ACTION
WIE MAN
… EINEN VULKANAUSBRUCH ÜBERLEBT Lava, Asche, Trümmer, giftige Gase, winzige Glassplitter in der Luft … wenn ein Vulkan ausbricht, möchte man nicht dabei sein. Aber was tun, wenn man’s doch ist? Der preisgekrönte Geologe Professor Dougal Jerram weiß Rat, er studierte Vulkane auf der ganzen Welt. Den eigentlichen Ausbruch zu überleben ist nur der Anfang, sagt er, denn es folgen heiße Gase, Schlammflüsse und Felsbrocken. „Genau daran starben die meisten Einwohner Pompejis“, erläutert er (beim Vesuvausbruch im Jahre 79 n. Chr.). dougalearth.com
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In Deckung
Suche Schutz vor dem Regen aus Asche, Lava und Gestein, aber Achtung: Aufgehäufte Asche kann Dächer zum Einsturz bringen. Und wenn die Eruptionssäule kollabiert, können dich pyroklastische Dichte ströme treffen – heißes Gas und Ge stein mit bis zu 700 km/h. Suche also so schnell wie möglich eine sichere Fluchtroute aus der Deckung raus.
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Unter die Erde
Ein pyroklastischer Dichte strom lässt dir kaum Über lebenschancen. Es sei denn, du findest einen stabilen Bunker unter der Erde. Beim Ausbruch der Montagne Pelée auf Martinique im Jahr 1902 starben über 30.000 Menschen, aber ein Sträf ling in einer unterirdischen Zelle über lebte. Nach der Mount-St.-HelensKatastrophe 1980 kamen Erdhörnchen aus ihren Höhlen und staunten, dass alle Bäume verschwunden waren …
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Maske auf
Explosive Ausbrüche füllen die Luft mit winzigen vulkanischen Glassplittern – die tödlich sind, wenn man sie inhaliert. Lavaströme enthalten unsichtbare Giftgase wie Schwefel dioxid. In beiden Fällen kann eine gute Gesichtsmaske Leben retten. Keine Maske zur Hand? Kleidung aus feinen Baumwollfasern befeuchten und über Mund und Nase halten.
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Meide Flüsse
Nach dem Ausbruch drohen Lahars: rasend schnelle Schlamm- und Schuttströme, aus gelöst durch geschmolzenen Schnee oder sintflutartigen Regen. 1895 star ben mehr als 23.000 Menschen durch solche Schlammlawinen nach dem Aus bruch des kolumbianischen Vulkans Nevado del Ruiz. Lahars folgen Fluss betten und Ähnlichem, also unbedingt weg von solchen Vertiefungen!
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Bleib wachsam
MARK THOMAS
Ausbrüche können zumindest teilweise vorhergesagt wer den. Vulkanologen erstellen Gefahren karten auf der Basis von Ausbruchs aufzeichnungen, unterstützt von GPS-Kartografie und Drohnen, die Hitze und Gase messen. Warnsysteme in Risikogebieten helfen, Anzeichen für mögliche Fluten oder Tsunamis zu erkennen. Solche Maßnahmen sind unbezahlbar, denn bereits wenige Minuten können Leben retten.
THE RED BULLETIN
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