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Monti

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Jahrgang 2014, Juni, Ausgabe 55

Auf unserer Homepage gibt’s die Monti aktuell auch in Farbe


Monti aktuell Ein Bienchen

Vorwort Hallo Ihr lieben Montis, wer regelmäßig unsere Zeitung liest, weiß, dass wir nun beim Buchstaben N aus dem A-B-C der Guten Schule von Otto Herz angelangt sind. „Der Nähe zur Nachbarschaft nachspüren“, bedeutet für mich, immer wieder zu schauen, ob mein Verhältnis zu den Nachbarn, zu Freunden oder Kollegen so ist, wie ich mir das auch wünsche oder vorstelle. Oder kann oder muss ich etwas verändern? Nehme ich Dinge, Veränderungen, Freude oder Sorge bei ihnen wahr oder will ich das gar nicht? Möchte, soll oder muss ich unterstützen oder helfen, oder nicht? Das sind Gedanken, die wahrscheinlich viele von uns ebenso beschäftigen, die im Alltag vielleicht auch mal untergehen, die wir unseren Kindern und Jugendlichen in Kinderhaus und Schule oder natürlich auch zu Hause nahe bringen möchten. So beschäftigt mich derzeit sehr unser bevorstehendes Zirkusprojekt. Ich weiß von den Sorgen und Ängsten der Anwohner, was die Lautstärke und das „drohende“ Gewusel von uns vor ihren Vorgärten angeht. Ich hoffe, wir schaffen es miteinander gut, auch auf deren Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Liebe Grüße Sibylle Kellner

für......

Ricarda Freese und

Sigrid Oppelt

Ich wurde angesprochen, und tue es sehr gern, Euch beiden ein Bienchen zu widmen. Ricarda ist seit 4 Jahren und Siggi seit 2004 mit ihren Kindern an unserer Schule. Beide engagieren sich mit hohem Zeitaufwand, Freude, großem Wissen und Kreativität seit vielen Jahren im AK Öffentlichkeit und haben gemeinsam mit ihren Kollegen dort viel bewegt, um unser Kinderhaus, unsere Schule und den Verein einer breiten Öffentlichkeit auf gute und sympathische Weise näher zu bringen. Ricarda gestaltete z.B. viele unserer Monti - Flyer und Plakate, kümmerte sich um die Gesamtgestaltung der SekundarstufenZeugnisvorlagen und war verantwortlich für die neuen Notfallpläne im Rahmen der Sanierung des Schulgebäudes, mit Abstimmung der zuständigen Behörden zu allen rechtlichen Vorgaben. Siggis Aufgabe bestand über viele Jahre in der verantwortlichen Gestaltung unserer Zeitschrift „Monti Aktuell“. Dabei ging es zusammen mit ihren Kollegen um die Planung der Artikel übers Jahr, um das Erinnern aller Beteiligten zur rechtzeitigen Abgabe ihrer Beiträge (dafür besonderen Dank!) und natürlich nicht zuletzt um das kreative Gestalten aller Seiten. Beide werden nun leider zum Ende des Schuljahres unsere Schule verlassen und ihre Aufgaben an andere übergeben. Wir werden Euch vermissen, Euren freundlichen, oft auch geduldigen, immer zielstrebigen Umgang mit uns, Eure Gewissenhaftigkeit, Euer Mitdenken. Wir bedanken uns sehr herzlich und wünschen Euch und Euren Familien alles, alles Gute. Liebe Grüße Sibylle

Montessori Pädagogik Forchheim e.V. Träger von Schule und Kinderhaus, als gemeinnützig anerkannt und eingetragen beim Amtsgericht Bamberg, Aktenzeichen VR 10482 Egloffsteinstr. 33 91301 Forchheim Telefon: 0 91 91/73 66 77 9 Fax: 0 91 91/72 99 96 E-Mail: geschaeftsfuehrung@montessori-forchheim.de 1. Vorsitzender Christoph Kilgenstein 2. Vorsitzender Bernhard Jackermeier 3. Vorsitzender Michael Bayerlein Geschäftsführerin Sibylle Kellner

Finanzvorstand: Maja Wucherer Personalvorstand: Matthias Burger Schriftführerin Manuela Mylius

Bankverbindungen: Verein: Volksbank Forchheim, BLZ 76 39 1000, Konto 77 50 978 Schule: Sparkasse Forchheim, BLZ 763 510 40, Konto 80 52 300 Kinderhaus:: Vereinigte Raiffeisenbank BLZ 770 694 61, Konto 80 90 39

Montessori-Kindergarten Forchheim Kinderhaus „Pusteblume“ Balthasar-Schönfelder-Str. 36 91301Forchheim Tel. 0 91 91/70 44 32 Fax: 0 91 91/70 26 24 E-Mail:kindergarten@montessori-forchheim.de Private Montessori-Volksschule Forchheim, Grundschule und Hauptschule Egloffsteinstrasse 33 91301 Forchheim Tel.0 91 91/72 99 95 Fax.0 91 91/72 99 96 E-Mail:schule@montessori-forchheim.de Redaktion: Sigrid Oppelt, Katja Eckert-Hessing, Thomas Hilgart, Judith Walloch, Michael Hoser, Sylvia Auerswald, Moni Glätzl E-Mail: monti-aktuell@montessori-forchheim.de Druck: Druckerei Bernhard Weid, Hirschaid

Foto Titelseite: Zirkusprojekt der Montessorischule 2009 2

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Monti aktuell

Monti-Kommunion 2014 Unter dem Symbol des Leuchtturms „Ich bin das Licht der Welt“ steht die diesjährige Kommunion der zehn Montessori Kinder in der Pfarrei St. Josef Buckenhofen. Seit dem 15. Februar wurde an den vier Vorbereitungssamstagen fleißig gesungen, gebastelt, gebetet und gelesen. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und haben viel Spaß. Die Höhepunkte waren bisher der Lichtertanz, bei der Vorstellung der Kommunionkinder in der Gemeinde, das individuelle Gestalteten der Kommunionkerzen und Schiffe sowie das gemeinsame Fest der Versöhnung. Dabei haben die Kinder sehr befreit nach der Beichte ihre Beichtherzen auf dem Kirchplatz verbrannt. Beim anschließenden Stockbrot und Kuchen herrschte ausgelassene Stimmung. Die Erstkommunion kann kommen! Herzlichen Dank schon an dieser Stelle an Christine Hübschmann, für die vielen Stunden der ehrenamtlichen unermüdlichen Beratung und Hilfe, und Herrn Pfarrer Klaus Weigand, der wunderbar auf die Kinder eingeht und es versteht, ihnen mit Spaß den Glauben näher zu bringen. Elke Frenznick Fotos: Kommuniongruppe

Nachmittagsangebot: Stimmungsgesicht aus Holz „Nagel dir dein Holzgesicht“ - so hieß es am Montag, den 5. Mai zum Vergnügen einiger „Monte“ Kinder. Mit viel Fantasie klopften sie mit Hammer und Nägel ausgewählte Perlen, Wolle, Holzteilchen und Pfeifenputzer auf Baumscheiben. Es entstanden viele lustige Gesichter. Durch den Mund aus biegsamen Pfeifenputzer, ist es dem BaumscheibenGesicht möglich verschiedene Stimmungen zum Ausdruck zu bringen. Neben der Zimmertüre aufgehängt, könnte es jedem Besucher die Stimmung des Zimmerbewohners vorab ankündigen. … „Hoffentlich gibt es häufig gute Launen!“ Angie Müller Ausgabe 55/2014

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Monti aktuell

AK ETHIK GEGRÜNDET Anfang März war es endlich soweit. Wir, die Familien Lenzner/Hergenröder und Grootens haben ein Anliegen, das uns schon länger am Herzen liegt, nun in die Tat umgesetzt. Nach einer schönen Wanderung durch das Aufsesstal, wo wir beeindruckende Biberbauten und -spuren beobachten konnten, sind wir in der Kuchenmühle eingekehrt und haben den Arbeitskreis „Ethik“ ins Leben gerufen. Unsere vier Kinder besuchen den Ethikunterricht und uns ist aufgefallen, dass es darüber an unserer Schule mehr Informations- und Gestaltungsmöglichkeiten geben sollte. Also haben wir uns mal zusammengesetzt und überlegt, wie wir alle zusammen diesem Bedarf gerecht werden könnten und was uns wichtig ist: Die Entscheidung der Eltern und Kinder, den Ethikunterricht zu besuchen soll genauso respektiert werden, wie die Entscheidung anderer für den Religionsunterricht. Unsere Kinder nehmen an den Gottesdiensten am Anfang und Ende eines Schuljahres nicht teil. Diese Zeiten müssen in Absprache mit den Lehrern entsprechend gestaltet werden. Wir wünschen uns ein für alle Schüler und Lehrer gemeinsames Schulanfangs- und abschlussritual. Parallel zu den Religionstagen möchten wir den Ethiktag organisieren, gestalten und füllen. Wir möchten mit dem AK-Religion Kontakt halten und uns austauschen, eventuell gemeinsame Aktionen durchführen. Wie wird der Ethikunterricht an anderen Montessorischulen gehandhabt? Mehr Informationen für alle neuen (und alten) Eltern über Inhalte, Ideen und Möglichkeiten im Ethikunterricht. Wir stecken jetzt noch in den Kinderschuhen und arbeiten daran uns mit unseren Wünschen und Ideen an unserer Schule einzubringen. Wir möchten Euch über das Thema Ethik stärker informieren und vielleicht Euer Interesse wecken. Wer uns unterstützen möchte ist natürlich herzlich willkommen. Wir treffen uns nach Absprache und Bedarf. (Kontakt: evpev@web.de) Der nächste Ethiktag ist am 6.6.2014 und wir freuen uns auf das Thema „Islam“, wo die Kinder unter anderem die Forchheimer Moschee besuchen dürfen. Bestimmt eine spannende Sache! Eva Grootens Fotos: Nina Hergenröder

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Monti aktuell

Basar des Kinderhauses Pusteblume

Pflicht, denn ein Riesenplakat vor den Kassen versprach: „Hinter der Wand gibt's den besten Kuchen Forchheims!“ Über 20 verschiedene Sorten von leckeren Muffins, kreativen Kuchen, Pizzabrötchen und selbst gebackenen Waffeln haben die Veranstaltung abgerundet. Sie wurden alle von den Familien des Kinderhauses gespendet.

Endlich war es soweit - am Samstag, den 15. März um 11:30 Uhr öffneten sich die Tore für die ersten Besucher des Frühlingsbasars, den das Kinderhaus Pusteblume veranstaltet. All die fleißigen Helfer (Eltern des Kinderhauses) waren gespannt, wie der Basar mit dem erweiterten Angebot in den neuen Räumlichkeiten angenommen wird!

Da der AK Basar nach einigen Überlegungen im Vorfeld beschlossen hatte, dieses Jahr nicht nur Spielzeug im Kinderhaus zu verkaufen, war es toll die Räumlichkeiten der Montessori-Schule nutzen zu können. Hier war genügend Raum für Fahrzeuge aller Art, Kleidung in allen Größen und natürlich auch für zahlreiche zu verkaufende Spielzeuge. Die Räumlichkeiten wurden vom Basar Team ansprechend und sehr Ausgabe 55/2014

einladend gestaltet. Die Verkaufsflächen waren gut strukturiert, übersichtlich geordnet und die Wege frei. Überall war auch immer wieder ein wenig Platz, damit die BasarBesucher sich in Ruhe umschauen und auch für einen Plausch ein Plätzchen finden konnten. Zahlreiche Verkäufer haben an dem Tag ihre Ware an den Mann gebracht. Zu kleine Kleidung der Kinder, Spielzeuge, mit denen die eigenen Kinder nicht mehr spielten und ausgemusterte Laufräder, Schubkar-

Für die Kinder gab es neben dem Mal- und Basteltisch noch eine weitere Attraktion – das Glücksrad. Das Schöne war, dass jeder Dreh einen Gewinn versprach. So hatten die Kinder nicht nur Spaß daran, das Glücksrad zu drehen und eine Farbe zu erreichen, sondern sich dann auch noch aus den entsprechenden Kisten einen kleinen Preis auszusuchen und mitzunehmen. Der erste große Basar des Kinderhauses war somit ein voller Erfolg! Und im Herbst wird die Veranstaltung wiederholt werden - also stellen Sie sich jetzt schon eine Kiste bereit, um für den Basar zu sammeln und falls Sie die Garage ausmisten, ihr Fahrzeug wird auf dem Basar bestimmt gut verkauft. Kerstin Ohnemus Fotos: Michael Hoser

ren, Traktoren und Fahrräder wurden über den Basar in Umlauf gebracht. Und nach dem gemeinschaftlichen Suchen und Einkaufen gab es hinter den Kassen noch Kaffee und Kuchen. Kaum ein Einkäufer konnte dem Angebot widerstehen und hat vor Ort etwas gegessen oder sich eine Auswahl mit nach Hause genommen. Dies war auch schon fast 5


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Teamtag Kinderhaus: Besuch bei Claus Kaul in Tegernsee Der diesjährige Teamtag führte die Mitarbeiterinnen des Kinderhauses am 23. März ins schöne Tegernsee. Ein Besuch in Claus Kauls Institut für ganzheitliches Lernen stand an und brachte hoch motivierenden und interessanten Input für alle. Bereits am Vorabend kamen wir in Tegernsee an, um am Morgen des 23. März frisch und ausgeruht vor Ort sein zu können. Aus dem erträumten Abend am See wurde leider nichts. Ein unerwarteter Wintereinbruch ließ ganz Tegernsee unter einer dicken Schneeschicht verschwinden. Aber das konnte uns natürlich nicht erschüttern. Schließlich waren wir ja in erster Linie zum Lernen hier, und einen vergnüglichen und teamfördernden Abend konnten wir ja auch gut beim Italiener verbringen. Pünktlich um 9 Uhr kamen wir am Montag im Institut für ganzheitliches Lernen an. Schon beim Betreten der Räume wurde die Essenz der Montessori-Pädagogik spürbar. Das Institut ist der Inbegriff einer vorbereiteten Umgebung: liebevoll gestaltet, wohlgeordnet und voller

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ästhetischer Materialien, mit denen man am liebsten sofort arbeiten möchte. Geschaffen hat die inspirierenden Räume Claus-Dieter Kaul, der zu den deutschen Urgesteinen und Vordenkern der MontessoriPädagogik gehört. Schnell stellten wir fest: Claus ruht sich nicht auf alten Ideen aus, sondern entwickelt sie stetig weiter und versucht, die Materialien und pädagogischen Methoden immer weiter zu vervollkommnen. Dabei strahlt er eine solche Leidenschaft und gute Laune aus, dass wir gar nicht anders konnten, als uns davon anstecken zu lassen. Das zentrale Thema unseres Teamtages war die kosmische Erziehung im Kinderhaus. Und zu diesem Themenkomplex hat das Institut für ganzheitliches Lernen eine Menge zu bieten! Wir durften zum Beispiel – staunend wie Kinder – der Entstehung des Universums beiwohnen oder das Kommen des Lebens auf der Erde miterleben und dabei ganze neue, von Claus entwickelte Materialien kennenlernen.

lich nicht nur, sondern erklärte verschiedene Einsatzmöglichkeiten, gab Tipps zur Aufbereitung von Themen und beantwortete allgemeine und spezielle pädagogische Fragen. Nach einer kurzen Pause arbeiteten wir intensiv mit der großen Weltkarte und den Kontinenten. Obwohl wir bereits viele dieser Materialien im Kinderhaus einsetzen, bekamen wir an vielen Stellen ganz neue Ideen, um Wissen zu verknüpfen und den Kindern neue Handlungsund Lernmöglichkeiten zu bieten. Die Körperteile der Pflanzen und Tiere, die Entwicklung des Menschen und die Arbeit mit den Landformen waren weitere Themen. Als wir das Institut für ganzheitliches Lernen am Nachmittag verließen und nach Hause aufbrachen, taten wir das mit einer Menge neuer und wiederentdeckter Ideen, mit einigen neuen KinderhausMaterialien und ganz erfüllt vom Geist der Montessori-Pädagogik. Birgit Oppermann

Claus zeigte die Materialien natür-

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Mosaik-Bilder aus Bruchfliesen Nachmittagsangebot: (Kursleitung Angela Müller) Mit Begeisterung haben die Kinder ihre auf Holzbrettern selbstaufgezeichneten Motive mit Mosaikfliesensteinchen zusammengepuzzelt und geklebt. Anschließend wurden die Bilder mit einem Gipsbrei überzogen. Nach einer kurzen Trocknungszeit konnten die Kinder durch sorgfältiges Säubern der Fliesenteilchen ihre Bilder sichtbar machen. Stolz betrachteten sie ihre Werke. Text und Fotos: Kathrin Lerch

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Übernachtung im Kinderhaus

Nach dem Einrichten der Schlafplätze und dem Verabschieden der Eltern (denen oft die Trennung schwerer gefallen ist)…

Danach begann schon die Abendaktion!

… ging es zur ungewohnten Zeit in den Garten zum gemeinsamen Basteln und Spielen.

Und plötzlich gab es noch Briefe von Felix aus der wunderschönen Schatztruhe! Vor dem schlafen gehen.

Und mit großem Hunger wurde dann gemeinsam Abendbrot gegessen. Text

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de tos: Kin und Fo

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Voll krass! Elternabend über die Gefahren von Mobbing, Internet, Computerspielen & Co. Ein Klassenzimmer am Morgen, die neue Mitschülerin Tina sitzt am Tisch, Markus kommt herein, fragt sie, wo sie herkommt („Ach, ich weiß wo Du herkommst, Du kommst aus Mülleimerhausen…“). Laut ruft er „Die da hat ne Meise, ist dumm wie Vogel...“ Nach nochmaliger Aufforderung springt das Publikum darauf an und ergänzt beim zweiten Aufruf : „Die da hat ne Meise, ist dumm wie Vogel...“:„Scheiße!“. Die Szene findet – in diesem Fall zum Glück nicht im realen Schulleben statt, sondern ist von Theaterpädagoge Dirk Bayer (er spielt den Fiesling Markus) und Schauspielerin Dorothea Schreiber (sie ist das „Opfer“, Tina) im Rahmen eines Elternabends zum Thema Medien inszeniert. Als Eltern auf den Zuschauerstühlen fühlt man sich beklommen, so real wirkt die Szene. In kleinen Sequenzen zeigen die beiden, wie Markus seine perfiden Mobbingattacken betreibt und die Schulkameraden auf seine Seite zieht. Dorothea Schreiber alias Tina fragt die Klasse: „Der wird mich bestimmt immer weiter ärgern. Hat jemand eine Idee, was ich machen soll?“ Ihn zu ignorieren, hat sie schon probiert, das hat nichts gebracht. Leute aus dem Publikum dürfen selbst in die Rolle der Mitschüler schlüpfen und probieren, was sie gegen Markus ausrichten können. Hilflos müssen sie feststellen, dass sie nichts tun können – auch wenn sie ihm sagen, er soll die blöden Sprüche lassen – Markus schikaniert auch sie, er genießt es, Aufmerksamkeit für seine Gemeinheiten zu bekommen. Dirk Bayer erklärte, das Einzige, was helfen kann, sei es, sich hinter das Opfer zu stellen, sich mit ihm zu solidarisieren und wegzuholen vom „Täter“, ihm die Bühne, das Objekt und das Publikum für seine Auftritte zu nehmen. Außerdem müssten die Lehrer durchgreifen und deutlich machen, dass sie Mobbing nicht dulden – sofern sie es überhaupt mitbekommen können, denn die Täter agieren oft geschickt und heimlich. In den nächsten Szenen zeigen Dirk Bayer und Dorothea Schreiber, wie perfide Mobbing mit elektronischen Medien funktioniert: Mitschüler werAusgabe 55/2014

den in peinlichen Situationen (auf der Toilette, bei einem Sturz) fotografiert oder gefilmt, die Bilder machen über Smartphones blitzschnell die Runde. Beliebt ist auch die Verbreitung gewaltsamer oder sexistischer Szenen („und wer kein eigenes Smartphone hat, sieht die Bilder bei anderen“). Um den Effekt zu steigern, werden Bilder und Filme auf Facebook veröffentlicht, ohne darüber nachzudenken, dass sie so die ganze Welt sehen kann, dass sie auch der Personalchef Jahre später googeln könnte, wenn sich jemand bewirbt. In der Szene wird Tina, vorhin noch Opfer von Markus, selbst zur Täterin, sie genießt es, Aufmerksamkeit zu bekommen, indem sie spannende Bilder zeigen kann, fühlt sich cool und anerkannt. Eine andere Szene über die Gefahren im Internet lässt Tina wieder zum Opfer werden. Arglos loggt sie sich mit ihrem echten Namen in einen Chat ein und verrät alles über sich, was ihr Chatpartner fragt – bis sie bemerkt, dass er anzügliche Kommentare von sich gibt und ein Treffen mit ihr arrangieren möchte. Dirk Bayer gibt den Zuschauern die wichtigsten Internet-Sicherheitsregeln mit auf den Weg: Sei misstrauisch • Klick weg (alles was seltsam, brutal, anzüglich o.ä. ist) • Tue es nicht (veröffentliche keine privaten Daten wie den richtigen Namen, das wirkliche Alter, deine Adresse im Internet) • Sag nein, wenn jemand ein Treffen vorschlägt (bzw. wenn es ein langanhaltender Internet-Bekannter ist, gehe nicht allein zu dem Treffen) • Sag Bescheid (sprich mit anderen über Dinge, die du im Netz gelesen und gesehen hast) Auch Computerspiele sind ein Thema an diesem Abend, das völlige Versinken in eine eigene Welt, die das Bedürfnis nach Erfolg und Bestätigung befriedigt, die Abschottung von der Außenwelt. Gerade Kinder, die sonst nicht so anerkannt seien, bekämen dort „Glückshormone“, weil die Spiele nach einem Belohnungssystem aufgebaut sind, so Bayer. Erschrocken sitzen die Eltern bei dem Infoabend. Was können sie tun, um ihre Kinder zu schützen? Ohne elektronische Medien können die Kinder heutzutage nicht mehr aufwachsen, sie gehören zu unserer Welt. Die Vorbildfunktion der Eltern

sei wichtig, erklärt Bayer. Wer selbst ständig sein Handy in der Hand habe, brauche sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs das genauso macht. Das Gleiche gilt für Fernsehund Spielekonsum (3 bis 6 Stunden täglicher Fernsehkonsum bei 14- bis 16Jährigen). Die Kinder und Jugendlichen brauchen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Medien im Alltag, brauchen die Eltern als zuverlässige Ansprechpartner, die für sie da sind, ein offenes Auge und Ohr für die Interessen der Kinder haben, die sich auch zeigen lassen, wie die Computerspiele funktionieren und ihnen erklären, was sie daran kritisch finden statt einfach zu verbieten. „Wenn wir die Kinder erst nehmen und wahrnehmen, ist das der beste Schutz für sie, denn dann haben wir eine echte Beziehung zu ihnen“, beruhigt Dirk Bayer. Katja Eckert-Hessing

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Monti aktuell

Hallo, ich bin Rita Bethge….. …..und arbeite als pädagogische Mitarbeiterin in der Aquamarin-Klasse. Nachdem ich mehrere Jahre an einer Regelschule als Integrationshelferin arbeitete, bekam ich vor vier Jahren die Möglichkeit hier an der Schule die Assistenz für einen lernbehinderten Jungen zu übernehmen. Zwischendurch konnte ich auch in den Bäume-Klassen der Grundschule aushelfen, so dass ich den Lern- und Arbeitsstil dieser Schule wunderbar kennenlernen konnte. Um mich mit der Pädagogik und dem Material vertraut zu machen, besuchte ich schließlich einen Montessori-Diplom-Kurs in Bamberg, den ich im Juni 2013 abschloss. Und dann bekam ich wirklich die Chance, im Sept. 2013 als Mitarbeiterin in die Klasse 5/6 einzusteigen. Die Freude war groß. Hier fühlte ich mich von Beginn an wohl. Ich mag den offenen Umgang im Kollegium, habe mich gut eingelebt und gehe sehr gerne in die Arbeit. Ich freue mich zu sehen, dass auch die Kinder gerne in die Schule kommen. Meine berufliche Ausbildung machte ich in Nürnberg, wo ich Sozialpädagogik studierte. Später erst wurde ich auf die Montessori-Pädagogik aufmerksam, als meine Söhne einen Platz in einem Montessori-Kiga in Nürnberg bekamen. Nach unserem Umzug nach Wiesenthau besuchten Sie die dortige Grundschule, die stark nach Montessori arbeitet. Auch dort schnupperte ich hochinteressiert im Schulleben herum. Inzwischen bin ich 43 Jahre alt und wohne mit meinen Söhnen, 11 ½ und 14 Jahre alt, in Ebermannstadt. Hier schufte oder spiele ich gerne im Garten, gehe Rad fahren und freue mich auf die Schwimm-Saison im Freibad. Eure Rita

Schule zu Hause oder anderswo An unserer Schule gibt es die Einrichtung, dass an einem Tag pro Schuljahr das pädagogische Team eine gemeinsame Fortbildung macht und die Kinder mit ihren Eltern zu Hause oder anderswo etwas lernen. Dieses Jahr haben alle Mitarbeiter, Lehrer und auch einige Sekundarstufenschüler das Zirkustraining durchlaufen, das uns befähigt, in der Projektwoche die Trainingsgruppen zu leisten. Wir verraten noch nicht viel, aber es dürfte spannend werden. Inzwischen haben die Kinder in Gruppen oder mit ihren Eltern andere Dinge gelernt. Einige waren im Museum, auf dem Erfahrungsfeld der Sinne, bei Radio Bamberg, im Zoo oder haben zu Hause etwas Praktisches, wie Muffins backen, gelernt. Hier einige Berichte von Kindern der Eichenklasse. Wenn man das liest, könnte man sich wünschen, dass solche Aktionen öfter stattfinden. Die Kinder schreiben begeistert und berichten sich gegenseitig von ihren Erlebnissen. Rike Harry Potter Heute waren wir im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Hinund zurück sind wir mit der Bahn und der U-Bahn gefahren. Im Museum haben wir eine Harry Potterführung mitgemacht und viel über Dra10

chen, Einhörner, Alraunen und den Phönix erfahren. Zum Schluss haben wir noch einen Zauberstab gebastelt und Zaubersprüche gelernt. Erik Der Ausflug Vor der Schule wartete ich auf die anderen, damit wir zum Erfahrungsfeld der Sinne fahren konnten. Nick und Leonik sind mit mir gefahren. Als wir angekommen waren, zahlten die Erwachsenen den Eintritt und schon ging der Spaß los. Zuerst gingen wir in ein Zelt, wo man mehr über Schokolade lernte. Als wir fertig waren, liefen wir etwas zurück über den Barfußweg. Danach haben wir die Hängebrücke überschritten und haben auf der anderen Seite in die zwei Spiegel geguckt, wo das Spiegelbild anders aussah, als normalerweise. Später, als wir alles gemacht hatten, sind wir wieder zurück über die Hängebrücke und weiter gegangen. Danach haben wir das Labyrinth gemacht und meine Mutter wollte ein Experiment machen und das ging so, dass wir uns an den Händen halten und so das Labyrinth betreten. Dann gingen wir wieder in ein großes Haus, wo viele Sachen waren. Später wollte Leonie mir etwas zeigen, das mir auch sehr gefiel. Zum Schluss haben wir alle zusammen etwas gemacht und zwar ein

Schnurlabyrinth. Danach sind wir alle wieder nach Hause gefahren. Ich fand es toll, cool und schön. Seyit Die Führung bei Radio Bamberg Am Mittwoch kamen meine Freunde Linus und Laurin um 8 Uhr zu mir nach Hause. Gemeinsam fuhren wir mit dem Auto nach Bamberg, da wir um 10 Uhr bei Radio Bamberg eine Führung hatten. Dort begrüßte uns der Radiomoderator Marcus Appel und stand uns für Fragen zur Verfügung. Er erklärte uns, dass es im Haus 2 Radiosender Radio Bamberg und Radio Galaxy gibt, wie man Radiomoderator wird, wie Beiträge geschrieben werden. Bei Radio Bamberg arbeiten derzeit 40 Mitarbeiter. Anschließend durften wir live im Sendestudio mit dabei sein. Der Radiomoderator Michael Eichler machte gerade eine Sendung. Der Moderator speichert im Computer ein, wann welches Lied, Beitrag oder die Werbung kommt. Bis man die Technik im Sendestudio bedienen kann, dauert es mehrere Wochen. Man kann sich das Studiogeschehen auch live im Internet anschauen, da im Radiostudio 2 Webcams installiert sind. Die Erwachsenenführung bei Radio Bamberg vor 2 Jahren, bei der ich dabei war, fand ich schöner, weil sie länger war. Timo Ausgabe 55/2014


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Schullangheim Linde und Ahorn

Fotos: Astrid Klingler

Text: Jorgo u. Gabriel

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Schullandheim EiUm 8:00 Uhr gab es Frühstück erklärte die Haushilfe. Sie zeigte uns die Zimmer. Dann bezogen wir mit Heidis Hilfe die Betten. Dann packten wir unsere Koffer aus. Den Inhalt packten wir in die Schränke. Dann mussten wir ins Schulzimmer und besprachen alles. Danach, um halb eins, gab es Essen. Es gab Buchstabensuppe. Danach haben wir einen Ausflug durch die alte Stadt gemacht. Danach waren wir auf einem Waldspielplatz. Wir haben Stockbrot gemacht, dann haben wir die Feuerdrachen angezündet. Als wir in unseren Zimmern waren gingen wir schlafen. Sofia, Tara und Lea haben angeblich Geister gesehen. Und Lea hat gesagt „Da sitzt jemand. Amelie Bormann u. Viola Augustin Eiche, 2. Jgst.

Schullandheim Ins Schullandheim fährt man mit dem Bus, damit man selbst nicht fahren muss. Davor packt man seine Sachen ein, dann ist man nicht allein. Im Schullandheim Kicker spiel’n, das ist da einfach Stil. Man kann dort lange schlafen mit 100 000 Schafen. Dann geht man oft nach draußen und manchmal auch nach Hausen. Man geht oft in die Stadt, damit man viel zu essen hat. Man geht zusammen in ein Zimmer, dann ist die lange Weile nimmer. (Theo Brütting, Weide) 12

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Schullandheimfahrt der Weide- und Eichenklasse nach Köngisberg Am 9.4.2014 sind die Weide und Eiche ins Schullandheim gefahren nach Königsberg. Als wir angekommen sind, haben wir die Koffer gekriegt und sind in die Zimmer gegangen. Wir hatten das größte Zimmer von der Weide, es war knuffig und schön. Anschließend war ich mit Ida, Samira, Kim, Sophia und Miriam in einem Hochbett. Das Bett war weich. Nachdem wir die Betten überzogen hatten, sind wir zum Mittagessen gegangen. Da hat es schon gut gerochen und es hat auch gut geschmeckt. Es gab Suppe, Nudeln, Pfannkuchen und immer einen leckeren Nachtisch. Wir sind oft wandern gegangen und wir waren an einer Burg. Da war ein großes Loch. Man erzählt sich, dass in

das Loch ein Eimer runtergelassen wurde und Wasser geholt wurde. Ich fand es sehr spannend und es war sehr schön. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr. Nele (Weide)

Das Schu llandheim

berichtge dicht In das Sch ullandheim gelangt m man gibt an mit de der Mam m Bus, (wenn m a e in a e n n Kuss, bös war, und an d k ri egt ieser Stell e ist noch man eine Nuss) Im Bus re lange nic det man ht Schlus ganz viel s. S tu ss. Wenn ma n angeko mmen ist, Man darf gibt e sein Kusc heltier nic s was zu essen. Manchma ht verges l schm Wenn es passiert, d eckt sogar das Es sen. se ass man h at sein Ge n. ld vergesdann kan s n man se en, inen Bett Aber wir bezug fahren ja nicht nac vergessen. h Hessen . Es gibt au c h e in und am E e Mittags nde gehe pause n wir alle nach Hau se. (Ole Aspe , Weide)

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Wir fuhren am 9.4. mit meinem Lieblingsbusfahrer ins Schullandheim. Ich war mit Richard und Julian in einem Zimmer. Richard und ich haben unten und Julian hat oben im Bett geschlafen. Das Essen hat lecker geschmeckt. Mit Vincent habe ich Tischtennis und Basketball gespielt. Wir haben eine Ritterburg besucht. Zuerst mussten wir aber einen steilen Berg hochlaufen. Im Burghof war ein ganz tiefer Brunnen. Auf dem Waldspielplatz bin ich Seilbahn gefahren und saß auf einem Holzbulldog. Abends haben wir Feuer und Stockbrot gemacht. Am Kiosk habe ich mir 2 Karten, einen Lolli und Trinken gekauft. Max (Weide)

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Monti aktuell Waldtiere, Misshandlung von Pferden und den Schutz der Pandabären und Nashörnern. Wir hatten auch eine Klimagruppe. Diese Gruppe hat sich sehr mit dem Klimawandel beschäftigt. Unsere sechste Gruppe hieß Baumgruppe. Sie hatte die Themen: Was wäre die Welt ohne Bäume, die Baumblätter, die Gefahren des Baumes und Schutz der Wälder. Die letzte Gruppe beschäftigte sich mit Elektroautos. Sie hatten die Themen: Die Erfindung der E-Autos, der Motor, das Hybridauto, die Umwelt und als letztes: Probleme der Elektroautos. Das waren nun alle Gruppen! Ich, Chiara Pohl, war in der Naturschutzgruppe! In meiner Gruppe hatte unser RegenwaldTigerteam (Mia Dornhäuser, Andrea Bauer) die Idee, Spenden zu sammeln und sie dann dem WWF Natur- und Tierschutz Verein zu spenden. Als wir erfuhren, wie viel wir gesammelt hatten waren wir sprachlos: 450 € hatten wir zusammengebracht! Das war unser Home-Projekt. Chiara Aquamarin 5 Foto: Fanni Rogler

Unser Home-Projekt an der Montessorischule Anfang dieses Jahres schauten wir einen Film namens "Home" an. In diesem Film geht es um die Probleme und Gefährdungen der Welt. Danach ist uns klar geworden, wie stark unsere Erde gefährdet ist. Wir haben darüber gesprochen und uns Lösungen überlegt. Wir, die Aquamarin- und Amethyst-Klassen, haben verschiedene Gruppen gegründet: Eine Naturschutz-Gruppe, die sich mit dem Regenwald und seinen Bewohnern beschäftigte, aber auch mit unseren heimischen Tieren und Pflanzen. Es gab noch eine alternative Energiegruppe. Diese hatte wiederum die Themen: Wasserenergie, Photovoltaik und Windenergie. Außerdem beschäftigte sich noch eine Fischfanggruppe mit den Themen: Gefährliche Netze, Fischgebiete, Fischzucht, der reduzierte Fischverkauf und der Müll im Meer. Unsere Tierschutzgruppe hatte die Themen: Bedrohte 14

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Monti aktuell

„Auf den Hund gekommen“ am 12. März 2014 Bei der Vortragsveranstaltung zur Arbeit mit Schulhunden an unserer Schule sind neben 16 interessierten „Zweibeinern“ auch vier Hunde anwesend. Sabine Kloß, Mitarbeiterin im AK Pädagogik, die selbst tiergestützt in einem Pflegeheim arbeitet, und durch den Abend führt, stellt die „Wirkung“ von Hunden an einer Schule dar. Durch den Einsatz von Hunden in der Klasse können Selbstwirksamkeit, Mitgefühl, Kommunikation, Miteinander und Achtsamkeit verbessert und Ängste abgebaut werden. Die Kinder sind schneller in Kontakt miteinander. Zudem spie-

gelt der Hund das Verhalten der Schüler. Die ökologische Kompetenz wird gefördert. Schule soll ein Lernort sein, an dem man sich wohl fühl, was durch die Anwesenheit

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eines Hundes unterstützt wird. Zudem fördert der Hund einen Vertrauensvorschuss - z.B. des Schülers zum Lehrer. Wenn ein Hund ruhig auf seinem Platz liegt, vermittelt er Ruhe und Sicherheit. Durch die Beziehung zwischen Mensch und Tier kann die Bindungsfähigkeit (der Menschen) verbessert werden. Maria Montessoris Ideen z.B. die der Individualisierung des Lernens bzw. des Erdkinderplans lassen sich mit dem Einsatz eines Tieres in der Klasse realisieren. Wir Zuhörer erfahren Wissenswertes zu d e n rechtlic h e n

terländer. Er begleitet Astrid drei Tage/Woche in die Rubinklasse (9.Jgst.). Anettes Henry ist ein 10jähriger englischer Setter. Henry ist mit Anette schon seit 2009 hauptsächlich im Werkraum bei verschiedenen Klassen mit dabei. Beide Hunde wurden über Tierschutzor-

Bedingungen beim Einsatz eines Schulhundes: wichtig sind das Wesen des Hundes und dass der Besitzer seinen Hund gut kennt und spürt, wenn diesem etwas zu viel wird. Gesundheit des Tieres, regelmäßige Tierarztchecks und Versicherung des Hundes sind selbstverständlich. Anschließend stellen die Lehrerinnen Astrid Romanowski und Anette Eckenweber ihre Hunde vor. Astrids Sam(my) ist ein dreijähriger Mischling aus einem Field Spaniel und einem Müns-

ganisationen aus spanischen Tötungsstationen gerettet. Die Lehrerinnen schildern positive Auswirkungen auf Situationen im Klassenzimmer. So sind seit der Anwesenheit der Hunde die Klassenzimmer ordentlicher und die Schüler verhalten sich rücksichtsvoller und bewegen sich weniger stürmisch. Auch die Beziehung der Schüler untereinander hat sich verbessert, der Hund schafft eine Gemeinschaft, ein Wir-Gefühl („es ist unser Klassenhund“). Ein Hund achtet 15


Monti aktuell nicht auf Äußerlichkeiten wie Kleidung oder Hautprobleme. Bei Konfliktgesprächen mit einzelnen Schülern, so Astrid Romanowski, ist Sammy immer dabei, er begleitet ganz von selbst den Schüler und gibt diesem Halt und lässt sich streicheln, was zu mehr Offenheit im Dialog führt. Anette Eckenweber berichtet über feste Regeln in Bezug auf den Hund, z.B. Händewaschen vorm Brotzeitessen, sich nicht Abschlecken lassen, nichts Essbares liegen lassen (denn ein Hund in der Klasse spürt jede liegengebliebene Brotzeit sofort auf), insbesondere aber das Gebot des respektvollen Umgangs mit dem Tier. Während des Abends streicht Sammy durch die Reihen der Anwesenden, sucht Blickkontakt und lässt sich streicheln. Henry liegt auf seinem Platz, was gemütlich wirkt und ein Gefühl von Ruhe verbreitet. Die positive Auswirkung der Hunde im Raum wird für die anwesenden Zuhörer spürbar. Im Anschluss stellt Gisela Bolbecher, Leiterin des AK Veranstaltungsorganisation und Vorsitzende der Jugendfarm in Erlangen die Jugendfarm vor. Die Jugendfarm besteht sei 40 Jahren. Sie gilt als naturnaher Abenteuerspielplatz mit Tieren aber auch als Naherholungsund Freizeiteinrichtung für alle Altersstufen sowie als außerschulische Bildungseinrichtung für nachhaltige Entwicklung. Die Jugendfarm kooperiert mit der Lebenshilfe und praktiziert Inklusion. Es gibt dort viele Freizeit- und Gruppenangebote, Zirkusprojekte, Übernachtungsangebote, Ferienbetreuung, Kurse, etc. Mit tollen Bildern von vielen Tieren (Schafen, Eseln, Hühnern, Ponys, etc.), fröhlichen Kindern und spannenden Angeboten, z.B. dem „Cafe Hühnerstall“ oder dem Teichbiotop macht Gisela Bolbecher neugierig auf die Jugendfarm und lädt zu einem Besuch – z.B. während eines Familienausflugs nach Erlangen – ein.

Astrid Romanowski und Anette Eckenweber haben freundlicherweise Bilder von Henry und Sammy zur Verfügung gestellt.

Judith Walloch

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Zeitungsprojekt der Tigeraugen und Smaragde

Herr Kugler inmitten der Tigeraugengruppe Vom 21.01.14 bis 21.02.14 hatten wir ein Zeitungsprojekt. Jeden Tag erhielt jeder Schüler die Tageszeitung der Nordbayerischen Nachrichten. Dazu mussten wir Aufgaben bearbeiten. Zum Schluss fertigten wir in Kleingruppen eigene Zeitungen an. Zum Abschluss des Projekts kam Herr Kugler, Redakteur der Nordbayerischen Nachrichten, in unsere Klasse und erklärte uns seinen Alltag als Journalist und den Aufbau einer Zeitung. Das war sehr informativ! Penny (8. Klasse) Foto: Tigeraugen

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So haben die Kinder der Lindenklasse ihrer Lehrerin Astrid zur Hochzeit gesungen. Die Kinder waren bei der standesamtlichen Trauung dabei und sehr beeindruckt von dem schönen Brautpaar! Monti aktuell schließt sich den Glückwünschen an und wünscht Astrid Klingler und ihrem Mann alles gute zur Hochzeit! Ausgabe 55/2014


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Praktikumsberichte 6. Jahrgangstufe Ich half eine Woche in einer Bäckerei aus. Den größten Teil der Zeit war ich an der Kasse tätig. Dafür wurden mir die wichtigsten Tasten gezeigt. Manchmal hab ich sogar Trinkgeld von den Kunden bekommen. Außerdem habe ich noch abgespült, verschiedene Waren eingeräumt, den Boden gekehrt, Kunden bedient und habe morgens die Bestelllisten für den nächsten Tag geschrieben. Aber manchmal war es auch etwas langweilig, wenn keine Kunden gekommen sind und die Arbeit getan war. Früh kamen viele Kunden, weil man ja auch zum Frühstück Brötchen haben wollte, aber nachmittags war es dann sehr ruhig und keiner war da. An meinem letzten Tag durfte ich dann ganz viel Kuchen und Brote mit nach Hause nehmen. Es hat mir viel Spaß gemacht, weil die Verkäuferinnen sehr nett zu mir waren. Jonathan Steger

Beim Floristen Es war Praktikum von 31.3 bis 4.4.2014. Meine Aufgabe war es gewesen den Angestellten bei arbeiten zu helfen. Ich habe Drähte um Nelken und Rosen gedreht damit sie stabiler sind, beim Binden von Kränzen habe ich auch geholfen und am letzten Tag durfte ich auch selber eine Primel gestalten.

Ich bin froh dass ich das Praktikum beim Blumen Betz gemacht habe. Es hat mir sehr gefallen und ich freue mich schon auf mein nächstes Praktikum!!! Alida Zabel Praktikum beim Konditor Ich habe beim Backhaus im Globus in Forchheim eine Woche von 8-12 Uhr Praktikum als Konditor gemacht. Meine Betreuerin hat mir erst alles gezeigt und dann konnte ich es nachmachen. Hauptsächlich habe ich Torten verziert, Kuchen belegt und Zuckermasse, Mürbteig und Bisquitboden ausgestochen. Dort hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Tim Eckel

Praktikum in der Gärtnerei In der Woche vom 31.3 bis 4.4 habe ich in der Gärtnerei Merklein ein Praktikum gemacht. Ich habe jeden Tag von 8.00 bis 12.00 Uhr gearbeitet. In den ersten beiden Tagen habe ich die schlechten Blätter und Blüten von den Primeln, im Gewächshaus abgezupft. Am Mittwoch habe ich im Gewächshaus die Dämmung für den Winter abgemacht. Am Donnerstag und Freitag habe ich kleine Kräuter angepflanzt. Ich fand es sehr interessant, aber Gärtner ist nicht mein Wunschberuf. Dominik Schönfelder Beim Italiener Ich war bei meinem Praktikum im Restaurant da Francesco am Michelsberg in Bamberg. Dort war ich 4 Tage Kellner und einen Tag lang in der

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Küche eingesetzt. Es ist bei beiden kein Zuckerschlecken. Als Bedienung durfte ich schon Getränkebestellungen aufnehmen, aber noch kein Essen. Ich konnte abräumen, spülen und servieren. Außerdem

weiß ich jetzt wie man Silber putzt. Es war immer viel los und wir hatten gut zu tun. Ab und zu habe ich auch Trinkgeld bekommen. Am letzten Tag half ich in der Küche. Dort habe ich zum Beispiel Pizza belegt und Erdbeeren geschnitten. Das Praktikum war einfach super und das Restaurant ist nur zu empfehlen. Toni Rudel Praktikum beim Landschaftsgärtner Die Woche beim Landschaftsgärtner gefiel mir sehr gut. Es gab verschiedene Bereiche z.B. Gartenpflege, Baumschnitt oder GartenNeugestaltung. Am ersten Tag habe ich mit anderen Gärtnern einen Garten in Forchheim bearbeitet. Wir haben z. B. Netze von den Rosen entfernt, Rindenmulch verteilt, Beete gelockert und Sträucher geschnitten. An den nächsten Tagen war ich in Wimmelbach, Eltersdorf und Ebermannstadt eingeteilt. Dort haben wir am Dienstag ein Hochbeet angelegt. Dazu brauchten wir einen Bagger, Presslufthammer und viele andere Arbeitsgeräte. Außerdem wurde dort auch eine neue Mauer errichtet. Diese wurde mit L-Steinen und Beton gebaut. Die Woche beim Landschaftsgärtner war für mich ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Die Leute waren alle sehr nett zu mir, ich durfte sehr schöne 17


Monti aktuell Arbeiten machen und wurde überall mit einbezogen. Milian Porisch

Mein Praktikum in der 6. Klasse Blumenkunst (Beruf der Floristin) Am ersten Tag meines Praktikums war ich sehr aufgeregt. Obwohl ich

wusste, dass ich dort sehr gut aufgenommen werde. Ich konnte in diesem Berufsfeld sehr viele Erfahrungen sammeln: z.B. aus Draht ein Herz formen, Blumensträuße binden, alles rund um die Pflege der Blumen, Einkauf im Blumengroßhandel, Umgang mit Kunden erlernen… Die Erfahrung und das Miteinander mit meiner Chefin fand ich sehr angenehm. Das Arbeiten war von der Zeitdauer länger und teilweise anstrengender als Schule. Dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Praktikum. Anouk Wagner Mein Praktikum habe ich in der Gärtnerei Großkopf in Zeckern gemacht. Ich habe von 7:30 bis 13:00 Uhr gearbeitet. Am Anfang wurde ich von einer Mitarbeiterin begrüßt, danach wurde ich eingearbeitet, wie man eine Kehrmaschine betätigt. Dann habe ich gleich die Eingangshalle gekehrt. Das Auspreisen 18

mit einen Etikettiergerät hat mir am meisten Spaß gemacht, obwohl ich es am Anfang nicht gleich verstanden habe. Nach kurzer Zeit wusste ich wie es funktioniert. Dann hatte ich eine ganze Kiste voller Untersetzer und viele Töpfe gehabt. Weiterhin sollte ich Pflanzen gießen. Es gibt zwei verschiedene Gießarten. Die eine ist, die Pflanzen mit einem Schlauch zu gießen und die andere ist, die Töpfe in Wasser zu tauchen. An den nächsten Tagen musste ich zu diesen Aufgaben n o c h weitere Aufgab e n

habe ich täglich erledigt und wechselten sich ständig ab. Das fand ich sehr gut, dass man nicht immer das Gleiche machen musste. So wurde es nicht langweilig. Dieses Praktikum hat mir sehr gut gefallen. Im nächsten Jahr würde ich gerne wieder in einer Gärtnerei Praktikum machen. Paul Felseis

erledigen. Ich habe kaputte Pflanzen entsorgt, Pappe und Müll beseitigt. Weiterhin habe ich Pflanzen aus dem Gewächshaus in den Verkauf gebracht. Dann habe ich noch angelieferte Pflanzen aus dem Auto geladen und einsortiert. Diese Arbeiten

ner weg rennt. Man muss auch Streit lösen. Das Beste an meinem Praktikum war der Ausflug in die Gärtnerei. Insgesamt hat mir das Praktikum gut gefallen. Ich durfte jeden Tag andere Sachen machen. Einen Tag war ich auch in der Krippe. Paul Heldmann

Praktikum im Kindergarten Bei meinem Praktikum im Kindergarten habe ich gelernt, dass der Beruf als Erzieher ziemlich anstrengend sein kann. Man muss aufpassen, dass jedes Kind noch da ist und kei-

Praktikum bei Adidas Ich führte mein Praktikum vom 31.3.14 - 4.4.14 bei Adidas in der Footwear D e s i g n a b t e il un g aus .Kurz nachdem ich ankam bekam ich meinen persönlichen Adidas – Ausweis, der mir viele Türen öffnete. Danach ging ich mit meiner Betreuerin Fany in die Abteilung und stellte mich vor. Sofort zeichnete ich eine Schuh-Form mit Hilfe einer Vorlage und erweiterte sie nach und nach. Am zweiten Tag entschied ich mich mit Schuhe im Einsatzbereich Radfahren und Mountainbike auseinanderzusetzen. Bevor ich Entwürfe zeichnete, recherchierte ich im Internet. Im Anschluss zeichnete ich in die von mir schon entworfene Schuh-Form die Funktionselemente eines Mountainbike-Schuhes ein und beschriftete

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Monti aktuell sie. Danach erstellte ich mein DesignBoard (ist eine Leinwand mit Inspirationen, Zeichnungen, Name des Schuhes) und bestückte es mit Bildern. Das Design-Board dient zur Präsentation der gesammelten Ideen. Am Mittwoch lernte ich verschiedene Perspektiven eines Schuhes zu zeichnen, z.B. die Draufsicht, die Seitenansicht… . Einige Entwürfe wanderten auf mein Designboard. Am Donnerstag füllte ich Zeichnungen mit Schraffuren und Markern aus. Mit dem Design-Programm Illustrater baute ich meinen selbst gestalteten Schuh auf und färbte ihn ein. Am letzten Tag zeichnete ich mehrere bereits gestaltete Schuhe ab und probierte ver-

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schiedene Formänderungen an meinem Schuh aus. Am Ende der Woche hatte ich einen fertigen „choleah sneaker“. Ein Outdoor Sneaker für Teenager (14-17 Jahre),der für Mountainbike Touren und Stadtgänge geeignet ist. Es war ein unvergessliches Erlebnis, ich habe mich in der Abteilung sehr wohlgefühlt, habe viel erfahren und dazugelernt und gespürt, dass mir diese Arbeit sehr viel Freude bereitet. Linnea Scherbaum

Team und ich begrüßt und dann ging es schon los. Am dritten Tag habe ich erfahren, dass der neue Porsche (Macan) vorgestellt wird, deshalb haben alle mit aufgebaut. Am vierten Tag habe ich mit zwei Weiteren einen Motor ausgebaut und das Problem gesucht. Als wir dann den Motor am nächsten Tag wieder eingebaut haben, ging der Tag schnell rum. Nach einer Woche stehen taten meine Füße sehr weh. Dieses Praktikum kann ich aber empfehlen Rocco Biondolillo

Praktikum bei Porsche Ich habe den Beruf des KFZ Mechanikers gewählt, weil ich es interessant gefunden habe. Am ersten Tag habe ich erfahren wie ich helfen sollte, dann habe ich alle erst einmal kennen gelernt und gleich da angefangen, wo ich gebraucht wurde. Am zweiten Tag haben sich das

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Auf den Spuren von Hitler – Die Tigeraugen und Smaragde besuchten das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg

Die Tigeraugen auf der Steintribüne am Zeppelinfeld Hier ein paar Eindrücke der SchülerInnen: „Der Ausflug zum Reichsparteitagsgelände begann, als die Tigerauge- und Smaragdklasse am Freitag, den 9.5.14, am Bahnhof in Forchheim fast den Zug nach Nürnberg verpassten. Dennoch kamen wir nach nicht allzu langer Fahrt in Nürnberg an und stiegen gleich in die Straßenbahn, die uns zum Doku-Zentrum brachte. Nach einem zügigen Marsch standen wir vor dem Gebäude, in dem uns unsere Führung freundlich empfangen hat. Zur Wiederholung setzten wir uns klassenweise in verschiedene Räume. Im Stuhlkreis stellten sich alle kurz vor. (…) Zunächst legten wir einen Zahlenstrahl auf mit verschiedenen Themen. Darauf folgte ein Gespräch über die Hitlerjugend und dem Bund deutscher Mädchen. Nun liefen wir, die Tigeraugen, endlich los und sahen uns als erstes die halbrunde Kongresshalle an.“ Paula

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„Fasziniert waren alle von der Größe der Kongresshalle (…). Die Halle war als Kongresszentrum für die NSDAP mit Platz für 50.000 Menschen geplant. Von der vorgesehenen Höhe von rund 70 Metern wurden nur 39 erreicht. Dennoch sah das Gebäude gewaltig aus, besonders wenn es sich im Wasser wie ein Regentanz der Sonne reflektiert. Doch dieses Spektakel konnten wir leider durch das zugegebenermaßen vorhersehbare Wetter nicht erleben.“ Grischa „Die Kongresshalle ist ein halbrundes Gebäude. Es besteht außen aus Granit und innen aus Backstein. Die Halle sollte eigentlich ein Dach bekommen, doch durch den Krieg haben sie es nicht geschafft, dies zu bauen. Eigentlich sollte dort in der Mitte ein

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Monti aktuell „Dann ging es zum Silbersee weiter. Der Silbersee entstand nach dem Krieg, als alles in Trümmern lag. Die Bevölkerung wusste nicht, wohin mit dem Müll, also schütteten sie alles in eine Baugrube, die noch von der NSDAP vorhanden war. Dort sollte eigentlich das größte Stadion der Welt entstehen. In dieses sollte die ganze Nürnberger Bevölkerung Platz haben. Der Grundstein wurde zwar gelegt, aber das Gebäude selbst wurde nie vollendet. Im Silbersee ist es verboten zu schwimmen, weil giftige, schwefelhaltige Gase aufsteigen können.“ Franzi Die Kongresshalle vom Dutzendteich aus gesehen Podest stehen, wo Hitler seine Reden halten konnte, und im Dach sollte über dem Podest eine Glasscheibe angebracht werden. Weil Hitler beleuchtet werden wollte. Er wollte der Gott und Herrscher über das Deutsche Reich sein. Nach diesem interessanten Vortrag ging es zur Großen Straße. (…) Die Große Straße sollte eigentlich 2km lang werden, aber es wurden nur 1,5km. Sie ist besteht aus Granitplatten und ist 60m breit. Die Granitplatten sind genau so groß wie zwei Marschschritte, da die Große Straße ja für Aufmärsche und Paraden gedacht war. Heute wird sie hauptsächlich für Parkplätze benutzt.“ Pauline

„Zum Schluss haben wir uns ein beeindruckendes Gebäude angesehen, denn es wurde als einziges Gebäude von Hitlers Größenwahn fertiggestellt. Das Gebäude steht auf einem sehr bekannten Platz, nämlich auf dem Zeppelinfeld. Diesen Namen trägt er, weil dort einmal ein Zeppelin landen musste. Das Gebäude (…) heißt einfach Steintribüne. Von dort hat Hitler seine Ansagen für das Volk gehalten und auch Veranstaltungen wurden durchgeführt. Auf dem Gelände sollen 250.000 Akteure und 70.000 Zuschauer Platz gefunden haben.“ Felicitas „Hier standen wir, wo er stand, sahen das, was er sah. Wir fühlten uns überwältigt.“ Penny, Luna, Hanna

Gedankenaustausch zur kärglichen Verpflegung der Hitlerjugend an den Reichsparteitagen

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Was macht ein Orthopädieschuhmacher? Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab? Montag, den 28.04.14, bekamen wir im AWT Unterricht Besuch von Herrn Lutz Langheldt. Er ist orthopädischer Schuhmacher, seine Firma ist in Forchheim, Apothekenstraße 16. Herr Langheldt ist der Handwerkpate unserer Schule. Viele Handwerksberufe brauchen dringend Nachwuchs und da hat die Handwerkskammer die Handwerkspaten eingeführt. Diese wollen Schülern die Berufe im Handwerk näher bringen, sie machen also Werbung für Handwerksberufe. Zuerst hat Herr Langheldt seinen Beruf vorgestellt und er hat auch gleich Werbung für den Beruf gemacht. Da es immer weniger Schuhmacher gibt haben Azubis gute Chancen. Was machen nun Schuhmacher? Orthopädieschuhmacher

stellen Schuhe nach den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen der Kunden her. Dafür messen sie den Fuß des Kunden, um dann den jeweiligen Schuh nach Maß herzustellen. Sie bringen nun Sohlen und Bodenansätze an, die fertigen Schuhe behandeln sie dann mit Wachs und Politur. Sie stellen aber nicht nur Schuhe her, sondern arbeiten vorhandene Schuhe um oder fertigen Einlagen an. Wenn ein Kunde z. B. Rücken- oder Knieschmerzen hat, kann man ihm mit den perfekt nach Maß gefertigten Schuhen helfen. Herr Landheldt berichtete einen Fall indem jemand starke Schmerzen in den Knien hatte, doch mit den perfekten Schuheinlagen konnte er wieder ohne jegliche Beschwerden die Treppen steigen. Er zeigte uns auch einen fertigen

Schuh, wie er in seiner Firma hergestellt wird. Diese Schuhe gibt es ab 1500 Euro zu kaufen. Man merkte sofort ihre Qualität und Sorgfalt an, und sie wurden mit individuellen Design gespickt. Es ist kein leichter Beruf, man braucht jede Menge Talent. Aber Herr Langheldt ist ein begeisterter Orthopädie Schuhmachermeister und er will die Jugend für seine Arbeit begeistern. Er brachte uns den Beruf des Schuhmachers näher, mit gespickten Humor und einer feiner Zynik konnte er die Schüler begeistern. Außerdem zeigte er uns auch wie ein gutes Bewerbungsgespräch aussehen sollte. Das muss man beachten: Augenkontakt halten, höflich sein und Interesse zeigen. Sehr wichtig ist, dass man sich vor dem Gespräch gut über den Beruf und die Firma informiert. Auch sollte man gut erklären können was anders an unserer Schule ist, denn manche Firmen kennen die Montessorischule ja gar nicht. Er erwähnte auch, dass man bei Vorstellungsgesprächen sich stehst von seiner besten Seite zeigen sollte. Nicht lügen! Denn eine Lüge durchschaut der 55 -Jährige Herr Langheldt sehr schnell. Zum Schluss erzählte er uns noch welche Erwartungen Firmen an ihre Auszubildende haben. Gute Umgangsformen, Respekt, sorgfältiges Arbeiten, Pünktlichkeit und sehr viel Interesse usw. Wir durften ihm Fragen zum Beruf stellen, aber auch zu Bewerbungsgespräche an sich. Diese waren für uns sehr interessant, da ein Vorstellungsgespräch zum wichtigsten überhaupt gehört um bei einer Firma eingestellt zu werden. Uns hat der Besuch von unserem Handwerkspaten sehr gut gefallen und wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Herrn Langheldt bedanken. Kris und Grischa für die 8. Klässler

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Bericht über die Ausbildungsmesse 2014 in Forchheim Was ist die Ausbildungsmesse? Die Ausbildungsmesse ist eine Ausstellung, die Schüler über die verschiedenen Berufe und Berufszweige informiert. Außerdem stellen sich dort viele verschiedene Betriebe und Berufsfachschulen vor. Wo? Die Ausbildungsmesse 2014 war im Beruflichen Schulzentrum im Forchheimer Norden. Wann? Die Messe war am Samstag, dem 22. Februar von 10:00 – 14:00 Uhr. Wer? Es waren neben kleineren Betrieben aus dem Forchheimer Umland auch große Firmen wie Siemens, Allianz, Telekom, Brose oder Sparkasse da. Auch die Deutsche Bundeswehr und Bundespolizei waren anwesend. An wen war die Messe gerichtet? Die Messe sollte vor allem Schüler, die in den 8. Klassen sind, ansprechen und zur Orientierung für ihr späteres Leben helfen. Da es ein riesiges Angebot an Ausbildungsbetrieben und Jobs gibt, ist es schwer, das Richtige zu finden, was man sich für sein Leben vorstellen kann. Warum wir bei der Ausbildungsmesse waren? Im Rahmen der Berufsorientierung im AWT Unterricht haben wir (alle Schüler der 8. Jahrgangsstufe) die Ausbildungsmesse besucht. Wir sollten uns über verschiedene Berufsfelder, die uns interessieren, informieren. Was hat die Messe uns gebracht? Also mir persönlich hat sie gezeigt, dass manche Berufe die mir gefallen hätten, jetzt doch nicht so meins sind. Dafür habe ich andere Berufe gefunden, die mir sehr gefallen, obwohl ich mir das vor der Messe nicht vorstellen konnte. Fazit: Die Ausbildungsmesse ist sehr hilfreich in der Berufsfindung bzw. bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Sie sollte auf jeden Fall weiterhin gemacht werden und auch weiterhin von unserer Schule besucht werden. Elias Schreml, Tigeraugen

Probe-Projektprüfung der 8. Jahrgangsstufe Vom 15.01.2014 bis zum 20.01.2014 hatte die 8. Klässler Probe-Projektprüfung. Da ein Teil des Qualis eine Projektprüfung in den Fächern AWT und Soziales (Kochen) oder AWT und Technik (Werken) oder AWT und Wirtschaft (Computer) ist, bereiten sich die Schüler bereits in der 8. Klasse darauf vor. Die Projektprüfung besteht aus einem praktischen Teil (etwas herstellen und das Ergebnis präsentieren) und einem theoretischen Teil (etwas recherchieren und die Ergebnisse in einer Mappe zusammen fassen). Da ich in diesem Schuljahr den Zweig Soziales gewählt habe, musste ich die Projektprüfung in diesem Fach machen. Im praktischen Teil mussten die Schüler ein Menü/Buffet für das gesamte pädagogische Team kochen. Sie wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und machten sich in den 3 Kleingruppen Gedanken über die Einladung und die Gestaltung des Buffets. Anschließend suchte sich jeder Schüler ein individuelles Gericht aus und kochte es für sich zu Hause einmal vor. Am 18.01.2014 wurde dann in der Schulküche der praktische Teil durchgeführt und das Buffet für die Lehrer gekocht. Z. B. wurden mehrere Quiches gebacken es gab außerdem Bruscetta, Tiramisu, Muffins und Salat. Anschließend gab es vor allen Pädagogen eine Präsentation über einen selbst gewählten sozialen Beruf. Über den Beruf musste man sich selbstständig Informieren. Dieser Teil floss ebenfalls in die Bewertung mit ein. Der theoretische Teil bestand daraus eine Projektmappe zu erstellen. Mit einem Deckblatt, dem Arbeitsplan, der persönlichen Einladung, der Abrechnung der Einkäufe, Skizzen für die Tischdeko und auch einen Abschlussbericht. Die Probe-Projektprüfung war sehr anstrengend, aber gut. Jonas Wenkemann, Smaragd

Vortrag zum Thema Verbraucherschutz Am Montag, den 24.03.13, kam Frau Büttel, eine Vertreterin der Verbraucherzentrale Bamberg, zu uns in die Diamant Klasse (10.). Am Anfang hat sie mit uns besprochen was die Verbraucherzentrale überhaupt ist, wer sich an sie wenden kann und auch warum sich Menschen dort beraten lassen. Die Verbraucherzentrale ist eine Beratungsstelle für "normale" Bürger, Unternehmer können sich nicht an die Zentrale wenden, es heißt ja auch VERBRAUCHERzentrale. Wenn man Fragen zu den Themenbereichen Energie, Altersvorsorge, Krankenversicherung, Geld und Kredit, Verbraucherschutz oder Versicherungen hat, kann man sich an diese wenden. Für diese unabhängige Beratung muss man jedoch etwas bezahlen, aber teuer ist es nicht. Frau Büttel hatte uns vorab als Vorbereitung für den Vortrag eine kleine "Hausaufgabe" über unsere AWT-Lehrerin Astrid zukommen lassen. Wir sollten uns Fragen oder Fallbeispiele zu den Themenfeldern Gewährleistung, Internetgeschäfte und Geschäftsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ausdenken. Während ihres Vortrages zu den verschiedenen Rechtsbereichen hat sie dann die Fragen beantwortet oder bei den Fallbeispielen Lösungswege aufgezeigt. Dazu meinte Frau Büttel, sie hätte noch nie so komplexe Beispiele von Schülern bekommen. Das hat uns sehr geschmeichelt. Frau Büttel war sympathisch, sie hat die Sachen gut erklärt und ihr Vortrag war sehr informativ. Insgesamt haben wir einiges Neues zu dem Thema Recht gelernt. Alisia Romanowski Diamant

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Die Probe-Projektprüfung der 9. Klasse Die Rubin Klasse führte auch dieses Jahr wieder die ProbeProjektprüfung in den Wahlfächern Technik, Wirtschaft und Soziales durch. Diese Prüfung besteht aus Aufgaben aus den Wahlfächern und AWT. Das Projekt fand vom 13.03 – 17.03 statt. Ziel des Ganzen ist die Vorbereitung für den Quali, in dem ein ähnliches Projekt stattfindet. Die Prüfung besteht aus folgenden Teilen: Projektplanung und –vorbereitung H e r s te l l u n g e i n e s „ We r k s t ü ckes“ (praktische Durchführung) Bei Soziales etwas kochen, in Technik etwas bauen und in Wirtschaft Dokumente am PC erstellen Präsentation der Ergebnisse Dokumentation des Projektes (Erstellung einer Projektmappe) Für die Planung, Vorbereitung und Herstellung sowie für die Präsentation haben die Schüler drei Tage Zeit. Die Mappe wird einige Tage später abgegeben. Das Thema dieses Jahr war: „Wege nach der 9. Klasse“. Am ersten Tag (Donnerstag) bekamen wir die Aufgabenstellung. Nachdem wir die Aufgaben zusammen mit den Lehrern (Nils und Astrid) besprochen haben, musste jedes Mitglied von der Gruppe Wirtschaft über zwei mögliche Wege recherchieren, z. B. Berufsausbildung, FSJ, Besuch der 10. Klasse etc.. Zuerst mussten wir allerdings einen Arbeitsplan für die ganze Projektzeit erstellen. Dann mussten alle Schüler recherchieren und anschließend ihre Ergebnisse miteinander absprechen. Jeder musste nämlich andere Wege finden und zufälligerweise kam es nicht zu Überschneidungen. Als wir uns dann über Wege ausgetauscht hatten, mussten wir eine Vergleichstabelle erstellen in der wir zwei Wege gegenüber stellten. In diese Tabelle musste folgende Informationen: Ziel des Weges, Vorrausetzungen (z. B. benötigter Schulabschluss), Rahmenbedingungen (z. B. Dauer, Lerninhalte) sowie Vor- und Nachteile und ein

FSJ und BFD sind auch an der Montessorischule Forchheim als Einsatzort möglich 24

Argument für den Weg. Als wir damit fertig waren, nahmen wir die nächste Aufgabe in die Hand. Die Erstellung eines DIN- A4 Werbeprospekts für einen der Wege. Dafür fertigten wir anfangs eine Handskizze des möglichen Flyers. Danach erstellten wir einen Erstentwurf am PC. Anschließend hatten wir Besprechungszeit untereinander und wir mussten uns für ein passendes Layout entscheiden. Nachdem wir damit fertig waren, hatten wir AWT Besprechungszeit. Wir zeigten Astrid unsere Fortschritte des Tages. Dazu gehörten die Vergleichstabelle, die Skizze des Werbeprospekts sowie der Entwurf. Sie gab uns noch weitere Tipps was wir verbessern könnten um am Montag, den Tag der Durchführung, das beste Ergebnis zu holen. Am nächsten Morgen, den Freitag, widmeten wir uns der Verbesserung unseres AWT-Teils. Als wir das erledigt hatten, setzten wir uns zusammen um uns über die Form der PowerPoint Präsentation, welche wir über unser Projekt und die Woche machen mussten, zu beraten. Unser Entschluss stand schnell fest, dass wir alle zusammen eine PowerPoint machen werden. Sofort stürzten wir uns auf die Präsentation, weil uns langsam auch der Zeitdruck einholte. Als das „Grundgerüst“ der Präsentation stand, machten wir uns daran, unsere nächste Aufgabe zu bearbeiten. Wir mussten einen Werbebrief, mit den DIN-Norm Regeln eines Geschäftsbriefs schreiben, aus der Sicht von einer Organisation, die einen Schüler für ihren Weg nach der 9. Klasse anwerben. Und danach war der Tag auch schon vorbei. Übers Wochenende vervollständigten wir unsere Projektmappen, wir alle erstellten ein Deckblatt für die Mappe und fingen an alles einzusortieren. Am Montag den 17.03. war unsere praktische Durchführung. Anfangs wurden wir in unseren „Tippkünsten“ geprüft. Die 10Minuten Abschrift gehört zum festen Bestandteil der Prüfung. Die restlichen 110 Minuten standen uns frei zur Verfügung. In dieser Zeit mussten wir die gleichen Sachen wiederholen, welche wir schon an den Vortagen gemacht haben. Anfangs er-

stellte ich ein Werbeprospekt, in dem ich für das FSJ werbe. Danach verglich ich in einer Tabelle wieder zwei Wege nach der 9. Klasse. Ich entschloss mich für die Wirtschaftsschule und das Freiwillige Soziale Jahr. Als ich die beiden Aufgaben bewältigt hatte, blieben mir noch 30 Minuten für die Erstellung eines Werbebriefes an einen Schüler. Um 10:15 Uhr war dann das Ende der praktischen Durchführung. Doch es war noch nicht vorbei. In einer halben Stunde, ergänzten und perfektionierten wir noch unsere PowerPoint Präsentation. Wir schrieben uns noch Notizen auf. Um 10:45 Uhr hielten wir dann unsere Präsentation vor Nils und Astrid. Als letzte Aufgabe mussten wir unsere Mappe vervollständigen und am kommenden Freitag um Punkt 8:15 Uhr abgeben. Reflexion Von mir selber kann ich sagen, dass ich das Projekt sehr gut fand, weil es mich für die Projektprüfung, die wir im Mai für den Quali ablegen müssen, eine sehr gute Übung war. Auch wenn ich kurzzeitig in Zeitdruck kam, kann ich nur Positives von dem Projekt berichten. Ich finde es sehr gut, dass wir an unserer Schule die Möglichkeit haben, uns so für unseren Abschluss vorzubereiten. Per Ignatzius Magnus Samuel Jannes Herischek-Vornlocher

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Berlin 2014

Vom 24.02.2014 – 28.02.2014 waren wir, die Rubin- und Diamantklasse mit unseren Lehrern Nils, Sandra und Astrid auf unserer Abschlussfahrt in Berlin. Schon im Voraus planten wir unsere Aktivitäten und wir entschlossen uns dazu, dass wir viele Sehenswürdigkeiten in Berlin besichtigen wollten. Am Montag sind wir um 11:06 Uhr in Forchheim

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gestartet und mit der S-Bahn nach Bamberg gefahren. Von dort fuhren wir mit dem ICE weiter nach Berlin. Vom Hauptbahnhof unserer Hauptstadt sind wir schließlich mit der U-Bahn zum „Anhalter-Bahnhof“ gefahren. Von dort waren es nur noch wenige Meter zum Hostel. Wir waren im „Three Little Pigs“ untergebracht. Das Hostel war relativ zentral gelegen und wir konnten somit in kürzester Zeit mit der U-Bahn überall hinfahren. Im Hostel gab es Kicker und Billardtische. Die meisten von uns haben sich allerdings am offenen W-LAN erfreut, so dass von einem Zimmer ins andere geschrieben wurde. Frühstück und Abendessen

haben wir in der Unterkunft bekommen. Das Frühstücksbuffet war im-

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Monti aktuell mer sehr gut. Das Abendessen hat die meisten leider nicht so begeistert. Im Großen und Ganzen war das Hostel allerdings eine gute Wahl. Nach dem Abendessen besuchten wir am ersten Abend den Berliner Fernsehturm. Dies war eine sehr spannende Aktion. Wir fuhren mit dem extra schnellen Aufzug nach oben auf 203,78 m. Die Aussicht war bei Nacht wunderschön. Nachdem wir alle wieder heil unten angekommen waren, fuhren wir mit der U-Bahn wieder in das Hostel und verbrachten dort unsere erste von vier Nächten. Am Dienstag begannen wir den Tag mit einer selbst geplanten Stadtführung. Unsere eigenen „Experten“ erklärten uns viel Wissenswertes über verschiedene Sehenswürdigkeiten wie die KaiserWilhelm-Gedächtniskirche, die Siegessäule, das Brandenburger Tor oder das Schloss Bellevue. Nach einer kleinen Stärkung während der Mittagspause ging es gegen 15:00 Uhr zum Reichstagsgebäude. Dort fühlten wir uns fast wie am Flughafen. Nach der ausführlichen Sicherheitskontrolle (bei welcher der ein oder andere auf seinen abgelaufenen Ausweis aufmerksam gemacht wurde) bekamen wir aber schließlich unsere Besucherausweise und durften das Gebäude betreten. Wir hatten eine sehr interessante und lehrreiche Führung, die manchen allerdings zu kompliziert und lang vorkam. Zum Ende der Führung saßen wir auf den Besucherbühnen im Sitzungssaal. Nach einer weiteren Taschenkontrolle durften wir noch auf das Kuppeldach, von dem man einen sehr schönen Ausblick auf den Sonnenuntergang über Berlin hatte. Am Mittwoch haben wir nach dem Frühstück das ehemalige StasiGefängnis Hohenschönhausen besucht und eine Führung bekommen. Leider hat uns kein Zeitzeuge geführt, trotzdem war der Tag sehr 26

interessant. Während der Führung wurden uns die Gefängnis- und Verhörräume gezeigt. Dabei wurde uns erzählt, dass die Insassen nicht körperlich, sondern geistig gefoltert wurden. Unser Gedenkstättenführer erzählte uns auch wie die Stasi es schaffte, die Gefängnisse vor der Bevölkerung geheim zu halten. Am vorletzten Tag unserer Abschlussfahrt waren wir am Checkpoint Charly – dem berühmten Grenzübergang von West nach Ost. Es war sehr interessant dort etwas über

die Geschichte der geteilten Stadt zu erfahren. Danach haben wir uns noch das Mauermuseum angesehen. Das Museum war sehr spannend, da man dort viele Geschichten, welche sich in der Zeit des geteilten Deutschlands abgespielt hatten, fand. In dem Museum konnte man Filme über die Mauer und

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Monti aktuell auch über den 2. Weltkrieg sehen. Am Donnerstagvormittag waren wir im Berlin Dungeons. Das Dungeons ist wie ein Gruselkabinett. Es wird die „Berliner Geschichte“ auf gruselige Art und Weise erzählt. Man durchlief die verschiedenen Räume und wurde von den Schauspielern erschreckt. Das Dungeons dauerte ungefähr eine Stunde und war sehr lustig. Nach einem Nachmittag zur freien Verfügung sind wir am Donnerstagabend als Abschluss zum Schwarzlichtminigolf gegangen. Manche fanden es dort nicht so schön, da es relativ spät war und sie Kopfschmerzen bekamen. Grund dafür war die stickige Luft in den Räumen. Dennoch hatten viele Spaß und haben meist alle Bahnen bis zum Ende gespielt. Am Freitag haben wir unsere Zimmer aufgeräumt und uns ein letztes Mal aufgemacht, die noch notwendigen Mitbringsel zu besorgen. Um 15.00 Uhr sind wir dann gemeinsam in den ICE nach Bamberg gestiegen. Über Bamberg und Hirschaid, wo einige bereits ausstiegen, kamen wir um 20:00 Uhr wieder in Forchheim an. Dort haben wir uns noch verabschiedet und sind dann nach einer schönen, aber auch anstrengenden Woche in die Faschingsferien gegangen. Im Rückblick können wir sagen, dass die Fahrt sehr schön war. Wir haben sowohl viele kulturelle Orte gesehen und näher kennengelernt, als auch die Freizeit in Berlin genossen. In der Klasse haben wir viel Positives über unsere Abschlussfahrt gehört. Ein paar negative Punkte gibt es trotzdem, die aber nicht so schlimm waren, weil wir letzten Endes sehr viele Freiheiten hatten. Durch die Abschlussfahrt haben wir letzte Motivation für unseren Abschluss getankt. Text und Fotos: Rubin u. Diamant

Ausgabe 55/2014

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Buchvorstellung der 7.Jahrgangsstufe Wir, die Schüler der siebten Klasse, wollten im Rahmen des Lernstudios Deutsch unbedingt eine Lektüre lesen. Unsere Wahl fiel auf „Wer ist Violet Park?“ von Jenny Valentin, weil sich schon die Kurzbeschreibung des Buches sehr spannend anhörte. In dem Buch geht es um den 16-Jährigen Lucas, der in einer Taxizentrale zufällig die Urne von Violet Park findet. Lucas möchte unbedingt wissen, wer Violet Park ist. Durch seine Recherchen über die verstorbene Frau stößt er auf Zusammenhänge zwischen Violet Park und seiner Familiengeschichte. Sein Vater hat diese nämlich verlassen, als Lucas noch sehr jung war. Von da an fehlt von Pete Swain jede Spur. Was sein Vater und die geheimnisvolle Urne verbindet, müsst ihr selbst herausfinden. Das Buch inspirierte uns, auch über unser Leben nachzudenken. So fragten wir uns zum Beispiel – genauso wie die Hauptperson Lucas – bis wohin würden wir unser Leben zurückdrehen und was würden wir daran ändern wollen. Außerdem schrieben wir verschiedene Fortsetzungen der Geschichte.

Im Großen und Ganzen hat uns das Buch sehr gut gefallen. Am Anfang war es etwas schwer, sich in die Geschichte hineinzuversetzen und die philosophischen Gedankengänge von Lucas nachzuvollziehen, umso mehr wir jedoch gelesen hatten, desto fesselnder fanden wir das Buch. Vor allem das Ende war total unerwartet und spannend. Allen, die an einer nachdenklichen Geschichte interessiert sind, empfehlen wir das Buch. Um den Sinn der Geschichte verstehen zu können, sollte man mindestens zwölf Jahre alt sein. Insgesamt geben wir dem Buch

www.montessori-forchheim.de

Monti Aktuell #55  
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