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Luna Atra – Der schwarze Mond

Melanie Vogltanz

Melanie Vogltanz

Luna Atra Der schwarze Mond Leseprobe

Copyright © 2012 by Nixenblut Verlag, Wien. Autorin: Melanie Vogltanz Covergestaltung: Wolfgang Schütte (http://www.wolfe.de) Illustration: Sharon „HonHon“ Buch (http://honhon.co.de) Gedruckt in Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

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Laura Schlendernden Schrittes überquerte ich das Schulgelände, den Kopf zwischen die Schultern gezogen, um mich vor dem stärksten Regenguss zu schützen. Es war empfindlich kühl, und so zog ich mir rasch meine Weste über, die ich bislang um die Hüften geschlungen gehabt hatte. Dabei nahm ich aus den Augenwinkeln einen schwarzen Schemen wahr, der über mich hinwegglitt und hinter mir auf dem Dach der Schule landete. Als ich mich automatisch danach umdrehte, erkannte ich einen ungewöhnlich großen Raben, der mich aus bernsteinfarbenen Augen anstarrte. Ich hatte selten einen Vogel bei einem solchen Wetter fliegen gesehen und blieb verwundert stehen. Das Tier schüttelte sich, als wollte es seine Federn trocknen – natürlich ein zweckloses Unterfangen – und stieß einen heiseren Schrei aus. Schulterzuckend wandte ich mich um und setzte meinen Weg fort. Noch nie in meinem Leben hatte es mich so stark nach Hause gezogen wie in diesem Augenblick. Gerade hatte ich das schmiedeeiserne Tor des Schulgeländes durchschritten, als ein schwarz gekleideter Mann um die Ecke bog. Seine Augen hatten dieselbe Farbe wie die des Raben von zuvor, und sein vom Regen durchtränktes, langes Haar klebte ihm in der Stirn. Wie seine Kleidung hatte es die Farbe von Kohle. Mit einem seltsamen Grinsen hielt er direkt auf mich zu, und ich versuchte instinktiv, ihm auszuweichen. Obwohl der Kerl dies sehr wohl bemerken musste, folgte er mir unerbittlich. »Bin ich zu spät zum großen Event?«, rief er über das Rauschen des Regens hinweg. »Nicht doch, du kommst gerade rechtzeitig«, gab ich zurück, ohne ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. »In ein paar Minuten spielt die Band. Das darf man nicht verpassen.« »Und wohin willst du dann?« Sein Grinsen stellte eine Reihe ungewöhnlich weißer Zähne zur Schau. 3


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So unauffällig wie möglich trat ich ein paar Schritte zurück. Sofort schloss der Schwarzhaarige zu mir auf. »Ich will nirgendwo hin. Wollte nur frische Luft schnappen.« »Bei diesem Wetter?« »Ja.« »Dann hast du sicher nichts dagegen, wenn ich dich wieder hinein begleite?« Ich lächelte gequält. »Nicht doch. Du bist auch Schüler an dieser Schule?« »Nein. Nein, das nun nicht.« »Ehemaliger Schüler?« Der Schwarzhaarige grinste schweigend, und mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Ich schluckte krampfhaft, suchte in den Augenwinkeln nach einem Fluchtweg. Die Hand des Mannes war in die Tasche seines zerschlissenen Ledermantels geglitten, und es gelang mir kaum, meinen Blick davon abzuwenden. »Ich muss jetzt wirklich wieder rein«, brachte ich hervor. »Mein Freund wartet bestimmt schon auf mich. Er wird sich Sorgen machen, wenn ich so lange wegbleibe.« »Natürlich.« Ich konnte sehen, dass der Schwarzhaarige meiner Geschichte ebenso viel Glauben schenkte wie Camryn zuvor. War er etwa näher gekommen? Er war ganz eindeutig näher gekommen. Meine Hände ballten sich zu Fäusten und meine Beinmuskulatur spannte sich an. Mir blieb keine andere Wahl, ich musste rennen. Rennen und beten, dass der Schwarzhaarige schwerfälliger war, als er aussah. »Da bist du ja!« Der plötzliche Ruf ließ mich heftig zusammenzucken, und auch der Kopf des Schwarzhaarigen fuhr ruckartig auf. Seine Zähne fletschten sich zu einem lautlosen Knurren. Hinter mir war ein junger Mann aufgetaucht, den ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Zuerst dachte ich, ich bildete mir die schlanke Gestalt bloß ein, die, einem stillen Engel gleich, auf uns zugeschritten kam. Der Fremde schien 4


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von innen heraus zu leuchten, und er strahlte eine angenehme Ruhe aus, die im krassen Gegensatz zu meiner stetig wachsenden Angst stand. Natürlich handelte es sich bei dem Fremden um keinen tatsächlichen Engel, und doch war dies die erste Bezeichnung, die mir bei seinem Anblick in den Sinn kam. Er musste ungefähr in meinem Alter sein, seine Züge jedoch waren von einer Erfahrung geprägt, die seine Jugend Lügen strafte. Er war sehr schlank und von großem Wuchs, und sein Körper zeugte von einer versteckten Kraft. Sein sehr blasses, fein geschnittenes Gesicht war von hellem Haar eingerahmt, das ihm bis zu den Schultern reichte und in einem Farbton zwischen Weiß und Blond angesiedelt war. Das einzig Dunkle an ihm waren seine Augen, die sich deutlich vom Rest seines Gesichtes abhoben und mich sofort in ihren Bann zogen. Die Iris hatte die eigenartigste Farbe, die ich jemals gesehen hatte, eine Mischung aus Schwarz, dem tiefen Blau des Meeres und einem dunklen Grün, das mich an feuchtes Moos erinnerte. Sein Antlitz war so außergewöhnlich, dass es mich für einen Moment sogar die Gefahr vergessen ließ, in der ich noch immer schwebte. Während ich ihn wie in Trance angestarrt hatte, war der junge Mann auf uns zugeschritten und hatte sich sofort zwischen mich und den Schwarzhaarigen gestellt. Seine Hand berührte meine Schulter, und unvermittelt durchfuhr mich ein sanftes Prickeln, wie ein elektrischer Schlag, der sich durch meinen gesamten Körper zog. »Wo bist du nur gewesen, Laura? Die Show hat längst angefangen.« Ich öffnete den Mund, brachte jedoch keinen Ton heraus. Als ich nichts als Regenwasser schluckte, schloss ich ihn wieder. »Wer ist das?« Seine seltsamen Augen fixierten die des Schwarzhaarigen, schienen tief in ihn eindringen zu wollen. »Niemand«, brachte ich hervor. »Lass uns gehen. Ich friere.« Schützend legte der Fremde einen Arm um mich, und seltsamerweise fühlte ich mich in dieser Berührung geborgen, 5


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ein mir vollkommen unbekanntes Gefühl. Als er mich sanft Richtung Schulhaus dirigierte, warf er einen Blick zurück zu dem Schwarzhaarigen, der zähneknirschend im Regen stand. Die Hand, die in seiner Manteltasche steckte, zuckte nervös, und für einen Moment war ich mir sicher, dass er uns jeden Augenblick von hinten anfallen würde. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen fuhr er auf dem Absatz herum und verschwand hinter den dichten Regenschleiern. Da wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass der rätselhafte fremde junge Mann mir soeben das Leben gerettet hatte.

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Die Bösen Elegant landete die Krähe auf dem gehörnten Kopf der Statue und ließ ihren Schnabel bedrohlich klappern. Ihre Augen glitten über die Reihen der vermummten Gestalten hinweg, und als sie die wuselnde Masse brauner Nagerleiber zu deren Füßen gewahrte, schlossen und öffneten sich ihre Krallen in beinahe spastischen Krämpfen. Deutlich schien sie die saure Witterung der Ratten zu riechen, die aus allen Ecken der Stadt an diesen Ort geströmt waren, wo sie nun das Geschehen mit ebensolcher Aufmerksamkeit verfolgten wie die Krähe selbst. Doch sie ließ sich nicht von ihren Instinkten verleiten, blieb starr sitzen, als wäre auch sie ein Teil der aus Stein gemeißelten Figur, deren teuflische Fratze breit in die Menge grinste. Während Rainer all dies gewahrte, schauderte er leicht. Als er das letzte Mal einem solchen Treffen beigewohnt hatte, war er noch ein junger Mann gewesen, daher fiel es ihm schwer, sich zurückzuerinnern, ob sie schon damals von so zahlreichen Tieren umgeben gewesen waren. Die warmen Leiber der Ratten rieben unangenehm an seinen Knöcheln, und obwohl er für gewöhnlich keinerlei Ekel vor Nagern empfand, hätte er es doch bevorzugt, nicht mit diesen Wesen in Berührung zu kommen. Auch die Anwesenheit der schwarzen Vögel, die sich mittlerweile überall im Raum niedergelassen hatten, um gleich darauf zu absoluter Reglosigkeit zu erstarren, erfüllte Rainer mit einer tief greifenden Unruhe, die ihren Ursprung in einem uralten Teil seines Verstandes zu haben schien. Etwas haftete diesen Kreaturen an, das an gewöhnlichen Tieren nicht wahrzunehmen war, eine dunkle, klebrige Präsenz, welche alles um sie herum vergiftete. Rainer schloss die Augen und wünschte sich, er wäre der düsteren Stimme in seinem Kopf nicht gefolgt, die ihn im frühen Morgengrauen aus dem Schlaf gerissen hatte. Schon damals, vor knapp zwanzig Jahren, als die Stimme zum ersten Mal in seine Gedanken eingedrungen war wie ein Skalpell in den Leib eines Narkotisierten, hatte Rainer befürchtet, dass es 7


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ein schwerer Fehler gewesen war, sich auf diese Seite der Front zu stellen. Trotzdem hatte er heute erneut nach dem imaginären Wappen gegriffen, seine Knechtschaft ein weiteres Mal besiegelt, und nun stand er hier, inmitten all dieser unglücklichen Seelen, die vielleicht Frauen und Kinder hatten wie er selbst und trotzdem ohne zu zögern ihr Leben aufs Spiel setzten für eine Macht, die mit Menschenleben ebenso leichtfertig umging wie mit Bauern auf einem Schachbrett. Doch nein, er hatte richtig gehandelt. Vielleicht war es damals jugendlicher Leichtsinn gewesen, der ihn seine Entscheidung hatte treffen lassen, heute aber ging es um mehr – um unendlich viel mehr. Um die Saat des Bösen auszurotten, musste man Feuer legen, und auch, wenn diese Flammen neben dem verdorbenen Weizen ein paar gesunde Pflanzen verzehren sollten, so schufen sie dennoch fruchtbaren Boden, auf dem die nächste Generation erblühen konnte. Endlich erhob sich der Sprecher. Wie immer handelte es sich um einen Fremdling mit starrem Blick, dem dieselbe Präsenz anhaftete wie den Tieren, und als er mit langsamen Schritten den großzügigen Kellerraum durchquerte, landete eine der Krähen auf seiner Schulter und stieß ein heiseres Krächzen aus. Ohne auf das Tier zu achten, begann er mit emotionsloser Stimme zu sprechen: »Viele von euch sind gekommen, obwohl ihnen der Gestank des Zweifels anhaftet, der in Seinen Augen nichts anderes ist als der Gestank zukünftigen Aases. Zweifelt nicht, Diener des Einzigen, denn Zweifel macht euch schwach. Zweifel vernichtet euch. Zweifel ist euer Untergang.« Die vermummten Gestalten blieben bewegungslos und stumm, während der Sprecher durch ihre Reihen schritt und die Anwesenden dabei mit kaltem Blick observierte. »Ihr seid schwach«, raunte er einer schmächtigen Gestalt ins Gesicht, die etwas abseits der Menge stand. Der Angesprochene zuckte sichtlich zusammen, was der Redner mit einem verächtlichen Grienen quittierte. 8


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»Schwaches Fleisch. Schwache Geister. Unwürdiges Pack! In den alten Zeiten hätten dreimal so viele Männer sich dem Großen zu Füßen geworfen, dreimal so stark, dreimal so skrupellos!« Die schmächtige Gestalt schien zusehends in sich zusammenzuschrumpfen, als diese Schimpfrede sich über ihren Kopf ergoss. »Du!«, donnerte der Sprecher plötzlich. »Ja, Herr?«, drang es kleinlaut unter der Kapuze hervor. »Deinen Namen!« »Bernhard, Herr.« Ruckartig riss der Redner dem Jungen die Kapuze vom Kopf. Darunter zum Vorschein kam das hagere Gesicht eines Burschen, der nicht einmal halb so alt wie Rainer sein konnte. Seine Augen waren in stummem Entsetzen geweitet und von Furcht schwarz gefärbt. »Warum bist du hier?« »Ich bin dem Ruf gefolgt, Herr.« Es schien Bernhard immer schwerer zu fallen, verständliche Worte zu artikulieren. Sein Körper zitterte leicht, aber deutlich sichtbar. »Ich bin ihm gefolgt, wie alle hier. Um Ihm zu dienen.« »Du bist keiner Seiner Diener«, sagte der Sprecher mit ätzender Stimme. »Doch, Herr. Mein Vater war – « »Schweig! Wage es nicht, unaufgefordert zu sprechen, du Wurm!« Seine Hand berührte Bernhards Wange, eine beinahe liebkosende Geste. Der Junge hatte mittlerweile die Augen fest zusammengepresst, und aus seinem Gesicht war jedes bisschen Farbe gewichen. »Dein Geist ist unvollkommen«, hauchte der Sprecher. »Du bist nicht einmal den Boden wert, auf dem du stehst.« Er versetzte dem Jungen einen Stoß vor die Brust, sodass dieser strauchelte und auf dem Hinterteil landete. Ein gedämpftes Stöhnen drang ihm über die Lippen, und Rainer glaubte, Tränen in seinen Augen schimmern zu sehen. Die Ratten, die den Boden bedeckten, soweit das Auge reichte, 9


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versammelten sich mit blitzenden Augen um das warme, lebendige Fleisch, das so unverhofft in ihre Mitte geworfen worden war. Doch noch wagten sie nicht, sich daran gütlich zu tun. »Dieser Boden«, fuhr der Redner heiser fort, »ist Sein Eigentum. Was berechtigt dich dazu, auf Seinem Eigentum herumzutrampeln?« »Ich will Ihm nur dienen, Herr, das schwöre ich.« In Bernhards Stimme lag ein deutliches Flehen. »Alles, was Er von mir verlangen wird, werde ich tun.« »Ja, aus Angst«, gab der Sprecher verächtlich zurück. »Nicht aus Loyalität. Du weißt, wozu Er fähig ist, und hast dich uns angeschlossen, um deine Haut zu retten.« »Das ist nicht wahr.« »Lügner!« Bernhard presste die Hände auf die Ohren, und Rainer musste all seine Selbstbeherrschung aufbieten, um es ihm nicht gleichzutun. Das Wort war wie ein Donnerschlag durch das finstere Gewölbe gehallt. »Du bist ein Narr, wenn du glaubst, dich Seiner richtenden Hand entziehen zu können! Wer für sich selbst ist, ist nicht für uns. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und wer gegen uns ist, muss sterben.« Mit einem plötzlichen Ruck wandte er sich von Bernhard ab, dem die Tränen nun ungehemmt über das Gesicht flossen. Erleichterung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, als er dem bohrenden Blick des Mannes nicht länger ausgesetzt war. »Ich habe verstanden, Herr, ich habe verstanden! Ich werde ein guter Diener sein, ein treuer Diener, ich werde alles tun, alles ….« Der Redner machte eine abgehackte Geste mit der Rechten, und die Ratten fielen über den Burschen her. Die Krähe auf der Schulter des Mannes flatterte auf und stürzte sich mit ins Getümmel, den scharfen Schnabel gierig in die lockende Beute bohrend. Es war schockierend, wie lautlos das Massaker 10


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vonstattenging, und wie rasch. Innerhalb einer Minute war alles vorbei. Rainer schloss die Augen und unterdrückte ein Seufzen. Es war nicht das erste Mal, dass er so etwas mit angesehen hatte, trotzdem bedauerte er das Ende des Burschen. Vielleicht hatte er sich ihnen aus den falschen Gründen angeschlossen, aber er hatte doch für die rechte Sache einstehen wollen. Ohne auf die Masse der sich um das Fleisch drängenden Leiber zu achten, setzte der Sprecher seinen Rundgang fort, immer wieder vor einem der Anwesenden innehaltend, um ihn mit seinen glasigen Augen anzustarren. Noch immer rührte sich niemand, und obwohl Rainer die Gesichter der anderen nicht erkennen konnte, war er sich sicher, darin keine Regung entdeckt zu haben, wäre es anders gewesen. »Berichte!«, befahl der Redner einem anderen Vermummten. »In den vergangenen Nächten gab es zwanzig Gefangennahmen«, erklang eine ruhige Stimme, »und zwölf Tote.« »Zwölf?« »Hauptsächlich unliebsame Zeugen, Herr. Wie befohlen sind keine Spuren zurückgeblieben.« »Was nicht euer Verdienst ist«, ergänzte der Redner. Die Krähe, die mittlerweile wieder zu ihm zurückgekehrt war, gurrte zustimmend. Auf ihrem Schnabel klebte frisches Blut. »Zwanzig Gefangene«, wiederholte der Sprecher. »Wie viele Observationen?« »Etwa fünfzig, Herr. Die Zielpersonen sind schwer zu fassen. Sie wissen Bescheid und sind auf der Hut.« »Natürlich wissen sie es.« Der Sprecher lachte leise. »Verluste auf unserer Seite?« »Keine, Herr.« »Feiges Pack. Sie wagen es nicht, die Hand gegen uns zu erheben. Das wird ihr Untergang sein.« Erneut setzte der Redner sich in Bewegung. Schließlich hielt er vor Rainer an und zog ihm mit einem Ruck die Kapuze vom Kopf. Rainer blieb völlig regungslos, selbst, als der heiße, 11


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nach Verwesung stinkende Atem des anderen ihm ins Gesicht schlug. Er konnte jede einzelne, ölige Schweißperle auf der Stirn des Mannes glänzen sehen. »Dich kenne ich. Du hast uns bereits in den alten Zeiten gedient.« Da dies keine Frage war, schwieg Rainer. »Fühle dich geehrt, Diener, denn der Einzige hat eine besondere Aufgabe für dich.«

Ende der Leseprobe

»Luna Atra – Der schwarze Mond« erscheint im Juli 2012 im Nixenblut Verlag

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