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Dramaturgie Katja Prussas Licht Ernst Schießl Ton Otto Geymeier

ANGST von Stefan Zweig

Irene Wagner … Anne Cathrin Buhtz Strafverteidiger Dr. Fritz Wagner, ihr MANN … Dirk Lange Ihre Kinder … Sofia Chiara Pesa / Salome Höneß, Simon Cedrik Essing / Finlay Deavin Das Dienstmädchen … Linda Foerster Irenes Liebhaber Eduard … Steffen Riekers Eine Erpresserin … Linda Foerster Ein Apotheker … Winfried Wittkopp Eine Geliebte … Lisa Oertel Inszenierung … Wolfgang Gropper BÜHNE UND KOSTÜME … Ulrike Schlemm Musik … Ralph Schurbohm Licht … Ernst Schießl Dramaturgie … Katja Prussas

REGIEASSISTENZ, SOUFFLAGE, ABENDSPIELLEITUNG … Maren Friedrich ­ RODUKTIONSHOSPITANZ … Carima Wolter, Martin Habermeyer, Lukas Ullinger P TECHNISCHE LEITUNG … Ernst Schießl l PRODUKTIONSLEITUNG … Sabine Winkler ­BÜHNENMEISTER … Andreas Storjohann; Gregor Schlobat, Horst Ullmer LEITUNG B ­ ELEUCHTUNG … Ernst Schießl l LEITUNG TON … Otto Geymeier l ­LEITUNG ­KOSTÜM … Wolfram Broeder l LEITUNG REQUISITE … Pier Angelo Mombelli l LEITUNG MASKE … Brigitte McNaughtan l WERKSTATTLEITUNG … Barbara ­Hoffmann l STELLVERTRETERIN … Frauke Bornfeld l WERKSTATT … Elisabeth Popp; Patrick Lang, Jörg Seifert l BÜHNEN­ TECHNIK … Daniel Drechsler, Sebastian Ebert, Ralf Meier, Lutz Plorin, Dima Riewe, Antonin Slaby, Harald Stockmeyer, Helmut S ­ tumvoll, Bernd Wagner l BELEUCHTER/INNEN … Sabine Bock, Stephanie Borchardt; Axel Hack l GEWANDMEISTERIN … Renate Aurnhammer, Sandra Zeller l SCHNEIDEREI/GARDEROBE … Stefanie Luft, Anna Rojan l REQUISITEURIN … ­Madita Petzold l AZUBIS BÜHNENTECHNIK … Daniela Schulze; Vedran Avramovic PREMIERE am 5. Juli 2012 im Markgrafentheater Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main Für die Bühne bearbeitet von Koen Tachelet Rückübertragung der niederländischen Fassung von Koen Tachelet ins Deutsche ­ anhand des Originals von Stefan Zweig durch Hubertus Martin Mayr. Aufführungsdauer: 1h 30 Min., keine Pause.


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Es war nur Traum, durch den mein Schritt Wie über schwarze Wolke glitt, Doch Traum, des wissender Verrat Mein Innen hell nach außen tat Und deutsam quer durch Schein und Schlaf Geheimsten Nerv des Lebens traf. – Was wach ich nie mir eingestand, Stand klar in seinem Spiegelrand, Und dieser Traum, der fremd mich fand, Hat tiefer mich als Tag erkannt. Dies aber wies mir jener Traum: Ich ging durch einen fremden Raum, Der war nicht voll und war nicht leer, Nur Schweigen schwoll dort schwarz und schwer, Wie Wasser schwillt, wie Nacht hinfällt In dumpf’ und sternenlose Welt. Oh, dieser Raum, wie voll er war Von Vorgefühlen und Gefahr: Er drückte nicht, er drängte nicht, Und doch, sein Da-sein engte mich. Ich fühlte, dass mich was umstand, Gefährlich schwül und unbekannt, und zagen Fußes wandt ich mich, Wie ich dem Wartenden entwich. […] Stefan Zweig

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INTEGRATIONSFIGUR DER EUROPÄISCHEN INTELLEKTUELLEN Über Stefan Zweig

Klemens Renoldner (Direktor des Stefan Zweig Centre in Salzburg): Zweig hatte in den 1920er-Jahren die Mission, eine große Integrations­ figur der europäischen Intellektuellen zu sein. Er schrieb damals nicht erfolgsträchtige Romane, sondern einen Essayband nach dem anderen. Mit der Reihe Baumeister der Welt wollte er eine Art Typologie des europäischen Geistes erstellen, Casanova kommt da neben Dostojewski, Nietzsche, Freud und Charles Dickens vor. Er schrieb übrigens an seinen Verleger, man solle nicht zu viele Exemplare drucken, es würde das sowieso niemand lesen wollen. Aber das Gegenteil war der Fall. Diese Essaybände wurden Bestseller. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Das war ja kein leichtes Lesefutter. Renoldner: Weil ein großer pädagogischer Furor dahinter war! Sein 70 Seiten umfassender Essay über Kleist ist mit enthusiastischer, überbordender Begeisterung geschrieben. Das ist stilistisch total überinstrumentiert. Um auf die Substanz zu kommen, müsste man ein ­­ Drittel seines Enthusiasmus herausstreichen, die Kruste aus Bewunde­ rung und Kitsch abschlagen. Er hätte diese Superlativgier und das metaphorische Tremolo gar nicht nötig, wie man an den Überset­ zungen seines französischen Zeitgenossen Alzir Hella sieht. Er hat ihm, wie ein guter Lektor, die Adjektivüberlast herausgestrichen. In Frank­ reich ist Zweig also viel weniger bombastisch. Sind auch im deutschsprachigen Raum Entdeckungen und ­Überraschungen zu erwarten? Renoldner: Zweig war ein manischer Schreiber, er hat unzählige Zeitun­ gen und Zeitschriften europaweit mit Essays, Reiseberichten, Kunst­ kritiken, Rezensionen, Porträts beschickt. Und das Lebenswerk des US-Literaturprofessors Randolph Klawiter besteht darin, alles akribisch zu sammeln, was es von und über Zweig gibt. Seine Bibliografie wird gerade digitalisiert. Wir arbeiten daran, dass es eines Tages eine neue Studienausgabe gibt, wo man die Textgenese verfolgen kann, etwa ­zu den Romanen WELT VON GESTERN oder auch UNGEDULD DES H­ERZENS. Da gibt es ja verschiedene Fassungen, Kapitel, die er a­us­ gelassen hat. Welches schriftstellerische Verständnis hatte Zweig? Renoldner: Das des Vermittlers. Er schrieb zunächst Übersetzungen, Biografien, bekannt sind mehr seine erotischen Novellen. 1917/18, 5


unter dem Einfluss pazifistischer Intellektueller, änderte er sein ­Programm und verstand sich als europäische Vermittlerpersönlichkeit, die Frieden in Europa stiften und nationalistische Tendenzen bekämp­ fen wollte. Er entwickelte Ideen für Zeitschriften und Verlagsprojekte, wo Texte mehrsprachig publiziert werden sollten. Gemeinsam mit Freud und Einstein organisierte er eine Fülle von Petitionen und Kon­ gressen. Er wollte kein Schriftsteller mit großen Auflagen sein, sondern eine moralische Integrationsfigur, ein politisch verantwortungsbewuss­ ter Schriftsteller. Doch dann, als es um realpolitische Dinge ging, im Nationalsozialismus, wollte er sich nicht an der antifaschistischen Kritik an Hitler beteiligen, sondern über den Fronten bleiben. Er wurde dafür heftig angegriffen, nicht nur von Joseph Roth (Anm. d. R.: Österreichi­ scher Schriftsteller 1894–1939). War dieses Scheitern ein Grund für den Doppelselbstmord, den er am 22. Februar 1942 mit seiner zweiten Frau Charlotte Altmann in Brasilien verübte? Renoldner: Ja, denn Zweig identifizierte sich so stark mit seiner Mission, dass er sich total gescheitert sah: Hitler gewinnt ein Land nach dem anderen, die Japaner zerstören Pearl Harbor. Er konnte noch nicht sehen, dass sich auch für Hitler das Blatt wenden würde. Er hatte nie finanzielle Sorgen, auch im Exil nicht, er konnte reisen. Aber er war zutiefst erschüttert über die Situation in Europa. Verändert der Selbstmord den Blick auf das Werk? Renoldner: Er ist wie eine Folie, durch die man das Werk anders sieht. Selbstmord spielte in vielen Erzählungen eine Rolle, sowohl der v­oll­zogene Suizid als auch Suizidfantasien. ( So z. B. in ANGST, DER A­MOKLÄUFER, DIE GOUVERNANTE – Anm. d. R.) Dr. Klemens Renoldner ist Literaturwissenschaftler und Dramaturg ( Burgtheater Wien, Kammerspiele München, Schauspielhaus Zürich, Theater Bern, Chefdramaturg Wiener Festwochen u.a. ) Seit 2008 Direktor des „Stefan Zweig Centre” an der Universität Salz­ burg. (www.stefan-zweig-centre-salzburg.at)

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Am 23. Februar 1942 nahmen sich Stefan Zweig und seine Frau im brasilianischen Exil das Leben. Erst zum 70. Todestag des Schriftstellers 2012 hat die Israelische Nationalbiblio­ thek seinen Abschiedsbrief verÜffentlicht.

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SEELEN IM KORSETT Stefan Zweig und Sigmund Freud

„Jede Bedrängnis der Natur ist eine Erinnerung höherer Heimat.“ Dieses Diktum des frühromantischen Dichters Novalis stellt der ­kos­mopolitische Schriftsteller Stefan Zweig an den Beginn seiner drei­teiligen Essaysammlung DIE HEILUNG DURCH DEN GEIST von 1931. Er widmet sich darin den historischen Entwicklungen der modernen Psychologie, die im letzten Teil in der Auseinandersetzung mit dem großen sozialphilosophischen Seelenforscher – seinem „kostbaren“ Freund – Sigmund Freud gipfeln. Die produktive Beziehung zwischen Zweig und Freud spiegelt paradigmatisch das fruchtbare Verhältnis zwischen Literatur und Psychoanalyse. – „Wer einmal sich selbst ge­ funden, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren. Und wer einmal den Menschen in sich begriffen, der begreift alle Menschen“, schreibt Stefan Zweig 1922 am Ende seiner Novelle PHANTASTISCHE NACHT. […]. Ehrfurcht und Begeisterung charakterisieren die Beziehung Stefan Zweigs zu dem 25 Jahre älteren Arzt: „Hier war endlich ein Mann der Wissenschaft, wie ein junger Mensch sich ihn als Vorbild träumen konnte“, bekennt Zweig in seiner posthum erschienen Autobiografie DIE WELT VON GESTERN, worin er das repressive Klima seiner Jugend beschreibt, „diese unehrliche und unpsychologische Moral des V­erschweigens und Versteckens“. Zweig rühmt die „unbefangene Selbstverständlichkeit“, mit der Freud den Ursprung der Neurosen in der Unterdrückung sexuellen Begehrens lokalisierte, was in einer Atmosphäre verlogener Doppel­ moral „wie ein Pistolenschuß in der Kirche“ wirkte. Am 8. September 1926 schreibt Zweig an Freud, den „Einzigen, der die Mechanik des Geistigen uns schöpferisch erklärt“: „Lassen Sie mich einmal klar sagen, was ich, was viele Ihnen danken – den Mut in der Psychologie. Sie haben, wie zahllosen einzelnen Menschen der Literatur einer g­anzen Epoche die Hemmungen weggenommen. Dank Ihnen sehen wir vieles, Dank Ihnen sagen wir vieles, was sonst nicht gesehen und nicht gesagt worden wäre. […] Mir ist Psychologie […] heute eigentlich die Passion meines Lebens“. Sigmund Freud kämpfte gegen die wahnhafte Entstellung der ­Welt durch (Selbst-) Täuschung und setzte dieser eine aufgeklärte Wahr­nehmung der Realität entgegen, indem er deren Rätselhaftigkeit ins Z­entrum seiner Analyse rückte. Zweig, den Romain Rolland einmal als „Seelenjäger“ bezeichnete, „der sich den gefährlichen Schlüssel Freuds zu eigen gemacht hat“, war sich des Einflusses von Freuds Gedanken auf sein schriftstellerisches Werk durchaus bewusst. ­ 10


Am ­21. Oktober 1932 bekennt er dem Psychoanalytiker: „Alles was ­ ich s­chreibe ist von Ihnen beeindruckt und vielleicht spüren Sie, dass der Mut zur Wahrhaftigkeit, der möglicherweise das Wesentliche meiner Bücher ist, von Ihnen stammt“. […] Erinnerte Stefan Zweig der „Einsatz der psychoanalytischen Behandlung zunächst mehr an die ­k riminalis­tische Sphäre“, wie er in seinem Freud-Essay schreibt, so beleuchtet seine 1913 in Wien und Paris entstandene Erzählung A ­ NGST den leidenschaftlichen Kampf einer Frau um seelische Befreiung, gefangen in einem perfide inszenierten Seelendrama: „Erpressung als Zwang des Gestehens“ so notierte Zweig die Entstehungsidee für ANGST in seinem Tagebuch. „An der Seite eines begüterten, geistig ihr überlegenen Gatten [...] träge und zufrieden gebettet in ihrer behaglichen, breitbürger­ lichen, windstillen Existenz“, schildert Zweig die Ehefrau eines b­ekannten Rechtsanwaltes. Sie gehört zu jenen Frauen „deren innere Bürgerlichkeit so stark ist, daß sie selbst in den Ehebruch eine Ord­ nung [...] mitbringen“: Ihr Geliebter wurde nur „irgendein Zuwachs von t­emperiertem Glück, wie ein drittes Kind oder ein Automobil.“ Diese „Gemäßigtheit der Existenz“ deutet Zweig als „Widerspiel einer inneren Beziehungslosigkeit“, denn Irene Wagner fühlt sich „irgendwie um das wirkliche Leben durch diese Behaglichkeit betrogen“. ANGST zeichnet ein spannungsgeladenes Psychogramm einer ­ in ihrer gesellschaftlichen Identität gefangenen Frau, deren außer­­ eheliches Abenteuer gleichzeitig den Beginn ihrer innerseelischen S­elbstkonfrontation und aufkeimenden Emanzipation markiert […]. Durch den psychologisch-einfühlsamen Blick in den Abgrund seelischer Verzweiflung vermittelt Zweig die aufkeimende Bewusst­ seinsbildung einer Frau über die eigene weibliche und soziale I­den­ tität i­m Spannungsverhältnis zu einer repressiven Gesellschaft m­ännlicher Vorherr­schaft. ANGST von Stefan Zweig ist ein Menetekel entfrem­deten Dasein mit einer tragischen Melancholie das auf eine Heimat jenseits der Illusion hindeutet.

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Und dann geschah etwas so Furchtbares, dass es kaum wiederzuerzählen ist, weil die gewaltsam ­aufgespannte Natur in den Augenblicken des Übermaßes der Haltung des Menschen oft einen dermaßen tragischen Ausdruck gibt, dass ihn weder ein Bild noch ein Wort mit der gleichen blitzhaft einschlagenden Macht wiederzugeben vermag. Plötzlich kam der schwere, breite Mann die ächzen­ den Stufen herab mit einem veränderten, ganz ­müden und doch grimmigen Gesicht. Er hatte einen Brief in der Hand. „Rufen Sie alle Leute zurück!“ ­sagte er mit gerade noch verständlicher Stimme zu dem Chef des Personals: „Rufen Sie alle Leute ­zurück, es ist nicht nötig. Meine Frau hat mich ver­ lassen.“ Es war Haltung in dem Wesen dieses tödlich getroffenen Mannes, eine übermenschlich ge­ spannte Haltung vor all diesen Leuten ringsum, die neugierig gedrängt auf ihn sahen und jetzt plötz­ lich, jeder erschreckt, beschämt, verwirrt, sich von ihm abwandten. Gerade noch genug Kraft blieb ihm noch, an uns vorbeizuwanken, ohne einen einzigen anzusehen und im Lesezimmer das Licht abzu­ drehen; dann hörte man, wie sein schwerer, massiger Körper dumpf in einen Fauteuil fiel, und hörte ein wildes, tierisches Schluchzen, wie nur ein Mann weinen kann, der noch nie geweint hat. Und dieser elementare Schmerz hatte über jeden von uns, auch den Geringsten, eine Art betäubende Gewalt. Stefan Zweig

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STEFAN ZWEIG wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und wuchs im jüdischen ­ Bildungsbürgertum auf. 1901 erschien sein erster Gedichtband SILBERNE SAITEN. ­­Bis 1910 war er auf zahlreichen Reisen durch Europa unterwegs. Bis 1911 waren Werke wie TERSITES, DAS HAUS AM MEER oder BRENNENDES GEHEIMNIS entstanden. Er arbeitete ab 1918 als Journalist und Korrespondent. Nach Kriegsende ließ er sich in Salzburg nieder und seine Idee war es, eine geistig-ganzheitlich-humanistisch motivierte Allianz in Europa zu gründen. Im Jahr 1920 erschienen von Zweig ANGST, DER ZWANG sowie ab 1920 DREI MEISTER, 1925 DER KAMPF MIT DEM DÄMON. Sehr erfolgreich war die Veröffentlichung von STERNSTUNDEN DER MENSCHHEIT, 1927. Nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland, floh Stefan Zweig aus Angst vor Verfolgung nach London. Hier entstand das Buch UNGEDULD DES HERZENS. Ab 1934 wurden seine Arbeiten in Deutschland nicht mehr verlegt. Für Richard Strauss verfasste Zweig 1935 das Libretto zur Oper DIE SCHWEIGSAME FRAU. 1939 heiratete er zum zweiten Mal: Charlotte Altmann. 1940 verließ er Europa und reiste nach New York. 1942 erschien SCHACHNOVELLE und er ließ sich in Brasilien nieder. Hier verfiel Stefan Zweig in tiefe Trauer und Depression und nahm sich am 22. Februar 1942 in Petrópolis das Leben. 1944 erschien posthum seine Autobiografie DIE WELT VON GESTERN.

NACHWEISE: DIE BALLADE VOM TRAUM. In: Hans Arens STEFAN ZWEIG. IM ZEUGNIS ­SEINER FREUNDE. München & Wien 1968. Stefan Zweig VIERUNDZWANZIG STUNDEN AUS DEM LEBEN EINER FRAU. In MEISTER­ NOVELLEN, Frankfurt am Main 2009.

www.spiegel.de (vom 23.2.2012) ANGST Stücktext in der Bearbeitung von Koen Tachlet. Christina Kaindl-Hönig SEELEN IM KORSETT. STEFAN ZWEIG UND SIGMUND FREUD – SPUREN EINER BEZIEHUNG IN DER ERZÄHLUNG ANGST. Originalbeitrag für das Programmbuch zur

Inszenierung der Salzburger Festspiele 2010. (hier stark gekürzt). Walter Pöldinger KULTURELLE PSYCHOLOGIE UND PSYHCHIATRIE, Karlsruhe 1992. DER STANDARD vom 24.11.2011. PROBENFOTOS: S. 3: Anne Cathrin Buhtz, Dirk Lange; S. 8–9: Dirk Lange, Anne Cathrin Buhtz; S. 12–13 v.l.n.r.v.o.n.u: 1 Anne Cathrin Buthz, Linda Foerster; 2 Steffen Riekers, Anne Cathrin Buhtz; 3 Winfried Wittkopp, Anne Cathrin Buhtz; 4 Ensemble Foto Stefan Zweig © S. Fischer Archiv IMPRESSUM: Programmheft Nr. 5 Spielzeit 2011. 2012 I Intendanz: Katja Ott I Redaktion: ­Katja Prussas I Probenfotos: Jochen Quast I Visuelle Konzeption: Neue Gestaltung, Berlin Druck: Druckerei Conrad Nürnberg GmbH. Bild- und Tonaufnahmen während der Vorstellung sind nicht gestattet. Textkürzungen sind nicht gekennzeichnet. Überschriften stammen z. T. von der Redaktion.

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Wir führen eine behagliche, breitbürgerliche, windstille Existenz. Liegt die Temperatur des Glücks vielleicht höher als die des Unglücks? Reizt Sattheit vielleicht noch mehr als Hunger? Gibt ein Leben ohne Gefahr vielleicht gerade Neugier nach dem Abenteuer? Stefan Zweig


Theater Erlangen – Angst