Noch herrscht das Chaos

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Ein besonderes Maturaprojekt VERNAGT - Wie kam es zum Bau

des Stausees in Vernagt? Was waren die Folgen? Wie viele Menschen mussten ihre Höfe verlassen? Immer wieder wurde Franziska Gamper aus Vernagt mit solchen und ähnlichen Fragen konfrontiert, als sie in ihrem Heimatdorf in zwei Hotels gearbeitet hat. Die Fragen, die vor allem von Gästen gestellt wurden, brachten Franziska auf die Idee, am viel begangenen und sehr beliebten Rundweg um den Stausee Schautafeln anzubringen. Sie fasste den Entschluss, die Idee als Maturaprojekt im Rahmen ihres letzten Schuljahres an der „Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung“ in Kortsch um-

zusetzen. Schon im Herbst 2017 hatte sich Franziska auf Spurensuche begeben. Es ging zunächst darum, Informationen zusammenzutragen und die Geschichte rund um den Stauseebau zu erforschen. Viele wertvolle Auskünfte und Angaben dazu erhielt sie dankenswerterweise von Bürgermeister Karl Josef Rainer und natürlich auch von ihrem Opa Adolf Gamper. Auch das Logo für die 8 Schautafeln hat Franziska selbst entworfen. Zusätzlich zur Entstehung des Stausees mitsamt seinen Wasserkraftwerken, dem Überlauf und Triebwasserstollen sowie der Geschichte rund um die versunkene Ortschaft Vernagt mit seinem Leiterkirchlein erfahren

die Betrachter der Schautafeln auch viel Wissenswertes über die Sagenwelt, so etwa über die berühmte Wahrsagerin „Willeweis“ oder über den „Lorgg“. Auch der Schafübertrieb wird auf einer eigenen Schautafel dargestellt. Die Transhumanz ist bekanntlich schon seit 2011 in UNESCO-Verzeichnis in Österreich als immaterielles Kulturerbe eingetragen. Die von Franziska angefertigten Schautafeln wurden Mitte Mai aufgestellt. Es gab bereits viele positive Rückmeldungen seitens von Gästen und Einheimischen. Die Texte sich in deutscher und in italienischer Sprache zu lesen. Umgesetzt werden konnte das rundum gelungene Matura-

Franziska Gamper neben einer ihrer Schautafeln, die entlang des Rundweges um den Vernagter Stausee zu sehen sind

projekt nur dank der Erlaubnis seitens der Alperia AG und der Grundstücksbesitzer, denen ein Dankeschön gebührt. SEPP

Schulgarten in Eyrs verlegt EYRS - Weil die Eyrser Grundschule bald abgerissen und neu gebaut wird, haben die Kinder der 5. Klasse mit ihren Lehrpersonen den Schulgarten an einen anderen Ort in Eyrs verlegt. Raphael von der 5. Klasse hat dazu den folgenden Bericht verfasst: „Am Donnerstag, 26. April 2018, trafen wir uns in der Schule. Wir nahmen Schaufeln, Gartenhandschuhe, Pickel und Gießkanne mit in die Schule. Johannes, André und ich gingen mit Lehrerin Elisa und unseren Werkzeugen in die Nähe des Spielplatzes. Dort erwartete Karl Rieger uns schon. Er hatte das leere Beet bereits mit einem kräftigen Holzrahmen umringt.

Wir schütteten die gute Erde aus dem Traktor in die Holzrahmen und verteilten sie gleichmäßig. Alle großen Steine mussten wir aus dem Beet entfernen. In der Zwischenzeit hat Lehrerin Helene mit Fabian, Johanna, Janine, Jakob und Lea die Blumen der Schule ausgepflanzt. Jakob, Andre und Fabian transportierten die schönen Blumen hinab zum Blumenbeet. Nacheinander pflanzten wir: Erdbeeren, Tulpen, Veilchen, Hauswurz usw. Gegen 10 Uhr gingen wir zum Spielplatz und spielten Fangen. Gleich darauf kam Sonja vorbei und brachte uns ein paar frische Brote mit Salami und Gurken. Meine Mutter backte

einen leckeren Kuchen. Mit den Gießkannen holten wir Wasser vom Friedhofsbrunnen und gossen die trockenen Pflanzen. Gleich darauf begannen wir mit dem Aufräumen. Einige kehrten die Straße und andere Kinder räumten die Schaufeln und das Werkzeug weg. Wir gingen zur Schule zurück. Auch dort machten wir Ordnung und

gleich darauf marschierten wir in den Schulhof, ruhten uns aus und knabberten Patatine. Um 12:35 Uhr wurden wir entlassen und gingen fröhlich nach Hause. Zum Glück fand das Schulgartenprojekt statt, denn sonst würden die schönen Blumen ausgebaggert. Das war ein RED toller Vormittag!“

oder das Bogenschießen ebenso wie die Schloss-Erlebnis-Wochen. Und in der Zirkuswerkstatt oder in der bäuerlichen Kreativ-Werkstatt werden verschiedenste Fertigkeiten und Kunststücke spielerisch erlernt. Bei allen Kursen ist eine pädagogisch kompetente und professionelle Betreuung der Kinder gewährleistet. Zudem sind die Aktiv-Sommer-Kurse größtenteils mit dem Fahrplan der Vinschgerbahn abgestimmt, es wird ein kostenloser Shuttledienst

von und zum Bahnhof Goldrain angeboten. Detaillierte Informationen über das abwechslungsreiche und zugleich lehrreiche Ferienprogramm sind unter www. schloss-goldrain.com zu finden (Anmeldungen im Bildungshaus Schloss Goldrain: Tel. 0473 74 24 33).

Aktiv-Sommer im Schloss GOLDRAIN - Endlich Ferien! Möchtest du etwas Neues ausprobieren und in die Figur eines Klavier spielenden Eichhörnchens schlüpfen oder ein Schildkrötenballett aufführen? In der Theaterwerkstatt „Karneval der Tiere“ bastelst du deine eigene Tiermaske und entwickelst mit der Figurenspielerin Eva Sotriffer und anderen Kindern ein bewegtes Theaterspiel. Spiel und Spaß sind da garantiert! Dies und viele andere Aktivitäten sind auch heuer wieder Teil des „Aktiv-Som-

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DER VINSCHGER 22/18

mer-Programms“ für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 – 14 Jahren im Bildungshaus Schloss Goldrain bis Ende August. Es wird wieder gemalt, gezeichnet, gebastelt, fotografiert, genäht, getöpfert, gekocht, getanzt und gesungen. Auch die beliebten „Klassiker“ wie Lego-Mind-Storms, das Pony-Reiten, die Italienisch-Sprachwerkstatt oder das kreative Künstleratelier sind wieder dabei. Abenteuer und Bewegung im Freien bieten das Survival-Training, das Klettern

ANNE RAINER