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bauMAGAZIN Dezember 2021

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VOR ORT

Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG.

Output an Lösungen vergrößern Entwickelt werden in Ulm vor allem Lösungen mit hohem Software-Anteil. Im ersten Schritt testen die Entwicklungs-Teams des Unternehmens neue Produkte vorerst virtuell und wandeln diese dann in eine Art Basisprodukt ohne vollständig ausgearbeitete Detailfunktionen um – auch Minimum Viable Product (MVP) genannt. Im Anschluss diskutiert Bosch Rexroth dann mit seinen Kunden über den realen Einsatz der jeweiligen Produktidee, um einen möglichst anwendernahen Prototypen auf den Weg zu bringen. Auf diese Weise können fortlaufend neue Erfahrungswerte in die Entwicklung einfließen. Durch diesen stetigen Austausch könne Bosch Rexroth den tatsächlichen Innovationsbedarf weit zügiger und zuverlässiger erkennen. Erklärtes Ziel sei es überdies, die Anzahl erfolgreicher Produkteinführungen künftig mindestens zu verdoppeln und Lösungen schneller in den Markt zu bringen. »Wir glauben langfristig an ein Wachstum und investieren daher in unsere Standorte weltweit – so auch in den TechPark hier in Ulm«, ergänzte Bernd Schunk, Vertriebsleitung der Business Unit Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth. »Ein wichtiger Eckpfeiler unseres Handelns ist und bleibt die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden.«

Ein Universal­Joystick­Griff im Test Ein Ergebnis eben dieser engen Zusammenarbeit ist der neue Joystick-Griff »Sense+«, in dessen Entwicklung die Rückmeldungen zahlreicher Testanwender aus aller Welt eingeflossen sind: Er ist individuell anpassbar und lässt sich auf die jewei-

MARTIN STOLLBERG

Übersichtlich gestaltet und ergonomisch geformt: Die neuen Joystick-Griffe »Sense+« fühlen sich angenehm bei der Bedienung an und lassen hochpräzises Arbeiten zu.

ligen Bedürfnisse des Maschinenführers zuschneiden. Insgesamt sind bis zu 156 Konfigurationen möglich – abgestimmt auf die jeweils zu bedienende Baumaschine. Die Besonderheit des Sticks: »Sense+« warnt den Bediener mit einer Vibrationseinheit, sobald etwa die Baggerschaufel einer Häuserwand oder der eigenen Fahrerkabine zu nahe kommt. Grundlage der Entwicklung war die Frage, wie Maschinenbediener ihre mobilen Maschinen intuitiver, einfacher aber eben auch sicherer steuern können. Das haptische Vibrationsfeedback, die ergonomische Gestaltung des Griffs und die Multifunktionalität des »Sense+« waren laut Bosch Rexroth das Ergebnis. Um zu erfahren, was genau es damit auf sich hat, durften die Besucher Platz im Vorführbagger nehmen und den Joystick ausgiebig testen. Auffällig war die Feinfühligkeit, mit der sich der Bagger steuern ließ und wie hochmoderne Technologie tatsächlich zu einer Mensch-Maschine-Interaktion führen kann, ohne den Bediener in seiner gewohnten Arbeitsweise einzuschränken. »Sense+« ist

»In Ulm bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kunden und Innovationen.« Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

FAKTEN Joystick »Sense+«

> Mit seinem neuen Joystick »Sense+« ermöglicht Bosch Rexroth eine flexible Anpassung an unterschiedliche Anwendungen und Maschinenoptionen. > Zu den charakteristischen Merkmalen zählt der Hersteller eine hohe Bedienerfreundlichkeit und einen zuverlässiger Betrieb auch in rauen Umgebungen. > »Sense+« will die ISO­13849­Sicherheitsanforderungen mit weniger Aufwand erfüllen und erlaubt eine einfache Integration in Maschinensysteme über eine einzige CAN­Schnittstelle. > Zusätzlich zum angenehmen Bedienkomfort durch die ergonomische Gestaltung warnt der Joystick »Sense+« den Maschinenbediener per Vibrationsfunktion, wenn etwa die Baggerschaufel zu nah an ein Hindernis gerät.

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