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DIE CHRONIK


Otto‘s Schischule seit 1968


Es war einmal... So fangen alle Märchen an

...eine fleißige Familie in Oberdorf, wo der Aufstieg begann. Josef und Anna Großegger zogen 9 Kinder auf, beschwerlich war ihr Lebenslauf.

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Paulahütte Am 27.2.1939 kam Otto zur Welt; und er eiferte seinem Vater nach, also war die Maurerlehre so etwas wie Bestimmung. In dieser Zeit hatte die “Postfräulein“ Paula von Rennweg eine Vision. Sie wollte im Gontal eine Hütte errichten. Die Hänge an den Flanken des Karecks luden förmlich zum „Brettlrutschn“ ein. Besonders die englischen Besatzungssoldaten waren vom „weißen Rausch“ besessen und Schikurse waren voll im Trend. Kurz gesagt, die flotte Paula kaufte vom Schlosser Michl den Grund und dieser stellte seine starken Ochsen für den Materialtransport zu Verfügung. Man schrieb das Jahr 1955 als die schmucke Hütte mit Zimmern (45 Bettenlager) und Gastwirtschaft eingeweiht wurde.

Die gute Frau Schlosser sah in der Küche nach dem Rechten und als Sherpa (Träger) fungierte der zähe Maurerlehrling Otto Grossegger, ein fünfzehnjähriges Double vom „schwarzen Blitz“ Toni Sailer in Kitzbühel. Maurer und Skilehrer, das war die Vision des jungen Mannes, der keinen Umweg scheute, seine Ziele zu erreichen. 5


Otto

Vom Hilfsschilehrer zum Chefschilehrer Die Familie Kastner legte die Initialzündung für das Schizentrum Katschberghöhe. Damals geizte der Winter nicht mit Schnee. Die Gäste scheuten keine Mühen für anstrengende Aufstiege. Die erste Schischule leitete Adi Pein, als Hilfsschilehrer rekrutierte er ein paar charmante Bauernburschen. Damals wurde noch nicht so heiß gegessen wie gekocht……

So verdiente sich auch der junge Otto seine ersten Sporen als Hilfsschilehrer von Adi Pein in der Expositur bei der Paulahüttn im Gontal. Lehrer und Schüler brettelten sich ihre Übungshänge selber und niemand beklagte sich über einen Mangel an Aufstiegshilfen. Auf der Katschberghöhe hatte sich 1956 eine Wachablöse abgezeichnet. Matthias Bogensberger, der Sägeschneider aus dem Lungau avancierte zu Kärntens Skipionier Nr. 1! Er war sozusagen der Columbus, der den weißen Kontinent Katschberg entdeckte und aus dem Dornröschenschlaf weckte.

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7 Ausbildung


Der Weg zum Erfolg


Otto‘s Schischule Seit 1968 Von nun an ging es Schlag auf Schlag: 1957 wurde der Tschaneklift in lichte Höhe gepuscht. Für die Maurerarbeiten im Sommer war Otto Grossegger immer die erste Wahl. Den Anwärter zum Landesschilehrer erledigte Otto1958 auf der Gerlitzen. Die Prüfung krönte ein excellenter Auftritt in schwarzer Keilhose vom Modelschneider Oschonig, dessen Vater in der Landesregierung Straßenbeamter war, jeden Urlaub quartiert er sich beim Wegmacher Norbert ein. Oschonighosen, das war in den Fünfzigerjahren Lifestyle pur! 1958 übernahm der Landesschilehrer Lorenz Lindner die Schischule von Adi Pein. Nachdem er am Arlberg die Prüfung für die Eignung erfüllte. Damals gab es noch ein strenges Monopol. In einem Revier durfte sich nur eine einzige Schischule etablieren. Otto befand sich noch mitten in der Ausbildung. Lorenz stellte Ihn als Chefskilehrer ein. Und wenn er als Musiker (Alleinunterhalter) drei Tage pro Auftritt auf Tournee war, musste Otto die Zügel straff in der Hand haben. Nur bei Erni (Frau Lindner) biss er auf Granit. Aber da gab es noch ein „Hintertürl“ für eine eigene Schischule. Die besondere, exponierte Lage über zwei Bundesländer erlaubte eine Ausschreibung für eine zweite Schischule: St. Michael am Katschberg. Zwei Tage lang machte Otto die Eignungsprüfung auf der Schmittenhöhe in Zell am See und er bestand sie als Einziger vor 8 Bewerbern. Aber die große Hürde für einen Volksschulabgänger war die Englischprüfung. In der Salzburger Landesregierung nahm sich Dr. Oppitz seiner an und schickte ihn zu einem Schnellsiedekurs 4 Wochen nach England. Müßig zu erwähnen, dass Otto auch diese Klippe kongenial umschiffte. Und so erfolgte im Dezember 1968 die Gründung von Ottos Schischule - St. Michael am Katschberg. Der Start war mit 3 Schilehrern bescheiden, das Büro befand sich im Alpenhotel Bogensberger, klein aber fein. Der Schiverleih beschränkte sich auf Restpaare, welche betuchte Urlauber zurückgelassen hatten.

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11 GrĂźndung


Das Haus Alpina Der Start zum Erfolg

Otto liebäugelte mit einem zweiten Standbein als Segellehrer für die Sommersaisonen. Weil 1960 in Hamburg durch eine Springflut die Dämme gebrochen waren, wurden fleißige Akkordarbeiter angeheuert um die Lücken zu schließen. Mit einem steirischen Kollegen verdiente Otto 1800 Schilling in der Woche, weil ihre Bilanz die bodenständigen Aspiranten 3fach überflügelte. Und der Pöbel drohte sie erschlagen zu wollen…

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Erfolg

Otto sparte jeden Heller für ein Grundstück am Katschberg. Und 1971 stellte er mit seinem Vater und Bruder Ernst den Rohbau für die Pension Alpina auf.

Der Anfang war gemacht; aber der Preis war fast zu hoch. In der Nacht in der Kasermandlbar zu arbeiten, um 6 Uhr umziehen, sich bis zum Abend am Rohbau schaffen zu machen, in der Woche mit 10 Stunden Schlaf auszukommen, war Raubbau pur!

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Die härtesten Jahre von Otto „Das waren meine härtesten zwei Jahre!“ schüttelt der Jubilar noch heute den Kopf.

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In einer Saison vermittelte uns das Reisebüro als Kundschaft bis zu 1800 Engländer. In den drei Wochen im Februar beschäftigte die Otto´s Schischule bis zu 85 Schilehrer. Diese kamen aus über 10 Nationen und Freundschaften daraus gehen noch heute über den ganzen Globus. Anders die jahrzehntelangen Stammschilehrer der Schischule. Diese kamen von Zederhaus, über St.Michael bis natürlich in´s Katschtal.

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Erfolg

Aber 1973 war es soweit: Das Haus Alpina wurde eingeweiht. Es bestand aus einer Frühstückspension, angeschlossen eine Boutique, ein Friseursalon und das Schischulbüro.


Die Schischule Wenn Partner zu Freunden werden „Unter anderem steht und fällt die Qualität einer jeden Schischule mit dem Schilehrerteam!“ sind sich die beiden Otto´s einig und blicken stolz auf die Schilehrer-Gruppenbilder von einst und jetzt. „Unsere Betriebsausflüge ließ Partner zu Freunden werden und schafften ein Betriebsklima, das jahrzehntelang für beste Bedingungen sorgte.“

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Erfolg „Bis zu meiner Pension im Jahre 2008 hat fast jeder Katschtaler und Lungauer Bergbauer am Katschberg „Jetsetluft“ geschnuppert und einige Saisonen in unserer Schischule geglänzt. Aber die Zeiten haben sich gewandelt und aus dem Monopol wurde auf Kärntner Seite ein Fleckerlteppich von fünf Schischulen. Auch das Geschäft mit „Bed and breakfast“, wie die Engländer zu sagen pflegen, stagnierte. Die Zahl der Stammschilehrer pendelte sich auf ca. 20 ein.

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Otto der Zweite Der Snowboardboom Der Hoffnungsschimmer war 1975 die Geburt des Stammhalters Otto II. - Und Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst gar nichts. Der kleine Pistenfloh wuchs förmlich in seine Rolle als kongenialer Nachfolger von Otto I. hinein. Und weil damals der Snowboardboom wie ein Tsunami über die passionierten Wedler hereinbrach, hatte Otto der Zweite seine Marktlücke entdeckt. Er steuerte schnurrstracks seine Ausbildung zum Snowboardlehrer an, die er 1999 als staatlich geprüfter am Arlberg abschloss. Nun konnte er unter der Patronanz des Vaters diesen Zweig zum Blühen bringen. Zwischendurch beschäftigte die, anfangs etwas belächelte Snowboardschule an die 15 Snowboardlehrer und ebenso wuchs der Verleih auf über 300 Artikel. Nach erfolgreichem Abschluss des staatlich geprüften Schilehrer´s und dem Schiführer 2006, erfolgte fließend in dieser Saison die Übergabe der geschäftlichen und wirtschaftlichen Gebaren der Schischule von Otto I. auf Otto II. Und 2008 wurde die Wachablöse offiziell sanktioniert… Otto I. hat noch heute ein sehr feines Gefühl, wie er seine Rolle als Vater und Vorreiter am besten anzulegen hat, ohne die eigene Entwicklung von Otto II. zu beschränken. Sie halten zusammen die beiden „Manda“ und respektieren einander ohne Vorbehalte.

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19 Otto Junior


Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm


Die Speckalm Das Appartementhaus Nach dem Verkauf des Hauses Alpina im Jahre 1996 stand für Otto II. die „Speckalm“ vom Mühlbacher Sepp als Sprungbrett für eine Expansion – Appartements und Schischulbüro mit Verleihshop etc. – auf der Wunschliste. Nach kurzer und erfolgreicher Verhandlung wurde 2009 die Speckalm von Rauter Michael übernommen und ein Jahr darauf erstmals umgebaut.

Mittlerweilen mit 4 Standorten der Schischule und dem Appartementshaus war der Entschluss für den Jungunternehmer klar, den emotionalen & wirtschaftlichen Fokus auf den Katschberg, seinen Heimatberg, zu legen. Im Jahr 2014 wurde die Speckalm somit komplett umgebaut und erweitert. Moderne Appartements beherbergen seitdem an die 100 Gäste und sind sehr erfolgreich gebucht. Die Infrastruktur von Schischulbüro, Schiverleih mit Verkaufsshop, Skiservicewerkstatt und Wohlfühloasen lässt seitdem keine Wünsche mehr offen.

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Oder doch einen….?

Der umtriebige Unternehmer hegt seit geraumer Zeit einen Traum, der ebenso an das 50 Jahr Jubiläum gekoppelt ist. Und dieser tritt langsam wie ein Berggipfel mehr und mehr aus dem Nebel.

Und das es Otto II. mit seiner Zielstrebigkeit und seinem Willen schaffen wird, das braucht niemanden zu wundern, denn der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm und beide sind wohl bereits zu Lebzeiten Legenden in der Galerie der Katschbergpioniere.

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und „ad multos annos“ Hans Müller

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Speckalm

Er will das Haus Alpina wieder in die „Dynastie des Geschlechts Grossegger“ zurück holen. Heim und das hat sehr viel mit Nähe zu tun.


Katschberg 425 | A-5582 St. Michael T +43 4734 / 8244 | M otto@skischul.info www.skischul.info

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