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RAD

Sommer 2019

im Pott

Fahrradzeitschrift für Duisburg, Essen, Gladbeck, Mülheim und Oberhausen

● Radfahren in der Radregion Ruhr ● Ergebnisse Fahrradklimatest

Als ADFC-Mitglied finden Sie hier Ihren Adressaufkleber

Duisburg, Essen, Gladbeck, Mülheim, Oberhausen


Gestaltung: Lamm & Kirch, Berlin, Fotografie: Heinrich Holtgreve, Ostkreuz

Ruhr Ding: Territorien Bochum atelier automatique Louis Henderson & João Polido Materialverwaltung on Tour Ivan Moudov Suse Weber Dortmund Sam Hopkins Achim Lengerer Henrike Naumann Alexandra Pirici Der Alt-Right Komplex HMK V Essen Margot Bergman Hans Eijkelboom Köken Ergun Lawrence Lek WerkStadt

Oberhausen Roderick Buchanan Nicoline van Harskamp kitev Ariane Loze Verschiedene Orte Stefan Marx Soundfiles Nicole Wermers

4.5.– 30.6. 19

Eine Ausstellung im öffentlichen Raum

Urbane Künste Ruhr Gesellschafter und öffentliche Förderer

www.urbanekuensteruhr.de


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, Ein Bundesverkehrsminister Scheuer, der sich als Fahrradminister gibt, ein weiterer Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr, ein Konzept für ein Radwegnetz in der Metropole Ruhr als Preisträger des Deutschen Fahrradpreises. Alles gut? Die positiven Meldungen zeigen zumindest in die richtige Richtung. Der ADFCFahrradklimatest aber bestätigt, vor Ort liegt einfach noch zu vieles im Argen. Vergleichsweise einfache Dinge, wie konsequentes Vorgehen gegen Falschparker oder die Berücksichtigung der Interessen von Radfahrenden an Baustellen, klappen einfach nicht. Die täglich schlechten Erfahrungen führen zu deutlich schlechten Bewertungen des Fahrradklimas. Der ADFC reagiert auf die langsame Umsetzung all der guten Planungen und Aus-

Inhalt

sagen der Verantwortlichen: Am 2. Juni werden Zehntausende Unterschriften von Bürger*innen aus NRW an den Landtag übergeben. Wir wollen, dass sich der Landtag mit einem Radverkehrsgesetz beschäftigt. Mit der Kampagne #MehrPlatzfürsRad wollen wir eine große Zahl von Unterstützer*innen gewinnen, die sich für eine echte Verkehrswende stark machen. Mit dem „Gute-Straßen-für-Alle-Gesetz“ legt der ADFC einen konkreten Vorschlag dazu vor. Machen Sie mit! Unterstützen Sie den ADFC! Am besten mit einer Mitgliedschaft, mindestens aber als Unterstützer*in auf der Kampagenseite #MehrPlatzfürsRad. Der Wunsch, eine andere Verkehrspolitik zu unterstützen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, kann so deutlich werden. Zeigen wir: Wir sind viele. Michael Kleine-Möllhoff

Duisburg42 Max-Peters-Straße42 Gute Fahrradständer44

Im Pott4 Mülheim47 Neuer Gesetzentwurf des ADFC4 E-Roller auf Radwegen7 ADFC-Fahrradklimatest, die Ergebnisse9 Neuer Abschnitt des RS 116 RS 1, wie geht es weiter?18 Einkaufen mit dem Rad20

ADFC organisiert Stadtradeln47 Dein Radsschloss48

Touristik28

Trassen-Disco54 Unfallstatistik56

Radrevier Ruhr28 Knotenpunktsystem im Ruhrgebiet30 Radtourvorschlag der Ruhrtouristik32

Technik36 Film / Bücher37

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Oberhausen50 Geschützter Radfahrstreifen50

Essen54

Gladbeck60 Radweg mittleres Ruhrgebiet60

Radtouren64 Kontaktadressen / Impressum74


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ADFC fordert „Gute-Straßenfür-alle-Gesetz“ Im Vorfeld des „Nationalen Radverkehrskongresses“ legte der Fahrradclub ADFC einen Gesetzentwurf zur fahrradfreundlichen Reform von Straßenverkehrsgesetz (StVG) und Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vor. Zentrales Anliegen ist, den Kommunen die Einrichtung durchgängiger, komfortabler Radwegenetze und ein fahrradfreundliches Verkehrsklima zu ermöglichen. Das bisherige Straßenverkehrsrecht verhindert nach Meinung des ADFC das Wachstum des Rad- und Fußverkehrs und anderer Formen der neuen, klimafreundlichen Mobilität.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Staatssekretär Enak Ferlemann hat uns nach Abschluss des Koalitionsvertrags persönlich dazu aufgefordert, Vorschläge für eine fahrradfreundliche Reform der StVO zu machen. Wir haben diesen Auftrag aus gutem Grund deutlich weiter gefasst. Das kleinteilige Herumschrauben an der Straßenverkehrsordnung, wie es bisher auf der Agenda stand, löst das zentrale Problem nicht. Das Straßenverkehrsrecht insgesamt steht bisher dem Ziel entgegen, Städte sauberer und lebenswerter zu machen – und sichere Mobilität für alle zu gewährleisten. Insbesondere verhindert es, dass der Radverkehr mehr Platz im Straßenraum bekommt. Da Minister Scheuer demnächst auch E-Scooter auf die ohnehin schon überfüllten und gefährlichen Radwege lassen will, ist es allerhöchste Zeit, den Kommunen die Neuaufteilung des öffentlichen Raumes deutlich zu erleichtern.“ Ampelstart, Blick von oben.

Foto: ADFC, Gerhard Westrich


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Lebenswerte Städte und sichere Mobilität für alle Im 56 Seiten starken Gutachten der Wirtschaftskanzlei Becker Büttner Held im Auftrag des ADFC betonen die Juristen, dass ein modernes Straßenverkehrsgesetz nicht allein der Gefahrenabwehr dienen dürfe, sondern der aktuellen gesellschaftlichen Forderung nach lebenswerten Städten, sauberer Luft und attraktiven Alternativen zum Auto Rechnung tragen müsse. Die Änderungsvorschläge betreffen insbesondere: Demo für geschütze Radstreifen in Berlin

Im Straßenverkehrsgesetz: Vision Zero, also null Verkehrstote, als oberste Zielsetzung: Das Verkehrssystem muss menschliche Fehler ausgleichen – und die ungeschützten Verkehrsteilnehmer, also Menschen, die zu Fuß gehen, Rad oder Roller fahren, aktiv schützen. Gleichstellung aller Verkehrsarten: Bisher hatte der Autoverkehr oberste Priorität, künftig sollen Bus, Bahn und Rad- und Fußverkehr besonders berücksichtigt werden. Berücksichtigung von Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz: Bisher waren nur die Flüssigkeit des Kfz-Verkehrs und die Gefahrenabwehr Gesetzesziele. Nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung: Kommunen sollen die Möglichkeit bekommen, Maßnahmen zur Vermeidung von Autoverkehr zu ergreifen und Anreize für umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel zu setzen.

Foto: ADFC Berlin

Flächendeckende Parkraumbewirtschaftung: Einschränkung des freien Parkens, um Platz für Fuß- und Radverkehr zu gewinnen In der Straßenverkehrs-Ordnung: Abschaffung des Begründungszwangs für Radverkehrsanlagen: Bisher konnten manche Radwege nur bei Nachweis einer „außerordentlichen Gefahrenlage“ eingerichtet werden. Tempo 30 als Regel, Tempo 50 als Ausnahme: Bisher können Kommunen Tempo 30 nur in wenigen Ausnahmefällen anordnen. Schrittgeschwindigkeit für abbiegende LKW (bis 7 km/h): Zur Verhinderung schwerer Abbiegeunfälle. Park- und Halteverbot auf Schutzstreifen: Bisher dürfen die Streifen mit der gestrichelten Linie legal überparkt werden, wodurch Radfahrende gefährdet werden. Verpflichtender Überholabstand 1,50 Meter mit Nutzung der Gegenfahrbahn: Bisher keine Rechtsvorschrift, daher werden Radfahrende häufig bedrohlich eng überholt und gefährdet. Leichtere Einrichtung von Fahrradstraßen: Es muss ausreichen, dass eine Fahrradstraße eine Lücke im Radverkehrsnetz schließt, auch ohne dass der Radverkehr vorherrschende Verkehrsart sein muss. In der Verwaltungsvorschrift zur StVO:


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Einheitliche, konsistente Radverkehrsführung an allen Straßen über Tempo 30: Bisher ist die Einrichtung von Radverkehrsanlagen keine Pflicht. Vorrang für die Errichtung von Radverkehrsanlagen vor Kfz-Parkplätzen: Bisher dient der Erhalt von Parkplätzen oft als Argument gegen notwendige Fahrradinfrastruktur. Weiter gibt es im ADFC-Entwurf viele Klarstellungen von bestehenden und neuen Infrastrukturlösungen.

Experimentierklausel Sowohl für das StVG als auch für die StVO besteht der ADFC auf einer Innovationsklausel, um neue Ansätze, innovative Ideen und Lösungen schnell ausprobieren zu können und ohne diese stets am bestehenden und oft überalterten Regelwerk zu überprüfen - das bremst die Verkehrswende und Innovationen unnötig aus.

Scheuer als Fahrradminister? Verkehrsminister Scheuer hatte kürzlich angekündigt, einen Entwurf für eine fahrradfreundliche StVO gemäß Koalitionsvertrag bis Pfingsten vorzulegen. Scheuer wörtlich:“Ich werde immer als Autominister wahrgenommen. Ich werde aber durch politische Taten beweisen, dass ich auch Fahrradminister bin.“ Der ADFC geht davon aus, dass eine Reform des wichtigen übergeordneten Straßenverkehrsgesetzes nicht geplant ist – und kritisiert eine mögliche Fortschreibung des autofokussierten Verkehrsrechts. Stork: „Minister Scheuer hat jetzt die Chance zu zeigen, dass er wirklich auch der Fahrradminister ist, der er behauptet zu sein. Wenn er mehr Mobilität mit weniger Auto sichern will, muss er auch an die harten Brocken der Gesetzgebung ran.“ Michael Kleine-Möllhoff

Klimaschutz im Verkehr Im Rahmen der europäischen Verantwortung zum Klimaschutz hat die Bundesregierung eine „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM)“ eingerichtet. Vertreter*innen, insbesondere der Autolobby, aber auch Umweltschutzgruppen und der ADFC sollen hier gemeinsam eine Senkung der CO²-Emissionen erreichen. Bekannt wurde die Arbeitsgruppe in der Öffentlichkeit insbesondere durch Überlegungen, Tempo 130 auf Autobahnen einzuführen. Für den Radverkehr sieht die Arbeitsgruppe ein Ziel, niederländische Verhältnisse auch in Deutschland zu erreichen. Dies würde eine Steigerung der Radverkehrsleistung von derzeit 41 Milliarden Personenkilometern im Jahr auf 75 Milliarden bedeuten. Entsprechend würde sich der prozentuale Anteil des Radverkehrs an der gesamten Verkehrsleistung von derzeit 3,5 % auf 6 % erhöhen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork ist Mitglied der Expertenkommission NPM. Er sagt: „Es kann doch bitte nicht wahr sein, dass das Vorbildland Deutschland es nicht hinbekommt, seinen Fahrradfahren in der Stadt

Foto: ADFC, Westrich


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E-Roller Elektrokleinstfahrzeuge legal nutzbar ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork Foto: Clemens Bilan

Verkehr auf einen intelligenten, sauberen Mix umzustellen. Wenn am Ende alle im ESUV-Stau stehen, ist keinem geholfen! Zur Umsetzung dieser Ziele sind natürlich insbesondere deutlich höhere Ausgaben für den Radverkehr erforderlich. Diese sollen durch Umverteilung innerhalb des Verkehrsetats gewonnen werden. Konkret fordert die Arbeitsgruppe bis zum Jahr 2030 die Umschichtung von mehreren Milliarden Euro. Schließlich lässt sich ein niederländischer Radverkehrsanteil auch nur mit einem niederländischen Niveau an finanziellen Mitteln erreichen.

30 Euro pro Kopf Stork: „Mit überschaubaren Investitionen von 30 Euro pro Kopf und Jahr für gute, breite Radwege in durchgängigen Netzen sowie geräumige Fahrrad-Abstellanlagen an Bahnhöfen, Stationen und öffentlichen Einrichtungen ist es möglich, ein Drittel der kürzeren Autofahrten und damit bis zu 13,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Die Bundesregierung hat es im Nationalen Radverkehrsplan von 2012 selbst vorgerechnet.“ Die Hürde des bisherigen Verbots einer Finanzierung z.B von kommunalen Investitionen in den Radverkehr gibt es hierbei übrigens nicht. Da diese Mittel das Erreichen der Deutschen Klimaziele ermöglichen sollen, steht einer Finanzierung aus Bundesmitteln nichts im Wege. Michael Kleine-Möllhoff

Die Bundesregierung hat die gesetzlichen Regelungen für die Benutzung von Elektrokleinstfahrzeugen geschaffen. Hierbei geht es um kleinere Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, wie z.B. elektrische Tretroller, E-Scooter, Segways, aber auch Hoverboards und E-Skateboards. Die bisher im Handel verkauften Fahrzeuge sind alle nicht im öffentlichen Straßenraum nutzbar. Wer diese Geräte kauft, gibt viel Geld für Elektroschrott aus. Wer sie benutzt, begeht gar eine Straftat. Erst nach Klärung der gesetzlichen Regelungen werden die ersten Fahrzeuge mit entsprechender Zulassung in den Handel gelangen. Im Verlauf der Entwicklung eines entsprechenden Gesetzes wollte Bundesverkehrsminister Scheuer Fahrzeuge bis 12 km/h auf Gehwegen zulassen. Massive Kritik von Unfallforschern, Verbänden, des Städtetages und des ADFC haben zu einer Meinungsänderung des Ministers geführt. Demnach bleiben jetzt Gehwege tabu. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 17. Mai auch die vorher geplante Grenze von Fahrzeugen bis 12 km/h aufgehoben. Solche Fahrzeuge auf Radwegen würden den VerkehrsLiegezweiräder Liegedreiräder Lastenräder

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fluss erheblich stören. Auf Empfehlung des Bundesrates gilt eine Altersfreigabe ab 14 Jahren zur Nutzung. Der ADFC begrüßt die in Kürze erwartete Straßenzulassung von E-Tretrollern als Chance zur Verringerung von Stau und schlechter Luft in den Städten. Er kritisiert allerdings die weiterhin auto-dominierte Aufteilung des Straßenraums. Ohne eine drastische Umverteilung des Platzes seien Verlagerungseffekte vom Auto auf effizientere Verkehrsmittel nicht möglich und würden zu Chaos, Frust und Risiken für Zweirad-Nutzer führen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Neue Impulse für die Vermeidung von kurzen Autofahrten sind dringend nötig. Denn 40 Millionen Autofahrten am Tag sind unter zwei Kilometer lang. Oder anders gesagt: Ein Viertel aller Autofahrten sind Fahrten um die Ecke. Das ist absurd – und alles, was diese Entwicklung zurückdreht, finden wir gut. Ja, Mikromobilität kann Autoverkehr verringern, vor allem auf der ersten und letzten Meile zwischen Bahn und Büro. Diese Verlagerung wird aber nur funktionieren, wenn die neue Zweiradmobilität auch ausreichend Platz und gute Infrastruktur bekommt. Wir fordern die Hälfte der Fahrbahn für saube-

re Zweiradmobilität, dann vertragen sich auch E-Scooter, Pedelecs und Fahrräder auf gemeinsamen Wegen.“

60 % der Straße für´s Auto Die Qualität und Breite der Radwege wird von Radfahrer*innen in Deutschland fast unisono als unbefriedigend beurteilt, unter anderem im ADFC-Fahrradklima-Test. Grund ist die seit Jahrzehnten praktizierte autofokussierte Aufteilung des Verkehrsraums, in dem das Auto mit Fahrbahnen und Parkplätzen etwa 60 Prozent des Platzes in Anspruch nimmt. Radwege werden von Nutzern als zu schmal, holprig, nicht ausreichend vom schnellen Autoverkehr getrennt – oder überhaupt nicht vorhanden wahrgenommen. Stork: „Schon für die sichere Abwicklung des Radverkehrs reicht die Infrastruktur nicht aus. Weitere Fahrzeuge – zusätzlich zu den etwa 70 Millionen Fahrrädern und Pedelecs – auf den schon jetzt unterdimensionierten Radwegen erhöhen die Gefahr. Städte müssen jetzt anfangen, den Platz mutig neu aufzuteilen, um den Auto-Alternativen eine Chance zu geben und mehr Lebensqualität für alle zu schaffen.“ Michael Kleine-Möllhoff

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Fahrradklimatest 2018 – die Ergebnisse 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2018 bundesweit am Fahrradklimatest be­teiligt – das sind 40 % mehr als 2016. Sie haben 683 Städte und Gemeinden bewertet (2016: 539). Ihre Bewertungen sind alarmierend: Die Note für die Fahrradfreundlichkeit sank von 3,81 (2016) auf 3,93. Als Kernaussage lässt sich feststellen, dass sich das Si­cherheitsgefühl fast aller Radler*innen auf die Note 4,16 verschlechtert hat. Bundesweit sind der allzu lasche Umgang mit Falschparkern sowie die vielfach mangelhaften Füh­rungen des Radverkehrs an Baustellen am schlechtesten bewertet worden (beide Note 4,5). Es folgen die für Radfahrerende ungünstigen Ampelschaltungen und die fehlende Breite der Radwege (beide Note 4,4). Die Zusatzfragen haben ergeben, dass es den Befragten am wichtigsten ist, auf dem Rad als Verkehrsteilnehmer akzeptiert zu werden, sich sicher zu fühlen, hindernisfreie Radwege vorzufinden, wenig Konfliktpotential mit Fußgängern zu haben und auf breiten Wegen für den Radverkehr unterwegs zu sein. 81 % der Befragten ist es wichtig, vom Autoverkehr getrennt Rad zu fahren, bei den Frauen sind es sogar 86 %. Weitere aus­sagekräftige Ergebnisse: 74 % der Teilnehmenden fahren täglich Rad und kennen die Bedingungen vor Ort genau, auch aus der Autoperspektive, denn immerhin 75 % haben einen Pkw zur Verfügung. Übrigens waren unter allen Teilnehmenden nur 15 % Mitglie­ der des ADFC. Dass sich die Gesamtnote für NRW auf 4,1

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verschlechtert hat (2016: 3,9), verwundert nicht, denn vor allem in den Großstädten wird die aktuelle Situation für Radler inzwi­schen immer kritischer bewertet. Insgesamt haben sich in NRW über 41.000 Menschen an der Umfrage beteiligt (ebenfalls 40 % mehr) und Bewertungen für 169 NRW-Kommu­nen abgegeben. Erwähnenswert: Münster ist von seinem langjährigen Spitzenplatz durch Karlsruhe verdrängt worden. Politik und Verwaltung scheinen sich in den Augen der Münsteraner Radler*innen wohl zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht zu haben. Neu beim Fahrradklimatest 2018 ist die separate Kategorie der Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Während sich Bremen, Hannover und Leipzig auf den ersten drei Plätzen sonnen, landen die NRW-Großstädte, darunter auch die Ruhrgebietsstädte Essen und Dortmund, allesamt auf den hinteren Rängen. Das gilt im Prinzip auch für die nächst kleinere Kategorie, in der z.B. Gelsenkirchen und Duisburg ebenfalls weit hinten liegen, während sich Bochum in der Mitte und Oberhausen im vorderen Drittel wiederfinden. Schaut man sich allerdings die Bewertungen im Ruhrgebiet genauer an, so stellt man fest, dass das Gedränge auf den hin-


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teren Plätzen besonders groß ist. Alle genannten Städte dümpeln um die Note 4 herum, beginnend mit Oberhausen (3,92) und endend mit Duisburg (4,33) bzw. Dortmund (4,35). Essen liegt mit der Note 4,24 dazwischen. Auch Mülheim (4,21) und Gladbeck (3,95) bewegen sich in ihren jeweiligen Kategorien in diesem Bereich. Allen Städten im Erscheinungsbereich der RAD im Pott gemeinsam ist die mehr oder weniger ausgeprägte Verschlechterung bei der Benotung. Sie schwankt zwischen knapp 0,1 Punkten für Essen und 0,4 Punkten für Gladbeck. Wenig überraschend er­ scheint die Tatsache, dass in nahezu allen RiP-Städten die jeweils gleichen Kategorien besonders schlecht abgeschnitten haben. So befinden sich fast überall die Kategorien „Winterdienst“, „Falschparker“ und „Baustellen“ auf den letzten Plätzen. Weitaus weni­ger einheitlich ist die Positionierung bei den guten Bewertungen. Immerhin liegt die Kategorie „Einbahnstraßen“ in allen fünf Städten ganz weit vorne, das Leihradsystem jedoch nur in den vier Großstädten, bei Gladbeck dagegen auf dem letzten Platz. Dass im Prinzip alle Großstädte schlechtere Noten erhalten haben als beim letzten Fahrradklimatest, liegt nicht unbedingt an schlechter gewordenen Verhältnissen für Winterdienst auf dem RS 1

die Radler*innen vor Ort, sondern an den gestiegenen Erwartungshaltungen. Diese sind nicht nur geweckt worden durch vollmundige Versprechungen zahlreicher Politiker. Es ist angesichts der Debatte um die Auswirkungen des Verkehrsbereichs auf die Luftqua­lität vor allem die schlichte Notwendigkeit einer verstärkten Förderung des Radverkehrs. Da aber den vielen hehren Worten oft nur wenige und dann zumeist auch noch völlig unzureichende Taten folgen, wundert es nicht, dass die aktuelle Situation des Radver­kehrs immer kritischer bewertet wird. Gerade im Ruhrgebiet ist es auch die nach wie vor fehlende Bereitschaft zu eiZugeparkte Radwege. Kontrolle ist selten und die Bußgelder sind gering. Foto: Jörg Brinkmann

Foto: Jörg Brinkmann

ner grundsätzlichen Verkehrswende. Keine Stadt wagt sich aus der Deckung. Selbstver­ ständlich würde eine wirklich radfahrfreundliche Verkehrspolitik angesichts der dichten Bebauung und der seit Jahrzehnten festgeschriebenen Aufteilung der Verkehrsflächen dazu führen, dass der Autoverkehr Platz abgeben und damit zurückgedrängt würde. Nichtsdestotrotz fordert der ADFC, zügig zu reagieren und den Bau von sicheren und geschützten Radwegen anzugehen. Das betrifft auch den Bau von Radschnellwegen für Pendler und mehr Fahrradparkhäuser. Durchgängige Radwegenetze brauchen si­chere und brei-


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tenneutral. Hier müssen bestehende Gesetze konse­quenter durchgesetzt werden. Schließlich gefährden falsch parkende Fahrzeuge die Sicherheit der Radfahrer*innen.“ Die teilweise katastrophal bewertete Situation für Radfahrer*innen an Baustellen wird von der Stadtverwaltung mit mangelndem Personal erklärt. Herbert Fürmann, ebenfalls Sprecher des ADFC Duisburg, dazu: „Die Mangelverwaltung der Stadt führt hier zu einer Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen. Es fehlt der politische Wille, Radverkehrsförderung auch mit dem notwendigen Personal auszustatten. Die Regeln zur Verkehrsführung an Baustellen sind der Stadt bekannt, umgesetzt werden Sie aber leider viel zu selten.“ Baustellen, wie hier am Duisburger Rathaus, sind eines der größten Ärgernisse für Radfahrer*innen. Foto: Wolfgang Dewald

te Radwege, was nur unter Inanspruchnahme von bisher dem Autover­kehr vorbehaltene Flächen realisierbar ist.

Fahrradklima in Duisburg ist knapp ausreichend In Duisburg haben sich 1037 Bürger*innen an der großen Umfrage des ADFC zum Fahrradklima beteiligt. Als Schulnote ausgedrückt erhielt die Stadt dabei mit der Note 4,33 ein gerade noch ausreichendes Ergebnis und hat sich damit zur vorherigen Um­frage 2016 verschlechtert. Im deutschlandweiten Vergleich rutschte Duisburg bei den vergleichbar großen Städten von Platz 22 auf 25. Die Radfahrer*innen in Duisburg bemängelten insbesondere die schlechte Verkehrs­ führung an Baustellen sowie zu viele Falschparker auf Radverkehrsanlagen. Klaus Hauschild, Sprecher des ADFC Duisburg dazu: „Gerade die Kontrolle der Falschparker wäre für die Stadt weitgehend kos-

Weiterhin Stagnation beim Radverkehr in Essen In Essen haben sich knapp über 1.000 Radler*innen am Fahrradklimatest beteiligt. Die Endnote lautet 4,23, womit sich die Stadt beim Ranking unter den 14 größten Städten Deutschlands auf Platz 11 befindet. Schaut man auf die zweite Ziffer hinter dem Kom­ma, wird ersichtlich, dass sich der bis 2012 anhaltende Aufwärtstrend beim Radverkehr in Essen seit der 1991 erfolgten Verleihung der „Rostigen Speiche“ in den Augen von Essens Radler*innen wohl offenbar endgültig verabschiedet hat. Wie in den Vorjahren hat Essen wieder in drei Kategorien eine Fünf als Zensur erhalten: für die mangelnde Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen, für die miserablen Am­pelschaltungen sowie für den fehlenden Winterdienst auf Radwegen. Auch die Führung des Radverkehrs an Baustellen wurde mit der Note 4,9 als besonders schlecht einge­stuft. Es gibt aber auch Lichtblicke: So wurde das System öffentlicher Leihfahrräder sehr positiv bewertet


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(Note 2,6), aber auch die vielen geöffneten Einbahnstraßen sowie die Radverkehrswegweisung erhielten beide mit der Note 3,1 akzeptable Bewertungen. Deutlich schlechter als bei der letzten Umfrage wurde die Kategorie „Radverkehrsförde­ rung in jüngster Zeit“ bewertet. Hier spielen wohl die Hinhaltetaktik der Stadt beim Rad­schnellweg sowie die mehr als halbherzige Herangehensweise der Stadt an die drin­gend erforderliche Nord-Süd-Achse für den Alltagsradverkehr eine entscheidende Rolle. Dagegen wird die vorhandene Infrastruktur beim Radverkehr mit der Note 3,3 als gar nicht mal so schlecht angesehen. Ein großes Pfund hierbei dürften vor allem die zahl­reichen Bahntrassen-Radwege darstellen. Zusammengefasst halten Essens Radler*innen nach wie vor den generellen Stellenwert des Fahrrades in ihrer Stadt für am meisten steigerungsfähig. Die Note 4,8 spricht hier Bände. Das betrifft nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch das konfliktbehaftete Verhältnis zum Kfz-Ver-

kehr. In den Augen des Essener ADFC widerspricht die weiter­hin anhaltende Stagnation beim Fahrradklima diametral den Versprechungen der Stadt, den Radverkehrsanteil kräftig steigern zu wollen. Vor allem mangelt es an einem wirk­ lich glaubhaft vermittelten Willen, Essen fahrradfreundlicher werden zu lassen. Essens Radlerinnen und Radler wollen endlich an Stelle großer Worte Taten sehen.

Gladbeck erlebt großen Absturz Gladbeck ist in der Größenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner eingruppiert und hat mit der Gesamtnote 3,95 mit Platz 49 von 106 Städten in dieser Kategorie einen Mittel­platz erzielt. Insgesamt gesehen bedeutet diese Benotung aber eine besonders starke Verschlechterung nicht nur gegenüber dem letzten Fahrradklimatest. Die beste Bewer­ tung erfolgte 2014 mit

Radfahrer*innen erwarten auch an anderer Stelle in der Stadt breitere und gut ausgebaute Radwege wie hier der RS 1 in Mülheim. Foto: Michael Kleine-Möllhoff


Im Pott der Note 3,3, seither geht´s abwärts. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass Gladbeck nicht nur im Ruhrgebiet, sondern in ganz NRW einmal als Fahrrad-Musterstadt galt. So gehörte Gladbeck zu Beginn der 1990er Jahre zu den ers­ten Mitgliedern der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte“ (AGFS) in NRW. Als kreisangehörige Stadt – Gladbeck liegt im Kreis Recklinghausen – liegt es natürlich nahe, einen Vergleich zu den anderen Städten im Kreisgebiet zu ziehen. So liegt Dors­ten beispielsweise mit der Note 3,8 auf Platz 25, Herten dagegen mit der Note 3,98 auf Platz 55. Marl befindet sich mit der Note 4,27 bereits auf Platz 89, was aufzeigt, dass man bei der Benotung gar nicht so weit auseinanderliegt, die Abstände bei der Platzie­rung innerhalb einer Größenklasse aber durchaus erheblich sein kann. Recklinghausen als Kreisstadt liegt dagegen in der gleichen Größenklasse wie Mülheim, stellt aber mit der Note 4,15 und einem dortigen 24. Platz ebenfalls kein Ruhmesblatt dar.

Verschlechterung beim Klimatest in Mülheim In Mülheim ist die Teilnehmerzahl beim Fahrradklimatest auf 418 Personen (+ 27%) angestiegen. Die Aussagekraft der Ergebnisse erhöht sich damit noch einmal deutlich. Allerdings hat sich die Gesamtbenotung von 4,0 auf 4,21 erneut verschlechtert. Im Städteranking in der Größenklasse 100.000 bis 200.000 Einwohner ist Mülheim im Bundesschnitt von Platz 20 auf Platz 29 gefallen (von insgesamt 41 Städten), in NRW von Platz 6 auf Platz 14 (bei insgesamt 16 Städten). Im Ergebnis hat sich Mülheim in 25 von 27 Bewertungskategorien um 0,1 bis 0,6 Punk­te verschlechtert. Die ohnehin bereits schlecht bewertete Kategorie "Reinigung

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von Radwegen" ist unverändert geblieben (Note 4,8). Als einzige Kategorie hat sich die Diebstahlsicherheit von 4,0 auf 3,8 verbessert. Den größten Absturz mit 0,6 Punkten hat dagegen die Kategorie "Fahrradförderung in jüngster Zeit" hingelegt (jetzt Note 3,7). Die beste Bewertung (Note 2,6 = minus 0,2) bekommen wie gehabt die Leihräder von „Me­tropolrad Ruhr“. Mit einem dicken Mangelhaft gibt es zum wiederholten Mal die schlech­testen Noten bezeichnenderweise in den Kategorien, auf die die Stadt eigentlich großen Einfluss ausüben könnte: Fehlende Kontrolle von Falschparkern (Note 5,1), Ampel­schaltungen (Note 5,2), Winterdienst auf Radwegen (Note 5,1) und Führung an Bau­stellen (Note 5,2). Die Ergebnisse des Fahrradklimatests in Mülheim zeigen, dass trotz wiederholter Lip­ penbekenntnisse von Seiten des Planungs- und Baudezernat in den letzten Jahren kei­ne Verbesserungen eingetreten sind. Die Radfahrer*innen sind es offenbar leid, dass sie immer wieder vertröstet werden und haben deshalb in fast allen der 27 Kategorien abermals schlechtere Noten verteilt. Insofern ist es nur logisch, dass die Stadt im Ran­king weiter abfällt. Die größte Verschlechterung für das Kriterium "Fahrradförderung in jüngster Zeit" deutet darauf hin, dass selbst der Radschnellweg das schlechte Image des Radverkehrs in Mülheim nicht ausgleichen kann.

Oberhausen beständig im Sinkflug Oberhausen liegt beim Städteranking in der Kategorie 200.000 bis 500.000 Einwohner bundesweit auf Platz 8 und damit im vorderen Drittel, in NRW sogar auf Platz 2. Und dennoch gibt es bei der vordergründig gar nicht so schlechten Platzierung einen dicken Wermutstropfen, denn seit 2012 erhält Oberhausen bei jedem Fahrradkli-


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matest eine schlechtere Bewertung (2012: Note 3,5; 2018: Note 3,9). Immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen (jährlich plus 1.500 KFZ) bedeuten immer we­niger Platz für den einzelnen Verkehrsteilnehmer. Auch für die Autofahrenden bedeutet das mehr Stress, am meisten zu leiden haben aber die schwächsten Verkehrsteilneh­mer*innen: Radfahrende und Zu-Fuß-Gehende. Für Radfahrende ist das Stressgefühl deutlich gestiegen (Note 3,3), sie fühlen sich in der zunehmenden Verkehrsdichte immer weniger akzeptiert (Note 3,8), verlieren zuneh­ mend das Sicherheitsgefühl (Note 4,0) und erleben immer häufiger Konflikte mit dem Kfz-Verkehr (Note 4,1). Passend dazu hat sich aus Sicht der Teilnehmer*innen des Fahrradklimatests das Fahren im Mischverkehr stark verschlechtert (4,1). Nicht unerwähnt bleiben sollen die drei Sachverhalte, die sich beim aktuellen Fahrrad­ klimatest gegenüber 2016 verbessert haben. Zwar werden Ampelschaltungen weiterhin sehr kritisch bewertet (Note 4,5), dennoch bedeutet dies eine leichte Verbesserung. Auch ist das Problem der Fahrraddiebstähle aus Sicht der Teilnehmer*innen etwas zurückgegangen (Note 3,7), und selbst die MedienberichterLeihräder bringen gute Noten.

Foto: Jörg Brinkmann

stattung über das Fahrrad bekommt eine etwas bessere Benotung (3,6). Der ADFC empfindet dies auch selber als ein kleines Lob, da man beständig bestrebt ist, bei wichtigen Anlässen mit Artikeln zum Thema Fahrrad auf die Presse zuzugehen und ein gutes Verhältnis zu ihr zu pflegen. Jörg Brinkmann / Vera Bücker / Axel Hercher / Michael Kleine-Möllhoff / Norbert Marißen

Alfred Hitchcock und der Fahrradhelm Bei der Überschrift mag sich vielleicht nicht jedem sofort erschließen, wie diese zustande gekommen ist. Mir ist nicht bekannt, ob der Meister des Krimis Fahrrad gefahren ist und wenn es so wäre, hätte er seinerzeit vermutlich keinen Helm getragen. Der letzte Sommer hat ja viele warme Tage für uns vorgehalten und ich habe einige davon - natürlich auf dem Rad - herrlich ausgenutzt. Statt den kurzen Weg direkt nach Hause zu nehmen, fuhr ich öfter mal auf den hiesigen Bahntrassen und/oder am Kanal entlang zu Frau und Kind. Wasser in der Nähe des Rades hat ja auch immer einen Wohlfühlfaktor. Jedenfalls, solange es nicht von oben kommt. Ich fuhr also in Oberhausen an den Kanal und den Pfaden entlang des Kanals über die Oberhausener Schleuse nach Duisburg. In Obermeiderich war ich kurz vor der Duisburger Schleuse, als ich auf einem Schildermast eine Krähe sitzen sah. Sie bäumte sich auf und reckte mir den Schnabel entgegen. Wütend schimpfte sie mich aus, dabei woll-


Im Pott te ich doch nur an dem Mast vorbeifahren und die Krähe in ihrer wohlverdienten Ruhe lassen. Mit einem leicht amüsierten Lächeln fuhr ich also an dem Mast mit der schimpfenden und fauchenden Krähe vorbei und nur wenige Meter danach spürte ich einen Widerstand am Hinterkopf. Intuitiv schüttelte ich mein Haupt und sah mich dann um. Die böse Krähe hatte sich in meinen Helm gekrallt und glücklicherweise hatte ich sie gerade abgeschüttelt. Ihren Fall konnte sie in eine geordnete Flugbahn umleiten und flog von dannen. Ich radelte weiter und war verdutzt. Dass ein Fahrradhelm vor einer wild gewordenen Krähe schützen würde - auf diese Idee war ich zuvor auch noch nicht gekommen. Ob Hitchcock dahinter steckte und ich in „Die Vögel II“ auf der Leinwand auftauchen werde? Warten wir es ab. Wolfgang Voßkamp

Wieviel Kilometer fährt man eigentlich so? In Deutschland gibt es für so ziemlich alles Statistiken. Ostfriesen trinken am meisten Tee, Bier wird überall getrunken und jeder Bürger steht mit knapp 7.000 EUR in der Kreide – jedenfalls in Bezug auf die Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Aber wieviel wird eigentlich mit dem Rad gefahren? In NRW gibt es jedenfalls weniger Fahrräder als Einwohner. Nicht viel, aber es sind weniger. In Bayern, Niedersachsen und Bremen gibt es mehr Fahrräder als Einwoh-

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ner. Die Altersgruppe der 7-10 -jährigen ist übrigens die mit den meisten Fahrrädern. 98 % von ihnen haben ein Fahrrad. Genutzt wird mein liebstes Fortbewegungsmittel übrigens zu 36 % - und damit weit überwiegend – in der Freizeit. Nur etwa 14 % fahren mit dem Rad zur Arbeit. Warum eigentlich so wenige? Aber immerhin sind das mehr Wege als sonstige private Erledigungen wie z. B. Arztbesuche, die 12 % zu Buche schlagen. Einkaufen ist übrigens der zweitgrößte Bereich mit 22 %. Wenn das Rad mal nicht gefahren wird, muss es ja irgendwo stehen. Genauso ist es beim Auto. Auf der Fläche, auf der ein einziges Auto stehen kann, können übrigens ca. 10 Fahrräder stehen. So viel zum Flächenverbrauch. Radler*innen bis etwa 13 Jahre tragen übrigens weit überwiegend einen Helm – danach nimmt die Helmtragequote rapide ab. Die haben alle meinen Artikel über „Hitchcock und der Fahrradhelm“ nicht gelesen. Ach ja, die durchschnittliche Strecke, die mit dem Fahrrad pro Jahr zurückgelegt wird, soll angeblich bei 290 km liegen. Ich habe auch schon einmal 499 km gelesen – jedenfalls ist das nicht viel und da ist noch ganz viel Luft nach oben. (P.S.: Alle Zahlen entstammen der Statistik des BMVI aus 2008 sowie einer Veröffentlichung im Focus 2008). Wolfgang Voßkamp


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Eröffnung Radschnellweg in Mülheim Der Abschnitt von der Ruhrpromenade über die Ruhrbrücke bis zur Hochschule Ruhr West (HRW) wurde am 15. Mai 2019 unter reger Teilnahme der Öffentlichkeit bei bestem Wetter feierlich freigegeben. Die Stadt Mülheim hat den Abschnitt prioritär vorangetrieben und letztlich selber gebaut, da die Ruhrquerung auch ein zentraler Baustein im straßenunabhängigen Die Ruhrquerung im kompletten Ausbaustandard der Radschnellwege. Fotos: Michael Kleine-Möllhoff

wohnt ist auch eine vorfahrtregelnde Beschilderung, wie sie bei Straßen Standard ist. Zwei Engstellen bestehen konstruktionsbedingt auf den ehemaligen Eisenbahnbrücken Fährstraße und Bergstraße. Im Bereich der Brücke über die Bergstraße musste stadteinwärts der Radweg gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr geführt werden. Eine Beleuchtung ist durchgängig vorhanden, auf den Ruhrbrücken aus Gründen des Denkmal- und Artenschutzes allerdings im Handlauf des Geländers. Sitzgelegenheiten sind als "Flussbalkon" auf der Ruhrbrücke und im Bereich der Alten Dreherei geschaffen worden. Erstere sind allerdings nur über den Fußweg erreichbar und weisen keine Fahrradständer auf. Die Rampe Fährstraße wird ebenfalls Sitzgelegenheiten erhalten. Das Logo des Radschnellweges verdeutlicht als Fahrbahnpiktogramm zusätzlich die Wegeführung, wird aber auch bei der hinführenden Radverkehrsführung auf den rot-weißen Schildern eingesetzt. Zuführende Routen sind bisher vom Fossilienweg bzw. dem Styrumer Damm (jeweils Ruhrtalradweg), von der Duisburger Straße im Bereich der Menzstraße über den Campus bzw. Zur Alten Dreherei und (nach Fertigstellung der Rampe an der Fährstraße) von der Mühlenbergkreuzung ausgeschildert. Bereits seit längerem fertiggestellt war die Landesverkehrsminister Hendrick Wüst eröffnete den neuen Abschnitt mit dem Fahrrad.

innerstädtischen Radverkehrsnetz ist. Hier wurde zum ersten Mal der landesweite Standard für Radschnellwege realisiert. Die jeweils zwei Meter breiten Richtungsfahrstreifen sind ähnlich den niederländischen Radwegen mit einer Leitlinie getrennt. Der Fußweg ist mit einer sogenannten Agglomeratmarkierung auch taktil vom Radweg abgetrennt. Die verkehrsgrünen Beistriche sollen für alle Radschnellwege das Erkennungszeichen werden, was sich bei einem Streckenverlauf des RS1 über Stadtstraßen noch als nützlich erweisen dürfte. Unge-


Im Pott Rampe an der Bergstraße. Wie diese wird auch die Rampe Fährstraße entsprechend der DIN 18040 für barrierefreie Verkehrsanlagen alle zehn Meter ein Zwischenpodest in Form einer abgeflachten Längsneigung erhalten, was zu optischen Knicken im Pflaster und Geländer führt. Die Rampen werden dadurch länger, was an der Fährstraße eine Wendelung der Rampe erforderlich macht. Die Weiterführung nördlich der Rampe Bergstraße durch den Knoten Xantener Straße/Bergstraße war zu Redaktionsschluss noch im Bau. Hier wird vergleichbar mit den Oberhausener Ampelsystemen erstmalig in Mülheim die Erkennung der Radfahrer über Radar und Kameras zur Anforderung der Grünsignale über mehrere Furten genutzt. Da die Route im Knoten abbiegt, gibt es keine durchgängige Grüne Welle, allerdings liegen die in einer Simulation ermittelten Wartezeiten deutlich unter denen, die üblicherwei-

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se in solchen Knoten noch immer das Radfahren unattraktiv machen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das System in der Praxis bewährt und die ebenfalls als Rückfallebene vorhandenen Anforderungstaster nicht benötigt werden. Der Abschnitt von der Duisburger Straße zur Heerstraße wird über einen städtischen Bebauungsplan gesichert werden. Die Entwurfsplanung erfolgt durch Straßen.NRW, die weitere Umsetzung soll dann über eine Bauvereinbarung zwischen Straßen.NRW und der Stadt geregelt werden. Mit Baurecht kann frühestens im Sommer 2020 gerechnet werden. Der weitere Abschnitt von der Heerstraße bis zur Stadtgrenze Duisburg wird von Straßen.NRW geplant. Bisher sieht sich der Landesbetrieb noch nicht in der Lage, einen voraussichtlichen Fertigstellungstermin zu benennen. Für das Upgrade des bereits befahrbaren


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Abschnitts zwischen Essen-Univiertel und Mülheim Hbf ist die Planungsvereinbarung zwischen Straßen.NRW und dem RVR endabgestimmt. Die Vereinbarung umfasst neben der Ausbauplanung auch die Klärung des Umgangs mit verbauten Fördermitteln, Eigentumserwerb, Gestattung durch die DB und Widmung als Radschnellweg des Landes. Es ist vorgesehen, die Planung bis Ende 2020 abzuschließen, sodass im Jahr 2021 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Planungsvereinbarung enthält neben der Verbreiterung des Weges und Asphaltierung sowie Beleuchtung auf den betreffenden Abschnitten grundsätzlich auch die Verbreiterung der vorhandenen Brücken. Karl-Ludwig Rimshub

Wo weiter im Westen des RS1? Mit dem Radschnellweg RS1 ist eine hervorragende Anbindung der Hochschule Ruhr-West (HRW) und des Stadtteils Broich an die Mülheimer Innenstadt und weiter Richtung Essen geschaffen worden. Über den an der Rampe Bergstraße angeschlossenen Ruhrtalradweg ist die Hochschule auch gut aus den nördlichen und südlichen Stadtteilen Mülheims erreichbar. Da aber der Weiterbau des RS1 Richtung Duisburg noch viele Jahre dauern wird, fehlt vorerst eine gute Anbindung in den Westen. Weder ist eine gute Beschilderung vor Ort avisiert noch ist diese Verbindung Teil des regionales Radwegenetzes des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Aktuell gibt es drei Alternativen für die Verbindung nach Westen: Die Duisburger Straße, die aber aufgrund

der baulichen Situation mit Straßenbahn, einem teilweise zwischen Fußweg und Parkstreifen eingezwängten Zweirichtungsradweg und erheblichem PKW- und Fußgängerverkehr als für den Radverkehr ungeeignet anzusehen ist, Die Weseler Straße im Hafen mit Anbindung über die Hofackerstraße, alternativ auch über den ausgeschilderten ZickzackKurs über Hoffmannsweg und Am Führring sowie Die bereits ordentlich ausgebaute, weitgehend autofreie Verbindung parallel zur Rheinischen Bahn, also der zukünftigen Trasse des RS1 nach Duisburg in NeudorfSüd. Gerade letztere erscheint sowohl für den Freizeitbereich (Anbindung Wedau und Sechs-Seen-Platte) als auch für den Pendlerverkehr zwischen Duisburg und Mülheim eine attraktive Variante, die aber leider ohne gute Ortskenntnis, Beschilderung Das derzeitige Ende des RS 1 endet noch lange Zeit ohne Anschluss. Foto: Michael Kleine-Möllhoff


Im Pott oder Navigationsgeräte schwierig zu finden ist. Diese Verbindung geht von der HRW aus über Liebigstraße, Wissollstraße und Hepperleweg, dann nördlich des Bahnübergangs Friedhofstraße über den kombinierten Fuß-/Radweg bis zur Saarner Straße, und ab hier südlich der Bahnlinie (Steinbruchstraße) zum Bahnübergang im Wald am Grenzweg zu Duisburg. Ab hier gibt es direkte Wege Richtung Wedau (Nachtigallental) und zum Duisburger Uni-Campus und Zoo. Leider konnten wir die Stadt Mülheim bislang nicht überzeugen, diese bereits intensiv genutzte Verbindung auszuschildern und kleinere Verbesserungen in der Wegeführung zum Beispiel an der Friedhofstraße umzusetzen. Ebenfalls sollte die Verbindung als Vorwegnahme des RS1 nach Duisburg in das Nummernsystem des RVR aufgenommen werden. Dr. Peter Beckhaus

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AGFS-Kongress Der Kongress der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW) findet jährlich parallel zur Radmesse Essen statt. Es gab eine Fülle an Informationen und die Qualität der Fachreferate, die gehalten wurden, war durchweg hoch. Eine Wahrnehmung, die vermutlich alle Radfahrer*innen schon lange kennen, ist die, dass sie von Autofahrer*innen mit zu wenig Abstand überholt werden. Kaum ein*e Autofahrer*in kennt die Regel von „mindestens 1,5 m“. Auf der Messe selbst durften die Besucher Pappfiguren von Autound Radfahrenden so aufstellen, dass ausreichender Abstand bestehen soll. 90 cm waren dabei schon viel, der Abstand wird also oft als größer eingeschätzt, als er tatsächlich ist.

AM BESTEN GLEICH DIE FACHFRAU FRAGEN. Dagmar Vogel Fachanwältin Arbeitsrecht, Fachanwältin Familienrecht, Fachanwältin Sozialrecht Astrid Gramckow Rechtsanwältin Familienrecht, Versicherungsrecht, Sozialrecht Gesche Blome Rechtsanwältin Sozialrecht

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Die Fachreferentin berichtete über eine sehr umfassende Studie, die deutlich gezeigt hat, dass die Probanden der Studie bei Radschutzstreifen und Radfahrstreifen deutlich geringere Abstände einhalten als dies bei einer nicht markierten Fahrbahn der Fall ist. Die Werte hierzu waren atemberaubend hoch, sodass hier ein Umdenken erforderlich erscheint. Aber auch die Stadtplanung im Hinblick auf Zebrastreifen statt Ampelanlagen war Thema eines Vortrages. Es hat sich deutlich gezeigt, dass durch kluges stadtplanerisches Handeln die Unfallzahlen reduziert werden können und dass bei Fußgängerüberwegen die Autofahrer*innen häufig vorsichtiger fahren als im Bereich von Ampelkreuzungen. Bemerkenswert war es auch, dass hier der Blickkontakt - einer der wichtigsten Aspekte zur Unfallvermeidung - zwischen Auto und Radfahrenden deutlich häufiger vorlag. Nicht zuletzt ist das Parken von Autos Inhalt eines der Vorträge gewesen. Das Anlegen von Parkplätzen kann sich enorm auf die Sicherheit des Verkehrs auswirken. Unübersichtliche Stellen können eliminiert und damit wieder einmal der Sichtkontakt der Verkehrsteilnehmer*innen besser hergestellt werden. Ein sehr interessanter Kongress mit einer Vielzahl wichtiger Informationen. Es lohnt sich, dort teilzunehmen. Wolfgang Voßkamp

Hackenporsche für’s Rad In der Stadt wohnen und dann mit dem Auto zum Einkaufen fahren? Das geht ja gar

nicht. Andererseits mag ich einfach keine schweren Taschen schleppen, auch keine schweren Radtaschen. Im Forum runter in den Supermarkt, dann noch auf den Markt und am Ende die Schuhe von der Reparatur am Son-

nenwall abholen. Ich hatte mir kurz überlegt, vielleicht auf einen Hackenporsche – wenn ihr „Hackenporsche“ googelt, findet ihr auch die korrekte Bezeichnung „Einkaufstrolley“ – umzusteigen. Die Firma Andersen baut solch einen Hackenporsche sogar als Fahrradshopper, aber den Rezensionen im Internet nach schien er für mich nicht stabil genug. Die anderen Angebote waren mir zu breit und mächtig für’s Shoppen im Supermarkt. Nach langer Recherche habe ich mich dann für den Burley Travoy entschieden. Das ist ein solider Trolley, der am Fahrrad leer oder voll beladen ruhig mitläuft. Im Supermarkt passt er wie ein Einkaufstrolley zwischen alle Regale, und mein Mann verwendet nicht einmal mehr einen Einkaufswagen. Burley oder Qeedo bieten die unterschiedlichsten Taschengrößen und -formate und eine Faltbox. Man muss sich wirklich überlegen, was man als Stauraum benötigt. Mir


Im Pott persönlich ist es wichtig, dass ich die kleine Faltbox mit verstärktem Boden und Seitenwänden habe, damit mir die Erdbeeren nicht zermatschen und der Joghurtdeckel nicht einreißt. Das Gröbere kommt in den voluminösen, unteren Sack. Das Beladen gerade des unteren Sacks, insbesondere, wenn man die obere Faltbox zuerst befüllt hat, ist ein wenig Übungssache. Aber inzwischen habe ich den Trick raus. Eine große, voll beladene Reisetasche auf den Burley geschnallt hat uns beim letzten Pfingsturlaub das verliehene Auto nicht missen lassen. Insgesamt darf man 27 kg zuladen. Der Burley Travoy selbst wiegt 4,5 kg, und das zusammengefaltete Gestell trage ich problemlos nach jedem Einkauf in den Keller. Die Kupplung und das Gepäckträger-Kit haben wir zweifach gekauft, sodass mein Mann und ich den Anhänger wahlweise an unsere Räder anhängen können. Die Kupplung ist aber auch ohne Gepäckträger-Kit direkt an der Sattelstange fixierbar – das hängt vom Fahrradtyp ab. Das An- und Abkuppeln des Hängers geht sehr einfach über einen Stift, auf dem der Hänger gelagert wird.

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Nach mühseligen Recherchen haben wir den über’s Internet gekauft, da wir leider keinen Vertrieb in Duisburg und Umgebung gefunden haben. Das ist bedauerlich, weil ich ihn lieber vorher ausprobiert hätte. Vielleicht fühlt sich ja ein Fachgeschäft motiviert, den Burley Travoy ins Sortiment zu nehmen. Für die Stabilität und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten muss man einige Euro auf den Tisch legen. Der Hänger selbst kostet 229 EUR, dazu kommen die Taschen oder Boxen in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisen. Der Produkt-Film der Firma auf Youtube zeigt die ganze Bandbreite der Anwendung. Außerdem beschreibt ein weiterer Film noch mehr Details, allerdings versteht man den Anwender nicht so gut. Dafür sprechen die Bilder für sich: Travoy Full Demo – 5 minutes of uses for the travoy Burley Travoy Trailer - Calgary Cycle Track Folding Bike Nach einem Jahr Gebrauch ist dieser Anhänger immer noch eine gute Wahl für mich! Barbara Aldag Die Fotos zeigen den Burley Travoy.


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Im Pott

Eine kleine Bildergeschichte für Leute, die öfter mal einen größeren Einkauf machen oder etwas zu transportieren haben - ohne Auto und ohne Platz oder Geld für ein Lastenrad. Zu Hause wird der Hänger angekoppelt,

beim Supermarkt abgekoppelt und die Deichsel um 90 Grad gedreht. Mit dem Handwagen geht’s in den Laden...

… der Einkauf kommt direkt in die Kiste. An der Kasse bezahlen.


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Auf dem Parkplatz die Deichsel wieder drehen, Hänger ankoppeln.

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Wieder zu Hause kommen die Räder in die Hängerwanne…

und der ganze Hänger mit Deichsel an die Wand. Wolfgang Dewald

Zeche carl 14. Juli 2019 kernzeit 10-18 Uhr 18-20 Uhr ausklang Eintritt frei

feines

FAHRRAD festival

mehr zu unserem programm und allen teilnehmern unter: fff.velocityruhr.net

feinesfahrradfestival


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Abdruck mit freundlicher Erlaubnis der DUTCH CYCLING EMBASSY, www.dutchcycling.nl / Foto: Barbra Verbij Fotografie; Grafikdesign: Goudappel Coffeng

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Im Pott

RuhrDing Territorien – eine Ausstellung im Ruhrgebiet Bis zum 30. Juni initiiert „Urbane Künste“, eine Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet, die in der Nähe der Jahrhunderthalle Bochum ihre Büros hat, im öffentlichen Raum Ausstellungen, Projekte und Veranstaltungen, eben „RuhrDing“. Sie finden häufig in Zusammenarbeit mit örtlichen, aber auch internationalen Künstler*innen statt. Eine gute Möglichkeit, sich „RuhrDing“ zu nähern, sind die sog. „Irrlichtertouren“. Dabei handelt es sich um geführte Touren, die entweder zu Fuß, mit dem Rad oder auch in einer Kombination von ÖPNV und Rad gebucht werden können. Sie erschließen jeweils die Kunstobjekte in einer Stadt; nur die Kombitouren verbinden zwei Städte. Startpunkt der Radtouren ist jeweils der Hauptbahnhof. Die Teilnehmenden können bei der Anmeldung angeben, ob sie mit dem eigenen Rad kommen oder ein Leihrad von „Revierrad“ wünschen. Mit Guides werden die Kunst-Objekte auf gemütlichen, ca. 7 bis10 km langen Strecken in ungefähr drei Stunden besucht; viel Zeit neben dem Radfahren, sich über die Kunst auszutauschen. Die Kunst wird dabei in Besonderheiten des umgebenden Ortes eingepasst, der auf die Kunst zurückwirkt, sodass eine gegenseitige Beeinflussung entsteht. Als Kunst im öffentlichen Raum will sie viele Menschen ansprechen: Passant*innen, die ihr nur zufällig begegnen, die unmittelbare Nachbarschaft, Kunst-Interessierte sowie ein nationales und internationales Publikum. Das Kunst-Projekt findet in Essen, Oberhausen, Bochum und Dortmund statt. Da

es sich mit dem ganzen Ruhrgebiet beschäftigen will, sind bis 2022 weitere Ausstellungen in anderen Ruhrgebietsräumen geplant: 2020 im Norden, 2021 im Süden und 2022 im Westen, mit jeweils einem anderen Thema. Diesmal, im Ruhrgebiet Mitte, geht es um „Territorien“, um die Bedeutung territorialer Festschreibungen für die Identitätsbildung. Es nimmt dabei zum einen die kulturelle, historische und verwaltungstechnische Zusammensetzung der „Stadt der Städte“, also des Ruhrgebietes, als Ausgangspunkt und zum anderen Begleiterscheinungen der sie schon immer prägenden Zuwanderung und der Globalisierung in den Blick. Dabei will die vernetzte Gesamtkonzeption festgelegte, scheinbar eindeutige Denkmuster in Bewegung setzen und zeigen, dass alles mit allem verbunden ist und so zu einer grundlegenden Offenheit animieren. Vera Bücker Im Wasserturm des Oberhausener Hauptbahnhofes befindet sich ein Kunstwerk von kitev


Entdecken Sie ein neues Hochgefühl. Unterwegs auf ehemaligen Bahntrassen. 220 km Streckennetz‚ gut ausgebaut‚ steigungsarm‚

Jetzt entdecken ! www.einfach-bergisch-radeln.de Das Projekt »Bergische Panorama-Radwege – Genussradeln auf ehemaligen Bahntrassen zwischen Ruhr, Rhein und Sieg« wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Foto: Patrick Gawandtka

und ganz in Ihrer Nähe.


Im Pott / Touristik

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Tour de Fair Vom 5. bis 8. August findet die diesjährige Tour de Fair statt. Sie führt von Remscheid durch das Bergische Land und das westliche Ruhrgebiet nach Duisburg und streift dabei auch die Fairtrade-Town Mülheim an der Ruhr. Dort werden die Radfahrerinnen und Radfahrer am 9. August gegen 13 Uhr am Weltladen, Kaiserstraße 8, erwartet. Von Duisburg aus gibt es eine Tour nach Dinslaken sowie eine alternative Hafentour.

Was ist die „Tour de Fair“? Seit nunmehr 18 Jahren machen sich alljährlich im Sommer Menschen, die im Fairen Handel engagiert sind, für eine Woche mit dem Fahrrad auf den Weg, um in einer ausgewählten Region Deutschlands die Weltläden zu besuchen. Mit der „Tour de Fair“ wollen sie die Idee des Fairen Handels in der Öffentlichkeit mehr ins Bewusstsein rufen, mit Gemeindevertretern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und den Erfahrungsaustausch pflegen. Die ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern werden 2019 erstmals Von der Wupperinanunserer die RuhrRegion unterwegsvom sein. Sie bringen aus ihren Heimator5. bis 11.8.2019 ten ganz Dinslaken unterschiedliche ErfahEssenwww.tour-de-fair.de Mülheim an Werden rungen im Duisburg der Ruhr Engagement für Wuppertal den Fairen HanRonsdorf Lüttringhausen del mit. Hückeswagen www. Wermelskirchen tour-deWipperfürth fair.de Sa 10.8.2019

Fr 9.8.2019

So 11.8.2019

Do 8.8.2019

Mi 7.8.2019

Mo 5.8.2019

Di 6.8.2019

gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen

V190428

2019

Radtouristik im Ruhrgebiet Viele Radwege und Sehenswürdigkeiten zu entdecken Das Radrevier Ruhr ist durchzogen mit einem dichten Radewegenetz für Freizeitradler*innen. Mit mehr als 1200 km kann es sich bundesweit sehen lassen. Auf ehemaligen Bahntrassen und Kanaluferwegen verspricht es entspanntes Radfahren durch lebendige Stadtgebiete und Wald und Flur. Eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Attraktionen erwartet Radfahrende. War es noch vor 30 Jahren ein Abenteuer, im schwarzen Kohlenpott mit Kind und Kegel an der Ruhr seinen Weg mit dem Rad zu finden, führen heute mit dem Ruhrtalradweg und der Römer-Lippe Route zwei überregional bekannte Radrouten durch die Region. Erlebnisreich und landschaftlich besonders attraktiv sind die Teilstrecken im Ruhrgebiet.

Ankerpunkte im Revier Die Route der Industriekultur wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Auf 700 Kilometern Halde Scholven


Touristik

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laden ehemalige Industriestandorte wie der Landschaftspark-Nord in Duisburg, die Zeche Zollverein in Essen, das Schiffshebewerk Henrichenburg in Datteln oder die Lindenbrauerei in Unna mit dem Museum für Lichtkunst zur Entdeckung ein. Museen, Schlösser und Burgen, Parkanlagen und Gärten wechseln sich ab mit historischen Siedlungen und Industriebauwerken. Unterschiedliche Kunstwerke geben den ehemaligen Abraum- und Schutthalden des Bergbaus ein eigenes Gesicht. Die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen mit der Himmelstreppe oder die Halde Hoheward Kunst auf Zollverein

Ruhrtalradweg

in Herten mit dem Horizontobservatorium sind nur zwei Beispiele dieser Landmarken im Ruhrgebiet. Wer hoch hinaus will, hat gut zu tun. Panoramaaussicht ist stets garantiert! Außergewöhnliche Brückenkonstruktionen wie in Oberhausen die schwingende Spiralbrücke Slinky Sprinks to Fame oder die Erzbahnschlinge in Bochum verbinden und überwinden ehemalige Trennlinien.

Übernachten an außergewöhnlichen Orten In Industrieanlagen lässt es sich sogar an besonderen Orten übernachten, wie in gemütlich eingerichteten ehemaligen Kanal-

rohren im Bernepark. Aus einem Rundbecken der alten Bottroper Kläranalage ist ein besonderes Blumenbeet geworden, Gastronomie hat sich angesiedelt. Die Sehenswürdigkeiten im Revier sind zumeist mit gut beschilderten Radwegen verbunden. Ein Knotenpunktsystem, wie es Niederländer und Belgier seit Jahren kennen, macht die Orientierung jetzt einfacher. Es wird Zeit sich aufs Fahrrad zu schwingen und den Entdeckergeist zu rufen. Infos: • www.ruhr-tourismus.de • www.radrevier.ruhr • www.route-industriekultur.ruhr • www.radroutenplaner.nrw.de • ADFC Regionalkarten Ruhrgebiet West / Ost • Kartenset radrevier.ruhr Doro Kleine-Möllhoff Dom in Essen, Kreuzgang


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Touristik

Radeln nach Zahlen Knotenpunktsystem quer durch die Metropole Ruhr Mit dem letzten Schild am Wassermuseum Aquarius in Mülheim an der Ruhr ist es geschafft: Das neue Knotenpunktsystem des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist flächendeckend im radrevier.ruhr installiert. Mit Beginn der Saison 2019 leiten jetzt rund 250 Knotenpunkte an bedeutenden Sehenswürdigkeiten, zentralen Bahnhöfen und Radwegekreuzungen zielsicher durch die Metropole Ruhr. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler*innen nicht mehr allein an Karten und Ortsbezeichnungen orientieren. Beim Radeln nach Zahlen führt der Weg zum Beispiel vom Aquarius Wassermuseum – der Nummer 4 – über die Knotenpunkte 3, 55 und 83 (Essen-Werden) zur Villa Hügel (Nummer 52 am Baldeneysee).

Knotenpunkt-Wegweiser am zukünftigen RS1 Foto: Jörg Brinkmann

Karola Geiß-Netthöfel (RVR-Direktorin): „Das Knotenpunktsystem ist ein wichtiger Baustein, um die Metropole Ruhr noch besser entdecken und erleben zu können. Das radtouristische Potential der Region kann auf dieser Basis gut weiter entwickelt werden.“ Das neue System nach niederländischem und belgischem Vorbild ist Zusatz zur bestehenden landesweiten rot-weißen Wegweisung. Es ergänzt das bereits gut ausgebaute radtouristische Kernnetz des Ruhrgebiets von über 1.200 Kilometern Länge, das der RVR zusammen mit der Ruhr Tourismus GmbH als zertifizierte ADFC-Radreiseregion entwickelt. Das leicht verständliche Wegweisungssystem soll das Interesse auswärtiger Radtouristen an der industriellen Kulturlandschaft zusätzlich ankurbeln. Mit der Fertigstellung des Knotenpunktsystems ist es nun auch möglich, übergangslos von der Metropole Ruhr ins Sauerland oder in die Radregion Rheinland zu radeln. Leider hat das System aber größere Lücken. Der Abstand der Knoten zueinander ist erheblich größer als bei den niederländischen Nachbar*innen. Auch innerhalb des Reviers fehlen wichtige Ziele. So sind zwar die Ankerpunkte der Route der Industriekultur mit Zahlen versehen worden, andere wichtige Punkte aber leider nicht. So fehlt


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in Duisburg beispielsweise die Sechs-SeenPlatte oder das Wedaustadion komplett.

radrevier.ruhr im weiteren Ausbau Zurzeit entwickelt der RVR einen Fahrplan für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr. Ziel ist es, das bestehende Regionale Radwegenetz auf rund 1.900 Kilometer auszubauen und fit für die Mobilität im Alltag zu machen, für den Weg zur Schule und zur Arbeit. Der vorliegende Entwurf des Regionalen Laudatorin Christine Fuchs, AGFS ,Maria T. Wagener und Martin Tönnes vom Regionalverband Ruhr Foto: Deutscher Fahrradpreis; Dirk Michael Deckbar

Übersichtskarten an allen Wegpunkten Foto: Michael Kleine-Möllhoff

Radwegenetzes hat den 1. Platz des diesjährigen Deutschen Fahrradpreis erhalten, der am 13. Mai in Dresden verliehen wurde. Eine klare Aufforderung, in den kommenden Abstimmungen, dies auch baulich umzusetzen. Das mit den Kommunen abgestimmte Konzept des Regionalen Radwegenetzes bildet künftig für den Regionalverband Ruhr die Grundlage für Planung, Bau und Betrieb von regionalbedeutsamen Radwegen in der Metropole Ruhr einschließlich des koordinierenden Routen- und Qualitätsmanagements. Michael Kleine-Möllhoff


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Das Probierstück Eine Radreise zu den Highlights des Ruhrgebietes „Beim Probierstück ist einfach alles dabei, was das „Radrevier Ruhr“ so zu bieten hat, vom kleinen Büdchen über nette Arbeitersiedlungen, außergewöhnliche Brücken, tolle Bahntrassenradwege bis hin zu einem UNESCO-Welterbe“, sagt Jochen Schlutius, Marketing- und Radexperte bei Ruhr Tourismus GmbH. Auf dieser Tour wird die Geschichte des Ruhrgebietes lebendig - vom einstigen Kohlenpott bis zum gelungenen Wandel der früheren Industrieregion. Über 30 Kilometer geht diese spannende Radreise durch den Pott. Los geht es beim UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein, einst

die größte Steinkohlenzeche der Welt und heute ein Symbol des Wandels vom Kohlenpott zum Kulturzentrum. Das „Red Dot Design Museum“ und das „Ruhr Museum“ sind Besuchermagnete. Der Denkmalpfad veranschaulicht das Leben und Arbeiten „auf Zeche“ bis hoch hinauf auf das Dach der ehemaligen Kohlenwäsche mit einer beeindruckenden Aussicht über das Ruhrgebiet. Gegen den Uhrzeigersinn radelt man über den Zollvereinweg und die Kray-WannerBahn bis zur Halde Rheinelbe. Halden sind künstliche Erhebungen in der sonst flachen Landschaft, sie bestehen aus nacktem Gestein, das als Nebenprodukt des Bergbaus anfällt. Heute sind die künstlichen Hügel kultiviert und bieten eine ideale Aussicht. Also hinauf auf die Halde Rheinelbe, mit einem E-Bike geht es leichter, bis zum höchsten Punkt. Hier steht die 10 Meter hohe Skulptur Gelsenkirchen, Himmelsleiter

Foto: radrevier.ruhr / Schlutius


Touristik

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„Himmelstreppe“ von Hermann Prigann (1942-2008) und unterhalb der Skulptur reicht der Blick weit über das Ruhrgebiet nach Gelsenkirchen, Bochum und Essen. Von der Halde geht es wieder bergab auf das „Probierstück“. Dort wo die Kray-Wanner-Bahn auf die Erzbahntrasse führt, erreicht man eine weitere Attraktion: Die Erzbahnbude: sie ist eine der beliebtesten Radlertreffs im gesamten Ruhrgebiet. Eine Pause ist ein Muss. Nach der nötigen Stärkung führt die Tour weiDie Erzbahnbude in Gelsenkirchen Foto: radrevier.ruhr / Schlutius

Ausstellung im RuhrMuseum

Foto: radrevier.ruhr / Schlutius

ter Richtung Rhein-Herne-Kanal. Ein spektakulärer Brückenbau, die Grimberger Sichel, lädt zum Fotostopp ein. Von diesen architektonisch sehenswerten Brückenbauten gibt es mittlerweile einige und auch sie stehen für den Wandel im Ruhrgebiet. Entlang des Rhein-Herne-Kanals radelt man gemütlich bis zum Nordsternpark

in Gelsenkirchen. Der Park ist ein interessantes Gelände mit spannender Gebäudeund Brückenarchitektur. Das bekannteste Objekt ist die 1996 eingeweihte 36m hohe und fast 100 m lange Doppelbogen-Hängebrücke über den Rhein-Herne-Kanal. Neben dieser existieren weitere sehenswerte Brücken im Park. Seit 2010 grüßt vom Erschließungsturm, der neben dem Nordsternturm steht, „Herkules von Gelsenkirchen“, eine 18 m hohe Monumentalplastik von Markus Lüpertz. Auf der Aussichtsplattform ist man dem Herkules sehr nahe und genießt neben dem Blick auf das Ruhrgebiet auch den Blick auf seinen Allerwertesten. Der nächste Stopp mit Aussicht ist dann auf der Schurenbachhalde. Diese Abraumhalde ist 45 Meter hoch und erhebt sich di-


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Touristik

rekt neben dem Rhein-Herne-Kanal. In den 90iger Jahren wurde die Halde renaturiert und lädt heute zu Spaziergängen durch lichte Birkenwäldchen ein. Die Aussicht von oben auf das umliegende Ruhrgebiet ist atemberaubend. Seit 1998 steht auf der Halde die so genannte „Bramme für das Ruhrgebiet“ vom amerikanischen Künstler Richard Serra. Eine 14,5 Meter hohe Metallplatte ragt weithin sichtbar empor. Das Gipfelplateau oberhalb der „Baumgrenze“ der Halde besteht nur aus Geröll und wird daher auch als „Mondlandschaft“ bezeichnet. Von der Halde bergab führt die Tour auf den NordBrücke im Gelsenkirchener Nordsternpark Foto: radrevier.ruhr / Ruhrgepixel

sternweg, weiter geht es vorbei an der typischen Arbeitersiedlung Hegemannshof/ Meerbruchstraße bis zum Ausgangspunkt Zollverein. Das „Probierstück“ ist eine perfekte Einstiegstour, um das Ruhrgebiet mit dem Rad kennenzulernen und gleichzeitig wird die Vorfreude auf weitere Touren im Ruhrgebiet geweckt. Die Radtour ist besonders für Familien geeignet, denn sie verläuft ausschließlich abseits des Straßenverkehrs auf ehemaligen Bahntrassen, quert nur wenige Kreuzungen und bietet durch das Knotensystem, die Infotafeln und Umgebungskarten eine perfekte Orientierung. Wilfried Kochner


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Oldenburg lebt von der engen Verbindung aus Natur und Stadtleben. Das spüren auch die Radfahrer auf der Route um Oldenburg, die das Stadtzentrum durch mehrere 10 bis 15 km lange sogenannte Speichen mit dem Umland verbindet. Während Oldenburg mit klassizistischen Bauten und einer lebendigen Fußgängerzone beeindruckt, lässt es sich in den idyllischen Landstrichen der Wesermarsch, der Wildeshauser Geest und der Ammerländer Parklandschaft herrlich abschalten.

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Technik

Velospeeder Ich wußte schon immer, dass Bergfahren mit dem Rad ein Problem für mich war. Ich habe vor Jahren mal eine Radtour in der Eifel gemacht, bei der ich an meine Grenzen kam. Es war mir klar, dass ich etwas tun musste, um besser die Berge hochzukommen. Das hat sehr viel mit meiner Lunge zu tun – ich habe seit vielen Jahren COPD und Asthma. Also setzte ich mich mit dem Thema „EBike“ auseinander. Klar war mir, dass für mich ein E-Bike nicht in Frage kommt, denn ein Gewicht von weit über 20 kg kann ich alleine nicht händeln. Zu dem E-Bike, dass ich mir kaufen müsste, bräuchte ich auch einen Mann, der mir das Fahrrad in das Auto hebt, in den Zug, die Treppen auf manchen Bahnhöfen, wenn es keinen Aufzug gibt oder der Aufzug defekt ist. Wollte ich das? Ein E-Bike kann man kaufen und den Mann dazu? Ich fahre so oft alleine mit meinem Fahrrad. Es war ein langer Prozess: die Überlegung und die vielen Besuche auf Messen, bei Herstellern und die Suche im Internet. Auf der Radmesse in Bonn habe ich ein System gesehen, was mir zusagte und meinen Anforderungen entsprach. Die Devise des Herstellers Velogical: „Fast jedes Rad kann zum E-Bike werden“. Schön war, dass die Firma in Köln ansässig war, sodass ich dort einen ganzen Tag dieses System ausprobieren konnte. Zwei Tüftler, die sich vom Windsurfen kannten, der eine Kaufmann, der andere Technikfreak aus dem Modellflugzeugbereich, hatten einen „Velospeeder“ entwickelt, den man an ein normales Fahrrad montieren kann. Das ist ein an der Felge laufender Elektromotor mit einem Gewicht von 250 Gramm. Da der Motor exakt an der Fluchtlinie zur Radachse auf der Felge laufen muss, werden die Klemmstücke individuell für jeden Fahrradrahmen in der Ma-

nufaktur angefertigt. Die Elektronik sitzt in einem kleinen Kästchen unter dem Sattel, der Ein- und Ausschalter ist am Lenkrad montiert und zwei Motoren, die aussehen wie Dynamos, laufen an der Felge.

Meistens erkennt man das Fahrrad nicht als E-Fahrrad Das schöne an dieser Geschichte: Die Motoren, die Akkus und das Aufladegerät haben ein Gewicht von 2 kg. Zu meinem Fahrrad, das 15 kg wiegt, kommen diese 2 kg und ich habe ein leichtes Fahrrad, das ich alleine händeln kann. Natürlich kann ich nicht in die Alpen damit fahren, auch bei Schnee kommen die Motoren an ihre Grenzen, jedoch fantastisch für kleine Berge und Anhöhen und bei Gegenwind sowie bei Regen. Da ich dieses System nicht immer einschalte, sondern nur, wenn ich es benötige, bin ich schon mit dem großen Akku von meinem Zuhause bis nach Bad Breisig gefahren. Das sind 130 km. Nach meiner dreijährigen Erfahrung habe ich nun ein neues leichtes, sportliches Fahrrad gekauft. Darüber hinaus habe ich in ein Upgrade investiert (bessere Nutzbarkeit bei Foto: Velogical Nässe und an Bergen sowie ein leiseres Geräusch). Auf das Ergebnis bin ich nunmehr sehr gespannt, wenn ich im Frühjahr mit dem Radfahren beginne. Ich bin glücklich mit dieser Variante, die mir mein FahrradLeben total erleichtert hat. Gisela Brands


Film

Filmkritik

„Brevet“ Der Film „Brevet“ berichtet über drei Hauptpersonen, die an der Tour „ParisBrest-Paris“ teilnehmen. „Brevet“ ist eigentlich nichts anderes als eine Langstreckenfahrt oder der Begriff für eine Prüfung. Dieser Brevet führt von der französischen Hauptstadt an die bretonische Atlantikküste und ist man dort angekommen, fährt man wieder zurück. 1.230 km Strecke, die man in 90 Stunden überwinden muss. Allein die Voraussetzungen, um dort mitfahren zu dürfen, werden den größten Teil der Menschheit überfordern: im Jahr des Ereignisses müssen mindestens jeweils Touren von 200, 300, 400 und 600 km gefahren worden sein. Wer eine Tour von mehr als 1.000 km gefahren ist, hat größere Chancen, teilnehmen zu dürfen.

Nicht nur weit, sondern auch hügelig Die Strecke ist nicht nur lang, sondern mit ca. 10.000 Höhenmetern auch nicht gerade flach. Begleitet werden zwei Männer und eine Frau. Der erste Fahrer, Claus Czycholl, berichtet zunächst, ohne dass man ihn sieht. Die Kamera fängt Pedale ein, Ritzel, Kettenlauf. Erst etwas später wird die Person eingeblendet. Claus Czycholl war zum Zeitpunkt des Films 72 Jahre alt! Er ist etwas eigenbrötlerisch, aber gewinnt sofort die Herzen der Zuschauer. Der zweite Mann und die Frau sind deutlich jünger - was deren Leistung aber nicht schmälert oder sie weniger sympathisch erscheinen lässt. Es sind aber schon drei unterschiedliche He-

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rangehensweisen der unterschiedlichen Charaktere, was dem Film eine zusätzliche spannende Note gibt.

Probleme der Fahrer wecken Gefühle Der Film lässt sehr gut erkennen, mit welchen Problemen die Fahrer zu kämpfen haben. Müdigkeit, Hunger, Kälte, Konzentrationsmangel. Bilder von schlafenden Radfahrer*innen, die im Schlaf weiter die Beine bewegen oder die im Sitzen beim Essen einschlafen, gehen unter die Haut. Deutlich wird auch, wie sehr ein Miteinander erforderlich ist, wenn einer den anderen mitzieht und diesen im Rahmen eines Tiefs nicht aufgeben lässt. Michael, einer der drei Porträtierten, erklärt ganz deutlich, dass diese Anstrengung seine Grenzen verschoben hat und vieles, was er bisher als schwierig empfand, von ihm nun als „Kindergeburtstag“ aufgefasst wird - z. B. einen Ironman. Für wen ist der Film gedacht? - Sicher für all die Wenigen, die mitfahren wollen. Aber ich glaube, dass der Film für alle geeignet ist, die einmal hautnah miterleben möchten, wie sehr der Körper angestrengt werden kann und dass Anstrengung auch Freude - wenn auch Leid  - bedeuten kann. Der Film bewegt und nimmt den Betrachter sofort mit. Schnell wird man Teil des Brevets und fiebert mit den Teilnehmern - nicht nur den drei Hauptdarstellern, sondern auch den Anderen, die gezeigt werden. Die Kameraführung ist toll und unterstreicht alle Empfindungen und Strapazen der Teilnehmer, aber auch das Schöne der Tour. So gesehen ist der Film für nahezu jeden geeignet. Eigentlich ist es ein Film, den man gesehen haben muss! Wolfgang Voßkamp


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Bücher

15 neue RevierRouten laden ein Neue Radkarten für das radrevier.ruhr Unter dem Label „radrevier.ruhr“ haben die Ruhr-Tourismus GmbH (RTG) und der Regionalverband Ruhr (RVR) vor einem Jahr damit begonnen, ihre radtouristischen Aktivitäten neu zu konzipieren. Während der RVR im Moment dabei ist, sein ruhrgebietweites Radroutennetz, bestehend aus den bislang fertig gestellten sowie den noch zu bauenden Radwegen, in einem neuen Kontext aufzustellen, bei dem auch der Alltagsradverkehr eine maßgebliche Rolle spielen soll, steht bei der RTG naturgemäß der radtouristische Aspekt im Vordergrund. Erstes sichtbares Ergebnis war die Neuauflage der beiden ADFC-Regionalkarten des Bielefelder Verlags für das westliche und

östliche Ruhrgebiet (päsentiert in RiP 20182 / S. 28). Obgleich mittlerweile auch schon ein Jahr alt, ist darin bereits das in diesem Frühjahr fertig gestellte revierweite Knotenpunktsystem enthalten. Zweiter Streich ist die Konzeption von 15 sogenannten RevierRou­ten. Bei diesen RevierRouten handelt es sich zumeist um Rundtouren, die das gesamte Ruhrge­ biet inklusive einigen benachbarten Regionen wie den Niederrhein und das Niederbergi­sche Land erschließen. Die meisten dieser Routen sind etwa 50 Kilometer lang, es gibt aber auch kürzere und längere Strecken. Sie verlaufen in den meisten Fällen ohne gro­ße Steigungen, was jedoch in dem mitunter recht hügeligen Ruhrgebiet nicht überall ge­lingt. Einige Strecken sprechen bezüglich ihrer Topographie auch ambitioniertere Radler an. Der Clou: Alle 15 Tourenvorschläge haben jeweils eigene Namen, die schon Einiges über die jeweilige Charakteristik aussagen. Es beginnt mit dem relativ kurzen und fla­chen „Probierstück“ (siehe Reisebericht auf Seite 32), darüber hinaus gibt es die „Stahlküche“, die „Grubenfahrt“, die


Bücher „Elefantenrunde“, die „Kanalpassage“, die „Bahngeschichten“ sowie die „Landpartie“, um nur einige Beispiele zu nennen. Ambitionierter hinsichtlich der Topographie sind da schon die Touren namens „Haldenblick“ und „Von Ruhr zu Ruhr“ mit zum Teil spektakulären Ausblicken oder für die Hardcore-Radler der „Geländeritt“. Alle Touren verlaufen über das neue Knotenpunktnetz, daher ist eine gute Orientierung auch für Ortsfremde gewährleistet. Besser ist es natürlich, sich vorab über die Touren zu informieren. Dafür hat die RTG ein kleines Tourenheft herausgebracht, welches ne­ ben der Kurzbeschreibung aller 15 RevierRouten auch einen kleinen Kartenausschnitt für jede Route beinhaltet. Letztere sind relativ einfach gehalten, wirklich danach fahren kann man nicht. Aber dafür gibt es ja das Knotenpunktnetz, welches das Tourenheft ebenfalls für jede Tour mit aufführt. Immerhin ist das Heft kostenlos erhältlich. Wer es ganz genau haben möchte, für den gibt es seit diesem Frühjahr auch ein Paket mit fünf im Maßstab 1:35.000 gehaltenen Detailkarten, die das gesamte Ruhrgebiet ab­ decken. Abgebildet sind die Bereiche zwischen der Rheinschiene im Westen und

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Hamm im Osten bzw. der Hohen Mark im Norden und den nördlichen Bereichen von Wuppertal im Süden. Enthalten sind neben den 15 neuen RevierRouten auch etliche weitere Radverbindungen, wobei man hier in einigen Bereichen die Auswahl sehr stark reduziert hat. Etwas mehr wäre durchaus drin gewesen, ohne dabei die Übersichtlich­ keit bzw. die Lesbarkeit der Karten zu gefährden. Enthalten ist interessanterweise auch der ursprünglich geplante Verlauf des RS1. Die fünf Einzelkarten mit den RevierRouten sind zusammengefasst in einem Schuber erhältlich, gemeinsam mit dem ebenfalls bereits erwähnten Tourenheft. Das Kartenwerk ist überall dort zu bekommen, wo man auch sonst Fahrradkarten bekommt. Es kostet 19,95 Euro, ein auf den ersten Blick recht hoher Preis. Aber auch die beiden ADFC-Re­gionalkarten radrevier. ruhr West und Ost kosten zusammen 17,90 Euro. Und obgleich gerade einmal ein Jahr alt, beinhalten sie im Moment noch nicht die 15 RevierRouten, sondern wie üblich eigens von ADFC-Radtourenexperten ausgearbeitete Radtourenvor­schläge. Insofern ergänzen sich beide Kartenwerke wunderbar. Jörg Brinkmann

125 JAHRE IN FAMILIENTRADITION


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Duisburg

Max-PetersStraße Neubauplanung wie in den 70ern Die seit langen Jahren geforderte Umbauplanung der Max-Peters-Straße ist von der Stadt endlich vorgelegt worden. In der Vergangenheit waren sich Stadt und ADFC immer über den erforderlichen Umbau einig. Die Straße verbindet schließlich den touristischen Ruhrtalradweg mit dem Innenhafen und ist damit Hauptverbindungsachse und eine erste Visitenkarte der Stadt für auswärtige Besucher*innen.

Erwartet hatte der ADFC selbstverständlich ein gutes Radverkehrsangebot. Die Ausbauplanung sieht aber überhaupt keine Radverkehrsanlage vor. Die Aufteilung des Straßenraums wird allein aus Sicht des Autoverkehrs vorgenommen. Zwei Fahrspuren sowie wechselweise Linksabbiegerspuren lassen keinen Platz mehr für Radfahrer*innen. Diese sollen sich den Restraum mit den Fußgänger*innen teilen. In den Plänen ist ein benutzungspflichtiger gemeinsamer Rad- und Gehweg eingezeichnet. Die Ratsvorlage beschreibt diese Planung dann auch noch mit: „Die heutige Querschnittsaufteilung der Max-Peters-Straße wird zu Gunsten des Radfahrverkehrs wie folgt geändert. Die Fahrbahn erhält eine Breite von 8,55 m, um die Abbiegevorgänge zur Gewerbeerschließung zu gewährleisten. Beidseitig werden bauliche kombinierte Geh- und Radwege in ei-


Duisburg ner Breite von 3,10 m angelegt.“ Die verbindlichen Empfehlungen zur Anlage von Radwegen schreiben vor: Regelbreite innerorts 3-4 m, mindestens 2,50 m, nur bei geringem Rad- und Fußverkehr und nur wenn es keine Hauptradwegeverbindung ist. Grundsätzlich ist eine gemeinsame Gehund Radwegführung nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn eine vertretbare Alternative der Radverkehrsführung (Radweg, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Mischverkehr auf der Fahrbahn) nicht möglich ist. Damit entspricht die Planung den bereits im vergangenen Jahrhundert schlecht gemachten Vorbildern. Eine heute zeitgemäße Planung würde den vorhandenen Raum von den Rändern her aufteilen. Also zuerst die Fußwege, dann die Radverkehrsanlage und zuletzt den Verkehrsraum des motorisierten Verkehrs. Dann blieben zwar immer noch zwei Fahrspuren, allerdings nicht mehr die jetzt geplanten Linksabbiegerspuren. Dass diese tatsächlich zwingend erforderlich sind, um den Verkehr vernünftig abzuwickeln, ist nicht nachvollziehbar. Auch derzeit sind diese Linksabbieger nicht vorhanden. Bis auf kurze Ausnahmen ist dies auch heute kein Problem. Die Engstelle unter dem Bahndamm in Richtung Ruhrdeich wird von der Planung ebenfalls nicht berücksichtigt. Hier fehlt ein Radweg völlig. Der Fußweg ist für die gemeinsame Benutzung nicht breit genug. Die Fahrspur wird hier aber mit knapp 5 Metern besonders breit ausgeführt. Ob dies mit dem Kurvenradius zu tun hat oder eher mit dem beginnenden Linksabbieger zum Baumarkt, ist eine Frage an Planungsexperten. Somit sollen Radfahrer*innen hier auf der Fahrbahn geführt werden. Der ADFC kann hier zwar auch keinen Platz „zaubern“, aber sich auch andere Lösungen vorstellen. So wäre möglicherweise eine Ampel mit „Rundumgrün“ für den Fußund Radverkehr denkbar. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen könnten dann

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ohne Gefahr die Engstelle passieren. Aber eine solche, für Duisburg innovative Lösung ist nicht geplant. Der ADFC fordert daher ganz klar mehr Platz für´s Rad an dieser Stelle und den Verzicht auf die Linksabbieger. Nur damit wäre eine zeitgemäße Lösung geschaffen. Michael Kleine-Möllhoff

Einkaufen mit dem Rad Zwischen DuisBock und Radtasche – oder eher kreativ? Wenn man sich mit offenen Augen im Straßenverkehr umsieht, entdeckt man einige Möglichkeiten, den Einkauf per Rad nach Hause zu bringen. Für die großen Lasten ist natürlich der DuisBock des ADFC wie geschaffen, aber der Einkauf für mehrere Personen verlangt doch eher andere Lösungen. Radtaschen sind gang und gäbe und sinnvoll, wenn man schnell nach der Arbeit noch kleine Sachen einkaufen muss. Für einen Wocheneinkauf sind sie aber oft zu klein. Berichten Sie uns von ihren Erfahrungen mit gekauften Anhängern, Aufbauten, Taschen oder kreativen Eigenbauten oder senden Sie ihre Fotos. Diese werden wir dann in loser Reihenfolge in den nächsten Ausgaben der RiP veröffentlichen. Vielleicht sehen Sie ja auch in Ihrem nächsten Urlaub eine tolle Idee. Machen sie ein oder mehrere Fotos und schicken sie uns (bitte mit Namensangabe und Aufnahmeort). Barbara Aldag


Duisburg

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„Fahrradständer des Jahres“ gesucht Wie in der RIP bereits berichtet, zeichnet der ADFC Duisburg lokale Einzelhändler aus, die ihrer radfahrenden Kundschaft vorbildliche Abstellmöglichkeiten für das Fahrrad anbieten, damit Zumutungen wie diese eines Tages der Vergangenheit angehören. Mit erfreulicher Presseresonanz wurde der Aufruf Ende März gestartet und im April erhielten Zentralen und Marktleitungen von gut 200 Duisburger Verbrauchermärk-

ten unser Schreiben, in dem Beratung und Kooperation angeboten und per Merkblatt konkrete Handlungsempfehlungen gegeben werden. Dass bisher noch nicht allzu viele Nominierungen eingingen, mag allerdings kaum überraschen. Nachvollziehbar ist hingegen die häufig gestellte Frage, warum denn nicht der umgekehrte Weg gegangen und besonders schlechte Ständer mit einem Negativpreis FÜR JEDES ALTER ausgezeichnet werden. Nun, ja... die Konkurrenz wäre äußerst hart. Sagen Sie uns also weiterhin, bei welchem Händler Sie gerne Ihr Rad abstellen. Schicken Sie uns dazu bis 31.08.2019 Ihren Vorschlag unter dem Stichwort „Fahrradständer 2019“ mit einer Begründung und gerne auch Foto per E-Mail an fahrradfreundlich@adfcduisburg.de oder Brief (Mülheimer Str. 91, 47058 Duisburg) mit dem Stichwort „Fahrradfreundlich“. Eine Jury wird aus den Einsendungen den “Fahrradfreundlichen Händler” auswählen und den Preisträger mit einer Urkunde öffentWanheimer Str. 625 | 47249 Duisburg | Tel: 0203/701477 lichkeitswirksam ehren. www.fahrradhaus-hardacker.de Jörg Walther-Wystrychowski

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Duisburg

DuisBock Das einspurige Leihlastenrad des ADFC bezieht sein Sommerquartier: die Wasserskianlage Töppersee. Vom 4. Juni bis 28. Juli bietet Anlagenbetreiber und ADFC-Mitglied Michael König den DuisBock zu besonders nutzerfreundlichen Zeiten zur Ausleihe an: täglich, in der Zeit von 10 -19 Uhr. Nutzer*innen können ihr eigenes Rad während der bis zu viertägigen Ausleihe sicher unterstellen. Währenddessen steht der dreirädrige Lastenradkollege Max im ADFC-Infoladen Mülheimer Str. 91, 47058 Duisburg zur Verfügung. Beide Räder sind wie immer online über die Website www. duisbock.de zu buchen. ADFC-Mitgliedschaft ist für eine Ausleihe nicht erforderlich. Bewerbungen als Ausleihquartiere sind erwünscht unter lastenrad@adfc-duisburg.de. Jörg Walther-Wystrychowski

Duisburg per Rad entdecken Duisburg mit anderen Augen sehen – unter diesem Motte veranstaltet die Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales mit verschiedenen Partnern alternative Stadtrundfahrten per Bus oder auch etwas andere Hafenrundfahrten per Schiff. In diesem Jahr gibt es diese thematischen Stadterkundungen auf dem Fahrrad. Mit im Boot dabei ist natürlich auch der ADFC Duisburg. Es wird zu verschiedenen Terminen z.B. eine Erkundung des Duisburger Nordens angeboten. Hafen, Bergbau, Naturdenkmale und Urban Gardening sind weitere Themen.

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Der Duisburger Norden Beginnend am Haupteingang des Landschaftsparks Nord fahren wir eine Rundtour. Angesteuert werden in Beeck der Oberhof, in Bruckhausen eine alte Moschee und das Thyssengelände, in Marxloh die Merkez Moschee, der Petershof und „Marxloh Inside“, in Alt-Hamborn die Jupp Kolonie und die Abtei Hamborn. Dabei sehen wir auch grüne Zonen: den Grünen Pfad, die Alte Emscher, den Schwelgernpark, den Grüngürtel Duisburg Nord, die Wolfsbahntrasse, den Stadtwald Hamborn und als Endpunkt den Landschaftspark Nord. An den Punkten bleiben wir einige Minuten stehen, um einen kurzen Input zu geben. Die Tour soll neugierig auf die Stationen machen, um sich vielleicht selbst im Nachhinein weitergehend zu informieren. Eine Imbiss-Pause von ca. 30 Minuten ist in einem Restaurant auf der Weseler Straße vorgesehen. Tourdauer ca. 4 h. Tourenleiter: Barbara Aldag, Beatrix Peschke, Rolf Winkler (7.7. + 24.8.), Wolfgang Esch (22.9. + 5.10.). Termine und Informationen im Tourenteil der RiP und auf der Homepage des ADFC Duisburg. Herbert Fürmann

Berichterstattung der Polizei Im Februar ist ein Pedelec-Fahrer in Duisburg tödlich verunglückt. Offenbar hatte eine Autofahrerin geparkt und dann die Tür aufgedrückt, ohne den Radfahrenden zu beobachten. Ein typischer Dooring-Unfall, wie er leider immer wieder vorkommt


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Duisburg

und eine Situation, die ich auch schon einige Male erlebt habe - zum Glück bin ich bisher unbeschadet geblieben. Der Polizeibericht liest sich so, dass der Radfahrende „keinen Helm getragen haben soll“. Die Berichterstattung bürdet damit dem Getöteten eine gewisse Mitschuld an seinem Tod auf und zwar allein deswegen, weil er keinen Helm trug. Jedenfalls liest sich die Meldung so, dass suggestiv diese Schuldverteilung erfolgt. Ich halte das nicht für gut. Vielleicht wäre der Unfall nicht passiert, wenn die Autofahrerin aufgepasst hätte und den „holländischen Griff“ verwendet hätte. Linke Hand an den Griff der Tür und mit der rechten Hand den Schließmechanismus betätigen. Damit dreht sich der Körper automatisch nach links und man überblickt als Auto Fahrender den rückwär-

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tigen Verkehr besser. Ein Blick jeweils in den Spiegel und natürlich über die Schulter hätten wohl dazu geführt, dass der Rad Fahrende heute noch seine Freude am Rad hätte. Ich weiß natürlich aus der kurzen Meldung nicht, ob der Helm - oder natürlich auch ein größerer Abstand des Rad Fahrenden zu den geparkten Autos - die Folgen des Unfalls verringert hätte. Aber die DooringUnfälle gehören zu den häufigsten und gefährlichsten Unfällen zwischen Auto und Fahrradfahrer*innen. Hier hätte der Bericht ansetzen und aufklären können. Schade, dass die Polizei diese Chance nicht genutzt hat. Für uns ist dies ein Zeichen, dass wir immer mehr und deutlicher auf diese Gefahrenquelle hinweisen und richtiges Verhalten schulen müssen. Auch im Gespräch mit der Polizei. Wolfgang Voßkamp

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die zum Fahrrad kommt. Mobile Fahrradwerkstatt R. Wißdorf UG (haftungsbeschränkt)

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Mülheim

„Flotte Lebens- Stadtradeln lust“ startet mit findet statt Rikscha-Touren Unter dem Namen „Flotte Lebenslust“ werden seit diesem Frühjahr ehrenamtlich kostenlose Fahrten mit einer neuen Rikscha in Mülheim und Umgebung angeboten. Ziel der PIA-Initiative, die mit Hilfe des Förderprojekts „Energie fürs Quartier“ umgesetzt wurde, ist es, Menschen rund um den HansBöckler-Platz wieder auf das Rad zu bringen. Dazu sollen verschiedene Spezialradmodelle für die Flotte angeschafft werden. Das Rikscha-Angebot richtet sich vor allen Dingen an die älteren Bewohner des Quartiers. In Zukunft sollen aber auch Räder für weitere Zwecke angeschafft werden, um alternative und nachhaltige Mobilität direkt erfahren zu können. Projektmitarbeiter Hendrik Konietzny weiß, dass sich viele Menschen aus dem Quartier einen Umstieg vom Auto auf ein Pedelec gut vorstellen können. In der Innenstadt fehlt es aber oft an sicheren Abstellplätzen und die Anschaffung eines Spezialrades kann teuer werden. Hier machen Sharing-Konzepte Sinn, um möglichst vielen Bewohnern die Möglichkeit zu bieten, ein solches Rad fahren zu können. Noch starten die Touren vom Lager der PIA am Dickswall, gesucht wird aber eine zentrale und für alle zugängliche Station im Quartier, die auch als Treffpunkt zum Austausch einlädt. Neue Ideen und freiwillige Fahrer und Fahrerinnen für die Rikscha können sich gerne beim PIA-Team unter E-Mail hbp-radprojekt@stadtdienste.de melden. Hendrik Konietzny

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Mit Erscheinen dieser Ausgabe hat am 25. Mai das Stadtradeln in der Metropole Ruhr begonnen. Auch Mülheim an der Ruhr ist bis zum 14. Juni dabei. Und dies war keineswegs sicher. Weil die Stadtverwaltung in diesem Jahr keine personellen Kapazitäten zur Organisation des Stadtradelns hat, wäre es beinahe ausgefallen. Da aber für viele Menschen in Mülheim diese Kampagne ein wichtiges Element für mehr Radfahrbewusstsein im Straßenverkehr und für aktiven Klimaschutz darstellt, haben wir als ADFC zusammen mit Parents for Future die ehrenamtliche Organisation in Absprache mit der Stadt kurzfristig nach Ostern übernommen. Die Stadt selber übernimmt die Anmeldegebühr beim RVR als regionaler Koordinator. Zusammen mit Parents for Future sind wir der Meinung, dass gerade jetzt mit dem Stadtradeln ein großartiges Zeichen für praktischen Klimaschutz vor Ort gesetzt werden kann! Die Schülerbewegung Fridays for Future zeigt, wie wichtig Klimaschutz ist und dass wir auch lokal und in unserem eigenen Leben agieren müssen. Die Aktion Stadtradeln bietet allen Teilnehmer*innen eine hervorragende Plattform, um für die aktive Nutzung des Rades gerade auch im Alltag zu werben. Mit der aktiven Teilnahme am Stadtradeln können wir alle wieder ein Zeichen für eine verstärkte Radmobilität und für den Schutz unseres Klimas setzen! Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtradeln.de/muelheim sowie auf unseren Social Media-Kanälen: Facebook: Mülheimer Stadtradeln 2019, Instagram: stadtradeln_muelheim_2019, Twitter: @Stadtradeln_MH Axel Hercher


Mülheim

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Interkulturelle Fahrradtouren Die Vielfalt der Kulturen, besondere religiöse Orte näher kennenlernen, dass möchte eine Veranstaltungsreihe des ADFC Oberhausen/Mülheim gemeinsam mit der Integrationsagentur der Caritas ermöglichen. Mit dem Fahrrad werden interessante Lebens- und Kulturorte besucht. Miteinander ins Gespräch kommen, Begegnung und Austausch suchen und neue Wege mit dem Fahrrad erfahren ist ein Ziel jeder Exkursion. Bereits Anfang Mai führte die erste Radtour zu jüdischer Kultur. In Essen wurden die Alte Synagoge und der jüdische Friedhof am Rand des Segeroth besichtigt. Mehrere Teilnehmende beabsichtigen jetzt, die Alte Synagoge mit ihrer Ausstellung zu jüdischer Kultur mit mehr Zeit nochmal zu besuchen. Besonders spannend war für alle Teilnehmenden die Führung über den jüdischen Friedhof durch die „jüdische Friedhofsexpertin“ und stellvertretende Leiterin der Alten Synagoge. Alte Synagoge in Essen

Foto: Doro Kleine-Möllhoff

Weitere Tourentermine mit Besichtigungen eines Klosters (13.07.) und einer Moschee (03.10.) sind geplant. Klaus Vohwinkel

DeinRadschloss jetzt auch zweimal in Mülheim In Mülheim sind rund 100 sichere Radabstellplätze entstanden, die das bestehende Angebot der Radstationen am Mülheimer und Styrumer Bahnhof ergänzen. Die DeinRadschloss-Abstellanlagen, die unter Koordination des VRR mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums in mehreren Ruhrgebietsstädten entstanden sind, können nach einer Online-Registrierung städteübergreifend reserviert und genutzt werden. Zugang bekommen die Kunden 24 Stunden über die Zugangselektronik, die mit den Kundendaten oder bequem per VRR-Abo-Ticket geöffnet werden kann. Besonders am Nordeingang des Mülheimer Hauptbahnhofes wird DeinRadschloss mit 72 Stellplätzen für Entlastung sorgen. Neben Fahrradständern auf zwei Etagen, sogenannte Doppelstockparker, gibt es auch Stellplätze für Sonderräder. Abschließbare Ladefächer für Akkus sollen das Angebot demnächst noch ergänzen. Eine Premiere im DeinRadschloss-Verbund feiert auch die Radstation-Styrum, die ebenfalls um die neue Zugangselektronik ergänzt wurde. Damit ist sie die erste Radstation bundesweit, die nun online buchbar und zugänglich ist. Besonders Mitar-


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Mülheim / Oberhausen

beiter der angrenzenden Firmen, die in Nachtschichten arbeiten, können von diesem neuen System profitieren. Preise und weitere Informationen unter www.dein-radschloss.de Hendrik Konietzny

Alter Vorstand gleich neuer Vorstand Satzungsgemäß fand am 5. April die Mitgliederversammlung 2019 in den Räumen der Starthilfe in der Hansastraße statt. Nach einem ausführlichen Bericht des Vorstandes für das zurückliegende Jahr wurden die Vorstandmitglieder für die nächsten zwei Jahre neu gewählt. Der alte Vorstand ist der neue Vorstand. Leider konnte die Position der ADFC-Sprecher*in für Mülheim a.d.R. erneut nicht besetzt werden, da sich keine Kandidat*innen zur Verfügung stellten. Der Verein ist finanziell sehr gut aufgestellt. Die Mitgliederzahl ist mittlerweile auf 820 gestiegen und die Aktiven hoffen, in den nächsten Jahren das 1.000ste Mitglied begrüßen zu können. Das konstante Wachstum ist erfreulich, trotzdem fehlt es für eine erfolgreiche Lobbyarbeit an aktiven Mitgliedern. Wer Interesse hat, bitte anrufen, mailen oder zu einem unserer Treffen kommen. Für Frauen besteht das Angebot, an einer der vielen Frauenradtouren teilzunehmen oder sich an Ursula Pörtner, Gudrun Fürtges oder Vera Bücker (Kontaktmöglichkeiten befinden sich auf der Homepage des ADFC OB/MH) zu wenden.

Erster geschützter Radfahrstreifen Wie kann bei zunehmender Verkehrsdichte gute Radverkehrsförderung gelingen? Der Fahrradklimatest des ADFC belegt, dass Radfahrende das Fahren im Mischverkehr immer weniger wollen, weil es zunehmend Konflikte mit Autofahrern gibt, die viel Stress auslösen. Schutzstreifen helfen nur, wenn die KFZ-Fahrer die Abstandregel von 1,5 m akzeptieren, was aber immer seltener der Fall ist. Deshalb fordern immer mehr Radfahrende mehr Sicherheit durch eine vom Autoverkehr getrennte Radverkehrsführung. Damit sind nicht die schadhaften und zu schmalen Bordsteinradwege gemeint, erst recht nicht der gemeinsame Geh- und Radweg mit dem hohen Konfliktpotential für Radfahrende und Fußgänger*innen. Gefordert wird mehr Verkehrsfläche auf der Fahrbahn, und zwar getrennt vom Autoverkehr. Die Oberhausener LINKE schlägt aktuell in der Bezirksvertretung für die Concordiastraße eine neue Verkehrsführung vor, die der ADFC voll und ganz unterstützt. Ausgangspunkt der Überlegung sind Knotenpunkte, in denen der Verkehr einspurig geführt wird: Concordia/FriedrichKarl-Straße; Concordia/Hansastraße und zukünftig Concordia/Bebelstraße. Zwischen den Knoten wird der Autoverkehr zweispurig geführt, von denen eine Spur nicht benötigt wird. Diese zweite, jetzt dem KFZ vorbehaltene Spur soll zukünftig Radfahrstreifen werden mit der Besonderheit, dass der Radfahrstreifen baulich vom KFZ-Verkehr getrennt wird. Im Fachjar-


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Oberhausen

gon wird diese Lösung „geschützter Fahrradstreifen“ genannt. Diese geschützten Fahrradstreifen werden gerade überall in Deutschland diskutiert und von vielen gesellschaftlichen Gruppen gefordert, weil sich der Fahrradanteil, so die Hoffnung, damit spürbar erhöhen lässt. Eine wichtige Voraussetzung für geschützte Radfahrstreifen ist an der Concordiastraße erfüllt: Es gibt keine Parkplätze am Fahrbahnrand. Der ADFC glaubt, dass die Oberhausener LINKE mit der Concordiastraße die optimale Straße für den ersten geschützten Radfahrstreifen gefunden haben, denn 1. dem Radverkehr wird ein attraktiver, breiter und sicherer Fahrweg zur Verfügung gestellt 2. die Fußgänger*innen bekommen auf voller Länge ihren Gehweg zurück 3. der KFZ-Verkehr kann unbehindert weiterfließen 4. es gehen keine Parkplätze verloren 5. es handelt sich um eine Hauptverkehrsachse mit hohem Radverkehrsaufkommen 6. die Maßnahme ist finanzierbar, weil kein Fahrbahnumbau nötig ist. Laut Antrag der LINKEN LISTE soll die Verwaltung beauftragt werden, eine UmConcordiastraße, Radweg benutzungspflichtig

setzung ihres Vorschlages zu prüfen. Auch wenn der Vorschlag von den Oberhausener LINKEN kommt, sollten alle Parteienvertreter*innen der Prüfung zustimmen können. Norbert Marißen

Testfall Bebelstraße Nachdem das Tiefbauamt der Stadt die Planung der Umgestaltung der Bebelstraße im letzten Jahr vorgelegt hatte, hagelte es in der Bezirksvertretung von den meisten Parteien Kritik. Nach den Plänen soll dem KFZ-Verkehr eine Fahrspur weggenommen werden, um dort einen Fahrradstreifen zu markieren und die Benutzungspflicht auf dem Gehweg aufzuheben. Viele Politiker sahen Sicherheitsprobleme für Radfahrende im Kreuzungsbereich Bebel-, Concordiastraße und befürchteten eine Schlechterstellung des KFZ-Verkehrs, da die Linksabbieger von der Bebel- in die Concordiastraße mit Stauzeiten zu rechnen hätten. In einer großen Diskussionsrunde im Januar 2019 mit auswärtigen Verkehrsexperten und dem ADFC-Landesvorsitzenden Thomas Semmelmann wurde der Vorlage der Verwaltung Korrektheit bescheinigt und zu ihr lediglich einige kleine Veränderungsvorschläge gemacht. Um die Staubefürchtungen


Oberhausen

besonders der SPD-Vertreter*innen auszuräumen, schlug die Verwaltung vor, die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in einer Probephase zu messen. Diese Probephase soll in den Monaten August bis Oktober 2019 stattfinden. In dieser Zeit würde die rechte Fahrbahn in beiden Richtungen für den KFZ-Verkehr gesperrt und der KFZVerkehr von der Roon- bis zur Concordiastraße einspurig geführt. Für die Umsetzung der Verwaltungspläne ist die Zustimmung der Bezirksverwaltung Alt-Oberhausen notwendig, die am 26. Juni 2019 eingeholt werden soll. Der ADFC befürwortet die dreimonatige Probezeit

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Bebelstraße: rechte Spur im Test gesperrt

und freut sich darüber, dass die Politik sich fachlich und ernsthaft mit dem Vorschlag auseinandersetzt. Norbert Marißen

2. Sieger beim Deutschen Fahrradpreis Die Stadt Oberhausen hat in der Kategorie Infrastruktur den 2. Platz des Deutschen Fahrradpreises 2019 belegt. Eine Fachjury würdigte damit das Projekt „Automatisierte Detektion an Lichtsignalanlagen“, im Volksmund “Grüne Welle für Radfahrer*innen“ genannt. Der 1. Preis ging mit dem „Regionalen Radwegeplan“ des RVR an ein Projekt, dem das Ruhrparlament allerdings erst noch zustimmen muss. Die Gewinner wurden am 13. Mai 2019 auf dem Nationalen Radverkehrskongress bekannt gegeben. Norbert Marissen


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Essen

Trassen-Disco für den Weiterbau des RS1 Nach den beiden Frühstück-Events, die der AK-BürgerRadweg im Essener Nordviertel auf der geplanten Trasse des Radschnellwegs RS1 im vergangenen Jahr veranstaltet hatte, legte er Anfang März mit einer höchst originellen und sogar von der Polizei ge­nehmigte Trassen-Disco auf der Altenessener Straße unter der Bahndamm-Brücke nach. Erneut galt es der Forderung an Stadt und Land für einen unverzüglichen Weiterbau des RS1 Nachdruck zu verleihen. Frank Rosinger, Ideengeber und maßgeblicher Mitorganisator der Pro-RS1-Demo dazu: „Wir sind das ewige Warten und Vertröstet werden leid. Angesichts des voranschrei­ tenden Klimawandels brauchen wir jetzt die Umsetzung wesentlicher Radverkehrsbau­steine für eine auch in Essen überfällige Verkehrswende und nicht RS1 Trassen-Disco am 8. März. Foto: Lutz Niemann

erst in fernen 6-8 Jahren!“ Kurzfristiges Ziel ist es, für den derzeit nicht abzuschätzenden Zeitraum bis zum tatsächlichen Bau auf dem vorhandenen Bahndamm eine provisorische Trasse anzulegen, um damit möglichst zügig die Voraussetzung für den zwingend notwenigen Bau einer Brücke über die Gladbecker Straße durch Straßen. NRW zu schaffen. Die Trassen-Disco im März war auch das Ziel der am selben Abend stattfindenden 101. Essener Critical Mass. Mit Musik und DiscoBeleuchtung wurde dann mit gut 100 Teil­ nehmer*innen auf der Altenessener Straße – übrigens eine „Fahrradstraße“ – auch richtig Stimmung gemacht. „Jetzt gilt es, nicht locker zu lassen und die Bremser in Rat und Verwaltung daran zu erinnern, dass es endlich voran gehen muss. Denn auch zur Luftverbesserung in der City, zur Entlastung der A40, zur Erreichung des Ziels von 25 % Radverkehr bis 2035 ist der schnelle Anschluss der 100 km-Trasse von Duisburg nach Hamm eine der sinnvollsten Maßnahmen", sagte Mitorganisatorin Claudia Harfst vom AK BürgerRadweg. Angesichts des nach wie vor bestehenden Nichtstuns von Politik und Verwaltung wird der AK BürgerRadweg auch weiterhin mit originellen Aktionen auf den bestehenden Missstand aufmerksam machen. Das nächste Event wird der „Trassen-Pingpong“ am 16. Juni 2019 von 12 bis 14 Uhr auf der geplanten RS1-Trasse zwischen MeyerSchwickerat-Straße und Universität sein, wo der Radweg bislang jäh als Sackgasse vor der Wiese endet. Jörg Brinkmann


Essen

Neues für Essens Radler*innen Vandalen beschädigen Baumaschinen Am Osterwochenende wurden die Scheiben der abgestellten Baumaschinen am Abzweig Zangenstraße/Kruppsche Ringbahn von Vandalen eingeschlagen. Die Maschinen wurden abgezogen und wann hier weitergebaut werden kann, ist leider ungewiss. Es ist außerordentlich frustrierend für alle beteiligten Mitarbeiter und letztlich natürlich auch für die Radfahrbegeisterten, dass hier die Arbeit auf diese Weise "gewürdigt" worden ist und die den Fortgang der Arbeiten für eine ungewisse Zeit unterbrechen wird.

Neue Elektro-Lastenräder zur Pflege und Kontrolle der Radwege Zur Pflege und Kontrolle des rund 300 Kilometer langen Radwegenetzes in Essen erhält das Projekt ESSEN.Neue Wege zum Wasser 3 neue Elektro-Lastenräder. Die Lastenräder verfügen über einen ausreichenden Elektroantrieb, sind robust gebaut und für den sicheren Transport von nützlichen Werkzeugen und Materialien mit einem Transportkasten ausgestattet. Während Kontrollfahrten der Projektmitarbeiter werden kleinere, aber notwendige Pflegearbeiten sofort durchgeführt. So werden beispielsweise in den Radweg gewachsene Sträucher kurzerhand zurückgeschnitten. Zudem kontrollieren sie die

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Beschilderung und protokollieren auch größere Schäden entlang der Routen. Diese Schäden werden dann möglichst durch das Projekt selbst oder durch eine entsprechend ausgerüstete Arbeitsgruppe beseitigt. Bereits 2015 war man mit 3 Elektro-Lastenrädern gestartet. Die damals angeschafften dreirädrigen Räder hatten sich jedoch als nicht ideal erwiesen und auch bei den Mitarbeitern für wenig Fahrfreude gesorgt, weshalb man jetzt auf einspurige Lastenräder vom Typ Bullitt umgestiegen ist.

Winterdienst auf der Rheinischen Bahn Ende Januar hat es in Essen (und in Mülheim) erstmals einen richtigen Winterdienst auf einem Radweg gegeben – allerdings auch nur auf dem zukünftigen RS1 zwischen Mülheim Hbf und der Stadtgrenze Essen und auch auf dem noch nicht dem RS1-Standard ent­sprechenden Teilstück des Radwegs Rheinische Bahn bis zum Essener Universi­tätspark. Leider hat Straßen. NRW als aus­führende Behörde jedoch nur besagten Radweg geräumt bzw. gestreut, nicht aber dessen Zuwege.

Zertifizierungen Fahrradfreundlicher Arbeitgeber Nachdem bereits die Hauptverwaltung der Ruhrbahn und das Hotel Franz in Essen erfolgreich zertifiziert wurden, konnten nun auch das Rathaus selber, die Allbau und auch die Firma druckpartner ihre Zertifizierung durch den ADFC erhalten. Weitere Informationen zum Thema unter: www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de Mirko Sehnke


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Essen

Zahl der Radverkehrsunfälle stark gestiegen Pedelecs in Essen weit unter Durchschnitt beteiligt Zunächst die positive Nachricht: Es hat 2018 nicht einen tödlich verunglückten Radfah­rer in Essen gegeben. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der Radverkehrsunfälle nahm gegenüber 2017 um 29 % zu. Damit liegt Essen weit über dem Landestrend in NRW mit einer Zunahme von 11,4 %, allerdings gab es auch in anderen Großstädten einen über­proportionalen Anstieg. In Zahlen ausgedrückt verunglückten in Essen 374 Radler*in­nen und damit 84 mehr als 2017. Das ist jedoch nicht die höchste Zahl, diese wurde 1982 mit 382 Fahrradunfällen registriert. Wie überhaupt die Unfallzahlen vor der Jahr­tausendwende regelmäßig die Zahl 300 überschritten – und das bei damals wesentlich geringerem Radverkehr im Vergleich zu heute. Kreuzung Weidkamp / Hülsmannstraße: Radlerfalle Straßenbahnschienen

Landesweit ist die Zahl verunglückter Pedelecfahrer*innen mit 61  % besonders stark gestie­gen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Radverkehrsunfälle liegt bei 11,1 %, wobei die insgesamt stark gestiege Anzahl von Pedelecs selbstverständlich in Relation gesetzt werden muss. Erneut liegt Essen hierbei nicht im Landestrend – diesmal aber im posi­tiven Sinne! Die Zahl verunfallter Pedelecfahrer*innen macht in Essen gerade einmal 4,8  % aller verunglückten Radler*in­nen aus. In Zahlen: 2018 sind hier 18 Elektroradfahrer*innen verunfallt, das sind gerade einmal zwei mehr als im Jahr zuvor. Selbstverständlich ist jede*r verun­ glückte Pedelecfahrer*in wie auch jede*r verunfallte Radler*in­einer zuviel. Zumindest in Es­ sen sollte man aber hinsichtlich der diesbezüglich landesweit ausgebrochenen Hysterie die Kirche im Dorf zu lassen.

Detailauswertung der Polizei Erstmals hat die Essener Polizei die stark gestiegene Zahl an Fahrradunfällen zum An­ lass genommen, diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Damit ist auch ein langjäh­ riger Wunsch des ADFC Essen erfüllt worden. Einer der Gründe für die 2018 in Essen stark angestiegenen Unfallzahlen ist dabei relativ einfach festzustellen – nämlich die überproportional lang anhaltende Schönwetterperiode und damit eine erheblich länger andauernde Radfahrsaison. Die dadurch steigende Zahl an Radfahrenden bewirkt lei­der auch steigende Unfallzahlen. Konsequenterweise müsste dies wiederum zur Folge haben, dass auch die Infrastruktur zum Radfahren entsprechend angepasst werden muss. Jeder in Essen Radelnde weiß aus eigener Erfahrung, dass es hieran ganz be­sonders hapert. Detaillierte Ausführung hierzu an dieser Stelle hieße allerdings, Eulen nach Athen zu tragen, in jeder Ausgabe der RAD im Pott ist dies irgendwie ein Thema.


Essen Die Detailauswertung der Polizei zeigt auf, dass sich die Fahrradunfälle relativ gleich­ mäßig über das Stadtgebiet verteilen. Es gibt allerdings zwei Unfallschwerpunkte, wobei der erste altbekannt ist: der Übergang des Ruhrtal-Radwegs über die Kreuzung Marie-Juchacz-Straße / Wuppertaler Straße im Stadtteil Rellinghausen. Als besonders gefähr­lich gilt hier seit halben Ewigkeiten der frei geführte Rechtsabbieger, was vom ADFC mindestens ebenso lange kritisiert wird. Abgesehen von ein paar kosmetischen Korrek­turen hat sich die Stadt bislang jeglichen Änderungen an dieser Stelle verweigert. Der ungestörte Fluss des Autoverkehrs gilt nach wie vor als das Maß aller Dinge. Mit 43 Unfällen und damit weitaus höher als bislang vermutet ragen die Fahrradunfälle auf Straßenbahnschienen heraus, das sind gut 11,5 %. In diesem Kontext steht auch der zweite Unfallschwerpunkt: die Kreuzung Weidkamp  /  Am Ellenbogen / Hülsmann­straße im Stadtteil Borbeck mit insgesamt 7 Unfällen. Besonders problematisch ist hier der Verlauf der abbiegenden Straßenbahn bzw. die Lage der Gleise dicht am Stra­ßenrand. Die Lösungs-

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vorschläge gehen von einer Verlagerung der hier entlang führen­den Hauptradroute (was aber erfahrungsgemäß in der Praxis kaum von Radfahrer*in­nen akzeptiert würde) bis hin zur Verlegung von Gummilippen in den Gleisrillen. Bei der von der Polizei durchgeführten Detailanalyse gibt es noch weitere Erkenntnisse, hier einige Beispiele: 8,4 % aller Fahrradunfälle passieren im Längsverkehr, was die der­zeit laufende Diskussion um mangelnden Abstand durch überholende Autofahrer zu­sätzlich befeuern dürfte. Knapp ein Viertel der Fahrradunfälle sind sogenannte Alleinun­fälle, bei den über 60jährigen Radler*in­nen sind es sogar gut ein Drittel. 17% aller Unfälle er­eignen sich in der Dämmerung bzw. Dunkelheit, wobei laut Polizei eine mangelhafte Beleuchtung kaum eine Rolle spielt. Bei der Altersstruktur sind 12,7 % der verunfallten Personen Senioren, 7 % Kinder; 70 % aller Verunfallten sind männlich, 30 % weiblich. Drogen und Alkoholkonsum spielten mit knapp 4 % nur eine untergeordnete Rolle. Fakt ist, die Unfallzahlen beim Radverkehr sind in Essen deutlich gestiegen. Daraus jetzt zu folgern (und die Zahlen liefern da-

Radwegübergang Marie-Juchacz-Straße: Seit vielen Jahren für Radler Unfallbrennpunkt


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Essen

für auch absolut keinen Anlass), dass den Radfahrenden weitere Restriktionen auferlegt werden müssten, ist bereits vom Ansatz her falsch. Wie anfänglich festgestellt, hat auch der Radverkehr in Essen deutlich zuge­ nommen. Diese beiden Entwicklungen müssen jetzt für die Stadt Anlass genug sein, wesentlich intensiver in sichere Radverkehrsanlagen zu investieren – vor allem für den bislang vernachlässigten Alltagsradverkehr. Die im Grünen Hauptstadtjahr propagierten Ziele bilden hierbei den Maßstab. An erster Stelle steht die zwingend notwendige Nord-Süd-Achse für den Radverkehr (Stichwort „Geschützte Radstreifen“). Mindestens eben­so wichtig ist die Beendigung der Blockade beim Radschnellweg RS1. Ansonsten gilt es schnellstmöglich die genannten Unfallschwerpunkte beim Radverkehr zu entschärfen. Kurz vor Druck dieser Ausgabe wurde bekannt, dass im Stadtteil Bochold am Fliegenbusch eine Radlerin bei einem Unfall mit einem Auto getötet wurde. Der exakte Unfallhergang ist noch nicht bekannt. Gesichert ist lediglich, dass der Unfall im Bereich eines der vielkritisierten, weil als äußerts gefährlich geltenden frei geführten Rechtsabbiegespuren passierte. Jörg Brinkmann

25 Jahre VUZ Das Verkehrs- und Umweltzentrum (kurz VUZ) ist die Geschäftsstelle sowie Ort für die Treffen der Essener Umwelt- und Verkehrsverbände – so auch für den ADFC Essen. In diesem Jahr kann das VUZ sein 25-jähriges Bestehen feiern. Die Idee für eine solche Institution stammt aus den 1980er Jahren. Lange Zeit wurde vergeblich nach geeigneten und vor allem bezahlbaren Räumlichkeiten ge-

sucht, 1993 kam von den Essener Grünen die Offerte, anlässlich eines Umbaus ihrer Geschäfts­ stelle in der Maxstraße die dadurch freiwerdenden Räumlichkeiten den Umweltverbän­den zur Verfügung zu stellen. Dies war bei den Verbänden zunächst nicht unumstritten, legen sie doch bis heute größten Wert auf ihre parteipolitische Neutralität. Mangels Alternative setzte sich jedoch schließlich Pragmatismus durch, allerdings nur unter der Vorgabe, die Räumlichkeiten so gut wie möglich zu trennen. Durch die ohnehin anste­ hende Renovierung konnte dies auch gewährleistet werden. Ein großer Vorteil war die Nähe zum Hauptbahnhof und die dadurch gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrs­ mitteln aus allen Stadtteilen Essens wie auch aus anderen Städten. Am 14. April 1994 erfolgte die offizielle Eröffnung durch die damalige Umweltdezernen­tin Eva-Maria Krüger. Die Veranstaltung fand im Rahmen eines kleinen Straßenfestes statt, für das man die Maxstraße sogar komplett für den Autoverkehr sperrte. Getragen wurde das VUZ seinerzeit maßgeblich durch die Verbände ADFC, BUND, EAU, Pro Bahn und VCD. Anfänglich gab es fünf Öffnungstage pro Woche, wobei eine Zeit lang sogar über externe Zuschüsse bezahlte Kräfte für das VUZ rekrutiert werden konnten. Seither erfolgt dies jedoch nur noch durch ehrenamtliche Kräfte, wobei angesichts der sinkenden Zahl der zur Verfügung stehenden Personen die Öffnungszeiten immer wei­ter eingeschränkt werden mussten. Ohnehin schien es für´s VUZ nach 2½ Jahren schon wieder vorbei zu sein, da die Grü­nen beabsichtigten, mit ihrer Geschäftsstelle umzuziehen. Alleine hätten die Umweltund Verkehrsverbände die Räumlichkeiten in der Maxstraße jedoch nicht finanzieren können. Daher musste nach neuen Partnern Ausschau gehalten werden, was mit dem Verband Pro Asyl auch tatsächlich gelang. Zwar erschien Pro Asyl hinsicht-


Essen lich seiner Aufgabenstellung zunächst nur wenig kompatibel mit den Umwelt- und Verkehrsverbän­den, aber durch die zuvor eingebaute Trennung der Räumlichkeiten konnte ein Agree­ment gefunden werden, mit dem beide Seiten gut klarkamen. Und so fand im Frühjahr 1997 quasi eine 2. Eröffnungsfeier statt. Vorteil der neuen Situ­ation war, dass jetzt das gesamte Erdgeschoss für die turnusmäßigen Treffen aller Ver­bände, aber auch für darüber hinaus gehende Veranstaltungen zur Verfügung stand. Natürlich musste die Nutzung immer sorgsam abgestimmt werden, was nach anfäng­lichen Problemen 14 Jahre lang relativ reibungslos funktioniert hat – bis Anfang 2011. Nach dem überraschenden Tod des Hauseigentümers, welcher das VUZ mittels einer für eine so zentrale Lage sehr moderat gestalteten Miete immer wohlwollend begleitet hatte, wurden die Verbände nach einigen Monaten der Unsicherheit mit der Tatsache konfrontiert, dass die neuen Eigentümer das Gebäude komplett sanieren und umbauen wollten.

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Das VUZ musste also raus und die Suche nach neuen Räumlichkeiten ging wieder los. Vom Immobilienunternehmen Allbau gab es schließlich das Angebot, ein leerstehendes Ladenlokal in der Nordcity in der Kopstadtpassage anzumieten. Es erfolgten Renovie­rung und Umzug, und Anfang 2012 fand dann im Rahmen des Neujahrsempfangs des „Runden UmweltTisches Essen“ (RUTE) die 3. Eröffnung statt. Offizielle Gesellschafter des VUZ waren jetzt nur noch ADFC, BUND und VCD. Pro Bahn zog nach Duisburg um und die zwischenzeitlich deutlich kleiner gewordene EAU zog sich gänzlich zurück. Inzwischen gibt es auch andere Verbände, welche die Räum­lichkeiten im VUZ nutzen, darunter der „Runde UmweltTisch Essen“ (RUTE), der aktuell ebenfalls sein 25-jähriges Bestehen feiert, sowie die „Mobilität~Werk~Stadt“ (MWS). Seit jüngstem ist das VUZ auch Treffpunkt für den „AK BürgerRadweg“, welcher sich maßgeblich um die Fortsetzung des momentan in Essen blockierten Baus des Rad­schnellwegs RS1 bemüht.

14. April 1994 offizielle Eröffnung des VUZ durch Umweltdezernentin Eva-Maria Krüger


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Essen / Gladbeck

Die bereits zuvor beschriebenen Probleme mit der personellen Besetzung haben dazu geführt, dass das VUZ nur noch an zwei Nachmittagen pro Woche offiziell geöffnet hat. Dass dies überhaupt klappt, ist letztlich nur einer einzigen Person zu verdanken, näm­lich Rüdiger Sang vom ADFC, der hier eisern Präsenz zeigt. Offizieller Geschäftsführer des VUZ ist seit etlichen Jahren Thomas Riechmann. Trotz der genannten Wermuts­tropfen bleibt das VUZ aber auch weiterhin eine wichtige Institution für die Umwelt- und Verkehrsverbände in Essen. Hoffen wir, dass es noch möglichst lange Bestand hat.

Mitglie­derzahl die magische 1000er-Marke überschreiten. Ute Möller aus Essen-Schönebeck war gemeinsam mit ihrem Mann Thomas auf der Essener Fahrradmesse in den ADFC eingetreten. Als 1.000stes Mitglied wurden beide während des Radlertreffens Anfang Mai von den beiden Vorsitzenden Jörg Althoff und Mirko Sehnke entsprechend offiziell begrüßt. Bei dieser Gelegenheit erhielten sie als kleines Dankeschön das neue Kar­tenset mit den „radrevier.ruhr“-Touren. Jörg Brinkmann

Essen begrüßt 1000. Mitglied

Was wird aus dem Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet?

Der ADFC Essen wird in diesem Frühjahr 35 Jahre alt. Zunächst als Ortsverband des Bezirksvereins Dortmund firmierend, erfolgte acht Jahre später die Umwandlung zum weitgehend autark agierenden Kreisverband des ADFC. Gab es bei seiner Gründung im Jahr 1984 gerade einmal 22 Mitglieder in Essen, waren es 1992 immerhin schon gut 200. Justement zu seinem 35. Geburtstag konnte nun der ADFC Essen bei der Begrüßung des 1000. Mitglieds des ADFC in Essen durch Mirko Sehnke (links) und Jörg Althoff (rechts); in der Mitte Ute und Thomas Möller.

In der letzten Ausgabe haben wir berichtet, dass der gesamte RSMR (Gladbeck – Bottrop –Essen) fast auf der Kippe stand, weil sich die Stadt Bottrop und der RVR nicht auf den Routenverlauf einigen konnten. Weil der RVR im Alleingang eine Zustimmung zu seiner Routenführung über die stark befahrene Gladbecker Straße in Bottrop zu erlangen suchte, gab es Proteste aus Bottrop, aber auch Schreiben des ADFC Gladbeck und der CDU Gladbeck an Verkehrsminister Wüst. Am 10. Januar 2019 fand dann in Düsseldorf im Ministerium ein Gespräch der Beteiligten RVR, der Städte Essen, Bottrop und Gladbeck statt. Dabei wurde folgendes vereinbart: Der RS zwischen Bottrop und Essen sowie in Gladbeck bis zur Stadtgrenze Bottrop wird zeitgleich


Gladbeck in Angriff genommen. In Bottrop wird es eine „Vorrangroute“ geben, die zu 75 % vom Land gefördert werden könne (statt 85% beim RS). Als Vorrangroute sei sowohl die RAG-Hafenbahntrasse als auch eine Wegeführung über Straßen förderfähig. Als der ADFC Gladbeck sich zu diesem Kompromiss, anders als die politischen Akteure, skeptisch äußerte, da er bezweifelte, dass die Stadt Bottrop als nun einziger Entscheidungsträger über das Schicksal der Verbindung in Bottrop beide Wegevarianten realisieren wolle, wobei die Wegeführung durch Nebenstraßen bzw. entlang des Emscherbachs Kirchschemmsbach über den schon existenten Fuß- und Radweg als schnelle Verbindung für Gladbecker*nnen nach Essen völlig unattraktiv ist, geschah etwas Ungewöhnliches: Der Gladbecker SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende in Gladbeck Michael Hübner bat den ADFC um ein Gespräch. Selbstverständlich wurde das Angebot angenommen, besonders als klar war, dass auch aus Foto: Rathaus Bottrop

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Bottrop der dortige SPD-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thomas Göddertz daran teilnehmen wollte. Am 27. Februar trafen sich die beiden Politiker aus Gladbeck und Bottrop dann mit den Vertreter*innen des ADFC aus Gladbeck und Bottrop. Das Gespräch war konstruktiv, denn es stellte sich heraus, dass die beiden Politiker den Wunsch des ADFC nach einer Priorisierung der RAG-Trasse unterstützten. Göddertz sagte zu, die baldige Inangriffnahme der RAG-Trasse in Fraktion und Rat auf den Weg bringen zu wollen. Hübner wies auf die Vorteile der RAG-Trasse aus Gladbecker Sicht hin, da sie auch den Gladbecker Süden und darüber hinaus GEHorst an den Radschnellweg nach Essen anbinde, wenn auch die entsprechende Bahn-Trassen-Anbindung gebaut wird. Damit entsprachen die beiden der ADFC-Forderung nach Ausbau der RAG-Trasse, den sie als erstes in die öffentliche Diskussion gebracht hatten. Ein Wermutstropfen ist nur die Breite, die noch offen ist, aber auf jedem Fall unter den 4 m + 2,50 m Fußweg des RS-Standards liegen wird. Eine Asphaltierung sagte Göddertz zu. Als zusätzlicher Weg direkt in die Innenstadt soll der vorhandene City-trail am Kirchschemmsbach ausgebaut werden. Da dort nur wenig Platz ist, wird das nicht allzu viel bringen, aber immerhin soll es an einigen Nebenstraßen-Kreuzungen einen Vorrang für Fahrräder geben. Details sind aber noch nicht festgelegt. Für den Gladbecker Bereich des RS sagte Hübner zu, sich mit dafür einzusetzen, dass nicht, wie im bisherigen Plan vorgesehen, der RS ab Ellinghorst über die Bottroper Straße geführt wird, sondern sie nur kreuzt, und weiter auf der Hafenbahntrasse verläuft. Aus Gladbecker ADFC-Sicht ist die Zusage des Vorrangs der RAG-Trasse entscheidend, die allerdings in Bottrop noch von der SPDFraktion und den politischen Gremien beschlossen werden muss. Vera Bücker


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Gladbeck

Kumpel-Ampel bremst Radfahrende aus In den letzten Monaten wurde in Gladbeck beschlossen, zur Ehre des Bergbaus an einigen Stellen in Ampeln einen „Kumpel“ zu installieren. Eine der umgerüsteten Ampeln befindet sich an der Querung der Busspur an der Kreuzung Horster Straße / Wilhelmstraße Richtung Fußgängerzone. Bei dieser grundsätzlich netten Idee der „Kumpel-Ampel“ bleiben allerdings die Radfahrenden auf der Strecke: Wenn sie von der Horster Straße in die Innenstadt fahren wollen, dürfen sie, vom Bordsteinradweg

der Horster Straße kommend, die ersten beiden Ampeln der Wilhelmstraße Foto: Kumpel-Ampel Horster Str. fahrend überqueren, denn die Ampeln zeigen eiir der nen Fußgänger und ein Fahrrad.WAn aten berein „Kumpel-Ampel“ ist allerdings nur Fuße! Sie gernaber gänger, eben der Kumpel, W zu ir sehen, kein Rad. beraten Neu und irritierend ist ebenfalls ! neSchild rdas Sie gewar „Nur für Fußgänger“. Bislang der untere Teil der Horster Straße immer für starker den Radverkehr geöffnet,Ihr und er ist nach Partner für's den Planungen der Stadt Zweirad sogar ihr Favoin rit für den vom regionalen Radwegeplan Gladbeck-Zweckel

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Gladbeck des RVR vorgesehenen Radschnellweg (!) nach Gelsenkirchen. Und nun sollen Radfahrer*innen dort schieben?! Das wirft die Frage auf: Sollen die Radfahrenden zur Missachtung der StVO animiert werden? Oder sieht so neuerdings die Radfahrförderung an einer Rad-Hauptachse in Gladbeck aus, die die Radler*innen vom Fahrrad holt? Vera Bücker

Fehlende Markierungen auf Hauptachse Vor einigen Wochen wurde die Postallee wegen Rohrarbeiten gesperrt und aufgerissen, hat aber inzwischen auf dem entsprechenden Abschnitt wieder eine funkel-

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Neue Fahrradständer für die Innenstadt Im Ratsausschuss im März wurde die Anbringung von 120 Radabstellplätzen in der Innenstadt beschlossen. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung erfuhr der ADFC, dass es sich dabei um Bügel handelt, an die jeweils ein Fahrrad angeschlossen werden soll. Damit geht die Stadt erfreulicherweise auf eine Forderung des ADFC ein, der darauf hingewiesen hatte, dass die bisher nach dem Umbau aufgestellten neuen Bügel für 2 Räder nur von einem Rad genutzt werden können. Allerdings bleibt unklar, ob die Anzahl an Radständern, die vor Beginn der Baumaßnahmen in der Innenstadt vor einigen Jahren vorhanden waren, wieder erreicht oder gar übertroffen wird. Auf jeden Fall sind es deutlich mehr als bisher und damit handelt es sich um einen Schritt in die richtige Richtung. Ob es genug sein werden, wird die Zukunft zeigen, und es ist zu hoffen, dass die Politik bereit sein wird, falls nötig nachzubessern. Vera Bücker Foto: Radständer Citycenter voll Jan 18

Foto: Postallee ohne Radmarkierungen

nagelneue Asphaltdecke. Allerdings sind dabei die vorher vorhandenen Markierungen für den Fahrradstreifen abhandengekommen. Das ist umso nachlässiger als die Stadtverwaltung seit Jahren darum ringt, dass die Radfahrenden den Radstreifen benutzen statt des daneben existierenden alten Bordsteinradwegs. Nun aber lädt sie die Radfahrer*innen durch die fehlende Markierung geradezu ein, genau diesen zu benutzen und die Straße zu meiden. Der ADFC fragt sich, ob so konsequente Radförderung aussieht? Vera Bücker


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Termine / Radtouren

Regelmäßige Termine Essen • Radler-Stammtisch: jeweils dienstags ab 18 Uhr, Radmosphäre, Uferpromenade 1 (Niederfeldsee / RS1) • Aktiventreff an jedem 1. Freitag eines Mo­ nats, 19:30 Uhr in der Geschäftsstelle

Oberhausen/Mülheim •  Radler-Treff in den Start­hilfe-Räumen im Bürgerzentrum Altenberg: Aktiventreff jeden 1. Freitag im Monat ab 19 Uhr. • Offenes ADFC-Treffen in geselliger Runde in Oberhausen für Mitglieder und Interessierte an jedem 3. Dienstag im Monat ab 18 Uhr im Cafe Restaurant M am OTHC Vereinsgelände Arenastraße 3 (neben der Arena in der Nähe des Gasometers). • Radler-Treff Mülheim: in der Regel jeden 3. Donnerstag im Monat ab 18 Uhr Info unter www.adfc.de/muelheim

Gladbeck • ADFC-Treff an jedem 3. Mittwoch in den ungeraden Monaten (außer Januar und Juli). Wegen wechselnder Örtlichkeiten auf der Homepage nachschauen oder nachfragen unter adfcgla@email.de

Duisburg • Radler-Treff West: jeweils am 2. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum der Ev. Kirche in Homberg-Hochheide, Kirchstraße 109 • AG Verkehr an jedem 2. Montag eines Mo­ nats, 19:30 Uhr im Infoladen • AG ÖPNV an jedem 3. Dienstag im Monat, 19 Uhr im Infoladen • Aktiventreff an jedem 4.  Dienstag eines Mo­nats, 19:30 Uhr im Infoladen • FahrRadio – das aktuelle Radmagazin des ADFC am 3. Sonntag im Monat ab 20:04 Uhr bei Radio Duisburg, auch im Internet unter http://buergerfunk-duisburg.podspot.de/?s=adfc

Hinweise zu den Radtouren Das gemeinsame Erleben der Natur, Kultur und der Spaß am Radfahren stehen bei unseren geführten Touren im Vordergrund. Ihr Rad muss für die ausgewählte Tour geeignet sein und der StraßenverkehrsZulassungs-Ordnung entsprechen. Sie benötigen ausreichend Getränke, Verpflegung, Kleingeld sowie Regenbekleidung und Flickzeug. Eine Anmeldung ist für ADFC-Radtouren in der Regel nicht notwendig. Kommen Sie bitte pünktlich zum Startpunkt. Bei schlechten Wetterverhältnissen kann eine Tour auch einmal ausfallen. Veranstalter und Tourenleiter haf­ten nicht gegenüber Teilnehmern oder Dritten für in Folge der Tour entstandene Schäden. Die Geschwindigkeit richtet sich grundsätzlich nach den Langsameren. Die genannten Schwie­rigkeitsstufen und die ungefähren Strecken­län­ gen bezogen auf den 1. Startpunkt sollten jedoch berücksichtigt werden. Kinder dürfen nur in Begleitung Erziehungsbe­ rechtigter mitfahren. Bei Jugendlichen über 14 Jahre muss eine schriftliche Einverständniserklä­ rung eines Erziehungsberechtigten vorliegen. Der Tourenleitung bleibt es auf jeden Fall vorbehalten, Personen von der Teilnahme an der Radtour auszuschließen. Für ADFC-Touren fällt in der Regel für Nicht-ADFCMitglieder ein Tourenbeitrag zwischen 1,50 € und 3 € an. Wird von Teilnehmern ein Zusatzbeitrag bzw. eine Gebühr für die Tour verlangt, so ist dies entsprechend vermerkt. Die Teilnehmer bezahlen zum Beispiel den Eintritt in ein Mu­seum oder die Benutzung der Bahn selbst. Fragen zur Tour beantwortet der/die jeweilige Leiter*in. Weitere Toureninfos finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Kreisverbände. für Ungeübte und Familien mit Kindern geeignet, vorwiegend eben für weniger Geübte geeignet, teilweise hügelig gute bis sehr gute Kondition erforderlich, starke Steigungen möglich, sportliche Fahrweise kinderfreundlich, steigungs- und verkehrsarm Mountainbikeroute, gute bis sehr gute Kondition erforderlich, sportliche Tour


Radtouren Aktuelle Tourentermine und weitere Informationen zu den Touren unter www.adfc-nrw.de/gefuehrteradtouren-in-nrw.html Di. 18.06.19 Mülheim 60 km Entdeckertouren im Pott

Radfahren, Sightseeing und dabei etwas über die Orte entlang der Strecke erfahren. Motto: Die Emscher, ein Fluss wie kein anderer! Wir besichtigen das neue fast 40m tiefe Pumpwerk in Bottrop und informieren uns über den Umbau des Emschersystems – eines der größten Infrastrukturmaßnahmen Europas. Anschließend fahren wir zum Nordsternpark. Anmeldung erforderlich! Rückkehr zwischen 17 und 18 Uhr, ca. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 9:15 Uhr

Do. 20.06.19 Duisburg 120 km Schloss Lembeck

Das barocke Wasserschloss aus dem 17./18. Jahrhundert. Walsum - Dinslaken - Tenderingsee Drevenack - Schloss Lembeck - Dorsten - Testerberge – Walsum. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Georg Gehring  0203-473315 DU-Walsum, Bezirksamt, 8:30 Uhr DIN-Zentrum, Am Neutorplatz, 9 Uhr

Do. 20.06.19

Essen Orsoy

70 km

Rundtour über die Talroute und die HOAGTrasse zum Rhein hinüber nach Orsoy. Zurück entlang des Rheins und der Ruhr. Fähre 2 €, sportlich (19-21 km/h) ADFC-Tourenleiter Andreas Wilke  0201-413221

E-Rüttenscheid, Vorplatz Grugahalle, 10 Uhr

So. 23.06.19 Oberhausen 50 km Sechs-Seen Platte

Nach Oberhausen, über Styrum zur Schleuse Raffelberg, entlang der Regattabahn. Zurück über Entenfang, Schloss Broich. Einkehr vorgesehen. Verkehrsarme Streckenführung. Geschwindigkeit 15-17 km/h

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Regelmäßig stattfindende Tourenangebote donnerstags ganzjährig Treffpunkt Rad DuisburgSüd

mittwochs & freitags ganzjährig Treffpunkt Rad DU-Nord, mittleres Tempo, mehr als 60 km

Die Teilnehmer bestimmen die Route selbst. Der ADFC stellt keinen Tourenleiter.  Ansprechpartner: Reiner Wilms (0203) 75 11 13 und Herbert Neuhaus (0203) 6 16 88  Start: Duisburg-Neudorf-Süd, Margareten­straße, Schwimmstadion, 14 Uhr Die Teilnehmer bestimmen die Route selbst. Der ADFC stellt keinen Tourenleiter.  Ansprechpartner: Hugo Barkhof (0203) 5 18 53 48  Ansprechpartner: Helmut Lutomski (0203) 58 71 26  Start: Duisburg-Neumühl, Iltis­park, Kleingartenverein „Gut Grün Bergbau e.V.“, Vereinshaus, Mi. 10 Uhr, Fr. 10 Uhr

Jeden ersten Montag im Monat Feierabendtour

Die Teilnehmer bestimmen die Route selbst. Nicht bei Dauerregen. Länge ca. 20 km.  ADFC-Tou­renleiter Norbert Marißen (02043) 3 99 39  Start: Gladbeck, Willy-BrandtPlatz, 18 Uhr

Jeden ersten Dienstag im Monat von Mai bis September ADFC Pedalo-Treff Essen

Mal bergig, mal flach - ganztägige Touren flott und zügig gefahren, gute Kondition erforderlich. 70 - 90 km, 5 - 7 Std.  ADFC-Tou­renleiter Andreas Wilke (0201) 41 32 21  Start: Essen-Schönebeck, Radweg Rheinische Bahn / Brücke an der Böhmerstrasse, 10:30 Uhr

Am zweiten Sonntag in jedem geraden Monat Liegeradtreff Duisburg

InteressentInnen können Liegeräder unter Anleitung aus­pro­bie­ren. Danach geht’s nach Absprache auf Tour.  ADFC-Tou­renleiter Uwe Schnell (0203) 34 35 29  Start: Duisburg, Le­bensretterbrunnen, Königstraße/ Düsseldorfer Straße, 11 Uhr


Radtouren

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ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 OB-Sterkrade, Bahnhof, 9:30 Uhr OB, Hauptbahnhof, 10 Uhr MH-Styrum, Bahnhof, 10:25 Uhr

Mo. 24.06.19 Oberhausen 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 OB, Hauptbahnhof, Standuhr, 18:30 Uhr

Do. 27.06.19 Mülheim 30 km Genussradeln am Abend

Gemütliche Radtour am Abend und dabei ein bisschen Sightseeing. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 18 Uhr

Sa. 29.06.19 Essen Extraschicht

40 km

Zu einigen Veranstaltungs-Standorten der „Nacht der Industriekultur“. Eintrittskarten erforderlich. Dauer ca. 5-6 Stunden ADFC-Tourenleiter Rüdiger Sang  0201-273326 E-Altenessen, Zeche Carl, 20 Uhr

So. 30.06.19 Duisburg 125 km Hariksee

Um den Elfrather See und an den Niepkuhlen entlang nach St. Tönis. Auf der Bahntrasse und über die Süchtelner Höhen zum Hariksee. Pause mit Möglichkeit zur Bootsfahrt. Zurück über Dülken mit Rückfahrtmöglichkeit ab Viersen Bhf, oder über Linn und Uerdingen. 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Helmut Mahrt  0151-41259426 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 8:41 Uhr DU-Rheinhausen, Bahnhof, Fahrradboxen, 9:15 Uhr

Sa. 06.07.19 Duisburg 110 km Xanten

Gemütlich an den Niederrhein über Ruhrort, Baerl, Rheinberg ins verträumte Xanten und zurück. Ab Xanten Rückfahrt per Bahn möglich. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Karl-Aug. Schwarthans  01525-1039321 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 9 Uhr

So. 07.07.19 Duisburg 90 km Venlo und zurück

Hinfahrt über Kempen und die Krickenbecker Seen nach Venlo. Die Rückfahrt verläuft etwas anders, ab Kempen ist der Kursverlauf identisch. Die Rückkehr zwischen 18 und 19 Uhr. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiterin Karin Hanske  0177-3107965 DU-Rheinhausen, Bonnacker 64, (Mühle), 8:30 Uhr

So. 07.07.19 Oberhausen 55 km Lippefähre „Quertreiber“

Von Sterkrade führt die Route über Zeche Lohberg, nach Hünxe, Drevenack, dann Übersetzen mit der Lippefähre Quertreiber. Rückweg zum Tenderingsee nach Dinslaken. Geschwindigkeit 15-17 km/h, gute Kondition erforderlich. ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 OB-Sterkrade, Bahnhof, 10 Uhr

So. 07.07.19 Essen 40 km Baustellen SüdSüdOst

Baustellenradtour SüdSüdOst mit Umwelt-, Sportund Baudezernentin Simone Raskob und Bau- und Verkehrsausschussvorsitzendem Rolf Fliß. Dauer ca. 4h EFI-Tourenleiter Rolf Fliß  0201-421802 E-City, Willy-Brandt-Platz, 11 Uhr

So. 07.07.19 Duisburg 18 km Duisburg mit anderen Augen

Der Duisburger Norden – wir erkunden auf einer Rund-Tour einen für viele unbekannten Fleck dieser Stadt. Ziele: in Beeck der Oberhof, in Bruckhausen eine alte Moschee und das Thyssengelände, in Marxloh die Merkez Moschee, der Petershof und „Marxloh inside“, in Hamborn die Jupp Kolonie und die Abtei Hamborn. Die grünen Zonen: den Grünen Pfad, die Alte Emscher, den Schwelgernpark, den Grüngürtel Duisburg-Nord, die Wolfsbahntrasse, den Stadtwald Hamborn und als Endpunkt den Landschaftspark Nord. Mit kurzen Vorträgen. ca. 4 h., Anmeldung erforderlich: beatrix_peschke@web. de. 6 €, für ADFC-Mitglieder ermäßigt 3 €, < 15 km/h ADFC-Tourenleiterin Barbara Aldag  0172-2060618 DU-Obermeiderich, Lapa Nord, Emscherstr. 71, 13 Uhr

So. 07.07.19 Essen 15 km Paulus-Quartier Huttrop

Führung über die Baustelle der neuen RWE-Zentrale. Auf dem Weg übers Hangetal nach Frillendorf, Kray


Radtouren

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und Steele sind weitere Beispiele des Strukturwandels zu sehen. Am Ziel im ebenfalls umgewandelten Paulus-Quartier hält Pfarrer Steffen Hunder die abschließende Andacht. ADFC-Tourenleiter H. von dem Bussche  0201-4309249 E-City, Willy-Brandt-Platz, 15 Uhr

dem Springorum Radweg. Der Rückweg kann vom HBF Bochum mit der Bahn erfolgen. Anmeldung erforderlich bis 06.07.19: Doro Kleine-Möllhoff, Caritas, Tel.: 0208/960 26 97 ADFC-Tourenleiter Klaus Vohwinkel  0208-6949508 MH, Radstation am Hauptbahnhof, 09:30 Uhr

Mo. 08.07.19 Mülheim 40 km Feierabendtour

Sa. 13.07.19 Duisburg 75 km Liebliches Angerbachtal

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 MH-Hauptbahnhof, Radstation, 18:30 Uhr

Mi. 10.07.19 Mülheim 10 km 3. Interkulturelle Frauenradtour

Dieses Angebot ist offen für jede Frau, auch für Radanfängerinnen mit wenig Erfahrung. Wir treffen uns einmal im Monat am Hauptbahnhof zu kleinen, feinen Touren. Es geht mal ein Stück über den Radschnellweg, mal hinüber nach Styrum oder Saarn, ins Rumbachtal und dann in weitere Stadtteile innerhalb von Mülheim. Auf jeden Fall immer in gemütlichem Tempo (10-12 km/h) und mit einem Picknick bzw. einer Kaffee- oder Teepause unterwegs oder gegen Ende der Tour! ADFC-Tourenleiterin Gudrun Fürtges  0208-9605991 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 16:30 Uhr

Do. 11.07.19 Mülheim 60 km Entdeckertouren im Pott

Radfahren, Sightseeing und dabei etwas über die Orte entlang der Strecke erfahren. Gemütlich zum Töppersee und anschließend besuchen wir die Bergbausammlung in Rheinhausen (Eintritt frei). Rückkehr gegen 17 Uhr, ca. 15 km/h. ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 10 Uhr

Sa. 13.07.19 Mülheim 72 km Interkulturelle Fahrradtour

Einen Einblick in christliche Kultur will diese Radtour vermitteln. Auf verkehrsarmen Wegen fahren wir zum Zisterzienserkloster nach Bochum-Stiepel. Während einer einstündigen Führung durch Kirche und Kloster wird auch ein Einblick in die Lebensweise der Mönche vor Ort gegeben. 12 km/h, 150 Hm vom Ruhrtalradweg nach Stiepel weitgehend auf

Über Angermund und Lintorf zum Angerbachtal. Vorbei an Auermühle und Hofermühle nach Wülfrath. Auf dem Panoramaradweg Niederbergbahn zum Ruhrtal nach Essen Kettwig, durch den DuisburgMülheimer Wald zurück. ca. 600 Hm, 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Andreas Brado  0173-8589496 DU-Wedau - Jugendherberge, Kruppstr. 9, 10 Uhr

So. 14.07.19 Oberhausen 55 km Bauerncafé Heesenhof

Über die HOAG-Trasse nach Walsum. Mit der Fähre über den Rhein nach Orsoy zum Bauerncafé Heesenhof. Zurück geht es über Ruhrort zum RheinHerne-Kanal. Einkehr vorgesehen. 15-17 Km/h ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 OB-Sterkrade, Bahnhof, 10 Uhr

Do. 18.07.19 Mülheim 30 km Genussradeln am Abend

Gemütliche Radtour am Abend und dabei ein bisschen Sightseeing. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Klaus Vohwinkel  0208-6949508 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 18 Uhr Interkulturelle Fahrradtour

Foto: Doro Kleine-Möllhoff


Radtouren

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Sa. 20.07.19 Duisburg 200 km Overniter bei den Nachbarn

Übernachtungstour mit Zelt, Schlafsack und Selbstverpflegung nach Holland. Ab Wesel an der Issel entlang. Wir sehen unterwegs das Schloß Anholt und fahren dann auf holländischer Seite weiter am Fluß, der dort Oude Ijssel heißt. Übernachtet wird auf einem kleinen Bauerncampingplatz. Am zweiten Tag über Zevenaar auf die linke Rheinseite und weitgehend auf dem Fernradweg D8 zurück. Anmeldung erforderlich, bei zu schlechtem Wetter wird der Termin verlegt. 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Dieter Ossenberg  0203-445103 DU-Obermeiderich, Lapa Nord, Emscherstr. 71, 9 Uhr

So. 21.07.19 Duisburg 120 km Kevelaer

Stadt der Kirchen, Kapellen und Wallfahrten: Dinslaken - Walsum - Rheinberg - Arcen (NL) Kevelaer - Alpen - Rheinberg – Walsum, ca. 3,50 € für 2x Fähre, 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Georg Gehring  0203-473315 Dinslaken-Zentrum, Am Neutorplatz, 8 Uhr DU-Walsum Bezirksamt, 8:30 Uhr

JUG END ! FA H R R A D ! FESTIVAL! HAMBURG 2.8.-4.8.

2019

J U FA F E .D E

So. 21.07.19 Duisburg 95 km Auf zu ‘ner „Runden Sache“ …

...nach Arcen/NL. Das bekannte PannenkoekenSpecialiteiten-Restaurant „De Bosrand“ bietet 85 traditionell gebackene Pfannkuchen an. Moers Wachtendonk - Arcen - Straelen - Moers. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Arno Bürkle  0157-34887054 MO, Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 9-11, 9 Uhr Neukirchen-Vluyn (Rathaus) , 9:25 Uhr

Mo. 22.07.19 Oberhausen 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 OB-Hauptbahnhof, Standuhr, 18:30 Uhr

Do. 25.07.19 Mülheim 65 km Entdeckertouren im Pott

Radfahren, Sightseeing und dabei etwas über die Orte entlang der Strecke erfahren. Diese gemütliche Tagestour führt über weitgehend autofreie Wege von MH über Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Oberhausen zurück nach MH. Einkehr ist vorgesehen. Rückkehr 17 – 18 Uhr, ca. 15 km/h. ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 10 Uhr

Sa. 27.07.19 Duisburg 40 km Kurze Runde am Vormittag

Gemütliche 2,5-Stunden-Runde am Samstagmorgen über Wedau, Selbeck, Oberhausen. 15-18 km/h. ADFC-Tourenleiter Karl-Aug. Schwarthans  01525-1039321 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 10 Uhr

So. 28.07.19 Essen Phoenixsee

70 km

Über die Trassen der Springorumbahn und des Rheinischen Esels nach Dortmund zum Phönixsee. Rückfahrt per Bahn, sportlich 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Andreas Wilke  0201-413221 E-Rüttenscheid, Vorplatz Grugahalle,10 Uhr

So. 28.07.19 Essen 25 km Wasserspielplatz Mülheim

Über den RS1 zum Wasserspielplatz am HBF Mülheim. Dort ist eine längere Spielpause vorgesehen. Zurück


Radtouren zum Startpunkt. Für Kinder (bis 14 Jahren) geeignet. ADFC-Tourenleiter Wolfgang Klatt  0201-80098224 E-City Nord, Eiscafé LaLuna, 10 Uhr

Do. 01.08.19 Mülheim 30 km Genussradeln am Abend

Gemütliche Radtour am Abend und dabei ein bisschen Sightseeing. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 18 Uhr

Sa. 03.08.19 MH/OB 80 km Hart-aber-Herzlich-Tour

Auf einsamen Wegen zur Gruga – Zornige Ameise – Essen-Überruhr – Essen-Byfang – Deile – EssenKupferdreh – Priehlbachtal, weiter über Zechenweg, Velbert, Panormaradweg-Niederbergbahn bis Kettwig und durch das Ruhrtal zurück. Die Tour weist starke Steigungen auf, entschädigt aber mit schönen Aussichten. Einkehr geplant. ADFC-Tourenleiter Christian Hackler  0151-51144371 OB, Hauptbahnhof, Standuhr, 9:30 Uhr MH-Styrum, Radstation, 10 Uhr

So.  04.08.19 Duisburg 80  km Wo Seen bunte Namen tragen

Abseits vom Blauen See und Schwarzen See, umgeben vom Grünen See und Silbersee, liegt der Erholungspark Volkardey. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Horst Rayen  02066-13722 MO, Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 9-11, 9 Uhr DU-Hochfeld, Rheinpark, Ziegenpeter, 9:45 Uhr

So. 04.08.19 Oberhausen 55 km Blauer See Dorsten

Von Sterkrade zum Heidhofsee, Golfplatz Kirchhellen, über Tillissensee zum Blauen See. Über Dorsten, Kirchhellen zurück. Geschwindigkeit 15-17 km/h ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 OB-Sterkrade, Bahnhof, 10 Uhr

So. 04.08.19 Essen Straußenfarm

50 km

Pause auf der Straußenfarm mit Spezialitäten vom Strauß oder Kuchen. Über Straußenfarm, Sternwarte Essen, Halbachhammer, Wildgatter Heissiwald, zur Radmosphäre am Niederfeldsee und zurück. 500 Hm. ADFC-Tourenleiter Wolfgang Klatt  0201-80098224 E-City Nord, Eiscafé LaLuna, 10 Uhr

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So. 04.08.19 Essen 20 km Gnadenkirche (Dellwig)

Entlang der Berne nach Altenessen, wo sich neue Flächennutzungen zeigen, zur Emscher, die ebenfalls im Wandel ist. Über Bergeborbeck und Dellwig zur Gnadenkirche, wo Pfarrerin Monika Elsner die abschließende Andacht hält. ADFC-Tourenleiter H. von dem Bussche  0201-4309249 E-City, Willy-Brandt-Platz, 15 Uhr

So. 11.08.19 Essen 45 km Wetter an der Ruhr

Über die Wuppertaler Nordbahntrasse, südlich der Ruhr bis nach Wengern und Wetter. Rückfahrt ab Wetter per Bahn. ADFC-Tourenleiter Georg Pepping  0201-263546 Wuppertal-Vohwinkel, Bahnhofsvorplatz,10:30 Uhr

Mo. 12.08.19 Mülheim 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 MH-Hauptbahnhof, Radstation, 18:30 Uhr

Mi. 14.08.19 Mülheim 10 km 4. Interkulturelle Frauenradtour

Informationen zur Tour siehe 10.07.19 ADFC-Tourenleiterin Gudrun Fürtges  0208-9605991 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 16:30 Uhr Kokerei Zollverein

Foto: Doro Kleine-Möllhoff


Radtouren

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Do. 15.08.19 Mülheim 77 km Entdeckertouren im Pott

Radfahren, Sightseeing und dabei etwas über die Orte entlang der Strecke erfahren. Von Dortmund über Castrop, Herne, Bochum, Gelsenkirchen und Essen nach Mülheim zu vielen Ruhrpott - Highlights, u.a. Schloss Bodelschwingh, Mont Cenis, die Zeche Hannover und den Mittelpunkt des Ruhrgebietes. Rückkehr 18–19 Uhr, ca. 15 km/h. Anmeldung erforderlich! ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 08:40 Uhr DO, Hbf. Nordausgang, 10 Uhr

Sa. 17.08.19 Mülheim 120 km Große Bahntrassenrunde

Über den RS1/Grugabahntrasse zur Zornigen Ameise. An der Ruhr entlang nach Hattingen. Durch den Schulenbergtunnel über die Kohlenbahntrasse hoch bis Schee, über Nordbahntrasse bis WuppertalVohwinkel (Einkehr). Über die Korkenzieherbahn, wo wir zur letzten Trasse, dem Panoramaradweg Niederbergbahn wechseln, über Wülfrath, Velbert, Heiligenhaus bis Kettwig. An der Ruhr zurück. ADFC-Tourenleiter Christian Hackler  0151-51144371 MH, Hauptbahnhof, Radstation 9:30 h

So. 18.08.19 Essen Tiger&Turtle

70 km

Rundtour über den Duisburger Stadtwald zum Magic Mountain mit der Haldenachterbahn Tiger and Turtle. Zurück über Mülheim und den RS 1. Sportlich (19-21 km/h) / hügelig ADFC-Tourenleiter Andreas Wilke  0201-413221 E-Rüttenscheid, Vorplatz Grugahalle, 10 Uhr

Do. 22.08.19 Mülheim 30 km Genussradeln am Abend

Gemütliche Radtour am Abend und dabei ein bisschen Sightseeing. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Klaus Vohwinkel  0208-6949508 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 18 Uhr

Sa. 24.08.19 Duisburg 125 km Aussichtsturm Stommeln

Entlang des morgendlich verwaisten Düsseldorfer Rheinufers und durch das Kloster Knechtsteden fahren wir zum Stommelner Aussichtsturm. Mit seiner außergewöhnlichen Höhe ermöglicht er einen Blick bis zum Kölner Dom. Entlang der Rheingrabenkante geht es dann durch Neuss zurück nach Duisburg. Ab

Neuss Rückfahrt mit der Bahn möglich. 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Helmut Mahrt  0151-41259426 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 9:41 Uhr DU-Rahm, Bushaltestelle S-Bahnhof, 10:25 Uhr

Sa. 24.08.19 Duisburg 18 km Duisburg mit anderen Augen

Nähere Infos siehe unter 7. Juli DU-Obermeiderich, Lapa Nord, Emscherstr. 71, 11 Uhr

So. 25.08.19 Duisburg 80 km Grillen auf dem Heidhof

Bekanntes und beliebtes Ziel in der Kirchhellener Heide. Umlage pro Person 13 € (Grillgut, Getränke & Hüttenmiete). Fähre 3,50 €. Anmeldung bis 22.08. erforderlich. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Horst Rayen  02066-13722 MO, Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 9-11, 9 Uhr Rheinberg-Orsoy, Cafe am Rheintor, 9:50 Uhr

So. 25.08.19 Duisburg Baumkreisroute

80 km

So. 25.08.19 Essen Bergerhof

85 km

Der grüne Baumgürtel verbindet 4 Städte. Dinslaken - Walsum - Moers - Kloster Kamp - Orsoy - Walsum. ca. 3,50 € für 2x Fähre, 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Georg Gehring  0203-473315 DIN-Zentrum, Am Neutorplatz, 9:30 Uhr DU-Walsum, Bezirksamt, 10 Uhr

Über Radmosphäre, Grugatrasse, Baldeneysee, Deilbachtal zum Bergerhof. Zurück über die Kohlenbahntrasse und Schulenbergtunnel entlang der Ruhr. 500 Hm ADFC-Tourenleiter Wolfgang Klatt  0201-80098224 E-City Nord, Eiscafé LaLuna, 10 Uhr

So. 25.08.19 Oberhausen 50 km Hof Emschermündung

Erst nach Sterkrade, der Hoag-Trasse folgend zum Walsumer Brauhaus, durch das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum zur Emschermündung. Entlang der kleinen Emscher mit einem Abstecher zur Moschee Marxloh und weiter über den Grünen Pfad. Einkehr vorgesehen Geschwindigkeit 15-17 km/h ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 Oberhausen, Hauptbahnhof 10 Uhr OB-Sterkrade, Bahnhof, 10:30 Uhr


Radtouren Mo. 26.08.19 Oberhausen 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 OB-Hauptbahnhof, Standuhr, 18:30 Uhr

Do. 29.08.19 Mülheim 70 km Entdeckertouren im Pott

Radfahren, Sightseeing und dabei etwas über die Orte entlang der Strecke erfahren. Die im Duisburger Westen und in Moers liegenden Anlagen der Zeche Rheinpreußen (einschl. der Halde) werden auf weitgehend autofreien Strecken erkundet. Rückkehr 17 – 18 Uhr, ca. 15 km/h ADFC-Tourenleiter Bernhard Hehn  0157-85721883 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 10 Uhr

Sa. 31.08.19 Duisburg 120 km Die Niers

Über Kapellen und Tönisberg nach Wachtendonk. Von dort folgen wir dem Niersradwanderweg über Straelen, Pont und Geldern nach Kevelaer. Der Rückweg führt durch Winnekendonk, Sonsbeck, Alpen und Rheinberg. 19-21 km/h ADFC-Tourenleiter Dieter Ossenberg  0203-445103 DU-Ruhrort, Friedrich-Ebert-Brücke, 9 Uhr Halde Hoheward

Foto: radrevier.ruhr Jochen Tack

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So.

01.09.19 Essen 40 Nierenhofer Runde

km

Durch das südliche Deilbachtal nach Nierenhof. Über Homberg nach Hattingen. An der Ruhr zurück. ADFC-Tourenleiter Rüdiger Sang  0201-273326 E-City, Willy-Brandt-Platz, 10 Uhr

So. 01.09.19 Essen 20 km Atempause-Radtour Steele

Entlang der Ruhr nach Kupferdreh, durch Überruhr und Horst. Die Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung und ihre Kapelle kann mit 250-jähriger Geschichte aufwarten. Dort hält Pfarrer Norbert Linden die abschließende Andacht. EFI-Tourenleiter Rolf Fliß  0201-421802 E-City, Willy-Brandt-Platz, 15 Uhr

Mo. 09.09.19 Mülheim 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 18:30 Uhr

Mi. 11.09.19 Mülheim 10 km 5. Interkulturelle Frauenradtour

Informationen zur Tour siehe 10.07.19 ADFC-Tourenleiterin Gudrun Fürtges  0208-9605991 MH, Hauptbahnhof, Radstation, 16:30 Uhr

So. 15.09.19 Duisburg 100 km Weltkulturerbe Zollverein

Das industrie-kulturelle Herz des Ruhrgebiets. Dinslaken - Walsum - Oberhausen - Essen - Duisburg. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Georg Gehring  0203-473315 DIN-Zentrum, Am Neutorplatz, 8:30 Uhr DU -Walsum Bezirksamt, 9 Uhr

So. 15.09.19 Essen 40 km Baustellenradtour NordNordOst

Baustellenradtour NordNordOst mit Umwelt-, Sportund Baudezernentin Simone Raskob und Bau- und Verkehrsausschussvorsitzendem Rolf Fliß. Dauer ca. 4h EFI-Tourenleiter Rolf Fliß  0201-421802 E-City, Willy-Brandt-Platz, 11 Uhr


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Radtouren So. 22.09.19 Duisburg 18 km Duisburg mit anderen Augen

Nähere Infos siehe unter 7. Juli DU-Obermeiderich, Lapa Nord, Emscherstr. 71, 13 Uhr

Mo. 23.09.19 Oberhausen 40 km Feierabendtour

Feierabend ist Radfahrzeit! Also runter von der Couch, rauf aufs Rad! Sportliche Feierabendtour durch das Ruhrgebiet über altbekannte Strecken oder auch unbekannte neue Strecken. Ca. 20 km/h ADFC-Tourenleiterin Kathrin Geiling  0170- 4108079 OB, Hauptbahnhof, Standuhr, 18:30 Uhr

Sa. 28.09.19 Duisburg 35 km Orte der Erinnerung I

Frühherbstliche Morgentour durch die Duisburger Industrielandschaft, am Rhein-Herne-Kanal entlang zum Landschaftspark-Nord und nach Beeck zu einem Gedenkstein an Zwangsarbeiter. Über Bruckhausen, Schwelgern zurück. 15-18 km/h. ADFC-Tourenleiter Karl-Aug. Schwarthans  01525-1039321 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 10 Uhr

Do. 03.10.19 Duisburg 60 km Motorrad-Treff Grafenmühle

Treffpunkt der Biker - mit und ohne Antrieb. Dinslaken - Walsum - Oberhausen - Schwarze Heide. 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Georg Gehring  0203-473315 DIN-Zentrum, Am Neutorplatz, 9:30 Uhr DU-Walsum Bezirksamt, 10 Uhr

Do. 03.10.19 Oberhausen 55 km Lippebrautag Gahlen

Über Sterkrade nach Grafenmühle zum Heidhofsee, nach Gahlen zum Tag der offenen Braukunst mit Erklärung und Verkostung. Zum Flugplatz Schwarze Heide und zum Heidhofsee. 15-17 km/h ADFC-Tourenleiter Fred Krieter  0177-5891673 Oberhausen, Hauptbahnhof 10 Uhr OB-Sterkrade, Bahnhof, 10:30 Uhr

Do. 03.10.19 Mülheim 42 km Interkulturelle Fahrradtour

Einen Einblick in muslimische Kultur vermittelt diese Radtour. Auf verkehrsarmen Wegen fahren wir zur Merkez Moschee nach Duisburg-Marxloh. Die

Moschee zählt zu einer der größten in Deutschland und ist im traditionellen osmanischen Stil erbaut. Anmeldung erforderlich bis 25.09. bei Doro KleineMöllhoff, Caritas, Tel.: 0208/960 26 97 ADFC-Tourenleiter Klaus Vohwinkel  0208-6949508 MH, Radstation am Hauptbahnhof, Abfahrt 9:30 Uhr, Rückkehr ca. 17:30 Uhr

Sa. 05.10.19 Duisburg 18 km Duisburg mit anderen Augen

Nähere Infos siehe unter 7. Juli. DU-Obermeiderich, Lapa Nord, Emscherstr. 71, 11 Uhr

So. 06.10.19 Duisburg 75 km „In die Kastanien“

Durch die Bönninghardt, denn die (Ess-) Kastanien sind reif. Denkt an Lederhandschuhe! 15-18 km/h ADFC-Tourenleiter Horst Rayen  02066-13722 DU-Homberg, Bismarckplatz, Brunnen, 8:20 Uhr MO, Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 9-11, 9 Uhr

So. 06.10.19 Essen 75 km Elfringhauser Schweiz

EFI-Alpin – die traditionelle sportlich schnelle Rundtour durch das frühherbstliche Niederbergische Land. ADFC-Tourenleiter Thomas Riechmann  0201-2799268 E-City, Willy-Brandt-Platz, 9:30 Uhr E-Steele, Kaiser-Otto-Platz, 10:15 Uhr

So. 06.10.19 Oberhausen 45 km Bauer Dahlhaus

Bauer Dahlhaus am Rande von Dorsten hat auf seiner Streuobstwiese mit alten Apfelsorten das Ruhrgebiet nachgebildet. Bauerncafe und Bauernladen laden zum Verweilen ein. ADFC-Tourenleiter Norbert Marißen  02043-39939 OB, CentrO, KirchenCafe, 11 Uhr

Sa. 12.10.19 Duisburg 45 km Orte der Erinnerung II

Nach Kettwig, durch den Stadtwald nach Selbeck zum Auberg zu einem alten in Vergessenheit geratenen jüdischen Friedhof von Kettwig. Es geht steil ins Ruhrtal nach Kettwig und ruhrabwärts über Oberhausen zurück zum Infoladen. 15-18 km/h. ADFC-Tourenleiter Karl-Aug. Schwarthans  01525-1039321 DU-Duissern, ADFC-Infoladen, 10 Uhr


Beitrittserklärung Liebe RAD im Pott-Leser, Sie brauchen komfortable Routen, sichere Wege, genügend Parkplätze oder gute Verbindungen für Fahrrad und Bahn? Von neuen Fahrradmodellen erwarten Sie mehr Qualität? Klasse - wir setzen uns für Ihre Interessen ein: in Brüssel, in Berlin, in Düsseldorf oder in Ihrer Stadt. Dafür braucht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Ihre Unterstützung. Über 170.000 Menschen sind bereits dabei. Mit Ihrer Mitgliedschaft schaffen wir das – für alle Radfahrer. Ihre Vorteile: Schützen Sie Ihr Fahrrad mit der ADFC-Diebstahlversicherung rund um die Uhr oder lassen Sie sich von unseren Rechtsexperten beraten. Für Mitglieder, die zu Fuß, per Rad, oder als Fahrgast im Straßenverkehr unterwegs sind, gilt automatisch unsere Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung. Die hilft, wenn es mal knallt. Damit unterwegs alles glatt läuft, gibt es die ADFC-Pannenhilfe. Der ADFCstellt Ihnen wichtige Tipps für Ihre Reise zusammen. Planen Sie Ihre Reise mit den ADFC-Radtourenkarten. Mitglieder erhalten Übernachtungstipps oder Informationen über Radreiseveranstalter organisierter Radtouren. Kommen Sie mit auf Feierabend- oder Wochenendtour, übernachten Sie in Bett & Bike-Hotels oder plauschen Sie am Radlerstammtisch. Nutzen Sie als Mitglied kostenlose oder stark ermäßigte ADFC-Angebote, wie die Teilnahme an Bildvorträgen, Reparaturkursen oder Codieraktionen. Über das ADFC-Magazin Radwelt und die Zeitschrift RAD im Pott oder die Mitradelzentrale finden Sie Menschen, die auch gerne auf Tour gehen. Tauschen Sie Touren- und Urlaubstipps aus! Unsere Experten beraten Sie ehrenamtlich und mit viel Liebe zum Detail. Sprechen Sie uns direkt an! Wir kennen uns vor Ort und in Europa aus. Einige Mitglieder umradelten schon die ganze Welt.

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Beitritt

auch auf www.adfc.de/beitritt Bitte einsenden an ADFC e. V., Postfach 10 77 47, 28077 Bremen, oder per Fax an 0421/346 29 50, oder per E-Mail an mitglieder@adfc.de Name Vorname

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Ja, ich trete dem ADFC bei. Als Mitglied erhalte ich kostenlos die Zeitschrift Radwelt und genieße viele weitere Vorteile, siehe www.adfc.de/mitgliedschaft. Einzelmitglied

ab 27 Jahre (56 €)

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ab 27 Jahre (68 €)

18 – 26 Jahre (33 €)

Bei Minderjährigen setzen wir das Einverständnis der Erziehungsberechtigten mit der ADFC-Mitgliedschaft voraus.

Zusätzliche jährliche Spende:

Familien-/Haushaltsmitglieder: Name, Vorname

Geburtsjahr

Name, Vorname

Geburtsjahr

Name, Vorname

Geburtsjahr

Ich erteile dem ADFC hiermit ein SEPA-Lastschriftmandat bis auf Widerruf: Gläubiger-Identifikationsnummer: DE36ADF00000266847 Mandats-Referenz: teilt Ihnen der ADFC separat mit Ich ermächtige den ADFC, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom ADFC auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Für die Vorabinformation über den Zahlungseinzug wird eine verkürzte Frist von mindestens fünf Kalendertagen vor Fälligkeit vereinbart. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

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74 ADFC Duisburg Infoladen Mülheimer Str. 91 47058 Duisburg  (0203) 77 42 11 Geöffnet: Di 17:30 – 19:00 Uhr Do   17:30 – 19:00 Uhr Sa 10:00 – 12:00 Uhr (Dienstag Besetzung durch Pro Bahn)

Kontaktadressen / Impressum ADFC Mülheim / Oberhausen Geschäftsstelle Altenberg-Gelände in der Starthilfe e.V. Hansastr. 20 46049 Oberhausen  (0208) 80 60 50 Geöffnet: jeden 1. Freitag im Monat von 18 bis 20 Uhr

www.adfc-duisburg.de www.facebook.com/ ADFC.Duisburg info@adfc-duisburg.de

www.adfc.de/oberhausen kv-oberhausen@adfc.de www.adfc.de/muelheim kv-muelheim@adfc.de

Vorstandssprecher Herbert Fürmann (0179) 5 08 18 89 Klaus Hauschild (0203) 72 54 44

Sprecher Burkhard Schmidt (0208) 9 93 93 61 Radverkehr Norbert Marißen (02043) 3 99 39

Impressum RAD im Pott – Sommer 2019 (gegr. 1992, 27. Jahrgang, Nr. 2); ISSN 0942-6272; Herausgeber: RAD im Pott GbR im Auftrag von ADFC Duisburg e.V., ADFC Essen e.V. und ADFC Oberhau­sen/Mül­heim e.V. Rad im Pott GbR, Mülheimer Str. 91, 47058 Duisburg,  (0203) 51 88 03 1 Mail: redaktion@radimpott.de; www.radimpott.de IBAN: DE70 3601 0043 0647 6854 33 Aktuelle Auflage: 10.000 Exemplare Druck: printed by:

V.i.S.d.P.: Michael Kleine-Möll­hoff Mitarbeit: Barbara Aldag, Dr. Peter Beckhaus, Gisela Brands, ­Jörg Brinkmann, Vera Bücker, Joachim Danzig, Wolfgang Dewald, Herbert Fürmann, Birgit Göttig, Axel Hercher, Doro Kleine-Möllhoff, Wilfried Kochner, Hendrik Konietzny, Norbert Marißen, Christian Mar­tin, Ursula Pörtner, Mirko Sehnke, Heinz Stadie, Klaus Vohwinkel, Helmut Voß, Wolfgang Voßkamp, Jörg Walther-Wystrychowski. Layout und Titelfoto: Michael Kleine-Möll­hoff

Fotos: Wenn nicht anders angegeben, stammen die Fotos von den jeweiligen Autoren.

ADFC Essen

ADFC Gladbeck

Geschäftsstelle Kopstadtplatz 12 (Kopstadtpassage) 45127 Essen  +   (0201) 23 17 07 Geöffnet: Donnerstag und Freitag 16 bis 18 Uhr nicht in den Schulferien www.adfc-essen.de www.facebook.com/ ADFC.Essen info@adfc-essen.de

Dr. Vera Bücker (02043) 3 99 39 adfcgla@email.de

Vorsitzende: Jörg Althoff (0151) 72 30 89 06 Mirko Sehnke (0151) 67 62 61 59 Pressesprecher: Jörg Brinkmann: (0201) 42 21 04 ADFC Bundesgeschäftsstelle Mohrenstraße 69 10117 Berlin  (030) 2 09 14 98-0  (030) 2 09 14 98-55 www.adfc.de kontakt@adfc.de mitglieder@adfc.de ADFC NRW Karlstr. 88 40210 Düsseldorf   (0211) 68 70 80  (0211) 68 70 82 0 www.adfc-nrw.de adfc-blog.de www.facebook.com/ADFC.NRW info@adfc-nrw.de

Radfahrer-Telefone der Städte Wenn Sie z. B. eine Stelle entdecken, die für Radfahrer gefährlich sein könnte, wenden Sie sich an die Ansprechperson Ihrer Stadtverwaltung: Duisburg Call Duisburg (0203) 94000 call@stadt-duisburg.de Essen Christian Wagener christian.wagener@ amt61.essen.de  (0201) 88-61 24 0,  (0201) 88-61 00 5 Mülheim Telefonzentrale (0208) 4 55-0 Oberhausen Reinigung: Herr Da Rold (0208) 8578-4715 Sonstiges: WBO-Zentrale (0208) 8578-30 bei Landes- und Bundesstraßen: Landesbetrieb Straßen, NL Essen (0201) 72 98-1

RAD im Pott erscheint im März, Juni und Oktober, nächster Redaktionsschluss: 31.08.2019. Der Preis des Jahresabonnements ist im Mitgliedsbeitrag enthalten und beträgt 5 €. Leser­zuschriften und Beiträge bitte an den Heraus­geber senden. Namentlich gekennzeichnete Bei­träge entsprechen nicht unbedingt der Mei­nung der Herausgeber oder der Redaktion. Der Nach­druck von Beiträgen ist auf Nachfrage möglich. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 12.


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