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h o f f n u n g

Nr. 1/2014

M i s s i o n s - M a g a z i n

Jesus baut Seine Gemeinde Afrikanische Flüchtlinge zu Besuch bei italienischen Christen

I N H A LT • Jesus baut Seine Gemeinde (Jörg Wehrenberg) • Projektbericht – Afghanistan • Aktuelles Projekt – Lampedusa • Gottes Wort für Nordkoreaner • Seminar – 1. Korintherbrief

Verbreitung des Evangeliums, Unterstützung von Missionaren und missionarischer Arbeit im In- und Ausland

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Inhalt

Impressum

Erbauung

VOICE OF HOPE

Jesus baut Seine Gemeinde herrlich und schön

Projektbericht – Afghanistan Als Botschafter des Friedens unterwegs in Afghanistan

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Flüchtlingsarbeit auf Lampedusa

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Projektbericht – Nordkorea

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Römerbrief-Seminar mit Jörg Wehrenberg

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Bibelstudium – 1. Korintherbrief

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Gebetsanliegen

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Hörbuchempfehlung

Gekentert, doch auf festen Grund gestellt

Gottes Wort für Nordkoreaner

Bericht einer Teilnehmerin

Folgeseminar mit Jörg Wehrenberg

Gemeinsam bitten und danken

Einheit in christlichen Gemeinden

Seminare für Frauen in Afghanistan

Erscheint fünf Mal jährlich Herausgeber: Missionswerk Voice of Hope e.V. Eckenhagener Str. 21 51580 Reichshof-Mittelagger Tel.: +49 (0)2265/99 749-0 Fax: +49 (0)2265/99 749-29 E-Mail: info@voiceofhope.de www.voiceofhope.de Bankverbindungen: Deutschland: Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt Kto-Nr.: 1000 103 331 BLZ: 384 500 00 Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE 983 845 0000 1000 1033 31 SWIFT-BIC: WELADED1GMB Postbank Frankfurt am Main Kto-Nr.: 92 223 607 BLZ: 500 100 60 Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE 815 001 0060 0092 2236 07 SWIFT-BIC: PBNKDEFF Schweiz: Missionswerk Voice of Hope – Stimme der Hoffnung e.V. DE Gummersbach PostFinance, 3030 Bern Kto-Nr.: 91-521048-7 Hinweis: Zweckgebundene Spenden werden grundsätzlich satzungsgemäß und für den vom Spender bezeichneten Zweck eingesetzt. Gehen für ein bestimmtes Projekt mehr Spenden als erforderlich ein, werden diese für einen ähnlichen satzungsgemäßen Zweck verwendet. Weitere Kontakte: in Kanada, USA, Dänemark, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Belgien und Frankreich Druck www.druckhaus-gummersbach.de

Evangelisation und praktische Hilfe auf Lampedusa

© 2014 Voice of Hope, Germany Bildernachweis: Voice of Hope Nachdruck oder Verwendung der in diesem Heft veröffentlichten Informationen sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet.


Editorial

C H R I ST U S,

der bauherr

Liebe Missionsfreunde, liebe Leserinnen und Leser,

»Und Ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.« Mt. 16,18

„Und ihr,” – so sprach Jesus einst Seine Jünger an – „für wen haltet ihr Mich?” Viele Menschen glaubten an Jesus als an einen großen Propheten; ihren persönlichen Erretter erkannten sie allerdings nicht in Ihm. Ihr Glaube war nicht auf dem Felsen, der Christus ist, gegründet und somit zum Scheitern verurteilt. – „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!” Diese Antwort des Petrus kam, getrieben vom Heiligen Geist, aus seinem tiefsten Herzen und aus klarer Überzeugung. Petrus, diesen Namen hatte Jesus Selbst ihm gegeben. Er bedeutet „Fels”. Der Herr hatte Petrus auf das sicherste Fundament gegründet; aber damit war Gottes Plan noch nicht abgeschlossen. Petrus sollte erleben, wie Christus Sich eine Gemeinde erbaut, die unverwüstlich ist. Er Selbst, der Sohn Gottes, hat Sich als Bauherr und Erhalter verpflichtet. Keine Macht der Welt ist in der Lage, diesen Plan Gottes zunichte zu machen. Und gerade da, wo die Existenz einer Gemeinde Christi als unmöglich erscheint, verherrlicht sich Gott, indem Er sich siegreich gegen die Macht Satans behauptet. Das Wunder von Bethlehem bezeugt dies in herrlicher Weise. Wie ein zartes Pflänzchen wurde der Sohn Gottes in einem unscheinbaren Winkel geboren. Sofort formierte sich heftigster Widerstand; der Bau der Gemeinde, der hier sichtbar begann, sollte im Keim erstickt werden – doch ohne Erfolg. Der Siegeszug Jesu setzt sich bis heute fort und wird einst im Himmel vollendet. Diese Perspektive gibt uns Grund, unserem Herrn mit der größten Freude zu dienen und Ihm zu vertrauen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieses Magazins. Möge der Herr Sie auch in diesem Jahr durch Seine Gnade führen und erhalten! Kornelius Dück Editorial

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Erbauung

Christliche Ortsgemeinden sind die

herrlich und schön

Frucht des

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Leidens von Jesus. Alles, was sie sind und haben, haben sie von Christus.

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christus baut seine gemeinde er Apostel Paulus hat etwas Bemerkenswertes über Jesus Christus und dessen Beziehung zur christlichen Gemeinde gesagt. Im Epheserbrief, Kapitel 1 schreibt er in den Versen 22 und 23: „Alles hat Gott Ihm (Christus) unterworfen und hat Ihn zum Haupt über alles eingesetzt für die Gemeinde. Sie ist Sein Leib, die Fülle dessen, der alle Dinge in jeder Hinsicht erfüllt.” Paulus spricht hier von der Autorität, die Jesus Christus besitzt, und von Seiner Beziehung zur Gemeinde. Wissen Sie, liebe Leser, was das Wesen Ihrer Gemeinde in ihrem Kern ausmacht? Paulus sagt, dass das Wesen einer christlichen Gemeinde nur von daher bestimmt werden kann, was Gott in und durch Jesus Christus getan hat. Er hat Ihn zum Herrn über die ganze Welt eingesetzt. Jesus Christus ist der Herr über die ganze Welt für die christliche Gemeinde. Die Gemein-

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de ist Sein Leib. Sie bildet die Fülle von Jesus Christus. Das Wichtigste, was Jesus Christus in dieser Welt aufbaut, sind christliche Ortsgemeinden. Christliche Ortsgemeinden – das Schönste, was Christus hervorbringt Es geht mir nicht darum, die Gemeinde an und für sich hochzujubeln, sondern zur Ehre von Christus zu erläutern, welche Würde und Schönheit, welche geistliche Schönheit die Gemeinde besitzt. Alles, was sie ist und hat, hat sie von Christus. Ihre Beziehung zu Ihm macht ihr Wesen aus. Ihre geistliche Schönheit hat sie von Ihm her. Ihre Schönheit rührt von ihrem Ursprung und ihrem Wesen her. Anhand dieser beiden Aspekte möchte ich die Schönheit der Gemeinde beschreiben. Zunächst geht es um den Ursprung der christlichen Gemeinden in Christus.


Christus baut Seine Gemeinde herrlich und schön Christliche Ortsgemeinden sind die Frucht des Leidens von Jesus. Paulus sagt in Eph.1, 22: „Alles hat Gott Ihm (Christus) unterworfen und hat Ihn zum Haupt über alles eingesetzt für die Gemeinde.” Jesus Christus herrscht über die ganze Welt – für die Gemeinde. Im Mittelpunkt Seiner Herrschaft über die ganze Welt steht die Gemeinde. Sie ist es, für die Er über die ganze Welt herrscht. Christus lenkt als der Herr alle Dinge in der Welt so, dass sie zum Vorteil der Gemeinde geschehen. So kommt es zum einen dazu, dass sie überhaupt existiert, zum anderen, dass sie wächst. Für die Gemeinde herrscht Christus über die ganze Welt. Er ist auch Herr der Gemeinde, und das in besonderer Weise. Jesus Christus ist nicht zufällig der Herr der Welt und der Gemeinde geworden. Gott der Vater hat Ihn dazu eingesetzt. Paulus sagt hier nichts über die Voraussetzungen, warum Gott Christus zum Herrn der Welt eingesetzt hat für die Gemeinde; er redet an anderen Stellen, auch im Epheserbrief, darüber. Gott hat Christus zum Herrn der ganzen Welt für die Gemeinde erhoben, weil Er Sein Leben im Gehorsam gegenüber dem Vater in den Tod gegeben hat. Gottes Sohn ist Mensch geworden. Er hat unsere Natur, die wir von Adam her haben, angenommen.

Für die Gemeinde herrscht Christus über die ganze Welt. Er ist auch Herr der Gemeinde, und das in besonderer Weise. Jesus Christus war ohne Sünde, aber Er hatte eine sterbliche, menschliche Natur wie wir. Darum konnte er die Sünde an sich heranlassen. Er wurde versucht wie wir, doch blieb Er in allem Gott treu. Die Folgen unserer Sünde ließ Er an Sich Selbst heran. Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, um uns zu erlösen von unse-

rer Schuld. Daraufhin hat Gott Ihn auferweckt zu einem ewigen, unzerstörbaren menschlichen Leben. Gott hat damit besiegelt, dass Jesus Seinen Willen erfüllt und durch Seinen Tod wirksame Sühne für unser verwirktes Leben geleistet hat. Weil Jesus für uns gestorben ist, hat Gott Ihn auferweckt und zum Herrn über die ganze Welt eingesetzt – für die Gemeinde. Die Gemeinde steht in ganz besonderer Weise in Beziehung zu Christus als ihrem Herrn. Über die Gemeinde ist Christus anders Herr als über die Welt. Die Gemeinde ist die Frucht Seines Leidens. Sie wird von Ihm aus der Welt gerufen. Sie zieht den Vorteil aus Seinem Tod und Seiner Auferstehung, indem sie unter Seine Herrschaft gerufen wird. Paulus redet in seinen Briefen viel von der christlichen Gemeinde. Wovon spricht er dabei eigentlich, was meint er mit Gemeinde? Das griechische Wort für Gemeinde bedeutet soviel wie „Versammlung”. Eine christliche Gemeinde ist eine Ansammlung von Menschen, die sich um den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus herum versammelt. Er steht bei ihnen im Mittelpunkt. Von Ihm aus wird die Gemeinde aufgebaut. Wenn Paulus von Gemeinde spricht, dann meint er konkrete Ortsgemeinden. Eine Ortsgemeinde ist ein Ort, an dem Christen regelmäßig zusammenkommen, um Gott zu loben, Sein Wort zu hören und das Abendmahl miteinander zu feiern. In einer Ortsgemeinde sind die Christen eng miteinander verbunden. Sie erweisen einander Liebe, indem sie sich gegenseitig unterweisen, ermahnen, ermutigen, trösten und helfen. Paulus sagt: „Alles hat Gott Christus unterworfen und hat Ihn zum Haupt über alles eingesetzt für die Gemeinde.” Er spricht hier in der Einzahl (Gemeinde); er hätte auch in der Mehrzahl, also von Gemeinden reden können. Dann Erbauung

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Christus baut Seine Gemeinde herrlich und schön wäre klar, dass er sich auf Ortsgemeinden bezieht. Wenn Paulus aber nun von Gemeinde in der Einzahl spricht, meint er nicht nur eine Ortsgemeinde, sondern spricht von der einen christlichen Gemeinde. Was meint er damit? Viele verstehen dies als einen Hinweis auf die weltweite christliche Gemeinde. Dies kann man so sehen, muss aber genauer erklären, was man damit meint, denn die eine weltweite christliche Kirche als Institution gibt es nicht. Gemeinde bedeutet ja in seiner Wortbedeutung „Versammlung”. Eine christliche Gemeinde versammelt sich um ihren Herrn Jesus Christus. Die eine weltweite christliche Versammlung gibt es nicht; es gibt nur viele einzelne Ortsgemeinden als christliche Versammlungen. Wenn Paulus von der einen christlichen Gemeinde spricht, dann meint er die himmlische Versammlung der Gläubigen, die sich um Christus im Himmel versammelt. Alle Gläubigen auf der Erde haben teil an dieser Versammlung. Jede Ortsgemeinde spiegelt die himmlische Gemeinde um Christus wider. Diesen Zusammenhang zwischen den Ortsgemeinden auf der Erde und der einen christlichen Gemeinde im Himmel finden wir in Hebr. 12,22.23. Dort wird von Christen, die sich zu einer Ortsgemeinde auf der Erde halten, gesagt: „Ihr seid zum Berg Zion gekommen und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu vielen Tausenden von Engeln, zu einer Festversammlung, zur Gemeinde der im Himmel aufgeschriebenen erstgeborenen Söhne Gottes ...” Hier ist von der einen Gemeinde im Himmel die Rede, zu der alle Gläubigen gehören. Alle Heiligen, die schon gestorben sind und für die Jesus als Opfer eingetreten ist, sind dort zu einer Gemeinde versammelt. Aber auch alle lebenden Christen auf der Erde gehören zur himmlischen Versammlung. Jede Ortsgemeinde auf der Erde ist Teil jener Gemeinde im Himmel. In jeder Ortsgemeinde spiegelt sich der Lobgesang der himmlischen Versammlung wider. Zusammen mit allen

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Heiligen im Himmel und mit den heiligen Engeln feiern die christlichen Ortsgemeinden Gottesdienst. Wir sind mit ihnen verbunden durch das gemeinsame Lob, das wir Christus singen. Wir sind mit ihnen verbunden durch den Glauben an Christus, durch den wir an dem teilhaben, was Er für uns am Kreuz vollbracht hat. Die eine himmlische Gemeinde repräsentiert vor Christus im Himmel die Gläubigen aller Ortsgemeinden auf der Erde. Die vielen Ortsgemeinden repräsentieren auf der Erde die eine christliche Versammlung im Himmel. Die eine Gemeinde der Gläubigen versammelt sich im Himmel um Christus. Die vielen Ortsgemeinden versammeln sich auf der Erde um Christus, der unter ihnen durch das Wort und Seinen Heiligen Geist gegenwärtig ist.

Eine christliche Gemeinde ist eine Ansammlung von Menschen, die sich um den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus herum versammelt. Die christlichen Ortsgemeinden sind das Schönste, was Christus hervorgebracht hat. Sie sind die Frucht Seines Leidens. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung sind die vielen Ortsgemeinden auf der Erde schon jetzt in der einen himmlischen Versammlung geeint. Jede Ortsgemeinde ist ein Ausdruck der himmlischen Gemeinde auf der Erde. Jede Ortsgemeinde verkörpert an ihrem jeweiligen Ort die Frucht der Leiden von Christus. Dabei bezeugt sie der Welt, wie schön, wie wertvoll das ist, was Christus am Kreuz vollbracht hat. Sie bezeugt es vor allen Dingen durch das Eintreten für die Gute Nachricht von Jesus Christus und Seinen Sühnetod am Kreuz. Sie bezeugt es auch durch die Liebe Gottes, die in ihr wirksam und sichtbar ist. Gemeinden sind im wahrsten Sinne des Wortes schön, weil sie Christus mit Freude loben. Sie spiegeln ein Stück von der Herrlichkeit Christi wider, weil sie sich untereinander und den Menschen um sich herum in Liebe dienen. Christliche


Christus baut Seine Gemeinde herrlich und schön Ortsgemeinden sind das Schönste, was Christus hervorbringt. Denn sie haben ihren Ursprung in Christus Selbst. Die christliche Ortsgemeinde ist die Frucht Seiner Leiden. Jetzt gilt es noch, ihr Wesen aus ihrer Gemeinschaft mit Christus zu verstehen. In den christlichen Ortsgemeinden pr ägt sich die heilschaffende Gnade von Christus auf unübertroffene Weise aus. Paulus schreibt in Eph. 1,23 von der christlichen Gemeinde: „Sie ist Sein Leib, die Fülle dessen, der alle Dinge in jeder Hinsicht erfüllt.” Jede christliche Ortsgemeinde auf der Erde ist ein überragendes Zeugnis der heilschaffenden Gnade von Jesus Christus. Paulus verdeutlicht dies, indem er zwei Begriffe benutzt, um die Gemeinde in ihrer Beziehung zu Jesus Christus zu kennzeichnen. Die Gemeinde ist Sein Leib und bildet Seine Fülle. Beide Begriffe – Leib und Fülle  – sollen verdeutlichen, dass die Verbindung der Gemeinde mit Christus unüberbietbar eng und reich ist. Die christlichen Ortsgemeinden sind der Leib von Jesus Christus. Damit ist nicht gemeint, dass sie identisch sind mit dem Auferstehungsleib von Christus – das wäre unsinnig. Christus hat mit Seiner Auferstehung einen neuen menschlichen Leib angenommen, der unterschieden werden muss von uns und unserem Leib. Diese Unterscheidung gilt sowohl jetzt auf der Erde als auch nach unserer Auferstehung im Himmel. Die „Gemeinde als Leib” ist eine bildliche Redeweise, die Paulus verwendet. Wenn er die Gemeinschaft von Christen, eine Ortsgemeinde, als Leib bezeichnet, soll damit die Verbundenheit der Glieder betont werden. Christen treten in einer Gemeinde so eng miteinander in Gemeinschaft, dass sie eine Einheit, einen Leib, bilden. Als Leib von Christus ist eine christliche Ortsgemeinde eine Gemeinschaft unter Christus, der sie

zu einer Einheit zusammengefügt hat. Der Ausdruck Leib von Christus meint weiter, dass eine Gemeinde auf das Engste von Christus in Seine Gemeinschaft aufgenommen ist. Christus ist ihr Stellvertreter. Mit allem, was Er für sie am Kreuz vollbracht hat, tritt Er für sie ein. Vorbehaltlos tritt Christus auf die Seite einer Gemeinde. Sie gehört Ihm, Er nimmt sie in Schutz. Er umkleidet sie mit Seiner Gerechtigkeit. Das Beste und Größte, was Christus getan hat, lässt Er ihr zukommen und stiftet auf diese Weise die innigste Gemeinschaft, die es gibt. Diese Gemeinschaft ist so eng, dass man die Gemeinde als Seinen Leib bezeichnen kann.

Die christlichen Ortsgemeinden sind das Schönste, was Christus hervorgebracht hat. Sie sind die Frucht Seines Leidens. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung sind die vielen Ortsgemeinden auf der Erde schon jetzt in der einen himmlischen Versammlung geeint. Das Zweite, was Paulus im Blick auf das Verhältnis von Christus zur Gemeinde sagt, kommt in dem Wort Fülle zum Ausdruck. Die Gemeinde, jede Ortsgemeinde, stellt die Fülle von Jesus Christus dar. – Wie ist das zu verstehen? Die Fülle, von der Paulus hier redet, ist die Fülle Gottes. Von eben dieser Fülle spricht Paulus in Kol. 2,9, wo er sagt, dass die ganze Fülle der Gottheit in Christus leibhaftig wohnt. Die Fülle Gottes, das ist die Fülle, die Er in Sich umfasst. Das sind Seine Herrlichkeit, Macht, Heiligkeit, Liebe und Weisheit. Mit Seiner ganzen göttlichen Fülle wohnt der dreieinige Gott in dem gekreuzigten, auferstandenen und zum Herrn über die ganze Welt eingesetzten Jesus Christus. Die Fülle Gottes in Jesus Christus, das ist die Erbauung

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Christus baut Seine Gemeinde herrlich und schön ganze Heilsfülle. Die finden wir allein in Christus – und in Ihm voll, ganz und im überschäumenden, herrlichen Überfluss der göttlichen Gnade. Nun geht Paulus einen Schritt weiter, indem Er sagt, dass die Gemeinde die Fülle von Christus ist. Nicht, dass die Gemeinde Christus füllt oder Seine Fülle vollendet. – Nein, die christliche Gemeinde ist es, die von Christus mit Seiner göttlichen Fülle erfüllt wird. Jede Ortsgemeinde ist Ausdruck der göttlichen Heilsfülle, die Christus als gekreuzigter und auferstandener Herr in sich trägt.

einer neuen, unüberbietbaren Schöpfung. In der christlichen Gemeinde prägt sich die heilschaffende Gnade von Jesus Christus auf unübertroffene Weise aus. Sie ist für Zeit und Ewigkeit so eng mit ihrem Herrn verbunden, dass es enger nicht geht. Christus hat sich ihr in Seinem Tod und Seiner Auferstehung gegeben mit allem, was Er ist und hat. Die Gemeinschaft der christlichen Ortsgemeinde mit Christus als ihrem Herrn erwächst aus Seinem Tod und Seiner Auferstehung. Weil das so ist, muss ihre Gemeinschaft mit Ihm einfach unüberbietbar eng und herrlich sein.

Was Christus am Kreuz vollbracht hat und was das für eine Fülle der göttlichen Gnade ist, wird nirgendwo sichtbarer, als in der christlichen Ortsgemeinde. Dort, und nur dort, kommen

Ich möchte Sie, liebe Leser, einladen, die Ortsgemeinde, Ihre Ortsgemeinde, durch die Schrift mit den Augen von Christus zu sehen. Menschlich gesehen mag es den Anschein haben, als ob sich da eine x-beliebige Versammlung trifft. Geistlich gesehen ist es aber eine Versammlung von Christen, die von Christus gerufen und auferbaut wird. Auch Ihre Ortsgemeinde ist mit Christus, dem Herrn der Welt, so eng in Gemeinschaft verbunden, dass sie, im Bild gesprochen, Sein Leib ist. In Ihrer Gemeinde, sowie in allen anderen christlichen Ortsgemeinden dieser Welt, ist kein Geringerer als der gekreuzigte und auferstandene Herr der Welt mit Seiner ganzen Heilsfülle gegenwärtig.

Schön ist eine Ortsgemeinde, wenn sie nicht auf sich selbst schaut, sondern auf Christus. Weil sie im Glauben auf Ihn schaut, spiegelt sich in ihren Gesichtern die Herrlichkeit von Jesus Christus wider. Menschen zusammen, die in Christus Vergebung ihrer Sünden erfahren haben. Dort, und nur dort, kommen Menschen zusammen, die Jesus Christus als ihren gekreuzigten und auferstandenen Herrn voller Freude loben. Nur in der christlichen Ortsgemeinde versammeln sich Menschen, denen Christus durch den Heiligen Geist Gaben gibt, damit sie Ihm dienen. In der christlichen Gemeinde, und nur dort, versammeln sich Menschen, die einmal zum ewigen Leben auferstehen werden. Sie, die sich dort treffen, weil sie an Christus glauben, werden ihrem Herrn in der Auferstehung von den Toten gleich werden in einem unzerstörbaren menschlichen Leben,

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Schön, geistlich schön, sind diese Gemeinden. In sich selbst sind ihre Mitglieder nichts weiter als verlorene Sünder. Aber durch Christus sind sie geheiligt und bilden Seinen Leib, durch den Er sich verherrlicht. Schön ist eine Ortsgemeinde, wenn sie nicht auf sich selbst schaut, sondern auf Christus. Weil sie im Glauben auf Ihn schaut, spiegelt sich in ihren Gesichtern die Herrlichkeit von Jesus Christus wider: Selbstvergessene Freude über Den, der sie erlöst hat und sie als Seinen Leib erhält und aufbaut. Herzlich grüßt Sie Ihr Jörg Wehrenberg


Projektbericht – Afghanistan

Als Botschafter des Friedens unterwegs in Afghanistan

„(...), doch jetzt sollen die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen.” Eph. 3,10

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in Kerzenlicht am helllichten Tag wird schnell übersehen. Herrscht aber tiefe Dunkelheit, wird der Nutzen einer brennenden Kerze in vollem Ausmaß offenkundig: Unverkennbar leuchtet sie ihre Umgebung aus. Gott baut Seine Gemeinde inmitten dieser Welt, die durch die Sünde immer tiefer in Finsternis versinkt. Dabei verherrlicht Sich Gott, indem Er Seine Botschafter mit dem Evangelium in die dunkelsten Winkel der Erde schickt, Menschen zum lebendigen Glauben erweckt und sie als Gemeinde auf einen Leuchter stellt. Afghanistan ist so ein dunkler Winkel. Der Islam beherrscht dort alle Lebens-

* Name von der Redaktion geändert

bereiche der Menschen. Rational gesehen kann dort unmöglich eine Gemeinde Christi gebaut werden. Aber da, wo die menschliche Weisheit am Ende ist, entfaltet sich Gottes Weisheit in all ihrer Herrlichkeit, damit die sichtbare und unsichtbare Welt die Wahrheit erkennen muss. Omar*, der als Missionar und Lehrer aktiv in den Gemeindebau in Afghanistan eingebunden ist, gewährt uns im Folgenden einen Einblick: Der erste einheimische Pastor „Der Herr baut hier weiterhin Seine Gemeinde, und wir dürfen daran mitarbeiten und Seine Wunder sehen. Wir sind daran beteiligt, wenn das Evangelium gepredigt wird, wenn Afghanen in der Bibel unterrichtet werden und wenn sie sich zu Jugendgottesdiensten und Familiengottesdiensten versammeln. Dabei kommt es uns vor, als befänden wir uns mittendrin in der Apostelgeschichte. Einheimische Christen, denen

»Denn sie sollen endlich erkennen, dass Du allein, der Du Herr genannt wirst, der höchste Herrscher über die ganze Erde bist.« Psalm 83,19

Afghanistan

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Projektbericht – Afghanistan wir das Evangelium verkündet haben, gaben anderen Zeugnis und ermutigten sie in der Nachfolge. So breitet sich die Gute Nachricht immer weiter aus und wird in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Es bilden sich kleine Gruppen von Christen, die vor großen Herausforderungen stehen. So wie es einst Paulus für wichtig erachtete, Titus zu beauftragen, Hirten in den neuentstandenen Versammlungen in Kreta einzusetzen, sehen wir auch in Afghanistan diese Notwendigkeit. Eine christliche Gemeinde in diesem Land ist wie ein Schaf inmitten eines Wolfsrudels. Viele Fragen des alltäglichen Lebens als Christ, die sich im Westen leicht beantworten lassen, stellen hier ein großes Problem dar. Wie wichtig ist es dann, wenn sich ein Hirte um die Schäfchen kümmert, indem er sie im Wort Gottes unterweist, stärkt, ermutigt und ermahnt. Aber sich als Hirte vor eine christliche Gemeinde zu stellen, kommt in Afghanistan einem Todesurteil gleich. Aus diesem Grund hat es seit mehr als 40 Jahren keinen einheimischen Pastor mehr gegeben. Wir sind aber guter Zuversicht, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Schon seit einiger Zeit beobachten wir, wie Gott einem einheimischen Bruder diese Aufgabe aufs Herz gelegt hat. Sein Name ist Djamal*. Djamal liebt den Herrn von Herzen und dient den Menschen. Er selbst kam durch evangelistische Fernsehsendungen zum

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Glauben. Die Fernsehpredigten hatten ihn aufgewühlt und nicht mehr losgelassen, denn einige Behauptungen wie ‚Jesus ist Gott‘ widersprachen den Glaubensüberzeugungen eines strengen Moslems. Aber Gott öffnete das Herz dieses Afghanen und machte ihn zu Seinem Kind und Diener, wie Er es einst bei Saulus tat. Durch Gottes Gnade ist er ein neuer Mensch geworden. Seine Frau Jamila* hat sich daraufhin von ihm abgewandt und lief aus dem Zimmer, sobald er von Jesus sprach. Doch sehr bald musste sie eines feststellen: Nachdem Djamal zum Glauben an Jesus Christus gekommen war, veränderte der Herr ihn radikal. Zuvor hatte Djamal seine Frau schlecht behandelt; nun bat er sie um Verzeihung und änderte sein Verhalten. – Sich als Mann bei einer Frau zu entschuldigen, ist in unserer Kultur etwas Undenkbares, eine Erniedrigung! Niemals würde ein Afghane sich so tief herablassen. Es ist nicht üblich, überhaupt jemanden um Vergebung zu bitten, geschweige denn seine Ehefrau! Nach zwei Jahren wurde auch Jamila durch die wirksame Liebe Gottes zu einer begnadigten Sünderin. Wenige Monate später wurde Djamal zum ‚Verräter des Glaubens‘ erklärt und ins Gefängnis gesperrt. Bei seiner Verhaftung bewies seine Ehefrau Mut: Vor den Polizeibeamten bezeugte sie furchtlos ihren Glauben: ‚Nehmt mich an seiner Stelle! Tötet mich, wenn ihr wollt, an seiner Stelle.‘ Die ganze Nachbarschaft hörte ihr Bekenntnis, die

* Name von der Redaktion geändert


Projektbericht – Afghanistan Polizisten zeichneten es auf. Im Nachhinein wunderte sie sich selbst über ihre eigenen Worte, ohne erklären zu können, woher sie diesen Mut aufgebracht hatte – Gott hatte das bewirkt. Heute ist Jamila die erste Afghanin, die im vollzeitigen Dienst des Evangeliums steht. Sie ist häufig mit meiner Frau Eliahna* unterwegs und lernt von ihr. Bruder Djamal leitet die Familiengottesdienste, zu denen er Gläubige in sein Haus einlädt. Wenn jemand sein Haus für Gottesdienste zur Verfügung stellt, kann man darin ein eindeutiges Indiz für echtes Vertrauen in Gott sehen. Ihre Töchter gestalten zusammen mit unseren Mädchen parallel dazu einen Kindergottesdienst; sie betreuen die kleineren Kinder und erzählen ihnen biblische Geschichten. Seit einiger Zeit wird Djamal*, der inzwischen aus der Haft entlassen ist, für den Pastorendienst geschult – in mehrfacher Hinsicht. Während der Unterrichtung im Wort Gottes rollte eine Bewährungsprobe nach der anderen über ihn und seine Familie hinweg. Eine möchte ich hier weitergeben: Ihr siebenjähriger Sohn wurde plötzlich sehr schwach und konnte nicht mehr gehen. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurde eine Muskeldystrophie Typ Duchenne diagnostiziert, eine unheilbare Muskelerkrankung. Der entsprechende Blutwert war um mehr als das Zehnfache höher (2000 CK), als bei einem gesunden Kind (<170). Wir glaubten an einen Irrtum und ließen am nächsten Tag erneut ein Blutbild machen – der Wert lag bei 3000. Ein niederschmetternder Schlag für die Eltern des Jungen. Solch eine Diagnose bedeutet für ein Kind eine geringe Lebenserwartung. Wir konnten nur eins tun: beten. Es war erstaunlich, dass die Eltern Kraft und Glauben an den Herrn hatten; sie fasteten und beteten. In allen Gottesdiensten und Gebetstreffen, die im Laufe der Woche stattfanden, beteten Geschwister für ihn. Nach einer Woche wurde erneut eine Blutuntersuchung gemacht – wir trauten unseren Augen nicht: Der Blutwert war von 3000 auf 97 gesunken! Das war ein echtes Wunder! * Name von der Redaktion geändert

Fr agen, die sich Afghanen stellen, wenn sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind Wie zuvor erwähnt, steht ein afghanischer Christ vor vielen Fragen, die Christen im Westen nicht beschäftigen, in dem islamischen Land aber alltäglich sind, z.B.: - Wie sie sich im Fall von Polygamie verhalten sollen, denn manche Afghanen haben mehrere Ehefrauen. - Wie sie sich als gläubige Christen verhalten sollen, wenn es um den Moscheebesuch geht. Von ihnen wird erwartet, dass sie freitags in die Moschee gehen; die Nachbarn achten genau darauf, wer die Moschee besucht. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss sich auf Fragen von Nachbarn und Geistlichen gefasst machen. Hier herrscht die totale Kontrolle. Die Moschee ist für sie ein Ort der Gemeinschaft, wo sich das soziale Leben abspielt. Menschen kommen dorthin, um sich auszutauschen; Hochzeiten und Beerdigungen finden dort statt. Folglich ist das ganze Leben geprägt von dieser Religion. - Gläubige junge Männer fragen mich, wie sie die richtige Ehefrau finden sollen. Das Problem: hier gibt es kaum gläubige Frauen. Daneben dürfen manche keinen Partner aus bestimmten anderen ethnischen Gruppen heiraten. Die Männer können auch nicht bedenkenlos verkünden, dass die ethnische Zugehörigkeit für sie keine Rolle spiele, da sie nun Christen seien. Die Wahl des richtigen Ehepartners ist hier eine der wichtigsten Fragen nach der Bekehrung. Wenn meine Frau und meine Familie meinen Glauben nicht teilen und nicht hinter meinem Dienst stehen würden, könnte ich meine Arbeit nicht tun. Würde sie nicht mitmachen und mit ihrer Meinung mir und meinem Dienst widerstreben, könnte ich diesen Dienst nicht tun. Sie dient mit mir zusammen und teilt meine Ansichten; ihre Ziele sind die gleichen wie meine. Afghanistan

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Projektbericht – Afghanistan Das ist ein wichtiges Thema, bei dem es um Prioritätensetzung geht. Es beschäftigt auch die jungen Männer, die gläubig geworden sind. Seitdem ich hier bin – das sind nun fünf Jahre – ist es noch nicht vorgekommen, dass jemand von ihnen eine gläubige Partnerin gefunden hat. Mit einigen jungen Männern sind wir gerade im Gebet, dass Gott ihnen Weisheit schenkt, was sie tun sollen. In diesem Zusammenhang kommt eine weitere Frage auf, die den Dienst betrifft: Welchen Dienst im Reich Gottes soll ich übernehmen? Und wie sind die Prioritäten richtig zu setzen in Bezug zur Verantwortung gegenüber der Familie? Der Glaube kommt ohne Vorschriften zum Ziel Als Lehrer sehe ich meine Aufgabe darin, Themen und Fragen von der Bibel her zu beleuchten, ohne den Neubekehrten Vorschriften zu erteilen oder, schlimmer noch, ihnen zu drohen. Ich sage ihnen deshalb nicht: ‚Wenn Du das nicht tust, wirst Du das Heil verlieren, den Zorn Gottes auf dich ziehen, Gott wird dich nicht mehr lieben.‘ Ich meine, dass ein Mensch nach seinem Glauben handeln muss, weil das eine Frage der Liebesbeziehung zu Gott ist. Hat er z.B. genug Glauben, es nicht zu tun, dann soll er nicht in die Moschee gehen. Diejenigen, die an unseren Hausgottesdiensten teilnehmen, gehen freiwillig nicht mehr in die Moschee, weil sie die Wahrheit erkannt und einen Ort kennengelernt haben, an dem sie die Wahrheit und das Wort Gottes gefunden haben. – Vgl. Joh. 6, 66ff: Von da an zogen sich viele Seiner Jünger von Ihm zurück und begleiteten Ihn nicht mehr. Da fragte Jesus die Zwölf: »Wollt ihr etwa auch weggehen?« – »Herr, zu wem sollten wir gehen?«, antwortete Simon Petrus. »Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen, und wir glauben und haben erkannt, dass Du der Heilige bist, Den Gott gesandt hat.«

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Seminare und Konferenzen Für Diener Christi Der Dienst unter Frauen wächst erfolgreich weiter. Die Bibelstudien für Frauen werden mittlerweile von einer einheimischen Schwester eigenverantwortlich geleitet, ohne die Hilfe oder Anwesenheit meiner Frau. Im September 2013 waren wir mit der Vorbereitung und Durchführung von drei Konferenzen beschäftigt. Die erste Konferenz richtete sich an die Schüler einer neu gegründeten Bibelstudiengruppe. Darin lag ein großer Segen für uns, da neben mir auch zwei einheimische Brüder unterrichtet haben. Damit waren erstmals einheimische Leiter bei einer Konferenz eingebunden. Sie besprachen Themen aus unserem Jüngerschaftsprogramm. Die zweite Konferenz richtete sich an geistliche Leiter mit folgenden Themen: Leiterschaft, Hirtendienst, Leitung, Fürsorge und Betreuung der Gemeinde. Dabei war deutlich zu sehen, wie unsere Brüder diese biblischen Prinzipien verstehen. Wir danken euch, liebe Geschwister, dafür, dass ihr mit uns zusammen diesen geistlichen Kampf austragt. Während wir nach dem Reich Gottes trachten und Schätze im Himmel sammeln, erleben wir, wie Gott sich um uns kümmert. Bitte betet für Bruder Djamal und seine Familie! Ungeachtet all dieser Schwierigkeiten beruft Gott treue Diener; die Gemeinde wird kontinuierlich gefestigt und gestärkt. Danke für eure Gebete bis hierhin! Betet, dass wir weiterhin unerschrocken und freimütig predigen dürfen und mit einem opferbereiten Herzen brauchbare Werkzeuge zum Bau der Gemeinde Jesu seien!” Liebe Missionsfreunde, lasst uns gemeinsam den Herrn für Seine Gnade preisen, die Er auch in Afghanistan triumphieren lässt. So wollen wir auch der Botschafter des Evangeliums weiter in unseren Gebeten gedenken, damit sie unter dem Druck der Verfolgung das Vertrauen auf den Herrn setzen. n


Lampedusa

Gekentert, doch auf festen Grund gestellt Gottes Werk unter Nordafrika-Flüchtlingen auf Lampedusa

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m Magazin 4/2013 berichteten wir über die humanitäre und evangelistische Flüchtlingsarbeit, die in Sizilien und auf der Insel Lampedusa seit 2006 verrichtet wird. Durch den engagierten Einsatz italienischer Christen haben schon viele afrikanische Flüchtlinge materielle Hilfe und das Wort Gottes erhalten. Bei einer Missionsreise nach Lampedusa gewannen Mitarbeiter von Voice of Hope Einblicke in die vielschichtige Flüchtlingsarbeit. Mit Hilfe von Missionsfreunden durften wir im November 2013 eine Lieferung mit Bibeln und christlicher Literatur vor Ort verteilen. Die etwa 20 km² große italienische Insel Lampedusa liegt zwischen Sizilien und Tunesien. Die Nordküste ist von steilen Klippen besetzt, während an der Südküste mehrere

Buchten mit Sandstränden die Inselgrenze säumen. Nicht nur für Touristen ist Lampedusa ein vielversprechender Zielort, auch tausende Flüchtlinge, meist afrikanischer Herkunft, versuchen jedes Jahr, den europäischen Inselboden zu erreichen. Das Tor nach Europa

»Der Herr ist gut und gerecht, darum weist Er die

Lampedusa ist der südliche Vorposten der Europäischen Union im Mittelmeer. Viele Afrikaner sehen darin „das Tor nach Europa”, weshalb sie eine lebensgefährliche Überfahrt mit einem meist seeuntüchtigen Boot riskieren. Viele Flüchtlingskähne sind bereits an den Klippen der Zielinsel zerschellt und haben dem Leben da ein Ende gemacht, wo es zu blühen beginnen Projektbericht – Lampedusa

Sünder auf den Weg.« Ps. 25,8

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Aktuelles Projekt – Flüchtlingsarbeit auf Lampedusa sollte. Die Wasserfahrzeuge sind häufig undicht oder weisen andere Mängel auf, und doch werden sie mit Menschen beladen, bis der Boden nicht mehr zu sehen ist. Daher enden viele Überfahrten tragisch, nachdem das Boot in Seenot geraten ist. Wer Lampedusa tatsächlich erreicht, wird dort registriert und weitervermittelt. Zuvor waren manche der Flüchtlinge monatelang auf der Flucht, bis sie die Wüste überquert haben und zur Küste gelangt sind, wo sie nach einem Schlepperkahn suchten. Um mitfahren zu können, bezahlen sie oft mit den gesamten Ersparnissen der Familie. In Tunesien und Lybien stehen sehnsüchtige Afrikaner nach dem nächsten Schlepperkahn Schlange, das in Richtung Europa aufbricht. Viele von ihnen sind junge Männer, die die Hoffnung auf ein besseres Leben im Herzen tragen. Wir haben das Anliegen, ihnen ein Leben in Hoffnung vorzustellen: das Leben mit Jesus. tr agödie im mittelmeer Am 3. Oktober 2013 erreichte der Flüchtlingsstrom einen traurigen Höhepunkt: Unweit von Lampedusa kenterten etwa 500 Passagiere mit ihrem Boot, das in Brand geraten war. Das Unglück kostete ca. 350 Menschen das Leben. Die Überlebenden sind erschüttert und brauchen Hilfe. Roberto, ein italienischer Küstenwächter, der Gott liebt und dem das Schicksal der Flüchtlinge sehr am Herzen liegt, half dabei, die Gekenterten aus dem Wasser zu ziehen und die Leichen zu bergen. Doch sein Einsatz beschränkt sich nicht auf seinen Dienstplan – er möchte, dass die Überlebenden die Errettung bekommen, die

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ihnen das ewige Leben gewährleistet. Deshalb organisiert er Dolmetscher, um den Flüchtlingen sagen zu können, dass die Hoffnung auf das irdische Leben nicht alles ist. Und Gott vollbringt Wunder. Die Menschen verspüren die Liebe, die von Gott durch den Evangelisten auf sie strahlt, und weinen Tränen der Rührung. Auf den Gesichtern der Jugendlichen zeigte sich nach einer langen Phase der psychischen Anspannung ein Lächeln. Das ist, was Gott wirkt. gottesdienst für gestr andete Auf Lampedusa befindet sich ein Flüchtlingslager, das die Überlebenden aufnimmt, bis sie gruppenweise nach Europa weitervermittelt werden. Die Christen nutzen diese Zeit, um sie zum Essen einzuladen und ihnen das Evangelium nahe zu bringen. Auch dieses Mal erwies eine Familie ihnen Gastfreundschaft. Um eine Unterhaltung mit den eritreischen Flüchtlingen zu ermöglichen, fanden sich zwei Dolmetscher für das Italienische und das Tigrinische, das neben dem Arabischen in Eritrea gesprochen wird. Beide Dolmetscher waren noch keine Gotteskinder. Als der Küstenwächter von Jesus erzählte, der Sein Leben gab, damit wir leben können, waren die Dolmetscher getroffen. Sie staunten darüber, dass hinter dem Christentum, dem sie ja offiziell angehörten, so viel Wahrheit und Leben steckt, und wollten mehr erfahren. Auch die Flüchtlinge waren überwältigt von der Botschaft. Gerade ihnen, die so knapp mit dem Leben davongekommen sind, war die Nachricht, dass Jesus für uns Sein Leben gelassen hat, sehr wertvoll. Lasst uns für


Aktuelles Projekt – Flüchtlingsarbeit auf Lampedusa

Gemeinschaft mit den Flüchtlingen

In der Mitte: der gerettete Moses

sie beten, dass sie von Jesus ergriffen werden und das wahre Leben beginnen können!

ihren Abflug aufs Festland am besagten Tag vom Morgen an. Das bot uns die große Chance, ihnen Bibeln und christliche Schriften zu schenken. Sogleich begannen die jungen, nach Hoffnung und Mut dürstenden Menschen, neugierig darin zu lesen. Damit diese Lektüre nicht fruchtlos bleibt, bedarf es der Gnade unseres Himmlischen Vaters, die durch Sein Wort neues Leben wirkt. Dafür wollen wir beten. So wird der Traum vom Leben in Freiheit Wirklichkeit – ein Leben in der Freiheit Christi.

Moses – aus dem Wasser gezogen Am Tag nach dem Unglück fiel dem Küstenwächter bei seiner täglichen Patrouille eine Plastiktüte auf, die im Wasser trieb. Bei näherem Hinsehen erkannte er einen Mann, der um sein Leben kämpfte. Schnell zog er den Hilflosen aus dem Wasser. Vier Stunden lang hatte der Mann auf offener See um sein Leben gekämpft – schwimmen konnte er nicht – und befand sich dabei nur einen Kilometer von der Küste entfernt. Der Gerettete stieß ein Dankgebet aus für seine Errettung. Es stellte sich heraus, dass er an Gott gläubig war. Als Roberto ihn nach seinem Namen fragte, sagte dieser: „Ich heiße Moses.” Möge Gott ihm helfen, durch die Erfahrung dieser wunderbaren Rettung auch anderen Menschen aus dem Sumpf der Sünde zu helfen!

Lasst uns für die Flüchtlinge und für unsere Glaubensgeschwister auf Lampedusa beten, dass sie ihren wichtigen Dienst in der Kraft Gottes weiterführen können. n

bibeln für die flüchtlinge Dank der Gnade Gottes und der finanziellen Unterstützung durch Geschwister durften auch wir uns an dem Dienst in Lampedusa beteiligen. Wir konnten vier Paletten englischer und französischer Literatur verteilen und zusätzlich mit Kleidung aushelfen. Die Flüchtlinge erwarteten Projektbericht – Lampedusa

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Projektbericht - Nordkorea

Missionsreise zu nordkoreanischen Arbeitern

in Russlands Taiga

W

»Mach dich auf den Weg in Richtung Süden! Benutze die einsame Wüstenstraße, die von Jerusalem nach Gaza hinunterführt«. Apg. 8, 26

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ir Menschen lieben es, wenn ein Vorhaben einen kalkulierbaren Ausgang nimmt. Bei der Verbreitung des Evangeliums unter allen Völkern verhält es sich oft ganz anders. Philippus wurde auf eine einsame Wüstenstraße geschickt, ohne dass er den Ausgang dieses Auftrages kannte. Nun wird uns heute nicht wie damals ein Auftrag von einem Engel übertragen. Gott schenkt Seinen Botschaftern ein tiefes Verlangen, bestimmte Or te aufzusuchen, um dort die Gute Nachricht verlorenen Sündern weiterzugeben. So ergeht es uns mit der Evangeliumsverbreitung unter den Nordkoreanern. Mehrere Tausend Nordkoreaner arbeiten in Russlands Fernem Osten in der Holzverarbeitung. Wir berichteten ausführlich im Magazin Nr.3/2013. Sie zu finden oder gar mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ist äußerst schwierig. Zum einen bewegen sie sich immer in einer bewachten Gruppe, zum anderen fürchten sie, von den eigenen Leuten verraten zu werden. Denn eine Unterhaltung mit Menschen aus dem Westen kann schnell als Fluchtversuch gedeutet werden. Doch

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in dem Wissen, dass für Gott keine Barriere zu hoch ist, haben wir den Gedanken nie aufgegeben, eine geöffnete Tür zu finden, auch den Nordkoreanern das Evangelium zu bringen. So machten sich im November 2013 zwei der Brüder unseres Missionswerkes auf den weiten Weg in den fernen Osten. Von dem Verlauf dieser Missionsreise berichten sie nun: „Nach einer 20-stündigen Flugreise kamen wir im fernen Osten Russlands an. Ziel war es, die Nordkoreaner, die in sibirischen Holzfällerlagern arbeiten, mit dem Evangelium zu erreichen. Auf der Hinreise wussten wir noch nicht, wo wir sie finden würden; wir erkundigten uns bei unseren Mitreisenden nach Orten, wo Nordkoreaner arbeiten. Wir baten Gott um einen Hinweis, und Er erhörte unser Gebet, indem Er uns einen Kontakt zu Gläubigen schenkte. Die Geschwister holten uns vom Bahnhof ab. Wir unterhielten uns mit ihnen in einem Café und lernten sie näher kennen. Als wir unser Anliegen vortrugen, schauten sie uns verwundert an, hatten sie doch seit zwei Wochen intensiv für eine Möglichkeit gebetet, unter Nordkorea-


Projektbericht – Nordkorea nern die Frohe Botschaft zu verbreiten. Wir freuten uns sehr, die Fügung Gottes zu sehen. Zusammen machten wir uns auf den Weg: 15 Stunden Zugfahrt lagen vor uns. Tatsächlich fanden wir Bungalows, in denen nordkoreanische Arbeiter untergebracht waren – von Stacheldraht umzäunt und von Wächtern streng beobachtet. Ein Gespräch mit ihnen war unmöglich. Also wollten wir die Koreaner an ihrem Arbeitsplatz auffinden. Mit einem Jeep machten wir uns auf den Weg durch die Taiga zu den Arbeitern. Auf unwegsamen Straßen und bei minus 25°C kamen wir nur langsam voran. Wir beteten zu Gott um Weisheit. Ein Bruder erinnerte sich an eine alte Holzfabrik, in der heute Nordkoreaner Holz verarbeiten, Parkett und Möbel herstellen. Bei vorbeifahrenden LK W-Fahrern erkundigten wir uns nach diesem Ort. Nach mehreren Stunden Fahrt fanden wir die Fabrik, schlichen unbemerkt hinein – und tatsächlich: hier arbeiteten nordkoreanische Staatsbürger. Wir sprachen sie an, aber die Männer redeten kaum. Eingeschüchtert, verängstigt und überwacht, haben sie große Furcht, mit Fremden zu sprechen oder etwas von ihnen anzunehmen. Im November wurden in Nordkorea 80 Menschen öffentlich hingerichtet. Ihr Verbrechen: Sie hatten südkoreanische Filme oder TV-Serien angeschaut. Als die Wächter uns entdeckten, mussten wir das Gelände verlassen. Wir waren Gott dankbar für diesen Erstkontakt und sind überzeugt, dass Er noch weitere Möglichkeiten schenken wird, Gespräche mit diesen Menschen zu führen, um ihnen das Evangelium weiterzugeben. Dankbar haben wir gesehen, wie Gott Seine Kinder zusammenbringt und ihre Wege vorbereitet. Laut einem Abkommen zwischen der russischen und nordkoreanischen Regierung erhalten jährlich etwa 10.000 Nordkoreaner ein Arbeitsvisum für Russland. Wir sehen darin eine Tür, die Gott uns für das Evangelium öffnet.

Die Geschwister vor Or t möchten unter den Nordkoreanern evangelisieren, doch es fehlt ihnen an Material, das sie verteilen könnten. Nützlich wären Traktate, Kalender, Bibeln und Bibelteile – am besten in Koreanisch. Da manche koreanische Arbeiter nur geringe Russischkenntnisse haben, wäre es ein großer Vorteil, sie in ihrer Muttersprache anzusprechen. Auch hierfür haben wir einen Hinweis bekommen, dem wir nachgehen. Liebe Missionsfreunde, bitte beten Sie mit uns für dieses Land und um offene Türen für das Evangelium unter den nordkoreanischen Arbeitern im fernen Osten! n

Gespräch mit den nordkoreanischen Holzarbeitern in Russisch-Fern Ost Projektbericht – Nordkorea

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Römerbrief-Seminar

Das Evangelium Im Römerbrief Bericht einer Seminarteilnehmerin

O

h Gott, Dir sei Ehre, der Großes getan! Du liebtest die Welt, nahmst der Sünder Dich an...” Mit diesem Loblied wurde das RömerbriefSeminar in der Zentrale des Missionswerks Voice of Hope eingeleitet. Zum Lob hatten alle Teilnehmer und insbesondere die Mitarbeiter der Mission allen Grund, denn Gott gab uns die wunderbare Möglichkeit, zum ersten Mal ein Seminar dieser Art durchzuführen. Den ersten von insgesamt vier Teilen zum Römerbrief brachte uns Bruder Wehrenberg am 25. und 26.10.2013. Am Freitagabend reisten die Geschwister aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden Deutschlands an. Nach einem gemeinsamen leckeren Abendessen bekamen wir eine Übersicht über den Römerbrief. Dies war sehr hilfreich, um die Kapitel 1-4, in die wir uns am Samstag vertieften, im Gesamtkontext zu sehen. Bruder Wehrenberg leitete mit einer Definition von „äußerer und innerer Klarheit” ein. Diese Begriffe stammen von Martin Luther und beziehen sich auf die klaren biblischen Aussagen einerseits – das ist die äußere Klarheit – und auf unser verinnerlichtes Verständnis der biblischen Aussagen andererseits – die innere Klarheit. Wie schön ist es, wenn äußere und innere Klarheit identisch sind; wenn wir als Bibelleser und -forscher Gottes Wort in unseren Herzen so vernehmen, wie Er es gemeint hat. Auch der Römerbrief trägt eine klare

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und eindeutige Botschaft. Und wir haben uns versammelt, damit diese Botschaft in uns klare Gestalt annehme. Aus einigen Versen im Römerbrief können wir entnehmen, dass Paulus ihn gegen Ende der 3. Missionsreise verfasst haben müsse (Römer 15, 23). Paulus hatte auch einen besonderen Anlass zur Niederschrift dieses Briefes. Er hatte vor, als von Gott berufener und beauftragter Missionar nach Spanien zu reisen, und wollte von Rom aus starten, da von dort die Distanz nach Spanien deutlich geringer war, als von seinem Hauptsitz in Antiochia. Auch wenn die direkten Adressaten des Briefes die Gemeindeglieder zu Rom waren, so hat Gott durch den Heiligen Geist über Sein Wort gewacht und dafür gesorgt, dass es uns heute noch belehrt, ermahnt, tröstet und ermutigt. Gott allein gebührt die Ehre Das hauptsächliche Ziel des Apostels Paulus im Römerbrief ist die Verherrlichung Gottes. Wenn er auch viel von der Rettung durch den Glauben spricht, so ist doch das Resultat des durch Glauben Geretteten die Verherrlichung des Herrn. Ein zentraler Begriff des Römerbriefes ist das ‚Evangelium‘, die frohe Botschaft von Jesus Christus, und zwar DIE EINE gute Nachricht, die selig macht (Römer 1,16). Ein weiterer Schlüsselbegriff ist die ‚Gerechtigkeit Gottes‘ (Römer 1,17). Bruder Wehrenberg zeigte zu diesem Begriff drei Verständnismöglichkeiten auf: a) Gott ist gerecht, b) Gott handelt gerecht und c) Gott schenkt Gerechtigkeit. Dies bringt uns nun zu der Frage: Wie kann es sein, dass Gott die Menschen, die doch alle Sünder sind (Römer 3,23), gerecht sprechen kann? Das würde doch Seiner Gerechtigkeit widersprechen,


Römerbrief-Seminar da die gerechte Konsequenz für die Sünde der Tod ist. Und doch: „Das Evangelium zeigt Gottes Herrlichkeit, wenn Gott Sünder gerechterweise gerecht spricht” (Jörg Wehrenberg). Unter diesem Motto verlief der Samstag (Römer 1,1 - 4,25). In der Gerechtigkeit vor Gott spielt die Volkszugehörigkeit keine Rolle, auch wenn die Juden diesen Anspruch oft erhoben. Gott ist grundsätzlich von Zorn entbrannt, wenn Menschen Ihn verunehren, ganz gleich, ob es sich ein Jude, ein Grieche oder ein anderer Mensch erlaubt. Diese Anklage führt Paulus von Römer 1,18 - 3,20 aus und zieht daraufhin das Fazit: alle Menschen sind vor Gott schuldig. Ohne Ausnahme. Der einzige Weg aus diesem Dilemma ist der Glaube. Die Alternative zum Glauben jedoch ist schrecklich. In Römer 1,24 heißt es: „Darum hat Gott sie dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit”. Die Menschen werden von der Sünde versklavt; sie können sich gegen diese Herrschaft nicht wehren. Der Zugang zur Gerechtigkeit ist nur durch Glauben möglich, was Paulus in zwei Abschnitten des Römerbriefes zeigt: 1. Römer 1,18 – 3,20: Gott urteilt im Gericht allein nach Taten. 2. Römer 3, 21 – 4,25: Gott spricht den Sünder, der an Jesus glaubt, gerecht. Das ist die Hauptbotschaft des Evangeliums, der einen guten Nachricht. Bereits im Alten Testament (Habakuk 2,4) wird die Rettung durch den Glauben thematisiert: „Der aus Glauben Gerechte wird leben”. Das Gesetz bringt die Verdammnis, da kein Mensch in der Lage ist, dieses zu halten. Gottes Gerechtigkeit ist abseits des Gesetzes Gott wendet das Urteil, Er rechnet dem Glaubenden eine „fremde” Gerechtigkeit zu. Das wird in den Versen 24-26 des 3. Kapitels sehr deutlich. Die Initiative zur Rechtfertigung des Menschen geht von Gott allein aus. In Seiner Souveränität hat Er

Seinen Sohn als Sühneopfer zu uns gesandt, was von Ewigkeit her bestimmt war. An Ihm hat Er den Zorn ausgelassen, der eigentlich uns Menschen galt. Jesus hat Gottes Zorn besänftigt. Die Sühne Jesu Christi am Kreuz ist die Grundlage dafür, dass Gott uns gerechterweise gerecht spricht. Und nun, da wir von Gott Selbst gerecht gesprochen worden sind, ist die Verherrlichung Gottes unsere dankbare Antwort an Ihn. Nicht uns gebührt der Ruhm, nein – Christus hat die Rettung vollbracht. Und nur Er allein! Wir Menschen haben zu unserer Erlösung keinen Finger krümmen können. Unser Glaube verherrlicht Gott, er ist das Durchgangstor zur Verherrlichung Gottes mit dem Leben. Ein gutes Beispiel liefert uns Abraham. Er glaubte bedingungslos. Gott rechnete ihm das zur Gerechtigkeit und erfüllte alle Zusagen. Eine der Zusagen lautete: „in Deinem Namen sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden”, denn in seiner Nachkommenschaft kam Jesus, der durch Seinen Tod die Sünde der Menschheit gesühnt und durch Seine Auferstehung eine neue Schöpfung eröffnet hat. Eindruck des Seminars Das Thema war in fünf Lektionen gegliedert, die jeweils über eine volle Stunde verliefen. Nach jeder Lektion wurde eine Pause eingelegt. Hier nutzten wir Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen zum Thema zu besprechen, uns untereinander über das Gehörte auszutauschen oder uns gegenseitig persönlich kennenzulernen. Wir freuen uns über die Erkenntnisse des Wortes Gottes, die uns an diesem gesegneten Wochenende klar geworden sind, und loben Gott dafür. Die Vorträge des Römerbrief-Seminars sind als mp3-Download bei Voice of Hope erhältlich (www.voiceofhope-shop.de). n Seminar

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Bibelstudium - Folgeseminar

1.KORINTHERBRIEF

- SEMINAR 2014 „Was immer ihr tut, ob ihr esst oder trinkt oder was es auch sei, verhaltet euch so, dass Gott dadurch verherrlicht wird!” 1.Kor.10,31

N

achdem wir das Römerbrief-Seminar am 11. Januar 2014 abgeschlossen haben, laden wir Sie, liebe Missionsfreunde, herzlich ein, mit uns den Folgebrief, den 1. Korintherbrief, zu betrachten.

Das Hauptanliegen, welches Paulus im ersten Korintherbrief verfolgt, fasst er in dem oben zitierten Vers zusammen. Er hat dabei vor Augen, dass die Lebensweise mancher Christen in Korinth Gott verunehre. Es sind vor allem zwei Bereiche, in denen er die Korinther gefährdet sah: Sexualität und Gottesanbetung. Im Bereich der Sexualität sieht Paulus die Gefahr der sexuellen Unmoral, durch die Gott verunehrt wird. Im Bereich der Gottesanbetung sind es der Götzendienst und das Streben nach menschlicher Ehre, die der wahren Gottesverehrung entgegenstehen. Paulus ermahnt und ermutigt die Gemeinde, alte Denkgewohnheiten und Lebensweisen vom Evangelium her zu überwinden. Bei der Betrachtung des ersten Korintherbriefes werden wir auf manche Themen zu sprechen kommen, die für die Gemeinden heute genauso relevant sind, wie für die Gemeinde in Korinth: Personenkult in Gemeinden, Gemeindezucht, Vermeidung sexueller Unmoral, Scheidung und Wiederheirat, eheliche Gemeinschaft, Ehelosigkeit, Verzicht auf eigene Rechte in der Gemeinde, Kopftuch der Frau, Feier des Abendmahls, die Geistesgaben in der Gemeinde, Ordnung und Vielfalt im Gottesdienst, die Rolle der Frau im Gottesdienst, die Liebe als höchste Gabe Gottes, die Bedeutung der leiblichen Auferstehung der Toten. – Das sind eine ganze Menge Themen, die im Verlauf der Beschäftigung mit dem ersten Korintherbrief erörtert werden. Dabei steht im Hintergrund immer die eine Leitfrage: Wie wird Gott in einem bestimmten Bereich des Lebens und der

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Voice of Hope Nr. 1/2014

Gemeinde verherrlicht, bzw. wo besteht die Gefahr, dass Sein Name in Verruf kommt? Das Seminar zum ersten Korintherbrief erstreckt sich über sechs Tageseinheiten, jeweils samstags, von Februar bis Juli 2014. Dieses Bibelstudium ist nicht nur für Älteste, Prediger, Missionare, Kinder-, Jungschar- und Jugendleiter gedacht, sondern richtet sich an alle Interessierten. Verpflegung: Für die Mahlzeiten ist gesorgt. Für eine begrenzte Teilnehmerzahl können wir kostenlose Übernachtungen anbieten. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer sich an den Seminarkosten beteiligen möchte, darf dies gerne in Form einer Spende tun. Wir bitten herzlich um eine Anmeldung bis zum 10. Februar 2014. Ihre Anmeldung können Sie uns schriftlich per Post, E-mail oder Telefon mitteilen; am liebsten wäre es uns aber, wenn die Anmeldung über unsere Webseite erfolgt: www.voiceofhopemissionswerk.de/schulungen-seminare. Veranstaltungsort: Auch dieses Seminar wird in unserem Missionsgebäude (Reichshof-Mittelagger) stattfinden. Sollte die Teilnehmerzahl gegenüber dem Römerbrief-Seminar deutlich höher ausfallen, werden wir in die Räumlichkeiten der Bibelgemeinde Gummerbach ausweichen, etwa 10 km vom Missionshaus entfernt. Wer die Möglichkeit hat, etwas länger zu bleiben, ist herzlich zum Gottesdienst am Sonntagmorgen in die Bibelgemeinde Gummersbach, Hohestraße 26, eingeladen. So haben Sie Gelegenheit, die mit dem Missionswerk verbundene Ortsgemeinde kennen zu lernen. Die Predigt wird an diesen Sonntagen ebenfalls von Jörg Wehrenberg gehalten. Fortsetzung auf Seite 23


Jesus baut

Gebetsanliegen

Seine Gemeinde

»Aber alle werden sich freuen, die auf Dich vertrauen; ewiglich werden sie jubeln, denn Du wirst sie beschirmen; und fröhlich werden sein in Dir, die Deinen Namen lieben!« Psalm 5, 12

Liebe Geschwister, beten Sie mit uns:

(Bei Bareinzahlung Empfangsbestätigung des annehmenden Kreditinstituts)

Verwendungszweck Abzugsfähige Zuwendung Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt

Auftraggeber/Einzahler

EUR

Sparkasse GummersbachBergneustadt

bei Konto-Nr.

1000103331

Missionswerk VOICE OF HOPE e.V. Postfach 100902, 51609 Gummersbach

Beleg/Quittung für den Auftraggeber

Empfänger

19 384 500 00

Unterschrift Datum

Seminar

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Bitte geben Sie für die Zuwendungsbestätigung Ihre Freundesnummer oder Ihren Namen und Ihre Anschrift an.

Konto-Nr. des Kontoinhabers

Kontoinhaber/Einzahler: Name, Vorname, Ort (max. 27 Stellen)

PLZ

Straße

Jahres-Spb

Jahres-Spendenbescheinigung?

Freundesnummer

MVH-

E U R H Ö C H S T E N D E S A U F T R A G I M

Missionswerk VOICE OF HOPE e.V.

1000 103 331

Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt

Betrag: EURO, Cent

Verwendungszweck

Bankleitzahl

bei (Kreditinstitut)

(Name und Sitz des beauftragten Kreditinstituts)

Wir danken Gott dafür, dass Klaus Karsten, der letztes Jahr einen Schlaganfall erlitt, wieder auf den Beinen ist; wir bitten den Herrn, unseren Arzt, dass der Genesungsprozess weiter voranschreitet.

Überweisungsauftrag/Zahlschein

arbeiter in der Zentrale von Voice of Hope und beten, dass Er ihnen Kraft für ihren Dienst gibt.

Empfänger: Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen)

• Wir danken Gott für unsere Missionare und Mit-

Missionswerk VOICE OF HOPE e.V., Postfach 100902, 51609 Gummersbach

Wort in schriftlicher Form und durch Predigten den Flüchtlingen in Italien weitergeben zu dürfen, und bitten Ihn, dass Sein Wort Frucht trägt. Wir danken und beten für die Geschwister vor Ort, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, und beten für eine gute Zusammenarbeit mit ihnen.

(Bankleitzahl)

• Wir danken Gott für die Möglichkeit, Gottes

SPENDE

tern im Fernen Osten, die ebenfalls unter Nordkoreanern evangelisieren möchten, und bitten Gott um Wegweisung für weiteres Vorgehen.

Benutzen Sie bitte diesen Vordruck für die Überweisung des Betrages von Ihrem Konto oder zur Bareinzahlung. Den Vordruck bitte nicht beschädigen, knicken, bestempeln oder beschmutzen.

• Wir danken Gott für den Kontakt zu Geschwis-

Konto-Nr. des Empfängers

Gemeinde Christi in Afghanistan und bitten Ihn, dass Er Seine Kinder bei den Bibelschulungen und Missionseinsätzen segnet.

Konto-Nr. des Auftraggebers

• Wir danken Gott für die geistlich wachsende

Zuwendungsbestätigung

Römerbrief-Seminar erleben durften, und bitten, dass auch das Seminar zum Korinterbrief allen Teilnehmern zum Segen und Gott zur Ehre dient.

Bis EURO 200,– gilt der abgestempelte Beleg als

• Wir danken Gott für Seinen Segen, den wir beim


Kurz notiert:

GEBETSANLIEGEN

 Wir danken Gott für den Kontakt zu Nordkoreanern und bitten um Seine Leitung, um ihnen mit dem Evangelium zu dienen.  Wir beten für die Flüchtlinge und die Helfer in Sizilien und Lampedusa, und bitten Gott um Segen in der Flüchtlingsarbeit.  Wir danken Gott für die wachsende Gemeinde Christi und die Bibelseminare in Afghanistan und beten für sie. 

Wir danken Gott für die vergangenen und die bevorstehenden Seminartage sowie unsere Missionare und Mitarbeiter in der Zentrale von Voice of Hope.

© Missionswerk Voice of Hope, Reichshof-Mittelagger

Wir danken Gott für die Verstärkung unseres Teams durch eine neue Buchhalterin (Elli Ertner), die Mitte Februar ihren Dienst in der Zentrale von Voice of Hope beginnen wird. Wir bitten um einen guten Start und Seinen Segen für sie.

Zuwendungsbestätigung zur Vorlage bei Ihrem Finanzamt

Das »Missionswerk Voice of Hope e.V.«, Eckenhagener Str. 21, 51580 Reichshof ist wegen Förderung gemeinnütziger religiöser Zwecke nach dem letzten ihm zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Gummersbach (St.Nr. 212/5825/1763) vom 29.09.2011 nach § 5 Abs.1 Nr. 9 des KStG von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des GewStG von der Gewerbesteuer befreit. Es wird bestätigt, dass die Zuwendung nur zur Förderung gemeinnütziger religiöser Zwecke ggf. (auch) im Ausland verwendet wird. Für Spenden bis € 200 gilt der von Ihrem Kreditinstitut abgestempelte Einzahlungsbeleg oder der Kontoauszug mit den vollständigen Buchungsdaten (Name und Kontonummer des Auftraggebers und Empfängers, der Betrag sowie der Buchungstag) in Verbindung mit diesem Abschnitt als Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt. Für alle darüber hinausgehenden Beträge senden wir Ihnen auf Anfrage eine Zuwendungsbestätigung zu.

• Bitte betet für unseren ehrenamtlichen Mit-

arbeiter Walter Penner, der seit 2013 im Verlagsteam mitarbeitet und demnächst vollzeitig einsteigen möchte.

Familie Walter und Vera Penner • Bitte betet für Benjamin Schulz, der seit

2008 als freier Mitarbeiter unseres Missionswerkes tätig ist.

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Voice of Hope Nr. 1/2014

Familie Benjamin und Irene Schulz


Bibelstudium-Folgeseminar

Seminarplan zum 1. korintherbrief Das Seminar erstreckt sich über sechs Tageseinheiten von Februar bis Juli 2014, jeweils samstags: 15. Februar: Gott wird in der Gemeinde verherrlicht, wenn man Gottes Weisheit erkennt und anwendet. => Die Gefahr rivalisierender Gruppen in den Gemeinden; 1.Kor. 1,1-4,17 15. März: Gott wird im Bereich der Sexualität verherrlicht, wenn man die Ehe hochachtet und den ehelichen Umgang pflegt. => Die Gefahr der Unzucht, die Chance der Ehelosigkeit; 1.Kor. 4,18-7,40 12. April: Gott wird verherrlicht, wenn man Götzendienst vermeidet. => Die Gefahr, Götzendienst schönzureden, um materielle Vorteile und gesellschaftliches Ansehen zu erlangen; 1.Kor. 8,1-11,1 10. Mai: Gott wird im Gottesdienst verherrlicht, wenn man Gemeindeglieder nicht beschämt dastehen lässt. => Die Gefahr, gute Sitten abzulegen und schlechte beizubehalten; 1.Kor. 11,1-34 14. Juni: Gott wird verherrlicht, wenn man den Gottesdienst so ordnet, dass eine Vielfalt von Gaben Gottes zur Anwendung kommt, so dass das Evangelium von vielen geredet und von allen verstanden wird. => Die Gefahr, dass einzelne Personen den Gottesdienst dominieren und dass man nicht versteht, was gesagt wird; 1.Kor. 12,1-14,40 12. Juli : Gott verherrlicht sich durch unseren Leib, jetzt schon und vor allem in der leiblichen Auferstehung. => Die Gefahr, die leiblichen Handlungen als gleichgültig oder bedeutungslos zu bewerten; 1.Kor. 15,1-16,24

Referent: Jörg Wehrenberg, Jahrgang 1970, kam gegen Ende seiner Schulzeit 1989/90 zum Glauben an Jesus Christus. Er schloss eine Ausbildung zum Krankenpfleger ab und studierte 1995-1999 an der damaligen Freien Theologischen Akademie in Gießen. Von 1999 - 2009 war er Pastor in der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Osnabrück. Seit kurzem arbeitet er freiberuflich als Prediger und Theologe. Er lebt in Duisburg und arbeitet dort in der Bekennenden Evangelischen Gemeinde DuisburgMarxloh mit. Seit einiger Zeit ist er freier Mitarbeiter unseres Missionswerkes.

Liebe Missionsfreunde, bitte beten Sie dafür, dass auch dieses Seminar den Teilnehmern zum Segen und Gott zur Ehre dient. Auch wenn es noch mehr an finanzieller Unterstützung bedarf, sind wir Gott dankbar, dass wir ein Folgeseminar abhalten dürfen. Wir möchten diese segensreichen Samstage nicht mehr missen und vertrauen uns unserem Herrn an, dass Er die Weiterführung der monatlichen Seminare ermöglicht. n Seminar

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Missionswerk Voice of Hope Eckenhagener Str. 21 51580 Reichshof-Mittelagger Tel.: 02265/99 749-0 Fax: 02265/99 749-29

info@voiceofhope.de www.voiceofhope.de

Einheit in christlichen Gemeinden (MP3-Hörbuch) Auslegungspredigten von Jörg Wehrenberg über: »Ansehen und Einfluss in der Gemeinde« – Markus 10,42-45 »Bewahrung der Einheit in christlichen Gemeinden« – Epheser 4,1-6 Viele Streitereien in christlichen Gemeinden und Organisationen rühren von Geltungssucht und Wichtigtuerei her. – Wie sollen Christen mit diesem Problem umgehen? – Indem sie eine Haltung einnehmen, wie Jesus sie in Markus 10,42-45 darlegt. »Ansehen und Einfluss in der Gemeinde« – Diese Wortbetrachtung soll alle wahren Christen dazu anspornen, sich in das Licht des Wortes Gottes zu stellen, das allein die Macht hat, ein selbstloses, liebevolles Miteinander zu schaffen und zu bewahren. »Wie kann echte Einheit in einer christlichen Gemeinde entstehen und erhalten bleiben?« Die »Bewahrung der Einheit in christlichen Gemeinden« (Epheser 4,1-6) bespricht Jörg Wehrenberg in der zweiten Predigt. Einheit in der Gemeinde setzt den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus voraus und wird aus Glauben bewahrt. Einheit besteht in Beziehungen, die von Liebe geprägt sind und in Demut bewahrt werden. Eine weitere Bedingung ist Einigkeit in wichtigen biblischen Lehren. Anhand von Eph. 4 erläutert Jörg Wehrenberg die Bedeutung und Anwendung dieser Aspekte. € 6,90 I Art.Nr.: 875.374 I mp3-CD, 101 Min. I www.voiceofhope-shop.de

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Missionsmagazin 2014-1 Deutsch  

Jesus baut SEINE Gemeinde

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