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Hausbauer 2019

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14 Whirlpools, Saunen, Pools

Wartung kann man jährlich durchschnittlich mit Kosten zwischen 100 bis 300 Franken rechnen – abhängig von der Art der Pflegeprodukte, die einmal pro Woche dem Wasser beigegeben werden. Das Wasser muss in der Regel alle drei bis sechs Monate erneuert werden. Ein guter Whirlpool besitzt einen eingebauten Ozonator, der die Keimbildung verhindert und ­einen sparsamen Umgang mit Pflegemitteln sichert. Ein Magnetizer schützt zudem vor Kalkablagerungen, bessere Whirlpools sind mit einem Filtersystem ausgerüstet.

Der Whirlpool im Freien Zu den möglichen Standorten im Aussenbereich zählen neben Gärten und Terrassen Balkone und Pergolas. Externe Wasserleitungen sind nicht nötig. Der Whirlpool sollte sich von seinem Design her gut in die Umgebung einfügen und gegebenenfalls auch bei schlechtem Wetter und in der kalten Jahreszeit leicht erreichbar sein. Wegen ihres hohen Gewichts kann man Aussenwhirlpools ohne Verankerung aufstellen oder sie bei Bedarf in den Boden einlassen. Auf diese Weise bleiben die Aussenwände verborgen. Hinsichtlich Technik, Installation und Instandhaltung gibt es zwischen Innen- und Aussenmodellen nur geringfügige Unterschiede. Wer sich für einen Whirlpool im Innenbereich entscheidet, hat die Auswahl zwischen drei Ausstattungskategorien, deren Modelle unterschiedliche Funktionalitäten und Düsenzahlen besitzen. Geräte der Comfort-Line, die zwischen 2500 bis 3500 Franken kosten, eignen sich als Einsteigermodelle. Für die Premium-Line mit Vollausstattung werden Beträge zwischen 4500 bis 7000 Franken fällig. Und die Exclusive-Line, die im Indoorbereich die «Champion’s League» bildet, schlagen mit 7500 bis 9000 Franken zu Buche. Diese Geräte sind in der Regel mit 50 bis 70 Düsen und mit bis zu acht computerge­ steuerten Massageprogrammen ausgestattet. Gewaltige Vielfalt an Modellen Derzeit findet man Dutzende Modelle mit unterschied­ lichem Design und in verschiedenen Dimensionen. Das beginnt bei Pools in Rechteckform und erstreckt sich über Viertelkreiswhirlpools bis hin zu Einbaumodellen und frei stehenden Pools mit Abmessungen von maximal 2,20 auf 2,20 Meter. Es gibt etliche Modelle, die durch die Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA geprüft sind und den Schallschutznormen ­gemäss SIA 181.1 genügen. Zusätzliche und möglicher­ weise teure Vorkehrungen für den Schallschutz entfallen damit. Unabhängig davon, ob man während der Planungsphase des Hausbaus oder zu einem späteren Zeitpunkt die Anschaffung eines Indoorwhirlpools ins Auge fasst, sind im Vorfeld folgende Überlegungen wichtig: Passt der Pool von seinen Abmessungen her überhaupt in den vorgesehenen Wohnungsbereich? Und vor allem: Wie lässt

sich das Gerät, das in der Regel in einem Stück angeliefert wird, vom Abladeort an den vorgesehenen Standort transportieren?

Grundlegende Überlegungen Dabei gilt es sicherzustellen, dass das Modell problemlos durch sämtliche Türöffnungen und über die Treppen getragen werden kann. Eine lichte Breite von mindestens 65 bis 70 cm bei allen Türdurchgängen ist dafür Grundvoraussetzung. Im Badezimmerbereich etwa muss ein Stromanschluss von 220 V/50 Hz über die gesetzlich vorgeschriebene Stromschutzschaltung vorhanden sein. Ein bodenbündiger Bodenablauf mit Steckmuffe (Innendurchmesser 48 oder 56 cm) darf ebenfalls nicht fehlen. Ferner müssen Kalt- und Warmwasseranschlüsse mit Absperrventilen, je nach Modell gemäss Vorgabe im «Gut zur Ausführung» (GzA) an den bezeichneten Stellen angebracht werden. Wenn diese fehlen, ist mit zusätzlichen Kosten für die bauliche Anpassung zu rechnen.

Zu den möglichen Stand­orten im Aussenbereich zählen neben Gärten und Terrassen Balkone und Pergolas.

Echter Whirlpool oder nur Badewanne mit Düsen? Bei Whirlpools für den Innenbereich gibt es zwei Varianten: den «echten» mit einem automatischen und selbstreinigenden Wassersystem und die mit Massagedüsen ausgestattete Badewanne. In letzterem Fall wird das Wasser nach jeder Nutzung abgelassen. Installieren lassen sich Whirlpools auf zweierlei Arten: Man kann sie entweder frei aufstellen oder einmauern. Eine bereits vorhandene Badewanne kann in der Regel problemlos durch einen Whirlpool ersetzt werden. Auf jeden Fall muss das Gewicht des Pools berücksichtigt werden. Gefüllt wiegt so ein Wellness­ element bis zu zwei Tonnen.

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