Der Initiator

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Die Schönheit der Bewegung“ SCHLANDERS - Im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders war kürzlich die Ausstellung „Die Schönheit der Bewegung – Yoga als Kunst“ zu sehen. Ziel der Ausstellung war es, „Kunst und Schönheit zu zeigen, in einer Zeit, in der es viel Unschönes, wie Missgunst, Neid, Krieg usw. gibt“, wie das Organisationsteam bei der Eröffnung der Ausstellung übereinstimmte. Es wurde auch Arthur Schopenhauer zitiert, der als Philosoph des Pessimismus gilt: „Die Menschheit ist sowieso verloren, außer die Schönheit lässt ihn noch einen Blick in eine andere Sinnhaftigkeit der Welt richten.“ Während Yoga meistens im Wellnessbereich angesiedelt ist oder allgemein der Entspannung und Gesundheit dienen soll, wurde bei der Ausstellung auf 38 Schautafeln der künstlerische Aspekt des Yoga dargestellt, und zwar mit Abbildungen des deutschen Bergsteigers, Buchautors und Yogalehrers Heinz Grill. Grill hat die Kriterien für die künstlerischen Darstellungen in über 30 Jahren fast täglicher Disziplin herausgearbeitet. Die Schwerkraft, die den Körper hinunterzieht, könne durch eine bewusste Übungsweise überwunden werden und dadurch gewinne die Übung einen schönen Ausdruck. Zur Eröffnung mit Performance und kleinem Buffet waren rund 20 Personen gekommen. „Es ist dies die erste Ausstellung dieses Jahres im Kulturhaus“, freute sich die Kulturhaus-Präsidentin Monika Holzner. Auch die Gemeindereferentin Dunja Tassiello lobte die RED Initiative.

Der Drechsler Seit 30 Jahren frönt Paul Alber seinem Hobby EYRS - Der Duft der Zirbe ist der markanteste, der einem in die Nase fährt, wenn man die HobbyWerkstatt von Paul Alber in Eyrs betritt. Aber es riecht auch nach Föhre, Akazie und vielen anderen Holzarten. Mindestens ebenso bunt wie die Düfte sind auch die Farben der Schüsseln, Behälter, Schatullen und unzähligen weiteren Drechselarbeiten des ehemaligen Tischlers. Der Werkstoff Holz hat den gebürtigen Tanaser ein Leben lang begleitet und er tut es noch immer. Seit der Auflassung der Tischlerei in Laas im Jahr 1992 ist der 83-Jährige fast täglich in der Werkstatt in Eyrs anzutreffen. Er widmet sich seit rund 3 Jahrzehnten dem Drechseln. „Schau her, diese zwei Schüsseln habe ich aus einem Föhrenkropf gedrechselt und diese Schatulle war einmal ein Zirben-Zwiesel.“ Weiter geht es zu Kerzenbehältern aus Kirsche, Tellern aus Nuss-, Palabirn-, Marillen- und Zwetschgenholz. Auch Arbeiten aus Eiche, Kastanie, Esche, Lärche und vielen weiteren Holzarten kramt Paul Alber aus großen Kartonschachteln hervor. Er kann fast zu jedem Stück eine eigene Geschichte erzählen. „Oft sind es Waldarbeiter und Freunde, die mir besondere Holstücke bringen oder mich auf solche aufmerksam machen“, erzählt Paul. Aber auch Obstbauern bringen ihm manchmal „Rohstoff“. Was das Eyrser Unikum nicht kennt, ist Stress: „Das

An der Drechselbank

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An Rohstoff fehlt es Paul Alber nicht

Einige der Drechselarbeiten von Paul Alber.

Drechseln ist mein Hobby und ich gehe in die Werkstatt, wenn ich Lust habe.“ Mitunter komme es aber schon vor, dass er an der Drechselbank die Zeit vergisst und das Mittagessen verpasst.“ Auch Kreisel, Kegel, Gehäuse für

Uhren, Holzringe, Bilderrahmen und viele weitere Arbeiten entstehen in der Werkstatt von Paul Alber. In Eyrs und Umgebung hat er einen Spitznamen, den wir aber nur klein und in Klammern schreiben dürfen: (Musitischler). SEPP


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