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Ausgabe 11 - September 2010

modern.katholisch.

NORMANNENECHO EINE PUBLIKATION DER KÖML NORMANNIA GRAZ

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entschlossen hAnDeln. Jetzt investieren! Arbeit schaffen! 17.500 „Green Jobs“ durch Energieoffensive bis 2013 600 neue Lehrplätze in der Energie- und Umwelttechnik

Hermann Schützenhöfer


EDITORIAL 05 Gedanken des Philisterseniors 06-07 Weihbischof Dr. Franz Lackner 09-11 LH Stv. Hermann Schützenhöfer 12-15 Bundesminister Univ.-Prof.Dr.BeatrixKarl 17

Worte des Seniors

19-22 Impressionen des Semesters

Geschätze Leser, liebe Kartell und Bundesbrüder!

24-25 Univ.-Prof. Dr. Manfred Prisching

Die vorliegende Ausgabe des Normannenechos beschäftigt sich mit dem Thema “Steiermark 2050”. Zu diesem Thema und der Frage wie man unsere Steiermark auch in 40 Jahren international wettbewerbsfähig halten und sie noch stärker machen kann, haben wir hochkarätige Personen aus Kirche, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gewinnen können, im Normannenecho konkrete Vorschläge zu machen. So geben uns Weihbischof Dr. Franz Lackner, Bundesminister Prof. Mag. Dr. Beatrix Karl, LH Stv Hermann Schützenhöfer, Univ. Prof. Dr. Manfred Prisching, DI Dr. Mario Müller und Dr. Dietmar Bayer

26-27 DI Dr. Mario Müller 29-31 Dr. Dietmar Bayer 33

Dr. Hella Ranner, MEP

37-38 Gratulamur

Impressum: NormannenechoNr.11-September2010 Herausgeber: K.Ö.M.L. Normannia Graz im MKV (Altherrenverband) F.d.I.v.: Mag. Andreas Zakostelsky Chefredakteur&graphischeGestaltung: Maximilian Kahr unter Mitwirkung von Georg Krasser Alle: Grabenstraße 142, 8010 Graz, e-mail: normannia.echo@gmail.com; Homepage:www.normannia-graz.com

einen Einblick über die ihrer Meinung nach wichtigsten Maßnahmen für eine starke Steiermark. Doch auch verbindungsintern ist diese Ausgabe nicht zu kurz gekommen, findet sich doch eine große Fotosammlung aus demvergangenenSemester,sowie Worte des Philisterseniors und des Seniors des Sommersemesters, aber auch ein sehr interessantes „Gratulamur“. Aufgrund dieser Fülle von Beiträgen ist diese Ausgabe auf stattliche 40 Seiten angewachsen und unterstreicht sicherlich, dass wir verdient zur Verbindung des Jahres gewählt wurden. Somit wünsche ich euch viel Spaß mit dieser Ausgabe und einen erfolgreichen Start ins neue Semester.

Euer Chefredakteur, Maximilian Kahr v. Cortes


DIE NUMMER 1 IM LANDE Gedanken des Philisterseniors

Liebe Kartell- und Bundesbrüder! In der letzten Ausgabe unserer Verbindungszeitschrift schrieb ich: „Für uns katholische Couleurstudenten ist es wichtiger denn je, klare Stellung zu beziehen“. Dieser Satz ist sehr aktuell. Wie man sieht, gehört ein gutes Programm,eineordentlichePortionArbeitundEngagementdie gemeinsame Umsetzung, aber auch die Unterstützung Wohlgesinnter dazu, die Nummer 1 im Lande zu werden. Uns Normannengemeinsamistesgelungen, die Nummer 1 im Österreichischen MKV zu werden! Pennälertag 2010 und der Weg… Am Pennälertag in Waidhofen

a.d.Ybbs wurde unsere Verbindung als erste steirischeVerbindungüberhauptzurVerbindung des Jahres 2010 gekürt. Dies ist einer der größten Erfolge in unsererVerbindungsgeschichte.Ich danke an dieser Stelle daher all jenenBundesbrüdern,diesichin den letzten Jahren so sehr engagierthaben,umunsereNormannia auf ein so hohes Niveau zu bringen.Undgleichzeitigdanke ich ganz besonders den beiden Aktiven-Chargenkabinettendes letzten Schuljahres, die mit beeindruckenden Initiativen und Veranstaltungen den aktuellen Status unserer Verbindung mit geprägt haben. …mit Dankbarkeit in die Zukunft Wir haben aber auch einigen wohlgesinnten Freunden, Förderern und Sponsoren zu danken, ohne die unser Weg zu einerVerbindung,dienebeneiner famosenGemeinschaftauchfür absolute Qualität steht, nicht möglich gewesen wäre. Diesen Dank werden wir im Rahmen einergesondertenVeranstaltung zum Ausdruck bringen – zwei Persönlichkeitensollenandieser Stelle aber genannt werden: Unser Diözesanbischof S.E. Kbr. DDr. Egon Kapellari und unser Bundesbruder 1.LH Stv. Hermann Schützenhöfer. Diese beiden Persönlichkeiten haben uns sichtbar, vielmehr

aber abseits des Scheinwerferlichtes so unterstützt, dass wir dieses Niveau erreichen konnten. LH Stv. Schützenhöfer hatte wesentlichen Anteil an der Realisierbarkeitunseresgroßartigen 50.Stiftungsfestesundsichauch seither immer als Politiker, der ganz selbstverständlich zu seinem Wort steht, erwiesen – die Bandverleihung im Rahmen unseresheurigenStiftungsfestes war eine logische Folge. UnserDiözesanbischofKapellari hatebenfallsbereitsbeiunserem Jubiläum sein Bekenntnis zu unserer Korporation und zum gesamtenkatholischenCouleustudententum zum Ausdruck gebracht, nun ermöglicht er uns dieRealisierungeinesneuenVerbindungsheimes. Die Nummer 1 im Lande… Natürlich haben wir auch die Möglichkeit, uns durch Engagement zu bedanken und mitzuhelfen, dass jemand, der die Farben„blau-gold-rot“ in Ehren trägt, in Zukunft die Nummer 1 im Lande ist! Euer AndreasZakostelskyv.Dr.Apollo

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OHNE HERKUNFT KEINE ZUKUNFT von Weihbischof Dr. Franz Lackner Kirche von heute ist verknüpft mit einer lebendigen Geschichte, die nicht unwiederholbar der Vergangenheitangehört,sondern vielmehrGegenwartermöglicht und damit Zukunft und Hoffnung schenkt. Von Martin Heidegger stammt der wunderbare Ausspruch: „Ohne Herkunft keine Zukunft!“ Nicht wenige halten Heidegger alsdengrößtenPhilosophendes 20. Jahrhunderts. OhneVergangenheit gibt es keine Zukunft! Wir müssen unsere Geschichte, sei es die je persönliche wie auch die Geschichte unserer Heimat und der Kirche, kennen, annehmenundfortschreibenoderwie im Falle der Schuldgeschichte – davon dürfen wir uns nicht distanzieren – daraus das Richtige lernen, ja wenn es nötig ist, Umkehr und Wiedergutmachung leisten. In der Besinnung auf unsere Herkunft sehe ich für uns eine der wichtigsten Aufgaben, nicht nur für die Kirche, sondern auchfürGesellschaftundPolitik. So wichtige „Güter“ des Lebens wie etwa Freiheit und Frieden sind nicht anders zu haben, als dass wir uns als Gemeinschaft, aberauchalsjeeinzelnerpersönlich, darauf verantwortungsvoll besinnen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? SomancherZeitgenosseunserer Tage tut sich schwer mit dem, was die Kirche Tradition nennt. Eingeigelt in ein gleichsam imaginäres„Jetzt“, wird er blind und

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taub für alles, was vor ihm war, vergisstzudem,dassseinganzes Sein eine Gabe ist, eine Herkunft hat und darauf angelegt ist, weiter gegeben zu werden. Hier wird die patria, eines der vier Grundprinzipien aller Studentenverbindungen schlichtweg vergessen; allerdings um einen – wie ich glaube – sehr teuren Preis: Hoffnungslosigkeit. Wenn ich nicht weiß, woher ich komme, dann werde ich

auch nicht wissen, wohin ich zu gehen habe. Ein Beispiel dafür kannunsdasvonMosesgeführte Volk Gottes durch die Wüste sein. Dort hatte das Volk viele schierunüberwindbareHindernisseundGefahrenzubestehen. Nicht einmal sah sich Moses einem Volk gegenüber, das lieber in Ägypten gestorben wäre,

weil es keinen Ausweg nach vorne zu sehen vermochte. Wie hat Moses das Volk Israel wiederholtaufgerichtet?Erermunterte das wandernde Gottesvolk, den Blick nach rückwärts zu richten und rief den Menschen in Erinnerung, wie Gott sie in der VergangenheitdurchsomancheGefahren führte. Der Blick zurück eröffnete ihnen eine Aussicht nach vorne. So ist es auch heute. Wir müssen unsere Geschichte, unsere Herkunft und patria kennen, um hoffnungsfroh in die Zukunft gehen zu können. Nochmalsseibetont,dassdamit nichtgesagtist,dieVergangenheit sei so etwas wie eine heile Welt, wo wir uns sozusagen die RezepteeigenerLebensbewältigung abholenkönnten.Vergangenheit und Tradition bedeuten immer auch,dieSchuldgeschichteernst zunehmenunddarauszulernen. Der Blick zurück in meine HerkunftkannzurFolgehaben,dass ichschlussfolgernmuss:Sonicht mehr! Das heißt, man soll und kann aus der Geschichte lernen. Worum es hierin geht, ist die Anerkennung dessen, dass wir uns gegebensind;eineGabe,einGeschenk,dasinallerletzterKonsequenzaufeinengöttlichenGeber zurück verweist. „Wir sind uns nur geliehen“ formulierte einst jemand auf treffende Weise. Patria verweist notgedrungen auf religio. Nach Cicero stammt diesesWortvonrelegere,dasunter anderen Bedeutungen auch zurück verweisen meint. In der


Religion sind wir zurückverwiesen auf einen göttlichen Ursprung, auf die Schöpfung und auf das Heilswirken Jesu Christi. Liturgie ist somit eine Gedächtnis- und Erinnerungsfeier, wo wirgegenwärtigerleben,wasdie Ursehnsucht Gottes war und ist, nämlich ein Gott mit uns sein zu dürfen. Nicht erst die Evolutionsbiologen, sondern zu allen Zeiten haben sich die größten Denker über unsere Herkunft den Kopf zerbrochen. Bis in die Neuzeithineinkenneichkeinen, der nicht als eine allerletzte UrsacheetwasGöttlichesangenommen hat. Niemand geringer als der große Immanuel Kant kann diesbezüglichalsKronzeugeangerufenwerden.Ersagte,dasses unserem Denken fundamental widerspricht,eineUrsachenreihe ins Unendliche weiterfliesen zu lassen, man muss bei etwas Erstem Halt machen. Dieses Erste ist der irdischenWirklichkeit gegenübertranszendent,dasheißt, es ist göttlich. Das christliche Abendland, die EuropäischeUnion,brauchteine demStaatengebildeaufgleicher Ebene adäquate Institution mit sinnstiftender Funktion, soll der Staat nicht nur ein Zusammenschluss von Menschen im gleichen Raum sein. Bereits vor Jahren hat der Philosoph Odo Marquard im Zusammenhang der Theodizee-Frage klar gemacht, was es heißt, wenn die öffentliche Frage nach Gott für unwesentlicherklärtwird.Dann nämlich, so Marquard, steht der Mensch in den großen Fragen des Leides und des Bösen allein dar, dann wird der Mensch in der Sache Übel der Welt zum Ankläger und Angeklagten zugleich; eine hoffnungslose Situation, in der die Menschen sich untereinanderzuzerfleischenbeginnen –einenVorgeschmackdavonlie-

fertendiekommunistischenund faschistischenDiktaturendes20. Jahrhunderts. Zukunft ohne Kirche ist eine heillose Überforderung, weil in Fragen des Letzt-Gültigen der endliche Mensch mit seinen begrenzten Gesellschaftsformen ohneAntwortendastehenwird. Die Kirche hat immer, und gerade dann, wenn sie leidet und schwach ist, das Bekenntnis, dass Ursprung und Ziel Gott ist, hochgehalten. Wer, wenn nicht die Kirche, wird den Dienst an der Menschheit leisten: gegen den Zeitgeist die Unantastbarkeithochhalten,die Menschen auf ihre Grenzen hinweisen – der Mensch vergisst all zu schnell, dass er ein endliches Wesen ist –, die Botschaft verkünden, dass das Leben als Ganzeseinmaligundnichtwiederholbar ist. Wenn es die Kirche nicht mehr gibt, und keine ebenbürtige Institution erfunden wird, diesen Dienst am Menschen tut, laufen wir Gefahr ohne Zukunft dazustehen. SuchtmannachdemletztenWesensgrundvonKirche,soliegtsie wohl in der Berührung mit Gott. Daran ist sie zuallererst zu messen, ob sie der Sehnsucht Gottes dient,beidenMenschenzuwohnen.Ichbinüberzeugt,wennwir einmal vor Gott stehen werden, dann wird Gott uns nicht so sehr fragen, was uns gelungen oder nicht gelungen ist, er wird nicht den Finger auf unsere Wunden, die wir alle tragen, legen, sondernerwirduns,dieVerantwortlichen in der Kirche, fragen, ob wirbeidenMenschenSehnsucht nach ihm geweckt haben. Darin liegt der tiefste Sinn von Kirche, und das ist ihre bleibende Aufgabe. Und diese Verkündigung muss Kirche in jeder Zeit neu lernen. Darum heißt es auch in

einemaltenlateinischenSpruch ecclesiasemperreformanda,die Kirche muss sich immer neu reformieren. Hiermit ist nicht vordergründig und zuerst eine strukturelle, organisatorische Änderunggemeint,sondernder Auftrag, sich immer wieder neu nach der Quelle unseres Glaubens auszurichten. Ich möchte dies mit einem Bild illustrieren: Die Kirche ist wie ein Fluss, der durchdieganzeMenschheitsgeschichte fließt. Die Quelle heißt Jesus,unddasentstandeneFlussbett ist die Kirche. Nun gibt es eine große Besorgnis und viele Aktivitäten in der Gestaltung desFlussbettes.Vielesindemsig dabei, dieses schöner und ansehnlicherzugestalten,manche meinen, das Flussbett müsste betoniertwerden.Dochdieerste SorgeundFragemusswohldiese sein:WelchesWasserfließtnoch? Ist es reines Quellwasser oder ist der Fluss durchtränkt mit Abwässer? Nur ein Fluss, der sich aus der Quelle speist, kann ein gesunder Fluss sein. Mit diesem Bild komme ich zum Schluss. Ohne Vergangenheit keine Zukunft. Im Blick auf das Gestern beginnt im Heute das Morgen, das noch offen vor uns liegt.Unsallenistesaufgetragen dieseZukunftgemeinsamzugestalten. Franz Lackner OFM wurde am 23. Oktober 2002 zum WeihbischofinderDiözeseGraz-Seckau ernannt.Erwurdeam8.September 2003 zum Bischofsvikar für dieAufgabenbereicheStändige Diakone,Jugendarbeitsowiedie SorgeumgeistlicheBerufungen ernannt.InderÖsterreichischen BischofskonferenzistLacknerKontaktbischoffürdieCharismatische ErneuerungsowiefürKircheund Sport. ECHO 7


„STEIERMARK 2050. VISIONEN FÜR UNSERE HEIMAT“ von LH Stv. Hermann Schützenhöfer Wir wollen die Steiermark gestalten, denn die Steiermark kann mehr! In der Steiermark leben wir heute in einer Zeit, die uns alle fordert. Stichwort Arbeitsmarkt: Mit Jahresende 2009 waren knapp 70.000 Menschen in der Steiermark von der Krise betroffen, im Frühjahr haben wireineleichteErholungsphase erlebt, aber die Probleme sind nicht gelöst. Zur Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Schuldenkrise hinzugekommen. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte hat alle Grenzen gesprengt und wir belasten mit jedem verlorenenTag unsere Zukunft. Deshalb muss der Staat wiederfinanzierbarwerdenund sich Leistung lohnen. Wir wollen wirtschaftlich wieder nach vorne kommen, wir wollen für die Steiermark eine positive Zukunft gestalten. Denn die Steiermark kann mehr! Heute legen wir den Grundstein für 2050 Die Politik muss sich wieder auf jene Stärken undTugenden besinnen, die die Steiermark groß gemacht haben: Unseren Stolz aufunsereEigenständigkeit,auf unsere Traditionen und unsere

Offenheit für das Neue, Bessere. Unsere Stärke nach innen und außen durch unseren steirischen Gemeinsinn und Zusammenhalt. Es geht mir darum die steirischen Stärken wieder auf den Punkt bringen – ohne Wenn und Aber, und zum Nutzen der ganzen Steiermark!Wir sind begeisterte Steirerinnen und Steirer. Uns sind das Land, seine Menschen und seine Zukunft wichtig. Gemeinsam wollen wir daher die richtigen Wege in die

Zukunft gehen. Es gibt unterschiedliche Wege, es gibt realistische Zukunftsperspektiven. Jeder weiß, dass wir für die Herausforderungen der Zukunft eine große gemeinsame Kraftanstrengung brauchen. Ich will die Potenziale der Steirerinnen und Steirer unterstützen und wir wollen getragen von klaren Werten und Standpunkten den Rahmen für neues Wachstum geben. Heute brauchen die Menschen Sicherheit und Orientierung. Und heute legen wir auch den Grundstein für ECHO 9


2050: Jetzt kommt es darauf an, dass wir die richtigen Wege für unsere Steiermark gehen und dass wir auf unserem Weg niemanden zurücklassen. Zukunft Arbeit: Green Jobs Das Wichtigste ist Arbeit, denn Arbeit gibt dem Leben Sinn und den Menschen Erfüllung und Anerkennung. Wir wollen deshalb Produktivität und Innovation in der Steiermark stärken, um unser Land aus der Krise herauszuführen und es in

Zukunft wieder zu einem Motor der Beschäftigung in Österreich zu machen. Dafür müssen wir uns wieder ganz auf unsere steirischen Stärken, wie Ideenreichtum, Initiative und Innovation konzentrieren. Unsere Chance liegt in exportorientierten, international vernetzten Betrieben, die sich vor Ort auf eine gute Forschungsbasis und auf hochqualifizierte Fachkräfte stützen können. Verstärkte Anstrengungen für zusätzliche Arbeitsplätze im

Bereich neuer Technologien sogenannte„Green Jobs“ – stehen für uns im Vordergrund. Wir haben bereits im Vorjahr eine Initiative präsentiert, die 17.500 Arbeitsplätze im Green Job-Bereich auslösen könnte. Deshalb habe ich auch das Jugendprogramm Green Jobs in der Steiermark initiiert. Und bereits 426 Lehrlinge in 120 Unternehmen haben auf diese Weise einen interessanten Ausbildungsplatz gefunden. Weitere 407 sind in Planung, sodass das angekündigte Ziel von 600 Lehrplätzendeutlichüberschritten werden wird. Die neuenWachstumsbereiche sind hochtechnologisch, innovativ und arbeitsintensiv - und ein Garant für Arbeit auch in der Zukunft. Darum will ich unser Programm für „Green Jobs“ auch auf andere Bereiche desArbeitsmarktesausdehnen. Damit die Arbeit im Land wieder Zukunft hat! Zukunft Wissenschaft, Forschung und Innovation Unsere Stärken liegen auch im Bereich Wissenschaft, Forschung und Innovation. Die Steiermark weist schon seit Jahren die höchste F&E-Quote (4,3%) von allen Bundesländern auf und darauf können wir aufbauen: Wir sind eine starke, zukunftsorientierte Region, die das notwendige Potenzial hat. Deshalb setze ich auf neue Bereiche durch die Entwicklung neuer Technologien im Umwelt- und Humantechnologie-

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bereich und möchte die F&EQuote auf 5 % erhöhen. Zukunft Energie Energie ist eine Voraussetzung für unsere Entwicklung. Da wir auch die Zukunft folgender Generationen in der Steiermark sichern müssen, ist es unsere Pflicht, mit den vorhandenen Energieressourcensorgsamumzugehen und neue Bereiche zu erschließen. Energie soll sparsam und effizient eingesetzt werden. Wir sehen die Notwendigkeit gleichzeitiger Anstrengungen im privaten und im öffentlichen Verkehr, beim Wohnbau und in der Fertigung von Gütern, in der Landwirtschaft und in der Industrie. Der steigende Bedarf an Energie soll auf sozial verträgliche und ökologisch verantwortliche Weise gedeckt werden. Das ist möglich mit verstärktem Ausbau erneuerbarer Energieformen, die effizient und ökonomisch nachhaltig sind. In einigen Bereichen kann man

schon heute deutlich machen, wie die Zukunft aussehen kann. Es gibt bereits Initiativen von steirischen Gemeinden, die zur Selbstversorgung mit Energie übergehen wollen. Bis zum Jahr 2025 sollen es rund 200 solcher innovativen steirischen Gemeinden sein. Wir wollen die Elektromobilität in der Steiermark forcieren. Der steirische Automobilcluster hat ein großes Potenzial für innovative Zukunftslösungen. Ich will Green Tech bewusst fördern. Grüne Technologien sollen zu einem Markenzeichen der Steiermark werden.

Hermann Schützenhöfer ist seit 2000 Mitglied der Steirischen Landesregierung und seit 2005 Erster Landeshauptmann-Stellvertreter in der Steiermark. Seit 2006isterLandesparteiobmann derSteirischenVolkspartei.Inder Steiermärkischen Landesregierung ist er zuständig für Tourismus, Gemeinden undVolkskultur.

Mit Energie in die Zukunft bedeutet für mich aber auch, dass die Steiermark wieder mehr Gewicht bekommen muss. Ich will den Steirerinnen und Steirern in Zukunft Halt geben und ihren Weg in die Zukunft unterstützen. Die Steiermark ist ein starkes und wichtiges Bundesland in Österreich – und soll auch als solches im Jahr 2050 ankommen! ECHO 11


WISSEN SCHAFFT ARBEIT von Bundesminister Univ.-Prof. Mag. Dr. Beatrix Karl HERAUSFORDERUNGEN Z U K U N F T S FÄ H I G E R WISSENSCHAFTSPOLITIK

Ökonomen haben ein recht einfaches Weltbild. Das gilt insbesondere auch wenn sie sich mit Bildungsfragen beschäftigen. Ökonomen verstehen Bildung nämlich als Ausbildung, das heißt als Investition. Wie jede andere Investition verursacht ja auchdieBildungKostenunddas erworbene Humankapital wirft im Erwerbsleben Erträge ab.

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wachstum, mit höherer Produktivität und Standortattraktivität verbunden ist. Denn nur mit einer gut ausgebildeten Arbeitnehmerschaftkönnenneueund damit effizientere Produktionstechnologieneingesetztwerden - und innovative Techniken und Produkte müssen ja auch erst einmal von hochqualifizierten Fachleuten erfunden werden. Perspektiven für den Wissensstandort Österreich

In Österreich belaufen sich beispielsweise die privaten Bildungsrenditengegenüberdem nächsttieferen Bildungsniveau auf gut fünf bis knapp zehn Prozent. Bildung zahlt sich also für dieausgebildetenPersonenaus. In Österreich trägt – mehr als inetwainandereneuropäischen Staaten - die öffentliche Hand den größten Teil der direkten Bildungskosten.Berechnetman jedoch die fiskalischen und sozialen Bildungsrenditen, bei denen eben die fiskalischen bzw. sozialen Kosten und Erträge einandergegenübergestelltwerden, so sieht man, dass sich Bildungauchgesamtwirtschaftlich rechnet.

„Wissen schafft Arbeit“ – unter dieser Prämisse muss deshalb eine zukunftsfähige Wissenschafts- und Forschungspolitik des 21. Jahrhunderts stehen. In Zeiten des globalen Wettbewerbs und einer Wirtschaftskrise und der damit verbundenen GefährdungvonArbeitsplätzen ist es längst nicht mehr „nice to have“, sondern ein absolutes „must“, den Wirtschaftsstandort Österreich durch eine strategische Positionierung als Wissensstandort abzusichern. Wir verfügen nicht über Rohstoffe im klassischen Sinn, unser größtes Kapital heißt Wissen. IminternationalenWettbewerb werden wir nur dann bestehen, wenn wir unseren Vorsprung nicht nur halten, sondern auch noch ausbauen

Esliegtnahe,darausdenSchluss zu ziehen, dass ein höherer Bildungsstand eines Landes auch mit einem höherenWirtschafts-

Hundert Millionen Euro zusätzlich will Finanzminister Josef Pröll im Zuge einer Ökologisierung unseres Steuersystems ab

2011 jährlich bereit stellen, um nachhaltigeImpulsefürWissenschaftundForschungzuermöglichen.EsisteinwichtigesSignal, dass wir trotz der notwendigen Sanierung der Staatsfinanzen in diesemZukunftsbereichmutige Akzentesetzenkönnenundwollen. Exzellenzcluster – Gründerzentren – FH-Studienplätze DreiabsoluteKernprojektekönnen durch diese Finanzspritze realisiertwerden:dieImplementierung von Exzellenzclustern, die Einrichtung von universitären Gründungszentren und der quantitative Ausbau von Fachhochschulstudienplätzen. Exzellenz zieht Exzellenz an – so einfach ist die Rechnung, die hinter den universitären Exzellenzclustern steht. In unserem Land der Ideen will ich an den österreichischen Universitäten damitexzellenteRahmenbedingungenfürWissenschafterInnen und ForscherInnen schaffen. Damit können unsere Universitäten nicht nur ihr Forschungsprofil stärken, sondern auch im internationalen Wettbewerb wiederechteSpitzenleistungen erbringen.MitExzellenzclustern stärken wir die Grundlagenforschung in Österreich – und legendamitdieBasisfüreineneue Innovationswelle. Innovation wiederum schafft die Jobs der Zukunft.


Ein besonderes Anliegen ist mir die engere Kooperation der HochschulenmitderWirtschaft. Was bei den Fachhochschulen und auch an technischen UniversitätenlängstGangundGäbe ist, müssen wir in vielen Bereichennochmassivverstärken. Die universitären Gründerzentren sollen die Drehscheibe für derartige Kooperationen werden. Einerseits geht es darum,

ortÖsterreichnurdurchbestens qualifizierteFachkräftebehaupten. Dass diese trotz der angespanntenArbeitsmarktsituation invielenBereichenMangelware sind, zeigt eine Befragung von 200 Unternehmen aus dem Jahr 2009: 42 Prozent der Unternehmen hatten der Studie zufolge Probleme,genügendFachkräfte im BereichTechnik und Produktion zu finden, 54 Prozent konn-

den Kontakt zwischen Unternehmen,insbesondereauchden KMU, zu forcieren und sie zur Zusammenarbeit zu animieren. An unseren Universitäten gibt esexzellentesKnow-how,dasfür die Wirtschaft und damit auch für den Arbeitsmarkt besser nutzbar werden soll. Andererseits ergibt sich für die Universitäten damit die große Chance, ihreFinanzierungzusichernund zu verbessern.

tennichtausreichendHochqualifizierte für den Bereich F & E finden.40Prozentderbefragten Unternehmengingendavonaus, dass der Bedarf an Fachkräften in den folgenden drei Jahren sogar noch steigen wird.

Der dritte Schwerpunkt ist der quantitative Ausbau der zehn von derWirtschaft am stärksten nachgefragtenFachhochschulstudienrichtungen. Gerade in wirtschaftlichschwierigenZeiten kann sich derWirtschaftsstand-

Österreich unter den „ Top 3“ Österreich soll 2020 zu den Top 3 Innovationsstandorten in Europa gehören – dafür sind diese drei Schwerpunkte wichtige Initialzündungen.Natürlichgehen dieHerausforderungenabernoch viel weiter. Eines meiner großen Ziele ist die Schaffung eines modernen Hochschulraums. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir mit alten Dogmen brechen

undneueWegegehen.Natürlich kostet Bildung und Ausbildung Geld – aber damit alleine ist es nicht getan. Um auch die österreichischenHochschulenwieder an die internationale Spitze zu führen, brauchen wir strukturelle Maßnahmen, ja geradezu eine strukturelle Radikalkur. Freilich, in vielen Bereichen erbringen die österreichischen Hochschulenschonheuteechte Spitzenleistungen in Lehre und Forschung. Im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen allerdings in letzter Zeit jene Studienrichtungen, wo die Klasse auf Kosten der Masse schon längst abhanden gekommen ist. In überfüllten Hörsälen, in denen die Studierenden auf dem Boden sitzen oder in die sie oft gar nicht mehr hereinkommen, kann keine adäquate Qualität geboten werden. Diese Bedingungen sind weder den Studierenden noch den Lehrenden zumutbar. Erschwerend kommt dazu, dass wirklich gute Spitzenwissen-schafterInnennatürlichausmehrerenAngeboten wählen können – und es ist nur zu verständlich, dass diese jener Berufungfolgen,woihnenbeste RahmenbedingungenfürLehre undForschunggebotenwerden. Zugangsregelungen bei Massenfächern: Ein Gebot der Stunde EineklareRegelungdesZugangs zu den Massenfächern ist daher das Gebot der Stunde. Es geht darum, den Studierenden und Lehrenden zumutbare Bedingungen zu ermöglichen und vor allem die Qualität des Studiums wieder zu steigern. Derzeit behelfen sich viele Universitäten mit intransparenten ECHO 13


Öffentliche Notare Mag. Gernot Rahs vlg. Oliver, NbK, NMG, BbG Dr. Stephan Prayer vlg. Celsus, RtD Niederhofstraße 26/4/5 A-1120 Wien Tel.: +43 (1) 813 13 55 Fax.: +43 (1) 813 13 55 - 23 office@prayer-rahs.at

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Knockout-Prüfungen (etwa an der WU Wien werden bis zu 80ProzentderStudienanfängerInnen in den ersten Semestern „hinausgeprüft“). EintransparentesAufnahmeverfahren wäre da nicht nur eine Notwendigkeit für die Qualität, sondernauchnurfairgegenüber den Studierenden. Oft wird die im internationalen Vergleich zu niedrige österreichische Akademikerquote als Gegenargumentherangezogen– doch dieses lässt sich leicht entkräften: Mehr Studierende bedeuten nicht automatisch mehr Absolventen. Dabei geht es vordringlich darum, die hierorts außergewöhnlich hohe Dropout-Quote merkbar zu senken. Bestes Beispiel dafür sind die Medizinischen Universitäten: SeitesdortAufnahmeverfahren gibt, ist die Dropout-Rate von 50 auf 5 Prozent gesunken und die Zahl der Absolventen sogar gestiegen. Effiziente Studienberatung Zugangsregelungenalleinewerden die Probleme an den Universitätenaberauchnichtlösen, tatsächlichmüssenwirschonviel früher ansetzen. 60 Prozent der StudienanfängerInnenbelegen derzeit nur zehn Prozent der Fächer – dieserVerteilungsschlüssel kann nicht funktionieren. Während einige Fächer maßlos überfüllt sind, klagen insbesondere die Wirtschaft, aber auch die Technischen Universitäten, über eine teils zu geringe Zahl an Naturwissenschaftlern und Technikern. Eine bessere StudienberatungisteinwichtigesElement,beginnenmussderProzess derEntscheidungsfindungaber bereits in der Schule. Wir müs-

senBegabungenundNeigungen früher entdecken und entsprechend fördern – nur so können junge Menschen ihre tatsächlichenFähigkeitenentfaltenund fürihrespätereakademischeund berufliche Laufbahn nützen.

und Forschung sind letztlich dafür verantwortlich, dass sich ÖsterreichalsWirtschaftsstandorts im globalen Wettbewerb bewährt. Wissen schafft Arbeit. Forschung schafft Vorsprung.

Die Wissenspartnerschaft der Hohen Schulen mit der Wirtschaft forcieren

Beatrix Karl ist seit 26. Jänner 2010 Bundesministerin fürWissenschaftundForschung.Siewar zuvorbereitsseit2006Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat und von 2009 bis zur ErnennungalsBundesministerin als Generalsekretärin des ÖABB tätig. 2001 wurde Karl zur Assistenzprofessorin an der KarlFranzens Universität Graz bestellt, 2003 erlangte sie dieVenia fürArbeitsrecht,Sozialrechtund EuroparechtundwurdeaußerordentlicheUniversitätsprofessorin in Graz.

EineweiterestrukturelleHerausforderung ist die Finanzierung der Universitäten. Anders als oft dargestellt, liegt die öffentliche Finanzierungskomponentedes tertiären Bildungssektors mit 1,2 Prozent des BIP über dem OECD-Schnitt. Dem gegenüber stehen nur 0,1 Prozent private Mittel – das ist im internationalen Kontext das wahre Desaster.Diebereitsangesprochenen Gründungscentersindeinerster Schritt. Es geht um eine echte WissenspartnerschaftderHochschulen mit der Wirtschaft. Dazubedarfeseinesvielseitigen Paradigmenwechsels.Wir müsseneinerseitsdieUnternehmen aufdieoftbrachliegendenKompetenzen der Universitäten hinweisen und dieses Wissen für dieWirtschaftnutzbaranbieten. Andererseits müssen sich auch dieUniversitätengegenüberder Wirtschaft öffnen, offensiv die Zusammenarbeit suchen und sich auch selbst als Dienstleister definieren – natürlich ohne ihre Kernaufgabe als Ort der freien Wissenschafthintanzustellen.So muss es den Universitäten auch gelingen, neue Finanzierungsströme zu erschließen. Qualität, Leistung, Kreativität, Offenheit und Kooperation – das sind die Begriffe, die einen modernenWissensstandortÖsterreichindenkommendenJahrenprägenmüssen.Wissenschaft

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EIN BLICK ZURÜCK Worte des Seniors des Sommersemesters 2010

Liebe Bundesbrüder! Mein gesamtes Team und ich sindsehrfroh,dassdasSommersemester 2010 ein wahnsinnig tollesundbewegendesSemester gewesenistundsehrvieleErwartungen erfüllt hat. Für die Verbindunggesamtwareseintolles Semester, da wir immer sehr gut besuchteVeranstaltungenhatten und außerdem am Pennälertag in Waidhofen an der Ybbs zur Verbindung des Jahres gekürt wurden. DieVielfalt derVeranstaltungen hat sich auf der einen Seite durchWissenschaftlicheAbende zu unterschiedlichen Themen gezeigt, die sehr gut angekommen und wirklich toll besucht waren, oder auf der anderen Seite durch feierliche Kommerse und rauschende Kneipen. Besondershervorzuhebenistunser 52. Stiftungsfest, das mit fast 70 Gastchargierten und rund 200 Besuchern unsere Erwartung übertroffenhat.DerHöhepunkt wardabeidieBandverleihungan LH- Stv. Hermann Schützenhö-

fer, der sich dabei ganz toll zu unsererNormanniabekannthat. Die Laudatio hielt BM Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl. Auch die Festrede von Dr. Andreas Unterberger sowie die Worte des Kartellvorsitzenden des MKV, Mag. Helmut Kukacka waren inhaltlich sehr interessant. Ein couleurstudentischer Höhepunkt unserer Verbindunsgeschichte war natürlich der Tausch des Freundschaftsbandes mit e.s.v. K.Ö.St.V. Rhaetia Innsbruck. Da uns aber als katholische VerbindungnatürlichauchdasReligiöse sehr wichtig ist, haben wir imSommersemesteraucheinige Hl. Messen feiern dürfen, die großteilsausgezeichnetbesucht waren. Bei der Stiftungsfestmesse, die Kartellseelsorger Dr. Gregor Jansen mit dem LandesverbandsseelsorgerMag. David Schwingenschuh und Verbindungsseelsorger Pater Octavio Fontanivezelebrierte,waren7080 Besucher anwesend, was als begeisterndbezeichnetwerden darf. Auch unsere Bude wurde in diesem Semester öfters regelrecht „gesprengt“.Rekordbesucheranzahl sowohl bei der Antritts- als auch bei der Abschlusskneipe, bei denen jeweils rund 80-90 Leute anwesend waren und für eineguteundausgelasseneStimmung gesorgt haben. Inhaltlich haben wir uns auch mit dem Jahresthema des MKV eingehenderbeschäftigt.Dr.Petek- Smolnig hielt einenVortrag

zum Jahresthema des MKV:„Die Verantwortungdeskatholischen Couleurstudenten für Europas Vielfalt und Einheit.“ Anschließend fand eine angeregte Diskussion zu diesem für uns katholische Couleurstudenten wichtigem Thema statt. Ein besonderes Highlight war fürunsereNormanniasicherlich der Pennälertag in Waidhofen an der Ybbs. Dort wurden wir schließlich am Kommers mit der Auszeichnung„Verbindung des Jahres“geehrt.Dasistbesonders deshalb schön, weil sich die Normannia mittlerweile doch seit einigen Jahren auf einem sehr hohen Niveau bewegt und weiterentwickelt. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass wir auch in ZukunftweitersoschöneErfolge erreichen können. Wir müssen weiterhin unseren Prinzipien treubleibenundkonstruktivdaran arbeiten, eine noch stärkere Verbindung zu werden! Für mich als Senior unserer Normannia waren zwei Ereignisse besonders bewegend: Der Moment, als ich die Auszeichnung zur „Verbindung des Jahres“ übernehmendurfteundderHöhepunkt am Festkommers, als ich LH- Stv. Schützenhöfer das BandunsererVerbindungverleihen konnte. Auf die Zukunft Normannias! EuerChristophZakostelskyv.Imker (Senior des Sommersemesters 2010)

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DieSenioratsübergabefürdasSommersemester2010vom Senior Arthus and seinen Consenior Imker

Altherrengespräche zu Beginn des Semesters

„Interessantes über Whiskey und Zigarren“ - der Senior begrüßt mehr als 30 Teilnehmer bei einem fulminanten WA...

Kbr. Erhard Ruthner, AGS führt durch einen sehr praxisorientierten Abend....

Taufe und Firmung von Bbr. Jim Lefebre v. Van Holland nach eingehender Vorbereitung in Begleitung zahlreicher Normannen ECHO 18


OSTERKOMMERS

Eine gut gefüllte Corona...

Vater und Sohn bei den letzten Besprechungen

Em.o.Univ.Prof. Dr. Dr.h.c. Wolfgang Mantl v. Mantis bei seiner Laudatio für die Bandverleihung

Der „frische“ Normanne Ass.-Prof. Mag. Dr. Klaus Poier bei seinen Dankesworten

GRILLEN ZUM 1.MAI

Gute Stimmung unter den Kommersgästen

Der Brandfuchs Christopher Spath v. Marc Aurel beim schlagen des Inofficiums....

Die Festtafel aus Sicht des Seniors ECHO 19


52. STIFTUNGSFEST

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Prim. i.R. Dr. Joachim Berthold v. Roland im angeregten Gespräch mit BM Beatrix Karl

LH Stv. Hermann Schützenhöfer im Gespräch mit BM Univ.-Prof. Dr. Beatrix Karl und Dr. Josef Kranz

Klare Leitung des Kommerses

Überreichung des Ehrenbandes an LH Stv. Hermann Schützenhöfer

K-Philxx KR Hadwiger im Gespräch mit Dr. Petek-Smolnig und dem Festredner...

...Dr. Andreas Unterberger bei seiner Festrede

....gemeinsame Lagebesprechung

Reception von Stefan Seidler v. Stoli


52. STIFTUNGSFEST

Grußworte vom Kartellvorsitzenden Staatssekretär i.R. Mag. Helmut Kukacka

Überreichung des Ehrenbandes an Ing.Hans Höllwart v. Filou und Dr. Mario Müller v. Weinstein

Verleihung des Ehrenzipfes an die Badenen Dr. Apollo, Bourbon, Germanicus und Dr. Ariovist

Tausch des Freundschaftsbandes mit e.s.v.K.Ö.St.V. Rhaetia Innsbruck

Das souveräne Präsidium

Der Heimatsaal platzt mit mehr als 250 Besuchern aus allen Nähten...

...dementsprechend die Stimmung

Der Senior Christoph Zakostelsky v. Imker nach sehr gelungenem Stiftungsfestkommers...

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Angeregte Diskussionen nach dem Vortrag„Über die Verantwortung des kathol. Couleurstudenten für Europa“

Senior und Philistersenior mit dem Referenten des 2. WA, Kbr. Dr.Georg Petek-Smolnig, GOS

GemeinsamesMittagessenzurEntspannungzwischenden zahlreichen Programmpunkten des 52. Stiftungsfestes

Der Kartellseelsorger als Hauptzelebrant der Stiftungsfestmesse

Prominenter Besuch beimWiener Normannenzirkel: wenigeTage nach seiner Bandverleihung kam LH Stv. Schützenhöfer ECHO 22


ABSCHLUSSKNEIPE SS 2010

Bei 90 Personen fast kein Platz in unseren „ehrwürdigen Hallen“...

...sogar die Extraplätze voll belegt.

SOMMERLICHE STEIRER-TIROLERKNEIPE Burschung von Florian Gollner v. Quacks

Die Steier-Tirolerkneipe gut besucht...

FM Galahad mit den Branderkandidaten Mundl, Verdi und Van Holland

Reception von Klaus Moder v/o Tacitus und Konstantin Klug v/o Aeneas

Der Alt-Senior Christoph Zakostelsky v. Imker und der Senior des WS 2010/11 Maximilian Kubik v. Gösser ECHO 23


SPÄTMODERNE STEIERMARK von Univ. Prof. Dr. Manfred Prisching Es mag sich in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit noch nichtsorechtherumgesprochen haben: aber wir leben in einer Schwellenzeit. Niemand, der einen näheren Blick auf die Entwicklungenwirft,kannleugnen, dass die Moderne zu Ende ist. Allerdings haben wir nur diffuseVorstellungen darüber, wie dieSpätmoderneaussehenwird. Eine solche Feststellung ist kein aufmerksamkeitsheischender Alarmismus. Es ist ganz einfach so:EinbestimmtesGesellschaftsmodellläuftaus.Deswegenmuss man nicht in apokalyptische Verzweiflung verfallen, das Lebengehtschonweiter.Aberman soll nicht unterschätzen, dass kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. Schwellenzeitheißt,dass eineneueGesellschaftsformation entsteht: Die„zweidimensionale“ Gesellschaft von Geld und Spaß entwickelt sich weiter in einem postfossilen, multikulturellen, visualisierten Zeitalter. Es ist ja sonderbar: Da draußen findeteineWirtschaftskrisestatt, die so tiefgreifend ist, dass sich die Ökonomen, wenn sie damit etwas anzufangen wüssten, daran machen würden, einige Lehrbücher umzuschreiben. Da draußen kündet eine Ölkatastrophe, einmal mehr, vom nahendenEndeeinesbestimmten Gesellschaftstyps, der nicht durch eine bessere Regulierung vonTiefseebohrungenaufrecht-

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erhalten werden kann. Da draußen verlagern sich die globalen wirtschaftlichenSchwergewichte nach Asien, und die heimische Politik bringt es nicht einmal zustande, die eine oder andere Kleinstschule oder ein ProvinzKrankenhaus zu schließen. Noch etwas ist sonderbar: Alles, was uns die (theoretischen und praktischen) Wirtschaftspolitiker in den letzten Jahrzehnten erzählthaben,warwirklichkeitsfremd, und doch hat die große Krise erstaunlicherweise keine Systemdiskussion ausgelöst. Man hätte es erwarten können: Zusammenbruch der Banken, Demonstration von Gier, VersagendesSpekulationskapitalismus, Reformunfähigkeit. Aber die Suche nach Alternativen ist eingestellt worden, seit der Bolschewismus mit seinem planwirtschaftlich-totalitärenSystem zusammengebrochenist.Jeder, weltweit, will Marktwirtschaft, und somit beschränkt sich die Diskussion auf kleine Spielregeländerungen. Auch in der kapitalismuskritischen Literatur gibt es nichts, da wird eine Finanztransaktionssteuerschonals großartigeRettungsmaßnahme vorgeschlagen. Also haben wir uns innerhalb dieses Wirtschaftsystems darüber den Kopf zu zerbrechen, ob wir es in eine überlebensfähige Version bringen können, unter den Bedingungen einer

globalen Konkurrenz und einer demokratischenVerweigerung. DennvieleZeitbeobachter,auch viele Politiker, wissen um das Notwendige;aberdasdemokratische Spiel läuft nun einmal so, dasspolitischeWettbewerberauf die Wünsche der Wählerschaft zu reagieren haben. Auch wenn sich derzeit eine Welle von Besonnenheits-Forderungendurch die Medien wälzt – nunmehr sei es endlich so weit, dass man den Menschen die Wahrheit sagen müsse und könne –, ist es fraglich, ob das wahr ist. Nach wie vor sind die meisten Wählerinnen und Wähler davon überzeugt, dass man zwar sparen müsse, aber nicht bei ihnen selbst – mehr Gratisleistungen des Staates ist immer ein attraktives Argument. Sie sind überzeugt,dassdasStaats-oder Landesbudget gekürzt werden muss, aber nicht dort, wo sie es selbstspüren.Siesindüberzeugt, dass jeder Opfer bringen muss, aber die eigene Person, die sie jeweilsalsohnehinbenachteiligt ansehen, muss ausgeklammert bleiben.Siesindüberzeugt,dass härtere Zeiten kommen, für die anderen,beidenendasauchgerecht ist, aber nicht für sie, wo sie doch einen offenkundigen Nachholbedarf aufweisen. Deshalb fordert man noch mehr Gratiskindergarten, noch mehr Mindestsicherung, noch mehr Armutsbekämpfung,nochmehr Kulturgeld, noch mehr Auto-


bahn, noch mehr Abwrackprämie, noch mehr von allem. Angesichtsdieserweitverbreiteten Mentalität kann man keine vernünftige Politik machen – und die Krise nicht vermeiden. Es bleibt bei einer Wahrheit, die niemand hören will: Es kann keineUnbegrenztheitenineiner begrenzten Welt geben. In den letzten Jahrzehnten haben die

westlichenGesellschaften,auch Österreich und Steiermark, alle materiellen Grenzen zu überschreiten versucht, es war eine Zeit der Überkonsumtion. Die Völker haben sich eingeredet, sie hätten das erarbeitet, was sie genossenhaben.Abersiehaben sich aus drei Kassen gleichzeitig bedient. Die erste Kassa waren tatsächlich die Erträge der eigenen Arbeit. Die zweite Kassa war jene Erbschaft (von Ressourcen, Energie, Natur), die uns aus früheren Zeiten geschenkt wurde; und sie wurde in wenigen Jahrzehnten ausgeräumt. Die dritte Kassa ist jene der zukünftigen Generation: Selbst in Hochkonjunkturzeiten haben sich die Staaten in einem en-

ormenAusmaßverschuldet,und die Kinder und Enkel werden es zurückzahlen müssen. Die letzten beiden Kassen sind weitgehend erschöpft. Wir sind auf die ersteKassa reduziert, unter wirtschaftlich und demographisch erschwerten Bedingungen. Es wäre angemessen, die Tugend der Bescheidenheit wieder zu kultivieren – wenn wir uns diese nicht, wie alle klassischen Tu-

genden, längst abgewöhnt hätten. Das sind keine großen, fernen Probleme der Globalisierung, der Geopolitik, der Europäischen Union oder der weltpolitischen Hegemonie. Es sind Probleme, die das alltägliche Leben der Menschen betreffen, die in jedem oststeirischen Dorf spürbar sein und ganz persönliche Lebensentwürfe beeinflussen werden. Die Steiermark wird bis zur Mitte des Jahrhunderts ein deutlich anderes Gesicht haben. Wenn dies weiterhin nicht zur Kenntnis genommen wird, wird es eine unfreundliche Fratze sein, trotz einer derzeit noch guten Ausgangslage.

Wir könnten auf den Lerneffekt bauen: Die Menschen seien nicht unvernünftig, und da man in der Krise gesehen hat, zu welchen Turbulenzen bestimmte Mechanismen und Mentalitäten führen, werde man daraus Schlüsse ziehen, lernen, reformieren, es besser machen. Der Katastrophenmechanismus ist die Alternative zum Lerneffekt: Da die Menschen in Bezug auf langfristige Angelegenheiten lernunfähigseien,bräuchtensie handfeste Krisen, die ihnen das drohendeVerderben vor Augen führen.DieentscheidendeFrage ist dann jene nach der Größenordnung der benötigten Krise: Die derzeitige Wirtschaftskrise scheint noch zu „klein“ zu sein. Es wäre fatal, bräuchte man eine Krise in einer Größenordnung, diezugleichdieExistenzunserer westlichen, europäischen, steirischen Lebensart bedroht oder diese beendet. Manfred Prisching ist Leiter des Instituts für Soziologie an der Karl-Franzens Universität Graz. Erhabilitiertesich1985miteiner großangelegtenArbeitüberKrisen für Soziologie und ist seither an der Karl-Franzens Universität Graz als Dozent und seit 1994 als Professor tätig. Prisching istTrägerzahlreicherAuszeichnungen wiedemKardinal-Innitzer-Preis, demJosef-Krainer-Forschungspreis oderdemWilfried-Haslauer-ForschungspreisfürZeitgeschichte.

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STEIERMARK 2050 VISIONEN FÜR UNSERE HEIMAT von DI Dr. Mario Müller Ein Ausblick, eine Vision für die nächsten 40 Jahre ist mit grossen Unsicherheiten verbunden, aber auf alle Fälle mutig. Über die Zukunft zu schreiben ist generell nicht möglich, da wir die Sprache hiezu erst entwickeln – also jene Wörter die erst durch sprachlicheEvolutionentstehen – deshalb ist die Beschreibung der Zukunft immer nur mit den BegriffenderVergangenheitgegeben – ergo immer reduziert bzw. nur eine aus vergangener Begrifflichkeit abgeleitete Zukunft. Ich werde aber dennoch Worte als verbale Thesen verwenden deren Ursprung nicht in derVergangenheit liegen – es sind notwendige Konstruktionen um eineVeränderung provozieren zu können. Um aus demWagnis realistische Szenarien ableiten zu können werde ich den Zeitraum von 40 Jahren in 4 Dekaden unterteilen – Abschnitt I: 2010-2020; Abschnitt II: 2020-2030; Abschnitt III: 2030-2040; Abschnitt IV: 2040-2050; Abschnitt I: 2010-2020_Die unmittelbare Zukunft DemographischewieglobalwirkendeMechanismenwerdenzu einer Zentralisierung von Arbeitskräften und Kompetenzen in den steirischen Ballungszentren führen – allen voran unsere Landeshauptstadt Graz, aber auch jene urbanen SiedECHO 26

lungsräume entlang der MurMürzfurche. Kompetenz folgt Kompetenz nach – leider führt dies in den 10er Jahren zu einer Entvölkerung der ländlichen Regionen. Diese, gepaart mit Migrationsbewegungendiedefinitiv mit Mai 2011 verstärkt auf unserenStandorteinwirkenwerden - wenn alle EU-Übergangsbestimmungen fallen – werden zu sozialen wie wirtschaftlichen Herausforderungen undVeränderungen führen. Diese werden der Steiermark und Ihren Verantwortungsträgern enormen Einsatzabverlangenumeinebeständige Zukunft zu schaffen. Eine Strategie die von Ambitionen zukunftsweisender Betriebe geprägt wird, ist die der Greentech-Entwicklungen–die 10er Jahre dürfen hierfür als Saatjahre verstanden werden. Die Begründung der Steiermark als „Green-Tech-Valley“ [GTVSteiermark], als ökoligisch-ökonomisches Pendant zum „Silicon-Valley“ in Kalifornien. Dies wird vollkommen neue Arbeitsplätzeschaffenundbestehende zu höhererWertigkeit verhelfen – ca. 200.000 in Summe. GTVSteierkmarkwirdinternationale InvestorenundFirmenanlocken und am Standort verankern. Diese Entwicklung wird nachhaltigen Einfluss auf die zukünftigen Strukturen der Steiermark nehmen. Die Verankerung auf Technologien,ProzesseundPro-

duktionstechniken,dieerneuerbareEnergiequellenerschliessen, d.h. die einzige wirklich nachhaltige Energiequelle - unser Zentralgestirn Sonne – als Primärenergiequelle akzeptieren werdenineinerEnergieautarkie münden – die Steiermark kann endgültig den Schritt der Abkopplung von fossilen Energieträgern vollziehen. Abschnitt II: Die Anerkennung Die Bemühungen der 10er Jahre–jeneAussaateninForschung & Entwicklung und generierten Innovationen werden der GTVSteiermark zu einem weltweit respektierten und anerkannten Standort etablieren. Die Herausforderungen der 20er Jahre werdenjenederAbsicherungdes herausgearbeitetenVorsprunges undderVerankerungdieserVorteile in Form von Vorbildinfrastruktur mit und innerhalb der Gesellschaft sein. Hiezu werden neueVerkehrssystemegeschaffen, die Induvidualverkehr mit öffentlichenVerkehr verbinden werden–dieEnergieversorgung istgenerellelektrischerNaturvia dem neuem System dem GTVSteiermark „Energrid“ – dem Internet der Energien innerhalb der Steiermark. Alle Gebäude werden durch in den 10er Jahren begonnenen Umbauten energieeffizienter, d.h. der Einsatz an Primärenergie kann reduziert werden ohne an


Komfort und Funktion Einbussen zu erfahren – 30% der Gebäude werden gegen Mitte der 20er Jahre in der Lage sein mehr Energien zu generieren und via GTV-Energrid anderen NutzerInnen zurVerfügung zu stellen. Endeder20erJahrewirdsichdas Wirtschaftsystemtransparenter und analytischer positionieren – durch die Veränderung von reinen Energie-Konsumenten zur bidirektionalen Funktion Konsument = Produzent von ökologischwertvollenEnergien bricht in diesem Sektor die MonopolstellungvonzentralenEnergieproduzenten–diesewerden hingegen ein neue Funktion innerhalb des GTV-Energrid erfüllen,diederEnergiespeicherung für fluktuierende Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen. Abschnitt III: Die Neupositionierung Die in den 10er Jahren begonnene Landflucht kann wirtschaftlich/sozial gestoppt werden, da Landflächen verstärkt Bedeutung zugeteilt werden kann um dezentral erneuerbare Energiequellen zu installieren. LandwirtschaftlicheNutzflächen werden neben der Generierung von Nahrungsmitteln (Bem.: sindauchEnergiequellen)mehr und mehr zu Energiequellen  Landwirte werden zusätzlich zu „Energiebauern“ – es kommt zu einerAufwertungdesländlichen Raumes. Gegen Mitte der 30er Jahre wird in der Steiermark erstmals absoluteEnergieparitäterreichtwerden, d.h. erneuerbare EnergiequellenkönnenEnergienbilliger und in grösseren Mengen generieren als aus Primärenergieträgern der 10er Jahre.

Die ausreichende Versorgung mit Energien wird sowohl wirtschaftlich als auch sozial eine Revolution bewirken – Energie wird ein allgemeines Gut wie die Wasserversorgung – die Energieproduktion in Form erneuerbarer Energiequellen wird nicht mehr genutzt um Kassen zu füllen, sondern wird Grundlage für weitere,grössereEntwicklungen! (BeiInteressenachzufragenbeim Autor) Abschnitt IV: Die Zukunft der Steiermark EswirdeineBegehrlichkeitinder Steiermark seinen Wirtschaftsstandortzuhaben,aberauchhier zuleben und arbeiten zu dürfen. Das Mur&Mürztal, die Zentralregion des GVT-Steiermark wird viaMagnetschwebebahnverbunden auf der Individualverkehr eingekoppelt wird – die Landflucht ist gestoppt – es spielt absolut keine Rolle mehr wo man wohnt – innerhalb von 30 Minutenistmanvomentferntesten Punkt in einem der GVT-Räume. Die Bevölkerungszahl wird auf 2 Millionen anwachsen, wobei allein in Graz 1 Million leben

wird – das Stadtgebiet ist auf die RegionvonGraz-Umgebungder 10erJahreangewachsen.Durch die Energierevolution kann sich auch Kunst & Kultur in einem enormenMassentwickeln–eine GrundlagefürgeistigeBefreiung und Zulauf von internationlen Kompetenzen – jene Notwednigkeit, die bereits in den 10er Jahreneingeleitetwerdenkonnte. Die Steiermark„The green heart of Austria“ konnte dem Tourismus-Leitsatzder70er/80erJahre des 20. Jahrhunderts zu einer InnovationinGreen-Techumwandelt – eine Revolution nachhaltigerAbsicherungdesStandortes und einer lebenswerten Umgestaltung der sozio-kulturellen Verhältnisse im Jahr 2050 konnte erreicht werden. Das Konzept des „GREEN TECH VALLEY“ Steiermark war der Schlüssel hiezu. DI Dr. Mario Müller ist Vorstand der FIBAG (Hans Höllwart – Forschungszentrumfürintegrales Bauwesen) sowie Prokurist und CIO der SFL Gmbh.

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WIR ARBEITEN FÜR GRAZ.

AUS PRINZIP!

BÜRGERMEISTER SIEGFRIED NAGL


GESUNDHEITSPOLITISCHEGEDANKEN EINES STEIRERS IM WAHLJAHR 2010 von OA Dr. Dietmar Bayer Dass die Steiermark zu viele Spitälerhat,istbereitsAllgemeinwissen. DassdieSteiermarkvieleBergeund Täler hat, raueWinter und sonstige Wirrnisse, die diese hohe Spitalsdichtenotwendigerscheinenlassen, wird von den letzten Verfechtern dieserveraltetenVersorgungsstrukturenalszentralesArgumentdagegen gehalten. Die Gründe für die hohe Dichte an Spitalsbetten sind mannigfach. Es ist müssig, sich darüberzuverbreitern,daauchdieses WissenbereitsAllgemeingutgeworden ist. Mag sein, dass in Zeiten der schlechtenErreichbarkeitaufgrund fehlenderoderminderausgebauter Verkehrswege die dezentrale Vorhaltungvoninternistischen,chirurgischenundgynäkologischenAkutbetten alle paar Kilometer noch einen Sinn machte und vor zehn JahrenauchnochalsKillerargument herhaltenkonnte.Aberletztlichgibt eskeinenvernünftigenGrundmehr, teureParallelstrukturenaufrechtzu erhalten;Aberwiesagtmanesden lokalenBürgermeistern,derBevölkerung letztlich, dass „ihr“ Spital nicht mehr länger ein„echtes Spital“seinwird.Dazusolltefolgendes GedankenexperimenteinenAnstoß bieten: Wir fliegen -als moderne Gesellschaft-inferneUrlaubsdestinationen, reisen in sehr entlegene Weltgegenden wie Wüsten, hohe Berge, nach Patagonien oder aber bereisen wir auch nur Europa. Wer machtsichschonGedanken,wodas nächste Akutkrankenhaus ist und fordertvonseinemReiseveranstalter Haftung für den Fall des Falles, welcherjahoffentlichnieeintreten möge. Der kollektive Aufschrei

bleibtaus.KaumwerdenaberPläne zurRestrukturierungdereinenoder anderen Krankenhausabteilung öffentlich, marschieren Bürgerinitiativenauf,umgegendiegeplante SchließungIhresSpitaleszuprotestieren und drohen sogar mit politischemWillenbeiderkommenden Wahl. Was soll dann bitte sehr die Politiknochtun?Waskannsienoch tun? Am Beispiel LKH-Bad Aussee konnte man klar erkennen, dass eineSpitalsreformmitdemZiel,die medizinischenAngebotsstrukturen zu optimieren, scheiterte. Um eine effizienteUmstrukturierungdann nahezuzuverunmöglichenhatman seitensderGesundheitspolitikauch noch ein CT-Gerät hingestellt. So kannGesundheitspolitikheutzutagenichtmehrfunktionierenundso darfeinezeitgemäßeGesundheitspolitikheutzutageauchnichtmehr vonstattengehen,denndieKosten dafür tragen wir alle. Wirhabeneinesdermeisteffizienten GesundheitssystemederWelt.Nun, es ist in die Jahre gekommen, aber wir liegen im Ranking weit vorne, vieleStaatenhättengerneunserSystem. Allen voran die USA. Um es jedochweiterhinamBIPgemessen finanzierbarzuhalten,sindmehrere Vorgaben unabdingbar. Allen voran steht die NotwendigkeiteinerintensivenZusammenarbeitzwischenallenGesundheitsanbieternimambulanten,stationären wie auch intermediären Bereich. Rehabilitative Einrichtungen sind davon nicht ausgenommen. Um dieseZusammenarbeitauchumzusetzen,sindfolgendedreiPrämissen unabdingbar: EinerseitsdieFinan-

zierungunseresGesundheitswesens auseinerHand,getreuderVorgabe: Gleiche Leistung – Gleicher Preis undandererseitsdieAllokationvon Leistungen dort, wo ihre Effizienz innerhalbdesGesundheitssystemes am größten ist. Die letzte Prämisse ist die EinhaltungdesNormbehandlungspfades, Hausarzt, Facharzt, ambulante Strukturen,stationäreVersorgung undzuletztuniversitäreSpitzenmedizin.Überdiebundesländerweise Zusammenlegung der Krankenkassen ließen sich ebenfalls Effizienzpotentiale finden; Eine Kasse pro Bundesland ist ausreichend für ein so kleines Land wie Österreich. Nicht unerwähnt an dieser StellesollteseindasseseinIrrglaube ist zu meinen, wenn man die spitalsambulanten Strukturen stärkt, dannstiegendieGesundheitsausgaben nicht mehr so stark. Gerade diedreiobengenanntenPrämissen sindmiteinanderstarkverwobene ElementedesösterreichischenGesundheitswesens,einesolitäreBetrachtungführtraschzuTrugschlüssenundbeiUmsetzungeventueller Veränderungen in einem der drei Items, u.U. sogar zu irreparablen Schäden im System. Wollte man zum Beispiel nur die Einhaltung desNormbehandlungspfadesumsetzen, braucht es zuvor eine StärkungderhausärztlichenStrukturen und letztlich die Einführung eines Steuerungssystemes(z.B.transparenteFolgekostenerfassung),wenn der Normbehandlungsweg ohne Primärversorgung beim Hausarzt nicht eingehalten wird. Ohne aber anderLeistungsallokkationsschrauECHO 29


bezudrehen,würdedieserEingriff Scheitern wie die Einführung der AmbulanzgebühramEndedesvorigen Jahrhunderts. Einseitige Änderungen im Spitalsbereich wie zum Beispiel die Idee der KAGEs die LKH´s aus eigener KraftzuGesundheitszentrenumzuwandelngreiftebensozukurz,wie auchdieIdeederÄrztekammer,die Gesundheitszentrenalleinezubetreiben. DasbisherigeSystemderEinzelpraxenimHausarztbereichistaufgrund vielfältigerFaktorenamEndeseiner Kapazitätenangekommenundgehört dringend reformiert, um eine wohnortnaheBasisversorgungder Bevölkerung rund um die Uhr zu gewährleisten. (Stichwort: Der HausarztalsLotsedesPatientenim multikomplexen Gesundheitssystem.) Die Vertreter der Praktiker/ Hausärzte haben es leider über die Jahrzehnte nicht geschafft, in den jährlichritualartigablaufendenKassenverhandlungenwegvoneinem umsatzorientierenEinzelleistungssystemhinzueinemeffizienterenSystemvonZuwendungsmedizinmit Zeit für Gespräche zu kommen. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat die aktuelle Bundesregierung mit der Möglichkeit, Gruppenpraxen in Form von ÄrzteGesmbH´s zu bilden bereits gesetzt. Eine unabdingbare Implikation neben der Umsetzung des NormbehandlungspfadesistdieVerknüpfung des intra- mit dem extramuralenBereichmitdergleichzeitigen SchaffungneuerZusammenarbeitungsstrukturen, in der Form von Gesundheitszentren.Dasbedeutet einen Zusammenschluß von spitalsambulantenStrukturen,ebenso ambulantenStrukturen(Kassenambulatorien),mitniedergelassenen Ärzten oder ÄrztegesmbH´s. Dies wiederumbedingtjedochzuvordie Allokation von Leistungen in den Bereich des Gesundheitswesens,

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wo diese Leistung am kostengünstigten erbracht werden kann und letztlichbedingtesauchdieFinanzierung aus einer Hand. Der VorteilderGesundheitszentrenbesteht darin, dass u.a. durch die Nutzung von Labor- und Großgeräten,aber auchmedizinischenPersonalseine wesentlicheffizientereAuslastung dieserRessourcenerfolgenkannals bisherundderPatientnebenerweiterten Öffnungszeiten zusätzlich vomEffektdesone-stop-shopping profitieren kann. Die dadurch stattfindende EntlastungderallgemeinenAmbulanzen derSpitäleristdringenderforderlich, um den LKH´s die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Kernkompetenz,nämlichdiestationäreVersorgungderPatientenzukonzentrieren unddieAmbulanzenalsechteSpezialambulanzenführenzukönnen. Denngenaudasistdergesetzliche Auftrag an die Spitäler. An dieser Stelleseidaraufhingewiesen,dass sichmitgroßerWahrscheinlichkeit auch bei einer Leistungsplanungund Steuerung mit Finanzierung auseinerHandkeinewesentlichen Einsparungseffekteerzielenlassen, sondernnurdieKostensteigerung gedämpft werden kann, was ja bei denderzeitigenGesundheitsausgabenimBundeslandSteiermarkimmerhin zu einem Delta eines zweistelligen Millionenbetrages führe würde. BeigenauererBetrachtungkommt man gerade unter dem Aspekt der Vollkostenrechnung schnell zum Schluß, dass im derzeitigen Gesundheitssystem eine reine Leistungseinlagerungnachintramural beidenbestehenden,insbesondere auch personellen, Ressourcen die Kostenstarknachobengehenund eine derartige Maßnahme viel zu kurz greift. Schon seit 2003 wissen wir in der Steiermark, dass die Ambulanzen der KAGEs finanziell nur zu 30-40% gedeckt sind. Um die Implementierung der obigen drei Vorgaben vorzuneh-

men, bedarf es aber einer exakten Planung. Diese Planungsstrukturen sind seit 2005/2006 mit den Landesgesundheitsplattformen in jedem Bundesland vorhanden. Gerade in der Steiermark sind der amtierendeLandeshauptmannund seine Gesundheitslandesrätin gefordert, das Zepter des Handelns in die Hand zu nehmen, um mit einertransparentensowiemitallen PartnernabgestimmtenVorgehensweisedieSteirischeGesundheitsversorgung auf neue Beine zu stellen. NebendersogenanntenKostenexplosionbeidenGesundheitsausgabenhabensichauchdieAnsprüche derBevölkerunglängstgewandelt undwollenbefriedigtwerden..Die Menschensindsowohlflexiblerals auchmobilergeworden,suchenan denTagesrandzeitensowieamWochenende die Spitalsambulanzen auf,daesausverschiedenstenGründenherausimmerschwierigerwird, tagsübervomDienstgeberfüreinen Arztbesuchfreizubekommen.Die Patientenströme nach 16:00 Uhr bzw. auch an Wochenenden und FeiertagenkönnendieniedergelassenenEinzelpraxeninihrerjetzigen Form und Struktur nicht bewältigen, sodass hier dringend Handlungsbedarf besteht, will man ein ImplodierenderAmbulanzenaufgrundÜberlastungderdorttätigen Notmannschaften verhindern. AlleineschonausdieserPerspektive herausbetrachtetbestehtdiedringendeNotwendigkeit,zuhandeln, will man exorbitante Folgekosten einer zu spät durchgeführten Gesundheitsreform verhindern. Die steirischePatientenombudsfrausieht inderJuniAusgabedersteirischen ÄrztezeitungdasGesundheitswesen sogarmitvollerWuchtandieWand fahren.DaskämeeinemTotalschaden gleich... Ein Schelm, der nun böses denkt und meint, dass nach einem TotalCrash aus politischer Sicht die Chance auf Neuordnung des Gesundheitswesens eine wesentlichbessereStartpositionbietet


alsderjetzigeZustandmitunzähligenZahlernundFinanzierungsströmen,einerinhomogenenStruktur undDichteanLeistungserbringern, einem ungesteuerten Zugang zur Spitzenmedizin etc. etc. An dieser Stellesollteangesprochenwerden, dassGesundheitsleistungennurin bedingtemMassevonsogenannten Managern planbar sind, die Medizin hat sich über die Jahrtausende zu dem entwickeln, was sie heute zu leisten im Stande ist. Staatliche Eingriffe ohne Einbeziehung der ÄrzteschaftsindnichtdasMittelder Wahl,bedingenunabsehbareSchädenundhemmendieEntwicklung diesesfürdieGesellschaftwichtigen Bereiches enorm. Vergessen wir nicht die zusätzlichen Funktionen der LKH´s als vielfältige Impulsgeber in ihren Regionen. Was sollte sich nun konkret ändern: ÄnderungderFinanzierungsstruktur. Pro Bundesland ist eine Krankenkasseausreichend.AlleKassen eines Bundeslandes sind in einem Selbstverwaltungskörper zusammenzufassen,welcheaufBundesebeneineinemHauptverband_Neu zusammengeführtwerden.DieFinanzierungdesGesundheitswesens mussauseinemgemeinsamenTopf erfolgen,umEffizenzundPlanung zu gewährleisten. Die Landesgesundheitsplattformen (FONDS) sind bereits die richtigen Ansätze dazu. DieSpitalshoheitistindieHanddes Bundeszulegen,umeineadäquate Verteilung der Akutbetten innerhalbÖsterreichszugewährleisten. Spitalsseitig sind klare Aufgabenschwerpunkte für jeden Standort festzulegen,wobei–durchGesetzesänderung- nicht mehr in jedem LKH jede Disziplin vorgehalten werden muss. Damit kann man endlich die dringend notwendige Trennung von Akutbetten und Nachsorgeabteilungenvornehmen. DadurchlässtsichnebeneinerOp-

timierungderRessourcennutzung überdieOptimierungdesLeistungsangeboteszueinerSteigerungvon Effizienz und Qualität erzielen. Die Medizinuniversität Graz wird aus Gründen der Effizienzsteigerungnichtumhinkommen,sowohl AgendenderRoutineversorgungals auchgewisseGrundausbildungsziele auszulagern. Damit gewinnen die universitärenStrukturenFreiraum für Forschungs- und Lehrtätigkeit und es ergibt sich in weiterer Folge imabgestuftenVersorgungssystem eineVerdichtungderspitzenmedizinischenLeistungenamUniversitätsklinikum. Die Niedergelassene Ärzteschaft mußsichuntereinanderaberauch mit den intramuralen Strukturen besservernetzen.DieEinzelpraxen haben den Rand der Kapazitätsgrenzenlängstüberschritten,dazu kommtnocheineÜberalterungder niedergelassenenÄrzteschaft,wasin einwenigenJahrendieEffizienzdes Systems zusätzlich belasten kann. DiewohnortnaheVersorgungwird weiterhin von einem hinkünftig unbedingtzustärkendenHausarztsystem erfolgen. Angebotsseitigistmitsogenannten Ärzte- oder Gesundheitszentren eine intermediäre Zone zwischen den beiden Gesundheitssektoren (intra- und extramural) zu implementieren. Hier können interdisziplinäre Gemeinschafts- und Gruppenpraxen als Ärztezentren alleine, in der unmittelbaren UmgebungvonSpitälernoderauchin denSpitalsambulanzenselbstmittelserweiterterÖffnungszeiteneine direkteEntlastungderspitalsambulantenStrukturenerzielen.DieEinbeziehungvonfreiberuflichtätigen Spitalsärztinnenund–ärztenindie Leistungserbringungkannhiererstens für die Ärzteschaft eine weitereBetätigungszonedarstellenund zweitens für die Patientinnen und PatienteneinzusätzlichesAngebot darstellen.

DurchdieÄnderungderAngebotsstrukturen auf Ebene der Sektoren wieauchaufAbteilungsebeneergebensichjedochNotwendigkeiten, dieÄrzteausbildungaufdieneuen Strukturen anzupassen. Auch die Fachärzteschaftwirdgefordertsein undmussinRotationsmodelleeingebundenwerden,umeinegleichbleibendhoheQualitätdesVersorgungsangeboteszugewährleisten. Um die optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten in dieserneuenStrukturauchgewährleisten zu können wird es notwendig sein, strukturierte Kommunikationsabläufe zwischen intramural, intermediärundextramuralzuetablieren.EinezentraleSchlüsselrolle bekommendiefürderartigeAufgabenbesondersgeschulteEntlassungskoordinatoren in Spitälern, aber auch die Implementierung eines sektorenüberschreitenden EDV Systemes. Im Rahmen der elektronischen Gesundheitsakte, ELGA, wird an derartigen Konzepten bereits auf Bundesebene gearbeitet. Alle Vorschläge und Gedanken zurGesundheitsreformhabeneine hohe Latte, nämlich die der sogenannten §15a Vereinbarung. Daran wird wahrscheinlich auch die nächsteGesundheitsreformscheitern. Voraussichtlich werden wir in Österreich erst im Rahmen der Verwaltungs- bzw. Bundesstaatsreform dazu in der Lage sein, ein effizienteresGesundheitssystemzu etablieren. Dietmar Bayer ist stv. Stationsführender Oberarzt an der UniversitätsklinikfürPsychiatrieanderMedizinischen Universität Graz. Des WeiterenisteralsUniversitätslektor sowieineinerOrdinationsgemeinschaft(http://www.burnout-zentrum. at) tätig. Dietmar Bayer war von 2003-2007PräsidentderSteirischen ÄrztekammersowieVizepräsidentder Österreichischen Ärztekammer.

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STEIERMARK IN BRÜSSEL GUT VERTRETEN von Dr. Hella Ranner, MEP Es ist nun ein Jahr vergangen seit meiner Wahl zur Abgeordneten ins Europaparlament und es war sowohl für Europa als auch für mich persönlich ein Jahr der Veränderungen. Als Neuling auf der europäischen „Politik-Bühne“ möchte ich mich und meine ZuständigkeitenundArbeitsschwerpunkte in Brüssel und Straßburg kurz vorzustellen. Mit der Erweiterung der Europäischen Union ist Österreich und damit auch die Steiermark vom Rand ins Herz Europas gerückt. Die Steiermark braucht daher besserenAnschlussandiegroßen europäischenVerkehrsachsen,vor allemaufderSchiene.AlsMitglied im Verkehrs-Ausschuss setze ich mich daher für den Ausbau von europäischenBahnverbindungen ein. Der Schwerverkehr gehört weg von der Straße auf die Schiene. Das nützt der Wirtschaft, das nützt der Umwelt und den Menschen. AktuellgehtesumdenAusbaudes „Baltisch-AdriatischenKorridors“, einerHochleistungsstreckefürden SchienenverkehrvonDanzignach Bologna über Wien, Graz und Klagenfurt. Diese Verkehrsachse würdeeinemassiveverkehrs-und wirtschaftspolitischeAufwertung nicht nur für die Steiermark, sondernauchfürdasBurgenlandund Kärntenbringen.MeineArbeitim Parlamentkonzentriertsichdaher ganzstarkaufdiesesProjekt,essoll eineeuropäischeErfolgsgeschichte werden. Die Neuordnung des europäischen Straßen-, Schienen-, und Wasserstraßennetzeskommtjetzt

in die heiße Phase. Die Revision der TEN-Projekte1 ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Österreich von größter Bedeutung. Wenn die BaltischAdriatische Achse nämlich in die ListedersogenanntenKernnetze der EU aufgenommen wird, gibt esauchdieMöglichkeitunsereinfrastrukturellenSchlüsselprojekte überentsprechendeFördermittel der EU zu stützen. Das sind neben dem Hauptbahnhof Wien und demSemmering-BasistunnelNeu vor allem auch die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt einschließlichdemGrazerHauptbahnhof. Bei einem hochkarätigen europäischen Verkehrsseminar, den sogenannten TEN-T-Tagen in Saragossa,präsentiertedieEU-KommissionihrArbeitspapierüberdie Zukunft des Verkehrs und die damitverbundenenFörderoptionen. DenkonkretenGesetzesvorschlag erwarte ich Ende des Jahres. Das Europaparlamentwirddann2011 gemeinsamundgleichberechtigt mitdemRatdarüberentscheiden. Als Verkehrssprecherin der ÖVPEuropadelegationkämpfeichmit vollemEinsatzfürdiesesfürunsso wichtige Projekt. ImKultur-Ausschussbinichebenfalls Mitglied. Dieser Ausschuss bietet mir ein besonders interessantes Betätigungsfeld, da sich dieser unter anderem auch mit medienrechtlichen Themen und seit dem Inkrafttreten des VertragesvonLissabonauchmitdem ThemaSportbeschäftigt.AlsVizePräsidentin der Graz 99ers unterstützeichalleSportanliegen,auch

jene, die eher als Randsportarten wahrgenommen werden. Im Bereich Medien möchte ich nur kurz auf ein besonders heiß diskutiertesThemaeingehen:die DigitaleDividende-d.h.diedurch DigitalisierungdesRundfunksfrei gewordenenFrequenzen.Hauptziel wird sein, von der Alm bis ins Tal,eineflächendeckendeVersorgungmitschnellemBreitbandzu gewährleisten.Dabeiaberweder denWettbewerbzubeeinflussen, noch dem Endverbraucher hohe Kostenaufzubürden,oderetwaige Strahlenbelastungzuintensivieren. GeradefürdenBildungserwerbist die Nutzung des mobilen Breitbandinternets unerlässlich. Bildung ist ein Indikator für Wirtschaftswachstum,Innovationund Entwicklung. Für sie als (künftige) AkademikerInnen freut es michbesonders,dasssieineinem Landleben,dasinternationalgerade im Forschungs- und Entwicklungsbereich eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Steiermark ist mit einer F&E-Quote von 4,3 % VizeEuropameistergleichhinterBaden Württemberg. Hella Ranner ist seit 2009 MitglieddesEuropäischenParlaments. SieistseitherMitgliedimAusschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN)sowieinderDelegationfür dieBeziehungenzuKanada.Zudem istRannerstellvertretendesMitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung(CULT)sowiestellvertretendes MitgliedinderDelegationfürKroatien. (1Trans-Europäische Netze; kurz TEN)

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NORMANNIAS FÖRDERER: Gebhard Auner Harald Bein Thomas Denkmeyr KR DI Dr. h.c. Dieter Eigner Udo Eiselt KR Herwig Hadwiger DI Harald Hammer Robert Hoffmann Mag. Arnold Kammel HR DDr. Gerhard Kapl Karlheinz Kornhäusl sen. RA Dr. Arno Lerchbaumer Dipl.-Ing. Hannes Missethon Ing. Harald Picha Notar Dr. Gernot Rahs Mag. Markus Simmerstatter VDir. Mag. Andreas Zakostelsky

Werde auch DU Förderer Normannias. Wir würden uns freuen, wenn wir Dich in dieser illustren Runde aufnehmen dürfen und bitten Dich, Bbr. Gerd Roth v/o Seneca Bescheid zu geben.

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VERBINDUNG DES JAHRES WIR SIND DIE NUMMER 1!

Die feierliche Überreichung des „Ehrenschlägers“ des MKV beim Pennälertag 2010 in Waidhofen a.d. Ybbs

Der Ehrenschläger kommt auf der Bude zum 1. Einsatz

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Installationen GES.m.b.H.

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GRATULAMUR Wir gratulieren unseren Bundesbrüdern zu den nachfolgend angeführten Ereignissen.

Nachwuchs Dr. Karl-Heinz Kornhäusel v. ZIB2 und Dr. Gudrun Müllner haben eine Tochter Anna bekommen

Taufe und Firmung Jim Lefebre v. Van Holland wurde getauft und gefirmt

Hochzeit Olt Mag. Stefan Lienhart, Bakk. V. Quasi und seine Marlene

Matura Martin Halsmayr v. Verdi (Guter Erfolg), Clemens Höfler v. Atlas (bestanden), Maximilian Kubik v. Gösser (Guter Erfolg), Jim Lefebre v. Van Holland (bestanden), Lukas Neubauer v. Galahad (Guter Erfolg), Peter Puxkandl v. Antares (bestanden), Stefan Seidler v. Stoli (bestanden), Christopher Spath v. Marc Aurel (Ausgezeichneter Erfolg), Lukas Steiner v. Lancelot (bestanden), Edwin Zügner v. Ulixes (Ausgezeichneter Erfolg)

Promotionen Dr. Arnold Kammel v. Don Quijote zur Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften Dr. Philipp Kapl v. Martial zur Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften

Wahlen Philistersenior VDir. Mag. Andreas Zakostelsky v. Dr.cer. Apollo zur Wahl am 14. April 2010 zum Vorsitzenden der Fachvertretung der Wiener Pensionskassen sowie am 17. Mai 2010 zurWahl zum Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Pensionskassen Lukas Preitler v. Pompeius zur Wahl zum Landesobmann der Steirischen Schülerunion Jim Lefebre v. Van Holland zur Wahl zum Mitglied des Bundesvorstands der Österreichischen Schülerunion

Standesänderungen Receptionen: Stefan Seidler v. Stoli am 17.4.2010 sowie Klaus Moder v. Tacitus und Konstantin Klug v. Aeneas am 7.8. 2010 Branderungen: Florian Gollner v. Quacks am 26.2.2010, Christopher Spath v. Marc Aurel am 1.5.2010, Martin Halsmayr v. Verdi, Jim Lefebre v. Van Holland und Thomas Neubauer v. Mundl am 7.8. 2010 Burschungen: Raffael Elis v. Zeus und Clemens Kirschner v. Honig am 26.2.2010 und Florian Gollner v. Quacks am 9.7.2010

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GRATULAMUR Philistrierung: Georg Studencnik v. Crassus am 6.3.2010 Bandverleihungen: Ass.- Prof. Dr. Klaus Poier am 19.3.2010, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer am 17.4.2010, Ing. Hans Höllwart v. Filou am 17.4.2010, Dr. Mario Müller v. Weinstein am 17.4.2010, Johannes Frank v. Fitou, sowie Andreas Kaufmann v. Caligula und Georg Brameshuber v. Pythagoras am 10.7.2010

Geburtstage März Johannes Frank v. Fitou zum 20. Geburtstag April Mag. Matthias Trummer v. Hias zum 25. Geburtstag Mai Denis Schütz v. Chaos zum 30. Geburtstag Mag. Michael Hartmann v. Michelangelo zum 30. Geburtstag Juni Dr. Philipp Kapl v. Martial zum 25. Geburtstag Juli Konrad Lanz v. Herakles zum 30. Geburtstag Dr. Walter Maria Stojan v. Sallust zum 45. Geburtstag Dr. Christoph Schwab v. Cerberus zum 25. Geburtstag Hans Walter Rottmann v. Mephisto zum 70. Geburtstag Gernot Steyer v. Pluto zum 25. Geburtstag Robert Hoffmann v. Julius zum 30. Geburtstag August Michael Wildling v. Kronos zum 25. Geburtstag Oberstleutnant Mag. Nikolaus Rottenberger v. General zum 40. Geburtstag Thomas Neubauer v. Mundl zum 15. Geburtstag

Verleihung Ehrenzipf Normanniae Für ihr Engagement erhielten vier Kartellbrüder unserer Freundschaftsverbindung K.Ö.St.V. Badenia Baden einen Ehrenzipf Philistersenior Ing. Günther Schmidt v. Dr. Apollo (BDB) Philisterconsenior Mag. Günther Hofmann v. Germanicus (BDB) StR Hans Hornyik v. Bourbon (BDB) Mag. Walter Reiffenstuhl v. Dr. Ariovist (BDB) ECHO 38


Hartenaugasse 8, 8010 Graz Tel.: +43 316 820 676-0, Fax: +43 316 820 676-20 office@pleon-publico-stmk.at | www.pleon-publico.at

PLEON Publico - Graz & Klagenfurt Public Relations & Lobbying GmbH


Normannenecho Nr. 11  

Die Verbindungszeitschrift der Katholischen Österreichischen Mittelschullandsmannschaft Normannia Graz im MKV. Ausgabe Nr. 11 Thema: Steierm...

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