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FAIRdinand 1 XXXXXXX

21. September 2018

FAIRdinand

FAIR • REGIONAL • NACHHALTIG Anzeigen-Sonderveröffentlichung der

• Fairtrade-Towns Städte und Gemeinden für einen gerechteren Welthandel • Fairtrade liegt voll im Trend Anregungen für faire Aktionen und Wegweiser durch den Labeldschungel


Eine groĂ&#x;e Auswahl an Produkten aus dem Fairen Handel finden Sie bei Globus-EinĂśd.


INHALT 3

Inhalt LEBEN SIE FAIR, REGIONAL UND NACHHALTIG! Landrat Dr. Theophil Gallo

04

FAIRER KONSUM FÄNGT BEI UNS AN

05 TransFair e.V./Didier Gentilhomme

So sieht ein fairer Tag aus FAIRTRADE BEGINNT VOR DER HAUSTÜR Eine Gesprächsrunde in Kirkel

06

ZUM GUTEN LEBEN FAIRFÜHREN Fairtrade und Barock in Blieskastel

07

FAIRES SAARLAND Minister für Bildung und Kultur Ulrich Commerçon

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GEMEINSAM FÜR EIN GUTES KLIMA Die Faire Woche im Saarpfalz-Kreis

09

FAIRTRADE, BIO & CO

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Wegweiser durch den Labeldschungel FAIRES ST. INGBERT

14

Foto: TransFair e.V./ Joerg Boethling

Nachhaltigkeit und Fairtrade auf solidem Fundament FAIRER HANDEL ERÖFFNET CHANCEN

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Viele Wege in Homburg für ein gemeinsames Ziel ZEITEN DES WANDELS

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Fair Handelszentrum Südwest in unruhigen Gewässern SUPPLY CHA!NGE

20 22

Probleme in der Lieferkette FAIRE VERANSTALTUNGEN

ANZEIGE

Impressum SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER SAARBRÜCKER ZEITUNG VERLAG UND DRUCKEREI GMBH VOM 21. September 2018 VERLAGSGESCHÄFTSFÜHRUNG Thomas Deicke ANZEIGENLEITUNG Daniela Groß

Kastani

enwand

TEXTE UND FOTOS Jörg Huppert (hup), Birgit Winter (win), Axel Stirn (axl), Beate Ruffing (bru), Anke Michalsky (mia), Julia Roos (jro), Sandy Will (swb), Dirk Pfeifer (dip) Titel: yanadjan - stock.adobe.com LAYOUT UND PRODUKTION GM Layout & Redaktion GmbH DRUCK UND VERLAG Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH 66103 Saarbrücken

erung in

Niederw

Samsta g, Sonnta 13.10., ab 14 g, 14.1 .00 Uh 0., ab 0 r 9.30 U hr

REDAKTION Georg Müller (verantwortlich), Jörg Huppert, Birgit Winter

• Gartenpflege • Kübelpflanzenüberwinterung • Grabpflege • Dauergrabpflege

ürzbach

• Innenraumbegrünung • Floristik • Dekorationen • Balkon- und Terrassenbepflanzung

Dammstr. 1 • 66440 Blk.-Niederwürzbach

Telefon: (0 68 42) 69 60 Telefax: (0 68 42) 79 71 · info@gaertnerei-zeller.de


4 VORWORT

FAIRdinand

I

st eine faire, regionale und nachhaltige Lebensweise schon ausreichend in unserem Bewusstsein verankert? Was hat es mit uns hier in der Biosphäre Bliesgau zu tun? Wir haben uns vorgenommen, ein Augenmerk auf Produzenten und Produkte in der Region, aber auch in den Entwicklungsländern zu legen. In der Biosphäre Bliesgau gibt es ein Netzwerk von 53 lokalen Partnerbetrieben in der Regional- und Direktvermarktung, der Gastronomie und Hotellerie, den Tourismus- und Bildungsangeboten. Doch denken wir bei unserer Tasse Kaffee oder Tee, dem Glas Orangensaft oder dem Stück Schokolade an die Anbauländer und die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen? Fairhandelsorganisationen wie Banafair, ElPuente, GEPA oder Transfair tun dies. Entstanden aus den Solidaritätsbewegungen für die Dritte Welt geben sie Impulse für Fairshake 2.0 - Der fair-regionale Milchshakewettstreit zwischen Leibnizdie Fairtrade-Bewegung, die nach vielfältigen Aktivitäten in Kirchen und Mannlich-Gymnasium aus 2016 wurde vor den Sommerferien noch und Weltläden seit 2014 auch in der Saarpfalz offiziell wurde. Der Saarpfalz-Kreis ist Fairtrade-Landkreis. Wir sind dabei in guter Gesellschaft mit Blieskastel, Homburg, Kirkel und St. Ingbert. Fairtrade-Schools sind aktiv für den Fairen Handel in St. Ingbert mit der Willi-Graf-Schule und dem Leibniz-Gymnasium und in Homburg mit

einmal am Mannlich-Gymnasium in Homburg organisiert. Foto: Friedel Böhnlein

Liebe Leserinnen und Leser dem Gymnasium Johanneum. Die Fairtrade Initiative Saarland (FIS) zeichnet auf Grundlage von vier Kriterien Schulklassen und Kurse an Schulen für ihren Einsatz für den Fairen Handel aus. Ausgezeichnet wurden bisher die Freie Waldorfschule in Bexbach, die Blieskasteler

Grundschule Kirchberg-Schlossberg, die Gemeinschaftsschulen in Gersheim und Kirkel, der Willi-Graf-Schule in St. Ingbert und das Mannlich-Gymnasium in Homburg. Eine Schülergruppe des Leibniz-Gymnasiums wurde von FIS als Best-Practice-Projekt 2017/18 beim diesjährigen Biosphärenfest in St. Ingbert ausgezeichnet. Fairtrade ist auch Thema beim Schulwettbewerb EWAplus.

Foto: Andrew Wakeford

2014 zeichneten wir mit der St. Ingberter Kita St. Franziskus die erste faire Kita im Saarland aus, dies auf Anregung des Informationszentrums 3. Welt aus Dortmund. Es folgten die Kath. Kita St. Maria in Alschbach und die Prot. Kita in Schwarzenacker. Gemeinsam mit den Weltläden, Fairtrade-Kommunen und Kitas werben wir kreisweit für die faire Schultüte. Um eine angemessene Bezahlung und Arbeitsverträge mit Mutterschutz für Frauen in Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika geht es bei der Fairtrade-Rosen-Aktion aller Fairtrade-Kommunen zum Weltfrauentag. Es tut sich viel in den Fairtrade-Städten im Kreis und im Saarland. Möchten Sie die Fairtrade-Bewegung fairstärken? „FAIRdinand“ informiert über die Aktionen und die Kontaktadressen der kommunalen Fairtrade-Steuerungsgruppen, aber auch über Hintergründe zu den Fairhandelsorganisationen, deren Produktsiegeln und der Entwicklung des Saarlandes zum Fairtrade-Bundesland.

Dr. Theophil Gallo Landrat des Saarpfalz-Kreises Verbandsvorsteher der Biosphäre Bliesgau


FAIRER FAIR RER KON KONSUM NSUM 5

die duftenden Reissorten, die mit Gewürzen aus aller Welt zu feinen Currys veredelt werden. Mango- oder Papaya-Chutneys harmonieren perfekt dazu. Oder Sie wählen die orientalisch Variante, ein Reis-Couscous, mit deftigem Rind- oder Lammfleisch aus regionaler Produktion. Aus fairem Anbau kommen die Rot- , Rosé- und Weißweine, beispielsweise auch Südafrika oder Chile. Ein Espresso zum Abschluss, dazu ein Schokodessert oder Pralinen – und das Essen war ein fairer Genuss. Alle fairen Produkte finden Sie in Welt-, Bio- oder Naturkostläden sowie in gut sortierten Supermärkten. Kakaoanbau in der Fairtrade zertifizierten Kooperative ECOJAD an der Elfenbeinküste. Foto: TransFair e.V./Eric St-Pierre

Faire Freuden machen

EINKAUFEN UND DAMIT GUTES TUN, DAS WOLLEN IMMER MEHR VERBRAUCHER. „NACHHALTIG UND FAIR“ IST AUCH WAS FÜR SIE.

Eine ganz besonders breite Auswahl an Fairtrade-Produkten bieten Weltläden. Neben hochwertigen Lebensmitteln finden Sie schöne Geschenkartikel, ausgesuchten Schmuck, farbenfrohe Bekleidung, Heimtextilien, handgefertigtes Spielzeug, echte Korbwaren und vieles mehr. Die oft in kleinen Manufakturen hergestellten Artikel spiegeln Tradition, Regionalität und Kunsthandwerk der Herkunftsländer wieder. Auch ein Blumenstrauß schenkt Freude, wenn er von Herzen kommt und faire Rosen aus Kenia oder Tansania sind inzwischen überall im Handel erhältlich. win

Den Tag fair genießen

D

ie Fairtrade-Branche boomt: Allein 2015 gaben deutsche Konsumenten mehr als eine Milliarde Euro für Fair-Trade-Produkte aus – gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs n Waren sind Levon 18 Prozent. Drei Viertel der gekauften d Bananen. Doch bensmittel mit den Spitzenreitern Kaffee, Kakao und airem Handel auch Bekleidung, Wohntextilien und Kosmetik aus fairem erobern den Markt. Wie Sie faire Produkte in ihren Alltag integrieren, wie Sie Tag für Tag fair genießen können, lesen Sie hier …

Faire Starter am Morgen Kaffee- oder Teetrinker? Wecken Sie ihre Lebensgeisster mit aromatischen Kaffeebohnen aus Kolumbien oder Nicaragua, und mit feinen Teesorten aus Sri Lanka oder Indien. Die Kleinen freuen sich über Trinkschokolade oder eine Schokocreme, dazu ein Glas Orangensaft von brasilianischen Plantagen. Fruchtige Konfitüren, Marmeladen, würzige Honigsorten oder Erdnusscreme finden Sie in reicher Auswahl aus fairem Handel. Für Müsli-Fans: Trockenfrüchte wie Mangos, Ananas oder Papayas bringen einen zusätzlichen Energiekick. Brauchen Sie einen leckeren Snack zwischendurch? Eine Banane, Bananchips oder Schokolade für den süßen Hunger, geröstete Nüsse oder Reiswaffeln für den herzhaften Appetit. Reisgerichte sind beliebt und lassen sich im Nu zubereiten. Aus Indien, Thailand oder Laos kommen

• Kaffee ist nach Rohöl der zweitwichtigste Rohstoff im Welthandel. Über 100 Millionen Menschen leben von Anbau, Ernte und Verarbeitung des Kultgetränks. Mit den Kaffeepreisen aus Supermärkten können Kaffeebauern nicht fair entlohnt werden. • Tee ist ein Massenprodukt, die Teepreise auf dem Weltmarkt fallen kontinuierlich. In Indien und China, wichtigste Anbaugebiete für Tee, leben die meisten Arbeiter und Arbeiterinnen mit ihren Familien direkt auf den Teeplantagen. Sie sind gänzlich von der Gunst der Plantagenbesitzer abhängig. • Zum süßen Image von Schokolade passen Berichte über Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen in Westafrika nicht. Die Schokoladenindustrie verspricht seit Jahren, die Kinderarbeit und den Kinderhandel in Ghana und an der Elfenbeinküste zu unterbinden. • Rund acht Millionen Rosen werden in Deutschland am Muttertag verkauft, die meisten kommen aus äquatorialen Ländern. Das Klima ist dort am günstigsten und die Arbeitskräfte am billigsten. Arbeits- und Umweltgesetze werden selten überprüft.


6 KIRKEL

FAIRdinand REGIONALITÄT, BIOSPHÄRE UND FAIRTRADE SOLLEN IN DER GEMEINDE KIRKEL EINE NACHHALTIGE STRUKTUR BILDEN. Wer heimisches Fleisch, Brot oder Obst wertschätzt, ist auch bereit, für Tee, Kaffee oder Bananen aus fairem Handel faire Preise zu bezahlen. Ein Gespräch mit Bürgermeister Frank John, Ortsvorsteher Max Victor Limbacher und Dirk Pfeifer aus der Gemeindeverwaltung. FRANK JOHN: Wasser, Wiesen und Wald – die drei großen W’s – prägen die Gemeinde. Das Grundwasser liefert hervorragendes Trinkund Mineralwasser, die Obstwiesen spenden nachhaltig produzierten Apfelsaft und der Kirkler Wald als Teil des Biosphärenwaldes bietet Erholung und Entspannung direkt vor der Haustür. Die W‘s sind unsere wichtigsten natürlichen Ressourcen und ein gesunder Regionalismus das Rückgrat unserer Gemeinde.

Die Steuerungsgruppe (v.l.n.r.): Walter Nägler, Dirk Pfeifer, Andrea Molter – Nägler, Diana Rode, Beate Ruffing, Ute Fesselmann – Limbacher, Max Limbacher. Foto: hup

wichtig, den quantitativen und qualitativen Ausbau regionaler Produkte im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie zu fördern. Faire Produkte wie Tee, Kaffee, Schokolade oder Bananen ergänzen sinnvoll das Warensortiment. FRANK JOHN: Wie identitätsstiftend und verbindend unsere lokalen Produkte wie das Brot vom Bäcker oder die Wurst vom Metzger

Fairtrade beginnt vor der Haustür MAX VICTOR LIMBACHER: Die Gemeinde Kirkel ist durch ihre hohe Lebensqualität sehr gefragt: Mitten im Grünen, mit guter Verkehrsverbindung, nahe bei St. Ingbert, Homburg und Saarbrücken und mit einer breit gefächerten Nahversorgung bietet Kirkel alles, was sich junge Familien wünschen. FRANK JOHN: Wir sind eine Zuzugsgemeinde, die diesen Ansprüchen gerecht werden möchte. Die Konsumenten von heute wollen bewusst leben und suchen nach fairen und nachhaltigen Alternativen. MAX VICTOR LIMBACHER: Wir sind in der glücklichen Situation, neben dem Einzelhandel auch hier ansässige Betriebe in der Lebensmittelproduktion zu haben. Auch deshalb ist es uns

Gemeinde Kirkel: 10.250 Einwohner Fairtrade-Gemeinde: seit 17. September 2017 Fairtrade-Kontakt: Fairtrade Steuerungsgruppe Kirkel Dirk Pfeifer, (0 68 41) 809-821 d.pfeifer@kirkel.de Max Victor Limbacher, (01 75) 7 71 14 47 ov.limbach@online.ms Walter Nägle, (01 71) 5 32 68 17 walter.naegle@t-online.de

sind, merken wir bei unseren Dorf- oder Vereinsfesten. Hier spielt es eine erhebliche Rolle, woher die Lebensmittel kommen. Die „Marken“ sind beliebt und das Geld bleibt beim Verkauf in der Gemeinde. Max Victor Limbacher: Der Ansatz, die regionale Wertschöpfungskette zu stärken, ist durchaus verwandt mit dem fairen Handel. Beim regionalen wie internationalen Handel geht es darum, ein Bewusstsein für Warenwert, Arbeits- und Produktionsbedingungen sowie Händlerbeziehungen zu schaffen. Fairtrade soll hier Hand in Hand mit dem regionalen Handel gehen und eine nachhaltige Struktur in der Gemeinde bilden. Dirk Pfeifer: Die Auszeichnung zur Fairtrade-Gemeinde war ein wichtiger Schritt. Die offizielle Feier fand während des 4. Neujahrskonzerts 2018 statt und erzielte bei den rund 600 Gästen eine entsprechende Aufmerksamkeit und Würdigung. Analog zur Kampagne des Saarland-Marketings „Großes entsteht immer im Kleinen“ trägt auch eine kleine Gemeinde wie Kirkel zum fairen Handel bei. MAX VICTOR LIMBACHER: Inzwischen wird der Fairtrade-Gedanke von einer breiten Basis getragen: Die Kirchen, die Kindergärten, die Gemeinschaftsschule, das Jugendbüro, die Verwaltung, Vereine und einzelne Bürger engagieren sich für Fairtrade. Zudem fanden in den beiden vergangenen Jahren zahlreiche Fairtrade-Aktionen statt, die die unterschiedlichsten Menschen erreichten. DIRK PFEIFER: Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März haben wir 2017 und 2018 faire Rosen verteilt; bei der Sportlerehrung 2017 überreichten wir Rucksäcke, gefüllt mit Fairtrade-Produkten. In 2018 gab es Fairtrade-Fleecedecken und Schokolade. Die Jugendfeuerwehr und insbesondere das Jugendbüro sind Fairtrade-aktiv. FRANK JOHN: Die strukturbildenden Anfänge sind gemacht, nun geht es um die Verstetigung. Sehr wertvoll ist der Einsatz von Dirk Pfeifer, der zusammen mit der Steuerungsgruppe Vieles auf den Weg gebracht hat. dip


BLIESKASTEL 7

Zu einer fairen Kaffeepause lud Sandy Will die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Blieskastel im Herbst 2017 ein. An drei Coffee Fairdays, die innerhalb der bundesweiten „Fairen Woche“ stattfanden, wurde die Bürotasse mit fairem Kaffee gefüllt. Dazu gab‘s einen fairen Brownie. Die Aktion sollte das Bewusstsein für die kleinen Veränderungen im Alltag schärfen. Rund 150 Liter Kaffee trinkt jeder Verleihung der Urkunde und Auszeichnung der Stadt Blieskastel als Bundesbürger durchschnittlich im Jahr, nach Rohöl ist er der zweitFairtrade Town am 8. März 2018. Foto: Uwe Brengel wichtigste Rohstoff im Welthandel. FAIRfranzt nochmal! Die Fairtrade Initiative Blieskastel kann auch bei dieser Aktion eine positive Bilanz ziehen: Sie zeigte im August 2018 Präsenz beim neuen Stadtfest FRANZ – das Straßenfestival. Zusammen mit dem Eine-Welt-Arbeitskreis der Pfarreiengemeinschaft Hl. Familie Blieskastel und der Bäckerei Fetzer bot die FIB faire Produkte zur Verkostung und zum Kauf an. Erfolgreich offerierte auch die Stadt Blieskastel an diesem Tag ihre neuen Stadtmarketing-Produkte sowie die Fairen Geschenkkörbe.

FAIRE BAROCKSTADT? BLIESKASTEL HAT JETZT AUCH EIN FAIRES IMAGE UND WIRKT NUN GANZ BEI SICH.

Zum guten Leben Fairführen Wenn wir an Blieskastel denken, dann an die barocke Altstadt, den Klosterberg, die Feste und die bedeutsame Historie. In touristischer Hinsicht hat die Stadt Unverwechselbares zu bieten, sie hat ihr ganz eigenes Image. Und genau dies symbolisieren die neuen City Icons: das Stadtbild, die Wahrzeichen und Stärken der Stadt. Jung und frisch, modern interpretiert. Passend dazu gibt es eine attraktive Produktlinie zum Verschenken oder als Erinnerung an einen schönen Urlaubstag. Was Blieskastel aber auch prägt, ist die Nähe zur Natur, zur Landwirtschaft und zur Biosphäre. Auf diesem heimatlichen Nährboden fruchten Ideen einer nachhaltigen Entwicklung und eines fairen Handels besonders gut und so ist die Barockstadt seit März 2017 auch Fairtrade-Town. Mit dem Slogan „Blieskastel FAIRführt“ trifft die Stadt ihren Kern: Sie will mit ihren Reizen zu einem guten, glaubwürdigen Leben verführen. So unterstützt die Stadt unter # Blieskastel FAIRführt die Vermarktung fairer Produkte und bietet genussvolle Faire Geschenkkörbe an. Anlässlich des Internationalen Frauentags, am 8. März dieses Jahres, wurden Blieskasteler Frauen mit fairen Rosen beschenkt. Sandy Will, die Kommunale Frauenbeauftragte der Stadt, unterstützte die Fairtrade-Rosenaktion Flower Power von Fairtrade Deutschland. Die Aktion soll über fairen Handel aufklären und insbesondere auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen aufmerksam machen, die auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika arbeiten. An der Rosenaktion beteiligte sich auch die Faire Kita St. Maria in Alschbach, die einen Fairen Kiosk für Kita-Kinder und Eltern betreibt. Wie vermittelt man Kindern darüber hinaus: Fairtrade ist auch was für dich? Bei Gastvorträgen wie „Alles Banane“ und beim Fairen Frühstück, zu dem die Kita mehrmals im Jahr einlädt, erfahren die Kinder lebenspraktisch, wie Fairer Handel und ein nachhaltiges Leben funktioniert. Die ausgezeichnete Kita ist eine wichtige Kooperationspartnerin der Fairtrade Initiative Blieskastel.

Die Steuerungsgruppe gehört zum festen Inventar einer Fairtrade-Town; in Blieskastel formierte sich die Steuerungsgruppe der Fairtrade Initiative Blieskastel (FIB) im Juni 2017, also kurz nach der Anerkennung zur Fairtrade-Town. Sie beschäftigt sich mit den inhaltlichen Schwerpunkten, die Blieskastel als Fairtrade Town setzt und ausgestaltet. Auch Fragen zu Kooperationen, Aktionen und Veranstaltungen werden hier erörtert und beschlossen. Die Steuerungsgruppe versteht sich als Netzwerk und greift Anregungen, Ideen und Unterstützungen gerne auf. swb

Stadt Blieskastel: 22.568 Einwohner Fairtrade-Town: seit 8. März 2017 Fairtrade-Kontakt: Fairtrade Steuerungsgruppe Blieskastel (FIB) Sandy Will, Kommunale Frauenbeauftragte Tel: (0 68 42) 926-13 25 Mail: sandy.will@blieskastel.de www.blieskastel.de


8 GASTBEITRAG

FAIRdinand

DAS SAARLAND GEHT VORBILDLICH MIT ENGAGEMENT ZUM FAIREN HANDEL VORAN. ULRICH COMMERÇON, MINISTER FÜR BILDUNG UND KULTUR, SKIZZIERT DEN WEG ZUM FAIRTRADE-BUNDESLAND.

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eltweit werden immer noch Menschenrechte verletzt, die Lebensbedingungen der Menschen auf der Welt klaffen auseinander, Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch und Klimawandel schreiten voran. Lebenschancen sind global ungleich verteilt. Mit dieser

Über die Auszeichnung beim Lernfest 2018 in Saarbrücken freute sich die Faire Schulklasse. Foto: Ministerium für Bildung und Kultur

fairen Brunch in Kooperation mit der Fairtrade Initiative und in den kommenden Wochen wird im Foyer unseres Hauses ein so genannter Fair-O-Mat, ein Snack-Automat mit rein fair gehandelten Produkten, aufgestellt.

Faires Saarland – Auf dem Weg zum Fairtrade-Bundesland

Im Koalitionsvertrag haben wir uns vorgenommen, dass das Saarland das erste Faire Bundesland werden soll. Dafür wollen wir im Saarland die öffentliche Beschaffung nach und nach auf faire und regionale Produkte umstellen und die global verantwortliche Bildungsarbeit weiter voranbringen. Das Saarland hat mit diesem Ziel eine Vorreiterrolle in Deutschland. Und wir können festhalten, dass wir es bereits in einigen Landesministerien, vielen Landkreisen und Kommunen, Schulen und Kitas geschafft haben, das Thema „Fairer Handel“ deutlich in den Vordergrund zu rücken. Entscheidungen hier bei uns vor Ort haben Auswirkungen überall auf der Welt, insbesondere beim Fairen Handel.

Damit es uns gelingt, den saarländischen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit und den Fairen Handel weiter voranzubringen, sind immer wieder neue Anstrengungen nötig. Dieser Weg ist nicht einfach, es gibt Hindernisse oder die entsprechende Unterstützung und Beratung fehlten bislang. Die Fairtrade Initiative Saarbrücken/ Saarland sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Hauses im Referat Entwicklungszusammenarbeit/Bildung für Nachhaltige Entwicklung sehen ihre Aufgabe auch darin, die m Thema faire Landkreise und Kommunen zum Beschaffung und zu Projekten des Fairen Handels zu beraten.

Ein wichtiger Teil zur Verankerung des fairen Gedankens in der Gesellschaft sind unsere Schulen. Im Saarland konnten wir schon elf Schulen als „Fairtrade-Schools“ auszeichnen und mit über 300 fairen Klassen sind wir bundesweit sogar führend.

Das Saarland hat sich auf den Weg gemacht, erstes Faires Bundesland zu werden. Dafür brauchen wir jede und jeden. An dieser Stelle möchte ich alle Saarländerinnen und Saarländer ermutigen, sich mit uns für ein Faires Saarland zu engagieren und gleichzeitig danke ich allen, die dies bereits tun.

In meinem Ministerium setze ich mich bereits seit längerem dafür ein, bei Veranstaltungen zunehmend Lebensmittel und Getränke durch fair gehandelte Produkte zu ersetzen. Es gab bereits einen

Ulrich Commerçon

Foto: Oliver Dietze/Ministerium für Bildung und Kultur

Verteilungsungerechtigkeit hängen gewaltsame Konflikte, Migration, Demokratiedefizite und Unterdrückung unmittelbar zusammen. Um die Welt fairer, gerechter zu machen, brauchen wir einen Wechsel im Denken und im Handeln – und zwar weltweit. Denn Grundlage für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ist eine gerechte, auf Solidarität beruhende Weltordnung. Dabei braucht Entwicklungszusammenarbeit das Zusammenwirken aller politischen Ebenen und zivilgesellschaftlichen Initiativen.


SAARPFALZ-KREIS SAAR RPFALZ-KREIS 9

anlässlich der fairen Wochen als Produzent vor. All das erleichterte die Entscheidung für eine Spende an PREDA. Diese wurde aus der von Stadt- und Kreisverwaltung in Homburg organisierten Aktion „1 Bürotasse – 100% fair gehandelter Kaffee“ zusammengetragen.

Gemeinsam für ein gutes Klima Der Klimawandel mit seinen Folgen für die Länder der Nord- und Südhalbkugel sind nicht zu leugnen. „Gemeinsam für ein gutes Klima“ lässt sich auch für ein gutes Miteinander interpretieren. Das Credo spiegelt sich in der Zusammenarbeit innerhalb der Fairtrade-Kommunen bei Aktionstagen wider. Die Jahresthemen „Fairer Handel wirkt“ in 2016 und „Perspektiven schaffen“ in 2017 rückten so bei den Biosphärenmärkten in St. Ingbert faire Textilproduktionen und Mable Matetsu von der Fairtrade-Bananen-Organisation Volta River Upcycling-Produkte in den Vordergrund. „Hilfe Direkt e. V.“ zeigte Estates in Ghana. Foto: TransFair e.V./Nathalie Bertrams Näharbeiten von Frauen der Insel Flores/Indonesien. Und der St. Ingberter Weltladen präsentierte sein Warensortiment an kreativen Upcycling-Produkten ergänzend zur kostenlosen Tauschaktion des Kirkeler Nähkästchens „Stoff- gegen Plastiktasche und Upcycling“.

DIE FAIRE WOCHE IST BUNDESWEIT DIE GRÖSSTE FAIRTRADE-KAMPAGNE UND DER FAIRE SAARPFALZ-KREIS IST MIT DABEI.

„Machen Sie aus dem krummen Ding eine gerechte Sache!“ Damit gab der Banana Fairday den Rahmen für die Fairtrade-Auszeichnungen in den Kitas in Schwarzenacker und in Alschbach. Die Vorschulkinder hatten sich mit ihren Erzieherinnen vorgenommen, beim Einkauf genauer nachzufragen, woher die Bananen kommen.

Gemeinsam für ein gutes Klima

V

om 14. bis 28. September 2018 sind Bürgerinnen und Bürger im Saarpfalz-Kreis eingeladen, die Faire Woche zu besuchen. Zum Jahresthema „Gemeinsam für ein gutes Klima“ kommen Fairtrade-Engagierte und Fairtrade-Interessierte zusammen, um Hintergründe zum Fairen Handel zu erfragen und zu erfahren. Engagierte in Weltläden, Steuerungsgruppen und Schulen tun dies mit Filmvorführungen, Diskussionsforen oder Verköstigungen fair gehandelter Produkte. Ganz besonders begehrt sind dabei Rezepthefte zur Fairen Woche. Sie laden zum Entdecken von Zutaten aus fairem Handel ein.

Fairtrade-Produzenten aus aller Welt stellen ihre Produkte vor Das Forum Fairer Handel vermittelt in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband Produzentenbesuche. Eigens kommen aktuell Produzent_innen aus Peru, Nicaragua, Bolivien und Ecuador nach Deutschland. Kleinbauern oder Frauenbeauftragte aus den Kooperativen stellen ihre Produkte wie Quinoa oder Kaffee vor. Sie berichten aus den Kooperativen und über die Auswirkungen des Fairen Handels auf ihr Leben. Ziel ist, eine gute Transparenz zu schaffen, ganz nach dem Jahresmotto 2015 „Fairer Handel schafft Transparenz“. Laut TransFair e. V. seien die Gäste auch gespannt darauf, etwas über die Kundenwünsche in Deutschland zu erfahren. Im Fairhandelszentrum Südwest in Saarbrücken sind oft Produzent_innen zu treffen. Dort gibt es u. a. einen guten Kontakt zur PREDA Foundation, einer Menschenrechtsorganisation auf den Philippinen. Sie finanziert sich zum Teil durch den Verkauf von fair gehandelten Mangos. Hauptaufgabe ist die Hilfe für Straßenkinder. TransFair e. V. stellte PREDA 2006

Mit „9 von 10 Bananen verkaufen sich unter Wert“ wird ein größeres Angebot von Fairtrade-Bananen im Einzelhandel eingefordert. Seit beinahe zehn Jahren verteilen der Zweckverband Biosphäre Bliesgau und deren Kooperationspartner in der Biosphäre zur Einschulung eine Brotbox mit gesunden Produkten und einen Riegel aus fairem Handel. Die ABC-Schützen erfahren, wie wichtig ein Frühstück ist und wie wertvoll Lebensmittel sind. In diesem Jahr werden 1.500 Brotboxen in eine kleine Tasche aus GOTS-zertifiziertem Stoff gepackt. Dazu gesellt sich eine fair gehandelte Bio-Banane über BanaFair von kleinbäuerlichen Produzent_innen. Die Verteilaktion in den Grundschulen startet im Oktober, also nach der Fairen Woche. Doch so genau sollte man das nicht nehmen. Ist doch völlig Banane… bru

Saarpfalz-Kreis: 144.100 Einwohner (Statist. Landesamt 2016) Fairtrade-Landkreis: seit 16. Januar 2015 Fairtrade-Kontakt: Fairtrade Steuerungsgruppe Saarpfalz-Kreis Beate Ruffing, Jana Schmoltzi Eva Schwerdtfeger (0 68 41) 104-72 30 fairtrade@saarpfalz-kreis.de


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FAIRdinand FUCHS & HOFFMANN KAKAOPRODUKTE IN BEXBACH HAT IN DEN VERGANGENEN JAHREN EINE RASANTE AUFWÄRTSENTWICKLUNG VERZEICHNET UND SICH ALS BEDEUTENDER LIEFERANT VON KAKAOMASSEN IM EUROPÄISCHEN SCHOKOLADENMARKT FEST ETABLIERT. DIE KRÜGER-GRUPPE INVESTIERT AKTUELL EINEN HOHEN MILLIONENBETRAG IN EIN ZWEITES WERK AM ORT.

Die Qualität des Rohkakaos wird von den Mitarbeitern genauestens kontrolliert. Fotos : Fuchs & Hoffmann

Saarland wird zum „Schokoland”

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eltweit hat der Bereich der Kakaoverarbeitung in der Vergangenheit eine beispiellose Konzentration erlebt; nur wenige Großkonzerne dominieren heute diesen Markt. Unbeeindruckt davon expandierte Fuchs & Hoffmann in Bexbach in dieser Zeit beständig und hat mit der Konzentration auf Kakaomasse, Schokolade und Kakaonibs zur industriellen Weiterverarbeitung eine bedeutende Position in Europa erobert. Mit 84 Mitarbeitern werden auf modernen Produktionslinien jährlich mehr als 50.000 Tonnen Halbfabrikate hergestellt. Mit der zweiten Produktionsstätte am Ort und dem Einstieg in das Segment Kakaopulver und Kakaobutter wird in den kommenden Jahren ein weiterer immenser Entwicklungsschritt erfolgen. Dann

Die Produktion der Kakaonibs erfolgt mit modernsten Maschinen.

werden sich ab 2020 bei Vollbetrieb Produktionsmenge und Umsatz verdoppeln, berichtet Olaf Reichardt, der das Unternehmen seit 2005 als Geschäftsführer führt. Zusammen mit der Krüger Tochtergesellschaft Ludwig Schokolade, die bereits seit Jahrzehnten zwei hochmoderne Produktionsstandorte für Schokoladenriegel, Tafelschokoladen und Pralinen in Saarlouis und Saarwellingen betreibt, dürfte das Saarland damit zum Bundesland Nummer eins für Schokolade und Kakao-Habfabrikate avancieren. Im Vorjahr hat die Krüger-Gruppe, heute alleiniger Eigentümer von Fuchs & Hoffmann, ein leer stehendes Turbinenwerk von General Electric gekauft − nur 900 Meter vom Stammbetrieb entfernt. Hier stehen auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück eine Halle mit 8.500 Quadratmetern, Büro- und Konferenzräume mit einer Fläche von 2.000 Quadratmetern sowie ein 1.500 Quadratmeter großes Multifunktionsgebäude zur Verfügung. „Das war ein Glücksfall; so können wir die Pläne für eine neue Fabrik, die schon länger vorliegen, nun zügig umsetzen“, erläutert der Geschäftsführer. Derzeit werden zwei Anlagen auf modernstem Level in der Schweiz entwickelt, die unabhängig und parallel voneinander naturales und alkalisiertes Kakaopulver, aber auch konventionelle und biozertifizierte Kakao-Halbfabrikate herstellen können. Mitte 2019 gehen die Anlagen in Betrieb; ab 1. Januar 2020 soll die Produktion vollumfänglich laufen. Insgesamt investiert Krüger in das neue Werk einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. „Das ist ein Investment, das es so in diesem Bereich in den letzten 20 Jahren in Europa nicht mehr gegeben hat“, umreißt Reichardt die Größenordnung des Projekts. Die Unternehmensführung rechnet mit einer Leistung von rund 50.000 bis 60.000 Tonnen, abhängig vom Anteil an naturalem und alkalisiertem Kakaopulver. „Alkalisiertes Kakaopulver herzustellen ist zeitlich aufwändiger, und somit ist der Durchsatz hier geringer“,


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Fuchs & Hoffmann gibt es bereits seit 1951 in Bexbach. Heute befindet sich das Schokoladen-Werk 1 Am Zollstock.

betont Reichardt. Ein Großteil der künftigen Produktion wird an die Muttergesellschaft geliefert; doch auch die Vermarktung von Kakaopulver und Butter an Dritte wird eine große Rolle spielen. Wie wichtig das Geschäft mit Kakao-Halbfabrikaten inzwischen für die Krüger-Gruppe ist, zeigt die Struktur der zum 1. September neu formierten Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte GmbH. Sie ist nun nicht mehr − wie bislang − eine Tochterfirma von Ludwig Schokolade, sondern als separates Geschäftsfeld direkt unter dem Holding-Dach der Krüger-Gruppe angesiedelt.

Erfolgskurs begann mit der Übernahme durch die Wawi-Schokolade AG Der steile Aufwärtskurs der Fabrik begann mit der Übernahme des Unternehmens durch die Wawi-Schokoladen AG in Pirmasens im Jahr 1996. Der Betrieb war 1951 von Georg Hoffmann und Werner Fuchs als Handelsunternehmen für Zutaten der Schokoladen- und Backwarenindustrie gegründet worden. 1962 starteten sie die Produktion von Schokolade und die Verarbeitung von Rohkakao am heutigen Standort. „Die Familie Müller, Inhaber von Wawi, hat damals die Möglichkeiten erkannt, die in der Fabrik steckten“, erläutert Reichardt im Rückblick. Bereits zwei Jahre nach der Übernahme begann man mit der Modernisierung und dem Ausbau der Produktion von Kakaomasse. In zwei Ausbaustufen, 2006 und 2012, wurde die Kapazität um weitere hochmoderne Linien zur Herstellung von Kakaomasse erweitert. 2009 erfolgte der Verkauf von 74,9 Prozent der Gesellschaftsanteile an die Krüger-Gruppe, um die Expansion finanziell abzusichern. 2015 erwarb Krüger schließlich alle Anteile an dem Unternehmen. Mit Leidenschaft, der langjährigen Erfahrung und einem exzellenten Qualitätsbewusstsein hat das hochmotivierte Team in dieser Zeit Fuchs & Hoffmann zu einem mittelständischen und flexiblen Anbieter von Kakao-Halbfabrikaten mit moderner Prozesstechnologie für Kunden aller Größen entwickelt. Lediglich 20 Prozent der bisherigen Produktionsmenge davon gehen an Unternehmen der Krüger-Gruppe. Der Betrieb hat sich zum einen als profilierter und mehrfach ausgezeichneter Partner von großen Markenartiklern etabliert, und beliefert andererseits auch viele mittelständische Schokoladenhersteller mit Kakaomassen. Auch Spezialmassen wie biozertifizierte Ware und Single-Origin Schokoladen sind fester Bestandteil des

Angebots. Angesichts der Lage in den Erzeugerländern ist der direkte Einkauf von zertifiziertem Rohkakao aus nachhaltigem Anbau in den Ursprungsländern mit eigenen Gesellschaften oder in Form von Kooperationen zu einem wichtigen Erfolgsfaktor von Fuchs & Hoffmann geworden. Schon heute sind fast 65 % des verarbeiteten Rohkakaos aus nachhaltigem, zertifiziertem Anbau. Zudem hebt das Unternehmen mit dem Aufbau eines modernen Betriebslabors, das im Oktober 2018 bezugsfertig ist, und der Errichtung eines eigenen, großzügigen Technikums für Produktversuche und -entwicklung das Qualitätsniveau noch einmal signifikant an. Die Anzahl der neuen Mitarbeiter beläuft sich auf ca. 40 Personen. Olaf Reichardt ist überzeugt, dass die Firma Fuchs & Hoffmann Kakaoprodukte mit der Investition ihre Position als anerkannter Partner der deutschen und europäischen Schokoladen- und Süßwarenindustrie weiter stärken wird. Ein wichtiger Punkt der Firmenphilosophie der Krüger-Gruppe ist zudem, die Versorgung der Gruppenunternehmen der Krüger-Gruppe mit den Kakao-Halbfabrikaten auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten abzusichern und damit zugleich die Umsetzung der vertikalen Integration der Liefer- und Produktionskette im Bereich Rohkakao, Kakao-Halbfabrikate bis hin zum Fertigprodukt („From bean to bar“) zu gewährleisten. www.fuchs-hoffmann.de


12 SIEGEL

FAIRdinand SIEGEL UND STANDARDS SOLLEN UNS BEI DER ENTSCHEIDUNG HELFEN, WELCHE PRODUKTE WIR MIT RUHIGEM GEWISSEN KAUFEN KÖNNEN. FAIRDINAND BELEUCHTET DAZU HINTERGRÜNDE UND ERLÄUTERT DIE WICHTIGSTEN SIEGEL UND LOGOS.

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arum kaufen wir die lila Tafel? Warum greifen wir nicht zu der mit dem Fairtrade Siegel? Fragt uns das jemand, suchen wir oft verzweifelt nach vernünftigen Gründen – häufig finden wir keine. Siegel sollen uns zwar bei der Entscheidung helfen. Und wollen uns

Siegel definieren unterschiedliche Produktionsbedingungen für die Produkte. Foto: TransFair e.V. / Daniel Caspari

Im Labyrinth mehr Klarheit finden aufklären. Doch so einfach lassen wir uns nicht erziehen, denn wir sind nicht nur rationale, sondern auch emotionale Menschen. Das weiß niemand besser als die Werbeindustrie. Und auch die nutzt inzwischen Siegel.

Verantwortung übernehmen So gibt es zwar heute vielseitige Möglichkeiten, sich über einen be-

wussten und nachhaltigen Konsum aufklären zu lassen, doch finden wir uns oft in den Fallen der Verführung wieder und greifen zum altbekannten Produkt. Aus unserer Kindheit kennen wir vor allem die Produkte, die unsere Eltern kauften. Als Erwachsene finden wir sie bekannt und lecker. Mit ihrem Geschmack und Aussehen verbinden wir Gefühle von Zuhause, Geborgenheit, Glück und Freiheit. Mit Hinweisen auf diese Gefühle verkaufen uns die Verkäufer dann unzählige weitere Produkte – als wären wir „große Kinder“. Wir lassen uns verführen. Aber wir können das ändern. Erwachsen geworden entscheiden wir uns, Verantwortung für unser Verhalten zu übernehmen. Dabei stellen wir fest, dass wir nicht immer besonders klug handeln. Oft handeln wir unbewusst, schnell und unüberlegt, lassen uns von vielen scheinbaren Informationen beeinflussen.

Auseinandersetzen mit dem Produkt

Produkte sollen ökologisch gesund und ohne soziale Ausbeutung hergestellt sein. Foto: TransFair e.V. / Miriam Ersch

Bei der Bewertung eines Produktes gibt es die Perspektive des Egoisten in uns: Das Produkt, das ich kaufe, kenne ich. Ich mag es. Es ist billig. Es steht vor meiner Nase. Wenn ich es kaufe, finden mich andere Menschen toll und ich bilde mir ein, es mache mich glücklich oder stark, sexy und klug. Doch in jedem von uns schlummert die Fähigkeit das eigene Handeln zu reflektieren, zu bewerten und neu auszurichten. In jedem von uns steckt also die Möglichkeit, sich Gedanken über die Produkte zu machen, die wir kaufen. Dann beginnen wir, Fragen zu stellen: Was sind die Inhaltsstoffe? Wie arbeitet das Unternehmen? Warum kenne ich das eine und das andere nicht? Warum kauften meine Eltern das lilafarbene und nicht das mit dem Fairtrade-Siegel? Welche Alternativen gibt es? Wo finde ich sie?


SIEGEL 13

Die Beantwortung dieser Fragen erfordert aktives Denken, ist mit Aufwand verbunden, kann aber in die Freiheit führen, hinaus aus der Verführung. So fragen wir weiter: Wer verdient an dem Produkt? Woher kommt das Produkt? Wie wird es hergestellt und von wem? Was passiert genau, wenn ich es nutze? Was geschieht, wenn ich es nicht mehr nutzen will? Diese tiefergehenden Fragen lassen sich grob in zwei Bereiche einteilen, den Sozialen und den Ökologischen.

Deckmantel Globalisierung Im Jahr 2018 sprechen einige Menschen von der großen Transformation – vom sozial-ökologischen Wandel. Immer mehr Menschen denken über ihren kleinen Kosmos hinaus. Immer mehr erkennen: Alles ist mit allem Verbunden. Jedes Produkt hat über den Nutzen hinaus eine soziale und ökologische Geschichte, die meisten Konsumgüter auch eine globale Geschichte: Sie werden an unterschied-

lichen Orten der Welt produziert und an anderen Orten verkauft. Unter dem Deckmantel der Globalisierung werden viele Produktionsstufen in Billiglohnländer ausgelagert. So umgehen die Firmen staatliche Arbeits- und Umweltschutzauflagen. Für uns Konsumenten ist das meist unsichtbar, ebenso die sozialen und ökologischen Probleme, die dabei entstehen. Daraus lernen wir: Wir achten beim Einkauf auf Nachhaltigkeit. Die Produkte sollen ökologisch gesund und ohne soziale Ausbeutung hergestellt sein. Doch das wissen natürlich auch die Unternehmen und so werben große Konzerne offensiv damit, „nachhaltig“ zu produzieren. Inzwischen konkurriert daher eine unübersichtliche Fülle an Logos und Produktbezeichnungen mit Eigenschaften wie „öko“, „bio“, „fair“ um unsere Aufmerksamkeit. Wir erläutern nachfolgend die wichtigsten Siegel und Labels. axl

Wegweiser durch den Label-Dschungel

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Fair angebaute und gehandelte Produkte ermöglichen den Kleinbauernkooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und Bauern als auch Beschäftigte auf Plantagen erhalten eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Quelle: TransFair e.V. / www.fairtrade-deutschland.de

Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der dritten Welt, kurz GEPA, wird von mehreren sozialen bzw. karitativen Einrichtungen betrieben. Der Fokus bei GEPA liegt im Verkauf fair gehandelter Produkte des globalen Südens. Biologisch kontrollierter Anbau ist zwar keine Pflicht, jedoch stammen fast 80% aller GEPA fair+ Produkte aus biologischer Landwirtschaft. Die sozialen Kriterien von GEPA entsprechen einem hohen Anspruch, während ökologische Produktionsbedingungen nur vage beschrieben werden. Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) / www.ci-romero.de

Der Global Organic Textile Standard ist ein Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. GOTS erfordert die Verwendung von unterschiedlichen Labeln, je nach Material mit einem Mindestanteil an biologischem Material von bis zu 70 Prozent. Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) / www.ci-romero.de

Das EU-weit verbindliche Bio-Siegel kennzeichnet nach EU-Recht hergestellte biologische Lebensmittel. Es stellt den Mindeststandard aller in der EU verkauften Bio-Produkte dar. Dabei ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden oder künstlichen Düngemitteln verboten, in der Tierhaltung gibt es mehr Platz und Auslauf für Tiere. Produkte nach dem EU-Bio-Standard müssen mindestens 95 Prozent zertifizierte Inhaltsstoffe beinhalten. Zusätzlich zum verpflichtenden EU-Bio-Logo können die Hersteller auch weiterhin mit dem deutschen Bio-Siegel kennzeichnen. Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) / www.ci-romero.de

Mit UTZ Certified werden Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao oder Nüsse zertifiziert. Der Code of Conduct von UTZ Certified bezieht sich in seinen Sozialstandards hauptsächlich auf die ILO-Kernarbeitsnormen, nach denen Kinder- oder Zwangsarbeit verboten ist und der gesetzlich festgelegte Mindestlohn bezahlt werden muss. Regenwaldrodung wird nicht explizit untersagt, besonders gefährliche Pestizide werden nicht ausdrücklich verboten. Generell werden weniger handfeste Kriterien von den Produzenten verlangt, sondern eher vage Aufforderungen zu nachhaltigerem Anbau erteilt. Quelle: Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) / www.ci-romero.de

Der Blaue Engel wurde 1978 auf Initiative des Bundesministers des Inneren ins Leben gerufen. Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist bei der Beurteilung stets der gesamte Lebensweg zu betrachten. Für jede Produktgruppe werden Kriterien erarbeitet, die die mit dem Blauen Engel gekennzeichneten Produkte und Dienstleistungen erfüllen müssen. Um dabei die technische Entwicklung widerzuspiegeln, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien. Quelle: RAL gGmbH / www.blauer-engel.de


14 ST. INGBERT

FAIRdinand

Beim Biosphärenmarkt verteilte Fairtrade-Koordinatorin Julia Roos (links) fair gehandelte Rosen. Auch anlässlich des Weltfrauentages gibt es in St. Ingbert faire Rosen. Foto: Michael Haßdenteufel

Faires St. Ingbert FAIRTRADE- UND NACHHALTIGKEITSBEWUSSTSEIN WIRD IN ST. INGBERT VON EINER BREITEN BASIS GETRAGEN UND GELEBT.

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eit 8. März 2017 darf sich St. Ingbert offiziell zu den deutschlandweit 543 ausgezeichneten fairen Städten zählen. Auf dem Weg zur Fairtrade-Zertifizierung wurde die lokale Steuerungsgruppe gebildet, mit der Stadtverwaltung, dem Weltladen, der Christuskirche, der Pfarrei Heiliger Ingobertus und Vertretern der Fairtrade-Steuerungsgruppe Saarpfalz-Kreis. Das Leibniz-Gymnasium sowie das Berufsbildungszentrum St. Ingbert tragen das Siegel für fairen Handel. Auch eine faire KiTa kann die Stadt mit der Kindertagesstätte St. Franziskus vorweisen.

Fairtrade-Bewegung ist in der Stadt überall präsent Insgesamt 16 Einzel- und Großhändler sowie sechs Gastronomen bieten eine Auswahl fairer Produkte an. Im Weltladen erhält man ein breites Sortiment fair gehandelter Lebensmittel und individueller Geschenke. Auch im Bioladen Kornblume, dem BioFrischMarkt, dem Reformhaus Escher und in verschiedenen Supermärkten sind Produkte in Fairtrade- und/oder Bioqualität zu finden. Auch Gastronomen bieten faire Produkte zum Direktverzehr an (Infos unter www.st-ingbert.de). Immer wieder finden die engagierten Mitglieder der Steuerungsgruppen neue Anlässe, um über die Beweggründe des fairen Handels zu informieren. So wurde gemeinsam mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit der AQuiS die Taschentauschaktion „Stoff statt Plastik“ auf dem Biosphärenmarkt im März 2018 durchgeführt. Am Weltfrauentag verteilten Fairtrade-Aktivisten Rosen im Rathaus. Im Rahmen der fairen Wochen im September 2017 präsentierten sich der Weltladen gemeinsam


ST. INGBERT 15

vielfältig fairer Handel in St. Ingbert ist. Der Besuch beim Oberbürgermeister bot die Chance, ihn zum Thema zu interviewen. Im Juni 2018 entschieden sich rund 30 Schüler des Leibniz Gymnasiums, im Rahmen ihrer Projektwoche, sich mit einer Schule in Kenia auszutauschen. So sprachen sie in Videochats mit Dr. Sam, Professor und Hobby-Gärtner an der Nairobi University, und nahmen mit Schülern der Milimani Primary School Kontakt auf. Auch die Schüler des Leibniz Gymnasiums führten eine Stadtrallye durch, sie Besuch beim Oberbürgermeister: Im Rahmen der FairTrade-Schulrallye stellten das Thema auf ihre Schulhomepage, und schließlich wurden befragten Schüler den Oberbürgermeister nach seinem Verständnis von sie ausgezeichnet als faire Schulklasse. Die Bildungseinheiten in FairTrade. Foto: Michael Haßdenteufel der Willi-Graf-Schule und dem Leibniz Gymnasium werden vom Fairtrade-Saarpfalz-Kreis finanziert. mit Schülern des BBZ St. Ingbert in der Fußgängerzone. Passanten konnten Handmassagen mit fair gehandelten Cremes genießen und Süßwaren des Weltladens probieren. Bei der Kaffeepause im Rathaus gab es fair gehandelten GEPA-Kaffee, diverse Teesorten und Dieser besondere Laden ist aus der Innenstadt nicht mehr wegeigens gebackene faire Brownies – und dies sogar kostenlos. zudenken. Die am 7. April 2008 gegründete Genossenschaft zählt Die katholische Kindertagesstätte St. Franziskus trägt seit nunmehr heute über 200 Mitglieder. Durch die vielen ehrenamtlich tätigen vier Jahren den Titel „faire KiTa“. Schon lange vor der Auszeichnung Mitarbeiter hat sich der Weltladen über die Jahre als das Fachgewurden die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität und Fairness von schäft für fairen Handel etabliert. Getreu dem Motto 'Alles ist mögdem Team um Leiterin Ursula Hornig gelebt. Durch Aktionen mit lich' finden Besucher eine große Auswahl an Lebensmitteln und Gedem Weltladen St. Ingbert, Nachhaltigkeitskurse und dank des brauchsgütern aus fernen Ländern. Schokolade- und Kaffeesorten, Engagements in der „AG nachhaltige und gesunde KiTas im SaarSüßigkeiten und Aufstriche aber auch extravagante Schmuckstücke, pfalz-Kreis“, reifte endgültig der Entschluss, eine Zertifizierung zur Taschen, Spiel- und Gebrauchsartikel für Kinder und außergewöhnfairen KiTa anzustreben. Seither wurden zahlreiche Bildungsaktionen liche Geschenkkörbe machen den Besuch für die ganze Familie zu durchgeführt. Auch in der Fairtrade-Steuerungsgruppe St. Ingbert einem Erlebnis. Alles fair gehandelt, versteht sich! wirkt die KiTa mit. Zum zehnjährigen Bestehen lädt das Team des Weltladens am Montag, 22. Oktober um 19 Uhr, zum Film „Immer noch eine unbe„Die Wertschätzung der Umwelt ist seit langer Zeit Teil unseres Leit- queme Wahrheit: unsere Zeit läuft“ in die Kinowerkstatt St. Ingbert bildes und wird bewusst gelebt. Da war die Entscheidung zur fairen ein. Ein Aktionstag am Samstag, 17. November, mit attraktiven KiTa nur der logische Schritt", so Hornig. Die Kinder erfahren, wie Angeboten in den Räumen des Weltladens rundet die Aktionen fairer Handel funktioniert, was Nachhaltigkeit bedeutet und lernen anlässlich des Jubiläums ab. jro dabei unterschiedliche Kulturen kennen. Spielerisch werden Wege aufgezeigt, wie sie ihre Zukunft unter Berücksichtigung der Umwelt mitgestalten können. „Über den Tellerrand schauen“ lautet das Motto.

Zehn Jahre Weltladen St. Ingbert

Jährlich finden besondere Frühstücksevents mit fairen und regionalen Produkten statt. Die Grundwerte des fairen Handels werden auch mit der Beteiligung an der fairen Schultüten-Aktion vermittelt. Der Saarpfalz-Kreis und der Weltladen wirken ebenfalls mit. Im Juni 2018 fand die erste Re-Zertifizierung der KiTa St. Franziskus statt. Das Thema lautete 'Fair Play'. Ingrid von Osterhausen von der Fairtrade-Initiative Saarbrücken überreichte die Urkunde hierzu. Eine Puppenspielerin mit nachhaltigen Geschichten, ein Verkaufstisch mit fair gehandelten Waren und fairer Kaffee für die Eltern rundeten den Tag ab. „Die Re-Zertifizierung war ein geeigneter Anlass, den Eltern noch einmal aufzuzeigen, was alles zum Thema Fairer Handel in unserer KiTa geschieht“, so Ursula Hornig mit Überzeugung. „Wasser für alle“ lautete indes das Projektthema der BGJ-Klasse des Berufsbildungszentrums Willi-Graf-Schule. Im Frühjahr 2018 beschäftigten sich 14 Schüler mit dem Schwerpunktthema „Verwendung von Fairtrade-Prämien“. Eine Rallye durch St. Ingbert mit Besuch des ALDI SÜD-Marktes, des Autohauses Toyota Herges, einem Stopp bei H&M und dem Weltladen sensibilisierte die Schüler, wie

Mittelstadt St. Ingbert: 37.600 Einwohner Fairtrade-Town: seit 8. März 2017 Fairtrade-Kontakt: Fairtrade Steuerungsgruppe St. Ingbert Julia Roos (Koordination) (0 68 94) 13 737 biosphaere@st-ingbert.de


16 HOMBURG

FAIRdinand VIELE WEGE FÜHREN IN HOMBURG ZU EINEM ZIEL: FAIRTRADE FÜR EINE GERECHTERE WELT!

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inkaufen und damit Gutes tun, das geht im Homburger Eine-Welt-Laden. Vor mehr als 25 Jahren formierte sich der Verein „miteinander-füreinander e.V.“, der bis heute Träger des Weltladens ist. Im Fachgeschäft für Fairen Handel bietet das ehrenamtliche Team schönes Kunsthandwerk, ausgefallenen Schmuck, seltene Musikinstrumente, echte Ledertaschen und faire Lebensmittel aus aller Welt an. Die Erlöse aus dem Verkauf der handwerklich hochwertigen Produkte sowie die Beiträge aus den Vereinsmitgliedschaften fließen direkt zu den Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Südamerika. Dort wird das Geld dringend zum Aufbau von Schulen, Waisenhäusern und medizinischen Versorgungseinrichtungen gebraucht.

Im Test: Fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade können beim Coffee Fairday probiert und natürlich auch gekauft werden. Foto: Stadt Homburg

Fairer Handel eröffnet Chancen unsere Kinderrechte“ durch. Dabei erfuhren die Grundschulkinder, wie Kinderrechte, Kinderarbeit und Welthandel zusammenhängen, und dass es auch anders geht: durch fairen und regionalen Handel. Dass der Fairtrade-Gedanke Strahlkraft besitzt, beweist der FairtraAkteure aus der Fairtrade-Bewegung illustrierten die Themen durch de-Markt in Homburg. Er wächst von Jahr zu Jahr. Auf dem HistoriVorträge, Rollenspiele oder Filme. Beeindruckend für die Kinder war schen Marktplatz bieten Aussteller und Händler im Frühherbst Hand- auch eine Ausstellung von UNICEF in der Schul-Aula. Fröhlich und werkliches aus Leder, Stoff, Holz oder Metall an. Die fair gehandelten anschaulich gestaltete sich ein gemeinsames Frühstück, natürlich Geschenkartikel werden zu fairen Preisen verkauft, also anständige mit Produkten aus fairem und regionalem Handel. Beim Zubereiten Preise für gute Arbeit. Fair und gerecht sind auch die Produktionsbe- der Mahlzeit lernten die Schülerinnen und Schüler den Unterschied dingungen und Handelsbeziehungen – zu beinahe jedem Produkt gibt zwischen industriell hergestellten und fair oder regional produzierten es ausführliche Informationen. Kaffee, Tee, Bananen, Schokolade und Lebensmitteln kennen. Und zum Internationalen Tag der Kinderrechsogar Weine aus fairer Produktion können gut durch konventionelle te pflanzten Kinder eine Rosskastanie in der Nähe ihrer KindertagesProdukte ersetzt werden. Beim Fairtrade-Markt am 8. September stätte St. Michael. Mit zum Spaten griffen Pfarrer Markus Hary, die gab es die Lebens- und Genussmittel zur Verkostung und zum Beigeordnete Christine Becker und das UNICEF-Team Homburg. Verkauf. Wer gegen die Vermüllung durch Plastik etwas tun wollte, tauschte seine Plastiktüte gratis gegen eine Baumwolltasche. Ein weiterer Publikumsmagnet: Am Stand des Saarpfalz-Kreises und der Stadt Homburg gab es beim Glücksraddrehen faire Überraschungen zu gewinnen. Interaktive Lernspiele zum Thema Kakao und globale Gerechtigkeit waren für die kleinen Besucher gedacht. Zudem wurRund 1.100 Kinder aus dem Saarpfalz-Kreis wagten am 6. August den sie von Kinderzauberer Markus Lenzen, beim Kinderschminken dieses Jahres den großen Sprung von der Kita in die Grundschule. und bei der Luftballonmodellage unterhalten. Das Highlight des Tages war die große Schultüte, prall gefüllt mit Schulstarter-Sets und Süßigkeiten. Eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Ausstattung boten der Eine-Welt-Laden in Homburg und der Weltladen St. Ingbert mit ihrer fairen Schultüte an. Zahlreiche Kitas in Homburg und der Umgebung unterstützen die faire Schultüte, denn das Thema Fairer Handel gehört längst zu Im Oktober 2017 führte die Luitpoldschule in Homburg eine vielihrem Kita-Alltag. Fragen Sie die Kinder doch mal selbst. Bereits Vorbeachtete Projektwoche unter dem Motto „Fair und regional für schulkindern wissen oft ziemlich genau, wo Schokolade, Kakao, Tee

Faire Preise für gute Arbeit

Kinder kennen sich mit fairem Handel aus

Frühes Lernen entfaltet nachhaltige Wirkung


HOMBURG 17

Bewohnerinnen des Seniorenheims Pro Seniore. Die meisten fairen Rosen regnete es jedoch am Abend im Saalbau, als das Frauenkabarett „Tollkirschen“ auftrat. Innerhalb der Fairen Woche organisieren die Fairtrade-Stadt Homburg und der Fairtrade-Saarpfalz-Kreis wieder einen Coffee Fairday. Am 21. September sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Saarpfalz-Kreises in den Parlamentarischen Trakt der Kreisverwaltung Homburg Am Forum eingeladen. Dort können zwischen 8.30 und 11.30 Uhr fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade probiert und gekauft werden. Auch der Eine-Welt-Laden Homburg lädt an diesem Tag zu Aktionen ein. Bei der „Fairen Weinprobe“ bietet Ralf Baßler (links) fair gehandelte Weine an; zum Teil kommen die Weine auch aus biologischem Anbau. Foto: Stadt Homburg

Erlesene Weine und süße Schokolade bei fairer Verkostung

und Bananen herkommen, wie die Produkte angebaut und gehandelt werden. Im Saarpfalz-Kreis sind die Kita Schwarzenacker, die Kita St. Maria in Blieskastel-Alschbach und die Kita St. Franziskus in St. Ingbert bereits als Faire Kitas ausgezeichnet.

So genussvoll kann eine faire Wein-Degustation sein: Zu musikalischen Klängen von Duo „Contente“ verkosten die Besucher faire Weine aus Chile und Südafrika, die Weinfachmann Ralf Baßler kredenzt. Die Weine überzeugen durch ihre Fülle und ihr erlesenes Bouquet. Fein, fruchtig und fair! Wunderbar dazu harmonieren die herbe Süße von dunkler Schokolade oder Pralinen aus fairem Handel, die vom Eine-Weltladen Homburg angeboten werden. Zur Veranstaltung „Fairer Wein – Qualität und Genuss“ laden Homburg, der Saarpfalz-Kreis, der Eine-Welt-Laden Homburg und das Haus der Begegnung am 26. Oktober, 18 Uhr, ein. Fairtrade-Referent Frank Blaskewitz bereichert die Verkostung im Haus der Begegnung in Homburg-Erbach durch Wissenswertes rund um Anbaumethoden und Winzergenossenschaften. Weitere Infos und Anmeldung bei Anke Michalsky. E-Mail anke.michalsky@homburg.de oder Telefon (0 68 41) 101-143. mia

Auch fürs Plätzchenbacken sind Kinder jederzeit zu haben – egal um welche Sorte es sich handelt. Im vergangenen Jahr konnten 16 GrundschülerInnen in der Vorweihnachtszeit Plätzchen backen, die Rezepte kamen aus fünf unterschiedlichen Ländern. Beim gemeinsamen Backen, Verzieren und Naschen lernten die Acht- bis Zwölfjährigen andere Kulturkreise und Lebensgewohnheiten kennen. Die Plätzchen-Aktion „miteinander-füreinander“ wurde vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg in Kooperation mit dem Adolf-Bender-Zentrum und dem Verein des Eine-Welt-Ladens in Homburg getragen.

Faire Aktionen – generationenübergreifend! Wie können fair gehandelte oder regionale Produkte in eine kommunale Einrichtung eingebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Mehrgenerationenhaus „Haus der Begegnung“ (HdB) in Homburg. Seit 2015 ist die Einrichtung Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe Homburg und wirkt an vielen Aktionen mit. Beispielhaft für das Engagement ist der hauseigene „Garten der Begegnung“. Die saisonalen Erzeugnisse werden in der Küche der Einrichtung verarbeitet. Jeden Mittwoch lädt das Haus zu einem Mittagstisch ein – Gäste sind herzlich willkommen.

Flower Power und Coffee Fairday Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2018 verteilten die städtische Beigeordnete Christine Becker und die kommunale Frauenbeauftragte Anke Michalsky 1.800 fair gehandelte Rosen. Die Stadt Homburg unterstütze damit die Fairtrade-Rosenaktion „Flower Power“ von Fairtrade Deutschland. Die Aktion passe gut zum diesjährigen Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“, erklärte Michalsky. Gesponsert wurden die Rosen vom Unternehmen „Blume 2000“, verteilt wurden sie an Mitarbeiterinnen und Besucherinnen des Rathauses, der Kreisverwaltung, des Jobcenters, des Frauenbüros und an

Kreisstadt Homburg: 43.000 Einwohner Fairtrade-Town: seit 25. April 2014 Fairtrade-Kontakt: Fairtrade Steuerungsgruppe Homburg Beigeordnete Christine Becker christine.becker@homburg.de Anke Michalsky, Stabsstelle Demografie und Frauenbeauftragte (0 68 41) 101-143 anke.michalsky@homburg.de www.homburg.de


18 FAIR-HANDELSZENTRUM

FAIRdinand WIRD DAS FAIR-HANDELSZENTRUM (FHZ), DER GROSSHÄNDLER FÜR FAIRE PRODUKTE, IM VIERZIGSTEN JAHR SEINES BESTEHENS AUFGELÖST? AXEL STIRN SPRACH MIT ANNA WEINMANN, SEIT SIEBEN JAHREN MITGESTALTERIN DES FHZ.

Anna Weinmann, Betriebswirtin im Fairen und Internationalen Handel, ist eine von zwei geschäftsführenden Vorständlerinnen des FHZ. Foto: hup

hätten in sogenannten concept stores oder Designer Läden Platz. Doch wie lange die Weltläden noch bestehen werden, stehe sowieso in den Sternen, sagt Weinmann. In ganz Deutschland und im nahen Ausland schlössen ehrenamtliche Läden die Türen; auch weil Kunden und Engagierte immer älter würden und der Nachwuchs andere Formen gestalte. Professionelle Fair-Handelsgeschäfte gingen an den als GEPA Regionalstelle unter Start. CONTIGO eröffnete bereits 22 eigene Geschäfte. Neue GrünTrägerschaft des evangelischen dungen wie die Unverpacktläden kämen hinzu. GEPA arbeite bereits Jugendwerkes gegründet, ausgeseit Jahrzehnten mit Supermärkten und Gastronomen. Es könnte in richtet auf den Verkauf an Aktidiese Richtung weiter gehen. onsgruppen, aus denen die Weltläden erwuchsen, 2002 umgewandelt Das größte Risiko für die Glaubwürdigkeit des Fairen Handels sieht in die Genossenschaft und nun kurz vor dem Ende? Anna Weinmann in der Arbeit von Transfair. Kooperationen mit kon-

1979

Zeiten des Wandels – Die Fair Handelszentrum Südwest e.G. in unruhigen Gewässern Eines sei eindeutig. Die Struktur habe sich überlebt. Der generelle Absatzrückgang des Einzelhandels und das große Wachstum des Onlinehandels seien auch bei den wichtigsten Kunden sichtbar, den Weltläden. Heute seien viele Weltläden online direkt mit den Importeuren in Kontakt. Dort bekämen sie mitunter bessere Konditionen als im FHZ. Auch zeige sich, dass die Läden kaum noch „Ware zum Anfassen“ bräuchten, sondern direkt bestellten.

Produkte haben sich verändert Die starke Verringerung des Angebots der GEPA von ca. 1.800 auf 400 handwerkliche Produkte traf die Branche unerwartet hart. Der Grund: GEPA begann intensiv mit den Produzenten an der Produktentwicklung zu arbeiten. Die Menge nahm ab. Die Qualität stieg. Das Design wurde moderner. Nur das Konzept passte nicht mehr zur Zielgruppe der Weltläden, meint Anna Weinmann. Diese Produkte ANZEIGE

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ventionellen Unternehmen sieht sie zwiespältig. Es gäbe Unternehmen, die das Fairtrade-Siegel nutzen, um das eigene Image aufzupolieren und von hiesigen Problemen abzulenken. Wichtig sei zu erinnern, die Fair Handels Bewegung trat an, faire Produkte in die Supermärkte zu bringen. Hat sie das Ziel erreicht, fragt Weinmann? Transfair erreicht viele tausend Lebensmittelregale in Deutschland mit dem Siegel und der Begriff Fairer Handel beziehungsweise Fairtrade ist sehr viel mehr Menschen bekannt. Auch dank großer Kampagnen wie Fairtrade-Towns und Fairtrade-Schools. Bei aller Kritik an Fairtrade Deutschland und den geringeren Standards des Siegels empfiehlt sie, das Kind nicht mit se dem Bade auszuschütten: Das Fairtrade Siegel weise in die richtige Richtung. Doch ginge es nicht darum, als Unternehmen zwei faire Produkte anzubieten, sondern sich die Geschäftspraktiken des Fairen Handels zu eigen zu machen. Bezüglich der Kampagnen- und Bildungsarbeit sei es positiv, dass das Engagement neue Wege finde: Immer mehr Vereine konzentrieren sich auf Bildungs- oder Kampagnenarbeit zu den Themen Nachhaltigkeit und Fairer Handel. Die Ideale leben weiter. Nur wandelt sie immer wieder ihre Form. axl Diplom Geograph Axel Stirn ist Eine Welt-Regionalpromotor für Saarland Ost. Foto: hup


20 SUPPLY CHA!NGE

FAIRdinand

Arbeiterin einer Nähfabrik in Indien.

Probleme in der Lieferkette Durch die Globalisierung werden Konsumgüter an unterschiedlichen Orten der Welt produziert und an anderen Orten verkauft. Es entsteht eine lange Lieferkette mit weitreichenden Folgen.

Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), ein unabhängiger Verein in Münster, der sich aus Spenden und öffentlichen Projektgeldern finanziert, hat in einer Grafik die wichtigsten Stufen der Lieferkette mit ihren sozialen und ökologischen Problemen dargestellt.

Grafische Umsetzung: Marco Fischer, grafischer.com. Gedruckt als Handbuch für 2 Euro bestellbar und kostenlos im Internet unter www.ci-romero.de/kritischer-konsum/siegel-von-a-z/. Weitere Infos: www.ci-romero.de

ROHSTOFFGEWINNUNG

PRODUKTION/ VERARBEITUNG

Landwirtschaftlicher Anbau bzw. Rohstoff-Abbau

LOGISTIK/ HANDEL

KONSUM Kauf, Nutzung und Entsorgung von Produkten

Transport von Produkten und Verkauf

Soziale Probleme: Schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, fehlender Arbeitsschutz, intransparente Lohnzahlungen.

Soziale Probleme: Verbot von Gewerkschaften und Kollektivverhandlungen, geringe Löhne, Einschüchterungen, Arbeitsdruck, Diskriminierung und Belästigungen.

Soziale Probleme: Unfaire Handelspraktiken, Arbeitsverdichtung für die Arbeiter im Einzelhandel und im Logistikbereich, Prekarisierung der Arbeit durch Auslagerung an Subunternehmen, unverantwortliche Preispolitik des Handels.

Soziale Probleme: gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe, Greenwashing, unsachgemäße Entsorgung von Produkten.

Ökologische Probleme: Einsatz von genmanipuliertem Saatgut und bestimmten Agrarchemikalien sowie Verschmutzung von Grundwasser.

Ökologische Probleme: Einsatz von Chemikalien wie Färbe- und Bleichmittel; massiver fossiler Energieverbrauch und Emissionen.

Ökologische Probleme: Energieverbrauch und Emissionen durch lange Transportwege, Kühlung und Einsatz von Chemikalien für Konservierung.

Ökologische Probleme: Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll, Wegwerfen von Kleidungsstücken, Export von (giftigem) Müll in andere Länder.

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22 VERANSTALTUNGEN

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Faire Veranstaltungen Freitag, 21. September 8.30 bis 11.30 Uhr

Coffee- & Banana-Fairday MitarbeiterInnen der Verwaltung Saarpfalz-Kreis und der Stadt Homburg Parlamentarischer Trakt, Am Forum Homburg Freitag, 21. September und Montag, 24. September 9 bis 16 Uhr

Gärten der Welt – Integration und Migration – Fairer Handel „Karité – Das Gold der Frauen Afrikas“ Fotoausstellung in der „Alten Markthalle“ am Paradeplatz Blieskastel Samstag, 22. September 10 bis 13 Uhr

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Verkostung: Fairer Kaffee–Genuss Weltladen, Kaiserstr. 20 St. Ingbert Freitag, 26. Oktober 18 Uhr

Faire Weinprobe „Fairer Wein – Qualität und Genuss“

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Regional engagiert – Herzensangelegenheit der VRB Saarpfalz eG „WAS EINER ALLEINE NICHT SCHAFFT, DAS SCHAFFEN VIELE.“ – SO LAUTET DAS PRINZIP, WELCHES UNS ALS GENOSSENSCHAFTSBANK VOR ORT EIN BESONDERES ANLIEGEN IST. Mit unserem gesellschaftlichen Engagement unterstützen und fördern wir unsere Region und die Menschen jedes Jahr bei zahlreichen Projekten. Ganz nach dem Motto „aus der Region für die Region“ setzen wir uns für gemeinnützige Projekte, Vereine, den Sport sowie die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein und begleiten regionale Veranstaltungen, Messen und Aktionen. Sei es unsere Patenschaft der Schülerinnen und Schüler des Christian von Mannlich Gymnasiums bei ihrem mit dem „easyCredit-Preis für Finanzielle Bildung“ prämierten Projekt „Ernährung regional: Wetten, wir shaken das?“ oder der 48. Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“ unter dem Motto „Erfindungen verändern unser Leben“: uns liegt die Stärkung der finanziellen, sozialen und kreativen Allgemeinbildung sehr am Herzen. Dazu gehört auch unsere Unterstützung der Homburger Teddyklinik, bei der Kindern mit ihrem Kuscheltier die Angst vorm Arzt

genommen wird. Durch das VR-GewinnSparen unterstützen wir zusammen mit dem Sparverein Saarland ebenfalls gemeinnützige Projekte im Saarpfalz-Kreis. Auch unsere Crowdfunding-Plattform www.viele-schaffen-mehr. saarland ist 2018 weiterhin ein wichtiges Instrument bei der Umsetzung von Projekten, die finanzielle Unterstützung benötigen. Hierüber wurden bisher 24 erfolgreiche Projekte durch 2.557 Spender und einer SpendenUnsere Geschäftsstelle in Blieskastel bot zur 21. summe in Höhe von aktuell Bliesgaumesse kurzweilige Erlebnisse für die ganze 71.783,30 EUR umgesetzt. Familie. Foto: VRB Saarpfalz eG Firmen- und Privatkundenveranstaltungen zum Thema „Betriebsrentenstärkungsgesetz“ und „Altersvorsorge für Frauen“ runden das informative Angebot der VRB Saarpfalz eG beispielsweise ab.

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FAIRdinand - Fair.Regional.Nachhaltig. in der Region 21.09.2018  

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