Kompatscher redet Tacheles

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Gutes aus dem Nationalpark MARTELL - Marmeladen, Frischfleisch, Kaminwurzen, Speck, Bergkräuter, Tee, Beeren, Rohmilchkäse, Gemüse: die Palette an nachhaltig erzeugten Produkten und Erzeugnissen aus dem Martelltal und weiteren Gemeinden des Nationalparks Stilfserjoch ist breit und vielfältig. Hergestellt werden die Produkte und lokalen Spezialitäten von vielen kleinen Betrieben. Im Zeichen der Nachhaltigkeit steht die Initiative „Nachhaltige Produzenten im Nationalpark“. Die Auszeichnung „Nachhaltiger Produzent“ wird von IDM Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Amt für den Nationalpark Stilfserjoch verliehen. Am 27. Juni wurde im Freizeitzentrum Trattla im Rahmen des Marktes, der im Zuge der Marteller Erdbeertage stattgefunden hat, der neue Gemeinschaftsstand der Produzenten aus dem Nationalpark Stilfserjoch vorgestellt. Laut

Der in Martell vorgestellte Gemeinschaftsstand der Produzenten aus dem Nationalpark Stilfserjoch wird ab sofort bis Ende Oktober auch auf den Wochenmärkten in Prad, Mals und Latsch zu finden sein.

Bürgermeister Georg Altstätter bietet der Gemeinschaftsstand eine weitere Möglichkeit, die hochwertigen Produkte und Erzeugnisse aus dem Nationalpark bekannter zu machen und verstärkt unter die Leute zu bringen. Der Gemeinschaftsstand wird ab sofort bis Ende Oktober auch auf den Wochenmärkten in Prad, Mals und Latsch zu finden sein. „Besonders wichtig ist auch das

direkte Gespräch mit den Kunden“, sagte Katharina Fleischmann von der Regionalentwicklungsgenossenschaft Martell 3B. Es gehe darum, die Kunden fachgerecht zu beraten und sie über die Herkunft und Produktion der Erzeugnisse zu beraten. Das Sortiment reicht von lokalen Spezialitäten und Leckereien bis hin zu naturnahen Kosmetikprodukten. Zur Vorstellung des

Gemeinschaftsstandes waren neben Vertretern der Gemeinde, der Regionalentwicklungsgenossenschaft, des Nationalparks und von IDM Südtirol auch Vertreter der Landwirtschaft und des Tourismus, der Marteller Erzeugergenossenschaft MEG, des HGV und der Raiffeisenkasse Latsch gekommen. Nicht gefehlt hat auch die Erdbeerkönigin Jasmin SEPP Perkmann.

Gespinstmotte breitet sich vermehrt aus ST. VALENTIN A.D.H. - Schon seit einiger Zeit wird im Gemeindegebiet von Graun - und nicht nur dort - ein vermehrtes Auftreten der Traubenkirschen-Gespinstmotte festgestellt. „Der Befall hat sich in den vergangenen 10 Jahren vermehrt. Bei uns ist hauptsächlich die Traubenkirsche betroffen“, bestätigt der Leiter der Forststation Graun, Sigfried Plangger. Zumal es sich bei der Traubenkirsche, die man im Volksmund „Elschabam“ nennt, um einen Laubbaum handelt, treibt er nach dem Befall wieder aus und stirbt nicht ab. Optisch ist der Befall aber nicht gerade schön. „Daher verzichten wir zunehmend darauf, diesen Strauch weiterhin bei Gestaltungsarbeiten an Schulen, öffentlichen Plätzen, Kindergärten usw. zu verwenden“, so Plangger. Man habe leider feststellen müssen, dass in den vergangenen Jahren Sträucher in immer höher gelegenen Gegenden befallen werden. Im Obervinschgau gebe es bereits Fälle auf ca. 1.700 Metern. So wurde die Traubenkirschen-Gespinstmotte

Auch diesen „Elschabam“ am Ufer der Etsch in St. Valentin hat die Traubenkirschen-Gespinstmotte befallen.

zum Beispiel in Langtaufers bis Malsau und Raffein festgestellt, weiter taleinwärts noch nicht. Die Traubenkirschen-Gespinstmotte ist ein Nachtfalter aus der Familie der Gespinst- und Knospenmotten. Zu finden ist diese Art in fast ganz Europa von den Flussniederungen bis zur Laubwaldgrenze in Auwäldern, an Bachufern mit Gebüschen und Bäumen sowie

in Gärten und Parkanlagen. Die Falter findet man von Anfang Juli bis Mitte August. Nach der Paarung, die nur einige Tage bis Wochen nach dem Schlüpfen erfolgt, legen die Weibchen ihre Eier an die Winterknospen der Traubenkirsche ab. Die jungen Raupen überwintern unter den Knospenschuppen und werden mit deren Austreiben im Frühling

aktiv. Sie fressen bis Ende Mai oder Anfang Juni und verpuppen sich dann in dicht gepackten Gemeinschaftsgespinsten am Stamm oder in der Krautschicht darunter. Die Larven ernähren sich fast ausschließlich von der Gewöhnlichen Traubenkirsche. Sehr selten findet man die Raupen auch an Kirsche oder Faulbaum. SEPP DER VINSCHGER 22-23/21

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