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EDITORIAL

„Die Wirtschaft wählt“ IHK-Präsident Dr. Richard Weber zur Neuwahl der Vollversammlung In sechs Monaten wählen die saarländischen Unternehmen eine neue IHK-Vollversammlung – das „Parlament“ der Saarwirtschaft. Sie entscheidet darüber, welche Positionen die IHK in der wirtschafts- und standortpolitischen Diskussion vertritt, welche Leistungen sie ihren Unternehmen anbietet, und wie sie sie finanziert. Zugleich wacht sie darüber, dass die IHK die ihr vom Staat übertragenen Aufgaben – etwa in der beruflichen Ausbildung – kundenorientiert und effizient wahrnimmt. Wahlberechtigt sind rund 56.000 Betriebe.

SIE HABEN DIE WAHL

Dr. Richard Weber.

Foto: IHK

Das Wahlverfahren ist basisdemokratisch. Wir haben den Ablauf der Wahl so organisiert, dass die Teilnahme so einfach und unkompliziert wie möglich ist. Jeder Unternehmer, Geschäftsführer oder Manager, der für die Vollversammlung kandidieren möchte, kann sich selbst zum Kandidaten erklären; er braucht niemanden, der ihn vorschlägt. Aus den Reihen der Kandidaten wählt dann jede Branche ihre Vertreter für die Vollversammlung. Dabei gilt: Jedes Unternehmen – gleich ob groß, mittel oder klein – hat jeweils eine Stimme. Die Einteilung in Wahlgruppen stellt sicher, dass die Vollversammlung die Struktur unserer Wirtschaft treffend widerspiegelt. Das heißt: Nicht Großunternehmen, sondern der Mittelstand hat die meisten Stimmen. EINFLUSS AUSÜBEN, VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN Mitglied der Vollversammlung unserer IHK zu sein bedeutet, am wirtschaftspolitischen Willensbildungsprozess im Saarland aktiv mitzuwirken. Auch wenn die Beanspruchung in den Unternehmen stetig zunimmt – unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung braucht das ehrenamtliche Engagement von Unternehmern und Führungskräften. Wer sich nicht in den Prozess demokratischer Willensbildung einbringt, läuft Gefahr, dass seine Interessen von der Politik nicht berücksichtigt werden - und seien sie noch so berechtigt. IHR ENGAGEMENT VERLEIHT UNSERER STIMME GEWICHT Wirtschaft braucht Freiheit und die richtigen Rahmenbedingungen. Dafür beständig einzutreten, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer IHK. Für unsere Mitgliedsunternehmen sind wir eine einflussreiche Stimme gegenüber der Politik. Und je mehr saarländische Unternehmen hinter „ihrer“ IHK stehen, umso gewichtiger ist diese Stimme der Wirtschaft und umso mehr können wir für unsere Unternehmen erreichen. Deshalb meine Bitte: Beteiligen Sie sich aktiv an der Wahl zum Parlament der Wirtschaft. Kandidieren Sie selbst für Ihre Branche. Und geben Sie den Persönlichkeiten Ihres Vertrauens Ihre Stimme. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über vieles Wissenswerte rund um die Wahl zur neuen IHK-Vollversammlung. Bleiben Fragen offen, stehen Ihnen Ihre IHK-Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Machen Sie mit! Mitstimmen heißt Mitbestimmen.

Ihr

Dr. Richard Weber, Präsident der IHK Saarland


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Unternehmensinteressen brauchen eine Stimme Die IHK Saarland vertritt rund 56.000 Mitgliedsunternehmen. Möglichst viele von Ihnen sollten sich an der Wahl zur IHKVollversammlung beteiligen. Denn nur wer von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, kann den Kurs der IHK-Politik durch die Vollversammlung der IHK Saarland mitbestimmen und so der Stimme der saarländischen Wirtschaft Gehör verschaffen. ENGAGEMENT FÜR BESSERE RAHMENBEDINGUNGEN Eine der wichtigsten Aufgaben der IHK Saarland liegt darin, die Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit zu vertreten. Sie erarbeitet hierzu Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen, führt eine Vielzahl von Gesprächen und unterbreitet eigene Politikvorschläge. Dabei geht es um eine breite Palette von Themen. Derzeit stehen vor allem die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und der demografische Wandel im Fokus der wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung. Im Kern geht es dabei darum, trotz knapper Finanzen genügend Mittel für Zukunftsinvestitionen, Bildung und Wirtschaftsförderung aufzubringen, um das Saarland als lebensund liebenswerten Wirtschaftsstandort erhalten zu können. In diese Richtung zielen auch die Saarland-Marketing-Aktivitäten, die maßgeblich von der IHK mit in die Wege geleitet und vorangetrieben wurden. DIE IHK VERTRITT DAS GESAMTINTERESSE DER WIRTSCHAFT Der Zusammenschluss der ge-

Die Interessen der Saarunternehmen sind stets im Fokus – wie hier beim Treffen von IHK-Präsidium mit Foto: IHK Saarland Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

werblichen Wirtschaft in der IHK Saarland ist gesetzlich vorgeschrieben. Hintergrund dieser Pflichtmitgliedschaft ist die Intention des Gesetzgebers, der Wirtschaft ein Sprachrohr zu geben, das den Interessen der gesamten Wirtschaft Rechnung trägt – ohne unter dem dominierenden Einfluss einzelner Wirtschaftszweige, Branchen oder Unternehmen zu geraten.

senvertretung unterstützt die IHK ihre Mitgliedsunternehmen mit einer Fülle an Dienstleistungen, ohne dabei zum Konkurrenten für ihre eigenen Mitglieder zu werden: Etwa bei Fragen zum allgemeinen Wirtschaftsrecht, zum Umweltrecht oder im Außenwirtschaftsverkehr. Ein zentrales Anliegen der IHK ist es zudem, Jungunternehmer mit Informationen und Beratung für den Start in die SelbststänDas ist eine schwierige Aufgabe, digkeit fit zu machen. da sie ein Abwägen der Einzelinteressen voraussetzt. Die geDamit will sie dazu beitragen, setzliche Pflichtmitgliedschaft die Selbstständigenlücke an der ist die notwendige Grundlage, Saar zu schließen und das posium dieser Aufgabe gerecht wer- tive Gründungsklima weiter zu den zu können. verbessern. Viele Dienstleistungen werden von Unternehmen DIENSTLEISTUNGEN FÜR DIE und Mitarbeitern der IHK SaarMITGLIEDSUNTERNEHMEN land gemeinsam auf den Weg gebracht. Die Mitglieder der Neben der politischen InteresVollversammlung bestimmen

mit, welche Dienstleistungen erbracht werden sollen. EFFIZIENTE WAHRNEHMUNG „ÖFFENTLICHER“ AUFGABEN Der IHK wurden vom Staat viele öffentliche Aufgaben übertragen – Aufgaben, die ansonsten der Staat erfüllen müsste. So nehmen IHKs Prüfungen in der Berufsausbildung ab, stellen Außenhandelsdokumente aus und wachen über die Einhaltung der Wettbewerbsregeln. Aufgrund ihrer Wirtschaftsnähe kann die IHK diese Aufgaben besser erfüllen als der Staat. Besonders wichtig ist dabei die Organisation der betrieblichen Ausbildung. Die Mitglieder der Vollversammlung achten darauf, dass diese Aufgaben effektiv und effizient erbracht werden.


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IHK WAHL 2017

Engagieren, kandidieren: So bewirbt man sich für die Vollversammlung Jedes Mitglied kann für die Wahl zur IHK-Vollversammlung kandidieren, indem es eine Wahlbewerbung für seine Wahlgruppe einreicht. Jedes Unternehmen ist einer bestimmten Wahlgruppe zugeordnet. Hierüber wurden alle IHK-Mitgliedsunternehmen per Wahlpost informiert. Grundlage für die Eingruppierung in die Wahlgruppe ist die schwerpunktmäßig ausgeübte gewerbliche Tätigkeit des Unternehmens. Bewerber können nur für die Wahlgruppe kandidieren und gewählt werden, für die sie selbst wahlberechtigt sind. STICHTAG FÜR KANDIDATEN: 17. NOVEMBER Wer kandidieren möchte, muss bis zum 17. November 2016 seine Wahlbewerbung an die IHK senden. Hierzu finden sich unter der Kennzahl 1624 auf

der IHK-Homepage erläuternde Musterformulare. Der Wahlvorschlag mitsamt der Kandidatenerklärung ist schriftlich einzureichen. Im Wahlvorschlag sind Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Beruf oder Stellung, Bezeichnung des IHK-zugehörigen Unternehmens und dessen Anschrift anzuführen. Außerdem muss eine Erklärung beigefügt sein, dass der Kandidat zur Annahme der Wahl bereit ist und dass ihm keine Tatsachen bekannt sind, die seine Wählbarkeit nach der Wahlordnung ausschließen. Für die Einreichung der Wahlbewerbung stehen dem Kandidaten mehrere Kommunikationswege offen. Er kann seine Kandidatur per Mail mit eingescanntem Dokument unter der Mail-Adresse vv-wahl2017 @saarland.ihk.de übermitteln oder per Fax unter der Nummer

0681/9520-690 senden. Natürlich kann die Wahlbewerbung auch per Post unter der Adresse IHK Saarland, Wahlausschuss, 66104 Saarbrücken, versandt oder auch persönlich in der IHK Saarland, Wahlausschuss, Zim-

schuss alle eingegangenen Wahlvorschläge. Wichtig ist, dass ein Kandidat sich nur in einem Wahlvorschlag benennt. Schlägt er sich in mehreren Wahlvorschlägen bzw. in mehreren Wahlgruppen vor, so sind alle seine Kandidaturen zwingend ungültig. KANDIDATEN-VORSTELLUNG IN PRINT UND INTERNET

Alle Kandidaten werden in verschiedenen Medien vorgestellt. Die Angaben der Kandidaten werden, ebenso wie das Gesamtwahlergebnis, auf den Internetseiten der IHK Saarland, in der IHK-Zeitschrift „Saarmer 2.01, Franz-Josef-RöderWirtschaft“, in der „Saarbrücker Straße 9, 66119 Saarbrücken, Zeitung“ und auch drei Tage abgegeben werden. lang per Aushang im Gebäude der IHK Saarland bekanntgeWER KANN KANDIDIEREN? macht bzw. veröffentlicht. Daneben werden die Daten auch Gewählt werden kann, wer voll- in der mit den Wahlunterlagen jährig, wahlberechtigt, Inhaber im Februar versandten Wahleines Einzelunternehmens oder broschüre und auf den Stimmvertretungsberechtigter Gesell- zetteln veröffentlicht. Die Daten schafter einer Personengesellder Kandidaten und ihres Unschaft oder vertretungsberech- ternehmens (wie im Wahlvortigter Geschäftsführer (oder schlag angeführt) sowie ein Vorstandsmitglied) einer juristi- kurzes Statement und ein Foto schen Person ist. Wählbar sind werden wie oben beschrieben auch im Handelsregister einge- veröffentlicht. Die IHK Saarland tragene Prokuristen oder bebehandelt selbstverständlich alsonders bestellte Bevollmächle Kandidaten gleich. Es steht tigte. Das sind Personen mit un- im freien Ermessen jedes Kanditernehmerischer Verantwordaten, ob er innerhalb seiner tung, eine entsprechende Voll- Wahlgruppe spezielle Wahlwermacht ist dann notwendig. bung für sich machen will. Für Auch hierfür steht im Formular- diesen Zweck kann er von der center unter der Kennzahl 1624 IHK kostenfrei Adressdaten für (www.saarland.ihk.de) ein Mus- seine Wahlgruppe erhalten. ter zur Verfügung. WAHLAUSSCHUSS PRÜFT VORSCHLÄGE Jeder Kandidat reicht beim Wahlausschuss der IHK Saarland einen Wahlvorschlag für seine Wahlgruppe ein. Nach Fristablauf prüft der Wahlaus-

Informationen Bei Fragen im Vorfeld rund um die Kandidatur hilft das IHK-Wahlteam, in einem persönlichen Gespräch, telefonisch unter (0681) 95 20-600 oder per E-Mail: vv-wahl2017@saarland.ihk.de.


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IHK-Vollversammlung: Die Wirtschaft wählt ihre Interessenvertreter Rund 56.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Saarland sind aufgerufen, ihre Vertreter in das „Parlament der saarländischen Wirtschaft“ zu wählen. Die Wahl findet in der Zeit vom 6. bis 20. März 2017, 16 Uhr statt, Kandidaturen können bis zum 17. November 2016 eingereicht werden. Insgesamt sind künftig 69 Mandate zu vergeben. Unabhängig von Rechtsform, Größe oder Umsatz: Jedes Mitglied kann kandidieren und umgekehrt kann jedes Mitglied seine Kandidaten in die IHK-Vollversammlung wählen.

PRÄSIDIUM

9

GESCHÄFTSFÜHRUNG

100

ehrenamtliche Mitglieder

Mitarbeiter

Kontrolliert Umsetzung der Vollversammlungsbeschlüsse.

PRÄSIDENT/IN

BERATUNG

Die Vollversammlung legt die Leitlinien der IHK-Arbeit fest und trifft Grundsatzbeschlüsse

Wählt aus ihrem Kreis die Mitglieder des Präsidiums und den Präsidenten

BERATUNG

VOLLVERSAMMLUNG FACHAUSSCHÜSSE Die Fachausschüsse beraten die IHK zu vielen Themenfeldern.

25 69

Branchengruppen bilden die Vollversammlung

Mandate stehen zur Wahl

Unternehmer verschiedenster Branchen wählen ihre Vertreter. Dabei gilt: je bedeutsamer die Branche, desto mehr Sitze hat sie.

MITGLIEDER


STANDORTPOLITIK

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Für wirtschaftsfreundliche Standortbedingungen

ganz besonders im ländlichen Raum.

INFRASTRUKTUR

Die IHK engagiert sich für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und eine bessere Anbindung des Saarlandes an andere Wirtschaftsmetropolen in Deutschland und Europa. Wichtig für einen wirtschaftsfreundlichen Standort sind auch schnelle Internetverbindungen,

Außerdem setzt sich die IHK Saarland für eine leistungsfähige Ver- und Entsorgung zu konkurrenzfähigen Preisen ein. Attraktive Hochschulen, Studiengänge und Forschungsschwerpunkte, die sich auch am Bedarf der Wirtschaft orientieren, gehören zu den Zielen ebenso wie mehr öffentliche Investitionen, niedrigere Steuersätze, Abgaben und Bürokratiekosten. Die IHK Saarland unterstützt weiterhin Initiativen zur Belebung der Innenstädte und Ortskerne, sie erstellt StärkenSchwächen-Profile und nimmt Stellung zur Ansiedlung groß-

flächiger Einzelhandelsbetriebe. Sie beteiligt sich an Initiativen, die das Saarland als Tourismusziel attraktiver und bekannter machen. der Augenmerk richtet sich dabei insbesondere auf die weitere Verbesserung der Angebotsqualität in Hotellerie und Gastronomie. So beraten Experten der IHK Unternehmen in den Bereichen Güterverkehr, Gefahrgut, Straßen- und Personenverkehr und führen hierzu Veranstaltungen und Prüfungen durch. Auf den Themenfeldern Umweltschutz und „saubere“ Energie führt die IHK ihre Mitglieder durch das Dickicht an Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen, vermittelt im Konflikt mit Aufsichtsbehörden, hilft bei der Einfüh-

REGIONALE KOOPERATIONEN

rung von Umweltmanagementsystemen, informiert über die richtigen Entsorgungswege und geeignete Recyclingmöglichkeiten und stellt Methoden, Techniken und konkrete Beispiele zu effizientem Energie- und Materialeinsatz vor. Im Umwelt Forum Saar und in Arbeitskreisen


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STANDORTPOLITIK

KONJUNKTUR BERICHTERSTATTUNG

bietet die IHK Saarland – gemeinsam mit saar.is – Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen und informiert über Förderprogramme von Land, Bund und EU. Als Partner im Umweltpakt Saar steht man im ständigen Dialog mit der Landesregierung und konnte viel sinnvolle Erleichterung für die Saarwirtschaft erreichen. Die IHK Saarland informiert über Konjunkturlage, Strukturwandel und wirtschaftliche Trends, sie bereitet aber auch

statistische Daten für ihre Mitglieder übersichtlich auf. Auf der Homepage www.ihk.de finden die IHK-Mitglieder zahlreiche Informationen zu den Themen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Demografie und Fachkräftesicherung. Zudem über Zuwanderung, Hochschulen, Energie, Umwelt, Preisentwicklung, Steuern, Handel und Tourismus. Damit der demographische Wandel nicht zu einer Wachstumsbremse wird, engagiert sich die IHK Saarland dafür, den Fachkräftebedarf für die Unternehmen zu sichern – durch mehr qualifizierte Zuwanderung sowie durch eine rasche Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, durch eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote und mehr ältere Beschäftigte. Und nicht zuletzt durch weniger Studienabbrecher als Ergebnis einer gezielteren Studienfachwahl. Analysen und Konzepte zu erstellen ist dabei eine der vielfältigen Aufgabenberei-

che der IHK Saarland. Stellungnahmen abzugeben und über aktuelle Trends zu informieren ist Teil dieser Arbeit. Bei den zahlreichen IHK-Veranstaltungen erhalten die Mitglieder hilfreiche Tipps, wie sie ihr Unternehmen fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft halten. Auch das Thema Demografie hält die IHK Saarland fest im Auge. Wer wissen möchte, wie demografiefest sein Unternehmen ist, kann das beispielsweise mit dem Demografie-Rechner auf der IHKHomepage überprüfen. Servicestellen, die beispielsweise

STEUER - UND FINANZPOLITIK

bei saar.is e. V. angesiedelt sind und von der IHK mit finanziert werden, helfen Unternehmern ein noch attraktiverer Arbeitgeber zu werden. Eine familienfreundliche Arbeitswelt ist der Schlüssel, um insbesondere mehr Frauen für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Die Servicestelle „Arbeiten und Leben im Saarland“ berät zu flexiblen Arbeitszeiten, Home-Office oder konkreten Betreuungsangeboten. Wenn es darum geht, ältere Mitarbeiter länger zu beschäftigen, werden „Jobfitness“, betriebliches Gesundheitsmanagement und lebenslanges Lernen zu wichtigen Themen. Hierzu berät die Servicestelle Ü55. Die Servicestelle CSR bietet saarländischen Unternehmen kostenfrei Beratung, Coaching sowie Vernetzung zum Themenkomplex CSR an. Das Bundesprogramm „unternehmensWert: Mensch“ unterstützt als KMU mit maßgeschneiderten Konzepten dabei, eine zukunftsfähige und mitar-

GEWERBEFLÄCHEN

beiterorientierte Personalpolitik zu entwickeln. Geförderte Beratungen bietet das Programm in den Handlungsfeldern Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz. Letztlich bietet das Demografie Netzwerk Saar (DNS) vielen Unternehmern praxistaugliche Lösungen durch den gezielten Austausch von betrieblichen Erfahrungen sowie die geleitete Vermittlung von Praxislösungen zur Stärkung der eigenen Arbeitgeber-Attraktivität.

IHK: Interessenvertretung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene Kooperationen mit weiteren Organistationen der Wirtschaft

BUNDESREGIERUNG

BRÜSSEL

BERLIN EU-KOMMISSION

Europäische Vereinigung der Industrie- und Handelskammern

Deutscher Industrieund Handelskammertag

BUNDESTAG

STRASSBURG

EU-PARLAMENT

KOMMUNE

SAARLÄNDISCHE UNTERNEHMEN LANDESREGIERUNG

SAARLAND


STANDORTPOLITIK

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Brücken in den Arbeitsmarkt bauen für Flüchtlinge und Migranten Kaum ein Thema beschäftigt die Menschen in unserem Land zur Zeit so sehr, wie das der Flüchtlingspolitik. Es hat sich gezeigt: Wir brauchen einen langen Atem. Doch die Zuwanderung der Flüchtlinge bietet auch Chancen. Denn im Zuge des demografischen Wandels bietet sich jetzt die Möglichkeit, den Arbeitsmarkt neu zu beleben. Deshalb engagiert sich die IHK Saarland dafür, Brücken in den Arbeitsmarkt zu bauen. Damit aus den Migranten und Flüchtlingen von heute die Fachkräfte von morgen werden, die unserem Land helfen. Bei der Aufnahme einer Be-

schäftigung oder einer Ausbildung bietet die IHK Saarland Unternehmen an, die Integration durch einen gezielten fachsprachlichen Unterricht zu ergänzen. Denn nur mit Sprachkompetenz gelingt auch die Integration. Hierzu werden auch Sprachmittler ausgebildet, damit die Flüchtlinge von Muttersprachlern unterstützt werden können. So genannte Seniorexperten begleiten junge Menschen aktiv beim Einstieg in die Arbeitswelt. Leichter gelingt dies durch die Senioren, die in ihrer aktiven Berufstätigkeit Schlüsselstellen in Unternehmen oder anderen Einrichtungen inne hatten.

Die IHK Saarland engagiert sich zudem im Verein „Saarwirtschaft hilft Flüchtlingen“, der die zahlreichen Hilfsangebote der Verbände der Saarwirtschaft bündelt und durch integrationsfördernde Maßnahmen zur raschen und nachhaltigen Integration von Flüchtlingen in den saarländischen Arbeitsmarkt beiträgt. Im Wettbewerb um Fachkräfte und Auszubildende lohnt es sich, neue Wege zu gehen. Etwa durch die Unterstützung der Unternehmen – in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, den Jobcentern, den Ehrenamtnetzwerken und den Experten des Welcome Center

Die IHK führt Praktikums- und Ausbildungstouren für Flüchtlinge durch. Hier Flüchtlinge bei Nordgetreide in Überherrn.

Foto: IHK

Saarland – passgenau Migranten und Flüchtlinge für ihren Bedarf zu finden. Das gelingt mit Informationsveranstaltungen oder auch Speed-Datings. Dazu gehört auch, die Potenziale von Migranten und Flüchtlingen stärker in den Blick zu nehmen, ihre Kompetenzen und deren Vergleichbarkeit mit deutschen Abschlüssen festzustellen und sie bei Bedarf weiter zu qualifizieren. Das neue Welcome Center Saarland bei saar.is ist eine Erstanlaufstelle für Migrantinnen und Migranten, die ins Saarland kommen möchten oder bereits ins Saarland zugewandert sind.


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AUS- UND WEITERBILDUNG

Aus- und Weiterbildung: Qualifikation für die Zukunft

AUS - UND WEITER BILDUNGSBERATUNG

IHK Saarland sehr ernst genommen wird. Die Ausbildungsberater der IHK Saarland beraten zu allen Fragen der Berufsausbildung – gerne vor Ort, im Unternehmen. Die IHK unterstützt die Unternehmen bei der Bewerberauswahl, unter anderem durch Eignungstests, in denen die Qualifikation der Ausbildungsplatzbewerber geprüft wird – mittlerweile werden diese Tests auch für junge Flüchtlinge angeboten.

die im Ausland erworbenen Abschlüsse und Qualifikationen und prüfen, welchen deutschen Qualifikationen sie entsprechen. Jugendlichen mit Migrationshintergrund bringt man die Vorteile einer dualen Ausbildung nahe – hierzu werden wir unter anderem interkulturelle Ausbildungstage veranstaltet. Die IHK unterstützt saarländische Unternehmen bei der Organisation der grenzüberschrei-

Die IHK Saarland engagiert sich als kompetenter Partner der Unternehmen in besonderem Maße für eine attraktive, praxisorientierte berufliche Aus- und Weiterbildung. Denn gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource unserer Wirtschaft.

Studienabbrecher erhalten kompetente Beratung über berufliche Perspektiven mit einer Aus- bzw. Weiterbildung. So wird jungen Menschen geholfen, die richtige Berufswahl zu treffen. Informationen erhalten Ausbilder und Auszubildende gleichermaßen über die ZeitNicht zuletzt der staatliche Auf- schrift der IHK Saarland, Intertrag, die berufliche Ausbildung net und Facebook, auf Ausbildungsmessen und Berufsinforin Industrie, Dienstleistungen mationstagen an Schulen. und Handel zu ordnen, ist hier Die Experten der IHK bewerten eine Verpflichtung, die von der

GRENZÜBERSCHREITENDE AUSBILDUNGEN

tenden Ausbildung, berät Fachund Führungskräfte in enger Kooperation mit den Bildungspartnern über passende Wege der Weiterbildung. Zusammen mit 60 saarländischen Weiterbildungsträgern bietet die IHK Saarland ein breites Spektrum an praxisnahen IHK-Zertifikatslehrgängen an. Auch die Organisation von Zwischen- und Abschlussprüfungen der beruflichen Erstausbildung in enger Abstimmung mit den ehrenamtlichen Prüfern, den Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen ist Aufgabe der IHK Saarland. Zudem werden Weiterbildungsinteressierte über die Möglichkeiten der beruflichen Aufstiegsweiterbildung auf Hochschulniveau beraten, und auch die entsprechenden Prüfungen werden von den Experten der IHK Saarland durchgeführt. So bietet man Arbeitnehmern im Rahmen der Teilqualifikation die Möglichkeit, ein oder mehrere Module eines Ausbildungsberufes zu absolvieren, mit der Option einer späteren Teilnahme an der Abschlussprüfung. Mit dem Projekt „AnschlussDirekt“, getragen von der Landesregierung, der IHK Saarland und der Arbeitsagentur, unterstützt die IHK Saarland kleinere und mittlere Unternehmen bei der Besetzung ihrer offenen Ausbildungsstellen und erleichtert Jugendlichen mit Hauptschulabschluss den Einstieg in einer Berufsausbildung.

Gemeinsam mit ME Saar veranstaltet die IHK alljährlich die LANGE NACHT DER INDUSTRIE. Dort präsentieren die saarländischen IndustrieunFoto: IHK ternehmen Ausbildungschancen und Karrieremöglichkeiten.

Auf dem umfangreichen Gebiet der Aus- und Weiterbildung sind die Aufgaben der IHK Saarland also vielfältig und von besonders hohem Nutzen für Unternehmen und Arbeitnehmer im Saarland.


AUS- UND WEITERBILDUNG

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Duale Ausbildung: Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben Die betriebliche oder auch duale Ausbildung ist die am weitesten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und Berufsschulbildung garantiert eine perfekte Verbindung von Theorie und Praxis.

Etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland haben im Verlauf ihres Bildungsweges eine Berufsausbildung im dualen System absolviert. „Dual“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Kombination aus praktischer Ausbildung in einem

Betrieb und schulischer Bildung in einer Berufsschule. Gerade wegen der Verbindung von Theorie und Praxis gilt diese Ausbildungsform als Besonderheit des deutschen Bildungssystems und findet auch international Anerkennung. Für Unter-

nehmen hat die betriebliche Ausbildung den Vorteil, dass sie sich auf diese Weise den eigenen Fachkräftenachwuchs sichern können. Die Ausbildung dauert, je nach Ausbildungsberuf, zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Im Bereich von Industrie und Handel ordnen die Industrieund Handelskammern die Ausbildung. Von den Anforderungen an den Auszubildenden über die betriebliche Ausbildung im Ausbildungsbetrieb, die Berufsschul-Ausbildung und die Lehrpläne bis hin zur Prüfungsordnung leistet die IHK Saarland ganze Arbeit im Sinne einer soliden und zukunftsorientierten beruflichen Bildung.

HILFE BEI BEWERBERAUSWAHL

ONLINE - LEARNING

PRÜFUNGEN ZERTIFIKATE

Das Erfolgsgeheimnis der Dualen Ausbildung, die längst zum Vorbild für Ausbildung in einer


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AUS- UND WEITERBILDUNG

Vielzahl anderer Länder geworden ist: Der ständige Wechsel zwischen praxisnaher beruflicher Ausbildung vor Ort im Betrieb und einer schulischen Ausbildung, in der das theoretische Wissen verinnerlicht wird, das für die Ausbildung unabdingbar ist. In der Regel arbeitet der Auszubildende an drei bis vier Tagen in der Woche im Betrieb, wo er die praktischen Fertigkei-

ten erlernt. Für jeden Beruf sind die zu erlernenden Inhalte im Ausbildungsrahmenplan festgelegt. Die Auszubildenden besuchen zudem zwischen acht und zwölf Unterrichtsstunden in der Woche eine Berufsschule. Die Lehrpläne variieren je nach Ausbildungsberuf und Bundesland, in dem die duale Ausbildung absolviert wird. Der Un-

terricht ist aufgeteilt in fachtheoretische Inhalte, die speziell auf den Beruf zugeschnitten sind, und allgemeine Inhalte. Wer sich für eine duale Ausbildung entscheidet, erhält während der Ausbildungszeit eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe dieser Vergütung wird meist zwischen den Tarifpartnern – also zwischen Arbeitgeberver-

bänden und Gewerkschaften – vereinbart. Die Auszubildenden müssen zwei große Prüfungen ablegen und bestehen: In der Zwischenprüfung muss der Auszubildende zeigen, auf welchem Lernniveau er sich befindet und welche Lernerfolge er bereits vorweisen kann. Mit der Abschlussprüfung vor der IHK Saarland beschließt er dann seine Ausbildung.

TEILQUALIFIZIERUNG

Duale Ausbildung mit der IHK Die IHK betreut im Saarland zur Zeit etwa 11 000 Auszubildende in 2 000 aktiven Ausbildungsbetrieben

2 800

ehrenamtliche Mitglieder führen Prüfungen durch

PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE

Prüfungsorganisation entsendet Prüfer

entsendet Prüfer

Überprüfung von Lehrbetrieben auf Eignung

AUSBILDENDES UNTERNEHMEN

Bildungspartnerschaften

BERUFSSCHULE

IHK

Nachwuchssicherung

Vermittlung von Lehrstellen

Beratung zu Ausbildungsberufen

IHK begleitet die Ausbildung und sichert die Qualität

IHK vermittelt bei Unstimmigkeiten zwischen Azubi und Berufsschule

Schlichtungsverfahren

Runde Tische

AUSZUBILDENDE/R


MITTELSTAND UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

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Gründen, investieren, wachsen

UNTERNEHMENS BEWERTUNG Mit zahlreichen Dienstleistungen steht die IHK Saarland ihren Mitgliedern zur Seite. Beispielsweise wenn es darum geht eine neue Firma zu gründen, die Wettbewerbsfähigkeit des UnRegelmäßig präsentieren Start-Ups ihre Geschäftskonzepte im in der IHK angesiedelten Business Angels ternehmens für die Zukunft zu Foto: IHK Netzwerk. Die IHK kooperiert dabei unter anderem mit den Starterzentren an Uni und HTW. sichern oder wenn die Nachfolge geregelt werden soll. Netzwerk Saarland (BANS) Kastellung. Das bei saar.is angesie- folge und Vermittlung möglipital, Kontakte und Know-How. delte Patent- und Markenzencher Nachfolger durch die OnliSo gibt es etwa ganz spezielle Mit der BANS Beteiligungs trum Saar (PMZ) ist für jeden nebörsen www.nexxtServices für Gründer und StartGmbH und dem Businessangels Gründer der erste Ansprechpartchange.org und www. unterUps wie das Starter-Info-Paket, ner für die Sicherung von geisti- nehmensboerse-saarlorlux.de, das umfassende Informationen Gründerfonds stehen weitere Finanzierungsmöglichkeiten ofgem Eigentum. Saar.is ist zusowie Infos zu öffentlichen rund um den Start in die SelbstAufträgen sind weitere Werkständigkeit gibt. Das notwendi- fen (www.business-angels-saar- gleich Patentannahmestelle. land. de). Im grenzüberschreizeuge, die von der IHK Saarland ge Rüstzeug für den Beginn eitenden Businessplanwettbewerb LEISTUNGEN FÜR KLEINE UND bereit gestellt werden. ner erfolgreichen Selbstständig„1,2,3, GO“ führt die IHK Saar- MITTLERE UNTERNEHMEN Für Unternehmen in wirtschaftkeit erhalten die Gründer dann land innovative Geschäftsideen licher Schieflage entwickelt die unter anderem bei den Exiszu ausgereiften Business-KonDie unentgeltliche VeranstalIHK Saarland gemeinsam mit tenzgründer-Sprechtagen und tungsreihe „Fit für …“ ist ein saar.is und weiteren Partnern -Seminaren, in Schulungen zur zepten und prämiert alljährlich herausragende Businesspläne. Angebot an Kleine und mittlere auf der Grundlage von Businessplanerstellung, beim Unternehmen, die FachkenntSchwachstellenanalysen passenUnternehmerinnen-Stammtisch Technologieorientierten Grünnisse über zahlreiche Themen de Problemlösungen und hilft und Gründerinnentag. Über den dern bieten die Experten der der Unternehmensführung verbei der Suche nach geeigneten Einheitlichen Ansprechpartner (EA) bietet die IHK Saarland au- IHK darüber hinaus gemeinsam mittelt. Infoblätter, die kurz und Fördermitteln zur Stärkung des kompakt wichtige InformatioUnternehmens. ßerdem die schnelle Anmeldung mit saar.is umfassende Hilfenen zu Branchen, Vertriebsforeines Gewerbes rund um die men und öffentlichen FinanzieUhr. In der Startphase unterrungshilfen bieten sind ebenso stützen zudem auch die Wirtein Service für diese Unternehschafts-Senioren Saarland e.V. men wie die Hilfe bei der Für Gründer aus der ArbeitsloMarkt- und Wettbewerberanasigkeit prüft man auch die Gelyse durch Zugriff auf über 150 schäftskonzepte und erstellt Branchenbriefe, UnternehmensStellungnahmen für Arbeitsadressen und Firmenprofile im agentur oder Jobcenter. IHK-Servicezentrum und in der IHK-Firmendatenbank. Innovativen Gründungen und jungen Wachstumsunternehmen vermittelt das bei der IHK angesiedelte Business Angels

NACHFOLGEBÖRSE

Seminare zum richtigen Vorgehen bei der Unternehmensnach-

NETZWERKE


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MITTELSTAND UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Business Angels Netzwerk Saarland: Rat und Kapital für innovative Unternehmen Business Angels sind erfolgreiche Unternehmer und Manager, die jungen innovativen Unternehmen während der Gründung oder in Wachstumsphasen mit Rat und finanziellen Mitteln zur Seite stehen. Sie geben Feedback zu Unternehmensstrategie oder Businessplan, bieten Hilfestellung, etwa bei Finanzierung, Organisation, Marketing oder Vertrieb.

Und: sie investieren Eigenkapital in innovative Unternehmenskonzepte. Business Angel können mit ihren Erfahrungen und Kontakten Türen zu Märkten und Partnern öffnen. Sie bieten eine langfristige angelegte strategische Begleitung. Das Business Angels Netzwerk Saarland (BANS) mit Geschäftsstelle in der IHK vermittelt Investoren und Coaches an junge, innovative Unternehmen aus dem Saarland. GRÜNDERTREFF:

BUSINESS ANGELS & WIRTSCHAFTSSENIOREN

Regelmäßig prüfen erfahrene Führungskräfte Unternehmenskonzepte. In einem vertraulichen Gespräch diskutieren sie im Gründertreff mit Start- Ups Unternehmensstrategie und Businessplan. Die Auswahl der Gesprächsteilnehmer orientiert sich dabei an der Branche und dem spezifischen Bedarf der Jungunter-

nehmen. Erste Kontakte zu Unternehmertn werden vermittelt, beispielsweise zu Bildungs-, Beratungs- und Finanzierungsorganisationen. In konkreten Schritten wird die weitere Zusammenarbeit geplant.

des, können Gründer in den ersten drei Jahren ihrer Geschäftstätigkeit Kredite bis maximal 50.000 Euro erhalten. Vergeben wird der Kredit aufgrund einer Empfehlung des Business Angels Netzwerks, das auch eine Begleitung der Gründer wähFINANZIERUNGSPLATTFORM: rend der Kreditlaufzeit sicherstellt. Das Besondere: Der Kredit In der Finanzierungsplattform muss nicht besichert werden präsentieren Jungunternehmer und stärkt durch seine besondeihre Geschäftskonzepte vor eire Gestaltung die Eigenkapitalnem Kreis ausgewählter Busiausstattung junger Unternehness-Angels. Vornehmliches Ziel men. Er ist mit anderen Förderder Finanzierungsplattform ist programmen (z. B. Startkapital) die Gewinnung von Investoren kombinierbar. für Start-Ups. Bei der Finanzierungsplattform werden auch BANS BETEILIGUNGS GMBH: gemeinsame Investitionen mehrerer Business Angels vorbereiGesellschafter der BANS Beteilitet („Syndizierung“). gungs GmbH sind erfahrene Unternehmer und Manager, die BUSINESS-ANGELSals Business Angels im saarlänGRÜNDERFONDS: dischen Business Angels Netzwerk BANS engagiert sind. Über Aus dem «Business-Angelsdie Beteiligungs GmbH investieGründerfonds», finanziert aus ren sie gemeinsam in innovative Privatisierungserlösen des Lan- Projekte.


INTERNATIONALES

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Neue Märkte im Visier

Die IHK stellt Verbindungen in alle Welt her: wie hier beim Businesslunch mit der Generalkonsulin des Vereinigten Königreichs Großbritannien Foto: IHK und Nordirland, Susan Speller, Vizepräsident Thomas Hempel begrüßt für die IHK.

Bei so genannten Ländersprechtagen geht es um die Wirtschaftslage, Handelsbestimmungen, Kooperationschancen sowie steuerliche und arbeitsrechtliche Bedingungen in allen wichtigen Auslandsmärkten.

handelskammern und Delegiertenbüros an 130 Standorten. Im Verbund mit Landesregierung und saar.is öffnet die IHK den Weg zu geförderten Messeteilnahmen, B2B-Börsen und individuellen Strategien – und persönlichen Kontakt zu dipIn Exklusiv-Seminaren vermitlomatischen Vertretern der vertelt die Experten der IHK das schiedenen Zielländer. Durch notwendige praktische Wissen die weltweite EEN-Datenbank AUSSENHANDELS über Ausfuhrverfahren und Ursowie internationale KooperatiDOKUMENTE sprungsregeln. Wichtige Außen- onsbörsen unterstützt das beim handelsdokumente (z.B. Carnets saar.is e.V. angesiedelte EnterDie IHK Saarland informiert und und Ursprungszeugnisse) erhal- prise Europe Network (EEN) die ten die IHK-Mitglieder im SerUnternehmen bei der Suche berät über die wirtschaftliche vicezentrum oder digital direkt nach internationalen GeschäftsEntwicklung und den Rechtsins Unternehmen. Persönlichen partnern. rahmen auf ausländischen Kontakt, vertiefte Information Mit konkreten Projekten und Märkten sowie über aktuelle und Beratung bietet das weltBegegnungsForen fördert die außenwirtschaftliche Bestimweite Netzwerk der AuslandsIHK Saarland aber auch die Komungen.

operation zwischen den Unternehmen der SaarLorLux-Region und erfüllt die Frankreich-Strategie mit wirtschaftlichem Leben.

MESSEBETEILIGUNGEN & AUSLANDS DELEGATIONEN


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DIE IHK SAARLAND

IHK – Dienstleister für Unternehmen, kritischer Partner der Politik

IHK – Drei Buchstaben, die fast jeder schon einmal gehört hat. Sie stehen für das Netzwerk der 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland. Die IHKs sind Einrichtungen der Wirtschaft für die Wirtschaft. Die IHK Saarland ist in der Region verankert und weiß, was die Wirtschaft bewegt. Gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen übernimmt sie Verantwortung und trägt dazu bei, die Voraussetzungen für Wohlstand und Wachstum zu verbessern.

DEMOKRATISCH LEGITIMIERTE INTERESSENVERTRETUNG

DIENSTLEISTER FÜR DIE WIRTSCHAFT

Die IHK ist mitgliedergetragen und demokratisch aufgebaut: Wichtigstes Organ ist die Vollversammlung. Bei der jetzt anstehenden Wahl hat jedes Unternehmen - unabhängig von seiner Größe - eine Stimme. Als Sprachrohr ihrer Unternehmen gestaltet die IHK aktiv die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit.

Die IHK fördert die gewerbliche Wirtschaft vor Ort und steht den Unternehmen mit einem breit gefächerten Informationsangebot und passgenauen Dienstleistungen zur Seite. So begleitet die IHK Unternehmensgründer, gibt Auskunft zu Rechtsfragen und berät bei der Expansion in internationale Märkte. Gleichzeitig hat die IHK Trends und neue Themen im Blick.

Ihre Nähe zur regionalen Wirtschaft macht die IHK zum gefragten Ansprechpartner für Politik und Verwaltung: Die IHK bündelt die vielfältigen Interessen ihrer Mitglieder und stellt eine faire Abwägung der Belange verschiedener Branchen und Unternehmen sicher.

LEBENSPRINZIP EIGENVERANTWORTUNG

Dem Handeln der IHK liegt das Selbstverständnis als eigenverantwortliche OrganisaERFÜLLUNG STAATLICHER AUFGABEN – IM DIENST DER UNTERNEHMEN tion zugrunde. Der Gedanke dahinter: Die Wirtschaft kann selbst viele Angelegenheiten, die sie betrifft, praxisnah und unbürokratisch regeln - und so auch den Die IHK erfüllt als öffentlich-rechtliche Körperschaft eigenverantwortlich und unab- Staat entlasten. Die IHK bringt den Menschen auch unternehmerisches Handeln nähängig mehr als 50 Aufgaben, die ihr der Staat anvertraut hat. Mit am bekanntesten her. Leitbild für ihr Handeln ist und bleibt der Ehrbare Kaufmann. Alle gewerblichen ist das Engagement in und für die duale Berufsausbildung, mit der junge Menschen Unternehmen - ausgenommen Handwerksbetriebe, Freie Berufe und landwirtseit Generationen in das Berufsleben starten. schaftliche Betriebe - sind Mitglied der IHK.

IMPRESSUM: Sonderveröffentlichung vom 10. September 2016 Herausgeber: Redaktion: Fotos: Anzeigenleitung: Layout und Produktion: Verlag und Druck:

IHK Saarland, Franz-Josef-Röder-Straße 9, 66119 Saarbrücken Dr. Mathias Hafner, Michael Brück IHK Saarland, Fotolia, Agenturen Alexander Grimmer m-content, Serviceagentur für Mediendienstleistung und PR Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH, 66103 Saarbrücken

„IHK Vollversammlung - Sie haben die Wahl“ ist eine Fremdbeilage der Saarbrücker Zeitung


IHK-Vollversammlung: Sie haben die Wahl!