der Subtilen Welt als auch der irdischen Welt auf Widerstand. Doch man kann diesen Zustand nur durch feurige Spannung überwinden, weil das Feuer des Geistes für das Vernichten des Chaos und seine Umwandlung nötig ist. Feuer wird nicht dorthin gelenkt, wo Verstand mit Chaos zu disputieren versucht. Das Feuer des Herzens dringt durch -Chaos hindurch und wandelt es in eine nützliche Substanz um. Das Laboratorium des Herzens ist mächtig, und Denken selbst muß durch Feuer gereinigt werden. 47. Die Anwendung von psychischer Energie wurde in verschiedenen Lehrsystemen auf verschiedene Weisen erklärt. Einige schlugen vor, die Energie beständig anzuspannen, während andere es vorzogen, diesen Strom durch das Unterdrücken desselben bis zur Untätigkeit zu unterbrechen. Die beiden Methoden unterscheiden sich in ihrem inneren Wesen nicht von einander, wenn das Bewußtsein entwickelt ist. In einem erhabenen Zustand empfängt die Energie beständige Impulse, und wenn sie untätig zu sein scheint, ist sie nur in die Tiefe des Bewußtseins untergetaucht. Solche scheinbaren Gegensätze werden während innerer Konzentration offenbart. Einige glauben, daß das Äußern von gewissen Worten notwendig ist, andere übertragen diese gedankliche Tätigkeit direkt in das Bewußtsein des Herzens. Beide Weisen sind gleich zweckmäßig, wenn der Geist bereits erhoben ist. Während des Emporhebens des Geistes muß man eine gleichmäßige Wärme des Herzens aufrecht erhalten. Man muß Schocks als unnötig und schädlich vermeiden. Man kann davon überzeugt werden, daß das Herz in beständigem Dienst für die Hierarchie sein kann. Dadurch verliert das Herz keineswegs sein Verständnis für alle alltäglichen Fragen. Eine solche Verbindung von Gegensätzen ändert den Rhythmus des Herzens nicht. Ich lenke die Aufmerksamkeit auf die alltäglichen Umstände, weil der Führer sich mit jedem Mittler des Lebens befassen muß. 48. Einige mögen fragen, warum Ich von einem Führer und nicht von einem Herrscher spreche. Der Unterschied zwischen ihnen ist gewaltig. Der Begriff des Herrschers setzt die Gegenwart und das Herrschen über etwas bereits Bestehendes voraus, der Führer jedoch offenbart die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat nichts bereits Erbautes empfangen; er führt, und jede seiner Handlungen treibt vorwärts. Der Herrscher kennt das, was bereits gebaut und vollbracht ist, aber dem Führer steht nichts gegenüber, was bereits bestätigt ist, und er muß die Menschen zum Berg der Vollkommenheit bringen. Wenn die Last des Herrschers groß ist, dann ist die Verantwortung des Führers noch größer, und darum bestätigen die Höheren Mächte ihren Altar dort, wo Zeichen solcher Führerschaft vorhanden sind. Gerade der Führer muß zwischen Heuchelei und Aufrichtigkeit unterscheiden. Die Offenbarung der Tugend des Herzens unterscheidet sich außerordentlich von einer erzwungenen Unterwürfigkeit. Der Führer hat die Fähigkeit, diese Eigenschaft zu erkennen. Viele haben gelesen, wie David die Höchsten Mächte befragte. Er nahm Zuflucht zu dieser Quelle, um unnötige Irrtümer zu vermeiden. Es sind viele solcher Beispiele in der Geschichte von verschiedenen Nationen vorhanden. Jeder kennt sie. Es ist nicht nötig, in den alten Zeiten nachzugraben; diese Zeichen der Verbindung und des Großen Dienstes sind in kürzlichen Ereignissen sichtbar. Aber wir wissen auch, daß für die hohe Verbindung ein reines Herz erforderlich ist. Nichts Unreines kann an dieser Verbindung teilnehmen, darum muß das Symbol des Führers das Zeichen der Reinheit des Herzens sein. Nicht nur in Taten, sondern auch in Gedanken trägt der Führer die Wohlfahrt des Volkes. Er weiß, daß es ihm anvertraut worden ist, einen vollen Kelch zu bringen. Er verliert seinen Pfad nicht in zwecklosem Herumwandern. Er wird den ihm anvertrauten Kelch nicht verschütten. Somit ist der Begriff des Führers ein Zeichen der Zukunft. 49. Nützliches Lesen wird von strahlenden Funken begleitet. Das Herz kann sich nicht über die Freude des Geistes ausschweigen. Je nach Bedarf werden die Zeichen immer verschiedenartiger. 50. Erinnert Euch daran, in welchem Maße die Menschen den Begriff eines Führers nötig haben. Sie wollen jemand haben, der ein Bürge vor dem Höchsten sein wird. Sie verstehen, wie unmöglich es ist, den Pfad ohne diese Verbindung zu finden, aber sie wissen, daß der Führer kommt. Nichts kann den Führer je hindern, wenn er nicht durch die irdischen Erscheinungen, die seinen Rückzug bestimmen, zurückgehalten wird. Das reine Streben des Führers kann nicht vor der bestimmten Zeit aufgehalten werden. 51. Es ist bereits bekannt, daß ein Zittern des Schreckens eine Zusammenziehung der Nerven der Haut im Nacken verursacht. Aber die Menschen vergessen, daß die Nervensubstanz des Rückgrats eine Art von Pfeil aussendet, um das verwirrte Bewußtsein wieder herzustellen. Man kann denken, daß das Zittern am Hinterkopf ein Ausdruck des Schreckens ist, es ist jedoch nur ein schützender Pfeil.
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