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SOMMER 2014

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Sommer 201 4

Pfarrbrief Wartberg ob der Aist

Aus dem Inhalt

Der Garten - Ein Rest vom Paradies? (Seite 2-4) Kircheninnenrenovierung (Sonderteil in der Heftmitte) Was soll das denn sein? (Seite 6) 1 Foto Titelseite: Joachim Keppelm端ller


PFARRBRIEF

Leitartikel / Der Garten ­ Ein Rest vom Paradies?

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Der Garten ist ein urbiblisches Bild, ja er wird im Buch der Bücher gleichsam als die Uridee Gottes für seine Geschöpfe dargestellt. Das was Gott gemeint hat, ist gleichsam im Garten abgebildet, im Wachstum, in der Fülle und in der Geschütztheit.

Der Garten ist aber auch ganz weltlich ein

Lieblingsort des Menschen. Dort nutzt er und spürt er die Fruchtbarkeit der Natur. Dort zähmt er ein Stück Erde, um sie zu „seinem Heiligtum“ zu machen. Und er freut sich, dort mit der Natur in Einklang zu kommen.

Der Garten ist daher längst zum großen

Wirtschaftszweig geworden. Riesige Märkte bieten punktgenau das an, was der Gärtner braucht, vom hoch ausdifferenzierten Werkzeug bis zum penibel sortierten Saatgut. Für jeden gibt es das Passende. Zumindest laut Werbung.

Der Garten ist es daher wert, auch in einem

Pfarrbrief thematisiert zu werden. Ist nicht der Garten auch ein Bild für uns selbst? Und sind nicht wir mitunter so, wie unsere Gärten sind? Und zeigt sich in unserer Sorge um die Gärten nicht auch etwas von unserer Sehnsucht nach der Berührung mit dem Ganzen, dem Ursprünglichem, dem, was uns trägt und Leben schenkt?

Der Garten lässt uns staunen und lockt uns

zum Tun. Im Garten holen wir die weite Welt vor die Tür. „Der Garten ist mein Urlaub“, habe ich neulich jemand sagen hören. Im Garten flüstert uns Gott zu, dass er seine Liebe zu uns nicht vergessen hat. Trotz dieser dummen Gartengeschichte am Anfang, und immer wieder. Der Garten ist ein Liebesbeweis Gottes. Ohne Worte, aber mit viel Grün und voller Leben! Franz Küllinger 2

In einem Garten ging die Welt verloren, in einem Garten wurde sie erlöst. Blaise Pascal

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Foto Titelseite: Joachim Keppelmüller

Der Garten ­ Ein Rest vom Paradies?

SOMMER 2014

Der Garten – ein Rest vom Paradies?!

Biblisches zum Thema Garten

Das dürfte noch vertraut sein vom eigenen Religionsunterricht: Am Anfang unserer Bibel ist vom Garten die Rede. Im Buch Genesis heißt es, Gott habe „in Eden, im Osten“ einen Garten angelegt, mit „allerlei Bäumen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten“ (Genesis 2,8f).

Lobpreis und den Klang froher fels, der, gottgleich, die Erkenntnis von Gut und Böse Lieder“ (Jes 51 ,3). bringen sollte, schließt sich diese Tür. Der Mensch erkennt Ruheplatz am Wasser Kein Wunder, dass ein Volk, seine Nacktheit, und beginnt das die Kargheit von Steppe sich voreinander und vor Gott und Wüste kennt, gerade den hinter Hüllen zu verbergen. Er Garten mit all seiner Üppigkeit wird zum Falschspieler. So als Bild der Vollendung ent- schließt sich die Tür zum Paradies. In dieser Verschlossenheit leben wir, einander misstrauend und Gott Vorwürfe machend. Und werden dabei Weniger vertraut dürfte freilich doch nicht glücklich. sein: die Bibel schließt auch mit dem Bild des Gartens. Im Herz und Hände öffnen Buch der Offenbarung wird der Am Ende freilich sind die Tore „neue Himmel und die neue wieder offen, so sagt es das Erde“ beschrieben mit einem Buch der Offenbarung: „Die „Strom voller lebendigem WasTore werden den ganzen Tag ser“, der „hüben und drüben nicht geschlossen; und Nacht Bäume des Lebens wachsen wird es nicht mehr geben“ lässt“. Zwölfmal, also jedes (Offb 21 ,25). Und der Garten Monat, tragen diese Bäume, beginnt sich zu füllen. Aus alund ihre Blätter wirken das len Himmelsrichtungen komHeil der Völker“ (Offenbarung men sie. Und auch die 22,1 f). Ausländer kommen und beZwischen Garten und Garten Joachim Keppelmüller hat für uns seinen kommen Heimatrecht im Garten. Private Sonderrechte wird spielt sich also die ganze eigenen Garten fotografiert. es nicht mehr geben. Das Licht Heilsgeschichte ab, die in der Heiligen Schrift durchschritten deckt. Kein Wunder, dass sich des Herrn lässt alle klar sehen, wird. Und immer wieder taucht der Mensch, der nur mit Mühe und in allen Licht erkennen. dabei das Bild vom Garten vol- das Notwendigste zum Leben Insofern sind unsere Gärten ler Fruchtbarkeit als besonde- gewinnen kann, ausstreckt nur ein Rest vom Paradies. res Hoffnungsbild auf. Im nach der Pracht vollen Wachs- Aber ein Rest, der uns auf das Hohelied der Liebe wird er so- tums. Im Garten erfüllt sich, Ganze vorbereiten kann: den gar zum Lustgarten, der aus was der Psalmist erträumt: Garten voller Leben, für alle der Geliebten sprosst, mit „Lagern lässt er mich auf grü- und mit allen. Ihr Lieblingsplatz köstlichen Früchten und Blüten ner Au, zum Ruheplatz führt er im Garten oder am Balkon öffne dafür Herz und Hände. (Hld 4,1 3). Und die Vision des mich am Wasser“ (Ps 23,2). großen Propheten Jesaja Weit offen ist das Tor zum GarFranz Küllinger kennt die Worte: „Die Wüste ten Eden, lesen wir im Buch macht der Herr zum Garten Genesis. Weit offen auch das Eden, die Öde formt er zu sei- ursprüngliche Vertrauen des nem Garten. Freude und Fröh- Menschen. Erst im Griff nach lichkeit findet man dort, den Sternen, im Essen des Ap3


PFARRBRIEF

Der Garten ­ Ein Rest vom Paradies?

Der Garten – ein Rest vom Paradies!

Persönliches zum Thema Garten

Das Werkzeug ist übergeben, der Schlüssel weitergereicht.

Und schon sind die ersten neuen Sträucher gepflanzt. Die Arbeit im Pfarrgarten wurde von frischen Kräften mit Schwung übernommen. Trude hatte als Köchin einst diesen Garten vom westlichen auf den östlichen Bereich hinter dem Pfarrhof verlegt. Es war ein Garten mit viel Gemüse und Obst, und natürlich auch mit Blumen. Maria Sigl hat dann vorübergehend begonnen, mitzuhelfen. Daraus ist mehr als ein Jahrzehnt geworden. Unter ihrer Obhut wurde der Garten mehr und mehr umgestaltet Richtung Blumengarten, vor allem im Blick auf den Kirchenschmuck. Nun hat Maria die Verantwortung übergeben können. Romana Haider wird gemeinsam mit Brigitta Wolfinger die Gartensorge übernehmen. Die beiden sind Teil des Blumenschmuckteams, zu dem auch noch Margit Haider und Elfriede Schartmüller gehören. Ich bin dankbar, dass der Garten in neuen Händen in eine gute Zukunft geht und danke Maria Sigl für ihre treuen Dienste und ihre Bereitschaft, uns mit ihrer Erfahrung auch weiterhin beizustehen. Romana und Brigitta aber wünsche ich viel fruchtbares Blühen auf der „Pfarrer-Erde“. Franz Küllinger 4

Unser Garten in der Lamplgasse 25 ist wohl nicht groß – aber darauf kommt es auch nicht an. Er ist mein persönlicher Rückzugsort zum Abschalten und zur Ruhe kommen vom stressigen Berufsalltag.

letztes Jahr nach ausgiebiger Planung selbst konstruiert und aufgebaut haben. Somit sollte auch die Tomatenernte in „trockenen Tüchern“ sein. Letztes Jahr sind im Garten noch ein Marillen- und ein

Ich bin im internationalen Stahlgeschäft im Verkauf tätig und oft in fernen Ländern unterwegs – aber zu Hause im Garten angekommen, etwas Unkraut jäten, Tomaten zupfen, Gurken an den Ranken befestigen, usw. gibt mir das Gefühl von Freiheit und Entspannung pur – einfach gesagt ein Stück vom Paradies auf Erden! Eine zusätzliche Motivation für eine ertragreiche Ernte im Gemüsegarten bringt auch unsere liebe Nachbarin Elfi mit, wo es doch gilt den Wettkampf um die ersten Salate, Tomaten und Gurken zu gewinnen. Gemeinsam werden im Frühling der Pferdemistdünger besorgt und die Beete gerichtet. Mit viel Vorfreude auf das Wachsen und Gedeihen, hofft jeder für sich „die Nase vorn zu haben“. Da uns seit Jahren eine derart gute Nachbarschaft und Freundschaft verbindet, ist dies jedoch zweitrangig. Wo auch immer gerade Erntezeit ist, kann sich auch der Nachbar gerne bedienen. Gewachsen ist das Gemüse für alle Hauptsache, es schmeckt! Sehr zufrieden sind wir mit unseren Hochbeeten, die die Gartenarbeit doch wesentlich einfacher gestalten. Große Hoffnung legen wir auf unsere neuen Tomatenhäuser, die wir

Gerhard Haider, Foto: privat

Kirschbaum dazugekommen und haben das Baumquartett neben einen Apfel- und einen Zwetschkenbaum vervollständigt. Da es in meinem Heimatort Liebenau praktisch keine Obstbäume gibt, kann ich hier auf keine Erfahrung aufbauen, aber Gott sei Dank steht mir hier Anton Hametner mit Rat und Tat zur Seite. Ein großer flacher Stein unter einer Hänge-Birke bietet ein nettes Plätzchen zum Ausruhen, Zeitunglesen und zum „Chillen“ wird hier geradezu eingeladen. Der eigene Garten ist für mich ein sehr beruhigender Ort und ein Stück Heimat. N daher auf in den Garten! Liebe Grüße Gerhard Haider

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Kircheninnenrenovierung

SOMMER 2014

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In den kommenden Ausgaben des Pfarrbriefes möchten wir Sie jeweils in einem Extrateil über die Fortschritte der Kircheninnenrenovierung informieren. Wenn Sie möchten, können Sie diesen Mittelteil auch aus dem Pfarrbrief heraustrennen und gesondert aufheben. Neben Fotos und Berichten haben hier auch die Sponsoren ihren Platz. Viel Arbeit haben wir vor uns bis der Kirchenraum Ende des Jahres in neuem Glanz erstrahlt. Foto: Joachim Keppelmüller

Es geht los!

Ein „Fahrplan“ für die anstehenden Arbeiten

Die Pläne sind gezeichnet, die Ausschreibungen bei den Firmen, jetzt kann es wirklich losgehen mit unserer Innenrenovierung der Pfarrkirche. Schon am 2. Juni werden die Kirchenbänke abgebaut und in die Werkstätte der Tischlerei nach Weyer gebracht. Gleich am nächsten Tag kommen die großen Pfeifen der Orgel in ein geeignetes Zwischenlager. Die Orgel wird eingepackt und wartet dann die Bauarbeiten ab, um Ende November gereinigt und gestimmt zu werden. Alle Bilder werden abgenommen und zwischengelagert, Altaraufbau und Chorgestühl verpackt und vor Verschmutzung geschützt. Parallel dazu wird die „Ausweichkirche“ in unserem Pfarrsaal eingerichtet.

Wandheizungen soll ab Mitte Juli der Westteil des Kirchenraums eingerüstet werden, Anfang September dann der Ostteil. Nach Allerheiligen beginnt mit dem Einbau der renovierten Kirchenstühle die Phase der Einrichtung, inklusive der Leuchten und des neuen Altares, samt Ambo und Vorstehersitze.

In einem eigenen Schaukasten, bei den Sonntagsgottesdiensten und auf unserer Homepage werden wir laufend über die Vorgänge auf der Baustelle informieren. Auch darüber, wann wir für welche Arbeiten Helferinnen und Helfer brauchen. Zu passenden Zeiten planen wir auch geführte Baustellenbesichtigungen. Es wird schon einen gewissen Reiz haben, die Kirche einmal Sodass mit 9. Juni die eigentli- ganz ausgeräumt zu sehen chen Bauarbeiten beginnen oder mit Gerüsten. können, die Baufahrzeuge einfahren und die Renovierung ih- Bis Ende November sollen die ren Lauf nimmt. Nach dem Bauarbeiten soweit abgeEinbringen der Boden- und schlossen werden, um dann

noch für Reinigung und restliche Ausstattung genug Zeit zu haben. Mitte Advent planen wir, den Altar zu weihen, um dann Weihnachten in der „neuen Kirche“ feiern zu können. Die genauen Termine und entsprechende Einladungen hoffen wir im nächsten Pfarrbrief bekannt geben zu können. Dann sehen wir schon klarer, ob unsere Planung so funktionieren wird. Baustellen sind ja immer auch für Überraschungen gut, Verzögerungen eingeschlossen! Bitte unterstützen Sie diese große Renovierung mit Ihrer Mithilfe, mit Ihrem Wohlwollen und vor allem auch mit Ihrem Gebet. Votivkerzen als Gebetserinnerung liegen im Pfarrsaal auf. Franz Küllinger

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PFARRBRIEF

Kircheninnenrenovierung

Wie der Mantel Marias

zur Idee des neuen Beichtstuhles Unter dem so markanten, von berührenden Blau- und Rottönen dominierten Fenster von Magret Bilger, an der Nordseite der Turmkapelle soll er zu stehen kommen: der neue Beichtsuhl. Seine Gestaltung nimmt behutsam Anleihe an der Patronin unserer Kirche, der in den Himmel aufgenommenen Maria. Wie ihr Mantel läuft ein blaues Tuch von links oben nach rechts unten. Wer in diesen Ort der Versöhnung eintritt, findet gleichsam einen Schutzraum unter diesem Mantel. Ganz buchstäblich ist an die „Schutzmantel-Madonna“ er-

innert, unter deren Obhut auch das Gebrochene und das Schuldbeladene Platz hat. Weil es unter diesem Mantel dem Herzen Jesu nahe kommt, und aus dessen Liebe heilen und wieder gesunden kann.

Ganz Ohr

Wer die Linie des Mantels von oben, also aus der Vogelperspektive betrachtet, erkennt darin sehr schnell ein Ohr. In der Beichte oder Aussprache ist jemand „ganz Ohr“. Da ist Zeit, auch das zur Sprache zu bringen, was im Tiefen schlummert, und sonst keinen Raum findet. Da wird heilsam zugehört, ohne

gleich mit Ratschlägen eingedeckt zu werden. Da ist ein Ohr offen, um auch das zu hören, was zwischen den Worten mitklingt. Ein Glaskubus schützt akustisch den neuen Beichtraum und macht ihn zugleich hell und lichterfüllt. Nicht eine dunkle Kammer ist der Versöhnungsort, vielmehr ein Ort, der auf das Licht hin befreit und löst. Die Vorhänge werden ihm jene Intimität schenken, die er braucht, aber auch nicht mehr. Der Ort lebt in seinem Innersten von einem Wort des Zuspruchs und des Freispruchs. Diese befreiende Mitte soll in der ganzen Gestaltung seinen Niederschlag finden.

Ort der Versöhnung

Eingehüllt in die innerste Schnecke des Mantelwurfes findet der Ort für die „Ohrenbeichte“ ihren Platz. Im gegenüberliegenden Bereich kann im Angesicht des Priesters Aussprache gehalten werden. So können alle Formen der Versöhnung gut vollzogen werden. Und keine Frage: Wir brauchen auch heute – oder gerade heute? – Orte der Versöhnung. Und Orte des Aufatmens. Und Orte des Zuspruchs. Ich bin unserem Architekten Katsuhito Mitani sehr dankbar für diese wunderbare Gestaltungsidee und freue mich, in dieser bewussten Gestaltung einen kräftigen Impuls für einen guten Ort der Versöhnung in unserer Kirche setzen zu können.

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Der neue Beichtstuhl: ein Ort der Versöhnung , Skizze: Katsuhito Mitani

Franz Küllinger

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Kircheninnenrenovierung

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Schwebend und durchsichtig

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Dorothee Golz gestaltet den Altarraum

Fotos von Ambo, Altar...

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SOMMER 2014

Im Herbst 201 3 hat die Künstlerin Dorothee Golz zum ersten Mal unsere Pfarrkirche auf sich wirken lassen. Anfang April präsentierte sie im Pfarrheim ihre Entwürfe für Altar, Ambo und Sedes (Priestersitz). Die interessierten Wartbergerinnen und Wartberger äußerten sich durchaus auch kritisch, doch insgesamt wurden die Entwürfe sehr positiv aufgenommen. Ein schwebender Altar

Altar, Ambo und Sedes, Skizzen: Dorothee Golz

Das freut uns! Dipl. Ing. Wolfgang Schaffer, der Leiter des Baureferates und Dombaumeister von Linz, meinte bei der Kommissionssitzung, er sei

schon lange im Baureferat, könne sich aber an keinen künstlerischen Entwurf erinnern, der seine Inspiration so deutlich aus der Architektur der Kirche ableite. Und das in einer so überzeugenden Art und Weise. Und er fügte an, begeistert und ganz sicher zu sein, dass diese Objekte hervorragend in unserem Kirchenraum wirken werden. Die

gesamte Kommission schloss sich dieser Meinung einstimmig an!

Der Altar scheint zu schweben. Nur mit einer Kante ist er im Boden verankert und breitet sich nach oben zur Altarplatte wie ein Fächer aus. Das Material, das im Entwurf so leicht wirkt, ist angerosteter Stahl. Ähnlich einem Kartenhaus werden die Stahlplatten so aufeinander gesetzt, dass sie in der Frontalansicht ein fächerförmiges Muster bilden. Gleichzeitig ist der Altar „durchsichtig“: Die Platten leiten den Blick in Richtung Hochaltar. Die schlichte, weiße Altarplatte wird aus Acrylmasse geformt.

Das Netzrippengewölbe hat Dorothee Golz an tragfähige Netz- und Rippenstrukturen in der Natur erinnert. Sie kehren im Altar wieder. Die Farben stellen eine Verbindung zu den rotbraunen Holztönen des Hochaltars und zu den Innenwänden her, die nach der Renovierung in gebrochenem Weiß erstrahlen sollen. In Ambo und Sedes setzt sich die Rippenstruktur im Raum fort. Die geometrischen Formen des Ambo werden aus einer rostroten Stahlplatte gefaltet und fügen sich zu einem markanten, asymmetrischen Netz. Im dreiteiligen Priestersitz bilden glänzende Stahlrohre eine tragende Konstruktion.

Die Künstlerin

Dorothee Golz studierte in Straßburg und lebt in Wien. Ihre Arbeiten waren schon in zahlreichen Ausstellungen innerhalb und außerhalb Österreichs zu sehen. Die Entwürfe sind ihre ersten für einen Kirchenraum. Bis Dezember sollen sie umgesetzt werden. Dann werden sie im schönen, Netzrippengewölbe, historischen Kirchenneu interpretiert raum einen heutigen AkMit Form und Farben des zent setzen. Altars hat die Künstlerin schon Bestehendes im Christine Grüll Kirchenraum aufgegriffen und weiterentwickelt. K3


PFARRBRIEF

Kircheninnenrenovierung

Herzlichen Dank!

Bausteinaktionen zugunsten der Kircheninnenrenovierung An den bisher durchgeführten Bausteinaktionen für die Finanzierung unseres Projektes wird die Vielfalt der Talente in unserer Pfarrgemeinde sichtbar:

he gebracht von einer eindrucksvollen Schauspielerin, Frau Anita Keller. Ein Reingewinn von 1 .924 € konnte damit erspielt werden.

Die Bäuerinnen haben Mehlspeisen gebacken und als „Bausteine“ für unsere Innenrenovierung angeboten. Es war herrlich anzusehen, was sie da am 4. Fastensonntag an Köstlichkeiten brachten und bei herrlichem Wetter vor der Kirche anbieten konnten. Staunenswerte 979 € wurden dabei gegeben!

Am Palmsonntag wurden mehrere hundert Schafe verteilt. Foto: Renate Sacher-Neubauer

Großer Andrang beim Mehlspeisenverkauf der Bäuerinnen. Foto: Bernhard Rudinger

Ob nicht Schafe passende Bausteine für eine Kirchenrenovierung seien? Unsere PGR-Obfrau hatte diese Idee und hat sie dann auch mit viel Begeisterung in die Wege geleitet. Viele ließen sich anstecken vom „Filz-Fieber“ und schufen herzige und vor allem ganz individuelle Schafe. 2.211 € wurden damit gesammelt.

An den Tagen davor stand mit „Oskar und die Dame in Rosa“ ein großartiges Theaterstück im Pfarrsaal am Programm. Das Thema des Todes und des Sterben-Müssens wurde darin berührend, manchmal zum Weinen und manchmal zum Lachen, na-

An allgemeinen Spenden konnten wir bisher 2.930 € verbuchen.

Fast ein halbes Jahr begleitet uns schon der Pfarrkalender mit herrlichen Motiven aus Wartberg und unserer wunderbaren Kirche. Für rund 500 verteilte Kalender kamen 3.928 € an Reinerlös herein.

Für die Unterstützung danken wir folgenden Firmen:

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Bei zahlreichen Begräbnissen ist es üblich geworden, anstatt Kranz- und Blumenspenden um Spenden für die Innenrenovierung zu bitten. Insgesamt sind dabei bis jetzt 6.391 € gegeben worden.

Damit steht unser Spendenbarometer auf 1 8.363 €! Ein herzliches Vergelt´s Gott allen. Franz Küllinger

Gleich Lose kaufen!

Tolle Preise winken

Für die nächste Bausteinaktion wurde fleißig gesammelt bei den Firmen in unserer Gemeinde. Tolle Preise, von der Bauernjause für 1 0 Personen über Sparbücher bis hin zu den Hauptgewinnen - einer Ballonfahrt, einem Reisegutschein und einer Doppelhängematte, winken den LoskäuferInnen. Ein Los kostet 3,00 €, wer mehrere Lose kauft bekommt Rabatt. Die Ziehung findet beim Pfarrfest am 29. Juni statt, wer nicht persönlich anwesend sein kann, wird dann selbstverständlich informiert! Lose gibt es ab sofort zu kaufen. Unterstützen Sie uns durch den Loskauf, mit ein bisschen Glück zahlt es sich auch für Sie richtig aus!

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Jungschar / Jugend / Exerzitien

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SOMMER 2014

Kath. Jungschar

Viele fleißige Hände halfen beim Basteln der Ostergrußaktion. Dieses Mal war es eine Blume, die sich öffnet, sobald man sie ins Wasser legt.

berg.com) oder bei Lena Stanger (0660/4549666). Um für das Jungscharlager perfekt vorbereitet zu sein, nehmen auch dieses Jahr zwei unserer neuen Leiter bei der Grundschulung im Jungscharhaus Beim Actionpainting oder Pira- Lichtenberg teil. tenspielen in den Jungscharstunden kam der Spaß nicht zu Weitere wichtige Termine sind: kurz. Da steigt auch gleich die 1 4. Juni: Jungscharstunde (HS) Vorfreude auf unser Jungschar- 28. Juni: Jungscharstunde (HS) lager, welches von 2. – 9. Au- Juli: Jungscharabschluss (alle) gust 201 4 in Sallingstadt (NÖ) stattfindet. Anmelden kann man Carina Robeischl sich entweder auf unserer Homepage (www.jungschar-wart-

In der Ruhe liegt die Kraft Exerzitien in der Fastenzeit 201 4

Unter dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“ durfte ich von 1 2. März bis 9. April als eine von 1 0 TeilnehmerInnen, unter der Anleitung von Herta Hemmelmayr, Exerzitien im Alltag machen.

se brachte mich Gott und mir selber näher und hat mir geholfen meinen Alltag gelassener zu erleben. Abschließend kann ich sagen, dass diese Exerzitien für mich eine persönliche und religiöse Bereicherung waren. Während dieser Zeit trafen wir Ich versuche auch jetzt noch uns 1 x wöchentlich um uns aus- diese Ruhezeiten in meinen Allzutauschen und um von Herta tag zu integrieren. für die jeweils kommende Woche neue Impulse und UnterlaGabi Stanger gen zu erhalten. Diese Treffen und der rege Austausch in der Gruppe waren für mich Stärkung und Ermutigung. Die tägliche Besinnung zu HauImpressum und Offenlegung:

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Pfarre Wartberg ob der Aist, Pfarrplatz 1 , 4224. Hersteller: Druckerei FAB pro.work Unternehmensgegenstand: Römisch-Katholische Pfarrgemeinde Herstellungsort: 4020 Linz. Verlagsort: Wartberg ob der Aist Blattlinie: Informations- und Kommunikationsorgan der Pfarre

Feuer und Flamme Kath. Jugend

Vom 1 4 bis 1 6. März waren wir auf unserem alljährlichem Jugendwochenende, dieses Mal in Ulrichsberg. Dieses Wochenende stand unter dem Thema „Die vier Elemente“, zu dem sich eine kleine Vorbereitungsgruppe ein tolles Programm für uns überlegt hatte. Es wurde ein Naturmandala gestaltet, verschiedene Experimente mit Feuer gemacht und auch eine Fackelwanderung stand auf dem Programm. Es war auch heuer wieder ein lustiges, erlebnisreiches und gemütliches Wochenende. Auch in der Karwoche hat sich bei uns so einiges getan. Am Mittwoch fand ein Jugendkreuzweg im Greisinghof statt und am Karfreitag trafen wir uns zum Durchwachen, das unter dem Thema „Feuer und Flamme“ stand. Klara Stanger

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PFARRBRIEF

Aus der Pfarrkanzlei

Taufen, Eheschließungen und Sterbefälle Durch das Fest der Taufe wurden in unsere Glaubensgemeinschaft aufgenommen: Livia Böhm, Steinpichl Jonathan Himmelbauer, Zeilerberg Sofie Viertlmayr, Friensdorf Theo Pirklbauer, Steinpichl Jakob Josef Hochedlinger, Steinpichl Valerie Lindner, Hauptstraße Anna Lorena Pointner, Obervisnitz Theodor Hehenberger, Steinpichl Gerold Kreindl, Reitling Vincent Alexander Nösterer, Frensdorf Mia Katharina Haubner, Zeilerberg Victoria Aumayr, Hagenberg Anna Freinschlag, Am Teich Lena Ramer, Hacklberg Hanna Maria Kreindl, Hauptstraße Oliver Engleitner, Frensdorf Gott segne diese Kinder, ihre Eltern und Paten!

Das Sakrament der Ehe spendeten einander: Christian Stanger u. Vera Altenhofer, Gallneukirchen Andreas u. Maria Rammer, Steyregg Gottes Segen begleite diese Paare auf ihrem Lebensweg!

Zu Gott heimgekehrt sind: Elisabeth Berger, Hacklberg, im 53. Lbj. Friedrich Wittibschläger, Frensdorf, im 76. Lbj. Herr, schenke ihnen das ewige Leben!

Zeitgemäß

Eine neue Homepage für unsere Pfarre Unsere Diözese erhält mit Pfingsten einen neuen zeitgemäßen Webauftritt, der es auch den Pfarren ermöglicht, sich zu präsentieren. Ich freue mich auf Rückmeldungen und Anregungen, sobald die neue Seite online ist! Johanna Albert-Steinkellner 6

Die Entsorgung am FriedhofE N bereitet uns wieder Sorgen. Vor allem sind es die Gestecke, die viele nichtverrottbare Teile enthalten, aber dennoch vielfach beim Bio-Müll landen. So bleibt oft nichts anderes übrig, als alles im Restmüll zu entsorgen: eine teure, aber auch eine ökologisch unverantwortbare Lösung. Um hier wirklich Ordnung schaffen zu können, suchen wir eine Person, die sich regelmäßig um die Abfälle annimmt, nachsortiert und eventuell in kleinen Mengen entsorgt. Wem sind ein sauberer Friedhof und eine gesunde Umwelt ein so großes Anliegen, dass er/sie wöchentlich etwa eine Stunde dafür Zeit aufwendet? Bitte melde Dich im Pfarrbüro, um über Details ins Gespräch zu kommen. Franz Küllinger

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„Was soll das denn sein?!“ Nach diesem Schrei der Überraschung wurde es still in der Restaurierstube von Martina Markovska. Sie konnte kaum glauben, was sie da sah: ein betonharter Klumpen füllte Kopf und Rumpf des zweiten Königs zur Gänze aus. Er war offensichtlich eingebracht worden, um den Kopf am Rumpf zu befestigen. Für zusätzliche Stabilität sollte ein Nagel sorgen, der in der Mitte dieser „Aussteifung“ eingebracht war. Doch all diesen massiven Versuchen zum Trotz war der Kopf des Königs nur mehr lose am Rumpf, eingelegt in ein Silikonbett. Mit einem Meißel musste Martina anrücken, um in zarten aber doch kräftigen Schlägen die Masse herausarbeiten zu können, und für Kopf und Rumpf wieder klare Flächen für ein gutes Aneinanderbinden zu finden. So hat die zweite Etappe der Restaurierung unserer kostbaren Krippenfiguren mit einer wahren Schrecksekunde begonnen. Trotz allem ist Frau Markovska zuversichtlich, die gröbsten Restaurierungsschritte bis zum Sommer erledigt zu haben, um rechtzeitig zum Abschluss der Kircheninnenrenovierung auch die Krippenfiguren neu präsentieren zu können. Wenn nicht die restlichen Figuren so manche zeitraubende Überraschungen in ihrem Innersten parat halten, sollte das gelingenN Franz Küllinger

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Die Pfarre lädt ein: Termine bis September

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Vernissage „Pfingstfenster“

Am Sonntag, dem 22. Juni im Anschluss an den Gottesdienst um 9.30 Uhr Unseren Pfarrsaal schmücken ab 2. Juni, genau zu seiner Umfunktionierung als „Kirchenraum“, wunderschön gestaltete und ganz besondere „Kirchenfenster“.

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Gottesdienst- und Kanzleizeiten Kanzleizeiten Di, Mi und Do: 8.00 - 11 .00 Uhr; Do: 1 4.00 - 1 7.00 Uhr Sonntagsgottesdienste Samstag: 1 9.00 Uhr, Vorabendmesse Sonntag: 8.00 und 9.30 Uhr

Ab Juni sind alle Gottesdienste im Unser Pfarrsaal wird dadurch zu einem schönen ACHTUNG: Feierraum, der uns in seiner neuen Aufgabe zur Pfarrsaal! Andacht, Ruhe und Gebet einlädt. Wenn Sie mehr über die beiden Wartberger Künstlerinnen mit dem Künstlernamen „Siré“, mehr über die Entstehung und Gedanken zur Gestaltung erfahren wollen, dann kommen Sie zur Vernissage! Renate Sacher-Neubauer

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SOMMER 2014

Terminausblick:

So, 5. Oktober: Erntedankfest Fr, 1 0. Oktober: Gedenkfeier Wenzelskirche So, 1 2. Oktober: Tag der SeniorInnen

Wir freuen uns auf das gemeinsame Feiern und wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

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Aus dem Pfarrleben

PFARRBRIEF

Osternacht (Foto: Bernhard Rudinger)

Jugendwochenende in Ulrichsberg / Seite 5 (Fotos: Kath. Jugend)

Gartenübergabe / Seite 4

Was soll das denn sein? / Seite 6

Alexander Jöchl vom Kunstreferat der Diözese, Katsuhito Mitani, Dorothee Golz und Franz Küllinger bei der Präsentation

der Entwürfe zu Ambo, Altar und Sedes am 8. April. Fotos: Christine Grüll / Seite K 3

Am 27. April wurden die Hochzeitsjubiläen gefeiert: mit dabei waren 2 diamantene, 11 goldene und 4 silberne Jubelpaare. Wir gratulieren ganz herzlich! (Foto: Klaus Bodingbauer)

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Der nächste Pfarrbrief erscheint im Herbst.

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Pfarrbrief Pfingsten 2014  

Pfarrbrief der Pfarre Wartberg ob der Aist, Ausgabe Pfingsten 2014

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