bauMAGAZIN Dezember 2021

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Dezember 2021 | Januar 2022

BAUMAGAZIN-ONLINE.DE

12/1 | BAUMASCHINEN | BAUGERÄTE | BAUFAHRZEUGE

CRACO

Qualitätsrotatoren

2022

aus dem Westerwald

DER

S AU G B AG

GER

BEILAGE BRANCHENTREFF 2022 Informiert von A bis Z »auf einen Blick« Quali tät

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OEM – AFTERMARKET

RÜCKBLICK – AUSBLICK Blendende Perspektiven

BOSCH REXROTH Kunden und Innovationen in Ulm zusammenbringen

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Branche

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INHALT 8 | Editorial | 10 | Zum Titel – Craco | Seit 85 Jahren findet CRACO aus Atzelgift im Westerwald pass­ genaue Lösungen für Kunden der Rohstoff­ gewinnung, im Recycling und im Tiefbau. Der heutige Partner für Komplettlösungen im Verschleißschutz setzt vor allem auf die permanente Entwicklung und Anpassung der eigenen Prozessbereiche. Zusätzlich legt man den Schwerpunkt stets auf die Langlebigkeit der Produkte und Lösungen, sowie auf eine nach­ haltige Kostenreduzierung für den Kunden.

12 | Namen und Neuigkeiten | Baubranche aktuell

1 GEWINNUNG – ABBRUCH – RECYCLING 44 | SBM Mineral Processing | »SBM Technikum« bietet neues Serviceangebot

46 | Kurz-Gruppe | Mit der Prallmühle Remax 300 DD die Partnerschaft vertieft

58 | Fischer-Jung – Metso | Die Ressourcen gebündelt bei der Flutopferhilfe

58 | Arjes | Mit dem Schredder im Kampf gegen die Abfallflut nach dem Hochwasser

59 | Lindner | Mit dem Urraco 95DK

48 | Rubble Master | Warum drei

die Aufräumarbeiten im Hochwassergebiet unterstützt

Unternehmer schon seit mehr als 20 Jahren auf RM­Technik setzen

60 | Komptech | Verbesserte Recycling­ Quoten dank moderner Aufbereitungstechnik

52 | Powerscreen – Christophel – Kölsch |

62 | Doppstadt | Mit dem mobil­modularen

Perfekt verkettet in der Kalkstein­Gewinnung

53 | Rockster | Flexibel einsetzbar, einfach zu transportieren: der Backenbrecher R800

55 | Kleemann | Sechs Mobiscreen­ Siebanlagen punkten bei extremen Bedingungen

56 | Moerschen | Strategischer Wechsel von Terex Finlay zu Terex EvoQuip

16 | bauMAGAZIN-Jahresumfrage | Zufrieden und optimistisch fallen die Statements aus, die das bauMAGAZIN im November für seine traditionelle Umfrage zum Jahresende erhalten hat. Zu den Kernaussagen gehört – neben der positiven Beurteilung der aktuellen Zahlen angesichts zum Teil deutlicher Umsatzzuwächse und dem äußerst zuversichtlichen Blick nach 2022 –, dass die neue Bundesregierung endlich ernst machen müsse mit den Investitionen in die Infrastruktur und dem Abbau bürokratischer Hürden. Brücken­ und Straßenbau, Wohnungs­ bau, Glasfaserausbau, Mobilitätslösungen, nachhaltige Energie­ gewinnung: Das waren und sind die dazugehörenden Schlag­ wörter. Und die Bauindustrie sieht sich dabei zu Recht als einer der Hauptakteure in einer entscheidenden Rolle – mit dementsprechend blendenden Perspektiven. Daran wird auch Corona wahrscheinlich wenig ändern.

4 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

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Konzept rechtssicher in der Aufbereitung

63 | Neuenhauser | Mobiler Dosierbunker Spender 10 erweitert Produktportfolio

64 | Sany | Den SY500H auf Hochlöffelbetrieb für Holz­Recycling­Anlage umgerüstet

68 | Doppelmayr | RopeCon­System überspannt Tagebaumulde auf 850 m Länge

VOR ORT

. 12/21 – 1/22

52

66 | Geiger | Dass der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der heimische Kiesabbau kein Gegensatz sein müssen, wollte die Geiger­Unter­ nehmensgruppe bei einer Besichtigung ihres Standorts in Herzmanns im Allgäu demonstrieren. Das Oberstdorfer Bauunternehmen betreibt dort nicht nur seit Jahren ein Kieswerk, sondern baut aktuell auch ein neues Verwaltungs­ und Lagergebäude, das über 200 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen soll.


76

84

82

92 DER

2022

68 | Max Wild | Neue nassmechanische Aufbereitungsanlage schont Ressourcen und steigert die Wertschöpfung

69 | Flexco | Hohe Reinigungsleitung am neuen Sekundärabstreifer T­Type

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08.12.21 15:56

70 | Volvo CE | 95­t­Muldenkipper R100 jetzt mit modernem Motor in der Gewinnung unterwegs

72 | Komatsu | Erster Einsatz für das FrontRunner­System in Europa beim 930E­5

72 | Rokbak | Messe­Premiere bei der nordirischen »Balmoral Show«

73 | Sandvik | Batteriemuldenkipper TH550B will das Beste aus zwei Welten vereinen

74 | Hyundai | Potthoff­Gruppe ergänzt seine

82 | Caterpillar – Zeppelin | Neuer 100­t­Dozer Cat D11 XE mit verbesserter Kraftstoffeffizienz

Radlader­Flotte um den neuen HL970A

84 | Kobelco | Erster Einsatz für den neuen

76 | Hyundai-Doosan | Radladerreihe DL­7

SK530LC­11 in der Schweiz

um die Modelle DL200­7 und DL420CVT­7 erweitert

86 | Doosan-Bobcat | Minibagger und

78 | Pfreundt | Mit dem Eichservice in der

Kompakt­Raupenlader realisieren Hausabbruch innerhalb von zwei Tagen

Gewinnung alles aus einer Hand erhalten

80 | Liebherr | Drei L 586 XPower bringen im Load­and­Carry­Einsatz immer »volle Leistung«

88 | Husqvarna | Kernsanierung mit dem Abbruchroboter DXR 300 im historischen Gebäude

VOR ORT

90 | Epiroc | Hydraulikhammer MB 1200 überzeugt beim Einsatz im britischen Steinbruch

98 | A+A 2021 |

92 | MBI | Pulverisierer RP50­IT und RP30­IT über­

1 204 Aussteller aus 56 Nationen und mehr als 25 000 Fachbesucher sind in diesem Jahr zur A+A nach Düsseldorf gekommen. Neben aktuellen Entwick­ lungen rund um innovative Schutzausrüstungen spielten Trends wie Digitalisierung und Nach­ haltigkeit eine zentrale Rolle auf der wichtigsten Branchenmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

nehmen Schlüsselrolle beim Baumarkt­Abbruch

94 | MB Crusher | Brecherlöffel und Brechersieb ermöglichen Aufbereitung direkt auf der Baustelle

95 | Lehnhoff Hartstahl | Symmetrische Ventil­ technik soll den maximalsten Öldurchfluss erzeugen

96 | Steelwrist | Neuer Schnellwechsler SQ90 will die Nachfrage aus der Abbruchindustrie bedienen

97 | Frutiger | Die Staubbindung auf ein neues Niveau heben


114 | Kohler | Hybridkonzept K­HEM im Praxis­ einsatz in der Hubarbeitsbühne Spyder DT28

115 | Rolls-Royce – Flanders | Hybrid­ Nachrüstlösung für Muldenkipper geplant

118 | Tsubaki Kabelschlepp | Kabel­ Management für die Hebe­ und Fördertechnik

HTK 145024 DL Basic präsentiert sich als verlässlicher Partner

119 | BKT | Breite Palette an Reifenlösungen

132 | Quantron | Transporter Q­Light FCEV

108 | Linde Hydraulics | Neuer Ventilblock VW22/18 M5­03 soll durch ein modulares System überzeugen

für Steinbruch und Bergwerk

fährt mit Brennstoffzelle

120 | Continental | Neuen Teleskop­ und

132 | Heinz Schutz | Kommunaler »Stadtentsorger« auf Transporterfahrgestellen

Kompaktladerreifen CompactMaster vorgestellt

109 | Bucher Hydraulics | Mit DRH­ Pendelachszylindern stabil arbeiten und komfortabel fahren

111 | GEMAC | »Intensive Fieldbus Diagnostic« für eine hohe Maschinenverfügbarkeit

113 | ZF | Mit der Produktfamilie eWorkX die

129

Transformation zum E­Fahrzeug erleichtern

3 BAU- UND NUTZFAHRZEUGE 124 | Renault Trucks | Neue Motoren­

VOR ORT

generation soll bis zu 10 % Kraftstoff sparen

125 | HS-Schoch | Das bauMAGAZIN verlost 20 Exemplare des »Truck­Trial­Kalenders 2022«

IM INTERVIEW

2 OEM – AFTERMARKET

131 | Humbaur | Dreiseitenkipper

verspricht höchste Lebensdauer an Kranen

118 | Igus | Neue Rollenenergiekette P4HD

114

130 | Webfleet Solutions | Ausgezeichnet als »Europäischer Flotten­Management­Anbieter«

133 | Digando |

Mit Digando hat sich eine rein digitale Plattform etabliert, die das Mieten und Vermieten von Baumaschinen mit nur vier Klicks möglich macht. Im Gespräch mit bauMAGAZIN­Redakteur Dan Windhorst zeigt Alexander Höss, Geschäftsführer der Digando GmbH, die Vorzüge der digitalen Mietplattform auf und erklärt, warum gerade Transparenz eine so tragende Säule darstellt.

126 | Terberg | Als Kombination erfolgreich in der Stahl­ und Betonfertigungsindustrie

104 | Bosch Rexroth | Mit seinem

127 | Goldhofer | Neue Flügeltransport­

neuen Kunden­ und Innovationszentrum samt »TechPark« in Ulm hat Bosch Rexroth ein Drehkreuz für Innovationen geschaffen. »Hier bringen wir zusammen, was zusammen gehört: Kunden und Innovationen«, sagte Rolf Najork (li.), Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstands­ vorsitzender der Bosch Rexroth AG, gegenüber dem bauMAGAZIN. Bernd Schunk, Vertriebsleitung der Business Unit Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth, stellte den »TechPark« vor und sprach über aktuelle Ziele des Unternehmens.

vorrichtung FTV 850 präsentiert

6 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Montageeinsätze maßgeschneidert konzipiert

129 | Demmler | Mit Halfpipe­Mulde den Kundenwünschen entsprechen

130 | Zandt Cargo | Allround­Konzept ist auf Nutzlast und Einsatz ausgerichtet

135 | Thinkproject | Sechs große Mythen rund um BIM: Warum mehr Transparenz nötig ist

135 | Trackunit | Neue Funktion für »Kin« erweitert Sichtbarkeit von Geräteauslastungen

138 | Cosuno | Warum Cloud­Lösungen Arbeitsschritte flexibler und effizienter machen 138 | Flexcavo | Wie ein gestohlener Radlader ganz schnell lokalisiert werden konnte

139 | Zeppelin | Mit »Azubibagger« Interesse an Unternehmen und Ausbildungen wecken

140 | Coreum | Wie Betonfahrmaschinen

VOR ORT

116 | BM Air | Der Spezialist für gefilterte Luft in Fahrer­ kabinen hat Filterüberdrucksysteme entwickelt, die den Maschinenführern höchstmöglichen Schutz bieten. Im Gespräch mit bauMAGAZIN­Redakteur Dan Windhorst erläutern Robin Veltman, Verkaufsleiter, und Henrik König, Account­ Manager bei BMAir Deutschland, was diese Systeme so besonders macht.

128 | ES-GE | Lkw und Anhänger für

4 UNTERNEHMENSFÜHRUNG

sachkundig überprüft und gewartet werden

141 | TÜV Nord Bildung | Schulungen für den Umgang mit Erdbaumaschinen

122 | Ford | Als einer der ältesten deutschen Vertragspartner von Ford hat die Stegmeiergroup in Crailsheim die neue Zugmaschine F­Max erstmals in Deutschland vorgestellt. Die bauMAGAZIN­ Redaktion hat den Lkw genauer unter die Lupe genommen und die Vertragsunter­ schrift zwischen Ford Otosan, Ford Trucks, der Stegmaiergroup sowie F­Trucks Deutschland begleitet.

. RUBRIKEN 142 | Aktuelles | 144 | Impressum | 145 | Redaktionsverzeichnis A – Z | 147 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |


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12/21 – 1/22

PETRA REGER

EDITORIAL

Taten müssen folgen

Die vierte Corona­Welle und die neue Bundesregierung haben eines gemeinsam – nämlich das Potenzial, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Statik in Deutschland entscheidend zu verändern. Weshalb die Frage ist am Ende des Jahres: zum Besseren oder zum Schlechteren? Ohne Impfpflicht jedenfalls dürfte es heißen: Nach der Welle ist vor der Welle, in Anlehnung an die Sepp­Herberger­Weisheit »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel«. Und misslingt der Einstieg in die propagierte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, wird der Übergang zu einer klimaneutralen Netto­Null­ Gesellschaft nicht energisch genug betrieben, dann dürfte es schwierig werden für die Industrienation Deutschland, ihre derzeit noch herausragende Rolle zu behaupten.

Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung mit der sektorübergreifenden Fokussierung auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz ihre Ambitionen deutlich unterstrichen und dabei mit der Installierung eines eigenen Ministeriums für Bauen und Wohnen der Bauwirtschaft eine wichtige Rolle zugedacht. Was Fachverbände wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) oder der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) ausdrücklich begrüßen und mit entsprechenden Wortgirlanden würdigen. So unterstreicht für HDB-Präsident Peter Hübner »die neue Regierung mit dem eigenen Bundesbauministerium nicht nur die volkswirtschaftliche Bedeutung des Baus in Deutschland, sondern auch die Rolle der Bauindustrie als Schlüsselbranche für Umweltund Klimaschutz und bezahlbaren Wohnraum«. Ins gleiche Horn stößt Felix Pakleppa als ZDB-Hauptgeschäftsführer, wenn er zu Protokoll gibt: »Der Koalitionsvertrag lässt uns aufgrund vieler investiver Impulse positiv auf die kommenden Jahre blicken. Die Verstetigung der Investitionen in der Verkehrsinfrastruktur sowie die Erhöhung der linearen AfA von 2 % auf 3 % werden wichtige Impulse setzen.« Auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen, die wir zum Jahresende in der

Die Wirtschaft kann sich Nostalgie nicht leisten und ist dabei, ökologische Innovationen und Investitionen zu realisieren.

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traditionellen bauMAGAZIN-Umfrage »Rückblick – Ausblick« (ab Seite 16) auch zu ihren Erwartungen an die neue Regierung befragt haben, dürften deren »starke Signale für bauindustrielle Lösungen und nachhaltigen Infrastrukturausbau« (nochmal Peter Hübner) sowie die angekündigte Entbürokratisierung der Planungs- und Bauprozesse und das Forcieren der Digitalisierung goutieren. Dabei ist grundsätzlich zu konstatieren, dass angesichts zunehmender Ressourcenverknappung und des Klimawandels als existenzielle Bedrohung der verklärende Vergangenheitsblick (»Früher war alles besser«) für die Wirtschaft schon länger passé ist. Denn die kann sich Nostalgie nicht leisten und ist dabei, ökologische Innovationen und Investitionen zu realisieren. Schön, dass jetzt auch die neue Bundesregierung den Ehrgeiz hat, dies mit den entsprechenden sozialen und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu unterstützen. Allerdings wird sich erst zeigen müssen, ob aus Ankündigungen Realität wird. Weshalb wir mit Goethes »Faust« (der sagt immer was Gescheites) schließen: »Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn!« In diesem Sinne möchte ich mich im Namen des gesamten Teams des SBM Verlag für Ihr Interesse am bauMAGAZIN und an bauMAGAZINOnline bedanken und wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2022.

Michael Wulf Chefredakteur


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CRACO

. ZUM TITEL

L CRACO

Nicht nur in einen Rotor, sondern in Betriebssicherheit investieren Seit bereits 85 Jahren findet CRACO aus Atzelgift im Westerwald passgenaue Lösungen für Kunden der Rohstoffgewinnung, im Recycling und im Tiefbau. Gegründet worden war das Unternehmen 1936 in Köln als Werkzeughandel. Der heutige Partner für Komplettlösungen im Verschleißschutz setzt vor allem auf eine Konstante, nämlich die permanente Entwicklung und Anpassung der eigenen Prozessbereiche. Zusätzlich legt man den Schwerpunkt stets auf die Langlebigkeit der Produkte und Lösungen, sowie auf eine nachhaltige Kostenreduzierung für den Kunden.

B 91 %

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Eine enorme Fertigungstiefe von mehr als 91 % lässt die CRACO nahezu jede notwendige Bearbeitung eigens steuern und umsetzen, um daraus wieder Rückschlüsse für neue Entwicklungen ziehen zu können.

ei CRACO werden Kundenbedürfnisse ganzheitlich und als komplexe Prozesse verstanden, woraus fortwährende Entwicklungs- und Lernvorgänge entstanden sind, die alle Prozessbereiche beeinflussen. Die Westerwälder sind sich bewusst, dass man neben den eigenen Stärken auch zwingend die Anforderungen an die zu behandelnde Komponente kennen muss. So gelten die »Herzstücke« vieler Anlagen im Recycling-Bereich – die Rotoren – mittlerweile als Paradebeispiele für das »System CRACO«.

Bekannte Situationen im Einsatz Eine defekte Lagerung? Stetig wiederkehrende Schlagleistenbrüche? Risse oder Spannungen im Material? Eine vorhandene Unwucht des Rotors? Probleme dieser Art gefährden die Betriebssicherheit und stören meist einen reibungslosen Produktionsverlauf. Im schlimmsten Fall, dem Maschinenstillstand, können sie ihn sogar ganz zum Erliegen bringen und es kommt zum Produktionsausfall. Aus diesem Antrieb heraus hat sich CRACO in den letzten 15 Jahren zu einem Komplettanbieter

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Über FEM-Analysen werden Struktur und Verschleiß eines Bauteils ermittelt.

im individuellen Rotoren- und Komponentenbau weiterentwickelt. Verwirklichen konnte man dies zum einen dank der spartenübergreifenden Tätigkeit, überall dort, wo Zerkleinerung stattfindet, zum anderen durch eine besondere Fertigungstiefe von mehr als 91 %, die CRACO nahezu jede notwendige Bearbeitung eigens steuern und umsetzen und daraus schlussendlich wieder Rückschlüsse für neue Entwicklungen ziehen lässt. Diese Faktoren bilden die Grundlage, um die Erfahrungen des Kunden mit den Erkenntnissen von CRACO zu gemeinsamen, passenden und sicheren Lösungen zu vereinen.


wofür ein unwuchtfreier Lauf des Rotors unabdingbar ist. Mit neuester Elektronik kann man hier für einen optimalen Massenausgleich sorgen. Der besagte Fokus auf Langlebigkeit wird bei CRACO in jedes Handeln integriert, so hat man aus der Erfahrung heraus Fertigungsmöglichkeiten geschaffen, die es ermöglichen, beispielsweise Schlagleistensitze für Prallbrecher ohne übermäßigen Wärmeeinfluss bearbeiten zu können, was der Gefahr von Spannungen und Rissbildungen im Material vorbeugt. Zusätzlich unterstützt man mit der mechanischen Bearbeitung des Sitzes eine langwährende Passgenauigkeit der Schlagleiste, um damit ihre Bruchgefahr zu reduzieren.

Cracox – mehr als nur ein Stahl

Rotoren sind »Herzstücke« vieler Anlagen im Recycling-Bereich und gelten mittlerweile als Paradebeispiele für das »System CRACO«.

Alles aus einer Hand Hauseigene Spezialisten von CRACO wissen beispielsweise genau, worauf es beim Lagerein- und -ausbau ankommt, beispielsweise auf die generell richtige Lagerauswahl, aber auch auf die passende Schmierung und deren Menge oder auf das, adäquat an das Wirkprinzip angepasste, Einstellen des Lagerspiels. Als Beispiel dafür, dass man die einzelnen Prozesse zu verbinden versteht, gilt das ebenfalls im Unternehmen stattfindende dynamische Wuchten, sorgt es doch u. a. für die Langlebigkeit der Lager. Es gewährleistet aber auch einen sicheren Betrieb,

UNTERNEHMEN CRACO in Atzelgift gilt als ein führender Anbieter von Verschleißschutzlösungen. Das Familienunternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter, wächst seit seiner Gründung im Jahr 1936 stetig und erweitert ständig seine Möglichkeiten. Im Jahr 2012 startete die Fertigung in den neuen, 22 000 m2 umfassenden Produktionshallen. An 16 Bearbeitungszentren und neun Brenntischanlagen werden pro Jahr rund 8 000 t Premium­Verschleißstahl verarbeitet. Einen Schwerpunkt setzt CRACO auf die Kostenreduzierung für seine Kunden durch Optimierung der Verschleißsituation vor Ort. Hierfür steht ein flächen­ deckendes Netz von Außendientsmitarbeitern zur Verfügung. Neben der eigenen Fertigung ist vor allem die eigene Forschungs­ und Entwicklungsabteilung »Motor« des Unternehmenserfolgs.

Bei allen Kenntnissen benötigt auch CRACO das passende »Grundmaterial«, aus dem sich alle Ideen und Lösungen dann verwirklichen lassen. Auch hier ist es Kernbestandteil, mit Cracox einen erstmals 1997 vorgestellten eigenen Stahl und somit die Möglichkeit seiner Beeinflussung in den eigenen Händen zu haben. Dank einer speziell konzipierten Kombination aus Härte und Zähigkeit wie auch dank seiner laut CRACO herausragenden Eigenschaften verspricht der bereits vom Land Rheinland-Pfalz mit einem Innovationspreis ausgezeichnete Stahl zum einen bestmöglichen Verschleißwiderstand, er erlaubt zum anderen aber auch die passenden und notwendigen (mechanischen) Bearbeitungen. Letztlich, so ist man in Atzelgift überzeugt, habe die Entwicklung einer nie stoppenden InnovationsDNS CRACO detaillierte Antworten zu den physikalischen und metallurgischen Eigenschaften des Cx-Stahls und seinen Bearbeitungsmöglichkeiten finden lassen. Angetrieben von den Kunden und deren Bedürfnissen werden nach Firmenangaben Prozesse immer wieder hinterfragt, angepasst oder erweitert. Im Unternehmen weiß man, dass es Mut erfordert, das alles in den Grenzbereichen, in dem man im Bereich von verschleißfesten Stählen agiert, auch umzusetzen. Man benötigt aber auch Menschen, die sich ebenfalls weiterentwickeln wollen und eine transparente Organisation, die ein flexibles Denken und Handeln erlaubt – für das alles t soll Cracox stehen.

Cracox Dank einer speziell konzipierten Kombination aus Härte und Zähigkeit wie auch dank seiner laut CRACO herausragenden Eigenschaften verspricht Cracox zum einen bestmöglichen Verschleißwiderstand, er erlaubt zum anderen aber eben auch die passenden und notwendigen (mechanischen) Bearbeitungen. Verfügbar ist Cracox in den Legierungen Cracox 400 bis Cracox Ultra und in Stärken von 3 mm bis 120 mm.

Die Spezialisten von CRACO wissen genau, worauf es beim Lagerein- und -ausbau ankommt, beispielsweise auf die generell richtige Lagerauswahl, aber auch auf die passende Schmierung und deren Menge oder auf das, adäquat an das Wirkprinzip angepasste, Einstellen des Lagerspiels.

Im Jahr 2012 startete die Fertigung in den neuen rund 22 000 m2 umfassenden Produktionshallen. An 16 Bearbeitungszentren und neun Brenntischanlagen werden pro Jahr derzeit rund 8 000 t Premium-Verschleißstahl verarbeitet.

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. NAMEN UND NEUIGKEITEN

13,4 %

Die Firmengruppe Liebherr verzeichnet zum 30. Juni 2021 einen Umsatz von 5 616 Mio. Euro – ein Plus von 13,4 % zum Vorjahreszeitraum.

Positive Auftragslage Die Auftragslage verbesserte sich in allen Segmenten. Nie zuvor gingen binnen eines halben Jahres so viele Aufträge ein. Der kräf­ tigen Nachfrage und der momentan ange­ spannten Situation auf einigen Beschaffungsmärkten geschuldet, bewegt sich der Auftragsbestand der Firmengruppe ebenfalls auf hohem Niveau. Zugenommen haben auch die Investitionen der Firmengruppe. So in­ vestiert Liebherr u. a. in den Ausbau seiner Standorte. Gleich zwei Groß­ projekte sollen beispielsweise in Ehingen (Baden­Württemberg) realisiert werden: Hier ist bis 2022 der Neubau der Reparaturniederlassung Süd geplant, zusätzlich werden bis 2024 das neue Ersatzteil­ und das neue Serien­ lager in Betrieb sein. Zum anderen will Liebherr in Ehingen bis 2030 sein

Neue Leitung bei Kubota Holdings Europe und der Kverneland Group und Präsident der Kubota Holdings Europe und Kverneland Group, wechselt zum Januar als Managing Executive Officer und Präsident der Kubota North America Corporation sowie Präsident der Kubota Tractor Corporation in einen neuen Aufgabenbereich. Ihm folgt Yasukazu Kamada als Präsident der Kubota Holdings Europe und Kverneland.

KUBOTA

KUBOTA – Shingo Hanada, bisher CEO

Yasukazu Kamada.

asukazu Kamada ist seit 1983 Teil der Kubota Corporation und hatte in seinen fast 40 Jahren Unternehmenszugehörigkeit diverse Management­Positionen in Japan und den USA inne. Zuletzt war er als Managing Executive Officer und General Manager der Engine Division t tätig.

Y

12 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Die beiden Elektro-Bagger R 976-E (Bild) und R 980 SME-E von Liebherr arbeiten lokal emissionsfrei. Werksgelände mit einer grünen Fabrik erweitern, um Produktionskapazitäten für die steigende Nachfrage nach Mobil­ und Raupenkranen auszubauen. Außerhalb Europas hat Liebherr mit der Errichtung eines neuen Werks in China begonnen, um die Produktion von Großwälzlagern, Getrieben und Hydraulikzylindern für den chinesischen Markt zu erweitern. Die Firmengruppe geht davon aus, zum Jahresende den zweithöchsten Umsatz der Firmengeschichte zu erreichen und somit nur noch leicht unter T dem Umsatzniveau vor der Corona­Pandemie zu liegen.

Rentabilität gesteigert und weiter Marktführerschaft bei Tiltrotatoren ENGCON – Auch beim führenden

Tiltrotatorenhersteller Engcon war der Umsatz im Pandemie-Jahr 2020 leicht rückläufig. Allerdings konnte die schwedische Unternehmensgruppe aufgrund ihrer verbesserten Rentabilität einen höheren Gewinn als im Jahr 2019 erwirtschaften.

ENGCON / STEN STROMGREN

er Umsatz in den Maschinensegmenten Erdbewegung, Spezialtiefbau, Materialumschlag, Mobil­ und Raupenkrane, Turmdrehkrane, Betontech­ nik und Mining wuchs insgesamt um über 16 %. In den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Auto­ mationssysteme, Kühl­ und Gefriergeräte sowie Komponenten und Hotels stieg der Umsatz um insgesamt über 7 %. Die regionale Verteilung der Umsätze hat sich im 1. Halbjahr 2021 zu­ gunsten Europas und den amerikanischen Märkten verschoben. Dort wurden teilweise deutliche Umsatzzuwächse erreicht.

D

GEWINNPLUS

LIEBHERR – Nach deutlich steigenden Umsätzen, Auftragseingängen auf Höchstniveau und zunehmenden Investitionen zieht die Firmengruppe Liebherr eine positive Bilanz für das 1. Halbjahr 2021 – der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,4 % auf 5,616 Mrd. Euro zu. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Trend im laufenden Geschäftsjahr fortsetzt.

DOMINIQUE GIANNELLI

Firmengruppe Liebherr schließt erfreuliches erstes Halbjahr ab

Engcon erzielte 2020 einen Umsatz von umgerechnet ca. 123 Mio. Euro Krister Blomgren. und lag damit rund 9 % unter dem Umsatz von 2019. Gleichzeitig konnte das Betriebsergebnis um rund 12 % auf ca. 21,8 Mio. Euro gesteigert werden, die Gewinnmarge erhöhte sich auf knapp 3,5 %. Das Unternehmen werde seine offensive Wachstumsstrategie fortsetzen, zeigt sich Krister Blomgren, CEO der Engcon Group, überzeugt. Vor allem die überaus positive Positionierung in Nordamerika, in Asien und in Australien habe 2020 sowohl zur Steigerung des Umsatzes als auch zur Rentabilität beigetragen. »Das sind auch die Märkte, in denen die Nachfrage nach Baggern und damit auch nach Tiltrotatoren in den kommenden drei Jahren voraussichtlich stark ansteigen wird.« Ein weiterer Grund, warum Engcon das Pandemiejahr 2020 gut über­ standen habe, seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. »Trotz eines schwierigen Jahres, das uns allen viel abverlangt hat, haben sie Loyalität und Tatkraft bewiesen«, sagte Blomgren. »Ich bin sehr stolz darauf, dass alle hart dafür gearbeitet haben, damit Engcon die unangefochtene Nummer eins unter den Tiltrotatorenherstellern bleibt.« Zeigten doch die Vergleichszahlen mit den Wettbewerbern, dass Engcon »weiterhin das Trikot des Marktführers trägt hinsicht­ lich Umsatz, Marktanteile und Gewinn«. T


Wechsel in der Geschäftsführung

Manitou-Gruppe steigert Umsatz im 3. Quartal 2021 um zehn Prozent MANITOU – Verglichen mit dem Vorjahreszeit-

steht bei Paschal in Steinach (BadenWürttemberg) ein Wechsel in der operativen Geschäftsführung an: Marius Wunder übernimmt das Amt von Michael Stoevelbaek.

PASCHAL

PASCHAL – Zum Jahresende 2021

Michael Stoevelbaek (li.) übergibt an Marius Wunder.

ichael Stoevelbaek hat sich nach Unternehmensangaben entschieden, sich aus der festen Verantwortung einer Geschäftsführung zu lösen, um auf die Notwendigkeiten seiner Familie flexibel reagieren zu können. Firmeninhaberin Barbara Regina Vetter dankte Michael Stoevelbaek für seinen Einsatz für das Paschal­Werk, den er mit seiner langjährigen Erfahrung im Schalungs­ geschäft umsichtig und erfolgreich gestaltet hat. Für seine Zukunft wünscht sie ihm eine stete Gesundheit und die erfolgreiche Umsetzung seiner Pläne. Sein Nachfolger Dr.­Ing., Dr. rer. pol. Marius Wunder hat bereits im September seine Arbeit auf­ genommen, um die Einarbeitung und Arbeitsübergabe geordnet zu gestalten. Als Bauingenieur mit einer zweiten Promotion in Wirtschaftswissenschaften, die er am Institut für Produktionswirt­ schaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ablegte, hat Marius Wunder internationale Berufs­ und Führungserfahrung in Beratung und Management in der Bau­ und Baustoffindustrie. Wunder will an die Arbeit seines Vorgängers anknüpfen und das Unternehmen weiter zum führenden Serviceanbieter entlang der gesamten Schalungswertschöpfungskette ausbauen. t

M

raum meldet der französische Baumaschinenhersteller Manitou für die ersten neun Monate 2021 ein Umsatzplus von 1,402 Mrd. Euro, das entspricht einer Steigerung um 22 %. Im 3. Quartal 2021 legte der Umsatz um 10 % (verglichen mit dem 3. Quartal 2020) auf 432 Mio. Euro zu. »Die Rekorddynamik bei den Auftragseingängen, die wir im letzten Jahr erlebt haben, hat sich fortgesetzt. Sie betrifft alle Märkte und lässt unseren Auftragsbestand Ende September auf ein historisches Niveau von 2,3 Mrd. Euro steigen«, sagte Michel Denis, President und CEO. Das Unternehmen geht für die Marken Manitou, Gehl und Mustang bis zum Jahresende von einem Umsatzwachstum im Jahr 2021 von rund 15 % gegenüber 2020 aus. t

Starke Geschäftsentwicklung im 3. Quartal für die Nemetschek Group NEMETSCHEK – Auch im 3. Quartal 2021 konnte

Hüffermann Transportsysteme ist neuer Hiab-Vertragshändler HIAB/HÜFFERMANN – Stärkung der Marktposition in Brandenburg und

HIAB/HÜFFERMANN

der Region um Magdeburg: Seit Oktober ist Hüffermann ein neuer Exklusivhändler für Hiab- und Effer-Ladekrane, Jonsored-Recycling-Krane sowie für Multilift-Abroll- und -Absetzkipper.

Nach der Vertragsunterzeichnung (v. li. n. re.): Alexander Bleick (Betriebsleiter Nutzfahrzeugcenter Hüffermann), Ron de Vries (Geschäftsführer Hiab), Lennart Kluge (Geschäftsführer Hüffermann), Maximilian Thiele (Vertriebsleiter Hiab), Lutz Petzold (Regionalleiter Hiab).

Hüffermann, Teil der Schwarzmüller Group, gilt wie Hiab als Spezialist für individuelle Transportlösungen in anspruchsvollen Branchen. Im Hüffermann­Nutzfahr­ zeugcenter in Neustadt (Dosse) werden Aufbauten, Reparaturen, Instandsetzungen und Generalüberholungen, Fahrzeugüber­ prüfungen und vieles mehr angeboten. »Unsere Kunden erhalten durch die Part­ nerschaft mit Hiab das beste Paket aus Produkt und Service, wenn es um Krane und Hakengeräte geht. Als deutscher Markt­ führer für Behältertransportanhänger sehen wir darin eine Weiterentwicklung unserer Premiumqualität«, betonte Lennart

Kluge, der Geschäftsführer von Hüffermann Transportsysteme. »Ich freue mich sehr, dass wir diese tollen Neuigkeiten endlich mit unseren Kunden teilen können. Wir sind sehr stolz, mit Hüffermann einen Markt­ führer an unserer Seite zu haben«, äußert sich Maximilian Thiele, Vertriebsleiter der Hiab Germany GmbH, nach der Vertrags­ unterzeichnung. »Wir fokussieren uns nun zum einen auf die Hausregion im west­ lichen Brandenburg bis Magdeburg, sowie ebenfalls auf die Kundenbeziehungen zu nationalen und internationalen Groß­ kunden. Hier bieten wir gemeinsam echte Mehrwerte«, so Thiele weiter. T

die Nemetschek Group als einer der führenden Software-Anbieter für die Bauindustrie erneut Umsatz und Ergebnis steigern. Dabei legten die Modelle Subskription bzw. SaaS (Software as a Service) um 48 % auf ein Hoch von 34,5 Mio. Euro zu. Auf 9-Monats-Basis stiegen hier die Erlöse um 46,6 % auf 93 Mio. Euro. Damit nahm der Anteil von Subskription/ SaaS am Gesamtumsatz innerhalb eines Jahres von 14,5 % auf 18,8 % zu. Die wiederkehrenden Umsätze, die zusätzlich auch die Serviceverträge umfassen, legten kumuliert auf 302,6 Mio. Euro zu, ein Plus von 14 %. Überproportional zum Konzernumsatz stieg im 3. Quartal das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das um 16,4 % auf 54,4 Mio. Euro zulegte. Die EBITDA-Marge stieg auf 32,1 % (Q3 2020: 31,4 %). Auf 9-Monats-Sicht erhöhte sich die EBITDA-Marge um 2,9 %-Punkte auf 32,5 % (Vorjahr: 29,6 %). t

Energieversorger Mainova übernimmt Mehrheit an mobiheat MOBIHEAT – Der Energieversorger Mainova hat

die Mehrheit der Anteile an dem Energiedienstleister mobiheat übernommen. Mainova will mit der Transaktion das eigene Geschäft mit Energiedienstleistungen ausbauen und damit die großen Marktpotenziale im Geschäftsfeld mobiler Heiz- und Kältezentralen nutzen. mobiheat gilt als Spezialist für mobile Heiz-, Kälte- und Dampfzentralen im deutschsprachigen Raum. Bereits seit 2010 ist Marktbegleiter Hotmobil Deutschland eine 100 %-ige Tochtergesellschaft von Mainova. t

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 13


Rototilt stärkt Vertrieb im Südwesten Deutschlands

ROTOTILT

ROTOTILT – Carsten Schäfer verantwortet seit Oktober die Vertriebsregion Deutschland SüdWest bei Rototilt. Der 57-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren in der Branche verwurzelt, zunächst in einem Straßen- und Tiefbauunternehmen, seit gut 20 Jahren im Vertrieb von Baumaschinen und Baumaschinenzubehör. Rototilt erhöht mit nun vier Gebietsverkaufsleitern in den Regionen Süd-West, Süd/ Österreich, Ost und Nord-West seine Präsenz vor Ort und will damit Kunden in der Umbruchphase vom hydraulischen zum vollhydraulischen Wechsler Carsten Schäfer. noch zielgerichteter begleiten. Das Unternehmen hatte zuletzt den vollhydraulischen Schnellwechsler QuickChange eingeführt. Neben Geschäftsführer Wolfgang Vogl besteht das Team von Rototilt Deutschland in Regensburg nun aus elf Mitarbeitern, darunter vier Servicetechniker. t

Berner Group wächst im ersten Geschäftshalbjahr um mehr als 10 % BERNER – In ihrem 1. Geschäftshalbjahr (1.4. bis

BERNER

30.9.) konnte die Berner Group zwei neue Umsatzrekorde aufstellen: Das B2B-Handelsunternehmen für Materialien im Bereich Wartung, Reparatur und Produktion im Bau-, Mobilitäts- und Industriesektor steigerte den Gruppenumsatz um 10,2 % auf 554 Mio. Euro und erreichte damit den höchsten Halbjahresumsatz seiner Geschichte. Im Kerngeschäft beträgt das Umsatzplus 14,5 %. Der Monat September war mit 107,9 Mio. Euro zudem der stärkste Umsatzmonat seit Gründung im Jahre 1957. Die größten Zuwächse erzielte Berner im e-commerce mit + 44 %. t

14 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

HYUNDAI – Nach der Übernahme von Doosan Infracore durch die Hyundai Heavy

Industries Group im August wurde mit Hyundai Genuine eine Zwischen-Holding gegründet (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 9/21, Seite 15). Diese soll künftig beide Unternehmen unterstützen und gleichzeitig die vorhandenen Synergien zwischen den beiden Unternehmen maximieren. oosan Infracore wurde inzwischen in Hyundai­Doosan Infracore umbenannt. Hyundai Con­ struction Equipment und Hyundai­Doosan Infracore werden weiter unter ihren eigenen Management­Systemen operieren und als Schwesterunternehmen auf dem globalen Maschinen­ markt konkurrieren. Hyundai Genuine hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 zu den fünf weltweit führenden Baumaschinenherstellern zu gehören und 5 % des Weltmarktanteils zu erzielen. Dies soll zunächst durch die Entwicklung integrierter Bagger­ und Radladerplattformen erreicht werden, die bis 2025 dann von beiden Unternehmen genutzt werden sollen. Die beiden Fertigungs­ unternehmen sollen ihre Forschungs­ und Entwicklungsanstrengungen bündeln, um ihre techno­ logische Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, während die Vertriebsstärke durch sich gegenseitig ergänzende Maschinenreihen erhöht werden soll. Darüber hinaus sollen die Neuinvestitionen erhöht werden, um die Geschäftsaktivitäten der nächsten Generation zu sichern. Zu den Plänen gehören u. a. die Entwicklung von Wasserstoffmotoren, weitere Fusionen und Übernahmen. t

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bilstein group übernimmt deutschen Turbolader-Spezialisten Motair

WWW.STEFANMAGER.COM

STUDIO THOMAS KETTNER

STIHL – Neuer Vorstand für Marketing und Vertrieb in der Stihl-Unternehmensgruppe wird ab 2023 Sarah Gewert. Sie folgt auf Norbert Pick, der mit Ablauf seines Vorstandsvertrages Ende 2022 in den Ruhestand geht. Die Wirtschaftswissenschaftlerin begann ihre berufliche Laufbahn beim Möbelhersteller hülsta-werke Hüls, wo sie zuletzt die Position der Marketing-Leitung ausübte. 2014 kam sie zu Stihl als Hauptabteilungsleiterin MarketingKommunikation. Im Jahr 2020 Sarah Gewert. übernahm sie die Bereichsleitung und lenkt die weltweite MarketingKommunikation der Firmengruppe. t

Hyundai und Doosan konkurrieren künftig unter einem Dach

BILSTEIN (2)

Sarah Gewert wird 2023 Vorstand Marketing und Vertrieb

Die Geschäftsführer der bilstein group – Karsten Schüßler-Bilstein (li.) und Jan Siekermann (Mitte) – wollen mit der Übernahme von Motair ein umfassenderes Portfolio anbieten. MotairGeschäftsführer Andreas Solibieda will unter dem Dach der bilstein group wachsen.

BILSTEIN/MOTAIR – Die bilstein group, Hersteller und Lieferant von

Pkw- und Nkw-Ersatzteilen, hat im November Motair übernommen, Kölner Spezialist für Turbolader. Motair bietet sowohl Produkte von OE-Herstellern als auch wiederaufbereitete Turbolader. »Mit dem Investment machen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf unserem Weg, den bilstein­group­Kunden ein möglichst umfassendes Programm an hochwertigen Reparatur­ lösungen bieten zu können. Die Produkte von Motair sind eine ideale Erweiterung unseres bestehenden Sortiments von über 62 000 verschiedenen Ersatzteilen«, so Karsten Schüßler­ Bilstein, Geschäftsführer der bilstein group. Entscheidend für die Übernahme sei die identische Ausrichtung der beiden Unternehmen gewesen. Motair wurde 1971 gegründet und hat sich als Vollsortimenter für Turboladermarken in Deutschland etabliert. Der Stammsitz des Unternehmens mit seinen 25 Mitarbeitenden soll erhalten bleiben und die bestehenden deutschen Standorte der bilstein group in Ennepetal, Wuppertal, Gelsenkirchen und Durmersheim ergänzen. »Wir wollen am Standort Köln weiter wachsen und sowohl unsere bestehenden Partnerschaften fortsetzen als auch neue Kunden von unseren Stärken überzeugen – getreu unseres Mottos ›Boosting Your Turbo Business‹«, sagt Motair­Geschäftsführer Andreas Solibieda. Bislang war Motair Teil der HESS Unternehmensgruppe. »Unsere Gesellschafter haben sich im Rahmen der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie im Autoteilegroß­ handel dazu entschieden, Motair an die bilstein group zu veräußern. Mit der Übernahme durch das traditionsreiche Familienunternehmen kann Motair nach 50 erfolgreichen Jahren als führender Anbieter von werksneuen und wiederaufbereiteten Abgasturboladern seine starke Marktstellung weiter festigen und ausbauen«, sagt Philipp Hess, Geschäftsführer HESS Automotive. t


Veränderungen in der Geschäftsführung im Zeppelin-Anlagenbau

Geschäftsführer Massimo Dodoni hat Kögel verlassen KÖGEL – Massimo Dodoni, Geschäftsführer After Market, Gebrauchtfahrzeuge, Telematik, Finance-Full-Service, hat im November den Trailerhersteller Kögel verlassen. Er hatte zuletzt als CSO vor allem das AfterMarket-Geschäft von Kögel und das Angebot an Mehrwertdiensten zukunftsgerichtet aufgestellt. »Nach einer Massimo Dodoni. spannenden und erfolgreichen Zeit bei Kögel ist es für mich an der Zeit, beruflich neue Wege zu gehen. Daher stehe ich Kögel ab sofort nicht mehr als Geschäftsführer zur Verfügung. Ich bedanke mich bei den Kunden, Partnern und Mitarbeitern von Kögel für das entgegengebrachte große Vertrauen«, so Massimo Dodoni. Seine Aufgaben sind auf den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Christian Renners, übergegangen. Renners war erst im Oktober als neuer CEO zu Kögel gestoßen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/21, Seite 12). t

Markus Vöge.

KÖGEL

ab Februar zum Geschäftsführer der Zeppelin Systems GmbH. Der promovierte Diplom-Ingenieur übernimmt zugleich die Leitung der Strategischen Geschäftseinheit Anlagenbau. Vöge bringt langjährige Erfahrung aus verschiedenen Industrieunternehmen mit. Er folgt auf Alexander Wassermann, der das Unternehmen Ende Oktober verlassen hatte. Interimistisch führt Rochus Hofmann, der bereits seit Jahrzehnten für den ZeppelinKonzern tätig ist, die Geschäfte der Zeppelin Systems GmbH bis Februar. t

Weber übernimmt Vertriebsleitung D-A-CH bei WD-40 Company Ltd. Zweigniederlassung Deutschland WD-40 – Mit dem neuen Geschäftsjahr der WD-40

Company Ltd. Zweigniederlassung Deutschland hat im September Ferdinand Weber als Vertriebsleiter auch alle Verantwortlichkeiten für den Schweizer Markt übernommen. Weber ist seit mehr als 28 Jahren in der FMCGbzw. in der DIY-/Retail-Branche tätig. Anfang 2015 stieß er zu WD-40 und verantwortete zunächst als Sales Manager Retail DE/AT die Entwicklung des Retail-Sales-Teams im Einzelhandelsbereich. Im Jahr 2020 übernahm Weber die Funktion des Sales Director Germany and Austria und Ferdinand Weber. verantwortete das gesamte WD-40-Vertriebs-Team der beiden Länder für Fachhandel und DIY/Einzelhandel. Mit zusätzlicher Verantwortung für den Schweizer Markt als Sales Director D-A-CH berichtet er weiterhin an Geschäftsführer D-A-CH Gerd Frank. t

Veränderungen im deutschen Komatsu-Vertriebsnetz

WD-40

KOMATSU – Die GP Günter Papenburg AG und die

Schlüter Baumaschinen GmbH haben sich kürzlich geeinigt, dass die GP Baumaschinen GmbH Halle, inklusive der G-tec Positioning GmbH, zum Januar 2022 an die Firma Schlüter Baumaschinen GmbH mit sämtlichen Rechten und Pflichten übertragen wird. Thomas Jedrzejczak, bisheriger Geschäftsführer der GP Baumaschinen GmbH Halle, wird der Gesellschaft aktiv erhalten bleiben. Die Firma Schlüter für Baumaschinen blickt mit ihrem Team und einer nun rund Dreiviertel-Abdeckung des deutschen Marktes positiv in die Zukunft. In dem neuen Verbundnetzwerk stehen dann rund 1 000 Mitarbeiter an 34 Standorten für Kundendienstleistungen zur Verfügung. t

Hilti übernimmt mit Fieldwire Baustellen-Management-Plattform HILTI – Die Hilti-Gruppe will für

rund 300 Mio. US-Dollar das USUnternehmen Fieldwire übernehmen. Fieldwire bietet eine Software-Plattform für das Baustellen-Management an, die weltweit bereits auf mehr als 1 Mio. Baustellen eingesetzt wurde.

Jelich verstärkt als Produktspezialist Kurz Aufbereitungsanlagen HILTI

Seit Gründung im Jahr 2013 konnte Fieldwire eine starke Präsenz in Nordamerika aufbauen und mit Plattformen nach Europa und in die Region Asien/Pazifik expandieren. Die von Fieldwire entwickelte hardware­unabhängige Software unterstützt tausende von Kunden dabei, ihre Baustellen digital zu verwalten. Die Software wird sowohl von General­ als auch von Spezialunternehmen eingesetzt, um die Produktivität auf Baustellen zu verbessern. »Seit die Digitalisierung zu einem der wichtigsten Treiber geworden ist, um die Produktivität in der Bauindustrie zu erhöhen, investiert Hilti in digitale Lösungen für Bauprofis. Diese Akquisition erweitert unser Software­Portfolio und ist ein nächster logischer Schritt in Richtung unserer Vision, der führende Digitalisierungspartner für unsere Kunden zu werden. Wir beabsichtigen, weiter in die Plattform zu investieren, um den künftigen Marktführer für Bauprojekt­Management­Software zu erschaffen«, erklärt Christoph Loos, CEO der Hilti­ Gruppe. Mit der Unterstützung von Hilti soll Fieldwire den Ausbau der Software vorantreiben. Alle Mitarbeiter von Fieldwire bleiben an Bord, unter der fortgesetzten Führung der Gründer Yves Frinault und Javed Singha soll das Team zudem vergrößert werden. T

KURZ – Als neuer Produktspezialist ist Christian

Jelich zum Team der Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH, einer Tochter der KurzGruppe aus Friolzheim im Nordschwarzwald, gestoßen. Jelich steht damit neben Michel Kurz und Vertriebsleiter Harald Weber künftig den Kunden als weiterer Ansprechpartner im Bereich der Aufbereitungstechnik zur Verfügung. Jelich verfügt über Christian Jelich. rund 13 Jahre Branchenkenntnis. Er wechselt vom Vertrieb des Bereichs Kleemann innerhalb der Wirtgen Group zum Full-Liner der Kurz-Gruppe. t KURZ

ZEPPELIN

ZEPPELIN – Der Zeppelin-Konzern bestellt Markus Vöge

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 15


BILDER: PEXELS, ANKO/ADOBE STOCK, COLLAGE: BRIGITTE WEIXLER / WEIXLER-SCHUERGER.DE

RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022

Blendende Dass die vierte Welle Michael Wulf

der Corona­Pandemie sich zum Ende dieses Jahres wie ein bleiernes Tuch über Deutschland legen, die Zahl der (offiziellen) Neuinfektionen in bis dato nicht gekannte Höhen schießen und da­ durch das öffentliche und wirtschaftliche Leben massivst beeinträchtigt würde – das hätte wohl kaum jemand vor knapp drei Monaten in diesem Ausmaß für möglich gehalten. Auch für die große Mehrheit der Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen schien Covid­19 seinen Schre­ cken verloren zu haben. Denn zu gut haben sich in

16 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

diesem Jahr, trotz der Schwierigkeiten bei der Zulieferung diverser Komponenten, die Zahlen bei Absatz und Umsatz entwickelt, die mittler­ weile nahezu das Niveau aus der Vor­Corona­Zeit erreicht haben dürften. So zumindest lautete die Prognose des VDMA im Herbst – und entsprechend zufrieden und opti­ mistisch fallen die Statements aus, die das bauMAGAZIN für seine traditionelle Umfrage zum Jahresende erhalten hat und die Anfang bzw. Mitte November abgegeben wurden. Zu deren Kernaussagen gehört – neben der positiven Beur­ teilung der aktuellen Zahlen angesichts zum Teil


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022

Perspektiven deutlicher Umsatzzuwächse und dem äußerst zuversichtlichen Blick nach 2022 –, dass die neue Bundesregierung jetzt endlich ernst machen müsse mit den Investitionen in die Infrastruktur und dem Abbau bürokratischer Hürden. Brücken­ und Straßenbau, Wohnungsbau, Glasfaseraus­ bau, Mobilitätslösungen, nachhaltige Energie­ gewinnung: Das waren und sind die dazugehören­ den Schlagwörter. Und die Bauindustrie sieht sich dabei zu Recht als einer der Hauptakteure in einer entscheidenden Rolle – mit dementsprechend blendenden Perspektiven. Daran wird auch m Corona wahrscheinlich wenig ändern.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage »Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite CoronaJahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 17


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 LIEBHERR

Deutlicher Umsatzzuwachs von insgesamt

16 Prozent

Andreas Böhm Mitglied des Direktoriums der LiebherrInternational AG, Bulle (Schweiz)

as erste Halbjahr 2021 verlief für die Firmengruppe Liebherr sehr erfreulich – nie zuvor gingen so viele Aufträge ein. In den Produktsegmenten Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbaumaschinen, Mobil­ und Raupenkrane, Turmdrehkrane, Betontechnik und Mining konnten wir einen deutlichen Umsatzzuwachs von ins­ gesamt 16 % erzielen. Wir sind dankbar, dass sich damit

D

»Auch für 2022 sind unsere Auftragsbücher bereits sehr gut gefüllt.«

LIEBHERR

die optimistischen Erwartungen hinsichtlich der Bewälti­ gung der Corona­Pandemie durchgesetzt haben. Zwar sind die Risiken für die weitere Entwicklung der Weltwirt­ schaft noch nicht vom Tisch, aber sie sind aus heutiger Sicht kalkulierbarer. Das ist nicht selbstverständlich, und wir alle haben viel dafür getan. Unter anderem haben wir zahlreiche

VOLVO CE

Botschafter für mehr Nachhaltigkeit

VOLVO CE

Christian Krauskopf Geschäftsführer Volvo CE Germany GmbH, München

uch im zweiten Pandemie­Jahr hat Volvo CE größten Wert auf die Gesundheit und die Sicherheit seiner Mitarbeiter gelegt. Dank der eingeleiteten Schutzmaß­ nahmen hatten wir keine personalbedingten Einschrän­ kungen zu verzeichnen. Allerdings gab es Einschränkun­ gen durch Lieferkettenengpässe. Unsere Mitarbeiter im Einkauf und in der Produktion haben teilweise Über­ menschliches geleistet, damit wir trotz aller Widrigkeiten die Nachfrage bedienen und eine große Zahl an Maschi­ nen ausliefern konnten. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2021 sehr zufrieden. Volvo CE hat seinen Nettoumsatz bis zum dritten Quartal 2021 um 11 % gesteigert. Der Rückgang der Bau­ maschinenbestellungen in China um 26 % konnte durch die gute Entwicklung in Europa, Nordamerika und ande­ ren Teilen der Welt mehr als ausgeglichen werden. In Europa führten hohe Infrastrukturinvestitionen und eine rege Wohnungsbautätigkeit zu einer unverändert hohen Nachfrage. In diesem Jahr hat Volvo CE drei neue elektrische Kompaktmaschinen vorgestellt und darüber hinaus das

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18 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Antriebsinnovationen vorgestellt. Dazu zählen die ersten vollelektrischen Fahrmischer von Liebherr, neue Elektro­ raupenbagger sowie der kompakte und elektrisch ange­ triebene Mobilbaukran MK 73­3.1. Allen gemein sind der leise und lokal emissionsfreie Betrieb bei gewohnt hoher Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Und wir investieren weiter kräftig in die Zukunft. Allein bei der Liebherr­Werk Ehingen GmbH wurden gleich zwei Großprojekte angestoßen – der Neubau der Reparaturnie­ derlassung Süd sowie die Erweiterung des Werksgelän­ des mit einer grünen Fabrik. Mit ihr steigern wir die Pro­ duktionskapazitäten für die wachsende Nachfrage nach Mobil­ und Raupenkranen. Zwar stellt uns alle die angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten vor Herausforderungen, ange­ sichts der erfreulichen Entwicklung in Europa und auf den amerikanischen Märkten blicken wir aber dennoch posi­ tiv auf das kommende Jahr. So sind auch für 2022 unsere Auftragsbücher bereits sehr gut gefüllt. Zugleich steht mit der Bauma ein Branchen­Highlight an. Und die Chan­ cen wachsen, dass wir durch die Verschiebung der Messe in den Herbst auch wieder unsere internationalen Kunden persönlich begrüßen und beraten dürfen. Darauf freuen wir uns sehr. Damit dies gelingt, hoffen wir auf ein weiterhin um­ sichtiges Handeln aller. Wir haben bei Liebherr gezeigt, dass wir gemeinsam, mit Entschlossenheit und mit Inno­ vations­ und Gestaltungskraft viel erreichen können. m Darauf sollten wir auch weiterhin bauen.

weltweit erste Prototypenfahrzeug aus fossilfreiem Stahl. Damit ist Volvo CE nicht nur der Hersteller mit dem größ­ ten Angebot an kommerziell erhältlichen Elektromaschi­ nen, wir machen auch große Fortschritte bei der Entwick­ lung nachhaltigerer Produkte und Dienstleistungen. Hierauf setzen wir auch 2022 den Fokus. Volvo CE als Unternehmen sieht sich als Botschafter für mehr Nach­ haltigkeit. Gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden stellen wir uns den komplexen Herausforderungen der Gesellschaft mit nachhaltigen Lösungen, um heute und in Zukunft eine lebenswerte Welt für die nächsten Generatio­ nen zu erhalten. Prognosen für 2022 sind schwierig, da sich künftige Kapazitäten der Lieferkette ebenso wenig vorhersagen

»Wir erwarten für 2022 eine ähnliche Geschäftsentwicklung wie 2021 mit einer weiterhin hohen Nachfrage im Bausektor.« lassen wie die Auswirkungen der anhaltenden Covid­19­ Pandemie auf das Investitionsverhalten. Wir erwarten für 2022 eine ähnliche Geschäftsentwicklung wie 2021 mit einer weiterhin hohen Nachfrage im Bausektor. Die wich­ tigste Aufgabe der neuen Bundesregierung wird es sein, Deutschland fit zu machen für die Zukunft. Großen Stel­ lenwert haben dabei Regierungsprogramme, die die Infra­ struktur verbessern und gleichzeitig den Umweltschutz m und die Nachhaltigkeit würdigen.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 ZEPPELIN BAUMASCHINEN

Der

Auftragseingang boomt

WESTEND61

Fred Cordes Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Garching

eppelin ist bislang sehr gut durch die Corona­Pande­ mie gekommen, auch wenn wir wie unsere Kunden zahlreiche Herausforderungen meistern mussten. Der Auftragseingang boomt. Unser Umsatz und unser Ergeb­ nis haben sich sehr positiv entwickelt, sodass wir von der hohen Baunachfrage profitieren konnten. Doch Verzöge­ rungen in der Lieferkette sowie steigende Materialpreise führen auch zu Lieferschwierigkeiten. Das werden wir noch bis ins Jahr 2022 spüren. Der Baubedarf wird dagegen selbst im nächsten Jahr nicht weniger werden – ganz im Gegenteil: Es gibt großen Nachholbedarf, was unsere Infrastruktur rund um Stra­ ßen, Brücken und Schienen betrifft. Unsere Leitungs­ netze müssen dringend schneller ausgebaut werden, soll Deutschland mit einem leistungsfähigen Internet wett­ bewerbsfähig sein. Der Bau neuer Stromtrassen muss zwingend Fahrt aufnehmen, wenn unsere Energiewende gelingen soll. Und das wird ein ganz großes Thema der nächsten Jahre: Unsere Wirtschaft auf den Klimawandel und dessen Bewältigung einzustellen und die Gesell­

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HYUNDAI CEE

Liegen weit über den ursprünglichen

Erwartungen

Hubertus Münster Director Sales & Marketing Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE), Tessenderlo (Belgien)

ür den Konzern war 2021 ein Jahr voller Herausforde­ rungen. Der ungebrochen starke Auftragseingang hat HCEE weiter nach vorn gebracht. Lieferengpässe entstan­ den erst ab Spätsommer, so hat sich die Auslieferung der vom Markt lang erwarteten Stufe­V­konformen Mobil­ bagger der A­Serie leicht verzögert. Dennoch: Das Jahres­ ergebnis in Europa wird deutlich über dem von 2020

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HCEE

»Sehen in Deutschland aktuell keine Anhaltspunkte für eine zeitnahe Abschwächung der momentan positiven Marktdynamik.« sowie weit über den ursprünglichen Erwartungen für 2021 liegen. Denn die Erholung in vielen Regionen Euro­ pas kam schneller und ist massiver ausgefallen als erwar­ tet. Großbritannien hat sich aufgrund der relativ frühen Erfolge der britischen Impfkampagne, der finalen Klarheit hinsichtlich des Brexit sowie günstiger Wechselkurs­ veränderungen hervorragend entwickelt. Auch der italie­

schaft mitzunehmen, damit die Transformation tatsäch­ lich gelingt. Es erfordert zahlreiche Maßnahmen, um den C0₂­Ausstoß zu senken. Ob beim Klimawandel, bei inno­ vativer Infrastruktur, Mobilitätslösungen oder einer nach­ haltigen Energiegewinnung: Hier kommt Bauunterneh­ men eine Schlüsselrolle zu, weil sie daran mitwirken und davon partizipieren. Dabei braucht es zum einen eine Politik, die Unterneh­ men nicht mit völlig überzogener Bürokratie und einer Flut an Regelungen ausbremst, neue Ideen zu entwickeln und anzuwenden. Zum anderen sind innovative Techno­ logien gefragt, mit denen die anstehenden Herausforde­ rungen nachhaltig bewältigt werden. Daher sind die

»Ob beim Klimawandel, bei innovativer Infrastruktur, Mobilitätslösungen oder einer nachhaltigen Energiegewinnung: Hier kommt Bauunternehmen eine Schlüsselrolle zu.« Erwartungen an die neue Bundesregierung verständli­ cherweise ähnlich groß wie in unserer Branche an die kommende Bauma. Denn die Messe hatte schon immer den Ruf, eine Innovationsmesse zu sein. So arbeiten wir zusammen mit unserem Partner Caterpillar schon mit Hochdruck darauf hin, diesem Anspruch auch wieder gerecht zu werden, damit unsere Kunden dort auch einen m echten Mehrwert erhalten.

nische Markt verzeichnet ein sehr starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Märkte D­A­CH haben sich nach unserer Auffas­ sung leicht positiv entwickelt, was daran liegt, dass die Einbrüche im Vorjahr weitaus moderater ausgefallen sind als z. B. in Märkten wie Großbritannien und Italien, die jetzt einen Boom erleben. Das Händlernetz im Raum D­A­CH ist momentan unverändert. Aktuell verspüren wir viel Zuversicht unter unseren Vertriebspartnern in Bezug auf die zukünftige Entwicklung unserer Präsenz auf dem deutschen Markt. Die neue Bundesregierung hat massive Investitionen in den Wohnungsbau und in die Infrastruktur angekündigt, und das Zinsniveau scheint weiterhin auf einem investiti­ onsstimulierenden Niveau zu verbleiben. Insofern sehen wir aktuell keine Anhaltspunkte für eine zeitnahe Ab­ schwächung der momentan positiven Marktdynamik. Zusätzliche Impulse erwartet HCEE durch die Bauma. Nachdem nahezu die gesamte Baumaschinenpalette auf Stufe­V­Motoren umgestellt wurde und zahlreiche elektronische Features Einzug gehalten haben, konzen­ trieren wir uns in den kommenden Monaten darauf, mit­ tels zahlreicher Projekte die Markenakzeptanz weiter zu steigern. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel der Aufbau eines europaweiten Key­Account­Geschäfts sowie die Neuausrichtung unserer Online­Kommunika­ tion. Mit Produkten wie dem brandneuen Kurzheck­Mobil­ bagger HW170A­CR (CR = Compact Radius) stellen wir uns gezielt auf die Bedürfnisse unserer europäischen m Kunden ein.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 19


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 CASE CONSTRUCTION

Sehen einen deutlich positiven

Trend

Vladimir Knezevic Business Director CNH Industrial D-A-CH, Amsterdam (Niederlande)

as Geschäftsjahr 2021 stand entgegen vieler Prog­ nosen weitgehend unter den Einschränkungen der Corona­Pandemie. Während wir 2020 noch davon aus­ gegangen waren, dass spätestens im Sommer 2021 die Lage deutlich entspannter sein würde, stecken wir heute in der vierten Welle und müssen uns auf deren negative Auswirkungen vorbereiten. Trotz aller Beschränkungen sehen wir für die gesam­ te EU bei den Umsätzen einen deutlich positiven Trend. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 hat sich das Volumen

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CASE CONSTRUCTION

»Unsere Branche hat sich während der Pandemie als äußerst robust erwiesen.« sogar bisher noch einmal um rund 4 %­Punkte erhöht. Insofern hat sich unsere Branche während der Pandemie als äußerst robust erwiesen. Das zeigt sich zurzeit auch in den Märkten in Italien sowie Zentral­ und Osteuropa, die im zweistelligen Bereich im Vergleich zu 2019 aufholen.

Auf dieser Grundlage ist unsere Prognose für den gesam­ ten europäischen Markt optimistisch und liegt bei einem Zuwachs von etwa 4 % für das gesamte Geschäftsjahr im Vergleich zu den sehr guten Ergebnissen von 2019. Einen wichtigen positiven Impuls setzte 2021 bei CASE der Produkt­Launch der neuen Radlader der G­Evo­ lution­Serie und später im September die Vorstellung unserer neuen Baggerlader der SV­Serie. Bei beiden Events haben wir mit einer interaktiven Video­Präsenta­ tion einen neuen, digitalen Weg beschritten, der einerseits den Anforderungen der Pandemie Rechnung getragen hat, andererseits aber auch den Aspekt der Digitalisie­ rung in den Fokus gestellt hat. Bei den neuen Produkten hat das Angebot an zusätzlichen, hochwertigen Service­ und Dienstleistungen, die über Telemetrie und Networ­ king angeboten werden, einen besonderen Stellenwert. Wir sehen hier ein großes Wachstumspotenzial und die Chance, unsere traditionelle Rolle als praxisgerechter Pro­ blemlöser für unsere Kunden nun auch in Echtzeit um­ zusetzen. Und 2022 warten noch weitere interessante Überraschungen auf unsere Kunden. Wir gehen auch für das nächste Jahr von einem stabi­ len wirtschaftlichen Wachstum in der EU aus. Allerdings könnten sich diese positiven Wachstumsimpulse durch eine mangelhafte Versorgung mit Rohmaterial, Kom­ ponenten und Zubehör eintrüben. Wir hoffen darüber hinaus, dass nicht erneut weitere Restriktionen notwen­ dig werden und wieder eine vernünftige und nachhaltige m Planung möglich sein wird.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage Zu den Kernaussagen der diesjährigen bauMAGAZIN-Jahresumfrage gehört die Forderung an die neue Bundesregierung, endlich ernst zu machen mit Investitionen in die Infrastruktur und dem Abbau bürokratischer Hürden. BILDER: PEXELS, COLLAGE: BRIGITTE WEIXLER / WEIXLER-SCHUERGER.DE

»Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«

20 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 JCB

Das Marktumfeld

ist hervorragend, die Risiken sind politisch

hausgemacht

KRISTINA MEHLEM

Frank Zander Geschäftsführer JCB Deutschland GmbH, Frechen

ie Branche hat eine sehr volatile Bewegung erfahren. Nach einem massiven Markteinbruch am Ende des ersten Halbjahres 2020 wuchs der Auftragsbestand der Hersteller in bislang unbekannte Höhen. Diese gravieren­ den Sprünge der Markt­ und Auftragslage führten schließ­ lich zu dramatischen Verhältnissen auf der Beschaffungs­ seite. Auswirkungen, die alle Hersteller schmerzlich zu spüren bekommen haben. Der begrenzende Faktor, um Wachstum in einem guten Markt umzusetzen, ist und war die Verfügbarkeit von Komponenten und Rohstoffen. Trotz aller Widrigkei­ ten konnten wir uns behaupten und unser globales Ab­ satzziel von 100 000 Baumaschinen im Jahr 2021 er­ reichen. In Deutschland konnten wir stärker wachsen als der Markt und einen deutlichen Sprung gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Das Jahr 2022 sehen wir sehr optimistisch, sowohl in der Marktentwicklung als auch für die Erreichung der eigenen Absatzziele, die global ca. 40 % über dem Vorjahr

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liegen werden. JCB hat massiv in den Kapazitätsausbau der Werke investiert. Ein starkes Auftragsbuch ist ein gutes Vorzeichen für ein gutes Baumaschinenjahr. Die politischen Einflüsse auf unser Geschäft sind von großer Bedeutung. Die neue Regierung steht vor einer Bewährungsprobe. Seit Jahren wurde es versäumt, in hin­ reichendem Maße in Infrastruktur zu investieren. Investi­ tionen in Stromtrassen, Glasfasernetze, Eisenbahnstre­ cken und den Straßen­ und Brückenbau sowie in den Woh­ nungsbau wurden sträflich vernachlässigt und u. a. durch fehlende Mittel und bürokratische Auflagen blockiert. Politisch stehen wir uns selbst im Weg, wenn es darum geht, die Entwicklung in Deutschland voranzutrei­ ben. Der Klimaschutz, d. h. die Reduzierung von CO₂, wird nun eine neue Dimension in unserem Handeln einneh­

»Für den Umstieg in eine klimafreundliche Technik sind nun Fördermittel zur Anschubfinanzierung notwendig.«

men. Wir haben frühzeitig auf alternative E­Antriebe ge­ setzt. Dazu zählen Produkte wie Teleskoplader, Bagger, Dumper und Stapler. Für den Umstieg in eine klimafreund­ liche Technik sind nun Fördermittel zur Anschubfinanzie­ rung notwendig. Technisch sind wir bei JCB auf den Wan­ del und sich daraus ergebende Chancen vorbereitet! m

SANY EUROPE

Den Baumaschinenumsatz um 130 Prozent

gesteigert

MICHAEL WULF

Martin Knötgen CEO Sany Europe, Bedburg

uch das zweite Corona­Jahr hat sich für Sany Europe ausgesprochen positiv entwickelt. Die Hauptgründe dafür im Bereich Baumaschinen sind die stetig wach­ sende Nachfrage nach unseren Maschinen sowie der anhaltende Boom im Bereich der Minibagger. Durch unsere verlässliche Lieferfähigkeit – die wir durch unsere Werke in China auch in diesem Jahr sicherstellen konnten – konnten wir weitere Interessenten für unsere Maschi­ nen begeistern und als Kunden gewinnen. Erste Messen haben uns zudem dabei geholfen, Sany als Marke einem breiten Publikum präsentieren zu können. Durch diese Rahmenbedingungen haben wir die Anzahl der verkauf­ ten Baumaschinen mehr als verdoppeln können. Analog dazu hat sich auch der dadurch erwirtschaftete Umsatz entwickelt, den wir uns in diesem Maschinensegment um 130 % steigern konnten. Auch im Bereich der Hafenmaschinen schreiben wir unsere Erfolgsgeschichte fort. So konnten wir den Absatz im Vergleich zum Jahr 2020 um satte 50 % steigern. Im laufenden Geschäftsjahr werden wir zudem unsere Plan­ zahlen erfüllen und voraussichtlich sogar übertreffen. So sind wir auch in unserem zweiten Geschäftsfeld sehr

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zufrieden mit den aktuellen Entwicklungen. Aufgrund die­ ser insgesamt sehr positiven Entwicklung wird Sany Europa seinen Standort Bedburg auch weiter stärken. So investieren wir dort nicht nur in den Aufbau von Entwick­ lungsabteilungen, sondern auch in den Ausbau unserer Infrastruktur. Unsere Erwartungen für das Jahr 2022 sind ebenfalls sehr positiv, da die Prognosen für die gesamteuropäische Marktentwicklung ebenfalls optimistisch stimmen. Mit

»Auf der Bauma werden wir Sany auch als eine Marke präsentieren, die in Europa von Jahr zu Jahr mehr an Gewicht gewinnt.« der Bauma in München haben wir im Oktober nächstes Jahr zudem die Möglichkeit, uns unseren Kunden mit all den positiven Neuerungen vorzustellen, und mit unserem neuen Markenauftritt Sany auch als eine Marke zu präsen­ tieren, die in Europa von Jahr zu Jahr mehr an Gewicht m gewinnt.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 21


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 KIESEL

Starten mit einem hohen Auftragsüberhang ins Jahr 2022 Toni Kiesel Geschäftsführender Gesellschafter der Kiesel Gruppe, Baienfurt

m Vergleich zum Jahr 2020 hat sich unser Umsatz posi­ tiv entwickelt. Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Leider können unsere Lieferanten, aufgrund von Lieferengpäs­ sen bei wichtigen Vorprodukten, die Nachfrage nicht voll­ umfänglich bedienen. Der plötzliche Anstieg der weltwei­

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»Wir benötigen einen schlanken und effizienten Staat, der beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren gewährleisten kann.«

KIESEL

ten Nachfrage hat viele Hersteller von industriellen Vor­ produkten an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Zudem wurden die globalen Lieferketten als Folge stark veränder­ ter Warenströme vor enorme logistische Herausforderun­ gen gestellt. Somit werden wir mit einem hohen Auftrags­

KOBELCO

In der D-A-CH-Region

ein Auslieferungsplus von

24 Prozent

Hanns Markus Renz Vertriebsleiter D-A-CH, Kobelco Construction Machinery Europe, Almere (Niederlande)

as zurückliegende Jahr gestaltete sich für Kobelco sehr erfolgreich. Erstmals stiegen wir an unserem Heimmarkt Japan zur »Nummer 1« im Kettenbagger­ segment auf, und auch in Europa – unserem inzwischen stärksten Markt außerhalb Asiens – werden wir uns als Spezialist wiederum in den »Top Five« der schweren Klas­ sen oberhalb 12 t behaupten. Unserem Anspruch als Inno­

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KOBELCO

»Auch in das kommende Jahr gehen wir mit prall gefüllten Orderbüchern.«

vationsführer wurden wir mit der Vorstellung gleich zehn neuer Modelle gerecht und bieten heute von 1 000 kg bis 85 t Betriebsgewicht eines der bestabgestuften Ange­ bote am Markt. Das stimulierte zusätzlich die Nachfrage nach unse­ ren Produkten. Bereits ab Herbst 2020 verzeichneten wir deutlich steigende Bestelleingänge, die zu Jahresende

22 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

überhang ins Jahr 2022 starten, das das Messejahr für unsere Branchen wird. Denn bedingt durch die Ausfälle und Verschiebungen der Jahre 2020/21 finden im kom­ menden Jahr gleich mehrere Branchenleitmessen statt, sodass wir neben der Bauma auch eine IFAT und eine GaLaBau im Messekalender stehen haben. Deutschland steht nach der Bundestagswahl vor Herausforderungen, die nur im engen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelöst werden können. Um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Stand­ ortes Deutschland zu steigern, bedarf es gezielter Investi­ tionsanreize durch attraktive Unternehmenssteuern, öffentliche Investitionen für Infrastruktur und Wohnungs­ bau und eine Förderung der digitalen und klimaneutralen Transformation. Wir benötigen einen schlanken und effi­ zienten Staat, der beschleunigte Planungs­ und Genehmi­ gungsverfahren gewährleisten kann. Und eine öffentliche Verwaltung, die deutlich kooperativer, nutzungsfreund­ m licher und digitaler wird.

europaweit unser Volumen 2019 übertrafen. Die späte Erholung konnte jedoch das leicht zurückgehende Ergeb­ nis bei ausgelieferten Maschinen nicht ganz auffangen. So auch im D­A­CH­Raum, wo wir 2020 nach Jahren mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von mehr als 20 % mit insgesamt 620 Einheiten aller Klassen abschließen konnten – gegenüber 2019 ein Minus von rund 8 %. Umso erfreulicher, dass der Rückenwind aufgrund der hohen Auslastung unserer Bestandskunden und des großen Zuspruchs neuer Interessenten 2021 noch weiter auffrischte: Bereits im April erreichten wir mit mehr als 700 Bestellungen das Vorjahresvolumen – insgesamt rechnen wir bis Jahresende mit einem Anstieg der Bestel­ lungen um über 100 % gegenüber 2020 und mit ins­ gesamt rund 770 ausgelieferten Maschinen in Deutsch­ land, Österreich und der Schweiz (+ 24 %). Auch in das kommende Jahr gehen wir daher mit prall gefüllten Orderbüchern. Allerdings müssen wir größte Anstrengungen daran setzen, unsere aufgrund anhalten­ der Probleme in den weltweiten Transportketten und der Verknappung bzw. ungesicherten Verfügbarkeit wichtiger Werkstoffe und Vorprodukte sehr strapazierten Lieferzei­ ten wieder zu normalisieren. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten unsere regionalen Handelspartner mit der pro­ aktiven Anpassung ihrer Verkaufsziele. Das betrifft vor allem auch zahlreiche neue Modelle und Produktlinien, die wir im kommenden Jahr – hoffentlich ohne Corona­ Einschränkungen – auf nationalen und internationalen m Messen vorstellen werden.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 WIRTGEN GROUP

Eines

der umsatzstärksten Geschäftsjahre

WIRTGEN / MICHAEL ERNER

Volker Knickel CEO Wirtgen Group, Windhagen

ie Wirtgen Group hat die Corona­bedingten Heraus­ forderungen sehr gut gemeistert. Durch umfas­ sende Maßnahmen konnte das Unternehmen die Gesund­ heit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen. Dazu zählte neben Hygienemaßnahmen auch das betriebs­ eigene Impfangebot, das sehr gut angenommen wurde. Gleichzeitig ist es in der Produktion und Logistik gut gelun­ gen, sich flexibel an die wechselnden Bedingungen anzu­ passen. Damit war die Unternehmensgruppe ihren Kun­ den ein zuverlässiger Partner, auch unter erschwerten Rahmenbedingungen. Das Geschäftsjahr 2021 zählt sogar zu den umsatzstärksten in der Historie der Wirtgen Group. Durch konsequente Investitionen in R&D ist die Wirt­ gen Group für das Bauma­Jahr bestens aufgestellt. Wir freuen uns schon darauf, zahlreiche Innovationen und Weltpremieren dem Fachpublikum in München vorzustel­ len. Der Bedarf an Infrastruktur wächst, genauso die glo­

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BOMAG

Übertreffen schon wieder das Vor-Corona-Niveau Ralf Junker Präsident BOMAG-Gruppe (Boppard)

ngeachtet der weiterhin angespannten Lage durch Lieferengpässe und deutlich steigende Kosten ins­ besondere für Stahl, Energie, Komponenten und Con­ tainer­Fracht konnte die BOMAG­Gruppe das Geschäfts­ jahr Ende September 2021 mit einem hervorragenden Umsatz von 829 Mio. Euro abschließen. BOMAG befindet

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BOMAG

»Mit einem soliden Auftragseingang blicken wir optimistisch ins neue Geschäftsjahr.«

sich auf stabilem Wachstumskurs und übertrifft schon wieder das Vor­Corona­Niveau. Unsere Corona­bedingt vorsichtige und konservative Geschäftsplanung für das Jahr 2021 traf auf ein hohes Vertrauen unserer Kunden in Baumaschinen und Techno­ logien von BOMAG. Dies und gute Konjunkturaussichten durch massive Investitionen in Ausbau, Instandhaltung und Modernisierung von Verkehrsinfrastrukturen welt­ weit haben uns eine sehr gute Auftragslage beschert. Mit einem soliden Auftragseingang blicken wir daher optimis­ tisch ins neue Geschäftsjahr. Außerdem konnten wir unse­

balen Herausforderungen in puncto Klima­ und Umwelt­ schutz sowie Sicherheit für Mensch und Natur. Mit ihren Lösungen unterstützt die Unternehmensgruppe Kunden, komplette Straßenbauprojekte nachhaltig und profitabel zu realisieren. Wir gehen dabei weit über die einzelne Bau­ maschine hinaus und betrachten auch den kompletten Bauprozess. Es gibt bereits heute umweltfreundliche Instandset­ zungsverfahren, wie beispielsweise das Kaltrecycling, das sich weltweit hinsichtlich Nachhaltigkeit und Wirtschaft­ lichkeit bewährt hat. In Deutschland fristet es mangels

»Mit ihren Lösungen unterstützt die Unternehmensgruppe Kunden, komplette Straßenbauprojekte nachhaltig und profitabel zu realisieren.«

Ausschreibungen aber bislang ein Schattendasein. Hier ist von allen Beteiligten mehr Mut gefragt, nachhaltige Technologien im eigenen Land häufiger zu nutzen. Auf dem Stand der Wirtgen Group können die Bauma­Besu­ cher diese und andere Technologien, beispielsweise zum m Themenfeld Digitalisierung, live erleben.

ren Anspruch als Innovationsführer unterstreichen und haben eine Vielzahl neuer Maschinen erfolgreich auf den Markt gebracht, u. a. die neue Großfräsenserie BM 65, die mit ihrer Leichtbauarchitektur Maßstäbe setzt, oder den batterie­elektrischen Stampfer BT 60 e, der bei gleicher Verdichtungsleistung wie ein konventioneller Stampfer strikte Emissionswerte einhält. Wie eingangs erwähnt, sind es bei BOMAG wie in der gesamten Industrie vor allem die Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten, die uns als Hersteller von Bau­ maschinen vor enorme Herausforderungen stellen. Hier sehen wir mittelfristig noch keine Entspannung. Ob Mikro­ chips, Motoren oder Hydraulik, die angespannte Versor­ gungslage hat unsere Produktion, Logistik und angren­ zende Bereiche enger und agiler zusammenwachsen lassen und wir haben gelernt, unsere komplexen Prozesse und Arbeitsabläufe beim Bau von Maschinen auch kurz­ fristig anzupassen. Dies verdanken wir den kreativen Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem großen Engagement unserer Zulieferer. Mobilität ist eine essenzielle Voraussetzung für per­ sönliche Freiheit, gesellschaftliche Teilhabe sowie für Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Hierfür benötigen wir eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in Stadt und Land. Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine nachhaltige Verkehrspolitik und Investitionen in dafür notwendige Infrastrukturmaßnahmen, die die Wett­ bewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa stärken. Dazu gehören aus unserer Sicht auch zügigere und unbü­ rokratischere Verfahren zur Beauftragung von Bauprojek­ ten, die unseren Kunden im Mittelstand die nötige Pla­ m nungssicherheit geben.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 23


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 CUMMINS

Erwarten einen

Umsatzanstieg von etwa 20 Prozent Steven Nendick Direktor für Marketing & Kommunikation Cummins Global Off-Highway, Darlington (Großbritannien)

m Jahr 2021 konnten wir eine anhaltende Nachfrage nach Cummins­Produkten verzeichnen, was auf die wieder anspringende Weltwirtschaft zurückzuführen ist. So konnte Cummins im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu 2020 weltweit ein starkes Umsatzwachstum verbuchen: Der Umsatz in Höhe von 6 Mrd. US­Dollar bedeutet ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahreszeit­

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»Engpässe in der Lieferkette beeinträchtigen weiterhin unser Geschäft und das unserer Kunden.«

unserer Kunden, was zu steigenden Materialkosten, erhöhten Logistikkosten und anderen Ineffizienzen in der Produktion führt. Mit Blick auf das Jahr 2022 und darüber hinaus hoffen wir jedoch, dass die Lieferketten wieder stabil funktionieren und es in dieser Hinsicht keine Beein­ trächtigungen mehr gibt. Wir gehen auch davon aus, dass die Nachfrage nach Cummins­Produkten robust bleiben wird, da die Auftragslage und die Preise für Gebraucht­ maschinen in einer Reihe unserer wichtigsten Märkte m weiterhin hoch sind.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage MICHAEL WULF

raum. Dabei stiegen die Umsätze in Nordamerika um 13 %, während sich die internationalen Umsätze um 22 % erhöhten, was auf die starke Nachfrage in allen globalen Märkten außerhalb Chinas im Vergleich zum dritten Quar­ tal 2020 zurückzuführen ist. Auf der Grundlage der aktuel­ len Prognose erwarten wir für das gesamte Jahr 2021 einen Umsatzanstieg von etwa 20 % gegenüber 2020. Trotz dieser starken Nachfrage beeinträchtigen Eng­ pässe in der Lieferkette weiterhin unser Geschäft und das

BRIDGESTONE

Deutliches Plus

bei OTR-Reifen erwartet

BIRGIT BIELEFELD

Christian Mühlhäuser Managing Director Bridgestone Central Europe, Bad Homburg

ach dem branchenübergreifend einschneidenden 2020 folgt der Reifenmarkt im laufenden Geschäfts­ jahr 2021 wieder einem Aufwärtstrend. Allerdings stellen die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie viele Unter­ nehmen weiterhin vor Schwierigkeiten. Bei Bridgestone passen wir deshalb kontinuierlich in allen Bereichen unsere Prozesse an, von der Entwicklung bis zur Logistik. Basierend auf den Erfahrungen, die wir während der Pandemie gemacht haben, schaffen wir neue flexible Lösungen, in deren Fokus stets das Interesse unserer Kunden steht. Unser besonders serviceorientierter Ansatz und extrem leistungsfähige Premiumprodukte in allen OTR­Segmenten – wie z. B. Bauwirtschaft, Gewinnung, Industrie und Mobilkrane – sind der Schlüssel, um auch schwierigeren Rahmenbedingungen erfolgreich zu wider­ stehen. Deshalb erwarten wir beispielsweise im Bereich der Baumaschinen­ und Off­the­Road­Reifen im Ersatz­

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24 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

»Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«

bedarfsmarkt ein deutliches Plus gegenüber 2020. Im Gesamtmarkt betrachtet sind zwar fehlende Leer­Contai­ ner oder reduzierte Schiffskapazitäten in einigen Liefer­ ketten zu bemerken, durch vorausschauende Planung und entsprechende Nachjustierung konnten und können wir die Nachfrage im Ersatzbedarfsmarkt und der Erst­ ausrüstung jedoch größtenteils zuverlässig erfüllen. Optimistisch stimmt darüber hinaus die aktuelle Nachfrage nach Baumaschinenreifen in der Erstausrüs­ tung. Als einer der weltweit größten Anbieter von Reifen für Baumaschinen ist Bridgestone mit seinen Top­Produk­

»Optimistisch stimmt die aktuelle Nachfrage nach Baumaschinenreifen in der Erstausrüstung.« ten für viele renommierte Hersteller in Deutschland und weltweit die erste Wahl. Im Hinblick auf die Gesamtsituation im Reifen­ geschäft für 2022 gehen wir derzeit von einer weiteren Stabilisierung im Markt aus. Vor diesem Hintergrund bli­ cken wir sehr zuversichtlich voraus und werden auch im kommenden Jahr mit viel Engagement unsere Kunden und Partner zuverlässig unterstützen, damit sie für ihre m Kunden die »Nummer 1« sein können.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 SBM MINERAL PROCESSING

Rechnen mit einer Steigerung von 30 Prozent

SBM MINERAL PROCESSING

Erwin Schneller Geschäftsführer SBM Mineral Processing, Oberweis (Österreich)

ach einem positiven Geschäftsverlauf im Corona­ Jahr 2020, das wir mit einem 20 %­igen Umsatz­ wachstum gegenüber 2019 abschließen konnten, rech­ nen wir auch für dieses Jahr mit einer Steigerung von 30 % in Umsatz und Ergebnis. Natürlich beruht dies vor allem auf der starken Performance unserer Kunden in den Bereichen Gesteinsaufbereitung und Recycling sowie Betonherstellung. Trotz eines schwierigen Tagesge­ schäfts auf dem Höhepunkt der Krise behielten sie ihre strategischen Ziele im Auge und brachten langfristige Pro­ jekte erfolgreich zum Abschluss. Auch wir haben kon­ sequent unsere Ziele weiterverfolgt: Wie angekündigt, stellten wir in der Aufbereitungstechnik neue raupenmo­ bile Lösungen in der 40­t­Klasse vor, was sich auf den Umsatz und die Steigerung unserer Stückzahlen am Standort Liezen auswirkte. Im Plan liegen wir auch beim Ausbau unseres internationalen Händler­ und Servicenet­ zes. Alleine zehn neue Partner in Europa sowie weitere Ver­ tretungen in wichtigen Überseemärkten sichern uns neue Möglichkeiten der qualifizierten Marktbearbeitung.

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Sicherlich ist aufgrund der jüngsten Entwicklungen noch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Messejahr 2022 angebracht, dennoch haben wir die kommenden Innovationen in unserem Portfolio auf die großen Messen ausgerichtet. Entsprechend hoch sind unsere Erwartun­ gen an das kommende Jahr, in dem wir unsere diesjähri­ gen Ergebnisse noch übertreffen wollen. Bei allem Vorrang, den die aktuelle Pandemie­ Bekämpfung und der langfristige Klimaschutz genießen müssen, appellieren wir an die Politik in Deutschland und überall, die mittelfristigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nicht aus dem Auge zu verlieren. Dazu zählen für den Bausektor und uns als Lieferanten neben direkten Investitionen in die öffent­ liche Infrastruktur, den Wohnungsbau und unmittelbar

»Wir appellieren an die Politik in Deutschland und überall, die mittelfristigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nicht aus dem Auge zu verlieren.« wirksame Umweltmaßnahmen – Stichwort: Erneuerbare Energien – auch die gezielte Beruhigung wichtiger Roh­ stoff­ und Energiemärkte sowie die Abschwächung von Globalisierungseffekten auf die Verfügbarkeit wichtiger m Vorprodukte.

www.kobelco-europe.com www.kobelcofanshop.com


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 BELL EQUIPMENT

Trotz Stillstand den Marktanteil

ausgebaut

Andreas Heinrich Geschäftsführer Bell Equipment (Deutschland) GmbH, Alsfeld

atsächlich haben sich unsere an dieser Stelle vor einem Jahr geäußerten Prognosen zur Entwicklung am allgemeinen deutschen Dumper­Markt vollauf be­ stätigt: Mit voraussichtlich wiederum knapp unter 200 knickgelenkten Muldenkippern oberhalb der 20­t­ Klasse liegen wir im teils krassen Gegensatz zu anderen Großmaschinensegmenten nur marginal über den Zahlen

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BELL EQUIPMENT

»Das deutliche Plus bei den platzierten Maschinen und im Verkaufsumsatz liegt vor allem am großen Erfolg unseres 4x4-Programms.« im ersten »Corona­Jahr« und weiterhin deutlich unter dem 2019­Ergebnis von mehr als 320 Fahrzeugen. Aktuell sind dafür die krisenbedingt geringere Auslas­ tung des Maschinenparks im Jahr 2020 und ein entspre­ chendes Überangebot an »jungen Gebrauchten« aus Mietbeständen verantwortlich. Strukturell problematisch für das klassische 6x6­Knicklenker­Segment bleibt jedoch der Mangel an adäquaten Erdbaugroßprojekten im Infrastrukturbau. Hier haben wir als Dumper­Spezialist

erfolgreich gegengesteuert: Trotz des Stillstands am deut­ schen Markt konnten wir unseren Anteil von rund 18 % auf voraussichtlich knapp 25 % ausbauen. Das deutliche Plus bei den platzierten Maschinen (+ 30 %) und im Ver­ kaufsumsatz (+ 42 %) liegt vor allem am großen Erfolg unseres 4x4­Programms. In allen Zielsegmenten vom Umschlag bis zur Gewinnung erfahren die zweiachsigen 30­/45­/60­Tonner großen Zuspruch und »kannibalisie­ ren« dort als Alternativen zu Lkw­Lösungen oder starren Skw erfreulich wenig unser bestehendes 6x6­Angebot. Auch unsere internationalen Aktivitäten entwickeln sich positiv: Nach der Restrukturierung des europäischen Bell­Vertriebes verzeichnen wir erste Erfolge in unseren neuen Märkten Spanien, den Niederlanden und Serbien. Die Ersatzteilumsätze des European Logistics Centers an unserem Standort Alsfeld liegen dank der zunehmenden Verflechtung der globalen Bell­Teilelogistik und der hohen Maschinenauslastung in wichtigen nationalen Märkten wieder auf Vor­Corona­Niveau. Zu diesen Märkten zählt in Europa vor allem Großbritannien, wo die bereits angespro­ chenen Infrastruktur­Großinvestitionen inzwischen auch mit zweistelligen Absatzsteigerungen bei Großdumpern volle Wirkung zeigen. Das schlägt sich auch in den Produktionszahlen im Bell­Muldenkipperwerk Eisenach nieder: Trotz massiver Lieferketteneinschränkungen konnten wir mit mehr als 450 Fahrzeugen unsere Ziele 2021 übertreffen. Für 2022 planen wir bereits mit 30 % mehr Maschinen – darunter erstmals seit Jahren auch wieder »Stock Units« beson­ ders nachgefragter Modelle als Reaktion auf weiterhin absehbare Versorgungsprobleme bei Zulieferern und m Maschinenlieferanten.

HYDREMA

So viele Maschinen verkauft wie noch nie zuvor Jan W. Jensen Geschäftsführender Gesellschafter Hydrema, Støvring (Dänemark) ydrema hat insgesamt wieder ein sehr positives Jahr hinter sich gebracht. Tatsächlich werden wir in die­ sem Jahr so viele Maschinen verkauft haben, wie noch nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens. Unsere Erwartungen für das Jahr 2022 sind erfreulich gut. Wir pla­ nen erneut mit einer enormen Steigerung, da sich der Weltmarkt insgesamt beruhigt hat und wir eine große Nachfrage nach unseren Maschinen sehen. Natürlich ist die Bauma für uns der Höhepunkt im Jahr, der allerdings 2022 sehr spät im Oktober stattfindet. Es gibt uns aber Zeit, unsere Entwicklungen voranzutrei­ ben. Sodass wir hoffentlich trotz der vielen Neuerungen, die wir bereits bei unseren Modellen eingeführt haben, auch wieder etwas ganz Neues zeigen können.

FOTOGRAFERNE VESTERBRO

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26 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Von der Politik erwarten wir lediglich, dass sie nach­ haltige Entscheidungen trifft, mit denen die Dynamik des Welthandels nicht ausgebremst wird. Unzuverlässigkeit und mangelnde Konsequenz in der Entscheidung sind die größten Hindernisse für Entwicklungen. Die Lieferfähig­ keit unserer Maschinen hängt nicht zuletzt auch von der Versorgung durch Zulieferer ab. Jetzt befinden wir uns in

»Unsere Erwartungen für das Jahr 2022 sind erfreulich gut.« der glücklichen Lage, dass wir eine sehr hohe Eigenferti­ gungstiefe haben. Dennoch sind wir darauf angewiesen, dass die Lieferketten unserer Zulieferer zuverlässig funk­ tionieren, denn eine Maschine besteht nun mal aus sehr m verschiedenen Komponenten.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 WACKER NEUSON

Den Umsatz zum Vorjahr deutlich gesteigert Axel Fischer Geschäftsführer Wacker Neuson Deutschland, München

ir bei Wacker Neuson blicken 2021 auf ein erfolgrei­ ches, aber schwieriges Jahr zurück. Trotz der wei­ terhin bestehenden Einschränkungen durch die Corona­ Pandemie konnten wir unseren Umsatz zum Vorjahr deut­ lich steigern. Auftragseingänge und ­bestände sind auf einem hohen Niveau. Die D­A­CH­Region erwies sich 2021

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»Wir wünschen uns von der neuen Bundesregierung verbesserte Rahmenbedingungen und verbindlichere Vorgaben für den Einsatz emissionsfreier Baumaschinen.«

WACKER NEUSON

wieder einmal mehr als sehr robust. Wie im Vorjahr konn­ ten wir den bei Investitionen in Neumaschinen noch zurückhaltenden Kunden dank Miet­ und Mietkauflösun­ gen und unserer »Premium Used«­Gebrauchtmaschinen ein individuelles Angebot machen. Eine große Herausfor­

AVANT TECNO

Verzeichnen ein zweistelliges Wachstum

MICHAEL WULF

Jörg Majoli Geschäftsführer Avant Tecno Deutschland GmbH, Eppertshausen

ls Unternehmen geht es uns nach wie vor sehr gut. Wir können an unseren Standorten in Finnland und Deutschland ein zweistelliges Wachstum verzeichnen und haben dementsprechend unser Team durch neue Mit­ arbeiter erweitert. Auch durch den Wechsel an der Unter­ nehmensspitze – Avant­Gründer Risto Käkelä übergab die CEO­Position an seinen Sohn Jani Käkelä – ist die Zukunft des Unternehmens gesichert. Für das Jahr 2022 erwarten wir entsprechend des derzeitigen Auftragseingangs ebenfalls ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Zum aktuellen Zeitpunkt können wir zeitnah Maschinen, Anbaugeräte und Ersatzteile lie­ fern. Allerdings ist deutlich wahrnehmbar, dass die Versor­ gung mit Komponenten schwieriger wird. Wir verfügen zwar über eine hohe Fertigungstiefe, allerdings sorgt die Versorgung über die Zulieferer allmählich für Verzögerun­ gen. Derzeit arbeiten wir daran, diese Lieferketten durch­ gängig aufrechtzuerhalten. Das Messejahr 2022 ist meines Erachtens etwas überbelegt. Die Bauma wäre im Frühjahr sinnvoller gewe­ sen, da dort viele Flächen im Freien genutzt werden. Dem­

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derung stellt allerdings die überspannte Liefersituation dar. Immer wieder werden Lieferketten unterbrochen, was für uns, aber ebenso für unsere Lieferanten und Geschäftspartner, eine große Aufgabe ist – eine Erleichte­ rung ist bei diesem Thema noch nicht in Sicht. Unsere strategische Ausrichtung – mit innovativen technischen Lösungen und flexiblen Vertriebs­ und Ser­ viceangeboten unseren Kunden zuverlässiges, nachhalti­ ges und profitables Arbeiten zu ermöglichen – hat sich auch 2021 bewährt. Die Ausrichtung unserer Geschäfte an den Bedürfnissen der Kunden wird im Jahr 2022 ebenso im Fokus stehen. Unter anderem der stetige Aus­ bau unseres Dienstleistungsangebots wird für Umsatz­ steigerung und Stabilität sorgen. Wir freuen uns schon sehr darauf, unsere Kunden im Messejahr 2022 wieder vermehrt persönlich begrüßen zu können. Die Bauma im nächsten Oktober wird dabei sicherlich der absolute Höhepunkt sein. Selbstverständ­ lich werden wir hier unsere Produktneuheiten präsentie­ ren, doch der Austausch mit unseren Kunden, das persön­ liche Treffen und das Erleben unserer Marke werden dabei im Vordergrund stehen. Zudem werden wir einige digitale Lösungen vorstellen und spannende Neuheiten aus unse­ rer »zero emission«­Reihe zeigen. In diesem Kontext wün­ schen wir uns von der neuen Bundesregierung verbes­ serte Rahmenbedingungen und verbindlichere Vorgaben für den Einsatz emissionsfreier Baumaschinen, um die Baubranche weiter zu ermutigen, ihren Beitrag zum m Klimaschutz zu leisten.

entsprechend hätten wir uns die Agritechnica im Herbst gewünscht. Dennoch freuen wir uns nach den guten Erfahrungen mit den Veranstaltungen im vergangenen Herbst und entsprechenden Hygienekonzepten auf die Messen im kommenden Jahr. In diesem Zusammenhang: Corona und andere Pandemien werden uns sicher noch lange beschäftigen. Wir müssen daher gemeinsam lernen, diesen mit Menschen­ und Sachverstand zu begegnen. Wichtig sind dabei vor allem sowohl Hygienekonzepte als auch die Stärkung des eigenen Immunsystems. Von der Politik erhoffen wir uns einen erweiterten Blick auf den Umgang mit Ressourcen und Klimaschutz. E­Motoren sind nur ein kleiner Teil der Lösung. Aus diesem Grund müssen gute Alternativen – wie synthetische Kraft­ stoffe oder Wasserstoff – »gepusht« werden. Ebenso wäre eine Herstellung der Komponenten in Europa wünschens­ wert, dies sichert gleichermaßen die allgemeine Versor­

»Die Forderung nach einem eigenen Ministerium für Bau unterstütze ich voll und ganz.« gung und Arbeitsplätze. Die Forderung nach einem eige­ nen Ministerium für Bau unterstütze ich voll und ganz. Für die Entwicklung und Verbesserung der Maßnahmen im Klimaschutz ist der Ausbau von Radwegen, Energietras­ sen, Wohnungen und die Erneuerung der gesamten Infra­ struktur ein Grundpfeiler. Ohne die fundamentalen Leis­ tungen am Bau bleibt auch der Rest auf der Strecke. m

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 27


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 ZEPPELIN RENTAL

Erreichen

voraussichtlich einen Rekordumsatz it dem Geschäftsjahr 2021 sind wir sehr zufrieden. Wir haben unsere Ziele übertroffen und werden voraussichtlich einen Rekordumsatz erreichen – ein gro­ ßer Dank an dieser Stelle an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie haben in einem für uns alle Corona­ bedingt wieder schwierigen Jahr mit Leidenschaft und enormer Motivation alles für unsere Kunden gegeben. Darauf bin ich sehr stolz! Ein Baustein unseres Erfolgs ist sicherlich zudem unser diversifiziertes Leistungsport­ folio, das Schwankungen wie beispielsweise durch auch in diesem Jahr abgesagte Großveranstaltungen auffangen kann. Was die Bauindustrie betrifft, bewegt sich die Bau­ tätigkeit in Deutschland nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dennoch sind Auswirkungen des Bau­ und Roh­ stoffmangels und von Lieferverzögerungen – wie bei­ spielsweise ein deutlicher Preisdruck – am Markt spürbar. Wir blicken nichtsdestotrotz optimistisch auf das neue Jahr, in dem uns im Oktober mit der Bauma wieder das absolute Branchen­Highlight erwartet. Ich hoffe sehr,

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Der Markt in Zahlen

ZEPPELIN RENTAL / DPA

Peter Schrader Geschäftsführer/COO Zeppelin Rental GmbH, Garching

bauMAGAZINJahresumfrage »Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«

28 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

dass das Infektionsgeschehen bis dahin so stark ein­ gedämmt ist, dass wir möglichst ohne Einschränkungen zahlreiche Kunden an unserem Messestand begrüßen und sie mit unserer Präsentation – zum ersten Mal in Halle B6 – begeistern dürfen. Neben der Bauma werden 2022 die Themen Nachhal­ tigkeit und digitale Transformation weiterhin ganz oben auf unserer Agenda stehen. Außerdem sind wir bestrebt, unser Angebot an Lösungen für den effizienten Bau­ betrieb weiter zu schärfen. Wir sind überzeugt, dass vor allem eine effiziente Vernetzung von Maschinen und ein offener Datenaustausch von großem Vorteil für alle Akteure am Markt sind. Von unserer neuen Regierung erwarte ich für die Bau­ branche schnelle und konsequente Maßnahmen, wie die Umsetzung geplanter Konjunkturpakete, öffentliche

»Die Themen Nachhaltigkeit und digitale Transformation stehen weiterhin ganz oben auf unserer Agenda.«

Investitionen sowie eine zügige Vergabe und Genehmi­ gung von Projekten. Es gilt, den seit Jahren bestehenden Sanierungsstau an Verkehrsbauwerken abzubauen und wichtige Zukunftsaufgaben wie den Ausbau der digitalen m Infrastruktur voranzutreiben.

Starke Auslastung und Optimismus im GaLaBau BGL – Die gute Auftrags­ und Umsatzsituation im GaLaBau zeigt sich stabil; die Stimmung in der Branche ist so gut wie im Herbst 2020: Das ist ein Ergebnis der Herbst­Konjunkturumfrage des Bundesverbands Garten­, Landschafts­ und Sportplatzbau (BGL).

it 99 % schätzen fast alle Befragten im Herbst 2021 ihre eigene Geschäftslage mindestens als »befriedigend« oder sogar besser ein – ähnlich gut wie im vergangenen Herbst. Auf die Fra­ gen nach den Branchenaussichten für die nächsten fünf Jahre sagten 95 % »sehr gut« bis »befriedigend«. Zuversichtlich blicken die Mitgliedsunternehmen für ihren eigenen Betrieb auch in die nächsten fünf Jahre: Fast 97 % der Befragten halten diese Aussichten für min­ destens »befriedigend«; im Herbst 2020 sagten das knapp 94 %. Die GaLaBau­Betriebe bewerten auch ihre Auf­ tragslage positiver: 94 % sagen, diese sei »gleich« oder sogar »besser« (Herbst 2020: 90 %). Mit der

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Ertrags­ und Gewinnsituation sind die Befragten jedoch weniger zufrieden als im Herbst 2020: Nur für rund 58 % entspricht sie ihren Erwartungen (2020: 65,5 %) – fast 38 % finden sie »verbesserungsfähig« (2020: 27 %) oder gar »unbefriedigend« (2020: 4,5 %).

Jahrhundertaufgabe: Klima­ und Artenschutz »Natürlich leidet auch unsere Branche aktuell deutlich unter Materialengpässen und Preissteigerungen«, so BGL­Präsident Lutze von Wurmb. »Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir GaLaBau­Betriebe auch in die­ sen Zeiten wirtschaftlich vergleichsweise stabil dastehen. Das ist verdient, bedeutet aber auch gesellschaftliche Verpflichtung: Beim Klima­ und Artenschutz werden wir uns auch weiter aktiv ein­ bringen – denn das sind die großen Herausforde­ rungen des Jahrhunderts. Aktuell zeigt uns der Welt­ klimagipfel in Glasgow: Deutschland muss vorangehen und den Hebel umlegen. Die Klimakrise verlangt jetzt nach deutlich mehr Investitionen in Grünanlage und ­pflege. Deshalb fordern wir von der neuen Regierung t mehr und höhere Zusagen für Grünförderung.«


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 LEHNHOFF

Eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre

LEHNHOFF

Michael Koenig Vorsitzender der Geschäftsführung der Lehnhoff Hartstahl GmbH, Baden-Baden

as Wirtschaftsjahr 2021 hat sich zu einem der erfolg­ reichsten Geschäftsjahre in der Firmengeschichte von Lehnhoff entwickelt. Unser Auftragsbestand ist sehr hoch. Allerdings bereiten uns Unterbrechungen in den Lieferketten Probleme. Wir kämpfen teils mit Verzögerun­ gen unserer Zulieferer von mehr als sechs Monaten. Ent­ sprechend unangenehm lang geraten die Lieferzeiten, wofür wir unsere Kunden um Entschuldigung bitten müs­ sen. Wir arbeiten Tag für Tag daran, diese Probleme zu kompensieren. Momentan werden nur durch diese Lieferengpässe unsere positiven Aussichten für das kommende Messe­ jahr eingetrübt. Denn für 2022 erwarten wir ein weiteres starkes Wachstum, und natürlich treiben wir die Inter­ nationalisierung von Lehnhoff voran. Vor diesem Hinter­ grund freuen sich unsere Teams schon sehr auf die Begeg­ nungen mit unseren Geschäftspartnern und Kunden auf der Bauma im Oktober 2022 in München. An die künftige Bundesregierung appellieren wir, deutlich die Weichen für mehr Investitionen in Bildung zu stellen. Vor allem braucht die berufliche Ausbildung im Rahmen des Dualen Systems starke Förderung. Es ist

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weltweit einzigartig und hat jahrzehntelang den Vor­ sprung der deutschen Industrie gesichert. Allerdings wer­ den wir damit allein den Fachkräftemangel nicht beheben. Deshalb teile ich die Einschätzung der Bundesagentur für

»Die Weichen für mehr Investitionen in Bildung stellen und durch gezielte Migration die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte sofort ermöglichen.« Arbeit, durch gezielte Migration die Zuwanderung quali­ fizierter Fachkräfte sofort zu ermöglichen. Baupolitisch gibt es sicherlich Handlungsbedarf. Wir meinen, dass zum Beispiel das Engagement privater Investoren im Wohnungsneubau stärker unterstützt wer­ den sollte, indem progressive Abschreibungsmodelle fort­ geführt und optimiert werden. Denn die Nachfrage nach Mietwohnungen ist immens – und der Wunsch in der Bevölkerung nach den eigenen vier Wänden im Grünen m ungebrochen.

Zukunftsweisend.

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RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 STEELWRIST

Die höchsten Absatzzahlen der Firmengeschichte

STEELWRIST

Stefan Stockhaus CEO Steelwrist AB, Rosersberg (Schweden)

teelwrist AB hat das Jahr 2021 nicht nur gut bewäl­ tigt, sondern bisher ausgesprochen positiv gestalten können. Nach einer eher flachen Entwicklung im Vorjahr können wir jetzt schon sagen, dass wir in diesem Jahr zu unseren alten Wachstumszahlen zurückgekehrt sind. Das gilt für unsere internationalen Märkte und für die D­A­CH­ Region ganz besonders. Trotz der Kontaktbeschränkun­ gen und den Auswirkungen auf die tägliche Vertriebs­ arbeit ist vieles durch die gewachsene und solide Händler­ struktur, aber auch über Online­Kontakte kompensiert worden. Entgegen dem generellen Trend haben wir uns relativ frühzeitig für den Aufbau eines erhöhten Lagerbestands entschieden, um Lieferengpässe abzufedern und um eine durchweg hohe Verfügbarkeit unserer Produkte sicher­ zustellen. Bei Schnellwechslern und Tiltrotatoren ver­ zeichnen wir unter anderem auch dadurch die höchsten Absatzzahlen in der Firmengeschichte, und die Nachfrage wächst konstant. Das hatte auch 2021 zur Folge, dass wir neue Mitarbeiter eingestellt haben und auch kurz­ sowie

S

mittelfristig noch offene Stellen in Vertrieb und Service besetzen wollen, u. a. in der D­A­CH­Region als einem der umsatzstärksten Märkte für Steelwrist AB. Generell ist eine große Investitionsbereitschaft in Maschinentechnik vorhanden, und besonders in Bezug auf den Einsatz von Tiltrotatoren sind die Vorteile und Effi­ zienzsteigerungen für die Entscheidungsträger deutlich erkennbar. Deshalb wird nach unserer Einschätzung das Interesse an Tiltrotatoren und Schnellwechslern von Steelwrist auch in 2022 sehr hoch sein. Um weitere Kun­ dengruppen gerade im Kompaktbereich anzusprechen,

»Werden 2022 unser Produktportfolio bei Tiltrotatoren und Schnellwechslern erweitern.«

werden wir 2022 unser Produktportfolio bei Tiltrotatoren und Schnellwechslern erweitern. Zur Vorstellung unseres Produktprogramms bieten die zahlreichen Messen natür­ lich die idealen Plattformen, allerdings binden viele Mes­ seauftritte natürlich in hohem Maße Kapazitäten. Seitens der Politik erwarten wir eine entschlossene Führung bei der Pandemie­Bekämpfung und zukunfts­ gerichtete Weichenstellungen zur Meisterung der großen Herausforderungen. Wichtige Investitionen in nachhaltige und umweltgerechte Infrastrukturprogramme müssen vorangetrieben werden, um bei Mobilität, Energieversor­ gung und Digitalisierung nach vorne zu kommen. m

ENGCON GROUP

2021 wird

ein weiteres

Rekordjahr für Engcon

STEN STRÖMGREN

Krister Blomgren CEO der Engcon Group, Strömsund (Schweden)

rotz Covid­19 und der weltweiten Verknappung von Bauteilen steuern wir 2021 auf einen weiteren Um­ satzrekord zu. Das liegt daran, dass unser Konzept, einen »normalen« Bagger mit unserem Tiltrotator und dem automatischen Schnellwechselsystem EC­Oil auszustat­ ten und so in einen multifunktionalen Werkzeugträger umzuwandeln, jetzt voll zum Tragen kommt und ständig neue Interessenten findet. Denn dieses Konzept passt immer besser in die Zeit. In vielen Ländern herrscht Arbeitskräftemangel, ein Baggerfahrer ist oft eine Art »One­Man­Show«. Und ein Tiltrotator in Kombination mit EC­Oil macht einen Bagger einfach produktiver und damit rentabler. In der Corona­Pandemie haben wir uns im Marketing, Vertrieb und Einkauf sowie in der Produktion schnell ange­ passt. Wir nutzen zunehmend die sozialen Medien, in denen wir mit unseren Kunden interagieren. Gleichzeitig haben wir massiv in die Ressourcen unserer Einkaufs­ abteilung investiert und unsere Produktionsanlagen wur­ den ständig auf steigende Volumina hin optimiert. Darü­ ber hinaus sind wir in mehreren neuen Märkten tätig geworden, zuletzt in Kanada und Korea, die bereits zu unserem steigenden Volumen beitragen. Denn wir stoßen

T

30 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

dort mit unserem Konzept und unseren Produkten auf großes Interesse. In den vergangenen Jahren hat Engcon zudem meh­ rere interessante Kooperationen mit einigen der größten Baumaschinenhersteller der Welt initiiert. Dies gilt sowohl für Endprodukte als auch für bestimmte Komponenten. Einige dieser Kooperationen zeigen bereits erste Erfolge. Profitiert haben wir in diesem Jahr auch von den gestiege­

»Wir sind in mehreren neuen Märkten tätig geworden, zuletzt in Kanada und Korea, die bereits zu unserem steigenden Volumen beitragen.« nen Investitionen in die Infrastruktur, zu denen sich viele Regierungen in der Welt in diesen Pandemie­Zeiten ent­ schieden haben. Unseren bisherigen Verkaufsrekord haben wir bereits übertroffen. Jetzt hängt es von unserer Einkaufsabteilung ab – damit wir alle benötigten Kom­ ponenten rechtzeitig erhalten, um die Aufträge abarbei­ ten zu können –, wie groß das Umsatzplus am Ende sein m wird.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 HENLE

Auftragslage auf einem sehr hohen

Niveau

HENLE

Gerhard Henle Geschäftsführender Gesellschafter Henle Baumaschinentechnik GmbH, Rammingen

er Winter 2020/21 war in Ordnung für uns, wir sam­ melten neue Kräfte und stellten die Weichen für 2021 auf Erholung und Wachstum. Dennoch blieb eine Befürch­ tung, und die bewahrheitete sich sehr schnell: Der welt­ weite Lockdown im Vorjahr führte nun zu Lieferengpässen und Preiserhöhungen in einer nie gekannten Dynamik. Dass viele unserer Komponenten nur begrenzt verfügbar waren, machte uns zusätzlich zu schaffen und ist bis heute problematisch. Während um uns herum die Pandemie tobte, hatten wir im ersten Halbjahr innerbetrieblich soweit alles im Griff. Da die Politik es auch in diesem Jahr nicht schaffte, vernünftige Regelungen einzuführen, mussten wir einen für uns sicheren und praktikablen Weg finden, die Test­ prozesse in den Arbeitsalltag zu integrieren. Wir setzten zweimal wöchentlich Testteams ein und testeten alle Mitarbeiter regelmäßig. Zunächst brachte das die gewünschte Sicherheit, allerdings erwischte es uns nach dem sommerlichen Betriebsurlaub doch: Wir waren gezwungen, eine komplette Abteilung über zwei Wochen

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stillzulegen, und in der Spitze fehlten uns ca. 35 Mitarbei­ ter. Zusätzlich ist in diesem Jahr erneut eine außer­ gewöhnlich hohe Krankheitsquote zu beobachten, die nicht mit Corona zusammenhängt, aber dennoch eine weitere Belastung bedeutet. Insgesamt war die Auftragslage 2021 auf einem sehr hohen Niveau und wird es, so meine Prognose, auch im ersten Halbjahr 2022 bleiben. Allerdings rechne ich weiter mit einer problematischen Liefersituation und Material­ engpässen. Das Messejahr mit den in kürzester Zeit nach­ einander stattfindenden Messen GaLaBau und Bauma sehe ich skeptisch. Meiner Meinung nach sind die Termine nicht glücklich gewählt, es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt. Den sogenannten No­Name­Herstellern

»Das Messejahr mit den in kürzester Zeit nacheinander stattfindenden Messen GaLaBau und Bauma sehe ich skeptisch.« räume ich im kommenden Jahr eine große Chance ein, bei vernünftigen Lieferzeiten doch Marktanteile in Europa zu gewinnen. Weiterhin erhoffe ich mir von der neuen Bundesregie­ rung mehr Dynamik in Sachen Digitalisierung und einen praktikablen Rahmen für Unternehmen in der Pandemie. Denn eines ist klar: Der Schutz unserer Arbeitnehmer ist allein schon aus wirtschaftlichen Gründen unser größtes m Anliegen.

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DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 31


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 RäDLINGER

Haben den

richtigen Weg eingeschlagen

Werner Rädlinger Geschäftsführer Rädlinger Maschinenund Stahlbau GmbH, Cham

ir mussten – wie alle Unternehmen – viele neue Herausforderungen bewältigen. Ob es sich nun um Grenzschließungen, anhaltende Reise­ und Kontakt­ beschränkungen oder die Auswirkungen am Rohstoff­ markt handelte – wichtig war, eine weitblickende und stra­ tegisch richtige Vorgehensweise zu definieren. Als Kon­

W

RÄDLINGER

»Als Familienunternehmen war es uns wichtig, Arbeitsplätze zu erhalten und weiter zu produzieren, ohne unsere Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken.«

sequenz mussten wir unsere Denkweise und unser Handeln verändern. Dazu zählen neue Vertriebswege, weitere Digitalisierungsprojekte und eine veränderte Beschaffungsstrategie. Ziel war dabei immer, nah am Kunden zu sein und durchgehend lieferfähig zu bleiben – was uns auch gelungen ist. Die positive Geschäftsentwicklung, die wir im Jahr 2021 verzeichnen, zeigt, dass wir den richtigen Weg ein­

geschlagen haben. Wir haben uns dabei von unseren Werten leiten lassen, was letztlich auch zu der Entschei­ dung geführt hat, unsere Preise zeitweise zu erhöhen, gekoppelt an den steigenden Stahlpreis. Das ist uns nicht leichtgefallen und wurde von vielen Kunden zuerst nega­ tiv aufgenommen. Als Familienunternehmen war es uns aber wichtig, Arbeitsplätze zu erhalten und weiter zu produzieren, ohne unsere Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Wir konnten unseren Absatz im Jahr 2021 also trotz vieler Hürden weiter steigern. Wir sehen das als Vertrauensbeweis unserer Kunden in die Qualität unserer Anbaugeräte. Auch im Bereich Stahlbau blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Entsprechend gehen wir positiv in das Messejahr 2022. Die Vorbereitungen auf die Bauma laufen bereits, und die Vorfreude auf diese Messe ist im Unternehmen schon spürbar. 2020 und 2021 haben uns gezeigt, dass Messen nicht zwingend nötig für gute Absatzzahlen sind. Trotzdem freuen wir uns darauf, echten Kontakt zur Bran­ che zu haben. Der ungezwungene, aber qualitativ hoch­ wertige Austausch, den Messen bieten, ist eben einzig­ artig. Wenn ich eine konkrete Forderung an die neue Bun­ desregierung stellen dürfte, wäre das eine intensive Beschäftigung mit der Rohstoffknappheit und der Liefer­ kettenproblematik. Die vergangenen Monate haben schmerzlich die Abhängigkeit von komplexen internatio­ nalen Lieferketten gezeigt. Als Wirtschaftsstandort muss die Bundesrepublik hier für mehr Planungssicherheit m sorgen – im Interesse aller.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage Brücken- und Straßenbau, Wohnungsbau, Glasfaserausbau, Mobilitätslösungen und eine nachhaltige Energiegewinnung waren und sind die Schlagwörter der diesjährigen bauMAGAZIN-Jahresumfrage.

BILDER: PEXELS, COLLAGE: BRIGITTE WEIXLER / WEIXLER-SCHUERGER.DE

»Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«

32 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 HS-SCHOCH

Bei Baumaschinen wieder das Niveau der Vorjahre erreicht

HS-SCHOCH

Marcel Schoch Geschäftsführender Gesellschafter der HS-Schoch-Gruppe, Lauchheim

isher waren unsere Unternehmen zum Glück kaum direkt von der Pandemie betroffen. Mit Beginn der vierten Corona­Welle sind aber nun leider auch wir an einzelnen Standorten der Firmengruppe von wenigen positiven Fällen betroffen. Indirekt hatten wir mit Versor­ gungsengpässen für Hydraulikkomponenten oder Liefer­ schwierigkeiten bei bestimmten Materialien zu kämpfen, die das HS­Schoch­Team aber erfolgreich meisterte. Teil­ weise waren wir auch von Auftragsverschiebungen unse­ rer Kunden betroffen, deren Maschinen nicht wie verein­ bart geliefert werden konnten. Insgesamt haben wir im Baumaschinenbereich das Niveau der Vorjahre erreicht. In den anderen Branchen der HS­Schoch­Gruppe muss­ ten wir hingegen einen spürbaren Nachfragerückgang verzeichnen aufgrund der Lieferproblematik im Halb­ leiterbereich für Komponenten der Automobil­ und Nutz­ fahrzeugbranche. Für das Messejahr 2022 wünschen wir uns, dass Messen und Veranstaltungen wieder (fast) wie gewohnt

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stattfinden können, dass wieder ein direkter Austausch mit Kunden und Partnern sowie die Live­Präsentation von Produkten möglich wird. Die neue Bundesregierung sollte Sorge dafür tragen, dass der aktuell grundsätzlich positive Trend der wirt­ schaftlichen Lage beibehalten wird und dies durch den Beschluss konkreter Maßnahmen sicherstellen. Mit Blick auf die Corona­Pandemie erwarten wir von der neuen Bundesregierung, nicht nur notwendige Maßnahmen zur Eindämmung zu beschließen, sondern auch bei deren Umsetzung Verantwortung zu übernehmen und diese

»Die Verantwortung für 3G am Arbeitsplatz allein dem Arbeitgeber zu übertragen, das ist aber nicht der richtige Weg.« nicht nur an die Unternehmen weiterzugeben. Unbestrit­ ten muss alles dafür getan werden, um die erneute Corona­Welle zu brechen. Die Verantwortung für 3G am Arbeitsplatz allein dem Arbeitgeber zu übertragen, das ist aber nicht der richtige Weg. Einschränkungen und Auf­ wendungen der Unternehmen müssen hier auch berück­ sichtigt werden. Wir erwarten, dass der Staat hier aktiv Lösungen für die Unternehmen anbietet und die Verant­ m wortung nicht nur abwälzt.

DMS TECHNOLOGIE

Das Thema

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

DMS TECHNOLOGIE

Adam Geiß Geschäftsführer DMS Technologie GmbH, Fürth/Odw.

urch die Corona­Pandemie sind aus unserer Sicht zwei wesentliche Themen noch schneller und mit höherer Intensität in das Bewusstsein der Bevölkerung getreten: Erstens die Produktion von Waren im eigenen Land und zweitens das Umweltbewusstsein. Als DMS Technologie GmbH setzen wir bei der Herstellung unserer Anbaugeräte auf Fertigungsbetriebe aus Deutschland. Hierdurch nehmen wir höhere Produktionskosten in Kauf, profitieren aber – insbesondere in diesen herausfordern­ den Zeiten – von hervorragender Qualität, kurzen Wegen und partnerschaftlicher Abstimmung. So waren wir zwar in Ansätzen von den Engpässen bei Rohmaterialien betrof­ fen, dürfen aber stolz die hervorragende Leistung unserer Zulieferbetriebe erwähnen. Durch koordinierte Planung gelang es, alle getroffe­ nen Verpflichtungen gegenüber Kunden zu erfüllen. Nicht immer mit der gewohnten Schnelligkeit, dafür aber mit hoher Zuverlässigkeit auf allen Stufen des Fertigungspro­ zesses. So war für uns die größte Herausforderung des vergangenen Jahres, der weit über unseren Erwartungen liegenden Nachfrage nach unseren Produkten gerecht zu werden. Das Thema Nachhaltigkeit haben wir bei der Ferti­ gung unserer Produkte seit Anbeginn in den Mittelpunkt

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gestellt. Während der Pandemie konnten wir durch den Beginn des Neubaus unseres Firmengebäudes weitere Fortschritte in der Umsetzung unserer Nachhaltigkeits­ pläne erzielen, um zukünftig auch die benötigte Energie aus erneuerbaren Quellen zu erhalten. Natürlich wünschen wir uns, dass die angesproche­ nen Themen nicht nur in Krisenzeiten, sondern dauerhaft

»Die größte Herausforderung des vergangenen Jahres war für uns, der weit über unseren Erwartungen liegenden Nachfrage nach unseren Produkten gerecht zu werden.«

in den Plänen der Bundesregierung Beachtung finden und sich deren Nachhaltigkeitspläne nicht zu Lasten einer Produktion im eigenen Land auswirken. Schließlich blicken wir in gespannter Erwartung auf die anstehenden Messe­Highlights im Jahr 2022 – begleitet von der Zuver­ sicht, dass sich die in den letzten beiden Jahren vor­ genommenen Anstrengungen langfristig auszahlen m werden.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 33


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 MARTIN

In mehrfacher Hinsicht für die Zukunft

gerüstet

Andreas Veith Geschäftsführer/CEO Martin GmbH, Ludesch (Österreich)

ie Pandemie war aufgrund der starken Marktschwan­ kungen auch im Jahr 2021 eine Herausforderung für uns. Dennoch sind wir dank Flexibilität und Innovations­ freude recht gut durch die Krise gekommen und konnten das Unternehmen in mehrfacher Hinsicht für die Zukunft rüsten. So haben wir unsere Produktions­ und Logistik­ prozesse in den vergangenen Monaten weiterentwickelt

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»Derzeit rechnen wir für das gesamte nächste Jahr mit weiteren Einschränkungen und Auswirkungen auf die Baubranche.«

MARTIN

und wachsen auch personell. Das gilt für die Anzahl unse­ rer inzwischen 110 Mitarbeiter genauso wie für ihre Kom­ petenzen. Zahlreiche Aus­ und Weiterbildungsprogram­ me trugen auch 2021 zur fachlichen und persönlichen Förderung unseres Personals bei.

KEMROC

Den Umsatz in Corona-Zeiten nahezu verdoppelt Klaus Ertmer Geschäftsführer KEMROC Spezialmaschinen GmbH, Leimbach

ür KEMROC sind die beiden Corona­Jahre 2020 und 2021 sehr erfolgreich gewesen. Wir konnten unseren Umsatz in den zwei Jahren nahezu verdoppeln. Das lag unter anderem daran, dass wir seit 2020 neue und innova­ tive Produkte auf den Markt gebracht haben und trotz der Reisebeschränkungen in der Lage waren, neue Märkte

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KEMROC

»Mit der Gründung der DIVISION KEMSOLID wollen wir uns stärker im Spezialtiefbau positionieren.«

aufzubauen. Geholfen hat uns dabei die aktive Nutzung von Videokonferenzen bzw. Onlineschulungen für Händler und Servicemechaniker. Wir hoffen, dass zur Bauma 2022 die internationalen Reisebeschränkungen aufgehoben sind und wichtige per­ sönliche Treffen wieder möglich werden. Natürlich freuen

34 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Die Entwicklungen in der Baubranche erfordern auch im Bereich der Produktentwicklung maximalen Einsatz und innovative Lösungen. Daher haben wir unser Angebot an hochwertigen Baggeranbaugeräten auch im Jahr 2021 weiter ausgebaut. Durch das wachsende Know­how unse­ rer Mitarbeiter und den Ausbau unseres Produktsorti­ ments im Bereich der vollautomatischen Schnellwechsel­ systeme M­Quick blicken wir trotz anhaltender Krise optimistisch in die Zukunft. Unser Unternehmen wächst, wir suchen weiterhin Fachkräfte und die Absätze entspre­ chen unseren Erwartungen angesichts der Krise. Wir sind überzeugt, mit unserem qualitativ hochwertigen Produkt­ sortiment auch künftig Kunden und Anwender im In­ und Ausland zu überzeugen. Besondere Erwartungen an das Messejahr gibt es keine – unsere Kunden schätzen uns als langjährigen und zuverlässigen Partner. Die aktuelle Situation zeigt uns aber auch, dass Covid 19 nicht vorbei ist. Derzeit rechnen wir für das gesamte nächste Jahr mit weiteren Einschränkungen und Auswirkungen auf die Baubranche. Eine seriöse Vorher­ sage der wirtschaftlichen Entwicklungen ist aus unserer Sicht nicht möglich. Wir sehen daher akuten Handlungs­ bedarf von Seiten der Politik. Sie muss die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt mit gezielten Maßnahmen unterstüt­ zen und fördern. Der wichtige Wirtschaftszweig Bau mit vielen tausenden Arbeitsplätzen kann durch gut über­ legte Investitionen und Entscheidungen nachhaltig gestärkt werden. Dazu zählen vor allem Infrastruktur­ m projekte.

wir uns auch darauf, dem Publikum auf der Bauma neue Produkte vorstellen zu können. Aufgrund der Lieferengpässe von Stahl und Normtei­ len haben wir unseren Lagervorrat massiv erhöht und im Jahr 2020 eine zusätzliche 1 100 m2 große Lagerhalle gebaut. Im Januar 2022 werden wir voraussichtlich auch die neu gebaute Produktionshalle für die Herstellung der Maschinen der KSI­Serie beziehen. Mit der Gründung der DIVISION KEMSOLID wollen wir uns stärker im Spezialtief­ bau – wie zum Beispiel bei der Erstellung von Erdbeton­ körpern, Dichtwänden etc. – positionieren. Von der neuen Regierung wünschen wir uns die Ent­ bürokratisierung des Mittelstandes und der Bauwirt­ schaft, das sofortige Ende der 2G­ und 3G­Maßnahmen und die Wiederherstellung der Grundrechte der Bürger. Wir als KEMROC stehen für den Zusammenhalt im Team m und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage »Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 MOBA

Wege für mehr digitale Infrastruktur bereiten

MOBA

Andreas Velten Geschäftsführer MOBA Mobile Automation, Limburg

uch das zweite Corona­Jahr hat die MOBA gut über­ standen – zum Glück bisher mit nur wenigen Corona­ Fällen im Unternehmen und darunter keine schweren Ver­ läufe! Wir können weiter ein Wachstum verzeichnen, sowohl im deutschen Markt als auch international in der gesamten MOBA­Gruppe. Dies ist eine erfreuliche Ent­ wicklung in der für die Wirtschaft so belastenden Pande­ mie. Als Hersteller von elektronischen Komponenten spü­ ren wir natürlich die aktuelle Chip­ und Teilekrise, aber wir waren frühzeitig darauf vorbereitet. Dies bedeutete zwar höhere Einkaufskosten, die Entscheidung zahlt sich jetzt aus. Nach wie vor ist so unsere Lieferfähigkeit und damit die Kundenzufriedenheit gesichert. Auch im nächsten Jahr können wir unser Preisniveau überwiegend halten. Auf den wieder zurückkehrenden Messebetrieb freuen wir uns sehr, besonders im Jubiläumsjahr der MOBA. Unser Unternehmen gibt es dann seit 50 Jahren, und es wäre traurig, wenn wir das 2022 nicht auf Messen oder Veranstaltungen mit Kunden und Partnern feiern

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PFREUNDT

Befinden uns in einer guten

Ausgangslage

WWW.JS-MEDIA.ONLINE

Judith Deitert – Jonas Wissing Geschäftsführer PFREUNDT GmbH, Südlohn

on der anfänglichen Verunsicherung durch die Corona­Pandemie seitens unserer Kunden war im Jahr 2021 nur noch wenig zu spüren. Unseren Auftragsein­ gang konnten wir deshalb im Vorjahresvergleich um 10 % steigern. Jedoch macht sich die mangelnde Verfügbarkeit von Bauteilen bei uns bemerkbar. Zwar haben wir die Lie­ ferfähigkeit unserer eigenen Produkte durch die Lagerhal­ tung kritischer Bauteile gesichert. Jedoch können wir unsere mobilen und stationären Wiegesysteme teilweise nicht bzw. erst verspätet montieren, da sich die Ausliefe­ rung von Baumaschinen aufgrund von fehlenden Kom­ ponenten verzögert. Neben diesen Entwicklungen war das Jahr 2021 ins­ besondere für uns persönlich ein spannendes Jahr. Denn nach der schrittweisen Übernahme der Geschäftsleitung einzelner Unternehmensbereiche, sind wir Mitte des Jah­ res in die Geschäftsführung von PFREUNDT eingestiegen. Gemeinsam mit unserem Vater Ludger Wissing bilden wir nun ein Führungstrio. Für das kommende Jahr 2022 befindet sich PFREUNDT in einer guten Ausgangslage. Neben der Umsetzung spannender Projekte, bei denen die Digitali­ sierung von Prozessen bei unseren Kunden und die damit

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könnten. Diese haben sich in den vergangenen Monaten (so wie wir) mit der Pandemie arrangiert, nun freuen wir uns aber, dass wieder mehr persönliche Gespräche und Treffen stattfinden werden. Unsere Infrastruktur benötigt weiterhin Verbesserun­ gen, Erneuerungen und Erweiterungen. Das hohe Investi­ tionsniveau muss nicht nur im Sinne der Bauunterneh­ men, sondern im Interesse aller Branchen ausgebaut wer­ den. Ich persönlich glaube, dass die Bauunternehmen und die Industrie bereit sind, mehr Digitalisierung in die Bauprojekte zu bringen. Daher ist aus meiner Sicht die Regierung gefordert, Wege für mehr digitale Infrastruktur zu bereiten, Stichwort Open BIM. Die Auftraggeber, wie

»Die Auftraggeber, wie DEGES oder Autobahn GmbH, müssen in die Pflicht genommen werden, die Digitalisierung voranzutreiben.«

DEGES oder Autobahn GmbH, müssen in die Pflicht genommen werden, die Digitalisierung voranzutreiben. Leider ist die Praxis heute bei der Bauvermessung und ­überwachung noch nahezu analog. Hier fehlt noch der entsprechende Rahmen, um einen echten Wandel an­ zugehen. Ich wünsche mir hier mehr Offenheit und Geschwindigkeit bei der Einführung digitaler Arbeits­ m weisen.

verbundene Realisierung von Einsparpotenzialen im Fokus stehen werden, planen wir den Ausbau der inter­ nationalen Vermarktung von PFREUNDT­Wiegesystemen. Auch wird in den Standort Südlohn investiert. Die geplan­ ten Bauarbeiten für die zweite Etage des Bürogebäudes haben bereits begonnen und werden im nächsten Jahr abgeschlossen. Zudem freuen wir uns darauf, unsere Kunden 2022 wieder persönlich auf der IFAT und der Bauma begrüßen zu dürfen. Zwar hat die Pandemie die digitale Vernetzung vorangetrieben und auch wir haben die Zeit genutzt, um unsere Prozesse – beispielsweise durch den Ausbau unse­

»Von der neuen Bundesregierung erhoffen wir uns vor allem den Bürokratieabbau und die Digitalisierung in Behörden.« rer digitalen Schulungsplattform – weiter zu digitalisieren und zu optimieren. Jedoch kann dies den persönlichen Kontakt und direkten Austausch mit unseren Kunden nicht ersetzen. Von der neuen Bundesregierung erhoffen wir uns vor allem den Bürokratieabbau und die Digitalisierung in Behörden. Zudem benötigen wir dringend ein in der gan­ zen Republik einheitliches, unbürokratisches Verfahren zur Eichung von Waagen nach dem Vorbild der Vorgehens­ weise in NRW. Denn in dem Bundesland berücksichtigen die Behörden bei einer Eichung die vorgelegten aktuellen m Messwerte von PFREUNDT.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 35


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 VOLVO TRUCKS

Erwarten eine weitere Erholung und blicken positiv in die

Zukunft

Der Markt in Zahlen

ONEWAVE STUDIOS

Peter Ström Geschäftsführer & Vice President Volvo Group Trucks Central Europe GmbH, Ismaning

olvo Trucks hat die Corona­Zeit, auch 2021, gut gemeistert, und die Auftragslage war stabil. Ohne die globalen Lieferprobleme hätten wir vermutlich ein noch erfolgreicheres Jahr gehabt. Wie überall waren und sind die Lieferengpässe zu spüren, und Kundinnen und Kun­ den müssen leider länger als gewohnt auf ihren schönen neuen Volvo­Lkw warten. Für 2022 erwarten wir eine weitere Erholung und blicken positiv in die Zukunft. Volvo Trucks bringt mit dem Volvo FMX, dem Volvo FM und dem Volvo FH gleich drei schwere BEV­Lkw in Serie, die sich auch ideal für lokale Baueinsätze eignen. Damit werden Baustellen im städti­ schen und stadtnahen Bereich leiser, und auch die CO₂­Emissionen werden spürbar gesenkt. Einige Messen wie die IFAT oder IAA stehen an. Per­ sönliche Treffen werden dann wieder möglich, und wir können unsere neuen schweren elektrischen Lkw bis 44 t präsentieren. Im Bausegment orientieren wir uns stärker am aktuellen Kundenverhalten. Durch die Covid­19­Pan­ demie hat sich dieses verändert. Der persönliche Kontakt ist weiterhin äußerst wichtig. Daher setzen wir unsere Schwerpunkte auf speziell zugeschnittene Micro­Events, um näher und persönlicher an unseren Kunden und Kun­ dinnen zu sein. Obwohl wir also 2022 nicht bei der Bauma sind, prüfen wir weiterhin, wie unsere Kundinnen und Kun­

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den mit uns interagieren möchten, und passen unsere Strategie ihren Bedürfnissen und Anforderungen an. Es ist eine große Herausforderung, die wachsende Nachfrage nach effizienten Transporten zu befriedigen, und gleichzeitig Staus, Lärm, Luftverschmutzung und Kli­ maauswirkungen zu verringern. Gemeinsam können wir

»Für Lkw mit alternativen Antrieben hoffen wir auf einen schnellen Aufbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur.«

schneller vorankommen. Volvo Trucks hat das klare Ziel, diese Transformation voranzutreiben. Dafür braucht es die Politik, Unternehmen, die Energiewirtschaft, Medien, aber auch alle Verbraucher:innen. Damit das auch für unsere Kundinnen und Kunden attraktiv ist, begrüßen wir die getätigten Subventionen zum Erwerb von Lkw mit alternativen Antrieben und hoffen auf einen schnellen Auf­ bau der entsprechenden Ladeinfrastruktur. Wir setzen darauf, dass dieser Weg weiter forciert wird, damit wir einen schnellen Hochlauf bei der Anzahl elektrischer Lkw m gerade im städtischen Baugewerbe sehen.

Handel und Vermieter gehen von anhaltend positiver Entwicklung aus BBI – Wenngleich die Corona­Krise auch an den Händlern und Vermietern von Baumaschinen und Baugeräten im Jahr 2020 nicht spurlos vorbeiging, kam die Branche hinsicht­ lich des Gesamtumsatzes vergleichsweise gut durch das Jahr. Für das Abschluss­ quartal 2021 gehen die Unternehmen von einer anhaltend positiven Entwicklung aus.

er gesamte Branchenumsatz war 2020 um lediglich 0,5 % gegenüber dem guten Vorjahr gesunken. Dies zeigte sich im Januar 2021 in der Umsatzumfrage des Bun­ desverbandes der Baumaschinen­, Baugeräte­ und Indus­ triemaschinenfirmen (bbi) unter den bedeutendsten Bran­ chenunternehmen. Dort wurde aber auch deutlich, dass die Ergebnisse in den einzelnen Produkt­ und Dienstleistungssparten teils deutlich vom Gesamtergebnis abweichen. Während der »Kauftrend« der vergangenen Jahre vorerst endete und das Neumaschinengeschäft einen Rückgang von 4,5 % verzeichnete, konnte die Vermietung im gleichen Zeitraum zulegen und ein Plus von 2 % ver­ buchen. Zulegen konnte auch der Technische Service mit + 2,5 % sowie der Teilehandel mit einem Plus von 5 %. Das laufende Jahr 2021 war aufgrund der weiterhin bestehenden Corona­Lage von Beginn an schwer ein­ schätzbar. Im 2. Quartal stieg der Gesamtumsatz der Händler und Vermieter von Baumaschinen und Baugerä­

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36 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

ten über 5 % gegenüber dem Vergleichsquartal des Vor­ jahres an. Zum Wachstum trug besonders der Verkauf von Tiefbaumaschinen und Baugeräten sowie die Ver­ mietung bei. Das 3. Quartal brachte den Händlern und Vermietern kräftige Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahresquartal. So verzeichnete der Handel ein Plus von 9 %, die Vermietung verbuchte im Quar­ talsvergleich Zuwächse von 10 %. Für das 4. Quartal 2021 gehen die Unter­ nehmen aus Handel und Vermietung von einer anhaltend positiven Entwicklung und einem Zuwachs des Gesamtumsatzes gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal aus. Dies meldeten 60 % der Händler und gar 75 % der Vermieter von Bau­ maschinen und Baugeräten. Umsätze auf dem Niveau des Vergleichsquartals erwarten 20 % der Handels­ und 15 % der Vermietunternehmen, mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung rechnen 20 % der Händler und t 10 % der Vermieter.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 GOLDHOFER

Sehen

Sicherung des freien Handels als zentrales Element Rainer Auerbacher Vorstand Transport Technology Goldhofer AG, Memmingen

er persönliche Kontakt mit unseren Kunden hat uns auch 2021 sehr gefehlt. Schließlich ist er für uns ein sehr zentrales Element unserer vertrauensvollen Zusam­ menarbeit mit ihnen. Daher hatte Goldhofer bereits 2020 begonnen und bedarfsgerechte Mittel und Wege genutzt, um Kunden trotz der Corona­bedingten Hemmnisse kon­ stant weiter zu unterstützen. Dem Premiumanspruch wol­ len wir in Beratungs­, Produkt­ und Servicequalität auch unter erschwerten Bedingungen gerecht werden. Unsere Kunden verlassen sich mit Recht darauf. Ebenso galt es natürlich, den Abhängigkeiten von internationalen Han­ delsbeziehungen und Lieferketten flexibel zu begegnen. Bezüglich der Handelsbeziehungen und der ange­ spannten Lieferketten erbitten wir als Hersteller eine stär­ kere Unterstützung durch die neue Bundesregierung. Die Steigerung des politischen Engagements bei der Sicher­ stellung der Versorgungslage und der Sicherung des freien Handels sehen wir als zentrales Element. Des Wei­ teren bedarf es einer Verbesserung der Arbeitsmarktlage, was sowohl in der Stärkung der Ausbildung als auch in

MARCO MEHL

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den Aktivitäten zur Verringerung des Fachkräftemangels das sich Einbringen der Bundesregierung erfordert. Unsere Auftragseingänge im Jahr 2021 sind sehr zufriedenstellend. Allerdings erschwert die überall bekannte und über alle Bereiche greifende Material­ knappheit das pünktliche Abarbeiten. Auch hier ist die offene Kommunikation mit Lieferanten und Kunden ein

»Unsere Auftragseingänge im Jahr 2021 sind sehr zufriedenstellend.« zentrales Element, um gemeinsam Lösungen zu finden. Wir nehmen die Herausforderungen erneut an und wer­ den durch Optimierungen und Bündelungen versuchen, auch diese Hürden zu meistern. Wir freuen uns auf das Messejahr 2022 und sind über­ zeugt, dass die von uns vorgestellten Neuheiten und Wei­ terentwicklungen auf der IAA und der Bauma auf großes m Interesse stoßen werden.

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RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 DOLL

Setzen den

eingeschlagenen Wachstumskurs fort

DOLL

Renato Ramella Geschäftsführer DOLL Fahrzeugbau GmbH, Oppenau

it einem insgesamt positiven Ergebnis auf geplan­ tem Niveau in diesem Jahr blicken wir ins Jahr 2022 und setzen den eingeschlagenen Wachstumskurs fort. Die Bereiche Holz­ und Schwertransport haben sich als krisenresistent erwiesen und entwickeln sich im Rahmen der jeweiligen strategischen Ausrichtung sogar über Plan. So konnten Einbußen im Geschäftsbereich Airport Equip­ ment, das sehr von der Corona­Pandemie betroffen ist, ausgeglichen werden. Wir sind gut durch die Krise ge­ kommen, die uns sicherlich auch im Geschäftsjahr 2022 weiter beschäftigen wird. Trotz Pandemie investieren wir weiter in unsere Arbeitsmittel, in Produktinnovationen und in unser Know­ how. Wir arbeiten an unserer Produktivität und strukturie­ ren unsere Prozesse, um den Kundenanforderungen noch besser gerecht zu werden. So haben wir neue Maschinen angeschafft, ein neues, hochmodernes und den aktuellen Umweltstandards entsprechendes Zentrum für Oberflä­ chenbeschichtung in Oppenau aufgebaut und sind in der Fertigstellung einer neuen Auslieferungshalle in Mildenau.

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PALFINGER

Mit vollen

Auftragsbüchern und mit vollem Optimismus Thomas Nußbaumer Geschäftsführer Vertrieb Palfinger Deutschland, Ainring

ufgrund der Corona­Pandemie und ihren umfangrei­ chen Auswirkungen agieren wir weiterhin in einem Umfeld mit sehr hoher Volatilität. Wir erlebten heuer ver­ schiedene Entwicklungen, die im letzten Jahr noch nicht vorhersehbar waren. Der Auftragseingang entwickelte sich besser, als wir erwarten konnten. Hier profitieren wir

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PALFINGER

»Wir profitieren von unserer starken Vertriebs- und Serviceorganisation, in die wir auch in Zukunft weiter investieren werden.« von unserer starken Vertriebs­ und Serviceorganisation, in die wir auch in Zukunft weiter investieren werden. Produktionsseitig tauchten Probleme in der Liefer­ kette auf, die ebenfalls nicht vorhersehbar waren. Auf­ grund der guten Beziehungen zu unseren Lieferanten und nicht zuletzt dank einer optimistischen Stückzahlpla­

38 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Im Vertrieb bauen wir ergänzend zum Flächenvertrieb neue digitale Wege auf. Mit der offiziellen Zertifizierung durch Vestas, einem der weltweit größten Hersteller von Windkraftanlagen, markieren die DOLL­Windflügeltrans­ portsysteme einen weiteren Meilenstein. Wir setzen weiterhin auf technologischen Vorsprung von morgen, um den Arbeitsalltag unserer Kunden zu erleichtern, die Sicherheit zu erhöhen und die Wirtschaft­ lichkeit über die gesamte Produktlebenszeit zu maximie­ ren. Da der persönliche Austausch, die Diskussionen und Fachgespräche für uns von großer Bedeutung sind, bli­ cken wir voller Erwartungen ins Jahr 2022, insbesondere

»In der Krise geht ›Geschwindigkeit‹ vor dem ›Allen gerecht werden‹.« hinsichtlich der Vielzahl an Messen und Veranstaltungen, und hoffen, dass die pandemische Lage eine Realisierung der jeweiligen Veranstaltungen zulässt. Denn Netzwerken führt zu neuen Kontakten und Möglichkeiten, zu spannen­ den Gesprächen und genialen Ideen. Von der neuen Bun­ desregierung wünsche ich mir persönlich vor allem eines: schnelle, klare Entscheidungen für Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sowie eine effiziente und blitz­ schnelle Umsetzung. In der Krise geht »Geschwindigkeit« vor dem »Allen gerecht werden«. Nur so werden wir 2022 m wieder zu mehr Normalität zurückfinden.

nung haben wir die Lieferkette weitgehend im Griff. Des­ halb konnten wir die Produktion zu jeder Zeit voll auslas­ ten und waren lieferfähig, auch wenn es zu Terminver­ schiebungen kam und kommt. Ins Jahr 2022 gehen wir mit vollen Auftragsbüchern und mit vollem Optimismus. Uns ist bewusst, dass im kommenden Jahr die Herausforderungen nicht geringer werden. Unser regional sehr stark verankertes Netzwerk wird dafür auch weiterhin ein Garant sein. Im Messejahr 2022 freuen wir uns vor allem auf die persönlichen Kontakte zu unseren Kunden, die derzeit immer noch zu kurz kommen. 2022 wird für uns ein Rekordmessejahr, dass uns vor organisatorische Heraus­ forderungen stellt. Neben der Bauma finden für uns viele weitere Schlüsselmessen in den verschiedenen Branchen statt – wie zum Beispiel die Dach+Holz in Köln. Nach dem zögerlichen Start der Messen im diesjährigen Herbst erwarte ich für 2022 nicht mehr die gewohnten Besucher­ zahlen und eine stärkere Fokussierung auf Fachpublikum und Entscheider. Die größte Herausforderung der neuen Bundesregie­ rung wird der gesundheitspolitisch richtige und wirt­ schaftlich beste Umgang mit der Pandemie sein. Zusätz­ lich sollte die Inflation wieder unter die 3 %­Marke gesenkt werden. Die Lösung dieser beiden Aufgaben ist essenziell für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Wenn wir diese Themen in den Griff bekom­ men, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir als Palfinger auch 2022 sehr erfolgreich am Markt agieren werden. m


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RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 RUD

Gehen mit

einem sehr guten Auftragspolster

in das Jahr 2022 G

Hermann Kolb Bereichsleiter Anschlagketten, Zurrketten, Lastaufnahmemittel RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen

enerell hatten wir uns im Verlauf des letzten Jahres recht gut auf die Corona­bedingten Erschwernisse eingestellt. Schon Ende des vergangenen Jahres und dann in deutlich zunehmendem Maße im 1. Quartal 2021 zeichnete sich für uns ein deutlicher Anstieg des Auftrags­ einganges ab. Im gleichen Zeitraum begannen auch die bekannten Entwicklungen im Beschaffungsmarkt für Stahlmaterialien spürbar zu werden, was wiederum in

»Für uns wächst die Herausforderung, den Bedarf seitens der Materialversorgung als auch seitens der Fertigungskapazitäten termingerecht zu decken.«

RUD

nahezu explodierendem Auftragseingang mündete. Das stellte wiederum unsere Lieferkette und auch unsere eigene Fertigung vor völlig andere Herausforderungen. Hatte man sich gerade gegen Ende des Jahres 2020 vor­ sichtig aus der Kurzarbeit verabschiedet, konfrontierte

GEDA

Rechnen für 2022 mit einem guten

Umsatzniveau

FINCK

Johann Sailer Geschäftsführer GEDA GmbH, Asbach-Bäumenheim

ie Corona­Pandemie ist für uns alle eine noch nie dagewesene Herausforderung, deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft immer noch nicht abzu­ schätzen sind. Als international tätiger Hersteller von Bau­ und Industrieaufzügen konnten wir trotz der Krise einen sehr guten Absatz erzielen und auch der Auftragseingang ist zufriedenstellend. Dank vorausschauender unterneh­ merischer Entscheidungen waren wir durchgehend liefer­ fähig. Wir profitieren von der starken Verankerung im deutschen Heimatmarkt in Verbindung mit einer hohen Eigenfertigungstiefe, die GEDA von anderen Unterneh­ men unabhängig macht. »Made in Germany« hat sich mal wieder besonders ausgezahlt. Die Versorgung des euro­ päischen Marktes konnten wir bisher gut gewährleisten und hoffen, dass sich der Absatz in die außereuropäi­ schen Märkte auch etwas vereinfacht. Natürlich haben wir, genauso wie andere Unternehmen, Probleme mit den steigenden Materialpreisen. Bei bestimmten Lieferanten – beispielsweise von elektronischen Komponenten, aber

D

40 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

uns diese Veränderung der Situation plötzlich mit der Not­ wendigkeit, die Kapazitäten so rasch als möglich wieder hochzufahren. Diesen sprunghaft erhöhten Bedarf konn­ ten wir von der Materialseite her anfänglich gut abfedern, da wir in den Monaten des Tiefpunkts des Bedarfes in 2020 die Materialdispositionen nicht so extrem zurück­ gefahren und gewisse Puffer aufgebaut hatten. Das überaus erfreuliche Niveau des Auftragsein­ gangs hält unvermindert an, und für uns wächst die Herausforderung, diesen Bedarf seitens der Material­ versorgung als auch seitens der Fertigungskapazitäten termingerecht zu decken. So rechnen wir für 2021 mit einem sehr erfolgreichen Jahr und werden mit einem sehr guten Auftragspolster in das Jahr 2022 gehen. Für das Jahr 2022 erwarten wir sehnsüchtig die Mög­ lichkeit, uns weitgehend ungestört von Einflüssen der Corona­Pandemie um unsere Kunden kümmern zu kön­ nen. Video­Konferenz­Programme haben uns in den letz­ ten eineinhalb Jahren sehr geholfen, aber diese können den persönlichen Kontakt und vor allem die technische Beratung vor Ort nicht ersetzen. Und natürlich wird für uns die Bauma in 2022 ein absolutes Highlight darstellen, für das wir wieder mal hochinteressante Produktneuhei­ ten in petto haben. Von der neuen Bundesregierung erwarten wir, dass sie ihren Job im Hinblick auf klare Rahmenbedingungen – insbesondere in Sachen Klima­, Energie­ und Finanz­ politik – macht. Wir als innovativ tätiges Industrieunter­ nehmen machen unseren Job für erstklassige Produkte m »Made in Germany«.

auch von Aluminium – müssen wir eine starke Erhöhung hinnehmen, die uns vor Herausforderungen stellt. Im Jahr 2022 rechnen wir mit einem guten Umsatz­ niveau. Es wird eine Umsatzsteigerung erwartet, jedoch muss noch mit Corona­bedingten Einschränkungen gerechnet werden. Diesen werden wir mit der nötigen Digi­ talisierung entgegenwirken und hier weiter »Fahrt aufneh­ men«. Ein Highlight im nächsten Jahr wird der Baubeginn unseres neuen Verwaltungsgebäudes sein. Auch hier wurde zukunftsorientiert gedacht und eine dringend nötige Erweiterung der Produktionsstätte wird möglich. Allgemein blickt GEDA sehr positiv in das Jahr 2022. Wir sind der Überzeugung, dass die Leitmessen für uns weiterhin ein wichtiger Faktor sind und dass wir, als mittel­

»Wir profitieren von der starken Verankerung im deutschen Heimatmarkt in Verbindung mit einer hohen Eigenfertigungstiefe.«

ständisches Unternehmen, von den weltweiten Besu­ chern der großen Messen profitieren. Massiv werden alle Vorbereitungen für die Bauma getroffen, die für uns wohl wichtigste Messe des Jahres. Es werden einige Neuig­ keiten präsentiert und auch das Thema Digitalisierung m wird eine große Rolle spielen.


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 WEBFLEET SOLUTIONS

Das Thema Nachhaltigkeit hat für uns einen

hohen Stellenwert

WEBFLEET SOLUTIONS

Wolfgang Schmid Sales Director D-A-CH Webfleet Solutions, Leipzig

rotz bestehender Einschränkungen durch die Pande­ mie ist Webfleet Solutions über das Jahr 2021 gewachsen. Es wurden wichtige neue Produkte gelauncht, wie die KI­gestützte Videotelematiklösung WEBFLEET Video und das Reifendruckkontrollsystem TPMS – wodurch die Sicherheit von Fahrern und Flotten im Stra­ ßenverkehr erhöht werden kann. Auch das Thema Nachhaltigkeit im Bereich der Mobi­ lität hat einen hohen Stellenwert für Webfleet Solutions, das in diesem Jahr noch an Relevanz gewonnen hat. Wir sehen uns hier in der Verantwortung, auch über unsere Produkte und Dienstleistungen hinaus einen Beitrag auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten. Daher arbeiten wir eng mit der unabhängigen Organisa­ tion »Justdiggit« zusammen und haben in die Wiederauf­ forstung von 3 380 ha in Tansania investiert (eine Fläche, die viermal so groß ist wie das Zentrum von Amsterdam). Über die Partnerschaft ermöglichen wir außerdem unse­ ren Kunden, einen Beitrag zu leisten, indem sie ihren CO₂­Ausstoß berechnen lassen und ausgleichen können.

T

Generell liegt unser Fokus weiterhin darauf, unsere Kunden zu unterstützen und ihnen eine Technologie zu bieten, mit der es möglich ist, die Herausforderungen der Pandemie zu meistern. Eine kürzlich von uns durch­ geführte Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Fuhrparks (74 %) seit Beginn der Corona­Pandemie im März 2020 mehr digitale Lösungen eingeführt hat. Laut Angaben der Befragten half die eingeführte Technologie fast allen die­ ser Unternehmen (97 %), die Pandemie zu überstehen. Trotz dieser Erfolge mussten wir uns selbstverständ­ lich an die Situation anpassen. Die Gesundheit der Mit­ arbeiter, Kunden und Partner von Webfleet Solutions steht für uns an oberster Stelle. Daher wurde bereits in 2020 allen Mitarbeitern die Arbeit aus dem Home Office

»Wir bieten unseren Kunden eine Technologie, mit der es möglich ist, die Herausforderungen der Pandemie zu meistern.«

ermöglicht. In diesem Jahr wurde das Modell des flexiblen Arbeitens ausgeweitet und ist zur Normalität geworden. Wir sind gespannt, was das Jahr 2022 bringen wird und hoffen auf eine sich bessernde Situation hinsichtlich der Pandemie, sodass nächstes Jahr wieder mehr Messen vor Ort abgehalten werden können. In jedem Fall freuen wir uns auf den Austausch mit Kunden, Partnern, Medien­ m vertretern und Experten der Branche.

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RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 BOTT

Uns sollte ein

umsatzstarkes Jahr 2022 bevorstehen

BOTT

Jan Willem Jongert Sprecher der Geschäftsführung/CEO der Bott GmbH & Co. KG, Gaildorf

ufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Corona­ Jahr konnte die Bott­Gruppe das zweite Jahr mit sei­ nen speziellen Herausforderungen sehr gut bewältigen. Wir ermöglichen unseren Mitarbeitern in den Bereichen, in denen es umsetzbar ist, mobiles Arbeiten und ver­ suchen, den Großteil unserer Meetings online abzuhalten. Jedoch haben wir die kurze Verschnaufpause zwischen der dritten und vierten Welle auch effektiv für persönliche Gespräche mit Kunden, Partnern und Kollegen genutzt. Vor allem Absatz und Umsatz liegen trotz der starken Auftragslage unter unseren Erwartungen. Das begründet sich hauptsächlich durch die schlechte Verfügbarkeit von Nutzfahrzeugen seit dem späten Frühjahr. Dementspre­ chend ist uns schnell bewusst geworden, dass auch die Bott­Gruppe von der Halbleiterkrise betroffen ist – was für den Produktbereich Fahrzeugeinrichtungen natürlich keine einfache Situation darstellt. Gleichzeitig hat uns dies aber gezeigt, dass auch die weiteren Standbeine, sprich Betriebseinrichtungen und Arbeitsplatzsysteme, für den Unternehmenserfolg der Bott­Gruppe genauso wichtig sind. Daher werden wir das Jahr aus finanzieller Sicht gemäß Planung erfolgreich beenden. Für das kommende Jahr erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte die Normalisierung einiger Themen, darun­

A

ter vor allem die Verfügbarkeit von Rohmaterial, sodass unsere vollen Auftragsbücher abgearbeitet werden kön­ nen. Infolgedessen sollte uns ein umsatzstarkes Jahr 2022 bevorstehen. Darüber hinaus freuen wir uns auf die Teilnahme an der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover und der

»Für das kommende Jahr erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte die Normalisierung einiger Themen, darunter vor allem die Verfügbarkeit von Rohmaterial, sodass unsere vollen Auftragsbücher abgearbeitet werden können.« Bauma in München. Wir hoffen, dass uns dies ein weiteres Stück Normalität zurückbringt. Von der neuen Bundesregierung wünschen wir uns eine realistische Umsetzung der momentan immer noch fortwährenden Herausforderungen aus globaler und nationaler Sicht. Aus meiner Perspektive sollte der Fokus deutlich auf einem pragmatischen Ansatz liegen, nicht auf Populismus, was auch klar in deren Arbeit erkennbar sein muss. Ich halte das für konkrete Planungen der Unter­ j nehmen und der Wirtschaft für sehr wichtig.

PASCHAL

Von der Kostenseite droht eine Abschwächung des Geschäfts Marius Wunder Geschäftsführer PASCHAL-Werk G. Maier GmbH, Steinach

ls Unternehmen der Bauzulieferindustrie partizi­ pieren wir noch am anhaltenden Bau­Boom. Eine Abschwächung des Geschäfts droht nun von der Kosten­ seite. Die Rohstoffpreise sind zeitweilig dramatisch gestie­ gen – und zwar im nie vorhergehenden Ausmaß. Jeder hat die Verpflichtung, Preissteigerungen bei Energieträgern und Material nicht voll auf seine Kunden durchzureichen, um so die daraus resultierende Inflation nicht weiter anzu­ heizen. Für die Zukunft muss man sich auf zwei Szenarien vorbereiten: Entweder die Situation normalisiert sich wie­

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PASCHAL

»Falsch wäre es aber, auf große Unterstützung von Seiten der Regierung zu hoffen.« der oder die inflationären Entwicklungen halten an. Daher müssen wir mehr als jemals zuvor umsichtig handeln. Von großen (Investitions­)»Wetten« ist abzuraten.

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Auch mit der Bauma sind nächstes Jahr signifikant geringere Erwartungen verbunden als bisher. Falsch wäre es aber, auf große Unterstützung von Seiten der Regie­ rung zu hoffen. Erfahrungsgemäß sind die positiven Effekte politischer Entscheidungen auf den Mittelstand leider begrenzt. Entscheidend wird sein, nun aus eigener m Kraft und mit Umsicht das Richtige zu tun.

bauMAGAZIN-Jahresumfrage »Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht überwunden und sorgt deshalb weiter für Einschränkungen, von denen auch die Hersteller von Baumaschinen und deren Komponenten sowie von Baugeräten und Baufahrzeugen betroffen sind. Wie hat Ihr Unternehmen dieses zweite Corona-Jahr bewältigt, wie haben sich Absatz und Umsatz 2021 entwickelt? Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Messejahr 2022 mit der in den Oktober verlegten Bauma als Höhepunkt und welche konkrete Forderung haben Sie an die neue Bundesregierung?«


RÜCKBLICK 2021 – AUSBLICK 2022 ZEMMLER SIEBANLAGEN

Erwartungen wurden weit übertroffen Heiko Zemmler Geschäftsführer Zemmler Siebanlagen GmbH, Massen-Niederlausitz nsere Erwartungen für das Jahr 2021 wurden, bezo­ gen auf den Umsatz, bei Weitem übertroffen. Trotz Messeabsagen und weiterem Lockdown im Frühjahr brach die Auftragslage zu keiner Zeit ein. Nach einem weniger erfolgreichen Jahr 2020 konnten wir den Umsatz im Neumaschinengeschäft um 15 % im Vergleich zu 2019 steigern. Der Ausbau des internationalen Absatzmarktes (z. B. Australien) und die nationalen Umweltverordnun­ gen, aber auch das Umdenken zur verstärkten Rohstoff­ aufbereitung begünstigen unsere Auftragslage.

»Wir konnten den Umsatz im Neumaschinengeschäft um 15 Prozent im Vergleich zu 2019 steigern.« Denn nicht nur im Recycling überzeugen unsere Doppel­ trommel­Siebanlagen, kein anderer Trommelsiebanlagen­ Hersteller bietet so ein breites GaLaBau­Portfolio bei m mobilen Siebanlagen wie wir.

BILDER: PEXELS, COLLAGE: BRIGITTE WEIXLER / WEIXLER-SCHUERGER.DE

ZEMMLER SIEBANLAGEN

U

Trotz sehr positiver Entwicklung waren auch wir von hohen und kurzfristigen Preissteigerungen unserer Liefe­ ranten betroffen. Vor allem bei langfristig bestätigten Auf­ trägen, die zu alten Preisen bestehen, entstehen unvor­ hergesehene Kosten und Herausforderungen. Neben der Preissteigerung machten uns zudem Lieferverzögerun­ gen bis hin zu Stornierungen Schwierigkeiten. Mit dieser Situation rechnen wir auch im kommenden Jahr. In 2022 stehen die IFAT und die GaLaBau für Zemmler im Fokus. Bei beiden Messen weiten wir unsere Präsenz im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren aus und können nur hoffen, dass die Messen auch stattfinden.

Die Bauindustrie sieht sich zu Recht als einer der Hauptakteure in einer entscheidenden Rolle für das Jahr 2022 – mit dementsprechend blendenden Perspektiven. Daran wird auch Corona wahrscheinlich wenig ändern.

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1 GEWINNUNG – ABBRUCH – RECYCLING Seit Oktober bewährt sich das container-mobile SBM-Aufbereitungskonzept Gravex beim alpinen Bau eines Speicherkraftwerks im Tiroler Kühtai.

L SBM MINERAL PROCESSING

Serviceangebot »SBM Technikum« bietet Gesteinsprüfungen zur Produktionsoptimierung Seit knapp zehn Jahren ist Oberweis bei Gmunden in Oberösterreich Sitz von SBM Mineral Processing. Im dortigen »MFL­Tower« arbeiten 135 Mitarbeiter u. a. in der zentralen Produktentwicklung der Unternehmenssparten »Gesteinsaufbereitung und Recycling« sowie »mobile und stationäre Betonmischanlagen«. Hinzu kommt der Standort Liezen, wo die SBM­Anlagen von der Schwesterfirma MFL montiert werden. Die Vorstellung seines Serviceangebots »SBM Technikum« für Gesteinsprüfungen zur Produktionsoptimierung hat SBM Mineral Processing kürzlich zum Anlass für die Präsentation neuer Verfahren und Produkte genommen.

D

»Wir packen möglichst viel praktisches Know-how in die Anlage, wovon auch der erfahrene Maschinist bei häufig wechselnden Einsätzen profitiert.« Helmut Haider, SBM-Vertriebsleiter

as Gesteinslabor »SBM Technikum« residiert seit 2017 in Oberweis und setzt eine Grundlagenarbeit fort, die vor 35 Jahren mit der Durchführung und Dokumentation eigener Gesteinsprüfungen begann. Die Prüfverfahren für die aufbereitungsrelevanten mechanischen Eigenschaften wurden stetig verfeinert. Heute lassen sich über Laborbrecher die Zerkleinerung mit horizontalen und vertikalen Prallbrechern, Walzenbrechern, Hammermühlen und Backenbrechern simulieren und materialspezifische Brechergebnisse in der Praxis vorhersagen. Über die SBM-Software Iluas (»Intelligente Labor- und Auswerte-Software«) werden seit 2006 Testergebnisse unterschiedlicher Ausgangsstoffe digitalisiert. Die weiterentwickelte Software editiert alle Testprotokolle im Technikum inklusive Referenzdaten aus dem Datenstamm. Darüber hinaus stellt Iluas in Flussschemata die Gesamtleistung komplexer Aufbereitungslinien dar, wobei die

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Veränderung einzelner Parameter oder Komponenten bereits in einer frühen Planungsphase die Möglichkeiten für Optimierungen aufzeigt. Das soll die Software auch zu einem internen Hilfsmittel für die SBM-Produktentwickler machen, die kundenspezifische Auslegung ganzer Aufbereitungslinien beschleunigen und wichtige Grundlagen für eine fundierte Auftragsabwicklung liefern.

Bündelung unter »SBM Technikum« Als Erweiterung des Serviceangebots bündelt SBM jetzt bislang meist projektbegleitende Leistungen unter der Marke »SBM Technikum« und öffnet sie über den Vertrieb und das Händlernetzwerk einem

Verfahrenstechniker Mario Lugmayr bei der Durchführung eines Brechversuchs mit dem Vertikal-Laborbrecher.


10%

»Crush Control« validiert die Betriebszustände in Echtzeit und nimmt notwendige Anpassungen datenbasiert und ergebnisorientiert vor. Neben unmittelbaren Verbesserungen im Energieverbrauch (– 10 %) und dem Anteil marktfähiger Körnungen nach einem Arbeitsgang (+ 10 %) verspricht die Technologie vor allem Entlastungen für Betreiber und Bediener.

breiten Interessentenkreis. Auf Basis angelieferter Kundenchargen (Ø 50 kg) führen Techniker Brechversuche und weitere Prüfungen durch (Feuchte-/ Dichtebestimmungen; Crushability-/AbrasivenessTest). Iluas-gestützte Auswertungen liefern dann Hinweise zur Qualitätsverbesserung (Kornform oder auch Korngrößenverteilung) oder zur Produktionsoptimierung (Energieeinsatz wie auch Verschleiß). Als Service bietet das »Technikum« ebenso Vor-Ort-Inspektionen mit einem speziell ausgerüsteten Laborbus an. Im Nachgang zeigen individuelle Dossiers mögliche Schwachstellen auf und liefern Vorschläge zur Optimierung bestehender Prozesse.

Anlagenplanung 2.0 Gerade in der kundenspezifischen Konzeption komplexer Anlagen setzt SBM neben der Software Iluas auf weitere computergestützte Technologien. So liefert ein 3D-Drucker maßstabsgerechte Model-

SBM MINERAL PROCESSING

ii

flüsse abgebildet – per VR-Brille bewegt man sich frei in der Anlage, um Optimierungspotenziale zu erkennen oder sensible Arbeitsschutzvorkehrungen in früher Planungsphase mit Behörden abklären zu können. Laut SBM führte das auf Basis genuiner CAD-Daten erstellte VR-Modell zur Auftragsvergabe für das Terminal mit einem Investitionsvolumen von ca. 12 Mio. Euro und zu einem weiteren Auftrag desselben Kunden für weitere 6 Mio. Euro.

Der raupenmobile Prallbrecher Remax 600 im »Stealth«-Design soll Maßstäbe in der Prozessautomatisierung setzen.

Innovationen in allen Bereichen Rund ein Jahr vor der Bauma hat die SBM-Führung auch Einblicke in laufende Entwicklungsprojekte und bevorstehende Technikpremieren geboten. Aktuell ist das container-mobile Aufbereitungskon-

FAKTEN Erfolgreicher Geschäftsverlauf

> »Trotz aller Widrigkeiten blicken wir auf ein sehr erfolg­

SBM-Bauplaner Robert Weinheimer stellt die Möglichkeiten der VR-Simulationen in der Planung komplexer Werke vor. le neuer Komponenten oder weiterentwickelter Bauteile. Zunehmend zum Standard zählen 3D-Darstellungen in der Anlagenaufplanung, was Kunden die exakte Begutachtung komplexer Anlagenbereiche hinsichtlich Begehbarkeit, Wartungsfreundlichkeit oder Arbeitssicherheit verspricht. Neu ist hier der Einsatz der »Virtual Reality« (VR): In Oberweis stellte SBM die VR-Umsetzung eines ca. 452,4 ha großen Hafenumschlag- und Recycling-Terminals vor: Im Maßstab 1:1 werden sämtliche Stationen, Ausrüstungen und Material-

reiches Jahr 2021 zurück«, sagte Geschäftsführer Erwin Schneller zum Geschäftsverlauf. Mit rund 125 Mio. Euro Jahresumsatz erwartet das Unternehmen wieder mehr als 30 % Steigerung bei Umsatz und Ergebnis gegenüber dem »Corona­Jahr« 2020, das man mit insgesamt rund 90 Mio. Euro Umsatz und eine 20 %­igen Steigerung gegenüber »Wir profitieren einmal 2019 abschließen konnte. mehr von unserer breiten > »Wir profitieren einmal mehr von unserer breiten Aufstellung als KomplettAufstellung als Komplettanbieter in den Sparten Aufbereitung und Betontechnologie. In beiden Bereichen, anbieter.« die heute jeweils die Hälfte unserer Aktivitäten ausmachen, Erwin Schneller, zeigten sich die Märkte sehr robust. Zudem konnten wir Geschäftsführer SBM Mineral Processing zusätzlich durch unsere im Betonsegment weit fort­ geschrittene und in der Aufbereitung weiter ausgebaute internationale Ausrichtung die unterschiedlichen Verläufe in wichtigen Kernmärkten gut abfedern«, so Geschäftsführer Schneller. > »Noch 2018 produzierten wir gerade 31 mobile Aufbereitungsanlagen pro Jahr – Ende Oktober 2021 liegen wir bereits bei 84 Maschinen«, verdeutlicht Helmut Haider, Vertriebsleiter Aufbereitungstechnik, den Erfolg der vor rund zwei Jahren eingeleiteten Neuausrichtung der SBM­Mobilsparte. Haider führt dies auch auf den Aufbau eines endkundenorientierten, flächen­ deckenden Händlernetzes zurück. > Auch im Bereich der stationären Aufbereitung wird SBM seinen Vorjahresumsatz von rund 10 Mio. Euro Umsatz verdoppeln. > »Wir haben lange kein Projekt mehr aus technologischen Gründen verloren«, skizziert Gerhard Mitterndorfer, Vertriebs­Manager Beton, den Anspruch von SBM als Komplettlieferant mobiler, container­mobiler und stationärer Betonmischanlagen. Nach eigenen Angaben Marktführer im deutschsprachigen Raum und in Skandinavien konnten die Österreicher 2021 rund 40 Anlagen ihrer Baureihen Euromix, Linemix und Towermix platzieren.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 45


»Dynamix zielt in seiner standardisierten Auslegung vor allem auf den Vertrieb und die Betreuung durch Händler. Wir rechnen auch mit deutlich einfacheren Genehmigungen für Installation und Betrieb.« Gerhard Mitterndorfer, Vertriebs-Manager Betontechnologie

zept Gravex, das modular ausgelegt die Flexibilität einer (semi-) mobilen Aufbereitung mit den Vorteilen stationärer Werke in Sachen Emissionsschutz, Verfügbarkeit und langfristiger Investitionssicherheit verbinden will. Bei der Integration unterschiedlicher Aufbereitungsstufen in Form von Waschen, Brechen, Sieben, Nachbrechen, Klassieren, Einlagern in temporär erstellte Container-Bauten setzt SBM auf sein Potenzial in der Konzeption kompakter und leistungsfähiger Einzelmaschinen und Fördereinrichtungen sowie auf eine lange Erfahrung im Bau komplexer container-mobiler Betonmischwerke. Auch das »Kieswerk im Container« ist für längerfristige saison-unabhängige Einsätze beispielsweise im Infrastrukturbau oder der wirtschaftlichen (Rest-)Ausbeutung von Lagerstätten ausgelegt. Ohne Wertverlust soll das Gravex-System demontiert und bei Bedarf flexibel auf neue Aufgaben angepasst werden können. Ihre Feuerprobe absol-

viert die Technologie seit Oktober beim Bau eines Speicherkraftwerks im Tiroler Kühtai: Auf Basis vorgebrochenen Materials produziert ein GravexSystem mit mehreren Wasch- und Siebstufen, einem integrierten Rückbrecher sowie 1 600 m3 Hochbunkerlagervolumen fünf Produktionskörnungen für eine angeschlossene mobile SBMBetonmischanlage Euromix 3300 Space. Unter alpinen Bedingungen bei bis zu – 20 °C, Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h und Schneelasten bis 7 m Höhe soll die Anlagenkombination über rund vier Jahre mehr als 250 000 m3 Beton liefern und damit die Versorgung der ganzjährigen Arbeiten in unterirdischen Kraftwerkskavernen und Stollensystemen sichern.

Linear im Bauma­Jahr »Jedes Jahr ein neues Modell« – diesem Grundsatz im Ausbau seines raupenmobilen Brecherangebots will SBM auch im Bauma-Jahr 2022 treu bleiben. In

Mit einer SBM-Prallmühle die Partnerschaft weiter vertieft

HARALD WEBER

Walter Feess schätzt auch den raschen und professionellen Service von Kurz. Zur Übergabe gab es ein besonderes Andenken.

einrich Feess gründete sein Unternehmen im Jahr 1951 als Transportleister von Kies, Sand und Holz. 1995 über­ nahm Walter Feess die Geschäftsfüh­ rung und setzte besonders auf das Recycling­ Potenzial mineralischer Baustoffe. Seit Kurzem ist auch die dritte Generation mit Alexander und Benjamin Feess sowie Nadine Winter in die Geschäftsführung integriert. Im vergangenen Jahr wurde das Bauunternehmen nicht nur mit einem Umweltpreis ausgezeichnet, auch ein Umschlagplatz am Westkai in Stuttgart ging in Betrieb, wofür man eine Brecheranlage suchte, die auch in geschlossenen Gebäuden laufen kann.

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»Siebdeck hat uns besonders überzeugt« Relativ schnell viel die Wahl auf eine SBM­Brecheranlage in Form der Prallmühle Remax 300 DD, die über einen Diesel­Hybrid­Antrieb verfügt, der bei Bedarf mit direkter Einspeisung über das Netz und somit emissionsfrei betrieben werden kann. Als weiterer Pluspunkt der Remax 300 DD gilt eine 2­Deck­Nachsiebeinheit, mit der dann drei Endprodukte zeitgleich produzierbar sind. Durch das angehängte Doppeldecksieb könnten sämtli­ che Materialien in gewünschter Körnung getrennt wer­ den; 0 – 2, 2 – 11 und 11 – X werden so in einem Arbeits­ gang möglich. Das Überkorn kann mittels Rückführband zum Nachbrechen transportiert oder mit dem Austrags­ band seitlich auf Halde gelegt werden. »Das Siebdeck der Remax 300 DD hat uns besonders überzeugt. Anfangs dachten wir, dass es schnell an seine Grenzen kommen könnte, doch durch den Doppelmotorenantrieb lässt es keine Wünsche offen«, so Walter Feess.

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FEES

KURZ/SBM – Das Bauunternehmen Heinrich Feess hat kürzlich seine Partnerschaft mit der Kurz-Gruppe durch den Kauf einer SBM-Prallmühle des Typs Remax 300 DD vertieft. Seit Sommer beweist sich die Anlage beim Aufbereitungsspezialisten aus Kirchheim/Teck.

Die SBM-Prallmühle Remax 300 DD verfügt über einen DieselHybrib-Antrieb, der bei Bedarf mit Einspeisung über das Netz und somit emissionsfrei in der Halle betrieben werden kann.

Als weitere Besonderheit gilt die Rinne unter dem Brecher, die das nachfolgende Förderband vor Ver­ schleiß und Eisendurchschlägen schützt. Ein großer Aufgabebunker, ein höhenverstellbarer Magnet, eine multifunktionale Fernbedienung sowie eine neuartige Fernwartung per Crush Control und App runden das Gesamtpaket ab. Um das Endprodukt weiter zu klassifizieren, hilft der verbaute Windsichter am Überkornband. »Wir kön­ nen hier alle Materialien wie Folie, Holz, Plastik, Styro­ por und andere Fremdstoffe aus dem Beton entfernen und ein erstklassiges Recycling­Material während des Brechvorgangs erstellen«, betont Harald Weber als Ver­ triebsleiter der Kurz­Gruppe. Neben den Vorzügen der SBM­Prallmühle waren der rasche und professionelle Service, die schnelle Reaktionszeit und eine kom­ petente Beratung ein weiteres Plus für das Bauunter­ nehmen Feess, mit Kurz handelseinig zu werden. t


Bei den Brechversuchen werden alle Daten der Laborbrecher elektronisch erfasst.

marktfähiger Körnungen nach einem Arbeitsgang (+ 10 %) verspricht die Technologie vor allem Entlastungen für Betreiber und Bediener: »Es wird immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden, also packen wir möglichst viel praktisches Know-how in die Anlage, wovon auch der erfahrene Maschinist bei häufig wechselnden Einsätzen profitiert«, erklärt SBM-Vertriebsleiter Helmut Haider. Bereits im kommenden Sommer sollen die ersten »intelligenten« Remax 600 in Vorserie laufen, die Premiere ist zur Bauma im Oktober geplant.

»Deutlich einfachere Genehmigungen« einem »Tarnkappen«-Design zeigt sich der neu konzipierte Prallbrecher Remax 600, der nicht nur mit kompakten Transportabmessungen und einem Maschinengewicht von rund 60 t Maßstäbe in der Leistungsklasse bis 600 t/h setzen möchte. Unter der Karosserie in »Stealth«-Optik wird sich ein »intelligenter« Brecher verbergen, der die Vorteile des vollelektrischen SBM-Antriebssystems und moderner Detektions- bzw. Kommunikationstechnologie zur qualitätsorientierten, wirtschaftlich effizienten Prozessautomatisierung nutzen soll. Über Sensoren prüft die Maschine selbsttätig Aufgabegut und Endprodukte, erfasst die Lastzustände von Brecher und Fördereinrichtungen und optimiert die Trennprozesse bis zu Überbandmagneten und Windsichter. Verantwortlich für die als »selbstlernendes System« angelegte Automatisierung ist die weiterentwickelte Steuerung »Crush Control«, die Betriebszustände in Echtzeit validiert und notwendige Anpassungen (Brechspalt oder auch Rotorgeschwindigkeit) datenbasiert und ergebnisorientiert vornimmt. Neben unmittelbaren Verbesserungen im Energieverbrauch (– 10 %) und dem Anteil

Dort will SBM auch seine semi-stationäre Betonmischanlage Dynamix 2500 CM vorstellen, die das Programm aus spezifisch konfigurierbarer stationärer und container-mobiler Mischtechnik sowie aufliegermobilen Lösungen um ein weiteres effizientes, aber laut Anbieter kostengünstig standardisiertes Angebot ergänzt. Ausgerüstet mit hochwertigen Komponenten in der Dosierung von Zuschlagsstoffen, Zusatz- und Bindemitteln sowie einem 2,5-m3Doppelwellenmischer lassen sich die kompakten Dynamix-Anlagen laut SBM auf Betonfundamenten installieren. Variierende, nachrüstbare Einhausungen machen die Mischanlagen optional winterfest und berücksichtigen lokale Anforderungen hinsichtlich Emissionsschutz. »Mit Dynamix stellen wir ein Produkt vor, das in seiner standardisierten Auslegung vor allem auf den Vertrieb und die Betreuung durch Händler zielt. Wir rechnen auch mit deutlich einfacheren Genehmigungen für Installation und Betrieb«, sagt Betonexperte Gerhard Mitterndorfer zur semi-stationären Linie, die sich konzeptionell und mit überschaubaren Investitionsrahmen auch für Leasing-finanzierte Umsett zungen eignen soll.

Je nach Aufgabenstellung integriert das Gravex-Konzept unterschiedliche Aufbereitungsstufen in einer soliden semistationären Container-Konstruktion.

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Vor 30 Jahren startete Rubble Master (RM) seine heute als Erfolgsgeschichte geltende Unternehmensentwicklung. Konzerne, Familienbetriebe wie auch Ein­Mann­Unternehmen vertrauen auf die Qualität und Technologie der RM­Brecher und ­Siebe. Drei österreichische Unternehmer sind schon seit mehr als 20 Jahren Teil der RM­Familie und schätzen zusätzlich den Service der Linzer Aufbereitungsexperten. Vor zehn Jahren hatte das Unternehmen Hauser Transporte noch einen RM 80Go! im Einsatz. Schon damals erwiesen sich die mobilen Prallbrecher als ideal für den Einsatz im Gebirge – wie hier im Bereich des Hintertuxer Gletschers.

B »Wir laden unseren RM einfach vor Ort auf der Baustelle ab und können zu brechen beginnen.« Helmut Hauser, Eigentümer Hauser Transporte GmbH

ei RM passt das Produkt, man bekommt guten Service und hat den persönlichen Kontakt. Klar, dass ich bei Rubble Master bleibe, wenn ich weiß, dass ich mich auf alles verlassen kann«, betont Helmut Hauser, Eigentümer von Hauser Transporte aus Stumm im österreichischen Zillertal. Den RM90Go!, seinen mittlerweile vierten RM-Brecher, hat ihm RM-Kundenbetreuer Max Keplinger im Frühjahr übergeben. Hauser zeigt sich besonders vom Eindeck-Maschensieb und dem schwenkbaren Rückführband begeistert: »Das Maschendecksieb ist einfach zu bedienen und

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kann gemeinsam mit dem Brecher transportiert werden. Wir laden unseren RM einfach vor Ort auf der Baustelle ab und können zu brechen beginnen. Außerdem sind die RM-Brecher sehr vielseitig«, so Hauser. Rund 500 Stunden im Jahr recycelt der RM-Prallbrecher Bauschutt, Beton und Asphalt, weitere 500 Stunden werden aber auch Granit oder Kalkstein aufbereitet. Dank der kompakten Größe sind die RM-Brecher auch für den Einsatz im Gelände geeignet, wie ein Einsatz am Hintertuxer Gletscher zeigt, wo Gestein für Wegschotterungen aufbereitet wurde. Mit einem RM80 ist Hauser vor 20 Jahren in die Aufbereitung eingestiegen. Dieser Bereich macht inzwischen 20 % seiner Geschäftstätigkeit aus. Das Familienunternehmen beschäftigt mittlerweile 40 Mitarbeiter.

»Der Service bei RM passt einfach zu 100 Prozent« Auch Günter Prast, Geschäftsführer des Unternehmens Halbeisen & Prast im Vorarlberger Dornbirn ist deutlich zufrieden: »Der Service hat bei RM einen extrem hohen Stellenwert. Die 24-h-Service-Hotline gibt es bei RM schon seit Anfang an, das bo-

»Ich kaufe nur Maschinen, bei denen ich weiß, dass das Produkt verlässlich ist und alles mit dem Service und den Ersatzteilen passt.« Hermann Dünser, Bizau

ten vor 20 Jahren nur wenige Lieferanten. Zudem hebt bei Rubble Master jemand ab, der kompetent ist, das gibt es auch nur bei wenigen. Und jedes Teil bekommen wir in 24 Stunden.« Prast erinnert sich genau an den Kauf seines ersten RM-Brechers im Jahr 1999. Damals erlebte er RM-Gründer und -CEO Gerald Hanisch bei einer Maschinenvorführung mit dem RM60, der später auch Prasts erster RM-Prallbrecher wurde. Heute macht die Aufbereitung rund 50 % des Gesamtvolumens von Halbeisen & Prast aus. Etwa 1 000 Stunden im Jahr ist der RM-Brecher im Einsatz. Im Frühling hat man in die neueste Technologie investiert,


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»Der Service hat bei RM einen extrem hohen Stellenwert.« Günter Prast, Geschäftsführer Halbeisen & Prast KG

um auch in den Bergen mit einem Euro-V-Motor unterwegs sein zu können. Die Aufbereitung von Naturstein erreicht bei Halbeisen & Prast allerdings nur ca. 20 % des Volumens. Die meiste Zeit recycelt der neue RM90Go! Bauschutt und Asphalt im Großraum Dornbirn. In den vergangenen vier Jahren sind rund 20 neue Mitarbeiter dazugekommen, wodurch nun 45 Personen beschäftigt werden.

»Der Rubble Master läuft, wenn man ihn braucht« »Ich kaufe nur Maschinen, bei denen ich weiß, dass das Produkt verlässlich ist und alles mit dem Service und den Ersatzteilen passt«, sagt Hermann Dünser aus Bizau (Vorarlberg). Als ZweiPersonen-Unternehmen im Bregenzerwald zählt für Dünser die Verlässlichkeit seiner Maschinen besonders. Seine Kunden sind zum Großteil Privatleute, je rund 20 % machen kleinere Gewerbe-

betriebe und kommunale Einsätze aus. »Wenn ich bei einer Baustelle 200 m3 Schutt wegfahren und neues Material herfahren muss, kostet mich das zu viel Zeit. Mein eigener Brecher macht mich flexibler. Die RM-Prallbrecher sind sehr handlich, einfach zu transportieren und sofort einsatzfähig. Das ist auch für kleine Unternehmer wie mich praktisch. Wenn ich mal Ersatzteile brauche, ist auch immer etwas bei RM auf Lager und es wird das

Mit »XSmart« einen Einblick in die digitale Zukunft der Aufbereitung geben Aktuell dominieren Begriffe wie Digitalisierung, Connectivity oder Zero Emission den Alltag der Entwickler bei Rubble Master. Bei der Baustelle der Zukunft muss alles zusammenspielen – von den einzelnen Maschinen, die mit dem Betreiber und untereinander agieren, bis zur zentralen Energieversorgung. Das neue Flotten­ Management und Condition Monitoring »XSmart« gilt für Rubble Master als nächster Schritt in eine digitale Zukunft. it der von Rubble Master ent­ wickelten digitalen Plattform »RM XSmart« – NeXt Level Site Ma­ nagement by Advanced Remote Technology – sollen satellitenbasier­ te Standortbestimmung und moder­ ne Telemetrie mit cloud­basierten Software­Paketen und mobilen Apps bei bestmöglicher Konnektivität ver­ bunden werden. Mit »XSmart« kom­ biniert RM das Flotten­Management und Condition Monitoring und ent­ wickelt »RM Go! Smart« weiter. Wäh­ rend der Maschinist weiter alle Daten und Fehlerbehebungsroutinen jeder­ zeit per Smartphone abrufen kann, sind die Daten nicht nur im WLAN der Maschine, sondern jederzeit und überall verfügbar. Der Arbeitsalltag von Werkstättenleitern, Mietparklei­ tern, Disponenten und Eigentümern soll so nachhaltig erleichtert werden. »Unsere Kunden sollen keine Zeit mit der Administration ihrer Maschinen vergeuden. Unser Anspruch ist es, den besten Service zu bieten, und da­ zu gehört auch, dass sie den maxi­ malen Profit erwirtschaften«, so RM­ Gründer und ­CEO Gerald Hanisch.

M »Unsere Kunden sollen keine Zeit mit der Administration ihrer Maschinen vergeuden.« Gerald Hanisch, RM-Gründer und -CEO

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Mit »XSmart« kombiniert RM das Flotten-Management und Condition Monitoring in einem Tool. Erreicht werde der Anspruch per In­ formationszentralisierung und ­au­ tomatisierung.

Aufzeichnungen en detail »XSmart« bietet detaillierte Aufzeich­ nungen von Betriebsdaten sowie Ein­ satzzeiten. Dank automatischer Be­ triebsstundenerfassung entfallen manuelle und regelmäßige Stunden­ erhebungen für Abrechnungszwe­ cke. Händisch geführte Maschinen­ tagebücher werden damit ersetzt, die Daten sind jederzeit zur Vorlage bei Behörden als PDF verfügbar. Die­ sel­ und Adblue­Füllstände werden kontinuierlich aufgezeichnet, sodass Tankwagen rechtzeitig losgeschickt und Wartezeiten reduziert werden können. Ein Problem auf Baustellen – der Kraftstoffdiebstahl – wird so ebenfalls frühzeitig entdeckt. Die Ma­ schinen werden zudem in der Platt­

form verwaltet und disponiert. Auf einen Blick behält der Maschinen­ besitzer oder der Disponent den Überblick, welche Maschinen ver­ fügbar sind, welche im Service und welche bereits im Einsatz sind. Auch die zeitraubende Suche der Servicemitarbeiter und Lkw­Fah­ rer nach dem genauen Maschinen­ standort, wenn diese im Feld ser­ viciert oder abtransportiert wer­ den muss, soll mit »XSmart« gelöst werden. Unabhängig davon, ob der Maschineneinsatzort über eine exakte Postadresse verfügt, sind im System die Koordinaten ver­ merkt und können geteilt werden. Ebenso ist die nächste Postadres­ se zur besseren Orientierung ge­ speichert. »Mit ›RM XSmart‹ ge­ hen wir einen weiteren Schritt in Richtung Baustelle der Zukunft, vieles mehr ist jedoch noch in Um­


richtige Teil geliefert«, sagt Dünser, der außerdem extrem begeistert vom Durchsatz der Brecher ist: »Das ist eine Bombenleistung. Der Durchsatz ist in dieser Gewichtsklasse einzigartig.« Das war schon bei seinem ersten Brecher RM60 vor 20 Jahren der Fall. 2007 stieg er auf das größere Modell RM80 um, bevor er sich kürzlich mit einem gebrauchten RM90Go! ausgestattet hat. Auch wenn der RM90Go! bei Dünser nur rund 200 Stunden

pro Jahr im Einsatz ist, zahlt er sich für den 52-jährigen Unternehmer dennoch aus: »Mein Lagerplatz ist ziemlich klein, daher ist es praktisch, wenn ich gleich

alles wieder verbauen kann. Ansonsten müsste ich entsprechende Deponiegebühren für den Bauschutt bezahlen. Durch den Brecher kann ich sozusagen aus

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setzung, denn das Potenzial der Kombination aus Elektrifizierung und Digitalisierung ist enorm. Des­ halb wird ›RM XSmart‹ künftig in al­ len Next­Maschinen inkludiert sein, bei allen Go!­Maschinen ist die Plattform als Option verfügbar«, sagt Hanisch.

Energieversorgung als zentrales Thema Auch das Thema Power Manage­ ment und die Vernetzung der Ma­ schinen beschäftigt die RM­Ent­ wickler. »Und bedenkt man, dass für 2030 praktisch das Aus für Ver­ brennungsmotoren beschlossen ist, wird es in absehbarer Zeit we­ sentlich mehr elektrische Bau­ maschinen geben«, sagt zudem RM­CTO Markus Gaggl. Dabei müssten allerdings auch die Netz­ betreiber ihre Hausaufgaben ma­ chen und das Netz stärker ausbau­ en. Für RM sei das mitunter der An­ lass, Kunden Möglichkeiten zu bieten, wahlweise ans Netz zu ge­ hen oder autark zu arbeiten oder überhaupt mit nur einer Strom­ quelle einen ganzen Maschinenzug aus Vorsieb, Brecher und Nachsieb zu versorgen. »Diese Maschinen sollen miteinander kommunizie­ ren, um beispielsweise leerlaufen­ de Bänder zu vermeiden und Ener­ gie zu sparen«, erklärt Gaggl. Wäh­ rend autonom arbeitende Brecher und Siebe noch im Entwicklungs­ stadium seien, böte die RM Group ihren Kunden bereits Assistenzver­ fahren, um die Brecher und Siebe t optimal zu beschicken.

Abfall wieder wertvollen Rohstoff herstellen. Die RM-Prallbrecher machen ja ein schönes kantiges Korn. Da entsteht ein t Kreislauf.«

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Verkettet in der Kalksandstein-Gewinnung: Powerscreen-Vorsieb, -Prallbrecher, -Nachsieb und -Grobstücksiebanlage bei Herbert Speck. Ein Telestack-Band übernimmt die Aufhaldung.

L POWERSCREEN – CHRISTOPHEL – KÖLSCH

Alles für eine perfekte Erfolgskette Das Familienunternehmen Herbert Speck setzt auf einen modernen, innovativen Fuhrpark. Im Kalksandstein­Steinbruch Burgberg, nahe dem hessischen Witzen­ hausen, arbeiten fünf Maschinen des irischen Herstellers Powerscreen Hand in Hand. Hoher Durchsatz, besondere Ausfallsicherheit und niedrige Betriebskosten zeichnen jede davon aus. Im Team wollen sie für höchste Qualität und Wirtschaftlichkeit sorgen. Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied – doch hier will sich keine der durchwegs kettenmobilen Maschinen eine Blöße geben. Auch das eingesetzte Telestack­Haldenband gehört zu den laut Anbieter modernsten und robustesten seiner Art.

»Seit vielen Jahren finde ich in der Firma Christophel einen Ansprechpartner auf Augenhöhe, der mein Geschäft versteht und genau weiß, mit welcher Maschine ich meine Unternehmensziele erreichen kann.« Markus Speck, Inhaber und Firmenleiter Herbert Speck GmbH

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m Steinbruch Burgberg entstehen insgesamt 13 verschiedene Produkte, vom Kalkstein 0 – 32 gebrochen über Kalksteinschroppen 45 – 80 bis hin zu Kalksteinsplitt 5 – 45. Diese breite Produktpalette ermöglicht die smart aufeinander abgestimmte »Produktionsstraße«. Die Powerscreen Warrior 2100 dient als leistungsstarkes Vorsieb, um dem Brecher vom Typ Trakpactor 320 gleichbleibende Materialqualität zu liefern. Vom 4,3 m hohen Austragsband gelangt das vorgesiebte Material direkt in den 3,8 m3 großen Trichter der Powerscreen-Prallbrecher. Als Nachsieb steht eine Chieftain 1400 hinter dem Brecher, die das gebrochene Material vom Überkorn größer 45 mm befreit und zusätzlich das Material entfül-

lert. Die Feinarbeit leistet die kompakte Grobstücksiebanlage Warrior 1400X. Hier wird das Material getrennt in die Fraktionen 0 – 2 mm, 2 – 32 mm und 32 – 45 mm. Je nach Kundenwunsch mischt eine 4-Kammer-Dosieranlage unter Zugabe von Natursand grundsätzlich siebliniengerecht das Endprodukt. Auf einer Abwurfhöhe von bis zu 10,4 m kann mit dem Haldenband TC 421R platzsparend, mobil und automatisiert dort aufgehaldet werden, wo das Endprodukt gewünscht ist.

Kompetente Händler Die Systemlösung zusammengestellt und beraten hat der im norddeutschen Raum operierende Händler C. Christophel. An ihm schätzt Inhaber und Firmenleiter Markus Speck »Kompetenz und Zuverlässigkeit. Seit vielen Jahren finde ich in der Firma Christophel einen Ansprechpartner auf Augenhöhe, der mein Geschäft versteht und genau weiß, mit welcher Maschine ich meine Unternehmensziele erreichen kann.« Entsprechende Lösungen im süddeutschen Raum liefert, konzipiert und betreut Jürgen Kölsch Baumaschinen. Ebenfalls Spezialist für die Aufbereitung, hat Kölsch Marken wie Powerscreen t oder Telestack im Portfolio.

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Mit dem Backenbrecher für mehr Nachhaltigkeit sorgen

»Wir haben schon ein paar Mal einen Rockster-Brecher angemietet – Backenbrecher sowie Prallmühle – und waren sowohl mit dem Produkt als auch mit dem Unternehmen sehr zufrieden.« Peter Happenhofer, Geschäftsführer Happenhofer Bau GmbH

Schotteraufbereitung mit dem Rockster Backenbrecher R800 auf eine Endkorngröße von 0/70 mm.

Für Natursteinaufbereitung, aber vor allem zur Aufbereitung von Baurestmassen setzen Peter Happenhofer und sein Team auf Rocksters Backenbrecher R800. Die kompakten Abmessungen, die beachtliche Durchsatzleistung und das optimale Endmaterial waren die ausschlaggebenden Faktoren für die Kaufentscheidung des Unternehmens aus der Steiermark im Juni dieses Jahres.

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or knapp 20 Jahren legte Peter Happenhofer mit der Gründung eines Minibaggerverleihs den Grundstein für sein Unternehmen, das heute eine bekannte Adresse für Bau, Abbruch, Erdbau und Schotter im Aflenzer Becken der Steiermark ist. Seit 2013 ist das Unternehmen im Besitz eines Schotterwerks in Thullin und stellt vor allem Betonschot-

ter, aber auch Schotter für den Wegebau, für Drainagearbeiten, diverse Splitt-Arten, sowie Rohr- und Kabelsand her. Auch im Forstwegebau hat Happenhofers Team Erfahrung: »Mit dem flexiblen R800 können wir nun die Felsen vor Ort gleich aufbereiten und das erzeugte Grädermaterial sofort zum Wegebau einsetzen«, ist Happenhofer begeistert. »Wir erzeugen viel Tragschichtmaterial, das nicht zu viele Feinanteile haben sollte – und das gefällt uns beim Endmaterial des Backenbrechers wirklich gut, die Endkornqualität ist optimal für unsere Einsatzgebiete«, ergänzt er.

Einfacher Transport steht für Unabhängigkeit

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Optimierte Transportabmessungen erleichtern das Be- und Entladen des Brechers – das spart Zeit und erhöht die Effizienz.

Entschieden hat sich Peter Happenhofer für diese Rockster-Anlage »wegen des einfachen Transports.« Gesucht gewesen sei ein Brecher, der sich rasch und flexibel transportieren lassen würde. »Das geht mit unserem Tieflader und den firmeneigenen Lkw hervorragend. Wir können auch entsprechend unwegsame Forststraßen nach oben fahren oder jederzeit enge Zufahrtsstraßen passieren und beispielsweise bei Privathäusern Abbruchmaterial aufbereiten, das geht alles mit dieser Maschi-

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nengröße sehr leicht und schnell«, so Happenhofer. Der R800 ist Rocksters kompaktester Backenbrecher mit einem Gewicht von 25,7 t ohne Siebsystem. Er wurde für einen einfachen Transport konzipiert und eignet sich für Unternehmen, denen Flexibilität und Mobilität wichtig sind. Mit einer Länge von lediglich 9,6 m, einer Breite von 2,5 m und einer Höhe von 3,2 m kann er ohne Transportgenehmigungen und somit zeit- und kostenschonend befördert werden.

Neues Anwendungsgebiet Bauschutt­Recycling Im Umgang mit Brechanlagen ist Happenhofer kein Anfänger, seine Firma mietet schon lange

diverse Brechanlagen zur Herstellung von Schotter. »Wir haben schon ein paar Mal einen Rockster-Brecher angemietet – Backenbrecher sowie Prallmühle – und waren sowohl mit dem Produkt als auch mit dem Unternehmen sehr zufrieden«, betont Happenhofer. Er will den neuen Backenbrecher jedoch nicht nur für die Schotterfertigung, sondern vor allem für die Bauschuttaufbereitung einsetzen. »Hier sehen wir so viel Potenzial, egal ob Ziegel, Beton- oder Asphaltaufbruch, das Recycling von diesen Baurestmassen muss mehr forciert werden. Wir verwandeln es damit in einen wertvollen, wiederverwendbaren Baustoff, das ist effizient und t nachhaltig«, erklärt er.

Einfache Bedienung und hohe Endkornqualität dank integriertem Windsichter Nach fast 20 Jahren Erfahrung im Aufbereiten mit einer stationären Brechanlage, entschied sich das österreichische Unternehmen Kober Mitte des Jahres, in einen neuen raupenmobilen Rockster­Prallbrecher des Typs R1000S zu investieren.

Maschinist Josef Kraft, Geschäftsführerin Anna Kober und Maschinist Thomas Rathbauer (v. li. n. re.) sind vom neuen R1000S mehr als angetan.

n Mistelbach (Niederösterreich) betreibt Kober ein Recycling­Zentrum, in dem qualitätszertifizierte, hoch­ wertige Sand­, Schotter­, Splitt­ und Bruchmaterialien für Großlieferungen wie für Kleinmengenabholer her­ gestellt werden. Rezykliert wird hauptsächlich Ziegel (RMH) als Schuttmaterial, Asphalt und Beton. In Mistel­ bach hat auch der Rockster R1000S sein neues Zuhause gefunden.

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Integrierter Windsichter für sauberes und hochqualitatives Endmaterial »Wir haben sicher vier oder fünf verschiedene mobile Brechanlagen getestet und für uns war das ganze Rock­ ster­Paket genau auf die Bedürfnisse unseres Unterneh­ mens zugeschnitten. Die Anlage ist sehr bedienerfreund­ lich und es ist ein hydraulisches System, was uns lieber ist als elektrisch, weil wir einfach mehr Erfahrung in die­ sem Bereich haben. Das stufenlose Regeln der Brecher­ drehzahl erlaubt uns mehr Kontrolle beim Arbeiten, der Magnetabscheider ist hydraulisch höhenverstellbar«, nennt Anna Kober einige Vorteile des Brechers. Nicht ver­ gessen dürfe man den Windsichter: »Dieser funktioniert einwandfrei und verbläst Störmaterial wie Holz, Plastik, Textilien oder Ytong­Teile in einem Arbeitsgang, niemand muss es mehr händisch entfernen. Dieses Leichtmaterial wird direkt in einem Container – umgeben von einem Netz – gesammelt und kann dann entsorgt werden. Unser Material muss einfach sauber sein und der Wind­ sichter ist dafür eine optimale, sehr effiziente Lösung«, sagt Kober­Werkstattleiter Peter Schmid. Der Maschinist Thomas Rathbauer ist ebenso begeistert vom Windsich­ ter: »Der ist ein Traum. Sogar Aluminium geht weg.« Mobil statt stationär Nach 20 Jahren mit dem stationären Brecher ist der Rockster R1000S die erste mobile Kober­Brechanlage. »Wir sind jetzt viel flexibler, besonders bei diversen Abbruchprojekten«, ist Anna Kober begeistert. Der R1000S ist leicht transportierbar, mit dem hydraulisch

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Im Durchschnitt bricht das Kober-Team 250 t/h Bauschutt mit dem R1000S auf 0 – 63 mm sauberes RMH-Endprodukt. klappbaren Siebboxaustrageband beträgt die Länge der Anlage nur 14 m. Mit einer Breite von 2,83 m, einer Höhe von 3,2 m und einem Gewicht knapp unter 35 t ist er für Hersteller Rockster in seiner Gewichtsklasse einer der vielseitigsten Brecher auf dem Markt und kann mit den firmeneigenen Lkw ohne Transportgeneh­ t migungen transportiert werden.

Rocksters raupenmobiler Prallbrecher R1000S neben der alten stationären Brechanlage im Schotter- und Recycling-Zentrum in Mistelbach (Niederösterreich).


KLEEMANN

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Mobile Siebanlagen von Kleemann im Eisenerzeinsatz in Indien.

KLEEMANN

Tägliches Produktionsziel mit mobilen Siebanlagen gesteigert Das vulkanische Gestein Eisenerz wird hauptsächlich zur Herstellung von Stahl verwendet. Indien verfügt über große Reserven des Rohstoffs und gilt als der weltweit zweitgrößte Stahlproduzent der Welt. Beim Abbau des bedeutsamen Materials kommen die mobilen Siebanlagen Mobiscreen Evo von Kleemann zum Einsatz.

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ämatit und Magnetit sind die Eisenerze, die in Indien vorwiegend vorkommen. Aufgrund seiner hochwertigen Qualität und stückigen Beschaffenheit ist Hämatit das begehrteste Eisenerz für die lokale Stahlindustrie. Dank der feinkörnigen Eigenschaft ist der Aufbereitungsprozess des Sedimentgesteins meist sehr sieblastig. Hier leisten die Kleemann-Klassiersiebe MS Evo wertvolle Dienste. In einer Eisenerz-Abbaustätte in Keonjhar im Bundesstaat Orissa kümmert sich die Kalinga Commercial Corporation (KCCL) im Auftrag des staatlichen Unternehmens Orissa Mining Corporation um den Eisenerz-Abbau.

In bis zu vier Fraktionen klassifiziert Seit 2020 sind sechs mobile Siebanlagen des Typs Mobiscreen Evo von Kleemann am Standort Keonjhar im Einsatz, um das Material auf die gewünschten Endkorngrößen zu sieben. Dabei werden mehr als 20 Bagger für den Abbau, das Handling und die Verladung des Erzes eingesetzt. 140 große Kipplaster transportieren das Material von den Minen zur weiteren Verarbeitung zu den Siebanlagen. Fünf Kleemann-Zweidecker-Siebanlagen des Mobiscreen-Typs MS 952 Evo und eine Kleemann-Dreidecker-Siebanlage MS 953 Evo ermöglichen das Klassifizieren des gesprengten und danach gebrochenen Materials in bis zu drei bzw. bei der MS 953 Evo in bis zu vier Fraktionen. Mit dem Einsatz der sechs mobilen Klassiersiebe hat KCCL kontinuierlich ein tägliches Produktionsziel von 30 000 t im Zwei-


»Die Investition hat sich gelohnt, weil wir es geschafft haben unsere Ziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.« Dr. SR Samal, Managing Director, Kalinga Commercial Corporation

schichtbetrieb erreicht. So werden die gewünschten Endkorngrößen von 0 – 10 mm und 10 – 40 mm erstellt.

Siebanlagen punkten auch bei extremen Bedingungen Die Siebanlagen Mobiscreen MS Evo arbeiten laut Kleemann auch unter extremen Bedingungen präzise und effizient: Im Eisenerztagebau in Keonjhar verarbeiten sie Aufgabematerial mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 6 % bis 7 % problemlos. »Wir setzen seit mehr als zwei Jahren Kleemann-Siebanlagen ein. Diese Anlagen haben sich in Bezug auf Produktqualität und Leistung bewährt. Im Laufe der Jahre sind sie zu einem wichtigen Bestandteil unseres Betriebs geworden. Vor allem der Service ist vorbildlich. Die Zusammenarbeit mit der Wirtgen Group war von Erfolg gekrönt. Die Investition hat sich gelohnt, weil wir es geschafft haben, unsere Ziele

in der vorgegebenen Zeit zu erreichen«, betont SR Samal als Managing Director der Kalinga Commercial Corporation.

Präzise und leistungsstark Die Klassiersiebe der Evo-Reihe sollen laut Kleemann mit hoher Produktivität, guten Transporteigenschaften und erstklassigen Siebergebnissen überzeugen. Die Produktserie umfasst die beiden Zweidecker-Klassiersiebe MS 702 und MS 952 Evo sowie die DreideckerKlassiersiebe MS 703 und MS 953 Evo. Dank der besonders großen Siebflächen von 7 m2 bzw. 9,5 m2 lassen sich hohe Produktionsleistungen bei gleichzeitig effektiver Absiebung von bis zu vier hochwertigen Endprodukten erreichen. Je nach Anwendungsfall sind Durchsatzleistungen von bis zu 350 t/h (MS 702 und MS 703 Evo) bzw. 500 t/h (MS 952 und MS 953 Evo) möglich. Auch bei den Mobiscreen-Evo-Siebanlagen schreibt Kleemann das Thema Sicherheit groß. So erfolgt die Bedienung mit einem intuitiven Steuerungssystem über ein mobiles Controlpanel, das an drei verschiedenen Punkten der Anlage angebracht werden kann. Dank der gut zugänglichen Arbeitsbühnen sollen sich Servicetätigkeiten schnell durchführen und Siebbeläge problemlos tauschen lassen. Alle weitet ren Servicekomponenten sind vom Boden aus zugänglich.

Moerschen Mobile Aufbereitung wechselt von Terex Finlay zu Terex EvoQuip des Erfolgs von Moerschen Mobile Aufbereitung gelten leistungsstarke und robuste Anlagen aus der TerexMarkengruppe. Innerhalb der Konzernfamilie vollzieht der Händler aus Willich jetzt einen strategischen Wechsel: Die Produkte der Marke Terex EvoQuip ersetzen im Portfolio künftig die Anlagen von Terex Finlay.

»Das Spitzenprodukt der Schwerlastsiebe der Colt-Baureihe erreicht genau die Leistungsdimensionen unserer bisherigen Topseller.« Sven Brookshaw, Geschäftsführer bei Moerschen Mobile Aufbereitung

MOERSCHEN

MOERSCHEN – Als eine Säule

it dem Markenwechsel will der Anlagenhändler seine Produktbandbreite schärfen. Besonders die EvoQuip­Linien im Segment der kompakten Brecher und Siebanlagen gelten laut Moerschen mit erstklassigen Resultaten als perfekte robuste Allrounder. »Die von Terex EvoQuip bedienten Anlagenklassen sind besonders reizvoll im Hinblick auf die immer bedeutsamere Kund­ schaft von kleinen und mittleren Einsteigern in der Auf­ bereitungsbranche«, betont Sven Brookshaw, Geschäfts­ führer bei Moerschen Mobile Aufbereitung. Das Maschinenprogramm wird durch raupenmobile Bandförderer komplettiert. Mit Terex EvoQuip kann Moer­ schen künftig auch Aquamist­Nebelkanonen zur Staub­ bindung anbieten und damit einen weiteren Baustein aus einer Hand bereitstellen. Die Moerschen­Kompetenzen sollen sich weiter auf die komplette Aufbereitung erstre­ cken – von den natürlichen mineralischen Gesteinsroh­ stoffen über das Recycling von Baustoffen bis zur Bio­ masseaufbereitung inklusive der mit Verarbeitung und Nutzbarmachung verknüpften Fördertechnik. Mit den weiteren Marken Terex EcoTec und Terex MPS bleibt

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Moerschen der Markengruppe verbunden. Für die Bestandsanlagen von Terex Finlay steht das Team wei­ ter durch Service im Vertriebsgebiet zur Seite.

Erster Erfolg Mit der ersten Übernahme einer raupenmobilen Sieb­ anlage vom Typ Terex EvoQuip Colt 1600 folgte bereits Becker Sanierungstechnik aus Oberhausen als lang­ jähriger Kunde des Willicher Händlers dem Marken­ wechsel. »Das Spitzenprodukt der Schwerlastsiebe der Colt­Baureihe erreicht genau die Leistungsdimensio­ nen unserer bisherigen Topseller. Mit EvoQuip können wir unser Produktportfolio daher nicht nur nach unten abrunden; die EvoQuip­Produktgruppe fügt sich bes­ tens in unsere Markenstrategie ein«, so Sven Brook­ shaw. Mit der neuen Kombination des Markenportfolios strebe Moerschen Mobile Aufbereitung eine noch bes­ sere Anbindung seiner umfangreichen Produktband­ breite in optimierter Abstimmung mit der zweiten Pre­ miummarke in Gestalt der raupenmobilen Brecher und t Siebe von SBM Mineral Processing an.


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… weil es eine unheimliche Produkt- und Informationsbreite in allen Bereichen der Baubranche bietet. Man sieht sofort, dass alle Berichte professionell recherchiert sind und wir uns so optimal über die Neuigkeiten der Bauwelt informieren können. Michel Kurz, Geschäftsführer Kurz Gruppe, Friolzheim

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FISCHER-JUNG – METSO

Gemeinsam stark für die Flutopferhilfe Im Jahr 1948 entschloss sich Josef Bohnen in Swisttal (Voreifel), die im Ortsteil Straßfeld bereits einen halben Meter unterhalb der Ackerkrume liegenden Kiesvorkommen abzubauen. Heute führen seine Tochter und ihr Ehemann, Ines und Matthias Haus, das Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern. Tochter Katharina und Sohn Vincent sind mittlerweile ebenfalls im Unternehmen. Zum ursprüng­ lichen Kerngeschäft der Kiesgewinnung sind mit der Zeit auch Tief­ bau­ und Abbrucharbeiten, die Bauschuttaufbereitung sowie eine Bauschuttdeponie hinzugekommen. Die Unwetterkatastrophe im Juli traf auch den Ort Swisttal und die Firma Bohnen hart.

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ie vom Starkregen gesättigten Böden konnten kein Wasser mehr aufnehmen, wodurch in das in einer Senke gelegene Straßfeld vermehrt Wassermassen von den Feldern hereinströmten. Kleinere Flüsse wie die Swist oder der Gräbbach traten über die Ufer. Einen Teil der Wassermassen, der das Dorf sonst zusätzlich

belastet hätte, konnte die Grube der Firma Bohnen auffangen: Das Kieswerk mit einer stationären Brecheranlage stand infolge der Ereignisse auf einer Fläche von 55 000 m2 vollflächig bis zu 1,5 m unter Wasser. Sechs Tage lang versuchte man, den angesammelten Niederschlagsmengen mit eigenen Pumpen Herr zu werden, weitere vier Tage lang

Unermüdliche Zerkleinerung von Bauschutt aus von der Unwetterkatastrophe betroffenen Ortschaften: Der von Metso Outotec zur Verfügung gestellte mobile Backenbrecher Lokotrack Urban LT106 und die ebenfalls raupenmobile Siebeinheit Lokotrack ST2.3 von Fischer-Jung auf der Deponie Bohnen in Straßfeld. bedurfte es der Hilfe des Technischen Hilfswerks. Ungeachtet der eigenen Betroffenheit, nutzte die Firma Bohnen die zur Verfügung stehenden Mittel, um mit schweren Radladern Soforthilfe zu leisten. In den drei Folgemonaten wurden allein 50 000 t Bauschutt aus den vom Hochwasser zerstörten Haushalten bei Bohnen angeliefert – zusätzlich zu

Mit dem Schredder im Kampf gegen die Abfallflut nach dem Hochwasser ARJES – Remondis ist als Dienstleister für Recycling, Service und Wasser beauftragt, die Entsorgung und Abfallbehandlung der Krisenregion um Bitburg und der Vulkaneifel zu übernehmen. Eine schnelle Lösung, um die Flut an Abfällen zu bewältigen, fand sich in einem Arjes-Schredder des Typs VZ 850 DK.

ach einem Gespräch mit Arjes­Geschäftsführer Thomas Hayn konnte kurzfristig eine Mietverein­ barung für den VZ 850 DK getroffen werden. Ausgestat­ tet mit einem 565 kW starken Dieselmotor von Volvo Penta, einer Paddelwellenkonfiguration mit asynchro­ nem Wellenlauf, zwei Kipptrichtern für eine bessere Mate­ rialzuführung, einem verlängerten Austragsband inklu­

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ARJES

Haus- und Gewerbemüll – der ArjesSchredder VZ 850 DK räumt bei Remondis in Bitburg ordentlich auf.

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den Mengen, die im Tagesgeschäft anfallen.

Unterstützung gesucht Da die Brechanlage der zusätzlichen Belastung allein nicht gewachsen war, setzte sich Matthias Haus auf der Suche nach einer Lösung mit Ralph Phlippen von Fischer-Jung aus Krefeld in Verbindung. Das Unternehmen

sive Überbandmagnet, einem Kettenfahrwerk und einer Funkfernsteuerung wurde der Zweiwellenzerklei­ nerer auf dem Recycling­Hof in Bitburg eingesetzt. »Mit dem VZ 850 DK zerkleinern wir rund 20 t/h an Haus­ und Gewerbemüll, Schwemmholz und sons­ tigem Mischmaterial, das wir aus den Katastrophen­ gebieten erhalten. Dank der effektiven Volumenreduzie­ rung durch den Arjes­Schredder sparen wir zudem erhebliche Transportkosten ein. Wo früher etwa zwei Lkw­Ladungen pro Tag abtransportiert wurden, ver­ laden wir jetzt durchschnittlich sieben. Das zerkleinerte Material wird anschließend verschiedenen Aufberei­ tungsanlagen zur thermischen oder stofflichen Verwer­ tung zugeführt«, sagt Mersiha Jupic vom Vertriebs­ innendienst der Remondis­Betriebsstätte in Bitburg.

»Werkzeugwellen reinigen sich wie von selbst« Auch Maschinenführer Horst Hendle ist mit dem VZ 850 DK mehr als zufrieden. »Neben der kraftvollen Leistung des Zweiwellenzerkleinerers überzeugt mich vor allem die einfache Bedienung bei meiner täglichen Arbeit mit dem Arjes­Schredder. Dank der asynchron laufenden Werkzeugwellen wird das gemischte Material zuverlässig zerkleinert und sogar Verstopfungen wer­ den verhindert. Sollten sich doch einmal ein paar Folien oder andere Materialien verfangen, sorgen ein paar Ladungen Altholz dafür, dass sich die Werkzeugwellen wie von selbst reinigen«, so der Maschinenbediener. t


FISCHER-JUNG / RALF GOFFIN

Ressourcen gebündelt Nach dieser Entscheidung wurden die Ressourcen von Metso und Fischer-Jung gebündelt, um kurzfristig eine verfügbare Maschine – den neuen Lokotrack Urban LT106 – für den Soforteinsatz

ausfindig zu machen. Metso Outotec entschloss sich, den Backenbrecher für vier Monate kostenfrei zur Verfügung zu stellen. »Als Ergänzung zum Backenbrecher haben wir der Firma Bohnen eine mobile Siebmaschine vom Typ Metso Lokotrack

Gemeinsam bemüht: (v. li. n. re.) Hugo van Benthem (Metso Outotec Deutschland), Ralph Phlippen (Fischer-Jung Aufbereitungstechnik) und Matthias Haus (Josef Bohnen).

Die Aufräumarbeiten im Hochwassergebiet unterstützen LINDNER RECYCLINGTECH – Mit dem mobilen

Universal-Schredder Urraco 95DK unterstützt auch das Ochtruper Unternehmen Kockmann die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser im Ahrtal. Den Rotor, das »Herz« des Schredders Urraco 95DK, stellte für den Einsatz der österreichische RecyclingSpezialist Lindner kostenlos zur Verfügung. ockmann­Firmenchef Martin Brinkschmidt war im Krisengebiet mit dem mobilen Schredder Urraco 95DK, um zu helfen. »Wir haben uns der Treibholzberge angenommen. Die Firma Lindner hat uns extra zwei Monteure vor Ort geschickt, um das leistungsstarke und robuste Zwei­Wellen­Schnittsystem LW­10.10, das speziell auch für sperriges Altholz geeignet ist, ein­ zubauen«, berichtet Brinkschmidt. »Wenn unsere Kunden in einem Krisengebiet hel­ fen, unterstützen wir das selbstverständlich«, so Wulf Schellwanich, Sales Manager bei Lindner Recycling­ tech. Der Urraco gilt als vielseitig anwendbar für Holz, Altholz, Metall und Sperrgut. Jedes Material hat aber unterschiedliche Anforderungen und das Zwei­Wellen­ Schnittsystem des Urraco ist auf die Besonderheiten des jeweiligen Input­Materials abgestimmt.

K

Spezielle Einzugsreißer Das im Ahrtal eingesetzte System zeigte sich unemp­ findlich gegenüber Störstoffen im dortigen Treibholz.

LINDNER / KOCKMANN

ist auf den Vertrieb von Brechund Siebanlagen spezialisiert und betreut Bohnen schon sehr lange. »Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit einer mobilen Prallbrecheranlage von Metso Outotec, einem Lokotrack LT1213S, und schätzen vor allem die Verarbeitungsqualität, Robustheit und die daraus resultierenden, niedrigen Standzeiten«, erklärt Haus. Im Gespräch kristallisierte sich die Notwendigkeit schneller Hilfe für die betroffenen Ortschaften und deren Flutopfer heraus, woraufhin Ralph Phlippen gemeinsam mit dem finnischen Hersteller Metso Outotec zur Klärung der Details in Kontakt trat. »Als geeignete Maschine für diesen speziellen Zweck kam für uns die Metso Lokotrack Urban LT106 in Betracht«, erläutert Hugo van Benthem, Metso Outotec Deutschland. »Der kompakte und raupenmobile Backenbrecher ist aufgrund der Gummiauskleidung des Aufgeberbodens, eingehauster Austragsbänder und der Hochdruck-Wasserbedüsung besonders emissionsarm, was nicht nur generell den Einsatz in städtischer Umgebung erleichtert, sondern auch in diesem dringlichen Fall das Genehmigungsverfahren so schnell wie möglich auf den Weg brachte.«

ST2.3 zu außergewöhnlichen Sonderkonditionen vermietet. Insgesamt war es einfach großartig zu erleben, wie alle Hand in Hand gearbeitet haben, um diese kurzfristige, dringend notwendige Flutopferhilfe möglich zu machen«, so Ralph Phlippen von Fischer-Jung. Privatkunden einiger umliegender Kommunen können nun ihren Bauschutt unbürokratisch bei Bohnen anliefern – abgerechnet wird mit der Gemeinde, um die Flutopfer zumindest in dieser Hinsicht zu entlasten. Indes arbeitet man mithilfe des Backenbrechers Metso Lokotrack Urban und der mobilen Siebanlage Lokotrack ST2.3 bei einem Durchsatz von 130 t/h bis 150 t/h daran, die Bauschuttberge in Recyclingt Produkte umzuwandeln.

Das Zwei-Wellen-Schnittsystem LW-10.10 ist als »Herz« des Urraco 95DK speziell ausgerichtet für Altholz. Neben Schlamm und Steinen waren auch Matratzen, Metallgitter und andere Gegenstände von den Fluten aus den Kellern und Wohnungen geschwemmt worden. Spezielle Einzugsreißer sorgen dafür, dass das Material mit maximaler Produktivität zerkleinert wird. Sie ziehen das Material mit Haken in den Rotor, um eine kontinuier­ liche Materialzufuhr und eine beständige Durchsatz­ qualität zu erzielen. »Das zu verarbeitende Material ist sehr speziell – stark durchnässt, verschlammt und mineralreich. Kraft­ und leistungstechnisch ist das kein Problem für die Urraco. Wir schreddern mehr als 50 t/h t Material«, so Martin Brinkschmidt.

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KOMPTECH

Crambo direct für die Zerkleinerung von Holz und Grünschnitt: Zwei langsam laufende Walzen mit Schneidwerkzeugen minimieren den Feinanteil und fördern die Störstoffresistenz.

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KOMPTECH

Mit moderner Aufarbeitungstechnik zu verbesserten Recycling-Quoten Zerkleinerungs­, Sieb­ und Separationstechnik schaffen die Voraussetzungen für ein effizientes Recycling. Komptech entwickelt Anlagenkonzepte, die auf die Zusammen­ setzung des Input­Materials sowie die Qualitätsansprüche des Sekundärstoffmarktes ausgerichtet sind. Dazu zählen beispielsweise die beiden Anlagentypen Terminator xtron und Crambo direct.

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esetzlich angestrebte Neuordnungen für Altholz sowie Gewerbe- und Bioabfall verlangen von Anlagenbetreibern höhere Recycling-Quoten und eine umfassende Dokumentation der Materialwege. Ein Thema ist dabei auch der steigende Fremdstoffanteil im Biomüll, der die Qualität der erzeugten Kompostprodukte gefährdet.

Terminator xtron: Stufenlose Schnittspaltverstellung und optionale Kammelemente unterstützen eine optimale Abstimmung des Zerkleinerungsgrads auf die nächsten Verfahrensschritte.

Die richtige Körnung erzeugen Erreicht die vorbereitende Zerkleinerung definierte Korngrößen zuverlässig, kann die Qualität des Outputs wesentlich beeinflusst werden. Eine

entsprechende Aufbereitung, auch bei wechselnden Materialströmen, verspricht der Terminator xtron von Komptech. Seine stufenlose Schnittspaltverstellung sowie optionale Kammelemente erlauben, dass der Zerkleinerungsgrad auf die folgenden Verfahrensschritte abgestimmt ist. Die Anlage eignet sich für die Aufbereitung von Müll sowie für Holz und Grünschnitt. Auch bei der Aufarbeitung von Bioabfällen sind langsam laufende Zerkleinerer mit einstellbarem Zerkleinerungsgrad optimal einsetzbar: Der Crambo von Komptech vermeidet durch seine Mechanik eine übermäßige Zerkleinerung der Fremdstoffe wie beispielsweise Plastikfolien und Verpackungen, sodass ein Großteil der enthaltenen Störstoffe im Zuge der Aufbereitung abgeschieden werden kann.

E­mobil und digital unterwegs Terminator und Crambo werden auch als mobile E-Varianten angeboten. Bei vergleichbarer Durchsatzleistung können damit laut Hersteller bis zu 70 % der Energiekosten gespart werden. Mit der Monitoring-Technologie »Connect!« bietet Komptech ebenso die Möglichkeit, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Maschine weiter zu optimieren. Das Hardware-Modul für die Fernüberwachung ist in die Maschine integriert und mit der zentralen Steuereinheit verbunden. Ereignisse und Daten werden per Mobilfunk an einen zentralen Datenserver gesendet. Über eine web-basierte Applikation können sich Anwender kontinuierlich über den Maschinenzustand am Einsatzort informieren. Zudem unterstützt das System den Komptech-Service, um im Bedarfsfall schnell reagieren t zu können.

60 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022


RAUPENMOBILE PRALLBRECHER Die raupenmobilen GIPO- Prallbrecher mit Nachsiebeinheit zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus. Das Basismodell Prallbrecher lässt sich nach Kundenwunsch erweitern und kann mit oder ohne Nachsiebeinheit betrieben und transportiert werden. Mit dem innovativen Brecher- Direktantrieb, der grossen 1-Deck- Siebmaschine (optional 2- und 3-Deck) und weiteren technischen Highlights überzeugt die Anlage als Gesamtpaket. Die leistungsstarken GIPO- Prallmühlen und das integrierte Windsichtersystem bilden das Herzstück der raupenmobilen Prallbrechanlagen.

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DOPPSTADT UMWELTTECHNIK

Mit mobil-modularem Konzept flexibel, wirtschaftlich und rechtssicher in der Aufbereitung

»Wir arbeiten nach dem Baukastenprinzip – gemeinsam mit dem Kunden wählen wir die für seine Anforderungen benötigten Maschinen aus und stimmen diese optimal aufeinander ab.« Michael Zeppenfeldt, Vertriebsleiter Deutschland Doppstadt Umwelttechnik

Handel Vermietung Service

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ie Buchstaben MMAK sollen laut Doppstadt für die Zukunft in der Abfallentsorgung in Form eines mobil-modularen Aufbereitungskonzepts stehen, mit dem das Unternehmen der Entsorgungs- und RecyclingWirtschaft flexible, wirtschaftliche und rechtssichere Lösungen bieten will. »Wir arbeiten dabei nach dem Baukastenprinzip – gemeinsam mit dem Kunden wählen wir die für seine Anforderungen benötigten Maschinen aus und stimmen diese optimal aufeinander ab«, betont Michael Zeppenfeldt als Vertriebsleiter Deutschland bei Doppstadt. Alle Komponenten sind mobil und damit flexibel einsetzbar. Sie können daher individuell auf verschiedene Materialströme angepasst werden und auch in an-

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DOPPSTADT

STUDIO SCHMIDT-DOMINE

Doppstadt Umwelttechnik will mit einem mobil­modularen Aufbereitungskonzept eine wirtschaftliche sowie rechts­ und zukunftssichere Antwort auf die Fragestellung liefern, wie Unternehmen der Entsorgungs­ und Recycling­Wirtschaft den wachsenden rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen begegnen können. Anwender sollen u. a. bei der Vorbehandlung von Bau­ und Abbruchabfällen neben einer hohen Flexibilität und testierten Rechtssicherheit auch von erheblichen wirtschaftlichen Vorteilen durch niedrige Behandlungs­ kosten und geringe Investitionen profitieren. Ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen bestätigt laut Doppstadt die Einhaltung aller Vorgaben gemäß § 6 der Gewerbeabfallverordnung.

Doppstadt will mit seinem mobil-modularen Aufbereitungskonzept eine wirtschaftliche sowie rechts- und zukunftssichere Lösung für Unternehmen der Entsorgungs- und Recycling-Branche bieten. deren Fraktionen innerhalb des Betriebs zum Einsatz kommen. Dank ihrer hohen Variabilität könne laut Anbieter die Lösung zudem jederzeit neu konfiguriert, reduziert oder erweitert werden.

Aufbereitung auch für kleine Unternehmen Da die einzelnen Komponenten des mobil-modularen Aufbereitungskonzepts zudem wenig Platz benötigen und im Vergleich zu stationären Anlagen nur einen Bruchteil an Investitionskosten und Genehmigungsaufwand benötigen, stuft sie Doppstadt gerade für kleine und mittlere Entsorgungsunternehmen als ideal ein. Diese könnten damit eigenständig Abfälle aufbereiten und müssten dafür nicht auf externe Anlagen ausweichen. Das senke die Kosten und sorge für gesteigerte Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit. Als dritten wesentlichen Vorteil – neben Wirtschaftlichkeit und Flexibilität – verspricht MMAK dem Betreiber ein hohes

Maß an Rechtssicherheit. Dafür hat Doppstadt ein Gutachten bei einem unabhängigen Sachverständigen in Auftrag gegeben. Dieses bescheinigt dem mobilmodularen Aufbereitungskonzept die Einhaltung aller Vorgaben nach § 6 der Gewerbeabfallverordnung. »Durch dieses Zertifikat sind unsere Kunden auf der sicheren Seite: Wer sich für unser Konzept entscheidet, bekommt eine zu 100 % rechtskonforme Anlage«, sagt Zeppenfeldt.

Lösung für Gewerbe­ und Baumischabfälle Doppstadts mobil-modulares Aufbereitungskonzept soll sich dank vielfältiger Kombinationsmöglichkeiten für viele Anwendungsbereiche eignen und u. a. die Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen sowie die Vorbehandlung von Gewerbeabfällen meistern. Auch bei der Störstoffentfrachtung von Bioabfällen und Siebüberläufen sieht Doppstadt die smarte Lösung ert folgreich einsetzbar.


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NEUENHAUSER UMWELTTECHNIK

Mit seinem mobilen Dosierbunker Spender 10 stellt Neuenhauser Umwelttechnik eine Neuentwicklung vor, in deren Entwicklung laut Hersteller die Ansprüche von morgen eingeflossen sind. »Der mobile Dosierbunker bietet viele Optionen für die Anpassung an die unterschiedlichen Aufgaben«, betont Frank Warrink, Technical Sales Manager bei Neuenhauser Umwelttechnik, die Vorzüge der Neuentwicklung, die sich problemlos in bestehende Aufbereitungsprozesse integrieren lassen soll, um die Sortierqualität zu optimieren.

W »Der mobile Dosierbunker bietet viele Optionen für die Anpassung an die unterschiedlichen Aufgaben.« Frank Warrink, Technical Sales Manager bei Neuenhauser Umwelttechnik

arrink verweist auf einen besonderen Vorteil des Dosierbunkers, der ihm und seinem Team besonders wichtig ist: »Der Energiebedarf fällt sehr gering aus.« Bei einem Gesamtgewicht von 8,4 t und einem Volumen von 10 m3 lasse sich unschwer erkennen, dass der Spender 10 flexible Mobilität mit Stärke und Robustheit kombiniere. Kabellos bedienbar ermöglicht der Dosierbunker die Aufbewahrung, Förderung und Vergleichmäßigung von Bodenaushub, Gartenabfällen, Kohle, Grünschnitt, Altholz sowie Müll aus Haus und Industrie vor Ort. Um für alle Herausforderungen gewappnet zu sein, die sich aus

NEUENHAUSER UMWELTTECHNIK

Mobiler Dosierbunker baut Produktportfolio aus

Neuenhauser Umwelttechnik hat jüngst mit dem mobilen Dosierbunker Spender 10 sein Produktportfolio erweitert. einer vielseitigen Aufgabenstellung ergeben, verfügt der mobile Dosierbunker über einen Hakenliftrahmen, einen innenverzahnten Bunkergurt, identisch wie bei den Neuenhauser-Siebmaschinen, und eine Stabwalze, die auch bei schwersten Einsätzen ein Durchrutschen des Austragsbandes verhindern soll. Optional zur Anpassung an individuelle Gegebenheiten stehen u. a. ein Überbandmagnet und eine Dosierwalze im Bunkerauslauf zur Verfügung. Ein ebenso optionaler On-Board-Benzinmotor bringt die Maschine unab-

hängig von anderen Quellen kurzfristig in Arbeits-, und Transt portstellung.

Um für alle Herausforderungen gewappnet zu sein, die sich aus einer vielseitigen Aufgabenstellung ergeben, verfügt der mobile Dosierbunker u. a. über einen Hakenliftrahmen.

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SANY

Holzhackschnitzel mit dem Hochlöffel laden

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ie Aufbereitungsanlage als auch ein beliefertes EONHeizkraftwerk sind an einen schiffbaren Wasserweg angebunden. Das erlaubt den Transport großer Holzmengen mit Schubleichtern im Pendelverkehr. So war die Aufgabe für die neue Maschine relativ klar umrissen – eine möglichst große Menge Hackschnitzel soll schnell auf das bereitstehende Schiff verladen und mit der Leichtgutschaufel verdichtet werden. Die bisher eingesetzten Radlader waren für eine Verladung auf ein Schiff nicht optimal geeignet. Deswegen suchte man bei Holzkontor Preußen eine Möglichkeit, um die großen Mengen an Material sicher und effizient zu verladen. Gefunden wurde die

Metso Nordtrack S2.5 Kompakte Grobstücksiebanlage für drei Fraktionen (2-Deck Siebanlage). •

Abwurfhöhe bis zu 3,60 m

Siebdeckgröße 3,66 x 1,37 m

Motorisierung: CAT C4.4 CSE, 98 kW

Aufgabebunker inkl. Trichterwanderhöhung auf 6,0 m³

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Holzkontor Preußen gilt als größter Holz­Recycling­Betrieb in Berlin. Die Gebrauchtholz­ aufbereitungsanlage des Unter­ nehmens schafft eine Kapazität von 315 000 t pro Jahr. Für eine schnelle, effiziente Verladung ist seit diesem Jahr ein umge­ bauter Sany­Raupenbagger des Typs SY500H zuständig.

Lösung im Bagger-Portfolio von Sany. Auf Basis des 50-t-Baggers SY500H wurde mit Sany-Partner BSS heavy machinery ein Konzept entwickelt, das auf alle Anforderungen und Wünsche der Anwender eine technische Antwort hatte. »Wir haben uns komplett in die Situation vor Ort hineingedacht. So hatten wir schnell eine Idee, wie die Maschine aussehen muss und welche Änderungen gegenüber der Standardmaschine erforderlich waren. Dass wir dem Kunden trotz aller Umbauten letztlich einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber anderen Herstellerkonzepten bieten konnten, zeigt die Stärke der Maschinen von Sany und der Flexibilität von

uns als Handelsvertreter«, sagt BSS-Geschäftsführer Dirk Schönbohm.

Maßgeschneidertes Konzept Erste Maßnahmen galten dem Schutz der Arbeitsumgebung. So wurden die Bodenplatten umgeschweißt und angefast, um Schäden am Hallenboden zu vermeiden. Auch nach oben war eine Absicherung notwendig – da der Bagger in einer Hallenkonstruktion arbeitet, die eine maximale Höhe von 6 m vorgibt, wurde eine hydraulische Höhenbegrenzung installiert. Zur Wasserseite hin gibt es zudem etliche Stützen, die die Arbeit des Baggers von den Abständen behindern. Darüber hinaus wurde eine um 2,4 m

47805 Krefeld, bei Düsseldorf Tel.: +49 (0) 2151 555-184 krefeld@fischerjung.de 01477 Arnsdorf, bei Dresden Tel.: +49 (0) 35200 21-0 info@fischerjung.de

Mensch und Maschine: Der Hochlöffel wird montiert.

64 Kompakte DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 Grobstücksiebanlage für drei Fraktionen (2-Deck Siebanlage).


Die ausfahrbare Kabine sorgt für Überblick.

Erwartung auf den ersten Einsatz (v. li. n. re.): Jochen Lang (BSS heavy machinery), Ronald Ziegler (Sany Europe), Boris Kutz (BSS heavy machinery), Heiko Schurwin (Holzkontor Preußen), Dirk Schönbohm (BSS heavy machinery).

hochfahrbare Kabine ergänzt. Damit muss vor allem das Beladen der Schiffe über die Ladekante hinaus nicht »blind« erfolgen. Für einen verbesserten Schutz der beanspruchten mechanischen Bauteile wurde eine Zentralschmieranlage eingebaut. Das soll manuelles Abschmieren

überflüssig machen, somit jeden Tag eine Menge Wartungsaufwand sparen und die Lebensdauer durch präzise automatische Dosierung verlängern.

Optimierte Hochleistung Zwei der wichtigsten Anforderungen bei der Beladung von

Schiffen mit Schüttgut sind die hohe umzusetzende Menge und die große Breite der zu beladenden Fläche. Die Holzschnitzel müssen zudem nicht nur schnell und gleichmäßig verteilt, sondern auch über die gesamte Ladefläche verdichtet werden. Dazu wurde der SY500H auf Hochlöffelbetrieb umgerüstet und auch eine Leichtgutschaufel mit einer Kapazität von 17,5 m3 angebaut. Für die erforderliche Reichweite von 12 m wurden Ausleger und Stiel verlängert. Um die Stabilität bei dieser Reichweite und Traglast zu gewährleisten, erfolgte zudem eine Erhöhung des Heckgewichts. Daraus resultierte

Frohe Weihnachten & ein gutes neues Jahr

auch ein Plus des Maschinengewichts auf insgesamt rund 60 t.

Lösung konnte punkten Bereits bei der Übergabe und den ersten Tests konnte die Maschine überzeugen und die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Ein Werkstatt-Team von BSS war permanent anwesend, beantwortete Fragen und begleitete die Eingewöhnung des Bedienpersonals. Dieses war, ebenso wie Geschäftsführung und Betriebsleitung vom Holzkontor Preußen, begeistert von der Kraft des Baggers, von der Standfestigkeit und Reichweite des Auslegers bis t tief in das Hafenbecken.


PETER LANG

VOR ORT

»Rund 150 Mio. t Sand, Kies, Schotter und andere mineralische Rohstoffe werden pro Jahr allein in Bayern benötigt.« Stephanie Gillhuber, Expertin für Rohstoffsicherung beim Bayerischen Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden (BIV)

L UNTERNEHMENSGRUPPE GEIGER

Kiesabbau zwischen Graugans und Gelbbauchunke Dass der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der heimische Kiesabbau kein Gegensatz sein müssen, wollte die Geiger­Unternehmensgruppe bei einer Besichtigung ihres Standorts in Herzmanns bei Kempten im Allgäu demonstrieren. Das Bauunternehmen mit Hauptsitz in Oberstdorf betreibt dort nicht nur seit vielen Jahren ein Kieswerk, sondern baut aktuell auch ein neues Verwaltungs­ und Lagergebäude, das über 200 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen soll.

D Peter Lang

as neue Gebäude entsteht, wie der für das Flächen- und Liegenschafts-Management zuständige Pius Geiger ausführt, auf einer früheren Deponiefläche – ein Beispiel für nachhaltiges FlächenRecycling. Womit Pius Geiger schon beim Thema wäre. Denn den schonenden Umgang mit Flächen sowie die verantwortungsvolle Gewinnung von Rohstoffen hat sich das familiengeführte Bauunternehmen auf die Fahnen geschrieben. Doch der Abbau von Kies, dem wichtigsten Rohstoff für Geiger, wird in der Öffentlichkeit oft kritisch gesehen.

66 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Wenn irgendwo eine neue Kiesgrube geplant wird, lässt der Protest örtlicher Bürgerinitiativen nicht lange auf sich warten. Nicht zuletzt deshalb will Geiger zeigen, dass man beim Kiesabbau sehr wohl die Belange des Natur- und Artenschutzes berücksichtigen könne.

Recycelte Sekundärrohstoffe reichen nicht aus Dazu hat sich das Unternehmen u. a. Fachkompetenz vom Bayerischen Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden (BIV) ins Allgäu geholt. Stephanie Gillhuber, Expertin für Rohstoffsicherung beim BIV, sprach über die Notwendigkeit der regionalen Kiesgewinnung für eine ausreichende Rohstoffversorgung. Rund 150 Mio. t Sand, Kies, Schotter und andere mineralische Rohstoffe würden pro Jahr allein in Bayern benötigt, so Gillhuber. Jede Person verbrauche im Schnitt rund 1 kg/h Steine, rechnete die Geologin vor. Die landläufige Vorstellung, der Bedarf an mineralischen Rohstoffen könne allein durch recycelte Sekundärrohstoffe gedeckt werden, wies Stephanie Gillhuber zurück. Lediglich 13 % der benötigten Rohstoffe kommen derzeit aus dem Recycling. Bayernweit werden für die Primärrohstoffgewinnung gerade einmal 0,013 % der Landesfläche genutzt, und die auch nur temporär. Im Anschluss an die Nutzung müssen die Flächen renaturiert oder rekultiviert werden. Dies ist das Thema von Christoph Heim, bei Geiger für das Genehmigungs-Management verantwortlich. Heim machte deutlich, dass schon während des Genehmigungsverfahrens für eine


Das von Geiger in Herzmanns-Eggen betriebene Kieswerk hat eine Abbaufläche von etwa 20 ha. Jährlich werden rund 120 000 t Kies, Sand und Splitt an eine Mischanlage und ein Betonwerk in Sonthofen sowie an Kleinabnehmer geliefert.

MORITZ ATTENBERGER

GEIGER (4)

Naturschutz und Nachhaltigkeit im Blick

Schwäne nutzen den Baggersee neben dem Kieswerk als Aufzuchtort für ihren Nachwuchs. neue Kiesgrube ein Nachnutzungskonzept vorgelegt werden muss. Für die Genehmigung einer neuen Kiesgrube müssten zudem unterschiedlichste gesetzliche Regelungen beachtet werden – vom Wasserhaushaltsgesetz über das Natur- und Artenschutzgesetz bis hin zum Immissionsschutzgesetz. Die Behörden achten auf jedes Detail, von der Staub- und Lärmbelastung bis hin zu den Auswirkungen auf Flora, Fauna oder Grundwasser. Entsprechend langwierig und teuer können Genehmigungen für den Kiesabbau werden, insbesondere wenn Gutachten vorgelegt oder bestimmte Tierarten umgesiedelt werden müssen. Im Schnitt ziehen sich die Genehmigungsverfahren in Bayern über sechs bis acht Jahre hin. Das von Geiger in Herzmanns-Eggen betriebene Kieswerk hat eine Abbaufläche von etwa 20 ha, die abschnittsweise abgebaut werden. Jährlich kommen so 120 000 t Kies, Sand und Splitt zusammen, die an eine Mischanlage und ein Betonwerk in Sonthofen sowie an Kleinabnehmer verkauft werden.

Dass ein Kieswerk nicht nur ökonomischen Zwecken dient, sondern auch einen ökologischen Nutzen hat, erläuterte Jenny Sachwitz, die bei Geiger für die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit zuständig ist. Durch den Kiesabbau entstehe eine biologische Einheit aus vegetationsarmen Kiesund Rohbodenflächen, feuchten Sukzessionsflächen, Flachwasserbereichen, offenen Wasserflächen, Feldhecken und Feuchtwäldern. Hier tummeln sich viele selten gewordene Arten, die in unserer Kulturlandschaft sonst kaum noch Rückzugsorte finden. Am Standort in Herzmanns konnten bislang mehr als 100 Vogelarten gesichtet werden. Zugvögel, Schwäne und Graugänse nutzen den Standort als Winterquartier oder Aufzuchtstätte für ihren Nachwuchs. Und auch seltene Insekten und Amphibienarten fühlen sich auf den Rohbodenflächen und in den temporären Kleingewässern wohl. Zu nennen sind hier auf der Roten Liste stehende Amphibien wie die Gelbbauchunke, der Laubfrosch oder die Kreuzkröte. Was die regionale Rohstoffgewinnung wie bei Geiger in Herzmanns zudem auszeichnet, ist ihre Dezentralität – die Transportwege der gewonnenen Rohstoffe betragen im Schnitt lediglich 35 km. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und sichert eine autarke Rohstoffversorgung. Und wie sieht es generell mit dem Vorkommen von Sand und Kies bei uns aus? Die Rohstoffknappheit hängt nach Meinung von BIV-Expertin Stephanie Gillhuber daran, dass keine Genehmigungen für deren Gewinnung erteilt werden sowie an Nutzungskonkurrenz und Akzeptanzproblemen in der Bevölkerung. Geologisch gesehen würden die Vorkommen von Sand p und Kies noch über 1 000 Jahre reichen.

»Das neue Gebäude entsteht auf einer früheren Deponiefläche – ein Beispiel für nachhaltiges FlächenRecycling.« Pius Geiger, Leiter des Flächen- und Liegenschafts-Managements der Geiger-Unternehmensgruppe

13%

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Lediglich 13 % der benötigten Rohstoffe kommen derzeit aus dem Recycling. Bayernweit werden für die Primärrohstoffgewinnung nur 0,013 % der Landesfläche genutzt. Im Anschluss an die Nutzung müssen die Flächen renaturiert oder rekultiviert werden.

UNTERNEHMEN Seit ihrer Firmengründung im Jahre 1923 durch Wilhelm Geiger hat sich die heutige Oberstdorfer Geiger­Gruppe zu einem Unternehmensverbund mit mehr als einem Dutzend Geschäftsfeldern entwickelt. Das in der vierten Generation geführte Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von rund 600 Mio. Euro und beschäftigt an 50 Standorten ca. 3 000 Mitarbeiter.

Kein Kiesabbau ohne Nachnutzungskonzept (v. li. n. re.): Jenny Sachwitz (Naturschutz und GenehmigungsManagement), Christoph Heim (Leiter Genehmigungs-Management) und Roland Hörmann (Leiter Marketing & Kommunikation) zeigen den Rekultivierungsplan für das Kieswerk in Herzmanns-Eggen.

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DOPPELMAYR

Bardon Hill Quarry ist einer der ältesten durchgehend betriebenen Steinbrüche Großbritanniens und befindet sich nahe Leicester in den East Midlands. Aggregate Industries hat hier kürzlich ein neues Abbaugebiet erschlossen. Um die Abbautätigkeiten aufrecht zu erhalten, wird ein separates Materialtransportsystem von Doppelmayr zur Entnahme, Verarbeitung und Beförderung von Abraummaterial benötigt, das dann im bereits bestehenden Tagebau als Teil der Renaturierungsarbeiten eingebaut wird.

I

n Zusammenarbeit mit Aggregate Industries hat das österreichische Unternehmen Doppelmayr eine Lösung entwickelt, die die CO2-Emissionen und den Einfluss auf die Umwelt im Vergleich zum Materialtransport per Lkw oder im Vergleich zu einem konventionellen Förderbandsystem stark reduzieren soll. Mit dem RopeCon-System, einer Kombi-

nation aus Seilbahntechnologie mit herkömmlicher Fördertechnik, wird die Tagebaumulde auf 850 m Länge komplett mit Tragseilen überspannt. Auf diesen Stahltragseilen bewegt sich der Gurt fort und befördert das Material. Im Seilfeld kann das Material auf einen zweiten Gurt übergeben werden, der in beide Förderrichtungen betrieben werden

DOPPELMAYR

Nach der Gewinnung ist vor der Renaturierung

Mit dem RopeCon-System, einer Kombination aus Seilbahntechnologie mit herkömmlicher Fördertechnik, wird die Tagebaumulde auf 850 m Länge komplett mit Tragseilen überspannt. kann und gleichzeitige Förderund Einbautätigkeiten ermöglicht.

1 000 Tonnen in der Stunde Die RopeCon-Tragseile werden regelmäßig nachgespannt, um

das System über dem neu eingebauten Material anzuheben. Diese Möglichkeit, die Abwurfhöhe zu kontrollieren, minimiert die Staub- und Lärmentwicklung im Betrieb. Das System soll ca. 1 000 t/h Material befördern. t

Nassmechanische Aufbereitungsanlage eingeweiht MAX WILD – Im Oktober eröffnete im oberschwäbischen Berkheim-Eichenberg

ein Entsorgungszentrum, in dem neue Konzepte für Recycling, Lagerung und Aufarbeitung von Baustoffen entwickelt und umgesetzt werden. Eine nassmechanische Aufbereitungsanlage ist dabei das Herzstück des Standorts des Familienunternehmens Max Wild. ie neue »Bodenwaschanlage« ist vielfältig einsetz­ bar – vom Reinigen belasteten Bodenmaterials bis zur Herstellung hochwertiger Sekundärstoffe, die als zer­ tifizierte Recycling­Baustoffe wiederverwertet werden können. Als Hauptpluspunkte der Anlage gelten die Res­ sourcenschonung und eine gesteigerte Wertschöpfung. Da Entsorgungsmengen deutlich reduziert werden, lässt sich durch den Einsatz der Anlage zudem Deponieraum einsparen. Das Material wird vor der eigentlichen Bodenwäsche auf eine Korngröße von 80 mm abgesiebt und dann der Anlage zugeführt. Das Waschgut (0/80 mm) wird mit dem Eintrag mechanischer Energie getrennt und damit aufgeschlossen. Die Trennung der einzelnen Gesteinskör­ nungen erfolgt mit den nachgeschalteten Siebanlagen. Das gesamte Prozesswasser wird mittels integrierter Kläranlage abgereinigt und im Kreislauf dem Waschpro­ zess wieder zugeführt. Betrieben wird die Anlage abwas­ serfrei. Die wesentliche Reinigungsleistung der Anlage entsteht durch die Klassierung des Aufgabeguts in unter­

68 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

MAX WILD

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Getreu der Zielsetzung des Unternehmens Max Wild, zu verwerten, anstatt zu entsorgen, eröffnete im Oktober im oberschwäbischen Eichenberg eine neue »Bodenwaschanlage«. schiedliche, marktgängige Gesteinskörnungen. Die bei der Reinigung freigelegten Sand­ und Kiesfraktionen können somit als gleichwertiger Sekundärrohstoff in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. »Ins­ gesamt können so 80 % des zuvor belasteten Input­ Materials wiederverwendet werden. Was im Sinne der immer knapper werdenden Rohstoffe wie Sande und Kies eine echte und vor allem zukunftsorientierte Inno­ vation darstellt«, betont Max Wild als Geschäftsführer t des gleichnamigen Unternehmens.


FLEXCO EUROPE

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FLEXCO EUROPE

Hohe Reinigungsleistung am Sekundärabstreifer Betreiber von Förderanlagen in Steinbrüchen oder im Bergbau verlangen eine hohe Reinigungs­ leistung der Bänder. Als effizient erweist sich meist eine Kombination aus Kopf­ und Sekundärabstreifern. Flexco Europe hat nun mit seinem T­Type einen Sekundär­ abstreifer eingeführt, der hartnäckige Rückstände zuverlässig entfernen und auch ohne Kopfabstreifer gründlich reinigen soll.

Z

u fördernde Materialien können feucht, klebrig, trocken oder abrasiv sein und am Förderband hängen bleiben. Dieser Rücktrag stellt einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor für die Betreiber dar. Um diesen zu

minimieren, setzen sie meist neben Kopf- auch Sekundärabstreifer ein. Diese erhöhen die Reinigungswirkung auf mehr als 90 %, weil sie auch sehr hartnäckiges Material zuverlässig entfernen. Flexco Europe geht mit der Baureihe T-Type einen anderen Weg: Der kompakte Sekundärabstreifer soll direkt hinter der Kopftrommel auch festsitzende Rückstände vom Band entfernen. Verbaut sind Hartmetallklingen, die sich um ± 15° drehen und sich so der Bandoberfläche anpassen lassen.

Breites Temperaturfenster Für mechanische Verbinder sind Abstreifblätter mit C-Klingen vorgesehen. Segmentierte Schwingungsdämpfer aus Polyurethan

MRS Greifer GmbH Talweg 15-17 – D-74921 Helmstadt Tel. +49 (0) 7263 - 912 90 Fax +49 (0) 7263 - 912 912 info@mrs-greifer.de www.mrs-greifer.de

Flexco Europe hat mit dem neuen T-Type einen Sekundärabstreifer entwickelt, der hartnäckige Rückstände zuverlässig entfernen und auch ohne Kopfabstreifer eine hohe Reinigungsleistung erzielen soll.

unterstützen eine gleichmäßige Abnutzung über die gesamte Lebensdauer. Für vulkanisierte Bänder kommen V-Klingen zum Einsatz. Weil die dünnen Hartmetallklingen versetzt angeordnet sind, erreichen sie in Kombination mit einem robust ausgelegten Spannsystem eine laut Anbieter sehr gute Leistung. Sie haben zudem einen Versatz für eine streifenfreie Reinigung. Der neue Sekundärabstreifer ist für Bandbreiten von 400 mm bis

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1 600 mm erhältlich. Er eignet sich für eine maximale Bandgeschwindigkeit von 4 m/Sek und bei Temperaturen ab – 30 °C bis + 82 °C. Dank kompakter Bauweise benötigt der T-Type wenig Platz und passt laut Flexco in nahezu alle Förderbandstrukturen. Das Spannvorrichtungsset lasse sich in jeder Lage montieren. Das Torsionsspannsystem erfordere zudem nur minimalen Wartungst aufwand.

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DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 69


VOLVO CE

Der R100 ist als Partner für Anwendungen im Bergbau und in Steinbrüchen konzipiert und verfügt jetzt über den Cummins-Motor QST30 nach EU-Stufe V/Tier 4 Final.

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VOLVO CE

Starrer Muldenkipper jetzt mit modernem Motor Volvo CE bietet den starren 95­t­Muldenkipper R100 jetzt weltweit an. Die Basis für diesen Schritt bildet der zusätzliche, nach EU­Stufe V/Tier 4 Final zertifizierte Motor.

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ie Leistung für den Muldenkipper R100 stellt ein 783 kW (1 065 PS) starker Premium-Motor gemäß EU-Abgasstufe V/Tier 4 Final mit einem kombinierten Antriebsstrang bereit, der ein hohes Drehmoment, eine ebenso hohe Zugleistung und die laut Volvo klassenbeste Radzugkraft bietet. Die Leistung des Antriebsstrangs wird von Volvo Dynamic Shift Control unterstützt, das automatisch für eine optimale Gangwahl, Geschwindigkeit sowie das ideale Drehmoment sorgt und dadurch eine herausragende Kraftstoffeffizienz gewährleistet. Mit seiner Anpassung an verschiedene Bedingungen sorgt Volvo Dynamic Shift durch sanfte, gleichmäßige Schaltvorgänge und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch für einen produktiven Einsatz. Der R100 wartet mit einer effektiven Nutzlast von 95 t auf. Die V-förmige Mulde mit einem Volumen von 60,4 m3 unterstützt einen optimalen Las-

ZAHLEN R100 max. Nutzlast/max. Muldenvolumen:

95 000 kg/60,4 m³

Nettogewicht:

69 752 kg

max. Bruttogewicht:

166 280 kg

Bruttogesamtleistung/max. Leistung:

783 kW (1 065 PS)/2 100 min¯1

Bruttodrehmoment/max. Drehmoment:

4 631 Nm/1 300 min¯1

Höchstgeschwindigkeit:

50 km/h

70 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

tenhalt und einen minimalen Materialverbleib in der Mulde. Dank des schnellen Muldenkippsystems steht der R100 für kurze Taktzeiten und somit eine rundum effiziente Leistung.

Intelligente Überwachung Die integrierte optionale On-Board-Wiege-Technologie (OBW) stellt sicher, dass die Maschine die optimale sichere Nutzlast transportiert und die Ladungen protokolliert. Der R100 ist mit dem Volvo-Telematiksystem CareTrack für die Fernüberwachung von Betriebsdaten, einschließlich Kraftstoffverbrauch, Maschinenauslastung, Leerlaufberichten und GPS-Position, erhältlich. Mithilfe Volvo-SiteSimulation lässt sich beispielsweise die Produktivität aktueller und künftiger Projekte steigern. Das Tool liefert Informationen über den Maschinenpark, die Flottenauswahl und die Baustellenanordnung. Mit einer Karosserie aus schlag- und abriebfestem 400-HBW-Hartstahl, verbunden mit einem robusten Rahmen, soll der R100 eine herausragende Leistung über einen langen Zeitraum hinweg erreichen. Die Fahrgestellkonstruktion und die MacPherson-Aufhängung mit niedriger Querlenkerverbindung absorbieren potenziell schädigende Stöße und Vibrationen. Unabhängig von den Umge-


bungsbedingungen ist darauf Verlass, dass die Hydraulik sauber und vor Verschmutzungen geschützt bleibt, damit die Maschine nicht unnötig ausfällt.

Fahrerschutz Der R100 rückt ebenso die Produktivität und Sicherheit des Fahrers in den Vordergrund – beginnend beim ROPS/FOPS-zertifizierten Fahrerhaus in Verbindung mit den rutschfesten Trittstufen und Laufstegen, die einen sicheren Einstieg in die Maschine ermöglichen. Das auf viskosen Isolierlagern ruhende Fahrerhaus und das hydraulische Federungssystem minimieren Bodenvibrationen und Umgebungsgeräusche. Vom Fahrersitz aus kann der Bediener die Baustelle und die umliegenden Bereiche durch die große Glasfläche und die Windschutzscheibe mit geringem Neigungswinkel bestmöglich beobachten. Unterstützt wird er durch das Volvo Smart View, das mehrere an der Außenseite des Kippers montierte Ultraweitwinkelkameras nutzt, um über das Bord-Display eine 360°-Vogelperspektive des Fahrzeugs und des umgebenden Arbeitsbereichs zu erzeugen. Zum Komfort in der Kabine zählt auch eine Klimaanlage. Die bewährte Funktion des Getriebe-Retarders sorgt für eine sichere Kontrolle der Maschine beim Befahren von Gefällstrecken. Der modulierende

Brems-Retarder kann automatisch aktiviert werden, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, um einen gewählten Gang und eine konstante Motordrehzahl bergab aufrechtzuerhalten. Zu den weiteren intelligenten Systemen zählen eine Leerlaufschaltsperre, der Überdrehzahlschutz des Motors sowie sekundäre Brems- und Lenksysteme.

Schnelle Wartung Die Wartungspunkte des R100 sind strategisch angeordnet und vom Boden und der Serviceplattform aus erreichbar. Zur Vereinfachung der mechanischen Wartung verfügt der starre Muldenkipper über Lager in gängigen Größen und direkt verschraubte Felgenverbindungen. In der Kabine ist über die Instrumententafel der Zugriff auf Diagnosedaten möglich. Jedes Funktionssystem der Hydraulik verfügt über magnetische Ansaugfilter sowie über eine Druckfiltration an der Lenkung, der Bremsbetätigungspumpe und den Bremskühlaggregaten. Ein Ansaugluftfilter für den Motor dient einer saubereren Luftansaugung und einer längeren Lebensdauer des Filters. Die am Motor montierten primären und sekundären Kraftstofffilter sind mit einer zweistufigen Ölfiltration t kombiniert.

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DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 71


KOMATSU

In der nordschwedischen Aitik-Mine kommt erstmals in Europa das FrontRunner-System von Komatsu für autonom fahrende Muldenkipper zum Einsatz.

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KOMATSU

Muldenkipper mit autonomer Transporttechnologie Das FrontRunner­System für autonom fahrende Muldenkipper kommt jetzt in 11 Modellen des Komatsu­Muldenkippers 930E­5 aus der Ultraklasse in der Aitik­Mine zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine der größten Kupferminen Europas in Nordschweden, die sich im Besitz des schwedischen Unternehmens Boliden befindet.

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ie Einführung von FrontRunner in der AitikMine ist gleichzeitig der erste Einsatz des Systems in Europa. Gemeinsam mit dem lokalen Komatsu-Distributor Hesselberg Maskin bietet

Komatsu Europe Schulungen und Unterstützung während des gesamten Projekts an. Das FrontRunner-System ermöglicht eine Automatisierung von Teilen des Betriebs, was erhebliche Vorteile verspricht. Weltweit profitiere laut Komatsu bereits eine Reihe von Bergbaukunden von der Kombination aus Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der elektrischen Komatsu-Muldenkipper mit der autonomen Transporttechnologie. Mit dem FrontRunner-System wurden seit der kommerziellen Einführung im Jahr 2008 in einer chilenischen Kupfermine bereits 4 Mrd. t bewegt. FrontRunner AHS kombiniert Muldenkipper der Ultraklasse mit dem Dispatch-Flotten-Management-System von Modular Mining. Das System ist an Modular Minings Optimierungsmethode aust gerichtet.

Erster Messeauftritt unter dem neuen Markennamen »Rokbak« a die Einführung der neuen Marke nur virtuell statt­ fand (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 10/21, Seite 64), boten die Veranstaltungen in Nordirland und England für viele Kunden auf den Britischen Inseln die erste Gelegenheit, einen Blick auf die soliden Dumper zu werfen. Der auffällige neue Name und die neue Farb­ gebung waren dann auch kaum zu übersehen. Der nordirische Händler Sleator Plant brachte im September einen RA30 zur Balmoral Show bei Belfast, Nordirlands größter Agrar­ und Lebensmittelmesse. Mit dem neuen Rokbak­Dumper gewann Sleator Plant dann auch gleich eine Auszeichnung für den besten Handels­ stand. Der britische Rokbak­Händler Molson stellte seinen Kunden die neuen knickgelenkten Dumper bei einem Tag der offenen Tür in Bristol im Oktober vor. Der Händler hat in den letzten Jahren mehr als umgerechnet 3 Mio. Euro am Standort Avonmouth investiert und stellte neben sei­

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72 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

ROKBAK

ROKBAK – Kurz nach dem Markenwechsel zu Rokbak haben die knickgelenkten Dumper RA30 und RA40 der Volvo-Tochter ihr Debüt bei der nordirischen »Balmoral Show« und bei den »Tagen der offenen Tür« der englischen Molson Group gefeiert.

Der neue knickgelenkte Rokbak RA30 stand im Mittelpunkt des Standes des nordirischen Händlers Sleator Plant auf der »Balmoral Show« im September. nen modernen Serviceeinrichtungen auch die Ergän­ zungen seines Produktportfolios – wie die knickgelenk­ ten Dumper RA40 und RA30 von Rokbak – vor. Die Mol­ son Group betreibt 13 Standorte auf den Britischen Inseln, ein Ersatzteillager und beschäftigt mehr als t 70 Servicetechniker.


6 400

Newtonmeter Der elektrische Antriebsstrang des Sandvik TH550B liefert eine Dauerleistung von 540 kW und ein Dauerdrehmoment von 6 400 Nm, was eine hohe Beschleunigung und schnelle Rampengeschwindigkeiten für kürzere Zykluszeiten ermöglicht. SANDVIK

Der TH550B baut auf dem Vorgänger Artisan Z50 auf und greift auf weitere Sandvik-Systeme sowie -Konstruktionslösungen zurück.

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SANDVIK

Das Beste aus zwei Welten kombinieren Der neue 50­t­Batteriemuldenkipper TH550B von Sandvik will das Beste aus zwei Welten vereinen – die Erfahrung des Unternehmens aus rund 50 Jahren in der Entwick­ lung von Ausrüstung für den Unter­Tage­Bergbau sowie die Artisan­Batteriepakete und elektrischen Antriebsstränge. Die Kombination aus bewährten Anwendungen und der BEV­Technologie der dritten Generation sieht Sandvik als Wendepunkt für jede Betriebsstätte, die einen nachhaltigeren und hochproduktiven Fuhrpark anstrebt.

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en Infrastrukturbedarf für den Einsatz des neuen 50-t-Muldenkippers beschreibt Sandvik als minimal. Alles, was benötigt werde, sei ein Batteriestandort mit einem Stromanschluss. Da die Batterieleistung nicht durch die Bewetterung einer Mine eingeschränkt ist, können die leistungsstärksten verfügbaren Elektromotoren eingesetzt werden. Der elektrische Antriebsstrang des Sandvik TH550B liefert eine Dauerleistung von 540 kW und ein Dauerdrehmoment von 6 400 Nm, was eine hohe Beschleunigung und schnelle Rampengeschwindigkeiten für kürzere Zykluszeiten ermöglicht.

Batterie­AutoSwap und ­AutoConnect Das Selbstwechselsystem des TH550B mit AutoSwap- und AutoConnect-Funktionen verspricht eine verbesserte Maschinenverfügbarkeit und höhere Sicherheit. Der Hersteller bietet den nach eigenen Angaben schnellsten BEV-Boxenstopp, der nur wenige Minuten dauert: Der TH550B klemmt die leere Batterie ab, legt sie ab, holt eine neue Batterie und schließt sie automatisch an. Der Muldenkipper-Fahrer steuert den Wechsel ohne die Kabine verlassen zu müssen. Verläuft die Fahrt bergab, wird die Batterie über eine regenerative Bremse wieder aufgeladen. Im Hinblick auf Sicherheit und Zuverlässigkeit basiert Sandviks Batterietechnologie auf Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4/LFP), das für den Unter-Tage-Einsatz als geeignet gilt. Neben dem Sandvik TH550B bietet Sandvik weitere batterieelektrische Lader und Muldenkipper an, so den 18-t-Lader LH518B sowie das 4-t-Modell t A4 und die 10-t-Variante A10.

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Hyundai-Radlader HL970A mit 25 t Einsatzgewicht beim Aufhalden von Zuschlagstoffen bei Potthoff in Rosendahl.

L HYUNDAI

Siebter Hyundai für Potthoff-Beton Potthoff Transportbeton, in Rosendahl nördlich von Coesfeld im Münsterland ansässig, betreibt Betonwerke in NRW und Mecklenburg­Vorpommern, beschäftigt 250 Mitarbeitende und meldet eine Jahresleistung von 500 000 m³ Transportbeton. Achim Potthoff leitet das Familienunternehmen in dritter Generation und pflegt mit Vertrags­ händler Hyundai Baumaschinen Nord (HBN) in Bad Bentheim seit 2011 eine enge Geschäftsbeziehung. Sieben Radlader der Typen HL940, HL960 und HL970A sind im Einsatz. Im Herbst 2020 wuchs der Fuhrpark um den Stufe­V­Radlader HL970A mit 4,3­m³­Schaufel. Eingesetzt wird das von Markus Gehrmann pilotierte Großgerät am Stammsitz in Rosendahl­Osterwick.

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ür uns sind Treibstoffverbrauch, Ausstattung, gute Beratung und vernünftige Ersatzteilpreise wichtige Kriterien bei der Beschaffung«, sagt Achim Potthoff. »Radlader sind essentielle Umschlaggeräte für die Bedienung der Betonproduktion, zum Verladen von Zuschlagstoffen und bei all-

gemeinen Verlade- und Sortierarbeiten. Wir sind mit 13 l/h beim neuen HL970A sehr zufrieden.« Reinhard Reeker von HBN betreut den Kunden und sorgt auch für das Training der Kundenwerkstatt. »Unsere großen Kunden erhalten sämtliche Wartungsunterlagen und auch ihre Werkstattspezialisten können in Tessenderlo im europäischen Hauptsitz umfangreich auf die Maschinen geschult werden«, so Reeker.

Eco­Merkmale fördern die Wirtschaftlichkeit Die neue Radlader-A-Serie besteht aus sechs Modellen mit Einsatzgewichten von 11 500 kg bis 31 000 kg und für Schaufelvolumina von 1,8 m3 bis 5,6 m3. Alle Maschinen der Baureihe werden von

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»Intelligent Clutch Cut­Off«

HYUNDAI / OB

Im Clutch-Cut-Off-Modus (ICCO) wird der Kraftschluss zum Antriebsstrang unterbrochen und werden laut Hyundai somit auch die Bremsen und die Achse geschont. Die geringere Hitzeentwicklung durch ICCO soll der Kraftstoffeffizienz zugute kommen. Das hydraulische Sperrdifferenzial erhöht die Produktivität und wirkt kraftstoffsparend, indem es Reifenschlupf vermeidet. Der HL970A ist mit Achsen mit erhöhter Achslast ausgestattet, die für mehr Zuverlässigkeit und Robustheit sorgen sollen. Eine optionale Achsölkühlung soll ebenso die Überhitzung bei Arbeiten unter hoher Belastung oder bei häufigem Bremsen verhindern.

Beladung eines Lastzuges mit Edelsplitt für eines der PotthoffBetonwerke. Der Radlader wird jährlich zwischen 500 und 1 000 Stunden eingesetzt. Stufe-V-Motoren des Herstellers Cummins angetrieben. Neben reduzierten Verbrauchswerten wartet die neue HL-A-Serie mit Attributen wie einer automatischen Motorabschaltung auf, die den Kraftstoffverbrauch und Emissionen unter Kontrolle hält. Die Betriebsart und die Zeit, die der Motor »leer« läuft, sind vom Fahrer einstellbar. Auch das Standard-Fünf-Gang-Getriebe mit Wandlerüberbrückung reduziert den Kraftstoffverbrauch. Eine Eco-Anzeige unterstützt einen wirtschaftlich orientierten Betrieb durch häufige Überprüfung der Maschinenzustände. Die Eco-Anzeige ändert ihre Farbe mit dem Motordrehmoment und der Kraftstoffeffizienz. Ebenso werden Durchschnitts- und Gesamtverbrauch überwacht. Das serienmäßige Eco-Fahrpedal unterscheidet zwischen sparsamem Betrieb und Leistungsbetrieb – im Sparbetrieb soll sich der Kraftstoffverbrauch deutlich niedriger zeigen. Eine »Geschwindigkeitsbegrenzung« ist für Fahrer der HL-Serie zwischen 20 km/h und 40 km/h einstellbar.

»Radlader sind essentielle Umschlaggeräte für die Bedienung der Betonproduktion, zum Verladen von Zuschlagstoffen und bei allgemeinen Verlade- und Sortierarbeiten. Wir sind mit 13 l/h beim neuen HL970A sehr zufrieden.« Achim Potthoff, Potthoff Transportbeton

Neue Kabine erhöht Fahrer­Komfort Leise, sicher und komfortabel, dazu 10 % größer – die neue ROPS/FOPS-Kabine mit voll einstellbarem Sitz will laut Hyundai dem Fahrer einen ergonomischen und ausgesprochen angenehmen Arbeitsplatz bieten. Eine neue Klimaanlage maximiert die Heiz- und Kühlleistung durch optimierten Luftstrom in der Kabine. Der elektrohydraulische Joystick unterstützt das einfache Führen der Anbaugeräte. Hyundais Telematiksystem Hi Mate erlaubt eine Überwachung der Maschinen per Website oder per mobiler App mit Zugang zu Diagnoseund Arbeitsparametern wie Motorgesamtstunden, aktuellen Arbeitsstunden und Kraftstoffverbrauch. Das System erleichtert die Auswertung der Maschinenproduktivität sowie die Planung von Serviceund Wartungsarbeiten und zeigt erforderliche Maßnahmen für Kosteneinsparungen auf. Ebenso biet tet es eine Geofencing-Funktion.

Kundenberater Reinhard Reeker von Hyundai Baumaschinen Nord (li.) betreut die Potthoff-Gruppe – hier werden letzte Feinabstimmungen mit Fahrer Markus Gehrmann abgestimmt.

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Die mobile Leistungsklasse Bahnschwellen aus Beton mit Bewehrungsstahl sind ein harter Brocken bei der Aufbereitung mineralischer Abfälle. Der TITAN 950 zerkleinert problemlos die Betonträger und separiert den Stahlanteil über den serienmäßig verbauten Längsmagneten. Das Ergebnis ist ein hochwertig vorgebrochenes Material für das Baustoffrecycling. Unzählige Einsatzmöglichkeiten finden sich außerdem bei der Zerkleinerung von Mischschrott, Autokarossen, Reifen, Haus- und Gewerbemüll sowie in Kompost- und Holzverarbeitungsbetrieben.

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Der DL200-7 stößt als kleinstes Modell zur über das vergangene Jahr eingeführten DL-7-Reihe von Doosan.

kontinuierliche Drehzahländerung unterstützt. Damit kann der DL420CVT-7 automatisch vom hydrostatischen Antrieb bei niedriger Drehzahl zum mechanischen System wechseln, um mit höheren Drehzahlen zu arbeiten. Vorwärts- und Rückwärtsfahrt werden per CVT gesteuert. Motordrehzahlen dienen dabei unabhängig von der Geschwindigkeit einem hohen Wirkungsgrad und einem ebenso maximalen Fahrkomfort. Die voll leistungsverzweigte Stufenlostechnologie erleichtert das sanfte, hydraulisch gesteuerte Anfahren. Darüber hinaus lassen sich mit dem stufenlosen Getriebe Kraftstoffeinsparungen laut Doosan von bis zu 25 % erzielen.

Neue Gestaltung der Fahrerkabine

L HYUNDAI-DOOSAN

Zwei Radlader machen DL-7-Reihe komplett Doosan Infracore Europe vervollständigt seine Radladerreihe DL­7 mit den beiden Modellen DL200­7 und DL420CVT­7. Wie die bereits eingeführten Modelle haben der DL200­7 und der DL420CVT­7 das Design der neuesten Generation erhalten, verfügen über kraftvolle Stufe­V­konforme Motoren und wollen neben höherer Produktivität, wirtschaftlicherem Kraftstoffverbrauch und geringeren Gesamtbetriebskosten vor allem durch eine überragende Arbeitsumgebung für den Maschinenführer überzeugen.

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Mit dem stufenlosen Getriebe lassen sich laut Doosan Kraftstoffeinsparungen von bis zu 25 % erzielen.

er DL200-7, das kleinste Modell der Baureihe, wird von einem Stufe-V-konformen Vierzylindermotor des Perkins-Typs 1204J mit einer Leistung von 106 kW (146 PS) bei 2 200 min-1 angetrieben. Und mit einer Leistung von 240 kW (330 PS) bei 1 800 min-1 will der Scania-DC09-Motor im DL420CVT-7 ein großzügiges Drehmoment auch im unteren Drehzahlbereich bieten. Beide Motoren erfüllen die Vorschriften der Abgasnorm der EU-Stufe V dank SCR-Katalysator, Dieseloxidationskatalysator sowie Abgasnachbehandlungsverfahren mit Dieselpartikelfilter (DPF).

Bis zu 25 % zusätzliche Kraftstoffeinsparungen Der DL420CVT-7 besitzt ein CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission), das auf einer permanenten Kombination von Hydraulik- sowie Mechaniktechnologie basiert und eine sanfte und

76 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Die Kabine des DL200-7 und des DL420CVT-7 will ein um ein Vielfaches verbessertes Fahrerblickfeld bieten. Tote Winkel im Kabinenbereich wurden verringert, und die Fensterflächen sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen der DL-5-Reihe um 14 % größer (Herstellerangabe). Die Radlader sind zudem mit elektrisch verstellbaren Rückspiegeln lieferbar. An der Kabine befinden sich LED-Arbeitsscheinwerfer – bis zu sechs vorn und hinten. Die LED-Scheinwerfer auf der Heckhaube besitzen eine Stroboskopfunktion, die bei Rückwärtsfahrten automatisch aktiviert wird. Eine weitere angebotene Option ist ein Luftkompressor mit Drucklufttank, wobei der Druckluftschlauch wahlweise in der Kabine angeschlossen werden kann, um den Innenraum zu reinigen oder außen am Kompressor, um Filter und Kühler auszublasen. In der Kabine startet der Fahrer die Maschine mit dem auch als Diebstahlschutz fungierenden Smart-KeySystem auf der Bedienkonsole. Das System übernimmt ferngesteuerte Türsteuerfunktionen: Schließen und Öffnen, Türfreigabe und noch weitere Funktionen. Es verfügt darüber hinaus über zwei USB-Ports. Der in der neuen Kabine verbaute GrammerSitz Actimo XXL kommt in der Serienausrüstung mit vollständig horizontal und vertikal einstellbarer Federung, einer pneumatischen Lendenstütze und Sitzheizung. Der 3-Punkt-Sicherheitsgurt ist mit Alarmsymbolen auf dem neuen SmartTouch-System und der Anzeigetafel abgebildet, wobei Letztgenannter über ein neues Layout und Anti-Reflex-Glas verfügt. Der nun vollständig in die Armlehne integrierte EMCV-Joystick für das elektrische Hauptsteuerventil ist ein weiteres Standardmerkmal in der Kabine. Es unterstützt eine feinfühligere und präzisere Steuerung des Hubarms sowie der Anbaugeräte am Radlader. Über das EMCV-System verfügbare Funk-


tionen sind u. a. die automatische Grabwinkeleinstellung oder die Schaufelkipppositionierung. Damit der Fahrer mit kürzeren Hebelbewegungen präziser steuern kann, lässt sich die Empfindlichkeit der Joystick-Steuerung über das neue SmartTouch-System nach Fahrerwunsch einstellen. Der 8"-Touchscreen bündelt Einstellungen und Informationen, die der Fahrer benötigt, an einer Stelle.

portionalschalter am Joystick kann der Fahrer Hydraulikanbaugeräte einfach und bequem steuern. Das Standard-Schaufelvolumen des DL200-7 beträgt 2 m3, beim DL420CVT-7 sind es 4,5 m3. Der Hubarm mit Z-Kinematik bietet insbesondere bei schweren Materialien große Ausbrechkräfte und Hubleistungen sowie einen großen Ausschüttwinkel. Beide Modelle sind auch als HL-Version mit einem Hochhubarm und schwererem Gegengewicht erhältlich, falls größere Ausschütthöhen und mehr Vielseitigkeit erforderlich sind.

Mehr Vielseitigkeit bei Hydraulikanbaugeräten Die beiden Radlader DL200-7 und DL420CVT-7 verfügen über leichtgängige und reaktionsschnelle Hydrauliksysteme und Zusatzhydraulikanschlüsse. Sie haben serienmäßig ein drittes Steuerventil mit einstellbarer Fließ- und Sperrfunktion, was bei hydraulisch angetriebenen Anbaugeräten einen kontinuierlichen Fluss gewährleistet. Über den Pro-

Hohe Leistungsfähigkeit Das LIS (Load Isolation System) soll nicht nur für eine ruhigere Fahrt und mehr Fahrerkomfort sorgen, sondern dank

ZAHLEN DL200­7

DL420CVT­7

Schaufelinhalt, gehäuft:

2 m³

4,5 m³

Statische Kipplast (ungeknickt/40°):

10 124 kg/8 933 kg

18 696 kg/16 493 kg

Ausbrechkraft:

98 kN

171 kN

Breite/Länge mit Standardschaufel:

2 550 mm/7 208 mm

3200 mm oder 3000 mm/8926 mm

Schaufelgelenkhöhe:

3 716 mm

4 265 mm

Ausschütthöhe/­reichweite (bei 45°) mit Schneidkante:

2 718 mm/961 mm

2990 mm/1320 mm

Motor:

Perkins­Vierzylinder 1204J – 106 kW bei 2 200 min¯1 Perkins­Vierzylinder 1204J – 240 kW bei 1 800 min¯1

Betriebsgewicht:

12 047 kg

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Das Standard-Schaufelvolumen des DL200-7 (Bild) beträgt 2 m3, beim DL420CVT-7 sind es 4,5 m3.

verbesserter Fahrstabilität auch für höhere Produktivität, wenn der Radlader in Bewegung ist. Der Hubarm wird durch einen mit der Hubhydraulik verbundenen hydropneumatischen Druckspeicher gedämpft. Der DL200-7 ist standardmäßig mit einem aktualisierten Hydrostatikantrieb (HST) und neuen, stärkeren TPD-Achsen ausgestattet. Der Hydrostatikantrieb liefert eine leistungsstärkere Beschleunigung und sorgt in allen Situationen für reibungslosen, stoßfreien Betrieb. Die HST-Baugruppe bietet vier Auswahlschritte zur Begrenzung der Endgeschwindigkeit, fünf unterschiedliche Trakti-

onsmodi für alle Arten von Anwendungen und Motordrehzahleinstellungen in Kombination mit sieben Geschwindigkeitsbeschränkungen im ersten Gang zur Optimierung von Hydraulikanbaugeräteanwendungen. Insbesondere in Arbeitsumfeldern mit hohen Lasten, die besondere Anforderungen an die Maschine stellen, will der DL420CVT-7 überzeugen. Er verfügt über HDL-Hochleistungsachsen als Serienausrüstung und eine verbesserte Schubkraft dank hydraulischer Differenzialsperre (HDL) mit hoher Leistung. Die hydraulische 100 %-Differenzialsperre lässt sich bei vollem Drehmoment ohne Zutun des Fahrers automatisch aktivieren. Doosan Smart Guidance System (DSGS) ist eine neue Funktion, die Fahrgewohnheiten und Fahrverhalten des Maschinenführers analysiert und zu einem kraftstoffeffizienten Betrieb verhilft. Das DSGS bietet eine Bewertung und Richtlinie (den Score-Graph) für das Fahrmuster des Maschinenführers und veranschaulicht dann Kraftstoffeinsparung, Effizienz und Widerstandsfähigkeit nach Kategorien. Die Radlader DL200-7 und DL420CVT-7 werden zudem mit dem neuesten, vorinstallierten System DoosanConnect zur drahtlosen Maschinent überwachung ausgeliefert.

Mit dem Eichservice alles aus einer Hand erhalten Gewinnung werden zur Abrechnung von Materialien nach Gewicht Radlader- oder Baggerwaagen eingesetzt. Entscheidend für den Einsatz der Wiegetechnik sind dabei korrekt geeichte Systeme. Pfreundt übernimmt für die Wiegesysteme seiner Kunden die gesamte Organisation, Terminabstimmung und Durchführung der sogenannten Konformitätsbewertungen sowie die Antragstellung beim Eichamt und Begleitung der Eichungen.

in unverzichtbarer Schritt zur Inbetriebnahme einer Waage, die im geschäftlichen Handel eingesetzt wer­ den soll, ist die Konformitätsbewertung. Mit dieser wird bestätigt, dass die Waage die gültigen Anforderungen der Europäischen Richtlinien und damit auch des deutschen Mess­ und Eichgesetzes erfüllt. Ist die Bewertung erfolg­ reich abgeschlossen, kann die Waage, je nach Typ, für zwei bzw. drei Jahre im gesetzlichen Handel eingesetzt werden. Nach Ablauf der Frist ist der Besitzer der Waage dazu verpflichtet, eine Eichung durch ein Eichamt durch­ führen zu lassen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Wiegeergebnisse weiterhin den geltenden Anfor­ derungen entsprechen.

E

»Wesentlich flexibler bei Terminvergaben« Pfreundt ist ein anerkannter Betrieb für die Durchfüh­ rung von Konformitätsbewertungen und hat daher die Befugnis, diese ohne die Anwesenheit der Eichbehörden durchzuführen. »Durch diese Berechtigung sind wir wesentlich flexibler bei Terminvergaben, sodass unsere Kunden ihre Waagen nach der Montage zeitnah in Betrieb nehmen können«, sagt Stefan Busch, CE­ und Metrologie­ beauftragter bei Pfreundt. Schon mit der Bestellung eines Wiegesystems stimmen Pfreundt­Disponenten einen Termin zur Konformitätsbewertung ab. Nach der Waagenmontage führt ein Servicetechniker die Bewer­

78 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

PFREUNDT

PFREUNDT – Auch in der

Pfreundts Eich-Lkw ist mit einem Kran und 15 t geprüfter Eichgewichte ausgestattet. tung vor Ort durch. Bei Ablauf der Eichfrist verschickt Pfreundt Erinnerungen an seine Kunden, die die Eichung dann online bestellen können. Pfreundt über­ nimmt dann die Antragstellung sowie die Terminabstim­ mung mit dem Eichamt. Ein Servicetechniker begleitet die Eichung vor Ort, der Eichbeamte eicht die Waage. Damit ist die Prüfung abgeschlossen und die Maschine, inklusive Wiegesystem, wieder einsatzfähig. »Wir über­ nehmen die gesamte Organisation und Koordination der Konformitätsbewertung bzw. Eichung für unsere Kunden. Damit haben sie während des gesamten Prozesses nur einen Ansprechpartner und bekommen alles aus einer Hand – das spart Zeit«, betont Marc Schmittmann, Leiter der Serviceabteilung von Pfreundt. Sechs eigene Eichfahrzeuge des Unterneh­ mens, ausgestattet mit Kranen und jeweils 15 t geprüf­ ter Eichgewichte, sind deutschlandweit im Einsatz.t


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Sparsame Radlader im Gewinnungseinsatz

Wilhelm Rinsche, Geschäftsführer Schotterwerk Rinsche

W

ie Liebherr ist auch das Schotterwerk Rinsche ein langjähriges Familienunternehmen. Der Betrieb beschäftigt 35 Mitarbeiter und verfügt zwischen dem Münsterland und dem Sauerland über drei firmeneigene Steinbrüche, in denen Rinsche jährlich ca. 500 000 t Material abbaut. Das Kernprodukt ist der »Anröchter Grünsandstein«, ein besonderer Sandstein, der mit seiner blauen

Langjähriger Partner aus dem Elsass entscheidet sich für »Generation 8« Das im Elsass ansässige Unternehmen Nouvelles Carrières dʼAlsace (NCA) war auf der Suche nach einem neuen Liebherr­Bagger als Ersatz für einen R 944 C. Nach abschließender Test­ phase fiel die Wahl auf den R 945 G8, der über die gleiche Grabkraft wie der R 944 C verfügt.

wischen NCA und Liebherr besteht seit 1965 eine langjährige Partnerschaft. Die Verbundenheit, die Kundendienstqualität und die Möglichkeit, einen maß­ geschneiderten Bagger zu bestellen, sind für NCA ent­ scheidende Kriterien bei der Wahl eines Liebherr­Bag­ gers. Die Produktion in Colmar in direkter Nachbarschaft steht in den Augen des Unternehmens für die Qualität der Maschinen.

Load-and-Carry mit den Liebherr-Radladern L 586 XPower im Schotterwerk Rinsche.

bzw. grünen Färbung weltweit als hochwertiges und natürliches Baumaterial beliebt ist. Ausschlaggebend für die Neuanschaffung waren die positiven Erfahrungen mit den beiden bisherigen L 586 XPower, die Geschäftsführer Wilhelm Rinsche im Jahr 2019 gekauft hat. »Unsere L 586 verbrauchen mit ihrem leistungsverzweigten Antrieb nur ca. 20 l Diesel pro Betriebsstunde. Das sind

LIEBHERR FRANCE / FJI

»Ob bei der Materialaufnahme an der Abbruchwand, bei der Streckenfahrt oder bei der Rückverladung – die Radlader liefern stets volle Leistung.«

In der Soester Börde (NRW) gewinnt das Natur­ steinwerk Rinsche »deutschen Blaustein« und »Anröchter Grünstein«, auch bekannt als »Anröchter Dolomit«. Zudem fördert das Familien­ unternehmen Rinsche große Mengen an Schotter. Dabei übernehmen drei Radlader L 586 XPower aus dem Hause Liebherr wichtige Aufgaben. Im Load­and­Carry­Einsatz, bei dem sie pro Lade­ vorgang bis zu 12 t Kalksteinmergel bewegen, überzeugen die Radlader mit geringem Verbrauch und hoher Leistung. Seit Kurzem erweitert ein bereits dritter Liebherr­Radlader L 586 XPower den Maschinenpark des Schotterwerks Rinsche.

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Leistungsstark und wirtschaftlich Der »Generation 8«­Bagger R 945 G8 ist acht Stunden am Tag im Einsatz, wird von einem einzigen Fahrer bedient und hauptsächlich für den Abbau von Granit im Steinbruch verwendet. Dabei werden die Blöcke nach ihrer Größe sortiert und in Muldenkipper geladen, die sie zu den Kunden transportieren. Der R 945 G8 zeichnet sich durch eine größere Flexibilität und Bewegungs­ genauigkeit aus als der R 944 C und soll dadurch mehr Produktivität und Komfort bieten. Für zusätzliche Sicher­ heit sorgen die Ausstattung mit LED­Beleuchtung und ein erweitertes Sichtfeld. Der R 945 G8 unterscheidet sich vom R 944 C durch einen niedrigeren Verbrauch. NCA hat eine deutliche Kraftstoffeinsparung festgestellt: Der R 945 G8 verbraucht mit 19 l/h nur etwa halb so viel

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Der Liebherr-Raupenbagger R 945 G8 will sich durch gleichmäßige und präzise Bewegungen auszeichnen. wie der R 944 C. Die Anwender können ihre künftigen Einsparungen mit einem Spritsparrechner selbst abschätzen.

Bagger für die Anforderungen des Unternehmens R 945 G8 ist nach den Vorgaben von NCA konfiguriert und mit einem 6,15 m langen SME­Ausleger ausgestat­ tet. Er wurde mit einem großen, verstärkten Speziallöf­ fel geliefert, der optimal auf die Bedürfnisse des Unter­ nehmens abgestimmt ist. Sein 2,6 m langer SME­Löffel­ stiel erleichtert das Beladen eines Sattelschleppers bis zum Muldenende. NCA nutzt das LiDat­System, das es erlaubt, den Verbrauch seiner Liebherr­Flotte von fern zu überwachen und über die verschiedenen Anwendun­ t gen zu vergleichen.


LIEBHERR-WERK BISCHOFSHOFEN (4)

rund 12 l weniger als ein vergleichbarer Radlader eines anderen Herstellers, den wir bei uns im Steinbruch hatten. Mit den Liebherr-Radladern erzielen wir enorme Kosteneinsparungen und wir stoßen auch viel weniger CO2 aus«, erklärt Rinsche.

und rutschig ist, macht die Reifenschutzketten erforderlich«, erläutert Wilhelm Rinsche. Die Hauptaufgabe der Radlader ist es, gesprengtes Material von der Abbruchwand zum Brecher zu transportieren. In diesem Load-and-Carry-Einsatz legen die Maschinen einfach Wegstrecken von bis zu 200 m zurück. Zudem unterstützen die Radlader bei der Rückverladung. »Neben dem geringen Verbrauch schätzen wir an unseren Liebherr-Radladern ihre konstant hohe Kraft. Ob bei der Materialaufnahme an der Abbruchwand, bei der Streckenfahrt oder bei der Rückverladung – die Radlader liefern stets volle Leistung«, so Wilhelm Rinsche.

»Der L 586 XPower ist das größte Radlader-Modell von Liebherr und verfügt, wie alle XPower-Radlader, serienmäßig über den robusten und effizienten leistungsverzweigten Fahrantrieb.«

Bereits mehrjährige Zusammenarbeit

Wilfried Holz, Verkäufer LiebherrBaumaschinen Vertriebs- und Service GmbH

»Der L 586 XPower ist das größte Radlader-Modell von Liebherr und verfügt, wie alle XPower-Radlader, serienmäßig über den robusten und effizienten leistungsverzweigten Fahrantrieb. Wir freuen uns, dass wir seit der ersten Vorführung im Steinbruch im Jahr 2018 nun schon den dritten L 586 XPower an Wilhelm Rinsche und sein Team liefern dürfen«, so Wilfried Holz bei der Maschinenübergabe. Wilfried Holz ist Verkäufer bei LiebherrBaumaschinen in Dortmund und betreut das Schott terwerk Rinsche.

Wilhelm Rinsche (li.) präsentiert mit zwei Maschinenführern die drei firmeneigenen Liebherr-Radlader L 586 XPower.

Radlader überzeugen im Load­and­Carry­Einsatz Der geringe Kraftstoffverbrauch ist besonders bemerkenswert, weil die über 33 t schweren Radlader über diverse Sonderausstattungen für den Gewinnungseinsatz verfügen. Vor allem die Reifenschutzketten sind markant, die je nach Ausführung pro Stück bis zu 800 kg wiegen. In Kombination mit den automatisch wirkenden Selbstsperrdifferenzialen der Radlader dienen sie vorwiegend der besseren Traktion. »Der Kalksteinboden in unseren Steinbrüchen, der vor allem nach Regentagen schlammig

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CATERPILLAR – ZEPPELIN

Vom dieselelektrischen Antrieb profitieren Der neue 100­t­Dozer Cat D11 XE kann mit seinem diesel­ elektrischen Antrieb von den mehr als 20 Jahren Erfahrung Caterpillars mit Elektroantrieben im Feldeinsatz profitieren. Er steht für eine hohe Schubkraft und bessere Manövrierfähigkeit, für schnellere Zykluszeiten und eine verbesserte Kraftstoffeffizienz.

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urch die Kombination hoher Leistung mit erhöhter Haltbarkeit und einfacher Wartung bietet der D11 XE die laut Hersteller niedrigsten Betriebs-

kosten pro Tonne bei Abschubund Planierarbeiten. In der Produktlinie der Cat-Dozer wird dieser Typ die weltweit größte, leistungsstärkste und effizienteste Planierraupe mit Elektroantrieb und Deltalaufwerk mit hochgesetztem Antriebsrad sein. Das Modell D11 XE steht laut Caterpillar ebenso für niedrige Emissionen pro Tonne und strebt

bis zu 25 % weniger Kraftstoffkosten bezogen auf den Materialumsatz an. Die in dieser Größenordnung neue Konstruktion zielt auf bis zu 20 % längere Motorüberholungszyklen gegenüber Maschinen mit mechanischem Kraftstrang ab, während 60 % weniger bewegliche Teile, vor allem durch den Wegfall von Getriebe und Wandler, Zuverlässig-

Mehr Tempo mit »Booster« Die neue Generation von Primär­ und Sekundär­Pulverisierern von Caterpillar versprechen bis zu 52 % schnellere Zykluszeiten, um mehr Tonnen pro Liter verbranntem Kraftstoff zu pulverisieren. Die neue Cat­Pulverizer­Linie umfasst drei neue drehbare Primärmodelle – P318, P324 und P332 – und drei neue starre Sekundärmodelle – P218, P224 und P232. Beide Serien sind als Anbaugeräte für 18­t­ bis 50­t­Bagger ausgelegt. ür die neuen Pulverisierer wurde die SpeedBooster­Technologie über­ nommen, die schon in Cat­Multiprozessoren zu finden ist. Diese Funk­ tion schließt die Backe schnell, wenn keine Last anliegt. Wenn die Backe mit Material in Kontakt kommt, schaltet das SpeedBooster­Hydraulikventil automatisch in den Power­Modus für maximale Leistung und zerkleinert Beton unnachgiebig. Die neuen Cat­Primärpulverisierer unterstützen einen effizienten und rentablen Abbruch von Betonkonstruktionen, indem sie bis zu 52 % schnel­ lere Zykluszeiten und 21 % höhere Kraft als die Vorgängermodelle bieten. Die bidirektionale 360°­Drehung für die Modelle der P300­Serie positio­ niert die Backen ideal, um Material aus jedem Winkel zu greifen und um Material mit der richtigen Größe für die Weiterverarbeitung zu produzieren.

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Die neuen Cat-Pulverisierer setzen auf SpeedBooster-Technologie.


Elektrisch Abschieben und Planieren erfolgt mit dem Dozer D11 XE laut Caterpillar mit konstanten Motordrehzahlen im effizientesten Betriebspunkt und damit maximal kraftstoffsparend. Dabei verspricht diese Antriebstechnik höchste Drehmomente gerade beim Anfahren unter Last oder wenn maximale Abschubleistung gefordert wird.

CATERPILLAR/ZEPPELIN

keit und Lebensdauer des gesamten Kraftstrangs steigern sollen. Antrieb, Elektronik sowie Software und Steuerung wurden von Caterpillar speziell für den D11 XE entwickelt. Der integrierte Maschinenschutz reduziert Komponentenschäden für eine

verbesserte Zuverlässigkeit. Die aktualisierte Elektronikarchitektur ermöglicht es dem Dozer, CatTechnologien wie MineStar Command für ferngesteuertes als auch halbautonomes Abschieben und Planieren zu nutzen. Das modulare Design des neuen Dozers vereinfacht die Wartung zudem durch eine verbesserte Wartungsfreundlichkeit des Antriebsstrangs. Der D11 XE ist aktuell auf dem Dozer-Testgelände von Caterpillar in den USA im Einsatz und soll dann einen umfangreichen Feldvalidierungsplan durchlaufen, bevor die volle Prot duktion startet.

Ab 17 t Einsatzgewicht sind alle Cat-Dozer mit Delta-Laufwerk ausgestattet, so auch der neue Cat D11 XE mit dieselelektrischem Antrieb.

Integrierte Bewehrungsmesser schneiden schnell durch Rohre, Beweh­ rungsstäbe und andere eingebettete Materialien, um die Abbrucheffizienz zu verbessern.

Sekundärpulverisierer sind bis zu 44 % schneller Bis zu 44 % schnellere Zykluszeiten liefern die Cat­Sekundärpulverisierer nach Herstellerangaben und bis zu 20 % mehr Kraft beim Betonabbruch – was zu einer bis zu 15 % höheren Leistung bei Anwendungen in der Sekun­ därmaterialverarbeitung führen soll. Breite Backenöffnungen sollen es dem Bediener ermöglichen, mehr Material aus jedem Winkel zu greifen, damit erhöhen sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit und der Gesamtmaterial­ durchsatz. Um die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zu erhöhen, sind alle Hydrau­ likkomponenten in einem Gehäuse mit einer angeschraubten Abdeckung geschützt, die vollständigen Zugang für Wartungsarbeiten bietet. Cat­Asset­ Tracking ist in alle neuen Pulverisierer integriert und ermöglicht ein schnel­ les Auffinden und Verwalten von Anbaugeräten. Die Bestandsverfolgung dient einer effizienten Verwaltung der gesamten Anbaugeräteflotte, die über Cat­Maschinen mit aktivem Flotten­Management abgewickelt wird. Die neuen Pulverisierer sind für den Einsatz an zahlreichen Baggern geeignet. Als integrierte Lösung verfügen Cat­Next­Gen­Bagger zudem über spezielle, vorprogrammierte Pulverisierer­Einstellungen, sodass der Bagger das Anbaugerät schnell erkennen und automatisch die richtigen t Betriebseinstellungen vornehmen kann.


KOBELCO

»Tatsächlich war diese Order nicht nur aufgrund ihres Volumens für uns etwas Besonderes, zeigt sie doch das große Vertrauen, das Baumann Epp Bau in uns und die Kobelco-Technik setzt.« Vladan Dimovic, Verkaufsleiter Hand Baumaschinen

Seit Mitte Oktober bewährt sich der neue Kobelco SK530LC-11 im Granitsteinbruch Standel von Baumann Epp Bau in Wassen (Schweiz).

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KOBELCO

Breit aufgestellt im Gesteinsabbau

KOBELCO

Den ersten Schweizer 50­Tonner der neuen Kobelco­Generation hat Hand Baumaschinen an das Urner Unternehmen Baumann Epp Bau ausgeliefert. Der Kobelco SK530LC­11 bewährt sich inzwischen im anspruchs­ vollen Direktabbau hoch­ wertiger Granitvorkommen in den Alpen.

»Schon 1983 entschieden wir uns für den 20-Tonner 907, als überhaupt erst zweiten Kobelco-Bagger in der Schweiz.« Bernhard Epp, Geschäftsleiter Baumann Epp Bau AG

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m Urner Reusstal bei Wassen am Gotthard liegt auf 980 m Höhe der Steinbruch Standel von Baumann Epp Bau. Der Standort ist seit 2016 der dritte Gewinnungsbetrieb des familiengeführten Tiefbauunternehmens aus Bürglen. Waren es anfangs meist Bausteine für Hochwasser- und andere Schutzbauten, verarbeitet man heute u. a. den Aaregranit zu hochwertigen Natursteinprodukten, die als »Gotthardgranit« vertrieben werden. Neben »formwilden« Steinen von 200 kg bis 5 t, umfasst das Programm zwei- bzw. vierlagig bearbeitete Steine für naturnahe Hangverbauungen, Bodenplatten sowie regelmäßige Steinquader und Mauersteine, die von Steinmetzen vor Ort produziert werden. In periodischen Abständen durch einen Lohnbrecher im Betrieb aufbereitet, stehen auch Schroppen, Schotter und Splitte im Angebot, die vorrangig in Steinkörben oder als Wegebefestigung Verwendung finden. Gesägte Plattenware oder Gestaltungsobjekte aus dem charakteristisch gekörnten Gestein vervollständigen das Programm. In Summe erreicht die jährliche Produktion in Standel bis zu 20 000 t.

zahn die oft mehrere Tonnen schweren Granitblöcke frei. Besonders große Kaliber mit Kantenlängen bis zu 10 m x 10 m werden per Bohrlafette und Spaltgerät vor Ort zerkleinert. Seit Jahren setzt Baumann Epp auf Baggertechnik des japanischen Herstellers Kobelco. Auch beim neuen 50-t-Flaggschiff der Standel-Flotte: Im Oktober übernahm das Unternehmen als erster eidgenössischer Kunde den SK530LC-11 vom Schweizer Händler Hand Baumaschinen (Thörishaus) mit dem man seit fast 30 Jahren zusammenarbeitet.

Die Qualität entscheidet »Wir sind echte Überzeugungstäter«, bestätigt Bernhard Epp, der das auf Ende der 1950er-Jahre zurückgehende Unternehmen 2008 von Co-Gründer Martin Baumann übernahm und heute mit Sohn Patrik und Tochter Stefanie führt. »Schon 1983 entschieden wir uns für den 20-Tonner 907, als überhaupt erst zweiten Kobelco-Bagger in der Schweiz. Seine überragende Zuverlässigkeit auf der Baustelle ließ

Anspruchsvolle Gewinnung Gut 9 ha umfasst die Abbaufläche, die sich auf etwa 600 m Länge unterhalb steil abfallender Felswände entlang der Reuss erstreckt. Insgesamt 800 000 t Material werden in fünf Etappen entnommen, wobei die ausgebeuteten Zonen parallel mit unbelastetem Deponiematerial verfüllt (ca. 500 000 m3) und renaturiert werden. Abgebaut wird ein alter Felssturz, dessen Gesteinsmassen am bewaldeten Hangfuß in 4 m bis 5 m tiefen Bodenschichten anstehen. Meist ohne Lockerungssprengungen legen schwere Bagger per Felsschaufel oder Reiß-

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Der verstellbare Unterwagen mit 600-mmBodenplatten und einer maximalen Breite von 3 490 mm verspricht volle Standfestigkeit.


weitere Maschinen folgen und auch für unseren ersten Steinbruch lieferte uns Hand Baumaschinen 2002 den 30-Tonner Kobelco SK330N LC.« Heute dominieren türkisfarbene Maschinen den Gerätepark mit rund 20 Kettenbaggern zwischen 1 t und 50 t. Im Unternehmen ist die Organisation der überregionalen Tief-, Erd- sowie Wasserbauaktivitäten und der angeschlossenen Steinbruchsparte personell und maschinentechnisch eng verzahnt. Entsprechend müssen sich die durchweg als Kurzheck-Versionen ausgeführten MidiBagger, kompakten 15-Tonner und 25- bis 30-Tonner bei unterschiedlichsten Aufgaben bewähren, wobei ihnen vor allem eine große Standfestigkeit und hohe Kräfte bzw. Anbauleistungen am Ausleger zugutekommen.

Das Vertrauen bestätigt »Genau diese Eigenschaften waren auch bei der neuen Schlüsselmaschine für den Steinbruch Standel gefragt«, erklärt Vladan Dimovic, Verkaufsleiter bei Hand Baumaschinen und zuständig für den Premierenauftrag des SK530LC-11. »Tatsächlich war diese Order nicht nur aufgrund ihres Volumens für uns etwas Besonderes, zeigt sie doch das große Vertrauen, das Baumann Epp Bau in uns und die Kobelco-Technik setzt«, so Dimovic. Wie das Schwestermodell SK500LC-11 besitzt auch der über 52 t schwere SK530LC-11 einen Stufe-

V-konformen 13-l-Hino-Turbomotor mit 300 kW Motorleistung (1 700 Nm bei 1 400 min-1). Die leistungsoptimierte »Heavy Lift«-Hubhydraulik und das breite Verstelllaufwerk (Spurweite: 2 890 mm) ermöglichen hohe Kräfte beim Graben und Reißen – laut Anbieter selbst bei maximaler seitlicher Auslage der Standard-Arbeitsausrüstung (Ausleger: 7 m, Stiel: 3,45 m) von rund 12 m. Dabei soll der große Kobelco mit feinfühligen Steuerbewegungen und schnellen, maßstabsetzenden Arbeitsspielen in der 50-t-Klasse punkten. Augenmerk schenkten die Entwickler auch dem Fahrerarbeitsplatz und der täglichen Wartung: Die Kabine im »Performance-X-Design« will mit hoher Ergonomie aufwarten dank luftgefedertem Grammer-Sitz und einstellbarer Bedienelemente. Ein 10"-Monitor zeigt die Betriebszustände an und liefert die Bilder der serienmäßigen Rundum-Überwachung. Bodennahe oder leicht auf dem Oberwagen erreichbare Servicepunkte erleichtern die Wartungs-Checks. Nach den ersten Betriebswochen zeigt sich auch Steinbruchleiter Elias Tresch mit dem Kobelco SK530LC-11 vollauf zufrieden. Vor allem in den Disziplinen Hubkraft, Standfestigkeit und Steigfähigkeit punktet die Maschine und erfüllt auch in einem anderen Aspekt alle Erwartungen: Trotz regelmäßiger Einsätze im obersten Leistungsbereich bleibt der Verbrauch unter 40 l/h und pendelt im Schnitt t zwischen 33 l/h und 36 l/h.

Wie seine Baggerführer schätzt Steinbruchleiter Elias Tresch den ergonomisch optimierten Arbeitsplatz im Kobelco SK530LC-11.

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Mit einem Bobcat-Maschinenduo zum Hausabbruch.

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Hausabbruch in zwei Tagen absolviert In der Tschechischen Republik lohnt sich die Sanierung von Einfamilienhäusern aus den 1970er­Jahren oft nicht und ein Abriss ist angeraten. So war es auch bei einem Haus in Rudná bei Prag, das der Eigentümer abbrechen lassen wollte. Die Kostenvor­ anschläge der Unternehmen, die die Arbeiten durchführen sollten, waren allerdings so hoch, dass der Eigentümer beschloss, sich nach anderen Methoden für die Durchführung des Projekts umzusehen. Fündig wurde er bei Bobcat in Form eines Kompakt­Raupenladers T76 und eines E55z­Minibaggers.

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»Kompakte« Lösung gewann Jiří Vrzáček ging analytisch an das Projekt heran und fand heraus, welche Abbruchlösung im Hinblick auf Geschwindigkeit, Gesamtkosten und geringstmögliches Risiko von Umweltschäden am effektivsten sein würde. Dabei zog er drei Ansätze in Betracht: den Einsatz eines großen 22-t-Baggers, eines klassischen Baggerladers oder einer Kombination aus einem Kompaktbagger und einem Kompaktlader.

DOOSAN BOBCAT

u berücksichtigen war neben dem relativ kleinen Grundstück, auf dem das Haus stand, der Zaun des Nachbarn in unmittelbarer Nähe sowie ein Walnussbaum, der während der Arbeiten zu schützen war. Der Eigentümer entschied, die Arbeiten zusammen mit seinem Freund Jiří Vrzáček selbst in die Hand zu nehmen. Vrzáček gilt als Bran-

chenexperte, der regelmäßig Maschinen und Methoden für diese Art von Arbeiten überprüft und in der Vergangenheit bereits vergleichbare Abbruchprojekte durchgeführt hat.

Der Minibagger E55z mit Hydraulikgreifer baute das Haus schrittweise ab und schaufelte den Schutt zur Seite.

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Mithilfe des Kompakt-Raupenladers T76 wurden dann die 32 t Schutt verladen.


Der Abriss mit einem großen Bagger wäre schnell vonstatten gegangen, räumlich aber erwies sich diese Lösung als unrealistisch und die Arbeit mit einem Baggerlader würde zu lange dauern. Letztendlich entschied man sich für den Einsatz von zwei Maschinen mit aufgeteilten Aufgaben: Die Abrissarbeiten wurden mit dem neuen BobcatMinibagger E55z durchgeführt und die Schuttverladung mit dem ebenso neuen Bobcat-KompaktRaupenlader T76. Diese Kombination und der Einsatz spezieller Anbaugeräte erwiesen sich als effektiv: In sechs Stunden wurde das Haus komplett bis auf die Grundmauern abgerissen. Insgesamt wurden der Abriss und die vollständige Schuttbeseitigung in einer Rekordzeit von zwei Tagen abgeschlossen. Lediglich die Verzögerungen bei der Ankunft der Lastwagen zum Abtransport des Schutts führten dazu, dass ein zweiter Tag benötigt wurde. »Wir begannen den Abriss sehr vorsichtig – aufgrund der Nähe zum Nachbarn rissen wir die Schornsteine und Giebel von Hand ab. Dem folgte ein blitzschneller Abriss, den wir tatsächlich in sechs Stunden erledigt hatten. Als Nächstes stand die Verladung von 400 t Material an, bei der wir vor allem durch die Geschwindigkeit beim Abtransport des Schutts von der Baustelle eingeschränkt waren«, erinnert sich Jiří Vrzáček.

Schnelle Schuttverladung Der Minibagger E55z mit Hydraulikgreifer baute das Haus schrittweise ab und schaufelte den Schutt zur Seite, während er gleichzeitig das Material besser sortierte als von Hand. Mithilfe des KompaktRaupenladers T76 wurden dann die 32 t Schutt verladen. »Dank einer guten Planung und einer wirklich sorgfältigen Auswahl der Maschinen sowie der Anbaugeräte konnten wir die Kosten um fast die t Hälfte reduzieren«, so Vrzáček.

FAKTEN Bobcat­Duo im Abbruch

> Der vor Ort eingesetzte Minibagger E55z verfügt über das ZHS­Konzept ohne Heck­ überhang, das einen noch größeren Schutz und erhöhte Sicherheit für den Fahrer verspricht als die Standard­Kurzheck­ bauweise und somit ein sorgloses Arbeiten in Mauernähe und an anderen Hindernissen unterstützen soll. Der E55z hat ein Betriebs­ gewicht von 5 346 kg und eine maximale Reichweite auf Standebene von 5 843 mm. > Der T76 ist der größte der neuen Kompakt­Raupenlader der R­Serie, die Bobcat seit Ende 2020 anbietet. Er hat eine Kipplast von 4 050 kg und kann Lasten bis zu einer maximalen Höhe von 3,2 m heben. > Als Anbaugeräte kamen u. a. ein hydraulischer Sortiergreifer, Hydraulikhämmer, Greiferschaufeln und Standardschaufeln zum Einsatz.

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Der Husqvarna-Abbruchroboter DXR 300 fährt Treppen eigenständig hoch.

Vielen Bürgern Heidenheims ist das »Elmar-Doch-Haus« als »altes Rathaus« bekannt. Das denkmalgeschützte Gebäude mit seinen markanten Fenstern wurde 1846 fertiggestellt und beherbergte bis 1972 die Stadtverwaltung. Als die Kernsanierung des Hauses beschlossen wurde, zog die bislang dort ansässige Tourist-Information interimsweise aus und Ralph Mahler mit Team sowie schwerem Gerät ein. Der Auftrag: ein Abriss der inneren Beton- und Mauerwerkswände des vierstöckigen Gebäudes ohne Beschädigung der Außenfassade.

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HUSQVARNA

Kernsanierung ohne sichtbare Schrammen Sanierungen historischer Gebäude stellen für beauftragte Abbruchunternehmen eine besondere Hausforderung dar. Als die Mitarbeiter von Beton Bearbeitung Mahler mit dem Abriss der inneren Beton­ und Mauerwerkswände des vierstöckigen »Elmar­Doch­ Hauses« in Heidenheim (Baden­Württemberg) beauftragt wurden, sollte dies ohne Beschädigung der Außenfassade sowie emissionsfrei erfolgen. Geschäftsführer Ralph Mahler rückte dazu mit seinem drei­, zeitweise vierköpfigen Team sowie schwerem Gerät an – u. a. mit dem elektrisch betriebenen, ferngesteuerten Husqvarna­Abbruchroboter DXR 300.

H »Einen großen Anteil am Gelingen hatte sicherlich der Husqvarna DXR 300. Doch auch die beste Maschine bringt nichts, wenn nicht ein kompetentes Team dahinter steht. In diesem Sinne, danke an meine Männer – Ihr seid der Hammer.« Ralph Mahler, Geschäftsführer Beton Bearbeitung Mahler (BBM)

och war der Planungsaufwand, den Ralph Mahler gemeinsam mit dem Stuttgarter Architekten Andreas Ocker und Statiker Michael Sailer vom Ingenieurbüro Holz in Heidenheim im Vorfeld zu betreiben hatte: »Sowohl der Zugang über das Dach wie auch über die Außenwände waren tabu. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Sanierung aus dem Innenraum heraus von oben nach unten durchzuführen. Unter diesen Aspekten wurde anschließend die Gefährdungsanalyse durchgeführt.« Nachdem von allen Seiten grünes Licht vorlag, nahm Mahler die Aufgabe in Angriff.

Aufwendige Vorbereitungs­ und Schutzmaßnahmen Zu Beginn des Projekts wurden zunächst Bodenöffnungen zum Betonieren von Hilfsfundamenten erstellt. Rund 50 Kernbohrungen mit einem Durch-

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messer von 40 mm durch 1,2 m Sandgestein waren notwendig, um anschließend mit 15 m langen Stahltraversen die Außenwände an den Bestandsstützen rückzuverankern. Die Sicherung der Außenwände sowie das Erstellen der Notabstützungen und Hilfsfundamente erfolgten durch den Auftraggeber U. C. Monz aus Heidenheim. Zusätzlich wurden aufwendige Schutzmaßnahmen für die überwiegend historischen Rundbogenfenster getroffen, die mit Holzplatten gesichert wurden.

Emissionsfreie Maschinen und Geräte im Einsatz Bei der Auswahl der Werkzeuge und Maschinen für den Abbruchauftrag galt es nicht nur, die Besonderheiten des Gebäudes, sondern auch dessen Lage zu berücksichtigen – das »Elmar-Doch-Haus« befindet sich in einer Fußgängerzone. Aus diesem Grund sollten aus Rücksicht auf die direkten Anwohner sämtliche Tätigkeiten nur mit unvermeidbarem Maschinenlärm sowie vibrationsarm ausgeführt werden. Letzteres empfahl sich aufgrund des Alters des Gebäudes ohnehin. Daniel Weisser, Gebietsverkaufsleiter Baden-Württemberg bei Husqvarna Construction, ergänzt: »Wenn dazu – wie bei diesem Projekt – alle Tätigkeiten in geschlossenen Innenräumen stattfinden, stellen zum Schutz der Bausubstanz und Werker emissionsfreie Maschinen und Geräte die ideale Lösung dar.« Für Mahler war daher klar, dass sich für die Aufgabe sein elektrisch angetriebener und ferngesteuerter Husqvarna-Abbruchroboter DXR 300 am besten eignet. Ausgestattet mit einem Abbruchhammer des Typs SB 302 und der DCR-300-Schere, sollte


700 Tonnen Insgesamt wurden rund 700 t Beton, ca. 500 t Mauerwerk und etwa 300 t Aushubmaterial mit einem Bobcat S450 aus dem Gebäude gebracht.

der Auftrag innerhalb der geplanten Dauer von acht bis maximal zehn Wochen mit minimalem Personenaufwand erledigt werden. Die erste Herausforderung bestand darin, das rund 2 t schwere Gerät über das Treppenhaus in den vierten Stock zu bekommen. Dazu Mahler: »Der DXR 300 ist zwar nur 78 cm breit, allerdings war der Treppenaufgang nicht arg viel breiter. Vor allem in den Kurven ging es teilweise um Millimeter. Der große Vorteil der ferngesteuerten Maschine ist jedoch, dass sie sich einfach vor- und rückwärts rangieren lässt. Außerdem können hier der Ober- und Unterwagen separat gesteuert werden. Über den drehbaren Ausleger ließ sich das Gewicht entsprechend verlagern und dadurch jederzeit die Balance halten.« Zusätzlich mit Gurten gesichert, konnte die Maschine schließlich bis unter das Dach befördert werden.

Abbruch aller Beton­ und Mauerwerkswände Nachdem auch ein Hinowa-Elektro-Dumper sicher oben angekommen war, ging es an den Abbruch aller Beton- und Mauerwerkswände. Da der Aufzugskern als Abwurfschacht für den Abtransport

In den Kurven sind Millimeterarbeit und Körpereinsatz gefragt.

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der Schuttmaßnahmen zur Verfügung stand, arbeiteten der DXR 300 und der Abräumer Hand in Hand. Eine Wand nach der anderen konnte mit dem Abbruchroboter emissionsfrei in wenigen Minuten abgerissen werden. Sämtlicher Schutt wurde anschließend direkt in den Schacht geschoben und vom Kollegen unten mit einem Bobcat S450 nach draußen befördert. Zur Reduzierung des hohen Staubaufkommens kamen Husqvarna-Luftreiniger des Typs A2000 zum Einsatz, die laut Mahler »ihren Job hervorragend erledigten und absolut unabdingbar waren.« Nach dem Abbruch der Wände und des Aufzugsschachts im vierten Stock wurden die Geräte in das nächsttiefere Stockwerk umgesetzt. Aufgrund der Erfahrungen beim Hochfahren lief der Weg nach unten zügiger ab. In der darunterliegenden Etage angekommen, wurden mit dem Abbruchroboter die Deckenöffnungen hergestellt. Diese umfassten je ein Öffnungsvolumen von 60 m2, dazu waren Sägeschnitte entlang der Außenwände, Stützen und Träger zum Bestand notwendig. Anschließend konnte die Treppenanlage nach oben abgetragen und so in der Folge in gleicher Weise alle Etagen rückgebaut werden. Zu guter Letzt stand im Erdgeschoss noch die Entfernung der gesamten Bodenplatte auf einer Fläche von 220 m2 an. Insgesamt wurden rund 700 t Beton, ca. 500 t Mauerwerk und etwa 300 t Aushubmaterial mit dem Bobcat S450 aus dem Gebäude gebracht. Ralph Mahler zieht sein Resümee: »Dieses Rückbauprojekt war sicherlich eines unserer komplexesten der jüngeren Vergangenheit. Großen Anteil am Gelingen hatte der Husqvarna DXR 300. Doch auch die beste Maschine bringt nichts, wenn nicht ein kompetentes Team dahinter steht. In diesem Sinne, danke an meine Männer – Ihr seid der t Hammer!«

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»Wir waren sehr beeindruckt von dem Hammer. Er ist kompakter als die anderen Hydraulikhämmer in unserem Maschinenpark. Dennoch bringt er weitaus mehr Leistung als alles, was wir bisher eingesetzt haben.«

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Gerry Kelly, Firmenchef Kelly Earthmoving

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EPIROC

Werkzeug für extrem anspruchsvolle Aufgabe In einem großen Steinbruch in den britischen Midlands hat Kelly Earthmoving einige Vorbereitungsarbeiten im Zusammenhang mit der Installation eines Hängefördersystems ausgeführt – hier wird künftig ein rund 1 km langes Tragseil über einen Steinbruch verlaufen. Die Installation des Systems erforderte einige anspruchs­ volle vorbereitende und bautechnische Lösungen mit einem Hydraulikhammer MB 1200 von Epiroc an einem Menzi Muck.

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as irische Unternehmen Kelly Earthmoving übernimmt vielfältige Spezialaufgaben. »Natürlich können wir ganz normal Erdreich bewegen, aber das ist ein bisschen langweilig«, so Firmenchef Gerry Kelly. »Darum bewegen wir das Erdreich von Orten weg, die andere nicht erreichen wollen oder können.« Kelly bietet nicht nur Erdbewegungen unter schwierigen Bedingungen an, sondern übernimmt auch komplexe Aufgaben im Spezialtiefbau. Wie Gerry Kelly erklärt,

musste sein Unternehmen in den Midlands mehr Gestein extrahieren und zerkleinern, als je zuvor bei einem Auftrag. »Es war für die Mitarbeiter und unsere Ausrüstung gleichermaßen ein knochenharter Job.«

Schwierige Aufgabe Rund zwölf Monate lang war das Kelly-Team an zwei separaten Stellen im Einsatz. Obwohl sich ein Teil des offenliegenden Gesteins leicht entfernen ließ, musste man nach einigen ver-

DA – Sein 20-jähriges Jubiläum als Geschäftsführer des Deutschen Abbruchverbandes (DA) hat im Oktober Andreas Pocha gefeiert. Eine erfolgreiche Ära, die sich auch in der Entwicklung der Mitgliederzahlen des Verbandes niederschlug. Seit Dienstantritt Pochas hat sich die Zahl der vom DA vertretenen Unternehmen von 290 auf 810 deutlich erhöht.

ie Qualitätssicherung und ­steigerung im Abbruch ist seit jeher ein Hauptanliegen des DA, das unter Pochas Leitung maßgeblich voran­ getrieben wurde. So konnten in den vergangenen Jahren u. a. durch die Mit­ arbeit des DA in den Normungsausschüssen des DIN (DIN 18299, 18007, 18459) und den VDI­Gremien (VDI 6210) die Technikstandards im Abbruch vereinheitlicht und verbessert werden. Seit 2005 zeichnet der DA zudem besonders qualifizierte Experten im Abbruchbereich als »Fachberater Abbruch« aus, die als Ansprechpartner für Ausschreibung, Planung und Begutachtung von Abbrucharbeiten bereitstehen. Ein Jahr zuvor erschien die erste Auflage des vom DA herausgegebenen »Fachbuch Abbrucharbei­

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Seit 20 Jahren leitet Andreas Pocha die Geschäfte des Deutschen Abbruchverbandes.

JENS JESKE

Andreas Pocha: 20 Jahre Geschäftsführer beim Deutschen Abbruchverband

ten« als Nachschlagewerk zur fachgerechten Planung und Ausführung aller Arbeiten im Bereich Abbruch und Rückbau.

Fachtagung entwickelt Dafür, dass die Abbruchbranche untereinander netzwerken und sich austau­ schen kann, sorgt der DA mit der »Fachtagung Abbruch« in Berlin mit ange­ schlossener Fachausstellung. Die 1995 aus der Taufe gehobene Veranstaltung


Der Epiroc MB 1200 erweist sich für Kelly Earthmoving als ein perfektes Werkzeug für eine extrem anspruchsvolle Aufgabe.

schlissenen Hydraulikhämmern und zahllosen abgebrochenen Meißeln einsehen, dass die Ausrüstung dem Material in einem Bereich nicht gewachsen war. Gerry Kelly erinnert sich: »Uns ist das Lachen vergangen. Alle paar Tage ging ein Meißel kaputt und manchmal auch mehr. Unsere normalen Hämmer waren dem harten Gestein nicht gewachsen. Daher beschlossen wir, in etwas Zuverlässigeres und Produktiveres zu investieren, um die Arbeit zum Abschluss zu bringen. Coyle Equipment Services hat uns unterstützt. Auf Empfehlung von William Coyle brachten wir als Ersatz für eine unserer vorhandenen Maschinen einen Epiroc-Hydraulikhammer MB 1200 zum Einsatz. Wir waren sehr beeindruckt von der Zuverlässigkeit und Leistung des EpirocHammers.« Der 157 PS starke Menzi Muck aus der 12-t-Klasse arbeitete sich mit dem MB 1200 von Epiroc kontrolliert durch den Fels, obwohl der Hammer eigentlich

für Trägergeräte der 15-t- bis 26-tKlasse konzipiert ist. »Der Menzi ist einfach ein enormes Kraftpaket«, bestätigt Kelly. »Mit der Powerline-Pumpe stellt er mehr als 200 l/min Hydrauliköl bereit. Das ist weit mehr, als der EpirocHydraulikhammer braucht.« Die Hubkapazität beträgt selbst bei seiner maximalen Reichweite von 6 m mehr als 4 t. Damit zeigte sich der Menzi als ein idealer Träger für hydraulische Anbaugeräte. Mit einem 120 mm dicken Meißel brachte es der MB 1200 auf 340 bis 680 Schläge pro Minute, was laut Gerry Kelly mehr als ausreichte, um das Hartgestein zu brechen.

Druckerkennung Der Hydraulikhammer verfügt über AutoControl-System und kann den Druck auf den Meißel ermitteln. Er erkennt ebenso, wenn der Meißel das Material durchbricht. So schützt er sich vor Leerschlägen, die Schäden am Schlagraum verursachen können. »Wir mussten den Meißel nicht ein einziges Mal auswechseln. Anscheinend ist das Original von Epiroc aus besonders hartem Material gefertigt«, t betont Gerry Kelly.

 Über 50 qualifizierte Fachvorträge mit lösungsorientierten Präsentationen  Fachausstellung mit mehr als 100 Partnern im In- und Outdoor-Bereich  1200 Fach- und Führungskräfte

wurde 2011 durch den DA übernommen. Waren es 2011 noch 411 Teilnehmer und 47 Aussteller, zog das Event 2020 über 1 100 Brancheninsider und fast 130 ausstellende Firmen an. Die nächste Veranstaltung ist für den 11. März 2022 geplant.

 Netzwerkkontakte höchster Qualität für Ihre tägliche Bauorganisation  Weiterbildungsveranstaltung mit Zertifikat

Ausbildungsberuf auf den Weg gebracht Ein Baustein in Pochas Wirken war und ist die Gewinnung von Fachkräften für den Abbruch. Ein Meilenstein hierbei war die Entwicklung des Berufs­ bildes des »Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik«. Der seit 2004 anerkannte dreijährige Ausbildungsberuf ist der erste, der rein auf die Bedürfnisse von Rückbau und Abbruch zugeschnitten ist.

 Nachwuchsgewinnung

Umwelt und Nachhaltigkeit im Blick Als zukunftsträchtig gilt die ökologische Ausrichtung, die die Abbruch­ branche mit dem selektiven Rückbau für die Gewinnung von Sekundär­ rohstoffen seit über 30 Jahren verfolgt. So war der DA die treibende Kraft für die Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe (QUBA) im Jahr 2019. Mit bvse und ZDB konnte der Verband zwei gleichberechtigte Gesellschafter gewin­ nen. Bereits 2015 hatte man die für die Sekundärrohstoffgewinnung vorab beim Abbruch notwendige Schadstoffsanierung als Unternehmenssparte t aufgenommen und einen Fachausschuss gegründet.

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»Wir sind äußerst zufrieden mit den beiden Anbaugeräten, da wir viel Masse schaffen.« Julian Dins, Leiter Maschinen- und Fuhrpark Abbruchspezialist Antal

MBI

Kraftvolles Abbruchdoppel Rund 21 600 t Stahlbeton mussten im Sommer effizient und wirtschaftlich pulverisiert werden: Der Abbruchspezialist Antal aus Frankfurt am Main war beauftragt worden, einem ehemaligen Baumarkt zu Leibe zu rücken und die Fläche für die neue Nutzung zu bereiten. Zum Einsatz kamen hierfür in Schlüsselrollen zwei drehbare Pulverisierer aus dem Hause MBI.

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ereits im Jahr 2019 hatte Fuhrparkleiter Julian Dins den Bedarf eines Pulverisierers der 5-t-Klasse gesehen. Dieser sollte den Rückbau großer Betongebäude, Bürotürme sowie Gewerbe- und Industriehallen effizient und schnell durchführen können. Die umfangreichen Abbruchprojekte erforderten eine Maschine, mit der massive Stahlbetonbinder und Deckenelemente zügig zerlegt werden können. Die Wahl fiel damals auf den drehbaren MBI-Pulverisierer RP50-IT, der sich bis heute bereits auf einigen Großbaustellen im Rhein-Main-

Die beiden MBI-Pulverisierer RP50-IT und RP30-IT beim Rückbau eines Baumarkts.

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»Das perfekte Anbaugerät« Einer der beiden Maschinisten ergänzt: »Wir setzen den RP50-IT ausschließlich an einem Kettenbagger der 50-t-Klasse ein. Für diese Arbeiten ist es das perfekte Anbaugerät. Er ist sowohl kraftvoll als auch schnell. Das Abbrechen gering bewehrter Betonstrukturen ist gut möglich.« Eine Öffnungsweite von 1 100 mm soll auch das Zerkleinern größerer »Brocken« bei Öffnungs- und Schließzeiten von je nur drei Sekunden erlauben. Auch der RP30-IT wird laut Hersteller aufgrund der Vielseitigkeit sowie Leistung im Einsatz geschätzt und wird sowohl auf Großbaustellen wie auch kleineren innerstädtischen Baustellen eint gesetzt.

MBI DEUTSCHLAND

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Gebiet erfolgreich bewährte. Da die MBI-Technik sowohl Bauleitung als auch Maschinisten überzeugte, wurde im Jahr 2020 in ein weiteres Modell der RP-Reihe – einen knapp 3 t schweren RP30-IT – investiert. Auch beim aktuellen Projekt beherrschte der Faktor Zeit die Planungen zur Durchführung der Baustelle – binnen drei Tagen konnte der Großteil der anfallenden Stahlbetonelemente mit dem RP50-IT und RP30-IT zerlegt sowie aufbereitet werden. »Nach aufwendiger Entkernung und Durchführung abbruchvorbereitender Maßnahmen wurde das Hauptgebäude innerhalb eines Tages abgebrochen«, berichtete Julian Dins, Leiter des Maschinen- und Fuhrparks. »Am folgenden Tag haben wir angefangen, die Bauteile des Skelettbaus zu pulverisieren. Dazu setzen wir die beiden Pulverisierer ein. Wir sind äußerst zufrieden mit den beiden Anbaugeräten, da wir viel Masse schaffen.«



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MB CRUSHER

Die Lieferketten gestalten sich seit einiger Zeit schwierig, Rohstoffbeschaffungsprobleme haben alle Sektoren betroffen. Allen voran den Maschinenbau und das Bauwesen, und daran scheint sich in nächster Zeit nichts zu ändern. Zusätzlich steigen die Preise. Geht es nach dem italienischen Anbaugeräte­ hersteller MB Crusher, gilt es, den Blick noch deutlicher auf den vermeintlichen und vor Ort bei Baumaßnahmen anfallenden Abfall zu richten.

MB DEUTSCHLAND

Abhilfe für die Rohstoffknappheit auch im vermeintlichen Abfall suchen

MB-Brecherlöffel des Typs BF80.3 in Serbien beim Abbruch eines alten Geschäftsgebäudes. Das Gemisch aus Ziegeln, Stahlbeton und Abbruchmaterial wurde später beim Unterbau für Verkehrswege in der Umgebung verwendet.

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Dank der austauschbaren Schalen und der hydraulischen 360°-Drehung können die Sortiergreifer großen Lasten und Sonderformen auch auf kleinem Raum Herr werden.

uch ein Abbruchunternehmen aus Belarus hat sich dafür entschieden, im Abbruch anfallenden Bauschutt aus Stahlbeton, Ziegel, Fliesen oder Stahlbetonpfosten direkt auf der Baustelle zu verarbeiten und unmittelbar wiederzuverwenden. Möglich machen dies ein MBBrecherlöffel BF70.2 zur Volumenreduzierung und ein MBSieblöffel MB-S18. Mit zwei Anbaugeräten und nur einem Bagger wird hochwertiges Material produziert, das vor Ort wiederverwendet werden kann. Mit den MB-Anbaugeräten wird der Bauschutt zur Ressource, die den Betrieb der Baustelle aufrechterhalten kann, selbst bei Materialknappheit, an kritischen, schwer zugänglichen Or-

ten oder innerhalb von Städten mit starken Einschränkungen bei der Bewegung und der Emission von Lärm und Staub. Der gesamte Prozess findet vor Ort statt, durch die Umwandlung des Abfalls, der zerkleinert und selektiert wird, um einen wiederverwertbaren Sekundärrohstoff zu werden. Zudem werden Kosten und Zeit für die Entsorgung auf Deponien oder den Kauf neuer Materialien eingespart.

Einsatz in Serbien Nach der Aufbereitung kann der »gereinigte« Bauschutt beispielsweise als Unterbau für den Straßenbau verwendet werden. Erst kürzlich wurde laut MB Crusher in Serbien beim Abbruch eines alten Geschäftsgebäudes das Ge-

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misch aus Ziegeln, Stahlbeton und Abbruchmaterial zur Herstellung des Unterbaus für Verkehrswege in der Umgebung verwendet – dank der regen Beteiligung eines MB-Brecherlöffels des Typs BF80.3.

Sortiergreifer unterstützen Mit seinem Sortiergreifer hält MB Crusher ein weiteres nützliches Werkzeug bereit. Als bestechendes Merkmal gilt ihre Greifsensibilität. Gearbeitet wird mit hoher Präzision, die Schließkraft kann dabei schrittweise erhöht werden. Dank der austauschbaren Schalen und der hydraulischen 360°-Drehung können die Sortiergreifer große Lasten und Sonderformen auch auf kleit nem Raum handhaben.


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LEHNHOFF HARTSTAHL

Wenn die Ventiltechnik den Unterschied macht Die vollhydraulischen Symmetric Quickcoupler (SQ) von Lehnhoff stehen für hohe Leistung und flexibles Arbeiten mit Anbaugeräten. Ihre symmetrische Ventiltechnik erzeugt den nach eigenen Angaben maximalsten Öldurchfluss im Segment. Die Hydraulikwerkzeuge arbeiten mit geringem Leistungsabfall und die meisten Anbaugeräte und Löffel sind um 180° gedreht einsetzbar. Der Baggerausrüster bietet drei Varianten mit passendem Adapterrahmen an – den SQ60 (Baggerklasse von 8 t bis 18 t), den SQ70 (18 t bis 28 t) und den SQ80 (25 t bis 43 t). Mit dem SQ90 folgt zudem eine vierte Variante.

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Zwangspausen sollen mit dem Einsatz der Lehnhoff-SQ-Schnellwechsler passé sein. Mit ihnen wechseln Maschinisten aus der Kabine heraus und, so der Hersteller, binnen Sekunden zwischen Schere, Greifer, Hammer, Pulverisierer, Tief-, Sieb- oder Sortierlöffel.

Vollhydraulischer SQ70 an einem 21-t-Bagger mit im Gehäuse integrierter Ventiltechnik. symmetrisch aufgebauten Ventilblock mit Kurzhubventiltechnik lassen sich Anbaugeräte wie Schwenklöffel oder Brecherlöffel

auch im Hochlöffelmodus hydraulisch betreiben. Obendrein bieten Lehnhoffs SQ-Modelle die nach eigenen Angaben höchste

Bis zu 550 Liter Öldurchfluss pro Minute Lehnhoffs SQ ergänzt den symmetrischen Gedanken des S-Standards mit einem besonderen Merkmal: Durch einen ebenfalls

LEHNHOFF HARTSTAHL

ie SQ-Schnellwechsler basieren auf dem offenen S-Industriestandard und sind damit kompatibel mit allen symmetrischen mechanischen Werkzeugen, die dieser Norm folgen. Lehnhoff bietet SQ-Wechsler auch in der mechanischen (SQM) und in der hydraulischen Version (SQH) an, fokussiert sich aber auf die vollhydraulische Variante, dank der Geräteträger mit dem hohen Tempo mithalten sollen, das die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung auf den Baustellen forciert.

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Durch die symmetrische Ventilanordnung lassen sich die meisten hydraulischen Anbaugeräte auch um 180° gedreht betreiben.

FAKTEN Sicherheit

> Alle drei Varianten der vollhydraulischen Symmetric Quickcoupler – SQ60, SQ70 und SQ80 – verfügen über eine sichere Verriegelung und sind serien­ mäßig mit dem Sicherheitssystem »Lehnhoff Safety Control« (LSC) ausgerüstet. Für jedes Anbaugerät gibt es herstellerübergreifend die passenden SQ­Adapter. Anwender können wählen zwischen: > Adapterrahmen für Löffel­Umbau, > Schraubadapter für alle gängigen hydraulischen Anbaugeräte > und Greiferadapter für hängende Greifer.

Heizelement Vorerwärmung Passend für Volvo Bagger EC140B, EC140C, EC210B, EC210C, ECR145C, ECR235C, Radlader L60E, L70F, L90G u.a.

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»Dank der Kurzhubventiltechnik von Lehnhoff können wir endlich ohne erhöhten Gegendruck arbeiten und sparen seither enorm Kraftstoff.« Cees Ripping, Geschäftsführer Ripping BV

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Öldurchflussmenge aller symmetrischen Wechsler auf dem Markt – und das ohne den Gegendruck zu erhöhen. Mit einem Öldurchfluss von bis zu 550 l/min werde damit der Einsatz der Anbaugeräte ohne nennenswerten Leistungsabfall gewährleistet. Das war auch der Hauptgrund, weshalb sich im vergangenen Jahr das niederländische Unternehmen Ripping für zwei vollhydraulische SQ80 von Lehnhoff entschied. Nur mit diesem maximalen Öldurchfluss erzielen die Ripping-Teams kontinuierlich Höchstleistungen im schweren Abbruch. »Dank der Kurzhubventiltechnik von Lehnhoff können wir endlich ohne erhöhten Gegendruck arbeiten und sparen

seither enorm Kraftstoff«, ist Ripping-Geschäftsführer Cees Ripping hochzufrieden (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 4/21, Seite 86).

Ventilblock zeigt sich wartungsfreundlich Die Anbaugerätewechsel mit den SQ-Wechslern gelingt binnen Sekunden, Installation und Wartung sollen ebenso leicht von der Hand gehen. Das bestätigt auch Arthur Polak, Mitinhaber des niederländischen Händlers DemTech: »Für die Installation muss ich dank der integrierten Druckloseinheit (BiD) nur den Ventilblock mit den Hydraulikschläuchen verbinden und das Panel des Sicherheitsassistenz-

systems ›Lehmatic Safety Control‹ in der Kabine platzieren.« Die Wartung, sagt er, sei noch einfacher, denn in Sekunden erledige ein Baggerfahrer die tägliche Reinigung des Ventilblocks, und das Wechseln eines Ventils und Dichtrings nehme ebenso nur ein paar Minuten in Anspruch. Lehnhoffs Symmetric Quickcoupler wollen höchste Effizienz und maximalen Arbeitsschutz auf die Baustelle bringen. Bei wiederkehrend kurzen Arbeitsspielen absolvieren die Maschinisten hunderte Werkzeugwechsel pro Woche und arbeiten dabei, so betont man am badischen Firmensitz von Lehnhoff Hartstahl, sicher und auch komfort tabel.

STEELWRIST

Neuer vollautomatischer Schnellwechsler Steelwrist hat mit dem neuen SQ90 das bisher größte Modell im Sortiment der SQ­Auto­Connection­Schnellwechsler vorgestellt. Der SQ90 ist für Bagger bis 70 t in der Abbruchindustrie ausgelegt. ach Einführung der Schnellwechsler SQ Auto Connection im Jahr 2017 umfasst das Sortiment heute die Modelle SQ60, SQ65, SQ70, SQ70/55 und SQ80. Der neue SQ90 ergänzt das Sortiment nach oben. SQ-Schnellwechsler werden wegen der erhöhten Sicherheit und der Fähigkeit, hydraulische Anbauwerkzeuge in Sekundenschnelle zu wechseln, ohne die Kabine verlassen zu müssen, geschätzt. Die Ergänzung um den SQ90 soll die Nachfrage aus der Abbruchindustrie bedienen, wo viele und schnelle Werkzeugwechsel üblich sind. »Die SQ-Auto-Connection-Schnellwechsler werden von den Kunden vom ersten Tag an geschätzt. In der Abbruchbranche mit ihren häufigen Werkzeugwechseln kommt es darauf an, das richtige Werkzeug für die richtige Aufgabe zur richtigen Zeit einzusetzen. Mit SQ können Bediener und Maschine jederzeit kontinuierlich arbeiten. Die Arbeitssicherheit erhöht sich, wenn die Bediener einfach das beste Werkzeug für die Anforderung verwenden können«, sagt SteelwristCEO Stefan Stockhaus.

STEELWRIST

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Die Ergänzung um den SQ90 soll die Nachfrage aus der Abbruchindustrie bedienen, wo viele und schnelle Werkzeugwechsel üblich sind.

Verbesserte Sicherheitslösung SQ90 sowie alle anderen SQ-Produkte von Steelwrist entsprechen dem globalen Open-S-Industriestandard für vollautomatische Schnellwechsler für Bagger. Der Standard erleichtert Maschinenführern und Unternehmern die Auswahl von Schnellwechslern, Tiltrotatoren und Anbauwerkzeugen verschiedener Hersteller und stellt sicher, dass sie zusammen funktionieren. Front Pin Lock von Steelwrist ist eine mechanische Verriegelung der vorderen Welle, die das Risiko eines unbeabsichtigten Herunterfallens von Arbeitswerkzeugen deutlich

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begrenzen soll. Mit dem Einstieg von Steelwrist in das Abbruchsegment wurde die Technologie auf eine zweite Generation aufgerüstet, um auch schwere Abbruchwerkzeuge zu unterstützen.

Hydraulikkupplungen mit QPlus­Technologie Alle SQ-Kupplungen sind mit QPlus-Technologie ausgestattet, die höhere Hydraulikdurchflüsse mit weniger Druckverlusten im Vert gleich zu anderen Systemen auf dem Markt ermöglichen soll.


FRUTIGER

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FRUTIGER

Die Staubbindung auf ein neues Niveau heben Im Jahr 1995 lancierte Frutiger seine erste MobyDick­Reifenwasch­ anlage, mit der die Reinigung von Baufahrzeugrädern ohne Fahrzeugstopp möglich wurde. Das Schweizer Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren auch im Bereich Staubbindung einen Namen gemacht: Mit der Entwicklung der New Generation (NG) zur Bauma 2019 hatte Frutiger bereits angekündigt, abermals Maßstäbe zu setzen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 4/19, Seite 212). Aktuell meldet der Hersteller einen erfolgreichen Praxis­ einsatz der Technik beim Abbruch eines Krankenhausgebäudes.

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or acht Jahren hatte Frutiger eine eigene MobyDick-Produktlinie für die Staubbindung lanciert. Die Erfahrungen mit diesen Staubbindeanlagen zeigten, dass sich bei gewissen Anwendungen die Einsatzbedingungen u. a. für die Wurfweiten oder die Staubentwicklung ver-

Eine NG-Staubbindeanlage von Frutiger bewährte sich im Abbrucheinsatz: Das Bauunternehmen setzte auf das Modell Cannon Cart mit einer Wurfweite von rund 25 m.

ändern. Damit erwiesen sich Anlagen mit fixen Wurfweiten und einheitlichen Sprühbildern als nicht immer optimal. Frutiger ist deshalb seit der letzten Bauma mit einer adaptiven Staubbindeanlagengeneration am Markt – entwickelt mit Unterstützung des Instituts für Aerodynamik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Da sich herkömmliches Blech für die aerodynamische Form des Wurfkörpers nicht eignete, setzt Frutiger heute ausschließlich auf hochwertige Verbundfaser. Der Werkstoff gilt als robust, korrosionsbeständig und lärmdämmend. Neben der Formgebung umfasste die Entwicklung auch maßgefertigte Hochleistungsstatoren sowie eine aerodynamische Verkleidung der Motoreneinheit. Die Neuerungen führten laut Frutiger zu einer erheblichen Steigerung der Wurfkraft, die sich dank eines in der Anlage verbauten Frequenzumwandlers stufenlos an unterschiedliche Einsätze anpassen lässt. Wenn es die Situation erfordert, kann auch mit sehr wenig Energie und niedrigen Lärmemissionen gearbeitet werden. Neu sorgt neben einem Düsenring ein Düsenkopf für eine laut

Anbieter bis zu 50 % höhere Staubbindekapazität. Das Wasser kann mit unterschiedlichen Sprühbildern an das Staubaufkommen angepasst werden, was den Staubbindeeffekt verbessern und unerwünschte Bodenbefeuchtungen vermindern soll.

Krankenhausturm abgebrochen Auf eine MobyDick-Anlage zur Staubbindung wurde kürzlich beim Abbruch eines 12-stöckigen Krankenhausturms vertraut. Die Abbrucharbeiten fanden bei laufendem Spitalbetrieb statt – einschließlich regelmäßiger Anund Abflüge von Rettungshubschraubern. Dementsprechend war eine zuverlässige Staubunterdrückung geboten. Das verantwortliche Bauunternehmen setzte auf das Modell Cannon Cart mit einer Wurfweite von ca. 25 m. Dank kompakter Größe und geringem Gewicht konnte die Anlage flexibel eingesetzt werden und die beiden Abbrucht bagger unterstützen.

Frutiger-Staubbindeanlage Cannon 3090 aus der New Generation.


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ie Aussteller zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der A+A 2021 – 94 % bestätigen bereits, dass sie auf der nächsten A+A vom 24. bis 27. Oktober 2023 wieder vertreten sein werden. Mehr als 25 000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus Deutschland und dem europäischen Ausland besuchten die internationale Fachmesse sowie den parallel abgehaltenen 37. Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Sie informierten sich über die Trends in den Bereichen des Arbeitsschutzes, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Sicherheits-Managements im Betrieb. Deutlich über 90 % gaben an, dass sie ihre Messebesuchsziele erreicht haben und gaben eine sehr gute Gesamtbeurteilung ab. Der A+A-Kongress wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) ausgerichtet und in diesem Jahr auch in Teilen ins Netz gestreamt. Basi-Geschäftsführer Dr. Christian Felten zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des hybriden Kongressangebotes: »Wir sind froh, dass wir unsere Gäste und Referierenden bei einem Präsenzkongress begrüßen konnten, der seinen Namen verdiente: Eine vierstellige Zahl von Teilnehmenden (rund 1 500) erlebte beim 37. A+AKongress eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Beiträge und tauschte sich endlich wieder vor Ort aus. Im Rahmen der aktuellen Pandemie-Bedingungen haben wir uns auf wesentliche Themen konzentriert. Wichtig waren klassische Bereiche wie die Belastung durch krebserzeugende Gefahrenstoffe oder MuskelSkelett-Erkrankungen, die durch die Arbeit bedingt sind. Im Zentrum des Publikumsinteresses standen aber ebenso Themen wie das sichere und gesunde Arbeiten in internationalen Lieferketten, New Work, mobiles Arbeiten und Probleme durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz.«

MESSE DÜSSELDORF / CTILLMANN

A+A zeigte die Trends für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Zur A+A 2021 – internationale Leitmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – sind in diesem Jahr 1 204 Aussteller aus 56 Nationen und mehr als 25 000 Fachbesucher nach Düsseldorf gekommen. Die Themen Pandemie und Hygiene spielten neben den aktuellen Entwicklungen rund um innovative Schutzausrüstungen eine zentrale Rolle auf der wichtigsten Branchenmesse, aber auch Trends wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zählten zu den Schwerpunktthemen.

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Ausblick auf die Zukunft Von der Innovationsfähigkeit der anwesenden Aussteller und deren Lösungen für die Zukunft konnten sich die Besucher unter anderem in der »Start-UpZone« mit Gesundheits-Apps, innovativen Dienstleistungen oder Hightech-Textilien und Wearables überzeugen. Wie die Zukunft der Arbeit und der Prävention mittels Exoskeletten aussehen wird, vermittelten zahlreiche Aussteller sowie das Fraunhofer IPA in und um den »Robotics Park«. An Mitmachstationen konnten die Fachbesucher die unterstützende Funktion der Exoskelette in verschiedensten Arbeitssituationen hautnah erleben. Dazu gehörten rückenbelastende Arbeitsprozesse wie Montagetätigkeiten in Überkopfpositionen und Arbeitsabläufe aus dem Schweißerberuf in Zwangspositionen. Zudem fand mit dem »Exoworkathlon« eine Live-Studie während der A+A 2021 statt, bei der wissenschaftlich untersucht wurde, inwieweit Exoskelette die Muskel- und Skelettbelastungen verringern und die Leistungst fähigkeit erhöhen.


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2 1 | Sobald es hoch hinaus geht, ist Skylotec in seinem Element. Als Experte für Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zeigte der Hersteller mittels Live-Vorführungen in seiner »Action Area« auf, was die neueste Technik leisten kann. Gezeigt wurden unter anderem verschiedene Seilwinden-Modelle, die vertikale Absturzsicherung »Skyline 2.0« sowie die Aufprallschutzweste »Skyvest« (Bild) mit integriertem Airbag. 2 | Unter neuem Namen mit bewährter Steigtechnik: Bei Munk konzentrierte sich alles auf das sichere Arbeiten in der Höhe. Neben Fahrgerüsten und verschiedenen Varianten an Leitern wurden auch Gerüstlösungen präsentiert, die auf dem Bau ein Höchstmaß an Schutz bieten sollen.

5 3 | Mit »IoTect 9001« hat ABUS als einer der führenden Anbieter von Sicherheitstechnik auf der A+A eine neue digitale Sicherheitsplattform präsentiert, die durch eine Kombination aus Schloss, Dokumentation, Tracking und digitaler Steuerung sichere und effiziente Arbeitsabläufe garantiert. Im Gespräch mit dem bauMAGAZIN erläuterten Geschäftsbereichsleiter und Prokurist Sebastian Rothe (re.) und Ricardo Szymanowski als Key Account Manager Digital Solutions & Services die Vorteile dieser Neuentwicklung, die auch auf Baustellen Maßstäbe in punkto Sicherheit setzen soll.

4 | Ein klares Ziel von PSA-Spezialisten Fitzner: Die A+A sollte genutzt werden, um auf die Notwendigkeit professioneller Handschutzlösungen aufmerksam zu machen. Vorgestellt wurden zahlreiche Produktneuheiten wie Schnittschutz- und Montagehandschuhe, die über eine gute Griffigkeit und angenehmen Tragekomfort verfügen. Gleichwohl zeigte sich der Hersteller mit neuen Kopfschutz- sowie Sicherheitsschuhlösungen. 5 | Hoher Besuch bei JSP Safety: CEO Mark Johnstone (li.) und General Manager Daniel Müller-Bosch sorgten stets für gute Laune und stellten klar, dass sie sich sehr darüber freuten, endlich wieder echte Messeluft zu schnuppern. Im Repertoire hatte der britische Hersteller von PSA seine bewährten Schutzhelmlösungen sowie die erst kürzlich angestoßene Produktion von neuen Einweg-Atemschutzmasken.

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2 1 | PSA von Kopf bis Fuß: Honeywell nutzte die Messe, um die gesamte Bandbreite an Augen-, Gehör-, Atem- und Handschutz aufzuzeigen. Gleichzeitig waren die neuesten Entwicklungen für PSAgA sowie Berufs- und Sicherheitsschuhe vertreten.

3 | Arbeitsschutz von Kopf bis Fuß – bei Haix durften die Messebesucher eine große Bandbreite an Sicherheitsschuhen und Funktionskleidungskollektionen begutachten. Messe-Highlight stellte aber der Sicherheitsschuh »Connexis Safety« mit eingearbeitetem Faszienband dar, der in vielen Farbausführungen präsentiert wurde. 3

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4 | Was einen »ganzheitlichen« Arbeitsschutzanbieter mit einem unternehmensspezifisch angepassten Gesamtkonzept auszeichnet, das hat Würth mit seinen Marken Adolf Würth, Würth Modyf und Würth Industrie Service auf seinem Gemeinschaftsstand demonstriert. »Wir sehen uns als Lösungsanbieter mit einer hohen Beratungskompetenz«, betonte Produkt-Marketing-Managerin Britta Welscher im Gespräch mit dem bauMAGAZIN. Zusammen mit Vertriebsgeschäftsführer Torsten Elias (re.) und Sebastian Hotz (Leitung Vertrieb Arbeitssicherheit) erklärte sie u. a., welche Vorteile die »ORSYmat«-Lösungen (im Hintergrund) bieten, beispielsweise bei der vollautomatischen Abgabe von persönlicher Schutzausrüstung. 5 | Bei Fristads drehte sich in Düsseldorf alles um das Thema Warnschutzkleidung: Im Mittelpunkt stand jedoch die neue »Green«-Kollektion, mit der das Unternehmen Arbeitskleidung aus nachhaltigen Produktionsprozessen anbieten möchte, um die Umweltbelastung zu minimieren. 6 | Uvex hatte für die A+A in Düsseldorf einen ganzen Haufen neuer Sicherheitsschuhe im Gepäck: Produkt-Manager Stephan List (li.) und Global Key Account Manager Markus Secchi nahmen sich die Zeit und stellten der bauMAGAZIN-Redaktion die neuesten Uvex-Modelle vor.

MICHAEL WULF (5), DAN WINDHORST (1)

2 | Der auf Sicherheitsschuhe und technische Workwear spezialisierte italienische Hersteller SIR Safety will seine Produkte jetzt auch in Zentraleuropa und vor allem in Deutschland etablieren und hat deshalb in Köln seine erste Auslandsniederlassung eröffnet. Mit der Präsentation der neuen Sicherheitsschuhkollektion »Responder« haben Gino Sirci (Mitte) als Gründer und Eigentümer von SIR Safety, Antonio Spaccapanico (Leitung Vertrieb international; re.) und Marcel Hlawatsch, Leiter der deutschen Niederlassung, den Startschuss für den Aufbau des Händlernetzwerks gegeben. Die »Responder«-Technologie auf ETPU-Basis verfügt über hohe Dämpfungs- und Absorbierungseigenschaften, ermöglicht so eine kraftsparende Bewegung und bietet großen Komfort. »Diese Eigenentwicklung unterstreicht einmal mehr die hohe Produktkompetenz«, sagte Hlawatsch.


MESSERÜCKBLICK

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MICHAEL WULF (1), DAN WINDHORST (5)

1 | Mit Kapselgehörschutzlösungen wie dem Modell »Peltor« zeigte Djamila Taschenberger, Segment Marketing Specialist bei 3M Deutschland, auf, dass sich Gehörschutz mit drahtloser Kommunikation verbinden lässt. 2 | Zu intensiven Fachgesprächen im Bereich professioneller Steigtechnik kam es am Stand von Hymer. Der Hersteller aus dem Allgäu stellte zahlreiche Stufen- und Plattformleitern sowie Fahrgerüste der neuesten Generation vor. 3 | Für Andreas Todtenhöfer, Marketing-Leiter bei Peter Greven Physioderm (PGP) war zur A+A das Thema »UV-Schutz« eine Herzensangelegenheit: Nach wie vor gehe die Baubranche zu leichtfertig mit der Gefahr von Weißem Hautkrebs um, weshalb PGP zahlreiche Hautschutzlösungen vorgestellt und insbesondere auf das neue Hautschutzportal hingewiesen hat, wo nützliche Tipps und Informationen rund um professionellen Hautschutz zur Verfügung gestellt werden.

6 4 | Gerade das Modell »Arch-Fit« wurde am Stand von Skechers genauer unter die Lupe genommen: Gerhard Jesse, Sales Specialist Work Division bei Skechers, präsentierte den Schuh und verriet, dass zusätzlich auch noch eine S3-Variante für das kommende Jahr geplant sei. 5 | Ein Vollsortiment aus Schweden: Am Stand von Blåkläder zeigte MarketingManagerin Lisa Sole von der Arbeitshose über neue Sicherheitsschuhe bis hin zur wasserdichten Winterjacke, was die Workwear-Spezialisten aus Skandinavien derzeit aufbieten. 6 | Aus gutem Grund in bester Stimmung: Torben Henriksen, Country Manager bei Mascot, durfte sich über großes Interesse seitens der Fachbesucher freuen. Zu den Highlights am Stand zählten die neue »Accelerate Safe«-Warnschutzbekleidung sowie die ebenfalls neuentwickelte »Ultimate Stretch«-Arbeitskleidung.

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1 | Stellten das Schutzbrillenmodell »NESS +« vor, das mit seinem großen Gesichtsfeld und dem Komfortgestell ein typisches Produkt für die Bauwirtschaft ist: David Gafsou, Vertriebsdirektor bei Bollé Safety, und Barbara Lehnert-Bauckhage, die für den französischen Hersteller den Vertrieb in der D-A-CH-Region verantwortet. »Wir sehen hier ein großes Potenzial für unsere Produkte«, sagten beide im Gespräch mit dem bauMAGAZIN. »Als Wachstumsmarkt ist der Bereich Bau dabei besonders wichtig für uns.« 2 | Premiere für die neue Kollektion Engel-Workwear auf der A+A. Tom Hedegaard Pedersen, Sales Director international, hat dem bauMAGAZIN im Gespräch u. a. die Breite der neuen »Proplus+«-Kollektion beschrieben, die sowohl durch die Materialien und das Größenspektrum als auch die Auswahl der Produkte und deren unterschiedliche Stile entsteht. 3 | Wie das Exoskelett »Japet.C« die Wirbelsäule stützt, dadurch deren Belastung bei der Handhabung schwerer Lasten reduziert und so das Risiko für Verletzungen oder Arbeitsunfälle verringert, das erläuterte Antoine Noël, CEO und Mitbegründer des französischen Orthesen-Herstellers Japet.

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4 | Neben den neuen Fahrgerüsten aus den Serien »Stabilo« und »ProTec« stand für Krause auch das Thema TRBS-2121-2 auf dem Plan: Der Hersteller informierte über normgerechte Steigtechnik und worauf Anwender dabei zu achten haben. 5 | Petzl ist weltweit bekannt für seine durchdachten Helmschutzlösungen, zeigte auf der A+A aber auch, dass professionelle Absturztechnik ebenso wichtig ist. Standbesucher konnten die neuesten Produkte auf Herz und Nieren prüfen. Beliebter Anlaufpunkt waren hierbei die individuell zusammenstellbaren Helme, die speziell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind. 6 | Am Stand von SC Johnson Professional fanden die Besucher neben klassischen Hautschutzprodukten, wie der Hautpflegecreme Stokolan, auch ein optimiertes Produktportfolio, das durch Befragungen der Anwender optimiert wurde. Sebastian Lücker, Customer Marketing Executive, und Marketing-Managerin Heidi Huhtamäki informierten fachkundig an einer Hautschutzplanwand über die Produkte und deren Verwendung.

MICHAEL WULF (6)

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MESSERÜCKBLICK

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MICHAEL WULF (1), DAN WINDHORST (2), MARKUS HOLL (2), MESSE DÜSSELDORF / CTILLMANN (1)

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1 | Am Messestand von Singer Safety berieten Corinna Deprince (Assistant Commercial Export Manager; li.) und Emeric Potié (Directeur Commercial) ihre Kunden über die neuen Absturzsicherungs- und -Rückhaltesysteme zum Thema Fallschutz. Auch klassische Produkte wie Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe, Schutzbrillen sowie Artikel der Arbeitsbekleidung wurden vorgestellt.

4 | Die beiden Geschäftsführer Jürgen Meyer (li.) und Guido Rogge stellten für Mittelmann Sicherheitstechnik u. a. das seit vergangenem Jahr zertifizierte Abseil- und Rettungshubgerät »Maxdrive« der Geräteklasse A mit einer maximalen Abseilhöhe bis 300 m vor. »Maxdrive« kann sowohl elektrisch als auch pneumatisch oder manuell betrieben werden und verfügt über eine Rücklaufsperre mit Zugkraftbegrenzer.

2 | Bei Friedrich Münch drehte sich alles um die Marke »Niro-S« und hochwertigen Handschutz. Key Account Manager Ralf Berger zeigte in Düsseldorf, welche neuen Modelle besonders auf die Anforderungen der Baubranche ausgelegt sind. Punkten wollen die Handschuhe mit hoher Griffigkeit, einem angenehmen Tragekomfort und guter Schutzfunktion.

5 | Hochsichtbarkeit am Bau: Am Stand von Litz standen effiziente Schutzausrüstungen wie Warnschutzbekleidung im Mittelpunkt. Gleichzeitig nutzte das Unternehmen aus Österreich die A+A, um mit den Besuchern über neue Technologien sowie funktionale und modische Bekleidung zu sprechen.

3 | Als Spezialist für professionellen Handschutz hatte Seiz gleich eine ganze Palette an Neuheiten und bewährten Lösungen parat: Kay Wurst, Vertriebsleiter Industrie bei Seiz, stellte den Montagehandschuh »Red Mamba« vor, einen nahtlos gestrickten 5-Finger-Schutzhandschuh mit getauchter Innenhand aus »Nitril«. Ein weiteres Highlight stellten die beiden Handschuhmodelle »EFL 900 PU« und »EFL 910 NIT« dar: Sie wurden in Düsseldorf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, werden aus recyceltem Material gefertigt, und rücken auch bei Seitz das Thema »Nachhaltigkeit« stärker in den Mittelpunkt.

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DAN WINDHORST (2)

2 OEM – AFTERMARKET

Bernd Schunk, Vertriebsleitung der Business Unit Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth, hat den Besuchern in Ulm den neuen »TechPark« vorgestellt und über die aktuellen Ziele des Unternehmens gesprochen.

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BOSCH REXROTH

Innovationen verstehen lernen und erlebbar machen Mit seinem kürzlich eröffneten Kunden­ und Innovationszentrum in Ulm hat Bosch Rexroth ein wahres Drehkreuz für Innovationen geschaffen. Zugehörig ist der ebenfalls neue »TechPark« mit einem rund 10 000 m2 großen Außengelände samt Werkstätten und Versuchsflächen. Der Spezialist für Steuerungs­ und Antriebstechnik intensiviert damit seine technologieübergreifenden Entwicklungsaktivitäten und schafft gleichzeitig eine neuartige Begegnungsplattform für Kunden, Partner und Mitarbeiter, um Entwicklungsideen nicht nur vorzustellen, sondern tatsächlich für Besucher greifbar zu machen. Ein Beispiel dafür sind neue Lösungen wie die Hydraulik­Architektur eOC (electronic Open Circuit), mit der Maschinenhersteller das Potenzial ihrer mobilen Maschinen voll ausnutzen können, oder der multifunktionale Steuergriff »Sense+«, der aufgrund eines Vibrationselements eine intuitive Mensch­ Maschine­Interaktion zulässt. Die bauMAGAZIN­Redaktion war vor Ort und konnte sich im neuen »TechPark« ein eigenes Bild davon machen.

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Dan Windhorst

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ereits beim Betreten des Areals wurde deutlich, dass Bosch Rexroth »rangeklotzt« hat: Es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtkonzept, bestehend u. a. aus dem großem »TechPark«-Freigelände und einer Modellfabrik. Der »TechPark« verfügt über Vorführflächen mit Tribünen sowie Werkstätten und Maschinentestbereiche, um gemeinsam an innovativen Lösungen zu arbeiten, neue Lösungen zu präsentieren und Workshops abzuhalten. Auf diese Weise, so das Unternehmen, wolle man eigene Innovationen im Sinne des Wortes für die Besucher greifbar machen. Kernziel des Ganzen ist es, dass Profis von Profis lernen und sich dabei auf Augenhöhe in einem angenehmen Umfeld begegnen. »In Ulm bringen wir zusammen, was zusammen gehört: Kunden und Innovationen«, urteilte


VOR ORT

Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG.

Output an Lösungen vergrößern Entwickelt werden in Ulm vor allem Lösungen mit hohem Software-Anteil. Im ersten Schritt testen die Entwicklungs-Teams des Unternehmens neue Produkte vorerst virtuell und wandeln diese dann in eine Art Basisprodukt ohne vollständig ausgearbeitete Detailfunktionen um – auch Minimum Viable Product (MVP) genannt. Im Anschluss diskutiert Bosch Rexroth dann mit seinen Kunden über den realen Einsatz der jeweiligen Produktidee, um einen möglichst anwendernahen Prototypen auf den Weg zu bringen. Auf diese Weise können fortlaufend neue Erfahrungswerte in die Entwicklung einfließen. Durch diesen stetigen Austausch könne Bosch Rexroth den tatsächlichen Innovationsbedarf weit zügiger und zuverlässiger erkennen. Erklärtes Ziel sei es überdies, die Anzahl erfolgreicher Produkteinführungen künftig mindestens zu verdoppeln und Lösungen schneller in den Markt zu bringen. »Wir glauben langfristig an ein Wachstum und investieren daher in unsere Standorte weltweit – so auch in den TechPark hier in Ulm«, ergänzte Bernd Schunk, Vertriebsleitung der Business Unit Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth. »Ein wichtiger Eckpfeiler unseres Handelns ist und bleibt die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden.«

Ein Universal­Joystick­Griff im Test Ein Ergebnis eben dieser engen Zusammenarbeit ist der neue Joystick-Griff »Sense+«, in dessen Entwicklung die Rückmeldungen zahlreicher Testanwender aus aller Welt eingeflossen sind: Er ist individuell anpassbar und lässt sich auf die jewei-

MARTIN STOLLBERG

Übersichtlich gestaltet und ergonomisch geformt: Die neuen Joystick-Griffe »Sense+« fühlen sich angenehm bei der Bedienung an und lassen hochpräzises Arbeiten zu.

ligen Bedürfnisse des Maschinenführers zuschneiden. Insgesamt sind bis zu 156 Konfigurationen möglich – abgestimmt auf die jeweils zu bedienende Baumaschine. Die Besonderheit des Sticks: »Sense+« warnt den Bediener mit einer Vibrationseinheit, sobald etwa die Baggerschaufel einer Häuserwand oder der eigenen Fahrerkabine zu nahe kommt. Grundlage der Entwicklung war die Frage, wie Maschinenbediener ihre mobilen Maschinen intuitiver, einfacher aber eben auch sicherer steuern können. Das haptische Vibrationsfeedback, die ergonomische Gestaltung des Griffs und die Multifunktionalität des »Sense+« waren laut Bosch Rexroth das Ergebnis. Um zu erfahren, was genau es damit auf sich hat, durften die Besucher Platz im Vorführbagger nehmen und den Joystick ausgiebig testen. Auffällig war die Feinfühligkeit, mit der sich der Bagger steuern ließ und wie hochmoderne Technologie tatsächlich zu einer Mensch-Maschine-Interaktion führen kann, ohne den Bediener in seiner gewohnten Arbeitsweise einzuschränken. »Sense+« ist

»In Ulm bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kunden und Innovationen.« Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

FAKTEN Joystick »Sense+«

> Mit seinem neuen Joystick »Sense+« ermöglicht Bosch Rexroth eine flexible Anpassung an unterschiedliche Anwendungen und Maschinenoptionen. > Zu den charakteristischen Merkmalen zählt der Hersteller eine hohe Bedienerfreundlichkeit und einen zuverlässiger Betrieb auch in rauen Umgebungen. > »Sense+« will die ISO­13849­Sicherheitsanforderungen mit weniger Aufwand erfüllen und erlaubt eine einfache Integration in Maschinensysteme über eine einzige CAN­Schnittstelle. > Zusätzlich zum angenehmen Bedienkomfort durch die ergonomische Gestaltung warnt der Joystick »Sense+« den Maschinenbediener per Vibrationsfunktion, wenn etwa die Baggerschaufel zu nah an ein Hindernis gerät.

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»Wir glauben langfristig an ein Wachstum und investieren daher in unsere Standorte weltweit – so auch in den TechPark hier in Ulm.« Bernd Schunk, Vertriebsleitung der Business Unit Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth

zudem robust aufgebaut und damit gut für den Einsatz auf der Baustelle geeignet. Lobend erwähnt wurde überdies die ergonomische Gestaltung: Laut Bosch Rexroth ist diese speziell darauf ausgerichtet, dem Maschinenführer ein ermüdungsfreies Arbeiten zu ermöglichen und feinfühlig steuern zu können. Übrigens: Die analogen Signale des Griffstücks lassen sich in die Joystick-Basis einlesen und in CAN-Nachrichten umwandeln. Der »Sense+«, so der Hersteller, könne mit nur einem CAN-Stecker an das Maschinensteuergerät angeschlossen werden, was zu weniger Verkabelungsaufwand in der Armlehnkonsole führe. Da die Basis zudem bis zu 29 In- und Outputs verarbeiten könne, ließen sich gar weitere externe Geräte anschließen, um die Basis als CAN-Gateway zu nutzen.

Hilfreiche Hydraulik­Architektur

Der »Sense+« kann mit nur einem CAN-Stecker an das Maschinensteuergerät angeschlossen werden, was einen geringeren Verkabelungsaufwand in der Armlehnenkonsole verspricht.

Ein weiteres Beispiel für anwendernahe Entwicklungsarbeit soll die Hydraulikarchitektur »eOC« (electronic Open Circuit) darstellen. Damit will Bosch Rexroth ein Dilemma auflösen: Denn mit dem bisherigen Stand der Technik müssen sich Maschinenhersteller generell entscheiden, ob sie ihre Pumpe über Druck, Moment oder Schwenkwinkel regeln, wodurch sie aus Sicht der Bosch-Rexroth-Experten immer Kompromisse eingehen müssen. Gleiches gelte für viele andere Parameter, die hardware-seitig dann über die gesamte Lebensdauer der Maschine hinweg nicht mehr veränderbar seien. Mit seiner neuen elektrohydraulischen Lösung will Bosch Rexroth dem entgegenwirken, indem Regelungsfunktionen vom hydromechanischen Regler in die Software übertragen werden. Oder anders gesagt: Auf diese Weise, so Bosch Rexroth, ließen sich Arbeitsmaschinen noch vielseitiger und flexibler einsetzen – und das bei höherer Produkti-

BOSCH REXROTH (6)

MICHAEL WULF

VOR ORT

Gegenüber dem neuen Innovationszentrum hat Bosch Rexroth in Ulm ein großes Freigelände mit Vorführflächen, Werkstätten und großzügigen Zelten aufgebaut, um neue Technologie zu testen und Besuchern zu präsentieren. vität und gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Als zentrale Komponente bezeichnet das Unternehmen hierbei die elektrohydraulische »eOC«-Pumpe. Sie ist mit Schwenkwinkelsensor und Drucksensoren ausgestattet und sorgt für die Regelung der erforderlichen Sollwerte in Sachen Drehmoment, Druck oder Volumenstrom. Dabei regelt die Pumpe hochdynamisch im Millisekunden-Bereich, um zum Beispiel den Druck modulieren zu können. In Kombination mit der »eOC«-Software, so Bosch Rexroth erklärend, könne man Kenngrößen wie Dynamik und Leistungsregelung einstellen, ändern und kombinieren.

Ein marktreifes Konzept Tatsächlich sind bereits diverse Serienmaschinen mit der Hydraulikarchitektur im Einsatz. So konnte beispielsweise ein Kompaktbagger, der in der ersten Jahreshälfte in Serie ging, mit einem »Power«Mode zum Leistungsbaggern ausgestattet werden. Neben einem Maximaldruck und -moment entsteht

FAKTEN CAN J1939

Elektrohydraulischen Lösung »eOC«

> Mit »eOC« verfolgt Bosch Rexroth den Ansatz, Regelungsfunktionen vom hydromechanischen Regler in die Software zu übertragen.

RexrothSteuergerät SRC eOC

Kundensteuergerät ECU

> Auf diese Weise sollen sich Arbeitsmaschinen noch vielseitiger und

Pumpendruck Motor ECU

Schwenkwinkel

eOC-Pumpe

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Lastdruck

flexibler einsetzen lassen – bei höherer Produktivität und gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. > »eOC« verfügt über eine elektrohydraulische Pumpensteuerung sowie eine einstellbare und variable Pumpendynamik. > Bosch Rexroth nennt als weitere Vorteile einen geringeren Kraftstoff­ verbrauch, eine optimierte Batterienutzung, eine reduzierte Pumpenvarianz sowie einen ebenso geringeren Serviceaufwand.


bei dieser Betriebsart auch eine maximale Druckaufbaudynamik, was zum Beispiel beim Ausschütten der Baggerschaufel notwendig wird. Gleichzeitig wurde ein »Fein«-Mode mit ruckelfreier Bedienung entwickelt, wie er bei Rohrverlegearbeiten sinnvoll ist. Darüber hinaus konnte sich die »eOC«Architektur bei Mobilbaggern bewähren: Um die benötigte Leistung der jeweiligen Arbeitsaufgabe anzupassen, sind bei anderen Systemen zahlreiche Ventile notwendig. Die Umstellung auf die »eOC«Lösung soll hingegen den Hardware-Aufwand deutlich reduzieren und damit Kosten sowie potenzielle Fehlerquellen in der Ventil-Umschaltung minimieren. Eine weitere Neuheit unter den »eOC«-Funktionen ist die sogenannte Autokalibrierung, bei der die Komponente direkt in der vorhandenen Maschine eingestellt wird. Auf diese Weise, so Bosch Rexroth, finde die Kalibrierung demnach nicht mehr statisch am Bandende des OEM statt, sondern zyklisch, im Betrieb der Maschine.

Die Digitalisierung im Mittelpunkt Ein wichtiger Bestandteil des Kunden- und Innovationszentrums ist die Modellfabrik. Eine modulare und hoch digitalisierte Fertigung auf rund 500 m2 soll aufzeigen, welche Chancen sich für Fabrikbetreiber und Maschinenbauer bieten. So kommen beispielsweise autonom agierende Transportsysteme, selbstlernende Robotereinheiten sowie automatische Produktionsassistenten mit sensorgestützten Schutzfunktionen zum Einsatz. Bosch Rexroth möchte damit eigenen Angaben zufolge deutlich machen, wie sich Maschinen, Anlagen und manuelle Arbeitsplätze optimieren oder gar umstellen lassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei:

Wirklich wegweisende Ideen ließen sich dadurch unter realistischen Arbeitsbedingungen testen und ständig weiterentwickeln. Unterstützen kann Bosch Rexroth das außerdem mit seiner eigenen Akademie. Hier bildet das Unternehmen sowohl Mitarbeiter als auch Kunden weiter und möchte sie »fit für die Industrie 4.0« zu machen. Fachkräfte lernen dort beispielsweise, wie sich Maschinen und Arbeitsstationen vernetzen lassen und wie aus Daten ein Mehrwert entsteht – etwa, um die Enerd gieeffizienz in Fabriken zu optimieren.

Stabil arbeiten, komfortabel fahren Autarkes Pendelachssystem RM – umweltfreundlich und fexibel für die mobile Arbeitsmaschine der Zukunft

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Sobald die Baggerschaufel den vordefinierten Grenzarbeitsbereich erreicht, warnt der Joystick mittels Vibrationen.


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LINDE HYDRAULICS

Linde Hydraulics hat kürzlich die nächste Generation seiner Steuerventile vorgestellt. Der Ventilblock VW22/18 M5­03 für den offenen Kreislauf soll durch ein modulares System bestechen, wobei der Mono­ block mit fünf Sektionen plus Druckabsicherungssektion das Grundgerüst darstellt. Optional können auf jeder Seite des Blocks, Kundenbedürfnissen entsprechend, drei weitere Sektionen angebaut werden.

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ür die zusätzlichen Sektionen können verschiedene Funktionen gewählt werden, die auf die Anforderungen im Mobilbagger ausgelegt sind. Neben der Ausleger-/Hubregeneration, der Lasthaltung und dem RücklaufBypass bietet Linde Hydraulics erstmals die Eilgangschaltung und eine Schwimmfunktion für den Bagger an.

Schwimmfunktion Die Schwimmfunktion wird meist in Anwendungen mit Aushubfunktionen eines Radladers genutzt, kann jetzt aber auch in Baggern verwendet werden. Bei konventionellen Steuerventilen ist der Aktuator starr eingespannt und kann sich den äußeren Begebenheiten nicht anpassen. Mitunter ist es aber gewünscht, dass ein Zylinder einund ausgefahren werden kann. Diese »Schwimmfunktion« ist wichtig, wenn entweder ein erhöhter Verschleiß des Anbauteils auf einer harten Oberfläche oder die Beschädigung einer empfindlichen Oberfläche durch das Anbaugerät vermieden werden soll. Im Zusammenhang mit Regelventilen benennt ein »Schwimmer« den schwimmenden Zylinder, der sich aufgrund beidseitiger Tankentlastung ohne Widerstand bewegen lässt. Somit

LINDE HYDRAULICS

Neue Generation der Steuerventile

kann die Funktion einen reibungslosen Arbeitsablauf und weniger Verschleiß des Materials ermöglichen. Linde Hydraulics realisiert die Schwimmfunktion im Bagger mit lediglich einem kleinen Zusatzkolben im Ventil.

Eilgangschaltung Die Eilgangschaltung wird für Zylinderfunktionen mit hohem Durchfluss und hoher Aktuatorgeschwindigkeit bei gleichzeitig niedrigem Druck-Niveau eingesetzt, beispielsweise beim Stiel des Baggers. Wenn in einem Bagger der Bediener den Joystick für schnelle und leichte Bewegungen einsetzt, würde bei herkömmlichen Systemen der volle Pumpenstrom benötigt werden. Diesen Effekt vermeidet die Eilgangschaltung. Die Pumpe muss nur noch den Differenzstrom zwischen Stange und Kopf bereitstellen. Ein über die Menge hinausgehender Pumpenstrom wirkt sich nun positiv auf die Bewegungsgeschwindigkeit des Zylinders aus. Damit sind wesentlich dynamischere Bewegungen bei gleichzeitig geringerem Pumpenaufwand im System möglich. Steigt die Belastung des Zylinders, wird die Eilgangschaltung abgeschaltet.

Rücklauf­Bypass Symmetrische Ventile mit Rücklauf-Bypass werden verwendet,

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Konfiguration des VW22/18 M5-03 mit sieben Sektionen (5-fach Monoblock und zwei Sandwich-Sektionen).

wenn Funktionen lange betrieben werden und hohe Durchflüsse erfordern – beispielsweise Fahrantriebe in Mobilbaggern. Ein Großteil des Volumenstroms fließt dabei direkt durch den Rücklauftank-Bypass, der von einem Stift gesteuert wird, über die Nachladeventile in den Tank – ohne nennenswerte Strömungsverluste. Dadurch lassen sich Kraftstoffeinsparungen gegen-

Abdichtung in Abhängigkeit von der Ansteuerung der Sektion.

Ausleger­/Hubregeneration Die Ausleger-/Hubregeneration wird für Hubfunktionen beispielsweise beim Baggerausleger eingesetzt. Dabei werden die Gewichtskraft beim Absenken genutzt und der Ölstrom aus dem Rücklauf des Hubzylinders teilweise auf die Gegenseite umge-

»Wie sehr ein Hydraulikventil als Kernbauteil des Baggers nicht nur Funktion und Performance, sondern auch den Kraftstoffverbrauch des Gesamtfahrzeugs bestimmt, konnten wir bei einem ersten Pilotkunden zeigen. Verbrauchseinsparungen um bis zu 10 % konnten im Feldversuch gesehen werden.« Dr. Matthias Schreiber, CEO von Linde Hydraulics

über herkömmlichen Ventilen realisieren. Zudem kann durch die Nachladeventile (Make-up Valves) während der Bergabfahrt zusätzlich benötigter Volumenstrom aus dem Tank gesaugt und so Kavitation vermieden werden.

Lasthaltung Die Lasthaltung wird bei Hubfunktionen eingesetzt, wenn eine bestimmte Position über einen längeren Zeitraum gehalten werden muss – beispielsweise im Kranbetrieb eines Baggers. Die Lasthaltung verhindert per zusätzlichem Ventil den Leckageverlust üblicher Steuerventile. Das Ventil zwischen Steuerkolben sowie Aktuator sorgt für eine

leitet. Damit wird der benötigte Durchfluss bereits weitgehend ohne Pumpenaufwand bereitgestellt. Zudem wird die Neigung zur Kavitation eliminiert. Der eingesparte Förderstrom steht für andere Funktionen zur Verfügung. Die dritte Generation der Ventiltechnik ist aufgrund des kompakten Monoblocks mit fünf Sektionen eine Ergänzung zur zweiten Generation (drei Sektionen) und zudem auf Mobilbagger abgestimmt. Das Steuerventil ist erhältlich in der Nenngröße 18 mit einem maximalen Volumenstrom von 250 l/min und in Größe 22 mit einem Volumenstrom t von bis zu 350 l/min.


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BUCHER HYDRAULICS

Dank Pendelachszylindern stabil arbeiten und komfortabel fahren Neue Pendelachszylinder-Generation mit neuem Gehäuse (re.) von Bucher Hydraulics: Nur noch ein axialer Anschluss vereinfacht die Herstellung. Zwei statt vier Befestigungsschrauben reduzieren zudem den Montageaufwand beim Hersteller der Maschine.

Im geschlossenen Zustand blockieren sie die Achse und sorgen so für eine hohe Steifigkeit beim Arbeitsvorgang. Die Zylinder sind für Sekundärdrücke bis 600 bar ausgelegt und benötigen nur wenig Bauraum. Als Sicherheitsbauteile sind sie für die Stabilität der mobilen Arbeitsmaschine verantwortlich. Ein Funktionsversagen kann jedoch zum Umkippen mit verheerenden Folgen führen. Pendelachsen sind in der Regel am Unterwagen von Arbeitsmaschinen befestigt, während sich die hydraulische Versorgung im drehbaren Oberwagen befindet. Die Ölversorgung der Zylinder wie auch die Steuerung der Ventile müssen hierfür durch ein Drehgelenk geführt werden.

Mit einer Leitung zum Erfolg

Vor 60 Jahren hat Ölhydraulik Altenerding einen Pendelachszylinder vorgestellt. Die Baureihe RH machte das einstige Familienunternehmen – seit 2012 zu Bucher Hydraulics gehörend – zu einem Marktführer bei mobilen Arbeitsmaschinen. Mit DRH steht nun ein optimierter Nachfolger bereit. Parallel wurde mit dem RM eine Lösung für elektrische Arbeitsmaschinen entwickelt.

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m zu ihrem Einsatzort zu gelangen, benötigen mobile Arbeitsmaschinen eine gute Geländegängigkeit. Während der Arbeitsverrichtung ist hingegen eine hohe Steifigkeit und Stabilität gefragt. Hinzu kommen zunehmend anspruchsvolle Sicherheits- und Umweltbestimmungen. Diese Mehrfachanforderung erfüllen Pendelachsen, die sich im Arbeitsmodus blockieren lassen. Pendelachszylinder (PZL) nach dem Prinzip des Plunger-Zylinders, bei dem die Kolbenstange als Kolben dient, ermöglichen im offenen Zustand die Fahrt über unebenes Gelände. Das Fahrwerk kann Unebenheiten weitgehend folgen, ohne dass einzelne Räder abheben.

Hier setzte die Entwicklung der PZL an, die in der Baureihe RH (Rückschlagventil hydraulisch entsperrbar) mündete. Statt zwei getrennter Leitungen gelang es, Druck- und Steuerfunktion in einer zu vereinen. Je nach Druckhöhe öffnen oder sperren die Ventile den Durchfluss. Ein definierter Druck schließt das Ventil. Der Ölstrom füllt damit die Zylinder, sein Druck schaltet die Ventile energieeffizienter als die Zweileitungslösung. Der Verzicht auf eine Leitung halbiert den Verrohrungsaufwand und zusätzlich ist nur eine Verbindung durch das Drehgelenk nötig. Zudem ist zur Ansteuerung der Baureihe RH nur ein 3/2-Wegeventil erforderlich. Die Ventiltechnik im Pendelachszylinder entspricht üblicherweise einem hydraulisch entsperrbaren Rückschlagventil, das das Öl im Zylinder einschließt. Übersteigt der Steuerdruck einen bestimmten Wert, öffnet das Ventil durch günstige


BUCHER HYDRAULICS

Flächenverhältnisse gegen den Druck im Innenraum des Zylinders. Der Ölaustausch zwischen den Zylindern ermöglicht so ein Bewegen der Pendelachse. Bekannt sind ebenso Systeme, bei denen das Ventil bei Überschreitung eines Grenzwertes schlagartig öffnet. Dieses Verhalten birgt laut Bucher allerdings die Gefahr, dass ein stark belasteter Zylinder nachgibt und das Arbeitsgerät kippt. Als ein wesentliches Sicherheitsproblem bei den meisten dieser Lösungen gilt laut Bucher der Leitungsbruch, der keinesfalls zu einer Instabilität des

Für den Pendelbetrieb öffnen die Ventile, das Öl kann frei zwischen den Zylindern fließen; geringe Hubdifferenzen und Druckschwankungen gleicht ein kleiner Ölspeicher aus.

FAKTEN Vorteile Pendelachssystem RH/DRH Pendelachszylinder RH

> Hoher Sicherheitsstandard durch integriertes Sperrventil > Nur eine Leitung zum Zylinder > Platzsparend > Kleinerer Zylinder bis 600 bar reduziert Kosten > Verträgt raue Einsatzbedingungen > Erweitertes Produktportfolio Zusätzliche Funktionen DRH

> Noch kompaktere Bauweise reduziert Einbauraum > Alle Funktionen mit einer Leitung > Verbesserte Stabilität durch Nachladen in gesperrter Stellung und höchste Dichtheitdurchflussbegrenzung des abströmenden Öls verbessert Fahrverhalten

> Hohes Aufsteuerverhältnis 25:1 Vorteile des autarken Pendelachssystems RM

> Geschlossenes Hydrauliksystem > Keine hydraulische Steuerleitung zum Unterwagen erforderlich > Kein Steuerölverlust > Gezielte Druckvorspannung in den Zylindern > Stangen liegen immer auf Achsauflage > System pumpt sich im gesperrten Zustand selbst auf > Sehr steifes Verhalten für sichere Bedienung > Einfache Ansteuerung über elektrisches Signal > Sicheres Schließen in jedem Betriebszustand möglich > In Dauertests erprobte Ventiltechnik

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Arbeitsgeräts führen darf. Das unter Druck stehende Öl im Zylinder darf deshalb nicht oder maximal sehr langsam abfließen.

Mehr Komfort und Sicherheit Die Neuentwicklung DRH (Drossel-Rückschlagventil hydraulisch entsperrbar) ergänzt das PZL-Programm von Bucher Hydraulics und basiert auf einem Rückschlagventil mit zusätzlicher Stromregelfunktion. Das Ventil sitzt in einer Patrone, die axial im Zylinder montiert wird und den Anschluss für die Hydraulikleitung beinhaltet. Nach dem Prinzip des Baukastensystems gibt es damit einen einheitlichen Zylinder und einschraubbare Patronenventile mit DIN- oder UNF-Gewinde. Ein mit dem Rückschlagventil in Reihe geschaltetes Stromregelventil drosselt das ausströmende Öl im Zylinderinnenraum. Durch diese Drosselung verbessert sich der Fahrkomfort und ein sicheres Umschalten vom Pendel- in den Arbeitsbetrieb wird laut Anbieter garantiert.

Mehr Stabilität Die Ölkompressibilität und weitere Effekte führen zu einem Einfedern des Arbeitsgeräts. Dadurch entstehen einige Millimeter Spiel zwischen Zylinderstange und Achsauflage auf der unbelasteten Seite, was bei wechselnder Belastung zu erhöhtem Verschleiß führen kann. Beim DRH-Ventil lässt sich im Sperrbetrieb der Pendelachse durch einen gezielten Tankvorspanndruck eine Nachladung mit nur einer Leitung realisieren. Dadurch wird Öl in den unbelasteten Zylinder gedrückt und der Kolben liegt ohne Spalt fest auf der Achse auf. Für den Maschinenbediener verspricht dies ein steiferes und beherrschbareres Maschinenverhalten. Das integrierte Drosselrückschlagventil dämpft beim Entsperren des Pendelachszylinders eventuell auftretende Druckspitzen in der Steuerleitung, wodurch eventuelle Schäden vermieden werden. Das kompakte Ventil beansprucht in dem Gussgehäuse der PZL wenig Bauraum. Im Fall eines Leitungsbruchs schließt das Ventil automatisch und nimmt die Sperrstellung ein.

Für eine elektrifizierte Zukunft Die E-Mobilität hält auch bei mobilen Arbeitsmaschinen Einzug. Mit dem PZL RM wurde eine Lösung als geschlossenes System entwickelt, bei dem das Öl lediglich zwischen den beiden Zylindern pendelt. Die Steuerung übernimmt hier ein elektrisch angesteuertes Ventil. Das System erfordert nur eine elektrische Leitung durch die Drehdurchführung. Dank der Kinematik kann es zu geringen Hubdifferenzen kommen. Den Ausgleich übernimmt ein kleiner Ölspeicher, der zudem für konstanten Druck sorgt. Das soll die gleiche Stabilität des Arbeitsgeräts wie beim PZL DRH sichern. Da nur ein elektrischer Anschluss nötig ist, ist das Syst tem autark.


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GEMAC

Technische Entwicklungen haben eine möglichst autonome Maschine als Zielsetzung. Das damit verbundene Datenaufkommen für den CAN­Bus als Rückgrat der Datenkommunikation mobiler Arbeitsmaschinen steigt ständig an, ebenso die Erwartung an die Maschinenverfügbarkeit. Eine CAN­Bus­Auslastung zu mehr als 80 % ist nicht selten, was dann durch äußere Einflüsse zu Über­ tragungsfehlern führen kann. Eine Erhöhung der Störsicherheit würde Kommunikationsausfälle verhindern. Lösungsansätze skizziert Ralf Meischner, Technical Support Fieldbus Diagnosis Tools von GEMAC aus Chemnitz. Dort werden seit fast 30 Jahren Produkte für Neigungs­ und Beschleunigungssensorik sowie Feldbusdiagnostik entwickelt und gefertigt.

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»Das Rückgrat der Kommunikation mobiler Maschinen ist zu wichtig, als dass man es vernachlässigen dürfte. IFD hilft Ingenieuren bereits in der Konzeptphase, einen stabileren CAN-Bus zu entwickeln.« Ralf Meischner, Technical Support Fieldbus Diagnosis Tools bei GEMAC

in Ziel bei der Entwicklung von mobilen Arbeitsmaschinen muss sein, die Last auf dem CANBus in einem sinnvollen Rahmen zu halten. Dadurch bleibt im Fehlerfall Zeit für Wiederholungen«, betont Ralf Meischner. Beim Anlagen-Design sollte die Notwendigkeit jedes CAN-Telegramms auf dem Prüfstand stehen. Damit bewege man sich bei der Planung von der Ebene des Bussystems (OSI 3-7) über die Ebene des CAN (OSI-Schicht 2) bis auf die Ebene der Busphysik (OSI Schicht 1). Denn wenn die Datenübertragung durch einen äußeren Einfluss gar nicht erst gestört werden könne, werde dem Problem ursächlich begegnet. »Häufig wird eine Verdoppelung der Datenrate vorgenommen, was die Buslast halbiert. Durch die Verdoppelung der Frequenz verschärfen sich die Unzulänglichkeiten der Topologie, die Signalqualität sinkt«, betont Ralf Meischner. Indem die relevanten Faktoren Schritt für Schritt verändert würden und die daraus folgende Veränderung der Signalqualität gemessen werde, ließen sich Signalqualität und Störsicherheit deutlich optimieren.

Einfluss­Faktoren auf die Signalqualität Ein CAN-Bus ist nicht nur ein Kabel mit einem Schaltsignal. Die Übertragungsfrequenzen gelten als so hoch, dass Effekte auftreten, die oft nur HF-Techniker im Blick haben. Auch Sternstrukturen haben einen erheblichen Einfluss durch Reflexionen, die sich in die Kurvenform der Signale einprägen, darum wird die Gesamtlänge von Stichleitungen in einem Segment begrenzt. Weiterhin gibt es Einflüsse durch Kapazitäten und Induktivitäten, die vom Kabel und jedem Teilnehmer eingebracht werden. Mit der Frequenz steigt der Einfluss auf die Signalform, was die Flanken der Bits verschleift

GEMAC

»Intensive Fieldbus Diagnostic« für eine hohe Maschinenverfügbarkeit

CANtouch-Messung.

und die Signalqualität beeinflusst. »Idealerweise ist man bemüht, die Übergangswiderstände im Bussystem möglichst gering zu halten. Steckverbindungen bringen zusätzliche Widerstände ein, die Signale dämpfen. Das Nachmessen der Schleifenwiderstände kann neue Erkenntnisse bringen«, so Meischner. Als entscheidend für die Signalqualität nennt er den Störspannungsabstand. Störungen auf dem Signal reduzieren die normale Differenzspannung von ca. 2 V bis 2,4 V. Störquellen sind elektrische Geräte wie Fahrzeuge oder der Mobilfunk sowie parallel verlegte Leitungen, deren elektromagnetische Signale in die CAN-Leitung eingeprägt werden. Auch Geräte im CAN-Bus selbst können Störer sein.

Signalqualität bestimmen Die Signalqualität wird mit Messgeräten überwacht, die einen vergleichbaren Prozentwert berechnen. Voraussetzung für die Beurteilung ist eine Referenz, die sich beispielsweise von einer Maschine des gleichen Typs gewinnen lässt. »Besser ist eine Messhistorie, beginnend mit einer protokollierten Endprüfung nach der Herstellung der Maschine bis zu den Messwerten, die im Rahmen von Service-Intervallen ermittelt werden«, weiß Meischner. GEMAC bietet mit »Intensive Fieldbus Diagnostic« Messgeräte für die vereinfachte Ermittlung relevanter Daten, um zügig Aussagen über die Signalqualität und weitere Parameter zu ermöglichen, ohne auf die Tiefe der Information zu verzichten.

Infoplus dank Intensive Fieldbus Diagnostic (IFD) Bereits bei der Entwicklung einer Maschine spielt die Busphysik eine entscheidende Rolle. »Durch gezielte Messungen vor und nach Änderungen lässt

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mehr Kühlung

mehr Leistung

mehr Produktivität


FAKTEN GEMAC Motus bietet neue Möglichkeiten zur Individualisierung Inertialer Messeinheiten (IMU)

> GEMAC Motus ist eine für unterschiedliche

sich der beste Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen finden«, so Meischner. Als Folge der Vorgehensweise nennt er stabile CAN-basierte Feldbusse, die auch mit erhöhten Buslasten sicher arbeiten können. »Unabhängig davon, in welcher Umgebung man IFD einsetzt, man kann durch den Infogewinn datenbasierte Entscheidungen treffen, stabilere Maschinen entwickeln und herstellen, Ausfallzeiten minimieren, die Fehlersuche und Reparatur beschleunigen sowie Kosten einsparen.«

Hochpräzise Messung an mobilen Maschinen Mit dem GEMAC Motus bietet GEMAC eine für unterschiedliche Einsatzgebiete konfigurierbare Sensormesseinheit an, die eine 6-Achs-Bewegungserfassung an mobilen Maschinen ermöglicht. »Als erste Power-IMU für Mobile-Power-Maschinen verwendet der GEMAC Motus einen bei GEMAC entwickelten Sensor-Fusions-Algorithmus, der durch hochgenaue Orientierungsberechnung noch schneller Abweichungen erkennen und analysiet ren kann«, so Ralf Meischner.

B&R erweitert Motorenauswahl durch Hiperface-DSL-Safety

B&R

B&R – Die Sicherheitsfunktionen des B&R­Servoverstärkers ACOPOS P3 sind nun auch für Motoren mit sicherem Hiperface­DSL­Encoder verfügbar. Maschinenbauer sollen damit eine größere Motorenauswahl bei der Umsetzung von sicheren Antriebsapplikationen haben. Neben EnDat 2.2 Safety hat sich Hiperface DSL Safety als Standard für die sichere Datenüber­ tragung zwischen Motoren und Servoreglern etabliert. Wie EnDat 2.2 ist HDSL­Safety kompatibel mit allen B&R­Sicherheitsfunk­ tionen. Dazu zählen Funktionen wie Safely Limited Speed (SLS), Safe Operating Stop (SOS) oder Safe Limited Increment (SLI). Die HDSL­ Safety­Unterstützung steht mit einem Firmware­ Update zur Verfügung. Der Gebertyp wird Die Sicherheitsfunktionen mittels Parameter am sicheren Antriebsmodul des B&R-Servoverstärkers des Servoverstärkers festgelegt. Module lassen ACOPOS P3 sind nun auch sich beliebig kombinieren, unabhängig davon, für Motoren mit sicherem ob sie mit EnDat 2.2 oder mit HDSL­Safety Hiperface-DSL-Encoder konfiguriert wurden. Der Applikationsersteller verfügbar. kann so für jeden Anwendungsfall das optimale Gebersystem einsetzen. t

112 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Elektrifiziertes Kühlsystem für Schwerlastanwendungen HORTON – Als Spezialist von Kühllösungen für Schwerlastfahrzeuge und ­geräte hat Horton ein Hochvoltkühlsystem zur Kühlung der Antriebs­ systeme von batterie­ und brennstoffzellenelektrischen Fahrzeugen (EV) und Geräten entwickelt. Die Innovation soll der Nachfrage nach effizienten und nachhaltigen Möglichkeiten gerecht werden, Flotten zu elektrifizieren, ohne dabei auf Leistung verzichten zu müssen. Horton gilt seit Langem als ein führender Anbieter von Motorkühlsystemen für die On­ und Off­Highway­Industrie. »Vor über 50 Jahren war Horton führend bei der Einführung der Lüfter­ antriebstechnologie auf dem Nutzfahrzeugmarkt und half unseren Kunden, den Kraftstoffverbrauch zu senken und gleichzeitig die Betriebszeit zu erhöhen. Die Elektrifizierung stellt seitdem die größte Veränderung bei den Kühlsystemen dar, und Horton ist wieder führend und hilft unseren OEM­ Kunden, die Effizienz und Reichweite zu erhöhen sowie die Ladezeiten zu verkürzen«, betont Horton­CEO Cordell Dietz. t HORTON

CANtouch-Messung mit hoher Bus-Last.

Einsatzgebiete konfigurierbare Sensormess­ einheit, die eine 6­Achs­Bewegungserfassung an mobilen Maschinen, wie Baumaschinen, Landmaschinen, Forstmaschinen oder Kran­ und Hebetechnik ermöglicht. > Kundenanregungen führten inzwischen zu Funktionserweiterungen, die vor allem die Möglichkeiten zur Individualisierung in spezifischen Kundenanwendungen ermöglichen. > Automatische Konfiguration der Anbaulage: Für die gesamte GEMAC­Motus­Familie GEMAC Motus ist die laut GEMAC erste Power-Inertial besteht die Möglichkeit, die Anbaulage und Measurement-Unit (IMU) für mobile Power-Maschinen. Achsen für die Neigungsausgabe individuell zu konfigurieren – einstellbar durch manuelle Parameter oder einen direkten automatischen Positionsabgleich. > Flexible Nullpunkt­Einstellung: Eine verbesserte Offset­Einstellung ermöglicht eine Drehung des Koordinatensystems des Sensors, durch die flexiblere Messbereiche realisiert und alle Winkelformate noch präziser berechnet werden können. > Konfiguration der Sensorfusion: Ein mit erweiterten Einstellmöglichkeiten implementierter Expertenmodus erlaubt eine Konfiguration der Sensorfusion. Hier sollen die neue Deaktivierung der Filterdynamik (adaptive Dämpfung) und die manuelle Einstellung des Dämpfungsfaktors noch stabilere Ausgabewerte bei sehr dynamischen Anwendungen bzw. bei dauerhafter Bewegung einer mobilen Maschine ermöglichen. > Konfiguration der Ausgabedaten bei SAE J1939: Bisher bot SAE J1939 nur vier standardisierte Ausgabetelegramme sowie mehrere proprietäre Telegramme mit sonstigen Ausgabedaten. Ähnlich wie bei CANopen wird nun jedem Signal eine eigene ID zugeordnet, die in ein Ausgabetelegramm gemappt werden kann. Dabei sind bis zu vier Signale pro Telegramm möglich. Die Ausgabedaten lassen sich damit nicht nur manuell, sondern vor allem auch individuell konfigurieren und auswerten. > CANopen Autostart: Der Sensor kann nun nach dem »Power­On« oder »Reset« direkt in den CANopen­Modus »Operational« gehen, ohne vom CANopen­Master ein Starttelegramm erhalten zu müssen. Damit ist es möglich, den Sensor so zu konfigurieren, dass mit dem »Power­On« ohne zusätzliche Kommunikation direkte Messwerte ausgegeben werden können.


L

ZF

ZF

Die Transformation zum E-Fahrzeug erleichtern

Macht Nebenabtriebe für Nutzfahrzeuge komplett elektrisch: Die ZF-Produktfamilie eWorX bietet Fahrzeugherstellern und Aufbauherstellern eine All-in-one-Lösung auf dem Weg zu lokaler Emissionsfreiheit.

Volle Elektrifizierung bei voller Effizienz: Die Produktfamilie eWorX will es einfach machen, Nebenabtriebe für Nutzfahr­ zeuge lokal emissionsfrei darzustellen. Davon sollen sowohl Hersteller von Fahr­ zeugen als auch von Spezial­ aufbauten profitieren. Mit seiner Komplettlösung unter­ stützt der Technologiekonzern ZF den Nutzfahrzeugsektor auf seiner Transformation zu mehr Nachhaltigkeit.

W

enn es darum geht, Nutzfahrzeuge zu elektrifizieren, steht nicht nur der Antriebsstrang im Blickfeld. In diesem Segment sind rund 50 % der Fahrzeuge zusätzlich mit Arbeits-Equipment für den Einsatz als Kommunalfahrzeug, auf Baustellen, Depots und anderen Arealen ausgestattet. Um ihren Dienst zu verrichten, benötigen Sonderfahrzeuge wie Kranwagen, Kipplaster oder Zementmischer entsprechend ausgelegte Nebenabtriebe (Power Take-off, PTO), die im verbrennungsmotorischen Antriebsstrang an Motor bzw. Getriebe gekoppelt sind. Weil sich die Architektur bislang üblicher Antriebsstränge grundlegend von elektrischen unterscheidet – und damit bekannte Schnittstellen entfallen – muss auch das Design künftiger PTO neu gedacht werden.

Intelligente Lösung »Hier kann ZF mit seiner Expertise als Systemlieferant glänzen«, erklärt Kleber Vinhas, in der ZF-Division Nutzfahrzeugtechnik zuständig für die Produktlinie der Nkw-Antriebsstrangmodule. »Mit eWorX vereinfachen wir die Integration von Equipment in neue Plattformen massiv und stellen dem Markt eine neue Standardschnittstelle für den

Betrieb von Arbeitsaufbauten zur Verfügung. Damit haben wir eine intelligente Lösung gefunden, die uns einen Schritt weiter in Richtung null Emissionen bringt. So unterstützen wir Fahrzeugund Aufbau-Hersteller, die komplexen Herausforderungen der Elektrifizierung optimal zu meistern.« Die neue Produktfamilie will eine innovative Komplettlösung bieten, um Nebenabtriebe zum Betrieb von Arbeitsausrüstung effizient zu elektrifizieren – egal, welche Architektur für den Antrieb verwendet wird. Der Vorteil: vollständige lokale Emissionsfreiheit sowie stark reduzierte Geräuschbildung, was vor allem den Einsatz in Städten und Wohngebieten erleichtert. Kern des Systems bildet der ZF eCubE, der die Verbindung zwischen der Fahrzeugbatterie und dem modularen elektrischen Nebenabtrieb ZF ePTO herstellt, der wiederum das Equipment antreibt. Im eCubE enthalten sind passende Leistungselektronik, Steuergerät und auf die jeweilige Anwendung zugeschnittene SoftwarePakete. Dank nahtloser Anbindung an den CANBus lassen sich eWorX-Lösungen in das Batterie- und Energie-Management-System des Fahrzeugs integrieren. Auch neue Sicherheits- und Assistenzfunktionen sind möglich – ebenso wie die Option, die Maschinen via Smartphone oder Tablet von außerhalb der Fahrerkabine zu steuern.

Versuchsfahrzeug ZF hat aktuell einen elektrifizierten, remote-steuerbaren Kipp-Auflieger als Versuchsträger aufgebaut. Dieser agiert auch autark vom Zugfahrzeug und befindet sich derzeit in einer intensiven Testphase unter realen Bedingungen am Standort Schweinfurt. Weitere Fahrzeuge mit Lösungen für elektrische Nebenantriebe befinden sich laut Anbieter im Aufbau, in Kooperation mit diversen Aufbauherstellern. Auch diese werden im Realeinsatz aust gedehnte Tests absolvieren.

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L Baubeginn für Produktion des neuen Konzernmotors

MAN

MAN/SCANIA – Im MAN­Werk Nürnberg ist der Spatenstich für die Produktionshalle der »Common Base Engine« (CBE) erfolgt, der gemein­ samen Plattform für Dieselmotoren von MAN, Scania und Navistar. Der von den Konzernmarken gemeinsam entwickelte Selbstzünder soll die Brücke zu den elektrifizierten Antrieben der Zukunft schlagen. Im Rahmen der »NewMAN« genannten Transformations­ strategie setzt der Nutzfahr­ ´ zeughersteller künftig auf emissionsneutrale Antriebe. Dennoch werden im Langstreckenbereich und bei Offroad­Anwendungen Dieselmotoren in der Übergangszeit zum emissionsneutralen Verkehr noch eine Rolle spielen. Um dabei die Umwelt­ auflagen zu erfüllen und den CO₂­Ausstoß zu minimieren, arbeiten Scania und MAN seit 2017 an der Entwicklung der neuen Motorenplattform. Ab 2024 sollen im MAN­Werk Nürnberg die Motoren der CBE­Generation gefertigt werden – zeitgleich zum Start der Serienproduktion der lang­ streckentauglichen MAN­E­Lkw im Werk München. Auch deren E­Aggregate kommen aus Nürnberg. t

Motoren der »Performance«-Reihe jetzt weltweit zertifiziert

CUMMINS

CUMMINS – Der Motorenhersteller zertifiziert die Aggregate seiner Performance­Serie in zwei weiteren Märkten – die Modelle erfüllen neben der EU­Stufe V und der EPA Tier 4 Final nun auch die indischen Bharat­Emissionsvorschriften der Stufen IV und V sowie die chinesische Stufe IV für den Off­Highway­Markt. Die Zertifizierung der Cummins­Motoren der Baureihe B6.7 Performance für die Bharat­Stufen IV und V ist bereits abgeschlossen, die Motoren L9 und X15 sollen aktuell folgen. In China soll die Zertifizierung der Performance­Series­Motoren F3.8, B6.7, L9 und X15 im Laufe des Jahres 2022 abgeschlossen sein. t

Deutz baut seinen 10 000 000. Motor

KOHLER

Hybridkonzept in der Praxis Schon zur Bauma 2019 hat der Motorenhersteller Kohler für den Offroad­Bereich mit K­HEM ein hybrides elektrisches und mechanisches Kombikonzept K­HEM (»Kohler Hybrid Energy Module«) vorgestellt, das es Geräteherstellern ermöglichen soll, unterschiedliche Energiequellen nicht in Konkurrenz stellen zu müssen, sondern vielmehr deren Verbindung zu ermöglichen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 3/19, Seite 142). Eine praktische Umsetzung des Konzepts bietet die Hubarbeitsbühne Spyder DT28 von Cela.

B

ei K-HEM wird die Leistungsbasis durch den Verbrennungsmotor bereitgestellt, während die Leistungsspitzen durch den Elektromotor gewährleistet werden. Die integrierte Hauptsteuereinheit erlaubt es, die Arbeitsmodi und Übergänge nach den jeweiligen Bedürfnissen zu überwachen und zu verwalten. Die Stromerzeugung beim K-HEM erfolgt mit einer Kombination aus dem 18 kW (24,1 PS) starken Dieselmotor KDW 1003 und einem 48-V-Elektromotor. Der KDW 1003 erfüllt die Emissionsnormen der EU-Stufe V und benötigt keinen Dieselpartikelfilter. Der Elektromotor liefert eine Spitzenleistung von maximal 15 kW (20,1 PS) und eine Dauer-

leistung von 9 kW (12,1 PS). So kommt das K-HEM auf eine Gesamtleitung von mehr als 30 kW (40,2 PS), ohne dass dafür Abgasnachbehandlungssysteme erforderlich wären. Mit dem K-HEM 2504 erweitert Kohler das Konzept nach oben. Das Hybridaggregat kombiniert hier einen Dieselmotor des Typs KDI 2504TCR mit 55,4 kW (EU-Stufe V ohne SCR) und einen 48-V-Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 19,5 kW und der bekannten Dauerleistung von 9 kW. Das Hybridaggregat K-HEM 2504 setzt auf ein effizientes DPF-Management, das die für die Regenerationsprozesse erreichten Temperaturen zum Aufladen des Akkus nutzt.

FAKTEN

D.JARZOMBEK

DEUTZ – Der Kölner Motorenbauer Deutz hat mit einem TCG 7.8 H2 seinen 10 000 000. fertiggestellten Motor feiern können. Der Wasserstoff­ motor mit sechs Zylindern ist wie sein Urahn ein Viertakter. Ansaugen, verdichten, arbeiten, ausstoßen: 1876 hat Nicolaus August Otto, Gründer der späteren Deutz AG, in Köln den Viertaktmotor erfunden. Heute gilt Deutz als ein Vorreiter für eine grüne Mobilität im Off­Highway­Bereich: Das Unternehmen erweitert sein Angebot an emissionsreduzierten und ­freien Antrieben stetig. »10 000 000 Motoren markieren einen Meilen­ stein unserer Erfolgsgeschichte, auf den wir sehr stolz sind. Ob Diesel­, E­ oder Wasserstoffantrieb, wir denken den Motor jeden Tag neu. Für unsere Kunden bauen wir die effizientesten und saubersten Motoren der Welt«, sagt Deutz­ Vorstandsvorsitzender Frank Hiller. t

NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes gratuliert dem Deutz-Vorstandsvorsitzenden Frank Hiller zum Jubiläum.

114 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Weltpremiere für die neue KSD­Motorenserie

> Zuwachs mit neuer Motorenfamilie bei Kohler: Mit KSD (Kohler Small Displacement) hat der Motorenbauer kürzlich drei neue Modelle vorgestellt, die über eine hohe Kompatibilität verfügen, einen vereinfachten Daten­ austausch ermöglichen und kunden­ spezifische Einstellungen für jeden Arbeits­ zyklus bieten sollen. > Zur neuen Motorenplattform gehören die beiden Turbo­Common­Rail­Motoren KSD1403TCA mit Ladeluftkühler sowie der KSD1403TC. Beide Viertakt­Motoren sind mit je 18,9 kW Leistung bei 120 Nm (1 400 min-1) KSD1403-TC. für den TCA und 105 Nm (1 500min-1) für die TC­Ausführung ausgestattet. Komplettiert wird das Trio durch den KSD1403NA – einem Saugmotor mit ebenfalls 18,9 kW Leistung bei rund 90 Nm (1 800 min-1). > Alle Modelle sind Stufe­V­konform und sollen mit hoher Effizienz, Wartungsfreundlichkeit sowie verringertem Verbrauch auftrumpfen. > Das bauMAGAZIN berichtet ausführlich über die Details zu den Motorenneuheiten von Kohler in der Ausgabe 2/22. d


ELEONORA BONORETTI

Das K-HEM 2504 erweitert Kohlers Hybridkonzept K-HEM 1003 nach oben. Beide K-HEM-Hybridaggregate sind für Anwendungen konzipiert, die durch diskontinuierliche Arbeitszyklen gekennzeichnet sind, die Leistungsspitzen erfordern wie es bei Schweißgeräten, Rasenmähern, Traktoren mit landwirtschaftlichem Zubehör sowie Maschinen der Fall ist, die hauptsächlich mit kon-

stanten Arbeitszyklen bei geringer Belastung arbeiten, wie Hubarbeitsbühnen oder Gabelstapler.

K­HEM 1003 in der Hubarbeitsbühne Spyder DT28 In seiner Hubarbeitsbühne Spyder DT28 greift der italienische Hersteller Cela jetzt auf Kohlers

Hybridkonzept K-HEM 1003 zurück. Weil der Verbrennungsmotor im K-HEM 1003 keine zusätzlichen Nachbehandlungssysteme benötigt, sind Maschinenstillstände durch Regenerationsprozesse ausgeschlossen. Der elektrische Teil des Aggregats ermöglicht es, die von der Hubarbeitsbühne in den höchsten Belastungsphasen benötigten Leistungsspitzen zu erreichen. »Die Hubarbeitsbühne Spyder DT28 ist ein perfektes Beispiel für die Effektivität der Zusammenarbeit: Sie ist das Ergebnis einer perfekten Integration zwischen dem Hybridaggregat und der Maschine, die darauf abzielt, die Produktion zu maximieren und die Größe des Batteriepacks zu minimieren«, betont Massimiliano Bonanni, General Manager Product Strategy bei t Kohler Engines.

Rolls-Royce und Flanders Electric planen Hybrid-Nachrüstlösung für Muldenkipper ROLLS-ROYCE/FLANDERS ELECTRIC – Eine Nachrüstlösung für die Hybridisierung

von Muldenkippern mit mtu-Motoren, Batterien und Hybridsteuerungssystemen sowie Antriebslösungen von Flanders wollen Rolls-Royce und Flanders Electric entwickeln. Ziel ist ein skalierbarer Nachrüstsatz für die Hybridisierung von Mining Trucks für eine Vielzahl von Bergbauanwendungen. it der Marke mtu zählt der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls Royce zu den führen­ den Anbietern integrierter und nachhaltiger Energie­ lösungen u. a. für die Bergbauausrüstung. Flanders gilt als Spezialist für die Entwicklung von Elektromotoren und Generatorsystemen sowie von Automatisierungs­ und Steuerungssystemen für schwere Industrieanwen­ dungen. Die Unternehmen planen gemeinsame Hybrid­ lösungen, die darauf abzielen, Kraftstoff zu sparen und die CO₂­Bilanz von Bergbaufahrzeugen zu reduzieren, sowie die Leistung und Effizienz der Fahrzeuge zu opti­ mieren.

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Hochgradig modular und skalierbar Das Hybridkonzept gewinnt die Bremsenergie mithilfe des mtu­EnergyPack­Batteriesystems zurück. Diese Energie wird dann zurückgespeist, um die Radmotoren anzutreiben, wodurch der Dieselmotor verkleinert wer­ den kann. Der kleinere Motor soll den Kraftstoffver­ brauch und die C0₂­Emissionen um bis zu 30 % senken und so dem Bergbau helfen, die Emissionsreduktions­ ziele zu erreichen und gleichzeitig den Betrieb zu opti­

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Eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines Konzepts für ein Bergbaufahrzeug mit Hybridantrieb haben Rolls-Royce und Flanders Electric vereinbart, mit dem die CO2-Emissionen um bis zu 30 % gesenkt werden sollen. mieren. Zum Hybridkonzept gehören auch die DC/DC­ Wandler, die das Batteriesystem mit dem Gleichstrom­ zwischenkreis des Muldenkippers verbinden. Das Sys­ tem gilt laut den Anbietern als hochgradig modular und skalierbar für Bergbaufahrzeuge jeder Größe, die über­ t all auf der Welt eingesetzt werden.

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BMAIR (2)

VOR ORT

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BMAIR

Gefiltert und sicher: Saubere Luft für die Fahrerkabine In der Bauwirtschaft bewegt ein Maschinist tagtäglich unzählige Tonnen an Bodenmaterial und Abfallstoffen und ist dabei nicht selten Schmutzpartikeln, Dämpfen, Gasen oder auch giftigen Stoffen ausgesetzt. Notwendig ist deshalb ein professioneller Schutz, der die Fahrerkabine mit gefilterter Luft versorgt. Als Spezialist auf diesem Gebiet hat BMAir Filterüberdrucksysteme entwickelt, die dem Maschinenanwender höchstmöglichen Schutz bieten. Im Gespräch mit bauMAGAZIN­Redakteur Dan Windhorst erläutern Robin Veltman, Verkaufsleiter und Henrik König, Account­Manager bei BMAir Deutschland, im Rahmen der von JCB Deutschland in Frechen bei Köln kürzlich veranstalteten »Waste & Recycling Days«, was diese Systeme so besonders macht und wozu die neuesten Ausführungen mittlerweile in der Lage sind.

Dan Windhorst

Z

u den wichtigsten Neuentwicklungen zählt bei BMAir das »MAO-3 Cab Guard«-System. Es wurde laut Robin Veltman besonders kompakt gestaltet, um den gestiegenen Anforderungen des Baumaschinensektors gerecht zu werden: Unter einem robusten Kunststoffgehäuse verbirgt sich ein winkelloser selbstreinigender HEPA-Filter mit hoher Kapazität – installieren lässt sich bei Bedarf außerdem ein vollwertiger Aktivkohlefilter. »Wir haben mit dem MAO-3 einen wichtigen großen Schritt gemacht«, erläutert Robin Veltman. »Erklärtes Ziel ist es, dem Fahrer jederzeit saubere Luft zu bieten – denn genau das ist in so mancher Arbeitssituationen nicht nur ratsam, sondern schlichtweg lebenswichtig.«

116 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Eine smarte Lösung Ausgestattet ist das Filtersystem mit PAC Smart Control. Damit lassen sich alle wichtigen Informationen über ein 3,5" großes LCD-Display ablesen. Gleichwohl, so Henrik König, könne man alle notwendigen Daten mithilfe der vollautomatisierten Filterkommunikation und einer intuitiven Bedienung unkompliziert via QR-Code und Smartphone an die gewünschte Person weiterleiten, indem eine E-Mail automatisch generiert werde. Die jeweiligen Filtertypen, Seriennummern sowie Ereignisse lassen sich wiederum kontinuierlich lesen und sicher im Datalogging-Modul speichern. Die PAC Smart Control ist überdies IdD (IoT)-Ready, was laut Henrik König einen Echtzeit-Datentransfer ermöglicht.

FAKTEN Die wichtigsten Merkmale des »MAO­3 Cab Guard«

> robustes Kunststoffgehäuse > selbstreinigender, winkelloser HEPA­Filter > vollständig integrierter Aktivkohlefilter > Filterinfos und Betriebsstundenzähler durch RFID­Technik

> bürstenloser Lüftermotor > einfache Montage durch kompakte Bodenplatte > ausgerüstet mit PAC Smart Control


DAN WINDHORST (2)

Das System von BMAir im Einsatz: Durch die kompakte Gestaltung und die vielseitige Anwendbarkeit lässt es sich bei unterschiedlichsten Baumaschinen nutzen. Ausgestattet ist das Filtersystem mit »PAC Smart Control«, das eine schnelle und unkomplizierte Abfrage aller wichtigen Parameter ermöglicht – gleichzeitig ist diese Lösung IdD (IoT)-Ready, was einen EchtzeitDatentransfer ermöglicht. Alle wichtigen Informationen lassen sich über ein 3,5"-LCD-Display ablesen.

»Auf diese Weise kann der Anwender unsere neueste System-Generation übersichtlich verwalten, während die Fahrerkabine permanent mit gefilterter Luft versorgt ist«, so der Experte weiter.

Praktische Filtererkennung Anhand der patentierten Filtererkennung kann der Maschinist oder auch Sicherheitsexperte auf dem Display im Fahrerhaus erkennen, welche Filtertypen eingesetzt wurden und wie lange diese theoretisch noch verwendbar sind. Auf diese Weise muss der Anwender das Filterüberdrucksystem

nicht mehr händisch öffnen. Und das ist einerseits praktischer, andererseits aber auch bedeutend sicherer, denn so wird das Kontaktrisiko mit Verunreinigungen oder giftigen Stoffen laut Henrik König auf ein Minimum reduziert. Als weiteren Vorteil nennt Robin Veltman die Luftansaugung über die Unterseite des Systems: »Aufgrund von Schwingungen und der Schwerkraft fallen zum Beispiel gröbere Stäube direkt herunter, ohne dabei in den Filter zu gelangen, wodurch wir die Lebensdauer des Filtersystems erhöhen konnd ten«, so der BMAir-Experte.

Im Rahmen der von JCB Deutschland in Frechen kürzlich veranstalteten »Waste & Recycling Days« stellten Verkaufsleiter Robin Veltman (li.) und Henrik König, Account-Manager bei BMAir Deutschland, das »MAO-3 Cab Guard«-System vor.

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DIESEL POWER PACKS SAUBER

KOMPAKT

EINBAUFERTIG

Kubota Diesel Power Packs von 28 bis 55 kW sind modulare und wirtschaftliche Fertigpakete mit Common-Rail-Technik sowie modernster Abgasaufbereitung. Die kompakten Motoren erlauben eine hohe Leistungsabnahme am Nebenabtrieb und eignen sich für enge Einbauverhältnisse – ohne aufwendige Eigenentwicklungen.


L TSUBAKI KABELSCHLEPP

Kabel-Management für die Hebe- und Fördertechnik

Die Energieführungskette der Stegbauart TKK39.040 ist mit verriegelbaren Bügeln ausgestattet, die an beliebiger Stelle innen aufklappbar sind.

Die Energieführungskette TKSR95 aus Stahl bietet eine robuste und gleichzeitig energiesparende Lösung für Hebebühnen.

D

ie TKK-Energieketten von Tsubaki Kabelschlepp geben sich nicht nur robust, leicht und kompakt, sie wollen auch durch ihre große freitragende Länge überzeugen. Durch die kompakte Anordnung im Ausleger sind große Auszugslängen möglich und die hohe Torsionssteifigkeit sowie Seitenstabilität dienen einem geraden Lauf. Zudem unterstützt eine optimierte Trennstegkonstruktion einen effizienten Leitungsschutz durch eine saubere Innenaufteilung. Die Energieführungsketten weisen kurze Anschlusselemente auf und durch eine schmutzabweisende Konstruktion der Kettenlaschen versprechen sie einen besonders effektiven Schutz gegen Verschmutzung im Einsatz.

TKK39 Die TKK39 ist in Einbauhöhen von 142 mm bis 240 mm, Innenbreiten von 39 mm bis 99 mm und Krümmungsradien von

46 mm bis 95 mm erhältlich. Die Teilung und die Innenhöhe betragen je 39 mm. Sie lässt sich sowohl freitragend als auch gleitend einsetzen und unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 3 m/s, Beschleunigungen von 9 m/s2 sowie Verfahrwege von bis zu 120 m mit einer maximalen Zusatzlast von 10 kg/m. Die Energieführungskette wird in zwei Stegbauarten angeboten: Die TKK39.020 mit stabilem geschlossenem Rahmen, die sich beispielsweise zum Schutz von Hydraulikschläuchen eignet, und die TKK39.040 mit innen an beliebiger Position aufklappbarem Bügel für den einfachen Zugang zu Leitungen bei Inspektion und Wartung. Verschiebbare bzw. im 2-mm-Raster fixierbare Trennstege unterstützen eine optimale Separation der Leitungen sowohl vertikal als auch horizontal.

Heavy-Duty-Rollenenergiekette verspricht höchste Lebensdauer an Kranen IGUS – Künftige Krangenerationen verlangen den Energiezuführungen immer mehr ab. Eine neue Energiekette will den Anforderungen an längere Verfahrwege, höhere Beschleunigungen und Geschwindigkeiten sowie Ausfallsicherheit gerecht werden. Die neue HeavyDuty-Rollenenergiekette P4HD von Igus besteht aus hochabriebfesten Materialien.

asierend auf der P4­Rollenenergiekettenfamilie bie­ tet Igus eine Heavy­Duty­Version an, die je nach Anwendung eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren besit­ zen soll. Dazu setzt Igus auf tribologisch optimierte Hoch­ leistungskunststoffe. Um den Abrieb an allen Stellen zu reduzieren, kommen u. a. ein dreifaches Anschlagsystem und ein symmetrisches Design zum Einsatz. Die integrier­ ten Rollen sollen die benötigte Antriebsenergie um 57 % im Vergleich zu einer gleitenden Kette reduzieren. Die Rol­ len laufen dabei versetzt aufeinander. Die kammartigen Autoglide­Öffnungsstege halten die Kette in ihrer Bahn und sollen so teure ungeplante Ausfälle reduzieren. In der neuen Bolzen­Bohrung­Verbindung nutzt Igus seine Expertise aus der Kunststoffgleitlagertechnik.

TKSR95 Mit der Energieführungskette TKSR95 verspricht der Hersteller ebenfalls eine robuste, gleichzeitig aber energiesparende Lösung für Hebebühnen. Durch ihr geringes Gewicht reduzieren sich die Antriebskräfte in der gesamten Anwendung. Ihre große freitragende Länge erlaubt zudem weite Auszugslängen des Auslegers. Mit ihrem kleinen Biegeradius von 85 mm kann die TKSR95 auch platzsparend in kleinen Bauräumen installiert werden. Die TKRS95 wurde unter rauen Betriebsbedingungen getestet und erreichte mehr als 90 000 Zyklen ohne Ausfall, was für eine hohe Qualität und lange Lebensdauer spricht. Wartungen, Reparaturen oder Umrüstungen können einfach vor Ort erfolgen, um Ausfallzeiten und Betriebskosten t zu reduzieren.

IGUS

TSUBAKI

Für den Einsatz in Hubliften und Arbeitsbühnen hat Tsubaki Kabelschlepp mit der TKK­ und TKSR­Serie extrem stabile Energieführungsketten aus Kunststoff und Stahl im Programm, die sich besonders für den Einsatz in kleinen Bauräumen eignen.

B

Schnelle und vorausschauende Wartung Im Wartungsfall sind alle Teile der Kette austauschbar. Auch bestehende Energiekettensysteme der P4­Serie

118 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Die Heavy-Duty-Rollenenergiekette P4HD will mit neuen Werkstoffen und einer speziellen Bolzen-Bohrung-Verbindung für eine ausfallsichere Energieversorgung an STS-Kranen sorgen. sind dank baugleicher Abmessungen schnell umge­ rüstet. Optional kann die P4HD mit smarten Über­ wachungssensoren ausgestattet werden. Der Sensor gibt ab einer definierten Verschleißgrenze ein Signal ab, t um die Wartung planbar zu machen.


L

BKT – BOHNENKAMP

Reifenlösungen für Steinbruch und Bergwerk Seine Earthmax­Reifenserie hat der indische Reifenhersteller BKT darauf ausgelegt, den besonderen Belastungen des rauen Terrains in Steinbrüchen und Bergwerken standzuhalten. Für die Betreiber ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie sich auf Produkte verlassen können, die widerstandsfähig gegen Schnitte und Durchschläge sind. Bei den Earthmax­Modellen handelt es sich um eine breite Palette von Radiallösungen, die für die bestmögliche Verteilung der Bodenbelastung für Kipper, Radlader, Planierraupen und Grader konzipiert sind. Alle Reifen zeichnen sich durch eine Vollstahlkonstruktion aus. Bohnenkamp ist Vertriebspartner für BKT­Reifen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland hat der Osnabrücker Händler die Exklusivvertriebsrechte.

D

längere Lebensdauer des Produkts verspricht. Der als L-5-Reifen klassifizierte Earthmax SR 53 wurde für Lader entwickelt, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Die Lauffläche besteht aus einer Mischung, die sich besonders schnittbeständig gibt. Darüber hinaus verfügt sie laut Hersteller über außergewöhnliche Selbstreinigungseigenschaften, die den Austritt von Steinen und anderen Fremdkörpern erleichtern. Erst kürzlich hat Bohnenkamp zwei neue Größen für den Earthmax SR 53 in sein Programm aufgenommen. In den Dimensionen 45/65 R 39 und 45/65 R 45 sind die Reifen besonders für den Einsatz auf Großradladern entwickelt. Als »XXL« gelten die Abmessungen der neuen Größen: Mit einem Durchmesser von 2 730 mm, einer Breite von 1 125 mm und dem Gewicht von 2 470 kg gehört der BKT SR 53 in der Größe 45/65 R 45 zu den

größten EM-Reifen, die Bohnenkamp derzeit im Programm führt. Der 45/65 R 39 ist mit dem Durchmesser von 2 577 mm, einer Breite von 1 100 mm und einem Gewicht von 2 207 kg nur unwesentlich kleiner. Zusammen mit den beiden neuen Größen ist der Earthmax SR 53 bei Bohnenkamp in Größen von 17.5 R 25 bis 45/65 R 45 verfügbar.

»Riesen­Reifen« Auf Marktnachfrage hat BKT zudem auch eine Riesenversion des Earthmax SR 46 für starre Muldenkipper konzipiert, die in Bergwerken, an Dämmen und

Der Earthmax SR 53 ist in der Größe 45/65 R 45 exakt 1 125 mm breit, der Außendurchmesser misst 2 730 mm. Sein Gewicht gibt BKT mit 2,47 t an. In der Dimension 45/65 R 39 beträgt die Breite 1 100 mm, der Außendurchmesser misst 2 577 mm, das Gewicht liegt bei 2,207 t.

auf Großbaustellen eingesetzt werden. Diese Lösung ist mit 33.00 R 51 in der größten je von BKT gefertigten Größe erhältlich. Mit einem Durchmesser von mehr als 3 m wiegt dieser Reifen t 2,4 t.

FAKTEN BKT liefert 42 »Reifenriesen« an indisches Bergwerk

> Der indische Reifenhersteller wusste kürzlich wahrhaft Großes zu berichten: 42 Exemplare des Earthmax SR 468 in der Größe 40.00 R 57 wurden an das ebenso indische Bergbauunternehmen SECL geliefert. > Mit dem Auftrag konnte BKT seinen Ruf bei Off­Highway­Reifen Drei Exemplare des 57"-Giant-Reifens als wichtiger Akteur der OTR­ Earthmax SR 468 für das indische Industrie auch im Giant­Segment Bergbauunternehmen SECL. behaupten. > Der Earthmax SR 468 misst 57", wird im BKT­Werk im indischen Bhuj produziert und ist für die Ausrüstung starrer Muldenkippern konzipiert, die unter schwierigsten Bedingungen eingesetzt werden. Der große Reifen gilt dank seiner Vollstahlstruktur als besonders widerstandsfähig gegen Beschädigungen sowie Durchstiche und eignet sich daher auch für unweg­ sames und schlammiges Terrain. Als besondere Merkmale des Earthmax SR 468 gelten das Laufflächen­Design und seine Gummimischung, die beide entwickelt wurden, um die Wärmeentwicklung zu begrenzen. Die Tiefe E­4 des Profils unterstützt eine extreme Widerstandsfähigkeit auch unter schwierigsten Bedingungen.

BOHNENKAMP (2)

BKT

ie Earthmax-Reihe umfasst insbesondere drei Modelle, die dank ihrer großen Abmessungen besonders auf den Einsatz im Bergbau unter schwierigsten Bedingungen ausgelegt sind. Der Earthmax SR 46 wird auf starren Muldenkippern eingesetzt, die in felsigen Umgebungen arbeiten. Der speziell für den Transport schwerer Lasten konzipierte Reifen soll dank seiner Karkasse mit Stahlgürtel eine hohe Schnittbeständigkeit garantieren. Dank des speziellen Designs der Lauffläche mit Stollen und Rillen entlang des Umfangs sollen Schäden an der Oberfläche des Produkts reduziert und die Leistung in Kurven verbessert werden. Der Earthmax SR 45 wurde ebenfalls für starre Muldenkipper entwickelt, verfügt über ein besonderes Design der Stollen und ein tieferes Profil, was eine

Der Osnabrücker Reifenhändler Bohnenkamp hat zwei neue Größen des BKT-EM-Reifen Earthmax SR 53 in sein Programm aufgenommen: In den Dimensionen 45/65 R 39 und 45/65 R 45 eignen sich die Reifen besonders für den Einsatz auf Großradladern.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 119


Der CompactMaster EM kann mit bis zu 50 km/h gefahren werden.

PRINX CHENGSHAN

PRINX CHENGSHAN – Die Karlsruher NUFAM im Oktober hat Prinx Chengshan Tire Europe genutzt, um sein Nutzfahrzeugreifenprogramm für Europa einzuführen. Vorgestellt wurden Produkte der Marke Austone Tires, u. a. für Lkw, und Van­Reifen der Marke Fortune Tires (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/21, Seite 111). Als weitere Experten waren die beiden deutschen Prinx­Chengshan­Großhändler Küke und Reifen Straub vor Ort. »Das starke Interesse an den Prinx Chengshan Produkten und die wirklich guten Gespräche lassen auf viele begeisterte Neukunden hoffen«, sagt Andre Küke, Geschäftsführer und Inhaber der Küke Vertriebsgesellschaft. Eugen Straub, Geschäftsführer sowie Inhaber von Reifen Straub und Großhändler für die Marke Fortune Tires, teilt die Meinung und ergänzt: »Insbesondere Kleinspediteure lobten das griffige Profil und die verstärkte Karkasse der Reifen.« Prinx Chengshan wurde 1976 gegründet und ist heute mit den Marken »Prinx« für das gehobene Segment sowie »Fortune«, »Austone« und »Chengshan« weltweit aktiv. t

CONTINENTAL

Erfolgreiche Markteinführung in Karlsruhe

Reifenmarke Ascenso im Sortiment von ML Reifen

ML REIFEN

ML REIFEN – Seit Ende vergangenen Jahres führt der Nutzfahrzeugreifengroßhandel ML Reifen auch die indische Reifenmarke Ascenso. »Insbesondere in der aktuellen Zeit von langen Lieferzeiten und unzuverlässigen Lieferterminen ist der Start durch­ weg als Erfolg zu beur­ teilen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort kam die Marke Ascenso auf den Markt«, sagt Matthias Lütt­ schwager, ML­Geschäfts­ führer und Inhaber. Mit rund 60 Größen gestartet, erweitert Ascenso das ML­Sortiment durch Agrar­, Bau­ und Industrie­ reifen in diagonaler und radialer Bauweise mitt­ lerweile mit ca. 150 Reifentypen in 26 Profilen. Die Bandbreite reicht vom AS­Frontreifen bis zum AS­Großreifen für leistungsstarke Traktoren. Die Leistungsfähigkeit der Reifen und der Qualitäts­ anspruch des indischen Herstellers soll durch erweiterte Garantien unterstrichen werden – fünf Jahre auf Diagonal­ und sieben auf Radialreifen. »Mit Ascenso haben wir nicht nur unser Sortiment sinnvoll erweitert, sondern können auch vor dem Hintergrund einer von Lieferengpässen geprägten Marktsituation eine gute Verfügbarkeit sicherstellen«, betont Jens Kölker, Leiter des ML­Handelsgeschäfts. t

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Das Profil verspricht eine bessere Laufleistung auf hartem Untergrund und das leichtere Rangieren auf der Stelle.

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CONTINENTAL

Neuer Reifen für den Materialtransport Continental hat einen neuen Teleskoplader­ und Kompaktladerreifen angekündigt. »Der CompactMaster EM kann auf verschiedenen Böden und bei anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt werden. Der Reifen ist mit der neuen Turtle­Shield­Techno­ logie ausgestattet. Die harte Schale und die flexiblere Stahldrahtkonstruktion helfen, Schnitte und Beschädigungen am Reifen zu vermeiden. Gleichzeitig bietet der Reifen eine hohe Stabilität«, betont Benjamin Hübner, Product Line Manager für Landwirt­ schaftsreifen bei Continental Commercial Specialty Tires.

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elehandler und Kompaktlader drehen und rangieren auf hartem Untergrund und auf der Stelle, was den Seitendruck auf den Reifen erhöht. »Die verdrillte Stahlgürtelkonstruktion ist Teil des einzigartigen Turtle-Shield-Designs und sitzt unter dem Gummi des Reifens, um den Schulterbereich des Reifens vor Beschädigungen wie Schnitten und dem Eindringen von Fremdkörpern zu schützen«, so Hübner. Der höhere Gummianteil mit fein strukturierten Profilblöcken soll für eine bessere Laufleistung auf hartem Untergrund und leichteres Rangieren auf der Stelle sorgen. Produziert werden die Reifen im portugiesischen Continental-Werk Lousado.

ren. Der neue Reifen verfügt ebenso über ein neues Reifenprofil, das den Reifen widerstandsfähiger machen und vor Pannen durch Fremdkörper schützen soll. Mit dem CompactMaster EM sollen laut Hersteller Geschwindigkeiten von bis zu t 50 km/h fahrbar werden.

Für Landwirtschaft und Bauindustrie Ob in der Landwirtschaft oder in der Bauindustrie: Der CompactMaster EM ist für Fahrzeuge konzipiert, die auf befestigtem Untergrund, Asphalt, Sand oder Kies fah-

Die verdrillte Stahlgürtelkonstruktion dient einer höheren Stabilität und soll vor Schäden durch Fremdkörper schützen.


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VOR ORT

Sichtlich stolz auf die Präsentation des F-Max in Deutschland (v. li. n. re.): Neben Alex Kröper (Gesellschafter F-Trucks Deutschland), Ozenç Kirandi (Managing Director D-A-CH-Region bei Ford Trucks) und Marc Stegmaier (Gesellschafter F-Trucks Deutschland) waren auch Dave Johnston (stellvertretender Generaldirektor bei Ford Otosan), Jan Plieninger (Gesellschafter F-Trucks Deutschland) und Emrah Duman (Direktor International Markets von Ford Trucks) vertreten.

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FORD TRUCKS

Mit dem F-Max in Deutschland durchstarten Als einer der ältesten deutschen Vertragspartner von Ford lud die Stegmeiergroup in ein denkmalgeschütztes Flug­Hangar nach Crailsheim (Baden­Württemberg), um die neue Zugmaschine F­Max erstmals in Deutschland vorzustellen. Auch die bauMAGAZIN­Redaktion hat sich zu diesem Anlass auf den Weg gemacht, um den Lkw genauer unter die Lupe zu nehmen und die feierlich inszenierte Vertragsunterschrift zwischen Ford Otosan, Ford Trucks, der Stegmaiergroup sowie F­Trucks Deutschland zu begleiten.

schwere Nutzfahrzeuge von Ford freuen wir uns, mit den Fahrzeugen, die wir in der Türkei entwickeln und herstellen, eine Vorreiterrolle einzunehmen.« Der F-Max, so Dave Johnston weiter, sei ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie weit man bei Ford in Sachen Produktion, Design, Technologie und Fahrzeugentwicklung gekommen sei.

Ein Kraftpaket mit optimiertem Verbrauch Dan Windhorst

M »Das wichtigste Argument, um mit Ford-Trucks in Deutschland erfolgreich zu sein, ist die Kombination aus unserem leistungsstarken F-Max und dem Stegmaier-Team.« Emrah Duman, Direktor International Markets Ford Trucks

it Stegmaier hat Ford Trucks einen Partner in Deutschland gefunden, der bereits im Jahr 1927 als kleine Kfz-Werkstatt gegründet wurde und heute als international tätige Gruppe mit insgesamt 21 Unternehmen und 400 Mitarbeitern agiert. Am Stammsitz in Crailsheim sollen künftig sämtliche Services im Bereich Wartung, Reparatur, Karosserie- und Fahrzeugbau sowie Spezialanfertigungen für Ford Trucks abgewickelt werden. »Durch unsere langjährige Erfahrung und Kompetenz im Bereich Dienstleistungen, Reparatur und Wartung bieten wir mit unserem internationalen Netzwerk ideale Voraussetzungen für einen schnellen Aufbau der Ford-Nutzfahrzeuge-Organisation in Deutschland«, so Alex Kröper, Gesellschafter und Geschäftsführer der F-Trucks Deutschland GmbH. Den Standort Deutschland betrachtet Dave Johnston, stellvertretender Geschäftsführer von Ford Otosan, als Schlüsselmarkt in den globalen Expansionsplänen von Ford Trucks: »Trotz der noch immer anhaltenden Covid-19-Pandemie richten wir weiterhin neue Vertriebspartnerschaften ein. Als weltweites Produktionszentrum für

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Verbaut ist im neuen F-Max ein 500 PS starker E6-Ecotorq-Motor mit adaptivem Antriebsstrang, der mit Kraftstoffeffizienz und einem maximalen Drehmoment von 2 500 Nm punkten soll. Der Motor ist zudem mit der Euro-6d-Abgasnorm konform. Verschiedene Fahrmodi wie »Eco« und »Power« sollen zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs beitragen. Hinzu kommen ein Lüfterrad mit Visko-Kupplung, ein Turbolader mit variabler

Eine kleine Runde drehen: Teilnehmer des Events durften Platz nehmen und den F-Max ausgiebig testen: bauMAGAZINObjektleiter Tobias Nickert (li.) ließ sich die wichtigsten Details von F-Trucks Geschäftsführer Alex Kröper erklären.


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DAN WINDHORST

Während der Testfahrten waren die Besucher vor allem vom Handling der Zugmaschine überzeugt – auch der besonders leise Motor kam gut an.

Geometrie sowie 400 kW an Motorbremsleistung. Grundsätzlich verfügt der F-Max über ein Leergewicht von 7 379 kg bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 t – das zulässige Gesamtzuggewicht beträgt wiederum 42 t. Die Nutzlast beziffert der Hersteller auf 10 621 kg. Das hauseigene System ConnecTruck hingegen soll einen effizienteren Geschäftsablauf unterstützen: Durch die FMS-Integrationskompatibilität mit ConnecTruck soll der Betrieb effizienter werden – aufgrund OTA-Updates und Ferndiagnosen, so der Hersteller, ließen sich zudem die Standzeiten verringern. Ausgestattet ist der F-Max in der Standardversion mit einer komfortablen Fahrerkabine, übersichtlich gestalteten Bordelementen, klappbarem oberem Schlafplatz, Achslastanzeige, ESP, ASR, sowie Spurhalte- und Notbremsassistent. Dazu kommen zahlreiche optionale Extras.

Klare Mission für den deutschen Markt »Unsere Vision ist es, echte Werte zu schaffen – und das in mittlerweile 45 Ländern bei mehr als 60 Jahren an Produktion«, erläuterte Dave Johnston. »Dazu kommt, dass wir uns klare Ziele im Bereich des Umweltschutzes gesteckt haben: Bis 2040 soll das Zero-Emission-Ziel erreicht sein.« Zu den weltweiten Geschäftsaktivitäten urteilt Dave Johnston: »Wir werden unsere Aktivitäten vervielfachen: Derzeit sind wir in insgesamt 45 Ländern mit Händlern aktiv – bis 2024 sollen es rund 55 Länder sein.« Özenç Kirandi, Managing Director D-A-CH-Region bei Ford Trucks, ergänzte: »Erklärtes Ziel für den deutschen Markt muss es an dieser Stelle sein, den Aftersales zu stärken und einen exzellenten Service anzubieten, um Stillstandzeiten zu minimieren.« Gleichwohl sind sich alle Beteiligten bei Ford Trucks sowie dem deutschen Händler darüber im klaren, welchem Markt sie dabei begegnen wollen: Der Nutzfahrzeugsektor in Deutschland ist besonders hart umkämpft, bietet gleichzeitig aber auch mit den richtigen Produkten und Serviceangeboten

ein gewaltiges Potenzial. Emrah Duman, Direktor International Markets bei Ford Trucks, stellte klar: »Das wichtigste Argument, um mit Ford-Trucks in Deutschland erfolgreich zu sein, ist die Kombination aus unserem leistungsstarken F-Max und dem Stegmaier-Team: Zum anderen wissen wir durchaus von der starken Konkurrenz, aber wir genießen volles Vertrauen von Ford. Wir arbeiten hart daran, gerade am deutschen Markt erfolgreich zu sein. Und nach den ersten Erfahrungen mit dem F-Max hält das Fahrzeug deutlich, was es verspricht.«

»Erklärtes Ziel für den deutschen Markt muss es sein, den Aftersales zu stärken und einen exzellenten Service anzubieten, um Stillstandzeiten zu minimieren.« Özenç Kirandi, Managing Director D-A-CH-Region Ford Trucks

Marktanteile von drei bis fünf Prozent Sowohl Ford Trucks als auch die Stegmaiergroup wollen dennoch organisch und profitabel wachsen – Stand heute mit einer klaren Ein-Fahrzeug-Strategie. Vorerst soll der F-Max demnach allein im Mittelpunkt stehen. Angedeutet wurde im Rahmen der Präsentation aber auch, dass es auf lange Sicht das Ziel sei, das Portfolio um Varianten für den Bausektor zu erweitern. Erwartungen, was den derzeitigen Marktanteil betrifft, rechnet man seitens Ford Trucks derzeit mit 3 % bis 5 %. Gut gewappnet sieht sich die Stegmaier-Familie für die Zielsetzung: Geführt wird das Unternehmen in vierter Generation und soll bereits jetzt durch die jungen Nachfolger Jan Plieninger, Alex Kröper und Marc Stegmaier als Gesellschafter und Geschäftsführer bei F-Trucks Deutschland zukunftsfähig aufgestellt werden. d

»Unsere Vision ist es, echte Werte zu schaffen – und das in mittlerweile 45 Ländern bei mehr als 60 Jahren an Produktion.« Dave Johnston, stellvertretender Generaldirektor Ford Otosan

ZAHLEN F­Max Gesamthöhe, ­breite und ­länge:

3 915 mm/2 540 mm/5 925 mm

Leergewicht/Nutzlast:

7 379 kg/10 621 kg

Zul. Gesamtgewicht/Zul. Gesamtzuggewicht:

18 000 kg/42 000 kg

Radstand:

3 600 mm

Motortyp:

R6­Dieselmotor Ecotorq 12,7 l

Max. Leistung:

368 kW (500 PS)

Hubraum:

2 740 cm3

Max. Drehmoment:

2 500 Nm bei 1 000 min¯¹ – 1 400 min¯¹

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RENAULT TRUCKS

Mit neuer Motorengeneration bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen Der französische Lkw­Hersteller Renault Trucks stattet seine Baureihen T, T High, C und K jetzt mit neuen DE11­ und DE13­Motoren aus. Zusammen mit der Integration weiterer Technologien wie Turbo Compound und speziellen Serviceleistungen sollen sie eine Senkung des Verbrauchs um bis zu 10 % ermöglichen. n diesem Jahr hat Renault bereits das Design sowie den Fahrkomfort der Baureihen T, T High, C und K überarbeitet. Jetzt ergänzt der Hersteller die Entwicklung mit der Einführung der neuen 11-l- und 13-l-Motoren (Euro VI Step E) DE11 und DE13. Beide verfügen über Kolben im Wellen-Design (Wave Piston Technology), um eine bessere Verbrennung zu ermöglichen. Durch das Umleiten der Flammen in das Zentrum des Brennraums soll diese Lösung eine bessere Nutzung des verfügbaren Sauerstoffs und somit eine sauberere Verbrennung ermöglichen. Zudem kommen präzisere Einspritzdüsen zum Einsatz, die an die neuartige Verbrennung angepasst sind.

Die Modelle T, T High und C können mit dem optionalen DE13-TC-Motor ausgestattet werden.

Integration der »Turbo Compound«­Technologie Renault hat auch an der Verringerung der Reibungsverluste gearbeitet, um die Effizienz zu steigern:

RENAULT TRUCKS

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Renault Trucks stattet die Baureihen T, T High, C und K mit den neuen DE11- und DE13-Motoren aus. Pleuelstangen, Kolben und Kurbelwelle wurden neu konzipiert und die Kurbelgehäuseentlüftung optimiert. Zudem wurden ein neuer Kugellager-Turbolader mit verbesserter Reaktionszeit sowie eine Ölpumpe mit variablem Durchfluss und niedrigviskosem Öl entwickelt. Abgerundet werden die Neuerungen an den Motoren durch ein optimiertes Abgasnachbehandlungssystem sowie ein neues

IVECO – Der Versandhändler Amazon hat für sein Europageschäft bei Iveco insgesamt 1 064 gasbetriebene Sattelzugmaschinen des Typs S­Way bestellt. Eine erste Charge mit 216 S­Way CNG (Compressed Natural Gas) wurde bereits übernommen, die von Partnern in ganz Europa betrieben werden. Weitere 848 Einheiten sollen ab Mitte 2022 folgen. In den Lkw sind Motoren der Iveco­Schwester FPT Industrial vom Typ Cursor 13 Natural Gas und die größten verfügbaren 1 052­l­CNG­Tanks verbaut, die eine Reichweite von bis zu 620 km zwischen den Tankvorgängen ermög­ lichen. Die 848 Fahrzeuge, die im Jahr 2022 zur Auslieferung kommen sollen, sind mit »Driver Pal« ausgestattet, einem neuartigen sprach­ gesteuerten Fahrerbegleiter mit »Amazon Alexa«­Funk­ tionen. t

MAN – Die beiden MAN­TGE­Schwingsitze ErgoActive sowie ErgoComfort tragen jetzt das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) und gelten damit als besonders rückenfreundlich. Die AGR beauftragt medizinische Prüfungsgremien mit der Untersuchung von Alltagsprodukten. Erfüllen diese alle definierten medizinischen Anforderungen und helfen somit nachweislich gegen Rücken­ schmerzen, erhalten sie das AGR­Gütesiegel. Der ErgoActive will durch verbesserten Sitz­ komfort, rückenschonende Ergonomie und Massagefunktion überzeugen. Er lässt sich auf eine optimale Sitzposition einstellen und ErgoComfort. unterstützt durch die einstellbare Vier­Wege­ Lordosenstütze eine gesunde und entspannte Körperhaltung beim Sitzen. Der ErgoComfort lässt sich ebenfalls auf eine optimale Sitzposition einstellen und dämpft Stöße auf schlechten Fahr­ wegen. Die Vier­Wege­Lordosenstütze mit Einstellungsmöglichkeiten trägt auch hier zu einer gesunden und entspannten Körperhaltung bei. t

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MAN TRUCK & BUS

Schwingsitze von »Aktion Gesunder Rücken« zertifiziert

IVECO

Amazon setzt auf gasbetriebene Iveco-Sattelzugmaschinen


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Neues Getriebe für schnelleres Schalten Die Fahrzeuge sind mit der neuen Generation des Optidriver-Getriebes ausgerüstet, das ein neues Steuergerät, eine neue Steuerungs-Software sowie eine neue Kupplungsbetätigung für noch sanftere und schnellere Gangwechsel erhält. Die intelligente Drehmomentregelung »Smart Torque Control« wird zudem eingesetzt, um den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken. Dadurch soll die Verweildauer im Bereich der besten Motorleistung maximiert werden, ohne dabei die Fahreigenschaften zu beeinträchtigen. Das zu Volvo gehörende Unternehmen arbeitet auch weiter an der Verbesserung des vorausschauenden Geschwindigkeitsreglers Optivision. Das System nutzt die Topografie der Straße, um den Gangwechsel zu optimieren und den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die Flotten-Management-Software Optifleet kann zudem ergänzend den Kraftstoffverbrauch jedes Lkw überwachen und den Fahrstil der jeweiligen Fahrer analysieren. t

Alle Jahre wieder – bauMAGAZIN verlost Truck-Trial-Kalender HS-SCHOCH – Die Saison 2021 im »Europa Truck

Trial« war für das HS-Schoch-Hardox-Team eine ganz Besondere – der neue Truck-Trial-Kalender 2022 erinnert daran. Das bauMAGAZIN verlost wieder 20 Exemplare.

TOBIAS LÖFFLER / PAOLO BARALDI

Motor-Management. Die Modelle T, T High und C können mit dem optionalen DE13-TC-Motor ausgestattet werden, der über die »Turbo Compound«Technologie verfügt und erhebliche Kraftstoffeinsparungen unterstützen soll, ohne dass dabei die Leistung oder die Fahrgeschwindigkeit beeinträchtigt würden. Eine weitere, dem Turbolader nachgeschaltete Turbine wandelt die Restenergie der Abgase in mechanische Energie um und überträgt sie direkt auf die Kurbelwelle. Die Technologie ermöglicht laut Renault Trucks daher ein höheres Drehmoment bei niedrigeren Motordrehzahlen.

eit Jahren ist das bauMAGAZIN Sponsor des Truck­Trial­ Teams von HS­Schoch, das mit Team­Chef Marcel Schoch und Co­Pilot Johnny Stumpf schon mehrere Male den EM­Titel gewonnen hatte. In diesem Jahr gab das HS­Schoch­ Duo alles und riskierte viel, um zum Saisonabschluss den Gewinn des 10. Europameistertitels feiern zu können. Die spannende und abwechslungsreiche Saison wurde für Fans, Freunde des Trucksports und Sponsoren wieder in einem Wandkalender festgehalten. Auch in diesem Jahr verlost das bauMAGAZIN wieder 20 Exemplare des Kalenders. Wer an dieser Verlosung teilnehmen möchte, besucht das Portal baumagazin­online.de, meldet sich dort unter »Kon­ takt« an und gibt das Stichwort »Kalender« unter »Bemer­ kung« an. Wer Glück hat, den begleiten die foto­ grafischen Truck­Trial­Impressionen durch das kommende Jahr. Der Rechtsweg ist bei dieser Verlosung ausgeschlossen, der Anmelde­ t schluss ist der 31. Dezember 2021.

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Das bauMAGAZIN verlost wieder 20 Exemplare des neuen Truck-TrialWandkalenders mit Saison-Bildern von Tobias Löffler und Paolo Baraldi.

DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022 125


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TIM WALLACE

Typische Anwendungsbeispiele für eine Kombination von Terberg-Maschine (das Bild zeigt einen Terminal-Traktor des Typs RT 403) und Translifter finden sich in den Produktionsstätten für Schwermaschinenbau, Betonwerken und der Stahlindustrie.

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TERBERG

In der Kombination erfolgreich Terberg Spezialfahrzeuge und Kooperationspartner Trans Cargo Lifter verfügen über langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Konzepten zur Transportoptimierung für die Stahl­ und Beton­ fertigungsindustrie. Beide Unternehmen helfen ihren Kunden, mit maßgeschneiderten Lösungen Arbeitsprozesse zu optimieren.

I

n einer Kombination von Terberg-Zugmaschine und Movella U-Loader bietet Trans Cargo Lifter beispielsweise ein optimiertes System zum Transport und Warehousing von Betonelementen sowie Fertigbauteilen an. Der U-Loader ermöglicht im Fertigteilbau eine sichere sowie einfache Handhabung von Innenladerpaletten und funktioniert wie Innenlader, die auf der Straße eingesetzt werden, ist jedoch technisch robust für die innerbetriebliche Logistik konzipiert. In der Fertigung werden die Wandelemente auf Innenladerpaletten für den Abtransport vorbereitet. Mithilfe des U-Loader und eines Terminal-Traktors wird die Ladung zum Lager trans-

portiert. Dabei werden die Elemente weniger angehoben, wodurch Arbeitsabläufe schneller und die Lagerhaltung flexibler werden. Im Lager können die Paletten per Innenlader aufgenommen werden. Der U-Loader gibt sich effektiv, ersetzt Krane im Lagerbereich und reduziert laut Anbieterangaben die benötigte Zeit für das Handling von Fertigteilen um bis zu 70 %. Er zeigt sich kompatibel mit Standard-Flurförderzeugen und kann von TerminalTraktoren, Radladern oder großen Gabelstaplern aus bedient werden. Anwender sollen weniger Transportmittel mit weniger Lkw-Verkehr und somit geringeren Kosten gleichsetzen. Hinzu komme eine geringere Belastung für die Umwelt und ein effektiveres Arbeiten am Standort.

bil auf der Ladefläche liegen. Dank der lenkbaren Hinterachse lässt er sich sicher auf kleinstem Raum steuern. Durch den um 180° schwenkbaren Drehsitz der Terberg-Zugmaschine sitzt der Fahrer immer in Fahrtrichtung bei der Aufnahme der Last und beim Transport zum Lagerort. 25 t schwere und bis zu 25 m lange Bauteile lassen sich transportieren. Für mehr Sicherheit sor-

gen weiter eine automatische Geschwindigkeitsbegrenzung beim Fahren mit Last, die hohe Stabilität, sowie die Bremsen, Lichter und Kameras am Translifter selbst. Dieser besteht aus Standardkomponenten, die den Wünschen und Anforderungen der Kunden entsprechen. Auch die Terminal-Traktoren von Terberg der Baureihen RT und TT können den Bedürfnissen vor Ort entsprechend ausgestattet werden. Typische Anwendungsbeispiele für eine Kombination von Terberg-Maschine und Translifter finden sich in den Produktionsstätten für Schwermaschinenbau, Betonwerken und der t Stahlindustrie.

UNTERNEHMEN Terberg Spezialfahrzeuge blickt auf 30 Jahre Erfahrung in der Intralogistik zurück und bietet mit dem Partner Trans Cargo Lifter sowie dem finnischen Hersteller Movella Transportlösungen im Bereich der Flurförderfahrzeuge an. Terberg Spezialfahrzeuge in Hamburg ist eine Tochter des 1869 gegründeten niederländischen Familienunternehmens Terberg. Die robusten Fahrzeuge sind in Häfen, Distributionszentren, der Schwerindustrie, Tunnelbaugebieten, Rangierbahnhöfen und Flughäfen in mehr als 130 Ländern im Einsatz. Terberg Spezialfahrzeuge betreut den Vertrieb der in den Niederlanden hergestellten Fahrzeuge für die D­A­CH­Region. Zum Portfolio gehören ebenso Ersatzteile und Zubehör sowie Reparatur und Vermietung der Fahrzeuge wie auch die Vermittlung von Gebrauchtfahrzeugen.

Ein System für mehr Transporteffizienz und vereinfachte Lagerhaltung verspricht der Translifter von Movella in Kombination mit einem TerbergTerminal-Traktor – hier der Typ RT.

Ein weiteres System für mehr Transporteffizienz und vereinfachte Lagerhaltung verspricht der Translifter von Movella in Kombination mit einem TerbergTerminal-Traktor. Der Translifter ist ein Anhänger mit hydraulischem Hubsystem, mit dem sich große Lasten bewegen lassen, da beide Enden der Last sta-

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TERBERG (2)

Translifter und Terberg­ Terminal­Traktor

Modell YT mit Aufliegerpritsche für die Betonindustrie.


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GOLDHOFER

Mit angepasster Lösung den Flügel sicher ans Ziel bringen

ANIPSOTIKI

Als jüngste Entwicklung ihrer Spezialfahrzeuge zum Transport von Windkraftflügeln hat der Memminger Schwertransport­ experte Goldhofer die neue Flügeltransportvorrichtung FTV 850 vorgestellt. Sie kann nicht nur in der Grundbreite von 3 m, sondern mit Split­ Kombinationen auch in weiteren Breiten bis zu über 4 m eingesetzt werden. Je nach Ausstattungsvariante lassen sich damit – unabhängig ob gezogen oder selbstfahrend – auch Rotorblätter mit bis zu 850 mt Lastmoment aufnehmen und befördern.

FTV 850 im Testaufbau mit THP/SL-Split.

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ank der Kombination mit Split-Fahrzeugen und dem Anbau hinter der Ladefläche will die FTV 850 mit einer deutlich höheren Stabilität bei gleichzeitig niedrigem Ballastgewicht aufwarten. Auf diese Weise soll das neue Transportsystem einen niedrigen Schwerpunkt sowie eine sehr hohe

Kippstabilität erreichen und damit außerdem niedrige Achslasten sichern wie auch für einen besonders effizienten Einsatz sorgen. Zum Transport von Rotorblättern neuester Generation vertrauen Schwerlastunternehmen vielfach auf flexible Flügeltransportvorrichtungen von

7IR W·NSCHEN )HNEN UND )HREN &AMILIEN EIN FROHES 7EIHNACHTSFEST UND EINEN GUTEN 2UTSCH INS .EUE *AHR

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3OFORT LIEFERBAR 4IEðADER UND 4ANDEMANH NGER IN VERSCHIEDENEN !USF·HRUNGEN

&LIEGL $43 $REICHACHS 4IEðADEANH NGER &LIEGL 643 6IERACHS 4IEðADEANH NGER &LIEGL 43+ $REISEITENKIPPER MIT VERZINKTER "R·CKE &LIEGL 443 $ER !LLROUNDER F·R DEN "AU &LIEGL 403 "AU 3TANDARD AUCH VERZINKT MIT DIVERSEN 2AMPEN

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WWW FLIEGL COM


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Bereits das Goldhofer-Modell FTV550 bewies, dass auch überlange Windflügel sicher durch bebaute Gebiete und enge Kehren an entlegene Orte gelangen.

Variabilität Je nach Anforderung steht mit Adaptern über Parallelkombinationen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Damit bietet sich die FTV 850 für den Transport überlanger Windflügel an, die zum Beispiel bei neuen Schwachwindanlagen verbaut werden.

Goldhofer. Das neue, auch mit Split-Modulen einsetzbare, Modell FTV 850 erweitert das Konzept der FTV 550 nach oben. Je nach Anforderung steht mit Adaptern anhand verschiedener Parallelkombinationen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Damit bietet sich die FTV 850 für den Transport überlanger Windflügel an, die zum Beispiel bei neuen Schwachwindanlagen verbaut werden.

Flügel schnell geliefert Auf dem gleichen Entwicklungskonzept wie die Modelle FTV 300 und FTV 550 basierend, können die flexiblen Transportsysteme im Anhänger- wie

im Selbstfahrerbetrieb eingesetzt werden. Das montierte Rotorblatt lässt sich dabei frei um die eigene Achse drehen und bis zu einem Winkel von 60° anheben. Dadurch stellen Bäume, Gebäude und enge Kurven kein Hindernis dar und der Transport ist laut Goldhofer deutlich gelände- und umweltschonender möglich als mit herkömmlichen Transportlösungen. Mit der FTV 850 werde es möglich, die gewünschte Konfiguration kurzfristig und effizient bereitzustellen. Kombiniert werden kann die FTV 850 mit einer Vielzahl an Goldhofer-Schwerlastmodulen, wie beispielsweise PST/SL-E, THP/SL t oder Addrive.

ES-GE liefert Lkw und Anhänger für Montageeinsätze as Zugfahrzeug des Gespanns ist ein dreiach­ siger Mercedes­Benz­Lkw des Typs Actros 2553 L 6x2 mit einem Gesamtgewicht von 26 t. Er wird von einem 530 PS starken Diesel angetrieben. Das Chassis des Actros hat einen Aufbau mit verstärkten Ply­ wood­Wänden erhalten. Am Heck wird er durch eine Lade­ bordwand von Dhollandia abgeschlossen, die bei einer gleichmäßigen Lastverteilung eine maximale Tragkraft von 6 t bietet. Die für den Transport von Maschinen, Gabelstaplern oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen ent­ wickelte Ladebordwand eignet sich bis zu diesem Gewicht auch als Überfahrrampe bei der Beladung. Die Sicherung der Ladung übernehmen u. a. Joloda­Schie­ nen, die in die Ladefläche eingelassen wurden. Neben den Schienen bieten u. a. fünf Zurrösen je Seite die Mög­ lichkeit, Ladung zu sichern.

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ES­GE­Tandemanhänger mit Planenaufbau und Ladebordwand Der zweiachsige ES­GE­Zentralachsanhänger wirkt wie ein verkürzter Zwilling des Lkw und ähnelt ihm auch in der Ausstattung. Basis für den Aufbau des Zweiachsers bildet

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ES-GE

ES-GE – Rothmund aus Pforzheim bewegt seit bald 40 Jahren Maschinen und Objekte. Neben Autokranen, Ladekranen, Tiefladern, Tiefbettaufliegern und Satteltiefladern setzt das Unternehmen auch Montage-Lkw mit Ladebordwand ein. Für diese Montageeinsätze hat ES-GE einen Zug geliefert, bestehend aus einem maßgeschneiderten Lkw und einem passenden Tandemanhänger mit Aufbau und Ladebordwand.

Der zweiachsige ES-GE-Zentralachsanhänger wirkt wie ein verkürzter Zwilling des Actros-Lkw und ähnelt ihm auch in der Ausstattung. ein Rahmen aus Stahlprofilen, gefertigt in Leichtbau­ weise. Getragen werden Rahmen und Aufbau von zwei luftgefederten Achsen, die je auf 10 t zugelassen sind. Die Ladebordwand, die über eine NATO­Dose am Heck des Lkw mit Strom versorgt wird, eignet sich tech­ nisch für eine Last bis zu 9 t – auch beim Einsatz als Überfahrrampe. Wird es zu eng beim Beladen über die Rampe, lässt sich der Heckportalrahmen auf eine Breite von insgesamt ca. 3 300 mm erweitern. Im Zusammenspiel mit der überlangen Plane ermöglicht der ES­GE­Anhänger somit den Transport von überbrei­ ten Geräten unter Plane. Mitgelieferte Überbreitetafeln vorn und hinten mit LED­Positionsleuchten warnen t andere Verkehrsteilnehmer.


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DEMMLER

Durch die niedrige, runde Bauart sieht Demmler die Mulde optimal in ihren Rahmen integriert, wodurch auch kleine Bagger und Radlader die Beladung übernehmen könnten.

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DEMMLER

Mit Halfpipe-Mulde Kundenwünschen entsprechen Der im Jahr 1898 entstandene Fahrzeugbaubetrieb Johann Demmler hat im Vorjahr mehr als 600 Anhänger für das Baugewerbe und die Landwirt­ schaft produziert. Auf Wunsch vieler Kunden wurde u. a. eine Halfpipe­Mulde in das Programm aufgenommen.

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ie Halfpipe-Mulde ist vorn aus einem hochfesten Stahlblech rund gewalzt, an der Stirnwand schützt eine Abdeckung den Frontzylinder mit großem Hub und Schnellabsenkung. Der obere Muldenabschluss ist, um Ablageflächen zu minimieren, 2 x 45° gekantet. Die hydraulische Heckklappe mit pendelnd gelagerter Aufhängung und schmierbare Rückwandarme ermöglichen einen hohen Öffnungswinkel für das Abladen von Schüttgut oder auch Baumstämmen. Das Muldenheck ist schräg ausgeführt, um ein sicheres Schließen zu gewährleisten. Die hydraulische Heckklappe ist nachstellbar. Ein BPW-Pendelaggregat trägt zu einem hohen Fahrtkomfort bei. Durch die niedrige, runde Bauart sieht Demmler die Mulde optimal in ihren Rahmen integriert, wodurch auch kleine Bagger und Radlader die Bela-

dung übernehmen könnten. Auflagen aus Gummi zwischen Rahmen und Mulde unterstützen die Geräuschdämmung und regeln die lastabhängige Bremsanlage. Die 12-V-Anlage mit Fünf-KammerRechteckleuchte, Kennzeichenleuchte und Dreieckstrahler ist im Leuchtenträger geschützt montiert. Die Serienausstattung beinhaltet einen mechanischen Stützfuß, Stahlkotflügel sowie eine unten angehängte Deichsel mit Drei-Wege-Hahn, hydraulischer Federung und Höhenverstellung.

15 Tonnen Nutzlast In Serienausführung hat die Mulde 22 t Gesamtgewicht. Die Stützlast beträgt 4 t, die Nutzlast 15 t. Die Bereifung 650/55 R 26.5 und K80-Zugöse sind ebenfalls Teil der Standardausstattung. Demmler t bietet zudem optionale Lösungen an.

Te rberg Spezialfahrzeuge GmbH bedankt sich Bei seinen Kunden und Kollegen für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Wir wünschen Ihnen angenehme, erholsame Feiertage sowie einen erfolgreichen Start ins neue Jahr. Bleiben Sie weiterhin gesund!

terbergspezialfahrzeuge.de #wearehiddenheroes


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ZANDT CARGO

Zandt Cargo bietet eine breite Optionsvielfalt, um die Tieflader mit Schiebeplanenaufbau passgenau auszustatten.

Auf Nutzlast und Einsatz ausgerichtet Zandt Cargo will mit einem Allround­Konzept die tech­ nischen Vorteile von Tiefladern und Schiebeplanenaufbauten verbinden. Das Ganze soll zudem mit einem ansprechenden Design antreten.

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ine durchdachte Rahmenkonstruktion der Tieflader verspricht eine hohe Nutzlast und einen ergonomischen Einsatz im Transport von Baumaschinen, Staplern und Hebebühnen. Das Chassis fährt nach Achslasten gestaffelt von 11,9 t bis 40 t Gesamtgewicht auf zwei bis vier Achsen. Damit will Zandt Cargo für jeden Kundenbedarf, jedes Zuggesamtgewicht und alle

Drei Schwarzmüller-Fahrzeuge an Gewinnspielgewinner überreicht

SCHWARZMÜLLER

SCHWARZMÜLLER – Mit der Preisübergabe an die drei Gewinner eines Neufahrzeugs fand Ende Oktober einer der Höhepunkte des Schwarzmüller­ Jubiläumsjahres 2021 statt (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/21, Seite 16). Unter mehr als 4 000 Gewinnspielteilnehmern wurden drei Unternehmen aus Deutschland, Polen und Tschechien gezogen, die die Fahrzeuge im Gesamtwert von mehr als 100 000 Euro am österreichischen Schwarzmüller­Sitz Hanzing entgegennahmen. Der 3. Preis war ein Behältertransportanhänger des deutschen Tochterunternehmens Hüffermann und ging an Sommer Transport im tschechischen Tachov. Das polnische Transportunternehmen Kama Jarosław Krasowski aus Tomaszów Mazowiecki gewann als 2. Preis ein Fernverkehrsfahrzeug der neuen »Power Line«. Den 1. Preis, einen Kippsattelanhänger, holte sich das deutsche Unternehmen Reinhold und Marcel König aus dem hessischen Viernheim. t

Die Gewinner mit CEO Roland Hartwig (li.), Philipp Kluge (Werksleiter Hanzing; 3. v. li.) und CFO Michael Hummelbrunner (re.).

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Führerscheinklassen optimierte Anhängerlösungen anbieten. Dank des vielfältigen Rampenprogramms sollen die Tandemtieflader und Drehschemeltieflader ihre Vorteile auch für sehr niedrige und flache Baumaschinen und Hebebühnen unter Beweis stellen.

Für viele Anwendungen Als Highlight des Tiefladers gilt der Schiebeplanenaufbau. Damit können jetzt hochwertige Geräte auch witterungsunabhängig transportiert oder an den Baustellen abgestellt werden. Auch erfolgt beispielsweise die Maschinenübergabe bei Verkäufern

und Vermietern an die Kunden im sauberen und gepflegten Zustand. Die Bediener müssen zudem nicht in den Wintermonaten die Baugeräte enteisen. Der hochwertige Fuhrpark bleibt geschützt und auch vor fremden Augen verborgen. Der Schiebeplanenaufbau kann durch leicht zu bedienende Ratschen von vorn und hinten an beiden Längsseiten geöffnet werden. Ein serienmäßiges Schiebeverdeck erweitert das Einsatzspektrum im Ladevorgang und erlaubt auch eine flexible Kranbeladung für Schwertransporteinsätze u. a. von Maschinen und feuchtigkeitsempfindlicher Ladung. t

Auszeichnung als »Europäischer Flotten-Management-Anbieter 2021« WEBFLEET SOLUTIONS – Mit der Auszeichnung als »Euro­ pean Fleet Telematics Company of the Year 2021« ist das Bridge­ stone­Unternehmen Webfleet Solutions für seine starke Führungsposition in der Flotten­ Management­Branche und innovative Flotten­Management­ Lösungen, die zu einer nach­ haltigen und sicheren Zukunft der Mobilität beitragen können, ausgezeichnet worden. Der Preis ist die höchste jährliche Auszeichnung von Frost & Sullivan und würdigt den Akteur am Markt, der mit Innovation, marktführender Leistung und herausragender Kundenbetreuung überzeugt. Hervorgehoben wurden die neuesten Lösungen des Unternehmens im Rahmen seiner Telematik­Serviceplattform »Webfleet Video«, eine integrierte Video­Telematiklösung (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 10/21, Seite 142), und »Webfleet für Elektrofahrzeuge«, die die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten unterstützen soll. Eine besondere Anerkennung wurde dem Engagement von Webfleet Solutions für sein umweltbewusstes Handeln zuteil – durch nachhaltige Betriebsabläufe und eine Verringerung des CO₂­Fußabdrucks. t WEBFLEET

L ZANDT CARGO


BAU- UND NUTZFAHRZEUGE

L

HUMBAUR

Als verlässlicher Partner angetreten

D

er HTK 145024 DL Basic ist ein klassischer Dreiseitenkipper und eignet sich nicht nur für den Transport von Schüttgütern wie Kies, Sand oder Erde. Dabei kann er seine Ladung punktgenau abladen. Die Ladefläche kippt nicht nur nach hinten, sondern auch nach links und rechts. Auch in schwer zugänglichen Gefilden kann der Anhänger so gezielt abkippen. Dank der automatischen Rückwandöffnung beim Rückwärtskippen muss der Fahrer beim Kippen nicht aus dem Zugfahrzeug steigen. Mit 14,4 t Gesamtgewicht bringt der HTK 145024 DL Basic eine Nutzlast von ca. 10,9 t mit. Für die Sicherheit sorgt der zusätzliche LED-Rückscheinwerfer. In der optionalen Werkzeugkiste finden Spanngurte und Ketten

Platz. Vielseitig, gerade im Hinblick auf das Zugfahrzeug, macht den Dreiseitenkipper die Zugrohrhöhenverstellung. Dank der liegenden Spindel sind so diverse Kupplungshöhen einstellbar. Damit der Anhänger besonders robust ist, setzt er auf ein feuerverzinktes Fahrgestell und einen feuerverzinkten Aufbau. Die Kippbrücke ist mit V-förmigen Unterzügen versehen.

Mehr als nur Schütten Dass der HTK 145024 DL Basic mehr können will als nur Schüttgüter transportieren, soll die Durchladeausführung belegen. Mit der abklappbaren Stirnwand eignet er sich ebenso für den Transport von Langmaterial. Der integrierte Rampenschacht ist abschließbar und nimmt Aluminiumanlegerampen (10 t Tragfähigkeit) auf. Die Rampen sind mit einer speziellen Verriegelung versehen. Das Sichern soll mithilfe der seitlichen Sicherungsklaue schnell von der Hand gehen, damit der HTK auch Baumaschinen oder Rasenaufsitzmäher transportieren kann. Gesichert werden diese dank der fünf Paar versenkte Schwerlast-

HUMBAUR

Auch im GaLaBau ist kein Tag wie jeder andere. So flexibel wie die anstehenden Aufgaben und Projekte sind, so flexibel muss auch die Fahrzeugflotte sein. Als ein verlässlicher Partner bietet sich der Humbaur­ Dreiseitenkipper HTK 145024 DL Basic an.

Der HTK 145024 DL Basic (7 000 mm x 2 550 mm x 1 580 mm) bietet eine Ladehöhe von ca. 1 060 mm sowie Kippwinkel von ca. 48° (hinten) und 45° (seitlich). Zur Ausstattung zählen fünf Paar versenkte Zurrringe (je 3 t), eine wartungsarme Parabelfederung mit Lastausgleich sowie eine EBS-Bremsanlage mit Stabilitätsprogramm. zurrösen im Brückenboden, die ebenso für die Ladungssicherung von Stückgut und Baumaterialien geeignet sind. Mit den unterschiedlich einstellbaren Kupplungshöhen eignet sich der Dreiseitenkipper für

verschiedenste Zugfahrzeuge. Besonders flexibel einsetzbar soll der Anhänger zudem durch die verfügbaren Auffahrrampen werden. Damit dient er auch für den Transport von Baumaschinen und schwerem Gerät. t

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BAU- UND NUTZFAHRZEUGE

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QUANTRON

Mit grünem Wasserstoff betankte Fahrzeuge wollen die Umwelt schonen, sind leise unterwegs und versprechen eine hohe Reichweite. Quantron bietet neben vollelektrischen Nutzfahrzeugen auch Mobilitätslösungen mit Wasserstoff­Brennstoffzellen­ Systemen an. Das neueste Produkt in diesem Segment ist der Transporter Q­Light FCEV.

A

ls Wasserstoff-Brennstoffzellen-Transporter im Bereich von 3,5 t bis 4,2 t ist der Q-Light FCEV laut Quantron europaweit einzigartig und wird in Zusammenarbeit mit dem Quantron-Partner und Brennstoffzellenexperten AE Driven Solutions angeboten. Die Nutzlast des Q-Light FCEV wird analog zu der eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs angegeben, auch die Tankzeit lässt sich laut Anbieter mit der eines Diesel-

L

fahrzeugs vergleichen. Der Q-Light FCEV kann flexibel im Elektro- oder BrennstoffzellenModus gefahren werden. Die Batteriekapazität beträgt 37 kWh, die Brennstoffzelle ist 15 kW stark. Die Abwärme der Brennstoffzelle kann zum Heizen des Innenraums genutzt werden, sodass zusätzlich Strom eingespart werden kann. Je nach Bedarf kann das Fahrzeug mit bis zu vier WasserstoffTanks ausgestattet und dadurch

QUANTRON

Transporter fährt mit Brennstoffzelle

Der neue Q-Light FCEV von Quantron will europaweit als H2-Fahrzeug im Bereich von 3,5 t bis 4,2 t einen Alleinstellungsanspruch einnehmen. eine Reichweite von bis zu 500 km erreicht werden. Zukünftig soll außerdem die Leistung der Brennstoffzelle skalierbar

sein, sodass das Fahrzeug in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise als 7,2-t-Variante, ant geboten werden kann.

ZAHLEN Q­Light FCEV Zulässiges Gesamtgewicht:

4,2 t

Leistung/Drehmoment E­Modus:

100 kW (136 PS)/1 150 Nm

Batteriekapazität/Ladeleistung/Ladezyklen:

137 kWh/6,6 kW/3 000 h

Leistung Brennstoffzelle:

15 kW

Höchstgeschwindigkeit:

90 km/h

Wasserstoff pro Tank/Reichweite (2/4 Tanks):

ca. 2,1 kg/300 km/500 km

HEINZ SCHUTZ FAHRZEUGBAU

Die Aufbauspezialisten von Heinz Schutz aus Kirchlinteln (Niedersachsen) sind für ihre Kommunal­ und GaLaBau­Lösungen für Pritschen und Kipper bekannt (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/21, Seite 104). Angeboten wird beispielsweise eine preis­ optimierte Gesamtlösung als kommunaler »Stadtentsorger«.

HEINZ SCHUTZ

Kommunaler »Stadtentsorger« auf Transporterfahrgestellen

A

ls Basis dient auch beim »Stadtentsorger« der feuerverzinkte Schutz-Niedrigrückwärtskipper des Typs NK mit seiner niedrigeren Ladehöhe. Erhöhte Bordwände von 500 mm erhöhen die Sicherheit bei den Entsorgungsgütern. Das Plangestell wurde für kommunale Ansprüche mit heckseitigem Automatikrollo versehen. Seitlich ist die Plane geteilt, sodass für die Entsorgung vorne links und rechts zwei »Einwurfluken« entstanden. Hier lassen sich auch die Seitenwände durch Steckeinsätze in der Höhe variabel gestalten.

Platz für zusätzliches Werkzeug Die schwenkbare LED-Laderaumbeleuchtung kann für den Innen- als auch für den Außeneinsatz genutzt werden. Optional können auch LED-Umfeldleuchten links und rechts verbaut werden. Die Heckbordwand verfügt über einen klappbaren Auftritt auf der gesamten Fahrzeugbreite. Vor dem Kippaufbau ist die Schutz-Toolbox verbaut, in der sich zusätzliche Werkzeuge verstauen lassen. Das untere Fach ist

132 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Diese Variante des kommunalen »Stadtentsorgers« basiert auf 3,5-t-Transporterfahrgestellen mit mittlerem Radstand. Der Kippaufbau fasst hier rund 7,5 m3, die Schutz-Toolbox bietet ein Stauvolumen von ca. 1 900 l. Der Aufbau lässt sich auch auf Elektrofahrgestelle wie einem Renault Master-E-Tech montieren. durchgehend und ermöglicht das Beladen von Schaufel, Besen oder auch Freischneider. Darüber sind die höhenverstellbaren Ablagen mittig geteilt. Seitlich verfügt die Schutz-Toolbox über zwei abschließbare Aluminiumrollos. Beim Öffnen der Rollos schaltet ein Kontaktschalter die LED-Streifen-Innenbeleuchtung automatisch an. An der Stirnwand der Schutz-Toolbox sind noch Halterungen für je zwei t Schaufeln und zwei Besen montiert.


UNTERNEHMENSFÜHRUNG 4 BAUMAGAZININTERVIEW

L DIGANDO

»Wir haben einen digitalen Marktplatz für die Vermietung von Baumaschinen geschaffen«

Dan Windhorst bauMAGAZIN-Interview mit ALEXANDER HÖSS, Geschäftsführer Digando GmbH

»Aktuell verfügen wir über 31 Mietstationen in Österreich – zwölf weitere folgen noch in diesem Jahr, so auch in Bayern, wo in Kürze vier bis fünf Standorte hinzukommen. Dasselbe gilt für NRW – dort haben wir seit Mitte November zehn neue Mietstationen.« Alexander Höss

bauMAGAZIN: Herr Höss, das erklärte Ziel von Digando ist es, die Vermietung von Baumaschinen zu digitalisieren: Erzählen Sie doch bitte, wie und wann diese Idee genau entstanden ist und welche Vision sich hinter der Gründung verbirgt. Alexander Höss: Die Idee für Digando ist 2018 entstanden – gemeinsam mit einem großen Vermieter in Österreich wollten wir einen transparenten Marktplatz aufbauen, bei dem alle Marktteilnehmer als Partner mitmachen können. Es hat Mut erfordert, eine rein digitale Mietplattform auf den Weg zu bringen und damit neue Wege in dieser Branche zu gehen. Nach und nach ist das Interesse von Vermietern und Mietern aber gestiegen, auch weil die Digitalisierung immer stärker in den Fokus gerückt ist. Unser Ziel war es, als Vermittler zwischen Vermieter und Mieter aufzutreten und so den Nutzern den digitalen Vertriebskanal ohne hohe Investitionen zur Verfügung zu stellen. Mit Digando haben wir nun einen digitalen Marktplatz für die Vermietung geschaffen, der vollkommen transparent gestaltet ist: Jeder Mieter oder auch Vermieter weiß zu jeder Zeit, woran er ist.

bauMAGAZIN: Damit unsere Leser eine Vorstellung davon haben, wie Digando funktioniert, würde ich Sie um ein kurzes Beispiel bitten: Wie genau wird ein solcher Mietvorgang nun digital ablaufen? Höss: Wir sind ein reines B2B-Business – damit einher geht ein normaler Registrierungsprozess auf unserer Digando-Plattform. Ist der Nutzer freigeschaltet, kann er ab diesem Moment mit gerade einmal vier Klicks den kompletten Mietvorgang durchführen. Der Nutzer wählt die gewünschte Maschine aus, fügt gegebenenfalls Zubehör dazu, bestätigt seinen Warenkorb und fertig. Wählen kann der Nutzer zudem, ob er sich die Maschine

DIGANDO

Eine innovative Idee trifft auf komplexe Herausforderungen: Mit Digando hat sich eine rein digitale Plattform in der Baubranche etabliert, die das Mieten und Vermieten von Baumaschinen mit nur vier Klicks möglich macht. Die Zeit­ und Aufwandsersparnis ist immens. Gleichwohl hat eine digitale Lösung wie Digando auch ihre Tücken – insbesondere mit Blick auf die Bauindustrie: Die Branche ist vielerorts konservativ strukturiert und hat sich nicht selten schwer damit getan, altgediente Prozesse durch digitale Strukturen zu ersetzen. Für Alexander Höss, Geschäftsführer der Digando GmbH, stellt das jedoch beim Aufbau des Unternehmens kein Hindernis dar: »Als wir mit Digando angefangen haben, war uns klar, dass der Weg langwierig ist.« Die Digitalisierung nur der Digitalisierung wegen voran zu treiben, sei aus Sicht des Geschäftsführers jedoch zu kurz gedacht – mit Digando wolle man einen echten Mehrwert für die Branche schaffen. Im Gespräch mit bauMAGAZIN­Redakteur Dan Windhorst zeigte Alexander Höss die Vorzüge der neuen digitalen Mietplattform auf und erklärte, warum gerade Transparenz eine so tragende Säule darstellt.

Alexander Höss, Geschäftsführer der Digando GmbH, zeigt sich für das Jahr 2022 optimistisch und hat sich das realistische Ziel gesteckt, erstmals positiv zu bilanzieren. liefern lässt oder selbst abholen möchte. Um zusätzliche Transparenz und Planungssicherheit für unsere Kunden zu schaffen, wird die Verfügbarkeit jeder Baumaschine live geprüft. So kann der Anwender immer sicher sein, dass die von ihm ausgewählte Baumaschine auch tatsächlich verbindlich gebucht ist. Zusätzlich werden ihm jederzeit der Nettopreis und die möglichen Transportkosten angezeigt.

bauMAGAZIN: Ein Thema, das in den vergangenen Jahren gewaltige Aufmerksamkeit erhält und bei Digando zweifelsohne im Mittelpunkt steht, ist die allgemeine Digitalisierung: Aber gerade in der Baubranche verläuft diese nach wie vor schleppend. Wie nehmen Sie den Digitalisierungsprozess in Deutschland wahr und wie viel Überzeugungsarbeit braucht es, um die Bauwirtschaft weiter an die digitale Vermietung heranzuführen? Höss: Die Digitalisierung bringt auch Hürden mit sich. Aber das zeigt sich nicht nur in der Baubranche allein, auch andere Bereiche der Wirtschaft sind davon betroffen. Gerade Kleinunternehmer und der Mittelstand wissen häufig nicht, wo sie damit anfangen sollen. Der Digitalisierungsprozess ist weitreichend und erfordert Anstrengungen – gleichzeitig müssen wir ihn aber auch als Chance wahrnehmen und erkennen, welchen tatsächlichen Mehrwert dieser Wandel für uns alle hat. Die

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BAUMAGAZININTERVIEW

bauMAGAZIN: Werfen wir einen kurzen Blick auf die verfügbare Baumaschinen-Palette: Vom Minibagger über Raupenbagger bis hin zum Lader, Verdichter, Anhänger oder der Arbeitsbühne kann Digando bereits viele Segmente abdecken. Ist geplant, diese Produktpalette noch weiter auszubauen? Höss: Die verfügbare Produktpalette orientiert sich ganz klassisch an der vorhandenen Nachfrage unse-

»Letztlich müssen auch wir uns immer wieder neu erfinden, die Mietprozesse optimieren und die Reise mit der Baubranche gemeinsam gehen.« Alexander Höss

»Wir können zeitnah nachjustieren und damit auf die veränderten Anforderungen des Marktes reagieren.« Alexander Höss

Digitalisierung nur der Digitalisierung wegen ist schlichtweg zu kurz gedacht. Als wir mit Digando angefangen haben, war uns klar, dass wir viel bieten müssen, um überzeugen zu können. Aber wir haben ein gutes Standing bei den Mietern und Vermietern und sind solide finanziert, weshalb wir bei der Digitalisierung des Mietgeschäfts langfristig planen und agieren können. Letztlich müssen auch wir uns immer wieder neu erfinden, die Mietprozesse optimieren und die Reise mit der Baubranche gemeinsam gehen.

bauMAGAZIN: Digando arbeitet mit vielen Vermietern zusammen – und auch die Anzahl verfügbarer Maschinen steigt. Wie verhält es sich aber mit den vorhandenen Mietstationen? Ist geplant, dieses Netz weiter auszubauen? Höss: Aktuell verfügen wir über 31 Mietstationen in Österreich – zwölf weitere folgen noch in diesem Jahr – so auch in Bayern, wo in Kürze vier bis fünf Standorte hinzukommen. Dasselbe gilt für Nordrhein-Westfalen – dort haben wir seit Mitte November zehn neue Mietstationen.

bauMAGAZIN: Nun ist gerade der deutsche Baumaschinenmarkt ein hart umkämpftes Pflaster – damit einher geht allerdings auch ein gewaltiger Bedarf, weshalb sich die Frage stellt, wie Sie das Marktpotenzial für Digando grundsätzlich einschätzen. Höss: Ja das stimmt, der deutsche Markt ist, ebenso wie sein Potenzial, gewaltig groß. Allerdings gehen wir da nicht blauäugig vor, digitale Kanäle werden kurzfristig noch keine immense Bedeutung haben, aber die Zeit dafür wird kommen. Jeden Monat können wir weitere Partner als auch Nutzer von Digando überzeugen. Ein Trend, der sich bereits jetzt abzeichnet ist, dass die Nutzer von Digando dem System auch treu bleiben. Kontinuität, Transparenz und Fairness sind Stellenwerte, die in der Baubranche wichtig sind und die wir mit Digando bieten können. Gleichzeitig möchten wir organisch wachsen und sind der Überzeugung, dass eine solide Geschäftsentwicklung das richtige Vorgehen ist.

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rer Mietkunden. Wir können zeitnah nachjustieren und damit auf die veränderten Anforderungen des Marktes reagieren. Auf diese Weise bleiben wir jederzeit flexibel und können uns am Kundenwunsch orientieren. Ziel ist es aber zukünftig definitiv, den One-Stop-Shop für Mietmaschinen zu bieten.

bauMAGAZIN: Ein Thema, das durch die derzeit wieder stark steigenden Infektionszahlen erneut in den Fokus rückt, ist die Covid-19-Pandemie: Wie hat Digando diese Zeit seit 2020 erlebt und welche Auswirkungen hatte die Corona-Krise bisher auf das Unternehmen? Höss: Als digitalaffines Unternehmen waren wir intern kaum von der Krise betroffen: Unsere Mitarbeiter können von überall aus agieren, weshalb die Homeoffice-Regelung bei uns gut umzusetzen war. Schwieriger war es hingegen für den Vertrieb – aufgrund von Corona war es problematisch, Präsentationstermine vor Ort abzuhalten und persönliche Kontakte zu knüpfen. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Tatsache, dass gerade die Baubranche vom »Handschlag« lebt. Hier werden Geschäfte direkt vor Ort besiegelt und Probleme von Angesicht zu Angesicht geklärt – da fällt es natürlich schwer, alles rein digital abzuwickeln. Jetzt, wo die Zahlen wieder steigen, gilt es abzuwarten, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickelt. Grundsätzlich können wir aber sagen, dass die Corona-Krise bisher kaum Auswirkungen auf den Bausektor hatte und unser Geschäft dementsprechend wie geplant gelaufen ist.

bauMAGAZIN: Eine abschließende Frage: Trotz der Unvorhersehbarkeit inmitten einer Pandemie – möchten Sie dennoch eine Prognose für das kommende Jahr wagen? Was sind die Ziele und Aussichten von Digando für das eigene Wachstum im Jahr 2022? Höss: Wir sind optimistisch und haben uns das realistische Ziel für 2022 gesteckt, das erste Mal positiv zu bilanzieren. Dazu kommt, dass wir unseren Vertrieb für Deutschland derzeit aufstocken, um der d aktuellen Nachfrage gerecht zu werden.


L THINKPROJECT

Sechs große Mythen rund um BIM – warum mehr Transparenz nötig ist Bauvorhaben schneller und günstiger realisieren und dabei Abstimmungs­ fehler vermeiden, das kann dank intelligenter Ablaufprozesse gelingen – sofern beim Building Information Modeling (BIM) auf dem Weg zum etablierten Planungs­ und Realisierungsstandard neben der Software­ auch die Management­Komponente stärker mit einbezogen wird, wie Patrik Heider, CEO von Thinkproject, überzeugt ist.

I FAKTEN Leitfaden

> Einen Leitfaden mit weiteren Informationen zum Thema BIM bietet Thinkproject unter thinkproject.com/de/markt­ insight/bim­collaboration zum Download an.

n Bezug auf BIM kursieren viele Mythen, die ein Grund dafür sind, warum zu wenig Unternehmen aus dem AECO-Sektor (Architektur-, Ingenieurbau, Konstruktion und Betrieb) den digitalen Standard einsetzen. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand, Baukostenreduzierung und eine verbesserte Projektkommunikation helfen bereits, die sich langsam digitalisierende Branche, die für ein globales Bruttosozialprodukt von 13 % und ein jährliches Wachstum von 3 % steht, hin zu mehr Effizienz und Profitabilität zu entwickeln. Damit Beschäftigte und Stakeholder in der Branche in sämtlichen Projektphasen aus vereinfachter Koordinierung und hochautomatisierten Anpassungen Nutzen ziehen können, müssen sie jedoch sechs große Irrtümer hinter sich lassen.

Mythos 1: »Bei BIM geht es nur um 3D­Modellierung« BIM wird oft mit 3D-Planung und 3D-Modellierungsprogrammen gleichgesetzt. Die Verkürzung übersieht die Informationsschichten »Zeit« und »Kosten«, die zum 5D-BIM zählen. Dabei werden verschiedene Informationstypen eines Bauprojekts interaktiv organisiert: beispielsweise Teilmodelle, 2D-Modelle oder zusätzliche wichtige Dokumente des Projekts. Der Mehrwert von BIM liegt hier in einem transparenten, digitalen InformationsManagement. Ziel ist, relevante Informationen für alle Projektbeteiligten mithilfe maßgeschneiderter Software einfach zugänglich und leicht verteilbar zu machen – lückenlos auch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Mythos 2: »BIM ist nur ein Trend« CAD-Software hat die Branche mit 3D-Modellen in eine neue Ära geführt. Unternehmen, die diese Modelle mittlerweile mit 5D-BIM weiter ausgebaut haben, werden weder diese Informationsdichte

TRACKUNIT – Mit »Asset Utilization« hat Trackunit ein Update für »Kin«-Tags vorgestellt. Es will Nutzern besseren Einblick in die Auslastung ihrer getaggten Geräte bieten. Die neue Funktion liefert der Branche mehr Datenpunkte von einer erheblich größeren Anzahl von Geräten und demonstriert, wie Geräte, Anbauteile und Werkzeuge überwacht sowie verwaltet werden. Kin Asset Utilization sammelt Bewegungsdaten von mit Tags versehenen Geräten und zeigt den Nutzern in Echtzeit, ob die Geräte verwendet werden.

rackunit hat sich zum Ziel gesetzt, Baumaschinen, ­geräte und ­werkzeuge, sowohl große als auch kleine, in eine neue Phase der Kontrolle und Analyse zu bringen, um Flotten richtig zu dimensionieren und die Produktivität in der gesamten Lieferkette zu verbessern. »Die Einführung von Asset Utilization für Kin ist ein großer Schritt, um den Wert von Werkzeugen, Tools und Anbau­ geräten über eine einzige, einfach zu bedienende App mit allen anderen Geräten zu steigern«, betont Trackunit­ CEO Soeren Brogaard.

T

Den Netzwerkeffekt nutzen Die Kin­Tags nutzen das weltweit verfügbare Mesh­Netz­ werk des Unternehmens, das die nach eigenen Angaben größte Basis an verfolgbaren Geräten in der Baubranche

TRACKUNIT

Neue Funktion für »Kin« erweitert die Sichtbarkeit von Geräteauslastungen

Bauarbeiter verschwenden viel Zeit mit der Suche nach verlorener Ausrüstung. Ein Drittel aller jährlichen Werkzeugkäufe sind das direkte Ergebnis von Diebstahl oder Verlust, und nur ein Fünftel der verlorenen Geräte wird je gefunden. Mit einer neuen Funktion will Trackunit die Verfolgung von Baugeräten auf die nächste Stufe heben. bietet. Kin ist so konzipiert, dass es sich über den Track­ unit­Manager und die Trackunit­Go­App mit dem instal­ lierten Raw­ Netzwerk (TU600) des Unternehmens ver­ bindet. Jeder angeschlossene Tag verbindet sich dann mit dem TU600­Netzwerk, das bereits auf den Maschi­ nen rund um den Globus installiert ist, verbindet den Benutzer und erweitert die verfügbaren Daten für wirt­ t schaftliche Analysen.

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Patrik Heider ist CEO von Think­ project und verfügt als inter­ national erfahrener Manager über umfangreiche operative und strategische Erfahrungen aus global expansiven Unternehmen. Vor seinem Eintritt bei Thinkproject war er CEO von riskmethods. Davor war er als Vorstandssprecher als auch CFO und COO bei der Nemetschek Group und über zehn Jahre Teil der Hoffmann Group, zuletzt als CFO tätig. Thinkproject mit Sitz in München gilt als einer der weltweit führenden SaaS­Anbieter für Bau­ und Ingenieurprojekte mit mehr als 2 500 Kunden und rund 450 Mitarbeitenden.

EU-BIM-Task-Group zeigt zudem, dass in einem Projekt der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EASME) eine Methodik zur KostenNutzen-Analyse für den Einsatz von BIM in öffentlichen Ausschreibungen entwickelt und validiert wird.

Mythos 3: »Für BIM braucht man nur die richtige Software«

Bei Planung und Realisierung ist ein transparenter und sinnvoll strukturierter Informationsfluss, auf den alle Beteiligten zugreifen können, relevant. Die einzelnen Abschnitte eines Bauprojekts stehen nie losgelöst voneinander – genauso wenig sind es die jeweiligen Daten des Projekts. Die Dokumentation und der erleichterte Zugang zu den Informationen für jeden Projektabschnitt und über den gesamten Projektverlauf hinweg sind somit zentrale Vorteile einer Arbeitsweise mit Building Information Modeling.

Wer mit BIM arbeiten möchte, benötigt die digitale Infrastruktur – idealerweise mit normierten, offenen Schnittstellenstandards – und Prozesse, die eine kollaborative Projektarbeit ermöglichen. Dazu gehört, dass für das konkrete Projekt die Ziele, die organisatorischen Strukturen, die Verantwortlichkeiten sowie die technischen Absprachen festgelegt werden. Die Art des Umgangs mit BIM entscheidet darüber, ob die digitale Lösung tatsächlich zu mehr Effizienz und geringeren Kosten führt.

Mythos 4: »BIM nützt nur dem Hochbau« Neben Großbritannien und Skandinavien ist BIM auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Hierzulande ist seit 2020 für öffentliche Infrastrukturprojekte der Einsatz von BIM vorgeschrieben. Das zeigt, dass BIM unabhängig von der Art des Bauprojekts einen geradezu essenziellen Beitrag leisten kann. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeitet kontinuierlich daran, die Planungsmethoden mit BIM im Rahmen von Pilotprojekten im gesamten Infrastrukturbereich zu optimieren.

Mythos 5: »BIM lohnt sich nur für die Big Player« Auch kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) können durch die Investition in BIM langfristig Kosten sparen. Trotz der anfänglichen Ausgaben verspricht der Einsatz von BIM Einsparungen durch optimierte Arbeitsabläufe und eine bessere Planbarkeit. Ein Blick auf »BIM Deutschland« und die

In einem aktuellen Projekt beim Ausbau der Havelland-Autobahn bei Berlin (schematische Darstellung des SoftwareVerfügbarkeitsmodells) kommt die Software Desite BIM zum Einsatz. Es handelt sich um eines der ersten Pilotprojekte, bei denen alle Bauphasen von der Planung über die Ausführung und den Erhalt mit BIM und aus einer Hand durchgeführt werden. Diese »Single source of Truth« soll Konflikte zwischen den einzelnen Abschnitten und Beteiligten von vornherein ausschließen.

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Mythos 6: »BIM kann nur in der Planung eingesetzt werden«

Effizienz und Profitabilität durch intelligente Kollaboration Weltweit gibt es Bestrebungen, den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten von der Ausschreibung über die Planung und den eigentlichen Bau bis hin zum Betrieb komplett zu digitalisieren. Das führt zu grundlegenden Umbrüchen in der Bauindustrie. BIM hat sich in der AECO-Branche als Wegbereiter der digitalen Transformation zum zentralen Werkzeug der Zusammenarbeit für alle großen Infrastruktur- und Bauprojekte entwickelt. Es vereinfacht – vor allem bei vielen beteiligten Parteien – das Management und die Koordinierung, schafft Mehrwert und bündelt Modellinformationen übersichtlich und von überall zugänglich an einem zentralen Ort, einer »Single Source of Truth«. Thinkproject stellt als SaaS-Anbieter für Bauund Ingenieurprojekte solche Lösungen zur Verfügung, um Zeit- und Kostenüberschreitungen zu vermeiden. Der hohe Automatisierungsgrad dieser Software, die Anpassbarkeit für unterschiedliche Zwecke sowie die intelligenten Ablaufprozesse sind dabei auch für Prüfung und Freigaben relevant. t

THOMAS TSCHICKARDT, ARGE A 10/A 24

GASTAUTOR

GUNNAR MENZEL

ZUR PERSON

noch die Möglichkeiten zur unternehmensübergreifenden Kollaboration so einfach aufgeben. Laut Umfragen in der deutschen Baubranche planten bereits vor der Pandemie 85 % der Befragten, die BIM noch nicht einsetzten, ein kollaboratives Arbeiten mit BIM einzuführen. BIM wird also durch intensive Nutzung zum bleibenden Bestandteil des Bauwesens.


Baustellensicherung per Klick akii

Wie das Smartphone zum digitalen Schlüsselbund wird

Nie wieder Schlüsselchaos

Das Smartphone ist aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Es ist für uns zugleich Wecker, Kalender und das Tool, das wir für Online-Banking nutzen, mit dem wir im Internet stöbern und Kontakte pflegen. Auch auf der Baustelle hat es sich zum Kommunikationsmittel erster Wahl entwickelt, um schnelle Absprachen zu treffen und Abläufe zu koordinieren. Ab sofort lassen sich sogar Türen damit öffnen. Steht der Mitarbeiter oder Lieferant vor verschlossener Bau- oder Containertür muss er nur sein Smartphone zücken. Das Schloss erkennt via Bluetooth, ob eine Zugangsberechtigung vorliegt, und die Tür öffnet sich wie von Geisterhand.

Die App, die all diese Probleme löst, heißt akii und kommt aus dem Berliner Z LAB – dem Open Innovation Hub des ZeppelinKonzerns. Die speziell für die Bauindustrie entwickelte Anwendung ersetzt den Schlüssel auf der Baustelle. Voraussetzung: Baucontainer oder Gebäude im Rohbau werden mit elektronischen Schlössern ausgestattet. Das zahlt sich langfristig aus. Der große Vorteil: Die Rechteverwaltung wird dezentral über die App gesteuert. Das heißt, ein Bauleiter oder Polier kann einem Mitarbeiter eines Nachunternehmers ganz einfach Zugangsrechte gewähren, ohne ihn persönlich zu treffen. Der Fliesenleger oder Elektroinstallateur benötigt nur sein Smartphone. Sind alle Aufgaben erledigt, kann die Zugangsberechtigung mit nur einem Klick wieder aufgehoben werden. Das spart Zeit. Und das Beste: Verlorene Schlüssel und die damit verbundenen Aufwände gehören der Vergangenheit an.

Sesam öffne dich! Baucontainer beherbergen alles Wichtige rund um die Abwicklung auf der Baustelle. Neben Drucker und Laptop werden hier oft auch sensible Unterlagen aufbewahrt. Während sich der teure Kran und Schubmaststapler per GPS orten lassen, sind Bautüren üblicherweise nur mit einem einfachen Schloss gesichert. Doch wer besitzt eigentlich alles einen Schlüssel? Und wer ist verantwortlich dafür, dass die Tür offen ist, weil er vergessen hat, abzusperren? Hinzu kommt: Ein Schlüsselverlust ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, muss das ganze Schloss ausgetauscht werden.

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akii nimmt dem Bauunternehmen von der Bautür über den Container bis zum gesamten Firmengelände die Schlüsselverwaltung ab. „Wir arbeiten eng mit unseren Kunden und Partnern zusammen, um ihnen eine flexible und individuell passende Lösung für ihre Baustelle anzubieten“, sagt Anthony Forsans, der bei akii für die Geschäfts-

entwicklung verantwortlich ist. Wie gut das funktioniert, bestätigen zufriedene Kunden wie MBN Bau, Thiessen Architekten und Ditting Bau.

Transparenz = mehr Sicherheit Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich auf Baustellen durchaus mal Dinge „aus dem Staub machen“. Auch dieses Problem löst akii. Denn mit der App haben die Verantwortlichen auf der Baustelle jederzeit die volle Übersicht darüber, ob Türen offen oder geschlossen sind, und wer Zugang zu einer Tür oder einem Baucontainer hatte. Das sorgt für ein sicheres Gefühl bei den Verantwortlichen und verhindert Diebstähle. akii vereinfacht somit nicht nur das Schlüsselmanagement, sondern macht die Baustelle auch ein ganzes Stück sicherer.

Weitere Informationen und Kontakt zu akii unter www.akii.app Fragen und Antworten zu akii – auch im Video: www.akii.app/faq


L COSUNO

»Digitalisierung an den richtigen Stellen kann wahre Wunder bewirken«

V »Unternehmen sind mit Cloud-Lösungen grundlegend flexibler und effizienter in ihren Arbeitsschritten, da alle Mitarbeiter zu jeder Zeit auf dem selben Stand sind.« Fritz Cramer, CEO und Co-Founder Cosuno

iele Arbeitsprozesse in der Branche finden noch analog statt. »Dieser Zustand muss langfristig geändert werden, um vor allem nachhaltigen und beispielsweise bezahlbaren Wohnraum zu schaffen«, betont Fritz Cramer. Die cloud-basierte Software Cosuno will vorrangig zu zwei Verbesserungspunkten beitragen: »100 % Kollaboration und Zugriff auf eine unbegrenzte Datenmenge, egal wann und von welchem Ort aus«, so Cramer. »Die Unternehmen sind mit Cloud-Lösungen grundlegend flexibler und effizienter in ihren Arbeitsschritten, da alle Mitarbeiter zu jeder Zeit auf dem selben Stand sind.« Weil Bauprojekte immer komplexer werden, gewinnt auch eine effiziente Kommunikation deutlich an Bedeutung. »Langfristig haben cloud-basierte Lösungen das Potenzial, die Effizienz der Branche, eine der kollaborativsten

COSUNO

Mit Cosuno sollen Generalunternehmer, Projektentwickler, Bauträger und Architekten ihre Ausschreibungs­ und Vergabeprozesse optimieren können, indem sie effizient und datengestützt über die Software ausschreiben und so höhere Rücklaufquoten erzielen können. Informationen werden laut Fritz Cramer, CEO und Co­Founder von Cosuno, in der Bau­Software übersichtlich dokumentiert, was auch die Zufriedenheit der Nach­ unternehmer steigern soll. Per Klick wird ein digitaler Überblick gegeben, Rückläufer können in Echtzeit verfolgt und Projekte datengetrieben ausgewertet werden.

Cosuno spricht beim Einsatz seiner Brachenlösung von rund 60 % Zeitersparnis, 50 % mehr Angeboten und einer 25 %-igen Vergabegewinnsteigerung, verbunden mit einer 100 %-igen Transparenz im Ausschreibungs- und Vergabeprozess. Branchen der Welt, nachhaltig zu steigern«, ist Cramer überzeugt.

Digitalisierung für Kleinunternehmen Auch in kleinen Unternehmen kann die Digitalisierung an den richtigen Stellen wahre Wunder bewirken. Cramer nennt einen Kunden – ein Architekturbüro mit zwei Mitarbeitern –, der überzeugt berichtet habe, die durch die Digitalisierung eingesparte Zeit in weitere Projekte investieren zu können, was t die Digitalisierungskosten zügig ausgleiche.

FlexcavoOS hilft Peter Gross Bau, gestohlene Baumaschine wiederzufinden ber 900 Baustellen betreut das Unternehmen Peter Gross Bau deutschlandweit. In Flexcavo fand man 2020 einen Partner auf Augenhöhe und lobt allen voran die Dynamik und Visionen des Berliner Teams. Flexcavo will den Einsatz von Baumaschinen optimieren und die Produktivität von Bauunternehmen durch digitale Lösun­ gen steigern. Bei Peter Gross Bau sind mittlerweile mehr als 7 500 Geräte in der Flexcavo­Software integriert.

Ü

Maschinendiebstahl hält Bauunternehmen in Atem Im Juni ereignete sich ein Vorfall, dessen Folgen dem Unternehmen ohne FlexcavoOS teuer zu stehen gekom­ men wären: Auf einer Baustelle in Dietzenbach stand ein Mitarbeiter vor einer leeren Fläche, auf der ein Volvo­Rad­ lader L 30 G stehen sollte. Da die gestohlene Baumaschine in FlexcavoOS regis­ triert war, konnten ihre Koordinaten, inklusive Google­ Satellitenbilder, in Echtzeit nachverfolgt und auf der vir­ tuellen Karte des Betriebssystems visualisiert werden. Ihr Standort wurde auf einer großen Baustelle in der Slo­ wakei lokalisiert. Mittels Street­View konnten selbst Stra­

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FLEXCAVO

FLEXCAVO – Der Unternehmensverbund Peter Gross Bau erlebte im Juni im Rhein-Main-Gebiet einen Albtraum. Ein VolvoRadlader im Wert von mehr als 50 000 Euro verschwand über das Wochenende von der Baustelle. Mithilfe des digitalen FuhrparkManagement-Systems FlexcavoOS des Berliner Unternehmens Flexcavo konnte die gestohlene Maschine schnell wiedergefunden werden.

Glücklich wiedervereint: Flexcavo-Mitbegründer Leonhard Fricke (li.), Nikolas Sariyannis (Leiter Maschinentechnische Abteilung bei Peter Gross; 2. v. li.) und das Baustellen-Team wiedervereint mit dem im Juni entwendeten Radlader. ßennamen und Lagerhallen am Zielort identifiziert wer­ den. Anhand erfasster Betriebsstunden zeigte sich, wann die Maschine zuletzt auf der Baustelle benutzt, wann sie über das Wochenende auf einen Hänger gefah­ ren und wann sie im Ausland abgeladen worden war. Alle Infos wurden vom Bauunternehmen an die Polizei weitergegeben und binnen kürzester Zeit wurde der t Radlader dann sichergestellt.


CATERPILLAR/ZEPPELIN

Gemeinsam vor dem Azubibagger (v. li. n. re.): Tobias Grabmeier (Geschäftsführer Kreafaktur), Jens Hammer (Außendienstmitarbeiter Sitech), Sebastian Wurst (ZeppelinVerkaufsrepräsentant), Yannik Lippold (Auszubildender Lukas Gläser), Martin Wurst (Zeppelin-Verkaufsleiter), Christoph Kübler (Geschäftsführer Lukas Gläser), Günter Holp (Geschäftsführer Holp) und Hermann Schoch (Gesellschafter HS-Schoch).

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CATERPILLAR – ZEPPELIN

Mit Azubibagger Interesse an Unternehmen und Ausbildung wecken Um die Ausbildung zu stärken, investiert die Unternehmens­ gruppe Lukas Gläser aus dem Rems­Murr­Kreis nicht nur in Marketing­Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, sondern auch in neue Technik. Kürzlich wurde der erste »Azubibagger« an den Nachwuchs übergeben. Mit einem Cat­Kettenbagger 315 sollen die angehenden Fachkräfte ihre eigenen beruflichen Erfahrungen im Straßen­ und Tiefbau sammeln.

»Unsere Branche hat leider ein Imageproblem. Sie muss sexy werden und Baggerfahren muss so attraktiv werden wie Playstation zu spielen.« Christoph Kübler, Geschäftsführer Lukas Gläser

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n Empfang nahm das neue Arbeitsgerät stellvertretend Yannik Lippold, der eine Ausbildung zum Baugeräteführer absolviert und damit den Fußstapfen seines Vaters folgt, der beim gleichen Arbeitgeber als Maschinist arbeitet. Seinen Namen durfte er auf der Fahrerkabine verewigen – dem Beispiel folgen auch 17 weitere Azubis der Unternehmens«Straßenbande«. Der weiße Bagger zeigt sich mit enzianblauen Beschriftungen wie »#Baggern macht Spaß«, »#Geht ab« oder »#Mach mit bei der Straßenbande«. »Er muss auffallen. Deswegen wurde bewusst das Heck beklebt, damit jeder, der die Baumaschine mit dem Aufkleber ›Straßenbande‹ sieht, sie mit Lukas Gläser in Verbindung bringt. Das soll ein Markenzeichen werden«, sagt Christoph Kübler, der auch unterstreicht, dass die Branche leider ein Image-Problem habe. »Sie muss sexy werden und Baggerfahren muss so attraktiv werden wie Playstation zu spielen«, fordert er. Die neue Baumaschine soll darum den Nachwuchs animieren, das Interesse an Bauberufen und einer Ausbildung bei Lukas Gläser zu wecken, ob im kaufmännischen oder im gewerblichen Bereich.

Acht Prozent Ausbildungsquote Die Firmengruppe betreibt Steinbrüche, Asphaltmischanlagen und auch eine Bauabteilung, bestehend aus Tief- und Straßenbau, Kabelbau, Bau- und Betonsanierung. Beteiligungen in der Transportbeton- und Recycling-Industrie, aber auch im Verkehrssicherungsbereich runden das Portfolio ab. »Inzwischen haben wir eine Ausbildungsquote von 8 %. Darauf können wir wirklich stolz sein, wenn man bedenkt, dass die Ausbildungsquote in der deutschen Industrie bei durchschnittlich 4 % liegt«, zieht der Geschäftsführer den Vergleich. Ziel müsse es sein, sich die Auszubildenden selbst aussuchen

zu können. Auch der neue Bagger soll ein Anreiz für den Nachwuchs sein, sich zu bewerben.

Breite Unterstützung Bei der Umsetzung der Ausrüstung für den Cat-Kettenbagger 315 unterstützte die Zeppelin-Niederlassung Böblingen mit anderen Firmen. Neben einem vollhydraulischen Schnellwechsler gab es von Holp den endlosen Drehantrieb Rototop. Das Löffelpaket stammt von HS-Schoch. Sitech lieferte die Maschinensteuerung in Form von Trimble Earthworks. »Wir wollen gleich von Anfang an auf die 3D-Steuerung setzen und dem Nachwuchs die angehenden Grundlagen vermitteln, die es im Straßen- und Tiefbau in Zukunft braucht«, so der Geschäftsführer. Auf dem richtigen Weg mit der Fachkräftesicherung sieht ihn damit Martin Wurst, der für den Baumaschinenvertrieb der Zeppelin-Niederlassung Böblingen die Unternehmensgruppe begleitet: »Die Idee des Azubibaggers ist nicht neu, aber anders. Ich kenne keinen, der so viel Herzblut in die passende Ausrüstung gesteckt hat.« Geplant hat Kübler, dass die Azubis jährlich eine Baustelle realisieren – künftig auch mit ihrem neuen Arbeitsgerät. Im Jahr 2020 wurde bereits der Innenhof einer Kita umgestaltet, andernorts standen die Instandsetzung von Friedhofsmauern und eine Parkplatzerneuerung an. »Wichtig ist für unsere Azubibaustelle, dass möglichst viele Nachwuchskräfte der verschiedensten Berufsgruppen mitwirken und unsere Auszubildenden übergreifend Hand in Hand arbeiten, um gemeinsam ein Projekt umzusetzen. Das gilt dann auch für den Azubibagger, mit dem nicht nur Baugeräteführer, sondern auch unsere anderen Azubis umgehen können müssen«, so Christoph t Kübler.

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»Zum Thema Hydraulik wird in der Ausbildung bislang bestenfalls Halbwissen vermittelt.« Jens Naumann, Trainer Fluid- und Leitungstechnik Internationale Hydraulik Akademie

Die Prüfbögen in der Hand, begutachten die Teilnehmer die Fahrmischer nach UVV-Vorgaben.

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COREUM

14 Mann und drei Fahrmischer bei der Schulung Premiere in Stockstadt am Rhein: Die Berufsgenossen­ schaft Rohstoffe und chemische Industrie (BGRCI) lud zu einer Schulung zur »Sachkunde für das Prüfen von Betonfahrmaschinen« in das Coreum ein. Das Format ist neu und zeigt sich praxisnah mit hochkarätigen Referenten und – darin waren sich alle Beteiligten einig – war lange überfällig.

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iele Arbeitsunfälle passieren bei Wartungs- und Entstörungsarbeiten – man ist hektisch, der Beton wartet«, erzählt Christian Katzer, der als Fachkraft für Arbeitssicherheit schon einige Schadensbilder live gesehen hat und dankbar ist, dass die BGRCI gezielt zur DGUV Regel 113-604 geladen hat. »Wenn man weiß, was man tut, arbeitet man sicherer.« Und so erhalten die 14 Teilnehmer über

zwei Tage viel Input, nicht nur zur eigentlichen Prüfabnahme, sondern generell zum Instandhalten eines funktionsfähigen Mischfahrzeugs.

Einen Raum für Ideen bieten »Mit der Schulung sprechen wir gezielt diejenigen an, die die Maschinen warten und von Arbeitsmitteln nach der Betriebssicherheitsverordnung

FAKTEN »Bits and Machines 2022« (BAM) – die Zukunftskonferenz im Coreum

> Vom voraussichtlich 19. bis 20. Januar 2022 verspricht

MARINA SCHEDLER

»Bits and Machines« (BAM) einen Blick in die Zukunft der Bau­ und Recycling­Branche. Über 25 Referenten wollen dafür auf der Zukunftskonferenz im Coreum wichtige Impulse geben. > Experten von Start­ups wie Qiky, Sodex und SitePlan sowie Profis wie Jan Graumann von Peri, der Trendscout Raphael Gielgen von Vitra International und andere wollen die Bau­ und Recycling­Branche mit auf ihre Reise der Transformation nehmen. > Die Referenten werden Fragen wie »Was kann künstliche Intelligenz heute schon auf Baustellen leisten?«, »Alles Elektro – oder welche alternativen Antriebskonzepte In der Expo-Halle kann man auf vier Demos am ersten werden kommen?«, »Ist Cyber­Crime etwas, das immer BAM-Tag von 19 bis 20 Uhr die neuesten Trends live erleben. nur den anderen passiert?«, »Wie wirtschaftlich ist Cradle to Cradle in der Praxis wirklich?« rund um die Themenbereiche Vernetzung, Mensch und Umwelt in 16 Vorträgen und einem Start­up­Pitch beantworten. > Die Teilnehmer der BAM können selbst live erleben, wie man mit »Grundriss in Lebensgröße« als 3D­Planung im Großformat Fehlplanungen von vornherein verhindern kann. > Testen, wie sich die Zukunft heute schon anfühlt, können die Teilnehmer darüber hinaus bei weiteren Demonstrationen von Maschinen, Technologien, Hard­ und Software. > Aktivem Netzwerken soll zudem während der BAM genügend Raum gegeben werden. Anmeldungen und Tickets sind unter bitsandmachines.de verfügbar.

Andreas Gruber (re.) greift am Fahrzeug auf die Lektionen zur Hydraulik zurück.

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falls Halbwissen vermittelt«, sagt der Trainer Fluidund Leitungstechnik bedauernd.

COREUM (5)

Alles vor Ort

Christian Katzer stellt gelebte Baustellenpraxis mit Gefahrenpotenzial nach. (BetrSichV) abnehmen«, bestätigt Martin Böttcher von der BGRCI. Angereist sind zur Schulung Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Flotten-Manager und Werkstattmeister. »Andere Baubereiche haben bereits vergleichbare Lehrgänge. Im Transportbetonsektor können wir mit einer entsprechenden Aufklärung viele Schadensfälle vermeiden«, erläutert Böttcher. Als Koordinator für die Branche Baustoffe-Steine-Erden hat er das Konzept der Veranstaltung entworfen und die Internationale Hydraulik Akademie (IHA) mit an Bord geholt, schließlich steht mit einer kaputten Hydraulik die ganze Trommel. Eine fachgerechte Wartung von Pumpe, Schlauchleitungen und Co. wirkt sich damit direkt auf Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge aus. Jens Naumann erklärt im Fachvortrag, worauf es ankommt. »Zum Thema Hydraulik wird in der Ausbildung bislang besten-

Zum Abschluss des Theorieteils tritt Andreas Gruber, Bereich Anwendungsberatung und Trainer im Coreum, engagiert vor die Zuhörenden. In seiner Präsentation hat er zahlreiche Schadensbilder dokumentiert. Während die Teilnehmer noch im Schulungsraum diskutieren, offenbart der Blick in die Expohalle drei Mischfahrzeuge. Ein starker Wind macht dem Praxisteil im Außengelände einen Strich durch die Rechnung, aber im Coreum ist Platz in der Halle. Und so kann die Gruppe das Gelernte in die Tat umsetzen und ein Prüfprotokoll an der laufenden Mischtrommel abarbeiten. Hersteller Putzmeister hat in Kooperation mit ETC Eurotruckcenter ein Fahrzeug inklusive Quality Assurance Manager bereitgestellt. Dieser hört aufmerksam zu, als die Teilnehmer aus ihrer Praxis berichten. Leitern seien immer ein Gefahrpunkt, so die einstimmige Meinung: Bei zahllosen Auf- und Abstiegen pro Tag sei die Unfallgefahr hier mit am größten. Andreas Gruber konnte zur Begutachtung und Schulung auch zwei weitere Fahrmischer bereitstellen, denen man die Betriebsstunden an einigen Stellen ansieht. So haben die Fachkräfte die Möglichkeit, Schadensbilder im Entstehen zu entdecken und die Lösungen verschiedener Hersteller zu vert gleichen.

»Wenn man weiß, was man tut, arbeitet man sicherer.« Christian Katzer, Sicherheitsfachkraft

UNTERNEHMEN Seit 2018 kommen im Coreum Menschen zusammen, die in Bau, Umschlag und Recycling arbeiten. Hier erleben sie die neuesten Maschinen, Anbaugeräte und Technologien ihrer Branchen. Daneben finden Partner, Unter­ nehmen und Veranstalter auf 120 000 m2 alles, was sie für Produktpräsentationen, Schulungen, Tagungen und Events brauchen.

Großes geschult sicher bewegen mit Bagger, Radlader & Co. Maschinen, die mächtig was »wegschaffen«, die aber auch bei unsachgemäßer Handhabung ein Risiko für Leben und Gesundheit bei der Arbeit darstellen. Betreiber dürfen nur ausgebildetes Personal mit der Arbeit betrauen. Die DGUV 100-500 2.12 regelt das Betreiben der Arbeitsmittel – eine entsprechende Schulung für Bedien- bzw. Fahrpersonal, beispielsweise durch TÜV Nord Bildung, bringt das wichtige Wissen auf die Baustelle und dient größtmöglicher Sicherheit. as zur TÜV Nord Group gehörige gemeinnützige Unternehmen TÜV Nord Bildung bietet relevante Schulungen zum fachlichen Umgang mit Erdbaumaschinen an – ab Februar soll es wieder losgehen und neue Kurse sollen monatlich starten. Der theoretische Teil der Schulung richtet sich nach allen maßgeblichen gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorgaben aus; die praktische Einweisung an den Geräten wie Mobil­ oder Kettenbaggern, Radladern, Dumpern oder Walzen vermittelt alle wichtigen Fähigkeiten für die Hand­ habung der schweren Geräte. Darüber hinaus schult das Team von TÜV Nord Bildung Bedienpersonal auch darin, sicher in die Luft zu gehen: Schulungen für die Bedienung von Teleskopladern (Stufe 1 und 2a), Lkw­Ladekranen, Brücken­ und Portalkranen sowie Hubarbeitsbühnen ergänzen das Quali­

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TÜV NORD / JASON – STOCK.ADOBE.COM

TÜV NORD BILDUNG – Bagger, Radlader oder Planiergeräte sind

Termine für Schulungen an Erdbaumaschinen sind monatlich von Februar bis November 2022 geplant oder nach Absprache für Inhouse-Schulungen möglich. fizierungsangebot für die Arbeiten an Baustellen. Die Teilnehmenden erhal­ ten am Ende der Schulung die entsprechenden Befähigungsnachweise. Mit qualifiziertem Fachpersonal erfüllen Betriebe nicht nur die Vorschriften, son­ dern vermeiden Gefahren und tragen dazu bei, Aufträge effizienter zu erfül­ len. Weil das Team von TÜV Nord Bildung auch den Termindruck kennt, unter dem Betriebe im Baugewerbe oft agieren, können alle Seminare auch als t Inhouse­Schulungen gebucht werden.

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. AKTUELLES Probst gewinnt 3. Platz beim »Umwelttechnikpreis BaWü 2021« seine vollelektrische Pflasterverlegemaschine VM-301-Greenline den dritten Platz des »Umwelttechnikpreises 2021« in der Kategorie »Emissionsminderung, Aufbereitung & Abtrennung« erhalten, verliehen durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. m November 1961 startete im schwäbischen Erdmannhausen Ernst Probst mit der Herstellung von Zangen zum Heben von Baumaterialien. Sechs Jahr­ zehnte später verleiht das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirt­ schaft Baden­Württemberg den »Umwelttechnikpreis« an die heutige Probst GmbH. Der Preis wird seit 2009 im Zwei­Jahres­Takt für hervorragende und innovative Produkte der Umwelttechnik vergeben. In vier Kategorien werden Produkte ausgezeichnet, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffi­ zienz sowie zur Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind. »Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung« ist eine Kategorie des Umwelttechnikpreises. Mit der auf der Bauma 2019 vorgestellten VM­301­Greenline hat Probst die nach eigenen Angaben weltweit erste voll­ elektrisch angetriebene Pflasterverlegemaschine entwickelt, die in dieser Kategorie als Drittplatzierte prämiert wurde. Der Preis ist von Geschäftsführer

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MARTIN STOLLBERG

PROBST – Pünktlich zum 60. Firmenjubiläum hat Probst für

Eric Wilhelm (Geschäftsführer Probst), Marius Kaltenbach (Team-Leiter der ProbstVerlegetechnik), Sibylle Hepting-Hug (Leiterin der Abteilung Grundsatz, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft im Umweltministerium Baden-Württemberg; v. li. n. re.). Eric Wilhelm und Marius Kaltenbach, Team­Leiter Verlegetechnik, stellvertre­ tend für alle Probst­Mitarbeitenden in Empfang genommen worden. Die VM­301­Greenline will Standards im Markt für das abgaslose Arbeiten in Hallen und Tiefgaragen sowie das nahezu geräuschlose Verlegen von Pflaster­ steinen setzen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 5/19, Seite 73). »Wir machen schwere Arbeit leichter. Dabei geht es nicht nur um das Gewicht der zu bewegenden Materialien auf der Baustelle oder in Beton­ werken. Als erste Adresse für das moderne Baustoffhandling sind die Themen Lärmemissionsminderung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung keine Zukunftsthemen, sondern Gegenwartsthemen«, betont Probst­Geschäfts­ t führer Eric Wilhelm.

Netzwerklösung für die Flottenverwaltung

SCHMITZ CARGOBULL

Spatenstich für neues Werk von Schmitz Cargobull in Spanien

Spatenstich (v. li. n. re.): Jordi Romero (Geschäftsführer Schmitz Cargobull Ibérica), Luis Bonasa (Marketing Manager South-WestEurope Schmitz Cargobull), Luis Bertol (Bürgermeister Figueruelas), Andreas Schmitz (Vorstandsvorsitzender Schmitz Cargobull), Carlos Javier Navarro (Generaldirektor Industrie Aragón).

SCHMITZ CARGOBULL – Den offiziellen Spatenstich für sein neues Werk in Figueruelas

(Spanien) hat kürzlich Schmitz Cargobull Ibérica gefeiert. Rund 19 Mio. Euro investiert das Unternehmen in die Errichtung seiner neuen Produktionsstätte. Das neue Werk, das 3 km vom bestehenden Werk entfernt entsteht, umfasst eine Gesamtfläche von 104 000 m2. 16 400 m2 werden für Produktion und Logistik genutzt, 2 000 m2 für Büros auf drei Etagen sowie ein Depot für Neu­ und Gebrauchtfahrzeuge. Die Inbetriebnahme ist im August 2022 mit mehr als 280 Mitarbeitenden und einer Produktionskapazität von 60 Fahrzeugen pro Tag geplant. »Als wir 2002 mit diesem Projekt begonnen haben, lag unsere Produktionsprognose bei fünf Sattel­ aufliegern pro Tag. Heute fertigen wir 20 Fahrzeuge pro Tag und unser Ziel ist es, bis Ende 2021 die Produktionskapazität auf 22 Einheiten am Tag zu erhöhen. Mit der neuen Produktionsanlage und der eigenen neuen Schäumanlage für die Herstellung von Kühlfahrzeugen, sind wir in der Lage, bis zu 60 Fahr­ zeuge am Tag zu produzieren«, so Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG. Wie im jetzigen Werk, werden auch im neuen Werk Sattel­Curtainsider, Sattelkühlkoffer, Motorwagenkoffer­ aufbauten sowie Stahlboxen für den spanischen, portugiesischen, französischen, italienischen sowie afrikanischen Markt gefertigt. t

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AUSA – Mit AUSAnow können AUSA-Händler, -Baumaschinenverleiher und -Endkunden zahlreiche Parameter ihrer AUSA-Fahrzeuge kontrollieren. Die Echtzeitinfos werden in der Cloud gespeichert und sind von jedem Computer oder Smartphone aus zugänglich. Die Software überwacht den technischen Zustand sowie den Wartungsbedarf der Maschinen und gibt bei Problemen oder bei Standortveränderungen der Fahrzeuge Meldungen in Echtzeit aus. Das Tool ermöglicht u. a. auch die Erstellung von virtuellen Sicherheitszonen, die Programmierung eines Zeitplans oder eines Sicherheitsradius’. Wenn ein Fahrzeug eine Sicherheitszone verlässt, erhält der Benutzer eine Warnung, um sofort einschreiten zu können. T


Für die unter dem Aspekt der Digitalisierung und Nachhaltigkeit verliehene Auszeichnung waren Projekte, Werkzeuge und Methoden MTS-Vorstandsvorsitzender Rainer Schrode nominiert, die im digitalen Immobilien­ mit dem »Green-BIM Award«. Die Preisträger lebenszyklus vorbildhaft zu einem besseren wurden von den Kongressteilnehmern vor Ort Klimaschutz beitragen. MTS wurde für und online gewählt. seinen anlässlich seiner »Innovationstage« entwickelten, 13 Stationen umfassenden, BIM­Parcours ausgezeichnet, der neben dem kompletten Bauprozess ein ganzheitliches Lösungskonzept sowie entsprechende BIM­ fähige Hard­ und Software­Lösungen abgebildet hat (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 11/20, Seite 50). Der Lösungsbaukasten wurde durch ein von BuildingSmart zertifiziertes nebenberufliches Qualifizierungsangebot zum »BIM­Baustellen­Manager für kommu­ nalen Verkehrswege­ und Tiefbau« abgerundet. »Zentraler Leitgedanke des vorgestellten Projekts ist es, das ›Big Picture‹ der BIM­Idee auf die bereits heute im kommunalen Verkehrswege­ und Tiefbau bestehenden Umsetzungsmöglichkeiten hin runterzu­ brechen – vor Ort und via Live­Stream«, erklärt Schrode die Kernidee des prämierten Veranstaltungskonzepts. »Mit dem Ziel, dass sich die realen und virtuellen Teilnehmer in moderierten Kleingruppen und im 20­Minuten­Takt ihr ganz persönliches Bild von der greifbaren Zukunft des kommunalen Verkehrswege­ und Tiefbaus machen können.« T

Bundesministerium zeichnet zukunftsfähige Arbeitskultur aus GRAEPEL – Der Hersteller und

Zulieferer von Blechformteilen Graepel aus Löningen (Niedersachsen) ist vom Bund für sein Personal-Management ausgezeichnet worden. Das Unternehmen hat den »INQA­Prozess Kulturwandel« des Ministeriums für Arbeit und Soziales absolviert. INQA steht für »Initiative Neue Qualität der Arbeit«: Der Bund unterstützt damit Betriebe und Kommunen, die ein fortschrittliches Arbeitsklima schaffen. Veränderungen in Freuen sich über die Auszeichnung für der Arbeitswelt innen wie von außen sollen Friedrich Graepel: Heiko Witzler, Ralf Sieverding angemessen aufgenommen und berück­ und Eva Pophanken (v. li. n. re.). sichtigt werden. »Die Prämierung unterstreicht Graepels Bemühen, stets ein attraktiver Arbeitgeber zu sein«, hieß es von den Graepel­Vorständen Carlo und Felix Graepel. Das gelte insbesondere in schwierigen Zeiten wie aktuell in der Covid­Pandemie, die von allen viel abverlange. Rund zwei Jahre beanspruchte der Prozess. Inhaltlich ging es um Maßnahmen in den Bereichen Führung, Vielfalt, Gesundheit sowie Kompetenz. Dafür hat sich eine Projektgruppe mit Beschäftigten aus allen Bereichen der deutschen Standorte gegründet. Mit rund 800 Beschäftigten fertigt Graepel Komponenten und Baugruppen aus kalt geformten Blechen für den Pkw­, Lkw­, Landmaschinen­ sowie Maschinen­ und Anlagenbau. t GRAEPEL

DOLL – Mit seiner erneuerten Homepage doll.eu

will das Flugzeugbauunternehmen Doll die Modernisierungen in Fertigung und Produktion auch im Internet abbilden. Die Web-Präsenz soll mit frischem Design und erweiterten Infos zum Unternehmen sowie mit vertiefenden Produktinfos Die neue gestaltete überzeugen. Neben der Homepage doll.eu ausführlichen Darstellung ist online. der einzelnen Baureihen finden sich unter dem Reiter »Technologie« zum Beispiel detaillierte Einblicke in die Forschung und Entwicklung rund um die Doll-eigenen Achsen, Lenkungen, Assistenzsysteme und Fertigungstechniken. Wert hat das Unternehmen ebenso auf einen leicht bedienbaren Konfigurator für schnell verfügbare Serienmodelle gelegt. t DOLL

lautete das diesjährige Motto der »BIM-Tage Deutschland«, einem Hybridkongress zum Thema BIM mit Sprechern aus Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und Politik. Für seine »MTS-Innovationstage« ist dem MTS-Vorstandsvorsitzenden Rainer Schrode in Berlin der »Green-BIM Award« in der Kategorie »Bauen« verliehen worden.

MTS

MTS – »Nachhaltig und digital«

Frisches Design und erweiterte Inhalte auf der neuen Webseite von Doll

Swecon Baumaschinen mit neuem Internet-Auftritt SWECON – Nicht nur einen überarbeiteten

Internet-Auftritt hat auch Swecon Baumaschinen jüngst präsentiert: »Wir agieren mit unserer neuen Webseiten-Lösung nun erstmals innerhalb der Swecon-Gruppe. Mit unseren Kollegen in Schweden und den baltischen Ländern wachsen wir, insbesondere im Bereich digitaler Kundenlösungen, immer stärker zusammen und sind stolz auf diese Entwicklung«, erklärt Swecon-Geschäftsführer Falk Bösche. So finden sich die Webauftritte der fünf SweconMärkte in einem einheitlichen Design im Internet wieder. Um die Zusammengehörigkeit der Gruppe nach außen zu demonstrieren, wechselte Swecon zur URL www.swecon.de. t SWECON

AUSZEICHNUNG

MTS gewinnt »Green-BIM-Award« in der Kategorie »Bauen«

Frischer »Ersatzwind« mit Thobens Onlineshop THOBEN – Mit dem Onlineshop thoben-gmbh.de

will Thoben aus Weyhe seinen Kunden eine Vielzahl an nützlichen Funktionen und Infos bei der Bestellung von Ersatzteilen für Bau- und Landmaschinen bieten. Als Nutzerplus nennt Thoben u. a. eine große Produktauswahl, ausführliche Produktinfos und eine benutzerfreundliche Navigation. Angeboten werden neben Filtern auch Kupplungen, Anlasser, Lichtmaschinen, Bolzen und Buchsen, sowie Gummiketten. Die Zusammenarbeit mit Herstellern wie Mann + Hummel, Hengst, Donaldson, Fleetguard, Kawe oder ITR soll Produkte in Erstausrüsterqualität garantieren. t

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IMPRESSUM

Söndgerath Pumpen benennt Generalvertretung in Österreich

12/21–1/22 Magazin digital

SÖNDGERATH/HSHG

VERLAG SBM Verlag GmbH Hermann­von­Barth­Straße 2 87435 Kempten Tel.: (08 31) 5 22 04­0 Fax: (08 31) 5 22 04­50 baumagazin@sbm­verlag.de www.baumagazin­online.de

Hans-Jürgen Hofstetter (6. v. li.) mit seiner Vertriebsmannschaft und den Brüdern Carsten (4. v. li.) sowie Andreas Söndgerath (4. v. re.). SÖNDGERATH –

Mit HSHG Hofstetter Service & Handel hat das Essener Unternehmen Söndgerath Pumpen eine Generalvertretung für Österreich bestimmt. Das Unternehmen mit Sitz in Linz betreibt auch eine Niederlassung in Graz.

Im Jahr 1948 gegründet, wird HSHG heute in dritter Generation von Hans­Jürgen Hofstetter geführt. Den Unternehmensbereich Pumpen verantwortet Thomas Juric. Derzeit betreut HSHG verschiedene Bauprojekte, für die Söndgerath­Pumpen bereitgestellt wurden. Dazu zählt die Erweiterung der Wiener U­Bahnlinie U5, bei der Tauchpumpen für die Entwässerung während der Tiefbauarbeiten sorgen. Ebenso stellen SPT­Pumpen beim Semmering­Basistunnel die Entwässerung während des zyklischen Vortriebs sicher. Ein weiteres Projekt stellt der Bau des Koralm­Eisenbahntunnels dar, bei dem die Pumpen des Essener Unternehmens seit Anfang 2011 im Einsatz sind. Der Tunnel soll die Städte Graz mit Klagenfurt als Hochgeschwindig­ keitsstrecke verbinden. Als jüngstes Projekt ist das Linzer Unternehmen beim Speicherkraftwerk Kühtai mit der Druckerhöhung der Brauchwasser­ versorgung eingebunden. Wegen umfassender Kompetenz in Sachen Wasserbehandlung – Rein­ und Brauchwasserversorgung, das Abpumpen feststoffhaltiger Wässer oder auch Druckerhöhung – hat der Essener Pumpenspezialist HSHG zum Generalvertreter für Österreich ernannt. Beide Unternehmen arbeiten seit zehn Jahren zusammen. t

GESAMTVERANTWORTLICH Markus Holl (­40) Joachim Plath (­41) VERLAGSLEITUNG Tobias Haslach (­39) REDAKTION Michael Wulf (iwu) Thomas Schürger (tü) Dan Windhorst (dc) Peter Lang (pl) Jessy von Berg (jvb) LEITUNG OBJEKT-MANAGEMENT Tobias Nickert (­17) KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT Norman Zenzinger (­33) ANZEIGENDISPOSITION Andreas Bilancia (­45) Benjamin Chucholowski (­18) Wolfgang Emmler (­20) MAGAZIN-LAYOUT Brigitte Weixler www.weixler­schuerger.de REDAKTIONSASSISTENZ – ANZEIGEN-LAYOUT Jessica Joos (­21) Simone Frank (­38) Lisa Schröder (­23) LESER- UND ABONNENTENSERVICE Monika Thuy (­29) Susanne Traub (­30)

BANKVERBINDUNG IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87 HypoVereinsbank Kempten BIC HYVEDEMM428

Nordanex und leasinGo kooperieren im Rahmen der Absatzfinanzierung NORDANEX/LEASINGO – Nordanex baut das eigene Angebot im Bereich »Leasing im Verbund« aus. Angeschlossene IT-Systemhäuser können künftig auf das Absatzfinanzierungsportal von leasinGo zugreifen und damit unverbindliche Leasing- und MietkaufAngebote für ihre Kunden erstellen.

BEILAGEN Dieser Ausgabe liegen Prospekte für Olssons Parts (Schweden), Wolf – Technik für Baumaschinen (Aschaffenburg) und SBM Verlag (Kempten) bei.

WWW.JOCHENROLFES.DE

ABSATZFINANZIERUNG

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de

AUTORENBILDER Petra Reger

Christian Weiss.

So wie Nordanex als Kooperation für Systemhäuser und Fachhändler der ITK­Branche und die Systemhaus­ partner deutschlandweit vertreten sind, ist auch leasinGo – als Teil der FM­LeasingPartner­Gruppe – mit 85 Mitarbeitern an 15 deutschen Standorten vor Ort. Das Unternehmen gilt als Online­Spezialist für gewerb­ liches Leasing und Mietkauf. Über den leasinGo­Rechner können Nordanex­Partner rund um die Uhr Leasing­ und Mietkaufangebote für die eigenen Kunden erstellen und die Vertragsabwicklung beantragen. Der Service ist für die Partnerunternehmen und deren Kunden kostenlos. Die Kombination aus digitalen Leistungen, modernen Kommunikationstechniken und klassischer Finanzierung orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen des Marktes und will das Thema Leasing auf eine neue Ebene heben. Entstanden ist aus diesem Zusammenspiel das Absatzfinanzierungsportal der leasinGo. Über einen eigenen Login­Bereich können die angeschlossenen Nordanex­Systemhauspartner künftig unverbindliche Leasing­, Mietkauf­ und Finanzierungsangebote für ihre Kunden erstellen und den Status bereits gestellter Finanzierungsanfragen einsehen. »Unseren Partnerunternehmen ermöglichen wir durch den Zugang zum leasinGo­Portal eine effiziente Abwicklung von Finanzierungsmöglichkeiten mit vorteilhaften Konditionen. Die einfache Handhabung sowie die schnelle Bedienung unterstützt und erleichtert das Projekt­ und Tagesgeschäft – wir sehen hier einen großen Mehrwert für unsere Partner«, betont Nordanex­Geschäftsführer Christian Weiss. T

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TITELBILDER Craco, Collage: Pexels/Brigitte Weixler, Dan Windhorst/Martin Stollberg/Bosch Rexroth

IVW angeschlossen ISSN 1439­5592 Alle Rechte vorbehalten. © Layout/Layout­Konzept: Thomas Schürger Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 24 vom 1. Januar 2021. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Jahresabonnements können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate vor Ablauf des Bezugs­ zeitraums) schriftlich beim Verlag gekündigt werden. Das Jahresabo kostet 55,– € (11 Ausgaben, eine Doppelnummer) inkl. MwSt. und Versandkosten; bei Auslandslieferung 68,– € inkl. Versand. Einzelpreis: 6,50 Euro (D), 6,65 SFr


REDAKTIONSVERZEICHNIS A – Z . Unternehmen 3M Deutschland GmbH ABUS Kransysteme GmbH Adolf Würth GmbH & Co. KG Arjes GmbH AUSA Center S.L.U. AVANT TECNO Deutschland GmbH B B&R Industrie-Elektronik GmbH bbi – Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e.V. BELL EQUIPMENT (DEUTSCHLAND) GMBH Albert Berner Deutschland GmbH BGL – Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. Ferdinand Bilstein GmbH + Co. KG BKT Europe Srl Blåkläder Deutschland GmbH BMAir Deutschland GmbH & Co. KG Bohnenkamp AG Bollé Safety EMEA Bomag GmbH Bosch Rexroth AG Bott GmbH & Co. KG Bridgestone Europe NV/SA Niederlassung Deutschland Bucher Hydraulics AG C C. Christophel Maschinenhandel Vermittlungen GmbH Case Construction – CNH Industrial N.V. Continental Reifen Deutschland GmbH Coreum GmbH Die Baumaschinenwelt Cosuno Ventures GmbH CRACO GmbH Cummins Ltd. D Johann Demmler KG Fahrzeugbau Deutscher Abbruchverband e.V. Deutz AG Digando GmbH DMS Technologie GmbH DOLL Fahrzeugbau GmbH Doosan Bobcat EMEA Doppelmayr Transport Technology GmbH Doppstadt Umwelttechnik GmbH E ENGEL WORKWEAR engcon Germany GmbH EPIROC Deutschland GmbH ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH F F-Truck Deutschland GmbH Fischer-Jung GmbH Fitzner GmbH & Co. KG Flanders Inc. Flexcavo GmbH Flexco Europe GmbH Ford Werke GmbH Friedrich Münch GmbH & Co. KG FRISTADS AB FRUTIGER Company AG G Geda GmbH Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG GEMAC Chemnitz GmbH Goldhofer Aktiengesellschaft Friedrich Graepel AG H HAIX-Schuhe Produktions- und Vertriebs GmbH Heinz Schutz GmbH Henle Baumaschinentechnik GmbH A

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Ort Neuss Gummersbach Künzelsau Leimbach Hamm Eppertshausen Bad Homburg Bonn Alsfeld Künzelsau Bad Honnef Ennepetal Seregno Ratingen Arnsberg Osnabrück Villeurbanne Boppard Lohr a. Main Gaildorf Bad Homburg Frutigen Lübeck London Hannover Stockstadt Berlin Atzelgift Darlington Wertingen Köln Köln Dornbirn Fürth Oppenau Dobris Wolfurt Velbert Haderslev Wertheim Essen Essen Crailsheim Krefeld Preußisch Oldendorf Evansville Berlin Rosenfeld Köln Mühlacker Borås Winterthur Asbach-Bäumenheim Oberstdorf Chemnitz Memmingen Löningen Mainburg Kirchlinteln Rammingen

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Frohe weiHnachten und ein gutes neues Jahr Herzliche Weihnachtsgrüße vom SBM-Team, das kostümiert im Stil der »Goldenen Zwanziger« schon das Jubiläum im Blick hat, das der SBM Verlag im Jahr 2022 feiert. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familienangehörigen sowie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein schönes Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr. Gleichzeitig bedanken wir uns bei Ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten. Das Foto ist unter Einhaltung der 3G-Regeln entstanden.

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Unternehmen

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Hiab Germany GmbH Hilti Deutschland AG Holp GmbH Honeywell Safety Products Akademie KCL GmbH Horton Europe GmbH & Co.KG HS-Schoch GmbH & Co. KG Hüffermann Transportsysteme GmbH Humbaur GmbH Husqvarna Deutschland GmbH Hydrema Baumaschinen GmbH Hymer-Leichtmetallbau GmbH + Co. KG Hyundai Construction Equipment Europe Hyundai-Doosan – Doosan Infracore Europe B.V. igus GmbH IVECO Magirus AG Japet Medical Devices JCB Deutschland GmbH JSP Safety GmbH KEMROC Spezialmaschinen GmbH Kiesel GmbH Kleemann GmbH Kobelco Construction Machinery Europe B.V. Jürgen Kölsch GmbH Kögel Trailer GmbH Kohler Lombardini SRL Komatsu Germany GmbH KOMPTECH GmbH Krause-Werk GmbH & Co. KG KUBOTA Baumaschinen GmbH Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH leasinGo GmbH Lehnhoff Hartstahl GmbH Liebherr France SAS Liebherr-International Deutschland GmbH Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH Linde Hydraulics GmbH & Co. KG Lindner-Recyclingtech GmbH Litz Konfektion GmbH MAN Truck & BUS Manitou Group Martin GmbH Mascot International A/S Max Wild GmbH MB Deutschland GmbH MBI Deutschland GmbH Messe A+A – Messe Düsseldorf GmbH Metso Outotec Corporation Mittelmann Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG ML Reifen GmbH Moba Construction Solutions GmbH mobiheat GmbH Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH MOTAIR Turbolader GmbH MTS Schrode AG Munk GmbH NEMETSCHEK SE Neuenhauser Maschinenbau GmbH Nordanex Systemverbund GmbH & Co. KG Palfinger GmbH Paschal-Werk G. Maier GmbH Peter Greven Physioderm GmbH PETZL DEUTSCHLAND GMBH Pfreundt GmbH Wägesysteme Prinx Chengshan Tire Europe GmbH Probst GmbH QUANTRON AG Rädlinger Maschinen und Stahlbau GmbH Renault Trucks – Volvo Group Trucks Central Europe GmbH Rockster Austria International GmbH Rokbak Rolls-Royce Power Systems AG Rototilt Group AB RUBBLE MASTER HMH GmbH RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH Sany Europe GmbH SBM Mineral Processing GmbH SC Johnson Professional GmbH Scania Deutschland GmbH Schmitz Cargobull AG Wilhelm Schwarzmüller GmbH Seiz Industriehandschuhe GmbH Singer Frères SAS Sir Safety System Deutschland GmbH Sitech Deutschland GmbH SKECHERS USA Deutschland GmbH Skylotec GmbH Söndgerath Pumpen GmbH Steelwrist Deutschland STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG Swecon Baumaschinen GmbH Terberg Deutschland GmbH Thinkproject – tp Holding GmbH Thoben Antriebs und Filtertechnik GmbH Trackunit ApS Trans Cargo Lifter e. K. Trimble Germany GmbH TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH TÜV NORD Bildung gGmbH UVEX ARBEITSSCHUTZ GmbH Volvo Construction Equipment Germany GmbH Volvo Group Trucks Central Europe GmbH Wacker Neuson SE WD-40 Company Ltd. Zweigniederlassung Deutschland Webfleet Solutions Wirtgen INTERNATIONAL GmbH Würth MODYF GmbH & Co. KG Zandt Cargo Zemmler Siebanlagen GmbH Zeppelin Baumaschinen GmbH Zeppelin Rental GmbH & Co. KG Zeppelin Systems GmbH ZF Friedrichshafen AG

146 DEZEMBER 2021 – JANUAR 2022

Seite 13 15 139 100 112 33, 125, 139 13, 130 131 88 26 101 14, 19, 74 14, 76 118 124 102 21 99 34 22 55 22, 84 52 15 114 15, 72 60 102 12 15, 46, 57 144 29, 95 80 12, 18, 80 80 108 59 103 114, 124 13 34 101 68 94 92 98 58 103 120 35 13 56 14 143 99 13 63 144 38 13, 42 101 102 35, 78 120 142 132 32 124 53 72 115 14 48 40 73 21, 64 25, 44 102 114 142 13, 130 103 103 100 139 101 99 144 30, 96 14 143 126 135 143 135 126 139 118 141 100 18, 70 36 27 15 41, 130 23 100 130 43 19, 82, 139 28 15 113

Ort Schenefeld Kaufering Murrhardt Eichenzell Schweinfurt Lauchheim Neustadt (Dosse) Gersthofen Niederstotzingen Weimar Wangen Tessenderlo Prague Köln Unterschleißheim Loos Frechen Düsseldorf Hämbach Baienfurt Göppingen Almere Heimertingen Burtenbach Reggio Emilia Hannover Frohnleiten Alsfeld Zweibrücken Friolzheim Bissendorf Baden-Baden Colmar Biberach an der Riß Bischofshofen Aschaffenburg Spittal/Drau Mauerkirchen München Ancenis Ludesch Silkeborg Berkheim München Dresden Düsseldorf Helsinki Velbert Wallenhorst Elz Friedberg-Derching Willich Köln Hayingen Günzburg München Neuenhaus Overath Ainring Steinach Euskirchen Geretsried Südlohn Darmstadt Erdmannshausen Gersthofen Cham München Neumarkt i. M. Motherwell Friedrichshafen Vindeln Linz Aalen Essen Bedburg Oberweis Krefeld Koblenz Horstmar Freiberg Metzingen Loon Plage Köln Oberhausen Dietzenbach Neuwied Essen Hamburg Dieburg Ratingen Hamburg München Weyhe Aalborg Hamfelde Lbg. Raunheim Wenden-Gerlingen Recklinghausen Fürth Ismaning Ismaning München Bad Homburg Leipzig Windhagen Künzelsau-Gaisbach Tirschenreuth Garching Berlin Friedrichshafen Friedrichshafen Friedrichshafen

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Volvo L25 B, 2006 Yanmar V80, 2021 Ketten-, Mini- und Mobilbagger Atlas 1305M, 2005 Atlas 1805M, 2002 CAT 231 DLC, 1991 CAT 302.7 DCR, 2014 CAT 303.5 ECR, 2020 CAT 320 EL, 2016 CAT 321 C LCR, 2004 CAT 324 E LN, 2012 CAT 326 FLN, 2019 CAT 336 DLN, 2011 CAT 352 F, 2015 CAT 385 CFS, 2010 CAT M316D, 2010 Doosan DX 140 LCR-3, 2015 Doosan DX 160 W, 2012 Doosan DX 190 W-5, 2019 Doosan DX 490 LC-3, 2013 Hitachi ZX 250 LCN-3, 2007 Hitachi ZX 350 LCN-3, 2006 Hyundai HW 160, 2017 Hyundai HX 235 A LCR, 2021

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MOBILE AUFBEREITUNGSTECHNIK

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Baujahr: 2019/Betriebsstunden: ca. 1.450 • Aufgabeeinheit: ca. 2,0 m3, Vibrorinne • Prallbrecher: Einlauf 760 x 600 mm, Releasesystem zur Blockadenbeseitigung • Austragsband: Gurtbreite 800 mm, Abwurfhöhe ca. 2.730 mm, hydraulisch klappbar • Antrieb: JD Dieselmotor (Konstantdrehzahl) Typ 4045HFG82, 115 kW, Stufe IIIa • Funkfernbedienung zur Steuerung der Anlage CITYEQUIP CitySkid 7V4 – Containermobiler Backenbrecher Baujahr: 2006/Betriebsstunden: ca. 5.500 • Aufgabeeinheit: ca. 3,0 m3, Einlauftrichter: 3.500 x 2.000 mm • Backenbrecher: Typ DCJ 700 x 500 Einlauföffnung 700 x 500 mm • Austragsband: Gurtbreite 800 mm, Gurt: EP 400, 4:2, Abwurfhöhe ca. 2.800 mm • Antrieb: JD Dieselmotor Typ 4045 TF 258, 80kW • Containergestell in geschweißter Profilstahlbauweise • Transporthöhe mit 3-Achs-Haken: 2.689 mm POWERSCREEN MT960 – Raupenmobiler Einschwingen-Backenbrecher Baujahr: 2006/Betriebsstunden: ca. 2.750 • Aufgabeeinheit: ca. 3,6 m3, Vibrorinne • Backenbrecher: Einlauf 900 x 600 mm, Releasesystem zur Blockadenbeseitigung • Austragsband: Gurtbreite 800 mm, Abwurfhöhe ca. 2.900 mm, hydraulisch klappbar • Antrieb: CAT Dieselmotor, Typ 3126, 131 kW • Kabelfernbedienung zur Steuerung der Anlage TELESTACK LF520 – Haldenförderband mit Aufgabetrichter Baujahr: 2021/Betriebsstunden: ca. 100 • Aufgabeeinheit: ca. 7,0 m3 • Trichteröffnung: 4.000 x 2.680 mm (L x B) • Austragsband: Achsabstand: 4,0 m, Gurtbreite 1.200 mm • Steigförderband: Achsabstand: 20,0 m, Gurtbreite 1.200 mm • Antrieb: Dieselmotor Caterpillar C3.6 mit 74,5 k /Stufe V • Kabelfernbedienung zur Steuerung der Anlage

RUBBLE MASTER RM90GO – Raupenmobiler Prallbrecher Baujahr: 2020/Betriebsstunden: ca. 1.100 • Aufgabeeinheit: ca. 2,6 m3, Vibrorinne • Prallbrecher: Einlauf 860 x 650 mm, Releasesystem zur Blockadenbeseitigung • Austragsband: Gurtbreite 800 mm, Abwurfhöhe ca. 2.950 mm, hydraulisch klappbar • Antrieb: JD Dieselmotor (Konstantdrehzahl) Typ 6068HFG82, 194 kW, Tier 3/Stufe IIIa TEREX Ecotec TTS520-3 – Radmobile Trommelsiebanlage Baujahr: 2015/Betriebsstunden: ca. 1.000 • Aufgabeeinheit: ca. 4,5 m3 (gehäuft), Abzugsband stufenlos regelbar, Bandbreite 1.280 mm • Scheibensieb: Hardox-Verschleißauskleidung, Seitenwände erhöht • Siebtrommel: Länge 5.150 mm, Durchmesser 2.000 mm, 4-fach Antrieb • Feinkornband: Austragslänge 5,0 m, Gurtbr. 1.000 mm, Abwurfh. 3.930 mm • Überkornband: Austragslänge 5,0 m, Gurtbr. 1.000 mm, Abwurfh. 3.280 mm • Fahrgestell: 2-Achs-Zentralachsanhänger für 80 km/h gem. StVZO

Jürgen Kölsch GmbH • Wildspitzstraße 2 • 87751 Heimertingen • Tel. 08335 98 95 0 • www. koelsch.com


A LONG WAY

TOGETHER

EARTHMAX SR 41 Wie komplex Ihre Anforderungen auch sein mögen, EARTHMAX SR 41 ist Ihr bester Verbündeter, wenn der Einsatz erstklassige Traktion erfordert. Dank der All-SteelRadialstruktur und dem speziellen Blockmuster steht EARTHMAX SR 41 für hervorragende Durchstichfestigkeit sowie ein langes Reifenleben. Neben langen Betriebsstunden ohne Maschinenstillstand bietet der Reifen außergewöhnlichen Komfort. EARTHMAX SR 41 ist BKTs Antwort um den härtesten Einsatzbedingungen bei Transport-, Lade- und Planieranwendungen standzuhalten.

VERTRIEB FÜR DEUTSCHLAND

Dieselstr. 14, 49076 Osnabrück Telefon: +49 (0) 541 121 63-0 Fax: +49 (0) 541 121 63-944 www.bohnenkamp.de



ISTOCK

Ab hier finden Sie die Beilagen Ihrer aktuellen bauMAGAZIN-Ausgabe


• Boden aufbereiten • Deponiekosten sparen • Eigene Gewinne maximieren

Wolf Schaufelseparatoren Terra-Star®


Wellen und Werkzeuge

Die Werkzeuge auf den Wellen sind bewusst aus HX 500 Material gefertigt, da man Kunststoffe nicht aufschweißen kann. Durch das optionale Aufschweißen der Verschleißzonen der HX 500 Scheiben mit Panzerdraht, wird eine Oberflächenhärte von 62 HRc erreicht. So sind die Werkzeuge am besten vor Verschleiß geschützt und können kraftvoll in beide Richtungen drehen, was für die Bearbeitung von bindigem Material unerlässlich ist. Die Möglichkeit, die Werkzeuge aufzuschweißen, reduziert die Betriebskosten, da man bei Verschleiß nicht gleich die Sterne oder Wellen austauschen muss.

Die wichtigesten Werkzeuge Siebwelle

Mischwelle

Zum Absieben und Rückverfüllen von Rohr- und Kanalgräben – wo hoher Durchsatz benötigt wird, speziell bei nasser und bindiger Erde.

Zum Mischen, Sieben und Belüften von Erde sowie zum Zerkleinern von leicht brüchigen Materialien. Hoher Durchsatz auch bei nasser Erde.

Sternscheibe

Mischklötze

Abgerundete Kontur, um ein Beschädigen und Zerkleinern zu vermeiden.

Kantige Kontur zum Zerkleinern und Aufschließen von Erdklumpen und Steinen.

Werkzeugvariationen für besondere Einsätze Pentascheibe

Blockscheibe

Siebstern aus PUR

Kreuzscheibe

Zum Feinabsieben von rieselfähigem Material und trockener Erde. Mit dieser Scheibe wird das Material weniger zerkleinert. Auch geeignet zum Absieben von steinigem Material wie Schotter, Kies, Basalt etc. Für den schonenderen Umgang mit Materialien, die nicht beschädigt werden sollen.

Zum Mischen und Zerkleinern, belüftet das Material, geeignet für Kompost und Flüssigboden. Hoher Durchsatz auch bei nasser Erde.

Geeignet zum Zerreißen von Grasnarben und Zerkleinern von Lehm, Torf, Kompost etc.


Gründe für den Einsatz von Separatoren • Zurückgehender Deponieraum • Dadurch steigende Deponiekosten • Transportkosten zur Deponie entfallen weite Fahrwege, Kraftstoffkosten, Straßengebühren, Personaleinsatz • Unabhängig von Deponieöffnungszeiten • Belastetes Material auf der Baustelle belassen • Bodengutachten reduzieren • Material wird auf der Baustelle oder auf dem Lagerplatz zum Bodenbaustoff • Material kann auf engen Baustellen aufgearbeitet werden • Ressourcen werden geschont, durch Wiederverwendung des Abfallbodens • Umweltbewusster Umgang mit Kraftstoff durch weniger Abtransport von Abfallböden und Anfahren neuen Bodens • Steigende Anforderungen der Auftraggeber Material auf der Baustelle aufzubereiten • oder einfach nur, weil Absieben, Bodenaufbereitung und -verbesserung Sinn macht!

Anwendung • • • • • • • • •

Absieben Mischen Belüften Trennen Boden stabilisieren Boden aufbereiten Separieren Zerkleinern Aufschließen

Niedernberger Str. 10, 63741 Aschaffenburg und Siemensstr. 2, 63843 Niedernberg

Tel.: 06021 444 75 50 Email: info@wolf-vt.de www.wolf-vt.de


Die Merkmale von Wolf Schaufelseparatoren

Lager und Antrieb Wartungsfrei Geschlossene und dauergeschmierte Lager, Ketten sind durch Fließfett geschmiert. Die hochwertigen Stahlketten sorgen für die bestmögliche Kraftübertragung. Bagger und Radlader kombiniert anbaubar Alle Separatoren sind kombiniert am Bagger und Radlader anbaubar.

Sicherer Transport Integrierte Ösen erleichtern ein einfaches und sicheres Verzurren beim Transport auf den Straßen. Patentierte Wellenkupplung Ermöglicht ein einfaches und dadurch schnelles Aus- und Umbauen der Wellen. Es müssen keine Lager oder Ketten demontiert werden. Anordnung der Wellen Die Wellen sind in einem Winkel von 15° zueinander angeordnet. Dadurch entsteht eine Rundung, die das Material in eine rotierende Bewegung bringt. Anordnung der Siebscheiben auf den Wellen Die Scheiben sind spiralförmig auf den Wellen angeordnet, somit sind nicht alle Scheiben voll im Eingriff. Dadurch läuft die Maschine bei schweren oder nassen Böden leichter an. Mischwellen Zum Aufschließen und Zerkleinern von leicht brüchigen Materialien. Siebwellen In unterschiedlichen Trennabständen zum Absieben. Schockventil Das Schockventil führt bei einer Blockade der Wellen das Hydrauliköl der Druckseite in den Rücklauf. Das verhindert Schäden und vorzeitigen Verschleiß an der Lagerung sowie am Antrieb. Hydraulikmotoren In allen unseren Separatoren verwenden wir Hydraulikmotoren von Parker, die zu den renommiertesten Herstellern gehören. Bis zur Compactline-Reihe sind Motoren eingesetzt, die ohne Leckölanschluss auskommen, wofür Parker ein Patent besitzt. In der Powerline-Reihe verwenden wir Radialkolbenmotoren, die mit dem ersten Tropfen Öl beim Anlaufen ihr volles Drehmoment erreichen (2400 Nm/Motor). Ab der TSP.184 sind zwei Motoren verbaut.


Terra-Star® mit eingebauten Siebwellen

• Separieren von Steinen, Ästen, Wurzeln, Grasnarben, Unrat usw. aus noch brauchbarer Abfallerde für z. B. Oberboden im Galabau. • Das Untermischen von Kompost, Sand, Substrat usw. in einem Arbeitsgang mit dem Absieben ist problemlos möglich. • Absieben von groben Steinen aus der Aushuberde, um z. B. im Straßenbau eine Tragschicht von z. B. einer Körnung 0 - 40 mm wieder Einbauen zu können. • Absieben von Steinen aus vermischter Erde nach einem Abbruch. • Aufgeben von verklumpter Erde auf eine Siebanlage reduziert den Abfall, erhöht den Durchsatz.

Terra-Star® mit eingebauten Mischwellen

• Untermischen von Kalk oder Mischbindern zum Trocknen der Erde, Vermischen mit Kompost, Sand, andere Böden usw. bei gleichzeitigem Zerkleinern von Erdklumpen. • Belüften, Zerkleinern, Zerreißen, Umsetzen von Biomasse, Bioabfall und Kompost bei gleichzeitigem Trennen von Ästen, Wurzeln usw., die sich nicht zerkleinern lassen. • Zerkleinern von leichtbrüchigen Gesteinen im Bauschutt wie Bims, Ziegel, Poroton, bei gleichzeitigem Separieren der Brocken 0 - 60/80 mm, größere und harte Teile bleiben im Separator. • Aufgeben von verklumpter Erde auf eine Siebanlage reduziert den Abfall, erhöht den Durchsatz.


SINN-OVATIVE Wellenkupplung

Unsere patentierte Wellenkupplung ermöglicht ein einfaches und dadurch schnelles Aus- und Umbauen der Wellen. Es müssen keine Lager oder Ketten demontiert werden. Sie können - ohne großen Aufwand - den Terra-Star jederzeit auf andere Aufgabenstellungen umrüsten. Der Umbau der Wellen dauert, je nach Maschinengröße und Wellenanzahl, zwischen 30 und 120 Minuten.

Terra-Star® heute schon eine Investition in die Zukunft

Die Terra-Star Reihe bietet die größte Auswahl von Wellen und Werkzeugen für Separatoren im Markt, egal, welches - oder wie Sie Ihr Material bearbeiten möchten. Sieben, separieren, mischen, aufschließen, zerkleinern von Erde, Bauschutt, Bioabfällen, Kompost, Biomasse etc., wir finden mit Ihnen zusammen schnell den passenden Separator und „die perfekte Welle“. Sollte sich im Laufe der Zeit die Aufgabenstellung verändern, haben Sie mit dem Terra-Star einen Separator, den Sie zu jeder Zeit so für neue Aufgaben umrüsten können.

Maximal möglicher Durchsatz in jeder Klasse ist kein Zufall Die Anzahl der Wellen im Terra-Star spielt beim Durchsatz eine große Rolle. Je mehr Wellen hintereinander arbeiten, desto länger ist die Bearbeitungsfläche und entsprechend mehr Platz hat das Material sich zu bewegen und aufzulockern. In Verbindung mit der bogenförmigen Anordnung der Wellen im Terra-Star entsteht eine materialumschlagende Drehbewegung. Die bereits erdfreien Störstoffe werden durch die Drehbewegung nach oben gefördert und der Effekt unseres Systems wird umso deutlicher und sinnvoller, je feuchter die Erde ist.


Terra-Star® von GaLaBau bis Deponie breitestes Separatoren-Portfolio im Markt Info & Film

5 Maschinen... TSE.053 / TSE.054 / TSE.074 / TSE.083 / TSE.103 ... für den Garten- und Landschaftsbau, für Bagger ab 1,6 t bis ca. 10 t in dieser Klasse - die größte Auswahl an Separatoren am Markt. 2 Maschinen... TSG.123 / TSG.152 ... für Bagger ab 9 t und Radlader ab 5 t für Unternehmen, die immer wieder größere Mengen zu bearbeiten haben. Eine vergleichsweise geringe Investition versetzt Sie in die Lage, Erde vor Ort mobil aufzubereiten und viel Geld bei Transport- und Deponiekosten zu sparen.

Info & Film

Info & Film

5 Maschinen... TSC.104 / TSC.153 / TSC.154 / TSC.183 / TSC.184 ... für Bagger ab 11 t und Radlader ab 8 t erstaunen durch ihren leistungsstarken Durchsatz und sind auch für den Anbau an Baggern deutlich über 20 t kein Problem.

7 Maschinen... TSP.124 / TSP.153 / TSP.154 / TSP.155 / TSP.184 / TSP.224 ... für Bagger ab 18 t und Radlader ab 10 t, die Powerline-Reihe steht für harte Dauereinsätze auf den Baustellen, Lagerplätzen oder Deponien. gefertigt an einer Werkbank in Deutschland

Info & Film


TSE.053

TSE.054

TSE.074

TSE.083

TSE.103

Bagger

ab 1,6 t

ab 2,2 t

ab 3 t

ab 4 t

ab 6 t

Radlader

ab 1,8 t

ab 2 t

ab 2,2 t

ab 3,5 t

ab 4 t

Schnittbreite

500 mm

500 mm

700 mm

800 mm

1000 mm

Anzahl der Wellen

3 Wellen

4 Wellen

4 Wellen

3 Wellen

3 Wellen

Inhalt

0,12 m³

0,15 m³

0,20 m³

0,30 m³

0,45 m³

Durchsatz / Std.

5 - 7 m³/Std.

6 - 8 m³/Std.

7 - 10 m³/Std.

10 - 15 m³/Std. 16 - 23 m³/Std.

Öffnung

Höhe 450 mm Breite 500 mm Tiefe 500 mm

Höhe 570 mm Breite 500 mm Tiefe 500 mm

Höhe 570 mm Breite 700 mm Tiefe 500 mm

Höhe 650 mm Breite 800 mm Tiefe 750 mm

Höhe 650 mm Breite 1000 mm Tiefe 750 mm

Siebfläche

0,25 m²

0,30 m²

0,40 m²

0,40 m²

0,60 m²

250 kg

290 kg

400 kg

600 kg

Gewicht ohne Adapter 200 kg Hydraulik Motor

130 ccm

130 ccm

130 ccm

195 ccm

195 ccm

Lecköl

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

Arbeitsdruck

170 - 190 bar

170 - 190 bar

170 - 190 bar

200 - 250 bar

200 - 250 bar

Ölbedarf

30 - 40 l/min

30 - 40 l/min

30 - 40 l/min

50 - 60 l/min

50 - 60 l/min

Druck max.

200 bar

200 bar

200 bar

280 bar

280 bar

Schockventil

standard

standard

standard

optional

optional

TSG.123

TSG.152

Bagger

ab 9 t

ab 7 t

Radlader

ab 6,5 t

ab 5 t

Schnittbreite

1200 mm

1500 mm

Anzahl der Wellen

3 Wellen

2 Wellen

Inhalt

0,70 m³

0,55 m³

Durchsatz / Std.

25 - 38 m³/Std. 19 - 29 m³/Std.

Öffnung

Höhe 730 mm Höhe 540 mm Breite 1200 mm Breite 1500 mm Tiefe 800 mm Tiefe 680 mm

Siebfläche

0,80 m²

Gewicht ohne Adapter 905 kg

0,75 m² 740 kg

Hydraulik Motor

405 ccm

335 ccm

Lecköl

nicht nötig

nicht nötig

Arbeitsdruck

200 - 250 bar

200 - 250 bar

Ölbedarf

90 - 120 l/min

75 - 85 l/min

Druck max.

280 bar

280 bar

Schockventil

standard

optional

TSC.104

TSC.153

TSC.154

TSC.183

TSC.184

Bagger

ab 11 t

ab 11 t

ab 14 t

ab 14 t

ab 16 t

Radlader

ab 8 t

ab 8 t

ab 10 t

ab 10 t

ab 12 t

Schnittbreite

1000 mm

1500 mm

1500 mm

1800 mm

1800 mm

Anzahl der Wellen

4 Wellen

3 Wellen

4 Wellen

3 Wellen

4 Wellen

Inhalt

0,85 m³

0,95 m³

1,25 m³

1,20 m³

1,50 m³

Durchsatz / Std.

30 - 45 m³/Std. 34 - 50 m³/Std. 44 - 65 m³/Std. 43 - 62 m³/Std. 52 - 77 m³/Std.

Öffnung

Höhe 880 mm Höhe 730 mm Höhe 880 mm Höhe 730 mm Höhe 880 mm Breite 1000 mm Breite 1500 mm Breite 1500 mm Breite 1800 mm Breite 1800 mm Tiefe 930 mm Tiefe 870 mm Tiefe 930 mm Tiefe 870 mm Tiefe 930 mm

Siebfläche

0,85 m²

1,00 m²

1,30 m²

1,25 m²

1,50 m²

Gewicht ohne Adapter 1200 kg

1200 kg

1450 kg

1500 kg

1600 kg

Hydraulik Motor

500 ccm

500 ccm

500 ccm

500 ccm

500 ccm

Lecköl

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

nicht nötig

Arbeitsdruck

200 - 260 bar

200 - 260 bar

200 - 260 bar

200 - 260 bar

200 - 260 bar

Ölbedarf

150 - 180 l

150 - 180 l

150 - 180 l

150 - 180 l

150 - 180 l

Druck max.

290 bar

290 bar

290 bar

290 bar

290 bar

Schockventil

standard

standard

standard

standard

standard

TSP.124

TSP.125

TSP.153

TSP.154

TSP.155

TSP.184

TSP.224

Bagger

ab 18 t

ab 20 t

ab 23 t

ab 24 t

ab 26 t

ab 32 t

ab 38 t

Radlader

ab 10 t

ab 12 t

ab 12 t

ab 13 t

ab 14 t

ab 17 t

ab 18 t

Schnittbreite

1200 mm

1200 mm

1500 mm

1500 mm

1500 mm

1800 mm

2200 mm

Anzahl der Wellen

4 Wellen

5 Wellen

3 Wellen

4 Wellen

5 Wellen

4 Wellen

4 Wellen

Inhalt

1,50 m³

1,90 m³

1,55 m³

1,85 m³

2,25 m³

2,20 m³

3,00 m³

Durchsatz / Std.

52 - 77 m³/Std. 67 - 96 m³/Std. 55 - 78 m³/Std. 64 - 95 m³/Std. 80 - 122m³/Std. 78 - 120m³/Std. 100-160m³/Std.

Öffnung

Höhe 950 mm Höhe 1150 mm Höhe 790 mm Höhe 950 mm Höhe 1150 mm Höhe 950 mm Höhe 950 mm Breite 1200 mm Breite 1200 mm Breite 1500 mm Breite 1500 mm Breite 1500 mm Breite 1800 mm Breite 2200 mm Tiefe 1270 mm Tiefe 1320 mm Tiefe 1230 mm Tiefe 1270 mm Tiefe 1320 mm Tiefe 1270 mm Tiefe 1340 mm

Siebfläche

1,10 m²

1,40 m²

1,20 m²

1,40 m²

1,70 m²

1,75 m²

2,40 m²

Gewicht ohne Adapter 1850 kg

2050 kg

2100 kg

2300 kg

2500 kg

3100 kg

4100 kg

Hydraulik Motor

450 ccm

450 ccm

450 ccm

450 ccm

450 ccm

2x 450 ccm

2x 450 ccm

Lecköl

notwendig

notwendig

notwendig

notwendig

notwendig

notwendig

notwendig 280 - 300 bar

Arbeitsdruck

280 - 300 bar

280 - 300 bar

280 - 300 bar

280 - 300 bar

280 - 300 bar

280 - 300 bar

Ölbedarf

150 - 200 l

150 - 200 l

150 - 200 l

150 - 200 l

150 - 200 l

200 - 280 l

200 - 280 l

Druck max.

320 bar

320 bar

320 bar

320 bar

320 bar

320 bar

320 bar

Schockventil

standard

standard

standard

standard

standard

standard

standard


DAS KURZ-TEAM – WIR BEWEGEN WAS VOM WECHSEL AUF HYBRIDE BRECHER PROFITIEREN:

JAWMAX

®

MOBILE BACKENBRECHER TECHNISCHE DATEN

JAWMAX 200

JAWMAX 300

JAWMAX 400

JAWMAX 450

JAWMAX 500

Durchsatzleistung [t / h]

bis 250

bis 300

bis 400

bis 450

bis 500

Einlauföffnung [mm]

1 000 x 600

1 000 x 600

1 100 x 700

1 200 x 700

1 080 x 750

Aufgabestückgröße [mm]

950 x 550

950 x 550

1 100 x 650

1 000 x 600

1 050 x 700

Transportabmessung L x B x H [m]

9,5 x 2,5 x 3,1

10 x 2,6 x 3,2

13,7 x 3 x 3,6

14,7 x 2,9 x 3,6

17,1 x 3,2 x 4,07

Mit Optionen L x B x H [m]

14,6 x 3 x 3,2

15,5 x 3 x 3,6

Gewicht [t]

26,2

29,7

39

40

62

Vorabsiebung

integriert

integriert

integriert

separat

integriert

◆ Transportleichtgewicht in seiner Klasse ◆ Hybrid-elektrischer Antrieb

◆ Die größte Brechkammer in seiner Klasse ◆ E infachere Steuerung mit verschiedenen Benutzermodi abhängig von der Erfahrung des Bedieners ◆ M inimierte Stehzeiten aufgrund Fremdkörper-Erkennung mit Quick-Release-Automatik zur Brech-Spaltrückstellung ◆ SBM Crush Control App und Fernwartung serienmäßig ◆ Werkzeuglose Inbetriebnahme

HE C I L T A STA GEN N U R E D FÖR CH ! MÖGLI Kurz Gruppe Ölgrabenstraße 9 71292 Friolzheim Tel: 07044 / 41812 Mobil: +49 151 17113494 h.weber@kurzgruppe.com

www.kurzgruppe.com


DAS KURZ-TEAM – WIR BEWEGEN WAS VOM WECHSEL AUF HYBRIDE BRECHER PROFITIEREN:

HE STAATLIC GEN FÖRDERUN MÖGLICH !

REMAX

®

MOBILE PRALLBRECHER TECHNISCHE DATEN

REMAX 200

REMAX 300

REMAX 400

REMAX 450

REMAX 500

Durchsatzleistung [t / h]

bis 250

bis 300

bis 400

bis 450

bis 500

Einlauföffnung [mm]

960 x 650

1 100 x 760

1 260 x 800

1 260 x 800

1 260 x 840

Aufgabestückgröße [mm]

0 – 500

0 – 700

0 – 800

0 – 800

0 – 1 000

Transportabmessung L x B x H [m]

9,7 x 2,55 x 3

10 x 2,6 x 3,2

13,7 x 3 x 3,6

13,7 x 3 x 3,6

16 x 3,2 x 3,75

Mit Optionen L x B x H [m]

14,5 x 2,8 x 3

14,6 x 3 x 3,2

15,5 x 3 x 3,6

17,5 x 3 x 3,6

17,5 x 3,2 x 3,75

Gewicht [t]

22,8

29,7

39,6

41,8

62

Gewicht inkl. Nachsieb [t]

27

38

49

52

REMAX 600

COMING SOON...

?

◆ Transportleichtgewicht in seiner Klasse ◆ Hybrid-elektrischer Antrieb ◆ Zwei unabhängige Prallschwingen in der Brechkammer ◆ V ibrationsabzugsrinne mit Reinigungsfunktion unter dem Brecherauslass ◆ E infachere Steuerung mit verschiedenen Benutzermodi abhängig von den Kenntnissen des Bedieners ◆ SBM Crush Control App und Fernwartung serienmäßig ◆ Optimaler Materialfluss durch öffnende Übergabestellen ◆ Werkzeuglose Inbetriebnahme


ERSATZTEILE BAUMASCHINEN

Das Magazin, das Sie in Ihren Händen halten, enthält eine Auswahl, die unser Sortiment für Radlader, Dumper und Bagger beschreibt. Den kompletten Zugang zu unseren Produkten erhalten Sie über www.olssonparts.com. Nordeuropas benutzerfreundlichster Online-Shop für Ersatzteile. BAUMAGAZIN OKT 2021


[Miljöbild]

ERSATZTEILE BAUMASCHINEN DIE NACHFRAGE NACH TEILEN FÜR BAUMASCHINEN STEIGT BEI UNSEREN KUNDEN RASANT. WIR HABEN NICHT NUR DIE TEILE AUF LAGER, DIE FÜR TRAKTOR UND BAUMASCHINE GEMEINSAM SIND, SONDERN AUCH EINE STÄNDIG WACHSENDE AUSWAHL AN TEILEN AUSSCHLIESSLICH FÜR BAUMASCHINEN - HAUPTSÄCHLICH FÜR VOLVO, JETZT ABER AUCH EINIGE FILTER UND FILTERSÄTZE FÜR CATERPILLAR, KOMATSU, HITACHI, KOBELCO, WILLE, LUNDBERG UND YANMAR.

2

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

Alle Preise verstehen sich ausschließlich Mehrwertsteuer. Wir behalten uns eventuelle Änderungen und Abweichungen vor.


Ersatzteilen für

VOLVO RADLADER

Motorsatz

Passend für Volvo Radlader L60E, L70E, L90E, Bagger EC160B, EC180B, EC210B u.a. mit Buchsenhöhe 193 mm.

1561,00 €

Art.-Nr. 49729

Entrußersatz

Motorsatz

Passend für Volvo Radlader 4200B, 4300, 4300B, L50 und L70.

Art.-Nr. 56310

Art.-Nr. 46135

Art.-Nr. 44441

1596,00 €

Turbokompressor Borg Warner

Passend für Volvo Radlader L60F, L70F und L90F.

Art.-Nr. BM-11997138

Art.-Nr. 44991

Ölpumpe

Passend für Volvo Radlader L70B, L70C, L90 und L90B.

351,00 €

Art.-Nr. BM-420867

Injektor Bosch

Passend für Volvo Bagger EC140C, EC160C, EC180C, EC210B, Radlader L60F, L70F u.a.

433,00 €

Art.-Nr. 42734

Zylinderlaufbuchsensatz

L60F, L70F, L90F. EC160C, EC210B, EC210C, ECR235C, EW160C, EW180C.

Passend für Volvo Radlader L70B, L70C, L70D, L90C, L90D.

158,00 €

Zylinderlaufbuchsensatz

Passend für Volvo Radlader L110E, L110F, L120E, L120F, Bagger EC240B, ECR305C u.a.

1057,00 €

Ölpumpe Motor

220,00 €

Turbokompressor Garrett

168,00 €

Turbokompressor Borg Warner

Passend für Volvo Radlader L90C, L90D, Bagger EW200, EC200 und EC230B.

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B und Radlader L50E.

Art.-Nr. 41515

Art.-Nr. 47736

619,00 €

Förderpumpe

866,00 €

Förderpumpe

Passend für Volvo EC240B, EC240C, EC290B, EC290C, L110E, L110F, L120E, L120F.

Passend für Volvo Radlader L60F, L70F, L90F, L110E, L110F, L120E und L120F.

Passend für Volvo Radlader L45G, L50G, L60G, L60H, Bagger EC140C, EC140D u.a.

Art.-Nr. 55148

Art.-Nr. 42746

Art.-Nr. 46746

327,00 €

Injektor Delphi

268,00 €

Injektor Bosch

137,00 €

Passend für Volvo Radlader L150F, L180F, L220E und L220F.

Passend für Volvo Radlader L110E, L110F, L120E, L120F, Bagger EC240B, EC240C u.a.

Art.-Nr. 51997

Art.-Nr. 42735

720,00 €

397,00 €

Überströmventil Kraftstoff

Passend für Volvo L150G, L180G, L220G, L250G.

32,10 €

Art.-Nr. 66519

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

3


Ersatzteilen für

VOLVO RADLADER

Einspritzdüse

Einspritzdüse Bosch

Passend für Volvo L25B, L25F, L20B, L20F, L30B, L35B.

Passend für Volvo Radlader L110E und L120E.

Art.-Nr. 62636

Art.-Nr. 54851

47,50 €

Wasserpumpe 3-Schrauben-Riemenscheibe

Passend für Volvo Radlader L40, L40B, L45, L45B, L45F, L50F, L110E, L110F, L120E und L120F.

171,00 €

35,60 €

Wasserpumpe

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L60F, L70E, L70F, L90E, L90F u.a.

127,00 €

Art.-Nr. 42082

Wasserpumpe 4-Schrauben-Riemenscheibe

Passend für Volvo Radlader L40B und L45B.

232,00 €

Ausgleichsbehälter

Thermostat

Passend für Volvo Radlader L40, L45, L40B und L45B.

30,50 €

Art.-Nr. 50072

95,90 €

Art.-Nr. 41058

Ausgleichsbehälter

147,00 €

91,10 €

Art.-Nr. 68088

Kühler

Ölkühler Motor

Riemenspanner

Passend für Volvo Radlader L70B,C,D, L90B,C,D, L120B,C,D, Bagger EC200, EC230B, EW200, EW230B u.a.

126,00 €

Art.-Nr. 40658

Armlehne

Passend für L50C, L60E, L60F, L60G, L60H, L70C, L70D, L70E, L90E, L120F.

408,00 €

Art.-Nr. BM-787767

Art.-Nr. 43894

Art.-Nr. 42084

Passend für Volvo Radlader L50B,C,D,E, L70B,C,D, L90 u.a.

Wasserpumpe

Passend für Volvo Radlader 4300, 4300B, L50, L70 u.a.

Passend für Volvo Radlader L150E, L150F, L180E, L180F, L220E und L220F. Art.-Nr. 43645

Ölkühler

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L70B, L70C, L70D, L90, L90B, L110E, L120B, L120C, L220E u.a.

392,00 €

Art.-Nr. 42813

Ölkühler Getriebe

Passend für Volvo Radlader L90, L90B, L90C und L90D.

Passend für Volvo Radlader L60E, L70F, L90G, Bagger EW160B, EW180C u.a.

Passend für Volvo L60F, L70F, L90C, L90D, L120C, L120D, L150, L180.

Art.-Nr. 59968

Art.-Nr. 46107

Art.-Nr. 66355

807,00 €

4

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

173,00 €

1043,00 €


Ersatzteilen für

VOLVO RADLADER

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Radlader L60E und L70E.

394,00 €

72,00 €

Art.-Nr. 44428

Filtersatz 2000 Stunden

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo Bagger EC140C, EC160C, EC180C, EC210B, EC210C, ECR145C, Radlader L60F, L70F u.a.

414,00 €

Art.-Nr. 44490

Art.-Nr. 44488

Filtersatz 1000 Stunden

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Radlader L60F, L70F und L90F.

Filtersatz 4000 Stunden

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Radlader L150F, L180F und L220F.

Passend für Volvo Radlader L60G, L70G und L90G.

Passend für Volvo L60G, L70G, L90G.

Passend für Volvo Radlader L110G und L120G.

Art.-Nr. 46730

Art.-Nr. 50319

Art.-Nr. 50321

Art.-Nr. 50800

575,00 €

Fußbremsventil

Passend für Volvo Radlader L50B,C,D,E, L70B,C,D, L120E,F, L150E,F, L180E,F u.a.

1294,00 €

Art.-Nr. 44570

Bremsklotz

Passend für Volvo Dumper A25B, A25C, A30, Radlader L70, L90, L90B u.a.

34,20 €

Art.-Nr. BM-6630406

198,00 €

Fußbremsventil

Passend für Volvo Radlader L90C, L90D, L120C, L120D, L150, L150C, L150D, L180, L180C und L180D.

1687,00 €

418,00 €

Bremskolben hinten ohne Löcher für Federn

Bremsdruckspeicher

112,00 €

Art.-Nr. BM-11173688

Bremslamelle hinten

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L70G, L90E u.a.

Passend für Volvo Radlader L60E, L60F, L70D, L70E, L70F, L90E und L90F.

Art.-Nr. 42888

Art.-Nr. QX40442

230,00 €

Art.-Nr. 45781

Passend für Volvo Radlader L30, L50, L60E, L70D, L70E, L70F, L90E u.a.

385,00 €

Bremslamellensatz

106,00 €

Handbremsklötze paarweise

Passend für Volvo Radlader L70B und L70C.

Passend für Volvo L60E, L60F, L70E, L70F, L90D, L90F.

Art.-Nr. 40444

Art.-Nr. 40445

287,00 €

49,80 €

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

5


Ersatzteilen für

VOLVO RADLADER

Rückleuchte LED 24V eingebauter Widerstand

LED als Alternative zu Rücklicht mit Glühlampen. Passend für Volvo Radlader L20B, L25B, L50D, L50E, L60E, L60F, L90F, L180E, L180F u.a.

118,00 €

Passend für u.a. Volvo L60E, L70E, L90E, L110E & L120E.

49,30 €

Art.-Nr. 42428

113,00 €

Hauptscheinwerfer LED rechts/ links

LED-Universalscheinwerfer, mit Fern-/Abblendlicht und Blinker. Elektrisch beheizte Linse. 12/24V

136,00 €

Anlasser 24 V 5,4 kW

Passend für Volvo Radlader L70C, L70E, L90D, L90E, L110E, L120E u.a.

490,00 €

Art.-Nr. 60731

Art.-Nr. 47015

Art.-Nr. 55169

Hauptscheinwerfer rechts

Zündschloss

Passend für Volvo Radlader L60F/G, L70F/G, L90F/G und Dumper A25F, A30F, A35F u.a.

Hauptscheinwerfer rechts

Aktualisiertes Design. Passend für Volvo Radlader L60E, L60F, L70E, L70F u.a.

94,80 €

Art.-Nr. 57039

Art.-Nr. 60122

Zündschlosssatz

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L70C, L120B, L150C, Dumper A25C, A25D, A35 u.a.

49,80 €

Art.-Nr. 40946

Kraftstoffgeber

Passend für Volvo Radlader 4200B, 4300B, L50, L50B, L50C und L70.

251,00 €

Art.-Nr. 40686

6

Kraftstoffgeber

Rückleuchte rechts oder links

Passend für Volvo Radlader L20B, L25B, L50D, L50E, L60E, L60F, L90F, L180E, L180F, Bagger EW140, EW160, EW200 u.a.

18,30 €

Art.-Nr. 42425

Gaspedal

Schalter Parkbremse

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L60G, L70F, L70G, L90E, L120E u.a.

Passend für Volvo Radlader L60F, L70F, L90F, L110F, L120F u.a.

Passend für Volvo L110F, L120F, L150F, L180F, L220F, L350F, L60F, L70F, L90F.

Art.-Nr. 42829

Art.-Nr. 57088

Art.-Nr. 56476

148,00 €

Temperaturgeber Kühlsystem

Passend für Volvo Radlader L50D, L50E, L60E, L70B, L70C, L70D, L70E, L90B, L90C, Dumper A25D, A25E, A30D u.a.

67,50 €

Art.-Nr. 40664

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

442,00 €

Gangwahlhebel Steuerhebel

34,40 €

Gangwahlhebel Steuerhebel

Passend für Volvo Radlader L60F, L60G, L70F, L70G, L90F, L90G, L110F, L120F u.a.

Passend für Volvo Radlader L60E, L70B,C,D,E, L90B,C,D,E, L120B,C,D,E u.a.

Art.-Nr. 42834

Art.-Nr. 41012

207,00 €

183,00 €


Ersatzteilen für

VOLVO DUMPER

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo A25E,F, A30E,F, A35D,E,F, A40D,E,F, L150F, L180F.

117,00 €

Art.-Nr. 45622

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Dumper A25F.

732,00 €

Art.-Nr. 46689

Wasserpumpe

Passend für Volvo Radlader L70B,C,D, L90B,C,D, L120,B,C,D, Dumper A25, A25B, A25C u.a.

213,00 €

Filtersatz 1000 Stunden

Passend für Volvo Dumper A25E.

Art.-Nr. 45623

Art.-Nr. 45624

344,00 €

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo Dumper A20C und A25C.

67,40 €

Art.-Nr. 45621

Wasserpumpe Ladeluftkühler

Passend für Volvo Dumper A20C und A25C.

282,00 €

Art.-Nr. 42823

Art.-Nr. BM-20575653

Ölkühler Motor

Passend für Volvo Dumper A25D, A30, A30C, Radlader L150, L150C, L150D, Bagger EC330B, EC360B u.a.

516,00 €

Art.-Nr. 43231

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Dumper A25E und A30E.

Filtersatz 1000 Stunden

Passend für Volvo A25F, A30F.

229,00 €

739,00 €

Art.-Nr. 46688

Filtersatz 500 Stunden

Filtersatz 1000 Stunden

Passend für Volvo A25D, A30D.

Passend für Volvo A25D, A30D.

Art.-Nr. 50778

Art.-Nr. 50780

101,00 €

Thermostat 82 °C

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A25F, A30D, A30E, Radlader L150E, L150G u.a.

46,60 €

Art.-Nr. 46188

484,00 €

Ölkühler Motor

Passend für Volvo Dumper 5350B, A25C, Radlader L90C, L90D, L120, L120B, L120C, Bagger EC200, EC230B, EW200, EW230B u.a.

524,00 €

Art.-Nr. 55301

Motorsatz

Passend für Volvo Dumper A25C.

941,00 €

Art.-Nr. 56731

Motorsatz TD71

Passend für Volvo Dumper 5350B, A20, A20C, A25, A25B, Radlader L120 und L120B.

1014,00 €

Temperaturgeber EGR

Passend für Volvo A25F, A30F.

90,50 €

Art.-Nr. 66536

Art.-Nr. 38737

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

7


Ersatzteilen für

VOLVO DUMPER

Entrußersatz 2x3 Zylinder

Passend für Volvo A20C, A25C.

180,00 €

Art.-Nr. BM-11997122

Turbokompressor Garrett

Schalldämpfer

Auspuffschlauch Ladeflächen-Erwärmung

Passend für Volvo Dumper 5350, 5350B, A20C, A25, A25B und A25C.

Passend für Volvo A25C, A25D, A25E & A25F.

Art.-Nr. 40847

Art.-Nr. 41997

549,00 €

Förderpumpe

498,00 €

Auspuffkrümmer vorn

Passend für Volvo Dumper 5350B, A20, A25, A25B, A25C, Radlader L120, L120B, L120C u.a.

193,00 €

Art.-Nr. 43519

Förderpumpe

Gaspedal Fußhebel

Passend für Volvo Radlader L120B, L120C, L120D, Dumper A20C und A25C.

Passend für Volvo Dumper A20C, A25C und Radlader L120C, L120D.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A25F, A30D, A30E, A30F, A35F u.a.

Passend für Volvo Radlader L120B, L150C, L50B, Dumper A25, A25B, A25C u.a.

Art.-Nr. 41512

Art.-Nr. 40403

Art.-Nr. 52014

Art.-Nr. 503-1012

593,00 €

Schutzventil

Passend für Volvo 5350, A20C, A25D, A30C, A30E u.a.

98,50 €

Art.-Nr. 42900

Handbremsventil

148,00 €

Kompressor Bremse

Passend für Volvo A25D, A30D.

836,00 €

Art.-Nr. 61462

Fußbremsventil Retarder ohne Pedal

215,00 €

Handbremsbelag Paar

Passend für Volvo Dumper A20C, A25, A25B, A25C, A30, A30C u.a.

Art.-Nr. 40854

Art.-Nr. 42041

61,90 €

Lüfterflügel Kühler

Passend für Volvo Dumper A20, A25B, A30C, A40 u.a.

Passend für Volvo A25D, A25E, A30D, A30E, A35D, A35E, A40D, A40E.

Art.-Nr. BM-4822431

Art.-Nr. 52572

Art.-Nr. 66574

8

320,00 €

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

Hauptbremszylinder

Passend für Volvo Dumper A20C, A25, A25B, A25C, A30, A30C u.a.

Passend für Volvo Dumper A20C, A25, A25B, A25C, A30, A30C u.a.

130,00 €

91,30 €

279,00 €

104,00 €

Kühler

Passend für Volvo A25D, A25E, A30D, A30E.

2029,00 €

Art.-Nr. 66573


Ersatzteilen für

VOLVO DUMPER

Zapfen Steuerzylinder

Passend für Volvo A25D.

217,00 €

Art.-Nr. 56396

Zahnstangengetriebe Lenkung

Passend für Volvo Dumper 5350B, A20C, A25, A25C, A25D, A25F, A30 u.a.

838,00 €

Art.-Nr. 60458

Schalter Parkbremse

Hauptscheinwerfer innen

Passend für Volvo A25F, A25G, A30F, A30G, A35F, A35G, A40F, A40G.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D, A30E, A35D, A35E, A40D und A40E.

Art.-Nr. 61035

Art.-Nr. 50367

47,80 €

Anlasser 24 V 5,4 kW

61,40 €

Scheibenwischerarm vorn

Dichtungssatz Steuerzylinder

Halterung Kippzylinder/Ladefläche links

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E und A25F.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30C, A30D, A30E, A35D, A35E u.a.

35,20 €

Art.-Nr. 42634

252,00 €

Art.-Nr. 60755

Blinkleuchte vorn

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D und A30E.

22,40 €

Generator 28 V 55 A

Passend für Volvo Dumper A25B, A25C und Radlader L50C, D, L70C, D, L120C, D u.a.

169,00 €

Art.-Nr. 56236

Art.-Nr. 50362

Wischerblatt vorn

Wischermotor

Passend für Volvo Dumper A20, A20C, A25, A25B, A25C, Radlader L50, L70 u.a.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D, A30E, A35D, A35E u.a.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D, A35E, A40D u.a.

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D, A30E, A35D, A35E, A40D und A40E.

Art.-Nr. 45701

Art.-Nr. 45532

Art.-Nr. 45536

Art.-Nr. 45520

410,00 €

Kabinenlüfter

Passend für Volvo Radlader L50E, L60E, L70E, L90E, L120E, Dumper A25C, A25D u.a.

126,00 €

Art.-Nr. 49476

115,00 €

Türhandgriff

Passend für Volvo Radlader 4300B, L30, L50, L70, L90, Dumper A20, A20C, A25B, A25C, A30 u.a.

90,10 €

Art.-Nr. 45458

20,50 €

Rückspiegel mit Heizelement

375,00 €

Gasfeder Heckklappe

Passend für Volvo Dumper A25D, A25E, A30D, A30E, Radlader L120D, L330E u.a.

Passend für Volvo A25, A25B, A25C, A25D, A25E, A25F, A25G, A30D, A30E, A35E.

Art.-Nr. 44280

Art.-Nr. 44353

86,60 €

1070,00 €

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

9


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Filtersatz 1000 Stunden

Passend für Volvo Bagger EC13, EC15, EC15B, EC20 und EC20B.

62,70 €

Art.-Nr. 58696

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Bagger ECR58

174,00 €

Art.-Nr. 50770

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo Bagger EC25 und EC30.

117,00 €

Art.-Nr. 58745

Filtersatz 2000 Stunden

Hydraulikfilter Rücklauf

111,00 €

Art.-Nr. BM-14539482

Wasserseparator

Art.-Nr. 58782

Art.-Nr. 58807

119,00 €

Filtersatz 1000 Stunden

Passend für Volvo EC140C, EC160C, EC180C, EC210C, ECR145C, EC140D, EC160D, EC160E, EC180D, EC180E, EC210C, EC220D.

Art.-Nr. 46741

Art.-Nr. 46740

Kraftstofffilter Spin-on

Passend für Volvo EC140D, EC235C, EC240C, ECR235C, EW140C, L60G, L70G, L90G, L60H, L70H, L90H, L120E, L120F, EC140C, EC140D, EC140E, EC160C, EC160D u.a.

26,40 €

Luftfilter innen

Passend für Volvo EC140B, EC140E, EC160C, EC180D, ECR145E, ECR235C, EW140C, EW140D, EWR150E.

27,40 €

Art.-Nr. 46743

Luftfilter außen

Passend für Volvo EC140E, EC160B, EC160C, EC160E, EC180C, ECR145E, ECR235C, ECR235D, ECR235E, EW140C, EW140D, EW140E, EWR150E.

Wasserabscheider

Schale Wasserabscheider ohne Erhitzung

Passend für Volvo EC15, EC15B, EC20, EC20B, EC25, EC30, EC35, EC45.

Art.-Nr. 62710

Art.-Nr. 42750

Art.-Nr. 66042

10

301,00 €

43,70 €

Passend für Volvo Radlader L60E, L90E, L150E, Bagger EW140B, EW180B u.a.

171,00 €

Filtersatz 2000 Stunden

Passend für Volvo Bagger EC160C, EC180C und EC210C.

Art.-Nr. 187472-A1

Passend für Volvo EC27C, EC35C, EC55B, ECR38, ECR48C, ECR58, ECR88.

36,60 €

145,00 €

102,00 €

Art.-Nr. BM-20805349

Wasserseparator ohne Heizung

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo EC45.

Passend für Volvo EC140C. Enthält die vom Original-Handel empfohlenen Standardfilter zum angegebenen Wartungsintervall.

342,00 €

Passend für Volvo EC140C, EC140D, EC140E, EC210C, EC220D, EC220E, EC235C, EC250D, EC250E, ECR235D, ECR235E, EW140E.

Filtersatz 500 Stunden

Passend für Volvo EC35.

93,00 €

Art.-Nr. P780522

Passend für Volvo Radlader L60F, L60G, L70F, L70G, L90F, Bagger EC140C, EC160D, EW160D u. a.

142,00 €

Art.-Nr. 55129

OLSSON PARTS ERSATZTEILE


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Förderpumpe

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, EC180B, EW145B u.a.

156,00 €

Art.-Nr. 42747

AdBlue-Pumpe Bosch

Passend für Volvo Bagger EC140E, EC160E, EC250E, ECR235E, EW140E, EW160E, Radlader L60H, L70H, L90H, L110H u.a.

1206,00 €

Art.-Nr. 59994

Filter AdBlue Einsatz Bosch

Passend für Volvo Radlader L60H, L70H, L90H, L110H, L120H, Dumper A25F, A25G, Bagger EC140E, EC160E, EC180E, EC220E, ECR145E, EW140E, EW160E u.a.

39,80 €

Filter AdBlue Pumpe

Einspritzschiene Bosch

Dosierventil AdBlue Bosch

Passend für Volvo Bagger EC160C, EC180C, EC210B, EC220D, ECR235D, EW160E, EW180D, EW180E u.a.

Passend für u.a. Volvo EC140E, EC160E, EC220E, ECR145E, EW140E, EW160, L60H, L70H & L90H.

Art.-Nr. 42740

Art.-Nr. 62109

402,00 €

Einspritzpumpe Bosch

384,00 €

Einspritzpumpe Bosch

Passend für Volvo L60H, L70H, L90H, EC140E, EC180E, EC220E, ECR145E, ECR235E, EW140E, EW160E, EW180E.

Passend für Volvo Bagger EC160B, EC180B, EC210B, EW160B Radlader L60E, L70E, L90E u.a.

Passend für Volvo Bagger EC140C, EC140D, EW160C, EW160D, Radlader L60F, L70F u.a.

Art.-Nr. 62110

Art.-Nr. 42727

Art.-Nr. 42729

6,90 €

500,00 €

357,00 €

Art.-Nr. 57655

Einspritzpumpe Bosch

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, Radlader L50E.

176,00 €

Art.-Nr. 55560

Injektor Bosch

Passend für Volvo Bagger EC135B und EC140B.

96,20 €

Art.-Nr. 55526

Injektor Bosch

Passend für Volvo EC140D, EC160D, EC180D, EC220D, ECR145D, ECR235D, EW140D, EW160D, EW180D, L45G, L50G, L60G, L70G, L90G.

531,00 €

Förderpumpe

Passend für Volvo Bagger EC55B, EC55C, EW55B, EC60C, EW60C, ECR58, ECR88 u.a.

95,70 €

Art.-Nr. 52483

Art.-Nr. 55933

Förderpumpe

Glühkerze

Passend für Volvo Bagger EC15, EC20, EC25, EC35, EC45 u.a.

Passend für Volvo Bagger EC25, EC30, EC35, EC70 u.a.

Art.-Nr. 55898

Art.-Nr. 54097

62,40 €

35,40 €

Kraftstoffregler Bosch

Ventil und Drucksensor Satz

Passend für Volvo Bagger EC160D, ECR145C, EW160D, Radlader L60F, L70F u.a.

Passend für Volvo Bagger EC160D, EC180C, EC210B, ECR145D Radlader L60F, L70F

Art.-Nr. 42741

Art.-Nr. 42742

397,00 €

130,00 €

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

11


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Turbokompressor Borg Warner

Passend für Volvo Radlader L60E, Bagger EC160B, EC180B, EC210B, EW160B und EW180B.

885,00 €

Turbokompressor

Passend für Volvo EC240B, EC240C, EC290B, EC290C, EC300D, ECR305C.

1329,00 €

Art.-Nr. 52165

Art.-Nr. 41517

Wasserpumpe

Passend für Volvo EC140D, EC140E, EC160E, EC180D, EC220E, ECR145D, ECR235E, EW140D, EW160D, EW160E, L60G, L70H, L90G, L90H.

337,00 €

Art.-Nr. 57845

Heizelement Vorerwärmung

Wasserpumpe

Passend für Volvo Bagger EC140B, EC140C, EC210B, EC210C, ECR145C, ECR235C, Radlader L60E, L70F, L90G u.a.

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC140C, EC160B, EC160C, EW140B, EW140C u.a.

Art.-Nr. 58307

Art.-Nr. 46056

208,00 €

Kühlerschlauch Kühler/Thermostat

189,00 €

Art.-Nr. 67454

127,00 €

Kühlerschlauch Kühler/Wasserpumpe

Passend für Volvo EC15, EC15B, EC20, EC20B.

Passend für Volvo EC13, EC15, EC15B, EC20, EC20B.

Art.-Nr. 64061

Art.-Nr. 64063

55,50 €

Wasserpumpe

Passend für Volvo EC70, EW70

46,10 €

Thermostat

Passend für Volvo EC140D, EC160D, EC180D, EC220E, EC235D, ECR145D, ECR235D, EW140D, EW160D.

54,40 €

Art.-Nr. 63848

Wasserpumpe

Passend für Volvo Bagger EC13, EC14, EC15, EC15B, EC20 und EC20B.

179,00 €

Art.-Nr. 55144

Kühler

Passend für Volvo EC13, EC15, EC15B, EC20, EC20B.

1005,00 €

Art.-Nr. 66081

Ausgleichsbehälter

Passend für Volvo EC55, EC55B, EC55C, EC60C, ECR58 & ECR88.

25,70 €

Art.-Nr. 63653

NEW

Ausgleichsbehälter

Passend für Åkerman EC/ EW200, EC/EW230, EC/ EW230B, EC300.

164,00 €

Art.-Nr. 66099

12

Schalldämpfer

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, EC180B und EC210B.

573,00 €

Art.-Nr. 60026

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

Schalldämpfer

Schalldämpfer

Passend für Volvo Bagger ECR58 und ECR88.

Passend für Volvo EC240B, EC290B & EC290C.

Art.-Nr. 55617

Art.-Nr. 62450

433,00 €

442,00 €


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Windschutzscheibe

Frontscheibe unten

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, EC180B, EC210B, EW140B, EW145B, EW160B u.a.

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, EC180B, EC210B, EW140B, EW145B u.a.

Art.-Nr. 45928

Art.-Nr. 45927

164,00 €

120,00 €

Windschutzscheibe geteilt oben

Passend für mehrere Volvo Bagger der Serien C, D und E.

262,00 €

Art.-Nr. 44817

Türschloss innen

Passend für Volvo EC140C, EC140D, EC140E, EC180C, EC180D, EC180E, EC210C, EC220D, EC240C, ECR14E, ECR235E, EW140C, EW160D, EW180E.

52,80 €

Art.-Nr. 62585

NEW

Bowdenzug Sicherheitsverriegelung Tür

Passend für Volvo Bagger Cund D-Kabine.

13,50 €

Art.-Nr. 69516

Lüftermotor 24 V

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC140C, EC140D, EC160B, EC160C, EC160D u.a.

180,00 €

Art.-Nr. 45115

Kondensator Klimaanlage

Passend für Volvo EC140C, EC140D, EC220D, EC330B, EC330C, EC340D, EC360B, EC360C, EC380D, ECR235E.

307,00 €

Art.-Nr. 59520

Gasfeder Motorhaube rechts

Passend für Volvo ECR58, ECR88.

29,10 €

Art.-Nr. 60949

Kompressor Klimaanlage

Passend für Volvo EC140C, EC160C, EC210C, EW140C, EW230C.

306,00 €

Art.-Nr. 56138

Gasfeder Frontscheibe

Passend für Volvo EC140B, EC160B, EC180B, EC210B, EC240B, EC290B, EW140B, EW160B, EW180B.

69,50 €

Art.-Nr. 58130

Rückspiegel

Passend für Volvo Bagger EC55B, EC55C, EC60C, ECR58, ECR88 u.a.

59,90 €

172,00 €

Art.-Nr. 43291

Kabinenmatte 5 Pedale

Kabinenheizkörper Heizung

Passend für Volvo Bagger EC140B, EC160C, EC220D, EC250D, EW140C, EW160D u.a. Art.-Nr. 55578

Kabinenmatte 6 Pedale

Passend für Volvo EC140 C-D-E - EC750 C-D-E.

Passend für Volvo EC140 C-D-E - EC750 C-D-E.

Art.-Nr. 68175

Art.-Nr. 68178

50,90 €

Riemen Wasserpumpe

Passend für Volvo Bagger EC160B, EC180B, EW140B, EW145B u.a.

40,10 €

Art.-Nr. 46239

50,90 €

Riemenspanner

Passend für Volvo Bagger EC140C, ECR145C, ECR235C, EW210C, Radlader L45G, L50G, L60G, L70G u.a.

186,00 €

Art.-Nr. 49725

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

13


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Zeitrelais Abschaltung Motor

Zündschloss

Temperaturgeber Motor

Passend für Volvo Bagger EC13, EC15, EC15B, EC20, EC20B, EC25, EC30.

Passend für Volvo EC13, EC15B, EC20B, EC25, EC30, EC35, EC45.

Passend für Volvo Bagger EC13, EC14, EC15, EC15B, EC20, EC20B, EC25, EC30 und EC35.

Art.-Nr. 56439

Art.-Nr. 62317

Art.-Nr. 55143

258,00 €

Zündschloss

39,40 €

Anlasser 12 V 3,0 kW

Passend für Volvo Bagger ECR28, ECR38, ECR58 und ECR88.

Passend für Volvo Bagger EC55, EC55B, EC55C, ECR58, ECR88 u.a.

Art.-Nr. 60376

Art.-Nr. 40026

43,10 €

Generator 28 V 80A 5 Stifte Steckverbindung

192,00 €

Zündschloss

25,20 €

Batterietrennschalter einschließlich Schlüssel

Passend für Volvo Bagger EC55B, ECR58, ECR88, EC140B, EC210B u.a.

94,50 €

Anlasser 12 V 2,0 kW

Passend für Volvo Bagger EC25, EC30 und EC35.

178,00 €

Art.-Nr. 47938

Tankdeckel mit Schlüssel

Passend für mehrere Bagger von Volvo.

52,90 €

Art.-Nr. 43960

Art.-Nr. 49723

Drehzahlwähler

Klimaanlagenpanel

Passend für Volvo Bagger EC140C, 160C, 210C, Radlader L60F, L70F, L90F u.a.

Passend für Volvo Bagger EC55, EC55B, EC140, EC140B, EC140C, EC160B, EC160C, EC210B, EW140B, EW160C u.a.

Passend für Volvo EC140B, EC160B, EC210B, EC240B, EC290B, EC460B, EW140B, EW160B, EW180B.

Passend für Volvo EC140B, EC160B, EC210B, EC290B, EC460B, EW140B, EW160B, EW180B.

Art.-Nr. 44618

Art.-Nr. 45227

Art.-Nr. 62286

Art.-Nr. 62278

256,00 €

Trockner oben

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, EC180B, EC210B, EW140B, EW145B u.a.

206,00 €

Art.-Nr. 44275

14

65,00 €

Wischerblatt oben

Passend für Volvo Bagger EC140D, EC140E, EC160C, EC220D, EC220E, EC250D u.a.

31,20 €

Art.-Nr. 45114

OLSSON PARTS ERSATZTEILE

95,30 €

Scheibenwischerarm

Passend für Volvo EC135B, EC140B, EC160B, EC180B, EC200B, EC210B, EC240B, EW140B, EW145B, EW180B u.a.

94,80 €

Art.-Nr. 45527

379,00 €

Wischerblatt

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B, EC160B, Radlader L50F, L60F, L70F u.a.

16,60 €

Art.-Nr. 43609


Ersatzteilen für

VOLVO BAGGER

Dichtungssatz Bandspanner

Passend für Volvo EC135B, EC140, EC140B, EC160B, EC180C, EC210B, EC240B, EC240C & ECR235C.

32,50 €

Art.-Nr. 49281

Dichtung Schwungkranz

Passend für Volvo Bagger EC140B, EC160C, EC180D, EC220D, EC330B u.a.

134,00 €

Art.-Nr. 54950

Dichtungssatz Stielzylinder

Passend für Volvo EC35, EC45.

49,80 €

Art.-Nr. 62239

Reibungsscheibe Bremse

Passend für Volvo Bagger EW140, EW140B, EW160 und EW160B.

33,30 €

Art.-Nr. 57275

Fettventil Bandspanner

Passend für Volvo EC140, EC140B, EC160B, EC55, EC55B, ECR88.

12,70 €

Art.-Nr. 60930

Kolben Bandspanner

Antriebskranz

Passend für Volvo EC180B, EC180C, EC180D, EC210B, EC210C, EC220D, EC240B, ECR235C, ECR235D & ECR235E.

Passend für u.a. Volvo EC160B, EC160C, EC180B, EC180C, EC210, EC210B & EC210C.

160,00 €

Art.-Nr. 62270

121,00 €

Art.-Nr. 61697

Dichtungssatz Mitteldurchgang

Passend für Volvo EC140C, EC160C, EC160E, EC210C, EC235D, EC250D, ECR145C, ECR235C, ECR305C.

145,00 €

Dichtungssatz Stielzylinder

Dichtungssatz Auslegerzylinder

Passend für Volvo Bagger EC135B, EC140B u.a.

Passend für Volvo EC35 & EC45.

Art.-Nr. 54976

Art.-Nr. 62236

80,60 €

63,70 €

Art.-Nr. 62213

Schutzblech Auslegerzylinder

Passend für Volvo EC27C, EC35, ECR25D, ECR28, ECR38.

38,50 €

Art.-Nr. 63404

Bremsbacke Stück hinten

Passend für Volvo EW130C, EW140, EW140B, EW150C, EW160, EW160B, EW180B, EW200, EW230B.

171,00 €

Speicher Servosystem

Speicher Bremse

EC15, EC15C, EC17C, EC20, EC25, EC35, EC45, ECR28, ECR38, ECR48C, ECR58, ECR88.

Passend für Volvo L45F, L45G, L50F, L50G, EW140, EW140B, EW160, EW160B, EW180B, EW200B.

Art.-Nr. 67677

Art.-Nr. 62589

251,00 €

301,00 €

Bremszylinder Hinterachse

Passend für Volvo EW140, EW140B, EW160, EW160B, EW180B, EW200B.

426,00 €

Art.-Nr. 57264

Art.-Nr. QX54282

ERSATZTEILE OLSSON PARTS

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