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Rheinsberger Mosaik

Das Magazin fĂźr das Rheinsberger Seenland

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Neueröffnung INHALTLICHES

Ab Montag, 28. November Sc

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L 19

Richtung Markt

Friedrichszentrum

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Kölpinweg

Feldstraße

Dr.-Martin-Henning-Straße

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Rheinsberg Im Friedrichszentrum Bierpreiskracher

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Haushalt Technik Möbel Textilien Spielwaren Werkzeuge

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in Selbstbedienung

Bei Druckfehlern keine Haftung

ÖFFNUNGSZEITEN: Montag – Samstag: 8 – 20 Uhr P Großer

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Inhaltliches INHALTLICHES Rätselhaftes

Örtliches.

Rätselfrage............................. 4 Wir sagen danke.................... 4

Zwei 70-Jährige geehrt........ 40. Feuerwehrübung.................. 42

Editorial

Comediales.

Editorial................................... 5.

Die Hektiker......................... 43

Rückspiegel. Was war los in Rheinsberg?... 6.

Musikalisches. Programmhöhepunkte im Friedrichjahr 2012................ 44

Weihnachtliches. Lichterglanz in der. Rhinpassage........................... 8. Weihnachtsgrüße................... 9.

www.ferienland-luhme.de

Närrisches.

Ferienwohnungen

Narren feiern Schnapszahl... 10. 25 Jahre LFC.......................... 11.

Geschichtliches. Kalenderblätter 2012........... 12. 100 Jahre Lotter.................... 13.

Bungalows Restaurant Konsumwirtschaft

S 033923/ 71425

Historisches. Friedrich ohne Ende............. 14. Runde Erinnerung zum 300. 15.

Jahresrückblick. Kultur und Feste bis zum Abwinken.............................. 16.

Schulisches. Ein Bücherwurm berichtet... 28.

Künstlerisches. Lange Nacht der Künste....... 46. Rheinsberger Natur in Öl..... 47.

Museales. Literaturmuseum auf neuen Wegen................................... 48 Literarisches. Tucholsky über Friedrich II... 50

Erzähltes. Eine Prinzipalin für die Musik und ein Tausendsassa.......... 52. Eine Institution zum. Zuhören................................. 53.

Gesundes. Gute Vorsätze....................... 29.

Kalendarisches.

Kulinarisches.

Friedrichzentrum.

Impressum.

Wild und Ente satt im Ratskeller zu Rheinsberg................. 17. Pane e Vino.......................... 18. Regionales Mineralwasser... 19. EIZ auf der Grünen Woche... 20.

Fernseh Service Lemke........ 30

Leserbrief.............................. 58

Sportliches

Touristisches. Neuglobsow - Die Perle am Stechlinsee........................... 24.

Ruderer im Aufwärtstrend... 32. 2.Quadro-Mixed-Mitternachtsturnier........................ 33. Neuer Vorstand beim RSV.... 34 FSV Vereinsnews.................. 35 6-Tage-Rennen..................... 36.

Soziales.

Tierisches.

Die Donnerstag-Akademie lädt ein................................. 26.

Müritzeum............................ 37. Storchenjahr 2011................ 38. 70 Jahre Geflügelzüchter...... 39

Kirchliches. Laurentiuskirche zählte 12 241 Besucher........ 27.

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Dezember und 2012............. 54


INHALTLICHES Rätselhaftes

Rätselfrage

Wir sagen danke

Mit wem gewann Robert Baetko 2011 das Berliner 6-Tage-Rennen?

Wir danken allen Mitwirkenden: Dr. Peter Böthig, Kirsten Gerndt, Marco Seidel, Jürgen Rammelt, Eckhard Bartel, Heinz Karwath, Ingo Mangliers, Kathleen Bellin, Tanja Rosenberg, Jürgen Rauch, Dr. Brigitte Kruse, Jan Beeskow, Britta Strohschein

A: Roger Kluge B: Dirk Zabel C: Robert Förstemann

Neueröffnung

Zu gewinnen gibt es 3 x 2 Freikarten für den Montagabend beim Berliner 6-Tagerennen 2012, Einsendeschluss ist der 15. Januar 2012

Ab Montag, 28. November Unsere Anschrift:

Fotoquellen: Thomas Tittel, Jürgen Rammelt, Uwe Kämpfe, Musikakademie Rheinsberg, Verein Stadtgeschichte, Jan Beeskow, Ruderverein Rheinsberg, Jürgen Rauch, Rheinsberger Sportverein, Britta Strohschein, Karl Franke e – Rammelt emüsJürgen GTitelfoto:

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Richtung Markt

Kölpinweg

Feldstraße

le hil Sc Rheinsberger Mosaik L 19 Dr.-Martin-Henning-Straße PF 112 in 16831 Rheinsberg Friedrichszentrum P PPP P P oder Rheinsberger-mosaik.redaktion@web.de

Rheinsberg Ständig neue Aktuell-Angebote

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–,29 –,23dann geändert, wenn Preise nur 20 x 0,5-l20 x 0,5-lMehrweg glasfl asche auch die Marktpreise nachhaltig in Mehrwegglasflasche (1-l = –,58) (1-l = –,46) + 3,10 € Pfand + 3,10 € Pfand Bewegung geraten. Regelmäßig 4,60 5,80 bietet NORMA viele begehrte Täglich frisch! sowie außergewöhnlich preisgünsFrisches Fleisch tige und aktuelle Angebote. Bei und Gefl ügel der Qualität kennt NORMA keine in Selbstbedienung Kompromisse. Deshalb werden Markenartikel und Qualitätswaren

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 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


INHALTLICHES EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser des Rheinsberger Mosaik Der Advent steht vor der Tür. Für viele von uns die schönste Zeit des Jahres, für andere der pure Stress. Geschenke sind zu besorgen, die Festtage vorzubereiten und mit Kollegen, Sportfreunden, Vereinskameraden etc. das zur Neige gehende Jahr zu feiern. Mit der D-Mark und der Einheit gewöhnten wir uns sehr schnell daran, im Supermarkt alles zu jeder Zeit zu bekommen. Doch wirklich normal ist das nicht. Inzwischen freue ich mich im April auf den frischen Spargel, im Juni auf Erdbeeren und im späten Herbst auf Rosenkohl und Grünkohl mit Kassler, Wild und die Martinsgans. Der Verlauf des Jahres prägte nicht nur die Speisekarten unserer Vorfahren, auch jahreszeitliche Feste und Bräuche sind in unserer Kultur tief verwurzelt. Oft sind über die Jahrhunderte christliche und heidnische Traditionen eng miteinander verwoben. Schokoladenweihnachtsmänner im September gehören dazu allerdings nicht.

Diese höchst unchristliche „Verhunzung“ des Advents geht vielen von uns auf die Nerven. Advent, das ist der Geruch von Mandeln und Glühwein, Plätzchen und Stolle, Zeit von Wünschen und Heimlichkeiten. Advent das sind eben die vier Sonntage vor Weihnachten. Jetzt ist es an der Zeit, uns auf Advent zu freuen. Kleine und Große dürfen morgens ein Türchen öffnen. Allerorts laden Weihnachtsmärkte mit vorweihnachtlichen Leckereien. Straßen und Häuser werden illuminiert, auch wenn es einige damit übertreiben. Nikolaus bringt die ersten Geschenke. Festliche Musik, wie das Weihnachtsoratorium, bringen uns in die richtige Stimmung. Es ist aber auch Zeit innezuhalten. Das Schönste an Weihnachten ist anderen Gutes zutun. Daher ist es auch die Zeit, an Menschen zu denken, denen unser Wohlstand nicht zuteil wurde oder die durch Naturkatastrophen ihr Obdach verloren

haben. Alles hat seine Zeit - jetzt ist es an der Zeit für den Advent. Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitwirkenden des Rheinsberger Mosaiks eine schöne und möglichst stressarme Vorweihnachtszeit und besinnliche Feiertage im Kreis Ihrer Lieben. Kommen Sie gut ins neue Jahr, für das ich Ihnen allen Gesundheit und Erfolg wünsche. Für uns Rheinsberger, aber nicht nur für uns, wird es geprägt sein vom 300. Geburtstag Friedrich des II., aber auch von 250 Jahren ununterbrochener Keramikproduktion in unserem Städtchen. Über beide Ereignisse informiert Sie unser aktuelles Heft und gibt Ihnen eine Jahresvorschau über die Höhepunkte und Veranstaltungen 2012. Sie sind dazu auf das Herzlichste eingeladen. Thomas Tittel Herausgeber

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INHALTLICHES

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INHALTLICHES

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WeihnaChtliches INHALTLICHES

Lichterglanz in der Rhinpassage

Daniela Adam ist ziemlich aufgeregt. Die Inhaberin des Jeansladens „Lieblingsstücke“ ist die Mitorganisatorin für den „Lichterglanz“, der in wenigen Minuten die Rheinsberger Rhinpassage in ein buntes Lampion- und Laternenmeer verwandeln soll. „Die Idee, mit einer gemeinsamen Veranstaltung in der Adventszeit zusätzliches Leben in unsere Passage zu bringen, kam mir im Sommer“, erzählt die Geschäftsfrau. Und das Interesse an der Idee war riesengroß. Nur mit der Terminsuche wurde es dann schwierig, Doch schließlich entschied man sich für den Sonnabend des Wochenendes vor dem 1. Advent, zumal an diesem Tag eine Kunstausstellung im Atelier von Karl Fulle geplant war und das Blumengeschäft von Heike Aertel mit einer Adventsausstellung um Kunden warb. Und so war es dann auch am vergangenen Sonnabend. Bereits vor der offiziellen Eröffnung kamen

die ersten Besucher, um sich vom Flair der Rhinpassage einfangen zu lassen. Das Programm, das Daniela Adam und ihre Mitstreiter organisiert haben, kannte sich sehen lassen. So konnten Kinder Laternen basteln, es gab Live-Musik, eine Modenschau, Angelvorführungen, eine Hunde-Show, Portraitzeichnen und natürlich war auch an das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher gedacht. Es gab Kaffee und Kuchen, Schmalzbrote, deftige Bratwürste, aber auch Honig und allerlei süße Leckereien.

Besondere Aufmerksamkeit fand die von Daniela Adam und Nicole Jarausch organisierte Modenschau. Dabei zeigten die Models nicht nur fesche Kleidung, sondern auch modische Accessoires, die es in den beiden Geschäften zu kaufen gibt. Als die Ausstellung im Atelier

von Karl Fulle eröffnet wird, platzt die Galerie fast aus den Nähten.

Daniela Adam, die seit dem 1. März mit ihrem Geschäft in der Rhinpassage präsent ist, bietet ihren Kunden Kleidung der Marken Tom Tailor, Polo Sylt und Pepe Jeans an. Wer am Sonnabend bei ihr etwas kaufte, bekam sogar Rabatt. Die Kunden durften würfeln. Maximal waren 18 Prozent möglich, wenn die drei Würfel eine Sechs anzeigten. „Das Rabattwürfeln gibt es den ganzen Januar“, verrät Daniela Adam schon einmal. Doch ein Blick in ihren Laden würde sich immer lohnen. „Ich biete modische Kleidung in den unterschiedlichsten Preislagen an“, sagt die Geschäftsfrau, die ihren Kunden sportliche und alltäglich tragbare Stücke anbieten möchte. Außerdem würde jede Woche neue Ware im Angebot sein. Dabei setzt sie nicht auf ein bestimmtes Alter. „Bei mir hat auch schon ein 62 Jahre alter Herr einen super-modernen Pullover gekauft“, berichtet die Rheinsbergerin. Jürgen Rammelt

»Lieblingsstücke« Daniela Adam Rhinstraße 8-9 16831 Rheinsberg

 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


WeihnachtsGRÜssE Weihnachtsgrüsse INHALTLICHES

d wünschen n u n e d n u K n unsere Wir danken all achtsfest n ih e W s e d n u s ge ein frohes und s Jahr 2012 in h c s t u R n e t u sowie einen g

Liaison

Annett Peters • Markt 10 • 16831 Rheinsberg • Tel.033931/34260

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INHALTLICHES Närrisches

Narren feiern Schnappszahl 3 x 11 = 44 – eigentlich kann das nicht stimmen: Doch Hans-Norbert Gast ist anderer Meinung. Bei der Auftaktveranstaltung des Rheinsberger Carnevalsclub (RCC) am 11. 11. 2011 rechnet der RCCPräsident dem Publikum vor, dass die Rechnung aufgeht. Immerhin besteht der RCC seit 44 Jahren.

um die Schließung der Bibliothek, den Streit um den Servicebetrieb und um andere „Fehlleistungen“ der Stadtverordneten. Aber es gibt nicht nur Kritik, die Erfolge der Schülerköche, die Arbeit des Hauses der Begegnung und das Musical „Zwiebelchen“ werden lobend erwähnt.

Doch ist längst nicht alles, was die Gäste der Auftaktveranstaltung erleben konnten: Da gab es zum Beispiel Sabine Flegel, die als junge Göre gegen ihre Eltern rebelliert, Ute Baudis, die als sparsame Ehefrau Tipps verrät, wie man billig Klamotten und Handtaschen kauft, Dirk Otto, der als Kapitän

Beim anschließenden Schlüssellied erinnert Gast noch einmal an das Finanzdesaster und er schlägt vor, dass die Stadt lieber auf den chinesischen Yuan, die Währung der Zukunft, setzen sollte. Das folgende Programm lässt nichts aus, was in jüngster Zeit in Rheinsberg und in der Welt für Schlagzeilen sorgte: Doch selbst Heinz Karwath, als Vertreter der Piratenpartei, der mit scharfen Pointen und ironischer Politsatire für Lacherfolge sorgt, kann die Jungwähler nicht für sich gewinnen.

der Romy Romantica von seinen Seeabenteuern berichtet, sowie Frank Portner, der darüber nachdenkt, ob es „vor der Mutti (seiner Gemahlin) noch ein anderes Leben gab“. Mit dem Lied „Eine neue Leber ist wie ein neues Leben“ wirbt danach der RCC-Chor für die Organspende, der nur noch vom Frauen- und Männerballett sowie der Funkengarde übertroffen wird.

In der Seehalle des Hotels „Haus Rheinsberg“ haben sich mehr als 200 Gäste eingefunden, um den Beginn der närrischen Zeit zu feiern. Gast steht noch ganz unter dem Eindruck des Vormittags. „Wer den Umzug nicht erlebt hat, der hat heute was verpasst. Der RCC dankt allen, die dazu beigetragen haben“, erklärt er unter dem Jubel der Gäste. Einen solchen Umzug und Auftakt mit über 400 Fans vor dem Rathaus hat die Stadt noch nicht erlebt.

Den Auftakt nach dem Einmarsch der Karnevalisten bestreitet Jens Flegel. Er nimmt auf die Schippe, womit die Rheinsberger nicht zufrieden sein können. Es geht

Ein Augen- und Ohrenschmaus ist die Geschichte von Gregori Laborschinski: Thomas Kaufmann als Parteisekretär erzählt die Geschichte vom Kolchosbauern, der immer wieder straffällig und nach Sibirien verbannt wird. Zu dem Lied „Kalinka“ wird kräftig Wodka getrunken.

Den Abschluss des Programms bildet ein echter Schenkelklopfer: Die Geschichte vom „Rotkäppchen“ spielen Thomas Koch als Großmutter, Mathias Schulz (Traktorist), Karsten Koch als Wolf, Werner Tornow (Jäger) und Thomas Kaufmann als Rotkäppchen nach ihrer eigenen Version und der Saal ist ein tobender Hexenkessel. Jürgen Rammelt

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INHALTLICHES Närrisches

25 Jahre LFC

Linower Narren in Feierlaune Wie schnell doch die Zeit vergeht. Kaum hatte der Linower Faschingsclub (LFC) sein 20. Bestehen gefeiert, sind auch schon die nächsten fünf Jahre um. Angefangen hatte alles vor 25. Jahren, als es im jetzigen Stadtteil von Rheinsberg noch einen Jugendklub gab. Dieser zählte damals über 30 Mitglieder. Man traf sich regelmäßig in der alten Schule und zur Adventszeit wurde für die Kinder im Ort ein Märchen aufgeführt. Doch dann gab es die Idee, auch mal etwas anderes auszuprobieren. Und so wurde 1988 ein kleines Faschingsprogramm einstudiert und zur Aufführung gebracht. Die Veranstaltung schlug ein wie eine Bombe“, erinnert sich Burckhardt Stranz, der zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehört. Sogar der damalige Bürgermeister Willi Plazikowski, den die Linower Jecken eingeladen hatten, war begeistert. Ein Name für den Verein, der sich am 1. Oktober 1986 gründete, wurde ebenfalls gefunden. Im Ort gab es einen Feuerlöschbrunnen, der ständig einen dünnen Strahl abgab, wie das berühmte Wahrzeichen „Männeken Pis“ in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Und da der Linower Brunnen in aller Munde war, hieß der Verein fortan „Männekin Piss“. Aus dem Strahl ist zwar inzwischen ein Tröpfeln geworden, aber der Name blieb. Los mit den Vorbereitungen geht es jeweils im August. „In einer ersten Sitzung wird über das Motto beraten“, berichtet Burckhardt Stranz, der seit 1993 dem Verein vorsteht. „Da kommen meist mehrere Vorschläge auf den Tisch und wir

entscheiden dann, mit welchem Thema wir die Saison bestreiten.“ In diesem Jahr war Suche nach einem Motto relativ einfach. Wenn am 11.11. zum ersten Mal das aktuelle Programm gezeigt wird, heißt es: „Silberhochzeit wunderbar - der LFC feiert 25 Jahr“. Dass die Linower einen Faschingsverein und keinen Karnevalsclub haben, hat einen ganz plausiblen Grund: „Ein Karnevalsklub hat einen Elferrat, wir haben nur einen Vereinsvorstand“, erklärt Stranz den kleinen Unterschied. Dafür hat der LFC seit 1989 immer ein Prinzenpaar. „Doch jedes Jahr ein Neues zu finden, ist nicht so einfach“, berichtet Valeria Deinert, die dem jetzigen Vorstand als Schriftführerin angehört. Aber auch da wurde eine Lösung gefunden, indem wenigstens einer der Hoheiten aus dem Ort stammen sollte. Auch halten die meisten Prinzenpaare dem Verein, der zurzeit 23 Mitglieder zählt, die Treue. „Doch das sind nicht alle, die beim Programm mitwirken“, erklärt der 2. Ratspräsident Thomas Kiehns. Drei Teenager, die noch nicht 18 Jahre alt sind und sieben Kinder gehören ebenfalls zu denen, die im zweistündigen Programm

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mitwirken. Wenn die Linower dann die Puppen tanzen lassen, geht es meist deftig zu. Wenn etwas Außergewöhnliches im Dorfe passierte, wissen das bestimmt Erna und Frieda. Neben Sketchen und Büttenreden sorgen vor allem die Funken, die Damentanzgruppe und das von Britta Seidel in Szene gesetzte Männerballett für strapazierte Lachmuskeln. Leider gibt es in Linow keinen bewirtschafteten Saal mehr, in dem der LFC seine Veranstaltungen durchführen kann. Deshalb zeigt der Verein sein Programm dreimal in Dorf Zechlin, einmal in Kagar und einmal in Gühlen-Glienicke. Doch erst einmal gibt es den 11. 11., der in diesem Jahr auf einen Freitag fällt. An diesem Tag treffen sich die Linower Narren um 14.30 Uhr an der Feuerwehr. Von dort geht es zum Kindergarten, wo man den Schlüssel für das Gemeindebüro von der Bürgermeisterin entgegennehmen möchte. „Viel ist da nicht mehr zu holen, aber was sein muss, muss sein“, sagt Burckhardt Stranz, der hofft, dass auch die diesjährige Jubiläumssaison ein voller Erfolg wird.

Jürgen Rammelt


INHALTLICHES gESCHICHTLICHES

Kalenderblätter 2012

250 Jahre Fayence und Steingut aus Rheinsberg Die Keramikproduktion gehört in Rheinsberg schon seit mehreren Jahrhunderten zu den hier angesiedelten Unternehmen.

schichte der Rheinsberger Keramikproduktion zum Thema für den Kalender des Jahres 2012 ausgewählt.

Damit verbunden sind seit den Anfängen vor 250 Jahren viele daraus entstandene Arbeitsplätze. Das wiederum bildete, besonders in früheren Zeiten, die Lebensgrundlage für einen Großteil der Bevölkerung unseres Städtchens.

Darin ist eine auf die zwölf Monate des kommenden Jahres aufgeteilte Wanderung durch die Entwicklungsgeschichte von einer kleinen Manufaktur bis hin zur industriellen Produktion enthalten.

Der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg e.V. hat sich die Ge-

Begonnen hatte alles im Jahr 1762. Oberstallmeister Baron von Reisewitz gründete im

Auftrag des Prinzen Heinrich an dessen Hof eine Fayenceund Tapetenmanufaktur. Höhen und Tiefen begleiteten über die Folgejahre die Produktion von inzwischen verschiedensten Keramikartikeln. Die Produktion wurde aus wirtschaftlichen Gründen immer mehr nach Rheinsberg verlegt. Das inzwischen fast weltweit bekannte große „R“ für die Produktionsstätte Rheinsberg stammt vermutlich aus dem Jahr 1770 oder früher. Es ist auf dem vermutlich ältesten Belegstück aus dem Jahr 1771 zu finden, das zweifellos der Rheinsberger Manufaktur zuzuordnen ist. Es ist auf der Januarseite des Kalenders abgebildet. Die Rheinsberger Produktionsstätte hatte im Laufe der folgenden Jahre verschiedene Eigentümer. Die hergestellten Keramiken nahmen immer mehr an Qualität und Vielfalt zu. Im neuen Kalender sind von den Anfängen bis zur heutigen Zeit Erzeugnisse aus allen Produktionsphasen abgebildet. Fayencen, Schalen, Krüge, ja sogar ganze Service und viele andere Gegenstände, die durchaus für den täglichen Gebrauch gedacht waren und sind, stammen aus der Rheinsberger Produktion. Doch zum bekanntesten Produkt hat sich im Laufe der Jahre die Rheinsberger Teekanne entwickelt. Insbesondere gelangte dabei die braun geflammte Kanne mit den zwei gelben Ringen in den Vordergrund.

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Geschichtliches INHALTLICHES Der Kalendertext gibt seinem interessierten Leser einen recht umfangreichen Abriss der Geschichte der Rheinsberger Keramikproduktion und führt über die verschiedensten Eigentümer und deren Ideen, Hoffnungen, Erfolge und Misserfolge, weiter zu den heutigen Gegebenheiten. Viele Erzeugnisse zählen heute schon zu den Raritäten und werden von Sammlern gesucht.

Rohstoffe wie Ton und Holz für die Produktion waren preiswert im nahen Umfeld von Rheinsberg, bei Dierberg und im Boberow, zu finden.

Zumal durch verschiedene Brände der Steingutfabrik, der letzte große Brand war im Jahr 1972, unwiederbringlich zerstört wurden. Ein großer Teil der damit gegossenen oder geformten Produkte sind im neuen

100 Jahre Lotter

In der Königstraße befindet sich das Traditionsgeschäft, das von Uhrmachermeister Frank Lotter in dritter Generation geführt wird. Das Rheinsberger Mosaik hat den Familienbetrieb bereits in einer früheren Ausgabe vorgestellt. Das 100- jährige Jubiläum am 23. September nahm Frank Lotter zum Anlass, seine Räume im Interesse der Kunden neu zu gestalten. Größere Auslagen und ein Arbeitsplatz im Kundenraum waren ihm bei der Umgestaltung des Geschäftes besonders wichtig. Das Rheinsberger Mosaik gratuliert zum Jubiläum. Frank Lotter Uhrmachermeister Königstraße 8 • 16831 Rheinsberg Tel.: 033931/2197 E-Mail: franklotter@arcor.de

13 HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG

Kalender wieder zu finden. Sammler und Freunde der Rheinsberger Keramikerzeugnisse werden sich daran bestimmt erfreuen können. Aber auch bei ehemaligen und vielleicht auch heute noch tätigen Mitarbeitern der Rheinsberger Produktionsstätten werden die Abbildungen aus alter und neuer Zeit so manche Erinnerung wachrufen. Eckhard Bartel Stadtgeschichte Rheinsberg e.V. Tel.: 033931.37760 E-Mail: stadtgeschichterheinsberg@gmx.de Internet: www.stadtgeschichte-rheinsberg.de


Historisches INHALTLICHES

Friedrich ohne Ende

und Schach auf dem Kirchplatz „Friedrich ohne Ende“ ist der Titel einer Ausstellung, die 2012 zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs in Rheinsberg gezeigt wird. Doch das ist nur ein Programmpunkt, der aus Anlass des Geburtstages des einstigen Königs im kommenden Jahr in Rheinsberg zu erleben sein wird. Insgesamt stehen im Friedrichjahr über 80 Veranstaltungen auf dem Programm – ein Feuerwerk zu Ehren des Königsgeburstages. Um das Jubiläum vorzubereiten haben sich 13 Akteure zusammen gefunden. Allerdings wird nicht nur der 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die 250-jährige ununterbrochene Herstellung von Rheinsberger Keramik. So hat zum Beispiel die Bundesund Landesmusikakademie eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant. Da Friedrich nicht nur als Kriegsherr, sondern auch als Schöngeist, Flötist und Komponist in die Geschichte eingegangen ist, hat die Akademie Kompositionsaufträge für kleine Übungsstücke für Flöte vergeben, die im Jubiläumsjahr zur Aufführung kommen. Ganz im Zeichen des 300. Geburtstages werden auch zahlreiche Konzerte und der Event „300 Flöten für Friedrich“ im Schlosspark stehen. Dem Jubiläum sind auch die Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten und die Aufführung der Oper „Argenore“ anlässlich der Festtage der Alten Musik zu Ostern gewidmet. Allerdings ist es keine Komposition von Friedrich II., die zur Aufführung

kommt, sondern eine Oper von Wilhelmine von Bayreuth, einer Schwester des Monarchen.

etwas anbahnt“, macht Dr. Detlef Fuchs von der Schlösserstiftung auf die Ausstellung neugierig.

Auch die Kammeroper Schloss Rheinsberg räumt dem Jubiläum in ihrem Programm großen Platz ein. So wird erneut die Oper „Kronprinz Friedrich“ von Siegfried Matthus, die 1999 in Rheinsberg ihre Uraufführung unter der Regie von Götz Friedrich erlebte, zur Aufführung kommen. Als weitere Höhepunkte verwies Festivalmanager Rainer Schwarz auf drei Konzerte unter dem Titel „Friedrichs Träume“ im Spiegelsaal des Schlosses, der derzeit in seinen ursprünglichen Zustand zurückgebaut wird.

Erinnert wird dabei an Friedrich als Bauherr, an das Verhältnis zu Elisabeth Christine, seine Gemahlin und an den Visionär und Strategen, der den Antimachiavell schrieb. Auch in der von Peter Böthig vorgestellten Ausstellung steht der junge Friedrich im Mittelpunkt. Gezeigt wird der Kronprinz als Tourismusmarke, in den Festspielen, in der Schulstube, in Büchern und im Bild.

Im Schloss selbst wird es zwei Ausstellungen geben. Während in der einen Schau zehn „außergewöhnliche“ Exponate an vier Stationen zu bewundern sind, dürfen sich die Besucher bei der zweiten Ausstellung auf „Friedrich ohne Ende“ freuen. „Es sind vier hingehauchte Skizzen von Knobelsdorff, die zeigen, dass sich im Schloss

„Es ist eine unheimlich schöne und spannende Arbeit, die uns im Moment beschäftigt“, beschrieb Karin Niemann, die Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, die Zeit vor dem eigentlichen Festjahr. Ihr Verein beteiligt sich sowohl an den Kosten sowie mit Leihgaben aus seinem Fundus aktiv am Jubiläum. Zur Geschichte der Keramik machte Hendrik Schink, der Leiter des Rheinsberger Keramikmuseum Ausführungen.

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Historisches INHALTLICHES Wie Schink betonte, ist Rheinsberg der einzige Ort auf dem europäischen Festland, wo 250 Jahre ununterbrochen Steinzeug hergestellt wurde. Er erinnerte an Baron von Reisewitz und an den Anteil, den die preußische Krone an der Entwicklung der Produktion in Rheinsberg hatte. „Es war ein unheimlich gutes Geschäftsfeld“, erklärte Schink. Diesem Anliegen soll eine Ausstellung Rechnung tragen, die ab dem 6. Oktober in der Remise zu sehen sein wird. „Es wird die größte Ausstellung,

die die Stadt bisher zu diesem Thema erlebt hat“, machte Schink schon mal neugierig. Außerdem gibt es die Idee, auf dem Kirchplatz Friedrich gegen Voltaire Schach spielen zu lassen. Für das Spektakel, das am 15. September 2012 stattfinden wird, gibt es bereits konkrete Pläne. Dabei sollen die beiden Kontrahenten und die Akteure auf den 32 Feldern in historischen Kostümen agieren. Aber auch die Rheinsberger sind aufgefordert,

dieses Fest zu einer jährlichen Tradition werden zu lassen. Info: Das Programmheft mit allen Veranstaltungen aus Anlass des Friedrichjahres ist ab sofort in den Tourist-Informationen Rheinsberg und Flecken Zechlin sowie an der Kasse des Schlossmuseums Rheinsberg im Marstall erhältlich. Außerdem kann das Programm online unter www.rheinsberg.de abgerufen werden.

Runde Erinnerung zum 300. Geburtstag und das Schloss Rheinsberg, in dem Friedrich nach eigenen Angaben „die glücklichsten Jahre seines Lebens“ verbracht hat.

Am 24. Januar des kommenden Jahres jährt sich der 300. Geburtstag von Friedrich II., der auch als Friedrich der Große in die Geschichte einging. Aus diesem Anlass erscheint eine MedaillenSonderprägung, die der Rheinsberger Bürgermeister, Jan-Pieter Rau, und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OPR, Markus Rück, vor wenigen Tagen vorstellten. Die Medaille mit einem Durchmesser von 30 Millimetern zeigt auf der Vorderseite ein Porträt des Monarchen und auf der Rückseite das Wappen der Stadt

Die Medaille gibt es in zwei Varianten: In Feinsilber 999, limitiert auf 300 Stück, zum Preis von 42,50 Euro, und in Feingold 999,9, limitiert auf 30 Stück. Wie Rück bei der Vorstellung der edlen Stücke erklärte, richtet sich der Preis der Gold-Edition nach dem aktuellen Tageskurs des Edelmetalls. Im Moment würde der Preis bei 749 Euro liegen. „Die Idee der Sonderprägung stammt aus Rheinsberg“, sagte Markus Rück, der ankündigte, dass vom Verkaufserlös pro Medaille zehn Euro der Stadt Rheinsberg für die Kinder- und Jugendarbeit zugute kommen. Umgesetzt wurde das Projekt mit Unterstützung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und durch die Firma Euromint, dessen Verkaufsleiter Michael Knippschild bei der Vorstellung der Medaille zugegen war.

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Dieser erklärte, dass alle Medaillen in der höchsten Prägequalität polierte Platte hergestellt werden. Helma Heldt, die Schlossbereichsleiterin, erhielt aus den Händen von Markus Rück und Bürgermeister Jan-Pieter Rau die erste Medaille in Silber als Geschenk.

Erhältlich sind die Medaillen in Silber in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin. Die Medaillen in Gold gibt es auf Vorbestellung, wobei mit einer Wartezeit von etwa zehn Tagen zu rechnen ist. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES Jahresrückblick

Kultur und Feste bis zum Abwinken Auch in diesem Jahr gab es in der Region um Rheinsberg sowie in der Stadt und seinen Ortsteilen eine Vielzahl von Festen und kulturellen Veranstaltungen, die es teilweise den potenziellen Besuchern schwer machten, die richtige Auswahl zu treffen. Höhepunkte waren die Aufführungen der Kammeroper Schloss Rheinsberg, aber auch die Veranstaltungen der Musikakademie, die von Konzerten aller Art bis zu Operninszenierungen reichten. Sie boten den Gästen der Stadt und den Bewohnern ein abwechslungsreiches Jahr und Kultur bis zum Abwinken.

risch durch die Musikakademie betreut, sind die Musiktage sicher einer der „Geburtshelfer“ für die Gründung von Musikakademie und Kammeroper Schloss Rheinsberg. Seit vielen Jahren gehören dazu Konzerte und Aufführungen der Kantorei Rheinsberg, der Kreismusikschule OPR und der Rheinsberger Chöre. Wiederholt dabei war auch der Arbeitergesangverein „Vorwärts“ Rheinsberg. Beim Konzert auf dem Akademiehof reichten diesmal sogar die Sitzplätze für die interessierten Zuschauer nicht aus.

Auftritt aus Gründen der Unterbringung nicht realisiert werden. Umso erfreulicher war die erneute Bewerbung für 2011, so dass das Orchester diesmal Mitwirkender bei den Musiktagen war und mit zwei Konzerten die Einwohner und Gäste der Region begeisterte. Für die Gastfreundschaft durch die Musikakademie und die überaus große Resonanz bedankte sich der Bürgermeister der Schwarzwald-Gemeinde Todtnau, Andreas Wiesner (CDU), bei Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau

Wie immer lockten auch die zahlreichen Dorffeste, die vielmals von den einheimischen Heimat- und Kulturvereinen organisiert wurden, ihr Publikum an. Dabei hatten es in diesem Sommer besonders die Orte und Veranstalter schwer, die in Petrus keinen Verbündeten fanden. Dennoch ließen sich die Organisatoren und Gäste des Zechlinerhütter Strandfestes und des Luhmer Rosenfestes vom Regenwetter genauso wenig die Laune verderben, wie die Besucher des Sommerfestes vom Haus Rheinsberg. Letzteres feierte sogar den 10. Geburtstag der Einrichtung. Zu den jährlichen Highlights gehörten zweifelsohne die Veranstaltungen zu den „Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten“, die in diesem Jahr in den Medien etwas zu kurz gekommen sind. Dabei war die Veranstaltungsreihe, die 1949 durch Kantor Stein in Rheinsberg ins Leben gerufen wurde, 1975 durch den Arbeitskreis „Carl Philipp Emanuel Bach“ wiederbelebt worden. Seit 1993 organisato-

Großen Anteil daran hatte in diesem Jahr der Auftritt der „Trachtenkapelle Brandenberg“ aus Todtnau im Schwarzwald. Das Blasorchester war im Jahr 2000 erstmals bei den „Pfingstmusiktagen“ zu Gast und so von der Atmosphäre der Stadt und Region begeistert, dass die Musiker 2010 erneut anfragten, ob sie in Rheinsberg willkommen sind. Leider konnte ein entsprechender

durch seinen Stadtverordneten Franz Wagner. Erfreut waren die Musikanten auch, dass sie für ihre rund 880 km Anreise in einer Antwortbotschaft des Rheinsberger Bürgermeisters zu den Musiktagen besonders lobend erwähnt wurden. Heinz Karwath/Jürgen Rammelt

16 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


Kulinarisches INHALTLICHES

Wild und Ente satt

Mich kann man mieten!

im Ratskeller zu Rheinsberg Zur kalten Jahreszeit gibt es im Rheinsberger Ratskeller wie jedes Jahr eine spezielle Karte mit Wildgerichten und Ente. Das Wild kommt frisch aus der Region, aus dem der Piepenbrock Gruppe gehörenden Rheinshagener Forst. Hirschragout mit Rotkohl und Butterspätzle und der Hirschbraten, angerichtet mit drei kleinen Kartoffelrösti und Zwiebelconfit, dazu Preiselbeersahne auf Williamsbirne sind besonders empfehlenswert.

Für Veranstaltungen jeglicher Art! ber die agen. rfolgt ü sh ietung e e Rhein Die Verm ck Forstbetrieb ro b n e Piep er Cours ist Rüdig partner ch re sp An 0866 ller Rheinsberg) 3933.9 Tel. 03 in Plötz (Ratske art oder M .2264

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Die gastronomische Versorgung erfolgt durch den Ratskeller Rheinsberg.

Das renommierte Haus direkt am Schloss Rheinsberg wo schon Fontane zu Gast war!

Ente, Ente, Ente! Große Entenkeule, halbe Ente oder Barbarin Entenbrust, alle Gerichte sind auf das Leckerste zubereitet und gehören zu den saisonalen Rennern im Ratskeller.

Markt 1 | 16831 Rheinsberg Tel. 033931/ 2264 | Fax 033931/ 38058 E-Mail: info@ratskeller-rheinsberg.de Öffnungszeiten täglich von 11 - 23 Uhr

Ein besonderes Angebot für Gruppen, Familien, Vereine und Firmen ist „Ente satt“ inclusive aller Beilagen zum Preis von 15.90 Euro.

www.ratskeller-rheinsberg.de 17 HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG


Kulinarisches INHALTLICHES

PANE E VINO Ristorante Italiano

täglich geöffnet 11 bis 23 Uhr Mittwochs Ruhetag (24.12.+31.12. geschlossen)

Berliner Str. 2 (Ecke Schlossstr.) 16831 Rheinsberg Tel. 033931.189950

Winterliche Spezialitäten aus Italien Auch wenn Rossano Arangino, Chefkoch im „PANE E VINO“, schon einige Jahre in Deutschland lebt und arbeitet, hat er doch seine italienischen Wurzeln nicht vergessen - besonders die der Kochkünste.

!

Wie hier in seiner zweiten Heimat, verändert sich die Küche in seiner eigentlichen Heimat im Winter und besonders über die Feiertage. Ein Stück davon möchte er nun auch seinen Gästen bekannt machen. Traditionell steht in Italien Lamm und Fisch in der kalten Jahreszeit weit oben auf den Speisekarten. Ebenso auch eine Gemeinsamkeit mit der deutschen Küche: Wildgerichte und Gans. Beides natürlich nach italienischer Art, pikant statt deftig. Dazu passend natürlich

Gutschein

1 Begrüßungsgetränk

original italienische Qualitätsweine. Und wie in Italien gibt es im „PANE E VINO“ über die Feiertage auch den traditionellen lockeren Hefekuchen Panettone. Rossano Arangino lädt seine Gäste ein, diese andere Art von italienischer Küche mal zu probieren. Es muss nicht immer Pizza und Pasta sein.

italienischen Ambiente seine Familien- oder Firmenfeiern zu gestalten mit kalten und warmen Buffet und ausgesuchten Weinen.

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Neu hinzugekommen ist neben den ständig wechselnden Abendgerichten auch der Sonntags-Brunch (für 10,90 EUR pro Person) mit reichhaltigem Buffet und jeden Tag ein anderes Mittagsmenü für 5,00 EUR als preiswerte Alternative für den Hunger in der Mittagspause.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch die Möglichkeit, im

Rossano Arangino freut sich auf Ihren Besuch und wünscht seinen Gästen angenehme Feiertage und ein gesundes neues Jahr 2012. toberg

(je Person)

18 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


„Unser Leben ist so kurz und wir haben meistenteils ein so kurzes Gedächtnis, dass wir uns nur über das Auserlesenste unterrichten sollten“ König Friedrich II.

Kulinarisches INHALTLICHES

Regionales Mineralwasser König Friedrich II., vielen Einheimischen auch unter dem Namen „Der Alte Fritz“ bekannt, erlangte nicht nur wegen seines Schlachtenruhmes Berühmtheit – nein, auch sein erlesener und zeitweise etwas König Friedrich II., vielen Geschmack Einhei„unzeitgenössischer“ mischen auch dem Namen sicherte ihmunter in den Köpfen vieler Menschen einen besonderen „Der Alte Fritz“ bekannt, erlangte Platz zu.

Denn schon Friedrich legte großen Wert auf reines, klares Wasser, welches er damals aus einem Brunnen im Schlosspark schöpfte.

zum königlichen Geburtstag

nicht nur wegen seines Schlachtenruhmes Berühmtheit nein,vom Der junge Kronprinz, –stark Interessenkonflikt mitzeitweise seinem auch sein erlesener und Vater geprägt, war nicht wie etwas „unzeitgenössischer“ andere Männer in seinem Alter. Geschmack ihmerinsich dengegen Bewusst sicherte entschied das „Alltägliche“ und „Normale“ – Köpfen vieler Menschen einen das Soldatendasein besonderen Platz zu. – und

widmete sich stattdessen etwas, für junge Männer Ungewöhnlichem: Musik, Kunst – und den Gaumenfreuden.

»Unser Leben ist so kurz und wirimhaben Schon Jahre meistenteils 2003 stießen Geologen auf ein mächtiges, von ein so kurzes Gedächtnis, eiszeitlichem Gestein umgebenes dass wir uns nurNähe des Wasseraquifer in der Schlossparkes. überJahre das später, Auserlesenste Vier zufällig im Jahr desunterrichten Wassers, sollte ein neues sollten «

Unternehmen den Betrieb Königganz Friedrich aufnehmen. Und– imII Sinne Friedrichs – entschloss man sich, dieses Wasser als etwas zu fördern und zu DerBesonderes junge Kronprinz, stark vom vermarkten.

Interessenkonflikt mit seinem Vater Die „Rwar HEINSBERGER geprägt, nicht wie andere PREUSSENQUELLE “ war geboren, Männer in seinem Alter. Bewusst die dieses ganz besondere, entschied sich gegen das niedrig er mineralisierte „Alltägliche“ und „Normale“ – das Mineralwasser ausschließlich in Glasflaschen– und Soldatendasein und Bag-in-Boxwidmete Systeme abfüllt und verkauft. sich stattdessen etwas, für junge Männer Ungewöhnlichem: Musik, Ohne Zusätze. Veränderungen. Kunst Ohne – und den Gaumenfreuden. Ohne Kompromisse.

Ohne Zusätze. Ohne Veränderungen. Ohne Kompromisse.

mal – Schon im Jahre Moment 2003 stießen teilnehmenden Restaurants aber Mineralwasser? Geologen auf ein mächtiges, von auch in regionalen Museumsshops Auch wir gratulieren! eiszeitlichem Gestein umgebenes in Berlin und Brandenburg/UmgeWasseraquifer der Nähe des zum bung erhältlich. Mit einerinSonderedition königlichen Schlossparkes. Vier Geburtstag Jahre später,kann jetzt jeder – aber nur für kurze Zeit – zufälligden im Jahr des Wassers, sollte königlichen Genuss selbst … denn schon Friedrich entschied in neues Unternehmen den Betrieb sich für bestes Wasser. erleben! aufnehmen. Und – ganz im Sinne Ganz nach des Königs Motto Friedrichs – entschloss man sich, „Jeder soll nach seiner Façon dieses selig Wasser als etwas Besondewerden“ steht es jedem das res zu offen, fördernwie undman zu vermarkten. Mineralwasser zu sich nimmt: Die „RHEINSBERGER PREUSSENQUELLE“ war geboren, die dieses - Als ERGÄNZUNG zu gutem Wein & Essenmineraliganz besondere, niedrig - Als ERFRISCHUNG an heißen sierte Mineralwasser ausschließlich Tagen (Direkt aus der in Glasflaschen und oder Bag-in-BoxFlasche WasserBox) Systeme verkauft. Denn - abfüllt Als Uund NTERSTÜTZER bei Entschlackungskuren schon Friedrich legte großen Wert - Als GESUNDES Getränk für auf reines, klares Wasser, welches Säuglinge und Kinder er damals aus einem Brunnen im Die Sonderedition einermal 500ml Schlosspark schöpfte. Moment Flasche mitAuch Schraubverschluss – Mineralwasser? wir graund Jubiläums- Sonderetikett ist tulieren! Mit einer limitiert und Sonderedition vorerst nur in zum königlichen Geburtstag kann aber teilnehmenden Restaurants auch– in regionalen jetzt jeder aber nur für kurze Zeit Museumsshops in Berlin und – den königlichen Genuss selbst Brandenburg/Umgebung erleben! Ganz nach des Königs erhältlich. Motto „Jeder soll nach seiner Fa…denn schon Friedrich entschied çon selig werden“ steht es jedem sich für bestes Wasser. offen, wie man das Mineralwasser zu sich nimmt:

- Als ERGÄNZUNG zu gutem Wein & Essen - Als ERFRISCHUNG an heißen Tagen (Direkt aus der Flasche oder WasserBox) - Als UNTERSTÜTZER bei Entschlackungskuren - Als GESUNDES Getränk für Säuglinge und Kinder Die Sonderedition einer 500ml Flasche mit Schraubverschluss und Jubiläums- Sonderetikett ist limitiert und vorerst nur in

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Kulinarisches INHALTLICHES

Rheinsberger EIS-Zauberei® auf der Grünen Woche Keine Feier ohne Meier - keine Grüne Woche ohne die Rheinsberger EIS-Zauberei®. Seit 1994 ist das Rheinsberger Unternehmen von Wolfgang Brasch Stammgast in der vom Publikum besonders beliebten Brandenburghalle 21 a. Im Mittelpunkt der Präsentation steht natürlich das eigene Produkt. Hier besticht immer wieder der mit diesem System mögliche Variantenreichtum. Seit 2010 gibt es einen EIZ-Kalender (RM stellte ihn bereits vor) der für jeden Tag des Jahres ein spezielles Eis parat hält. Menschen, die im eisigen Januar in dicken Jacken mit roten Nasen aus der Kälte in die Brandenburghalle kommen, um statt Glühwein ein Eis zu kaufen, hält Brasch für eine besondere Herausforderung. „Für uns ist das immer ein gutes Verkaufstraining für die Saison“, so der Geschäftsmann. In diesem Jahr dürfte im Fokus der Fachbesucher das BIO-Eis stehen. Stets macht die EIS-Zauberei® auch Werbung für Rheinsberg und die Region. Nunmehr zum dritten Mal in unmittelbarer Standnachbarschaft zu dem Gemeinschaftsstand mit Rheinsberger Spezialitäten. Neben der Grünen Woche besucht das Unternehmen jährlich ein gutes Dutzend große Messen. Darunter unter anderem die alle zwei Jahre stattfindende Anuga in Köln. Immer mit dabei sind ein Karton des aktuellen Rheinsberger Mosaiks. Thomas Tittel

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Touristisches INHALTLICHES

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Touristisches INHALTLICHES

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22 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


Touristisches INHALTLICHES

Willkommen an Bord!

Erleben Sie das einzigartige maritime Ferienresort in der faszinierenden Natur der Mecklenburgischen Seenplatte. Nur 1,5 h von Berlin entfernt!

3 Tage

Winter im Land der Tausend Seen

Allzu viele Superlative sind ein bisschen peinlich. Aber was sollen wir machen? Das Best Western Premier Marina Wolfsbruch ist und bleibt ihr schönstes Hotel. Eine Ferienanlage zwischen naturbelassenen Seen und Wäldern, die mediterranes Flair und nordisches Ambiente verbindet. Mit einem eigenen Yachthafen und einer Auswahl erstklassiger Restaurants am Kai und auf einer glasüberdachten Piazza. Dazu Ferienhäuser, wie man sie aus Skandinavien kennt sowie ein unübertroffenes Erlebnis- und Wellness-Angebot r bis für Groß und Buchba d vom u 11 n Klein. 23.12.20 3.03.2012 is 2 01.01. b

Q 2 Übernachtungen im Kajütenzimmer (Zimmer im Hotel oder im Ferienhaus) Q 2 x „Skipper-Fit-Frühstücksbuffet“ Q 2 x Abendessen im Rahmen der HP (Themenbuffet oder 3-Gang-Menü) Q Sport- und Aktivprogramm laut Wochenplan Q tägliche Kinderbetreuung im Kinderhaus „Arche Noah“ Q freier Eintritt in die ErlebnisWasserwelt „Kaskaden“ mit SaunaFitness- und Wellnessbereich

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Touristisches INHALTLICHES

Verkehrsverein Stechlin e.V. c/o Fontanehaus Neuglobsow Fontanestr. 1, 16775 Stechlin/OT Neuglobsow www.stechlin.net

Neuglobsow - Die Perle am Stechlinsee Neuglobsow ist ein Ortsteil von Stechlin und liegt unmittelbar am Stechlinsee. Der malerisch

gelegene See zählt zu den tiefsten Klarwasserseen in Norddeutschland und steht schon

seit 1938 unter Naturschutz. 2001 wurde das Gebiet zum Naturpark Stechlin – Ruppiner Land erweitert und im Nachbarort Menz das Besucherzentrum NaturParkHaus eingeweiht. Im Sommer verkehrt hier ein kostenloser Shuttle zwischen Menz und Stechlinsee. Im Ortskern von Neuglobsow stehen heute noch die Fachwerkhäuser der Glashüttenarbeiter mit ihren Inschriften. Von 1780 bis 1882 wurde hier Glas - vor allen grünes Tafelglas und Flaschen - in einer Glashütte hergestellt. 2002 wurde das Glasmacher-

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Touristisches INHALTLICHES Ausflugs- und Feriendomizil, betuchte Bürgerliche und Künstler bauten in dieser schönen Gegend ihre Villen. Zu DDR-Zeiten entstanden hier Ferienheime mit den begehrten FDGB-Urlaubsplätzen. Neuglobsow ist seit 1998 ein Ortsteil der Gemeinde Stechlin und staatlich anerkannter Erholungsort. Beim Verkehrsverein haus in Neuglobsow eröffnet. Unter Denkmalschutz steht auch das Fontane-Haus in dem der Dichter auf seinen Wanderungen abgestiegen sein soll. Im Ort gibt es zahlreiche gastronomische Einrichtungen wie das bereits erwähnte Fontanehaus oder das familiär geführte Hotel Brandenburg. Die Wirtsleute sind gern behilflich, wenn es um Vorschläge für Wanderziele oder andere Dinge geht. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Neuglobsow ein beliebtes

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können sich die Besucher über Veranstaltungsmöglichkeiten informieren. Laufen, Joggen und Nordic Walking als sportliche Betätigung - im Laufpark Stechlin findet jeder seine passende Strecke. Infos unter:. www.laufpark-stechlin.de Jürgen Rammelt


Soziales INHALTLICHES

Die Donnerstag-Akademie lädt ein Die einst vom Rheinsberger Haus der Begegnung ins Leben gerufene Donnerstag-Akademie hat bereits eine lange Tradition. 1994 wurde sie ins Leben gerufen. Außer in den drei Sommermonaten und im Dezember gibt es jeweils am letzten Donnerstag des Monats interessante Veranstaltungen, die hauptsächlich von Rentnern und Vorruheständlern besucht werden. Aber auch jeder andere, der Interesse daran hat, kann teilnehmen. Für das kommende Jahr hat Marianne Maronde, die Leiterin des Begegnungshauses, wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: 26.01.2012 „Gestatten Sie eine Frage, Herr Bürgermeister?“ Eine Gesprächsrunde mit Bürgermeister Jan-Pieter Rau 23.02.2012 „Merkwürdige Wanderungen durch Berlin und Brandenburg“ Geschichten und Gedichte in und um Berlin und Brandenburg von Autoren, die in Berlin und Brandenburg lebten und leben. 29.03.2012 „Madeira – Tochter des Feuers und Insel des ewigen Frühlings“

Rosemarie und Johannes Mertens erzählen von ihrer Urlaubsreise nach Madeira und zeigen das Erlebte im Film.

27.09.2012 „Besuch im Japanischen Garten in Batschendorf“ mit einer Führung durch die Gartenanlage

26.04.2012 „Besichtigung der Daberburg in Alt Daber“ Eine Mittelalterliche Burg mit Burgturm und aktueller Ausstellung, Kräuterbeeten, Mineralien, Steinen und Sagen. Es erwartet uns die Kräuterfee vom Dossegrund.

25.10.2012 „Kremserfahrt durch die Kyritz/ Wittstocker Heide“

31.05.2012 „Schloss Mirow und die Mecklenburgische Seenlandschaft“ Ein Tagesausflug mit einer Führung durch den Park und das Schloss Mirow, sowie einer Dampferfahrt

Wer das ganze Jahr bucht, bezahlt eine Gebühr. Informationen und Anmeldung unter 033931/2659

29.11.2012 „250 Jahre Keramik in Rheinsberg“ Besichtigung der Ausstellung – geführt von Hendrik Schink

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INHALTLICHES Kirchliches

Laurentiuskirche zählte 12 241 Besucher Die Rheinsberger St.-LaurentiusKirche ist ein richtiger Besuchermagnet. Allein in diesem Sommer haben über 12 200 Gäste die Möglichkeit genutzt, einen Blick in das Gotteshaus zu werfen. „Einen großen Anteil an dieser tollen Resultat hat Thomas Theloke“, sagt Lothar Wittkopf, der Rheinsberger Pfarrer. „Herr Theloke hat dafür gesorgt, dass unsere Kirche den ganzen Sommer über für Besucher geöffnet werden konnte.“ Aber auch der Rheinsberger Kantor Hartmut Grosch, der eigentlich bereits Ruheständler ist, hat seinen Teil dazu beigetragen. Wie in den Jahren zuvor hatte der Kirchenmusiker an jedem Montagvormittag eine Kirchen- und Orgelführung angeboten. Und auch wenn er sonst gerade in der Kirche war, dann hat er schnell mal sein Wissen über das ehrwürdige Gebäude an den Mann oder die Frau gebracht. Für Thomas Theloke waren die Kirchenführungen eine willkommene Abwechslung, wenn der Ein-Euro-Jobber Dienst hatte. Besonders stolz ist er auf die hohe Besucherzahl, in der die Konzertund Gottesdienstgäste nicht mitgezählt sind. Der 60-Jährige war mit seiner Frau vor drei Jahren nach Rheinsberg gezogen. „Es war die Landschaft, die uns gereizt hat, im Märkischen anzusiedeln“, erklärt der ehemalige Chemnitzer. Die Stelle bei der Kirche wurde ihm über das Arbeitsamt angeboten. „Die Aufgabe ist für mich etwas ganz Neues gewesen“, berichtet der gelernte Maurer und Lackierer, der auch schon als Elektroofenschmelzer und Baumarktverkäufer

gearbeitet hat. Die Kenntnisse über die Rheinsberger Kirche habe er sich angelesen. Aber auch was Hartmut Grosch den Besuchern erzählte, merkte sich Theloke und nach und nach saßen selbst die Jahreszahlen. Die Tür aufzuhalten, wenn Touristen und Urlauber, Einheimische und Fremde, Familien mit Kindern und ältere Menschen in die Kirche kommen, um zu beten oder stille Andacht zu halten, ist für Thomas Theloke inzwischen mehr als ein Job. „Ich habe interessante Menschen kennen gelernt und tolle Gespräche und Erlebnisse gehabt“, sagt der ehrenamtliche Kirchenführer. Da war zum Beispiel die Goldene Hochzeit mit über 60 Leuten, die fein gekleidet die Kirche nutzten, um einen Gottesdienst zu feiern. Am Tag darauf besuchte ebenfalls ein älteres Ehepaar die Kirche. „Die Frau erzählte mir, dass sie und ihr Mann auf den Tag genau 50 Jahre verheiratet sind. Und da gerade zwei Künstlerinnen

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der Kammeroper in der Kirche probten, fragte ich diese, ob sie nicht für die alten Leute ein Ständchen bringen könnten“, berichtet Thomas Theloke. Und dann erklang das „Ave Maria“. „Ich bekam eine Gänsehaut und das goldene Paar hatte Tränen in den Augen“, zeigt sich Thomas Theloke noch heute gerührt. Aber auch Gäste des Hotels der Fürst Donnersmarck-Stiftung, Gläubige und Atheisten, sowie der am weitesten angereiste Besucher, ein katholischer Priester aus Brasilien, hätten ihn sehr beeindruckt. Thomas Theloke, dessen Arbeitsverhältnis am 16. Oktober endete, ist immer noch in der Kirche zu finden. „Ich helfe der Gemeinde jetzt ehrenamtlich, weil mir die Arbeit einfach Freude macht“, so sein Kommentar. Außerdem hofft er, dass er im nächsten Jahr erneut interessierte Besucher durch das denkmalgeschützte Gotteshaus führen darf. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES SchulischES

Ein „Bücherwurm“ berichtet diesem Jahr ist das Motto „Die vier Jahreszeiten“. Die Kinder und Erwachsenen können Gedichte und Geschichten dazu bis zum Mai 2012 in der Bibliothek abgeben. Sponsoren haben auch bereits wieder ihre Unterstützung zugesagt. Weiterhin arbeite ich eng mit dem Medienzentrum Neuruppin zusammen, um die Kinder auch für die dort angebotenen Veranstaltungen zu motivieren.

Seit 2003 gibt es an der Grundschule in Flecken Zechlin eine kleine Schülerbibliothek. Ich betreue diese seit 2007. Den Schülern und auch Lehrern bin ich seitdem als „Bücherwurm“ bekannt. Zu meinen Tätigkeiten gehören unter anderem das Verwalten der vorhandenen Bücher, DVDs, Videos, Videospiele und Brettspiele. Leider ist der Platz nur begrenzt. Weiterhin tausche ich in regelmäßigen Abständen den Buchbestand aus. Die Kinder kommen sehr gerne in die Bibliothek, um zu lesen, Freunde zu treffen oder etwas für den Unterricht zu suchen und um einfach nur zu reden oder mit jemandem ein Spiel auszuprobieren. Die vielen tollen Spiele nehmen aber zu viel Platz in den Regalen weg. Da wäre eine Schatztruhe ganz toll. Wenn jemand eventuell noch eine alte Truhe zur Aufbewahrung der Spiele zu verschenken hat, würde ich mich sehr freuen. Ebenso dankbar bin ich jederzeit über Bücherspenden, auch für Erwachsene. Denn auch die Lehrer und Erzieher nutzen die Bibliothek, um das eine oder andere Buch für sich zu entdecken. Spenden können bei

mir abgegeben werden in Flecken Zechlin, Mittelstraße 1 oder in der Grundschule, Töpferweg 1. Eine weitere Aufgabe als „Bücherwurm“ ist, dass ich die Kinder und Erwachsenen aufrufe, an Schreibwettbewerben zu einem

bestimmten Thema teilzunehmen. Im vergangenen Schuljahr war das Thema „Freundschaft“. Eine Jury hat dann die Geschichten ausgewertet und platziert. Durch die tolle Unterstützung von Unternehmen aus der Umgebung konnten immer attraktive Preise vergeben werden. Sponsoren waren unter anderem die Bäckerei Janke, Marina Wolfsbruch, Friseursalon Graupner, Eiszauberei Rheinsberg und Union Kino Neuruppin. In

Für mich ist mit dieser lohnenden Aufgabe an der Grundschule in Flecken Zechlin ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Ich kann mit Kindern arbeiten, ihnen die Welt der Bücher nahebringen und selbst bei Geschichten mitwirken. So konnte ich im letzten Jahr an einem Schreibwettbewerb des Frieling Verlags in Berlin teilneh-

men. Der „Zeitzeugenpreis“ wurde im Roten Rathaus in Berlin vergeben, zu dessen Verleihung ich eingeladen wurde. Es ist wichtig, dabei zu sein, nicht immer zu gewinnen. Diese Erfahrung vermittle ich auch den Kindern. Das macht eine Teilnahme für die Schülerinnen und Schüler an einem Wettbewerb eben auch lohnenswert. Britta Strohschein

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INHALTLICHES Gesundes

Wollen auch SIE das neue Jahr wieder mit guten Vorsätzen beginnen? Wollen SIE endlich mit dem Rauchen aufhören? Wollen SIE sich gesünder ernähren? Wollen SIE regelmäßig Sport treiben? Wollen Sie IHR Leben gelassener leben? Eigentlich wissen SIE es seit Jahren ganz genau, was SIE tun sollten, eigentlich … Wäre da nicht diese flehende Stimme aus IHREM tiefsten Inneren, die zu IHNEN sagt:“ Tu es nicht! Mach es später! Morgen ist auch noch ein Tag! Das schaffst DU ja doch nicht!“ pp! Buchti Die Stimme kommt von IHREM „ Inneren Schweinehund“. Haben Sie ihm schon einen Namen weine re Sch tivatigegeben? e n in o der r, sM Günte in tierische h E Frädric hund – von Stefan h c onsbu

Ich habe mich gerade für Charli entschieden, einer Koseform von meinem zweiten Vornamen. Am besten man betrachtet seinen inneren Schweinehund als einen guten Freund,

der das Beste für einen will, dessen Tipps aber leider oftmals in die falsche Richtung führen. Die Ursache dafür ist in den Vorgängen in unserem Gehirn zu suchen. Je mehr kluge Informationen wir aufnehmen und anwenden, umso zahmer wird dieses „Tier“ an unserer Seite. Je mehr Positives wir mit einer Veränderung verbinden, desto wahrscheinlicher ist es, seine persönlichen Ziele zu erreichen. Ich zeige Charli noch heute mein Lieblingskleid, das vor einem Jahr noch perfekt gepasst hat, und er wird mich zukünftig unterstützen, wenn ich meine Nordic Walking Schuhe anziehe und meine Runden durch den Wald laufe. Ich weiß es: In einer Stunde Nordic Walking kann man so viele Kalorien verbrennen, wie in einer Tafel Schokolade stecken. Außerdem baut man Stresshormone ab und Glückshormone auf. Es ist einfach ein ganz besonderes Erlebnis die Natur mit ihren Bildern, Düften und ihrer Stille bei jedem Schritt wahr-

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zunehmen. Und wenn es etwas regnet oder kälter ist, weiß ich, dass ich die entsprechende Kleidung anziehen muss, und auch für Charli gibt es bald keine Widerrede mehr. Zwischendurch, wenn ich ein gesetztes Ziel erreicht habe, gibt es auch immer mal wieder eine Belohnung, vielleicht einen Besuch im Thermalbad! Ach ja, ich könnt mich ja auch mit einer Freundin zum Laufen verabreden, das würde Charli endgültig verstummen lassen, dann gibt’s kein Kneifen mehr. Übrigens, vielleicht könnte ich Ihnen mit meinen Kursangeboten helfen, rufen Sie mich an! Viel Erfolg wünscht Ihnen Dorothea Gast Physiotherapeutin/Präventionstrainerin

Uferweg 3 | 16831 Rheinsberg Tel.: 033931.37774 Mobil: 0172.5852428 Mail: lebeninbalance@gmx.de


Neues aus Dem Friedrichzentrum INHALTLICHES

Fernseh Service Lemke im Friedrichzentrum Seit Anfang August führt der 42 jährige Stefan Lemke sein Unternehmen gemeinsam mit seinem ehemaligen Kollegen und jetzigen Angestellten Erhard Hamdorf im Friedrichszentrum. Lemke bringt 15 Jahre Berufserfahrung mit und hat bereits einen beachtlichen Kreis an Stammkunden. Der Firmennahme gibt längst nicht das ganze Spektrum wieder. „Vom Dach bis in den Keller“ ist Lemkes Devise.

Empfangsanlagen, TV-Geräte, Haushaltstechnik, Telefon und Internet gehören zur Angebotspalette. Dabei steht der Service im Mittelpunkt. Als Standortvorteil im Friedrich Zentrum sieht der Neuunternehmer die Parkplatzsituation. Von der Neueröffnung des Lebensmittelmarktes Norma verspricht sich das Unternehmen vor allem noch mehr Kundschaft aus den Ortsteilen Zechlinerhütte,

Kleinzerlang und Luhme, die dann nicht mehr durch den ganzen Ort hindurch müssen, um einzukaufen.

Fernseh Service Lemke TV - Haushaltsgeräte - Telefon - Internet

Feldstraße 11 • 16831 Rheinsberg Telefon: 033931 / 368080 fernsehserviece-lemke@gmx.de

30 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


INHALTLICHES

Öffnungszeiten Sommer

Mo - Fr Sa

Winter

8.00 Uhr - 20.00 Uhr 8.00 Uhr - 16.00 Uhr

31 HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG

Mo - Fr Sa

9.00 Uhr - 19.00 Uhr 9.00 Uhr - 13.00 Uhr


sportliches INHALTLICHES

Ruderer im Aufwärtstrend es wahrscheinlich den Verein gar nicht mehr geben. Als allerdings diese Hürde gemeistert war, gab es eine erneuten Rückschlag: In Rheinsberg wurde die Gymnasiale Oberstufe geschlossen. Damit war dem Verein fast sein gesamtes Nachwuchspotenzial genommen. Selbst der Bau der Uferpromenade hatte für den Verein negative Auswirkungen, denn es konnten fast eine ganze Saison keine Boote zu Wasser gelassen werden. Die Rheinsberger Ruderer haben sich in diesem Jahr kräftig in die Riemen gelegt. Nachdem in der Vergangenheit der Sport etwas zu kurz gekommen war, ist seit einiger Zeit ein Aufwärtstrend zu spüren. Der Vorsitzende des Sportvereins Jens-Uwe Müller scheint die Ursachen zu kennen: „Als erstes musste das frühere Bootshaus geräumt und ein neues in Eigenregie errichtet werden. Das führte zu Austritten, denn ein Sportler möchte Sport treiben und nicht täglich für den Verein arbeiten“, so der Vorsitzende. Trotzdem würdigt Müller die Leistung der Sportfreunde, denn ohne den Bau des neuen Bootshauses unter Leitung des Ehremnmitgliedes Eberhard Nusch würde

Doch das ist alles Schnee von gestern. Danach ging ein Ruck durch den Verein. Um den Rudersport in Rheinsberg wieder zu beleben, ergriffen einige ehemalige Leistungssportler die Initiative und in diesem Sommer konnte man sogar öfters eine Achtermannschaft auf dem Grienericksee sehen. Außerdem stellten sich mit dem regelmäßigen Trainingsbetrieb auch wieder Erfolge ein. So konnten bei den Ergometermeisterschaften der Kinder einige vordere Plätze erzielt werden. In ihrer Altersklasse siegte Vanessa Janitschke, während Luca Eckelmann, Andre Spranger und Jannis Müther zweite Plätze belegten und Marie Rönneberger einen

dritten Platz erkämpfte. Ebenso durften sich die Rheinsberger bei den Kreismeisterschaften über vordere Plätze freuen. Aber auch die Senioren standen den Kindern und Jugendlichen nicht nach: Bei der Langstreckenregatta in Hamburg-Bergedorf siegte mit Mathias Schmidt, Carsten Heinz, Stan Socher, Michael Schnell und Steuermann Patrik Schmidt ein Rheinsberger Boot, und in der Mix-Klasse landeten Jan und Carola Heintz sowie Vivien Schmidt, Sebastian Bartel und Patrick Schmidt als Steuermann ganz oben auf dem Siegertreppchen. Doch damit nicht genug: Beim traditionsreichen Hamburger Staffelrudern wurde eine Renngemeinschaft mit Ruderern aus Rheinsberg, aus Neuruppin sowieaus Königswusterhausen gebildet, die den ersten Platz erkämpften. Der bisherige Höhepunkt war jedoch die Rheinsberger Kurzstreckenregatta anlässlich des Hafenfestes und das traditionelle 1000-Kilometerrudern gegen Lüdinghausen, das Rheinsberg erneut gewinnen konnte. Jürgen Rammelt

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INHALTLICHES sportliches

2. Quadro-Mixed-Mitternachtsturnier Bereits zum zweiten Mal fand am 01. Oktober 2011 das QuadroMixed-Mitternachtsturnier im Volleyball des Rheinsberger SV statt. Auch in diesem Jahr ging es darum, Volleyballer der Region zur späten Stunde an den Ball zu bekommen. In der AllendeHalle in Rheinsberg ging es am Abend nicht nur um den Pokal und die heiß ersehnten Preise, nein, auch das Wiedersehen alter Bekannter ist einer der Erfolgsfaktoren des Turniers.

Viele der Teams ließen es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein, um bei Musik, leckerem gastronomischen Angeboten und guter Laune hochkarätigen Volleyball zu spielen und anzuschauen.

Insgesamt zwölf Viererteams spielten auf zwei Feldern nach Zeit. Nach zweimal zehn Minuten war ein Spiel zu Ende. Der Spielmodus legte fest, dass alle Spieler, die Wettkämpfe bis Landesliga spielen, dabei sein durften. Jedoch durfte jeweils einer der vier Spieler pro Team auch höherklassig gemeldet sein. Dieses System ließ zu, dass auch die ehemaligen Rheinsberger Susann und Mathias Rosenthal mit dabei waren. Mathias spielt seit einigen Jahren beim VSV Jena in der Thüringenliga und Susann ist eine sehr erfolgreiche Spielerin beim SC Potsdam, der in der Regionalliga spielt. Kürzlich absolvierte die Außenangreiferin ein Bundesligaspiel als Libera, da krankheitsbedingt in der Bundesligamannschaft ihres Vereins Spielerinnen fehlten. Neben den vier Teams aus Rheinsberg kamen weitere aus Neuruppin, Wittstock, Alt Ruppin, Vehlefanz, Hennigsdorf, Gera, Malchow und Gransee in die Prinzenstadt. Das Finale 90 Minuten nach Mitternacht war hochgradig spannend. Das Rheinsberger Team Havana um André Pfeifer und Susann

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Rosenthal holte sich knapp den ersten Satz mit 14:13, ehe die Devils um Magnus Schlaugk (Lindow/ Gransee) mit 15:13 ausglichen und damit das Turnier gewannen. Der Rheinsberger Sportverein dankt seinen zahlreichen Sponsoren, auf die er sich immer verlassen kann. Hauptsächlich bedanken möchte sich die Organisatorin beim Edeka-Markt Brehme, bei den Firmen Heisan und B5 Solar bzw. bei Rico Rückstadt. Aber auch den Helfern ist ein großer Dank auszusprechen. Zusammenfassend verlief das Turnier reibungslos und sorgte für eine gute Stimmung, die die Organisatorin Kathleen Bellin auch für das nächste Jahr fest zugesagt hat. Kathleen Bellin


Sportliches INHALTLICHES

Neuer Vorstand beim RSV

Waltraud Bellin ist neue Vorsitzende des Rheinsberger Sportvereins. Auf der Mitgliederversammlung am 9. November wurde Hansjörg Fickert, der das Amt des Vereinsvorsitzenden über 20 Jahre ausgeübt hatte, mit großem Beifall verabschiedet. Der Wechsel an der Vereinsspitze war bereits vor zwei Jahren an Angriff genommen worden. Neben Hansjörg Fickert hatten sich auch dessen Stellvertreter Frank-Michael Sens sowie Ursula Herold als Finanzchefin und Annette Oertel nicht mehr zu Wahlstellen wollen. Waltraud Bellin, die Vorsitzende der Sektion Volleyball, wurde genauso wie ihre Stellvertreterin, Gisela Zupke, sowie Karin Rieck als Kassenwartin und André Pfeifer als Sportwart von den anwesenden 57 Mitgliedern einstimmig gewählt. Auch den beiden Kassenprüfern Klaus Stiewe und Ingeburg Müller erhielten einmütig das Vertrauen der anwesenden Sportler. In seinem Rechenschaftsbericht war Hansjörg Fickert noch einmal auf die Höhepunkte der letzten beiden Jahre eingegangen. Er schätzte ein, dass der Sportverein mit den Sektionen Volleyball, Tischtennis, Aerobic und Frauenturnen in Rheinsberg sehr erfolgreich

gearbeitet hat. „Von unseren 141 Mitgliedern sind 99 Frauen, 39 Männer und 20 Jugendliche und Kinder.“ Der Vorsitzende sprach aber auch darüber, dass mit dem Wegfall der gymnasialen Oberstufe dem Verein die Basis für neue Mitglieder aus dem Jugendbereich entzogen wurden. Positiv schätzte Fickert die Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Hotel Haus Rheinsberg ein. So wurde am 1. Januar eine Sektion Behindertensportgegründet, die bereits zwei Mitglieder zählt. Aber auch die Qualifizierung von neuen Übungsleitern, die Organisation des Wittweseelaufs durch den Verein, das VolleyballMitternachtsturnier, Radtouren und Kinderfeste sowie die Teilnahme am Wettkampfsport durch die Sektionen Tischtennis und Volleyball und die Nachwuchsgewinnung gehören zur erfolgreichen Arbeit des Rheinsberger Sportvereins.

Zickert Landesmeisterin über 800 und 3000 Meter, sie gewann den Sparkassencup 2011 und wurde Deutsche Vizemeisterin über 800 und 3000 Meter. Doch damit nicht genug: Erst jüngst konnte die Seniorin sich mit zwei Europameistertiteln über 15 und 20 Kilometer im Gehen schmücken.

Gleich mehrfachen Beifall gab es für Victoria Zickert, die bei den Volleyballern trainiert. Die Rheinsberger Alterssportlerin ist als Leichtathletin und Mitglied des LC Wittstock überaus erfolgreich. In der Altersklasse W 70 wurde

Vereinsstempel übergab. Genauso wie die anderen ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder will Fickert dem neuen Vorstand helfen, wenn die Hilfe gewünscht wird.

Nach der einstimmigen Entlastung des alten Vorstandes, war die Neuwahl nur noch Formsache. KarlFriedrich Pötter, der mit Hansjörg Fickert einst die Sektion Volleyball aufgebaut hatte, fand bewegende und anerkennende Worte, um dem scheidenden Vorsitzenden noch einmal im Namen aller Vereinsmitglieder zu danken. Diese hatten sich von ihren Plätzen erhoben, um stehend ihren Vereinschef zu ehren. „Ein Vorsitzender ist immer so stark, wie die, die hinter ihm stehen“, sagte der 70-Jährige, der daraufhin seiner Nachfolgerin den

Jürgen Rammelt

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INHALTLICHES sportliches

FSV Vereinsnews

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➤ Der Verein führt am 26.11. seinen traditionellen Adventsnachmittag durch. Treff ist um 14.00 Uhr auf dem Sportplatz. Es kommt der Weihnachtsmann, für die Nachwuchskicker gibt es Sportspiele und für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Verein nimmt mit den D-, E-, und F- Junioren an den Hallenmeisterschaften des Fußballkreises OPR im Dezember teil. Mit Tim Schultka, Lukas Schuster, Dat Nguyen, Björn Normann, Hendrik Haack, Philipp Wulff stellt der Verein 6 Spieler beim DFB Stützpunkt Training. Die jüngsten Kicker des Vereins, die G-Junioren (im Foto), nahmen erfolgreich am Turnier am 22.10. in Rheinsberg teil. Die Alte Herrenmannschaft erhielt ein Einladung zum Hallenturnier im Januar 2012 nach Fürstenberg. Am 19.11. gewannen die Rheinsberger D-Junioren mit dem Rekordergebnis von 27:0 gegen Walsleben!!! Der Verein schlägt die D-Juniorenmannschaft bei der Sportlerumfrage des Kreises Ostprignitz-Ruppin zur Mannschaft des Jahres vor. Die F-Junioren gewannen überraschend mit 3:0 gegen Zaatzke. Das war der 3. Sieg hintereinander. Die E-Junioren gewannen überraschend mit 1:0 im Pokalspiel bei Hansa Wittstock! Die Rheinsberger B/C Junioren spielten bei den Lindower A-Junioren überraschend 2:2 ! Die Rheinsberger B/C Junioren führen in der Winterpause ein eigenes Hallenturnier durch, da im Fußballkreis kein Hallenmeister in dieser Altersgruppe ausgespielt wird. Christian Jaworek, Roland Wagner, Thomas Kerber nehmen zur Zeit an einem Weiterbildungskurs zur Verlängerung der Trainerlizenz teil.

6-Tage-Rennen Ende Januar ist es wieder soweit. Das weltgrößte und traditionsreichste 6-Tage-Rennen steigt im Berliner Velodrom. Die Veranstalter erwarten bei der 101. Auflage des Rennens erneut über 70000 Besucher. Spitzensport in Verbindung mit guter Unterhaltung machen den Erfolg dieses Events aus. Geschäftsführer Heinz Seesing mit seinem Partner Rauner-Werner Schnoorfeil und dem sportlichen

Leiter Dieter Stein sind in diesen Tagen damit beschäftigt, wiederum ein attraktives Fahrerfeld unter Vertrag zu nehmen. In guter Erinnerung ist uns allen noch das spannende Finale 2011, in dem sich Robert Bartko mit seinem Partner Roger Kluge durchsetzte und beide Revanche für die Vorjahresniederlage nahmen. In diesem Jahr organisiert das Rheinsberger Mosaik in Zu-

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sammenarbeit mit der Reederei Halbeck am Montag zur Schultheiß-Nacht eine Fanfahrt. Interessenten können sich bitte direkt im Büro der Reederei Halbeck am Markt anmelden. Thomas Tittel


INHALTLICHES tierisches

Zucht – Ausbildung – Veranstaltungen:

Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt „Sanssouci der Pferde”

Levistano v. Levisto Z

Neustädter Spitzenhengste

Quaterback v. Quaterman

– Landesreit- und Fahrschule – Hengstprüfungsanstalt seit 1978 – Graf-Lehndorff-Institut (EU-Besamungs- und Embryotransferstation) – „Reiten in der Schule” – Zucht, Ausbildung und Verkauf hochtalentierter Pferde – Ganzjährig für Besucher geöffnet

Hengstparaden im September Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt | Hauptgestüt 10 | 16845 Neustadt (Dosse) Tel.: 033970-5029-0 | www.neustaedter-gestuete.de 29-09-2011-Annonce_Neustadt_A5.indd 1

29.09.2011 17:57:35 Uhr

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INHALTLICHES Tierisches

Faszinierend, Spannend, Seenswert Müritzeum - Das NaturErlebnisZentrum in Waren Alle Schönheiten und Besonderheiten, die die Mecklenburger Seenplatte zu bieten hat, wird im Müritzeum, im „Haus der Tausend Seen“ gezeigt. Spielerisch und unterhaltsam, informativ und lehrreich wird die Region rings um die Müritz in multimedialen, interaktiven Ausstellungsräumen präsentiert. Regelmäßige Sonderausstellungen besuchen, über die beeindruckenden Exponate der Naturhistorischen Landessammlungen und das imposante Gebäude des Müritzeums staunen oder im Erlebnisgarten im Park entspannen. Einmal Auge in Auge mit einem Maränenschwarm in der Müritz um die Wette schwimmen, auf eine spannende Reise in die Eiszeit gehen und mit den Kranichen über die Mecklenburgische Seenplatte fliegen – im Müritzeum erleben Sie Deutschlands größte Binnenseelandschaft hautnah.

Ganz ohne Taucherbrille und Schnorchel und doch mittendrin im silbrig schimmernden Fischschwarm: Eintauchen in die spannenden Unterwasserwelten des Müritzeums und über Deutschlands größtes Aquarium für einheimische Süßwasserfische staunen. Über 2 Etagen erstreckt sich das riesige

mit 100.000 Litern Wasser gefüllte Becken, das ca. 400 Maränen ein Zuhause bietet. Für das Erlebnis ohne nasse Füße sorgt eine Glasscheibe von 6 x 6m, die mit einem Gewicht von 11 Tonnen und einer Dicke von 27 Zentimetern die größte Scheibe ist, die jemals in Europa gefertigt wurde. Zu der faszinierenden Aquarienlandschaft des Müritzeums gehören außerdem 24 große und kleine Schau- sowie zwei Außenbecken, in denen neben 40 heimischen Fischarten auch Krebse, Sumpfschildkröten und andere Wassertiere unserer Binnengewässer leben. Mit der einzigartigen Nachgestaltung einer typischen Flusslandschaft der Region warten die Wasserwelten im Müritzeum mit einem weiteren Highlight auf. Auf 20 Metern offenbaren 7 Becken das Leben unter der stetig fließenden glitzernden Oberfläche. Begleiten Sie das quirlige Gewässer von der Quelle bis zur Mündung und lernen Sie unterwegs seine Bewohner kennen: zum Beispiel die Wollhandkrabbe, die vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts mit Schiffen nach Europa gebracht wurde und sich seither in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Europa pudelwohl fühlt.

Ruhe. Der alte Backsteinbau des Müritzeums hat viele Bewohner und schon zahlreiche Besucher gesehen. Adler, Grashüpfer, Miesmuschel - Wasserwanze, Farne, Moose und Pilze - die lebensechten Präparate von Tieren, Pflanzen und Fossilien lassen täglich viele „Ahs“ und „Ohs“ erklingen. Umweltbildung - Natur erleben und verstehen und die Geheimnisse der Natur erklären. Was machen Fische im Winter? Welche Tiere leben in der Müritz und warum sind die Ivenacker Eichen so alt? Im Müritzeum kann die Natur nicht nur erlebt, sondern auch erforscht und verstanden werden. Wie tickt Natur? - diese Frage spannend und unterhaltsam zu beantworten, gehört zu den Herausforderungen des Müritzeums, denen sich das Haus der 1.000 Seen wie viele andere Einrichtungen in MecklenburgVorpommern verschrieben hat. Mit ca. 200.000 Besuchern im Jahr zählt das Müritzeum zu den beliebtesten Ausflugszeilen der Mecklenburgischen Seenplatte und ist mit dem zertifizierten Gütesiegel „Familienfreundlichkeit“ und dem Gütesiegel „Barriere freies Museum“ ausgezeichnet.

Die Dauerausstellung „Natur im Sammlungsschrank“ berichtet von der Faszination des Sammelns, Bewahrens und Forschens und zeigt eine faszinierende Auswahl der Zur Steinmole 1 insgesamt 280.000 Objekte der 17192 Waren (Müritz) Naturhistorischen LandessammFaszinierend, Spannend, Seenswert - Müritzeum NaturErlebnisZentrum in Waren (Müritz) lung. Denn Das obwohl der hundertTel: 03991 633680 Alle Schönheiten Besonderheiten, die die MecklenburgerFax: Seenplatte zu bieten jährige Rothirsch seine und Besucher 03991 6336810 hat, wird im Müritzeum, im „Haus der Tausend Seen“ gezeigt. Spielerisch und unterhaltsam, informativ lehrreich wird die Region rings um die Müritz in stumm begrüßt, herrscht imund„Haus info@Mueritzeum.de multimedialen, interaktiven Ausstellungsräumen präsentiert. Regelmäßige Sonderausstellungen besuchen, über die beeindruckenden Exponate der der Sammlungen“ keineswegs www.Mueritzeum.de Naturhistorischen Landessammlungen und das imposante Gebäude des Müritzeums staunen oder im Erlebnisgarten im Park entspannen. Einmal Auge in Auge mit einem Maränenschwarm in der Müritz um die Wette schwimmen, auf eine spannende Reise in die Eiszeit gehen und mit den Kranichen über die Mecklenburgische Seenplatte fliegen – im Müritzeum erleben Sie Deutschlands größte Binnenseelandschaft hautnah.

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Ganz ohne Taucherbrille und Schnorchel und doch mittendrin im silbrig schimmernden Fischschwarm: Eintauchen in die spannenden Unterwasserwelten


tierisches INHALTLICHES

Erfolgreiches Storchenjahr 2011 19 Jungstörche aus 5 Horststandorten in Dierberg, Zühlen, Lindow, Keller und Herzberg Das war nun wirklich ein erfolgreiches Storchenjahr bei uns. Das Storchendorf Linum kann da leider nicht mithalten. Besonders freuten sich die Zühlener, denn 2 Jahre war der Horst, übrigens ein Baumhorst, nicht besetzt. Nunmehr eine gelungene Aufzucht von 3 Jungstörchen. In den anderen Orten sogar jeweils 4 Jung-Adebare. Die Ortsansässigen konnten sich nicht erinnern, einen solchen Erfolg schon einmal erlebt zu haben. Natürlich wurde es mit zunehmendem Wachstum der Störche recht eng auf den Horsten. In Lindow musste ein Junges unfreiwillig auf dem Marktplatz landen und war darüber recht

schockiert, bewegte sich nicht und ließ einen Flügel hängen. Ein besorgtes Urlauberpaar informierte mich. Aber als ich umgehend den Marktplatz aufsuchte, hatte der Storch schon längst seinen Schock überwunden und inspizierte neugierig seine Umgebung, die er ja bisher nur aus der Vogelperspektive zu Gesicht bekam. Wie viel Junge groß gezogen werden, hängt von den Witterungsbedingungen und dem Nahrungsangebot ab. So verließen in den Vorjahren bei uns lediglich 7 bzw. 8 Jungstörche Ende August ihre Horste. Die Storcheneltern reagieren instinktiv auf mangelndes Nahrungsangebot (u.a.

Mäuse, Frösche, Regenwürmer, Heuschrecken) und befördern das schwächste Junge aus dem Nest. So geschehen 2009 in Herzberg und Lindow sowie 2010 in Keller. Wenn dieser Beitrag erscheint, sind unsere Störche allerdings längst im Winterquartier in Afrika oder Spanien, wo einige unserer Jungstörche bis zur Geschlechtsreife verbleiben. Aber die Altstörche haben schon eine gewisse Unruhe und bereiten sich auf den Rückflug in unsere Brutheimat vor. Bald werden wir wieder ihr freundliches Klappern hören. Jürgen Rauch

“3. Holzfest” Hotel Gutenmorgen im

Am 18 und 19.02.2012 findet im Hotel Gutenmorgen das "3. Holzfest" statt. Anlass: Kettenschausägen mit dem Europameister Andreas Martin aus dem Erzgebirge. Er kommt nach Brandenburg, nach Zechlin. In zwei Tagen sägt er aus einem 3m langen Eichenstamm eine Figur der Region. Buntes Unterhaltungsprogramm: Kreatives Sägen und Bauen von Krippen, Bänken, Blumenkübel und Pilzen aus Holz. Aktionen für die Gäste: Nägelklopfen, Baumstammweitwurf, Wetthacken, traditionelle Köhlerei. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Samstag Beginn: 9.30 Uhr bis 17 Uhr, Sonntag 10 Uhr bis 14 Uhr Eintritt: frei Hotel Gutenmorgen, Zur Beckersmühle 103, 16837 Flecken Zechlin Tel. 033923 702 75, www.hotel-gutenmorgen.de

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INHALTLICHES Tierisches

70 Jahre Geflügelzüchter Kleintierzüchter feierten Jubiläum Kleintierzüchterverein und an den Kleinmutzer Horst Wilde, die beide Tauben ausstellten. Natürlich wurde auf der Jubiläumsschau auch über vergangene Zeiten gesprochen. Besonders Heinz Schröder (75), der seit 45 Jahren Mitglied bei den Züchtern ist, kann sich noch gut an die Höhepunkte im Vereinsleben erinnern. Dora Auricht, die jetzige Vorsitzende, hat sogar aufgeschrieben, wer in den zurückliegenden Jahren an der Spitze des Vereins das Sagen hatte.

Es war ein Gackern, Gurren und Scharren, als vor wenigen Tagen die Rheinsberger Kleintierzüchter in ihrem Domizil neben dem Gartencenter die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten. Doch diesmal war es für den Verein D 425 ein besonderes Ereignis: Mit der Ausstellung wollten die Züchterinnen und Züchter gleichzeitig das 70-jährige Bestehen ihres Vereins feiern. Ausgestellt waren 184 Tiere. Neben 98 Tauben konnten die Besucher 33 Rassekaninchen und 43 edle Hühner und Hähne bestaunen. Für die besten Tiere erhielten die Besitzer zahlreiche Ehrenpreise und Pokale. Vergeben wurde ein Landesehrenpreis (LVE), vier Kreisverbandsehrenpreise (KVE) und 20 Pokale, die der Verein stiftete. Außerdem wurden noch zwei Züchter mit einem Preis des Bürgermeisters der Kernstadt Rheinsberg und der Gesamtstadt geehrt. Letztere Trophäen gingen an Jürgen Kühn vom Lindower

„Erster Vorsitzender war ein gewisser Schütt, dessen Vornamen keiner von uns mehr weiß“, sagt Auricht. „Er stand dem Verein von 1941 bis 1952 vor.“ Weitere Vorsitzende waren Felix Schmidt, Gudrun Dittloff, Hans Wagner, Heinz Pommeranz, Werner Schmidt , Wolfgang Juhl, Günter Wustrau und Heinz Rensch. Während Schmidt und Rensch den Verein jeweils zwölf Jahre leiteten, schaffte es Pommeranz sogar auf 20 Jahre. Interessant ist auch, als Heinz Schröder erzählt, wo sich die Vereinsmitglieder trafen und wo sie ihre Tiere präsentierten: Versammlungsorte waren unter anderem das Deutsche Haus, die Hilfsschule sowie die Gastsstätten Goldener Stern und Vier Jahreszeiten. Ausgestellt wurden die Rassetiere in der Feuerwehr, der Gaststätte Lehmann, im Brandenburger Hof und auf dem Sportplatz. Nach der Wende wurde der Verein besonders durch den damaligen Vorsitzenden der Agrargenossenschaft Rheins-

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berg, Walter Hartung, unterstützt. „Er hatte ein Herz für große und kleine Tiere und ihm haben wir es zu verdanken, dass wir heute mit der ehemaligen KKW-Baracke ein Domizil mit Toiletten, einem Küchen- und Versammlungsraum haben“, freut sich Dora Auricht.

Die Züchterin von Kaninchen und Hühnern, die seit 2005 dem Verein vorsteht, freute sich, dass sie mit Sven Alisch,. Jörg Müther und Jens Eggert auch Vertreter der Stadt Rheinsberg zur Jubiläumsausstellung begrüßen konnte. Aber auch der Zühlener Bürgermeister und langjährige Organisator des Viehmarktes Hartmut Schliephacke hatte es sich nicht nehmen lassen, vorbeizuschauen und zu gratulieren. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES Örtliches

Zwei 70-Jährige geehrt Vor wenigen Wochen haben mit Hartmut Grosch und Siegfried Schweitzer zwei bekannte Rheinsberger ihren 70.Geburtstag gefeiert. Die Schar der Gratulanten war riesengroß und beiden wurde eine große Ehre zuteil: Hartmut Grosch war mehr als überrascht. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde dem Rheinsberger Kantor die Ehrennadel des Deutschen Musikrates verliehen. Die Auszeichnung überreichte Ulrike Liedtke, die zu den Gästen der Geburtstagsfeier gehörte, zu der die Familie des Jubilars und die evangelischen Kirchengemeinde eingeladen hatte. In ihrer Ansprache würdigte die Chefin der Musikakademie besonders den gemeinsam mit Grosch initiierten Orgelkurs an ihrer Einrichtung. Zu den Gratulanten gehörte auch das Rheinsberger Mosaik, zu dessen Autoren Grosch gehört. Es gratulierten zahlreiche Weggefährten sowie Freunde und natürlich durften die Mitglieder der Kantorei, des Posaunenchores, des

Orgelkurses und der Flötengruppe nicht fehlen. Besonders herzliche Worte fand Pfarrer Lothar Wittkopf, der Grosch als einen verlässlichen Partner bezeichnete, der für die Gemeinde unendlich viel geleistet hat, obwohl er seit fünf Jahren Rentner ist. Lobende Worte gab es aber auch für die Projekte, die Grosch im Auftrag der Gossnerkirche in Indien realisierte. Als Superintendant Heinz-Joachim Lohmann mitteilte, dass der Kirchenkreis die Kosten für die noch aufzustellende Orgel übernimmt, war Grosch sprachlos. Überwältigt zeigte sich auch Siegfried Schweitzer, dem an seinem 70. Geburtstag die Ehrenbürgerwürde der Stadt Rheinsberg verliehen wurde. Der Jubilar sprach bewegende Worte nach der Auszeichnung. Sein besonderer Dank galt dem Arbeitergesangsverein, dessen Dirigent er ist, und dem Rheinsberger Carnevals Club, dem er viele Jahre als Präsident

vorstand. Aber auch für seine Mutter findet Schweitzer dankbare Worte der Erinnerung. „Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, mir von ihrem kärglichen Lohn ein Akkordeon zu kaufen, geschweige denn, den Unterricht zu bezahlen“, sagt der Geehrte mit bewegter Stimme. Dann erinnert er an seine Frau Sabine und die Familie, die ihn stets unterstützt haben. „Ohne sie hätte ich niemals die ehrenamtliche Arbeit leisten können.“ Aber auch den FDGB-Feriendienst, die Stadt und das Kernkraftwerk schließt der Ehrenbürger in seine Dankesworte ein. Sie waren es, die Schweitzers Engagement im RCC unterstützten und es ermöglichten, dass er einen Chorleiterlehrgang besuchen konnte. „Ich bin stolz auf die Auszeichnung, aber auch auf die beiden Vereine, denen ich so viel verdanke“, sagte Schweitzer, den die über 100 Gäste mit stehenden Ovationen beglückwünschten.

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INHALTLICHES örtliches Bürgermeister Jan-Pieter Rau bescheinigte dem Jubilar, „ein Ehrenamtler ohne Ende“ zu sein, der nie verbittert und immer gut gelaunt sei. Die Feier im Schlosstheater wurde vom Männerchor sowie vom Carnevalsclub musikalisch und humoristisch umrahmt. In die Laudatio hatten sich Hans-Norbert Gast, der Präsident des RCC, und Siegfried Gawlick, der Vorsitzende des AGV, geteilt. Gekonnt spielten sich die beiden bekannten Rheinsberger die Stichworte zu. Während Gast erklärte, dass Schweitzer zu den Gründungsmitgliedern des 44 Jahre alten RCC gehört, verwies Gawlick auf die 90-jährige Geschichte des Chores, dessen Dirigent seit 39 Jahren Siegfried Schweitzer ist. Nach der Eintragung ins goldene Buch der Stadt gibt es Blumen und ein Ehrengeschenk. „Es ist ein

Becher von unserem Rheinsberger Keramikers Karl Fulle“, sagt Rau indem er das Gefäß den Gästen der Festveranstaltung zeigt. Es folgen die bereits erwähnten Dankesworte und Lieder vom RCC-Chor, in denen sowohl zur Auszeichnung als auch zum Geburtstag gratuliert wird. Bevor der neue Rheinsberger

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Ehrenbürger viele Hände schütteln muss, gibt es noch einmal einen Auftritt des Arbeitergesangsvereins. Kraftvoll erklingen Lieder, die Siegfried Schweitzer besonders liebt – unter anderem den Jägerchor aus Carl-Maria Webers „Freischütz“. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES Örtliches

Feuerwehrübung Selbst bei der Feuerwehr läuft zuweilen nicht alles rund: Bei einer Übung der Rheinsberger Feuerwerk streikte unerwartet der Motor eines Einsatzwagens. „Im Ernstfall hätte ich jetzt ein großes Problem“, sagt Bernd Wichura. Der stellvertretende Rheinsberger Ortswehrführer und Verantwortliche für die Aus- und Weiterbildung leitete die Übung, die aus Anlass der Feuerwehrtages stattfand. Dazu hatten sich 29 Mitglieder der Wehren aus Rheinsberg und aus Zühlen eingefunden, um praktische und theoretische Kenntnisse aufzufrischen. Bei der Übung, bei der es um die „Wasserführung über lange Wegstrecken“ ging, wurde der Brand einer Lagerhalle angenommen, die von einem Hydranten oder einer anderen Wasserentnahmestelle weit entfernt ist. Nach der Alarmierung waren einige Kameraden mit Tanklöschfahrzeugen zum Brandort gefahren und hatten mit dem Löschen begonnen. „Obwohl diese Fahrzeuge 4000 Liter Wasser mitführen, geht das Nass einmal zur Neige und in der Regel wird dann eine Wasserstrecke aufgebaut, die auch mal einige Kilometer lang sein kann“, erklärt Wichura. Doch am Sonnabend sprang der Motor des Schlauchwagens (SW) nicht an. „So sieht halt die Realität aus, wenn man alte Fahrzeuge hat. Der SW 2000, der 2000 Metern Schlauchmaterial an Bord hat, ist 50 alt“, so der Einsatzleiter. Im Fall, dass es richtig brennt, hätte Wichura in Heinrichsdorf Alarm auslösen lassen „Die dortige Wehr besitzt ebenfalls einen Schlauchwagen, doch bis der zur Stelle wäre, würde wertvolle Zeit vergehen“, schildert Wichura die Situation. Auch dieses Fahrzeug, ein LO, ist Baujahr 1972. Zum Glück war es eine Übung, die am Sonnabend gefahren wurde. Die 29 Feuerwehrleute, die am Ausbildungstag teilnahmen, waren nach Meinung von Wichura hoch motiviert. Um weiter Löschen zu können, wurde Wasser aus dem öffentlichen Netz entnommen. Jürgen Rammelt

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INHALTLICHES Comediales

„Hat denn der Wahnsinn gar kein Ende…“ Wenn von den „Hektikern“ die Rede ist, dann kann eigentlich jeder in Rheinsberg etwas erzählen. Die Comedians mit Andreas Köster und Axel Neuaug an der Spitze haben in der Prinzenstadt viele Jahre für Furore gesorgt. Wer für die Veranstaltungen im Schlosstheater Karten haben wollte, musste sich sputen. Meist waren die begehrten Tickets schnell ausverkauft. Es war Unterhaltung pur, was da abging. Mit dem Wegzug der Familie Köster ist es um die Gruppe, zu der später auch die Kinder der Gründungsmitglieder gehörten, ruhig geworden. Doch es gibt sie noch, wenn inzwischen auch Andreas Köster in Friedrichstadt, Sebastian Köster in Berlin und Alexandra Köster in Biesenthal wohnen. Axel Neuaug ist der einzige, der in Rheinsberg geblieben ist. Dank der Initiative von Sebastian Däbel werden die Hektiker am 20., 21. sowie am 27. und 28. Januar 2012 mit ihrem Programm „Hat denn der Wahnsinn gar kein Ende …“ im „Haus am Bikowsee“ erneut für ausgelassene Stimmung sorgen.

Angefangen hat alles zu Beginn der 80er-Jahre. Die Rheinsberger traten damals bei Abteilungsfeiern im Kernkraftwerk auf. 1989 fragte dann Siegfried Schweitzer, der Chef des Rheinsberger Carnevals, ob die

Gruppe nicht beim RCC auftreten möchte. Zum ersten Auftritt am 10. November 1989 war dann der Saal halb leer - aber nicht wegen den Spaßmacher – sondern, weil viele der Gäste sich ihren Stempel wegen der Grenzöffnung bei der Polizei abholten. Bei der Veranstaltung wurde auch der Name „Hektiker“ geboren, wegen der schnell wechselnden Verkleidung. Auch in den folgenden Jahren waren die „Hektiker“ beim Programm des RCC dabei. „Der Rheinsberger Fasching war zum Sprungbrett für uns geworden, obwohl es eigentlich nicht Fasching war, was unser Programm beinhaltete“, sagt Axel Neuaug. So entstand die Idee einer eigenen Veranstaltung, die 2005 verwirklicht wurde. Unter dem Motto „DIE HEKTIKER – DAS EXPERIMENT – Wahnsinn oder Chaos“ stieg dann die erste selbst organisierte Show im Schlosstheater. 2006 gab es bereits zwei Veranstaltungen, bei denen der achtjährige Max Köster mit dabei war

und für regelrechte Beifallsstürme sorgte. Im Folgejahr wurden sogar vier Veranstaltungen organisiert, um der Kartennachfrage gerecht zu werden. „Alles wurde in Eigenregie organisiert – die Plakate, die

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Eintrittskarten, die Musik, der Kartenverkauf, die Tischdeko und der Bühnenaufbau“, erinnert sich Axel Neuaug. „Die Mitglieder unserer Familien waren alle eingebunden.“

Höhepunkt war im Jahre 2007 der 100. Auftritt. Ins Schlosstheater kam sogar Attila Weidemann, der rasende Reporter des RBB. Inzwischen traten die Hektiker auf allen möglichen Festen und Feiern zwischen Greifswald und Zittau auf. Trotz des Umzugs der Kösters blieb der Kontakt erhalten und wurde durch regelmäßige Besuche vertieft. Ein Höhepunkt war der Auftritt in Friedrichstadt bei einer Korsofahrt vor über 20 000 Zuschauern. 2010 gab es dann mit Unterstützung der Musikakademie erneut viermal „Eine hektische Reise“ im Rheinsberger Schlosstheater und 2011 die Konfirmationsfeier von Max im Haus am Bikowsee. Dort entstand die Idee für die Veranstaltung im Januar des nächsten Jahres, auf die die Besucher sich freuen dürfen. Die Vorbereitungen und Proben mit altbewährten und neuen Nummern laufen auf Hochtouren. Doch wer dabei sein möchte, der muss sich allerdings sputen. Wie immer, sind die Karten heiß begehrt. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES musikalisches

Programmhöhepunkte von Musikakademie / Schlosstheater Rheinsberg im Friedrich-Jahr 2012 Seit 20 Jahren ist der Rheinsberger Musenhof des Kronprinzen Friedrich Inspirationsquelle und Ausgangspunkt des Wirkens der Musikakademie Rheinsberg. Die Rheinsberger Musikgeschichte wird erforscht und in Konzerten und Opernaufführungen wieder erlebbar gemacht. Bücher, Noteneditionen entstehen, junge Musiker spielen auf alten Instrumenten und in historischer Aufführungspraxis als „Rheinsberger Hofkapelle“ fridericianische Musik. Im Geiste Friedrichs erklingen neue Kompositionen im Schlosstheater, im Spiegelsaal oder open Air im Schlosspark. Im Friedrich Jahr 2012 bündelt die Musikakademie diese Ergebnisse langjähriger Arbeit und stellt sie dem Publikum in attraktiven Veranstaltungsangeboten vor:

Den Auftakt bildet der Silvesterball der Musikakademie mit Friedrich II. als Zeremonienmeister und seiner Lieblingsschwester Wilhelmine als Cembalistin, mit Maskenspielen, Scharaden und Schäferstündchen. Dazu gibt es Ballett von About Dance Starnberg, ein Buffet und Eisbomben wie zu Friedrichs Zeiten und natürlich Feuerwerk. Zum Tanz spielt das Blue Moon Quartett und Akademiedirektorin Dr. Ulrike Liedtke moderiert. Das Friedrich-Jahr wird dann begrüßt vom Neujahrskonzert mit der

neuen Rheinsberger Hofkapelle 2012, einem fünfköpfigen Ensemble um die spanische Cembalistin Maria Busqué. In historischen Kostümen werden diese jungen Meister der Alten Musik an die Rheinsberger Geschichte rund um den komponierenden und Flöte spielenden Prinzen erinnern. Am 28. Januar feiert die Musikakademie den 300. Geburtstag von Friedrich II.: Unter dem Titel „Ich bin Komponist“ gibt es

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musikalisches INHALTLICHES Kammermusik in Musikkammern und Leseproben im Schlosstheater. In Form eines Wandelkonzerts stellt die Musikakademie Musik von Friedrich II. und 70 kleine zeitgenössische Übungsstücke für Flöte, sogenannte Solfeggien vor. Auf Initiative der Musikakademie sind diese Werke entstanden, ein Flötenbuch mit vielfältigen Handschriften und gleichzeitig ein „Who is who“ des heutigen Komponierens, herausgegeben von Ulrike Liedtke. Die „70 Rheinsberger Solfeggien für Friedrich“ erklingen zusammen mit Friedrichs Originalkompositionen das ganze Jahr über in den Konzerten der Musikakademie. Als Herausgeberin präsentiert Ulrike Liedtke am 28. Januar die Notenpublikation und außerdem ihr Buch „Ich bin Komponist – Friedrich II. als Musiker“. Chefarzt Prof. Dirk Fahlenkamp stellt seine Publikation über Friedrich und die Medizin vor. Zu Ostern feiert eine Opernentdeckung von Wilhelmine von Bayreuth im Schlosstheater Premiere. Mit ihrer Oper „Argenore“ hat die Lieblingsschwester von Friedrich II. in historischem Ge-

wand das Verhältnis zu ihrem Vater verarbeitet. Es geht um Macht, Intrigen und die große Liebe. Junge Künstler aller Gewerke entdecken in einer eigens für das Schlosstheater Rheinsberg erarbeiteten Produktion diese fast vergessene Oper neu. Außerdem gibt es zu Ostern als szenisches Pasticcio unter dem Titel „Liebste Schwester – Liebster Bruder“ Auszüge aus dem Briefwechsel von Friedrich II. und Wilhelmine von Bayreuth, musikalisch begleitet von FlötenSolfeggien. Ab dem 29. April steht dann an jedem Sonntagnachmittag bis Mitte Oktober im Foyer des Schlosstheaters „Friderizianische Sonntagsmusik“ auf dem Programm. In dieser Konzertreihe mit Cembalo- und Flötenmusik von

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Friedrich II. und seiner Hofkapelle spielen junge Musiker in wöchentlich wechselnden Besetzungen und Programmen (während der Kammeroper-Zeit von Mitte Juni bis Anfang August pausiert diese Reihe). Am Pfingstsonntag schließlich sind „300 Flöten für Friedrich“ im Schlosspark Rheinsberg zu erleben: Auf einer Flöten-Allee vom Gartenportal bis zum Schloss bilden 300 Flötisten ein Klangspalier. Es wird von jungen Komponisten aus dem Projekt „Jugend komponiert“ entwickelt. Der Besucher wandelt von einem Flötisten zum anderen, wobei sich die Flötenklänge durchaus überlagern können wie auf einem Jahrmarkt. Abschließend musizieren alle 300 Flötisten gemeinsam auf den Schlosstreppen.


INHALTLICHES Künstlerisches

Lange Kunstnacht mit rund 500 Besuchern Am 5. November fand zum 17. Mal die Rheinsberger Lange Nacht der Künste statt. Unter dem Patronat des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg fanden sich zahlreiche Mitveranstalter wie die Musikakademie, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, die evangelische Kirchengemeinde, aber auch Hoteliers und Gastronomen zusammen und brachten ein Programm mit 29 Einzelveranstaltungen der verschiedensten Genres auf die Beine. Es gab Führungen, Vorträge, Lesungen, Vernissagen und natürlich Konzerte der Klassik über Swing bis Hardrock.

Begonnen hatte die Lange Nacht noch im Hellen mit einer Führung von Mathias Hopp, dem Chef der Schlossgärtnerei, zum Thema Baumpflege im historischen Garten. Die Stadtführerin Christine Mewes lud die Teilnehmer zu einer kleinen Tour durch Rheinsberg ein.

Die festliche Eröffnung durch den Schirmherren, Bürgermeister Jan-Pieter Rau, fand traditionell im Schlosstheater statt, wo das Blasorchester der Kreismusikschule unter Leitung von Harald Bölk mit beschwingten Klängen die Besucher erfreute. Eine Stunde später zeigte in der Kirche dann das Streichorchester der Kreismusikschule sein Können. Es wurde von Lothar Dumann dirigiert. Ein besonderer Höhepunkt war die Kinderveranstaltung im Gemeindehaus mit Hartmut Grosch und der Stadtschreiberin Christina Koenig, bei der unter dem Motto „Wir erfinden zusammen ein Kinderlied“ Noten und Texte eine Rolle spielten. Im Literaturmuseum gab es eine voll besetzte Premiere des Hörspielkino „Rheinsberger Restlaufzeit“. Gast war der Rundfunkregisseur Wolfgang Rindfleisch der das Hörspiel vor dem GAU in Fukoshima produziert hatte. Im Keramikmuseum präsentierte der Verein Stadtgeschichte seinen neuen Kalender 2012 zum Thema „250 Jahre Keramik in Rheinsberg“. Sehr viel Zuspruch fand der Vortrag von Günther Rieger über die Lebensorte von Friedrich II. Stadtarchitekt Peter Köster vermittelte auf der Baustelle der Remise interessante Einblicke über Vergangenheit und Zukunft des ehemaligen Kutschen. Der diesjährige Beitrag des Rheinsberger Mosaik war die Lesung des Filmkritikers Knut Elstermann aus seinem neuen Buch „Damals war ich ein Filmkind“. Vor einem voll besetztem Haus präsentierte er eine Auswahl von Kinderstars von Alfons Zitterbacke über den kleinen Muck bis zum tapferen Schulschwänzer, und

zeigte Filmausschnitte mit diesen Kinohelden. Dem Vortragendem und Publikum war das Amüsement gleichermaßen anzumerken. Anschließend signierte Elstermann seine Bücher die am Ende restlos ausverkauft waren. Im Ratskeller präsentierte der Fotoaktionist Uwe Halling seine neue Ausstellung“ Kleider machen…“ Bemerkenswert war auch der Auftritt des Gagliano Streichquartetts, ein Beitrag der Musikakademie zu Langen Nacht. Im Schlosshotel erlebte indessen ein großes Publikum den Auftritt des neu gegründeten Cello-Ensembles der Kreismusikschule. Interessante Hintergründe vermittelte die Rheinsberger Restauratorin Sandra Bothe in ihrem Vortrag „Stein für Stein, geformt getrocknet und gebrannt“. Das Konzert mit Preisträgern der Kammeroper Schloss Rheinsberg gehört traditionell zu den Abschlusshöhepunkten der Langen Nacht und in der Kirche endete die Kunstnacht mit Klängen der Bigband „Big Brass“. Insgesamt wurden zur Langen Nacht der Künste 498 Besucher gezählt. Der Erlös der Veranstaltung wird wie der des Vorjahres für die Ausstellung „Friedrich und kein Ende“ im nächsten Jahr eingesetzt. Thomas Tittel

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künstlerisches INHALTLICHES

Rheinsberger Natur in Öl und Acryl Es sind kräftige Farben, die Hildegard und Wolfgang Schwartz verwenden, wenn sie malen. Die Motive, die das Ehepaar aus Zechlinerhütte auf Leinwand oder Karton bannen, sind Landschaften, Vögel, knorrige Bäume, aber auch Blumen und Stillleben. Es ist der Blick auf den nahen Zootzensee, der die beiden Hobbymaler inspiriert, immer wieder zum Pinsel und Spachtel zu greifen. Während der 75-jährige Wolfgang Schwartz sich dem Malen mit Ölfarbe verschrieben hat, bevorzugt seine Frau Hildegard (72) die Acryltechnik. 91 Bilder der beiden Hobbymaler, die alle in den zurückliegenden zehn Jahren entstanden sind, können noch bis zum Jahresende in der Regionalwerkstatt in Menz besichtiget werden.

Rund 40 Freunde und Kunstliebhaber, darunter Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau und der Chef des Kulturgutshauses Köpernitz, Bernd Donner, waren vor wenigen Tagen zur Vernissage gekommen, um dem malenden Ehepaar ihre Referenz zu erweisen. „Der Titel Vielfalt von Form und Farbe im Rheinsberger Land trifft

genau das Anliegen, um die Landschaft und Schönheit der Natur dem Betrachter nahe zu bringen“, sagte Mario Schrumpf. Der Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land verwies auf das 10-jährige Bestehen der Regionalwerkstatt und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass mit Hildegard und Wolfgang Schwartz, zwei ausgesprochene Naturliebhaber aus der

Region ihre Arbeiten ausstellen. Da gibt es Bilder von Greifvögeln, Schwänen, dem Eisvogel und anderen gefiederten Gesellen, die die Tierwelt im Naturpark prägen. Aber auch die Statuen der vier Jahreszeiten im Rheinsberger Schlosspark, das Gutshaus Köpernitz, üppige Sonnenblumen und betörende Landschaften gehören

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zu den Bildern, die im Saal der Regionalwerkstatt ausgestellt sind. Wolfgang Schwartz, der genauso wie seine Frau aus Frankfurt/Oder stammt, kam vor 50 Jahren nach Zechlinerhütte. Der gelernte Fischer, qualifizierte sich später zum Ökonom für Gastronomie und Hotelwesen und war von 1973 bis 1993 Bürgermeister des einstigen staatlich anerkannten Erholungsortes. 1990 gehörte er zu den Mitbegründern des Verkehrsvereins und als Vorsitzender des späteren Heimatvereins hat er maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Tourismus in der Region um Rheinsberg. Seine Frau Hildegard, die von Beruf Buchbinderin ist, arbeitete nach dem Umzug nach Zechlinerhütte beim FDGB-Feriendienst, unter anderem als Leiterin eines Ferienheimes. „Mit dem Malen begannen wir vor über zehn Jahren“, berichtet Wolfgang Schwartz, der neben der Arbeit an der Staffelei auch die Ahnenforschung als Hobby betreibt. Der von ihm recherchierte Stammbaum geht bis ins Jahr 1599 zurück. Jürgen Rammelt


INHALTLICHES Museales

Literaturmuseum auf neuen Wegen „Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.“ schrieb einer der bedeutendsten Dichter und Publizisten der Weimarer Republik. Ein Autor, der unterhaltsam schrieb, ein Dichter, der politisch war – tief verstrickt in die Kämpfe seiner Zeit, ragt er doch mit seiner Sprachkunst weit über sie hinaus: Kurt Tucholsky (1890-1935). Seinem Leben und Werk ist in Rheinsberg seit zwanzig Jahren ein Museum gewidmet – ein junges, lebendiges Museum, das die Besucher einlädt, als „Lesetouristen“ in die Schreibwelt Tucholskys einzutauchen.

wöhnlichen Erfolg und ist heute die geistige Gründungsurkunde des Kurt Tucholsky Literaturmuseums im Schloss Rheinsberg. Es ist das einzige TucholskyMuseum in Deutschland, ein literarisches Kompetenzzentrum im Norden Brandenburgs und steht im Sinne Kurt Tucholskys für eine Kultur der Toleranz. Die zentralen Aufgaben eines jeden Museums werden unter den Schlagwörtern Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln zusammengefasst. Zum Literaturmuseum gehören ein Archiv und eine Sammlung, die

die Fundamente der Museumsarbeit bilden. Schwerpunkte sind die literarische Publizistik der Weimarer Republik, vor allem die Weltbühne, Bücher und Zeugnisse von Zeitgenossen sowie biografische und wissenschaftliche Literatur zu Kurt Tucholsky. In der Sammlung befinden sich sämtliche Erstausgaben des Autors, eine umfangreiche Fotosammlung und eine Rekonstruktion seiner Bibliothek. Außerdem enthält sie etwa 50 originale Handschriften und Gegenstände aus seinem persönlichen

Im August 1911 besuchte Kurt Tucholsky mit seiner Freundin Else Weil für ein Wochenende das kleine märkische Städtchen. Ein Jahr später erschien in Anlehnung an diesen Ausflug sein Erstlingswerk „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“. Es wurde zu einem außerge-

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Besitz. Die Kunstsammlung des Museums umfasst künstlerische Zeugnisse zum Leben und Werk des Dichters und Illustrationen, angeregt von seinen Werken und Figuren. Zu den Kunstund Literatur-Ausstellungen sind seit 1991 insgesamt 15 Publikationen und 18 Kataloge erschienen, die die Forschungsergebnisse vorstellen und die Wirkung der Ausstellungen verlängern. Das Museum sieht seine Aufgabe aber vor allem in der Vermittlung kultureller Bildung. Dazu gehört nicht nur die Auseinandersetzung mit dem Werk Tucholskys, sondern auch die Erforschung von bedeutenden Persönlichkeiten, Wegbegleitern und spannenden Themen seiner Zeit. Ziel des Literaturmuseum ist es, die Begegnung mit Literatur und ihrem Autor zu einem Erlebnis zu machen. Persönliche Gegenstände, Briefe, Handschriften, Zeitschriften, Dokumente, Fotos und die Bücher des Dichters helfen dem Besucher, in die Literatur Kurt Tucholskys einzutauchen und sich seiner Zeit zu nähern. Aber nicht nur Themen der Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart liegen dem Museum am Herzen. Bis heute haben über 250 Schriftsteller im Museum aus ihren neu erschienenen Büchern gelesen. Zweimal im Jahr wird das Stipendium „Stadtschreiber zu Rheinsberg“ an AutorInnen vergeben. Am Ende ihres Aufenthalts stellt die museumseigene Edition Rheinsberger Bogen in Erstveröffentlichungen die Texte der Stadtschreiber vor. Um die zahlreichen Angebote und das vielfältige Programm weiterhin

realisieren zu können, geht das Museum seit Juni 2011 neue Wege der Finanzierung: Gemeinsam mit der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin gründete es als erste Einrichtung im Landkreis die Förderstiftung des Kurt Tucholsky Literaturmuseums der Stadt Rheinsberg. Sie lädt dazu ein, sich an ihr als Stifter zu beteiligen und an der Zukunft eines attraktiven Literaturmuseums mitzuwirken. Der Vorteil gegenüber einer Spende liegt darin, dass das Geld nicht ausgegeben, also verbraucht werden darf, sondern in das Stiftungskapital einfließt. Die Erträge der Stiftung kommen ausschließlich dem Stiftungszweck (Förderung des Kurt Tucholsky Literaturmuseums) zugute. Durch Zustiftungen selbst kleinerer und mittlerer Beträge kann das dauerhaft zu erhaltende Stiftungsvermögen nach und nach erhöht werden. Kurt Tucholsky schrieb 1923: „’Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch haben!’ sagt ein altes Wort. Nein, man muss auch eine Welt haben, in der man glücklich sein kann.“ – Geld braucht das Museum, um seine Besucher glücklich zu machen. Jede Zustiftung fördert das Museum und seine Projekte: die Dauerausstellung, das Archiv, Lesungen,

Ralf Bergner Zeichnungen und Graphik Ausstellung vom 12. November 2011 bis 12. Februar 2012

Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10.00 – 12.30 Uhr sowie 13.00 – 16.30 Uhr

Ausstellungen zeitgenössischer Bildender Kunst, Literatur-Ausstellungen, das StadtschreiberStipendium für Schriftsteller und Literaturprojekte. Die Errichtung einer Förderstiftung für das Kurt Tucholsky Literaturmuseum ist langfristig ein Instrument, um das Museum Schritt für Schritt unabhängiger von öffentlichen Förderungen zu machen.

Die nächsten Veranstaltungen im Kurt Tucholsky Literaturmuseum: Di, 29.11.2011 19:30 Uhr - Stefan Krawczyk Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite - Literarischer Bilderbogen Di, 13.12.2011 19:30 Uhr - Christina Koenig 34. Stadtschreiber-Lesung Di, 10.1. 2012 19:30 Uhr - Tom Goeller Der Alte Fritz - Mensch, Monarch, Mythos

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Gegen den Strich

INHALTLICHES Museales


Literarisches INHALTLICHES

Tucholsky über Friedrich II Wieder war es sehr still. Die Claire

Der alte Fritz sagt mürrisch:

Wenn Franz Mehring in seiner

saß da und sah sehr bestimmt in das schmutzig-grüne Wasser. »Also pass mal auf. Warum ist hier nicht überall der zweite Friedrich? So wie er in Sanssouci überall ist. Auf jedem geharkten Weg, an jedem Boskett, hinter jeder Statue? - Hier hat er gelebt. Gut. Wüsstest du es nicht, würdest du es merken?«

»Er . . . !« und plaudert mit dem Affen Voltaire; er kann zwar nicht richtig deutsch buchstabieren, doch das tut der Krückstock remplacieren - davon leben die Biographen.

Lessing-Legende Friedrich den Zweiten rein ökonomisch auffasst, so will uns das ebenso ungereimt erscheinen wie seine Bezeichnung Schopenhauers als eines ›Rentenphilosophen‹. An dieser Terminologie ist allerdings etwas Wahres – aber der Gesichtswinkel ist zu klein, es langt nicht.

Durch den Drill entstand jener widerwärtige preußische Kadavergehorsam, mit dem Friedrich der Große noch seine Kriege gewinnen konnte. Die Welt hat ihn überholt und überflüssig gemacht. Seine Zeit ist vorbei.

Fridericus, unser König, den der Lorbeerkranz ziert, du wirst für eine kolossale Pleite plakatiert. Dreh still dich im Grabe, verbirg dein Gesicht: Sie haben deinen Krückstock. Deinen Kopf haben sie nicht.

Die Hohenzollern weinen. Sie weinen ununterbrochen. Die albernsten und sentimentalsten Rührgeschichten durchlaufen das Land - neuerdings beweinen die Leute in den Kinos sogar den alten armen Friedrich den Zweiten, weil er von seinem Vater malträtiert worden ist. Es ist halt eine bedauernswerte Familie . . .

Sähe Hitler so aus wie Göring -: er bliebe ewig. Diese Regel hat nur eine Ausnahme gehabt: Friedrich den Zweiten. Und der wurde vergöttert, als er lange tot war. Erbsen mit Schweinebauch - das ist ihr Leibgericht.

Nun ist diese Weltordnung zerstört - ihre vollkommene Unbrauchbarkeit hat sich im Kriege herausgestellt. Was unter Friedrich dem Zweiten möglich war, ist heute ein übelduftender Anachronismus. So kann man eben nicht arbeiten. Diese ganze Art, Stäbe und Abteilungen und Kompetenzen zu stabilisieren, diese unmögliche Arbeitsweise, mit einem schwerfälligen Apparat das flinke Leben erfassen zu wollen -: es hat kläglich versagt.

Dr. Peter Böthig

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INHALTLICHES

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Erzähltes INHALTLICHES

Eine Prinzipalin für die Musik und ein Tausendsassa

Man soll sich ja mit Superlativen zurückhalten und allenfalls dezent seine Begeisterung, seine Zustimmung oder gar seine künstlerische Verehrung äußern. Jedoch nach dem Auftritt von Dr. Ulrike Liedtke im 18. Rheinsberger Erzählcafé lag vor den Zuhörern ein derart zielbewusstes, reiches und künstlerisch hochkarätiges Leben ausgebreitet, das alle Zurückhaltung obsolet werden ließ. Vereint sind diese künstlerische Kraft und musikalische Kompetenz in einer sehr charmanten, fast zierlichen Persönlichkeit, der Rheinsberg eine zwanzig Jahre währende Kontinuität in seinem Musikleben verdankt. Ulrike Liedtke, mit dem Theater und der Musik von Kindesbeinen vertraut, stammt aus Weimar und durchlief viele Ausbildungsstationen ehe sie in Leipzig Musikwissenschaften studierte. Sie schloss diese Studien mit dem Diplom (1982) und ihrer Promotion (1985) ab. Ehe Ulrike Liedtke 1991 beginnen konnte, die Rheinsberger Musikakademie aufzubauen, absolvierte sie mehrere Berufsstationen u. a. beim Fernsehen der DDR, als Musikwissenschaftlerin in der Akademie der Künste sowie als Abteilungsleiterin beim Berliner Magistrat, bei dem sie für Musik, Theater, Museen und Film zuständig war. Ulrike

Liedtke berichtete von Lebenslust und Disziplin, Kämpfen ums Geld und großen künstlerischen Erfolgen, Neuland nach der Wende, euphorischem Dilettantismus sowie einem steinigen Weg empor zu dem Glanz, den die heutige Musikakademie darstellt. Ihr künstlerisches wie kulturpolitisches Credo lautet für Rheinsberg: „Man muss dem Publikum etwas Besonderes bieten, etwas, was es so, an diesem anders gestalteten Ort und in seiner etwas veränderten Performance nicht zu Hause, quasi um die Ecke gibt.“ Vielmehr sieht sie die speziellen Rheinsberger Chancen in den Entdeckungen fast vergessener Musiken aus den Zeiten von Friedrich und Heinrich sowie in den Werken der Nachklassik und der Moderne. Wir hoffen, dass sie noch viele Jahre zum Wohle der Kultur in unserer Region unbeschadet wirken kann! Ein Tausendsassa erfreute auch das Publikum des folgenden 19. Erzählcafés: Titus Rex Giese. Nicht allein, denn sein Vater, sichtlich stolz auf den jugendlich daherkommenden Erfolgsmenschen, hörte gern die lobenden Worte, die der Erzähler über die Familie zu berichten hatte. Titus Rex Giese wurde 1960 in Quedlinburg in eine Optikerfamilie hinein geboren. Kein Zufall also, dass sich nach der Schulzeit eine Facharbeiterausbildung der Augenoptik anschloss, die nach kleinen Intermezzi 1981 mit dem Eintritt in das väterliche Optikgeschäft mündete. Was so gradlinig zu verlaufen schien, war so proper nicht. Titus Rex Giese „versiebte“ das Abitur, weil er vielmals aneckte und

einfach „gegen alles und jeden“ eingestellt war; selbstredend auch gegen den Dienst in der NVA, den er zunächst verweigerte, später aber in einer Art Schmalspurversion nachholte, um sich nicht den Weg zum Studium und damit zu einer soliden beruflichen Ausbildung zu verbauen. So zog es Giese vor, in Jena an der Fachschule für Augenoptik zu studieren, um später ein entsprechendes Fachgeschäft führen zu können. Die Kenntnisse aus dem Studium, sein hoher fachlicher Standard waren das eine. Sie prädestinierten den jungen Optikerfachmann dazu, erfolgreich in das Neuruppiner Geschäft des Vaters einzusteigen und alsbald eine weitere Filiale in dieser Stadt zu betreiben. Später konnte er auf elf Filialen expandieren, die man als alleiniger Unternehmer nicht mehr führen konnte – also wurde nach dem Franchise-Prinzip delegiert. Im Jahre 2000 kam der große Erfolg mit der heute noch bestehenden Turbo-Post. Seit 2003 betreibt Titus Rex Giese sein drittes Großprojekt: Das Schlosshotel in Rheinsberg. Und damit ist er, der immer in größeren Zusammenhängen denkt und handelt, zu einer wichtigen und wertvollen Figur für die Entwicklung des Tourismus in Rheinsberg geworden. Er engagiert sich in Kultur, Sport und den Tourismus und ist immer noch in der Augenoptik aktiv. Und dieses facettenreiche, bunte Leben kann er sogar noch im Wortsinne überfliegen: Seit 2000 hat Titus Rex Giese einen Flugschein. Ein Tausendsassa eben. Klaus Bothe/Jürgen Rammelt

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INHALTLICHES Erzähltes

Eine Institution zum Zuhören Es ist genauso wie das Rheinsberger Mosaik ein Kind der leider nicht mehr fortgeführten Rheinsberger Zukunftskonferenz: Die Rede ist vom Rheinsberger Erzählcafé. Als vor fast dreieinhalb Jahren Klaus Bothe mit seiner Frau Ilona Wenk nach Rheinsberg kam, war er neugierig auf die Stadt und die Menschen und interessierte sich genauso wie heute für alles, was in der kleinen märkischen Stadt passiert. Aus diesem Interesse heraus, nahm der aus Wiesbaden zugezogene heute 67-Jährige im Januar 2009 an der zweiten Zukunftskonferenz teil. Dort traf er auf aufgeschlossene Rheinsberger, die lebhaft über kulturelle Themen diskutierten und nach Wegen suchten, wie sie das Leben in ihrer Stadt interessanter, kommunikativer und abwechslungsreicher gestalten können. Dabei entstand die Idee, dass Rheinsberg nicht nur eine Geschichte hat, sondern ebenso viele Geschichten persönlicher Art, die es wert sind, erzählt zu werden. „Ich und mein Rheinsberg“, war sozusagen das Arbeitsmotto: Wie sind persönliche und berufliche Entwicklungen verlaufen und welche Erfahrungen hat der eine oder andere angesichts der politischen Wende gemacht. Mit der Idee war es jedoch nicht getan. Es mussten Einwohner gefunden werden, die bereit waren, aus ihrem Leben zu erzählen. Doch mit Klaus Bothe und Steffen Jakuttek hatte das Erzählcafé seine „Macher“ gefunden. Die erste Erzählerin im April 2009 war Petra Pape, eine gebürtige Rheinsbergerin, die immerhin über 20 Zuhörer in das Kaminzimmer

des Hotels Haus Rheinsberg lockte. Die von Steffen Jakuttek und Klaus Bothe moderierte Veranstaltung war ein schöner Erfolg, der Mut zum Weitermachen gab. Aber es sollte noch spannender und unterhaltsamer werden. Mit der einstigen Rheinsberger Pfarrerin Beatrix Forck, dem Lehrer Hartmut Richter, dem Ex-Gastronom Dieter Däbel und dem Landtagsabgeordneten und langjährigen Bürgermeister Manfred Richter gab es Erzähler, die in lockerer und unverwechselbarer Art und Weise ihren Zuhörern etwas zu sagen hatten. Es gab immer wieder Erhellendes, Nachdenkliches und Amüsantes. Mit dem Künstler Tony Torrilhon, Bürgermeister Jan-Pieter Rau, dem Pfarrer Lothar Wittkopf und weiteren Erzählern entwickelte sich die Veranstaltung zu einer Institution, die aus dem Leben der Stadt inzwischen kaum noch wegzudenken ist. So war es auch, als Dr.r. Peter Böthig , Jörg Möller und Klaus Albrecht vom Verein Stadtgeschichte, der Stadtverordnete Freke Over, die KuK-Vorsitzende Karin Niemann,

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der Kantor Hartmut Grosch, der Drehorgelmann Hans-Norbert Gast, der Journalist im Unruhestand mit der Knautsche Jürgen Rammelt sowie die humorbegabten Brüder Martin und Christian Gilde von ihren facettenreichen Lebensstationen berichteten. Wenn heute Klaus Bothe und Steffen Jakuttek in „ihr“ Rheinsberger Erzählcafé einladen, dann hat die Veranstaltung bereits ein treues Stammpublikum. So war es auch bei dem Künstler Karl Fulle, der Akademiedirektorin Dr. Ulrike Liedtke, dem Tausendsassa Titus Rex Giese, bei Prof. Siegfried Matthus sowie Dr. Karl-Friedrich Pötter, der erst vor wenigen Tagen seinen Zuhörern viel zu erzählen hatte. Ein Dankeschön gebührt dem Hotel Haus Rheinsberg sowie dem Café Tucholsky, die sich bisher 21 Mal als gute Gastgeber erwisen. Es ist zu hoffen, dass interessante Erzählerinnen und Erzähler auch zukünftig im Rheinsberger Erzählcafé zu Gast sein werden. Geschichte und Geschichten gibt es in Rheinsberg zuhauf! Jürgen Rammelt


INHALTLICHES kalendarisches So 04.12.11,15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Guten Abend, schön’ Abend“ Weihnachten mit Männergesangsverein Rheinsberg und dem Frauenchor Rheinsberg Mo 05.12.11, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Fr 09.12.11, 14.00 Uhr Flecken Zechlin „Senioren Weihnachtsfeier“

Dezember Fr 09.09.11, 19:30 Uhr Rheinsberg Schlosstheater »Chorkonzert« mit dem »vocal kollegium« Rostock Fr 02.12.11, 19.00 Uhr Kleinzerlang Marina Wolfsbruch „Die goldenen 20er” Advents-Motto-Party Sa 03.12.11, 14.00 Uhr Rheinsberg Cafe Tucholsky „Weihnachtsbasteln“ Bastelnachmittag gemeinsam mit dem Haus der Begegnung Sa 03.12.11, 19.00 Uhr Kleinzerlang Marina Wolfsbruch „Die goldenen 20er” Advents-Motto-Party Sa 03.12.11, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Damit die Hämmerchen wieder schlagen...“ Benefizkonzert So 04.12.11, 14.00 Uhr Köpernitz KulturGutshaus „VII. Adventsbasteln“ mit der Musikschule OPR/ Rheinsberg

Sa 17.12.11, 17.00 Uhr Rheinsberg St. Laurentiuskirche „Weihnachtsoratorium“ Mo 19.12.11, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Mo 26.12.11, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Mo 26.12.11, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Wie im Märchen - „La Fète Galante“ Weihnachtsmärchen mit dem TanzTheater BerlinBrandenburg

Fr 09.12.11, 19.00 Uhr Kleinzerlang Marina Wolfsbruch „Frohe Hawaiinachten” Advents-Motto-Party Sa 10.12.11, 14.00 Uhr Zechlinerhütte Haus Bikowsee „Kleiner Weihnachtsmarkt”

Mi 28.12.11, 19.00 Uhr Köpernitz KulturGutshaus „Folk im Gutshaus“ mit der Irischen Band Max MC Colgan

Sa 10.12.11, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Glanzlichter der Oper“ Abschlusskonzert

Sa 31.12.11, 16.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Silvesterauftaktkonzert“ mit der Kammersymphonie Berlin

Sa 10.12.11, 19.00 Uhr Kleinzerlang Marina Wolfsbruch „Frohe Hawaiinachten” Advents-Motto-Party

Sa 31.12.11, 20.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „300. Geburtstag von Friederich II.“ Silvesterball

So 11.12.11, 11.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „A-Capella vom Allerfeinsten“ Chorkonzert der Jazzvocals aus Berlin

Januar

Mo 12.12.11,10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Di 13.12.11, 19.30 Uhr Rheinsberg K.-T.-Literaturmuseum „34. Stadtschreiberlesung“ mit Christina König Sa 17.12.11, 15.30 Uhr Rheinsberg Cafe Tucholsky „Rheinsberger Erzählcafe“

So 01.01.12, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Neujahrskonzert“ mit der Hofkapelle 2012 mit Musik von Friedrich II. und seiner Hofkapelle Mo 02.01.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Sa. 07.01.12, 18.00 Uhr Zechlinerhütte Haus am See „Gastrovester“ mit Büfett, DJ und Feuerwerk

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INHALTLICHES Mo 09.01.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Mo 06.02.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Mo 27.02.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Fr 13.01.12, 19.00 Uhr und Sa 14.01.12, 16.00 Uhr und Mo 16.01.12, 10.00Uhr Rheinsberg Schlosstheater KiJuMu - Kindermusical der Rheinsberger Schulen

Sa 11.02.12, 14.00 Uhr Zechlinerhütte Badestrand „Winterfest mit Eisbaden“

Mi 29.02.12, 19.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Kino-Klassiker des DEFA Films II“

Sa 11.02.12, 19.19 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Rheinsberger Panoptikum“ Fasching mit dem RCC

März

Mo 16.01.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Sa 21.01.12,, 19.30 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Abschlusskonzert des Meisterkurses der internationalen Musikakademie zur Förderung musikalischer hochbegabter in Deutschland e.V., Berlin Sa 21.01.12, 18.00 Uhr Zechlinerhütte Haus am See „Weg mit dem Speck“ Tanzworkshop mit Gabi Keller Mo 23.01.12, 10.00Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Di 24.01.12, 19.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „300. Geburtstag von Friedrich II.“ Konzert Mo 30.01.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Februar Mi 01.02.12, 19.30 Uhr Rhbg IFA-Hafendorf „SiegfriedMatthus-Arena“ „Sternstunden des Volkstümlichen Schlagers“ Sa 04.02.12, 19.19 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Rheinsberger Panoptikum“ Fasching mit dem RCC HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG

Sa 11.02.12, 17.00 Uhr Zechlinerhütte Haus am See Karnevalshow mit dem Neuruppiner Carnevals Club So 12.02.12, 14.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Rheinsberger Panoptikum“ Fasching mit dem RCC Mo 13.02.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Sa 18.02.12, 19.19 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Rheinsberger Panoptikum“ Fasching mit dem RCC

Sa 03.03.12, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Konzert des Akkordeonverbandes Brandenburg Mo 05.03.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Mi 07.03.12, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Kino-Klassiker des DEFA Films III“ Do 08.03.12, 18.00 Uhr Zechlinerhütte Haus am See Frauentagsfeier Sa 10.03.12, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Chorkonzert der Chorvereinigung Concordia Berlin

So 19.02.12, 14.00Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Rheinsberger Panoptikum“ Kinderfasching mit dem RCC

Mo 12.03.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Mo 20.02.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“

Mi 14.03.12, 15.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Kino-Klassiker des DEFA Films IV“

Mi 22.02.12, 19.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Kino-Klassiker des DEFA Films I“

Sa 17.03.12, 19.30 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Frühlingsball“ mit viel Musik- und Tanzeinlagen

Sa 25.02.12, 17.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater „Die Winterreise“ von Franz Schubert

55

Mo 19.03.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“


INHALTLICHES Kalendarisches Sa 24.03 12, 17.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Abschlusskonzert des internationalen Meisterkurses für Klavier Sa.24.03.12, 18.00 Uhr Zechlinerhütte Haus am See Frühlingsball Tanzshow & Workshop Mo 26.03.12, 10.00 Uhr Rheinsberg Kronprinzendenkmal „Stadt- und Schlossparkführung“ Sa 31.03.12, 14.30 Uhr Flecken Zechlin Am Markt „Rund um den Osterbrunnen“ Sa 31.03.12, 17.00 Uhr Rheinsberg Schlosstheater Abschlusskonzert des Internationalen Meisterkurses Querflöte

Vorschau 2012 05. April 2012 Dierberg „Osterfeuer“

01. Mai 2012 Flecken Zechlin Festplatz Kleineichen „Maifest“

25. August 2012 Dierberg „Dorffest“ und „100 Jahre FFW“

12. Mai 2012 Rheinsberg Uferpromenade „16. Rheinsberger Hafenfest“

25./26. August 2012 Rheinsberg Ehemaliger Lokschuppen - Bahnhof „14. Rheinsberger Bahnhofsfest“

25. - 28. Mai 2012 Musikakademie Rheinsberg „Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik“ und „Rheinsberger Musiktage zu Pfingsten“ u.a.: „Die vier Elemente“ Ballett mit About Dance, Starnberg

23. Juni - 11. August 2012 „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ - 22. Internationales Festival junger Opernsänger -

27. Mai 2012 Kleinzerlang Marina Wolfsbruch „Hafenfest“ 16. Juni 2012 „17. Zühlener Viehmarkt“

13./14. Oktober 2012 Rheinsberg Stadtzentrum „18. Rheinsberger Töpfermarkt“

13./14. Juli 2012 „Sommerfest“ Kagar 21. Juli 2012 Zechlinerhütte „Strandfest“

06. - 15. April 2012 Musikakademie Rheinsberg „Festtage der Alten Musik zu Ostern“ u.a: „ARGENORE“ Oper der Lieblingsschwester Friedrich II., Wilhelmine von Bayreuth „300 FLÖTEN FÜR FRIEDRICH“ - Programm zum 300. Geburtstag Friedrich II. -

28. Juli 2012 IFA Hafendorf Rheinsberg „4. Rheinsberger Leuchtturmfest“ und „4. Rheinsberger Preußenquelle Drachenbootrennen“

14. April 2012 Rheinsberg Anlegestelle Seestraße „Leinen los!“ Saisonauftakt der Fahrgastschifffahrt

04. August - 28. Oktober 2012 Schloss Rheinsberg und Kurt Tucholsky Literaturmuseum „Friedrich ohne Ende“ Sonderausstellung

21./22. April 2012 Rheinsberg Stadtzentrum „6. Kunsthandwerkermarkt“

03. - 05. August 2012 „260 Jahre Kleinzerlang“ mit „30. Pälitzseefest“ und „4. Internationales Trabi-Treffen“

18. August 2012 Dorf Zechlin Gemeindezentrum „Sommerfest“

12./13. Oktober 2012 Anlegestelle Fahrgastschifffahrt Seestraße „Rheinsberg in Flammen“ Bootscorso mit Musik und Feuerwerk auf dem Grienericksee

03. November 2012 „Lange Nacht der Künste“ Rheinsberg Konzerte, Führungen, Lesungen, Vorträge 01. Dezember 2012 Flecken Zechlin Markt „Krippenfest“ 26. Dezember 2012 Musikakademie Rheinsberg „Weihnachtsmärchen“ 31. Dezember 2012 Musikakademie Rheinsberg „Silvesterauftaktkonzert“ und „Silvesterball“

Änderungen vorbehalten! Stand 21.09.2011

56 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


INHALTLICHES

57 HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG


INHALTLICHES Impressum

Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt. Paul Claudel Ein herzliches Dankeschön für Ihr Vertrauen , das Sie uns entgegengebracht haben. Für die kommenden Feiertage wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine schöne und friedliche Zeit sowie für das Neue Jahr Glück und Gesundheit.

Ihr Bosch Service Team Tornow Car Service & Bootsmotoren Service • Werner Tornow • Dr.-Martin-Henning-Str. 5 • 16831 Rheinsberg • Tel. 033931 2526

Impressum Herausgeber/Redaktion: Thomas Tittel • Rheinsberger Mosaik, PF 112 Kurt-Tucholsky-Str. 30 • 16831 Rheinsberg Tel.: 0152.37097074 Fax: 01212.55213879 1 Leiter des Redaktionsteams: Thomas Tittel (ViSP) E-Mail: rheinsberger-mosaik. redaktion@web.de Layout, Satz und Druck: LÜBKE DRUCK & DESIGN • Ahornallee 9 16818 Märkisch Linden OT Werder Tel.: 033920.50550 • Fax: 033920.505525 E-Mail: info@druck-werbung-luebke.de Der Herausgeber haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Alle Beiträge, Abbildungen und Anzeigengestaltungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck oder anderweitige Verwendung erfordert die schriftliche Zustimmung des Herausgebers. Redaktionschluss: 02.09.2011

58 RHEINSBERGER MOSAIK ∙ Herbst/Winter 2011


INHALTLICHES

HEFT 25 ∙ 5. JAHRGANG


INHALTLICHES

101. Berliner 26.Januar - 31.Januar 2012

SechsTageVelodrom, Landsberger Allee

Rennen

Six days

Karten-Hotline:

Tel. (030) 4430 4430

Fax (030) 4430 4439 e-Mail: tickets@gegenbauerticketservice.de

www.velomax.de

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