
5 minute read
Rätsel und Spiele
MigrosBasel
Wird das hübsche Dorfzentrum neben anderen Festacts aufmischen: die Allschwiler Band Schwellheim (rechts)
zämmä!
Allschwil lädt zum Fest

Nach rund 17 Jahren ist es endlich wieder so weit: Allschwil feiert als grösste Baselbieter Gemeinde vom 10. bis 12.Juni sein Dorffest.
Text: Moritz Weisskopf
Rund 75 Gruppierungen haben sich angemeldet – und werden das Dorffest musikalisch, sportlich, kulturell und kulinarisch bereichern und die drei Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Auf der Dorfbühne direkt beim Hotel Restaurant Rössli und auf der Mühlibühne beim Mühliweiher wird ein einzigartiges Programm für Jung und Alt geboten.
Highlights wie die beiden Allschwiler Bands Brandhärd und Schwellheim sowie die Swiss Army Big Band und die Dief-Flieger werden während des Fests für Stimmung sorgen. Auch weitere Allschwiler Musikvereine, Guggemusiken und lokale Bands kommen dabei nicht zu kurz.
Nebst den musikalischen werden auch sportliche Attraktionen gezeigt – etwa Karate, Budo und schottischer Tanz. Allschwiler Jugendorganisationen wie Pfadi, JuBla, Cevi und Robi-Spielaktionen bieten zudem ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, unter anderem mit Hüpfburg und Strohballenlabyrinth. Und wer sich bereits aufs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest einstimmen möchte, kann sich als Amateurschwingerin oder -schwinger beweisen.
Die mehr als 50 Bars, Beizen und Marktstände, die von Allschwiler Vereinen, Organisationen und Gewerbe betrieben werden, kümmern sich derweil um das kulinarische Wohl der Besucherinnen und Besucher.
Schnitzeljagd durchs wilde Viertel Abgerundet wird das Dorffest mit einer Schnitzeljagd, die durch das Festareal «Das wilde Viertel» von Allschwil führt. Das bekannte Viertel wird so noch mal genauer angeschaut, und Details werden gefunden, die bis jetzt nie wahrgenommen wurden. Die glücklichsten elf Jägerinnen oder Jäger erwarten Migros-Gutscheine im Wert von 20 bis 500 Franken. MM
JUBILÄUM Die Migros Bubendorf wird 15
Vor ziemlich genau 15 Jahren wurde die Migros-Filiale an der Grüngenstrasse in Bubendorf eröffnet. Seither bietet der Supermarkt den Kundinnen und Kunden ein grosszügiges Sortiment mit bedienten Fleisch- und Fischtheken und einer Hausbäckerei mit täglich frischem Brot. Nun wird die Filiale also 15 Jahre alt, und da man Geburtstage bekanntlich feiern soll, darf sich die Kundschaft auf den 2. und 3.Juni freuen. Denn an diesen Tagen gibt es in der Migros Bubendorf 10 Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment sowie florale und kulinarische Überraschungen für die Kundinnen und Kunden. Der Nachwuchs darf sich derweil auf viele bunte Luftballons freuen.
Vom Hoselupf zum Spitzensport
Das Schwingen hat eine reiche Geschichte – auch in der Region Basel. Die Migros ist seit Jahren eng mit dem Schwingsport verbunden. Eine kleine Einstimmung auf das anstehende Schwing- und Älplerfest in Pratteln.
Text: Moritz Weisskopf
In knapp drei Monaten ist es so weit: Vom 26. bis 28. August wird das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln ausgetragen. Nach 1898, 1929 und 1977 zum vierten Mal in der Region und zum allerersten Mal im Baselbiet. 274 Schwinger, 72 Steinstosser, 20 Teams im Hornussen und rund 350000 Besucher werden beim Sportfest der Superlative erwartet.
Der Schwingsport, unlängst ein Schweizer Kulturgut, ist tief in der hiesigen Sportlandschaft verankert und erfreut sich wachsender Popularität. Wie auch bei Fussballern kennt man die «Bösen» bis ins kleinste Detail – von Sternzeichen über Grösse, Kampfgewicht, Beruf und Hobbys bis hin zum Lieblingsgericht (Samuel Brun mag Fondue bourguignonne, Christian Stucki einfach ein Stück Fleisch). Doch so viel man auch über die Schwinger weiss, so unklar ist der genaue Ursprung des Schwingsports in der Schweiz. Eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Schnitzerei in der Kathedrale von Lausanne ist möglicherweise die älteste Abbildung des Schwingsports. Sie zeigt zwei Personen, von denen eine den charakteristischen Hosengriff anwendet.

Turner gegen Sennen Erstmals erwähnt wird der Schwingsport in einer historischen Quelle von 1805, mit Verweis auf die Unspunnenmatte in Interlaken. Damals kam es zum Duell zwischen den städtischen Turnerschwingern und den ländli-


MigrosBasel
Links: Mehrere Hunderttausend Personen verfolgen jeweils das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest.
Unten: Max Widmer (links, hier im Kampf gegen Otto Brändli) wurde 1958 als letzter Teilnehmer aus der Region zum Schwingerkönig gekürt.
Oben: Vermutlich die älteste SchwingAbbildung in der Schweiz – eine Schnitzerei in der Kathedrale von Lausanne aus dem 13.Jahrhundert
chen Sennenschwingern. Nach dem Unspunnen-Schwinget wurden unregelmässig weitere Kräftemessen ohne klare Regelungen durchgeführt, über die geschichtlich jedoch wenig überliefert ist. Sauber dokumentiert ist Schwingen erst ab 1895 – in dem Jahr entschloss man sich, den Schwingsport unter dem Dach des Eidgenössischen Schwingerverbands zusammenzufassen und zu regeln. Im gleichen Jahr fand in Biel auch das erste Eidgenössische Schwingfest statt. Ein Jahr später, am 26. Januar 1896, trafen sich rund 35 Herren im Restaurant Löwenzorn in Basel zu einer Besprechung. Ihr Ziel: die Gründung des Nordwestschweizer Schwingerverbands. Es war für die Region ein fulminanter Start in die Schwing-Welt. Bereits das zweite «Eidgenössische» konnte ein Basler in der Person von Alfons Thurneysen für sich entscheiden. Auf ihn folgten vier weitere Schwinger aus der Region, die sich den Titel Schwingerkönig angelten. Der letzte war Max Widmer 1958 in Freiburg. Über die Jahre wurden immer mehr Schwingklubs, Kantonal- oder Teilverbände gegründet, womit sich der Schwingsport rasch nahezu in der ganzen Schweiz ausbreitete. Heute zählt der Eidgenössische Schwingerverband über 5000 Aktivschwinger, davon fast 2000 Jungschwinger. Seit 1980 werden auch Damenschwingen ausgetragen.
Eng mit dem Schwingsport verbunden ist seit Langem auch die Migros. Denn Werte wie Tradition, Respekt und Fairness, die dem Schwingsport eigen sind, werden auch von der Migros gepflegt und gefördert. Auf nationaler Ebene ist sie Partnerin des Eidgenössischen Jubiläumsschwingfests in Appenzell sowie beim Unspunnen- und der Kilchberger-Schwinget, die zu den bedeutendsten Schwingfesten der Schweiz zählen.
Die Migros unterschützt die Bösen Diverse Teilverbands- und kantonale Schwingfeste können ebenso auf die Unterstützung der Migros zählen. Als offizielle Nachwuchspartnerin des Eidgenössischen Schwingerverbands unterstützt die Migros zudem die «Schwinger Schnuppertage», die jährlich in über hundert Schwingklubs in der ganzen Schweiz durchgeführt werden. Nach Aarau, Frauenfeld, Burgdorf, Estavayer-le-Lac und Zug ist die Migros auch stolze Partnerin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln. MM
