Kriegsgefangenschaft in Russland

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Das gebe neue Möglichkeiten für Südtirol. Von Rom werde man sicherlich noch zusätzliche Stellen für den Vinschgau freibekommen, um somit die fast unzumutbaren Urlaubsrückstände der Mitarbeiter abbauen und in allen Verteilerbezirken für normale Verhältnisse sorgen zu können. In der Zwischenzeit können sich eventuelle Interessenten in eine Warteliste bei der Postverwaltung eintragen. Diese würden umgehend kontaktiert, wenn es mit dem nächsten Einstellungskontingent weitergeht. Wichtige Dienstleistung Den Bürgermeistern und ganz besonders den SVP-Landtagskandidaten Dieter Pinggera und Sepp Noggler, denen die Lösung der Probleme mit der Post und die Wichtigkeit dieser Dienstleistung im ländlichen Gebiet ein großes Anliegen ist, wurde versprochen, weitere Mitarbeiter einzustellen und für nächstes Jahr die - um Urlaube der Mitarbeiter zu garantieren - programmierten und wegen Krankheit nicht programmierten Postamtsschließungen im nächsten Sommer zu vermindern , von heuer 20 auf mindestens 10 und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Nachbarpostamt sicher offen bleibt. Man werde sich auch bemühen, dass wichtige Einschreibebriefe im Postamt abholbar sind. Die Bürgermeister haben zwar deutlich die Missstände bei der Post im heurigen Sommer aufgezeigt, man möchte aber auch die kleinen Fortschritte und den lobenswerten Einsatz der lokalen Postführung anerkennen und wolle somit entsprechende Informationskampagnen und die Personalrekrutierung unterstützen. Im Laufe des Winters wolle man sich wieder mit der Postführung treffen und gemeinsam die Umsetzung des Landesabkommens mit der Post begleiten und nach gemeinsamen Problemlösungen suchen. Detail am Rande: bei der Post in Südtirol sind ca. 8oo Mitarbeiter beschäftigt. Landesweit gibt es 130 Geschäftsstellen. Im Bezirk Vinschgau stehen zurzeit 38 Briefträger im Dienst: 21 im Verteilerbezirk Töll-Schlanders, 7 im Verteilerbezirk Prad und 10 im Verteilerbezirk Mals 10. RED/SEPP

Wohin geht Südtirols Landwirtschaft? PLAUS - Mitte August, die Sonne brennt herab auf den Plauser Friedhof. Mehrere Experten aus dem Bereich der Landwirtschaft haben sich vor einem Bild des Plauser Totentanzes versammelt. Bereits vor rund 20 Jahren hatte sich hier Luis Stefan Stecher die Frage gestellt, wohin die Reise gehen soll. Im Jahr 2018 geht es hier wieder um fast dieselbe Frage. Seit Sommer dieses Jahres macht sich nämlich der neue wissenschaftliche Beirat für Südtirols Landwirtschaft Gedanken darüber, wie sich Südtirols Landwirtschaft entwickeln und wie Vorschläge für eine nachhaltige Entwicklung aussehen sollen. Mitglieder des Beirates sind die Professoren Ulrike Tappeiner von Eurac Research in Bozen, Matthias Gauly von der Freien Universität Bozen, Hiltrud Nieberg vom Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei in Braunschweig, Georg Friedrich Backhaus vom Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit mehreren Standorten in Deutschland, sowie Alois Heißenhuber von der Technischen Universität München. Eingesetzt hat den Expertenbeirat Mitte Juli Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. „Die Außensicht auf die Landwirtschaft in unserem Land ist wichtig. Die Experten sind international Koryphäen in ihrem Bereich und sollen Impulse für die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft geben“, erklärte Schuler. Nachdem die Wissenschaftler sich zuvor mit den verschiedenen Interessengruppen der Landwirtschaft im Land getroffen haben, machen sie sich nun am „Reaslerhof“ von Schuler ein Bild von der Anlage und den Einsaaten und tauschen sich über Herausforderungen und Chancen für die heimische Landwirtschaft aus. „Südtirols Landwirtschaft ist gut aufgestellt. Die zentrale Frage ist, wie sie zukünftig wettbewerbsfähig blieben und die Anforderungen der Gesellschaft erfüllen kann“, sagte Hiltrud Nieberg dem der Vinschger. Unisono bewertete auch Georg Friedrich Backhaus die Ausgangslage für Südtirols Landwirtschaft: „Sie ist sehr gut aufgestellt, muss sich jedoch überlegen, was Heraus-

Die Experten Matthias Gauly, Friedrich Georg Backhaus, Ulrike Tappeiner und Hiltraud Nieburg mit Landesrat Arnold Schuler. Es fehlt: Alois Heißenhuber

forderungen sind und was die Menschen wollen.“ Die Gesellschaft wolle heute beispielsweise sicherstellen, dass die Produktion der Äpfel nachhaltig ist und man als Tourist durch blühende Wiesen spazieren kann. Thema dabei ist auch die in Monokulturen sinkende Artenvielfalt. Worüber die Experten jedoch bei ihrer Apfelwiesen-Exkursion in Plaus staunen können, ist eine große

Anzahl an verschiedenen Insekten und Schmetterlingen, die sich zwischen den Plauser Apfelbaumreihen angesiedelt haben. Bereits mit einfachen Maßnahmen wie Einsaaten soll es möglich sein, diesen Tieren wieder eine Lebensgrundlage zu geben. MG

DER VINSCHGER 29/18

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