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Konzerte

NOW!

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eit drei Jahren hat sich der Gitarrist Jan Hücker voll und ganz den elektronischen Klängen verschrieben. Sein Pseudonym ist eine Wortneuschöpfung und gibt die philosophische Herangehensweise vor: Also das Feiern des eigenen kreativen Ausdrucks, trotz oder gerade wegen des täglich drohenden Weltuntergangs. Aus Kunst und Apokalypse wird Artokalypse.

Im Anfangsstadium war das Ganze noch als Band angedacht. „Und ich hab immer noch große Lust, Artokalypse-Songs mit anderen Musikern zu spielen. Aber die müssen dann halt genau machen, was ich will… und da liegt schon das Problem!“ lacht der Kemptener. Denn die große Leidenschaft des Musikers liegt eindeutig beim LivePerformen der geschriebenen Songs. „Mir geht es weniger um die Wissenschaft des Produzierens. Ich will Tracks ausarbeiten, die live gespielt gut funktionieren und Bock auf feiern machen.“ Seit 21 Jahren spielt Jan Gitarre und hat seine herausragenden Skills am Instrument durch unzählige Jamsesssions mit hunderten Musikern erarbeitet. Ähnlich

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dem Konzept einer Session mit anderen Musikern entstehen die elektronischen Songs von Jan nicht am Rechner und werden mit Gitarre, Synthis, Looper, Sequencer und der DrumMachine live eingespielt. Die Fusion aus Drum’n’Bass, Electro und Tech-House klingt etwas düster, fast melancholisch, ist aber immer tanzbar und hat einen deutlichen Bezug zum Dancefloor.

Kunst hat immer Verantwortung… Jan Hücker ist fasziniert vom Wechselspiel zwischen den Fragen: Was können die Maschinen machen? Was kann ich machen? Das betrifft sowohl seine Arbeit als Musiker als auch die Art und Weise, wie er die Welt im Augenblick betrachtet. Ausgestattet mit diesem Mindsetting und reichlich Hardware auf

der Bühne tritt er live auf und spielt bis zu vier Gigs im Monat – wenn er sich nicht gerade wochenlang im Studio einschließt, um an neuem Material zu arbeiten. Ein Auge hat Jan bei seinen Auftritten immer auf das Publikum, denn: „Live kann ich alles: Von langsamer und getragener, wenn die Atmosphäre eher entspannt ist, bis richtig vorwärts pushend- je nachdem, wie die Leute ticken. Wenn sie auf’s Maul wollen, können sie das auch haben…“, grinst der 38-Jährige. Neben der Feier-Attitüde ist ihm allerdings auch die Botschaft hinter der Musik wichtig: „Ich finde, Kunst hat immer Verantwortung, wie eigentlich alles, was Reichweite besitzt. Kunst hat schon früher Missstände aufgezeigt und den Menschen Hoffnung gegeben und gerade heute ist das wichtiger denn je. Wichtig ist dabei aber auch, es richtig zu kommunizieren und die Sprache, die ich am besten spreche, ist einfach meine Musik. Letztlich kann man die Welt nicht ändern, nur sich selbst.“ Die Sprache, die ich am besten spreche, ist einfach meine Musik.“ Interview: Felix Schleinkofer

Im März ist Jan aka Artokalypse zweimal live zu erleben und am 07. März erscheint die EP „Censorship“, erhältlich auf allen Streamingportalen.

EP-Releaseparty: Artokalypse „Censorship“ Sa. 07.03.2020 - Smoove Bar/Kempten Nach drei Monaten im Laboratorium erblickt die EP „Censorship“ am 07. März das Tageslicht. Die Veröffentlichung will natürlich angemessen und ausgelassen gefeiert werden.

Invasion Sa. 28.03.2020 - Künstlerhaus/Kempten Die neue elektronische Partyreihe im Künstlerhaus startet mit einem Live-Gig von Artokalypse, unterstützt wird er von einer Riege Kemptener Urgesteine: Unkraut, WALT, Dominik Leo Vogel und Kinky T.

03.2020

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Allgäu LIVE IN (03.2020)  

Die Märzausgabe des Allgäu LIVE IN, dem kostenlosen Kultur- und Freizeitmagazin für das komplette Allgäu

Allgäu LIVE IN (03.2020)  

Die Märzausgabe des Allgäu LIVE IN, dem kostenlosen Kultur- und Freizeitmagazin für das komplette Allgäu

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