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NEUE SCHÜLERZEITUNG AM GYMNASIUM MARIENGARDEN

Big father is watching you

Wie das ist, wenn Papa mit zur Schule kommt

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01/2007 1€


Hallo! Voller Stolz präsentieren wir dir diese erste Ausgabe von marie, einer neuen Schülerzeitung für Mariengarden. Wir finden, dass eine gute, eine gleichsam unterhaltende und informierende Schülerzeitung zu einer guten Schule dazugehört. Natürlich, um vom Schulleben zu erzählen. Jeder von uns kommt täglich hierher – aber wie ist es, wenn ausgerechnet der eigene Vater gleich mitkommt? Wir haben mehrere Lehrerkinder und ihre Eltern dazu befragt. Außerdem schreibt der Abiturient Stefan Kollmann darüber, wie es denn nun gelaufen ist, das erste Mal Zentralabi. Aber natürlich wäre dieses Heft ziemlich langweilig, wenn es sich nur um Schule drehte. Da sind schließlich noch andere wichtige Dinge! Zum Beispiel Musik. Wir stellen euch die Mariengardener Rockband Antiquated vor und klären im ersten Teil unserer Subkulturserie endlich einmal, dass nicht alle Hip-Hopper auch Gangster sind. Passend zu den bevorstehenden Sommerferien wägen wir außerdem ab, was besser ist: Urlaub mit oder ohne Eltern? Und wir erzählen von einem Land, in das man gerade vielleicht lieber nicht reisen sollte: Israel. Lars Paprotta erklärt, warum. Wir hoffen, dass unter diesen und den vielen weiteren Themen auch etwas für dich dabei ist - und möchten natürlich deine Meinung hören. Die kannst du ganz einfach loswerden: Schreib uns an redaktion@gymnasium-mariengarden.de. Wir freuen uns! Deine Redaktion 2


Inhalt 4 Umfrage 6 Betreff: Neuigkeiten 7 Wer passt zu dir? 8 Big father is watching you 12 Der kriegt niemals einen Korb 14 Seelsorge-Seite 16 Subkulturserie (1): Der Hip-Hopper 17 Zieht eure T-Shirts aus 18 Von Crêpes, Kakao und anderen Besonderheiten 20 Wer lehrt was? 21 Meine DVD: Marie Antoinette 22 Buchkritiken 23 CD-Kritken 24 Nichts für Kuschelkatzen 26 Das Krachding aus Krechting 28 Chuck Norris hat bis unendlich gezählt. Zwei Mal! 30 Wenn das mal nicht schief geht 32 Warum ist da Krieg? Versuch einer Erklärung 36 Ich sende, also bin ich 38 Impressum 39 17 Gründe: Warum wir uns auf den Sommer freuen

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Wen würdest du auferstehen lassen, wenn du die Chance dazu hättest?

PROTOKOLL & FOTOS Louisa Jödden und Isabell Wüst

Andre Schmeing, 6a Claus Franken, Lehrer „Meine Oma, mit der ich im- „Johnny Cash, weil er so tolmer Marmorkuchen geba- le Musik gemacht hat.“ cken habe.“

Henrieke Over, 13 „Mutter Teresa. Sie hat so viel Gutes getan, ich würde sie gerne kennen lernen.“

Stefanie Rudde, 11 Sarah Döking, 9c „Doris Day, weil ich neulich „Meinen Bruder, der leider mit ihr verglichen wurde. Ich nur acht Monate alt wurde.“ will wissen, ob das stimmt!“

Jona Schlottbom, 8b „Meinen Opa, weil ich mit ihm immer schwarzer Peter gespielt habe. Gegen ihn konnte ich nie verlieren!“

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Lukas Büning, 9a Vanessa Derksen,6c „Kurt Corbain, weil der ein- „Meine Oma, weil ich sie fach nur geil war.“ nicht kennen lernen durfte.“

Michael Königs, Lehrer „Die 1. Mannschaft des FC Köln von 1978, weil die damals deutscher Meister wurde.“

Andreas Schlattmann, 11 „Mein Meerschweinchen Molly, weil es seine Freundin Schnüff allein zurückgelassen hat.“ 5


Von: Josche van der Ven An: Lars Paprotta

Betreff: Neuigkeiten

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Foto: Thomas van der Ven

Hey Lars! Wie geht’s? Es ist der Wahnsinn, dass wir beide in einem halben Jahr weg sind, oder? So richtig glauben kann man das immer noch nicht richtig. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich alle möglichen Organisationen angeschrieben habe um irgendwie Klarheit zu bekommen. Als wir endlich Rotary gefunden hatten, kam ganz schnell die 1. Informationsveranstaltung nach den Sommerferien und dann die Bewerbung. Mann, haben wir dafür arbeiten müssen, auf die letzte Minute war alles fertig. Das war bestimmt schon unsere erste Prüfung. Dann ging es rasend schnell weiter und wir hatten unser „Auswahlinterview“. Genial, als wir unsere Länder wussten, und wir hatten sogar beide unser Wunschland bekommen! Argentinien und Kanada! Hoffentlich klappt es, dass du auch in den französischsprachigen Teil von Kanada kommst, so wie du es dir wünschst! Gut, dass uns das Warten auf unsere Guaranteeform, unseren endgültigen Bescheid, in welche Stadt wir kommen und zu welcher Familie, auch noch spannend gemacht wird - da unsere beiden Familien ja jetzt schon Gäste haben. Wie läuft es mit eurer Austauschschülerin aus Brasilien, Maria? Anneke aus Neuseeland, die bei uns zu Gast ist, ist total nett und sie scheint sich gut einzuleben. Bei uns wird meistens noch Englisch gesprochen und bei euch? Finde ich ziemlich bewundernswert, fast ohne Vorkenntnisse und dann ein Jahr in einem anderen Land. Na ja, wer weiß, ob es bei mir anders sein wird? Seit fünf Wochen mache ich jetzt jeden Dienstagabend brav im Spanisch-VHS-Kurs mit und es macht mir eigentlich total Spaß. Pa macht auch mit! Er meinte „Warum nicht?“ und so ist es wirklich ganz cool, wenn man jemanden kennt und so. Das Beste habe ich dir noch gar nicht erzählt, Lars! Im Zeitraum vom 08. bis 18. August will Lufthansa uns Outbounds (sind die Bezeichnungen für Austauschschüler von Rotary nicht cool? ) nach Argentinien fliegen! Als ich das letzte Woche erfahren habe, merkte ich richtig wie, ernst es wurde! Und wenn dann auch noch so viele sagen, was machen wir dann ohne euch, find` ich es auch nicht immer nur einfach, aber ich glaub´, das kriegen wir schon hin, was meinst du?! Auf jeden Fall freue ich mich irgendwie total und wenn jetzt auch noch die Klassenfahrt kommt, ist das Schuljahr wirklich auch schon beinahe zu Ende!! Viele Grüße! Josche


Wer passt zu dir?

TEST Louisa Jödden und Isabell Wüst

Finde es heraus, indem du die jeweils zutreffende Antwort ankreuzt und anschließend deine Punkte zusammenzählst. Die Lösungen gibts auf Seite 20!

1) Du gehst shoppen - für was gibst du dein Geld höchstwahrscheinlich aus? A Ein Fußballtrikot meiner Lieblingsmannschaft! B Was soll ich sagen: Klamotten, Klamotten, Klamotten! C CDs kann man nie genug haben!

4) Du gehst auf eine Party - das stellt sich die Klamotten-Frage! A Ich entscheide kurz vorher - nach Lust und Laune! B Das kann schon mal länger dauern... C Ich bleibe bei meinen Jeans, Sneakers und einem lässigen Oberteil.

2) Welches ist dein Lieblingsfach in der Schule? A Ohne Musik ist alles doof! B Sport! C 1939-1945 war der 2.Weltkrieg - Geschichte natürlich!

5) Du planst einen DVD-Abend welchen Film suchst du aus? A „Das Parfüm“ B „Der Untergang“ C „Deutschland - Ein Sommermärchen“

3) Wie verbringst du deine Freizeit am liebsten? A Ich hänge am liebsten mit meinen Freunden ab! B Am liebsten mache ich Sport – Hauptsache, ich kann mich bewegen! C Ich höre gerne zuhause Musik oder telefoniere stundenlang. 1) A 5 P. B 4 P. C 3 P.

2) A 3 P. B 5 P. C 4 P.

3) A 4 P. B 5 P. C 3 P.

6) Nach einem stressigen Tag kommst du nach Hause - welche CD legst du ein? A Etwas Klassisches zum Entspannen, zum Beispiel Beethovens Symphonie Nr.9 B Die Sportfreunde Stiller! C Robbie Williams...

4) A 3 P. B 4 P. C 5 P.

5) A 3 P. B 4 P. C 5 P.

6) A 3 P. B 5 P. C 4 P. 7


Big father is watching you Ein Papa, der jeden Tag mit zur Schule kommt? Auf den ersten Blick eine schreckliche Vorstellung. Drei Lehrerkinder erz채hlen uns gemeinsam mit ihren V채tern, wie das wirklich ist - n채mlich gar TEXT & FOTOS Eva Schulz und Jan Sewing nicht so schlimm.

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Michaela Grouls, 19, und Heinz-Willi Grouls, 53 Michaela und ihr Vater sind sich sehr ähnlich: Sie teilen die Leidenschaft für die Fächer Deutsch und Englisch - und finden beide Naturwissenschaften nicht so toll. „Das ist vererbt!“, ist sich Herr Grouls sicher. Im Gegensatz zu ihm sei seine Tochter jedoch ausgesprochen fleißig. Gerade während sie fürs Abitur lernte, habe er ihr deshalb bis vor Kurzem öfter mal sagen müssen: „Ela, jetzt mach mal eine Pause!“ Mit ihren Eltern zur Schule zu gehen ist für Michaela total normal: Schon an der Grundschule arbeitete ihre Mutter als Sekretärin.

In der Theater AG, wo sie gemeinsam mit ihrem Vater Stücke einstudierte, gerieten beide trotzdem ab und zu aneinander. Ein Grund mehr, warum Michaela froh ist, niemals Unterricht bei ihrem Vater zu haben. „Ich habe ja gehört, wie streng er ist“, sagt sie. Und Herr Grouls selbst erklärt, dass er mit seinen eigenen Kindern sicher noch viel strenger wäre. Doch jetzt schließt Michaela die Schule ab und will studieren gehen. „Darunter werde ich furchtbar leiden“, sagt Herr Grouls, „Aber Ela muss ihr Ding durchziehen!“

Philip Ashton, 19, und Ken Ashton, 55 Es fällt auf, wie freundschaftlich und locker das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist. Das liege vor allem daran, sagt Herr Ashton, dass er versuche Beruf und Privates strikt voneinander zu trennen. „In der Schule, im Lehrerzimmer bin ich immer der Kollege Ashton und nicht der Vater Ashton“. Sowieso sieht dieses Verhältnis ein bisschen anders aus, als das normale Lehrer-KindVerhältnis - denn Philip war zuerst da. Das plötzliche Auftauchen seines Vaters als 10

Lehrer an Mariengarden sei jedoch völlig stressfrei verlaufen, erklärt er. Das Einzige was sich verändert habe, sei, dass der Schulweg seitdem der gleiche ist. Natürlich hört Philip ab und zu, was über seinen Vater geredet wird: „Vor allem Lob.“ Von Spitznamen ist aber noch nichts zu ihm durchgedrungen. Auch sein Vater muss passen. „An meinem früheren Arbeitsplatz hieß ich mal... aber vielleicht sollte man so etwas lieber ruhen lassen.“


Sebastian Brands, 12, und Michael Brands, 43 Eigentlich war immer schon klar, dass Sebastian nach Mariengarden kommen würde. Die Qualität der Schule sei ein Hauptgrund gewesen – „und ich habe mich als Schüler hier auch schon wohl gefühlt“, erklärt Herr Brands. Während der ersten Wochen begegneten sich die Beiden überhaupt nicht auf dem Schulgelände. Sebastian könnte sich auch nicht vorstellen, jeden Tag mit seinem Vater nach Burlo zu fahren. „Du stehst ja auch eine Stunde früher auf!“, sagt der. Sowieso sind sie darauf bedacht, einen gewissen Abstand zu wahren. Um Elternsprechtage und Hausaufgaben kümmert sich die Mutter.

„Da ist meine Vaterrolle wirklich ein bisschen schwächer“, meint Herr Brands. Ab und zu kriegt sein Sohn sogar mit, wie über ihn gelästert wird. „Das geb ich dann aber nicht weiter“, grinst der. „Ist ja meistens auch scherzhaft gemeint.“ Nächstes Jahr wird aus dem Brands-Duo ein Trio, dann kommt noch die kleine Schwester Hannah dazu. Sebastian ist davon noch nicht so begeistert. Da hat er ein bisschen was mit seinem Vater gemeinsam. Dessen Schwester wollte nämlich auch mal zu uns kommen – aber als Lehrerin. Und das wäre doch toll, wenn sie bei uns unterrichten würde, oder, Herr Brands? „Niemals!!“ 11


Der kriegt niemals einen Korb

Aber von vorn: Durch ein Integrationsprogramm für Behinderte wird Jason von der Athena High School in Greece, einer Kleinstadt im Bundesstaat New York, aufgenommen. Der Junge ist völlig verrückt nach Basketball, aber sein Trainer findet ihn schlichtweg zu klein. Er ernennt ihn zum Team Manager. Obwohl er nie selbst spielen darf, erfüllt Jason seine Aufgaben 12

mit größter Motivation. Er erstellt Statistiken, bringt den Spielern Wasser und ruft ihnen vom Spielfeldrand aus immer wieder zu: „Stay focused!“ Konzentriert euch! Alle mögen Jason, die Spieler und Cheerleader ebenso wie die Fans, die sein Gesicht auf Plakate drucken und bei den Spielen hochhalten. Er wird zum Maskottchen, das bald den Spitznamen „J-Mac“ trägt.

Fotos: Eric Sucar, Kimberlee Hewitt/White House Photos

Vor über einem Jahr sorgte ein nur vier Minuten langes Video in ganz Amerika für Furore. Es handelte sich um Aufnahmen von einem High School-Basketballturnier. Darauf zu sehen ist Jason McElwain, ein 17-jähriger Autist, der nie zuvor ein Turnier gespielt hatte. TEXT Eva Schulz


Das letzte Heimspiel der Saison findet am 16. Februar 2006 statt. Es ist auch für Jason das letzte Spiel, er wird bald die Schule abschließen. Als Zeichen der Dankbarkeit lässt ihn der Trainer des Teams, Jim Johnson, das Mannschaftstrikot anziehen. Lange muss Jason auf der Bank warten, ehe sein Team vier Minuten vor Schluss mit 20 Punkten führt. Da konnte nicht mehr viel schief gehen, muss sich auch Johnson gedacht haben, und schickte „J-Mac“ aufs Feld. Die 900 Zuschauer in der Halle jubelten. Jasons erster Versuch eines Drei-PunkteWurfs scheitert. Er probiert es ein weiteres Mal, diesmal einen Korbleger, aber auch der geht daneben. Dann kommt er noch mal an den Ball, wagt noch mal einen Drei-PunkteWurf – und trifft. Jason wirft fünf weitere Dreier und einen Zweier in nur vier Minuten. Das sind 20 Punkte, die schafft nicht mal ein NBA-Spieler in so kurzer Zeit. Am Ende des Spiels steht es 79 zu 43 für die „Greece Athena Trojans“ und „J-Mac“ ist ein Held. Die Lokalpresse berichtet, dann zeigt der Fernsehsender CBS die Videoaufnahmen von Jasons vier Minuten. Fortan stehen dort die Telefone nicht mehr still – die Fernsehzuschauer wollen die Bilder noch einmal sehen. Unzählige schauen sich alles im Internet an. Dann klingelt das Telefon bei Jason. Präsident George W. Bush selbst bittet um ein Treffen. Er habe weinen müssen, als er die Berichte sah. J-Mac ist zu Gast in Oprah Winfreys Talkshow, er trifft das amerikanische Basketballidol Magic Johnson und erhält einen Preis für den besten sportlichen Moment des Jahres. Nebenbei beendet er die Schule. Arbeitet zunächst in einem Supermarkt, wo er Waren auspackt und beschildert. Dann wechselt er in eine Bäckerei. Seither ist sein größter Traum, einmal selbst eine Bäckereifiliale zu leiten.

Die ganze Geschichte klingt so märchenhaft und typisch amerikanisch, so perfekt inszeniert, dass man sie kaum glauben kann. Aber längst hat Jason einen Vertrag bei Columbia Pictures unterschrieben. So werden wir alle bald sein Märchen im Kino sehen können. AUTISMUS

Jason und seine Mutter treffen Präsident Bush. „Es war mir eine Ehre, dich zu treffen“, sagt der später. Autismus ist eine schwere Entwicklungsstörung, die sich bei den Betroffenen bereits im Kleinkindalter zeigt. Autisten fällt es schwer, ein „normales“ Verhältnis zu anderen Personen herzustellen, zum Beispiel zu ihren Eltern. Sie vermeiden Blick- und Körperkontakt und verstehen zunächst weder Gesten noch Mimik. Deshalb bezeichnet man Autismus auch als Beziehungs- und Kommunikationsstörung. Oftmals spielt Ordnung für Autisten eine große Rolle. So tun sie bestimmte Dinge immer auf die gleiche Art, wiederholen Wörter und Sätze oder sammeln die unterschiedlichsten Gegenstände. Manche Autisten machen manchmal zuckende Bewegungen, oder lachen und kichern in den merkwürdigsten Situationen. All diese Symptome sind aber bei jedem autistischen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche Autisten sind geistig behindert, während andere ganz normal intelligent sind. Bisweilen weisen sie aber erstaunliche Talente in ganz bestimmten Bereichen auf. So können sie zum Beispiel supergut rechnen, muszieren oder sich Dinge merken. Von 10 000 Kindern sind etwa vier bis fünf autistisch. Bislang weiß man nicht, warum Menschen autistisch werden, und es gibt auch keine Möglichkeit, Autismus zu heilen. 13


SEELSORGE-SEITE

Durch Krise zu Herausforderung und Eifer

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Zukunft aufzubauen. Aber auch dieser Plan scheiterte. All diese Niederlagen und die Ereignisse um ihn beeinflussten sein Leben. Eugen ist 23 und er erfährt eine innere Leere und kommt dadurch in eine Krise, die er in Palermo schon einmal hatte, nur dass sie jetzt viel schlimmer war. Eugen - immer auf der Suche nach Glück und Zukunft, nach einer längst vergangenen gesellschaftlichen Bedeutung und dem früheren Reichtum, findet schließlich den Weg zum wahren Leben. Am Karfreitag 1807 wurde er während der Karfreitagsliturgie innerlich tief getroffen. Der Blick auf den Erlöser Jesus Christus am Kreuz ließ ihn erkennen, dass Christus sein Leben und sein Blut für ihn persönlich hingegeben hatte. Diese Erkenntnis ließ ihn bitterlich weinen. Ab jetzt wollte er sein Leben ändern und er entschloss sich, diesem Erlöser - diesem Christus - nachzufolgen. Er wollte Priester werden. Er sah nun auch den Niedergang der Kirche und ihre Verwahrlosung, er fühlte gleichzeitig eine starke Bindung zu Gott. Dieser Bindung nachgehend, verließ er im Oktober 1808 abermals Aix und ging gegen den Willen seiner Mutter nach Paris, um im dortigen Seminar Saint Sulpice Theologie zu studieren. Schon drei Jahre später, am 21. Dezember 1811 empfing er in Amiens die Priesterweihe. Er hatte ein großes Herz für die Armen, Benachteiligten und an den Rand Gedrückten. Eugen hatte begriffen, wie sehr die Menschen Gott

Bild: Pater Felix Rehbock

Eugen von Mazenod war ein begeisterter Mensch. Obwohl er ein hitziges und impulsives Wesen hatte, war er äußerst herzlich und menschlich. Begleitet von Widerspruch, schwimmend gegen den Strom seiner Zeit, hart mitgenommen durch die Französische Revolution, wuchs er im Exil auf. Hunger, Elend, Straßenkämpfe und Flucht - für Euch als Jugendliche im wohlhabenden Deutschland sicher kaum vorstellbar. Mit 20 Jahren kehrte er am 24.Oktober 1802 nach Frankreich zurück. Er musste erleben, wie viele seiner Hoffnungen durch den chaotischen Zustand in seinem Heimatland - in dem er am 1. August 1782 (Aix-enProvence) als Sohn einer provenzalischen adeligen Familie geboren wurde- gestorben waren. Unter anderem litt er sehr darunter, dass sich seine Eltern getrennt hatten. Es war für ihn, der sehr an beiden Eltern hing, ein schweres Kreuz zu erleben, dass seine Versöhnungsversuche fehlschlugen. Ein lukrativer Heiratsplan, ausgeheckt von seiner Mutter, ging durch den Tod der vorgesehenen Braut daneben. Schon während seiner Exilszeit wandte Eugen sich zunächst vom Glauben ab und auch jetzt wusste er wenig damit anzufangen, da er mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war. Geprägt von den Erlebnissen im Kreise des Adels in Italien, versuchte er für sich und seinen Vater im nun liberalen Frankreich eine gesellschaftlich angesehene und unabhängige


brauchen. Sein Herz brannte förmlich von dem Wunsch, allen Menschen zu erzählen, wie groß Gott ist und dass genau dieser Gott den Menschen, besonders den Jugendlichen, Armen und Verlassenen, nahe sein will. Weil Eugen aber nicht nur ein frommer und eifriger, sondern auch ein kluger Mann war, hatte er schnell begriffen, dass er diese Aufgabe nicht alleine erledigen konnte. Er brauchte Gleichgesinnte, die wie er von Gott begeistert waren und die den Mut hatten, in Ihrem Leben ganz auf Gott zu vertrauen. In den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, den OMIs oder kurz den Oblaten, hat Eugen solche Leute gefunden. Männer und Frauen, die bereit sind den Menschen durch Wort und Tat von Gott zu erzählen und die keine Angst davor haben, dafür auch über matschige Dschungelpfade, staubige Sandpisten oder zugefrorene Flüsse zu gehen. Am 17. Februar 1826 bestätigte der damalige Papst Leo XII diese Gemeinschaft. Was mit einer kleinen Gruppe von Männern in Südfrankreich begonnen hat, ist heute zu einer weltweiten Gemeinschaft geworden, der längst nicht mehr nur Patres und Brüder angehören. Es gibt mit den Oblatinnen auch einen weiblichen Zweig der Gemeinschaft und viele Männer und Frauen auf der ganzen Welt fühlen sich den Idealen und Ideen Eugen von Mazenods heute nahe. Dass das nicht immer einfach ist, versteht sich fast von selbst. Diese wenigen Sätze über das Leben Eugen von Mazenods, zeigen uns, dass er von Kind an ständig in seinen natürlichen Bestrebungen gehindert und durch Personen und Ereignisse schwer gebeutelt wurde. Dabei erweist er sich als starker Charakter und Mann tiefen Glaubens und Vertrauens in Gott. Er war bereit das zu tragen, was er als seine Mission der Liebe und Barmherzigkeit gegenüber seinen Nächsten empfangen hatte, und in deren Dienst er seine Liebe stellte. Selbst herausgefordert durch

seine Zeit, wurde er nun umgekehrt eine Herausforderung für die anderen. Er war unerbittlich, wenn es um die Verteidigung der Rechte der Jugendlichen, der einfachen Leute und der Kirche ging, auch wenn er sich dadurch unbeliebt machte. Er gründete eine Jugendbewegung bei allen Widerständen die ihm die Regierung und die anderen eifersüchtigen Pfarrer machten. Er stellte alle seine Talente und Begabungen, mit denen Gott ihn reich beschenkt hatte, in den Dienst der Kirche und in die Anliegen der Jugendlichen und Armen. Eugen starb am 21. Mai 1861 im Alter von 79 Jahren. Wer träumt nicht als Kind oder Jugendlicher von Geld und Gut? Auch Eugen hatte diese Gedanken. Doch letztendlich hat er sich für Gott und für die Menschen in Not entschieden. Nicht Macht, Anerkennung oder Reichtum bestimmten den Weg Eugen von Mazenods, sondern der Dienst für Gott und die Menschen. Ein Weg, der zur Gründung der weltweiten Oblatenfamilie führt und aus dem verängstigten kleinen Jungen einen Missionar, Bischof, und Heiligen werden lässt. Er wurde am 19. Oktober 1975 durch Papst Paul VI. selig und 20 Jahre später, am 3. Dezember 1995, durch Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Was können wir also von Eugen und seinem Leben lernen? Eine Krise ist nicht zwingend verhängnisvoll. Obwohl sie Schwierigkeiten und gefährliche Momente mit sich bringt, kann sie genauso gut – und normalerweise ist es so – etwas Positives sein, eine Herausforderung für uns Menschen. Nutzen wir die „Krise“ der Kirche und unsere Lebensverstrickung als eine Aufforderung - wie der Heilige Eugen von Mazenod - uns auf unsere Zeit einzustellen, mit ihren Nöten umzugehen. Verändern wir dann wie Eugen - mit der Kraft und unserer Verbindung mit Jesus - diese Welt. Öffnen wir uns für Gott und für die Menschen, denen wir begegnen. PATER FELIX REHBOCK 15


Subkulturserie (1): Der Hip-Hopper Vertreter verschiedenster Jugendkulturen sind auch an unserer Schule anzutreffen - wir stellen sie vor. Im ersten Teil erzählt Cedric Sprick, 17, vom Hip-Hop-Style. TEXT Louisa Jödden und Isabell Wüst FOTO Eva Schulz Ursprung des Styles: „Hip-Hop ist eine kulturelle Bewegung, die ihre Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos im New York der 70er Jahre hat. In den amerikanischen Gefängnissen gab es nur riesige Einheitsgrößen, welche die Inhaftierten nach ihrer Entlassung einfach beibehielten. Damit wollten sie auffallen und vor allem provozieren. So entstand ein neuer Style, der sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet hat.“ Der Grund fürs Aussehen: „Individualität. Es gefällt mir halt aufzufallen und nicht „normal“ zu sein! Außerdem ist es in meiner Szene, also der Tanzwelt, nichts besonderes, so rumzulaufen. Ich möchte meinen Style schon beibehalten, aber es kommt natürlich auch immer auf Cedric Sprick, Jgst. 11 no die Situation oder Veranstaltung an. Bei eiHip-Hop, R’n’B und Tech llllll Stylefaktor: llll ner Hochzeit würde ich mich entsprechend kleiden und nicht in meinen normalen Klamotten auftauchen...“ „Slim Cedy“ hat keine Probleme mehr mit dummen Sprüchen. Vorurteile: Sind Hip-Hopper immer auch Gangster? „Auf keinen Fall! Hip Hopper laufen zwar in Sachen Kleidung extrem rum, aber können sich auch vernünftig ausdrücken und fangen nicht irgendwo Schlägereien an! Bei uns kommt es einfach darauf an, seine eigene Meinung äußern zu können, ohne schräg von der Seite angeguckt zu werden. Man kann machen, was man will, und ist Eitelkeit: „Ich achte sehr auf mein Aussehen. Ich habe frei. Unsere Vorbilder sind keineswegs Sido, sogar Outfits komplett fertig im Schrank Bushido oder Kool Savas - Gangster ziehen hängen! Es kann schon mal länger dauern, sich so an wie wir und wollen so sein, aber es gelingt ihnen nicht wirklich.“ bis ich dann fertig bin.“ Reaktionen aufs Aussehen: „...sind mir völlig egal! Dämliches Hinterhergucken ist fast schon zur Normalität geworden. Wenn ich Kritik bekomme, kleide ich mich eher noch extremer als sonst. Meine Mutter hat sich mittlerweile daran gewöhnt und findet es gut, dass ich meinen eigenen Weg in Sachen Mode gehe.“

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Zieht eure T-Shirts aus

Illustration: kultkinder

In den Ferien mit Mama und Papa wegfahren oder lieber mit Freunden einen drauf machen? Unsere Autoren sind unterschiedlicher Meinung.

Spaßfaktor: 100 Prozent

Ausgaben: 0 Euro

„Bist du dir sicher, dass alles im Koffer ist?“ Natürlich ist man sich da sicher, denn wenn es in den Urlaub ohne Eltern geht, ist es in dem Moment nicht so wichtig, ob man auch alles dabei hat. Zelten mit Freunden, Feriencamps oder Aufenthalte in mittelprächtigen Jugendherbergen - das Angebot für junge Leute, die einige Tage einfach nur „elternfreien“ Spaß genießen wollen, ist umfangreich. Einige befreiende Tage, an denen man mit dem Geschnarche des Zimmergenossen erwacht, den gesamten Tag hindurch all die Dinge tut, die einem gefallen - ohne sich von den nah-verwandten Spaßbremsen „schönere“ Aktivitäten aufdrücken zu lassen (wie zum Beispiel stundenlange Spaziergänge an der Nordsee...). Am Abend gilt es den Tag mit einer rauschenden Party abzurunden. Man hat zwar nicht allzu viel geschlafen, jedoch ist das Energie-Depot von Schülern, die nicht in der Schule sind, bekanntlich unerschöpflich und der Spaß hat nach ein bis zwei Wochen schließlich auch ein Ende. Wenn jedoch das Ende der freien Zeit ohne Eltern naht, freuen sich die meisten dann doch wieder darauf, die Jugendherberge und die dort angebotenen Bequemlichkeiten weit hinter sich zu lassen und in das vertraute „Hotel Mama“ zurückzukehren... CHRISTINA LÖCHTEKEN

Wie herrlich! Man wacht morgens auf, kommt verschlafen aus seinem Zimmer und auf dem Tisch steht ein Frühstück, wie man es nur selten erlebt. Da kommt Freude auf! Danach wird in aller Ruhe überlegt, was man denn heute so zu tun gedenkt. Und wer meckert noch über einen ausgedehnten Spaziergang, wenn am Ende dessen ein Eiscafé wartet? Nachmittags dann zum Strand und am Abend vielleicht in die Stadt oder in ein Restaurant. Keine finanziellen Probleme - denn bei einem solchen Programm wäre man im Ferienlager zweifelsohne nach zwei Tagen pleite - und was noch viel schöner ist: Auch wenn man denkt, seine Eltern in- und auswendig zu kennen, im gemeinsamen Urlaub lernt man immer wieder neue Seiten an ihnen kennen, die meistens positive sind. Spätestens, wenn man den Tag dann in der Ferienwohnung vor dem Fernseher ausklingen lässt, merkt man das Schöne am Familienurlaub: Er trägt dazu bei, dass man auch im Alltag ein besseres Verhältnis zu seinen Eltern hat. Familienurlaub ist deshalb eine Sache, die ich jedem empfehlen kann, der vielleicht im Alltag mit seinen Eltern nicht so gut klarkommt, da dies ein gemeinsames Erlebnis ist und man vielleicht wider Erwarten viel Spaß zusammen haben kann. LARS PAPROTTA 17


Von Crêpes, Kakao und anderen Besonderheiten Unsere Autoren haben den Französischaustausch mitgemacht. Ein Vergleich. TEXT Lars Paprotta und Josche van der Ven

Könnt ihr euch vorstellen wie geil es ist, wenn man Kakao aus Schüsseln schlubbern kann? Wahrscheinlich nicht, aber es ist wirklich lecker und Gang und Gäbe in Frankreich. Eigentlich gibt es nicht wirklich sehr große Unterschiede zwischen unseren Nachbarn und uns, aber wenn man genau hinschaut, fallen einem kleine, witzige Sachen auf. Bleiben wir doch bei den Essgewohnheiten. Erstmal wollen wir mit dem Vorurteil aufräumen, dass alle Franzosen mit einem Baguette unter dem Arm herumlaufen! Natürlich wird man schon jemanden sehen, der dies klischeegetreu macht, jedoch kann man da auf keinen Fall pauschalisieren. Trotzdem wundert man sich bei einigen Sachen... So wird bei manchen der Salat zum Nachtisch gegessen, und bei anderen werden zu vielen Gerichten Chips gereicht. Doch festgehalten werden muss: An all diese Sachen kann sich angepasst werden - ohne große Probleme, denn die Gerichte machen das wieder gut. Besonders gerne werden auch Variationen von Pfannkuchen gereicht, die aber in keinster Weise ein Vergleich zu unserem sind. Herzhafte „Galettes“ und süße „Crêpes“ sind geradezu himmlisch. Kommen wir nun mal zu einer ganz anderen Sache: Ihr werdet nur selten eine Toilette im Badezimmer vorfinden. Diese besitzt in Frankreich nämlich einen eigenen Raum. Über Vor- und Nachteile davon muss man jetzt ja nicht unbedingt sprechen. 18


Natürlich spielt auch die Schule in Frankreich eine große Rolle, und da gibt es dann wirklich einige Unterschiede. So hat jeder seinen eigenen Schrank und die Klassen wechseln stündlich die Räume für die verschiedenen Fächer. In den Pausen fällt eine unglaubliche Grüppchenbildung auf. Sofort beim ersten Hinsehen kann man unterscheiden, wer zu welcher Gruppe gehört! Der gravierende Unterschied zur deutschen Grüppchenbildung ist, dass die französischen Cliquen einen eigenen Style haben, man sieht also in einer Rockerclique nur Leute mit Slims und Chucks herumstehen, genauso wie man in einer Hip Hop- oder Rapperclique nur Leute mit weiten Klamotten oder Basketballschuhen sieht. „Slims“ ist in Frankreich aber auch so ungefähr das einzige englische Wort, was benutzt wird. Anglizismen sind nämlich vollkommen verboten! Und so haben sich die Franzosen für Computer komplizierte Wörter wie „Ordinateur“ ausgedacht und „Portable“ für Handy, an dem sie ständig hängen. SMS zu schreiben scheint völlig out zu sein, jeder lebt nach dem Motto: „Wenn du jemandem etwas zu sagen hast, dann sag es ihm, egal wo du bist!“ Na, wenn man’s hat… Letztendlich sollte man nicht vergessen, dass die Franzosen, die wir kennen gelernt haben alle super nette Leute sind - und kleine Ticks haben sicherlich Leute aller Nationalitäten! 19


Wer lehrt was? Finde je einen passenden Lehrer zu den aufgelisteten Fächern, aber beachte, dass manche Lehrer RÄTSEL Christina Löchteken auch mehrere Fächer unterrichten! H K

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Und dieser Lehrer passt jetzt zu dir (AufLösung Psychotest): 18 - 21 P. Herr Buning, der temperamentvolle Musiker, würde richtig gut zu dir passen. Du interessierst dich für Musik, bist spontan und cool - genau wie er. 20

22 - 26 P. Frau Baecker, die stylische Englisch- und Geschilehrerin, passt ideal zu dir. Du achtest auf dein Äußeres, kommst trotzdem locker und sympathisch rüber.

27 - 30 P. Wie bei Herrn Schmidt dreht sich bei dir alles um Sport und du bist total cool drauf. Andere schätzen deine Offenheit sehr. Er ist also genau dein Typ.


Meine DVD: Marie Antoinette Die junge französische Aristrokratin galt als übermütig, arrogant und immer nur in Party-Laune. Dass sie ein Leben lang unter enormem Druck stand - daran denkt auch heute kaum einer.

Foto: Sony Pictures

TEXT Eva Schulz

„Marie Antoinette“ ist nach „Lost in Translation“ der nächste Geniestreich von Sofia Coppola. Er erzählt die Geschichte der jüngsten Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, die Mitte des 18. Jahrhunderts aus politischen Gründen mit dem französischen Thronfolger Louis XVI. verheiratet wird. Gegen ihren Willen muss Marie Antoinette im Alter von 14 Jahren alles hinter sich lassen, um in Frankreich ein völlig neues und nicht immer angenehmes Leben zu beginnen. Zwar lebt sie dort im absoluten Überfluss, kann sich prunkvoll kleiden und ausgelassene Feste feiern, doch stößt sie nicht zuletzt von Seiten ihres Ehegatten auf Kälte und Ablehnung. Basierend auf einer neuen Biografie von Bestseller-Autorin Antonia Fraser beschreibt der Film das Leben Marie Antoinettes einmal nicht aus dem französischen Blickwinkel. Dort hat die Königin nämlich bis heute einen eher schlechten Ruf. Regisseurin Sofia Coppola entdeckt die verletzlichen, die kindlichen Seiten einer Jugendlichen, auf deren Schultern so viel Verantwortung lastete.

Was nach einem stumpfen Kostümfilm klingt, ist eine bunte Pop-Überraschung: Statt öden Menuetten erklingen The Strokes, The Cure, New Order. Zudem erwecken kleinste Einstellungen, kürzeste Sequenzen wie das Spielen mit einem Gelee den Eindruck, es handele sich um die Jugendlichen von heute. Und erst die Farben! Marie Antoinettes goldener Käfig ist so prächtig, farbig, voll, ihre Kleider und Frisuren noch unbeschreiblicher. Dabei wurde sich vielleicht nicht immer an die historischen Grundlagen gehalten, aber es fällt recht leicht, den Inhalt zu filtern und zur Not das Wahre vom Erfundenen zu trennen. Es ist toll, wie dieser Film ohne viel Dialog auskommt und stattdessen mit mächtigen Bildern überhäuft, wie er spätestens mit der ersten Ballszene die Glieder zum Zucken bringt und schließlich nicht einmal ein pompöses Ende benötigt. Kirsten Dunst spielt natürlich wunderbar, tanzt einem noch eine Woche später durch den Kopf, und Jason Schwartzman als penibler Schnickelfritz ist einfach herrlich krampfig. „Marie Antoinette“ ist Popkultur auf höchstem Niveau, welche man auf keinen Fall verpassen sollte. Die Hauptfigur hätte diesen Film geliebt, und diese Musik und diese Feste und diese Wildheit und diese Melancholie - und Sofia Coppola. Marie Antoinette ist kürzlich erschienen. Neben einem ausführlichen Making Of bietet die DVD viele weitere Extras. Sie kostet etwa 18 Euro.

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Unterstufenbuch Robert L. Stine Das Verhängnis 152 Seiten Loewe 6,90 Euro

Mittelstufenbuch Brigitte Blobel Die Nächte von Beirut 287 Seiten Ravensburger 6,95 Euro

Oberstufenbuch Frank Schätzing Die dunkle Seite 411 Seiten Goldmann 9,95 Euro

Lindsay hat einen Job als Rettungsschwimmerin im North Beach Freizeitclub bekommen. Doch irgendwie geht es dort nicht mit rechten Dingen zu: Sie sieht ein Mädchen leblos an der Oberfläche eines Schwimmbeckens treiben. Außerdem hat Lindsay bald Zweifel an ihrer eigenen Existenz, denn sie findet eine Akte über sich, in der steht: VERSTORBEN! Was hat das alles zu bedeuten? Mehr und mehr hat sie den Verdacht, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Der Jugendthriller vom Erfolgsautor Stine aus der bekannten Reihe „Fear Street“ ist ein sehr gutes Buch mit großem Überraschungseffekt. Besonders spannend wird es durch die Erzählweise: Die Person, die am Anfang des Kapitels genannt wird, erzählt jeweils aus ihrer Sicht in Ich-Form. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen; es ist eines der besten Fear-Street-Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe. MAREEN BECKMANN

Das Buch „Die Nächte von Beirut“, von Brigitte Blobel handelt von Leslie, einem 17-jährigen Mädchen aus Hamburg, deren Mutter starb, als sie noch klein war. Als ihr Vater, Journalist, von ihrer Drogensucht erfährt, nimmt er sie mit auf seine Dienstreise in den Libanon. In Beirut angekommen verliebt sie sich in den Franzosen Bertrand. Mit ihm lernt sie die Gegend kennen, bis ihr Vater entführt wird. Auch sie werden gefangen genommen und es sieht nicht gut aus. Das Buch ist die richtige Mischung aus Lovestory und Abenteuer und ganz nebenbei erfährt man auch noch einiges über den Nahen Osten. Man kann sich gut in Leslie hineinversetzen und fühlt beim Lesen mit ihr mit. Schade ist nur, dass es keine einzelnen Kapitel gibt, sondern dass das Buch nur in drei Teile eingeteilt wurde. Aber trotzdem: Absolut lesenswert! JULIA VAN DER LINDE

Mehmet Üsker ist tot. Stundenlang gequält und gefoltert wurde er am Ende durch drei Bauchschüsse getötet. Warum? Diese Frage beschäftigt eigentlich Kommissar Menemici, doch durch Zufall wird auch die Detektivin Vera Gemini in den Fall hineingezogen. Das Buch startet weit weg von uns, 1991 in Kuwait. Eine fesselnde Szene bricht schnell ab und ein Sprung in Zeit und Ort nach Köln 1999 wird vollzogen. Der Grund wird einem erst später klar, das ist sicher, denn Verwicklungen bis zum Gehtnichtmehr und ein Wechselspiel zwischen zwei Parteien auf der Seite der „Guten“ und mehreren auf der Seite des „Bösen“ prägen das Buch. Detailverliebt erzählt Schätzing eine hoch spannende Geschichte. Manchmal, wie immer bei Schätzing, muss man einen langen Atem haben, aber der lohnt sich auf jeden Fall! JOSCHE VAN DER VEN

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Razorlight

Razorlight

Vier grandiose Musiker machen die Band Razorlight aus, allen voran Sänger Johnny Borrell. Ihr neuestes Album erschien 2006 und sprang in England von Null auf Eins in die Charts. Schon der Opener „In the Morning“ verbreitet gute Laune und lädt zum Mitsingen ein. Gitarren springen beatig umher, man wippt im Takt und hat einfach Lust draufloszutanzen. Der im Radio meist gespielte Song ist „America“: Ein cooler Haudrauf-Refrain mit ruhigen Gitarren im Hintergrund. Man hört ihn und schwupps.. bleibt er hängen! Ich kann den Poprock der Briten sehr empfehlen und hoffe,dass er euch genauso gut gefällt. To be played at maximum volume... LOUISA JÖDDEN

Good Charlotte

Good Morning Revival

Das vierte Werk der PopPunker ist das perfekte Album für den Frühling. Die unbeschwerte und eingängige Art von Good Charlotte stimmt einen von Anfang an gut. Neben der ersten Singleauskopplung „Keep Your Hands Off My Girl“, die eher GC-untypisch klingt und sogar einige HipHop-Elemente beinhaltet, wurden auch Balladen („March On“) und die üblichen härteren Punksongs („Misery“) zu einem abwechslungsreichen Album zusammengemixt. Mein persönlicher Lieblingssong „Where Would We Be Now“ klingt zwar ein wenig nach U2, hat aber einen herrlichen Refrain, der einen Tage lang verfolgt! Also: Reinhören lohnt sich! LUKAS BÜNING

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Nichts für Kuschelkatzen

Gleich ihre erste Single, „Die Perfektion“, machte die Band Madsen deutschlandweit bekannt. Jetzt bringt die Truppe um die drei Brüder aus dem Wendland ihr zweites Album heraus. Unsere Autorin hat sich das live angehört, im Rahmen eines - natürlich - perfekten Konzerts. TEXT Sarah Dierolf Am frühen Abend des 31. März 2007 ist es vor dem Skaters Palace in Münster unangenehm kühl und wer glaubt, er könne sich mit Skaten aufwärmen, der muss enttäuscht werden: Heute Abend wird hier nicht geskatet, heute Abend wird hier gerockt, denn Madsen geben sich im Rahmen ihrer „Goodbye Logik“-Tour die Ehre. Die Location ist erstklassig, klein und „dreckig, also geil!“ Ein paar Rampen stehen in der Gegend rum und die Wände sind voller Graffiti. Der kleine Bereich vor der Bühne ist schnell gefüllt, erste Gesänge werden schon vor der Vorband angestimmt, die Stimmung ist ausgelassen. Klar ist: Beschauliches Hüftenschwingen ist hier nicht gefragt (auch wenn die feinen Stöckelschühchen einiger Besucherinnen darauf schließen lassen). Und richtig, schon bei der Vorband verwandelt sich die Zuschauermenge in eine pogende Meute. Ob man Profession Reporter 24

aus Koblenz jetzt kennt oder nicht, die liefern definitiv eine solide Einführung in den Abend und wer jetzt schon Probleme damit hat, sein Gleichgewicht zu halten, der sollte sich lieber zurückziehen, denn spätestens beim Hauptact gibt es kein Halten mehr: Madsen beginnen ihr Konzert mit „Ein Sturm“ und wer je der Meinung war, eine kleine Zuschauermenge könne nicht mit der Begeisterung von vielen Konzertbesuchern mithalten, der wird eines Besseren belehrt: Das Publikum wogt, es wird gesungen was die Stimmbänder hergeben. Ohne die Spur einer Ansage folgt direkt der nächste Song, mit „Diese Kinder“ kommt er aus dem ersten Album der Band. Nun ja, ganz ohne Begrüßung geht es dann doch nicht: „Herzlich willkommen, Freunde des guten Geschmacks… und der Hoffnung!“ Kurz gesagt, die Chemie zwischen Band und Publikum stimmt. Egal, ob Sebastian seine


Fotos: Thomas van der Ven

neue Akustikgitarre „Bob“ tauft, ob sich Niko als „der neue Bassist Bernd“ vorstellt, oder ob Folkert (Fölli) hinter seinem Keyboard herkommt, um auch mal einen Song anzusagen, man versteht sich. Eine ruhige Kugel wird hier nur in den seltensten Fällen geschoben und so bleiben „Der Moment“ („Ihr Kuschelkatzen!“) und „Euphorie“ als beschauliche Songs eher die Ausnahmen. Stattdessen bricht ein furioses Feuerwerk an schnellen, lauten Songs über das Publikum herein, im Skaters Palace geht es ab, sei es zu altbekannten Songs wie „Panik“, „Vielleicht“, „Unzerbrechlich“ und „Du schreibst Geschichte“, als auch zu einem neuen Song. „Nitroglyzerin“ geht durch die Decke, man fühlt die Energie des Songs am ganzen Körper. Die Band scheint ebenfalls ihren Spaß zu haben, man würde auf jeden Fall gerne wieder hier in Münster spielen wollen.

Viel zu schnell wird das Geheimnis des Abend gelüftet: „Hier steht, dass wir nur noch einen Song spielen… natürlich könnt ihr was dagegen tun!“ Der eigentlich letzte Song endet mit einem bunten Papierschnipselregen und Sprechchören, die lauthals „Madsen“ fordern. Die Band lässt sich nicht lange bitten und mit „Die Perfektion“ und zwei weiteren Songs wird noch einmal richtig abgefeiert, dann ist aber auch Schluss, das Licht geht an und das Skaters Palace wird geräumt. Nach und nach lichtet sich das Chaos an Bar und Garderobe und die wenigen verbliebenen Konzertbesucher werden für ihr Warten belohnt, denn Madsen lassen es sich nicht nehmen, noch ein paar Fotos schießen zu lassen, Karten und Zeitschriften zu signieren und ein bisschen zu plaudern.

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Das Krachding aus Krechting Am Musischen Abend vor einem Jahr tauchten die Jungs von Antiquated plötzlich auf wie aus dem Nichts. Nach ihrem grandiosen Konzert waren sie aber genauso schnell wieder verschwunden. Wir haben sie im Proberaum besucht und fragen: Wann kommt der nächste Auftritt? TEXT & FOTOS Lars Paprotta und Josche van der Ven

„Es kann schon mal manchmal laut wer- Gitarre) und Michael Kampshoff (15 Jahre, den...“, fällt das Fazit von Antiquated nach Schlagzeug). zwei Jahren gemeinsamer Bandproben Und wie kommt man auf den Namen „Antiquated“? Dem Grinsen der Bandmitglieder zufolge verbirgt sich dahinter eine Story. „Na ja“, räumt Marius ein, „das ist eigentlich ziemlich banal. Wir brauchten unbedingt einen Namen und da hab ich in einfach eine Seite in einem Englischwörterbuch aufgeschlagen und da stand dann „antiquated“ (engl.: veraltet, überholt)“. Widersprüchlich eigentlich, denn ihre Songs sind ganz und gar nicht veraltet. In ihrem Programm stehen vor allem Lieder von Blink 182 oder Green Day für den englischsprachigen Teil. Dem gegenüber stehen deutsche Lieder, wie „Bonny & Clyde“ von den Toten Hosen und ein eigener Song („Karriere“) aus dem Jahr 2005. „Womit fangen wir heute an?“, so beginnt Sänger Jörn Degeling steckt alle Energie in die Songs. Tatkräftig die lockere Probe. Keiner der Musiker sieht unterstützt wird er von Julian Suer an der Gitarre... irgendeinen Zwang, etwas Bestimmtes zu aus. Die vier Jungs verschreiben sich näm- erreichen - nach zwei Liedern, wenn alle lich seit ihrer Gründung Anfang 2005 der richtig in ihrem Element sind, merkt man Rockmusik und haben sichtlich Spaß da- den puren Spaß, den die Vier bei der Sache bei. Antiquated, das sind Jörn Degeling (14 haben, aber so richtig. Spätestens wenn sie Jahre, Gesang und Bass), Marius Osterholt „Song 2“ von Blur auspacken, besteht für (15 Jahre, Gitarre), Julian Suer (15 Jahre, jeden Fan der Rockmusik Mitsumm-Zwang 26


- danach allerdings ist für Jörn nicht mehr viel zu summen: „Pass mal auf hier - du erstickst ja noch!“, warnt Gitarrist Marius ihn nach dem Song, denn in den steckt der Sänger und Bassist wirklich all seine Energie hinein. Das bedeutet eine kurze Pause, doch dann juckt es Julian schon wieder in den Fingern. Für ihren eigenen Song, den sie nach ein paar von Michael selbst gemachten Bockwürstchen gestärkt performen, drehen sie extra noch mal den Lautstärkeregler auf und Michaels Schlagzeugsolo beeindruckt sogar seine Kollegen immer wieder. Ohne Zweifel beherrscht jedes Bandmitglied sein Instrument hervorragend. Da alle mehr als zwei Jahre lang Unterricht hatten oder sogar noch haben, ist dies kein Wunder. Hinzu kommen die Bandproben alle zwei Wochen, wo ihre Fähigkeiten jedes Mal aufs Neue gefordert sind. „Wir wollen mal ein bisschen lieb sein“, schmunzelt Marius am Ende: „Ohne unsere Eltern und Verwandten gäbs uns wahrscheinlich nicht in dieser Form“. Finanziell und materiell wird die Band von Eltern und Großeltern unterstützt. Außerdem wäre da natürlich noch der Proberaum in Micha-

els Keller und die Anfahrt von Marius und Julian (sie wohnen in Burlo und Raesfeld – geprobt wird aber in Krechting). Und wie

...und Michael Kampshoff am Schlagzeug sowie Marius Osterholt an der Gitarre. Alle Vier gehen in die Klasse 9b.

sieht es mit Auftritten aus? Letztes Jahr am Musischen Abend rockten Antiquated die Aula - und vielleicht auch dieses Jahr… Wünschenswert wäre das jedenfalls, denn wir können stolz darauf sein, dass Antiquated ein Teil unserer Schule sind! 27


Chuck Norris hat bis unendlich gezählt. Zwei Mal! Die Witze über Chuck Norris’ übermenschliche Talente sind in aller Munde. Aber wer ist dieser Typ eigentlich? TEXT Christina Löchteken

Als „Walker, Texas Ranger“ kämpft er sich durch das amerikanische TV-Programm. Carlos Ray Norris Jr. ist Hauptdarsteller und ausführender Produzent dieser erfolgreichen Serie. Sein Bekanntheitsgrad wuchs enorm, als er in „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ (1973) Bruce Lees Gegner spielte und seine drei Filme der „Missing in Action“-Reihe (1984- 1987) in Kinos auf dem gesamten Globus gefeiert wurden. Bevor er sich der Schauspielkunst widmete, trat er nach dem High-School-Abschluss der Air Force bei und wurde in Korea eingesetzt. Während dieser Zeit erlernte Norris die koreanische Kampfkunst Tang Soo Do und erhielt von seinen Kameraden den Spitznamen „Chuck“. 1962 kehrte er in die USA zurück, um dort mehrere Karateschulen zu eröffne. Diese Schulen besuchten Prominente wie Steve McQueen, Priscilla Presley und Michael Landon. Als Kampfsportler hat Norris im Laufe seines Lebens beachtliche Auszeichnungen erhalten, seine Spezialität ist der von seinen Gegnern gefürchtete Roundhousekick, bei dem man sich auf einem Standbein um 360 Grad dreht und dabei mit seinem anderen Fuß ins Gesicht des Gegners tritt. Chuck Norris ist Tang Soo Do-, Taekwondo- und 28

Karatemeister und beschäftigte sich zwischenzeitlich auch mit Jiu-Jitsu. 1968 war er Mittelgewichtsweltmeister im Karate und 1969 wurde er vom Magazin „Black Belt“ zum „Fighter of the Year“ ernannt. Chuck Norris war der erste westliche Mann, der im Taekwondo mit dem 8. Dan des schwarzen Gürtels ausgezeichnet wurde. 1974 zog er sich mit 34 Jahren vom Wettkampfsport zurück. Weil Chuck Norris in seine Filmen meistens den unbesiegbaren, gesetzestreuen Actionhelden verkörpert, sind die sogenannten „Chuck Norris Facts“ (Kurzwitze, die seine unglaubliche Überlegenheit parodieren) sehr beliebt. Zu Bestzeiten seiner Schauspielkarriere wurde er oft als schweigsamer Einzelgänger besetzt. Seine erfolgreichsten Filme sind zugleich auch diejenigen, in denen er recht patriotische Rollen verkörpert, wie zum Beispiel in „Invasion U.S.A.“ (1984), in dem er Invasoren aus dem damaligen Ostblock bekämpft, „Delta Force“ (1986), hier kämpft Chuck Norris gegen arabische Terroristen, und schließlich in „Missing in Action“ (1984) gegen Vietcong. Ingesamt hat er über 28 Filme gedreht und teilweise auch produziert.


Foto: Sony Pictures

• Chuck Norris hat schwarz erfunden. De facto hat er sogar das gesamte Spektrum des sichtbaren Lichtes erfunden. Bis auf pink. Pink hat Tom Cruise erfunden. • Chuck Norris schläft mit eingeschaltetem Licht. Nicht etwa, weil er Angst vor der Dunkelheit hätte, sondern die Dunkelheit vor ihm. • Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will. • Chuck Norris kann durch null teilen. • Es gibt feindliche Aliens. Sie warten nur bis Chuck Norris tot ist, damit sie angreifen können. • Wenn Chuck Norris Liegestütze macht, drückt er nicht sich selbst hoch, sondern die Erde runter. • Einige Leute tragen Superman-Schlafanzüge. Superman trägt einen Chuck Norris-Schlafanzug. • Chuck Norris kann eine Drehtür zuschlagen. • Wenn Chuck Norris in den Himmel blickt, schwitzen Wolken vor Angst. Wir kennen das als Regen. • Es gibt keine Evolutionstheorie, nur eine Liste von Lebewesen, denen Chuck Norris erlaubt hat zu leben. • Wenn Chuck Norris ins Meer springt, wird er nicht nass. Das Meer wird Chuck Norris. • Chuck Norris braucht keinen Dosenöffner, er kaut sich einfach durch die Konserve. • Das Universum dehnt sich stetig aus - alles und jeder versucht vor Chuck Norris zu fliehen. • Chuck Norris kann Feuer mit einer Lupe entfachen. Nachts. • Chuck Norris kennt die letzte Ziffer von Pi. • Chuck Norris schläft nicht - er wartet... 29


Wenn das mal nicht schief geht Seit der berühmt-berüchtigten PISA-Studie ist nicht nur der Turm des italienischen Städtchens, sondern auch die Bildung in unserem Land in der Schieflage. Die diesjährige Abiturientia soll das wieder gerade richten. TEXT Stefan Kollmann FOTOS Eva Schulz Es war einmal eine PISAStudie, die die Fähigkeiten der Schüler in aller Herrenländer messen wollte. Diese erregte in einem kleinen Land mitten in Europa enormes Aufsehen, denn die Schüler im Lande der einstigen Dichter und Denker schnitten sehr schlecht bei dieser Messung ab. Im internationalen Vergleich schafften es die deutschen Schüler im Fach Mathematik gerade mal auf Platz 19, in der Lesefähigkeit lagen sie an 21. Stelle und in den Naturwissenschaften waren 17 andere Länder besser. So geschah es, dass jeder im Lande plötzlich in Talkrunden, Foren und anderswo etwas Schlaues über die Bildungshinterbänkler der Welt äußern musste. Auch im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein–Westfalen traf man sich zur Debatte und suchte nach einer Lösung für die Misere. Manche machten die faulen Schüler für den Bildungs-GAU verantwortlich, andere meinten, unmotivierte Lehrer seien das Problem, und wieder andere kritisierten ideologisch das ganze Bildungssystem. 30

Julia Bünte, 19 LKs Englisch und Deutsch „Ich mache ein freiwilliges soziales Jahr im Haus Hall und versuche, mich währenddessen endlich zu entscheiden, was danach kommt: eine Ausbildung, oder doch ein Studium?“

Konstantin Rudt, 19 LKs Deutsch und Englisch „Ich gehe für ein freiwilliges soziales Jahr nach England. Danach studiere ich in den Niederlanden Tourism Manangement & Consulting.“

Das bestehende System musste unbedingt reformiert werden, dessen war man sich schnell bewusst, und kam so zu dem Schluss, dass ein Zentralabitur hermüsse. Jedes kleine Schülerlein im Land solle die gleichen Prüfungen ablegen, denn das führe zu einem festgesetzten Leistungsstandard und zu sonstigen Dingen, die sich gedruckt und in Politiktalkrunden im Fernsehen sehr gut anhören. Und da niemand eine bessere Idee hatte, wurde es so beschlossen. Zahlreiche Proteste von Lehrern, Eltern und Schülern nutzten nichts und auch wenn es selbst von Seiten der Organisatoren Bedenken gab, ob man denn bis zum Jahr 2007 alles für ein derartiges Unterfangen in die Wege leiten könne, ließen sich die tapferen Retter der nordrhein-westfälischen Bildung bei ihrer Mission nicht beirren . Sie führten per Gesetz ein, dass jede Gesamtschule und jedes Gymnasium in unserem kleinen Bundesland dazu verpflichtet, die gleichen Abiturklausuren zu schreiben zu lassen.


So geschah es, dass am 26. März des Jahres 2007 erstmals an etwa 800 Gymnasien und Gesamtschulen in unserem kleinen Bundesland die gleichen Klausuren geschrieben wurden und man sich im Leistungskurs Deutsch zu den unterschiedlichsten Themen zu äußern hatte, bevor man sich in den nächsten Tagen und Wochen mit allem auseinandersetzen konnte, was man als Abiturfach für sich bestimmt hatte. Insgesamt waren alle gestellten Klausuren gerecht, auch wenn man von den Autoren der Prüfungen hätte erwarten können, dass sie die Gedichte richtig abtippen – manchmal macht auch ein Buchstabe in einem barocken Sonett eine Menge aus - in Biologie die richtigen Stoffe angeben (hier sorgten falsche Beschriftungen von Diagrammen durchaus für eine Verunsicherung der Absolventen) oder in der Chemie exakte Werte in die Aufgaben einarbeiten, die ein problemloses Lösen der Aufgaben unbedingt erfordert. Fehlerlos feierte das Zentralabitur seine Premiere

Julia Kruse, 19 LKs Deutsch und Englisch „Am liebsten würde ich Kommunikationswissenschaften in Münster studieren, auf jeden Fall noch halbwegs nahe an zu Hause. Danach will ich Journalistin werden.“

Michael Schlottbom, 18 LKs Mathe und Erdkunde „Ich mache eine Ausbildung zum Elektroniker im Bereich Betriebstechnik. Danach will ich Elektrotechnik studieren.“

also nicht und so gibt es bereits leise Stimmen, die sagen, dass auch die Autoren den Schülern Fehler zugestatten sollen, um eine ausgleichende Gerechtigkeit, die man ja schließlich mit den Zentralabitur erreichen wollte, herzustellen. Ob die Klausuren letztendlich so benotet werden, wie man es im Gefühl hat, ist nicht sicher, denn die Bewertung liegt nicht im freien Ermessen des Lehrers. Auch, wenn das Gefühl bei der Mehrzahl der Prüflinge gut war, sollte man vielmehr genau das geschrieben haben, was im Erwartungshorizont steht. Denn nur danach werden Punkte vergeben, die dann über eine gute oder mangelhafte Leistung entscheiden. Individuelle Leistung und Kreativität, die ja eigentlich in der Schule gefördert werden sollen, finden, wenn sie jenseits statischer Bewertungsschemata liegen, keine Beachtung. Dennoch endet auch dieses Märchen, wie jedes andere: Und wenn es sich bewährt, so schreiben die Schüler in unserem kleinen Land in allen Zeiten ein zentral gestelltes Abitur. 31


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Warum ist da Krieg? Versuch einer Erklärung Fast täglich hören wir das in den Nachrichten: „Erneut Anschläge in Israel!“ Und jedes Mal fragt man sich: Warum eigentlich?

Foto: jr-art.net

TEXT Lars Paprotta

In Israel leben die Israelis, welche hauptsächlich Juden sind. Ihnen gehörte das Land schon einmal, von etwa 1800 v. Chr. bis 70 n. Chr., als sie von den Römern vertrieben wurden und der Tempel in Jerusalem zerstört wurde. Dort leben aber auch noch die Palästinenser, die Araber sind und ihr Land Palästina auf israelischem Boden errichten wollen. Ihren Anspruch auf das Land begründen sie damit, schon fast 2000 Jahre dort zu leben, nämlich seit dem Fall Jerusalems 70 n. Chr., wo sich bereits kleine arabische Gemeinschaften bildeten. Bis 1948, als am 14. Mai Jahres der Staat Israel gegründet wurde. Das passierte, weil seit Ende des 19. Jahrhunderts viele Juden aus Europa in den arabischen Staat Palästina immigriert waren und Land von arabischen Großgrundbesitzern erwarben. Die Emigration der Juden lag daran, dass in

Europa zu dieser Zeit eine große antisemitische Bewegung aufkam und viele Juden von einem eigenen, sicheren und jüdischen Staat träumten. Viele Großgrundbesitzer, die ihr Land an Juden verkauften, überließen es diesen, die arabische Bevölkerung, die bisher dort wohnte, zu vertreiben, sodass die Araber sich von den Juden „verjagt“ fühlten. Als zu Anfang des 1. Weltkrieges das Osmanische Reich zusammenbrach, erhielt Großbritannien, welches von der Errichtung einer „nationalen Heimstätte“ der Juden in Palästina angetan war, den Auftrag Palästina zu verwalten. Aber Großbritannien bekam das Problem nicht in den Griff und gab nach dem 2. Weltkrieg sein Mandat in Palästina an die UNO ab. Die UNO sah einen Teilungsplan vor, welcher jedoch von den Arabern und 33


extremistischen jüdischen Gruppen abgelehnt wurde. Schön doof, denkt man sich, warum nehmen sie nicht einen Plan an, der ihnen beiden ein eigenes Land gibt? Hier liegt das größte Problem: Keine der beiden Gruppen ist bereit, auch nur einen Quadratzentimeter des Landes abzugeben. Beide erheben Anspruch auf das gesamte Land, weil die Israelis dort von 1800 v. Chr. bis 70 n. Chr. lebten und die Palästinenser von da an bis 1948. In diesem Jahr wurde der Staat Israel ausgerufen und die Palä34

stinenser lebten im Gaza-Streifen, welcher im Westen Israels liegt. Jedoch gibt es auch dort jüdische Siedlungen. Jerusalem ist eine unabhängige Stadt, welche keinem der beiden Völker so richtig gehört. Seit der Gründung Israels gibt es Kriege und Hass auf beiden Seiten, weshalb das Problem mit jedem weiteren Tag und Anschlag noch schwerer zu lösen wird. Momentan gibt es von beiden Seiten ständig Racheaktionen, Hass und Gegenhass, sodass auch in Zukunft kein Friede in Sicht ist.


Von Angesicht zu Angesicht Mit einem außergewöhnlichen Projekt versuchen zwei Franzosen, etwas zu bewegen in Israel. Es geht um Ähnlichkeit, Toleranz und Respekt. TEXT Eva Schulz

Fotos: jr-art.net, Face2Face Project

Ayman aus Bethleem (links) und Ronen aus Tel Aviv sind beide Schauspieler

Als die beiden französischen Künstler JR und Marco sich 2005 trafen, beschlossen sie, gemeinsam den Nahen Osten zu besuchen und herauszufinden, warum Palästinenser und Israelis keinen friedlichen Weg zueinander finden können. Was sie entdeckten, verblüffte sie: „Diese Menschen sehen gleich aus und sprechen fast gleiche Sprachen, wie Zwillinge, die in verschiedenen Familien aufgewachsen sind. Das ist offensichtlich, aber sie sehen es nicht.“ Die Künstler fanden: Wir müssen sie gegenüberstellen, von Angesicht zu Angesicht, „face to face“. Dann werden sie sehen. Im Bewusstsein darüber, wie heikel das Thema ist, wollten sie eindeutige Zeichen setzen – und trotzdem nicht schrecklich ernst daherkommen. Aus diesem Vorsatz entstand die Idee für ihr Projekt Face2Face. JR und Marco besuchten Palästinenser und Israelis, Menschen auf beiden Seiten, die die gleichen Berufe haben. Schauspieler, Frisöre, Schüler, Geistliche. Sie baten die Leute, lustige Grimassen zu schneiden, und gingen dann mit einem dicken Objektiv vor

der Kamera ganz nah an sie heran, um sie zu fotografieren. Was die Künstler dabei am meisten überraschte, war, wie offen die Menschen waren, und dass so viele tatsächlich mitmachten. Anfang März war es dann soweit: Die Bilder wurden in riesigen Vergrößerungen an öffentlichen, „unvermeidbaren“ Plätzen aufgehängt. Und zwar immer „face to face“: Ein palästinensischer und ein israelischer Schauspieler nebeneinander, drei Geistliche verschiedener Kirchen, zwei kleine Jungs beider Seiten. Die beiden Künstler hoffen, dass ihr Projekt zu einem besseren Verständnis zwischen beiden Seiten beiträgt. Sie wünschen sich „eine Lösung, die zwei Länder, zwei Völker friedlich in sicheren und international anerkannten Grenzen leben lässt.“ Heute, sagen sie, sei „face to face“ nötig. Und in ein paar Jahren wollen sie dann wieder kommen für „hand in hand“. Das Buch zum Projekt, mit allen Fotos und weiteren Informationen, erscheint im Juni. Erhältlich ist es unter anderem auf der Website www.face2faceproject.com.

Hier müssen alle vorbei: Lustige Fotos an ernsten Wänden 35


Ich sende, also bin ich YouTube ist das bekannteste Videoportal im Internet. Millionen Menschen sehen hier täglich Fernsehausschnitte, Musikclips und unzählige Amateurfilme, deren Protagonisten oft nur ein Ziel haben: berühmt werden. Unsere Autorin hat es ausprobiert. TEXT Julia Schulz „Broadcast yourself - Verbreite dich selbst“ ist das Motto von YouTube, dem wohl bekanntesten Videoportal im Internet. Seit der Gründung im Februar 2005 werden dort täglich 65 000 Videos hochgeladen und 100 Millionen angesehen. Hauptsächlich findet man auf dieser Website Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos und natürlich selbstgedrehte Filme. Die Videos sind in verschiedene Kategorien unterteilt, sodass jeder sofort Filme seines Geschmacks finden kann. YouTube ist ideal, um der ganzen Welt zu zeigen, was man draufhat. Peinlich ist hier ein Fremdwort. Bestes Beispiel: Group Tekkan. Haben so gut wie nichts drauf und schaffen es zu Stefan Raab in die Sendung. Das Internet machts möglich. Auch ich habe eine ersten Erfahrungen mit YouTube gemacht. Zuerst habe ich natürlich ein kleines Filmchen gedreht. Unglaubliche 2,24 Minuten, für die ich bestimmt über zwei Stunden gebraucht habe. Die Idee, ein

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Video zu machen, bekam ich, als ich aus Langeweile mal wieder nach guten Clips suchte. Ich war zuerst total missmutig, weil ich dachte, das schaffe ich nie, habe ich doch manchmal mit dem Computer noch einige Probleme. Dann erfuhr ich, dass das mit dem Windows Movie Maker ganz einfach sein soll. Dieses Programm kann man kostenlos herunterladen und das Filmen ist schon mit einer einfachen Webcam möglich. Zwar hatte ich anfänglich kleine Schwierigkeiten, was das Schneiden angeht, aber das hat dann auch einigermaßen geklappt. Meine Idee für den Film? Ich hatte keine. So komisch das auch klingt. Das wird auch deutlich, ich hab mich nämlich einfach an meinen Schreibtisch gesetzt und die Kamera laufen lassen. Dann noch ein Paar Kommentare a la „Sendung mit der Maus“ eingeblendet und fertig. Nachdem man sich bei YouTube angemeldet hat (auch dies ist kostenlos), kann man sein Video unter „My Account“ hochladen. Wenn man angemeldet ist, kann man zudem alle Filme bewerten, sich mit den Mitgliedern in Verbindung setzen und sogar Videos von Mitgliedern abonnieren. YouTube.com ist zwar komplett auf Englisch, aber trotzdem völlig unkompliziert. Die Reaktion auf meinen Film war mir eigentlich weniger wichtig, weil für mich nur zählte, dass ich etwas produziert hatte. Trotzdem habe ich mich gefreut, dass meine Zuschauer so positiv reagierten. Deshalb drehe ich bald meinen nächsten Film. Denn YouTube ist kinderleicht - man muss nur über sich selbst lachen können...


Julias YouTube-Tipps

Free Hugs Campaign www.youtube.com/watch?v=vr3x_RRJdd4

Chinese Backstreet Boys - That Way www.youtube.com/watch?v=N2rZxCrb7iU

OK Go - Here It Goes Again www.youtube.com/watch?v=pv5zWaTEVkI

Mein 1. Film www.youtube.com/watch?v=QrGvSvJ-sQY TV Total Telegym „Wild und Weiblich“ www.youtube.com/watch?v=adOKsfMSL1A

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Very impressing.

Herausgeber marie Schülerzeitung am Gymnasium Mariengarden Vennweg 6 46325 Borken-Burlo redaktion@gymnasium-mariengarden.de Redaktion Louisa Jödden Christina Löchteken Lars Paprotta Eva Schulz Jan Sewing Josche van der Ven Isabell Wüst Mitarbeiter dieser Ausgabe Mareen Beckmann Lukas Büning Sarah Dierolf Stefan Kollmann Julia van der Linde Pater Felix Rehbock Julia Schulz Thomas van der Ven Beratender Lehrer Herr Hansmann Anzeigen Jan Sewing Tel.: 02861 / 62531 38

Namentlich gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der gesamten Redaktion oder der Schulleitung. Tausend Dank an Roman Hagenbrock für die große Hilfe beim Layout, die Schülervetretung fürs Geld, viele Lehrer für geschenkte Unterrichtszeit, Eric Sucar für das Foto und Herrn Hansmann für seine wilden Wortspiele.

Impressed, too?

Mach mit! Wir suchen nach engagierten Schreibern und kreativen Grafikern. Hast du Lust? Dann melde dich mit Themenvorschlägen oder Werkproben bei uns. Per E-Mail erreichst du uns unter redaktion@gymnasium-mariengarden.de.


17 Gründe: Warum wir uns auf den Sommer freuen

ILLUSTRATIONEN Jan Sewing

1. In den Pausen können wir wieder auf dem Hof liegen, barfuß und mit einem Eis am Stiel in der Hand. Oder ganz vielen Erdbeeren! 2. Wir fahren nach Dänemark und das wird hammerwitzig. 3. Weil es für ein Jahr mein letzter in Deutschland ist. 4. Ich kaufe mir eine Hängematte und werde ordentlich chillen. 5. Man kann wieder im Freien frühstücken! 6. An einem richtigen Gutwettertag treffen wir uns und fahren mit dem Rad zur Schule. 7. Die Lehrer tragen wieder Sandalen! Ariba! 8. Man kann wieder in der Sonne sitzen und Musik hören oder ein gutes Buch lesen. 9. Das Eis schmeckt morgens um drei Uhr genauso gut wie nachmittags um 16 Uhr, weil es draußen nicht mehr richtig kalt wird. 10. Das viele Licht macht gute Laune. 11. Endlich wieder lange Lagerfeuernächte! 12. Ich werde jeden Tag am Strand Beachball spielen! 13. Man braucht nicht mehr so viele Klamotten zum Anziehen. 14. Wenn man aufwacht, ist es schon so warm, dass man ohne weiteres sofort schwimmen fahren könnte. 15. Auf der Wiese vor der Aula gibt es wieder ganz viele Marienkäfer. 16. Niemand schmeißt mehr mit Schneebällen. 17. Man muss volle sechs Wochen NICHTS für die Schule tun.

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Das ist ein Elfchen über Locken von Lars für Steffi aus der 11. Dir soll er auch eins schreiben? Dann her mit deinem Thema!

LOCKEN können die Frisur verbocken, oder bringen Mädchen zum Frohlocken. ROCKEN

Marie #01  

Die erste Ausgabe von Marie, der Schülerzeitung am Gymnasium Mariengarden.

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