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gewidmet Hubert und Rosi Staudacher, 2Ol2


Das Tauerntreffen gibt es seit 2OO4. Viel länger schon machen wir mit Schneeketten am Motorrad herum. Meine erste MZ-Schneekette habe ich etwa l995 mit Hilfe eines PEWAG-Angestellten selbst gebaut. Er hatte eine handgezeichnete Skizze einer Kette für ein Russengespann, und ein paar Tipps für mich. Später habe ich die Schneeketten von unserem Freund Andreas kennengelernt, die er von einer gewissen Firma Staudacher für seine XT hatte fertigen lassen. Gelesen hatte ich diese Kleinanzeige schon mal irgendwo. Als ich hin und wieder gefragt wurde, wo man denn solche Ketten kaufen könne, habe ich den Kontakt zu den Staudachers hergestellt - und der ist seit damals nicht mehr abgerissen. Seit 2OO3 ist Staudachers Schneekettenangebot auf meiner Website zu finden, und ich glaube 2OO5 begannen unsere jährlichen Besuche auf der Anfahrt zum Tauerntreffen. DANKE an Hubert, Rosi und Mario für die Freundschaft und stets Kaffee und Kuchen ! Andreas, der motorang


Nicht nur beim Tauerntreffen geht es darum, mit dem Motorrad dort hinzufahren, wo es möglichst winterlich, idyllisch, vielleicht unverspurt ist. Und bei Wind und Wetter, Glätte und Steigungen trotzdem sicher anzukommen. Zudem fällt die Option „Spikes“ ja in vielen Ländern wegen gesetzlicher Regelungen aus. Und so gab und gibt es viele Versuche, die Schneeglätte zu beherrschen. Auf den folgenden Seiten sind ein paar zu sehen, die NICHT von Staudachers sind.


Es gibt auch andere Möglichkeiten, einen schneeglatten Berg zu bezwingen. Erwähnt werden sollte: - Reifennetz - Schi zur Sturzverhinderung - Leichtes Gefährt ohne Kette - Sehr schweres Gerät mit sehr sehr viel Kette - Extrem gute Lamellenreifen Alles hier zu sehen. Alles vom Tauern.


Und dann gibt es noch das Patent vom Hubert in seinen vielen Entwicklungsstufen. Zumeist abh채ngig von den Zulieferteilen und Halbzeugen.


Und dann gibt es noch die sprichwรถrtliche Staudacher-Gastfreundschaft.


Und dazu immer eine passende Problemlรถsung.


Jules aus Wales dankt und schickt Bilder von seiner Triumph: „Nachdem ich eine Staudacherkette fürs Hinterrad gekauft und verwendet hatte, war ich beeindruckt, wie gut der Grip war, und wie gut die Kette passte. Also kaufte ich noch eine für vorne. Leider hatte ich nicht bemerkt, dass die Kette manchmal an der Befestigungsschraube des Kotblechs striff, also brach die Kette unglücklicherweise während der Fahrt. Am nächsten Tag besuchte ich Hubert, um ihm die Kette zu zeigen - er ist gleich zum Motorrad marschiert und hat das Problem gefunden. Dann zeigte er mir, wie die Kette richtig zu montieren ist, so dass es mit der Ersatzkette nicht mehr passieren kann. Ich kann Huberts Arbeit nur weiterempfehlen und ihm für seine Hilfe nochmals danken!“


Rüdiger aus dem Ruhrgebiet schreibt: Ich war zum ersten Mal da und musste schon an der Schranke feststellen, dass alle Kettenkonstruktionen, die ich mir daheim ausgedacht hatte, Mist waren. Glücklicherweise hat mich Hondaharald unter seine Fittiche und an seinen Abschlepphaken genommen, mich hochgezogen, mich seelisch wieder aufgerichtet und mir freundschaftliche Ratschläge gegeben. Der beste davon war, zu Staudacher zu fahren, um dort Schneeketten anfertigen zu lassen. Ich hatte am Mittwoch schon bei anderen gesehen, dass scheinbar doch auch bei sehr wenig Platz zwischen Reifen und Schwinge etwas geht. Also machte ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zu Staudachers. Schon am Gartenzaun wurde ich von Frau Staudacher begrüßt, als ob das selbstverständlich wäre, dass man unangemeldet dort aufschlägt. Meine Bedenken wegen der Enge zwischen Reifen und Schwinge wurde von Ihr sprichwörtlich mit „geht nicht gibt‘s nicht“ beantwortet. Vater Staudacher war gerade beim Mittagessen, also sollte ich schon mal mein mit Schnee zugepanschtes Gespann in die Garage schieben. Mein Einwand, ich würde alles sauig machen, wurde charmant beiseite gewischt. Einen Kaffee könne ich haben und einen Krapfen dazu! Als dann kurz darauf der „Meister“ kam, wurden einige Pappen auf der Erde verteilt und sofort die Sachlage erkundet. „Das geht schon“ war der erste Kommentar! Mit der Dame des Hauses wurden einige Fachbegriffe ausgetauscht, sie verschwand um kurz darauf mit einer Kette wiederzukommen, die dann genau angepasst wurde. Ich fand das schon perfekt, der Meister aber noch nicht!! Zwischenzeitlich waren noch zwei Gespanne eingetroffen, von denen die Fahrer mit Namen begrüßt wurden!!?? (die können doch höchstens im vergangenen Jahr da gewesen sein; wieso kennen die Staudachers noch die Namen?) Auch da wurden schon mal Anweisungen gegeben, bevor bei meinem Gespann noch der Bremsanker versetzt wurde. Der war Vater Staudacher noch etwas im Weg gewesen. Das man als 66jähriger Mann so glücklich sein kann, wenn man s e i n e Schneekette in der Hand hält! Schnell bezahlt (ein Freundschaftspreis für so viel Mühe), einige Fotos gemacht, mich herzlich verabschiedet und ab zur Mautstation, um die Auffahrt zu genießen. Es ist bei einem Mal rauffahren an diesem Tag nicht geblieben!


Nur anlegen m端ssen wir die Ketten noch selbst ...


Abschließend nur noch ein paar Stimmungsbilder und ein DANKE an „unsere“ Staudachers!


Schneeketten  
Schneeketten  

Das 1. Tauerntreffenbuch

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