum Sortiment des Herstellers wie Lösungen für die Dachentwässerung auf Flachdächern. Für die klassische Sanierung der Oberlichter stehen Sanierungssets für Lichtkuppeln oder Lichtbänder zur Verfügung, mit denen die Reparatur oder der Austausch defekter Oberlichter schnell und unkompliziert umgesetzt werden kann – auch bei Fremdfabrikaten. Das Sanierungsset für Lichtkuppeln besteht aus den Systemkomponenten Lichtkuppel, Sicherheitsrahmen und Sanierungsaufsetzkranz und wird für die einfache Auswechslung von Lichtkuppeln mit vorhandenen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten verwendet. Es ist außerdem bei nachträglicher und zusätzlicher Wärmedämmung bzw. zur Erfüllung der Flachdachrichtlinie einsetzbar.

Leistungsstark und leicht zu montieren Ebenfalls für die Oberlichtsanierung geeignet ist das Flachdachfenster mit Echtglas des Herstellers. Die Echtglasvariante bietet eine optimierte Tageslichtversorgung und sorgt für eine Reduzierung von Regengeräuschen insbesondere im Vergleich zu Kunststoffverglasungen, so der Hersteller. Mit seiner zwei- bzw. dreifachen und klaren Wärmeschutzverglasung sorgt das

Mit hochwertigen Produkten, umfassender Beratung und langjähriger Erfahrung stehen die Sanierungsexperten von Kingspan Light + Air | Essmann Verarbeitern bei der Abwicklung ihrer Aufträge zur Seite und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf.

Flachdachfenster für gute Lichtverhältnisse und energetische Bedingungen im Gebäudeinneren. Es ist zudem durchsturzsicher nach GS-BAU-18 konzipiert und leistet so auch einen Beitrag zur Dachsicherheit des Gebäudes. In der Montage ist es ebenso anwenderfreundlich zu handhaben wie die auf den Austausch ausgelegten Sanierungs-Sets des Herstellers. Die gesamte Produktpalette umfasst Nenngrößen von (L x B) 60 cm x 60 cm bis 150 x 150 cm. Das Fenster ist kompatibel mit dem Lichtkuppelsystem inklusive Teilen des Zubehörprogramms des Herstellers und lässt sich darüber hinaus auch mit dem Kingspan Essmann Systemrahmen mit Fremdfabrikat-Aufsetzkränzen oder -Unterkonstruktionen einfach in die Dachfläche integrieren. Für die Kombination mit Aufsetzkränzen sowie den Einsatz in Flachdachflächen oder Dachflächen mit geringer Neigung hat Kingspan Essmann einen GFK- Adapterrahmen 6° im Programm, der auf eigene Aufsetzkränze aufgesetzt werden kann, aber auch für den Einsatz von Fremdfabrikaten anwendbar ist.

Zuverlässig entwässern Für die Dachentwässerung steht der praktische Sanierungsgully zur Verfügung. Der Gully mit Rohrlänge

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Verständliche Erklärungen auf einen Blick Auch in Sachen Auftragsumsetzung unterstützt Kingspan Light + Air Dachhandwerker mit umfassendem Service. Die Montageanleitungen und Planungshilfen statten Verarbeiter mit Tipps für die Oberlichtsanierung aus. Verständliche Anweisungen und Beschriftungen sowie anschauliche Illustrationen sorgen für einen unkomplizierten Einbau. Die Sanierungsexperten stehen Dachhandwerkern auch auf der Baustelle zur Seite und begleiten die Arbeiten von Anfang an – für ein zufriedenstellendes Endergebnis. J

Für die Dachentwässerung bietet das Sortiment von Kingspan Essmann einen praktischen Sanierungsgully.

November 2019                                                                                                                                                                  22

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315 mm respektive 600 mm besteht aus einem senkrechten Grundkörper, der mit einer beiliegenden Lippendichtung in den vorhandenen Altgully eingeschoben wird. Die Gullykörper bzw. deren Flansche sind so ausgebildet, dass Anschlussdachbahnen direkt und homogen angeschlossen werden können. Die Sanierungsgully-Scheibe kann für vorhandene Altgullys mit einem Einlaufdurchmesser von 150 bis 250 mm eingesetzt werden. Sie hat einen Einlaufdurchmesser von DN 125 und kann mit den entsprechenden Aufstockeinheiten erweitert werden. Darüber hinaus ist die Scheibe sowohl für die Sanierung mit zusätzlicher Wärmedämmung als auch für die einlagige Sanierung geeignet.

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ESSMANN Sanierungsarbeiten auf dem Flachdach sind komplexe Bauaufgaben, die ein hohes Maß an technischem und fachlichem Know-how voraussetzen. Wie aber können die Verarbeiter bei der Umsetzung des Sanierungsauftrages unterstützt werden? Mit anwendungsfreundlichen Produkten und einem versierten Partner gelingt die Sanierung beispielsweise von Oberlichtern nicht nur schnell und einfach, sondern sichert auch die Langlebigkeit des Flachdaches. Kingspan Light + Air | Essmann ist nicht nur ein Hersteller von leistungsstarken Produkten, sondern auch zuverlässiger Ansprechpartner für Verarbeiter, wenn es um die Sanierung von Oberlichtern geht.

7/02/19 16:51


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WISSENSWERTES ...

Sturmerprobte Lösungen für stürmische Zeiten BMI WOLFIN Die Zahl verheerender Stürme hat sich seit den 1970ern in Deutschland verdreifacht – so das Fazit der Versicherungsgesellschaften. Damit nimmt die Notwendigkeit zu, Dächer besser und konsequenter vor Windsog zu sichern. BMI Wolfin ist seit jeher auf Wind und Wetter spezialisiert und bietet neben geeigneten Produkten den Service der Windsogberechnung. Mit den Krafteinwirkungen der Jahrhundertstürme muss man rechnen. Doch da Kraft eine physikalische Größe ist, lässt sie sich vorausschauend berechnen. Die Windsogsicherung eines Daches wird in der DIN EN 1991 geregelt. Mit dem statischen Nachweis zur Lagesicherung nach DIN EN 19914 ermittelt BMI Wolfin objektbezogen alle benötigten Details. Die neue Broschüre »Sturmerprobte Lösungen für stürmische Zeiten« zeigt detailliert die Methoden und Lösungen zur Windsogsicherung auf. Es gibt drei Arten, die Lagesicherung eines Dachschichtenpakets gegen Windsog herzustellen: die mechanische Befestigung, die streifenweise oder vollflächige Verklebung und die Verlegung einer Auflast.

Methoden der Windsogsicherung Bei den kaltselbstklebenden Abdichtungsbahnen wie »Wolfin GWSK« und »Tectofin SK« verfügt BMI Wolfin über langjährige Erfahrung, ebenso bei Klebstoffen für jede Lage. Bei der mechanischen Befestigung werden alle Dachschichten in einem Arbeitsgang befestigt. Dies ist laut BMI Wolfin die effizienteste Methode der Lagesicherung, wenn Kunststoff-Dach- und -Dichtungsbahnen auf Leichtdachkonstruktionen aus Holz oder Stahltrapezblech zum Einsatz kommen. Jetzt bietet BMI Wolfin mit eigenen Befestigern auch bei mechanisch befestigten Dachbahnen Dachsysteme aus einer Hand. Die »BMI Drill-Tec Befestiger« gibt es für alle gängigen Unter-

Die Wolfin Bautechnik GmbH gehört seit über 55 Jahren als Systemanbieter für sichere und hochwertige Dach- und Bauwerksabdichtungen aus Kunststoff zu den europaweit führenden Herstellern in diesem Sektor und ist in Wächtersbach ansässig. Neben der bekannten und bewährten High-Tech-Bahn Wolfin bietet BMI Wolfin für die tägliche Arbeit im Abdichtungsbereich drei weitere Produktreihen zur perfekten Abdichtung: von hochpolymerem Kunststoff und Kautschuk bis hin zu vielseitigen und verarbeitungsfreundlichen FPO-Abdichtungsbahnen. Systemzubehör, Teroson Dachkleb- und Dichtstoffe sowie Werkzeug ergänzen das Sortiment. Die kompetenten Fachberater kümmern sich um individuelle Kundenwünsche und die Beratung vor Ort. Die Wolfin Bautechnik GmbH ist ein Unternehmen der BMI Group. gründe wie Holz und Stahltrapezblech, Beton und Holztragschalen ohne Dämmung.

Am Ende zählt das Ergebnis … Und das muss für Jahrzehnte halten. Am besten funktioniert das im System und mit einer verlässlichen Berechnung. BMI Wolfin bietet neben dem gesamten System von der Dampfsperre und Dämmung über Abdichtungsbahnen bis hin zur Befestigung alles aus einer Hand. Dazu den Service des objektbezogenen, statischen Einzelnachweises zur Lagesicherheit nach DIN EN 1991-4. In der Broschüre »Sturmerprobte Lösungen für stürmische Zeiten« werden alle Möglichkeiten, Produkte und Services ausführlich vorgestellt. J

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Eine Marke. Unendliche Dachlösungen. CREATON GMBH | Dillinger Straße 60 | D-86637 Wertingen | Telefon +49 8272 86-023                                                                                                                                                                  November | Telefax +49 8272 86-500 | info@creaton.de | www.creaton.de 2019


Das »TurboDach« als effiziente Lösung BMI VEDAG Ein Dachaufbau muss heute nicht nur strengsten bauaufsichtlichen Anforderungen gerecht werden. Er hat sich darüber hinaus im immer härter werdenden Wettbewerb zu bewähren. Verarbeiter, die einem massiven Konkurrenzdruck standhalten müssen, haben es immer schwerer, sichere und qualitativ hochwertige Dachsysteme einzusetzen, zumal Investoren häufig zum günstigeren Angebot tendieren. Das »TurboDach« von BMI Vedag bietet einen Ausweg. Das Konzept: keine Kompromisse bei der Qualität, dafür Senkung der Projektkosten durch kürzere Verarbeitungszeiten. Das Vedag »TurboDach« beschleunigt laut Hersteller jeden Handgriff – von der Logistik bis hin zur gesamten Verarbeitung. Im Zusammenspiel mit der guten Wirtschaftlichkeit und der langzeitbewährten Zuverlässigkeit umgehen Dachdecker ärgerliche Kostenfallen und sichern sich zusätzlich echte Wettbewerbsvorteile bei kostensensiblen Ausschreibungen, heißt es in einer Mitteilung von Vedag. Das System biete zahlreiche Vorteile: Es ist praxiserprobt, zukunftssicher und risikoarm, bietet eine Abdichtung in hoher Qualität, sorgt für verkürz-

te Baustellenzeiten, es bedarf weniger Material- und Arbeitsaufwand und es ist optisch dauerhaft attraktiv sowie frei von Blasen und Hohlräumen. Zu-

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dem bietet Vedag ein »TurboDach«-Schulungsporgramm.

Effizient bis ins Detail Was dahintersteckt, ist ein effizienter Fünf-Punkte-Plan. Folgend ein Beispiel für einen erfolgreichen TurboDach-Aufbau: • »Emaillit BV-express«: ein hochwertiger, lösungsmittelhaltiger Kaltbitumen-Voranstrich; streich-, roll- und spritzfähig • »Vedagard ES-Plus«: eine schweißbare Elastomerbitumen-Dampfsperrbahn zum Einflämmen der Dachdämmplatte, perforationsfest, dampf- und luftdicht. • Wärmedämmlösung »Vedag LambdaRoof 031 dh«: eine graue Dachdämmplatte auf Basis von expandiertem Polystyrol entsprechend DIN EN 13163 und DIN 4108-10. • Untere Lage »Vedag Turbo TU«: eine kaltselbstklebende Elastomerbitumen-Unterlagsbahn für den Einsatz auf unkaschiertem Polystyrol oder kaschiertem Polyurethan, hochreißfest, schnell und sicher zu verarbeiten. • die Oberlage »Vedag Turbo TO«: eine thermisch selbstklebende Oberlagsbahn, hochreißfest, alterungsbeständig und mit einer optisch überzeugenden Bestreuung in den Farben Dolomitgrau oder Blaugrün.

Weniger ist mehr Das »TurboDach« vereint laut Hersteller die Qualität und Langzeitsicherheit eines Hochwertsystems mit der Kosteneffizienz von PYE-Standardbahnen. In Sachen Haltbarkeit, Wärmestandfestigkeit, Alterungsbeständigkeit, DIN- und EN-Konformität, Materialeinsatz, genereller Verarbeitungsaufwand und langfristige Ergebnissicherheit stelle es eine überlegene Lösung insbesondere bei Großflächen dar. Denn mit dem schnellen System seien Dachaufbauten praktisch in der halben Zeit zu realisieren. J

WISSENSWERTES ... Mit über 170-jähriger Tradition weist die Vedag GmbH als Hersteller von Abdichtungsbahnen aus Bitumen langjährige Erfahrung auf und zählt heute zu den führenden deutschen Herstellern von Polymerbitumen- und Bitumenabdichtungsbahnen, Bautenschutzprodukten und Spezialbitumina. Persönliche Beratung, Unterstützung auf Wunsch und kundenorientierter Service von Dachexperten für Dachexperten ist das große Plus von BMI Vedag. Das Unternehmen hat seinen Standort in Bamberg. Die Vedag GmbH ist ein Unternehmen der BMI Group.


Umkehrdach ermöglicht Sportplatz auf dem Dach JACKON INSULATION Bei diesem Sportunterricht sind nicht nur Fitness und Kondition gefragt – sondern vor allem auch Schwindelfreiheit. In luftiger Höhe, nämlich ganz oben auf dem Flachdach des Gebäudes, findet am BSZ Bautzen (Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Technik) der Sportunterricht statt: Im Zuge eines Erweiterungsbaus wurde der Sportplatz kurzerhand auf das Dach des neuen dreigeschossigen Gebäudes verlegt. Zum Einsatz kamen dabei Produkte von Jackodur Insulation. Die zentrale Lage des Neubaus mitten in der Stadt Bautzen, einem hochverdichteten städtischen Areal, stellte die Bauplaner dabei von Beginn an vor eine Herausforderung. Unterrichtsräume, Fachkabinette, Labore und Werkstätten sollten unter einem Dach vereint werden. Der begrenzte Platz musste dabei möglichst effektiv genutzt werden und alles sollte sich harmonisch in das Gesamtensemble des Berufsschulzentrums einordnen. Großflächige Glaselemente und Säulen im Erdgeschoss tragen dazu bei, dem Bauwerk trotz seiner Kompaktheit die gewünschte architektonische Leichtigkeit zu verleihen. Der besondere Clou dabei: Die Dachfläche dient als großzügig angelegter Sportplatz. Flachdächer sind für eine solche Nutzung ideal, da sie große gestalterische Freiheiten bieten: Von der begrünten über die bekieste Dachausführung bis hin zur Nutzung als Parkfläche oder eben wie hier als Sportplatz, die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Langlebigkeit und sicherer Schutz der Abdichtung Die hier zum Einsatz gekommene »Jackodur«-Wärmedämmung aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS) ist druckstabil, belastbar und wurde nach dem Umkehr-

dachprinzip auf dem Flachdach verlegt. Dies bedeutet, dass die Dämmung oberhalb der Abdichtung zum Einsatz kommt. Das über der Wärmedämmung verlegte wasserableitende »Jackodur Dachvlies WA« dient als Rieselschutz. Der Vorteil dieses Aufbaus: Die Abdichtung wird laut Hersteller durch die wasserabweisende Wärmedämmung dauerhaft etwa vor mechanischen Schäden, Temperaturschwankungen sowie Versprödung durch UV-Strahlung geschützt. Beste Voraussetzungen für kommende Schülergenerationen, um Sport und Spiel in luftiger Höhe zu erleben. Das hochmoderne neue Bildungszentrum im Herzen der Stadt Bautzen mit seinen in 15 m Höhe gelegenen Laufbahnen und Ballspielplatz ist laut Jackon Insulation einmalig im Freistaat Sachsen. Kunstrasen und Quarzsand ermöglichen ein effektives Training. Die dauerhaft stabile und sichere Grundlage für all dies schafft das »Jackodur«-Umkehrdach mit seinen Wärmedämm­ eigenschaften und dem einfachen Schichtenaufbau: Rund 1 000 m2 »Jackodur KF 300 SF« in 180 mm Dicke und das »Jackodur Dachvlies WA« kamen für diesen Neubau zum Einsatz und bewähren sich in der täglichen Nutzung des Dach-Sportplatzes bei Wind und Wetter. J

DER LUXUSZUGANG ZUR DACHTERRASSE Was für den einen der Garten, ist für den anderen seine Dachterrasse – am besten mit einem direkten und komfortablen Zugang. LAMILUX hat nun einen neuen dritten Flachdach Ausstieg im Repertoire, der noch luxuriöser und platzsparender ist.

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Entwässerung genutzter Dachflächen SITA Eine Notentwässerung ist die beste Vorsorge gegen Starkregenereignisse und der Retter in der Not bei unwetterartigen Regenfällen. Sie ist seit vielen Jahren Pflicht. Aber wie sieht es auf genutzten Dachflächen aus? Wie ist sie dort zu integrieren/auszuführen, um wirksamen Schutz und Entlastung zu bringen? Sita bietet hier für unterschiedliche Bedürfnisse verschiedene Produkte an.

Unterkante und Oberkante Die Regenentwässerung inklusive der Notentwässerung ist in der DIN 1986-100 geregelt. Demnach muss »die Unterkante der Notentwässerung oberhalb der erforderlichen Druckhöhe für den gewählten Dachablauf liegen (Pkt. 14.2.6).« Aufgabe der Notentwässerung ist es, eine unzulässig hohe Überflutung eines Daches zu verhindern. Somit ist die Oberkante der Druckhöhe für die Notentwässerung die maximal mögliche Höhe der Gesamtwassersäule, die z. B. durch die Statik oder die Anschlusshöhen der Dachabdichtung vorgegeben wird.

Verrohrt oder frei speiend? Frei über die Attika oder verrohrt durch die Fassade? Das ist die Entscheidung, die es bei jeder Notentwässerung zu treffen gilt. Notablaufsysteme durch die Attika bzw. Fassade speien frei auf schadlos überflutbare Grundstücksflächen, ebenso wie verrohrte Notentwässerungen, die mit Anstauelementen und Fallleitungen arbeiten. Keinesfalls dürfen diese Rohre an die Hauptentwässerung angeschlossen werden, die im Falle eines Starkregens schnell überlastet ist. Nur so können ein unkontrollierter Rückstau und eine übermäßige stati-

Sita bietet für die unterschiedlichen Anforderungen an die Dachentwässerung verschiedene Produkte.

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Wohin mit der Notentwässerung? Das ist eine oft gestellte Frage. Und nicht immer wird sie in der Praxis richtig beantwortet. Dabei ist die richtige Positionierung und Auslegung entscheidend zur Sicherstellung der erwünschten Funktion. Ist die Anstauhöhe falsch definiert, also z. B. zu hoch angesetzt, können Notentwässerer ihre Aufgabe nicht planmäßig erledigen. Spätestens bei der Montage kommt es immer wieder zu der Frage, auf welcher Höhe die Unterkante der Notentwässerung ausgeführt werden soll? Dann ist es in der Regel jedoch zu spät, zumindest dann, wenn mit vorgefertigten Durchdringungen in der Attika gearbeitet wurde. Das richtige Maß hängt im Wesentlichen von der Art der zu entwässernden Fläche und von dem geplanten Gesamtentwässerungssystem ab. In jedem Fall müssen die zulässigen Druckhöhen bereits in der Planungsphase feststehen. Die definierten Anstauhöhen sind maßgeblich für die gesamte folgende Ausführung.

sche Belastung vermieden werden. Je nach konstruktiven Merkmalen des Daches bieten sich verschiedene bedarfs- und auflagengerechte Notablaufsysteme an, die ab einer genau definierten Anstauhöhe in Aktion treten.

Dachtypische Entwässerung Jedes Dach stellt ganz individuelle Anforderungen an die Entwässerung. Daher steht vor der Berechnung der Entwässerung die Betrachtung des Dachtyps an. Nach DIN 18531 und den Flachdachrichtlinien sind dies meistens Dächer, die nur zu Wartungszwecken begangen werden. Bei Dächern ohne Auflast handelt es sich in der Regel um nicht genutzte Dachflächen, z. B. von Industriedächern. Hier sind die Druckhöhen und die Anordnung der Notentwässerungen recht leicht zu definieren. Durch die Anstauelemente der Notentwässerung können die Höhen schnell und einfach millimetergenau angepasst werden. Bei Dächern mit Auflast ist die Anordnungen der Druckhöhen herausfordernder. Begrünte oder bekieste Dächer gehören zu dieser anspruchsvoll zu berechnenden Dachgruppe. Im schlimmsten entwässerungstechnischen Fall ist der Zwischen-

November 2019                                                                                                                                                                  26

raum der Auflast mit Wasser o. ä. gesättigt, die Hauptentwässerung ist überlastet und das Regenwasser läuft oberhalb der Auflast dem Notentwässerungssystem zu. Bei der Auslegung der Notentwässerung sollte diese Worst-Case-Situation mit einberechnet werden. Beim Umkehrdach müssen gleich drei Entwässerungsebenen betrachtet werden. Erstens die Abdichtungsebene: Das Wasser sickert hier zwischen den Wärmedämmfugen auf die Abdichtung. Zweitens die Dachvlies-/ Schutzlagenebene, die sich direkt zwischen Wärmedämmung und Auflast befindet. Und drittens die Ebene oberhalb der Auflast (Begrünung, Plattenbelag, Kies), die vor allen Dingen bei kurzfristigem Starkregen belastet wird. Die geringste Regenwassermenge wird in der ersten Entwässerungsebene registriert. Versuche haben gezeigt, dass das größte Wasservolumen bei einem Starkregen oberhalb der Auflast in der dritten Ebene transportiert wird. Dies geschieht vor allen Dingen dann, wenn die Vegetationsschicht gesättigt ist. Aus diesem Grund ist die Anordnung der Notentwässerung oberhalb der dritten Entwässerungsebene, also oberhalb der Auflast, erforderlich. Fazit: Eine sorgfältige Planung schützt. Sie schützt Menschen und Bauwerke bei Extremregen. Sie bewahrt aber auch vor Reklamationen, weil die Notentwässerung nicht hält, was Planer und Bauherr erwartet haben. Eins ist sicher: Zu jeder Dachfläche gibt es die passende Notentwässerung. Und falls die Berechnung zu kompliziert ist, hilft der Sita Berechnungsservice zur Not bei der Auslegung. J


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FIRESTONE Der Klimawandel und Erneuerbare Energien sind in aller Munde. Bei der Erzeugung von regenerativer Energie spielt die Solarenergie eine wichtige Rolle. Große Flachdächer sind als Standort für Solaranlagen gut geeignet. In der Regel sind Solaranlagen auf Flachdächern für einen Betrieb von 20 Jahren ausgelegt. Die Dachbahn sollte daher mindestens so lange funktionstüchtig sein, wie die Solaranlage zur Amortisation benötigt. Die Dachbahnen von Firestone haben laut Hersteller eine Lebenserwartung von deutlich über 20 Jahren.

Die Lebenserwartung aller Firestone Dachbahnen ist laut Hersteller deutlich höher als 20 Jahre und so sind Photovoltaik-Anlagen, die auf ihnen betrieben werden, besonders rentabel. Günstige Dachbahnen können schon vor der Amortisation der PV-Anlage Schäden aufweisen, die eine Sanierung der Dachabdichtungsebene notwendig machen. Kommt es zum Sanierungsfall, sind die Kosten der Instandsetzung meist deutlich teurer als bei einem ungenutzten Dach, da die Demontage und Re-Montage der PV-Anlage kostenintensiv ist. Muss also die defekte Dachbahn unter einer PV-Anlage saniert werden, ist der kalkulierte Ertrag einer Anlage kaum noch zu realisieren. Firestone »RubberGard EPDM«-, »RubberCover EPDM«- und »UltraPly TPO«-Dachbahnen bieten laut Hersteller eine hervorragende Witterungsbeständigkeit, erstklassige mechanische Beständigkeit, hervorragende Haltbarkeit und können extremen Temperaturschwankungen standhalten. Firestone bietet auch eine Vielzahl von Zubehörteilen, mit denen auch die komplexen Details einer Photovoltaik-Anlage sicher eingedichtet werden können. Entscheidend ist: Die Lebenserwartung aller Firestone Dachbahnen ist deutlich höher als 20 Jahre und so sind Photovoltaik-Anlagen, die auf ihnen betrieben werden, besonders rentabel, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers.

Weiterführende Info zu Photovoltaik-Systemen Die Photovoltaikanlagen, die auf Flachdächern zum Einsatz kommen, können nach der Art ihrer Befestigung in dachdurchdringende und nicht dachdurchdringende Systeme unterschieden werden. Dachdurchdringende Systeme: Bei dieser Befestigungsweise werden die Solarzel-

len auf einer Trägerkonstruktion befestigt, welche die Dachbahn und den gesamten Dachaufbau durchdringt und auf der Tragschale befestigt ist. Jede einzelne Dachdurchdringung – und davon kann es mehrere Tausend pro Dach geben – muss einzeln eingedichtet werden. Nicht durchdringende Systeme: Bei dieser Befestigungsart wird die Trägerkonstruktion auf die Abdichtungsebene gestellt. Eine Dachdurchdringung findet nicht statt. Damit die PV-Anlage sturmsicher bleibt, werden entweder Gewichte verwendet oder aerodynamisch gehaltene Systeme gewählt. Firestone bietet PIR-Dämmstoffe und hochdichte Deckplatten an, die zu den Firestone-Dachsystemen passen. Der langlebige PIR-Dämmstoff unterstützt die Nachhaltigkeit des gesamten Dachaufbaus und der Photovoltaik-Anlage. J

WISSENSWERTES ... Firestone gehört zu den Pionieren der Gummi- und Elastomertechnologie. Seit seiner Gründung durch Harvey S. Firestone im Jahr 1900 hat das Unternehmen zu jeder Zeit wegweisende Produkte entwickelt und so eine ganze Branche entscheidend geprägt. Dieses Know-how wird seit 1980 auch für die Produktion von Dachbahnen genutzt. Bis heute hat das Unternehmen nach dem Motto »Nobody Covers You Better« weltweit über 1,8 Milliarden m² der EPDM-Dachbahn »RubberGard« und »RubberCover« und der FPO-Dachbahn »UltraPly« produziert. Ergänzt wird das Bahnenprogramm durch Dampfsperre und Dämmung auf Basis von PIR, die unter dem Namen »Resista AK« vertrieben werden.

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ZINCO

Präzise Drosselung und passend für alle Gullys Das kleinere Retentions-Drossel-Set »RDS 28« eignet sich für alle Flachdachabläufe mit Anschlusskragen.

ZINCO Retentionsdächer sind laut ZinCo eine Notwendigkeit für die Stadtplanung der Zukunft. Ein Retentionsdach speichert gezielt große Mengen an Regenwasser und lässt dieses zeitverzögert in die Kanalisation abfließen. Das ist in Zeiten zunehmender Starkregenereignisse heute ein probates Mittel, um Hochwassergefahr zu reduzieren. Der ZinCo-Systemaufbau »Retentions-Gründach« mit den Retentions-Spacern »RS 60« und »RSX 65« bietet dafür die passende Technik. Oberhalb des Retentionsvolumens sind alle Gestaltungsvarianten denkbar – von Extensiv- bis Intensivbegrünungen genauso wie Geh- und Fahrbeläge, letztere insbesondere auf Tiefgaragendecken. Je nach Begrünungsvariante liegt die Wasserspeichermenge bei 80 bis 160 l/m². Selbst weit größere Mengen sind mit den Spacern anstaubar, sofern dies die Statik des Daches erlaubt. Neben den Retentions-Spacern entscheidet ein weiteres Bauteil im System über die Funktionsweise des »Retentions-Gründachs«: das Drossel-Set. Die Sets zeichnen sich durch präzise Drosselung, einfaches Handling und universelle Einsetzbarkeit unabhängig von der verwendeten Gullyvariante aus. Abhängig vom vorhandenen Ablauf – Anschlusskragen oder Schraubflansch – bietet ZinCo jetzt das passende Drossel-Set. Hat der Flachdachablauf einen Anschlusskragen, der mit der Abdichtungsebene fachgerecht verschweißt wird, dann eignet sich für diese flache Einbausituati-

on die Retentionsdrossel »RD 28« mit einem Durchmesser von 28 cm. Handelt es sich um einen Flachdachablauf mit Schraubflansch, hat dieser Flansch eine gewisse Eigenhöhe. Genau darauf passt die größere Retentionsdrossel »RD 48« mit ihren 48 cm Durchmesser.

Drosseln haben den Dreh raus Beide Drosselvarianten arbeiten nach dem gleichen Prinzip, um den vorausberechneten Volumenstrom an angestautem Regenwasser, der durch die Dachgullys in die Fallleitungen gelangen soll, zu drosseln. Dafür sorgen zwei gegeneinander verschiebbare Ringe an der Unterseite der Drossel, die sich mittels Skala genau auf den gewünschten Volumenstrom einstellen und arretieren lassen. Üblicherweise wird hier eine Einstellung vorgenommen, die laut Hersteller gewährleistet, dass das Dach nach etwa 24 Stunden wieder leer ist. Aber auch davon abweichende Einstellungen sind möglich und sogar spätere Änderungen, da sich

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die arretierten Ringe wieder lösen und neu einstellen lassen. Die Retentionsdrossel fungiert per se auch als Überlauf. Dieser wird aufgrund Gewinde gezielt auf eine bestimmte Überlaufhöhe eingestellt und gewährleistet, dass Überschusswasser in die Fallleitungen abfließt, sofern es mehr regnet, als auf dem Dach angestaut werden kann. Damit all dies auch dauerhaft einwandfrei funktioniert, liegen Gully und Retentionsdrossel geschützt unterhalb eines Kontrollschachts, dessen Feinschlitzung das Einschwemmen von Fremdstoffen verhindert. Passgenaue Kontrollschächte komplettieren also das Ganze zum Retentions-Drossel-Set »RDS 28« und »RDS 48«. In dessen Lieferumfang ist für die kleinere Baugröße der Kontrollschacht »KS 10/40« (Schacht-Außenmaße 40 x 40 cm) enthalten und für die größere Retentionsdrossel der Kontrollschacht »KS 10/57« (Schacht-Außenmaße 57 x 57 cm). Für beide Schachtvarianten sind Aufstockelemente erhältlich. J


Wirtschaftliche Verklebung auf dem Flachdach ALWITRA Hohe Reichweite, komplette Entleerung des Gebindes sowie rationelle Verarbeitung machen den »PUR S750« laut alwitra zu einem wirtschaftlichen Dachbahnenkleber für Neubau und Sanierung. Zudem ist der Dachbahnenklebstoff auf die vlieskaschierten Dach- und Dichtungsbahnen »Evalon« und »Evalastic« abgestimmt. S750« entwickelt eine spezielle Schaumstruktur. Dadurch wird eine gute Klebhaftung zur unterseitigen Vlieskaschierung erreicht. In die – je nach Windsogberechnung erforderliche und aufgetragene Anzahl an Klebstoffraupen – lassen sich die Bahnen laut Hersteller in einem Zeitfenster von ca. 10 min einrollen. Um jederzeit einen gleichbleibenden Auftrag des Klebstoffs mit der PU-Schaumpistole zu ermöglichen, gibt es zur regelmäßigen Reinigung den alwitra-Reiniger »PUR S750«. J

Mit der alwitra-Schaumpistole kann »PUR S750« relativ schnell und rückenschonend aufgetragen werden.

ALWITRA

Immer häufiger kommt es bei der Dachabdichtung von Neubauten oder bei Sanierungen zu verklebten Aufbauten. Um hier schnell, wirtschaftlich und weitgehend temperaturunabhängig zu arbeiten, bietet alwitra für seine Dachbahnen den neuen Klebstoff »PUR S750« an. In Verbindung mit der alwitra-Schaumpistole lässt sich der neue Klebstoff rationell und rückenschonend auftragen. Dabei zeigt sich der Dachbahnenklebstoff ergiebig und der Doseninhalt lässt sich vollständig nutzen, selbst bei niedrigen Temperaturen, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Der auf geeignete Untergründe, wie unkaschierte EPS-Wärmedämmplatten, oberseitig besandete oder besplittete Bitumenbahnen sowie geeignete Kunststoff- oder Elastomerdachbahnen, aufgetragene »PUR

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Hochleistungsdampfsperren und Dampfbremsen für ein gutes Raumklima ALUJET Bereits seit 1978 entwickelt und vertreibt Alujet mit seinen Fachhandelspartnern Produkte für alle Arten von Steil- und Flachdächern. Für die sensible Warmseite im Dach kam es darauf an, von Anfang an eine optimale Abstimmung zwischen Hochleistungsdampfbremsen und Dampfsperren aus dem eigenen Hause und den unterschiedlichen Dämmstoffen aller namhaften Hersteller zu finden. Das Ergebnis ist eine breite Produktpalette von Dachbahnen, Dampfbremsen und hauseigenen Klebesystemen für jede Anforderung und unterschiedlichste Budgets seitens der Bauherren – natürlich markenunabhängig kombinierbar mit jedem handelsüblichen Dämmstoff. In den letzten Jahren hat Alujet die Produktpalette an Dampfbremsbahnen und Dampfsperrbahnen stetig erweitert. Die dadurch entstandene Sortimentstiefe ermöglicht Lösungen für nahezu alle Steil- und Flachdächer. Die »PE-Dampfsperre 200 mµ« als klassische, einlagige Dampfbremse, die dampfdichte »Optima BLU« oder die hochfunktionale »Climajet SD VARIO«, eine Dampfbremse mit einem feuchtevariablen Sd-Wert. Alujet hat somit für jeden Dachaufbau und jedes Anforderungsprofil die richtige Bahn.

Für Flach- und auch Steildach Grundsätzlich lassen sich Alujet Dampfbremsen aus Polyethylen im Steil- und Flachdach einsetzen. Die »Topjet« und die »Topjet FD« als moderne, 3-lagige Verbund-Bahnen mit einer hohen Reißfestigkeit erfüllen laut Hersteller alle Anforderungen im Steil- und Flachdach. Selbstverständlich umfasst das Produktportfolio an PE-Dampfsperren auch einlagige PE-Standardbahnen von 200 bis 400 mµ. Im Bereich des Flachdachs sind zusätzlich oft besondere

Eigenschaften gefordert. Hier spielen nicht selten Anforderungen wie Dampfdichtheit oder Brandlastreduzierung eine wichtige Rolle. Speziell für diese Anwendung bietet die Alujet ihre Aluminiumverbundbahnen an. Breiten von 1,50 m machen die »Optima BLU« sowie die »Optima FD« zu geeigneten Dampfsperren für das Trapezblech. Das Sortiment wird abgerundet durch die vollflächig selbstklebende »Optima SK«, die ihre Stärken besonders bei der Verlegung auf mineralischen Untergründen demonstriert.

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November 2019                                                                                                                                                                  30

Nahezu alle Neubauten und Objekte zur Sanierung werden heute mit modernen Dampfbremsen ausgeführt. Besonders bei Renovierungen wird eine Aufdachdämmung oft als problemlose und effiziente Ausführung präferiert. Hier ist der Verarbeiter mit der »Climajet SD2« oder der »Climajet SD100« von Alujet auf der sicheren Seite. Die luftdichte und atmungsaktive »Climajet SD2« ermöglicht hier als Multifunktionsprodukt einen Einsatz von innen, von außen für die Sanierung sowie als Dampfbremse unter Aufdachdämmung, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Als Premiumprodukt mit variablem SD-Wert von 0,25 m bis 25 m steht die Dampfbremse »Climajet SD VARIO« zur Verfügung. Diese Bahn sorgt für eine äußerst schnelle Rücktrocknung, ein Maximum an Klimakomfort im Innenraum und steht für hohen Schutz der Konstruktion. Durch den hohen feuchtevariablen Sd-Wert (bis zu 25 m) gelangt in den Wintermonaten laut Hersteller

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ALUJ

Das Ziel bei der neuesten Alujet-Weiterentwicklung, der »Climajet SD VARIO« bestand darin, die Stabilität der Bahn durch ein zusätzlich eingearbeitetes, hochstabiles Gewebe nochmals zu steigern. weniger Wasserdampf in die Dachkonstruktion. Dies erhöhe die Sicherheit vor Kondensation und Schimmelbildung in der Konstruktion. Maßgeblich wird in den Sommermonaten die in der Konstruktion enthaltene Feuchtigkeit durch den niedrigen feuchtevariablen SdWert (bis zu 0,25 m) im Zuge der Rücktrocknung in die Rauminnenseite wieder abgebaut.

Abgestimmte Systemkomponenten Jedes Produkt ist immer nur so gut wie jede einzelne Systemkomponente, die für einen fachgerechten Einbau notwendig ist. Ein sehr wichtiger und oft entscheidender Faktor für eine gute, effiziente Verarbeitung und eine dauerhafte Funktion ist, speziell auch bei der Verlegung von Dampfbremsen und Dampfsperren, das richtige Klebesystem. Mit der gleichen Motivation wie bei der Entwicklung der Dachbahnen- und Folien hat Alujet ein Sortiment von Klebebändern, Dicht- und Klebemassen entwickelt, die nicht nur mit den hauseigenen Dampfbremsen und Dampfsperren funktionieren, sondern universell mit allen handelsüblichen Dampfbremsen einsetzbar sind. So erhält der Kunde mit dem » Difutape«, »Allfixx« und »Sprühfixx« für nahezu jedes Steildach ein hochentwickeltes Premiumklebeprodukt. Selbstverständlich funktionieren die Alujet-Klebesysteme markenunabhängig und können für alle Unterspannund Unterdeckbahnen auf dem deutschen Markt eingesetzt werden. J


Wärmebrücken effizient eliminieren EVONIK Die Dämmung eines Hauses, zumal im Rahmen einer energetischen Ertüchtigung, hat ihre Tücken. Insbesondere im Detail wie z. B. an Übergängen von Dach und Wänden, Fensterlaibungen oder Dachgauben ergeben sich häufig Stellen, an denen der Platz äußerst knapp ist. Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Dämmung über die gesamte Außenhaut des Hauses möglichst gleich wirksam eingestellt ist, um die berühmten Wärmebrücken zu vermeiden. Eine Lösung hierfür ist der Hochleistungsdämmstoff »Calostat« von Evonik. Seit ein paar Jahren gibt es eine neue Art Dämmstoffe auf dem Markt, die verspricht schlank und sicher besagte Wärmebrücken zu vermeiden: mineralische Hochleistungsdämmstoffe wie z.B. »Calostat«. Dieser Dämmstoff kombiniert laut Hersteller herausragende Dämmleistung mit Nichtbrennbarkeit und ist darüber hinaus recycelbar und absolut ungiftig, sodass er auch als Innendämmung eingesetzt werden kann. In mehreren Ein- und Mehrfamilienhäusern konnte »Calostat« seine Funktion als Problemlöser in der Dämmung bereits beweisen. Sei es hinter dem Regenfallrohr eines repräsentativen Stadthauses in Wiesbaden, wo der Platz für die Dämmung zu knapp bemessen war. Oder ein Zweifamilienhaus in Oberwil (Schweiz), bei dem der Eigentümer sich wünschte, dass vom Balkon noch etwas übrig bleiben solle nach der Dämmung. Bei einer Doppelhaushälfte in Augsburg wählte der Energieberater »Calostat« für die Dämmung der Gauben, um das äußere Erscheinungsbild des Siedlerhauses nicht zu gefährden und zugleich dem ökologischen Anspruch des Eigentümers gerecht zu werden. Auch auf Flachdächern und als Zwischensparrendämmung in Steildächern kam der Hochleistungsdämmstoff bereits zum Einsatz.

Projekt überzeugt bereits jetzt Im mittelfränkischen Herzogenaurach wurde das Produkt beim Bau von vier modernen Reihenhäusern eingesetzt. Dort steckt das Material in über 2 000 Steinen, vor allem in den Vormauersteinen der Fassade, aber auch in Bauelementen wie Deckenradund U-Steine. Im Rahmen eines Projekts mit dem Energiecampus Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg werden die Gebäude kontinuierlich mit 250 Sensoren überwacht. Die finale Auswertung steht noch aus, aber das Team um Professor Wolfgang Krcmar ist sich bereits jetzt sicher, dass die Wärmebrücken effizient eliminiert wurden, heißt es in einer Mitteilung von Evonik. Die Ziegel, die mit »Calostat« gefüllt wurden, dämmten über ein Drittel besser als mit Perlite gefüllte Ziegel. J

»Calostat Sandwich F« als schlanke Zwischensparrendämmung.

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»Calostat« optimiert die Dämmung im Vormauerstein.

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SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG

Als Klimamembran wählten die Dachprofis die feuchteadaptive »Vario XtraSafe«.

Im Winter fit für den Sommer gemacht SAINT-GOBAIN ISOVER Hohe Energiekosten und ein sowohl im Winter als auch im Sommer wenig behagliches Raumklima sind nur zwei negative Begleiterscheinungen eines nicht zeitgemäß gedämmten Steildaches. Diese Erfahrung machte – mit zunehmender Dringlichkeit – auch eine Hauseigentümerin in Hannover. Gemeinsam mit einem erfahrenen Architekten und den Dachprofis der Laue Bedachungen GmbH aus Burgwedel wurde ein Modernisierungskonzept erarbeitet, mit dem die ausgebauten Wohnräume unter dem Dach deutlich an Komfort und Aufenthaltsqualität gewinnen sollten. Zum Einsatz kamen dabei Produkte von Saint-Gobain Isover. Errichtet wurde das Einfamilienhaus im Jahr 1973. Das Haus verfügt über ein circa 158 m2 großes Steildach mit Nord-Süd-Ausrichtung sowie zwei kleinere Flachdächer über einer zugehörigen Einliegerwohnung und der angeschlossenen Garage. »Vor einigen Jahren haben wir die Flachdächer saniert, konnten uns aber leider nicht parallel um das Schrägdach kümmern«, erklärt der Architekt und Bausachverständige Dipl.-Ing. (FH) Andreas-Michael Martin. »Im Winter konnte man gegen die Kälte noch anheizen, auch wenn das unter energetischen Gesichtspunkten natürlich alles andere als zufriedenstellend ist. Aber mit zunehmendem Alter musste die Eigentümerin und Bauherrin feststellen, dass der Aufenthalt in den Wohn- und Schlafräumen unter dem Dach vor allem im Sommer unerträglich wurde. Deshalb wollten wir vor allem den sommerlichen Wärmeschutz des Daches verbessern.«

Alte Zwischensparrendämmung entfernt Am Beginn der Arbeiten stand die Demontage des alten Dachaufbaus: Zunächst wurde die alte Dacheindeckung aus Faserzementplatten rückgebaut und fachgerecht entsorgt. Anschließend wurden die vollflächige Rauspundschalung sowie die

vorhandene 100 mm dicke, alukaschierte Luftdichtheits- und Feuchteschutzsystem Zur Sicherstellung der Luftdichtheit wählGlaswolle-Dämmung entfernt. »Die neue Dämmung besteht komplett aus nicht ten die Dachprofis die feuchteadaptive brennbarer und hoch wärmedämmender »Isover Vario® XtraSafe«. Sie gewährleistet durch ihre hohe sd-Wertspreizung Mineralwolle. Besonderes Augenmerk haben wir von 0,3 bis 25 m auch bei starken Tempeauf die Verlegung und die Anschlüsse raturschwankungen gute Leistungen und der Dampfbremse geeine exakte Umschaltung legt. Das ist ja gerade zwischen dampfbremsen»Gerade bei Winterbaustellen zahlen bei Winterbaustellen aufder und diffusionsoffener sich Systeme aus, die speziell für grund schlechter VerarbeiFunktion, heißt es in eidiesen Einsatz entwickelt und deren tungseigenschaften viener Mitteilung des HerstelKomponenten optimal aufeinander ler Klebe- und Dichtmittel lers. Die Hochleistungsfoabgestimmt wurden«, so Architekt lie wurde in Schlaufen über bei kalten Temperaturen Andreas-Michael Martin. immer ein heikles Thedie Sparren und die Nagelma«, berichtet Johannes schutzplatten geführt und Laue, Geschäftsführer der Laue Bedachunmittels Sanierungsleisten an die Sparrengen GmbH. flanken angearbeitet. Untereinander wurAuf die bestehende innenseitige Gipsden die Folienbahnen mit dem zum System kartonschalung und deren Unterkonstruktigehörenden »Vario® XtraTape« verklebt. on verlegte ein Team aus fünf Mitarbeitern Der luftdichte Anschluss der Klimamembran erfolgte mit der frostbeständigen Klezunächst die Nagelschutzplatte »Integra be-Dichtmasse »Vario® DoubleFit«, die UMP 032« von Isover in einer Stärke von aus zwei spezialisierten, eigenständigen 40 mm. »Diese Platte dient vor allem als Schutz der nachfolgenden Klimamembran. Dichtstoffen besteht. So lassen sich mit So wird vermieden, dass die Dampfbremdieser 2-in-1-Lösung unterschiedlichste se aus Versehen durch Nagelspitzen oder Untergründe und Folien sicher miteinander verkleben. »Gerade bei WinterbaustelSplitter perforiert wird, wenn irgendwann len zahlen sich Systeme aus, die speziell die Innenschalung ausgetauscht werden für diesen Einsatz entwickelt und deren sollte«, erklärt Laue.

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Komponenten optimal aufeinander abgestimmt wurden. Die Haftung des hochelastischen Dichtstoffes an den Betonbauteilen war auch im kalten Januar zu jeder Zeit sichergestellt«, erklärt Architekt Andreas-Michael Martin.

Dämmung für zeitgemäßen Wärmeschutz Auf die Klimamembran verlegte das Dachdeckerteam anschließend eine 160 mm starke Zwischensparren-Dämmung aus »Ultimate Klemmfilz-035« und eine 120 mm starke Lage der Aufsparren-Dämmung »Ultimate Integra AP SupraPlus-032«. Beide Dämmsysteme basieren auf der Hochleistungs-Mineralwolle »Ultimate« von Isover, die nicht nur über eine hohe Wärmedämmwirkung verfügt, sondern laut Hersteller auch die entscheidenden Vorteile von Stein- und Glaswolle in sich vereint. Leicht und flexibel wie Glaswolle sowie mit den überzeugenden Brandschutzeigenschaften von Steinwolle (Schmelzpunkt ≥ 1 000 °C) ausgestattet, wird sowohl die Verarbeitung vereinfacht als auch ein hohes Maß an Sicherheit in die Konstruktion eingebracht. Vor allem im Zuge der Verarbeitung erlebte Dachdeckermeister Johannes Laue weitere Vorteile der Aufsparren-Dämmung »Ultimate Integra AP SupraPlus-032«: »Die Dämmplatten sind werkseitig mit einer

hochwertigen Unterdeckbahn sowie rundum laufenden Klebebänder versehen. Dämmung, Verlegung der Unterdeckbahn und deren regensichere Verklebung können so in einem Arbeitsgang erfolgen. Die Platten werden einfach stumpf gestoßen, die Überlappungen der aufkaschierten Unterdeckbahn angehoben und das Abdeckband der Klebestreifen gelöst.«

Fassadendämmung bei der Dachplanung berücksichtigt Fixiert wurde die Aufsparren-Dämmung mit einer Konterlattung (40 x 60 mm) und den zum Dämmsystem gehörenden »Integra AB twin-UD« Spezialbefestigern. Um die Unterdeckbahn vor Durchdringungen durch die Schrauben zu schützen, wurde zuvor das schlagregensichere Nageldichtband »Vario AntiSpike« auf die Aufsparren-Dämmung geklebt. Bei der nachfolgenden Dacheindeckung mit verblechten An- und Abschlüssen hat Architekt Andreas-Michael Martin besonderen Wert auf das farbliche Zusammenspiel und die ursprüngliche Gestaltung des Hauses gelegt. So erfolgte die moderne Dacheindeckung in Anlehnung an die ehemalige Faserzementeindeckung mit Glattziegeln im Farbton Edelschiefer. Parallel wurden darüber hinaus die Dachflächenfenster ausgetauscht und durch moderne Dreifach-Ver-

Bereit.

Fixiert wurde die Aufsparrendämmung mit einer Konterlattung (40 x 60 mm) und dem zum Dämmsystem gehörenden »Integra AB twin-UD Spezialbefestiger«. glasungen ersetzt. »Die Dachsanierung war der erste wichtige Schritt in der grundlegenden Modernisierung des gesamten Gebäudes«, erklärt Martin. »Als Nächstes steht die Dämmung der Fassade an, was wir in der Planung des Dachaufbaus unter anderem bereits mit einem doppelten Traufblech und einem vorstehenden Blech am Ortgang berücksichtigt haben. J

Für passgenaues und schnelles Dämmen. Die Akku-Dämmstoffsäge ISC 240: Mit nur 2,3 kg Gewicht und einer Schnitttiefe von bis zu 350 mm ist sie die Lösung für müheloses Zuschneiden von Dämmstoffen. Mehr unter www.festool.de/bereit

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Arbeitsplatz Dach, für alle sicher!

Pfostenstellung

67,5°

Pfostenstellung

90°

Schnelle Montage und hohe Abhebewiderstände FRIEDRICH OSSENBERG-SCHULE Die neue Generation der Seitenfalzklammer »456«, jetzt »456-2«, von FOS (Friedrich Ossenberg-Schule) gibt es nun auch magaziniert. Zudem profitieren Verarbeiter damit von einer vereinfachten Handhabung sowie kürzeren Montagezeiten. Um den Verarbeitern die Handhabung mit der Klammer zu vereinfachen, bietet FOS die »456-2« jetzt magaziniert auf Kunststoffstreifen an. Jeder Streifen hält 25 Klammern und ist für den mobilen Gürtelhalter »FOS ClipHOLSTER« geeignet. Die Magazinierung auf dem Streifen ermöglicht eine zügige Entnahme der Klammern aus der Schachtel und verringert die Verletzungsgefahr.

Reduzierte Montagezeiten

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Schnelle Montage Keine Dachdurchdrinung Dachbegrünungsaufbau als Auflast Dekra-zertifiziert www.zinco.de/fallnet-asg

Im Magazinstreifen im Gürtelhalter kann die Seitenfalzklammer für eine schnellere Montage sorgen.

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FRIEDRICH OSSENBERG SCHULE

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Auf dem Dach beschleunigt die Verwendung des Magazinhalters die Montage erheblich, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Da er am Gürtel getragen wird, befindet sich die Klammer bereits in Griffnähe. Der Verarbeiter hat die Hände frei und kann somit schneller eindecken. Bei Praxistests wurden laut Hersteller bis zu 25 Prozent Zeitersparnis ermittelt. Die »456-2« wird von hinten auf die Latte gezogen. Eine spezielle Verkrallung an der Dachlatte bietet sicheren Halt. Das Auge der Klammer wird in den äußeren Seitenfalz der oben liegenden Dachpfan-

ne gehängt. Im Vierziegeleck hält die Klammer drei Pfannen. Die optimierte Form verhindert, dass sich die Klammer unter Belastung längt.

Leichter Austausch von einzelnen Pfannen Einzelne Dachziegel und -steine, die mit der »456-2« gesichert worden sind, können schnell und einfach ausgetauscht werden, wenn sie durch Wetter oder Alter Schaden genommen haben. Die Seitenfalzklammer ist in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Dachpfannen lieferbar. Mit dem »FOS ClipCHECK« auf www.fos.de ist die passende Variante unter Angabe des Einsatzbereiches, der Montageart, der Dachpfanne und der Lattung schnell zu ermitteln. Die »456-2« ersetzt zum gleichen Preis die 456 bei allen Varianten und wird in den Ausführungen Edelstahl und ­ZIAL angeboten. J


Neue Einbauleichtigkeit und mehr Service ROTO Die »neue Leistungsklasse« bringt »neue Einbauleichtigkeit«: Roto verbessert sein Hitzeschutz-Sortiment. Der Außenrollladen und die Außenmarkise der Serie »Designo Solar Funk« wurden verbessert. Zudem bietet der Dachfenster-Hersteller jetzt auch einen sogenannten Chatbot, einen digitalen Beratungsservice zum Thema Sonnenschutz.

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»Neue Leistungsklasse« durch »neue Einbauleichtigkeit«: So beschreibt Roto den Hauptvorteil der weiterentwickelten Außenrollläden und Außenmarkisen der Serie »Designo Solar Funk«.

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In der Praxis bedeutet »neue Leistungsklasse« auch, bewährte Produkte noch besser zu machen. Im konkreten Fall gilt das für den Außenrollladen und die Außenmarkise der Serie »Designo Solar Funk«. Den Dachprofis bringt das eine »neue Einbauleichtigkeit« und weitere überzeugende Verkaufsargumente, heißt es seitens Roto Frank Dachsystem-Technologie zur Einführung des optimierten Ausstattungs-Duos. Außerdem gehe der Dachfenster-Hersteller beim Beratungsservice neue Wege. Das digitale Resultat: ein sogenannter Chatbot zum Thema »Sonnenschutz«. Bohren war gestern – so lautet das Motto der aktuellen Rollladen- und Markisen-Varianten. Stattdessen genüge für ihre Montage einfaches Stecken und Schrauben. Sie erfolge ebenso bequem von innen wie der werkzeuglose Akkueinbau. Das Handwerk profitiere daher von einem ökonomischen und schnellen Arbeitsablauf. Ferner verfügen die neuen Versionen über ein leistungsstärkeres Solarmodul, meldet Roto. Es sorge an sonnenar-

men Tagen für mehr Energiereserven als bisher. Die problemlose Nachrüstbarkeit ohne Elektroverkabelung zeichne den »Designo Solar Funk«-Relaunch ebenso aus wie effizienter Hitzeschutz und angenehme Raumtemperaturen bei geschlossenen Rollläden und Markisen.

Online-Tool unterstützt Profi-Kunden Die Sonnenschutz-Kompetenz erstrecke sich aber nicht nur auf das Sortiment. Ziel der »neuen Leistungsklasse« sei es auch, dem Trend zu digitaler Kommunikation Rechnung zu tragen. Das unterstreiche jetzt die Einrichtung eines speziellen Chatbots. Dieses textbasierte Dialogsystem biete einen rund um die Uhr nutzbaren, kostenfreien Beratungsservice und empfehle ganz nach Wunsch des Kunden die richtige Produktlösung. Damit unterstütze das neue Online-Tool Handwerk und Handel bei der individuellen, professionellen und zugleich zeitsparenden Information der Bauherren. J

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Revolution unter den Dämmstoffsägen

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Über einen Absaugadapter lässt sich ein Absaugmobil an die Akku-Dämmstoffsäge anschließen – für ein sauberes und gesundes Arbeiten.

FESTOOL Schnelle, saubere und mobile Schnitte im Handumdrehen verspricht Festool mit seiner AkkuDämmstoffsäge »ISC 240« beim Zuschnitt von Dämmstoffen. Mit der 18 Volt-Säge lassen sich sowohl flexible Dämmstoffe wie Mineral- und Naturfasermaterial als auch Polyurethan-, Polystyrol- und feste Mineralfaserplatten schnell, genau und mobil zuschneiden. Die ergonomische Bauform und das geringe Gewicht der Säge sorgen laut Festool für hohen Arbeitskomfort. Die Kombination aus speziell entwickelten Schneidgarnituren, durchzugsstarkem EC-TEC Motor und leistungsfähigen Akkupacks ermögliche Tempo und Ausdauer gleichermaßen. Auf dem Markt gibt es steigende Dämmstoffstärken und eine Vielzahl von Dämmstoffen: von Glas- und Steinwolle über weiche Holzfaser-Dämmstoffe, Hanf bis hin zu Polyurethan- (PUR/PIR) und Polystyrolplatten (EPS/XPS). »Wir haben mit unserer Akku-Dämmstoffsäge ein komplett neues System für die Dämmstoffbearbeitung geschaffen, das es so in dieser Form bisher noch nicht gab«, erklärt Boris S ­ eyfried, Produktmanager der Säge. Glas- und Steinwolle wurde bisher meist mit einem klassischen Dämmstoffmesser bearbeitet. Mit zunehmender Materialdicke stößt man dabei allerdings in der Handhabung und bei der Schnittleistung an seine Grenzen. Festool hat mit seiner Akku-Dämmstoffsäge »ISC 240« einen nach eigenen Angaben einzigartigen Allrounder entwickelt: mit Akkubetrieb für einen mobilen Dämmstoff-

zuschnitt auf der Baustelle und mit voller Bewegungsfreiheit ohne Kabel. Egal ob auf dem Dach, Gerüst oder am Boden: mit wenig Gewicht, gummierten Griffbereichen und in perfekt ausbalancierten Bauform. »Mit unserer Säge lassen sich jetzt auch schwer schneidbare, flexible Naturfaser-Dämmstoffe wie Holzweichfaser oder Hanf-Dämmstoffe effizient und sauber bearbeiten. Dadurch wird die Bearbeitung der natürlichen Dämmstoffe schneller – was sie für das Handwerk und für den Kunden wiederum interessanter macht.«

Vielseitiger Einsatzbereich Die Akku-Dämmstoffsäge »ISC 240« eignet sich zur Dämmung von Außen- und Innenwänden in Holzrahmen- bzw. Holzständerbauweise, Zwischen- und Untersparrendämmung am Dach mit Mineralwolle und Naturfaserdämmstoffen, Dämmung der obersten Geschossdecken (Dachböden),

Unterschiedliche Dämmstoffe mobil auf dem Dach zuschneiden – das geht jetzt schnell und sauber mit der neuen Akku-Dämmstoffsäge »ISC 240« von Festool.

November 2019                                                                                                                                                                  36

Flachdachdämmung mit PUR und Steinwolle, Aufsparrendämmung mit PUR und Fassadendämmung mit Stein- und Glaswolle. Die Vielseitigkeit der Dämmstoffsäge überzeugt: Aufgrund ihrer Wellenschliff-Schneidgarnitur ist sie geeignet für flexible Dämmstoffe wie Mineralwolle und Naturfasern. Polyurethan- und Polystyrol-Dämmstoffplatten und druckfeste Mineralwolle schneidet die Akku-Dämmstoffsäge mit der geschränkten Schneidgarnitur und dem Adapter-Tisch. Beide Schneidgarnituren gibt es in zwei Längen: mit 240 und 350 mm Schnitttiefe. Durch die spezielle Wellenschliff-Klingengeometrie erfolgt der Dämmstoffzuschnitt bei geringer Staubentwicklung. »Über einen Absaugadapter lässt sich ein Absaugmobil anschließen – für ein sauberes und gesundes Arbeiten. Dies ist insbesondere bei der geschränkten Schneidgarnitur mit Verzahnung sehr vorteilhaft, da hier viele Späne entstehen. Mit dem Schnellwechselsystem kann der Handwerker die Schneidgarnitur schnell und bequem für die unterschiedlichen Materialien und Materialstärken wechseln«, erklärt Seyfried. Zudem lässt sich die Säge mit nur wenigen Handgriffen aufgrund Führungsschiene und Winkelanschlag zu einem halbstationären Arbeitsplatz umwandeln, mit dem sich präzise Wiederholschnitte schnurgerade und winkelgerecht durchführen lassen. Außerdem machen Bauart und eine spezielle Gummierung die neue Säge robust für den harten Einsatz auf der Baustelle. J


Wohngesunde Baustoffe für den Dachausbau BAYWA Ob bei Neubau oder Altbaumodernisierung – vieles spricht für eine Dachdämmung: Ein gedämmtes Dach spart Heizenergie, verbessert das Raumklima und ist die Grundvoraussetzung für einen Dachgeschossausbau. Um Dachdämmung für ihre Kunden einfach zu gestalten, hat BayWa Baustoffe ein Komplettpaket mit Produkten für den Dachausbau geschnürt. Es ist in zwei Varianten erhältlich und umfasst vom Klemmfilz über Dichtkleber, Latten, Gipsplatte und Spachtelmasse alle Materialien, die es für einen fachgerechten Dachausbau braucht. Bei der Produktauswahl wurde Wert auf hochwertige und schadstoffarme Baustoffe gelegt, um trotz Abdichtung eine gesunde Raumluft zu erreichen. Emissionsarme Produkte regulieren Raumklima Gebäude werden heute immer dichter gebaut, denn Luftdichtheit ist eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Energieeffizienz. Gleichzeitig hemmt eine luftdichte Bauweise den natürlichen Luftaustausch. Dadurch steigt das Risiko für eine höhere Schadstoffkonzentration in Innenräumen, die Auslöser für gesundheitliche Beschwerden sein kann. Die Verwendung emissionsarmer Materialien trägt dazu bei, Gefahrstoffe in der Luft zu reduzieren, das Raumklima zu regulieren und vor schädlichen Einflüssen zu schützen, heißt es in einer Mitteilung der BayWa. Das Dachausbaupaket der BayWa biete hier eine sichere Lösung. Es enthalte ausschließlich nachweislich emissionsarme Materialien, die zu einer guten und gesunden Raumluft beitragen. Die geprüfte Qualität werde durch das BayWa BauGesund-Siegel nachgewiesen. J

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Wer sein Dach dämmt, leistet auch einen Beitrag für den Klimaschutz, denn damit verbessert sich die Energie- und CO2-Bilanz eines Gebäudes. Von den unmittelbar spürbaren Vorteilen wie Schutz vor Aufheizung im Sommer und Auskühlung im Winter ganz zu schweigen. Das Dachausbaupaket von BayWa Baustoffe erleichtert den Kunden die richtige Kombination der Bauprodukte für diesen Anwendungsbereich. Die zwei angebotenen Varianten beim Dachausbaupaket bringen zusätzliche Flexibilität: Das »Light«-Paket umfasst Klemmfilz, eine Dampfbremsfolie mit einem Sd-Wert > 100 m, Klebeband und Dichtkleber. Im »Premium«-Paket sind zusätzlich Latten in sägerauer und getrockneter Ausführung, Gipskartonplatten, Schnellbauschrauben sowie faserarmierte Fugenspachtelmasse enthalten. Der Klemmfilz der Wärmeleitgruppe 035 ist je nach Anforderung in unterschiedlichen Dicken von 120 bis zu 240 mm erhältlich.

Dämmung neu denken Gut, wenn man alles rein bedacht hat. Im Entwurf, in der Planung, im Bau, in der Dämmung. Wir liefern PU-Komplettlösungen dafür. Innovativ, effizient und ökologisch überzeugend. Für alle Wetter, fürs ganze Leben. Für Sie. www.puren.com

Eine Dachdämmung spart Heizenergie, verbessert das Raumklima und ist Voraussetzung für die Schaffung von zusätzlicher Wohnfläche beim Dachgeschossausbau. Um Innenraumemissionen zu reduzieren, ist die Auswahl und Kombination der Baumaterialien von Bedeutung.

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Think pure.


Fassade | Systeme & Produkte

Modernes Zusammenspiel: Der Holzbau auf Betonsockel mit seiner Schieferfassade ist ein Blickfang.

Eine Schieferfassade für das Holzhaus RATHSCHECK In Grabs in der Schweiz entstand ein Holzhaus, das man auf den ersten Blick als solches nicht erkennt, denn zunächst fällt nur die Schieferfassade ins Auge. Der Holzbauer Hanspeter Gantenbein liefert mit diesem Objekt ein gutes Beispiel für die Verbindung von traditionellem Schiefer und moderner Architektur. nen Betrieb vorgefertigten Holzelemente mit Tragkonstruktionen aus Holzständern sind beidseitig mit Schichtholzplatten beplankt. Die Wanddicke der mit Zellulose verfüllten Elemente beträgt 200 mm. Außen wurden zusätzlich 80 mm Holzweichfaserplatten verbaut (U = 0,17 W/(m²·K)). Je nach Konstruktion und Bedarf mussten anschließend für die Beschieferung noch nagelbare Oberflächen geschaffen werden. Dazu dienten unter anderem eine Rohschalung mit Nut + Feder, 27 mm dick.

RATHSCHECK SCHIEFER

Wegen der Hanglage musste das Grundstück mit Stahlankern und Spritzbeton gesichert werden. Aus Beton wurde das Kellergeschoss errichtet. Es ist mit einer 14 cm dicken Perimeterdämmung zum Berg und einem WDVS zum Tal hin gedämmt. Hier befindet sich auch der Eingangs- und Garagenbereich. Die zwei Geschosse darüber stehen rundum frei und wurden als reiner Holzelementbau auf Betonplatte errichtet. Für den Bau der zwei Geschosse benötigten die Holzbauer 30 m³ Holz. Die im eige-

Die Schieferfassade als dynamische Deckung gibt dem Holzhaus einen neuen Charakter.

November 2019                                                                                                                                                                  38

Schiefer auf Holz Wenn drei miteinander harmonierende Gebindehöhen verwendet werden, kommt die dynamische Deckung gut zur Geltung. Der Bauherr entschied sich für 7,5 cm, 12 cm und 15 cm. Alle Schiefer sind geschraubt. Es kamen 12 000 spezielle Edelstahlschrauben zum Einsatz. Geschraubt wurden sie mit dem Schiefer-Befestigungssystem »DrillSklent« von Rathscheck, das auf einen Akkubohrschrauber montiert ist.

Dynamisch modern Die dynamische Deckung ist eine relativ einfach zu erlernende Deckart, die speziell für die moderne Architektur entwickelte wurde. Die Steine werden mit einfacher Höhenüberdeckung von mindestens 40 mm auf Stoß gedeckt. Die Stoßfugen sind mit 100 mm breiten Metallstreifen hinterlegt. Um das typisch »dynamische« Deckbild zu erhalten, sind die Steinbreiten stark zu variieren, sodass sich ein unregelmäßiges Fugenbild ergibt. Die Stoßfugen sind mindestens 50 mm zu versetzen. Die Befestigung der Ortsteine erfolgt generell mit mindestens vier Schiefernägeln oder -stiften bzw. Schieferschrauben. Die Breite der Ortsteine muss mindestens 125 mm betragen. J


Glasfassade mit königlichem Charme

Auf dem Eckgrundstück stand seit den 1960er-Jahren ein niedriges, zweckmäßiges Versicherungsgebäude in Pavillon-Bauweise in direkter Nachbarschaft zu einem denkmalgeschützten Gründerzeit-Altbau. Als der Pavillon abgerissen wurde, entwarfen die Bonner Architekten Pascal Schroeder und Stefan Schevardo ein modernes Gebäude mit sieben Wohnungen und einer Gewerbefläche, das mit dem Altbau verbunden wurde. Das Highlight ist die verglaste Fassade des Neubaus: Sie bewahrt die dahinterliegenden Loggien nicht nur vor Verkehrslärm, sondern zeigt ein transparentes Bild der Königin Luise von Preußen (1776 - 1810). Die Ehefrau von König Friedrich Wilhelm III. war Mutter von zehn Kindern – darunter der erste deutsche Kaiser Wilhelm. Die Königin engagierte sich gegen die Besetzung Preußens durch Napoleon und wurde nach ihrem frühen Tod als »preußische Madonna« verehrt. Dass die Bonner Luisenstraße nach ihr benannt wurde, war die Richtschnur bei der Fassadengestaltung, die mit Produkten von Glass­ line ausgeführt wurde. Für die Balkone kamen 33 laufende Meter der Glasgeländer von Glassline zum Einsatz. Die elegante und kreative Brüstungs-

GLASSLINE

GLASSLINE Historische Atmosphäre ist auf dem Eckgrundstück an der Reuterstraße 22 in Bonn schon durch seine Lage spürbar. Hier steigt die Luisenstraße in Richtung Venusberg entlang der Reutersiedlung an. Königin Luise, nach der die Straße benannt wurde, hat jetzt ein besonderes Denkmal erhalten. Beim Neubau auf besagtem Grundstück kamen bei der Fassadengestaltung Glaselemente von Glassline zum Einsatz, auf denen nun das Abbild der Königin zu sehen ist.

Die moderne Glasfassade bewahrt die dahinterliegenden Loggien nicht nur vor Verkehrslärm, sondern zeigt ein transparentes Bild der Königin Luise von Preußen. lösung verleiht jeder Situation ihr spezielles Design. Wahlweise in Aluminium oder Stahl erhältlich, versprechen die Glasgeländer eine lange Lebensdauer. Um die 32 Punkthalter »PH 791« sicher und ästhetisch am Beton zu befestigen, wurden Kantspider verwendet, die mit einer glasperlgestrahlten Oberfläche ausgestattet sind. Heike Kleba, Verkaufsleiterin Deutschland West bei Glassline: »Unsere Punkthalter zeichnen sich durch ein Allgemeines bauauf-

sichtliches Prüfzeugnis (AbP) und geprüfte Typenstatik aus und damit sind sie für den Bauherren eine sichere Bank.« Acht Verbundsicherheitsglasscheiben mit Heat-Soak-Test nach DIN 18516-4 bilden die gläserne Haut, die mittels einer Kunststofffolie mit dem Fotodruck-Motiv versehen wurde. »Auf diese Weise«, resümiert Kleba, »entstand nicht nur ein modernes Wohnhaus mit historischem Glanz, sondern auch ein anspruchsvolles Unikat.« J

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LIGNUANTIX 32 / CORLINE 20 Corline20 und Lignuantix32 bieten für jeden Objekt- und Architekturtyp die Möglichkeit, mehrfarbige Akzente zu setzen. Dabei kann die Farbgebung Gebäude unterstreichen, Bauelemente differenziert absetzen und spannungsreiche Kontraste kreieren. Ob klassisch-elegant oder modern-innovativ, die zweifarbigen Produkte geben jedem Haus eine individuelle Note.

FASSADENGESTALTUNG MIT MEHRFARBIGEN AKZENTEN

Individuelle Fassadengestaltung Abwechslungsreiche Farbakzente Corline20: Holz in Rost-Optik

Lignuantix32: Lebendige Struktur durch gehackte 39                                                                                                                                                                  November 2019 Oberfläche


MICHEL DENANCÉ

Fünf Wohn- und Hoteltürme befinden sich nun im neuen Wiener Stadtteil Quartier Belvedere auf dem Areal des ehemaligen Südbahnhofs.

Neues Produktionsverfahren für Keramikfassade MOEDING Auf hohen, schlanken Pylonen mit Blick in die Ferne balancieren sie – die neuen Parkapartments und das Hotel Andaz Vienna Am Belvedere. Das Gebäudeensemble aus fünf Wohn- und Hoteltürmen von Renzo Piano Building Workshop (RPBW) befindet sich im neuen Wiener Stadtteil Quartier Belvedere auf dem Areal des ehemaligen Südbahnhofs. Die Keramikfassade stammt von Moeding und ist in ihrer Produktionsart laut Hersteller bisher einmalig. Neu: Gebogene Keramikplatten für Gebäudeecken Für ein stimmiges, hausübergreifendes Gesamtbild haben sich die Architekten von RPBW neben einem Gebäudeabschluss auf gleichem Höhenniveau auch für eine einheitliche Fassadengestaltung entschieden. Diese ist in ihrer Materialität ebenso vielfältig wie auch hochwertig. Neben AluJOHANN HÖRNER

Das Quartier Belvedere im 10. Wiener Gemeindebezirk »Favoriten« entstand aus der Zusammenführung von Ost- und Südbahnhof. Neben der guten Infrastruktur und den angrenzenden Grünanlagen Schweizergarten, Schlossgarten Belvedere und Botanischer Garten bietet das Quartier auch einen hervorragenden Panoramablick über das Zentrum Wiens. Die beste Voraussetzung hierfür versprechen die 346 Wohnungen der Parkapartments und 303 Hotelzimmer am Belvedere in exponierter Lage – auf 9 m Höhe beginnen die ersten Etagen, in 60 m enden sie. Die Sockelgeschosse, die durch die ­Pilotis (Stützen) ein vielfältiges Wechselspiel aus Baukörpern und landschaftsgärtnerischen Freiräumen zulassen, dienen den öffentlichen Bereichen wie den Eingängen, Empfangsräumen, dem Restaurant und Parkhaus. Gleichzeitig gewähren sie durch ihre zum Teil offene Bauweise auch einen Blick unter und zwischen den Gebäudeteilen hindurch. Diese Säulenkonstruktion und die einzelnen, geschwungenen Baukörper verbessern im Vergleich zum ursprünglich geplanten, massiven Einzelgebäude auch die Wohnqualität der Bewohner: flexible Grundrisse, Ausblick in mehrere Richtungen und Sichtschutz vor Nachbarn.

Die geschwungenen Baukörper, die raumhohen Fenster sowie der bewusste Verzicht von Brüstungen verleihen selbst den kleinsten Wohneinheiten ein großzügiges Raumgefühl.

November 2019                                                                                                                                                                  40

minium und Glas überzeugen vor allem die filigranen, grau glasierten Keramikelemente, die die geschosshohen Fenster umrahmen. »Mit den Keramikplatten von Moeding, die sich durch ihre Dauerhaftigkeit und Formbarkeit auszeichnen, und dank des eigens entwickelten Produktionsverfahrens ließ sich ein Fassadenrelief aus weichen Formen und abgerundeten Gebäudeecken gestalten«, so der Architekt Thorsten Sahlmann (RPBW). Der individuell hergestellte, helle Grauton bricht dabei die geschlossene Fensterfront durch seinen Sonnenlicht reflektierenden Charakter auf und changiert in subtiler Weise von grau zu rötlich bis ins Bläuliche. Insgesamt stellte Moeding für die Fassadenflächen 60 000 Einzelteile her. Eine Herausforderung in Anbetracht der kurzen Produktionszeit und der speziellen Fertigung von waagerecht gebogenen Ziegelplatten. Basierend auf dem Alphaton System, ist die Fassade vorgehängt und hinterlüftet montiert. In enger Zusammenarbeit mit den Wiener Architekten NMPB, die die Projektleitung vor Ort übernahmen, ist es Renzo Piano Building Workshop bei diesem Projekt gelungen, die städtebauliche Lage, die hohe Wohndichte sowie den Anspruch hochwertiger Qualität in eine selbstbewusste Architektursprache zu übersetzen. J


Berge als Inspiration für zeitgenössische Architektur PREFA Der gebürtige deutsche Architekt Jan Werner hat in der Osttiroler Gemeinde Dölsach für einen Zahnarzt und seine Familie ein aufsehenerregendes Zuhause in zeitgenössischer Architektur geschaffen. »Das Haus bindet sich in die Umgebung ein und lebt gleichzeitig die Prinzipien Nachhaltigkeit und Ökologie«, erklärt Jan Werner, der die Berge als seine Kraftquelle und Inspiration sieht. Für die Fassade wählte der Architekt Elemente von Prefa. Als Kind hat Werner den Bergbauern im Defereggental beim Mähen und bei der Ernte geholfen. 1999 entschied er sich, nach Lienz zu ziehen. Er nahm eine Lehrstelle als Zimmerer an, die er erfolgreich abgeschlossen hat. Danach ging er nach Graz, um Architektur zu studieren. Dort lebt er bis heute, unterrichtet als Dozent an der Fachhochschule und führt ein Planungsbüro. Er beschäftigt sich gern und ausführlich mit allen Aspekten des Bauens. Nachhaltigkeit und Ökologie haben für Werner bei der Konzeption und Materialauswahl eine besondere Bedeutung. Die Nachhaltigkeit hat auch im Dölsacher Projekt mit einem eigenen Energiekonzept Niederschlag gefunden. So wurde das Dach südseitig ausgerichtet, damit die Photovoltaik-Anlage das Sonnenlicht optimal einfangen kann, die Wärmepumpe »versteckt« sich bei der Garage.

Eine heterogene Gemeinde

Offene Geometrie Das Haus hat eine offene Geometrie, die durch die gegenüberliegenden Dolomiten vervollständigt wird. Die enorme Glasfront bietet seinen Bewohnern und deren Gästen gleichzeitig einen tollen Ausblick. Als Fassade wurde eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit Prefa realisiert. Sie sorgt für ein angenehmes Raumklima zu allen Jahreszeiten, und diese könnten in der Region sehr extrem ausfallen. Lange, kalte Winter mit viel Schnee sind in Osttirol keine Seltenheit. Prefa bietet hier die nötige Sicherheit und ist zudem ein langlebiges Produkt, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. »Den Bauherren war es sehr wichtig, dass die Materialität ökologisch und nachhaltig ist«, unterstreicht Werner. Da Prefa zu einem großen Teil aus Sekundäraluminium gewonnen wird und laut Hersteller unendlich oft recycelbar ist, konnte dies den geforderten Ansprüchen gerecht werden.

Zwei Monate Arbeitszeit für Dach und Fassade Für die Umsetzung war der Spengler Gerald Ortner mit seinem Team verantwortlich. Der Handwerker hat das Einfamilienhaus in Dölsach in nur zwei Monaten Arbeitszeit mit Dach und Fassade versehen. Zum Einsatz kam in Dölsach » ­ Prefa FX.12« in Hellgrau. »Mit Prefa arbeiten ist etwas Besonderes. Die Technik und Verarbeitung überzeugen«, erzählt Ortner. J PREFA

Die Aufgabe schien auf den ersten Blick »sehr dankbar« zu sein. Auf den zweiten Blick war die Herausforderung doch größer als ursprünglich gedacht. Denn das Grundstück thront in Hanglage hoch über Dölsach, es fällt steil bergab und nach Norden hin verläuft es spitz zu. Werner wollte sowohl den Blick auf die Dolomiten als auch auf den im Nordwesten gelegenen Lienzer Talboden gleichermaßen einfangen. Die Osttiroler Gemeinde ist in puncto zeitgenössischer Architektur aufgeschlossen und tolerant. So vereint sie heute klassische alte Bauernhäuser mit modernen Gebäuden. Diese Offenheit lockt auch

neue Bewohner an und die Durchmischung wird in Dölsach gelebt.

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»Der Serpentin ist ein graugrüner, wertvoller Stein, der in Osttirol beheimatet ist. Seine Struktur und Beschaffenheit haben mich bei der Konzeption dieses Hauses inspiriert«, erzählt Architekt Jan Werner.

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Brandsichere Aussicht in Nürnberg-Neuselsbrunn HECK WALL SYSTEMS »Welcome«, »Servus« und »Willkommen« – so begrüßt die Nürnberger Großwohnsiedlung Neuselsbrunn bald wieder die aus südlicher Richtung stadteinwärts fahrenden Besucher und Bewohner. Denn inzwischen gehen die Sanierungsarbeiten im Eiltempo voran. Hintergrund: Ende 2018 befanden es die Verantwortlichen aus brandschutztechnischen Gründen für notwendig, innerhalb kürzester Zeit die gesamte Fassadenverkleidung der fünf Hochhäuser abzureißen. Nach dem verheerenden Brand 2017 im Grenfell Tower in London begann auch in Deutschland vielerorts eine Neubewertung – insbesondere von Hochhäusern – hinsichtlich eventueller Brandschutzmängel. In kurzer Zeit wurde ein Sanierungskonzept für die fünf Hochhäuser in Neuselsbrunn erarbeitet sowie verabschiedet und mit der Umsetzung begonnen. Allein in 390 Balkonnischen werden insgesamt etwa 3 000 m2 des Wärmedämm-Verbundsystems »HECK MW A1« verbaut – seines Zeichens das laut Hersteller erste, bauaufsichtlich zugelassene Wärmedämm-Verbundsystem mit der Euroklasse A1 (nicht brennbar) und dem Zertifikat »Blauer Engel« von Heck Wall Systems.

Brandgefährliches Vorzeigeprojekt In nur 15 Monaten entstanden 1965 nach Entwurf und unter Leitung des Architekturprofessors Gerhard G. Dittrich die ersten drei von fünf Hochhäusern, die damals unter bautechnischen und optischen Gesichtspunkten als Vorzeigeprojekt des neuen industrialisierten Wohnungsbaus bundesweit große Beachtung fanden. Auf einer Fläche von nur 14 Hektar erbaute man so den neuen Stadtteil Nürnberg-Neuselsbrunn mit

Ende 2018 wurde aus brandschutztechnischen Gründen die gesamte Fassadenverkleidung der fünf Hochhäuser entfernt.

insgesamt 690 Wohneinheiten, die im Dezember 1997 noch immer fast 1 500 Menschen Wohnraum boten. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend wählte man in den 60er-Jahren eine Fassadenverkleidung aus Hochleistungsdämmplatten und einer damals üblichen, asbesthaltigen Fassadenvertäfelung. Die Asbestplatten mussten jedoch Mitte der 90er-Jahre bei der Fassadenmodernisierung weichen. Eine »Alucobond«-Verkleidung ersetzte schließlich die alte, gesundheitsschädliche Vertäfelung. Die ursprünglichen Dämmplatten wurden noch durch eine zusätzliche Glasfaserdämmung ergänzt. Im September 2018 musste plötzlich alles ganz schnell gehen. Innerhalb von nur zwei Monaten ordnete die Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg an, die Fassadenverkleidung der Hochhäuser in Neuselsbrunn komplett zu entfernen. Der Grund: Es wurde eine akute Brandgefahr durch die hinter der Alucobond-Verkleidung verbaute Dämmung vermutet.

Vorbeugender Brandschutz

HECK WALL SYSTEM

»Der Brandschutz hat oberste Priorität bei der Erstellung der neuen Fassadenverkleidung an den in Stahlbeton-Bauweise errichteten Hochhäusern«, erklärt Ulrich Wagner vom Ingenieurbüro Ruckriegel +  Wagner aus Nürnberg, das die komplette Sanierungsmaßnahme koordiniert. So werden die Seitenwände von 390 Balkonnischen mit dem laut Hersteller in höchstem Maße brandsicheren, rein mineralischen Wärmedämm-Verbundsystem »HECK MW A1« versehen. Das nicht brennbare Dämmsys-

Die Seitenwände von 390 Balkonnischen wurden von der Firma Aksu Stuck aus Fürth mit dem brandsicheren, rein mineralischen WärmedämmVerbundsystem »HECK MW A1« versehen.

November 2019                                                                                                                                                                  42

tem verhindert nicht nur das gefürchtete Ausbreiten und Übergreifen der Flammen auf darüberliegende Stockwerke – es trägt auch nicht zur Rauchentwicklung bei noch tropfen seine Bestandteile im Brandfall ab. Nach dem teils groben Abriss der alten Fassadenverkleidung Ende 2018 ließ sich an den Hochhäusern in Neuselsbrunn an einigen Gebäudeteilen eine partielle Betonsanierung nicht umgehen. Diese Ausbesserungsarbeiten betrafen zum Teil auch die Balkonnischen. Abdichtungsarbeiten wurden vorab an allen Balkonen vorgenommen. Objektmanager Timo Späthling vom Systemlieferant Heck Wall Systems erläutert Details zu den Dämmplatten: »Um einem möglichen Brand keine Chance zu geben, erhalten die Seitenwände der Balkonnischen ›HECK Coverrock II‹-Dämmplatten in einer Stärke von 60 mm. Damit ein perfekter Anschluss zur übrigen Fassadenfläche gelingt, wird seitlich eine ›Coverrock II‹-Putzträgerplatte von Heck in 80 mm Dicke angefügt.« Bei der Verarbeitung sorgt der Klebe- und Armierungsmörtel »HECK K+A A1« für gute Haftung zwischen tragfähigem Untergrund und Steinwolle-Dämmplatten. Auch der darauffolgende Unterputz mitsamt »HECK AGG A1« Armierungsgewebe sowie der strukturierte Oberputz »HECK STR« sind geprüfte Komponenten dieses nicht brennbaren Wärmedämm-Verbundsystems. Die Applikation erfolgt durch die Firma Aksu Stuck aus Fürth. Timo ­Späthling ergänzt: »Die Balkonnischen einschließlich Deckenflächen und Rückwänden erhalten abschließend einen zweifachen, weißen Anstrich.« Hier kommt die diffusionsoffene, wasserabweisende Rajasil Siliconharzfarbe zum Einsatz. J


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Die Fassadenprofile sind laut Hersteller leicht zu montieren und fügen sich in die Gestaltungssprache der Wohngebäude ein.

Fassadenprofile mit Design und Funktionalität AUSTROTHERM Die Ansprüche des Bauträgers an die Gebäude der Wohnsiedlung in der Wiener Gregorygasse waren klar formuliert: innovative Planung, durchdachte Architektur sowie ein Niedrigenergiehaus-Standard. An der Fassade sollte sich dieses Gestaltungsprinzip bereits auf den ersten Blick zu erkennen geben. Mit den Austrotherm Fassadenprofilen konnten nicht nur die Anforderungen an das Design erfüllt, sondern auch eine alltagstaugliche Funktionalität der Balkone und Terrassen realisiert werden. Das Projekt der Wohnhausanlage Gregory­ gasse ist Teil eines größeren Entwicklungsgebietes im 23. Wiener Bezirk. In einer parkähnlichen Gartenanlage soll den späteren Eigentümern und Mietern ein Höchstmaß an Wohnqualität und Komfort geboten werden. Allen Gebäuden gemein sind ein kohärentes Erscheinungsbild mit einheitlich gestalteten Fassaden sowie die Niedrigenergiebauweise.

Fassade mit Wellenelementen

AUSTROTHERM

Für die Gestaltung der Fassaden ließen sich die Architekten etwas Besonderes einfallen: So sollten unterschiedliche Putzoberflä-

Detail eines Wellenelementes aus hochwertigem EPS.

Ein in Zusammenarbeit mit der Austrotherm Fachberatung konstruiertes Fassadenprofil dient als praktisches Montageelement für die Beleuchtung. Es nimmt auf seiner Unterseite die Wellen in negativer Form auf und bildet auf diese Weise das passende Gegenstück. chen mit tiefer liegenden Feldern und weit auskragenden Balkonen ein interessantes geometrisches Wechselspiel erzeugen. Im Spiegel des Sonnen- und Tageslichtes sollen dreidimensionale Zeichnungen auf die Fassade projiziert werden. Die Architekten entschieden sich für eine Wellenform, die als Elemente immer wieder auf der Fassade auftauchen sollten. In den individuell herstellbaren Fassadenprofilen der Firma Austrotherm fanden die Architekten schließlich das Produkt, das ihre Wünsche zu 100 Prozent umsetzbar machte, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Zum einen konnte die Wellenform nach Vorgabe gefertigt werden, zum anderen sind die Fassadenprofile laut Austrotherm leicht zu montieren. Überdies seien sie dauerhaft witterungsbeständig und damit nachhaltig. Die Fassadenprofile bestehen aus einem leichten, hochwertigen EPS, der bereits werkseitig mit einer elastischen Beschichtungsmasse versehen ist. Sie werden entweder gemäß Kundenwunsch direkt im Werk auf Maß gefertigt, können aber auch auf der Baustelle problemlos

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geschnitten oder zum Beispiel zu Radien gebogen werden. Aufgrund der witterungsbeständigen Beschichtung müssen die Fassadenprofile laut Hersteller abschließend lediglich mit Fassadenfarbe gestrichen werden.

Individuelle Fachberatung als Service Die Austrotherm Fachberatung unterstützt darüber hinaus bei der Planung sowie Umsetzung der oftmals individuell angefertigten Fassadenprofile. So teilen die Experten zum Beispiel ihre langjährige Erfahrung und Expertise, um gemeinsam Lösungen für kniffelige Situationen am Objekt zu finden. Wie auch in diesem Fall, als es darum ging, auf den Wellenelementen Möglichkeiten für die Montage der Balkon- und Terrassenbeleuchtung, für Schalter sowie Wasseranschlüsse zu schaffen. Die Lösung: ein speziell konstruiertes Profil, das auf seiner Unterseite die Wellen in negativer Form aufnimmt und somit das passende Gegenstück bildet. Es dient nun als praktisches Montageelement, das sich optisch kaum wahrnehmbar in die Fassadengestaltung eingliedert. J


PU-WDVS-Dämmung rund um die Ecke geführt

Der Basisradius geht bei dieser Fassade in verschiedene ovale Flächen mit größeren Radien über. Die Platten für den 7-Meter-Radius passten genau auf die Rundung, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. An Stellen, an denen der Radius größer wird, konnten die Platten einfach aufgeschnitten und an die sich verändernden Radien angepasst werden. Werden die Radien nur geringfügig größer, helfen zwei Schnitte in der Platte, sodass daraus drei kleinere Platten entstehen. Bei größeren Radien wurden die Platten halbiert und insgesamt mit geringfügigem Aufwand den veränderten Radien angepasst. In den Stoßfugen wurden die Dämmplatten zueinander verklebt und damit gleichzeitig die kleinsten Zwischenräume verfüllt. Abschlie-

ßend wurde die Oberfläche mit eventuell überstehenden Stoßkanten abgeschliffen. Zum Schleifen und Verfeinern der Oberflächen verwendeten die Handwerker härteren »PU-Blockschaum«. Für eine bessere Qualitätskontrolle wurden in kurzen Abständen Lotfäden von der Attika bis hinunter ins erste Geschoss gespannt. Auf diese Weise erzielten die Handwerker eine über drei Geschosse ebene Fläche.

PU-WDVS – viele Vorteile Die PU-Dämmplatten (inzwischen auch in WLS 024 lieferbar) sind laut Hersteller leicht, unkompliziert in der Handhabung und einfach zu verarbeiten. Der Dämmstoff ist brandhemmend und benötigt daher bei vollflächiger Ausführung auch keine Brand-

MEFFERT

PUREN Ein modernes Gesicht erhielt die Bad Kreuznacher Einkaufsstraße mit der Filiale von aktivoptik. Zentrale Innovation ist die runde Eckausbildung der Fassade mit einer PU-WDVS-Dämmung. Der kleinste Radius der runden Ecke beträgt 7 Meter. Darauf ist das 180 mm dicke purenotherm Dämmsystem passgenau aufgebracht. Der Dämmstoff-Hersteller Puren produzierte die runden PU-Platten im Werk passgenau vor. Die Platten gehören zum WDV-System »ProfiTec THERM« von Meffert.

Montage der PU-Dämmung. schutzriegel. Weiterhin bieten sich folgende Vorteile: Keine Dübel bei Verklebung auf tragfähigem Untergrund, schlankere Fensterbänke, schlankere Attikaabdeckungen und wegen der geringeren Dämmstoffdicke kann laut Hersteller in der Regel beim Gerüst auf eine zusätzliche Durchfallkonsole verzichtet werden. J

Farbtöne mit hoher Farbstabilität MEFFERT Für alle, die mit der farbigen Gestaltung von Gebäuden und Räumen zu tun haben, stellt das Tex-Color Farbsystem »2.0 VISION« ein umfangreiches und tiefes Farbtonspektrum vor: 846 Ausmischungen für farbige Kreativität. Laut Hersteller sind 695 Farbtöne für den Fassadenbereich davon in der Farbstabilität A1 realisierbar. Das Tex-Color Farbsystem »2.0 VISION« steht für individuelle, qualitativ hochwertige und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. ihrer Kreidungsstabilität. Danach ist die Fassadenbeschichtung am farbtonstabilsten, welche die geringste Kreidung aufweist (Klasse A) und mit Pigmenten mit bestmöglicher Farbtonstabilität (Gruppe 1) getönt wird.

MEFFERT

Nach dem Farbsystem »2.0 VISION« können Fassadenfarben, Innenfarben, Putze sowie Lacke getönt werden. Speziell bei der Gestaltung von Fassaden kommt der Stabilität von Farbtönen eine besondere Bedeutung zu. Der Farbtonfächer ist daher so konzipiert, dass laut Hersteller 80 Prozent der enthaltenen Farbtöne für den Fassadenbereich in A1-Qualtät nach BSF-Merkblatt Nr. 26 realisierbar sind. Das Merkblatt gilt als Messlatte bei der Einteilung von Fassadenfarben hinsichtlich

Die Ausmischungen im Fächer sind mit dem Zusatz »Solid« und die entsprechenden Fassadenprodukte von Tex-Color mit dem »Fassade Solid«-Signet gekennzeichnet. J

Der Farbtonfächer »2.0 VISION« bildet das Herzstück des Tex-Color Farbsystems. 695 der Farbtöne sind laut Hersteller in A1-Qualität nach BFS-Nr. 26 realisierbar.

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Die Fassade zukunftsweisend und ökologisch dämmen CAPAROL Es ist vielleicht eines der ökologischsten aller Wärmdämm-Verbundsysteme (WDVS) und es ist aus Hanf. Caparol bietet seit einigen Monaten das »Capatect Nature Hanf«-Fassadensystem an. Es überzeugt neben seiner reinen Ökobilanz auch in Sachen Wärmedämmung und Schallschutz. »Capatect Nature Hanf« ist eine zeitgemäße Alternative zum klassischen WDVS. Das durch und durch ökologische Fassadendämmsystem verfügt über eine reine Ökobilanz, die Architekten, Bauhandwerker, Energieberater wie auch Hauseigentümer nachhaltig beeindruckt, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. »Mit unserem Fassadensystem ›Capatect Nature Hanf‹ geht es mir so wie mit der Natur an sich – es gibt mir das Gefühl, dass alles am richtigen Platz ist. Gebäude mit Hanfdämmplatten zu ummanteln könnte also durchaus zum Sinnbild eines neuen Denkens über Materialien und ihre Verwendung als Baustoffe werden«, sagt Mario Kranert, Caparol Produktmanager für Fassadensysteme.

Das Umdenken hat begonnen

CAPAROL/KLEPTCHA

Diese Umorientierung lässt sich bereits an der Gewinnung der pflanzlichen Rohstoffe erkennen, wie sie im österreichischen Hanf­ thal (80 Kilometer nördlich von Wien) stattfindet. Dort wächst Hanf so schnell, dass die Pflanze keinen Dünger braucht. Hanfpflanzen, die für Caparol zu Dämmplatten verarbeitet werden, kommen laut Hersteller auch mit keinerlei Pflanzenschutzmitteln in Kontakt. Dafür stehe ein Dutzend Vertragslandwirte ein, die den Anbau und die Ernte für Caparol in Österreich übernehmen. Im Dämmstoff-Werk der Caparol-Schwestergesellschaft Synthesa in Perg erfolgt die

Der neue »Capatect AmphiSilan FassaProduktion robuster Hanfdämmplatten ressourcenschonend nah beim Anbauort, um denputz NQG« ist biozidfrei rezeptiert sowie unnötige Zwischentransporte zu vermeiden. mit einem Nano-Quarzgitter ausgestattet. »Wir haben viel dafür getan, dass umDie Nano-Quarzgitter-Technologie sorgt für weltbewusste Maler ›Capatect Nature‹ eine diffusionsoffene, in sich stabil vernetzHanf-Dämmplatten zügig te Oberfläche der Putzmontieren und fachgeschale, die Feuchtigkeit Neben dem wohltuenden Schallschutz recht mit unserem Putzschnell verdunsten lässt sei der sommerliche Hitzeschutz die system beschichten könund das Anhaften selbst zweite Disziplin, in der Hanffaserplatten nen«, hebt Mario Kranert kleinster Schmutzpartiüberlegene Eigenschaften aufweisen. hervor. Dazu trägt zum kel verhindert. einen die Entwicklung einer staubarmen Armierungsmasse bei: Vorbildliche Schutzfunktionen Gut fällt auch die Beurteilung der Schall­ »Capatect X-TRA 300« verleiht dem Fassadendämmsystem erhöhte Stoßfestigkeit dämm­ eigenschaften der Hanffaserdämund definiert damit einen neuen Qualitätsmung aus – im hanfgedämmten Haus maßstab für mineralische Armierungsmasherrscht angenehme Ruhe, wie Bewohner sen. Die Stoßfestigkeit wurde in zahlreichen entsprechender Objekte übereinstimmend Tests unter praxisgerechten Bedingungen berichten. Zu spürbar besserem Wohnkomfort verhilft das »Capatect Nature Hanf«-Fasnachgewiesen, so der Hersteller. sadendämmsystem auch im Sommer: Der Vorzüge, die in der Praxis zählen sommerliche Hitzeschutz mit Hanf gilt als Eine Besonderheit von Hanf-Dämmplatten einer der besten, der sich von einem Wärist ihre Eigenschaft, sich nach punktuellem medämm-Verbundsystem erzielen lässt. Druck zurückzustellen bzw. sich von selbst Selbst die größte Mittagshitze kann durch wieder in die volumengleiche AusgangsHanfdämmplatten nur zum geringen Teil form zu bringen, heißt es in einer Mitteilung und auch nur stark verzögert zu den Wohnvon Caparol. Dieser Rückstelleffekt unterräumen vordringen. stütze das applizierte Putzsystem und traUnterstützung für Handwerker und Betriebe ge zu einem dauerhaft intakten Aussehen Für Handwerker, die das neue Fassadender Fassade bei. Lenker an die Hauswand angelehnter Fahrräder oder Torschüsse ballsystem aus Hanf besser kennenlernen und spielender Kinder stecke der Systemputz damit fachgerecht arbeiten möchten, bietet Caparol gerne Unterstützung an. Neben Verproblemlos weg. arbeiterschulungen in Deutschland bietet Caparol interessierten Mitarbeitern aus Malerbetrieben dieses Jahr Reisen nach Perg/ Österreich sowie ins Hanfthal an. Dabei lässt sich das Dämmen mit Hanf von der Ernte der Hanfpflanzen über die Herstellung der Dämmplatten bis zu ihrer Montage und Beschichtung mit passenden Systemputzen verfolgen. Zudem unterstützt Caparol mit einem Bündel gezielter Maßnahmen, um den Marktauftritt überzeugend zu gestalten und sich als qualifizierter Fachbetrieb für zukunftsweisende Gebäudedämmung mit Naturdämmstoffen zu empfehlen. J

Natürlich mit Hanf dämmen: Hanfplatten des Fassadendämmsystems »Capatect Nature Hanf« lassen sich auf der Baustelle maßgenau zuschneiden.

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Mauerwerk & Beton

Natürliche Dämmung mit ökologischen Baustoffen für Massivhäuser

QUICK-MIX

Natürliche Baustoffe mit System: das neue Wärmedämm-Verbundsystem »Natura« von quick-mix mit Holzfaser-Dämmung.

QUICK-MIX Natürliche Wärmedämmung und Werte, die sich sehen lassen können: Die quick-mix Gruppe hat ihr Programm um ein Wärmedämm-Verbundsystem mit Holzfaserdämmung für Massivhäuser erweitert. Dieses System wartet mit einer Wärmeleitfähigkeit von von 0,039 Wm/K und einem handlichen Format der Dämmplatten von 400 x 800 mm auf. Neben der klassischen Variante gibt es das System auch in der Variante »Natura Hydrocon«. Hier werden die Holzfaserplatten des Systempartners Steico in das biozidfreie Fassadensystem »Hydrocon« von quick-mix integriert, das Fassaden vor Algen- und Pilzbefall schütze. Mit dem neuen Wärmedämm-Verbundsystem System »Natura« schließt quick-mix gleich mehrfach die Lücke: Der Baustoffhersteller komplettiert sein WDV-Sortiment und bietet dort neben Dämmplatten aus Mineralwolle, EPS und Polyurethan-Hartschaum nun auch Holzfaserdämmung an – zudem wird das Programm an ökologischen Baustoffen damit erweitert.

Volles Programm für die diffusionsoffene Bauweise »Mit dem System ›Natura‹ dokumentieren wir einmal mehr unseren hohen Anspruch. Wer auf Wohngesundheit und Behaglichkeit Wert legt, der braucht unsere Systemwelt nicht zu verlassen, denn wir bieten das ganze Programm an mineralischen Baustoffen für die diffusionsoffene Bauweise an«, erklärt Frank Frössel, Leiter Marketing der quick-mix Gruppe. Daher eigne sich das neue System gut für die Dämmung von massiven Baukörpern aus Ziegeln oder auch Kalksandstein. »Nicht nur im Neubau, sondern vor allem auch in der Sanierung von Bestandsbauten ist das neue System sehr interessant. Es ist eine ökologische Alternative zu konventionellen Dämmplatten aus Hartschaum«, so

Bettina Hahn, Produktmanagerin für Holzbausysteme der quick-mix Gruppe.

se wird die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche reduziert, denn die Oberfläche bleibt im Vergleich zu Erleichterte Handhabung konventionellen WDV-Systemen trockener. Zentraler Bestandteil des Systems »NatuZusätzlich verstärkt wird dieser hemmende Effekt durch die spezielle Oberfläche der ra« sind die Holzfaser-Dämmplatten vom »Hydrocon«-BeschichTyp »Protect L dry« von Steico, die in Dämmtungen. Diese bestehen KIP ist laut Hersteller der einzige Kalkputz, stoffdicken von 100 bis ebenfalls aus rein mider vom TÜV Nord mit dem Siegel »Für neralischen Edelputzen 200 mm erhältlich sind. Allergiker geeignet« zertifiziert wurde. und der IR-aktiven SiliUm den Fachhandwerkern wie Stuckateuren kat-Fassadenfarbe »HC die Handhabung auf der Baustelle zu er425«. »Hydrocon« gilt als effektives Schutzschild für hochwärmegedämmte Fassaden leichtern, bietet quick-mix die im Trocken– das System schützt biozidfrei vor Algenverfahren hergestellten Dämmplatten im und Pilzbefall und das laut Hersteller rein Format von 400 x 800 mm an. Die Dämmphysikalisch. Es setzt dabei auf die Kombiplatten können mit den klassischen mineralischen Edelputzen der Marken quick-mix nation aus kontrolliertem Feuchtemanageund Schwenk Putztechnik belegt werden. ment im Putzsystem (HydroControl-Effekt) und einer schnelleren Rücktrocknung an der Schutz vor Algen und Pilzen Fassadenoberfläche, die durch eine SteigeDie Holzfaser-Dämmplatten sind nicht nur rung der Oberflächentemperatur um bis zu stabil, sie unterstützen zudem auf natürliche zehn Grad Celsius bei Sonneneinstrahlung Weise den Schutz vor Algen und Pilzen. Die erzielt wird (HydroDry-Effekt). Sowohl das hohe Rohdichte sorgt für eine höhere Wär»Hydrocon«-System von quick-mix als auch die »Protect L dry«-Dämmplatte von Steico mespeicherfähigkeit. Die Holzfaserplatten verfügen über das Baubiologie-Prüfsiegel nehmen also die Tageswärme auf und kühdes Instituts für Baubiologie Rosenheim. J len nachts nur langsam aus. Auf diese Wei-

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SCHLAGMANN POROTON (2)

Energetische Sanierung im Denkmalschutz

Die Wärmedämmfassade »Poroton-WDF« ist eine massive Ziegelwand, gefüllt mit dem natürlichen Dämmstoff Perlit.

SCHLAGMANN POROTON Aus dem historischen Baustadel auf Regensburgs Donauinsel »Unterer Wöhrd« wurde ein hippes Hotel. Eine Generalsanierung hauchte dem baufälligen Stadl im Denkschmalschutz neues Leben ein. Die Sanierung der Außenwände erfolgte als Innendämmung mit »Poroton-WDF«. Ein historischer Baustadel auf der vor Regensburg gelegenen Donauinsel »Unterer Wöhrd« erhielt durch eine Komplettsanierung eine längst fällige, neue Nutzung. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert beherbergt seit Fertigstellung das doppelgeschössige Hotel »Luis-Stadl« mit insgesamt 18 Zimmern. Über beinahe drei Jahre erstreckten sich die aufwendigen Planungen und Maßnahmen. Aus Denkmalschutzgründen wurde an den Giebelseiten eine Innendämmung durchgeführt, die sich auf rund 200 m2 Wandfläche erstreckt. Die zum Teil schiefe und krumme Außenwandkonstruktion aus Bruchsteinen und alten Ziegeln in unterschiedlichen Wandstärken konnte mit dem keramischen Wärmedämmsystem »Poroton-WDF« von Schlagmann Poroton ausgeglichen werden. Zudem erfüllt der moderne Baustoff die Vorgaben von Bauherren wie Planern und ermöglicht eine wirtschaftliche wie auch bauphysikalisch einwandfreie Lösung, heißt es in einer Mitteilung von Schlagmann Poroton.

re Erscheinungsbild wurde nicht verändert, das Gebäude jedoch umfassend saniert und überflüssige Anbauten entfernt. Es erfolgte der Rückbau bis zum historischen Rohbau unter Erhalt des Dachstuhls. Alle nicht erhaltenswerten Bauteile – wie Dachfläche, Fenster, Innen- und Außenputz – wurden sorgfältig entfernt. Danach erfolgten zuerst Unterfangungsmaßnahmen der bestehenden Umfassungsmauern sowie die behut-

same Sanierung der geschädigten Deckenbalken und des Dachstuhls. Im Anschluss wurde der Stadl von Grund auf neu aufgebaut: neue Bodenplatte, Deckenkonstruktion und Dachdeckung. Um die offenen Lagerflächen des Stadls als Hotel nutzen zu können, wurden alle Innenwände neu mit Poroton-Ziegeln eingezogen. Bei Wohnungstrenn-, Treppenhaus- und Flurwänden kamen die Schallschutzziegel

»Viel war nicht mehr erhalten und das Vorgefundene baufällig beziehungsweise kurz vor dem Verfall. Die Auflagen der Denkmalschutzbehörde waren der Erhalt der Umfassungsmauern, der Deckenstützen samt der mächtigen Holzstützen im EG und des Dachstuhls, soweit der Zustand es zuließ«, resümiert Architekt Georg Köpl. Das äuße-

PIVOPIX

Erhalt eines baufälligen Denkmals

Ansicht von Westen: während der Sanierungsphase. Mit einer innen liegenden Dämmung mit Poroton-WDF konnten die Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten und die ursprüngliche Bausubstanz erhalten werden.

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Das Original ist zurück. AQUAFIN®-RB400 Die schnelle mineralische Bauwerksabdichtung.

»Poroton-SPZ« zum Einsatz. Die nichttragenden Innenwände und Installationswände wurden mit Schallschutzziegeln in Rohdichte 2,0 ausgeführt.

Robuste und wirtschaftliche Dämmung von innen Für die Sanierung und gleichzeitige Dämmung der bestehenden Umfassungsmauern suchte Köpl ein geeignetes System zur Innendämmung. Eine Außendämmung war aus Denkmalschutzgründen von vorneherein ausgeschlossen. Um gleichzeitig auch das schiefe Bruchsteinmauerwerk in unterschiedlichen Wandstärken ausgleichen zu können, entschied er sich für das massive, keramische Dämmsystem »Poroton-WDF«. Dabei überzeugte ihn neben Ausführungsqualität und Wirtschaftlichkeit vor allem die robuste Stein-Oberfläche des Dämmmaterials, das sich gerade als Einsatz in einem viel frequentierten Hotel als mechanisch widerstandsfähig beweist. Auch im Falle eines Hochwassers – hier in unmittelbarer Nähe von zwei Flüssen nicht ausgeschlossen – erweist sich das System als stabiler und schneller trocknend als vergleichbare Systeme, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Nach Entfernung des durchfeuchteten und schadhaften Außen- und Innenputzes konnte mit der Anbringung der innenseitigen Dämmung und zugleich dem Ausgleich der Unebenheiten des Bestandsmauerwerks begonnen werden. Die alte Bausubstanz des Bruchstein-/Ziegelmauerwerks war in einem desolaten Zustand. Außerdem musste die Schiefstellung der Giebelwände ausgeglichen werden. Nach oben hin der Konstruktion folgend divergierten die Wanddicken so weit auseinander, dass zuerst auf der Bodenplatte mit der

geringsten Stärke der Poroton-WDF-Ziegel (80 mm) begonnen, dann mit Poroton-WDF-120 bis hinauf zur wandstärksten WDF mit 180 mm weitergearbeitet wurde. Der Dämmziegel Poroton-WDF wird dabei freistehend vor der Wand aufgemauert. Das System erfordert keine Gewebeeinlage, die Planziegelverarbeitung ist laut Hersteller unproblematisch durchführbar. Lagenweise wurde der entstehende Spalt zwischen Bestandswand und Vormauerung im Arbeitsablauf hohlraumfrei mit Leichtmörtel »LM16« hinterfüllt. Im Anschluss erfolgte der Innenputz.

REAKTIVE TROCKNUNG GERINGER TROCKNUNGSVERLUST ÜBERARBEITBAR NACH 3 STUNDEN

Einfach und sicher in der Verarbeitung Die WDF zeichnet sich durch eine robuste, langlebige Konstruktion sowie niedrige Instandhaltungskosten aus. Poroton-WDF ist faktisch betrachtet eine massive Ziegelwand, gefüllt mit dem natürlichen Dämmstoff Perlit. Sie ist einfach und sicher in der Verarbeitung und bietet einen hohen Brandschutz, so der Hersteller. Das System erfülle alle Aspekte einer baubiologisch sinnvollen und ökologischen Wärmedämmung. Es ist ein diffusionsoffenes, kapillaraktives Innendämmsystem. Die porige Struktur des mineralischen Baustoffs ermöglicht eine Feuchtepufferung im Innenraum und schafft auf diese Weise ein angenehmes Wohnklima. Zudem wird durch eine Innendämmung die Möglichkeit eines Schimmelbefalls minimiert, da durch die Dämmmaßnahme an der Innenseite die Oberflächentemperatur der Wand erhöht und in der Folge die Feuchtebelastung reduziert wird. Das Poroton-WDF-System trägt neben dem natureplus-Gütezeichen auch das Siegel des »Blauen Engels« als nachhaltiger, emissionsarmer und wohngesunder Dämmstoff. Das WUFI-Siegel des Fraunhofer-Instituts bestätigt, dass das Produkt dem Feuchteschutznachweis nach DIN 4108 entspricht. J

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Radon-Beseitigung und Wärmedämmung in einem LIAPOR Radonbelastung ist auch in vielen Gebieten Deutschlands ein Thema. Die Liapor Radon-Ringdrainage bietet eine einfache, wirkungsvolle und wirtschaftliche Lösung zum Schutz vor gesundheitsschädlicher Radonbelastung im Haus. Gleichzeitig liefert die multifunktionale Blähtonkugel-Schüttung auch eine Wärmedämmung des Fundaments.

Entlüftung über Haufwerksporen Liapor bietet mit der Liapor Radon-Drainage eine effiziente Lösung, mit der sich insbesondere bei Neubauten die Radonbelastung auf ein gesundheitlich unbedenkliches Maß reduzieren lässt, heißt es in einer Mitteilung von Liapor. Sie ist eine Ringdrainage aus Liapor Blähtonkugeln, die unter dem Fundament sowie seitlich entlang des Kellergeschosses oder der Bodenplatte als Schüttung eingebracht wird. Das Prinzip: Die Drainage entlüftet den Raum unter der Bodenplatte und führt das Gas über die Haufwerksporen der Blähtonkugel-Schüttung am Gebäude vorbei ins Freie.

Damit bewirkt sie, dass das Gas nicht oder in nur unbedenklichen Mengen ins Gebäude dringen kann.

Lose oder zementgebunden Die Liapor Blähtonkugeln der Korngröße 4 – 8 mm können als lose Schüttung oder unter dem Fundament auch als zementgebundene Schüttung eingebracht werden. Die nur feine Benetzung der Kugeln mit Zementleim bietet mit rund 20 Prozent Porenvolumen laut Hersteller immer noch eine ausreichende Luftdurchlässigkeit für das Radongas. Zusätzlich können Revisionsschächte und -kanäle installiert werden, die wie Kamine die Entlüftung nochmals verstärken – insbesondere in den Bereichen entlang des Hauses, die beispielsweise mit Wegplatten belegt sind.

Einfach, sicher, multifunktional Für die Liapor Radon-Ringdrainage spricht auch, dass sie sicher und wirtschaftlich umsetzbar ist, so der Hersteller. Denn der Granulat-Eintrag kann schnell und unkompliziert per Schlauchleitung erfolgen.

LIAPOR

In weiten Teilen Deutschlands liegt die Radonbelastung je nach Untergrund weit über dem neuen Referenzwert von 300 Becquerel, der für Gebäude im aktuellen Strahlenschutzgesetz aufgeführt ist. Bis Ende 2020 müssen die Bundesländer gemäß Strahlenschutzgesetz ermitteln, in welchen Gebieten in Gebäuden eine hohe Radonkonzentration zu erwarten ist und bauliche Schutzmaßnahmen folgen werden.

Ein weiterer Vorteil der Liapor-Lösung liegt darin, dass die Blähton-Schüttung quasi gratis dazu die erforderliche Wärmedämmung mitliefert. Damit ist jeder Bauherr mit Liapor nicht nur in Sachen Radonbelastung, sondern auch hinsichtlich der Wärmedämmung auf der sicheren Seite, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Die nicht brennbare, frostsichere und schädlingsresistente Liapor-Schüttung zeichne sich zudem durch hohe Stabilität und Druckfestigkeit aus, verringere den umgebenden Erddruck und schütze auch vor Wasser und Staunässe. Nicht zuletzt erfülle die Liapor Radon-Ringdrainage als reines Naturprodukt auch hohe ökologische Ansprüche. J

Die Liapor Blähtonkugeln können als lose oder zementgebundene Schüttung eingebracht werden.

Moderner Baustoff mit explosiver Geschichte JASTO Das Mauerstein-Sortiment von Jasto zeigt, dass Leichtbeton ein vielseitiger Baustoff ist. Steine für hochwärmedämmende Außenwände sind beispielsweise durch Rohstoff-Zusammensetzung und Steingeometrie speziell auf energieeffiziente Bauweisen eingestellt. Doch Leichtbeton-Mauerwerk lässt sich für Wände mit den unterschiedlichsten Anforderungen optimieren. Die Grundlage dafür bilden die Zuschlagstoffe, mit denen der Leichtbeton hergestellt wird. Je nach Verwendungszweck kommen bei Jasto die vulkanischen Baustoffe Bims, Lava oder Basalt als Zuschlag zum Einsatz. Der Bims wird beispielsweise zur Produktion der Jasto-Thermsteine genutzt. Lava und Basalt dienen zur Herstellung von Phonsteinen für Innen-

Der neue Jasto Amboss-Stein mit einer Wanddicke von 42,5 cm erreicht in der Festigkeitsklasse 6 laut Hersteller eine Wärmeleit­ fähigkeit von 0,10 W/mK.

wände mit guter Schalldämmung. Zudem werden sie für die Herstellung von Betonpro-

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dukten für den GaLaBau eingesetzt. Lava wird dabei eher für Hohl- und Vollblöcke in mittleren Rohdichten verwendet und Basalt für Hohl- und Vollblöcke in höheren Rohdichten sowie für Pflaster und Platten.

Und dies ist eine Stärke von Leichtbeton. Denn mit den unterschiedlichen Produkten für hochwärmedämmende Außenwände sowie für schalldichte Innenwände ist ein homogenes Bauen möglich. Auch im Hinblick auf den Brandschutz ergibt sich eine gleichmäßige Sicherheit auf hohem Niveau. Genau wie Betonelemente werden auch sämtliche Leichtbetonsteine mitsamt einer gegebenenfalls integrierten Mineralwolle-Däm-


beck-heun.de

Ein »Deckel« schützt die Jasto Kombi-Steine. Der Dämmstoff ist auf der Oberseite der Steine werkseitig durch eine Betonschicht abgedeckt. Von unten ist das neue Steinbild sichtbar. mung in die Brandschutzklasse A1 eingestuft, sie zählen zu den feuersicheren, nichtbrennbaren Baustoffen, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers.

Druckfestigkeit + Wärmedämmung

JASTO

Für Außenwände im mehrgeschossigen Wohnungsbau sind Steine gefragt, die bei einer hohen charakteristischen Druckfestigkeit eine gute Wärmedämmung aufweisen. Eine wichtige Produktreihe für Jasto sind deshalb die zu den Thermsteinen zählenden neuen Kombi-Steine. Mit einer geänderten Anordnung von Stegen, Schlitzen und Dämmstoffkammern hat Jasto die charakteristische Druckfestigkeit (den fK-Wert) nach eigenen Angaben um rund 40 Prozent gesteigert. Die wärmetechnischen Eigenschaften seien dabei auf unverändert hohem Niveau geblieben. Die Thermsteine ohne innen liegende Dämmung sind ebenfalls mit einem neuen Steinbild ausgestattet. Sie erreichen je nach Ausführung sogar einen fK-Wert von bis zu 2,7 N/mm² und erlauben Geschosshöhen von bis zu fünf

Stockwerken. Mit den neuen Steinen wird auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau eine monolithische Bauweise möglich, bei der keine zusätzliche Dämmung der Außenwand erforderlich ist. Ein weiterer Neuzugang ist der Jasto Amboss-Stein mit einer Wanddicke von 42,5 cm. Durch eine spezielle Anordnung der innen liegenden Dämmstoffkammern bewahrt er auch in höheren Festigkeitsklassen seine guten Wärmedämmeigenschaften. So erreicht er beispielsweise in der Festigkeitsklasse 6 eine Wärmeleitfähigkeit von 0,10 W/ (mK) und einen U-Wert von 0,22 W/(m²K), so der Hersteller. Ein wichtiges Thema für den mehrgeschossigen Wohnungsbau ist der Schallschutz. Auch die aktualisierte Norm DIN 4109 gesteht dem Baustoff Leichtbeton weiterhin einen Bonus zu. Für die Formel zur Ermittlung des Direktschalldämmmaßes Rw,R kann ein um 2 dB niedrigerer Wert angesetzt werden als bei anderen massiven Wandbaustoffen. Trotz des scheinbar kleinen Wertes ist dies ein deutlich hörbarer Unterschied. J

Nach dem Abbau durchläuft der Bims eine aufwendige Aufbereitungs- und Siebtechnik und wird als Waschbims zur Basis der hochwärmedämmenden Leichtbetonsteine.

Die Lüftung macht den Unterschied. Ziegelrollladen- und -raffstorekästen der Serie ROKA-LITH erstmalig mit dezentralem Lüftungssystem. Die Serie ROKA-LITH unserer Ziegel-Massivbaukästen wird nun durch zwei Neuzugänge ergänzt, deren herausragendes Merkmal ihr seitlich integriertes AIRFOX®-Lüftungssystem ist: ROKA-LITH RG CLASSIC AIRFOX® S und ROKA-LITH SHADOW AIRFOX® S. Genial daran: Erstmalig werden Ziegelbauweise, Beschattung und dezentrale Lüftung miteinander vereint. Sobald in Betrieb genommen, gewinnt AIRFOX® bis zu 91% der Raumwärme zurück und trägt somit maßgeblich zur Reduzierung von Wärmeverlusten bei. Die Vorschriften der Lüftungsnorm DIN 1946-6 im Rahmen einer gewöhnlichen Kastenmontage werden problemlos erfüllt. Beck+Heun Team Süd +49 (0) 8295 9695-7106 51                                                                                                                                                                  November 2019


Bei außen liegenden Aufzugsschächten sorgt eine durchgehende Schraubbewehrung für eine stabile Verbindung der einzelnen Elemente. Sie liegt in einem Hüllwellrohr, das über die gesamte Schachthöhe mit Vergussmörtel verfüllt wird.

Ruckzuck zum Aufzugsschacht HIEBER Eine so schnelle Montage von Aufzugsschächten ist beeindruckend: Mit maßgefertigten Schacht­ elementen aus Beton bietet die Hieber Betonfertigteilwerk GmbH aus Wörleschwang komplett einbaufertige Geschossverbindungen an. Die schlanken Systemkomponenten werden vierseitig gegossen und voll ausgestattet geliefert. Dabei macht ihre Vorfertigung den entscheidenden Unterschied: Denn weil Einbauteile wie Halfenschienen und Gerüsthülsen bereits werkseitig in die Fertigteile integriert werden, entfallen auf der Baustelle zahlreiche Arbeitsschritte. Bei den Aufzugsschächten von Hieber macht die individuelle Vorfertigung der einzelnen Betonelemente den entscheidenden Unterschied. »Wir arbeiten schon bei der Planung eng mit dem Aufzugsbauer zusammen. Deshalb können wir alle Einbauteile und Aussparungen wie Türöffnungen und Absturzsicherungen bereits werkseitig in die Fertigteile integrieren. Unsere Kunden sparen sich so auf der Baustelle viel Zeit und Geld«, so Alexander Hieber, Geschäftsführer der Hieber Betonfertigteilwerk GmbH. Aufgrund der Vorfertigung im Werk in Wörleschwang entfallen auf der Baustelle langwierige Arbeitsschritte wie zum Beispiel der Einbau von Halfenschienen oder Gerüsthülsen. Auch aufwendige Schalungsarbeiten, Ausschalfristen oder Trocknungszeiten gehören der Vergangenheit an.

Der Spezialist bietet Präzision

Verbindung je nach Bedarf

Ein Garant für den unkomplizierten Einbau der Schachtelemente aus Beton sei laut Hersteller die Präzision, mit der Hieber in seinem Fertigteilwerk produzieren kann. »Wir schaffen das mit automatisierten Abläufen in unseren Produktionshallen natürlich viel maßhaltiger und vor allem auch deutlich wirtschaftlicher im Vergleich zum Arbeiten mit einer herkömmlichen Schalung auf der Baustelle«, betont der Geschäftsführer. In der Praxis überzeugt sein Unternehmen aber nicht nur mit einem Plus an Maßgenauigkeit und Qualität der Produkte, sondern vor allem auch mit seinem Top-Service, heißt es in einer Mitteilung von Hieber. Über ein ausgeklügeltes Logistik-Konzept können die Betonfertigteile von Hieber je nach Baufortschritt abgerufen und geliefert werden, so können Engpässe beim Lagerplatz auf der Baustelle vermieden werden.

Auf welche Art sie dabei miteinander verknüpft werden, hängt von ihrer Umgebung ab: Bei Aufzugsschächten im Innenbereich, die keinen Wettereinflüssen wie Schnee und Wind ausgesetzt sind sowie statisch nicht mit dem Gebäude verbunden werden, sorgt eine Hüllwellrohr-Steckverbindung für eine ausreichend stabile Verbindung. Bei außen liegenden Schächten sowie Schächten, die zur Aussteifung des Gebäudes benötigt werden, werden die Betonelemente dagegen mit einer durchgehenden Schraubbewehrung zusammengehalten. Diese liegt in einem Hüllwellrohr, das vom Anschluss im Fundament bis zur Deckplatte reicht und über die gesamte Schachthöhe mit Vergussmörtel verfüllt wird.

Einfache und schnelle Montage

HIEBER

Bei der Herstellung seiner Schachtelemente nimmt der Betonfertigteilspezialist Rücksicht auf die Besonderheiten einer Baustelle. »Wenn die Krankapazitäten vor Ort eingeschränkt sind, teilen wir die Schächte einfach auf mehrere Elemente auf, damit das Limit beim Kraneinsatz nicht überschritten wird«, erklärt Alexander Hieber. In der Regel bringen die Elemente je nach Größe ein Gewicht von fünf bis 18 t auf Waage. Auf der Baustelle lassen sich die Systemkomponenten dann einfach und schnell montieren.

Individuelle Maße möglich Die innovativen Aufzugsschächte der Hieber Betonfertigteilwerk GmbH werden individuell nach Kundenwunsch hergestellt. Sie werden immer vierseitig gegossen. Ihr Schachtinneres muss mindestens 1,5 x 1,5 m und darf höchstens 3,5 x 2,5 m groß sein; die Wandstärken variieren zwischen 15 bis 30 cm. Die Höhe der Betonelemente kann bis zu 7 m betragen, wobei die geschosshohe Ausführung der Regelfall ist, um den Versetzaufwand und die Nacharbeiten möglichst gering zu halten. Gemäß des Systemgedankens bietet Hieber auch die Aufzugsunterfahrt als Fertigteil an, die mit druckwasserdichtem Anschluss geliefert werden kann. J

Die Schachtelemente sind in mehrteiliger Ausführung erhältlich. So nimmt Hieber schon bei der Fertigung im Werk Rücksicht auf die Krankapazität auf der Baustelle.

November 2019                                                                                                                                                                  52


Praktische Eigenschaften, überzeugende Ergebnisse

MEVA

MEVA Reinigungsfreundlichkeit, Ergonomie und geringes Gewicht sind entscheidende Faktoren für den Einsatz modularer Deckenschalungen. Mit der Weiterentwicklung der bewährten »MevaDec« geht Meva auf diese Anforderungen ein und bietet eine neue Generation dieses cleveren Systems an. Der verbesserte Querschnitt des Randprofils von »MevaDec« und die angepasste Hauptträger-Rinne reduzieren mögliche Betonanhaftungen auf ein Minimum, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Zudem biete die neue Generation optimierte Handlingseigenschaften aufgrund integrierter Griffprofile und punkte durch ihr geringes Gewicht. Basierend auf allen bewährten Systemvorteilen der Vorgängerversion, bietet die neue »MevaDec« weiterhin die drei bekannten Schalmethoden.

Die neue Generation der »MevaDec« überzeugt durch geringeres Gewicht, hohe Reinigungsfreundlichkeit und optimierte Handhabung.

Schneller Baufortschritt

Das aktuelle Bauprojekt in Waldmössingen umfasst ein Bürogebäude mit drei Etagen sowie weitere Deckenbereiche in einer angrenzenden Werkshalle. Nach zahlreichen Einsätzen auf der Baustelle lässt sich die Reinigungsfreundlichkeit des weiterentwickelten Systems belegen. Aufgrund des neuen Designs reduziere sich der Reinigungsaufwand auf ein Minimum und spare dadurch Zeit und Kosten. J

Im Einsatz auf der Baustelle hat sich die neue Deckenschalung laut Meva bewährt und ihre Praxistauglichkeit demonstriert. »Das Frühausschalen und die dadurch reduzierte Materialvorhaltung bieten uns mit Blick auf einen schnellen Bauprozess klare Vorteile«, freut sich Bauleiter Sascha Grübel von Züblin. Der verantwortliche Projektleiter Hartmut Schnizer von PreArt Bau stimmt

ihm zu und sagt: »Für mich ist ›MevaDec‹ die erste Wahl und mit der neuen Generation haben wir jetzt noch mehr Vorteile in der Anwendung.«

Einfache Reinigung

Meisterhaft bis in die letzte Faser. Der Schöck Isokorb® CXT.

WISSENSWERTES ... Die Meva Schalungs-Systeme GmbH ist ein mittelständischer, familiengeführter und international tätiger Schalungshersteller mit Stammsitz in Haiterbach im Nordschwarzwald. Seit 1970 ist Meva Pionier und Impulsgeber der Schalungsbranche. Daher ist es für das Unternehmen Motivation und Verpflichtung, mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten sowie umfassenden Dienstleistungen Bauunternehmen von klein bis groß bei ihren Projekten zu unterstützen. Das Produktportfolio reicht von Wand- und Deckenschalungen, Traggerüsten und Zubehör bis hin zu Kletter- und Sicherheitssystemen sowie Sonderschalungen und digitalen Lösungen. Mit rund 600 Mitarbeitern an 40 Standorten in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten ist Meva weltweit als Ansprechpartner vor Ort und erreicht eine Jahresgesamtleistung von mehr als 130 Mio. Euro.

Der Schöck Isokorb® CXT verbindet den innovativen Glasfaserverbundwerkstoff von Schöck mit dem bewährten tragenden Wärmdämmelement. Planen Sie ab sofort mit dem energetisch besten Produkt – jetzt preisgleich zu Schöck Isokorb® XT.

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Schöck Bauteile GmbH | Vimbucher Straße 2 | 76534 Baden-Baden | Telefon: 07223 967-0 | www.schoeck.de


GLASS GMBH BAUUNTERNEHMUNG

Über vier Kilometer Fluchtbalkone für mehr Sicherheit Der Bildungscampus ist das mit Abstand größte Schulbauprojekt der Landeshauptstadt München und eines der größten in Deutschland.

SCHÖCK (2)

SCHÖCK Der Stadtteil Freiham ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Münchens und wird rund 25.000 Bewohnern ein neues, attraktives Lebensumfeld bieten. Ein wichtiger Baustein dieses Areals ist der Bildungscampus. Die architektonische Herausforderung des zweiten Rettungsweges lösten die Planer mit umlaufenden Fluchtbalkonen: befestigt und thermisch entkoppelt mit verschiedenen Typen des »Isokorb XT« des Herstellers Schöck.

In dem vom Baureferat der Landeshauptstadt München ausgelobten Realisierungswettbewerb für den Neubau des Bildungscampus Freiham konnten felix schürmann ellen dettinger architekten, München und Keller Damm Kollegen Landschaftsplaner Stadtplaner GmbH, München, mit ihrem Konzept überzeugen.

Bildungscampus Die Architekten ordneten die vier unterschiedlichen Schultypen auf dem Campusgelände so an, dass sie sowohl zueinander als auch zu den öffentlichen Freiflächen in einem direkten räumlichen Zusammenhang stehen. Der Gebäudekomplex besteht aus vier Bauteilen: Realschule und Gymnasium (RSG), Grundschule und Sonderpädagogisches Förder- und Kompetenzzentrum (GSF), Zentrale Mitte mit einer Mensa, einer Doppelsporthalle sowie einer Tiefgarage mit 110 PKW-Stellplätzen (ZTM) und einer oberirdischen Verbindungsbrücke zwischen der Zentralen Mitte und dem GSF-Komplex. Die umlaufenden Fluchtbalkone gliedern die Fassade horizontal und verleihen den Gebäuden Tiefe.

Zweiter Rettungsweg via Fluchtbalkon Die Architekten realisierten bei allen Gebäudekomplexen den vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg über Fluchtbalkone, die jedes Geschoss komplett umlaufen. So ist gesi-

Es wurden rund 80 verschiedene Isokorb Typen direkt in die Ortbetondecken mit eingebaut, davon 40 Typen als Sonderausführung.

November 2019                                                                                                                                                                  54

chert, dass die Schüler und Lehrer im Notfall direkt nach draußen flüchten und über die außen liegenden Treppenhäuser nach unten gelangen können. Das Tragwerk des Großprojekts planten die Büros Sailer Stepan und Partner, Beratende Ingenieure für Bauwesen VBI, München, und Krone Ingenieure GmbH aus Berlin in einer Planungsgemeinschaft. Moritz Hupfauf von Sailer Stepan und Partner erklärt: »Wie bei jedem Bauvorhaben bedarf es gerade bei den Anschlüssen der Balkone besonderer Aufmerksamkeit. Zum einen gilt es, in diesem Bereich Wärmebrücken zu vermeiden, zum anderen wirken besonders starke Kräfte auf der Verbindung von Gebäude und Balkon. Die Lösung war der ›Schöck Isokorb XT‹, der Bauteile wie Attiken, Vordächer oder wie hier Balkone thermisch voneinander trennt und gleichzeitig Teil der Statik ist.«

Fluchtbalkone Die insgesamt vier Kilometer langen Fluchtbalkone rund um die unterschiedlichen Gebäudeeinheiten, sind alle mit dem Schöck Isokorb befestigt. Die Fugenabschnitte zwischen den Balkonen wurden mit dem Schöck Dorn verbunden. Der Schöck Dorn ist für große Fugenabstände gut geeignet. Er sorgt laut Hersteller dafür, dass die Balkone sich nicht unterschiedlich senken und auf einer Linie bleiben. Auf der Nord-, Ostund Westseite kragen die Fluchtbalkone vom Deckenrand rund 2,10 m aus. An den südlichen Deckenrändern wurden die cirka 4 m breiten Balkonflächen auf Stützen aufgelagert. Die Treppenläufe der Fluchtbalkone sind in Ortbeton ausgeführt und mit


herausstehender Anschlussbewehrung zur monolithischen Verbindung mit den Balkonplatten ausgebildet. Es wurden rund 80 verschiedene Isokorb Typen direkt in die Ortbetondecken mit eingebaut, davon 40 Typen als Sonderausführung. »Wir haben die Fluchtbalkone aufgrund ihrer großen Abmessung in Ortbeton ausgeführt. Teilweise waren die Abschnitte bis zu 20 m lang und so hätte das Gewicht der Bauteile den Transport und die Montage unnötig erschwert. Die Balkone sind alle in Sichtbeton mit aufgerauter Oberfläche ausgeführt und verhindern so das Ausrutschen auf nasser Oberfläche«, erklärt Selina List, Bauleiterin von der Glass GmbH Bauunternehmung aus München, die für alle Rohbauarbeiten verantwortlich war. »Die Schalung der Balkone war recht komplex, weil auf der Unterseite Tropfnasen und auf der Oberseite Aufkantungen ausgebildet sind, um Schmutzfahnen zu vermeiden. Insgesamt haben wir cirka einen Kilometer Schalung für dieses Projekt hergestellt.« Moritz Hupfauf von Sailer Stepan und Partner, verantwortlich für die statische Berechnung des Gebäudekomplexes RSG, ergänzt: »Man entschied sich hier für eine Entwässerung der Balkone nach innen.

Die insgesamt vier Kilometer langen Fluchtbalkone rund um die unterschiedlichen Gebäudeeinheiten sind alle mit dem Schöck Isokorb befestigt.

Die Anordnung der Rinne in Längsrichtung machte einen hohen Querschnitt erforderlich. Die statische Optimierung führte zu einer Voutung des Querschnitts nach außen, was insbesondere in den Gebäudeecken zu einer recht komplizierten Geometrie führte. Im Zuge der Bauausführung wurde eine entsprechend aufwendige Schalung und Bewehrungsführung erforderlich, um die geforderte Sichtbetonqualität sicherzustellen.«

Sonderlösungen für spezielle Anforderungen In den Eckbereichen der hochbewehrten Bauteile liegen kreuzweise Bewehrungslagen mit einem Durchmesser von 20 mm übereinander. »Deshalb haben wir zusätzlich Sonderkörbe geplant, damit die Bewehrungsstäbe in den Bauteilen eine Lage tiefer eingesetzt werden können«, erläutert Claire Podlasly-Nehse, Anwendungstechnikerin der Schöck Bauteile GmbH. Zudem waren unterschiedliche Betondeckungen in der Höhe von 55 mm bis 60 mm notwendig, die den Einsatz von Sonderlösungen

erforderten. Auch die relativ großen Schnittgrößen, also die inneren Kraftgrößen, die das Bauteil gegen äußere Einwirkungen aufbringen muss, um nicht zu versagen, erforderten den Einsatz von unterschiedlichen Sonderkörben. »Wir können mit den Standardkörben ›XT Typ K‹ Querkraft VRd,z bis zu 125,4 kN/m abdecken. Da waren aber Bereiche, die deutlich mehr an Querkraft verlangten. Für diesen Zweck haben wir ebenfalls Sonderelemente ausgearbeitet«, so Claire Podlasly-Nehse. J

Neue Aufzugsisolierung reduziert Luftschallbelastung POHLCON Auf der diesjährigen »interlift« präsentierte PohlCon sein neues Körperschalldämmelement zur akustischen Schallentkopplung von Aufzügen. Die Aufzugsisolierung »JAI« besteht aus mehreren Stahlund Elastomerplatten, die in einer Sandwichkonstruktion angeordnet sind und so den eingeleiteten Körperschall zuverlässig reduzieren. Zwischen Aufzugsführungsschiene und Schachtwand montiert, reduziert das Produkt den Körperschall und somit die Lärmbelastung in angrenzenden Räumen.

POHLCON

Zweischalig ausgeführte Aufzugsschachtkonstruktionen mit dem Ziel, den Körperschall zu reduzieren, verringern die Nutzfläche und sind oft in der Ausführung schwer

realisierbar. Die Aufzugsisolierung »JAI« von Jordahl kann hier mit der einfachen Befestigung an Jordahl-Ankerschienen montiert eine wirtschaftliche Alternative bieten. Durch die Montage an den zugelassenen Ankerschienen ist die Tragfähigkeit des Gesamtsystems vollständig nachweisbar, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Planer wie auch Bauausführende profitieren von einer erhöhten Prozesssicherheit und Effizienz bei der Reduzierung des Schalldruckpegels im Aufzugsschacht. Zusätzlicher Aufwand durch Nacharbeiten, um die vertraglich festgelegten Schallschutzziele zu erreichen, wird bereits in der Planungsphase vermieden. Zudem können durch das Dämmelement auch in angrenzenden Räumen des

Die neue Aufzugsisolierung »JAI« von Jordahl präsentierte PohlCon im Oktober auf der »interlift«.

WISSENSWERTES ... PohlCon mit Hauptsitz in Berlin ist der zentrale Ansprechpartner für die drei etablierten Marken Puk, Jordahl und H-Bau Technik. Mit der steigenden Komplexität bei der Planung wird die umfassende Beratung immer wichtiger. Durch den gemeinsamen Vertrieb der drei Herstellermarken erleichtert PohlCon nicht nur die Orientierung, sondern schafft mit einem zentralen Ansprechpartner für verschiedene Gewerke und Bauphasen eine anwenderfreundlichere Lösung. Das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter mit einem breiten Spektrum verschiedener Expertisen. Von Vertriebsmitarbeitern über Beratungsingenieuren bis zu Montagespezialisten für Elektroinstallation stehen die Profis den Kunden zur Seite. Aufzugsschachtes die Schallschutzziele für schutzbedürftige Räume erreicht werden. Das sorgt für eine noch effektivere Raumausnutzung im Gebäude. Bewohner erhalten einen erhöhten Wohnkomfort durch die geringeren Schallbelastungen und können dennoch auf die Vorzüge eines modernen Aufzugs zugreifen. J

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PCI

Das System »PCI Barra« ist eine Lösung für die nachträgliche Innenabdichtung und Mauerwerkssanierung. »PCI Barra Creme« als eine der Systemkomponenten dient als Horizontalsperre gegen eindringende Feuchtigkeit. Die Injektion lässt sich einfach und drucklos ins Mauerwerk einbringen.

Dicht von innen: Neues System für trockene Kellerwände PCI Ein neues Komplettsystem zur Innenabdichtung von feuchten Kellerräumen hat PCI Augsburg entwickelt: »PCI Barra«. Das System besteht von der Horizontalsperre bis zum Feinputz aus fünf aufeinander abgestimmten, einfach verarbeitbaren Produkten. Die Innenabdichtung schützt laut PCI Keller dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit und eignet sich ebenso für die Mauerwerkssanierung. Das System beinhaltet »PCI Barra Creme« und gestalten die Oberfläche, heißt es in und»PCI Barra Gisol« als Horizontalsperre einer Mitteilung des Herstellers. abhängig vom Durchfeuchtungsgrad. Für Verarbeiter, Planer und Architekten sind den Schutz gegen rückseitige Durchfeuchmit dem System »PCI Barra« auf der sichetung kommt die mineralische Dichtschlämme ren Seite: Alle Systemkomponenten sind »PCI Barraseal« zum Einsatz. Haftvermittaufeinander abgestimmt und geprüft sowie zertifiziert. Sie erfüllen ler für den nachfoldie Anforderung nach genden Putz ist »PCI Das System »PCI Barra« ist eines von vier WTA-Merkblatt 4-6 Saniment HA«. Mit ganzheitlichen Systemlösungen, die PCI für »Nachträgliches Abdem Sanier- und Feindie sichere Abdichtung von Bauwerken bietet. dichten erdberührter putz »PCI Saniment Die Broschüren »Einfach auswählen. Einfach Bauteile«. Fachmän2 in 1« können Verabdichten. Einfach perfekt.« sowie die neu nisch verarbeitet, dicharbeiter die Wände aufgelegte Segmentbroschüre »Bautechnik« tet das System laut verputzen und die liefern dazu einen guten Überblick sowie Oberflächen gleichHersteller Keller dauDetailinformationen zu jedem einzelnen System. erhaft ab und sorgt zeitig optisch anspremit trockenen Wänchend gestalten. den für angenehmes Wohnklima und sinkende Heizkosten. Einfache Beratung, sichere Verarbeitung Von der neuen Komplettlösung profitieren Mit wenigen Arbeitsschritten zum Erfolg alle: Fachhändler haben eine übersichtliFür Verarbeiter zählt neben der hohen Siche Systemlösung im Sortiment und köncherheit auch eine einfache und schnelle nen ihre Kunden gut und einfach beraten: Die Barra-Produkte bilden eine verlässliche Verarbeitung. Auch hier kann »PCI ­Barra« punkten. Alle Systemprodukte sind mit Barriere gegen eindringende Feuchtigkeit. wenig Aufwand an der Kellerinnenseite Die ebenfalls zum System gehörenden Saniment-Produkte verhindern Ausblühungen angebracht, verspricht der Hersteller. Kur-

November 2019                                                                                                                                                                  56

ze Trocknungszeiten bringen einen schnellen Arbeitsfortschritt. »Altbauten von außen zu sanieren ist oftmals nicht möglich, weil sich die Keller nicht freilegen lassen oder der Aufwand und damit die Kosten zu hoch sind. Genau für diese Sanierungsfälle haben wir das System ›PCI Barra‹ entwickelt. Damit werden auch in Altbauten Kellerräume zu Lebensräumen«, erläutert Tobias Gutberlet, Product Manager Construction Systems PCI Group. J

WISSENSWERTES ... PCI Augsburg ist Teil des Unternehmensbereichs Bauchemie der BASF und Spezialist im Bereich Fliesenverlegewerkstoffe für Fachbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen bietet außerdem Produktsysteme für Abdichtung, Betonschutz und -instandsetzung sowie ein Komplettsortiment für den Bodenleger-Bereich an. Die PCI Gruppe beschäftigt europaweit über 1 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Umsatz von über 300 Mio. Euro netto.


Industrie- & Gewerbebau

EFAFLEX AGVs, Automatic Guided Vehicles, bewegen riesige Materialrollen vom Lager zu den Produktionslinien. Überall kann man Bewegung wahrnehmen. Trotzdem ist die Halle fast menschenleer. Tore öffnen und schließen nach dem Passieren der Fahrzeuge schnell wieder, ganz automatisch. Die Schnelllauftore von Efaflex kommunizieren miteinander, smart vernetzt. Bei SIG Combibloc kommt es ganz besonders darauf an, dass die Tore schnell und zuverlässig öffnen und schließen. Auch hier setzen die Verantwortlichen auf die Schnelllauftore von Efaflex. Die SIG Combibloc in Linnich, ein Systemund Lösungsanbieter für aseptische Verpackungen, hat die bodendicht abschließenden Schnelllauftore für Hallenabschluss und Multischleusen montiert. Denn nicht das kleinste Insekt darf in Lager und Herstellungsbereiche. Das Unternehmen unterliegt in Produktion und Verpackung strengen lebensmittelrechtlichen Anforderungen. Wie alle Werke der SIG sind auch die Produktionswerke in Linnich nach zertifizierten Qualitäts-, Umwelt- und Hygienemanagementsystemen zertifiziert.

Gute Erfahrungen mit Efaflex-Toren »Wir haben in unserem Werk etwa 113 Tore, 80 Prozent davon sind bereits Tore von Efaflex«, berichtet Dieter Spelz, Sachbearbeiter Infrastruktur bei SIG Combibloc in ­Linnich. Er trägt Verantwortung für alles, was mit

Die Schnelllauftore von Efaflex gibt es in verschiedensten Ausführungen, immer speziell nach den Anforderungen des Kunden ausgerichtet. den Gebäuden auf dem Werksgelände zu tun hat, für Neubauten und Reparaturen. »Früher hatten wir häufiger Anfahrschäden. Seit wir die Tore von Efaflex haben, gibt es praktisch keine Kollisionen mehr.« Dieter Spelz erklärt, warum er die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für schnelllaufende Industrietore so schätzt: »Kundendienst und Außendienst von ­Efaflex reagieren sehr flexibel. Wir hatten für eines der Tore wenig Platz. Deshalb haben wir dafür schmalere Torlamellen bekommen. Somit wurde auch der Behangkasten kleiner. Diese Lösung hat uns so gut gefallen, dass wir sie jetzt beibehalten.« Dieter Spelz verdeutlicht das dringende Erfordernis der Zuverlässigkeit der schnellen Produkte: »Wir brauchen diese Tore für einen reibungslosen Produktionsablauf. Im Beschichtungsbereich verarbeiten wir PE-Folien mit einer Stärke im Mikrobereich. Bekämen wir hier Durchzug, würden die Folien sofort umschlagen. Das würde Produktionsausfall bedeuten.« Gäbe es doch mal eine Störung, reagiere der Kundendienst der Niederlassung Hilden sofort und sei spätestens am kommenden Tag vor Ort.

Technische Infos und Ausführungen »Kundendienst und Außendienst von Efaflex reagieren sehr schnell und flexibel – das ist für uns sehr wichtig.« Dieter Spelz, Sachbearbeiter Infrastruktur SIG Combibloc Linnich

Die Ingenieure von Efaflex haben schnelllaufende Spiraltore für den Hallenabschluss neu konzipiert. Das beinhaltet eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften sowie eine Optimierung der Funktionalität. Das neue Torblatt für die Industrietore ist robust, langlebig sowie wärme- und schalldämmend. Der Hersteller bietet serienmä-

EFAFLEX

Smarte Befehle für schnelle Tore

ßig thermisch getrennte »EFA-THERM«-Isolierlamellen für das »EFA-SST«. Je nach Torgröße und Anzahl der ISO-Sichtlamellen erreichen die Tore überzeugende U-Werte. Diese Eigenschaft sorgt für eine angenehme Arbeitstemperatur für die Mitarbeiter. Je nach gewünschtem Lichteinfall und dem Einsatzort des Tores können Kunden für ihr »EFA-SST« die Anzahl der gewünschten »EFA-­CLEAR«- Klarsichtlamellen selbst bestimmen. Die Tore werden in Standard-Baugrößen bis 10 000 mm Breite und 12 000 mm Höhe ausgeliefert. Zum Lieferumfang gehört ein TÜV-geprüftes Torlinien-Lichtgitter (»EFA-TLG«), das genau in der Torschließebene wirkt. Das Sicherheits-System ist vollkommen geschützt in den Seitenzargen integriert und erzeugt bis zu einer Höhe von 2,5 m ein dichtes Lichtgitter aus Infrarot-Strahlen. Hindernisse werden berührungslos erkannt, die automatische Schließbewegung wird sofort gestoppt. Durch die variabel kombinierbaren Eigenschaften des »EFA-SST« ist das Tor eine geeignete Lösung für zahlreiche Aufgabenstellungen der Logistikbranche. J

SPEZIELLER EINSATZBEREICH Einige der »EFA-SST« im Werk sind für explosionsgefährdete Bereiche geeignet. Die »EFA-SST ATEX« sind gemäß ATEX-Richtlinie 2014/34/EU speziell entwickelt für den Einsatz im EX-Bereich für die Zone 1 (II 2G IIB T4 Gb), Zone 2 (II 3G IIB T4 Gc), Zone 21 (II 2D IIIB 135°C Db) und Zone 22 (II 3D IIIB 135°C Dc).

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FRANK P. BIEBER E.K. – AUSBAUSYSTEMTECHNIK

Es galt HEA-Stahlstützen, Stahlträgerunterzüge und Deckendiagonalen sowie diverse L-Stahlträger und I-Träger (bis HEA 1 000 mm) zumeist vierseitig zu bekleiden.

Durchdachte Brandschutzkonstruktionen überzeugen auch Jury SAINT-GOBAIN RIGIPS Der bauliche Brandschutz rettet Leben. Dabei bleibt er meist im Verborgenen, zum Beispiel in Form von Brandschutzwänden. Dass ein wirksamer Schutz vor Feuer und Rauch durchaus auch eine ästhetische Komponente haben kann, wird bei einem Blick in zwei umgebaute Werkshallen des Reifenherstellers Continental Reifen im hessischen Korbach deutlich: Über viele Dutzend Meter erstrecken sich Stahlstützen und -träger unter den beiden Hallendächern. Aufgrund der Nutzungsänderung der Hallen und infolge geänderter Auflagen der Bauaufsichtsbehörde mussten die Stahlkonstruktionen komplett in F 90-A ertüchtigt werden. Eine Aufgabe, die der Ausbauspezialist Frank Bieber und sein Team mit dem Brandschutzsortiment von Rigips lösten. Für diese Leistung wurden die Trockenbauprofis im Rahmen der 11. Rigips Trophy mit dem Sieg in der Wettbewerbskategorie Brandschutzsysteme ausgezeichnet. Rund 3 500 Mitarbeiter und 150 Auszubildende beschäftigt Continental Reifen Deutschland am Standort in Korbach. Um am Werksstandort eine neue, moderne Produktionsanlage für Gummimischungen installieren zu können, wurde für ein ehemaliges Kesselhaus auf dem Gelände eine baurechtliche Nutzungsänderung vorgenommen. Das Gebäude aus dem Jahr 1948 besteht aus einer massiven Stahlbetonhülle, die innenseitig aufgrund der hohen Nutzlasten und der Gebäudehöhe mit einer groß dimensionierten Stahlkonstruktion unterstützt wird.

Hoch, groß und komplex »In den Vorgesprächen zu diesem Projekt haben sich für uns einige Herausforderungen ergeben, für die es Lösungen zu finden galt«, erinnert sich Frank Bieber. »Da war zum einen die Gebäudehöhe. Stahlträger und -unterzüge mussten teils in rund 20 m Höhe brandschutztechnisch ertüch-

tigt werden. Hinzu kam die Tatsache, dass parallel zu unseren Arbeiten bereits die Produktionsanlagen für die Gummiverarbeitung installiert wurden. Entsprechend mussten zum einen spezielle Arbeitsgerüste entwickelt werden, die es uns ermöglichten, trotz der beengten Platzverhältnisse an die Tragwerkskonstruktionen zu gelangen. Zum anderen mussten wir so staubfrei wie möglich arbeiten, um die neuen Produktionsanlagen zu schützen.« Nicht minder komplex wurden die Arbeiten durch die Stahlbauteile selbst: Fachwerkträger aus Winkelstahlprofilen, diverse Stahlträgerprofile und zahlreiche Kreuzungspunkte von Trägern und Stützen mussten durchgängig in F 90-A gemäß DIN 4102-2 brandschutztechnisch ertüchtigt werden.

Staubfrei arbeiten parallel zur Anlageninstallation »In enger Abstimmung mit den Anwendungstechnikern von Rigips haben wir uns für eine profilfolgende Bekleidung des

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Stahltragwerks mit der Brandschutzplatte ›Glasroc F‹ entschieden. Um die schwierigen Anordnungen und Verbindungen brandschutztechnisch optimal umsetzen zu können und ein möglichst staubfreies Arbeiten sicherzustellen, haben wir unter anderem eine mobile Zuschnittanlage inklusive Absaugeinrichtung vor Ort installiert. Mit ihr konnten wir auch die vielen kleinen Formate und Details in der Bekleidung passgenau und ohne großen Zeitverlust realisieren«, so Frank Bieber. Es galt HEA-Stahlstützen, Stahlträgerunterzüge und Deckendiagonalen sowie diverse L-Stahlträger und I-Träger (bis HEA 1 000 mm) zumeist vierseitig zu bekleiden. Die Dimensionen reichten dabei von 2 m langen Stahlstützen bis zu einem rund 18 m langen HEM-260-Deckenunterzug, welcher in luftiger Höhe des zweiten Obergeschosses die Halle durchläuft. »Problematisch war insbesondere das teilweise grenzwertige U/A-Verhältnis einiger Fachwerkträger. Vie-


In der Wettbewerbskategorie »Brandschutzsysteme« der Rigips Trophy werden vor allem technische Leistungen bewertet, in diesem Fall zeigten sich die Juroren zudem von der Optik begeistert: Allzu oft sorgen Konstruktionen, die im Brandfall Leben retten können, dafür, dass markante Details hinter Wand- und Deckenverkleidungen verschwinden. Hier hingegen blieb das Tragwerk sichtbar und trotz brandschutztechnischer Einhausung in seiner Schönheit erhalten.

lich wurden. Und das auch trotz der vielen freien Konturen, die eine aufwendige Ausbildung von Anschlussdetails erforderten.«

Profilfolgende Bekleidung optisch ansprechend

le Abweichungen von Standardkonstruktionen bedingten eine relativ zeitaufwendige Umplanung, die in ständiger Abstimmung mit den Rigips-Technikern erfolgte. Unser Ziel war es, alle Konstruktionen gemäß den vorhandenen Prüfzeugnissen auszuführen, ohne dass zusätzliche Nachweise erforder-

Eine Aufgabenstellung, der Frank Bieber und seine Mitarbeiter mit den Leistungsmerkmalen und den Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen der eingesetzten »Glasroc F«-Platten gerecht werden konnten. Denn diese Brandschutzplatten entsprechen als vliesarmierte Gipsplatten nach DIN EN 15238-1 dem Typ GM-FH2 mit verringerter Wasseraufnahmefähigkeit und verbessertem Gefügezusammenhalt bei hohen Temperaturen. Auch nach langer

Brandeinwirkung bleiben die Tragwerksbekleidungen formstabil und rissfrei, so der Hersteller. »Bekleidet wurden die Stahlkonstruktionen je nach U/A-Wert mit 20 mm oder 25 mm starken ›Glasroc F‹-Platten. Profile mit besonders hohem U/A-Verhältnis erhielten eine doppellagige Brandschutzbekleidung aus 2 x 15 mm starken Platten. Die vollflächige Verspachtelung erfolgte anschließend mit ›VARIO Fugenfüller‹. Dank der einfachen Verarbeitung der Platten und des dadurch sehr exakten Zuschnitts konnten wir auch den engen Zeitplan für die brandschutztechnische Ertüchtigung zuverlässig einhalten«, so Frank Bieber. J

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Ein Aufzug für den »Heidehimmel« PASCHAL Baumwipfelpfade liegen im Trend – bei diesem Projekt ist der Name Programm: 44 Meter hohe Stahlbetonkonstruktion als massiver Ankerpunkt und barrierefreier Zugang für den Baumwipfelpfad »Heidehimmel« am Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf. Unterstützt wurden die ausführenden Bauunternehmer beim Schalen der Aufzugsschächte von Paschal.

Mitten im Wald Um möglichst wenig Boden zu versiegeln, wurde die Stahlbetonkonstruktion auf einer minimalen Grundfläche von 11 m x 11 m erstellt. Für die sichere Gründung des freistehenden Aufzugsschachtes sorgen 64 Stahlrammrohr-Pfähle und die massive 1,60 m dicke Stahlbetonbodenplatte. Ab hier wurde die Stahlbetonkonstruktion von dem Bauunternehmen Holtmeyer mit gemieteten Schal- und Klettersystemen von Paschal rasch in die Höhe betoniert. Nach nur 13 Wochen waren die Stahlbetonarbeiten abgeschlossen. Um dieses Tempo zu ermöglichen, wurde seitens Paschal in Abstimmung mit dem Ingenieurbüro Prof. Dr.-Ing. Ulrike Kuhlmann, Bürogemeinschaft Kuhlmann Gerold Eisele, eine ausgefeilte Schal- und Taktplanung ausgearbeitet. Diese Planung beinhaltete auch die Bewehrungsstöße, die mit Schraubbewehrungen erfolgten.

Sicher, schnell und exakt mit 14 Betoniertakten auf 44 m Höhe geklettert.

Die Schalungsplanung von Paschal basierte auf den Systemen »LOGO.3« kombiniert mit dem Klettersystem 240 cm. Damit alles im System geschalt werden konnte, reichten 84,5 m² Wandschalung des Systems aus. Als Innenschalung, also als Schachtschalung, kam die »LOGO.3« mit vier Ausschal­ innenecken zum Einsatz, die für das rasche Ein- und Ausschalen sowie das exakte Innenmaß sorgen. Das Ausschalen erfolgte mittels des schnellen Zurückspindelns. Dann wurde die komplette Innenschalung mit einem Kranhub zum nächsten Betoniertakt angehoben. Die Schachtschalung wurde mit den Spindeln exakt auf das quadratische Innenmaß von 2,75 x 2,75 m eingestellt. Im Abstand von 35 cm, der Wandungsdicke, wurde die Außenschalung aus kranversetzbaren Schaleinheiten, bestehend aus der Wandschalung »LOGO.3« und dem Klettersystem 240 cm,

PASCHAL

Nachdem das Trio Biedenkapp aus dem Allgäu, Holtmeyer Bauunternehmen aus Bad Iburg und Paschal aus Steinach bereits eines der Highlights der Landesgartenschau in Bad Iburg, den 31 Meter hohen Stahlbetonturm für den Aufzugsschacht und als Auflager und Stützpunkt der v-förmigen Stahlkonstruktion mit umlaufender Treppe, gemeinsam realisierten, wurde nun die 44 Meter hohe Stahlbetonkonstruktion in Hanstedt-Nindorf erfolgreich erstellt.

als komplette Einheit je Schachtseite, mit dem Kran zum folgenden Betonier­abschnitt angehoben und über Kletterkonusse sicher verankert. Damit konnten pro Woche 2 Betoniertakte ausgeführt werden.

Arbeitssicherheit kombiniert mit fixer Montage Das Klettersystem »240« wurde mit dem vom DIBt zugelassenen Kletterkonus »M30/DW15« verankert. Der von Paschal entwickelte Kletterkonus ist für Verankerungstiefen von 250 bis 400 mm als normale Wandverankerung zugelassen. Damit steht für alle Kletter- und Bühnensysteme des Herstellers ein einheitliches System zur Verankerung von Konsolgerüsten zur Verfügung. J

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04/10/2019 12:17


Außenanlagen | Gestaltung & Technik Betonsteine für Genuss-Molkerei BRAUN-STEINE Passen Sahnejoghurt und Betonsteine zusammen? Die neu gestaltete Werkszufahrt samt Pforte der Molkerei Zott im bayerischen Mertingen tritt den Beweis an. Die großformatigen Polygonalplatten »Podium Architektur« von braun-steine bilden hier eine harmonische Gestaltung der Eingangsplattform der Genuss-Molkerei, sowohl außen als auch innen.

Einbindung rundet Eingangsbild ab Im Norden begrenzt ein Band aus fünf Fahrradboxen mit insgesamt 200 Fahrradstellplätzen das Entree. Die äußersten Bänder im Norden und Süden bilden die Besucherparkplätze, die mit dem Längsrasenfugen­ stein »Spirell« belegt sind. Die Fugen sind mit Dachbegrünungssubtrat verfüllt, das lineare Fugengrün ergänzt die seitlichen Pflanzbänder. »Der längs gerichtete Verband nimmt die Abfolge der Bänderung schön auf«, resümiert Haindl das Gesamterscheinungsbild des Eingangsbereichs. J

BRAUN-STEINE

Seit über 90 Jahren sitzt die Molkerei Zott raum, der weniger rau sein sollte, ließen im kleinen bayerischen Mertingen und prägt die Planer die Oberfläche durch eine zusätzdas Bild der Gemeinde. Das Unternehmen liche Schleifung verfeinern. Die rektifizierwächst stetig und so wurden die Werksten Platten erlauben ein enges Fugenbild. zufahrt und Pforte neu gestaltet. Sie präFür die Maßhaltigkeit des Verbands sägte sentieren sich mit der polygonalen Großbraun-steine die einzelnen Polygonalplatformatplatte »Podium Architektur«. »Die ten jeweils aus einer Großplatte. große Aufgabe war die Neuordnung der InGroßformatplatte stärkt Bandstruktur frastruktur«, fasst Norbert Haindl die Kom»Für das Gesamtbild war uns wichtig, dass plexität der Bauaufgabe zusammen. Der sich sämtliche Elemente und Details in die Landschaftsarchitekt und Partner bei becker + haindl führt aus: Achsen einfügen und die »Bisher gab es nur eine bandartige Abfolge stärNicht nur außen, auch im ken«, betonen die Planer Werkszufahrt, die Milch Empfangsgebäude wurde das wird aber sieben Tage Klas und Haindl. »Podigroßformatige Plattenmosaik verlegt. die Woche angeliefert, 24 um Architektur« konnte Stunden am Tag.« Wardurch seine lineare Verlegerichtung die große Bandtezeiten an der Engstelle waren daher keistruktur des Freiraums stärne Seltenheit. Der neue Eingangsbereich ken, mit seinen polygonalen ist nun großzügiger: Jeweils drei ZufahrtsEinzelformaten jedoch die und Ausfahrtsspuren lenken die AnliefePlatzelemente leicht integrung, ausgestattet sind sie mit Lkw-Waarieren. »Wir mussten viele gen und EDV-Anbindung. Das Herzstück unterschiedliche Elemente des Eingangsbereichs bildet jedoch der anaufgreifen, die Platte kann grenzende rund 1 200 m² große Platz samt das aber sehr gut überspiePforten- und Empfangsgebäude. len und hat eine tolle Optik«, Durchgehender Belag für innen und außen sagt Haindl. Das Ergebnis ist Kein Wechsel in Material und Form zwischen ein stimmiges, ruhiges EinFreiraum und Gebäude – einem Teppich gangsbild der Genuss-Molkegleich zieht sich das großformatige Plattenrei. Farbtupfer auf dem Platz mosaik der Polygonalplatte »Podium Architektur« über den gesamten Platz und durch das Empfangsgebäude hindurch. Die Möglichkeit, die Großformatplatte durchgängig zu verwenden, gab den Ausschlag für die Wahl, so das Planungsbüro Klas (Klas-Bau, Südtirol/Mertingen). »Uns war wichtig, ein einheitliches Bild für innen und außen zu schaffen, deswegen haben wir diese Möglichkeit so beharrlich verfolgt. Das heutige Erscheinungsbild hat unsere Vision bestätigt«, zeigt sich Klas-Bau zufrieden. Die plangefräste und sandgestrahlte Wie ein Teppich zieht sich das Oberfläche der Platten weist zudem die großformatige Plattenmosaik der erforderliche Rutsch- und Abriebfestigkeit Polygonalplatte über den Platz und für den Außenraum auf. Für den Innenins Gebäude hinein.

sind unter anderem die leuchtend rote Zickzack-Bank in Anlehnung an das Zott-Logo und das grün belaubte Dach aus geschnittenen Platanen und die Staudenbänder, die den Eingangsplatz seitlich begrenzen und während der Lavendelblüte blau leuchten. Die Pflanzbänder dienen zugleich als Vorfluter. Der Platz entwässert zu den seitlichen Pflanzflächen hin und kann auf eine sichtbare Entwässerung nahezu verzichten.

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Pflaster Atlantis bringt Abwechslung

Neun auf einander abgestimmte Farbtöne und zwei Formatsysteme ermöglichen die individuelle Gestaltung von Terrasse, Eingangsbereich und Grundstücksauffahrt. Unterstrichen wird der Facettenreichtum durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlich breiten und langen Pflastersteine im Dielenformat. Zur Wahl steht »Atlantis« in den drei Farbtonfamilien grau, braun und aubergine in den jeweils drei Abstufungen hell, mittel und dunkel. Auf diese Weise ergibt sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten: Von der klassischen Variante in uni,

in der lediglich die unterschiedlichen Formate für Abwechslung sorgen, über einen streifig linierten oder flächig linierten Farbmix bis hin zur variierten Flächengestaltung mit zwei oder drei Farbtönen einer Farbfamilie. Darüber hinaus ist auch die freie Farbwahl möglich, bei der die Nuancen aus den unterschiedlichen Farbfamilien miteinander kombiniert werden können. Je nach Einsatz der Farben und Formate entstehen unterschiedliche Raum- und Flächenwirkungen, die individuell an die Architektur und die Umgebung angepasst werden können und dabei einfach zu kombinieren sind. J

F. C. NÜDLING

F.C. NÜDLING Die Zeiten, in denen Betonpflastersteine – je nach Zement und Zuschlag – ein monotones »Mausgrau« aufwiesen, sind längst vorbei. Heute trägt eine breite Farbpalette zum Wohlfühlfaktor bei. Ob mediterraner Stil oder modernes Ambiente – die unterschiedlichen Farbtöne ermöglichen zahlreiche Möglichkeiten. Deutlich wird diese Vielfalt auch bei »Atlantis«, dem neuen Pflaster-Programm von F.C. Nüdling. Mit der neuen Trendfarbe »aubergine« lassen sich individuelle Akzente setzen.

Gestaltungen in Uni, Streifen, Flächen oder im Farbmix: Die Vielzahl von Formaten und Farben bei »Atlantis« bietet vielfältige Möglichkeiten. Hier zu sehen ist die Trendfarbfamilie Aubergine.

Individuelle Hochbeete für UNESCO-Welterbe RICHARD BRINK Eine respektvolle Schnittstelle von Kultur- und Naturlandschaft am Welterbe-Ensemble schaffen – diesem Anspruch werden ein neues Parkhaus und ein benachbarter Verwaltungsneubau der RAG-Stiftung und RAG AG auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen gerecht. Die begrünte Parkhaus-Dachfläche lädt mit maßgefertigten Hochbeeten der Firma Richard Brink mit verschiedenen Sitz- und Ausstattungselementen zum Verweilen ein.

RICHARD BRINK

Auf Grundlage eines umfassenden Masterplans wird das UNESCO- Welterbe seit Jahren einer Reihe von Neu- und Umbauten unterzogen. Dazu zählen unter ande-

rem das im Frühjahr fertiggestellte Parkhaus sowie ein neues Verwaltungsgebäude für die RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft, die beide von kadawittfeldarchitektur, Aachen, in Kooperation mit Greenbox Landschaftsarchitekten aus Köln geplant wurden. Unter der Maxime »Jeder Quadratmeter Welterbe ist wertvolle Fläche« kompensieren die intensiv begrünten Dachflächen des Verwaltungsgebäudes und die Landschaftsplatte des Parkhauses die durch Baumaßnahmen versiegelten Grünflächen. Zudem geben sie den überbauten Raum an Mensch und Natur zurück und greifen sowohl die ortstypischen Farben als auch Strukturen auf. Um den Ausblick auf das Ensemble der ehemaligen Kokerei nicht zu verstellen, sollte auf der beinahe schwebenden Landschaftsplatte nur ein möglichst minimaler Aufbau erfolgen. Daher wurden die Wegeflächen flach gehalten und der Vegetationsaufbau des Rasenbereichs wird durch Hochbeete realisiert.

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Hohe Qualität für individuelle Gestaltung Auf der Dachfläche setzen großflächige maßgefertigte Hochbeete ein Highlight. Diese sind so angeordnet, dass zwischen ihnen polygonale Wegestrukturen entstehen. Zudem war dabei die Integration von Beleuchtungs-, Sitz- und weiteren Ausstattungselementen wie Papierkörben wichtig. Die Wahl fiel auf Hochbeete der Richard Brink GmbH & Co. KG. Der Metallwarenhersteller zeichnet sich durch seine Flexibilität in der Fertigung aus. So ist die Produktion von Teilen aus Edelstahl oder Aluminium, die in allen RAL-Farben beschichtet werden können, sowie Cortenstahl in verschiedenen Stärken auf Maß problemlos möglich. Während der Montage profitierten die Verarbeiter von der leichten Bauweise der Pflanzsysteme sowie von den individuell gefertigten Teilen. In enger Kooperation zwischen Bauherr, Planer, Verarbeiter und Hersteller wurden die Hochbeete nach Kundenwunsch montiert. Das Ergebnis überzeugt: Die Hochbeete der Firma Richard Brink unterstützen die klare Formensprache sowie die Polygonalität der Rasenflächen und stärken das Gesamtbild der Außenanlage. Außerdem fügt sich die Farbbeschichtung in RAL 9017 (Verkehrsschwarz, matt) in die Komposition der verwendeten Materialien ein. Integrierte Details setzen die klaren Strukturen der Anlage gekonnt fort. J


Mit oder ohne Mörtel zur stabilen Oberfläche

SGBDD

TERRALIS – EINE MARKE DER SGBDD GMBH Für eine mörtellose Montage von Terrassenplatten hat Terralis, eine Eigenmarke der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD), das Sortiment um neue Stelzlager für den Außenbereich erweitert. Technik Unterbau- und Fugensysteme auf Mörtelbasis runden die Angebotspalette ab.

Die Premio Stelzlager in Kombination mit den Alu-Profilen machen aus dem Produkt ein System für die optimale Unterkonstruktion von Terrassen. Mit dem neuen Stelzlager »Premio« können Terrassen- und Balkonbeläge künftig auch mörtellos verlegt werden, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Das System ist aufgrund selbstregulierender Kippbasis für Unterböden mit variabler Neigung geeignet und gleicht Unterschiede von bis zu fünf Prozent aus. Durch ein innovatives Konvertierungssystem kann die Basis mit einer simplen Handbewegung von »fest« auf »selbstregulierend« gestellt werden und erleichtert so die Montage. Das System ist in vier Höhen verfügbar und erreicht durch zusätzliche Erweiterungsringe eine Aufbauhöhe von bis zu 436 mm. Mit dem Premio Schraubschlüssel können die Stelzlager nach der Verlegung justiert werden.

Für niedrige Aufbauhöhen geeignet Die Terralis Stelzlager »Premio Smart« sind eine Ergänzung der Serie für Renovierungs-

arbeiten mit begrenzter Aufbauhöhe. Das System ist in drei Höhen verfügbar und kann eine Neigung der Verlegungsfläche von bis zu 1,5 Prozent ausgleichen. Die Stelzlager aus Polypropylen sind laut Hersteller die weltweit einzige Halterung, die mit über 1 800 kg belastet werden kann, und mit einer Unterseite ausgestattet, die das darunterliegende Isoliermaterial auch bei geschnittenen Stelzlagerkanten nicht beschädigt.

Umfangreiches Zubehör Mit den »Premio Sockelclips« ist der Aufbau von Stufen oder Kanten für die Terrasse problemlos möglich. Durch ihre abgestimmte Passform können sie ohne Schrauben zwischen der Basis und dem Kopf der Stelzlager montiert werden. Ergänzend dazu wurden zur einfachen Verlegung von keramischen Platten im Multi-Format »Premio Alu-Profi-

WISSENSWERTES ... Die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD) ist ein Unternehmen der Saint-­ Gobain S.A., Paris. Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Mehr als 179 000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2017 einen Umsatz von 40,8 Mrd. Euro. Als führender Baustofffachhändler in Deutschland erwirtschaftete die SGBDD, Offenbach am Main, 2016 mit rund 5 000 Mitarbeitern in bundesweit 220 Niederlassungen einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro. Der Baustofffachhändler bietet in den Bereichen Bauen und Modernisieren innovative Produkte, Systeme und Dienstleistungen. Die Angebotspalette reicht vom Keller bis zum Dach. Das Fundament des Unternehmens bilden 11 Vertriebsmarken aus den Geschäftsfeldern Fliese, Hochbau und Tiefbau, die SGBDD unter einem Dach vereinigt. le« in den Maßen 2,5 cm x 5 cm x 200 cm und dazu passende Adapter entwickelt.

Unterbau- und Fugensystem ergänzen Sortiment Das neue Technik Unterbau- und Fugensystem ergänzt die Angebotspalette als Alternative zur mörtellosen Montage. Es umfasst ein breites Spektrum an Mörtelprodukten: Von Drain-Bettungsmörtel über Kontaktschlämme bis hin zu Fugenmörtel, -sand und -splitt sind die Produkte auf die Bedürfnisse der Profi-GaLa-Bauer abgestimmt und leicht zu verarbeiten. J

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NATURINFORM/BERNHARD MÜLLER

An zentralen Plätzen in Mühlacker wurden Sitzanlagen im öffentlichen Raum mit NATURinFORM-Produkten ausgestattet.

Dielen für ein Plätzchen zum Plauschen NATURINFORM In der Stadt Mühlacker (Baden-Württemberg) hat man bereits Erfahrungen mit NATURinFORM-Produkten gemacht und ist davon überzeugt. Daher wurden jetzt renovierungsbedürftige Sitzanlagen mit Dielen aus der Produktserie »Die Beliebteselect« erneuert. Sie sehen aus wie Holz, bestehen auch zum Hauptteil aus Holz und punkten zudem mit unkomplizierter Reinigung und Langlebigkeit. Natürliches Holz sieht schön aus und liegt im Trend, Holzdielen im Außenbereich müssen aber für eine lang anhaltend schöne Optik regelmäßig gepflegt werden. Und schon nach wenigen Jahren brauchen sie Schleifpapier und einen neuen Anstrich, oder müssen wegen der Witterungsschäden sogar ganz ausgetauscht werden, heißt es in einer Mitteilung von NATURinFORM. So war es auch bei den Sitzgelegenheiten in Mühlackers Innenstadt: rund um eine neue Wohnanlage für altersgerechtes Wohnen, die 2010 fertiggestellt worden waren, außerdem bei Bänken in der Bahnhofsstraße und einer Liegefläche am zentralen Kelterbach aus demselben Jahr. Acht Bänke und zwei Liegeinsel, die nach nur acht Jahren trotz aufwendiger Pflege renovierungsreif geworden waren. »Manche waren einfach nicht mehr schön anzusehen, bei anderen splitterte bereits das Holz«, sagt Inga Gallob, Diplom-Ingenieurin beim Umwelt- und Tiefbauamt der Stadt Mühlacker und für die Planung zuständig. »Also haben wir einfach auch hier auf den Holzverbundwerkstoff von NATURinFORM umgestellt.« Gallob weiß, wovon sie spricht. Als 2015 der Rathausplatz der Stadt mit seinem Fachwerk Ruheinseln für die Passanten bekommen sollte, ging optisch eigentlich kein Weg an Holz vorbei. Doch die Männer vom Bauhof meldeten der zeitaufwendigen Pflege wegen Bedenken an. Das gab den Anstoß zu einer ganz neuen Lösung – den Dielen von NATURinFORM. Obwohl sie wie Holz aussehen, brauchen sie für ein gepflegtes Äußeres nicht mehr als ab und zu eine Hochdruckreinigung.

Vorteile werden vereint Denn das Material dieser Dielen vereinige laut Hersteller das Beste aus zwei Welten: Genau wie reines Holz erwärmt es sich in der Sonne, es ist genauso individuell gemasert und bekommt durch die Sonne eine edle Patina. Gleichzeitig wird es durch seine polymeren Bestandteile wasserabweisend. Denn, wenn kein Wasser mehr eindringen kann, dann reißt und splittert das Holz auch nicht. Die Mitarbeiter des Mühlacker Bauhofs sind auch von der Verarbeitung begeistert. Bei den Dielen von NATURinFORM werden Holzfasern mit High-Tech-Polymeren als eine Art Klebstoff verfestigt. So entsteht ein Holzwerkstoff mit homogener Struktur, der sich glatt und präzise sägen lässt, so der Schreinermeister.

Wetterfest und schnelltrocknend Ein Plus für Bürger, die sich auf die Suche nach einem gemütlichen Plätzchen machen: Durch die wasserabweisende Textur trockenen die Flächen nach einem Regenguss relativ schnell. Auch die Reinigung ist unkompliziert: Die Kunststoffkomponente in den Dielen von NATURinFORM ist mechanisch so widerstandsfähig, dass für sie die Hochdruckreiniger-Behandlung laut Hersteller sogar empfohlen wird.

Einfach zu verarbeiten Die Sitzgelegenheiten wurden aus den massiven Bohlen von »Die Beliebte-­select« gefertigt. Diese Diele ist mit ihrer Stärke von 26 mm flexibel einsetzbar. Sie kann sowohl im privaten Umfeld als auch im stärker strapazierten gewerblichen Bereich verwendet

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Die Dielen aus der Produktserie »Die Beliebte-select« wurden auf massiv gegossenen Betonsockeln verlegt, dazwischen Aluminiumprofile als Unterbau für die Dielen aufgeschraubt. Um die Metallschienen von vorne unsichtbar zu machen, schnitt der Schreiner passende Blendleisten aus dem Holzverbundstoff zu. werden, so der Hersteller. »Select« bedeutet, dass die Oberfläche leicht gewellt ist, also einer natürlichen Holzoberfläche nachempfunden ist. NATURinFORM-Dielen werden nicht lasiert oder geölt, sie sind bereits werkseitig eingefärbt. Bei der »Beliebten« kann aus insgesamt sechs Standard- und zehn Sonder-Farbtönen gewählt werden. Die Stadt Mühlacker entschied sich für die Farbe Grau. J

UMWELTGERECHT NATURinFORM stellt seine Dielen laut eigenen Angaben nach strikt ökologischen Prinzipien her: Verarbeitet wird nur PEFC-zertifiziertes Holz aus heimischen, ökologisch bewirtschafteten Wäldern, das als Nebenprodukt der holzverarbeitenden Industrie entsteht. Die organischen Komponenten des Verbundstoffs sind umweltverträglich. Für alle Dielen und Fassadenprofile von NATURinFORM liegen die nach internationalen Normen erstellten Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) vor. Alle Produkte werden kontinuierlich Qualitätskontrollen und Belastungstests unterzogen, um eine gleichbleibend tadellose und erstklassige Holzwerkstoffqualität sicherzustellen, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Das Unternehmen gibt eine fünfjährige Garantie auf seine Produkte. Die Terrassendielen sind zu 100 Prozent recyclebar und können dafür im Werk in Redwitz abgegeben werden.


Behagliche Temperaturen für die Terrasse

MARKILUX

MARKILUX Die Terrasse wird im Frühjahr und Sommer mehr und mehr zu einem Ort, an dem man sich nicht nur bei Sonnenschein aufhalten möchte. Selbst bei kühlerem Wetter und bis in den späten Abend lockt es so manchen ins Freie, denn mittlerweile gibt es zahlreiche Outdoor-Heizsysteme, die draußen für wohlige Temperaturen sorgen. Auch die Markisenmarke markilux hat seit Jahren einen Wärmestrahler in ihrem Produktprogramm – jetzt auch mit neuester Technik.

Softstartfunktion schützt vor hohem Einschaltstrom Auch der Reflektor hinter der Infrarotlampe sorge hierfür. Gerling erklärt, durch seine neue asymmetrische Form werde im oberen Teil mehr Wärme abgestrahlt, die sich zudem nach unten nun besser verteile. »Gefühlt, wird der Raum unter dem Gerät dadurch wärmer und ef-

fektiv heizt man mit dem Energie-Output eine größer Fläche auf.« Der Wärmestrahler ist mit einer Softstartfunktion ausgestattet. Die Infrarotstrahler heizen mit weniger Anlaufstrom langsam hoch, was vor einem zu hohen Einschaltstrom schützt. Ebenfalls technisch neu ist, dass man den Wärmestrahler per io-Technik bedienen kann. Entweder klassisch mit einem io-Funkhandsender oder im Smart home-Betrieb per Smartphone oder Tablet über eine App.

Mit dem Wärmestrahler für Markisen von markilux holt man sich wohlige Temperaturen auf Terrasse und Balkon. Per Knopfdruck heizt der Infrarotstrahler energieeffizient und mit smarter Technik auch größere Flächen unter einer Markise auf.

Wärmestrahler ist ganzjährig wetterfest Den Wärmestrahler gibt es in drei Versionen: mit 2000 Watt, mit 2500 Watt sowie dreistufig dimmbar mit 2500 Watt und io-Funktechnik. Um zu verhindern, dass sich der Untergrund, auf dem der Wärmestrahler befestigt wird, zu sehr aufheizt, sind an der Rückseite zusätzliche Kühlrippen befestigt. Das pulverbeschichtete Gehäuse ist laut Michael Gerling wetterfest und spritzwassergeschützt. Dadurch könne es ganzjährig draußen installiert bleiben. Mit seinem Halterprogramm lässt sich der Wärmestrahler an der Wand, der Decke oder an einer Markise montieren. J

PURE FASSADENSYSTEM

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Der Wärmestrahler von markilux bringt Infrarot-Wärme per Knopfdruck auf die Terrasse und den Balkon. Laut Hersteller sorgen hierfür wetterfeste, blendarme Kurzwellen-Infrarotstrahler, die der »UltraLowGlare« Heizröhrentechnik entsprechen. Mit einem Restlicht von 45 Lux pro Kilowatt und m2 erzeugen sie eine für das Auge angenehme Lichtfarbe. »Infrarotstrahlen werden zudem als besonders warm empfunden und die Atmosphäre unter einer Markise damit als sehr behaglich«, betont Michael Gerling, Geschäftsführer für Technik und Produktion von markilux. Ein Pluspunkt sei auch, dass die Heizstrahler die Energie in ein Maximum an Wärme umwandelten. Das sei energetisch effizienter als beim Vorgängermodell.

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Durch die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der Volfi-Produkte kann jeder Artikel dem Bauvorhaben angepasst werden. Bauhöhen von 2 bis 200 mm mit über 40 unterschiedlichen Fugenvarianten sind einfach geplant und schnell realisiert. Auch ohne Aufbauhöhe für die Verlegung im Splittbett oder für Begrünungsfugen stehen zahlreiche Abstandhalter von 2 bis 50 mm Fugenbreiten zur Auswahl. Sogar während der Verlegung Über 40 unterschiedliche Fugenvarianten sind wählbar. lässt sich so auf Besonderheiten reagieren. Zum Beispiel können Aufbauhöhen genau zwischen Untergrund und Stelzlager-Aufmitunter direkt vor Ort individuell angepasst werbau verbaut, um den Wasserabfluss unterhalb den, durch unterschiedliche hohe Teller-Elemendes Plattenbelags nicht zu behindern. te. So muss die Fläche im Vorfeld nicht zwangsBei der Verlegung auf Folienabdichtungen ist läufig vollständig aufgemessen werden. Darüber die Verwendung einer gummierten Entkopplung zu empfehlen, um eine Beschädigung der Abdichhinaus ist auch ein nachträglicher Wechsel der Futung durch den Hartkunststoff zu vermeiden. In genbreite im Volfi-System keine Schwierigkeit. vielen Fällen bietet sich eine zusätzliche entkopHierzu kann bei vielen Warengruppen auf das pelnde Trennlage zwischen Platte und Stelzlager vorhandene System aufgebaut werden. an, um den Trittschall bestmöglich zu dämpfen. Auch hierfür stehen Komponenten zur Verfügung. Effizienz sichern bei überzeugenden Ergebnissen Flexibilität bietet das geschützte Schraub-Stelzlager System des deutschen Herstellers. Durch die Verlegung an Hauswänden und Randabschluss Um langlebig das Fugenbild zu erhalten, sind der in allen vier Ecken positionierten Zahnräder lasWandanschluss und die feste Randeinfassung sen sich alle Auflagepunkte individuell justieren, auch noch bei aufliegenden Platten. Dadurch könwichtig. Die Belagsfläche wird dadurch am Vernen Unebenheiten im Untergrund, Unterschiede rutschen gehindert. Das Uniprofil von Volfi ist in in den Plattenstärken und Untergrundgefälle von Sichtschenkel-Höhen von 40 bis 250 mm erhältbis zu fünf Prozent ausgeglichen werden. Durch lich. Je nach baulichen Gegebenheiten wird das die in jedes Zahnrad integrierte RückdrehsicheProfil durch die Auflage der Stelzlager und/oder rung ist kein zusätzlicher Montageschritt zum durch Verkleben mit dem Untergrund fixiert. Festsetzen der Höhen erforderlich und die PlatBei der Verlegung an vorhandenen Flächenten werden am Absacken gehindert. begrenzungen, z. B. Hauswänden oder gemauMit fünf erhältlichen Fugenbreiten (2, 3, 4, 5 erten Attiken, ist auf eine offene, aber feste Fuge zu achten. Sodass Oberflächenwasser vor der oder 6 mm) kann auf unterschiedliche KundenHauswand abfließen kann und ein kleiner Dehwünsche eingegangen werden. Die Grundhönungsbereich erhalten bleibt. Damit die Platten he von 35 bis 50 mm wird bei Bedarf individuell im Wandbereich am Verrutschen gehindert weran jedes Objekt angepasst, durch Kombination den, sollten bspw. Wandabstandhalter oder somit unterschiedlich hohen, stapelbaren Tellern. genannte Drainage-Profile eingebaut werden. Das Zubehör-Sortiment ermöglicht optional eine schnellere Montage durch Schraub-Adapter zum Plattenaufbau jetzt einfach planen Einspannen in handelsübliche Akku-Schrauber, Für eine schnelle Angebotserstellung hat der breitere Gesamtdurchmesser für größere Lastdeutsche Hersteller einen Online-Terrassenplaverteilung und vieles mehr. ner entwickelt. Dieses Werkzeug ermittelt anEntkopplung und Trittschallminderung hand weniger Angaben eine individuell zugeJeder professionell verlegte Plattenbelag sollte schnittene Lösung für ein Bauvorhaben. Anhand vom Bauwerk entkoppelt werden, um Vibrativon strukturierten Abbildungen wird der Aufbau onsübertragungen zu minimieren. Alternativ zu der Stelzlager klar erklärt. Verschiedene Unterklassischen Bautenschutzmatten stehen Systemgründe und Plattentypen, von der Natursteinkomponenten aus hochwertigem gummiertem platte bis zur Keramikfliese, werden mit eigens Kunststoff zur Verfügung. Diese werden passentwickelten ­Volfi-Systemen bedient. J

November 2019                                                                                                                                                                  66

VOLFI

VOLFI Stelzlager, millimetergenaue Höhenausrichtung, Trittschallentkoppelung, Leichtbauweise und zahllose Fugenvarianten – all damit lassen sich heute Terrassen, Balkone oder Außenanlagen perfekt verlegen, die hohen Kundenansprüchen gerecht werden. Der deutsche Hersteller Volfi hat vielseitige kombinierbare Komplettsysteme für eine zügige und effektive Verlegung von Platten im Außenbereich im Sortiment.


OTTOBOCK

Arbeitsschutz

Neue Produkte für ergonomisches Arbeiten

Das neue »Paexo Soft Back« unterstützt die untere Wirbelsäule bei stehenden Tätigkeiten und leichter Lastenhebung.

OTTOBOCK Auf der EXO in Berlin präsentierte Ottobock im Oktober seine erweiterte Produktpalette für ergonomisches Arbeiten. Im Mittelpunkt stand der Ausbau der Produktfamilie »Paexo« und das Exoskelett »Paexo Soft Back« zur Unterstützung der unteren Wirbelsäule sowie die Nackenstütze »Paexo Neck«. Bei stehenden Tätigkeiten und leichter Lastenhandhabung unterstützt »Paexo Soft Back« den Anwender im Bereich der unteren Wirbelsäule. Es fördert laut Hersteller eine ergonomische Körperhaltung, sodass selbst längere Montagearbeiten im Stehen möglich seien. Wie ein Hüftgürtel lässt sich das Exoskelett leicht und in wenigen Sekunden anlegen. Es ist in den Größen S bis XXL flexibel anpassbar und verfügt über ein dezentes Design. Von der positiven Wirkung ist Anwender Sascha Döring, Fertigungssteuerer bei ­Ottobock, nach ersten Tests überzeugt: »In unserem Berufsalltag heben wir ständig Transportkisten und bewegen Paletten. Das heißt, dass wir oft eine gebückte Haltung einnehmen oder in der Hocke arbeiten – dabei entlastet ›Paexo Soft Back‹ meinen Rücken spürbar. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv.«

Paexo Neck erleichtert Überkopfarbeiten Die neue Nackenstütze »Paexo Neck« entlastet die Halswirbelsäule bei Überkopfarbeiten. »Es funktioniert nach dem Prinzip einer Hängematte. Der Anwender kann seinen Kopf einfach locker nach hinten legen und wird dabei gehalten«, so Dr. Sänke Rös-

sing, Leiter von Ottobock lndustrials. Aufgrund verschiedener Einstellmöglichkeiten lassen sich Schulter- und Nackenpartie individuell anpassen, was insbesondere bei Tätigkeiten wie Deckeninstallationen oder Sichtprüfungen komfortabel ist. Mit seinem stabilen und zugleich federleichten Design lässt sich »Paexo Neck« schnell und einfach anlegen. »Die Ausführungen Soft Back und Neck ergänzen die Paexo Produktfamilie optimal, und wir können damit weitere Muskeln entlasten. Darüber hinaus lassen sich beide hervorragend mit ›Paexo Shoulder‹ kombinieren, sodass wir beispielsweise Nacken und Schulterband zugleich unterstützen können«, sagt Rössing über die Variationen.

Weitere Mitglieder der Paexo Produktfamilie »Paexo Shoulder« ist mit 1,9 Kilogramm laut Hersteller das leichteste Exoskelett seiner Art. Ähnlich wie ein Rucksack wird es eng am Körper getragen. Bei Überkopfarbeiten leite es nachweislich das Gewicht der erhobenen Arme mittels einer mechanischen Seilzugtechnik auf die Hüfte ab. Menschen, die bei der Arbeit täglich ihren Daumen beanspruchen, profitieren vom

»Paexo Thumb«. Das kleine und leichte Exoskelett entlastet bei Montagearbeiten wie Clipsen, Stecken und Stopfen, indem es die Kräfte auf die gesamte Hand ableitet. Beim Heben und Halten schwerer Gegenstände unterstützt »Paexo Wrist« die Bewegung im Handgelenk. J

WISSENSWERTES ... Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt Ottobock medizintechnische Produkte und Versorgungskonzepte in den Bereichen Prothetik, Orthetik, Human Mobility und versorgt Patienten im Bereich MedicalCare. Koordiniert werden die internationalen Aktivitäten des Unternehmens in der Zentrale in Duderstadt. Tochtergesellschaften in mehr als 50 Ländern bieten Qualität »Made in Germany« weltweit an und beschäftigen mehr als 7 000 Menschen. Ottobock ist seit der Gründung 1919 ein familiengeführtes Unternehmen und unterstützt seit 1988 auch die Paralympischen Spiele durch sein technisches Know-how. Auf Basis der hundertjährigen biomechanischen und orthopädischen Expertise forscht Ottobock seit 2012 an innovativen Lösungen für betriebliche Prävention.

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SC JOHNSON Mit dem Ausbau seines Schaum-Portfolios möchte der Hersteller SC Johnson Professional neue Standards in der Anwenderfreundlichkeit von Handhygiene setzen. Im Rahmen der letzten A+A vor zwei Jahren präsentierte das Unternehmen mit »Solopol GFX« eine Neuheit im Bereich der Grobhandreinigung. Ein Jahr später folgte mit »OxyBac« ein antimikrobieller Schaumhandreiniger für hygienesensible Bereiche und in diesem Jahr neben »Estesol FX Pure«, einem Schaumhandreiniger für mittelstarke industrielle Verschmutzungen, auch eine neu konzipierte Serie an Waschraumseifen. Seit mehr als 50 Jahren ist »Stokolan« laut Hersteller eine der beliebtesten Hautpflegecremes im beruflichen Umfeld. Der Klassiker gehöre bis heute zu den Bestsellern des Unternehmens. Im Fokus der Forschung von SC Johnson Professional steht seit vielen Jahren der Anwender. Ergebnis dieser jahrelangen Entwicklungsarbeit ist die »Deb Foam Technology«. Der Durchbruch gelang dem Unternehmen schon 2003 mit dem weltweit ersten aerosolfreien Handdesinfektionsmittel mit Alkoholschaum »Deb InstantFOAM Complete«, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Aufgrund der

SC JOHNSON

Arbeitsschutz-Innovation in Schaumform

Die unterschiedlichen Handhygiene-Lösungen von SC Johnson lassen sich in vielen Arbeitsbereichen einsetzen – so auch in der Industrie oder auf der Baustelle.

positiven Resonanz folgten in den letzten Jahren zahlreiche weitere Produkte mit der Schaumtechnologie.

Hautschutz wirksam machen Der berufliche Hautschutz wird laut SC Johnson sowohl von Arbeitgebern als auch von Anwendern nach wie vor in seiner Wichtigkeit unterschätzt und nicht ausreichend angewendet. In der Verhaltenspsychologie ist man sich einig, dass Menschen Dinge tun, weil sie diese genießen, weil sie nützlich und sinnvoll oder weil sie Gewohnheiten

geworden sind. Daher hat SC Johnson Professional den Anspruch, Produkte zu entwickeln, die von den Anwendern gerne und aus Eigenmotivation heraus angewendet werden. Der Erfolg gibt dem Hersteller recht, heißt es in einer Mitteilung von SC Johnson: Denn neben der Erkenntnis, dass die Schaumprodukte von Anwendern bevorzugt verwendet werden, würden Unternehmen von der Effizienz der Schaumprodukte profitieren – der Wasserverbrauch werde um bis zu 45 Prozent gesenkt und das Produkt effizient eingesetzt. J

Neue Generation der Lärmschutzmatte HERAS Heras Mobilzaun führt in Europa die zweite Generation der Lärmschutzmatte ein. Die temporäre »Lärmschutzmatte 2.0« ist eine Weiterentwicklung der ersten Lärmschutzmatte, die 2015 auf den Markt kam. Die neue Version zeichnet sich durch eine bessere Lärmminderung, eine längere Lebensdauer und eine leichtere Montage aus.

Die »Lärmschutzmatte 2.0«, auch »Noise Control Barrier« (NCB) genannt, reduziert Geräusche laut Hersteller um bis zu 32,8 dB.

ras an zahlreichen Baustellen, aber auch bei Events und Veranstaltungen bestätigt. Geprüft nach DIN EN ISO 10140-2:2010.

Effektive Lärmminderung bis zu 32,8 dB

Leichtere und schnellere Montage

Die wichtigste Verbesserung betrifft die Lärmminderung: Die »Lärmschutzmatte 2.0«, auch »Noise Control Barrier« (NCB) genannt, reduziert Geräusche um bis zu 32,8 dB, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Dies sind deutlich höhere Werte als die, die das Vorgängermodell erreichen kann. Die Ergebnisse wurden laut He-

Auch die Maße der Lärmschutzmatte wurden geändert. Für einen kompletten Bauzaun werden jetzt drei Matten benötigt. Durch das schmale Format wird die Montage der Lärmschutzmatten einfacher. Außerdem lassen sich die Matten flexibler für diverse Anwendungen einsetzen. Ein anderer Vorteil des neuen Formats ist das kleinere Volumen für Lagerung und Transport.

HERAS

Im Jahr 2015 führte Heras Mobilzaun die Lärmschutzmatte auf dem europäischen Festland ein: eine wattierte Matte, die an Bauzäunen befestigt wird, um Baulärm zu verringern. Hinter den Kulissen arbeitete Heras Mobilzaun jedoch an einer verbesser-

ten Version weiter. Dies resultierte in der »Lärmschutzmatte 2.0«, die aktuell auf den Markt kommt.

November 2019                                                                                                                                                                  68

Mit einer längeren Lebensdauer Ein dritter Fortschritt betrifft das Material. Die erste Lärmschutzmatte war eine wattierte Matte. Die »Lärmschutzmatte 2.0« besteht aus einer speziellen Oberfläche (ohne absorbierende Schicht). Dies verlängert die Lebensdauer und macht das Produkt wartungsfrei. Das Material ist feuerhemmend und daher gut geeignet für beispielsweise den Einsatz um Aggregate. Die »Lärmschutzmatte 2.0« ist seit Oktober auf dem deutschen Markt erhältlich. J


Die Energie-Revolution in Plochingen BOSCH In einem Neubaugebiet in Plochingen ist die Energiewende bereits Realität. Hier wird das neue Energiemanagement-System von Bosch eingesetzt und zeigt im Einfamilienhaus einer vierköpfigen Familie, wie viel Stromautarkie und Energieeffizienz durch ein intelligentes Management von Wärmepumpe, Photovoltaik und Energiespeicher schon heute möglich sind. Wenn Dennis Roeck, wie an jedem Morgen, auf sein Smartphone schaut, sieht er viele Zahlen, Charts und Balkendiagramme. Die schnelle Analyse dieser Daten und Visualisierungen zeigt, dass er ein lohnendes Investment getätigt hat, das mit guten Zahlen glänzt. Doch Dennis Roeck freut sich nicht über die Entwicklung eines Aktiendepots, sondern über das Ergebnis, das in den letzten 24 Stunden in seinem Keller, vor seinem Haus und auf seinem Dach erarbeitet wurde. Dort werkeln, wie in vielen Neubauten in der Plochinger Nachbarschaft, eine Wärmepumpe und eine Photovoltaik-Anlage. Im Unterschied zu den Nachbarn und ähnlich einem Aktiendepot, lässt Dennis Roeck seine Heizungsanlage komplett managen. Im Ergebnis hat er dadurch in den vergangenen Monaten einen durchschnittlichen Autarkiegrad, also den Anteil des selbst genutzten Stroms am gesamten Stromverbrauch, von mehr als 55 Prozent erreicht, heißt es in einer Mitteilung von Bosch. Ein Wert, der durch die ständige Weiterentwicklung des Bosch Energiemanagers noch ansteigen soll.

Problem, das viele Besitzer von Photovoltaikanlagen im Eigenheim kennen: Scheint gerade im Sommer die Sonne länger, wird viel mehr Strom erzeugt, als im Haus verwertet wird. Der überschüssige Strom fließt dann für eine geringe Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz. Bevor das passiert, greift im Haus von Dennis Roeck der Energiemanager ein und leitet den Strom an Verbraucher, die noch Energie aufnehmen oder speichern können.

Strom aus regenerativen Energien nutzbar machen Der Energiemanager selber ist per App steuerbar. Ein unscheinbarer Smart Home Controller verbindet die Anwendung innerhalb des Bosch Smart Home Systems mit den

»Unser Ziel ist, dass immer mehr Privathaushalte ihren selbst produzierten Solarstrom direkt nutzen können.« Dr. Martin Weiss, Projektleiter des Bosch Energiemanagers

Komponenten der Anlage: Dazu gehören eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage, die über einen Wechselrichter angeschlossen ist. Der Energiemanager sorgt dafür, dass die Erzeugung von Warmwasser und Heizenergie möglichst in jene Zeiten verschoben wird, in denen der kostenlose Strom aus der Photovoltaikanlage zur Verfügung steht. J

Im Haus von Dennis Roeck erreicht der Energiemanager von Bosch einen Autarkiegrad vom Haushaltsstrom von bis zu 55 Prozent.

Die Grafiken und Zahlen auf dem Smartphone-Display von Dennis Roeck landen gleichzeitig im nur 4 km entfernten Wernau bei Bosch Thermotechnik. Dort, im sogenannten »Silicon Wernau«, einer ehemaligen Fertigungshalle, wertet ein Team von Entwicklern und Ingenieuren die Daten aus, die jeden Tag in und auf dem Haus der Familie Roeck produziert werden. Die Daten aus Plochingen registriert Dr. Martin Weiss, der Projektleiter des Bosch Energiemanagers, mit Wohlwollen: »Die 55 Prozent Anteil des selbst produzierten Stroms sind ein ordentlicher Wert und die Anlage ist ja auch noch nicht so lange in Betrieb. Wenn wir das Zusammenspiel der Komponenten weiter optimieren, kann der Anteil auf über 70 Prozent ansteigen«, prognostiziert der Projektleiter des Bosch Energiemanagers. Seit 2016 arbeiten er und sein Team in Wernau am Energiemanager und lösen ein

ROBERT BOSCH

Made in »Silicon Wernau«

Per App lassen sich die Einspar-Erfolge durch den Einsatz des Energiemanagers von Bosch anzeigen. Hier die Ansicht des Anteils des selbst produzierten Stroms.

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AKTUELLES Renolit und RKW: Neuordnung der Gesellschafterstruktur

Leichtbetonmauerwerk von KLB auf Erfolgskurs KLB

RENOLIT Nach der Vereinbarung über die Änderung der Gesellschafterstruktur der JM Holding GmbH und damit auch der Renolit SE sowie der RKW SE wurde nun der Umstrukturierungsprozess abgeschlossen. Nachdem im vergangenen Juli die Neuordnung der Gesellschaftsanteile vertraglich besiegelt wurde, trat die Neuaufteilung zwischen den Eigentümerfamilien am 1. Oktober 2019 in Kraft. Mit dem Abschluss der Neuordnung haben die Familienstämme Fischer und Lang/Helms alle Anteile an der JM Holding GmbH und somit auch an der Renolit SE übernommen, während die Familienstämme Müller und de Alvear 100 Prozent der Anteile an der RKW SE erhalten haben. Die für die Neuordnung notwendigen Zustimmungen der zuständigen Kartellbehörden sind wie erwartet positiv ausgefallen. »Wir sind froh darüber, dass wir für die Renolit SE diese wichtige Weichenstellung und den Generationswechsel auf der Eigentümerseite vollzogen und damit die langfristige Fortentwicklung des Unternehmens in Familienhand sichergestellt haben«, äußerten sich Anja Fischer, Christiane Helms und Andreas Lang als Vertreter der beiden Gesellschafterfamilien. »Wir sind davon überzeugt, dass die neue Besitzstruktur die besten Voraussetzungen für RKW bietet, die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung zu nehmen«, so Hansjakob Müller im Namen der Gesellschafterfamilien von RKW. J

KLB

Rund 73 Prozent der neu errichteten Wohnbauten in Deutschland werden aus Mauerwerk erstellt. So lautet das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie des Pestel-Institutes (Hannover). Auch im Vertriebsgebiet des Leichtbetonherstellers KLB Klimaleichtblock (Andernach) ist der Trend deutlich abzulesen. Demnach konnte das Unternehmen in den letzten fünf Jahren gerade bei den für den mehrgeschossigen Wohnungsbau relevanten Produktgruppen – wie den großformatigen »KLB Quadro«-Elementen und den hochwärmedämmenden KLB-Außenwandsteinen – einen Umsatzzuwachs von rund 50 Prozent verzeichnen. Die KLB-Leichtbetonsteine überzeugen neben guten Wärmedämmeigenschaften und der Nachhaltigkeit auch durch den schnellen und effektiven Wandaufbau, heißt es in einer Mitteilung von KLB. Zur Verarbeitung der »KLB Quadro«-Planblöcke zum Beispiel benötige es zudem lediglich zwei Personen, so KLB. »Wir merken seit einiger Zeit deutlich, dass die Nachfrage nach bezahlbaren und gleichzeitig hochwertigen Lösungen für den Wohnbau wächst«, erklärt KLB-Geschäftsführer Andreas Krechting. »Ein Aspekt, der dabei immer wichtiger wird, ist die Nachhaltigkeit.« Und gerade hier hat KLB-Leichtbeton einiges zu bieten: Nicht nur stammt der genutzte Rohstoff Bims direkt aus der Region – was die Transportwege kurz hält – auch werden die Steine nicht gebrannt, sondern in Hochregallagern an der Luft getrocknet.« Diese Vorteile – Wärmedämmung, effiziente Bauweise und Nachhaltigkeit – dürften den Erfolg von KLB-Leichtbetonmauerwerk erklären. J

Nachhaltig in Produktion und Nutzung: Mit ihren hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften finden die hochwärmedämmenden Mauersteine »KLB-Kalopor«, »KLB-SK« und »KLB-ISOSTAR« einen geradezu reißenden Absatz.

Mieten statt kaufen im Kärcher Mietpark KÄRCHER Mietzeiten lassen sich flexibel gestalten: Von einem Tag bis zu mehreren Monaten ist alles möglich – und bei zusätzlichem Bedarf kann verlängert werden. Dadurch können die Maschinen so lange genutzt werden, wie sie gebraucht werden, ohne unnötig Kapital binden ALFRED KÄRCHER

Ob Hochdruckreiniger, Kehr-, Scheuersaug- oder Kommunalmaschine: Reinigungsspezialist Kärcher bietet seine Geräte nicht nur zum Kauf, sondern auch zur Miete an. Anwender können dadurch genau die Maschine kurzfristig nutzen, die sie für ihren Einsatz benötigen. Auch die

zu müssen. Professionelle Gebäudereiniger können mit der Mietlösung Spitzen ausgleichen, wenn ein großer Auftrag ansteht und alle eigenen Geräte bereits in Betrieb sind. Für Kommunen können saisonale Tätigkeiten wie Grünarbeiten im Sommer oder Winterdienst gute Gründe für die Miete von Maschinen oder Anbaugeräten sein. Das Geräte-Angebot umfasst neben Hochdruckreinigern, Kommunal-, Kehr- und Scheuersaugmaschinen auch Wasserspender, Treppen- und Rolltreppen- sowie Trockeneisreiniger. Die Leihgeräte sind in allen Kärcher Niederlassungen und Vorführcentern verfügbar. Auch die Abwicklung ist unkompliziert: Kärcher liefert die Geräte, gibt Einweisungen und holt sie nach Ende der Miete wieder ab. Um die Wartung der Geräte kümmert sich der Winnender Reinigungsspezialist ebenfalls.J

Saisonale Tätigkeiten wie Laubkehren können ein guter Grund für die Miete von Maschinen sein.

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AKTUELLES Internationaler Designpreis für Pflaster- und Mauerstein

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BRAUN-STEINE

BRAUN-STEINE »Redotto-RC« von braun-steine wurde vom Design Center Baden-Württemberg mit dem internationalen Designpreis »Focus Open Gold« ausgezeichnet. Der Stein mache deutlich, dass sich Nachhaltigkeit und Design nicht ausschließen, heißt es in einer Mitteilung. Die Jury lobte die ästhetische Anmutung von »Redotto-RC«: »Die eigenständige Optik und Struktur lässt ihn nicht sofort als Recycling-Produkt erkennen und verleiht ihm eine besondere visuelle Qualität.« Der prämierte Stein ist in neutralem Grau oder rötlich-braunem Grau mit erkennbarer Körnung erhältlich. Der Pflasterstein besteht zu 45 Prozent aus Recycling-Splitt, im Mauerstein stecken sogar 70 Prozent wiederverwertete Materialien. Für die »Focus Open«-Jury sei dieses Produkt ein Signal an die gesamte Baustoffbranche. J

V.l.n.r. Katrin Schütz, Staatssekretärin Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Felix Braun, Geschäftsführer braun-steine, Andreas Brunkhorst, Innovations-Manager braun-steine, Frank Gisdol, Marketingleiter braun-steine, Birgit Herzberg-Jochum, Stellv. Leiterin Design Center Baden-Württemberg.

eco-zertifizierte Fassadenbekleidung JAMES HARDIE fördern. Im Zentrum der Vereinsaktivitäten steht die Entwicklung von Empfehlungen für nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften von Gebäuden und Anlagen. Ziel ist, gesundes und ökologisches Bauen in der Bauwirtschaft breit zu verankern. J JAMES HARDIE

Die beiden Fassadenbekleidungen »HardiePlank« und »HardiePanel« von James Hardie wurden jetzt von eco-bau mit der Top-Bewertung »eco-1« ausgezeichnet. Das bescheinigt den beiden Produkten, dass sie hohe Anforderungen im Hinblick auf ökologische und gesundheitliche Vorgaben erfüllen. Fassadenbekleidungen von James Hardie bieten viele Vorteile, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Sie seien stabil, witterungsbeständig, langlebig und dauerhaft schön. Und auch wenn es um ökologische und gesundheitliche Kriterien geht, spielen sie oben in der Liga mit. Der Schweizer Verein eco-bau hat jetzt »HardiePlank« und »HardiePanel« Fassadenbekleidungen mit der Bewertungsstufe eco-1 zertifiziert. Damit haben die beiden Produkte, die aus Portland-Zement, der mit Zellulosefasern verstärkt ist, sowie aus Sand und Wasser unter Beifügung einer kleinen Menge Additive hergestellt werden, die höchste Klassifizierung der dreistufigen Bewertungsskala erreicht. Dies bestätige, dass die beiden Fassadenbekleidungen die höchsten Anforderungen im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit erfüllen. eco-bau ist ein Zusammenschluss öffentlicher Bauträger und Bildungsinstitutionen mit dem Zweck, das ökologische und gesunde Bauen zu

eco-bau hat jetzt mit der Top-Bewertung eco-1 bestätigt, dass »HardiePlank« und »HardiePanel« Fassadenbekleidungen hohe Anforderungen im Hinblick auf ökologische und gesundheitliche Vorgaben erfüllen.

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MESSENMESSEN + SEMINARE + SEMINARE Barrierefreiheit steht im Mittelpunkt der diesjährigen Planertage

LEIPFINGER-BADER

LEIPFINGER-BADER Fortbildung im Ziegelwerk: Das Thema »Barrierefreiheit« und dessen Umsetzung im Neubau stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Leipfinger-Bader Planertage«. Unter dem Motto »Planungsfehler vermeiden – Haftungsrisiken reduzieren« können sich Bauprofis an drei Terminen im November auf den neuesten Stand bringen lassen. In Vatersdorf (19.11.), Regensburg (21.11.) sowie Hirschaid (27.11.) geben erfahrene Bauexperten der Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf) sowie externe Referenten ihr Wissen weiter. Die Fachvorträge befassen sich mit den erforderlichen Kenntnissen von Fachplanern und Architekten in Sachen Barrierefreiheit – sowohl technischer als auch rechtlicher Art. Schwerpunkte liegen hier etwa auf den diesbezüglichen Vorgaben der bayerischen Bauordnung. Anhand anschaulicher Praxisbeispiele erfahren Teilnehmer beispielsweise, wie diese erfolgreich und wirtschaftlich umgesetzt werden können. Für den Besuch der Veranstaltung erhalten Teilnehmer zudem Fortbildungspunkte der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau. Nähere Infos sowie Anmeldung auf der Homepage von Leipfinger-Bader. J

IMPRESSUM Verlag SBM Verlag GmbH Hermann-von-Barth-Straße 2 87435 Kempten Telefon (08 31) 5 22 04-0 Telefax (08 31) 5 22 04-50 E-Mail: info@sbm-verlag.de Herausgeber Markus Holl Joachim Plath Verlagsleitung Tobias Haslach (-39) Chefredaktion Christine Seif (-25) Leitung Objektmanagement Tobias Nickert (-17) Anzeigendisposition Christian Geiger (-27) Markus Maier (-37) Elmar Romanesen (-16) Layout Alexandra Kastl (-23) Redaktionsassistenz/ Anzeigenlayout Simone Frank (-38) Alexandra Kastl (-23) Jessica Joos (-21) Franziska Schenk (-24) Leser- und Abonnenten-Service Claudia Maguire (-29) Susanne Traub (-30) Anzeigen Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 18 vom 1. Januar 2019

Heute schon an übermorgen denken: Bei den »Planertagen« der Ziegelwerke Leipfinger-Bader erhalten Bauprofis hilfreiches Fachwissen zum Thema »Barrierefrei planen und bauen«.

Baufachtage 2019: Für alle, die es wissen wollen

SCHLAGMANN POROTON

SCHLAGMANN POROTON Der Herbst läutet für alle Bauschaffenden traditionell die Weiterbildungszeit ein. Die Schlagmann Akademie startet die Saison 2019/2020 mit ihren Baufachtagen. Die halbtägigen Seminare richten sich an Baupraktiker wie Bauunternehmer, Bauträger, Planer und Ingenieure. Noch bis Anfang Dezember findet die Fortbildungsreihe mit zahlreichen Veranstaltungen in ganz Süddeutschland statt. Kompakt, praxisnah und lösungsorientiert werden wichtige Neuerungen im Mauerwerksbau innerhalb eines Nachmittages vermittelt. Die Schwerpunktthemen der Veranstaltungsreihe betreffen den aktuellen Stand der Normung und der Verordnungen im Mauerwerksbau. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die neue DIN-Norm zum verschärften Schallschutz im Hochbau und die Neuerungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). In einem weiteren Thema geht es um die Luftdichtheit von Gebäuden in Ziegel-Massivbauweise. Der Praxisteil befasst sich mit der Ausführung nichttragender Innenwände und Detaillösungen im Mauerwerksbau wie dem Aufbau bei Sockel, Wandanschlüssen, Ringbalken und mehr. Zum Abschluss der Veranstaltungen werden neue Werkberichte mit »Redbloc«-Ziegelfertigteilen gezeigt und erläutert. Die genauen Termine der Baufachtage und Infos dazu sowie das weitere Angebot im Rahmen der Schlagmann Akademie gibt es online unter www. schlagmann.de J Noch bis 4. Dezember werden auf den Baufachtage-Seminaren die wichtigsten Neuerungen im Mauerwerksbau kompakt und praxisorientiert dargeboten.

November 2019                                                                                                                                                                  72

Bezugspreis Einzelheft 5,– € baustoffPARTNER im Einzelabonnement bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer): Inland: 55,– € inkl. Versand Ausland: 69,– € inkl. Versand Druckvorstufe und Druck Ernst Kaufmann GmbH & Co. KG, Lahr www.druckhaus-kaufmann.de Bankverbindung HypoVereinsbank Kempten Konto-Nr. 66 90 41 98 72 BLZ 733 200 73 DE75 73320073 6690419872 BIC HYVEOEMM428 Titelbild BMI Braas GmbH

IVW angeschlossen ISSN 1439-5606 Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Jahresabonnements können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate vor Ablauf des Bezugszeit­raumes) schriftlich beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt eingesandte ­Manus­kripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die ­Ansicht der R­ edaktion.


Auf einen Blick A B

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Schloß Holte-Stukenbrock

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Creaton GmbH

14

DAW SE Geschäftsbereich Caparol

46

Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG

57

Bruckberg

EHL AG

10

Kruft

info@ehl-net.de

ehl.de

Essmann Gebäudetechnik GmbH

22

Bad Salzuflen

info@essmann.de

essmann.de

Eurobaustoff Handelsges. mbH & Co. KG

13

Bad Nauheim

info@eurobaustoff.de

eurobaustoff.de

Evonik Industries AG

31

Hanau

F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG

62

Fulda

Festool Deutschland GmbH

36

Wendlingen

Firestone Building Products Europe

27

Zaventem

info@richard-brink.de

richard-brink.de

info@ccm-europe.com

ccm-europe.com

Wertingen

info@creaton.de

creaton.de

Ober-Ramstadt

info@caparol.de

caparol.de

info@efaflex.com

efaflex.com

Friedrich Ossenberg-Schule GmbH & Co. KG

34

Hemer

Glassline GmbH

39

Adelsheim

Heck Wall Systems GmbH

42

Marktredwitz

Heras Mobilzaun GmbH

68

Krefeld

Hieber Betonfertigteilwerk GmbH

52

Zusmarshausen

Inoutic / Deceuninck GmbH

10

Bogen

Jackon Insulation GmbH

25

James Hardie Europe GmbH Jasto Jakob Stockschläder GmbH & Co.KG

info@evonik.com

evonik.de

fcn.holding@nuedling.de

nuedling.de

info@festool.com

festool.com

info@fbpe.de

firestonebpe.com

info@fos.de

fos.de

info@glassline.de

glassline.de

info@wall-systems.com

wall-systems.com

info@heras-mobile.de

heras-mobile.de

info@hieber-beton.de

hieber-beton.de

info@inoutic.de

inoutic.com

Steinhagen

info@jackodur.com

jackon-insulation.com

71

Düsseldorf

fermacell@jameshardie.de

fermacell.de

50

Ochtendung

Kiesel Bauchemie GmbH & Co. KG

11

Esslingen

Alfred Kärcher GmbH & Co.KG

70

Winnenden

KLB Klimaleichtblock GmbH

70

Andernach

Lamilux Heinrich Strunz GmbH

20

Leipfinger-Bader KG Liapor GmbH & Co.KG markilux GmbH + Co. KG

info@jasto.de

jasto.de

kiesel@kiesel.de

kiesel.com

info@vertrieb.kaercher.com

kaercher.de

info@klb.de

klb.de

Rehau

information@lamilux.de

lamilux.de

72

Vatersdorf

info@leipfinger-bader.de

leipfinger-bader.de

50

Hallerndorf-Pautzfeld

65

Emsdetten

10/45

Bad Kreuznach

info@liapor.com

liapor.com

info@markilux.com

markilux.com

info@tex-color.de

meffert.com

Meva Schalungs-Systeme GmbH

53

Haiterbach

info@meva.de

meva.de

Moeding Keramikfassaden GmbH

40

Marklkofen

info@moeding.de

moeding.de

info@naturinform.com

naturinform.com

info@oknoplast.de

oknoplast.de

NATURinFORM GmbH

64

Redwitz a.d.Rodach

Oknoplast Deutschland GmbH

11

Ibbenbüren

Opel Automobile GmbH

12

Rüsselsheim

Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG

10

Warendorf

info@opel.de

opel.de

info@osmo.de

osmo.de ottobock.com

Ottobock SE & Co. KgaA

67

Duderstadt

info@ottobock.com

Paschal-Werk G. Maier GmbH

60

Steinach

service@paschal.de

paschal.de

pci-info@basf.com

pci-augsburg.de

contact@pohlcon.com

puk.com

PCI Augsburg GmbH

Q R

30

Carlisle Construction Materials GmbH

Meffert AG

N O

@

SEITE

Alujet GmbH

Braas GmbH

C

Redaktionsverzeichnis

13/56

Augsburg

PohlCon Vertriebs GmbH

55

Berlin

Prefa GmbH

41

Wasungen

office@prefa.de

prefa.de

Puren GmbH

45

Überlingen

info@puren.com

puren.com

quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG

47

Osnabrück

info@quick-mix.de

quick-mix.de

Rathscheck Schiefer- und Dachsysteme KG

38

Mayen

info@rathscheck.de

rathscheck.de

Renolit SE

70

Worms

exterior@renolit.com

renolit.com

Roto Dach- u. Solartechnologie GmbH

35

Bad Mergentheim

info@roto-frank.com

roto-frank.com

Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH

Offenbach am Main

info@saint-gobain.com

saint-gobain.com

Saint-Gobain Isover G+H AG

32

Ludwigshafen

info@saint-gobain.com

isover.de

Saint-Gobain Rigips GmbH

58

Düsseldorf

SC Johnson Professional GmbH

68 48/72

Schlagmann Poroton Vertriebs GmbH

12/63

info@rigips.de

rigips.de

Krefeld

info.prode@scj.com

debgroup.com

Zeilarn

info@schlagmann.de

schlagmann.de

Schöck Bauteile GmbH

54

Baden-Baden

Sita Bauelemente GmbH

26

Rheda-Wiedenbrück

info@schoeck.de

schoeck.de

info@sita-bauelemente.de

sita-bauelemente.de

Skylux NV

18

Stasegem

V

BMI Vedag GmbH

24

Bamberg

Volfi Volker Fischer GmbH

66

Kirchhundem

info@volfi.de

volfi.de

W

Wellhöfer Treppen GmbH & Co. KG

21

Würzburg

info@wellhoefer.de

wellhoefer.de

Wolff GmbH – eine Marke der Uzin Utz Gruppe

12

Ilsfeld

info@wolff-tools.de

wolff-tools.de

BMI Wolfin Bautechnik GmbH

23

Wächtersbach

info@wolfin.com

wolfin.com

ZinCo GmbH

28

Nürtingen

info@zinco.de

zinco.de

Z

info@skylux.be

skylux.be

office@vedag.com

vedag.com

73                                                                                                                                                                  November 2019


Dezember/Januar Dach – Aufbau, Dämmung, Deckung Fassade – Systeme & Produkte Der Rohbau – Mauerwerk & Beton Außenanlagen – Gestaltung & Technik Industrie- & Gewerbebau Arbeitsschutz/Arbeitssicherheit

Die Tür – Design & Technik Bodenbeläge & Aufbau Das Fenster – Aufbau & Verarbeitung Werkzeuge Das Bad – Ausstattung & Technik

THEMENGESAMTAUSGABE Innen & Außen

Erscheinungstermin: 21. Dezember 2019

Februar

MESSEAUSGABE

Themen:

PROJECT FLOORS

Themen:

M.HIERNER/WWW.HIERNER.INFO

VORSCHAU

Die Tür – Design & Technik Bodenbeläge & Aufbau Das Fenster – Aufbau & Verarbeitung Werkzeuge Das Bad – Ausstattung & Technik

Erscheinungstermin: 15. Februar 2020

TOP-THEMA Innenausbau

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Mit SOMweb lassen sich SOMMER Torantriebe mittels App oder Browser ganz einfach über Smartphone, Tablet oder PC steuern.

Optionale Videoüberwachung durch buchbares Video-Plug-In. Benutzerverwaltung und Zutrittskontrolle für 10 Benutzer inklusive. Echtzeit Benachrichtigungen über Fahrbewegungen am Tor über App oder E-Mail. Kein Speichern oder Verarbeiten von Daten auf externen Servern. Integriertes WLAN-Modul. Steuerung wahlweise über das Heimnetzwerk oder das Internet möglich.

Sprachsteuerung mit Siri, Google Assistant oder Amazon Alexa möglich.

Amazon, Alexa and all related logos are trademarks of Amazon.com, Inc. or its affiliates. Google Play and the Google Play logo are trademarks of Google LLC. Apple, Apple Watch, iPad, iPad Air, iPhone, and iPod touch are trademarks of Apple Inc., registered in the U.S. and other countries. HomeKit is a trademark of Apple Inc.

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November 2019                                                                                                                                                                  74

07.02.2019 11:53:37


LEHRGÄNGE ZU

VOB B VOB C VOB/B - VERGABE- UND VERTRAGSORDNUNG FÜR BAULEISTUNGEN Eintägiger Zertifikatslehrgang und Praxis-Workshop zu den allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, in Bauverträgen mit ihren Auftragnehmern die Geltung der VOB/B zu vereinbaren. Aber auch in Bauverträgen privater Auftraggeber vereinbaren die Vertragsparteien - ohne dazu verpflichtet zu sein - häufig die Geltung der VOB/B. Die Anforderungen des Bauvertragsrechts sind komplex und das Regelwerk der VOB/B ist vielschichtig. Um Fehler, vertragsrechtliche Streitigkeiten bzw. nachteilige Vertragsgestaltungen zu vermeiden, ist die vertiefte Kenntnis der VOB/B sowie der darin statuierten und durch die Rechtsprechung konkretisierten Aufgaben- und Pflichtenkreise sowohl für Auftraggeber als auch für Bauausführende unerlässlich. Nur so lassen sich im Falle von Bauverzögerungen, -mängeln, -behinderungen, Nachträgen usw. die richtige Vorgehensweise ableiten und unnötige Konfliktsituationen vermeiden. Dies wird anhand praktischer Beispiele aufgezeigt.

VOB/C - ALLGEMEINE TECHNISCHE VERTRAGSBEDINGUNGEN FÜR BAULEISTUNGEN (ATV) Eintägiger Zertifikatslehrgang und Praxis-​Workshop Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 VOB/B gelten die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV der VOB/C) auch als Bestandteil des Vertrages. Trotz dieser Konsequenz bei Anwendung der VOB/B, welche für öffentliche Auftraggeber verpflichtend ist, sind Regelungsinhalt und -systematik der VOB/C in der allgemeinen Praxis häufig nicht geläufig oder fehlinterpretiert. Die vertragsrechtliche Relevanz der VOB/C ist oft nicht bekannt, mit der Folge, dass auch die darin enthaltenen Beurteilungsmaßstäbe und Lösungsmechanismen im Fall von Baustörungen und Baustreitigkeiten nicht oder nicht richtig herangezogen werden. Darüber hinaus enthält die VOB/C auch Anforderungen an das Aufstellen von Leistungsbeschreibungen sowie an die Einordnung von Nebenleistungen und Besonderen Leistungen, deren Kenntnis hilft, Unklarheiten und Konfliktpotential bei der Bau-Soll-Bestimmung zu minimieren.

Die Teilnehmer erlangen fundiertes Praxiswissen für die rechtssichere Anwendung der VOB/B anhand von Fallbeispielen und im Fachdialog mit dem Referenten. Sie werden für die aus dem Regelwerk der VOB/B resultierenden Rechte und Pflichten sensibilisiert und können anhand von praktischen Beispielen ein Gespür für Gestaltungs- und Handlungsoptionen entwickeln.

Die Teilnehmer erhalten fundierte Kenntnisse zum Anwendungsbereich, Regelungsgehalt und zur Systematik der VOB/C. Sie werden für hieraus resultierende vertragliche Rechte und Pflichten sensibilisiert und können diesbezügliche Anwendungs- und Rechtsunsicherheiten abbauen.

Zielgruppe

Referentin: Ulrike Kohls, Rechtsanwältin und Mediatorin Senior Associate bei BBG und Partner Rechtsanwälte, Bremen

Angesprochen werden Bauunternehmer, Führungskräfte und Entscjheider in der Baubranche, Architekten, Ingenieure, Planer, Mitarbeiter aus Bauunternehmen, Entsorgungsunternehmen, Bauträger sowie Beschäftigte der Bauressorts der Kommunal- und Landesverwaltung, technisch zuständige Mitarbeiter, Mitarbeiter der Vergabestellen und Rechnungsprüfungsämter

Zeiten:

09.30 - 16.30 Uhr

Tagesgebühr: 395,- € zzgl. MwSt. eine Mittags- und zwei Kaffeepausen

ANMELDUNG per Email an mail@umweltinstitut.de, per FAX (069) 82 34 93 oder Online auf www.umweltinstitut.de Name

Termine VOB/B:

Vorname

Hamburg: Potsdam: München: Offenbach: Web-Links:

Firma Strasse Ort

PLZ

Telefon

Fax

E-Mail Unterschrift / Datum

Nach Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung und eine Rechnung. Es gelten unsere AGBs, die Sie auf unserer Webseite unter www.umweltinstitut.de/AGBS

 16.12.19 |  15.06.20 |  14.12.20  09.03.20 |  28.09.20  10.02.20 |  26.10.20  15.04.20 |  23.11.20 www.umweltinstitut.de/354

Termine VOB/C: einsehen können. In der Gebühr sind ausführliche Seminarunterlagen, Erfrischungsgetränke, Kaffee, Gebäck, sowie Pausensnacks enthalten. ENTSORGA

Hamburg: Potsdam: München: Offenbach: Web-Links:

UMWELTINSTITUT AKADEMIE FÜR ARBEITSSICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ www.umweltinstitut.de

 17.12.19 |  16.06.20 |  15.12.20  10.03.20 |  29.09.20  11.02.20 |  27.10.20  16.04.20 |  24.11.20 www.umweltinstitut.de/364

Umweltinstitut Offenbach GmbH Frankfurter Str. 48 63065 Offenbach a. Main Tel: 069 - 810679 Fax: 069 - 823493 mail@umweltinstitut.de


Andreas Jäger Klimaexperte

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