720 X Laufzeit 720 L 1080 - -- -- = 1080 - Bestzeit B Wenn angenommen wird, dass die erreichbare Höchstpunktezahl 360 beträgt. Von dieser Entwicklung zeitlicl-i nicht viel entfernt, beobachten wir den gewaltigen Aufschwung des sportlichen Skilaufes in Mitteleuropa und vornehmlich in den Alpenländern ; besonders in letzteren Gebieten sehen wir wie die Abfalirtsläufe zu höchster sportlicher Klasse gedeihen. Die Leistungen sowol-il als die Beteiligungsziffern bei Abfahrtsläufen steigen unter unseren Augen über alle unsere Träume hinaus. Aber auch liier zeigen sich in den Gesichtern der Rennleiter neben der Freude über den erstarkenden Sportgeist recht zal-ilreicl-ie, sorgenvolle Stirnfalten : O b die gewaltige Recl-ienarbeit richtig und rechtzeitig geleistet werden kann ? O b keine Verzögerung der Siegerverkündigung eintreten muss ? O b alles fehlerfrei sein wird ? Man beginnt aucli hier nach einem möglichst abgekürzten Verfahren, nach selbsttätiger Beseitigung aller Fehlerquellen, kurz nach einem mecl-ianischen Behelf für die Rechenarbeit Ausschau zu halten, welcher einmalig festgestellt, für alle möglichen Fälle in Zukunft zwangsläufig und rasch zu richtigen Ergebnisse11 führen soll. Diese Aufgabe scheint hier schwieriger zu sein. Es sind docli einesteils, - wie beim Langlauf, - die Laufzeiten reihenmässig zu ordnen und die erzielten Leistungen (Laufzeiten) in Messziffern auszudrüclzen und mit anderen, vollkommen verschieden gearteten Leistungen (Sprungausführung) zu vergleichen; andernteils müssen aber sowohl die aus Abfahrt und Slalom zusammengesetzteii Wettlaufergebiiisse ermittelt, als auch die gerade in den Alpei-iländern so beliebte gleichzeitige Austragung und gemeinsame Bewertung von Langlauf, Sprunglauf und Abfahrtslauf geregelt werden. Für die erstere Kombination (Abfahrt und Slalom) hat die englische Gründliclikeit bald eine ausgezeiclinete Lösung mit Hilfe von Logarithmentafeln gefui-iden, allerdings ohne die angeborene Abneigung der Aelpler gegen die gelehrte Bezeiclinung, gegen den fremdsprachigen und umso gelieimnisvolleren Logarithmus » zu beachten. Trotzdem konnte die englisclie Methode, welche unter eifriger Mitwirkung von Schweizern zustande gekommen war, sicl-i scl-iliesslicl-i allgemein durchsetzen und in einem neuen Kapitel der FIS-Wettlaufordnung über Abfahrt und Slalom Aufnahme finden. Für die Bewertung von zusammengesetzten Rennen aber, bei denen ein Abfahrtslauf oder ein Slalom oder beide in eine gemeinsame Rechnung zusammen mit Sprunglauf oder Langlauf oder mit beiden eingebaut werden soll, gibt es noch keine einheitlichen Anschauungen. So wählte man in Deutschland schon vor Jahren für die Bewertung der Abfahrtsläufe genau die gleiclie, oben erwähnte Grui-idsatzformel, welche für den Langlauf auch international gilt; ja man ging dort später auch bei Abfahrtsläufen zur Anwendung der bestehenden FIS-Langlauftabellen über, indem einfach die erzielten Abfahrtslaufzeiten so oft vervielfacht wurden, bis der Gebrauch der Tabellen möglich war. Freilich wurde dabei übersehen, dass die FISLanglauftabellei-i für Abfahrtsläufe weder geschaffen nocl-i geeignet sind, X =
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