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GASTRONOMIE

— Französisches mit leicht russischem Akzent und mit selbst geernteten oder sorgfältig ausgesuchten Zutaten: So ist die Küche im „Landhaus Nikolay“.

— Hausherr Peter Nikolay. Die Ente im Hintergrund erinnert an seine früheren Restaurants.

allein in dem gemütlichen Restaurant beim bullernden Ofen saßen, bis Peter Nikolay an den Tisch trat, ohne Karte, und fragte: „Was möchten Sie essen?“ Nicht, dass sein Landhaus insgesamt über Gästemangel zu klagen hätte. Peter Nikolay hat eine große Fangemeinde, nicht zuletzt aus seinen Essener Zeiten. Kurzer Rückblick: gelernt im Clubhaus „Wilms“, Moltkeplatz. Bekannt geworden mit der „Ente“ in Frintrop. Danach Teilhaber und Küchenchef im „Ange d’Or“, Manager des „Jagdhaus Schellenberg“, Einkäufer eines bekannten Delikatessenimporteurs. Und gleichzeitig, nach der Frintroper „Ente“, noch eine in Dorsten und das „Landhaus Spickermann“ in Schermbeck. Nun, schon seit Jahren, begrüßt er im „Landhaus Niko-

Ganz schön bio

— Nahezu autark sind die Nikolays auch beim Federvieh: Lena Nikolay füttert potentiell schmackhafte Gänse, Hühner und – wenn wir’s recht sehen – Perlhühner hinter dem Schermbecker Landhaus.

Natürlich regional Passend zum großen Heftthema „Bio“ machten sich Kaymer und Kuhna diesmal auf die Suche nach Restaurants, die im weiteren Sinn eine Küche mit Bio-Akzent pflegen: frisch, authentisch, natürlich, regional. Die Auswahl, so zeigt sich, ist nicht sehr groß bei uns. Da sind Regionen im Süden Deutschlands ein bisschen weiter. Aber was sich findet, ist gut. Von ödem Körnermampf keine Rede. Folgen Sie K. & K. zu zweien dieser ganz besonderen Restaurants.

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Ruhr Revue

lay“ seine Gäste, und das sind viele, auch Prominente, die Nikolay seit langem die Treue halten. Es gibt aber eben auch Tage, wie so ein winterlicher Mittwoch, da ist weniger los. Mit etwas Glück hat man den Raum und Lena Nikolays Service ganz für sich, während Peter Nikolay allein in der Küche werkelt. Schließlich kommt er heraus: „Was möchten Sie essen?“ Jetzt bloß nicht nach der Karte fragen. Lieber sagen: „Och, na ja – so ein bisschen was, eine Kleinigkeit, äh, was hätten Sie denn …“ Dann ist Peter Nikolay wie ein privater Gastgeber, der für einen überraschend hereingeschneiten Freund schnell etwas aus der Küche zaubert. „Mögen Sie Wild?“ Und wie! Also Hase, sagt Nikolay, und vorher vielleicht ein Süppchen … ? Dann geht er in die Küche, und nacheinander kommen von dort: Brot, selbstgebacken. Gänseschmalz-Rillette, von eigenen Gänsen. Ein wunderbares kleines Kürbissüppchen, mit Kürbis aus eigenem Garten. Ein Salat mit Mangold, Rucola, Kräuterseitlingen und einem Dressing, das unter anderem auf selbst kandierten Birnen basiert. Dann ein wenig gebratener Zander mit Gemüse aus dem Garten und „russischem Meerrettich“, wie Lena Nikolay mit Nachdruck bemerkt. Schließlich der Hasenrücken (örtliche Jagd) mit HolunderRotkraut und Apfel (erraten!), das Fleisch wunderbar zart und mit dankenswert deutlichem Hautgout-Wildgeschmack.

| „Was möchten Sie essen?“ Das kennen wahrscheinlich viele Leute: den „horror vacui“, wenn man ein Restaurant betritt und sonst keine Gäste da sind. Wenn man am Tisch sitzt und die Hälfte der Kellner ständig um einen herumscharwenzelt, während die anderen von ferne den einzig besetzten Tisch im Auge behalten. Man bildet sich das jedenfalls schnell ein. Im „Landhaus Nikolay“ dagegen gibt’s nichts Besseres, als die Gaststube für sich zu haben. So wie an jenem kalten Winterabend, als Kaymer und Kuhna den Weg nach Schermbeck gefunden hatten und


GASTRONOMIE

— Französisches mit leicht russischem Akzent und mit selbst geernteten oder sorgfältig ausgesuchten Zutaten: So ist die Küche im „Landhaus Nikolay“.

— Hausherr Peter Nikolay. Die Ente im Hintergrund erinnert an seine früheren Restaurants.

allein in dem gemütlichen Restaurant beim bullernden Ofen saßen, bis Peter Nikolay an den Tisch trat, ohne Karte, und fragte: „Was möchten Sie essen?“ Nicht, dass sein Landhaus insgesamt über Gästemangel zu klagen hätte. Peter Nikolay hat eine große Fangemeinde, nicht zuletzt aus seinen Essener Zeiten. Kurzer Rückblick: gelernt im Clubhaus „Wilms“, Moltkeplatz. Bekannt geworden mit der „Ente“ in Frintrop. Danach Teilhaber und Küchenchef im „Ange d’Or“, Manager des „Jagdhaus Schellenberg“, Einkäufer eines bekannten Delikatessenimporteurs. Und gleichzeitig, nach der Frintroper „Ente“, noch eine in Dorsten und das „Landhaus Spickermann“ in Schermbeck. Nun, schon seit Jahren, begrüßt er im „Landhaus Niko-

Ganz schön bio

— Nahezu autark sind die Nikolays auch beim Federvieh: Lena Nikolay füttert potentiell schmackhafte Gänse, Hühner und – wenn wir’s recht sehen – Perlhühner hinter dem Schermbecker Landhaus.

Natürlich regional Passend zum großen Heftthema „Bio“ machten sich Kaymer und Kuhna diesmal auf die Suche nach Restaurants, die im weiteren Sinn eine Küche mit Bio-Akzent pflegen: frisch, authentisch, natürlich, regional. Die Auswahl, so zeigt sich, ist nicht sehr groß bei uns. Da sind Regionen im Süden Deutschlands ein bisschen weiter. Aber was sich findet, ist gut. Von ödem Körnermampf keine Rede. Folgen Sie K. & K. zu zweien dieser ganz besonderen Restaurants.

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lay“ seine Gäste, und das sind viele, auch Prominente, die Nikolay seit langem die Treue halten. Es gibt aber eben auch Tage, wie so ein winterlicher Mittwoch, da ist weniger los. Mit etwas Glück hat man den Raum und Lena Nikolays Service ganz für sich, während Peter Nikolay allein in der Küche werkelt. Schließlich kommt er heraus: „Was möchten Sie essen?“ Jetzt bloß nicht nach der Karte fragen. Lieber sagen: „Och, na ja – so ein bisschen was, eine Kleinigkeit, äh, was hätten Sie denn …“ Dann ist Peter Nikolay wie ein privater Gastgeber, der für einen überraschend hereingeschneiten Freund schnell etwas aus der Küche zaubert. „Mögen Sie Wild?“ Und wie! Also Hase, sagt Nikolay, und vorher vielleicht ein Süppchen … ? Dann geht er in die Küche, und nacheinander kommen von dort: Brot, selbstgebacken. Gänseschmalz-Rillette, von eigenen Gänsen. Ein wunderbares kleines Kürbissüppchen, mit Kürbis aus eigenem Garten. Ein Salat mit Mangold, Rucola, Kräuterseitlingen und einem Dressing, das unter anderem auf selbst kandierten Birnen basiert. Dann ein wenig gebratener Zander mit Gemüse aus dem Garten und „russischem Meerrettich“, wie Lena Nikolay mit Nachdruck bemerkt. Schließlich der Hasenrücken (örtliche Jagd) mit HolunderRotkraut und Apfel (erraten!), das Fleisch wunderbar zart und mit dankenswert deutlichem Hautgout-Wildgeschmack.

| „Was möchten Sie essen?“ Das kennen wahrscheinlich viele Leute: den „horror vacui“, wenn man ein Restaurant betritt und sonst keine Gäste da sind. Wenn man am Tisch sitzt und die Hälfte der Kellner ständig um einen herumscharwenzelt, während die anderen von ferne den einzig besetzten Tisch im Auge behalten. Man bildet sich das jedenfalls schnell ein. Im „Landhaus Nikolay“ dagegen gibt’s nichts Besseres, als die Gaststube für sich zu haben. So wie an jenem kalten Winterabend, als Kaymer und Kuhna den Weg nach Schermbeck gefunden hatten und


GASTRONOMIE

— Französisches mit leicht russischem Akzent und mit selbst geernteten oder sorgfältig ausgesuchten Zutaten: So ist die Küche im „Landhaus Nikolay“.

— Hausherr Peter Nikolay. Die Ente im Hintergrund erinnert an seine früheren Restaurants.

allein in dem gemütlichen Restaurant beim bullernden Ofen saßen, bis Peter Nikolay an den Tisch trat, ohne Karte, und fragte: „Was möchten Sie essen?“ Nicht, dass sein Landhaus insgesamt über Gästemangel zu klagen hätte. Peter Nikolay hat eine große Fangemeinde, nicht zuletzt aus seinen Essener Zeiten. Kurzer Rückblick: gelernt im Clubhaus „Wilms“, Moltkeplatz. Bekannt geworden mit der „Ente“ in Frintrop. Danach Teilhaber und Küchenchef im „Ange d’Or“, Manager des „Jagdhaus Schellenberg“, Einkäufer eines bekannten Delikatessenimporteurs. Und gleichzeitig, nach der Frintroper „Ente“, noch eine in Dorsten und das „Landhaus Spickermann“ in Schermbeck. Nun, schon seit Jahren, begrüßt er im „Landhaus Niko-

Ganz schön bio

— Nahezu autark sind die Nikolays auch beim Federvieh: Lena Nikolay füttert potentiell schmackhafte Gänse, Hühner und – wenn wir’s recht sehen – Perlhühner hinter dem Schermbecker Landhaus.

Natürlich regional Passend zum großen Heftthema „Bio“ machten sich Kaymer und Kuhna diesmal auf die Suche nach Restaurants, die im weiteren Sinn eine Küche mit Bio-Akzent pflegen: frisch, authentisch, natürlich, regional. Die Auswahl, so zeigt sich, ist nicht sehr groß bei uns. Da sind Regionen im Süden Deutschlands ein bisschen weiter. Aber was sich findet, ist gut. Von ödem Körnermampf keine Rede. Folgen Sie K. & K. zu zweien dieser ganz besonderen Restaurants.

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lay“ seine Gäste, und das sind viele, auch Prominente, die Nikolay seit langem die Treue halten. Es gibt aber eben auch Tage, wie so ein winterlicher Mittwoch, da ist weniger los. Mit etwas Glück hat man den Raum und Lena Nikolays Service ganz für sich, während Peter Nikolay allein in der Küche werkelt. Schließlich kommt er heraus: „Was möchten Sie essen?“ Jetzt bloß nicht nach der Karte fragen. Lieber sagen: „Och, na ja – so ein bisschen was, eine Kleinigkeit, äh, was hätten Sie denn …“ Dann ist Peter Nikolay wie ein privater Gastgeber, der für einen überraschend hereingeschneiten Freund schnell etwas aus der Küche zaubert. „Mögen Sie Wild?“ Und wie! Also Hase, sagt Nikolay, und vorher vielleicht ein Süppchen … ? Dann geht er in die Küche, und nacheinander kommen von dort: Brot, selbstgebacken. Gänseschmalz-Rillette, von eigenen Gänsen. Ein wunderbares kleines Kürbissüppchen, mit Kürbis aus eigenem Garten. Ein Salat mit Mangold, Rucola, Kräuterseitlingen und einem Dressing, das unter anderem auf selbst kandierten Birnen basiert. Dann ein wenig gebratener Zander mit Gemüse aus dem Garten und „russischem Meerrettich“, wie Lena Nikolay mit Nachdruck bemerkt. Schließlich der Hasenrücken (örtliche Jagd) mit HolunderRotkraut und Apfel (erraten!), das Fleisch wunderbar zart und mit dankenswert deutlichem Hautgout-Wildgeschmack.

| „Was möchten Sie essen?“ Das kennen wahrscheinlich viele Leute: den „horror vacui“, wenn man ein Restaurant betritt und sonst keine Gäste da sind. Wenn man am Tisch sitzt und die Hälfte der Kellner ständig um einen herumscharwenzelt, während die anderen von ferne den einzig besetzten Tisch im Auge behalten. Man bildet sich das jedenfalls schnell ein. Im „Landhaus Nikolay“ dagegen gibt’s nichts Besseres, als die Gaststube für sich zu haben. So wie an jenem kalten Winterabend, als Kaymer und Kuhna den Weg nach Schermbeck gefunden hatten und


01.02.2012

GASTRONOMIE

GASTRONOMIE

– SEIT 1883 –

Top Cit y & Count r y Line Hotel — Sehr gemischt ist die Einrichtung des Landhauses und sehr gemütlich. Nicht zuletzt wegen der mit eigenem Holz gefeuerten Öfen.

Ess e ne r Hof in E ss e n

First choice – second home Statt eines Desserts – dafür ist nach all den Kleinigkeiten kein Platz mehr – kommt Peter Nikolay mit einem Glas Wein an den Tisch. „Im Grunde meines Herzens bin ich Franzose“, sagt er zu seiner Küche. Bleibt noch der gelegentlich russische Akzent zu

erwähnen, der nicht nur seiner Ehefrau zu eigen ist. Vor allem aber, das zeigt sich im Gespräch, ist Peter Nikolay ein leidenschaftlicher Zutaten-Sammler. Wie man in Paris an die besten Sachen herankommt, weiß er seit seiner Einkäuferzeit dort.

Fisch und die geliebten „fruits de mer“ beschafft er aber auch nahebei in Holland. Wild von Jägern der Umgebung. Waldpilze sammeln Nikolays selbst. Bei vielem Obst und Gemüse sind sie, wie beim Geflügel (und beim Brennholz), „autark“. Und wenn sie in der Nähe zukaufen, haben sie besondere Quellen – einen Hof etwa, wo benachteiligte Jugendliche lernen, Gemüse in Bio-Qualität zu produzieren. Übrigens: Die Nikolays fragen natürlich auch „Was möchten Sie trinken?“. Deshalb bieten sie Gästen ohne eigenen Fahrer einen Shuttle-Dienst von Dorsten oder Kirchhellen bis zu ihrem abgeschiedenen Gast-Haus. ● -na

— Manfred und Petra Altgassen begrüßen die Gäste im „Eichwäldchen“.

| Draußen im Walde Versteckt – anders kann man die Lage dieses Restaurants nicht bezeichnen. Dort, wo westlich der riesigen Huckinger Stahlwerke der Rhein einen engen Bogen macht, besteht Duisburg-Mündelheim vorwiegend aus Feldern. Zwischen den Feldern und dem Stahlwerk wiederum liegt ein kleines Wäldchen. Dass dort drin ein Restaurant steckt, muss man wissen und glauben. Man muss den Schildern oder dem Navi folgen – auch wenn man meint, bald werde man von einem grimmig schauenden

Mann in Grün und mit Flinte gestoppt. Viele ortsfremde Leute finden den Weg tagtäglich außer montags, weil sie wissen: Das Restaurant „Im Eichwäldchen“ ist eine erste Adresse in Duisburg. Bloß Kaymer, der ganz in der Nähe wohnt, war noch nie dort. Wie das manchmal so ist im Leben: … das Gute liegt so nah. Früher war, absonderlich genug, eine Schreinerei in dem Wald versteckt. Die Betreiber eines Party-Services kamen auf die Idee, die Werkstatt umzubauen und in ein Restaurant zu verwandeln. Petra und

Landhaus Nikolay Kirchhellener Straße 1 · 46514 Schermbeck Telefon 0 23 62 / 41132 www.landhausnikolay.de Di. bis Sa. ab 18 Uhr Sonn- und Feiertag ab 12.30 Uhr

Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen Wir haben für alle Ihre Festlichkeiten den richtigen Rahmen. Für 20 bis 150 Personen bieten wir Ihnen das passende Ambiente in unseren Gesellschaftsräumen oder in unserer gemütlichen Tenne unterm Dach. Natürlich sind alle Räume klimatisiert. Bei schönem Wetter können Sie unsere wunderschönen Außenanlagen und die Terrassen nutzen – vielleicht für Ihren Sektempfang.

— Draußen sitzen vor der ehemaligen Schreinerei – man kann sich schon mal darauf freuen.

Im liebenswerten 4-Sterne-Haus mit Tradition wohnen Sie in bester Innenstadtlage. Die bequemen Anreisemöglichkeiten mit Bahn, PKW oder Flugzeug zeichnen die Lage ebenso aus wie die Nähe zur Innenstadt. Neben Allergiker-Zimmern bieten wir Ihnen auch Wellness-Zimmer mit eigener Dampfsauna für den Einklang von Körper und Seele. Wir verfügen über 4 Langzeitappartements mit Küche und allen Vorzügen eines 4-Sterne-Hotels. Unser Hotel ist außerdem mit W-LAN, DSL Highspeed Internet, Klimaanlage, einer Satellitenanlage mit digitalem Bild, sowie Sky Sport/ Film und Champions League TV in der Bar ausgestattet. Das Restaurant Essener Hof überzeugt mit frischer regionaler Kochkultur und einem modernen internationalen Einfluss. Genießen Sie den Ausklang des Abends in unserer Bar Moonlight Express; sie lädt mit ihrem Ambiente zum stimmungsvollen Verweilen ein. Festliche Bankette und Seminare bis zu 100 Personen. 123 Hotelzimmer 4 Langzeitappartements 5 Bankettsäle TOP CCL Hotel Essener Hof Am Handelshof 5 45127 Essen Tel.: 0201 / 24 25 – 0 e-Mail: hotel@essener-hof.com www.essener-hof.com

Feiern Sie Ihren besonderen Tag bei uns – wir freuen uns auf Sie! Restaurant Hülsmannshof Lehnsgrund 14a · 45149 Essen-Margarethenhöhe Telefon: 0201 - 87 125-0 · Telefax: 0201 - 87 125-20 www.huelsmannshof.de Täglich geöffnet von 11 - 24 Uhr

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– SEIT 1883 –

Top Cit y & Count r y Line Hotel — Sehr gemischt ist die Einrichtung des Landhauses und sehr gemütlich. Nicht zuletzt wegen der mit eigenem Holz gefeuerten Öfen.

Ess e ne r Hof in E ss e n

First choice – second home Statt eines Desserts – dafür ist nach all den Kleinigkeiten kein Platz mehr – kommt Peter Nikolay mit einem Glas Wein an den Tisch. „Im Grunde meines Herzens bin ich Franzose“, sagt er zu seiner Küche. Bleibt noch der gelegentlich russische Akzent zu

erwähnen, der nicht nur seiner Ehefrau zu eigen ist. Vor allem aber, das zeigt sich im Gespräch, ist Peter Nikolay ein leidenschaftlicher Zutaten-Sammler. Wie man in Paris an die besten Sachen herankommt, weiß er seit seiner Einkäuferzeit dort.

Fisch und die geliebten „fruits de mer“ beschafft er aber auch nahebei in Holland. Wild von Jägern der Umgebung. Waldpilze sammeln Nikolays selbst. Bei vielem Obst und Gemüse sind sie, wie beim Geflügel (und beim Brennholz), „autark“. Und wenn sie in der Nähe zukaufen, haben sie besondere Quellen – einen Hof etwa, wo benachteiligte Jugendliche lernen, Gemüse in Bio-Qualität zu produzieren. Übrigens: Die Nikolays fragen natürlich auch „Was möchten Sie trinken?“. Deshalb bieten sie Gästen ohne eigenen Fahrer einen Shuttle-Dienst von Dorsten oder Kirchhellen bis zu ihrem abgeschiedenen Gast-Haus. ● -na

— Manfred und Petra Altgassen begrüßen die Gäste im „Eichwäldchen“.

| Draußen im Walde Versteckt – anders kann man die Lage dieses Restaurants nicht bezeichnen. Dort, wo westlich der riesigen Huckinger Stahlwerke der Rhein einen engen Bogen macht, besteht Duisburg-Mündelheim vorwiegend aus Feldern. Zwischen den Feldern und dem Stahlwerk wiederum liegt ein kleines Wäldchen. Dass dort drin ein Restaurant steckt, muss man wissen und glauben. Man muss den Schildern oder dem Navi folgen – auch wenn man meint, bald werde man von einem grimmig schauenden

Mann in Grün und mit Flinte gestoppt. Viele ortsfremde Leute finden den Weg tagtäglich außer montags, weil sie wissen: Das Restaurant „Im Eichwäldchen“ ist eine erste Adresse in Duisburg. Bloß Kaymer, der ganz in der Nähe wohnt, war noch nie dort. Wie das manchmal so ist im Leben: … das Gute liegt so nah. Früher war, absonderlich genug, eine Schreinerei in dem Wald versteckt. Die Betreiber eines Party-Services kamen auf die Idee, die Werkstatt umzubauen und in ein Restaurant zu verwandeln. Petra und

Landhaus Nikolay Kirchhellener Straße 1 · 46514 Schermbeck Telefon 0 23 62 / 41132 www.landhausnikolay.de Di. bis Sa. ab 18 Uhr Sonn- und Feiertag ab 12.30 Uhr

Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen Wir haben für alle Ihre Festlichkeiten den richtigen Rahmen. Für 20 bis 150 Personen bieten wir Ihnen das passende Ambiente in unseren Gesellschaftsräumen oder in unserer gemütlichen Tenne unterm Dach. Natürlich sind alle Räume klimatisiert. Bei schönem Wetter können Sie unsere wunderschönen Außenanlagen und die Terrassen nutzen – vielleicht für Ihren Sektempfang.

— Draußen sitzen vor der ehemaligen Schreinerei – man kann sich schon mal darauf freuen.

Im liebenswerten 4-Sterne-Haus mit Tradition wohnen Sie in bester Innenstadtlage. Die bequemen Anreisemöglichkeiten mit Bahn, PKW oder Flugzeug zeichnen die Lage ebenso aus wie die Nähe zur Innenstadt. Neben Allergiker-Zimmern bieten wir Ihnen auch Wellness-Zimmer mit eigener Dampfsauna für den Einklang von Körper und Seele. Wir verfügen über 4 Langzeitappartements mit Küche und allen Vorzügen eines 4-Sterne-Hotels. Unser Hotel ist außerdem mit W-LAN, DSL Highspeed Internet, Klimaanlage, einer Satellitenanlage mit digitalem Bild, sowie Sky Sport/ Film und Champions League TV in der Bar ausgestattet. Das Restaurant Essener Hof überzeugt mit frischer regionaler Kochkultur und einem modernen internationalen Einfluss. Genießen Sie den Ausklang des Abends in unserer Bar Moonlight Express; sie lädt mit ihrem Ambiente zum stimmungsvollen Verweilen ein. Festliche Bankette und Seminare bis zu 100 Personen. 123 Hotelzimmer 4 Langzeitappartements 5 Bankettsäle TOP CCL Hotel Essener Hof Am Handelshof 5 45127 Essen Tel.: 0201 / 24 25 – 0 e-Mail: hotel@essener-hof.com www.essener-hof.com

Feiern Sie Ihren besonderen Tag bei uns – wir freuen uns auf Sie! Restaurant Hülsmannshof Lehnsgrund 14a · 45149 Essen-Margarethenhöhe Telefon: 0201 - 87 125-0 · Telefax: 0201 - 87 125-20 www.huelsmannshof.de Täglich geöffnet von 11 - 24 Uhr

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Vinothek Lust auf Frühling! Wien 1 · Weingut Pfaffl Österreich Spritzige frische Weine, die Lust machen, bei einem Glas die lang ersehnten ersten Sonnenstrahlen zu genießen?

— Festlich gedeckt oder bistro-leger: Die Karte ist in beiden Räumen die gleiche.

senversion des Endivieneintopfs mit Blutwurst. Angenehm säuerlich sind die Endivien, und wunderbar abgeschmeckt sind die vorsichtig gebratenen Blutwurstscheiben – weit entfernt von den überwürzten und schwarz gebratenen Versionen, die einem dieses wieder populär gewordene Gericht mancherorts vergällen. Kaymer hält sich, aus rein diätetischen Gründen, bei der Mayonnaise zurück, was Kuhna am Schluss zu einem spontanen Raubzug veranlasst. Schmeckt wunderbar. Regelmäßig setzt Küchenchef Manfred Altgassen Akzente mit regionalen Zutaten. So kommt der Ziegenkäse aus Lembeck. Zum Jahresende treten Dutzende Gänse vom Bauern in Mündelheim einen sehr kurzen allerletzten Weg ins „Eichwäldchen“ an. Fleisch wird oft in Bio-Qualität von Thönes in Wachtendonk bezogen – so auch bei der geschmorten Ochsenbacke,

48 Stunden bei Niedrigtemperaturen gegart. Sie steht noch bis Ende März auf der Karte, auch im Rahmen des günstigen Restaurant-Karussell-Menüs. Wenn es denn so weit ist, kommt auch der Spargel von nebenan in Mündelheim. Im April, hofft Petra Altgassen, könnte es losgehen, wenn das Wetter mitspielt. Mit etwas Glück kann man dann auch schon draußen am Teich vorm Haus essen. Mit noch mehr Glück lässt sich der Spargel irgendwie mit dieser Basilikum-Mayonnaise kombinieren. Spargel macht ja nicht dick. Restaurant „Im Eichwäldchen“ Im Eichwäldchen 15c · 47259 Duisburg Telefon 02 03 / 78 73 46 www.imeichwaeldchen.de

Wien 1 Weingut Pfaffl Österreich

K.u.K. Restauranttipps

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Zunächst ist es Petra Altgassen, die den Gast beeindruckt mit ihrer ruhig-souveränen, zurückhaltend freundlichen Art – unverkennbar Hausherrin, ohne deshalb herrisch zu wirken. Kaymer und Kuhna haben zielstrebig den großen, festlich gedeckten Hauptraum hinter sich gelassen auf dem Weg zum neuen Bistro-Raum „Quercus“ mit seiner lässigen Atmosphäre. Die Karte, erläutert Petra Altgassen, ist für beide Räu-

Die Lage „Weinviertel“ um Wien hat eine lange Weinbautradition und steht für unkomplizierte und ehrlich gemachte Weine. Das Weingut Pfaffl aus Stetten ist ein echter Familienbetrieb, vom Opa bis zu den Enkeln hat jeder seine Aufgabe. Die unglaubliche Intensität und Leidenschaft, mit der die Pfaffls ihre Weine produzieren, schmeckt man förmlich mit jedem Schluck. Das renommierte Magazin Falstaff würdigte dies im letzten Jahr mit der Aufnahme unter die 40 besten Weingüter Österreichs.

Di. bis Fr. 12 bis 14 und 18 bis 23 Uhr Samstag nur abends

— Ja, es schmeckt auch so gut, wie es aussieht, von der Vorspeise bis zum Dessert.

Manfred Altgassen, Tochter und Schwiegersohn der Restaurantgründer, studierten damals noch, ziemlich fachfremd, und halfen gelegentlich aus. Nach ein paar Jahren entschlossen sie sich, das Geschäft gemeinsam zu übernehmen: Sie im Service, er in der Küche. Heute sind die beiden in der Branche längst so heimisch wie im Wäldchen, anerkannt bei professionellen Feinschmeckern wie bei reinen Amateuren.

Ein perfekter Wein für diesen Moment ist der Wien 1 vom Weingut Pfaffl aus dem Weinviertel in Österreich. Ein Weissweincuvee, das den Frühling perfekt vereint: Frucht und Duft steuert der Riesling bei, der Pinot blanc die Fülle und der Grüne Veltliner die Würze.

me gleich. So kann man zum Beispiel im Quercus eine deftige kleine Hauptspeise ordern – und vorneweg die Jakobsmuscheln, einen Klassiker der EichwäldchenKüche: gehoben bürgerlich mit französischem Akzent. Kaymer labt sich an einem Rumpsteak mit schön kümmeligem Krautsalat, handgemachten Pommes Frites und BasilikumMayonnaise. Kuhna greift zur Hauptspei-

Andreas Kaymer (li.) und Martin Kuhna, beide dem guten Essen innig zugetan, suchen Restaurants aus, die wir Ihnen empfehlen können. Und wenn es geht, nehmen sie gemeinsam, K.u.K., Kostproben von der Karte; die Geschmäcker sind verschieden, und zwei schmecken mehr als einer. Sogar, wenn Kaymer diäthaltend dem maßlosen Kollegen Kuhna ein schlechtes Gewissen macht. Lesertipps, welche Restaurants noch vorgestellt werden sollten – nur zu. K.u.K freuen sich.

Preis 9,40 € Sonderpreis für die Leser der Ruhr Revue 7,90 € gültig bis 1.5.2012

erhältlich bei

Ruhr Revue

Fon 0201/720036 · info@derweinhandel.de


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Vinothek Lust auf Frühling! Wien 1 · Weingut Pfaffl Österreich Spritzige frische Weine, die Lust machen, bei einem Glas die lang ersehnten ersten Sonnenstrahlen zu genießen?

— Festlich gedeckt oder bistro-leger: Die Karte ist in beiden Räumen die gleiche.

senversion des Endivieneintopfs mit Blutwurst. Angenehm säuerlich sind die Endivien, und wunderbar abgeschmeckt sind die vorsichtig gebratenen Blutwurstscheiben – weit entfernt von den überwürzten und schwarz gebratenen Versionen, die einem dieses wieder populär gewordene Gericht mancherorts vergällen. Kaymer hält sich, aus rein diätetischen Gründen, bei der Mayonnaise zurück, was Kuhna am Schluss zu einem spontanen Raubzug veranlasst. Schmeckt wunderbar. Regelmäßig setzt Küchenchef Manfred Altgassen Akzente mit regionalen Zutaten. So kommt der Ziegenkäse aus Lembeck. Zum Jahresende treten Dutzende Gänse vom Bauern in Mündelheim einen sehr kurzen allerletzten Weg ins „Eichwäldchen“ an. Fleisch wird oft in Bio-Qualität von Thönes in Wachtendonk bezogen – so auch bei der geschmorten Ochsenbacke,

48 Stunden bei Niedrigtemperaturen gegart. Sie steht noch bis Ende März auf der Karte, auch im Rahmen des günstigen Restaurant-Karussell-Menüs. Wenn es denn so weit ist, kommt auch der Spargel von nebenan in Mündelheim. Im April, hofft Petra Altgassen, könnte es losgehen, wenn das Wetter mitspielt. Mit etwas Glück kann man dann auch schon draußen am Teich vorm Haus essen. Mit noch mehr Glück lässt sich der Spargel irgendwie mit dieser Basilikum-Mayonnaise kombinieren. Spargel macht ja nicht dick. Restaurant „Im Eichwäldchen“ Im Eichwäldchen 15c · 47259 Duisburg Telefon 02 03 / 78 73 46 www.imeichwaeldchen.de

Wien 1 Weingut Pfaffl Österreich

K.u.K. Restauranttipps

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Zunächst ist es Petra Altgassen, die den Gast beeindruckt mit ihrer ruhig-souveränen, zurückhaltend freundlichen Art – unverkennbar Hausherrin, ohne deshalb herrisch zu wirken. Kaymer und Kuhna haben zielstrebig den großen, festlich gedeckten Hauptraum hinter sich gelassen auf dem Weg zum neuen Bistro-Raum „Quercus“ mit seiner lässigen Atmosphäre. Die Karte, erläutert Petra Altgassen, ist für beide Räu-

Die Lage „Weinviertel“ um Wien hat eine lange Weinbautradition und steht für unkomplizierte und ehrlich gemachte Weine. Das Weingut Pfaffl aus Stetten ist ein echter Familienbetrieb, vom Opa bis zu den Enkeln hat jeder seine Aufgabe. Die unglaubliche Intensität und Leidenschaft, mit der die Pfaffls ihre Weine produzieren, schmeckt man förmlich mit jedem Schluck. Das renommierte Magazin Falstaff würdigte dies im letzten Jahr mit der Aufnahme unter die 40 besten Weingüter Österreichs.

Di. bis Fr. 12 bis 14 und 18 bis 23 Uhr Samstag nur abends

— Ja, es schmeckt auch so gut, wie es aussieht, von der Vorspeise bis zum Dessert.

Manfred Altgassen, Tochter und Schwiegersohn der Restaurantgründer, studierten damals noch, ziemlich fachfremd, und halfen gelegentlich aus. Nach ein paar Jahren entschlossen sie sich, das Geschäft gemeinsam zu übernehmen: Sie im Service, er in der Küche. Heute sind die beiden in der Branche längst so heimisch wie im Wäldchen, anerkannt bei professionellen Feinschmeckern wie bei reinen Amateuren.

Ein perfekter Wein für diesen Moment ist der Wien 1 vom Weingut Pfaffl aus dem Weinviertel in Österreich. Ein Weissweincuvee, das den Frühling perfekt vereint: Frucht und Duft steuert der Riesling bei, der Pinot blanc die Fülle und der Grüne Veltliner die Würze.

me gleich. So kann man zum Beispiel im Quercus eine deftige kleine Hauptspeise ordern – und vorneweg die Jakobsmuscheln, einen Klassiker der EichwäldchenKüche: gehoben bürgerlich mit französischem Akzent. Kaymer labt sich an einem Rumpsteak mit schön kümmeligem Krautsalat, handgemachten Pommes Frites und BasilikumMayonnaise. Kuhna greift zur Hauptspei-

Andreas Kaymer (li.) und Martin Kuhna, beide dem guten Essen innig zugetan, suchen Restaurants aus, die wir Ihnen empfehlen können. Und wenn es geht, nehmen sie gemeinsam, K.u.K., Kostproben von der Karte; die Geschmäcker sind verschieden, und zwei schmecken mehr als einer. Sogar, wenn Kaymer diäthaltend dem maßlosen Kollegen Kuhna ein schlechtes Gewissen macht. Lesertipps, welche Restaurants noch vorgestellt werden sollten – nur zu. K.u.K freuen sich.

Preis 9,40 € Sonderpreis für die Leser der Ruhr Revue 7,90 € gültig bis 1.5.2012

erhältlich bei

Ruhr Revue

Fon 0201/720036 · info@derweinhandel.de