Catalog fukushima GAP lowres

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„Mein Fukushima”e.V.| Die Färberei | München ARTNATIONS 30. April bis 11. Mai 2014

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Artnations e.V. c/o Dr Breitscheidel, Stolzingstr. 6, 81927 M眉nchen Vorsitzende: Frau Dr. L. Breitscheidel info@artnations.org 路 www.artnations.org

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gogyoshi Art Project nl: Info at: http://bit.ly/Gogyosi-info Facebook: http://bit.ly/Gogyoshi-FB


„Mein Fukushima“ | Inhaltsverzeichnis

EinlEitung Mein Fukushima | Eine internationale Kunstausstellung [Dr. L.Breitscheidel] Das schwere Schicksal von Fukushima [M. Santifaller] Der Verlust der Aufrichtigkeit [Dr. R.Cahn] 100 Kunstwerke aus der Welt für Fukushima [C. Itoga] Meine Heimatstadt Fukushima [T. Aizu, S. Starke] Gogyoshi Art Project Ausstellungen in Niederlande [E.Hanssen, F. van Welie]

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DiE tEilnEhMEr Abdolreza Rabeti, Iran Adrian Russell-Davies, Australien Anka Nauta, Niederlande Alena Breitscheidel, Deutschland Anastasia Khokhryakova, Russ. Föderation Anneli di Francis, Finland Carmen Heemels, Niederlande Clara van den Hout, Niederlande Corinna Naumann, Deutschland Damien Blue, Kamerun Dieter Hess, Deutschland Ed Hanssen, Niederlande Emmy Verschoor, Niederlande Fred van Welie, Niederlande Gerda Stevens, Niederlande Gerrit Koster, Niederlande Gonny Geurts, Niederlande Hambarzum Sahakyan, Armenien Hamid Norabadi, Iran Heidi Mühlschlegel, Deutschland Helga van der Poel, Niederlande Igor Prokop, Ungarn Iris v’t Bosch, Niederlande Irma Frijlink, Niederlande Jake Eldridge, USA James Kellogg, USA Jan-Carel Koster, Niederlande Jonathan Benitez, Philippinen Juan Carlos Rubio, Spanien Jürgen Gnass, Deutschland Katrine van Klaveren, Niederlande Keith Morant, Neuseeland Kitty van Dijk, Niederlande Laurence Steenbergen, Niederlande

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Lea Dolinsky, Israel Leon Buz, Russische Föderation Lusine Breitscheidel, Deutschland Maaike Rekers, Niederlande Margriet Verbeek, Niederlande Maria Mur, Russische Föderation Marianne Delmee, Niederlande Marta Valls, Italien Masri Hayssam, Libanon Mirek Antoniewicz, Polen Nani Boronat, Spanien Nikita Knikta, Russische Föderation Oleg Popov, Republik Nordossetien-Alanien Paolo Albanese, Italien Paulo Duarte Filipe, Portugal Prateeksha ‘Saba’ Sharma, Indien Rais Said, Marokko Reen Sanderse, Niederlande Reinhard Fritz, Deutschland Rénoo, Niederlande Rolf Vogt, Deutschland Ryo Kawasaki, Japan Silvia Logi, Italien Sonja Reedijk, Niederlande Steffi Schulz, Deutschland Valery Valius, Russische Föderation Vladimir Kurdukov, Russische Föderation Wolfgang Abfalter, Österreich Yurika Tahara, Japan Yvonne den Hollander, Niederlande Kunstprojekt im Liceo Baldessano Roccati, Carmagnola „Mathematik der Natur?“

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„Mein Fukushima“ | eine internationale Kunstausstellung

Dr. Lusine Breitscheidel (ArtNations e.V.), Kuratorin der Ausstellung „Mein Fukushima“, München

Das thema der Ausstellung ist Fukushima nuklearkatastrophe, die durch verschiedene Perspektiven westlicher, asiatischer, afrikanischer und islamischer Ansichten, die schwere Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima und gravierende Folgen der luft, Böden, Wasser und nahrungsmittel- Kontamination beschreibt. „Mein Fukushima“ ist eine internationale Ausstellung, die circa 100 Werke unterschiedlicher Sparten wie Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie und digitale Grafik, vereinigt. Ausgangspunkt der Ausstellung war die Poesie Gogyoshi aus dem Buch „Mein Fukushima“, geschrieben und veröffentlicht von Taro Aizu (Japan), welche durch die traditionelle japanische Heikudichtung inspiriert ist. Etwa 100 Künstler verschiedener kultureller und ethnischer Provenienz aus Deutschland, den Niederlanden, Japan, Russland, Israel, Armenien, Spanien, Polen, Großbritannien, Iran, den Philippinen, Marokko, Ungarn, Italien, Österreich, und den USA haben zu jedem Gedicht im Rahmen des internationalen Kunstprojekts „Gogyoshi Art Project“ je ein Kunstwerk kreiert. Diese beziehen sich auf die 2011 in Japan eingetretene Nuklearkatastrophe, die unter verschiedenen Perspektiven reflektiert werden soll. Westliche, asiatische, afrikanische und islamische Ansichten sollen die schweren Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima sowie die gravierenden Folgen der daraus resultierenden Evakuierungen und Kontamination von Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmit-

teln beschreiben. In den Kunstwerken werden Objekte und Schicksale dargestellt, Menschen die ihre Heimat vorübergehend oder dauerhaft verlassen mussten, zurückgelassene Tiere, die in landwirtschaftlichen Betrieben verendeten, usw. Kunstwerke aus dem wachsenden „Gogyoshi Art Project“ (Konzept und Leitung: Ed Hanssen, Fred van Welie, Chiyuky Itoga) wurden bisher bereits bei sieben verschiedener Ausstellungen in den Niederlanden, Japan, und Brasilien ausgestellt. Die Ausstellung „Mein Fukushima“ bietet dem Münchner Publikum die Möglichkeit, dieses wichtige Thema und die Eindrücke aus dem alltäglichen Leben und der Natur um Fukushima nach der Freisetzung radioaktiver Stoffe interaktiv zu diskutieren. Diese globale Betrachtung ist zugleich eine Reise in das Herz des Landes und in die Seele der Menschen von Fukushima, der verlassenen Sehenswürdigkeiten und der Klänge der aufgegebenen Orte des Landes. Die Betrachter erleben und fühlen mit den Menschen, die sich nach ihrer Heimat sehnen, die verstrahlt und zum Teil für immer verloren ist. Die Ausstellung ist eine gemeinsame Botschaft an alle Menschen aus der Welt.

作品展 「私の福島」 作品展では、福島で起きた原発事故をテーマに、西洋、アジア、アフリカ、イスラムの観点から、空気、土壌、 水、食糧の汚染をもたらした災害を描きます。 作品を通じ、一時的に、もしくは永久に故郷を離れなければならなかった人々、残された動物たちや建物等の運 命を伝えます。 「私の福島」は、国際的な展示会で、各国から出展された絵画、立体作品、写真やデジタル・グラフィックなど 約100の作品で成り立っており、それぞれが福島出身の詩人で「私の福島」の作者、会津太郎氏の五行詩と共に 展示されています。 ドイツ、オランダ、日本、ロシア、イスラエル、アルメニア、スペイン、ポーランド、イギリス、イラン、フィ リピン、モロッコ、ハンガリー、イタリア、オーストリア、アメリカなど、文化も人種も超えて、会津氏の五行 詩に共感した約100名の芸術家が、“Gogyoshi Art Project“のために作品を創作しました。 „Gogyoshi Art Project“は、これまでに7回(オランダにて5回、日本1回、ブラジルにて1回)展示会を成功させてい ます。 「私の福島」のミュンヘン開催を通じ、原発について、また、福島での原発災害後の日常生活や自然について、 双方向の理解が深まる機会となるよう願っています。被爆後も故郷を想う人々がいることを知り、ともに感じて 下さい。この作品展は、世界中全ての人々へのメッセージです。

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Michael Santifaller | Deutschland „Das schwere Schicksal von Fukushima“ www.fotografie-santifaller.de mail@fotografie-santifaller.de

Bereits ein halbes Jahr nach der Dreifachkatastrophe vom 11.03.2011 fuhr der Fotograf Michael Santifaller zum ersten Mal in das Tsunamigebiet, um sich mit eigenen Augen ein Bild von der Lage dort zu machen. Begleitet von einem buddhistischer Mönch besuchte er mehrere Orte entlang der Küste bis nach Ishinomaki, in der Präfektur Miyagi gelegen. Innerhalb seines fast dreimonatigen Japanaufenthaltes im vergangenen Jahr besuchte er dann für 10 Tage einige Orte in Fukushima, die direkt am Rande oder mitten in der Evakuierungszone liegen, unter anderem die Kleinstadt Namie, die sich nur etwa 5 km vom Reaktor entfernt befindet. Seit April 2013 war ein Teil der Zone zugänglich geworden, nur mit spezieller Genehmigung und in erster Linie für ehemalige Bewohner gedacht.

Begleitet von einem Japaner, der vor Ort seit mehr als zwei Jahren ein Hilfsprojekt leitet, konnte er an mehreren Tagen in die Zone einreisen. Außerdem besuchte er provisorische Notunterkünfte, in denen die Menschen noch immer ausharren, einen Bauern, der nur wenige Kilometer vom Atomkraftwerk nach wie vor mit seinen Rindern auf dem Hof lebt, und einen Kindergarten, der am Rande der Zone liegt. Auf ungefähr 800 Bildern hat er während der beiden Aufenthalte im Katastrophengebiet die aktuelle Situation festgehalten. Die Eindrücke der beiden Reisen sind Gegenstand des Vortrages (30 April 2014, Die Färberei, München).

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Dr. ralph Cahn | Deutschland „Der Verlust der Aufrichtigkeit“ alphachnr@live.de

ich interessiere mich für eine reverse technikgeschichte. ich frage nicht nach den leistungen unserer Erfindungen, oder danach, was wir zu unserem immer größeren nutzen mit ihnen machen oder machen können. Mich interessiert, was die Dinge mit uns machen, wie sie uns als Einzelne oder Viele verändern, wie sie uns eine stets neue Welt sind, unsere ökologische nische, an die wir uns anpassen. Betrachten wir die friedliche nutzung der Kernenergie einmal aus dieser Perspektive: 1) Das Produkt der Kernenergie, der erzeugte elektrische Strom, das Lebenselixier unserer Zivilisation, fließt mit den Produkten anderer »sauberer« Techniken wie Wasserkraft, Solarstrom, Windenergie oder »harmloseren« Techniken wie der Verstromung von Kohle, Gas und Öl, in einen großen Verbund, in dem die Energie unsichtbar und ununterscheidbar ist. Wir alle bedienen uns aus diesem europäischen Pool ohne seine Ausmaße zu ahnen, oder seine Quellen wahrzunehmen. Wir bezahlen unsere Rechnungen, an die Stromanbieter, die alles andere miteinander verrechnen. 2) Kerntechnik ist eine Option hoch arbeitsteiliger Gesellschaften. Wir nutzen sie – außer im seltenen Fall einer medizinischen Anwendung – nur kollektiv, niemals individuell, wie wir uns für das Fliegen oder Fahren durch den Kauf eines Tickets oder eines Autos entscheiden. 3) Die Kerntechnik ist für uns weitestgehend unsichtbar. Ihre Präsenz manifestiert sich nur an wenigen, zudem hoch abgesicherten Orten, den Kernkraftwerken, in die kaum einer von uns je hineingeblickt hat. Wir nehmen weder die großen Mienen war, aus denen die Kernbrennstoffe gefördert werden, noch die gigantischen Fabriken, in denen sie verarbeitet oder hinterher aufgearbeitet werden, noch die gewaltigen Mengen der eingespeisten Energie. Geschieht ein Unfall, so verschmilzt das Geschehen mit dem Namen seines Ortes: Harrisburg (Three Mile Island), Tschernobyl, oder jetzt – Fukushima.

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4) So unsichtbar wie das Produkt der Kernenergie, ist ihre Gefahr, die radioaktive Strahlung. Sie war immer da, aber wir haben für sie kein Sinnesorgan und wir wissen eigentlich erst von ihr, seit sie in gefährlich hohen Dosen aus kerntechnischen Anlagen austritt. Wenn dies ungeplant geschieht, erfahren wir es im Nachhinein, wenn alles zu spät ist. 5) Eine Technik, deren Gefahr dämonisch und deren Nutzen unsichtbar ist, wird nicht akzeptiert. Das ahnten auch Befürworter und Betreiber kerntechnischer Anlagen, die eine zahlenmäßig kleine aber einflussreiche Gruppe ausmachen. Sie priesen ihr Produkt als unverzichtbar, schwelgten in utopischen Anwendungen – etwa nuklear getriebenen Lokomotiven und versuchten die Gefahren hinwegzureden. Letzteres wurde jedoch schon entlarvt, lange bevor der erste Unfall geschah, nämlich durch eben jene Sicherheitsmaßnahmen, die zum »Schutz der Bevölkerung« ergriffen wurden. 6) Wirklich attraktiv ist die Kerntechnik daher nur dort, wo sie der Gesellschaft neben der Energie auch die ultimative Ermächtigung lieferte – oder zumindest die Hoffung darauf (letzteres war auch in der Bundesrepublik lange der Fall, aber aufgrund der besonderen historischen Situation nur in Teilen der Gesellschaft). Dazu gehören übrigens außer den diversen Bomben auch Waffenträger, die mit nuklearer Energie über lange Zeit unabhängig von jeder Basis operieren können.


7) So wie wir bei anderen Technologien glauben uns individuell für sie entscheiden zu können, sie individuell zu beherrschen und ihren offensichtlichen Nutzen genießen zu können, und dabei ihre unleugbaren Gefahren leugnen, so verdrängen wir bei der Kerntechnik unseren individuellen Nutzen, dämonisieren die Gefahren und externalisieren die Verantwortung auf einen düsteren Goliath. 8) Die Opposition gegen die Kerntechnik wurde zu einem religiösen Kreuzzug und zu einem Karneval des Widerstands, in dem alle sozialen Schichten zusammenrücken und sich feiern und in dem jedes Mittel der Propaganda legitim ist, weil es einem guten Zweck, nämlich dem Leben selbst dient und weil die anderen es doch ebenso halten, nur aus weniger edlen Motiven. Die Richtigkeit der eigenen Anschauungen wird durch stete Wiederholungen in allen Massenmedien der Gesellschaft gesichert. Anders zu schreiben oder zu berichten – egal ob wahr, ob falsch – wäre unglaubwürdig und unverkäuflich. 9) So entstehen zwei Kreisläufe der Unaufrichtigkeit, die sich gegenseitig befeuern und die Nation in zwei parallele Gesellschaft spalten, mit einer je eigene kohärent gesicherten Wahrheit, zwischen denen ein Dialog nicht mehr möglich ist. Es ist auch für wohlmeinende Vertreter beider Gruppen kaum möglich, die andere Seite zu verstehen oder wenigstens zu akzeptieren. Neue Erkenntnisse werden nur verzögert allgemein akzeptiert, neue Anlagen nicht mehr gebaut und Verbesserungen an bestehenden unterbleiben. Die unlösbaren Differenzen lähmen die Gesellschaft, kosten Milliarden und erodieren die für das Miteinander unverzichtbaren, Legitimität stiftenden und sichernden Strukturen unserer Demokratie.

10) Die Kerntechnik hat die politischen Gegebenheiten der Bundesrepublik nachhaltig verändert, wie keine Technologie vorher. Sie hat die Gesellschaft gespalten und das Vertrauen in staatliches Handeln und in seine Institutionen in vieler Hinsicht zerstört. Ihre Überwindung hinterlässt eine Kultur des Widerstands, die eine fast einzigartige demokratische Kontrolle der Macht des Staates ermöglicht, aber ihren eigenen Institutionen vollkommen unkritisch gegenüber steht und so jede technische Innovation, sei es ein Gewerbegebiet, eine Hochgeschwindigkeitstrasse oder ein Windpark, behindert und zu einem ökonomisch unkalkulierbaren Risiko werden lässt. Fukushima ist noch lange nicht vorbei. Aber es scheint mir sehr bedenklich, das wir diesen schweren Unfall so sehr dämonisieren, dass wir die dahinter stehende Katastrophe – und in Japan hat dieses Wort eine gravierendere Bedeutung als in Deutschland – das Tohoku-Beben und die von ihm erzeugte Tsunami, die zusammen vermutlich weit mehr als 18.000 Tote forderten, wie eine Fußnote behandeln. Noch viel bedenklicher ist, dass der Betreiberkonzern Tepco noch immer den Informationsfluss und damit die Darstellung des Geschehens kontrolliert. Der japanische Staat versagt hier hinsichtlich seiner unabhängigen Kontrollpflichten. Ein Versagen, das für den Reaktorunfall erheblich mit ursächlich war. Wenn wir unsere Aufrichtigkeit zurückgewinnen wollen sollten wir nach einer kritischen Haltung streben, die versucht gerade auch die eigenen blinden Flecke zu erkennen. Wir sollten Nutzen und Risiken benennen und im Falle von Unfällen Verursacher zur Verantwortung ziehen. Wir sollten uns unserer Verletzlichkeit und unserer Abhängigkeit von Technik gleichermaßen eingestehen. Wir sollten demokratische Entscheidungen respektieren und niemals den Dialog mit jenen Mitbürgern abreißen lassen, die anderer Meinung sind als wir. Daran gemahnt uns Fukushima und dazu leiste diesse Ausstellung einen Beitrag.

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100 artworks from the world for Fukushima | Japan, where the project was started facebook.com/100ArtworksforFukushima http://wiki.livedoor.jp/itogachiyuky/

Am 11. März 2011 wurde Japan von einem unheimlichen großen Erdbeben und Tsunami attackiert. Über 20.000 Personen sind gestorben und 33.000 weitere verloren ihre Häuser. Danach passierte die Atomkatastrophe in Fukushima. Wir haben ein sehr großes Gefühl der Ohnmacht erfahren. Weil manche ihre Heimat verloren haben, und manche immer noch mit vielen Problemen dort leben, überlegte ich, was ich für die Leute von Fukushimas tun könnte. Vor allem waren für mich die großen Vorurteile gegen die Bewohner von Fukushimas schwer unerträglich. “Ich will von Künstlern aus der ganzer Welt 100 Kunstwerke zur Verfügung haben und sie ausstellen, könntest du mir helfen?” Das habe ich meinen alten Freund Ed Hansen gefragt, und er stimmte meiner Idee gerne zu. Aus 30 Länder haben wir über 250 Kunstwerke für unsere Ausstellung in Kawauchi gesammelt. Im Juni 2012 fand im Rockshokudou die erste Ausstellung statt, und es wurden Spenden gesammelt. Danach im Juli 2012 wurden die Kunstwerke ein Monat lang in einer Bibilothek in Fukushima ausgestellt. Alle Kunstwerke sind bis auf weiteres im Gemeindehaus “Kangaerusirou-kan” in Kawauchi immer noch ausgestellt. Das Dorf “Kawauchi” liegt innerhalb 30 km vom Zentrum der Atomkatastrophe. Diese Gemeinde ist dadurch berühmt geworden, dass sie sich als erstes Dorf im Umkreis dafür entschieden hat, (trotz Strahlung) nach Hause zurückzukehren. Die Besucher der Ausstellung haben die Kunstwerke angeschaut.

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Das war alles, was ich getan habe. Herr Taro Aizu, einer der Teilnehmer unseres Projektes, verfügte über mehrere Gogyo-shi und Fotos aus Fukushima, die ein Ausgangspunkt des GAPs gewesen waren. Ich würde mich freuen, wenn aus dem kleinen Pflänzchen ein großer Baum wird, der in der Zukunft ein großer Wald werden wird. Das Einzige, was ich Sie zum Schluss bitten kann, ist REMEMBER FUKUSHIMA. Vielen Dank. Chiyuky Itoga, Künstlerin, Tokio 2011年3月11日, 日本は巨大地震と津波に襲われました。2万人以 上の方が亡くなり、3万3千人の方が家を失いました。引き続き福 島第一原子力発電所でメルトダウンが起きた事を知りました。残さ れた私達はこれら全ての事に対し強烈な無力感に教われました。 私は何か福島の人々に対して出来る事は無いかと考えました。ある 人々は故郷を失い、 またある人々は山積みされた問題と共にそこで 暮らしているからです。 特に私が堪え難かったのは、福島の人たち に対する世間の向ける目でした。 「福島の人たちのために100枚の作品を提供してもらって展示する 事を世界のアーティストに呼びかけたい。力を貸してくれない?」 と 旧知のエド・ハンセン氏に頼んだところ、快く承知してくれました。彼 の行動力は私の思惑をはるかに越え、30ヶ国から250点以上の作品 が集 まりました。 2012年6月, 東京のロック食堂で最初の展示会を開催し、募金を集 めました。引き続き7月に, 福島の南相馬中央図書館で1ヶ月間展示 する事が出来ました。最終的に全ての作品は川内村の感がえる知ろ う館で今でも展示されています。 川内村は福島第一原発から30km 内地点にあります。周辺で一番先に村に返る事を決断した自治体と して有名になった場所です。 作品達はそこを静かに見つめ続けて います。 それが私がした事の全てです。会津太郎さんはプロジェクト参加者 の1人としてグループのサイトに五行詩と写真を投稿してくれまし た。それがGAPの出発点でした。私が植えた小さな苗がおおきな樹 に育ち、そしてこれから森になっていくであろう事をとても嬉しく思 っています。 私がみなさんにお願いしたいたった一つの事、それは REMEMBER FUKUSHIMAです。 ありがとうござい ました。 糸賀ちゆき(絵描き、東京)


taro Aizu | Japan

www.facebook.com/taro.aizu

Meine heimatstadt Fukushima Taro Aizu ist vor 58 Jahren in Fukushima geboren. Fukushima, der Name einer Stadt und einer Region, die bis zum 11.3.2011, dem Tag der Nuklearkatastrophe, weltweit kaum bekannt war. Taro, der in Kanagawa, in der Nähe von Tokyo lebt, schreibt „Ich habe fast vergessen, dass ich in Fukushima geboren war, aber seit das Atomkraftwerk dort explodiert ist, denke ich an Fukushima.“ Im zweiten Teil seines Werkes beschreibt er die Erfahrungen, die er machte, als er zum alljährlichen Obon-Fest, an dem man der Verstorbenen gedenkt, in seine Heimatstadt zurückkehrt. Dies sind Erfahrungen, die einen nicht kalt lassen. Die kurzen Prosatexte werden jeweils um ein gogyoshi ergänzt, das seine Eindrücke kondensiert und in fünf Zeilen verdichtet darstellt. Sein Verhältnis zur Heimat ist zwiegespalten. Einerseits weiß er um die Verseuchung der Region und die Folgen, die dies unausweichlich haben wird, andererseits liegt die prächtige Landschaft vor ihm, die ausgedehnten grünen Felder, die blaue, glitzernde Oberfläche des Sees und er kann kaum glauben, dass sie verstrahlt wurden. Die unsichtbare Gefahr hängt in der Luft. Scheinbar sieht alles friedlich aus wie immer, doch in den Details zeigt sich der Schrecken der Lage, ob es nun der allzu ruhige Strand ist oder die Katze, die sich den cäsiumverseuchten Regen vom Fell leckt. Nicht zuletzt die Strahlung, die unsichtbar, geruchlos, geschmacklos, auch in seine Zeilen eindrang. Die Gedichtform des gogyoshi ist eine sehr freie Form, deren einzige Regel darin besteht, dass es sich, wie der Name bereits ausdrückt, um ein fünfzeiliges Gedicht handelt. Themen und Zeilenlängen sind hierbei frei.

Bilder, die vor dem inneren Auge entstehen, kraftvoll und intensiv, zart und bezaubernd. Taro schreibt seine Texte auf Japanisch, Englisch und Französisch und hat in Japan verschiedene Preise dafür erhalten. Drei seiner Gogyoshi wurden in einer amerikanischen Anthologie namens „Take Five, 2012“ veröffentlicht und er hat verschiedene Gedichtbände veröffentlicht, u.a. auf Englisch „The Lovely Earth“. Susanne Starke, Deutschland

„Mein Fukushima“ ist ein Kindle-Buch mit allen gogyoshi, die ich über Fukushima geschrieben habe. Es kann beim Amazon Verlag erworben werden: http://amzn.to/PUGiW8 Ich werde das Geld, das ich durch den Verkauf des „Mein Fukushima“-Kindle-Buchs einnehme, den Kindern von Fukushima spenden, so dass sie ihre Sommerferien auf den südlichen Inseln Japans verbringen können. Taro Aizu

Taros gogyoshi beschreiben Eindrücke aus dem alltäglichen Leben, der Natur, seinen Haustieren. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Schlichtheit sind die

Taro Aizu: Mögen meine Gebete ans Universum mir die Kraft geben Alle Atomkraftwerke zu vernichten!

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gogyoshi Art Project (gAP) Ausstellungen in den niederlanden

gogyoshi Art Project : Dutch artists inspired by poems “My hometown Fukushima” The art project by the Japanese artist Chiyuky Itoga; “100 artworks for Fukushima” was the basis for this project. The Gogyoshi Art Project (GAP) is an initiative of Ed Hanssen (Limburg) and Fred van Welie (Flevoland), both participating artists at “100 artworks for Fukushima”. GAP, which started in Japan, continued as a Dutch nationwide project, inspired by a selection of the gogyoshi written by Taro Aizu (Japan) from „My hometown Fukushima“ about Fukushima, hit by the nuclear power station-disaster after the tsunami in March 2011.

Ed Hanssen translated 10 Poems in Dutch for implementation of GAP project in the Netherlands. Over 90 artists from almost all provinces of the Netherlands joined this project. Each participant in the Netherlands received 2 selected gogyoshi (out of 10) from Ed Hanssen and made artworks reflecting the content of the gogyoshi. The GAP project brings social media and real life through art and culture closer. The project encompasses the social consciousness of the artists and visitors and contributes to understanding the situation in a country far from here: Japan, and its global impact. Fukushima is far from us. Here the disaster is quickly forgotten. There the problems persist. To understand the global impact of the Fukushima, we want to show what has happened there. Bitte weiterlesen auf den Seiten 75 bis 77.

A4-sized personal stories/drawings by the participating artists are made especially for this project at the exposition in Lelystad, in print, also are exposed now at “100 artworks for Fukushima” in Fukushima.

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Abdolreza rabeti | Iran

http://www.abart.ir abrabeti@yahoo.com

Abdolreza Rabeti wurde 1965 im Iran geboren und lebt in Dezfull, Iran. Seit 22 Jahren ist er Galerist im Iran. Er hatte 20 Einzelausstellungen im In- und Ausland. Seine Kunstwerke befinden sich im Besitz von Museen – dem Museum Shohada und dem Saba Museum und sind in privaten Sammlungen im Iran und den USA vertreten. Er besuchte verschiedene Kunst-Festivals weltweit. Sein Werk umfasst Malerei, Skulptur und Grafik und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

„Nachwachsen“, Skulptur aus Glaspulver und Talkum, 52 x 22 cm, 2013

Taro Aizu: EIN SAMEN Auch wenn ich Älter werde Habe ich einen Samen Der irgendwann blüht Tief in meiner Seele.

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Adrian russell-Davies | Australien

adrianrd123@yahoo.com.au www.ArtWanted.com/adrianrd

Adrian Russell-Davies wurde 1958 in England geboren. Er lebt und arbeitet derzeit in Australien. „Ich bin ein autodidaktischer Fotograf, der seit über 35 Jahren Bilder auf verschiedenste Arten aufnimmt und den Quantensprung vom traditionellen zum digitalen Film vor 10 Jahren vollzog. Ich arbeite mit DSLR-Kameras und einer Vielzahl von Objektiven mit Fest- bzw. Zoombrennweiten, sowie hausgemachten und zweckgebundenen Selbstbau-Objektiven für den Makro-Bereich. Ein professioneller Hintergrund in Ingenieurwesen war für diesen Teil des Konstruktionsprozesses hilfreich. Ich nutze digitale Verstärkung,

ziele jedoch darauf ab die meisten Bilder bis auf kleinere Anpassungen wie Beschneiden, Richten usw. originalgetreu zu erhalten. Angetrieben von der Liebe zur Natur und dem Drang, den „kleinen Augenblick“ für andere erkennbar einzufangen. Ich arbeite hauptsächlich mit Pflanzen und Tieren, ergreife aber auch jede Gelegenheit, um zu fotografieren, was ich als ein interessantes, künstlerisches oder unterhaltendes Thema erachte.“ Adrian stellte seine Kunstwerke national und international aus und spendete seine Kunstwerke für wohltätige Zwecke. Des weiteren ist er auch ein Mitglied der Light Painting World Alliance.

„Wir sind alle in Sicherheit“, Digital bearbeitetes Foto, 30 x 40 cm, 2014

Taro Aizu: OLIVEN Wenn ich mit meiner Frau spreche, Zerstieben die kleinen orangen Blüten Der duftenden Olive In ihrem Haar Durch einen Windstoß.

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Anka nauta | Niederlande

www.ankanauta.nl info@ankanauta.nl

Anka Nauta wurde 1968 in Ternaard (Friesland) geboren. Nach ihrem Hochschulabschluss begann sie Schulungen zur Floristin in Leeuwarden. Sie studierte 1995 Illustration und Grafik an der Akademie Minerva in Groningen. Danach hat sie in der gleichen Stadt japanische Kunstgeschichte an der Universität studiert. Sie studierte bis 1998 und arbeitete insgesamt 13 Jahre als qualifizierte Floristin in Heerenveen, Gro-

ningen und Laren (Nord-Holland). Ab 1998 war sie 10 Jahre unter anderem als Direktor, Redakteur und Illustrator für den Schutz von Tieren in Hilversum tätig. Weiter machte sie das Design und schrieb Artikel für die Lokalzeitung von St. Carolus, einem Pflegeheim für Menschen mit Demenz und der Alzheimer- Krankheit, und nahm danach in der TV-Industrie Tätigkeiten als Managerin und Kommunikationsoffizierin auf.

Taro Aizu: „Die Katze“, Acryl auf Papier, 60 x 90 cm, 2011

Die Katze Weiß von nichts Wenn sie Von ihrem nassen Fell Den Cäsiumregen ableckt.

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Alena Breitscheidel | Deutschland

www.lbreitscheidel.de/installations.html info@artnations.org

Alena Breitscheidel ist eine zehnjährige Schülerin der Helen-Keller-Realschule in München. Sie zeichnet täglich, zumeist Tiere und Wesen aus Ihrer Fantasie. Oft versucht sie in ihren Zeichnungen die Probleme der realen Welt zeichnerisch zu lösen. So entsteht eine ganz eigene phantastische Welt, in der Beispielsweise der „Schrecken aller Drachen“ mit seinem Feuer gütiger weise die Schule niederbrennt. In dem Bild „Die Pflanze, die sich aus dem Topf befreit hat“ nutzt eine Topfpflanze ein didaktisch übliches Vier-Schritte-Schema, um ihre enge Behausung zu verlassen. Alena konfrontiert so die Gesetze der Natur in humorvoller Weise mit fremden Möglichkeiten. Ähnlich funktionieren ihre Spielzeug-Installationen, die Beobachtungen aus ihrem Umfeld in eine Spielzeugwelt transformieren und von denen einige von 2012 bis 2014 im Salzburger Spielzeugmuseum ausgestellt waren. „Das tägliche Vorwärts“ zeigt verschiedene Tiere, die auf einem hölzernen Krokodil wie mit dem

Bus gefahren werden. “Chicken or Egg“ zeigt ein kleines Plastikei aus dem ein Stoffküken hervorschaut und dass einen Hammer und einen Löffel in den ausgebreiteten Armen hält. Auf diese Weise wird die bekannte Frage „Henne oder Ei?“ in ein ökologisch, kulinarisches Problem transformiert. Das Thema Fukushima ist für Kinder schwer fassbar, weil die Mechanismen ihnen noch nicht bekannt und die Gefahren unsichtbar sind. Alenas Gemälde „Gefahr ohne Ende“ ist ein Versuch sich dieses Thema vorzustellen. Vor einem düsteren Hintergrund, der von schwarz, braun und blau dominiert wird und an Gemälde von Picasso erinnert, vollführen hilflose, kleine Strichgestalten eine Irrfahrt zwischen Monstern und Klippen, die im Kreise führt. Ein Ausgang oder ein Ende ist nicht erkennbar.

„Gefahr ohne Ende“, Acryl auf Leinwand, 35 x 100 cm, 2013

Taro Aizu: Möge der genetische Code Nicht verseucht sein Durch die Strahlung.

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Anastasia Khokhryakova | Russische Föderation www.art-ist.ru aih@inbox.ru

Anastasia Khokhryakova ist preisgekrönte Künstlerin und lebt und arbeitet in London (ursprünglich aus Moskau). Sie absolvierte die Ilya Repin St. Petersburg State Academy Institut für Malerei, Bildhauerei und Architektur und absolvierte die Abteilung für Monumental -Malerei der Moskauer Staatlichen Akademie V.Surikov Art Institute im Jahr 2005. „Jedesmal, wenn ich eine Harmonie kreiere, spreche ich auch über das Chaos. Wie? Ich verstand, dass ich ein Dichter des Moments sein möchte, ein Funke. Das heißt, ich bin faszinierende Augenblicklichkeit. Ich weigerte mich auch lang andauernde Zeichnungen und Malereien

der Natur anzufertigen, weil es mich näher ans Objekt bringt, Kamera-Vision. Deswegen kam ich auf die Idee, schnelle Skizzen anzufertigen. Und danach male ich nach diesen Skizzen. Ich suche den Freiraum, in dem alle Objekte und Phänomene ihre Natur entdecken. Und ich möchte mit dieser Methode fortfahren. Sie bedeutet, dass perspektive Geometrie, umgekehrte Perspektive, Systematik und Abschnitte, die Verwendung unterschiedlicher Maßstäbe, unterschiedliche Standpunkte und Entwicklungen, alle Elemente des Zeichnens helfen können.“

„Takizakura“, Tusche auf Papier, 30 x 40 cm, 2013

Taro Aizu: Wir werden ein Lied singen Und wieder tanzen Um den großen Baum voller Kirschblüten In unserer Heimatstadt, Fukushima, Fukushima.

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Anneli di Francis | Finnland

https://sites.google.com/site/annelidifrancis annelidifrancis@gmail.com

Anneli Di Francis wurde in Finnland geboren; Studium an der Hochschule für Kunst und Handwerk, Tervola bei Kari Bugge-Gjerstad, Ekehovd, Norge und im Studio Amfora, Seinäjoki. Sie hat als Kunstlehrerin am Seinäjoki Community Education Center für Kinder in Oiva gearbeitet. Dort leitete sie Kurse in Keramik und Zeichnung von 2003 bis 2013. Sie ist aktives Mitglied der “Varikko assosiation“, der “Seinäjoki Grafics art association“, der “Ostrobothnian Writers association“ und der “Ostrobothnian Artists association/

„Spielende Kinder“, Handabdruck auf Papier, 30 x 40 cm, 2013

SKJL, Internationalen Biennale der Künstler“. Anneli erhielt 2009 und 2011 Zuschüsse aus dem Kultusministerium von Seinäjoki und aus der Finnischen Kulturstiftung Südösterbotten im Jahr 2009. Sie erhielt Auszeichnungen während der Art Biennale in London 2013 und fand dort lobende Erwähnung für ihre künstlerischen Verdienste.„Ich möchte die Türen öffnen für die Phantasie im alltäglichen Leben und dabei die Saiten der Gefühle zum Klingen bringen“

Taro Aizu: Gebt es zurück, Gebt es zurück, Unser früheres Fukushima Wo Kinder draußen spielen konnten Und ihre Eltern glücklich waren.

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Carmen heemels | Niederlande

www.limburgse-kunstkring.nl/leden/heemelscarmen carmenheemels23@gmail.com

Want to flee Must stay Want to stay Must flee (Carmen Heemels)

„müssen fliehen“, Installation, 3 m, 2011

Taro Aizu: Obwohl Einige Anwohner fliehen wollten, Konnten sie nirgendwo anders hin Sie hatten keine Arbeit, keine Häuser Außerhalb von Fukushima.

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Clara van den hout | Niederlande

www.claravandenhout.com info@claravandenhout.com

Clara van den Hout studierte an der Ars Aemulae Naturae in Leiden, der Akademie der Bildenden Künste in Paramaribo, Surinam und graduierte 1998 an der Akademie der Künste in Kampen / Zwolle (ARTEZ). „Meine Arbeit besteht aus Gemälden und Objekten, manchmal Installationen und Fotografie. Ich arbeite in einem Chaos der Bilder und Gedanken, die in und um mich herum entstehen. Darin versuche ich, meine Arbeit, die eine Linie verbindet, zu finden. Wichtig für mich ist die Zeit, in der ich lebe. Mit Material und Ausdrucksform suche ich Kontakt mit dem Betrachter“, sagt die Künstlerin.

“Reinigung des kontaminierten Landes”, „Junge im Schutzanzug“, Installation, 200 x 100 x 50 cm, 2012

Taro Aizu: Dosimeter Hängen um ihre Hälse Sogar wenn die Kinder Mit mir Fangen spielen Im grünen Park.

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Corinna naumann | Deutschland

www.samaraskunst.de samaraskunst@gmx.de

Corinna Naumann lernte Werbefotografie in Augsburg und studierte Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Philosophie in München. Sie arbeitet seit ihrem Magisterabschluss als freischaffende Künstlerin, Dozentin, Assistentin und Theaterrequisiteurin. Ihre Radierungen und Mischtechniken sind oft surreal, spielen mit der begreifbaren Realität und fordern den Betrachter auf, sich seiner Beobachtungsgabe und seiner Phantasie gleichermaßen zu stellen. Dabei stellt sie immer wieder das Detail und den Gestus, die reine Linie und die malerische Farbe in Kontrast und spielt leidenschaftlich gern mit Harmonie und Dekonstruktion. „Lange dachte ich an Zitate japanischer Kultur, habe mich dann jedoch darauf besonnen, den Aphorismus mit meiner eigenen Bildsprache zu spiegeln. Anderes erschien mir immer mehr überheblich; ich nehme Anteil, habe aber kein engeres Verhältnis zu Japan als japanische Bekannte. Den Wunsch nach gesundem

Reis in dieser Region assoziiere ich einerseits mit naivem Kinderglauben, andererseits der alternativlosen Anrufung von Göttern wie Magie; reine menschliche Anstrengungen können es nicht bewerkstelligen. Die Rechtfertigung, warum wir uns den Wunsch wünschen “dürfen”, fehlt - haben wir dazu ein Recht, solange wir aus dem Gau nichts Grundlegendes lernen? Das wünschende, undergläubige Kind (dessen Kleid die Farbcodierung der Verseuchungsgrade des Pazifiks durch den Gau aufgreift; es ist Mensch=Täter und Kind=Dulder der Situation) und seine Saatenschale bleiben ohne wirkliche Bodenhaftung, erschaffen sich eine neue Welt. Die Szene erinnert mich im Nachhinein an Michael Endes Unendliche Geschichte, an die Neuschaffung einer Welt durch ein Samenkorn der Hoffnung und Phantasie.

„Wünschend“ , Mischtechnik, 41 x 30.5 cm, 2013

Taro Aizu: Möge kein Cäsium In unserem neuen Reis Aus Fukushima sein

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Damien Blue | Kamerun

www.artcameroon.com/paintings-by-damien-blue dami_arts1@yahoo.co.uk

Nyuyse Damien Senyuy (Künstlername: Damien Blue) wurde 1986 geboren, ist Autodidakt und malt seit seinem 14. Lebensjahr. Im Jahr 2007 gewann er ein Stipendium für Kunst an der “Awalters School of art academy“ aufgrund seiner in einer lokalen Institution ausgestellten Bilder. Nach seinem Abschluss mit Diplom im Jahr 2010 kann er bis jetzt einen beeindruckenden Lebenslauf als bildender Künstler vorweisen. Unter anderem können seine Bilder durch seinen rhythmischen Pinselstrich und seine Aufmerksamkeit, die er dem Detail schenkt, die Sinne des Betrachters erwecken und ihn dazu inspirieren sich auf eine poetisch-spekulative Reise zu begeben. Er wohnt jetzt in Kamerun Zentralafrika, wo er seine eigene Kunstgalerie verwaltet. „In meinen Arbeiten werfe ich einen kritischen Blick auf

gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen. Dabei setze ich künstlerisch Märchen, Kinderreime und Wiegenlieder ein, die Teil unserer Kindheits- und Erwachsenen-Kultur sind. Mit rythmischen Pinselstrichen, die jedem Detail Aufmerksamkeit schenken, stelle ich ein überraschendes, surreales Motiv in den Mittelpunkt und schaffe davon ausgehend eine harmonische Komposition, die alle Objekte in die Gesamtheit miteinbezieht. Jedes Werk, das ich schaffe, ist für mich wie ein “freier Fall“ und bietet mir die Chance, durch Erschaffung neuer improvisierter Sichtweisen, unsere durch vorgefertigtes Wissen und Sprache blockierte Sichtweise auf die Welt zu hinterfragen. Meine Kompositionen sind inspirierend und laden den Betrachter ein, sich in einem Raum der Spekulation zu bewegen.“

„Ein segelnder Kater“, Öl auf Leinwand, 50 x 29.5 cm, 2013

Taro Aizu: Erde und Wind, Birnen und Pfirsiche, Katzen und Menschen, Möge allen Lebewesen in Fukushima Neues Leben eingehaucht werden.

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Dieter hess | Deutschland

www.hessart.de hess.dieter@web.de

Dieter Hess geboren am 21. Februar 1968 in Kassel; 1975 Umzug nach München; 1984 Sommerakademie in Italien (Centoia-Cappezine); 1986 Sommerakademie in Geras, Oberösterreich; 1988 Abitur; 1988 Arbeitsaufenthalt in der Kunstdruckerei Becker, Ottobrunn; 1988 Studium Kommunikationdesign an der Fachhochschule München mit Schwerpunkt Illustration, Malerei und Druckgraphik; 1992 Diplom mit Abschlussarbeit einer lllustration mit Farbradierungen zu einem Märchen von Oscar Wilde. Seit dem Diplom parallel zur Berufstätigkeit künstlerische Weiterbildung im Atelierprojekt München; Sommerakademien und Arbeitsaufenthalte u.a. in Neuburg a. d. Donau und in Italien.

„Was ist Bildende Kunst? Ist sie nicht im Wesentlichen ein inneres Abbild der äusseren Erscheinung? Gleichzeitig ist es für mich eine Aufforderung, sich auf eine Reise zu begeben. Denn für mich ist jedes Bild, das ich beginne, ein Aufbruch in eine noch unbekannte Welt. Das Ergebnis wie ein Reisebericht der Entstehung einer Gestalt, die sich nur im Prozess des „Machens“ so entwickeln kann.“

“Roter Strand“, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2013

Taro Aizu: Gebeugt vom Sturm Blüht der rosafarbene Kosmos wieder An einem taubenetzten Morgen.

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Ed hanssen | Niederlande

www.edhanssen.exto.nl edhanssen@gmail.com

In meinen Bildern suche ich die Balance zwischen Ruhe und Unruhe, denn ich lasse mich von der Geschichte des Malprozesses leiten. Die Vorstellung einer Idee lässt sich im oft in diesem Suchprozess erfahren. Die Geschichte, die auf diese Weise erstellt wird, ist daher eine sehr persönliche Geschichte. Ich

„Aufleben“, Acryl und Collage auf Papier, 100 x 150 cm, 2011

gestehe Anderen, die das Gemälde betrachten, eine unterschiedliche Auslegung der Malerei zu. Die Welt des Künstlers kommt in der Malerei mit der des Betrachters zusammen! Malerei ist für mich der Wunsch nach Interpretation und Auslegung der Begierde, sie ist die Suche des Träumers.

Taro Aizu: Die Katze Weiß von nichts Wenn sie Von ihrem nassen Fell Den Cäsiumregen ableckt.

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Emmy Verschoor | Niederlande

www.ymmala.nl emmyverschoor@ymmala.nl

„Als kleines Kind liebte ich es, zu Zeichnen, zu Malen und Gemälde zu betrachten, aber als meine Eltern ein Klavier für meine große Schwester kauften, übernahm die Musik! Ich verliebte mich in das Klavier! Wegen beginnender Athrose in meinen Händen und meinem zunehmenden Gehörverlust kann ich meine Gefühle nicht länger durch Musik ausdrücken (ich bin eine Musikerin und professionelle Klavierlehrerin), deswegen habe ich wieder zu Malen begonnen. Mit Acryl, Blattgold, Aquarellfarbe und Tusche, Pinsel - meine Hände und Finger benutzend - sind meine Gemälde Vergegenwärtigungen meiner Innenwelt.“

Taro Aizu: Auch wenn die Beamten sagen “Flieh aus deinem Dorf!“ Weigern sich die alten Bauern Weil sie in Ruhe bleiben wollen In ihrer Heimatstadt Fukushima. Aber die alten Bauern Sind wie Bäume Sie haben dicke Wurzeln Tief in der Erde von Fukushima. Durch Fukushima, Wollen die alten Bauern Zurückkehren In ihre wahre Heimatstadt Die Erde selbst

„Die alten Bauern wollen zurückkehren“, Acryl auf Papier, 27 x 34 cm, 2012

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Fred van Welie | Niederlande

http://FredvanWelie.artistswanted.org avwelie@solcon.nl

Fred van Welie wurde in Zeist (Nähe Utrecht) geboren, lebte an verschiedenen Orten und zog im Jahr 1992 nach Dronten in Flevoland. Derzeit arbeitet er als Audio-visueller Designer an der Universität Wageningen. Er ist Fotograf und Kameramann. Er entwirft Broschüren, Plakate, visuelle Präsentationen und andere Designs für nicht-kommerzielle und / oder kulturelle Organisationen. Fred hat seine eigene Firma, “WAV Producties“. Dadurch kann er an verschiedenen Schul-und Kunstprojekten arbeiten. Darüber hi-

naus ermöglicht ihm dies, Workshops in Fotografie und Video- oder Filmproduktion zu organisieren. Er arbeitet zusammen mit nationalen und internationalen Künstlern an interdisziplinären Projekten. “Als Künstler möchte ich mein Tätigkeitsfeld als ‚angewandte Kunst‘ beschreiben. Ich kombiniere meine Arbeit mit den kreativen Möglichkeiten, die mir moderne Audio-Visuelle- und Multimedia-Anwendungen bieten.“

„Fukushima, after the earthquake, tsunami and the nuclear disaster; silence in the village. I live near a school, in summertime there is a lot of noise and liveliness. You don’t want to think about it , if you’re outside without the sound of children playing. Hope good times will come again.“

Taro Aizu: „Stille auf dem Spielplatz“, „Erinnerungen an die Vergangenheit“, Fotomontage, Video, 100 x 50 cm, 2013

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Dosimeter Hängen um ihre Hälse Sogar wenn die Kinder Mit mir Fangen spielen Im grünen Park.


gerda Stevens | Niederlande

info@gerdastevens.nl http://gerdastevens.nl/

In meinem Perfektionismus kämpfe ich gegen Alltagsphänomen der ewigen Enttäuschung. Die Kunst des Staunens und meine Phantasie sind meinen Schaffensdrang.

Meine Kunst ist klare Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit. Ich male große Bilder, weil ich es will. Ein großes Gemälde ist ein direkter Betrieb; es führt Sie in die Malerei.

„Unmöglicher Wunsch“, Lack und Ölfarbe auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2011

Taro Aizu: Eine Spur Cäsium Lebt still Geruchlos Geschmacklos In meinen dunklen Zellen.

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gerrit Koster | Niederlande

www.gnkfoto.nl, www.gerritkoster.nl info@gnkfoto.nl

Gerrit Koster ist ein Fotograf und Autodidakt. In den letzten Jahren hat er sich in der experimentelle Fotografie spezialisiert, wo er Unsichtbares sichtbar macht mit polarisiertem Licht und Taschenlampe.

„Caesium“, Foto, 40 x 60 cm, 2012

Taro Aizu: Eine Spur Cäsium Lebt still Geruchlos Geschmacklos In meinen dunklen Zellen.

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gonny geurts | Niederlande

www.kunstenmeer.nl gonny@kunstenmeer.nl

Ausbildung: Hochschule der Künste in Arnhem. Die Einflüsse auf meine Arbeit kommen von Sigmar Polke, als er sich mit Leinöl und Blattgold auseinandersetzt, und Mondrians Schilderungen des Wesentlichen von geometrischen Formen. Meine Arbeiten können als eine Synthese aus diesen beiden Extremen, die sie vertreten, zu verstehen sein. Seit 2000 lebe und arbeite ich in meinem Atelier „Kunst und mehr“ in Zeewolde in Flevoland. Das Neue, das Land und der Raum, Luft- und Land-Art von Daniel Libeskind, Marinus Busen, Richard Serra, Piet Slegers, Robert Morris und Anthony Gormley. Meine Arbeitsweise ist während der Jahre an diesem ruhigen Ort gewach-

„Feiern in Fukushima“, Öl auf Leinwand, 80 x 90 cm, 2011

sen. Was aus dem Chaos kommt (spontane Formen von Farbe, Materie, Zeichnungen), entwickle ich nach vorne. Das erfordert Aufmerksamkeit, das fasziniert. Das ist das Hauptthema meiner Arbeit. Eine inspirierende Umgebung. Es ist etwas mit Skala; skalierte Veränderung in der Wahrnehmung der Landschaft. Der Polder ist ein Maßstab. Ich bin eine Skala (will mich füllen). Seit 2000 habe ich regelmäßig Ausstellungen in meiner Heimat und im Ausland.

Taro Aizu: Wir werden ein Lied singen Und wieder tanzen Um den großen Baum voller Kirschblüten In unserer Heimatstadt, Fukushima, Fukushima.

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hambarzum Sahakyan | Armenien

www.artnations.org/hambarzum-sahakyan.html kukunek@yahoo.com

Hambarzum Sahakyan wurde 1935 in Yerevan geboren. Von 1952-1957 studierte er auf der “Terlemezyan Technical School of Fine Arts“. Von 1957 bis 1963 studierte er am “Yerevan Institute of Fine Arts and Theatre“ das Fach Malerei. Seit 1970 ist er aktives Mitglied in der “Artists Union of Armenia“. Seit 1963 hatte er zahlreiche Ausstellungen weltweit: in Armenien, Russland, Ukraine, Weißrussland, Nepal und Kroatien. Gemälde von Hambarzum Sahakyan sind in öffentlichen Museen wie der “Yerevan National Gallery“, der

„Horinvazk“, Öl auf Leinwand, 98 x 120 cm, 2005

Taro Aizu: Sommergras Nur das Fundament der Häuser Bleibt still

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“Tretjakow-Galerie“ in Moskau, dem “Taganrog Museum“ und dem “Museum Donetsk“ zu sehen.


hamid norabadi | Iran

www.stonyriver3.com hamid_norabadi@yahoo.com

Hamid Nouabadi ist gebürtig aus dem Iran, wo er auch heute lebt und als Künstler, Schriftsteller und Dichter wirkt. Hamid hat ein Diplom in Literatur erworben.

Er hat sich viele Jahre mit Kunst aus den Bereichen der Zeitgenössischen Neuen Kunst und der sogenannten Land-Art beschäftigt. Land-Art entstand in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und der Grundgedanke ist, die Arbeit in und mit der Natur. Die wichtigste Komponente seiner Kunst ist das Anliegen für die Umwelt und die Interaktion zwischen dem Menschen und der Natur.

„Leben“, Foto, 70 x 50 cm, 2013

Taro Aizu: Möge der Vater Mit seiner Familie leben In Fukushima.

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heidi Mühlschlegel | Deutschland

www.heidi-muehlschlegel.de heidi.muehlschlegel@googlemail.com

Geboren 1970 in Biberach an der Riß. Studium an der Akademie für Bildende Künste München: 1990 -1992 Bühnenbild bei Ekkehard Grübler, 2003 - 2007 Klasse Norbert Prangenberg, Diplom 2008. Im Jahr 2005 ein Semester Erasmus-Austausch an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Irene Hohenbüchler. 2013- lothringer13/ halle, München: Förderpreise der Landeshauptstadt München; 2012- Galerie der Künstler, München: Die ersten Jahre der Professionalität 31; 2011- halle50, München: Dia De Muertos„

Fukushima in the memory #1, Keramik, Textil, Kunststoffband, Elektroartikel, 57 x 20 x 30 cm, 2013 (Foto: Lutz Weinmann)

Taro Aizu: Möge weltweit kein Lebewesen mehr ausgelöscht werden durch die Atomkraftwerke!

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helga van der Poel | Niederlande

www.helgavdpoel.nl helga@home.nl

1960 geboren in Aachen, aufgewachsen in Olef in der Eifel. 1981 Abschluss der Floristenausbildung. 1983 Umzug in die Niederlanden. 1995 Erste Soloausstellung als Autodidact. ( Aquarelle und Ölbilder) 2005- Akademie Beeldende Kunst in Genk, 2010 Belgien. 1995- Teilnahme an Einzel- und 2013 Gruppenausstellungen in den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Ausstellungen in Galerien. 2011 Eröffnung der eigenen Galerie in Wijlre (NL).

Werk und technik Zentrales Thema meiner Bilder sind Tiere und Fragmente aus der Natur.Ich arbeite ausschließlich in Ölfarbe auf Leinwand.

„Die Rückkehr“, Öl auf Leinwand, 60 x 100 cm, 2013

Taro Aizu: Ich kann nicht glauben, Dass sie verseucht wurden Durch den Cäsium-Wind, wenn ich vor den grünen, grünen großartigen Reisfeldern stehe.

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igor Prokop | Ungarn

www.profusingart.eu prokopi@t-online.hu

Igor Eugen Prokop wurde 1953 in Budapest geboren. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule in Eger Biologie und Zeichnung und schloss seine Ausbildung 1978 ab. Danach studierte er Biologie an der József Attila Universität der Künste in Szeged von 1981 bis 1983, im Anschluss Philosophie 1984 in Budapest, Filmästhetik im Jahr 1987 und von 1991 bis 1993 an der Universität für angewandte Kunst. Er arbeitete in New York, Heidelberg, Auckland und anderen Orten der Welt. Neben Malerei und Zeichnung arbeitete Igor Eugen Prokop auch 30 Jahre mit dem Material Glas.

“Ausgehend von der traditionellen Malerei (Ölmalerei und Grafik), gelangte ich zur “DOT ART“. Dabei handelt es sich um eine Art von mikroskopischer Technik zur Erschaffung von Mikrowelten. Diese Technik kombiniert natürliche Materialien wie Kupfer und Farbpigmente mit geschmolzenem Glas und ich gab ihr den Namen “Blass Panel Painting“ (BGPP). Aktuell habe ich diese Methoden noch durch moderne Techniken und Medien wie Acryl, Digitaldruck-, Video- und Computer-Grafiken erweitert. Diese Techniken leiten sich voneinander ab, beeinflussen und inspirieren sich gegenseitig und erschaffen neue Harmonien.

Taro Aizu: „Fukushima. Der Zeitpunkt“, Mischtechnik auf Leinwand, 80 x 60 cm, 2013

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Ich kann nicht glauben, Dass sie verseucht wurden Durch den Cäsium-Wind, wenn ich vor den grünen, grünen großartigen Reisfeldern stehe.


iris v’t Bosch | Niederlande

www.atelier4iris.nl ivantbosch@online.nl / Iris@atelier4iris.nl

„ICHMAGNICHTHOLLYWOOD“, Installation, 1 x 1 x 4 m, 2011

Taro Aizu: EIN TEMPELGARTEN Einhundert Jahre, Zweihundert Jahre, Umso mehr Zeit vergeht, Umso schöner wird er, Der Tempelgarten.

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irma Frijlink | Niederlande

www.irmafrijlink.nl frijlink@wxs.nl

Irma Frijlink macht zwei-und drei-dimensionale Kunstwerke mit textilen Bestandteilen. Ursprünglich kommt sie aus der textilen Welt. In ihrer aktuellen Arbeit verwendet Irma Mischtechniken: Sie zieht mit der Nähmaschine, malt mit Acryl und manchmal mit Tusche und stickt dann Teile mit Seide, Leinen und Baumwollfäden. Ihre Arbeit ist gesellschaftskritisch.

Doch auch alltägliche Ereignisse ihres Lebens werden umgewandelt in “Seiten aus einem Tagebuch.” Irma Frijlink ist in ihrem Werk auf der Suche nach Widersprüchen zwischen Schuld und Unschuld, Gut und Böse.

„bedauerlicherweise wurden sie kontaminiert“, Mischtechnik, 30 x 42 cm, 2013

Taro Aizu: PFIRSICHKNOSPEN Solche runden Rosafarbenen Pfirsichknospen Sind schöner noch Als die Vollaufgeblühten Blüten.

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Jake Eldridge | USA

www.jakeeldridge.com zsnakester@yahoo.com

Jake Eldridge ist 1971 in Yonkers, New York geboren und ging 1989 nach Chicago, um sein Ingenieursabschluss in Informatik zu erlangen. Eines Nachts im Jahre 2004, sagt Jake, habe er angefangen, mit einer Digitalkamera zu experimentieren. Er machte wahllos Fotos mit einem tragbaren Vierspurenrekorder, um die Sehenswürdigkeiten und Klänge von Chicago einzufangen. Einige der experimentellen Fotografien seinen so überzeugend für ihn gewesen, dass sie gar zu Tagträumen über Lichtmalerei führten. Seitdem hat Jake sich autodidaktisch im Bereich der Fotografie und der Digitalen Kunst weitergebildet. Er stellt seine Werke national und international aus.

Des Künstlers eigenen Worte: Als Software Ingenieur, nach einem langen Tag auf der Datenautobahn widme ich mich in meiner Freizeit den ästhetischen Künsten, wie der digitalen Fotografie oder dem Programmieren von Synthesizern. Ich spiele Klavier und Gitarre.

„Das Triebwerk“, 33 x 48 cm, Foto, 2011

Taro Aizu: Grundwasser Steigt hinauf in den leeren Baumstamm… Winterliche Stille.

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James Kellogg | USA

james.kellogg@yahoo.com www.jameskellogg.com

James Kellogg´s Interesse bezieht sich auf die Erforschung diverser Medienansätze sowie deren Umsetzung in der Kunst. Für die Darstellung seiner surrealen Arbeiten verwendet der Multimediakünstler eine einzigartige digitale Farbpalette, die aus diversen Licht-, Material- und Feuernuancen besteht. Die hier zugrunde liegende Philosophie seiner Kunstwerke ist das Enthüllen der Schönheit des Lichts aus den alltäglichen Aspekten des Lebens. Für die Transformation seiner konventionell erfassten Kunstformen in eine innovative Multimedia-Form verwendet der Künstler Augmented Reality, Motion Capture, Animation, digitale Fotografie und Film.

Seine Werke sind in der Regel einheitlich verbunden, einige stellen eine Weiterentwicklung bereits etablierter Arbeiten dar. Ein Beispiel für diese Entwicklung zeigt uns „Birth of the Fairies „ (2012), das aus seinem früheren surrealistischen Kunstwerk „Fiery Night“ hervorgeht. Diese Darstellung entstand aus digitalen Fotografien von Holzkohle. Ein weiterer Schritt wird eine Animation sowie Augmented Reality mobile Applikation sein, die eine neue Betrachtung dieser Arbeit auf mobilen Geräten und eine „digitale“ Erfahrung mit der Kunst ermöglicht.

Taro Aizu: „Erde und Wind“, digitales Gemälde, 2013

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Erde und Wind, Birnen und Pfirsiche, Katzen und Menschen, Möge allen Lebewesen in Fukushima Neues Leben eingehaucht werden.


Jan-Carel Koster | Niederlande

www.jancarelkoster.com info@jancarelkoster.com

Jan-Carel ist Hersteller mehrdimensionaler Skulpturen. Er wurde von seinem Großvater, einem begabten Schreiner, ab dem Alter von 12 Jahren ausgebildet. Dieses Wissen, das er „auf Holz“ erworben hat, erweiterte er dann um Stein. Sein Handwerk, kombiniert mit theoretischer Ausbildung und der Suche nach Arbeitsmethoden und Techniken der berühmtesten Bildhauer der Renaissance (Michelangelo!), hat ihn zu dem Künstler gemacht, der er heute ist. Jan- Carel versucht, mit seinen markanten abstrakten und organischen Objekten eine Brücke zwischen Natur, Wissenschaft und Handwerk zu schaffen - mit Verweisen sowohl auf die physische Umwelt, als auch auf psychische Erfahrung. Für ihn bedeutet mehrdimensionales Arbeiten die Erstellung von 3D -Skulpturen mit einer vierten Dimension. Das vierte Element ist die Zeit (Raumzeit). Diese (im Grunde für uns Menschen nicht beobachtbare) Dimension versucht er zu betonen. Im Rahmen seiner Arbeit versucht er immer wieder, sich auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und die Gesellschaft zu beziehen und uns sein Gefühl zu veranschaulichen, dass alles und jeder sich weiterhin entwickelt. Er selbst sieht dies als eine konstante Energiewelle, die kontinuierlich durch die Gesellschaft fließt; eine ewige Kraft, der Zweck der Evolution.

Olivenbaum in Kombination mit Stahl und RVS, 1.90 x 0.80 x 0.80 m, 2012

Taro Aizu: Aber die alten Bauern Sind wie Bäume Sie haben dicke Wurzeln Tief in der Erde von Fukushima.

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Jonathan Benitez | Philippinen

www.facebook.com/tibur78 tibur78@gmail.com

Jonathan Benitez lebt und arbeitet als Künstler auf den Philippinen. Er ist Maler, Ausstellungsorganisator, digitaler Künstler und Musiker. Er war an einem Kunst-Protest bezüglich der illegalen Wilderei von Schildkröten in Tubattaha , Philippinen, im Jahr 2005 beteiligt; ebenso bei anderer Protestkunst gegen die Vertreibung der indigenen Völker im Süden von Palawan im Jahr 2002. Seine künstlerische Aussage ist wie folgt: „Bei meiner Arbeitsweise habe ich ein starkes Fundament im Realismus und bin zugleich in der Lage nicht-gegenständliche lyrische Abstraktionen in einem bestimmten Medium zu schaffen. Ich wusste, dass diese beiden Disziplinen auf verschiedenen

Ebenen gedeihen, aber ich bin versucht, die beiden zu kombinieren, um deren Grenzen verwischen. Als Künstler in einem Land der Dritten Welt zu leben bot mir eine reiche Quelle an Geschichten, die nicht ausreichen, um Bibliotheken zu füllen. Ich erforsche vielfältige Erfahrungen und Probleme, die ein Individuum betreffen bzw. beeinflussen können. Das soziale Klima ist ebenso kompliziert wie der Klimawandel selbst, welches unter konstanter Bedrohung durch Kulturkommodifizierung, Identitätskrisen, Wirtschaftskrisen, Armut, Korruption, Globalisierung, Katastrophen und Umweltzerstörung uns auf Kollisionskurs mit unserem Schicksal führt.Dies ist, was ich mit meiner Kunst ausdrücken will.“

„Morgen wird kein gewöhnlicher Tag“, digitale Collage, 30 x 40 cm, 2013

Taro Aizu: Der Wind bläst Ins zerstörte Wohnzimmer Erdbeben und Tsunami…

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Juan Carlos rubio | Spanien

http://offtravels.shutterchance.com birdwatch@telefonica.net

Juan Carlos Rubio ist ein spanischer Berufskünstler, der seit den 1970er Jahren in verschiedenen Medien der Kunst wie Fotografie, Video, Musik und Design arbeitet. Er ist sehr engagiert bei landwirtschaftlichen und ökologischen Themen in Spanien, wo er Mitglied bei der “SEO/Birdlife“ und Präsident der “QuercusMares“ ist. Er ist Humanist, der Abschlüsse in Jura, Betriebswirtschaft, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und organischer Landwirtschaft absolviert hat und an verschiedenen Universitäten (“University of California in Santa Cruz“ und “University of Deusto“ in Madrid) studiert hat. Er schreibt und veröffentlicht

regelmäßig Essays. Juan Carlos war in der Vergangenheit als Galerist zeitgenössischer Kunst in Madrid (Arteara Galería, 1986-2006) sowie als Berater und Kurator für eine lange Liste von Institutionen und Unternehmen (Telefónica, Bertelsmann Group, Renfe, etc.) tätig. Er ist derzeit sehr an botanischen Projekten beteiligt und arbeitet an einem Foto-Tagebuch, das die Basis für einen neuen Film sein wird.„Mutter Natur fordert ständig unsere Aufmerksamkeit und Pflege“, so der Künstler.

“Der dunkle Hafen”, Digital bearbeitetes Foto, 2013

Taro Aizu: Durch Fukushima, Wollen die alten Bauern Zurückkehren In ihre wahre Heimatstadt Die Erde selbst. Die Erde Ist der dunkle Zufluchtsort, wo ihnen neues Leben eingehaucht wird: Ihre nächste Etappe.

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Jürgen gnass | Deutschland

juergen.gnass@gmail.com www.lpwalliance.com/database/juergen_gnass

Jürgen Gnass wurde 1969 in Nürnberg geboren. Er lebt in der Nähe von Bamberg, ist freiberuflich tätig und arbeitet europaweit als Light Painting-Fotograf. Seine Leidenschaft für die in der Fotografie recht junge und noch wenig bekannte Teildisziplin Lichtmalerei (engl.: Light Painting Photography) entbrannte im Jahr 2008. Er zeigte seine Werke in den Ausstellungen „Erstes Licht“ (2010) und „Streiflicht“ (2011) in Bamberg und „WirkLichtKeit“ in der Fürst Fugger Privatbank (Nürnberg, 2013), war Aussteller bei der 1. & 2. Light Painting Weltausstellung (2012 in Moskow/2013 in Paris) und nahm seit 2013 an renommierten internationalen Ausstellungen und Festivals in Moskow, Mumbai, Uba (Brasilien), Paris und München teil. Seit 2012 ist er Mitglied und lokaler Repräsentant für Deutschland bei der Light Painting World Alliance und Gründungsmitglied von ArtNations e.V.. Zuletzt errang er im Oktober 2013 den 4. Preis beim 1. International Lightpainting Award. „Mein Bestreben ist es, den Ort mit der Performanz/ Choreografe in Einklang zu bringen, eine neue Stimmung zu erzeugen oder das Objekt, Model bzw. den Ort auf eine neue einzigartige Weise wahrnehmbar zu machen. Besonders reizvoll ist dabei das Spannungsfeld zwischen der Vorstellung in meinem Kopf und der tatsächlichen Machbarkeit einer ausgedachten Performanz (kein Photoshop! Just out of the camera!). Das Spiel mit den verschiedenen Variablen, wie z.B. den Umgebungsbedingen (Wetter, Streulichter, Wolken, Gelände etc.), dem Licht durch Mond, Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang, den verschiedenen Lichtstärken der verwendeten Tools, dem Gelingen der Performanz und dem Einfuss des Zufalls, macht die Light-Painting-Fotografie für mich so faszinierend. Außerdem hat man nachts die Orte meist für sich allein.“

„Bonfire“, Luminographie, 2013

Taro Aizu: BONFIRE Während die Feuerflammen In den Nachthimmel lodern Schmilzt Der eben gefallene Schnee Auf den Stirnfransen des Mädchens.

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Katrine van Klaveren | Niederlande

www.barbiekunst.nl katrinevanklaveren2@hotmail.com

Meine Arbeit wird von sehr hellen Farben, Humor und der Suche nach Verbindungen zwischen der harten Realität und der staunenswerten Realität gekennzeichnet. Die Schichtung der Realität ist immer der Ausgangspunkt. Ich neige dazu, alle möglichen Disziplinen zu nutzen, in zwei und drei Dimensionen. Es ist eine Suche nach dem Erhabenen. Ausbildung; 1. Jahr Kunstgeschichte / Archäologie, UVA, 1984 Hochschule der Künste Amsterdam, Textilkunst, Kunstgeschichte Grad 1. 1987 Hochschule der Künste Utrecht, Mischtechnik, Zeichnung und Malerei im Jahr 1990 Aktivitäten: Von 1987 bis 2001: Dozentin für grafische Präsentationstechniken an der Hochschule Zaanstad Seit 2001 bis dato: Dozentin für Bildende Kunst und CKV1 am Lyceum Zaanlands Seit 1992 bis dato: freie Künstlerin Seit 2004: Präsidentin der Kidz Stiftung 2007 - 2013: Vorsitzende der Tengel-Stiftung

„10 Gedanken“; Mischtechnik, Holz, 20 x 30 cm, 2011

Taro Aizu: Obwohl Einige Anwohner fliehen wollten, Konnten sie nirgendwo anders hin Sie hatten keine Arbeit, keine Häuser Außerhalb von Fukushima.

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Keith Morant | Neuseeland

www.morantart.com, www.keithmorant.com Morant@paradise.net.nz

Die letzten Jahre haben seine Arbeit auf die globale Kunstszene wirken gesehen und er ist mit vielen internationalen Kunstpreisen ausgezeichnet worden. Geboren in England, arbeitete und stellte Morant aus in London bis 1973, als er nach Neuseeland ging und sich in Christchurch niederließ. Er hat so lange er denken kann zwanghaft gezeichnet und gemalt. Und, obwohl klassisch ausgebildet, war er schon immer seinen eigenen Weg des individuellen Ausdrucks gefolgt. Im Jahr 1985 wurde er mit dem New Zealand Montana National Art Award ausgezeichnet. Obwohl er ein verstaatlichter ‚Kiwi‘ und Vollzeit- Maler ist , bezeichnet er sich nicht als „lokaler“ oder „regionaler“ Künstler.

„Daring The Deep I“, Mischtechnik auf Leinwand, 41 x 51 cm, 2013

Seit den 1980er Jahren hat er ausgiebig auf der internationalen Bühne ausgestellt und Shows in New York, Miami , Toronto, London, Tokio, Peking , Melbourne, Istanbul , Valencia und vor allem in Italien veranstaltet, wo er auch viele Preise gewonnen hat. „Meine Kunst ist immer eine Entdeckungsreise in das Wesen des Seins. Es ist ein Versuch, die Wahrheit meiner eigenen Existenz auf so vielen Ebenen wie möglich auszudrücken und ein größeres Bewusstsein für die Lebensqualitä zu kommunizieren.“ Keith Morant

Taro Aizu: WASSERFALL Die Gischt Des Wasserfalls Prallt auf den Felsen auf. Sie wühlt mein Herz auf In ihrer heftigen Süße.

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Kitty van Dijk | Niederlande

www.kittyvandijk.nl kittyvanduijk@upcmail.nl

Beobachtungen und Erfahrungen des Alltags inspirieren mich. Dies kann eine Geschichte, ein Eindruck, eine Erfahrung, ein Zeitungsartikel oder ein Bild sein. Ein schöner Lichtschacht oder ein Gefühl kann mir Mut für die Arbeit geben. Meine Interpretation ist großteils figurativ. Acryl ermöglicht es mir, opak oder transparent arbeiten. Die Klarheit und Schnelligkeit der „mixed media“ mag ich. Ich nutze Papier, Stoff, Garn und Farbe auf Leinwand als auch gebrauchte Stricksachen, Häkeleien, Spitzen und Stickereien, wenn nötig. Alles, was zum Beispiel den vielen Wassern, der Offenheit und dem klaren Himmel in unserem Polder einen Ausdruck verleiht.

„Gone in April”, Mischtechnik auf Reispapier, 60 x 60 cm, 2012

Zunächst ist eine Landschaft zu sehen, aber das Werk verspricht, mehr Einsicht zu geben. Seiner eigenen, charakteristischen Oberfläche wird eine zusätzliche Dimension hinzugefügt. Freiheit und Zügellosigkeit sind auch im Werk zu finden. Es ist wunderbar. Ich hoffe, dass meine Arbeit Raum für individuelle Interpretation des Betrachters lässt. Dass die Menschen berührt werden und sie es genießen, dass jeder es mit seiner eigenen Geschichte füllen kann.

Taro Aizu: Wir werden ein Lied singen Und wieder tanzen Um den großen Baum voller Kirschblüten In unserer Heimatstadt, Fukushima, Fukushima.

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laurence Steenbergen | Niederlande

www.laurencesteenbergen.com laurences11@yahoo.com

In Laurence Steenbergens Gemälden bilden Farbe und kurvige Linie prachtvoll berauschend, puzzle-ähnliche Kompositionen. Von einer professionellen Fotografin geschaffen, verraten diese durchgehend eindringlichen Arbeiten die beharrliche Sorge, die Seele von Wesen zu ergründen. Formen - deformiert, abgerundet, kreisförmig oder schroff spitzig, bringen durch schlichte doch elegante Pinselarbeit eine schrille, explosive Schönheit zum Ausdruck. Durch Freuden und Sorgen des Lebens inspiriert, kommuniziert Steenbergens faszinierende, rohe Oberflächenstruktur mit der widersprüchlichen und komplexen Natur des alltäglichen Lebens. Korrespondierend, abstrahiert die Künstlerin die natürliche Welt, zieht aus dem Einfachen

und Gewöhnlichen eine poetische Vorzüglichkeit heraus. Mit einer Matisse-ähnlichen schwarzen Linie und einem Kooing-esken Umgang mit dem Raum, bewundert Steenbergen Van Goghs Fähigkeit das Banale zu traszendieren und Leinwände mit lebehaft expressiver Farbigkeit aufzuladen. Spirituell an einer Unzahl an Themen und Gegenständen interessiert, bringt sie westliche Ästhetik mit östlichem Dünkel zusammen. “Sehr oft werde ich durch bestimmte Farbkombinationen, Formen oder die Erkenntnis von etwas Schönem inspiriert”, sagt Steenbergen. “ Es kann ein Funkeln im Dunkeln, die Form eines Baumes oder Stuhles, eine liebliche unter schmutzigen Farben oder ein Moment des Glücks sein.” Eine Südkoreanerin, aufgewachsen in den Niederlanden, Laurence Steenbergens Arbeiten sind visuelle Mischungen aus östlich- und westlich kunsthistorischen Traditionen. Eine Fotojournalistin für ihre örtliche Zeitung, die Künstlerin lebt und arbeitet in den Niederlanden.

Taro Aizu: “Gogyoshi 1”, Acryl und Tinte auf Leinwand, 150 x 100 cm, 2011

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Ich kann nicht glauben, Dass sie verseucht wurden Durch den Cäsium-Wind, wenn ich vor den grünen, grünen großartigen Reisfeldern stehe.


lea Dolinsky | Israel

www.leadolinsky-sculptor.com dlea21@gmail.com

Lea Dolinsky wurde in Argentinien geboren und lebt in Israel seit 1963. Dort studierte sie Architektur an der Technion in Haifa und arbeitete fast 20 Jahre als Architekt. Außerdem studierte sie Kunst und Keramik-Skulptur unter Hedwig Grossman, Immre Shrammel und Enrique Mestre. Zwischen 1984 und heute

nahm sie an mehr als 75 Gruppen-und 15 Einzelausstellungen in Israel, USA, Europa, Japan teil. Sie meisterte sowohl Wandmalereien, Reliefs und Skulpturen, gezeigt in öffentlichen und privaten Sammlungen, als auch Umwelt Skulpturen für öffentliche Gärten und Gebäude in Israel, Europa und Japan.

„Homage to Japan“, Relief, 39 x 44 x 8 cm, 2003

Taro Aizu: Obwohl Einige Anwohner fliehen wollten, Konnten sie nirgendwo anders hin Sie hatten keine Arbeit, keine Häuser Außerhalb von Fukushima.

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leon Buz | Russische Föderation

llb-rm@mail.ru

Leon Buz ist gebürtig aus dem Altaigebirge, der ehemaligen Sowjetunion, der Verbindungsstelle zwischen Moderner und Zeitgenössischer Kunst. Das Altaigebirge hält ihn fortan mit seiner Schönheit, seinen Geheimnissen und seinem Gefühl für Freiheit im Bann. Er lebte zuletzt in Prag und ist derzeit in München ansässig. Leon arbeitet als Ingenieur, Journalist und ist Berater des Vizepräsidenten des Internationalen Rates der Industrie und Unternehmer. Leon nahm seit seiner Jugend an verschiedenen öffentlichen und

privaten Ausstellungen in Russland und der Ukraine teil. Seine Kunstwerke sind Teil privater Sammlungen in England, Spanien und Südafrika. Des Künstlers eigene Worte: „Mein künstlerisches Kredo ist es, ich selbst zu sein und meine inneren Visionen nicht zu unterdrücken und zugleich offen für Veränderungen, Experimente und Innovationen zu sein. Kunst bereichert mein Leben, machte es kreativ, auch dadurch, dass sie andere Menschen inspiriert.“

“The bitter sun of Fukushima”, Acryl auf Leinwand, 50 x 60 cm, 2013

Taro Aizu: AYU Ein Ayu Springt aus Dem stillen Fluss Gefärbt vom Sonnenaufgang Dunkler Berge.

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lusine Breitscheidel | Deutschland

www.lbreitscheidel.de info@artnations.org

Lusine Breitscheidel wurde 1973 in Eriwan, Armenien geboren. Nach dem Abschluss des Medizinstudiums in Armenien, studierte sie an der State University of New York. 2009 erfolgte die Promotion zum Dr. med an der Ludwigs- Maximilians-Universität, München. Seit 2010 hat Frau Breitscheidel an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, z. B. 2011 Southern Nevada Museum of Fine Art, Las Vegas; 2011 Old Jaffa Museum of Antiquities, Tel Aviv; 2012 Chianciano Art Museum, Italien; 2012, Contemporary Art Museum of St. Petersburg. Neben der Publikation von zahlreichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften hat sie weltweit an internationalen Kunstprojekten mitgewirkt / kuratiert, z.B. Project Alena, 2011-2014; Palm Tree Project, Portugal, 2013; Luminobotanika, Brasilien, 2013; Elements of Nature, Gogyoshi Art Project, 2014. Seit 2011 ist sie Vorstandsmitglied des Kunstvereins PAS, Portugal. Seit 2012 ist sie Gründerin und auch Vorsitzende des ArtNations e.V., in München.

„Mein künstlerisches Vorhaben besteht im Versuch, das Phänomen Mensch in seinen unterschiedlichen Erscheinungen zu erforschen. Ich will seine Komplexität für einen öffentlichen Diskurs offen legen, indem ich die menschlichen Schwächen und Stärken in natürlichen bis zur Absurdität alltäglichen Situationen präsentiere, als wären sie verschiedene Spiegel für jedermann.“ Ihr Bild Magnolia zeigt zwei traditionell gekleidete Japanerinnen, die sich gegenüber sitzen. Farben des Wassers fließen durch das Bild: blau, grün und braun, und in der Mitte tummeln sich Fische in einer Schale, ein Symbol des Schweigens. Das Gedicht im Bild deutet auf die Blüten der Magnolie in der Dämmerung, aber diese treten hinter die schweigenden Betrachterinnen zurück. Es bleibt der Eindruck einer Sprachlosigkeit, die nicht bloß zeremoniell ist. [Dr. Ralph Cahn]

Taro Aizu: MAGNOLIEN

„Magnolia“, Öl auf Leinwand, 1.2 x1.8 m, 2013

In der Dämmerung Tauchen sie auf Die Magnolienblüten Im Zwielicht Wie weiße Laternen.

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Maaike rekers | Niederlande

www.maaikemaakt.nl maaike_rekers@yahoo.com

The Perspex represents the invisible blanket of radiation which covered Japan and its surroundings. The red of the globe with the white background symbolizes the flag of Japan. The grey represents old age and grief, which remained in Fukushima. Red is a powerful colour in traditional Japanese society, representing strong emotions rather than ideas. Red is the colour of energy, colour of the sun, vitality, warmth and strength. Red stands for love and intimacy, including sexual desire and the life force and energy in people.

“Ume” , Kunststoff, Foto, 42 x 30 x 10 cm, 2012

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The little white foot “walks” from Europe to Japan and symbolizes the return of the future (youth) and hope to Fukushima. White represents purity and cleanliness and is seen as a blessed colour. Because of the sacred nature of the colour, white is the colour of weddings and other joyful events in life. The stylized “Ume” (plum blossom) on the ankle of the little foot represents the promise of new life and a new spring after each winter. The colour gold stands for the rising sun which will bring new life and wealth.


Margriet Verbeek | Niederlande

www.margrietverbeek.nl mail@margrietverbeek.nl

Margriet studied classical guitar with the Uruguayan guitarist Baltazar Benitez at the Brabant Academy of Music in Tilburg and composition with the Dutch composer Jan van Dijk. Works as composer, composition teacher and author of fantasy books for young adults. Margriet Verbeek composed a sound collage for the Gogyoshi Art Project. Musical fragments are mixed with street sounds, bird singing, children voices and other sound-effects.With this music she expresses her sorrow and concern for the future of Fukushima’s children and the living world of their hometown, inspired by Taro Aizu’s gogyoshi.

„1. This is how it started; 2. Children of Fukushima; 3. The cat“, Musikkompositionen auf CD „Fukushima 2011“, 2011

Taro Aizu: Die Katze Weiß von nichts Wenn sie Von ihrem nassen Fell Den Cäsiumregen ableckt.

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Maria Mur | Russische Föderation

mariamur.com murkamur@me.com

Maria Mur, in Moskau geboren, lebte in Prag und jetzt in München seit 2010. Maria hat einen Master-Abschluss von der Russischen Akademie der Naturwissenschaften und arbeitet derzeit in der klinischen Forschung der Pharmaindustrie. Maria arbeitet sowohl mit Acryl als auch Aquarell. „Die Malerei bietet mir die Gelegenheit meine kreative Seite zu entwickeln und zu erforschen und inspiriert mich, faszinierende und interessante Themen zum Leben zu erwecken. Wenn ich male, fühle ich

mich tief in die Materie eingetaucht und das ist eine wunderbare Abwechslung und befreiende Erfahrung. Ich habe den Anspruch, visuell anregende und herausfordernde Arbeiten zu erschaffen. Meine Intention ist, die Komplexität der Welt, die uns umgibt, zu reflektieren durch Bedeutungen und Bilder, bei denen manchmal ursprüngliche Eindrücke und Erwartungen auftauchen. “

„The Cat of Fukushima“, Digital bearbeitetes Foto auf Aluminium, 60x40 cm, 2013

Taro Aizu: Die Katze Weiß von nichts Wenn sie Von ihrem nassen Fell Den Cäsiumregen ableckt.

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Marianne Delmee | Niederlande

www.mariannedelmee.com mariannedelmee@home.nl

For several years the leading theme in my work is the position of the mother/ child /family , the role women play in the inside and outside world.

In this painting inspired by Gogyoshi nr. 10, I have painted the farmer and his two sons, the farmer wishes to visit the famous Miharu tree and see the cherry blossoms once again.

I ask myself questions about how free we really are. “How can I be substantial if I fail to cast a shadow? I must have a dark side also if I am to be whole; and in as much as I become conscious of my shadowI also remember that I am a human being like any other.” ( CF. Jung, Modern man in search of a soul, 1933 )

„The desire for cherry blossoms“, Öl auf Leinwand, 90 x 110 cm, 2012

Taro Aizu: Wir werden ein Lied singen Und wieder tanzen Um den großen Baum voller Kirschblüten In unserer Heimatstadt, Fukushima, Fukushima.

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Marta Valls | Italien

www.martavalls.it abcmarta@libero.it

Marta Valls hat ein Kunststudium in „Fine Art“ mit Spezialisierung Fotografie an der Universität Barcelona 1988 absolviert. Marta lebte und arbeitete von 1988 bis 1990 in England, wo auch ihre professionelle Kunstkarriere begann. 1990 wurde sie von der Italienischen Fotografiestiftung eingeladen, ihre Fotografien auf der Biennale für Fotografie in einer persönlichen Ausstellung darzubieten. Marta lebt derzeit in Turin, wo sie als Kunstlehrerin an der Oberschule Liceo Baldessano Roccati arbeitet. Sie hat sehr viele Kunstprojekte in ihre Arbeit erfolgreich integriert. So

z.B. waren Schüler ihrer Klasse mit künstlerischen Werken in der Internationalen Ausstellung „Elements of Nature“ in München gemeinsam mit 50 internationalen professionellen Künstlern vertreten. Marta hat ihre Schüler vom Gymnasium Carmagnola motiviert, sich dem Thema Fukushima anzunähern und mit einer künstlerischen Arbeit mitzuwirken. Ausgewählte Kunstwerke werden nun in der Austellung „Mein Fukushima“ in München ausgestellt.

Taro Aizu: „ohne Titel“, digitale Collage, 2013

ZEIT Ich kann sie nicht sehen Noch hören, aber die Zeit fließt durch meinen Körper wie Blut.

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Masri hayssam | Libanon

www.artworksmasri.com haymasri@hotmail.com

Masri Hayssam stammt ursprünglich aus Tripoli, Libanon, und lebt derzeit in Italien. Im Jahr 1986 studierte er Architektur-Design im Libanon. Zur gleichen Zeit vertiefte er seine Fähigkeiten in der Kalligraphie. Er zog im Jahr 1990 nach Italien. 1993 studierte er in Florenz am Kunst-Institut Professionele Kunst, Werbung und Fotografie, sowie an der Akademie der Künste Zeichnen, Inzision und Kunstgeschichte. Masri bezeichnet sich selbst als ein italienisch- libanesischer Künstler. Die meiste Zeit seiner Kindheit und Jugend war geprägt von Erfahrungen aus dem 15jährigen libanesischem Bürgerkrieg. Seine Werke köönnen in verschiedene Epochen und verschiedene Reihe von Arbeiten aufgeteilt werden.

„Ich bin immer in Bewegung um künstlerisch Neues und Beeindruckendes zu entdecken; etwas Bedeutendes mit einer Aha-Wirkung auf die Psyche des Menschen; etwas, das nicht zulässt dass Monotonie und Routine meine Seele und den Fluss meiner Gedanken blockieren. Dieses unersättliche und qualvolle Gefühl der unausgesprochenen großen Potenziale in mir wird durch die Vielseitigkeit meiner Arbeit nicht erfüllt. Ich lebe jeden Tag vier Jahreszeiten. Es ist eine gigantische Welt der Wahrnehmung, Vorstellungen und Errungenschaften. Eine Welt des erneuerbaren psychologischen In- und Outputs voll fließender Emotion, Ausdauer und Schmerz. Es ist vielleicht das einzig Mögliche das es wert ist zu tun, mehr als alles andere.“

Taro Aizu:

„Fukushima in the memory“, Selbstporträt, Mischtechnik auf Leinwand, 100 x 140 cm, 2013

Obwohl Einige Anwohner fliehen wollten, Konnten sie nirgendwo anders hin Sie hatten keine Arbeit, keine Häuser Außerhalb von Fukushima.

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Mirek Antoniewicz | Polen

www.mirekantoniewicz.webs.com mirekart@gmail.com

Mirek Antoniewicz wurde 1954 in Wroclaw, Polen, geboren, wo er aktuell auch lebt und arbeitet. Er studierte 1980 - 1983 an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan und an der Universität Breslau, wo er im Jahr 1985 sein Studium mit ausgezeichneten Noten abschloss. Zwischen 1994 - 1995 hat er an Grafik-Praxis an der Akademie der Schönen Künste in Breslau gearbeitet. Mirek nahm an vielen nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Seine Kunstwerke werden weltweit in ständigen Sammlungen von Museen und Kunstsammlern gezeigt.

„Meine Malerei ist mein eigener Weg zur Erklärung und uns die umgebende Welt näher zu bringen und verständlicher machen. Auch ist sie eine Möglichkeit wie ein einzelner die Vision von der Welt beeinflussen und steuern kann. Sie hilft Ordnung in die Dinge zu bringen und macht die Welt verständlich und menschlich.“

„Fukushima“, Triptychon, Acryl auf Papier, 3 x 0.5 x 1.5 m, 2013

Taro Aizu: Kinder Stürmen auf die Ziellinie zu… Ein Sportfest.

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nani Boronat | Spanien

www.naniboronat.com boronat@naniboronat.com

Der gebürtige Spanier, der 2007 nach München kam und seit etwa einem Jahr in Neubiberg lebt, offenbart in der Ausstellung mit dem Titel „plasticidad“ einen Blick auf seine Heimat - und in die Welt. Es sind vor allem die Farben, die an seinen Bildern so faszinieren. Aber auch die Skulpturen sprechen für sich. Man mag den Blick kaum abwenden von den satten Tönen, und deren raffinierter Zusammenstellung im Einklang mit einer harmonischen Formgebung. Grundlage von Bornats Malerei ist stets das Organische, auf dem der Künstler dann geometrische Formen aufsetzt. Das Rot steht für die Erde seiner Heimat Katalonien, die Ockertöne für die Gesteinsformen in der Landschaft, das immer wieder auftauchende Blau und Türkis für die Farbe des Meeres. Die Malerei ist überwiegend abstrakt, es finden sich in jüngster Zeit aber auch gegenständliche Elemente in Boronats Bildern. So malt er etwa einen Vogel, ei-

„GOGYOSHI Nr.7“ aus der Suite „Dibujos invisibles“, Zeichnung, Collage, 57 x 43 cm, 2013

nen von jenen, die in Katalonien manchmal zu sehen waren und die als Exoten galten, weil sie aus dem kalten Norden kamen. Der Künstler versteht es darüber hinaus, die ihm sehr wichtige Musik in sein Werk einzubauen. Und so hat er mehrere malerische Werke geschaffen, in denen Rhythmen und Tempi umgesetzt werden in rhythmische Farbkompositionen, die beispielsweise eine Fuge von Bach auf die Leinwand übertragen. Anders geht er bei seinen Skulpturen vor: Boronat beginnt umgekehrt mit der geometrischen Form, fügt zum Beispiel bearbeitete Holzstücke aneinander und arbeitet dann aus der Struktur des Holzes die Formen heraus, die an Bewegung und Lebendigkeit, aber auch an das Vergehen der Zeit erinnern. Holz ist ein wichtiger Werkstoff für Boronat. Er liebt die Beschäftigung mit dem Material, weshalb er auch für viele seiner Bilder eigene Holzrahmen zimmert.

Taro Aizu: Der Milchbauer hinterließ eine Nachricht Auf einer Pinnwand in der Werkstatt “Wenn das Atomkraftwerk Nicht explodiert wäre, Hätte ich mich nicht umgebracht.”

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nikita Knikta | Russische Föderation

www.knikta.de knikta@yahoo.de

1979 1999 2005 2001 2003 2004 2005

geboren in Moskau Studium an der akademie der Bildenden Künste München in der Klasse Prof. Zeniuk Mitglied des Berufverbandes Bildender Künstler (BBK), München, Deutschland Mitglied des Berufverbandes Bildender Künstler (FMDK), Munchen, Deutschland Mitglied des Berufverbandes Bildender Künstler, Russland Mitglied des ICAF

„In der moderne Welt gewinnen die exakten Wissenschaften immer mehr an Bedeutung. Man versucht nicht nur das Materielle, sondern auch das Geistige zu erkennen und wissenschaftlich zu erklären. Sogar die Kunst nähert sich der Wissenschaft an und benutzt immer öfter wissenschaftliche Verfahren. Man vergisst, dass Kunst meistens mit dem Geist und mit der Intuition zu tun hat. Deshalb möchte ich mein Kon-

zept und mein Verstehen von Kunst hier vorstellen. Vor allem wende ich mich mit meinen künstlerischen Arbeiten an den einfachen Betrachter und nicht an einen engen Kreis von Künstlern und Kunsthistorikern. Motive und Themen sollen jedem verständlich sein und damit dem Ziel dienen in gewöhnlichen Dingen eine Tiefe und allgemeingültige Bedeutung zu entdecken. Im gegenwärtigen technischen Leben ist es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind, wie unlösbar der Zusammenhang zwischen dem Menschen und der Natur ist. Ich befasse mich bevorzugt mit solchen Themen wie Liebe und der Beziehung zwischen Mann und Frau, Schönheit der Natur und des menschlichen Körpers, Religion und der Figur des Christus als Symbol der Freiheit des menschlichen Geistes. Für mich ist die Liebe das wichtigste und kraftvollste Gefühl, das dem Leben einen Sinn verleiht.“ Knikta

Taro Aizu:

„unerfüllte Träume“, Öl auf Pappe, 70 x 100 cm, 2013

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Eine Spur Cäsium Lebt still Geruchlos Geschmacklos In meinen dunklen Zellen.


Oleg Popov | Republik Nordossetien-Alanien www.puantilist.in.gallerix.ru olegvikpopov@mail.ru

Oleg Popov ist ein professioneller und preisgekrönter russischer Künstler aus Osetya-Alania, Russland. Er wurde 1962 geboren und wuchs in Mozdok im nördlichen Kaukasus auf, wo er auch heute lebt und arbeitet. Er absolvierte eine vierjährige Kunstakademie. Bis 2003 übte er den Journalistenberuf aus. Im Jahre 2003 erlitt Oleg einen schweren Unfall und zog sich dabei eine Rückenmarksverletzung zu, die ihn bis heute an einen Rollstuhl bindet. Seit dem Jahr 2007 ist Oleg Popov als professioneller Maler tätig. Er hat bereits sechs eigene Ausstellungen arrangiert und erhielt eine Kunstauszeichnung. Oleg verfügt zudem über sprachwissenschaftliche Qualifikationen.

Des Künstlers Statement: „Ich benutze Fingermalerei-Technologie, da ich keinen Zeichenpinsel mehr führen kann... ich benutze einen Finger, um Öl auf Leinwand aufzutragen und fixierte Holzfaserplatten. Wie erfolgreich ich damit umgehe, kann nur der Betrachter meiner Kunstwerke selbst beurteilen.“

„unter der grünen Sonne“, Öl auf Leinwand, 45 x 60 cm, 2011

Taro Aizu: Das Meer im Frühling Jetzt wieder sanft und ruhig Nach dem Tsunami

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Paolo Albanese | Italien

www.artedimezzo.it paoloalbanese@artedimezzo.it

Paolo Albanese ist ein Berufskünstler aus Italien und lebt in Mogliano Veneto – eine kleine Stadt in der Nähe von Venedig und Treviso. Sein Werk ist Teil der ständigen Sammlung des “Diaghilew State Museum of Contemporary Arts“ von St. Petersburg. „Mein Stil und mein philosophisches Denken werden durch die metaphysischen und verträumten Musen von Chagall, Kandinsky, De Chirico, Arturo Martini, Giotto und Tizian inspiriert. Ich gab diesem Stil den Namen: “Metaphysisch-eschatologische Kunst“, weil ich mir eine Welt jenseits der oberflächlichen Kontrolle über die Materie erträume, eine Welt, deren theolo-

gische DNA sehnsüchtig auf Entdeckung wartet. Ich wählte leuchtende Farben, um dem italienischen ‚Manierismus‘ zu ehren. Wenn man unfähig ist Farbe und Licht zu kombinieren und dies als Kunst hinstellt, ist das Kunstwerk vielleicht eine Karikatur oder ein schöner Einrichtungsgegenstand, aber mehr nicht. Für mich ist bei der Beurteilung von Kunst wichtig, ob es einen inneren Reichtum an Bedeutung gibt oder nicht. Denn es ist nur “Einigen gegeben, zu sehen, anderen nicht.“ Ich bin sehr interessiert an der Erforschung der Theorie des “Gesetzes der Form“. Ein wissenschaftliches Gesetz ist Sache von Physikern und Biologen und, warum nicht, Theologen.“

Taro Aizu: EIN GLÜHWÜRMCHEN

„Bistola Betularia or the concept of the Free Riders“, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2013

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Ich umschließe ein Glühwürmchen In meiner Hand Wie ein enger Käfig. Das stille Licht Entweicht meinen Fingern.


Paulo Duarte Filipe | Portugal

www.pauloduartefilipe.com ppaulodfilipe@hotmail.com

Paulo Duarte Filipe wurde 1962 in Oliveira do Bairro, Aveiro, Portugal geboren. Er lebte in Angola, bis er 12 Jahre alt war. Dort gewann er seinen ersten Preis für Malerei. Seitdem hatte er zahlreiche Ausstellungen in Portugal und im Ausland. Seine Bilder gehören zu privaten Sammlungen und Institutionen. Über seine Ausstellungen wurde im nationalen Fernsehen und der Presse bei vielen Gelegenheiten berichtet. Seine

Gemälde sind durch die intensive Kombination von starken Farben in Kombination mit seiner unbegrenzten Phantasie gekennzeichnet. Derzeit ist er Regisseur, Dichter, Vorsitzender der “Peace and Art Society of Portugal“ und Vorsitzender des internationalen Komitees der “World Art for Peace“. Sein künstlerischer Stil ist sehr persönlich und unverkennbar.

“Starlight”, Video, 2013

Taro Aizu: STERNENLICHT Je kälter Die Luft wird, umso klarer wird das Licht der Sterne in einem unendlichen Universum.

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Prateeksha ‘Saba’ Sharma | Indien

www.about.me/prateeksha prateeksha_sharma@yahoo.co.uk

Prateeksha Saba Sharma ist eine indische Musikerin, die in verschiedenen Musikstilen an der Schnittstelle Musik und Psychologie forscht und an der mentalen Gesundheit arbeitet. Sie ist Gründungsdirektorin der Non-Profit-HansadhwaniStiftung, einer Forschungseinrichtung, die mit Musik im Gesundheits- und Bildungswesen arbeitet. Ihre aktuelle Arbeit umfasst viele Formen sozialwissenschaftlicher Forschung, Poesie, Musikpädagogik sowie Musik basierter Aktivismus und Musiktherapie. Die 25-jährige Ausbildung in klassischer Musik der traditionellen Guru-Shisya-Parampara (Lehrer-Schüler-Tradition) vermittelt sie jetzt ihren Schülern in verschiedenen Erdteilen. Sie ist eine begeisterte Kab-

Taro Aizu: All residents living near the nuclear plant evacuated from their towns, leaving their houses broken by the earthquake and the tsunami. The snow blowing into the living room broken … The earthquake and tsunami.

Prateeksha ‘Saba’ Sharma 2013 – in response SOLDIERS OF PEACE Oh soldiers of peace, O the ones with sane, centered minds, guard Fukushima; In Fukushima and everywhere For this world meant to be beautiful, becomes ugly, wounded and angry In Man’s search for power wounding many O‘er man, nature and life…stirring nature’s fury as earthquakes and tsunami

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ir-Sängerin und arbeitet daran, ein Forschungsprojekt auf Basis des Kabir-Gesangs in der Musiktherapie einrichten. Ghazal ist die Form des Singens, die Saba Prateeksha gewählt hat und weltweit durchführt. Nach einem Zeitraum von zehn Jahren kommt jetzt ihre neuestes Album mit der Poesie des pakistanischen Dichters Faiz Ahmed Faiz-Rooh-e-Faiz heraus. Ihre letzten CD-Alben sind: „Kahe Kabir“, „Dasi Meera Lal“ oder „Soz-e-Ghazal“. Sie ist auf verschiedenen Festivals und Konferenzen im indischen Subkontinent aufgetreten und wird jetzt zunehmend international bekannt.


rais Said | Marokko

http://saidrais.wordpress.com saidrais86@gmail.com

Said Rais wurde 1986 in der Stadt Tiznit in Marokko geboren. Seine künstlerische Laufbahn begann mit dem Studium der angewandten Kunst in Tiznit, dann am “National Institute of Fine Arts“ in Tetouan, dessen künstlerischer Ansatz international ist. Er nahm an verschiedenen Ausstellungen und Festivals in Marokko und Europa teil. Er ist fasziniert von zeitgenössischer Kunst und neuen künstlerische Medien. Said Rais verwendet Videokunst als besonders geeignetes Mittel, um sich in seinen Werken mit geopolitischen, ökologischen und aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen auseinanderzusetzen. Er nutzt jedoch auch die Zeichnung, die Klangkunst oder Performance. Seine Arbeit konzentriert sich auf unsere Gedanken und wirft einen Seitenblick darauf, wie sich unserer Beziehung zu Zeit und Raum verändern. Das Objekt

versucht, den Begriff “Geschwindigkeit“ zu erfassen, indem es die Komponenten aus der sie besteht, benutzt: Das Wasser im Laufe der Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte war das Element “Wasser“ immer von großer Bedeutung. Diese Arbeit bezieht sich auf die folgenden wichtigen Elemente: Zeit, von der wir eine geistige Vorstellung haben, ist das Maß des Lebens. Raum, von dem wir eine Sinneswahrnehmung haben, ist ein Maß für das Material ... Sie geben dem Leben eine andere Bewegung, sie verändern die Zeit, sie ändern die Bewegung der Materie und dadurch verändert sich auch die Oberfläche: Wenn das Gerät entfernt wird, gibt es mehr Platz. Wo die Energie war, besteht jetzt mehr Zeit. Das ist die Bewegung, die sie benötigen, um die Beziehung der Zeit zur Energie auszudrücken.

„Height“, Videoinstallation, 2013

Taro Aizu: ZEIT Ich kann sie nicht sehen Noch hören, aber die Zeit fließt durch meinen Körp er wie Blut.

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reen Sanderse | Niederlande

www.reensanderse.nl reensanderse@hetnet.nl

Ireen Sanderse, Reen (1953) ist Autodidaktin. 1975 begann sie im Unterricht zu malen, 1987-1989 folgte die Ausbildung zur kreativen Handwerkerin. Ausstellungsbeispiele: Die Haarlem Kunst-lijn, Atelierroute Birne und seit 1990 ist sie als Künstlerin mit Ausstellungen jährlich in mehreren Galerien vertreten. Reen ist eine vielseitige Künstlerin, wie einige Beispiele

„be alive“, Acryl auf Platte, 89 x 71.5 cm, 2013

Taro Aizu: Der Milchbauer hinterließ eine Nachricht Auf einer Pinnwand in der Werkstatt „Wenn das Atomkraftwerk Nicht explodiert wäre, Hätte ich mich nicht umgebracht.“

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zeigen: sie entwarf und fertigte zu Hause mit ihrem Partner, dem Fotografen Robert van Rijn Uhren, baute die Installation „Die Frau hinter dem Tschador“ und entwickelte das Wut-Pilgrim-Projekt. In der Werkstatt von Robert van Rijn hilft sie als Stylistin. Im Jahr 2008 war sie Initiatorin und Mitbegründerin der Stiftung „Art in the Zone“.


reinhard Fritz | Deutschland

www.reinhard-fritz.de reinhard.fritz@gmx.de

Reinhard Fritz, 1946 in Spornitz/Mecklenburg geboren, Schulzeit bis zum Abitur in Tuttlingen/Baden-Württemberg, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in München. 1967-1974 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München (Diplom für Malerei), 1981 Jahresstipendium der Landeshauptstadt München, 1986 Stipendium des Freistaates Bayern für die Cité Internationale des Arts, Paris, 1992 Kunstpreis der Stadt Neuenburg am Rhein, 1992 Katalogförderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Baden-Württemberg, 2002 Seerosenpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München „Mein Ziel ist es, den Betrachter mit meinen Farben zu erfreuen. Dabei versuche ich immer neue Motive zu entwickeln, durch die sich die Wirklichkeit in poetischer Weise widerspiegelt. Charakteristisch für die Wahrnehmung meiner Malerei sind Begriffe wie Augenlust und Sinnenfreude, Poesie der Farben, musikalische Formationen, Bewegungsfluss, Zeichen und Symbole des Lebens, ohne jegliches Pathos. Dabei beschäftigt mich ein nüchterner Realismus ebenso wie die Magie, die allen Erscheinungen innewohnt.“

Ausstellungen 2011 | Stadtmuseum Weilheim i. OB., Galerie Holbein, Lindau/B. 2010 | Galerie Forum Lindenthal, Köln. 2008 | Städtische Galerie Tuttlingen/Donau, Galerie M Beck, Homburg/Saar. 2006 | Städtische Galerie Zwingenberg. 2005 | Städtisches Museum Kalkar . 2004 | Forum Deutsches Museum, München, 2003 | Goethe Institut InterNationes, München. 2002 | Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken 2000 | Artothek der Landeshaupstadt München. 1998 | Kunstverein Bad Aibling, Städtische Galerie Tettnang. 1996 | Kunstverein Weiden/Oberpfalz, Kunstverein Weil am Rhein, 1995 | Städtische Galerie Donaueschingen. 1994 | Galerie im Kornhauskeller, Ulm, Lazertis Galerie, Zürich. 1993 | Galerie Hüstege, s´Hertochenbosch / Niederlande. 1992 | Städtische Galerie, Landau/Pfalz. 1991 | Galerie Mladych, Prag, Kunstverein Landshut. 1990 | Galerie Staechelin, Zürich, Autoren Galerie 1, München. 1986 | Galerie Le Roi Des Aulnes, Paris. 1984 | studio f, SüdWestPresse, Ulm.

Taro Aizu: GINGKO

„fukushima 8“, Acryl auf Leinwand, 70 x 80 cm, 2013

Die goldenen Blätter Des Gingkobaumes Werfen ihren letzten Glanz An den blauen Himmel Des späten Herbstes.

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rénoo | Niederlande

www.renoo.nl renooart@gmail.com

Rénoo is an Dutch artist who was born in 1958. He likes to see himself as an autodidact artist. During the week he works as an Art- and Drama therapist with psychiatric patients, Rénoo has a history of making art in different fields, like video music and ceramic. The past few years Rénoo is concentrating mainly on painting portraits and scenes and making objects and installations, but he finds it important to keep on doing other things in the mean time. He has been involved in a team of the GGZInGeest (psychiatry) to acquire art for the new building ‚De Westflank‘ near

by the VUMC hospital in Amsterdam, in collaboration with Cultuur Compagnie Noord Holland. He was asked to assist the artist Gijs Frieling in painting his work in the entree in De Westflank. His latest work is a comment on the cases of sexual abuse in the Catholic church. His statement is sometimes cynical and with no mercy, but also with a lot of humor. His commitment with people is furthermore shown in his work for the Gogyshima Art Project (GAP).

Taro Aizu:

„alte Bauern aus Fukushima“, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2013

Auch wenn die Beamten sagen “Flieh aus deinem Dorf!“ Weigern sich die alten Bauern Weil sie in Ruhe bleiben wollen In ihrer Heimatstadt Fukushima. Aber die alten Bauern Sind wie Bäume Sie haben dicke Wurzeln Tief in der Erde von Fukushima. Durch Fukushima, Wollen die alten Bauern Zurückkehren In ihre wahre Heimatstadt Die Erde selbst. Die Erde Ist der dunkle Zufl uchtsort, wo ihnen neues Leben eingehaucht wird: Ihre nächste Etappe.

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rolf Vogt | Deutschland

rolfvogt.com office@rolfvogt.com

1967 1989 1995

1996 1998

in Nürnberg geboren Studium am Art Center, Collage of Design (Europe), Montreux Diplom an der Fachhochschule für Gestaltung, Nürnberg mit einem Zeichentrickfilm Hahnfilm, Berlin. Art Direction und Characterdesign für u.a. „Renaade” (ARD) Eigenes Studio (Geheimes Entwicklungsbüro) in Nürnberg.

Kunden sind Verlage, Fernsehen und Werbung. Seit dem viele Auszeichungen für Spielgestaltungen und Bücher.

„japanischer Ahorn“, Mischtechnik, 30 x 30 cm, 2013

Taro Aizu: JAPANISCHER AHORN “Mein Geschenk für dich!“ Ein kleines Mädchen rennt herbei, Öffnet ihre Handflächen. Sie hält ein herabgefallenes Blatt Eines japanischen Ahornbaumes.

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ryo Kawasaki | Japan

www.ryokawasaki.net ryokawasaki115@googlemail.com

Ryo Kawasaki, geboren in Japan. 1999 - 2002 Studium der Grafik und Illustration, Tokyo; 2005 bis 2008 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München; Skulptur und Papier bei Prof. Andreas von Weizsäcker; 2008 - 2011 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München; Glas bei Prof. Norbert Prangenberg, Diplom; 2011 - 2014 Atelierförderung der Landeshauptstadt München; 2013 bis 2014 Stipendium Junge Kunst der Stadt Lemgo und der “Staff Stiftung“.

„Kampfhahn“, Zeichnung auf Papiercollage, 64 x 162 cm, 2013

Taro Aizu: In einer schwülen Nacht Schreie ich mein Gebet „Stoppt die Atomkraft!“

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Silvia logi | Italien

www.silvialogi.it info@silvialogi.it

Silvia Logi ist eine autodidaktische Künstlerin aus Florenz. Am Ende des Jahres 2005 fing sie an, kleine Objekte zu erstellen. Ihre frühen Werke sind Multi-Textur-Mosaiken, aber bald richtete sich ihr Interesse insbesondere auf die Verformbarkeit von Holz und natürlichen Elementen. Innerhalb eines Jahres verwandelte Silvia diese spielerische Leidenschaft in ihren Job. Dank der vielseitigen Möglichkeiten, Holz zu formen, entwickelte sie die ausdrucksstarke Design-Sprache „Fusion Materials“, die die Verbindung

zwischen Handwerk, Kunst und Möbel meistert. Seit 2007 zeigt Silvia ihre Werke in Ausstellungen und Galerien. Die Arbeit von Silvia zeigt einen magischen Dialog zwischen Mensch und Natur, wobei letztere das Hauptmotiv darstellt: das geliebte Meer, Inseln, Bäume, Hügel und Regenbogen, die die Sterne bewegen. Ein anderes Thema von Silvia sind bunte Fische aus Holzresten, Bleistiften und Spiegelstücken. Die Auswahl der Materialien und der Technik unterliegen konstanter Entwicklung und Erprobung.

„jenseits von Zeit und Raum im Reich der Fantasie“, Collage auf Holz, 40 x 40 cm, 2012

Taro Aizu: Möge weltweit kein Lebewesen mehr Ausgelöscht werden Durch die Atomkraftwerke!

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Sonja reedijk | Niederlande

http://www.silvialogi.it/ info@silvialogi.it

Sonja Reedijk, visual and graphic artist and member of the Limburg Art Circle (LKK), the Visual Artists Bunde (BKB) and the International Association of Hand Paper Makers and Paper Artists (IAPMA). The history of the development of signs and (calligraphic) script are a guideline in her work. Nature and humans are also a source of inspiration. She works

abstract with texture and vivid colors, sometimes the figurative impression is present. Besides graphics, at times she is also creating her own paper and applies her creative poems in her work and Artist‘s Books. For further information, please see my website.

„gefangen im Chaos und Frieden“, Radierung, 41 x 30 cm, 2012

Taro Aizu: Die Katze Weiß von nichts Wenn sie Von ihrem nassen Fell Den Cäsiumregen ableckt.

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Steffi Schulz | Deutschland

www.keepsake-images.de steffi.canada@gmx.de

Steffi hat einen MBA an der “Buckinghamshire New Chilterns University“, Grossbritannien erworben und diplomierte an der Fachhochschule Osnabrück, Deutschland. Sie engagiert sich sehr für den Naturschutz durch ihre Teilnahme an Artenschutz-Programmen wie dem “Programa de Restauración Tortugas Marinas Asociación Pretoma“, Costa Rica 2004; Feldforschung für die “Tucuxi Delfine“ in der Bucht von Sepetiba, Schirmherrschaft und Kooperation beim “Projeto Sotalia“, “Federal Rural University of Rio de Janeiro“, Brasilien 2005. Sie ist seit 10 Jahren Fotografin und studiert angewandte und künstlerische Fotografie an der “Prager Fotoschule“ in Österreich vom Oktober 2011 bis Oktober 2014.

„No photography truly succeeds unless it triggers strong emotions. To make this happen, the audience attention must focus on the photographers intended subject. And yet the subject isn‘t really there. All photographs are illusions. Photography in all its aspects starts to become interesting when you make your own interpretation of a scene, not just following the obvious.“ Galen Avery Rowell (1940 –2002), Naturphotograf und Bergsteiger

„atmospheric moments“, Foto, 50 x 80 cm, 2011

Taro Aizu: DER ERSTE SCHNEE Der erste Schnee Des Winters Am Morgen Macht das Innere meines Zimmers Kälter, weißer.

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Valery Valius | Russische Föderation

http://v-p-valius.narod.ru v-p-valius@narod.ru

Valery Petrowitsch Valius wurde 1939 in Moskau geboren und lebte in Moskau bis 1977. Bis 1972 arbeitete er als Geophysiker. Von 1972 an war er an verschiedenen Stellen in unterschiedlichen Berufen tätig. Von 1977 bis 1991 lebte er in Deutschland als Emigrant. Er kehrte nach Russland im Jahr 1991 zurück. Seit 1986 widmet er sich der Malerei. Er ist Mitglied der “Künstlervereinigung Bayern“, und ein Mitglied der “International Union of Artists“ in Moskau.

„Reiner Selbstausdruck ist überhaupt nicht Zweck meiner Gemälde. Bilder sagen in der Regel nichts über deren Urheber aus, sondern über andere Menschen und für andere Menschen – sie sind für den Betrachter erschaffen “, so der Künstler.

„Argument“, Digital bearbeitetes Foto, 2000

Taro Aizu: Mögen meine Gebete ans Universum Mir die Kraft geben Die Atomkraftwerke zu zerstören!

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Vladimir Kurdukov | Russische Föderation http://www.kurdukov.ru/ vladimirkurdukov@mail.ru

Vladimir Kurdukov ist ein professioneller, preisgekrönter Künstler – Erster Platz in der Kategorie Malerei der Internationalen Biennale auf Malta (2005). Er lebt und arbeitet heute in Moskau. Er ist Mitglied der “Russischen Union der Künstler“, Kunstprofessor, Philosoph mit einer langen Reihe an Solo- und Gruppenausstellungen in vielen Museen und Galerien in Russland.

Er wurde 1955 in Donetsk geboren und studierte an der Moskauer Kunstakademie (nach Stroganow). Der Künstler ist ein Experimentator, strebt eine Kombination verschiedener Kunst-Techniken an und ist darüber hinaus Fotograf.

„Takizakura“, Öl auf Pappe, 70 x 100 cm, 2013

Taro Aizu: Möges sie Länger leben Takizakura und Fukushima.

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Wolfgang Abfalter | Österreich

www.abfalter.eu wo@abfalter.e

1964 1986 seit 2009

geboren in Waidhofen/Ybbs. Erfolgreicher Abschluss des Fachlehrganges für Werbegrafik in Innsbruck. intensives Studium der Malerei mit Ausstellungen in Österreich und Deutschland. Anerkennung durch Bildankäufe im In- und Ausland (A, D, CH).

„Über die rein handwerklich betrachtete reife seiner kunst lässt sich klipp und klar sagen, dass wolfgang abfalter das, was er tut, kann - und somit in die erfreuliche lage versetzt ist, mit seinen grafischen und malerischen fähigkeiten unverkrampft auf inhalte zugehen zu können. in expressiver farbigkeit, je nach stimmungsmäßiger notwendigkeit mal in dicken schichten aufgebaut und mal lasierend zart belassen, hat er sich mittlerweile eine typische bildsprache erarbeitet, mit der er fragmente seiner subjektiv erlebten wirklichkeit erschaubar macht. und mit der er seine individuelle künstlerische hand schrift kreiert, perfek-

tioniert und doch immer im fluss lässt und sich keinen stillstand erlaubt. menschenfreund habe ich ihn genannt und das ist er für mich, weil in seinen bildern eine unbändige lust auf existenz spürbar ist. mögen auch ein wenig melancholie, urmenschliche zustände wie zweifel, wut oder trauer in manchen seiner figuren, seiner gemalten reflexionen, zum vorschein kommen, erscheint mir wolfgang abfalter doch als einer, der das Leben liebt - und alles was dazu gehört. so räumt er der positiven emotion, der bejahenden atmosphäre in seinen bildern enorme wichtigkeit ein, behält sie im vordergrund. und ich unterstelle ihm, dass er dies nicht aus reinem kalkül heraus tut, sondern vielmehr kraft seiner unbewussten wahrnehmung in seinen täglichen begeg nun gen. es scheint, in ihm drinnen zu sein und aus ihm heraus zu müssen, mit musik oft und bunt und voller licht. ein sinn unter vielen des lebens scheint für wolfgang abfalter jener zu sein, uns individuelle geschichten zu erzählen, diese zu vermalen, uns damit zu berühren und gerne auch zu erfreuen.“ Barbara Rapp

Taro Aizu: „create your world“, Acryl auf Leinen, 100 x 120 cm, 2013

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Möge weltweit kein Lebewesen mehr Ausgelöscht werden Durch die Atomkraftwerke!


Yurika tahara | Japan

www.yurikatahara.com yurikatahara@gmail.com

Mit einer Mischung aus Installation und Videoarbeit reagiert Yurika Tahara auf die Situation in ihrer Heimat, Japan. Die Arbeit mit dem ironischen Titel „Viva Nuclear“ thematisiert die Nuklearkatastrophe von Fukushima, die sich im Jahr 2011 ereignet hatte. In einem dunklen Raum ist die beklemmende Installation verstreut. Ein einsamer Fernsehapparat drückt seine starren Bilder an die kahle Wand, sendet in die Leere und symbolisiert somit eine sinnlose Stromverschwendung. Ein rechteckiges Miniaturgebäude, das mit Blitzen durchzogen wird, steht stellvertretend für eines der sieben Kraftwerke, die es in der kleinen Heimatstadt der Künstlerin gibt und die die Großstädte wie Tokyo mit Strom zu versorgen haben. Ein kaltes, grausiges Leuchten entspringt dem ein Stück weiter aufgebautem Iglu. Eine Holzkonstruktion, die mit Schuppen aus einer Rettungsdecke bedeckt ist, stellt eine große Stadt dar: Bedrohlich und bedroht zugleich. Die Vergeblichkeit der Erfahrung und die Blindheit gegenüber der Gefahr, insbesondere in einem Land, das zwei Atomangriffe erfahren musste, zeigt Yurika

Tahara in einer Videoanimation. Auf dem Boden projizierte, endlose Schritte stapfen laut und monoton auf einem Platz, eben vergeblich, denn die nukleare Routine geht unaufhaltsam weiter. Einerseits richten sich das Bedauern und der Protest der Künstlerin gegen die Fahrlässigkeit der Wohlstandsgesellschaft. Eine Gesellschaft, die nicht bereit ist zu verzichten und die Gefahr in Kauf nimmt. Andererseits möchte sie auf den kurzlebigen Trend der Protestbewegung, die unmittelbar nach der Fukushima-Katastrophe ihren Höhepunkt fand, aufmerksam machen. Die Aktionen wie „Atomkraft Nein Danke“, die wir beispielsweise aus Deutschland kennen, sind leider ziemlich schnell wieder in Vergessenheit geraten. “ VIVA NUCLER “ von Yurika Tahara ist eine gesellschaftskritische Arbeit, die nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln auffordert. Eine schauriges Mahnmal, das bedauerlicherweise für lange Zeit nicht an Aktualität einbüßen wird.

“Viva Nuclear”, Video, 2012

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Yvonne den hollander | Niederlande

yvonnedenhollander.blogspot.com vvonnyypop@zeelandnet.nl

Ich arbeite derzeit als Schuldenberaterin, habe drei erwachsene Kinder und lebe mit meiner Familie in Middelburg. Seit meiner Jugend zeichne und male ich gerne. Vor Kurzem fand ich im Gogyoshi Art Project neue Inspiration. Die Kunstwerke in diesem Projekt beziehen sich auf Gedichte von Taro Aizu, die er über Fukushimas nukleare Katastrophe im Jahr 2011 schrieb. Kurze Gedichte, aber voller Emotionen. Früher habe ich hauptsächlich mit Aquarellfarbe

gearbeitet. Um die Gefühle und Emotionen meiner Interpretation der Gogyoshi-Gedichte von Taro Aizu auszudrücken, habe ich nun mit der 3-D-Technik begonnen. Die Katastrophe in Japan könnte auch mir passieren, denn auch ich wohne in der Nähe eines nuklearen Reaktors.

„after destruction blooming again“, Collage, Aluminium, Kunststoff, Ton, Holz, Farbe, 100 x 50 cm, 2013

Taro Aizu: Eine nach der anderen Eine nach der anderen Fallen die Kirschblüten

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gogyoshi Art Project (gAP) Ausstellungen in den niederlanden

私達のふるさと、福島 Ô mijn geboortestad, FukushimaÔ

Ô Fukushima en de gevolgen van 11 maart 2011Õ

| ZATERDAG 17 NOVEMBER OPENING 16.00 UUR | #LOODS 32 Zeilweg 32 8243 PK Lelystad 10 Gogyoshi liggen ten grondslag aan ca. 100 beeldende werken. De Japanse dichter/schrijver Taro Aizu heeft deze gogyoshi geschreven (Japanse dichtvorm). ca 60 kunstenaars komend uit alle provincies van Nederland hebben zich laten inspireren door deze gedichten. De Flevolandse deelnemers aan dit project: Clara van den Hout, Fred van Welie, Gonny Geurts, Iris vÕ t Bosch, Kitty van Dijk en Rob Veening nodigen u uit voor de landelijke presentatie van het Gogyoshi Art Project.

17 november om 16.00 uur in #loods32, Zeilweg 32, Lelystad De heer Job Fackeldey, Wethouder Kunst en Cultuur Gemeente Lelystad, zal de tentoonstelling officieel openen. De nucleaire ramp, nu ruim een jaar geleden, in Fukushima, Japan vormde de aanleiding voor de gedichten van Taro Aizu. Ed Hanssen en Fred van Welie hebben dit project voor Nederland geadopteerd en per provincie zijn minimaal 2 tot maximaal 8 kunstenaars gevraagd zich te laten inspireren door een gedicht van Taro Aizu. Tijdens deze landelijke presentatie vormen al deze werken een heel bijzonder overzicht van zowel het werk zelf, als de impact die een

nucleaire ramp oproept bij de betrokken kunstenaars. De deelnemende kunstenaars zijn aanwezig bij de opening. Openingstijden: Za. en Zo. 14.00 tot 17.00 uur Wo. en Do. 15.00 tot 18.00 uur, Zondag 25 nov. deelnemer aan kunstroute Lelystad, dus open. of op afspraak Iris vÕ t Bosch tel. 0653811056 Meer informatie over het GAP project is hier en hier te vinden. En bij #Loods32 #ZW32 | Zeilweg 32 8243 PK Lelystad https:// zw32.wordpress.com/loods32/ fb:#loods32 Om deze tentoonstelling mogelijk te maken is de museumwinkel weer geopend vanaf 16.15 uur.

GAP #Loods32, Lelystad, 17 -25 november 2012. A day to remember... What a joyous day it has been, November 17th. A day to remember!! Never before I had such a great audience for an opening of an exhibition! Well organised, great space, more then 150 visitors, 36 artists, 77 artworks. The opening speech was done by Jop Fackeldey, alderman of the city of Lelystad. An opening with great Japanese food(art), handmade by Jasminka! (Ed Hanssen).

The second exhibition was from 17 january till 1 february 2013 at WAGENINGEN University and research centre (WUR), IMPULSE, in „Junushof“ theater and in the Forum student building. The opening was done by Simon Vink, spokesperson Executive Board WUR and the loco-mayor of Wageningen mr. Uitenhage. As opening: the premiere of the Japanese spoken poems video of Taro Aizu.

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gogyoshi Art Project (gAP) Ausstellungen in den niederlanden

The Third exhibition from 15 february till 24 February 3013 in ‘Slangenpand’ de Spuistraat nr. 199 in Amsterdam. GAP invited Dutch artists to make art which is inspired by ten gogyoshi. Almost 90 artists are working on their artworks. The opening in Amsterdam was done by a performance of Katrine van Klaveren. „De Slang“ is situated nearby „The Dam“, so many international visiters has seen end discussed the exhibition.

The Gogyoshi Art Project participants Limburg invite you to come see the exhibition at POST-, Hoofdstraat 14-16 Kerkrade. Opening by: Frans Geraedts (POST-), Jos Som (mayor to the city of Kerkrade), Yentley Drieman (singer) The openings act: Michiel Koomen, Karsten Bol, Jules Jurien (students oriental languages Hogeschool Zuyd) reading the 10 gogyoshi by Taro in Japanese and Dutch, Walter van Wingerden in traditional Japanese clothings walked around as a Japanese storyteller.

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gogyoshi Art Project (gAP) Ausstellungen in den niederlanden

Let‘s have some action in Grou!!! Expositie Gogyoshi Art Project van 2 t/m 17 november in Kunsthal Expomeer, Grou. We are very pleased to announce that alderman Isabelle Diks of the city of Leeuwarden: cultural capital of Europe 2018, has opened the exhibition. The openingsact was the premiere of the Music composition of Margriet Verbeek. „The Grouster nightwalk“ passed by: A rough estimate of visitors to the GAP EXPOMEER GROU exhibition: 1150 people!!!, AWESOME AMOUNT OF VISITORS!!!!

Gogyoshi Art Project, ExpoMeer. „De twa fisken“ school visited the exhibition. The schoolkids of „De twa fisken“ were invited by Emmy Verschoor and they were drawing and discussing the works.

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Kunstprojekt Mein Fukushima am liceo Baldessano roccati in Carmagnola

Italienische Schüler und Schülerinnen haben mit Begeisterung dem Aufruf des Vereins ArtNations Folge geleistet, Gemälde und Zeichnungen zum Thema Fukushima für eine internationale Ausstellung zu erstellen. Das Thema stellt aufgrund seiner Komplexität, seines Umfangs und seiner Aktualität eine große Herausforderung für Kinder und Jugendliche dar. Die Schüler der teilnehmenden Klassen 1D und 1E sind 14 bis 15 Jahre alt, die Schüler der 4d 17 bis 18 Jahre alt. Sie alle besuchen ein naturwissenschaftlich orientiertes Gymnasium. Bei dem früheren Projekt „ Elements of Nature „ wurde die Aufmerksamkeit auf die Verwendung der Farben fokussiert. Dieses Mal war der Ansatz sehr anders. Während der Vorbereitung auf das Schulprojekt „Mein Fukushima „ waren weiter gehende Informationen und eine vertiefte Behandlung des Themas erforderlich. Die Schüler sprachen über die Tragödie von Fukushima , sahen Videos von der GAP Ausstel-

lung in den Niederlanden und haben die Gogyoshi von Herrn Taro Aizu gelesen. Es wurde intensiv und lange über dieses Thema diskutiert. Die poetischen Betrachtungen von Herrn Aizu wurde wegen seiner Beschreibung der Vergangenheit und der Zukunftsperspektiven besonders wichtig. Die Schüler waren davon sehr beeindruckt und erst nach dieser ausführlichen Arbeit am Thema, begannen sie mit der Arbeit an den Zeichnungen, wobei sie traditionelle Techniken wie Bleistift, Tinte und Aquarelle verwendeten. Kunst ist eine äußerst nützliche Sprache, um die Schüler ihre eigenen Schlüsse ziehen zu lassen. Sie ermöglicht es rationale und emotionale Erkenntnisse auszudrücken und ein Gefühl für die Risiken und die Verantwortung moderner Technik zu entwickeln. [Marta Valls, Kunstpädagogin, Liceo Baldessano Roccati, Carmagnola]

Beatrice Gally

Davide Sacconi

Edoardo Pinsoglio

Fideli Bus

Francesco Lorini

Giorgia Sammaruca

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Riccardo Gribuado

Lucas Pataro.

Martina Becchio

Roberto Barbulea

Valery Reinaudo

Giorgiar Tuso

Enrica Beldtrando Komal Seni

Daniele Giulia

Danilo Negro

Giulia Gaido

Martina Testa

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Carlos Lopez, Luitpold-Gymnasium Muenchen, 13 Jahre, “mors ante portas“, Format 40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand

Katie Mur, 7 Jahre, St. George‘s School, 50 x 64 cm

ArtNations e.V. Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Kunst und Kultur, eingetragen unter Nr. VR 204651 Vereinsregister AG München www.artnations.org info@artnations.org https://www.facebook.com/artnations2012 ArtNations forum: https://www.facebook.com/groups/ArtNations.eV/ 116 Mitglieder aus 38 Ländern (Stand 19.4.2014)

ARTNATIONS

e.V.

Vereinsausstellungen: (2013 – „Luminobotanika“, Fotoausstellung, Uba, Brasilien; „Kunst des Friedens“, Festival, Uba, Brasilien; 2014 – „Elements of Nature“, jurierte Kunstausstellung, Halle 50, München; „Mein Fukushima“, Kunstausstellung, Die Färberei, München)

In sich schnell entwickelnden modernen Gesellschaften, in denen wirklich sinnvolle Projekte zur Stärkung der Kunst und Kultur mit Schwierigkeiten bei der Entwicklung und Umsetzung konfrontiert sind, ist die Mission von ArtNations aktueller denn e.V. je. Ziel ist es die kulturellen, sozialen, ethischen und kommunikativen Herausforderungen tagtäglich anzugehen. Gegründet im Jahr 2012 in München, Deutschland, sind wir ein internationaler, gemeinnütziger Verein. Unser Hauptziel ist Kunst und Kultur zu fördern. Wir konzentrieren uns vor allem auf die Förderung aller Bereiche der zeitgenössischen Kunst und Kultur und auf das Verständnis von Kunst für die Gesellschaft. Um Interesse zu wecken und das Verständnis für Kunst und Kultur innerhalb der Gesellschaft zu fördern, unterstützen wir Kunstausstellungen, Vorträge, Diskussionen, runde Tische von Künstlern, usw. Wir sind eine internationale Vereinigung zur Integration aller Künste

ArtNations

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- sowohl physische als auch digitale Medien - Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, Film, Theater, Performance, Poesie, kreatives Schreiben, Tanz und Musik. ArtNations ist bestrebt, einen Unterschied zu machen. Wir laden professionelle Künstler ein uns auf www.artnations.org beizutreten und Teil einer weltweiten Gemeinschaft von ArtNations zu werden. Fördere die internationale Verständigung! Helfe mit bei der Integration aller Künste! Erschaffe dein künstlerisches Potenzial durch Innovation! Inspiriere! Paulo Duarte Filipe und Dr. Lusine Breitscheidel in Brasilien während die Vorbereitungen für das Festival Arte pela Pas – 2011


„Mathematik der Natur?“ Russischer Luminografie Verein Russland www.luminografia.ru luminografia@gmail.com

„Mathematik der Natur?“ ist eine parallel stattfindende Ausstellung des Russischen Luminografie Vereins aus St. Petersburg (Vorsitzender: Vladimir Mikhaylutsa). ArtNations e.V. und der Luminografie Verein arbeiten seit über einem Jahr erfolgreich zusammen (z.B. beim Projekt „Luminobotanika“, der während des Kunstfestivals des Friedens „Arte pela Paz“ im September 2013 in Uba (Brasilien) präsentiert wurde; Ausstellung „Elements of Nature“ in der Halle 50, München, mit kollateralen Ausstellung des Russischen Luminografie Vereins „Experimentelle Luminografie“ im März 2014). Vladimir Mikhaylutsa, Viktor Borisov, Irina Romanovskaya, Pyotr Alexeev, Nicolay Simonovsky und Dr. Lusine Breitscheidel zeigen unterschiedliche Ergebnisse der Anwendung dieser Technik, die das Licht als Akzentuierungsmittel in der Fotografie nutzt.

Vladimir Mikhaylutsa. Die aktive Zone. 2012

Viktor Borisov. Fukushima. 2014

Pyotr Alexeev. Synergie 2. 2012

Dr. Lusine Breitscheidel. Jedes Leben zählt. 2011.

„Mathematik der Natur?“ ist vom 30. April bis 11. Mai 2014 in der Färberei zu sehen. „Die Natur und die Vernunft. Der Wal und der Elefant. Wer überwindet wen? Zerstören ist leichter als aufbauen...Der Mensch, der versucht ihm unbekannte Kräfte zu zähmen, und nicht bloß von ihm selbst aufgezogene Mechanismen zu unterwerfen, gleicht der hochmutigen alten Frau aus Puschkins Märchen, die den goldenen Fisch aufforderte, ihr Laufbursche zu werden. Der Nachkomme des aufopferungsvollen Danko greift ohne zu zögern mit seiner Hand immer tiefer in die Brust der Natur, um nicht sein eigenes Herz zu benutzen. Er vergisst dabei in seinem Hochmut und in seiner Hast, ob er selber eins hatte.“[Nicolay Simonovsky, St. Petersburg]

Irina Romanovskaya. Glanz. 2014

Nicolay Simonovsky. Flamme entzündender Stahlregen. 2010

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Artnations e.V. c/o Dr Breitscheidel, Stolzingstr. 6, 81927 M眉nchen 路 Vorsitzende: Frau Dr. L. Breitscheidel info@artnations.org 路 www.artnations.org