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Ein Ratgeber zu risikoarmem Verhalten (II)
Die Bedeutung des Settings vor, während und nach dem Konsum TEXT
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Alex Bücheli
er erste Teil dieser Artikelreihe hat es aufge zeigt: Eine risikoarme Haltung nimmt in Bezug auf die Risiken psychoaktiver Sub stanzen eine wichtige Rolle ein. Psychoaktive Sub stanzen weisen ein breites Spektrum an positiven Effekten auf. Konsum ist jedoch immer auch mit Risiken verbunden, und wo eine Wirkung sich ent faltet, treten Nebenwirkungen auf. Um keine unnötigen Risiken einzugehen, sollte man dem Substanzkonsum generell mit einer risikoarmen Haltung begegnen. Diese hilft, potentielle Sekun därschäden, induziert durch den Konsum psy choaktiver Substanzen, zu vermindern. Zentral ist dabei das Konzept Drug, Set und Setting, das die Zusammenhänge zwischen der psychoaktiven Substanz (Drug), der Person (Set), dem Ort und
den Personen, mit welchen man konsumiert (Set ting), beschreibt (Leary et al. 1969). Das Konzept von Drug, Set und Setting lässt sich um die Ebenen vor, während und nach dem Konsum erweitern (siehe Tabelle auf Seite 75). Die Entwicklung einer risikoarmen Haltung bedeutet ein lebenslanges Lernen. Bei den erlebten Erfahrungen handelt es sich also um reine Anhaltspunkte. Bei der Reflektion der eigenen Konsumerfahrungen können in Foren geteilte Erfahrungen nützlich sein. Dies gilt vor allem dann, wenn eine möglichst große Gruppe von Konsumie renden ihre eigenen Erfahrungen in anonymisierter Form anderen Konsumierenden zugänglich macht. Die wichtigsten deutschsprachigen Foren sind u.a. eve-rave.ch und land-der-traeume.de.