Snowg liding
Ohn e die Soldaten und Zivilschützer gäbe es kein Lauberhornrennen. Für sie gehören Nachtübungen z um Wengener Alltag.
5.5.: Wie viele freiwillige Helfer waren es früher? F.F.: Früher hatte es etwas weniger Armeeangehörige, doch die freiwilligen Helfer sind immer etwa gleich geblieben. 5.5.: Werden die Leute auch in Zukunft immer noch gratis arbeiten? F.F.: Momentan merken wir noch nichts davon, dass sich das ändern könnte. Wir haben viele junge Menschen im Einsatz, die eine Chance verdienen - deshalb müssen die Alten auch bereit sein, abzugeben. Ich persönlich glaube jedoch, dass in Zukunft Lücken entstehen könnten, denn das Gemeinwesen verändert sich nicht allzu positiv. 5.5.: Woher stammen die Freiwilligen? Sind es immer wieder dieselben Leute? F.F.: Es sind teils dieselben. Sie kommen aus der Region, dem Kanton und aus der ganzen Schweiz. Wir hatten auch einen Deutschen, der als Student angefangen und sicher zwanzig Jahre als stellvertretender Abschnittschef gearbeitet hat; sein Nachfolger in dieser Funktion ist ein Liechtensteiner. Ferner hat eine Basler Fasnachtsgruppe jahrelang an der Kasse mitgewirkt! S. 5.: Wie waren eigentlich die Athleten früher? War das Ganze noch lockerer, gingen sie am Abend vor dem Rennen noch einen trinken? F.F.: Früher war es total anders, da waren die Fahrer auch für die Fans noch greifbarer. Heute sind Alkohol und «Festen» für die Athleten tabu. Früher jedoch gingen einige Fahrer am Abend vor dem Rennen noch jassen, wie Willi Forrer. AdolfMathis ging immer in die Frühmesse. So hat jeder auf seine Weise versucht, die Spannung abzubauen. Auch punkto Material, Training, Kondition, Ernährung sind das gegenüber früher natürlich Welten. Der leider verstorbene Amerikaner Bud Werner kommt mir in den Sinn: Er hat Mitte der Sechzigerjahre den einheimischen Pistenleuten gesagt, sie sollen für ihn eine Abkürzung stampfen; er wollte eng am Tor herunterfahren und so gewinnen. Die Pistenleute haben das jedoch nicht gemacht, aus
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