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Feuer unter Wasser Mari Kusakari


Feuer unter Wasser Mari Kusakari


Einleitung Der Tod ist immer da, jeden Tag in den Nachrichten, immer wieder in der

direkten, persönlichen Umgebung. Als ich drei Jahre alt war, starb mein Vater an Krebs,. Daher begleitet mich der Gedanke an den Tod seit meiner frühesten Kindheit. In der Regel wird der Tod als etwas Negatives und Trauriges

empfunden. Der Verlust eines Menschen bedeutet Schmerz. Ich aber denke, dass man den Tod vom Leben her betrachten sollte. Eine Person, die alt

geworden ist, hat viel erlebt, eine Menge zustande gebracht, verschiedenste

Erfahrungen gesammelt und umfangreiche Kenntnisse erworben. Allein dass man auf der Welt war, ist ein Wert an sich. Als ich entschieden habe, alte Menschen für meine Fotoarbeit zu porträtieren, ging es mir darum, mich

ihnen behutsam zu nähern und etwas von ihrer Kraft, ihrer Lebensfreude

und Einzigartigkeit abzulichten, sodass die Gedanken des Betrachters beim Anblick der Fotografien nicht auf den Tod, sondern auf das Leben gelenkt werden.

Im Jahr 2016 lebten rund 44.000 Japaner in Deutschland. Dass Japaner in

der deutschen Gesellschaft kaum auffallen liegt aber nicht nur daran, dass

sie eine relativ kleine Gemeinde darstellen, sondern auch daran, dass sie zur

Zurückhaltung und Rücksichtnahme erzogen werden. Japaner ecken nicht an,

weil sie darauf bedacht sind, jeden zufriedenzustellen. Deshalb wissen meine deutschen Freunde im Allgemeinen nicht viel vom Leben der Japaner in

Deutschland, weniger noch vom Alltag der japanischen Senioren. Umgekehrt haben Japaner, die auswandern, oft keine genaue Vorstellung von dem, was sie in der Fremde erwartet und wie man dort für das Alter vorsorgt, sogar wenn sie sich den Gang ins Ausland gut überlegt haben. Deshalb sehe ich

meine fotografische Arbeit zum einen als Möglichkeit, sich mit dem Thema

Altwerden im Ausland auseinanderzusetzen, zum anderen als Beitrag dazu,

dass sich beide Länder füreinander interessieren und besser kennen lernen. April 2018

Mari Kusakari


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Für Japaner, die zum ersten Mal ihr Land verlassen wollten, hieß es, dass sie nie

wieder zurückkommen können. Darauf musste ich gefasst sein. - Yoko Ophei-Saito -

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Als ich klein war, habe ich mir gewĂźnscht, nach Amerika zu gehen,

weil mein Vater beruflich mit dem Schiff unterwegs war und dabei auch Ăźber Amerika gefahren ist. Ich mag das Ausland. Nachdem

mein Mann gestorben war, wurde mir von anderen Leuten emp-

fohlen, in ein Seniorenheim zu gehen. Da habe ich manchmal Leute gefragt, die zum Beispiel im Zug neben mir saĂ&#x;en, was sie von Seniorenheimen halten. Die haben meistens gesagt, dass man da

auf keinen Fall wohnen sollte, weil man da zum Beispiel gemobbt wird. Deshalb habe ich entschieden, nicht in ein Seniorenheim

zu gehen. Da meine Tochter mich genau zu dem Zeitpunkt nach

Deutschand eingeladen hat, habe ich beschlossen, dahin auszu-

wandern. Ich habe alle Angelegenheiten geregelt und bin alleine nach Deutschland gekommen.

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- Minako Uemura -


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Als sie fĂźr mich ein japanisches Essen gekocht hat,

und ich das gegessen habe, sind meine GefĂźhle richtig explodiert. Und ich habe gedacht, dass ich mich von

Schwarzbrot verabschieden kann, wenn ich sie heirate.

- Akio Ando -

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Die meisten japanischen Ehepaare, die wir kennen, sind nach Japan zurückgekehrt,

weil die Männer nicht im Ausland begraben werden wollten.

Ich bin nie auf den Gedanken gekommen, dass ich

meinen Mann in Deutschland zurücklasse und in die Heimat zurückkehre. Ich wollte das Leben immer so vollenden, wie ich es gewählt habe.

- Eiko Beuth -

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Der billgste Flug, um nach Japan zu fliegen, war Aeroflot. Als

ich zum ersten Mal damit mit meinen Kindern nach Japan ge-

flogen bin, war es eine Katastrophe. Zuerst war der Anschluss-

flug schon abgeflogen. Da mussten wir in Moskau übernachten, aber in der damaligen Sowjetunion spach keiner mit Frauen. Obwohl es unglaublich kalt war, mussten wir in einem Hotel

schlafen, das wie eine Baracke war und in dem es keine einzige Heizung gab. Am nächsten Tag sind wir dann zum Flughafen gefahren, aber irgendwie wurden wir zum Hotel zurückge-

schickt. Es ging so weiter und es hat anschließend eine Woche gedauert, von Neuss nach Japan zu kommen. Da ich davon so erschöpft war,

habe ich mich entschlossen, nie wieder nach Japan zu fliegen. Zu der Zeit, als ich meine Kinder erzogen habe, wurden Japaner, die Deutsche ge-

heiratet hatten, und deren Kinder aus der

japanischen Community ausgegrenzt. Das

ist jetzt unvorstellbar. Die Community war damals total verschlossen und überhaupt

nicht international. Sie diskriminierte alles, was nicht japanisch war.

- Yoko Ophei-Saito -

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Je älter ich werde, desto mehr Schwierigkeiten habe ich mit der Sprache,

also der Fremdsprache. Und ich finde es immer lästiger, in

der Fremdsprache zu kommunizieren. Die Wörter fallen mir

nicht ein, oder ich muss überlegen, was das auf Deutsch heißt. Als ich letzten Frühling ca. einen Monat in Japan bei einem

Bekannten gelebt habe, habe ich festgestellt, wie einfach das Leben ist, wenn ich nur Japanisch sprechen kann. Dass ich plötzlich weniger Geld habe, seit ich in Rente gegangen bin, beunruhigt mich und

ich mache mir Gedanken über meine Zukunft. Wenn ich fit bin, finde ich „altern“ nicht

schlimm, aber ich habe Angst davor, wegen Krankheiten im Bett liegen zu müssen.

- Hiroshi Takagi -

Wenn man alt wird, tun einem ja die Füße oder Schultern weh,

deshalb ist es anstrengend zu leben. Tot umfallen ist am einfachsten, aber das kann man ja nicht einfach machen. Wenn es mir gut geht, gehe ich spazieren. Da ich aber kein Deutsch kann, kann ich gar

nicht mit den Leuten sprechen, denen ich beim Spaziergang begegne, aber wenn sie Hunde dabeihaben, spreche ich mit den Hunden und streichle sie.

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- Minako Uemura -


Seit ich über 70 bin, merke ich, dass es mehr Momente

gibt, in denen meine japanische Mentalität in den Vordergrund tritt und bei meinem Mann seine deutsche Mentalität. Je älter man wird, desto mehr kommt man an den Ursprung zurück, denke ich.

- Eiko Beuth -

Die gesundheitliche Situation macht mir Angst. Ich frage

mich, wie lange ich mich um mich selber kümmern kann.

Bis letztes Jahr war mein Mann fit, aber er musste wegen

einer Lungenkrankheit operiert werden und seitdem ist er

schwach. Ich denke, wenn er nicht mehr auf seinen eigenen Beinen stehen kann, werde ich Japan wahrscheinlich nicht mehr sehen.

Ich versuche, nicht viel über die Zukunft nachzudenken. Das Le-

ben kann sich ja aus ganz verschiedenen Gründen schnell ändern.

Da hilft es nichts, sich vorher groß Gedanken zu machen. Was sein wird, wird sein.

- Kiyoko Koizumi -

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Da man nicht in die Zukunft sehen kann, ist es bei jedem

anders, egal ob man Kinder hat oder nicht. Aber ich würde

die Leute fragen, die keine Kinder haben, wie sie ihre Zukunft planen. Wenn deren deutsche Partner früher gestorben sind, müssen sie alleine im Ausland leben. Ich finde, dass das sehr hart ist, wenn sie hier alleine ihren Lebensabend verbringen müssen. Wenn sie eine Gelegenheit haben, in Japan leben zu können, sollten sie lieber zurück, finde ich. Aber man kann nicht einfach sagen, „Das solltest du machen“.

- Yoko Ophei-Saito -

Ich habe das Gefühl, dass ich weder zu Japan noch zu

Deutschland gehöre. In einem Land fällt mir die schlechte Seite von dem anderen Land auf und umgekehrt. Weil ich

das unangenehm finde, würde ich jungen Japanern raten, dass sie nicht unbedingt ins Ausland gehen sollen.

Es ist das Beste, in Japan glücklich zu leben, wenn es geht. Gerne können sie ins Ausland gehen, aber wenn, dann sollten sie so nach fünf Jahren zurückkehren. Internationale Ehen finde ich nicht besonders gut.

- Kiyoko Koizumi -

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Als wir mit dem Laden angefangen haben, wollte keiner Sushi

essen. Die Deutschen waren zwar neugierig, haben aber nie was gekauft. So ging das ungefähr drei Jahre lang. Das war so hart

und wir hatten Schulden und wären fast bankrottgegangen. Ich

habe die ganze Zeit daran gedacht, dass ich mich umbringe. Aber weil man eh irgendwann stirbt, wollte ich immer noch einen Tag weitermachen. Das ist mein Lebensmotto.

- Kimiko Ando -

Bei unsrer Heirat haben wir uns versprochen, dass sie mich in den Tod begleitet, bevor sie stirbt.

Ich bin zwar abgekämpft, aber das Versprechen ist immer in meinem Kopf und ich denke, dass ich das erfüllen muss. Eines Tages

- Akio Ando -

wurde mir von seiner Mutter gesagt, „Kümmre dich bitte um Akio“. Die Worte kann ich nicht vergessen. Ich muss länger leben als er, weil ich es versprochen habe.

- Kimiko Ando -

Der Schwimmkurs ist was, was man in der japanischen Community braucht, und er ist für japanische Kinder sehr notwendig. Da habe ich ein großes Verantwortungsgefühl.

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- Hiroshi Takagi -


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Damit ich am Ende des Lebens denken kann, dass alles gut war, frage ich mich jeden Tag, ob wir alles richtig gemacht haben

oder ob wir etwas hätten anders machen können. Obwohl ich weiß, dass das Ende irgendwann kommt, kann ich gar nicht daran denken.

Das ist vielleicht eine Art Beharren auf dem Leben.

- Kimiko Ando -

Normalerweise bin ich alleine. Wenn ich meine Tochter 3

oder 4 Tage nicht sehe, fühle ich mich einsam. Ich freue mich

sehr darüber, wenn ich sie nach längerer Zeit wiedersehe. Jeden Morgen und Abend ruft sie mich an. Es ist einsam, wenn es keinen Anruf gibt.

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- Minako Uemura -


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Nat端rlich bin ich gl端cklich.

- Akio & Kimiko Ando -

Mein Leben war gl端cklich, weil ich eine gute Partnerin hatte.

- Hiroshi Takagi -

Ich bin jetzt gl端cklich.

- Minako Uemura -

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Ich kann mich bewegen, mein Kopf funktioniert noch. Das ist, was mich glücklich macht.

- Eiko Beuth -

Ich hatte ein schönes Leben. Es gab viele Begebenheiten und Begegnungen, mit denen ich immer ein glückliches

Gefühl verbinden werde. - Yoko Ophei-Saito -

Ich glaube, wenn man die Motivation nicht verliert, irgendwas machen zu wollen, ist man glücklich,

auch wenn man alt geworden ist.

- Kiyoko Koizumi -

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Yoko Ophei-Saito Geboren am 24.09.1940 Lebt seit 1970 in Deutschland

Frau Ophei hat in Japan Medizin studiert und nach dem Studium als Apothekerin gearbeitet. Damals hatte sie zufällig eine deutsche Nachbarin, die mit einem Japaner verheiratet war. Das war ihr allererster Kontakt mit Deutschen. Da sich Frau Ophei für Deutschland interessiert hat, hat ihr die deutsche Nachbarin angeboten, ein Jahr bei deren Familie in Deutschland zu verbringen. Das hat Frau Ophei tatsächlich gemacht und ist 1967 zum ersten Mal nach Deutschland gegangen. Während dieses Aufenthalts hat sie ihren zukünftigen Mann kennen gelernt. Zunächst musste sie nach Japan zurückkehren. Doch zwei Jahre später ist sie endgültig nach Deutschland ausgewandert, weil sie das Land attraktiv fand und auch um ihren Freund zu heiraten. Um in Deutschland als Apothekerin arbeiten zu können, hat sie als 49-Jährige das dritte Staatsexamen nachgeholt und die Approbation bekommen. 25 Jahre lang hat sie in einer Apotheke in Düsseldorf gearbeitet. Nachdem sie 60 geworden war, hatte sie oft Gelegenheit, über das Altwerden im Ausland nachzudenken, weil sie und ihre Freunde das Rentenalter erreicht hatten und ihren Lebensabend planen wollten. Frau Ophei hat mit kleinen Treffen angefangen und anschließend eine Organisation gegründet, die jetzt den Namen „Japanisches Begegnungs- und Hilfsnetzwerk TAKE Düsseldorf e.V.“ trägt. Sie hat zwei Kinder und lebt mit ihrem Mann zusammen. Seite: 56-57

Minako Uemura Geboren am 25.02.1926 Lebt seit 2002 in Deutschland

Zwei Jahre nachdem ihr Mann gestorben war, ist Frau Uemura von ihrer in Deutschland lebenden Tochter eingeladen worden, bei ihr zu leben. Erst mit 75 Jahren hat sie ihr Heimatland verlassen und ist nach Deutschland gekommen. In den ersten Jahren hat sie anderen Japanern Tai-Chi-Unterricht gegeben, aber nachdem sie sich an Knien und Armen operieren lassen musste, konnte sie damit nicht weiter machen. Inzwischen wohnt sie alleine, bekommt aber immer Unterstützung von ihrer Tochter, mit der sie in täglichem Kontakt steht. Seite: 7, 38-39, 59

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Eiko Beuth Geboren am 15.12.1938 Lebt seit 1963 in Deutschland bzw. Europa

Im Jahr 1961 hat Frau Beuth an einer Bushaltestelle in Kyoto einem Ausländer geholfen, der sich gerade verlaufen hatte. Das war die erste Begegnung mit ihrem Mann, der als Tourist nach Japan gekommen war. Herr Beuth hat damals in Australien gelebt und ihr von dort oft Briefe geschrieben. Nach drei Jahren konnte er ihr in Japan einen Heiratsantrag machen und die beiden haben beschlossen, zusammen in Deutschland zu leben. Durch seine Tätigkeit hatte Herr Beuth immer Verbindung mit Japan, was schließlich dazu führte, dass er in Japan ein Reisebüro gründete. Die Firma war erfolgreich, doch nach der Katastrophe in Fukushima 2011 fassten sie den Entschluss, das Reisebüro zu schließen. Zunächst wanderten sie nach Spanien aus, wo sie schon ein Haus hatten. Dort lebten sie vier Jahre, zogen es aber vor, ihren Lebensabend in Deutschland zu verbringen, wo sie seit 2015 leben. Seite: 14, 21, 32, 42-43

Hiroshi Takagi Geboren am 15.09.1941 Lebt seit 1981 in Deutschland

Um Fotografie zu studieren, ist Herr Takagi 1966 nach Essen gekommen. An der Folkwang-Universität hat er drei Jahre studiert und nach dem Studium zehn Jahre für die WAZ als Fotograf gearbeitet. Danach hat er seine jetzige Frau kennen gelernt. Beide haben anschließend in Japan gearbeitet, dort geheiratet und einige Jahre gelebt. 1981 sind sie wieder nach Deutschland gekommen. Er hat bei Verlagen gearbeitet, die japanische Zeitungen bzw. Zeitschriften veröffentlicht haben. Nach einigen Jahren hat er sich selbstständig gemacht und selber eine Zeitschrift herausgegeben, die „Guten Tag“ hieß. Jetzt betätigt er sich als Begleiter von japanischen Touristen auf Weinführungen entlang der Mosel. Außerdem organisiert er in Düsseldorf Schwimmkurse für japanische Kinder, die keine Möglichkeit haben, an der Schule schwimmen zu lernen. Das ist ihm eine Herzensangelegenheit, da in Japan alle Kinder schwimmen lernen. Für die Familien, die es sich wünschen, bringt er die Kinder mit einem Bulli zum Schwimmbad. Seite: 15, 22-23, 63

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Kiyoko Koizumi Geboren am 8.9.1943 Lebt seit 1970 in Deutschland

Frau Koizumi ist 1970 von ihrer Firma für zwei Jahre nach Deutschland versetzt worden. Nach ihrem zweijährigen Dienst hat sie es aber bedauert, dass sie nur sehr wenig Deutsch sprechen konnte. Deshalb wollte sie noch nicht sofort nach Japan zurück. Kurze Zeit später hat sie ihren jetzigen Mann kennen gelernt und geheiratet. Seit 1985 arbeitet sie als Japanischlehrerin. Angefangen hat sie als Vertretung ihrer Deutschlehrerin, einer Japanerin, die Japanischstunden an der VHS gegeben hat und nach Japan zurückkehren wollte. Zunächst hat Frau Koizumi nur an der VHS unterrichtet, später auch am Cecilien-Gymnasium. Nach einer gewissen Zeit ist sie auf die Idee gekommen, selber Lehrbücher zu gestalten. Auf diese Tätigkeit hat sie 8 Jahre verwendet. Seit 2000 erteilt sie Unterricht am Eko-Haus in Düsseldorf. Sie hat zwei Kinder und lebt mit ihrem Mann zusammen. Seite: 13, 20, 28-29, 36, 37, 48

Akio Ando Geboren am 3.11.1942 Lebt seit 1965 in Deutschland Kimiko Ando Geboren am 3.3.1942 Lebt seit 1966 in Deutschland

Herr und Frau Ando sind Mitte der 60er-Jahre nach Deutschland gekommen, um den Buddhismus zu verbreiten. Frau Ando hat an den Städtischen Kliniken in Dortmund gearbeitet, weil sie ausgebildete Krankenschwester war. Für Herrn Ando war der Bergbau in Duisburg die einzige Möglichkeit, Arbeit zu finden. Trotz aller Schwierigkeiten mit seiner Aufenthaltserlaubnis hat er dort viereinhalb Jahre arbeiten können. Als sein Arbeitsvertrag mit der Zeche abgelaufen war, hat er sich auf das Angebot einer japanischen Lebensmittelfirma in Düsseldorf beworben. Nach 12 Jahren in dieser Branche entstand der Plan, sich selbstständig zu machen. Dadurch, dass einem seiner deutschen Bekannten ein Gurken-Sushi sehr gut geschmeckt hat, wurde Herr Ando dazu inspiriert, japanische Ess-Kultur in Deutschland einzuführen. So haben Herr und Frau Ando den Sushi-Laden „Maruyasu“ in Düsseldorf aufgemacht. In der damaligen Zeit wussten Deutsche so gut wie nichts von Sushi, sodass es anfangs sehr schwierig war, Fuß zu fassen. Aber sie haben sich nicht entmutigen lassen und nach entbehrungsvollen Jahren ist das Geschäft immer erfolgreicher geworden. Auch ihre drei Kinder arbeiten inzwischen in dem familieneigenen Unternehmen. Seite: 31, 51

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Danksagung Ich bedanke mich bei

Frau Yoko Ophei-Saito, Herrn Rudolf Ophei, Frau Minako Uemura, Frau Shizuka

Wardhani Walter, Frau Kimiko Ando, Herrn Akio Ando, Frau Barbara Takagi, Herrn Hiroshi Takagi, Frau Kyoko Koizumi, Herrn Rainer Liebelt, Frau Eiko Beuth, Herrn Josef Beuth, Kyoko Jastram Prof. Dirk Gebhardt Prof. Kai Jünemann Herrn Karl Schulte

Lennart Gruensel und Kathinka Engels

dem japanischen Begegnungs- und Hilfsnetzwerk TAKE Düsseldorf e.V. der japanischen evangelischen Gemeinde Köln

Impressum

Fotografie & Konzeption Mari Kusakari

© 2018 Lindemannstr. 25 44137 Dortmund +49(0)15739648151 http://mari-kusakari.com contact@mari-kusakari.com


Feuer unter Wasser  

Eine Fotoreportage von 6 japanischen Senioren bzw. Ehepaaren, die ihre Heimat verlassen haben und nach Deutschland ausgewandert sind. <EN>"F...

Feuer unter Wasser  

Eine Fotoreportage von 6 japanischen Senioren bzw. Ehepaaren, die ihre Heimat verlassen haben und nach Deutschland ausgewandert sind. <EN>"F...

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