AUSZUG AUS DEM MÜNZINVENTAR VOM 11. OKTOBER 1950
Vater und Sohn Kennepohl haben ihre Münzen mit großer Sorgfalt und Präzision bestimmt. Fast jedes Stück hat sein eigenes Beschreibungskärtchen, auf der Rückseite sind meistens Provenienz und Kaufdatum angegeben. Wir haben uns entschlossen, diese Herkunftsangaben – darunter oft Namen berühmter Numismatiker – weitgehend in diesem Katalog festzuhalten und auf diese Weise auch die Entstehungsgeschichte der Sammlung Kennepohl zu dokumentieren. Die Bestimmungskarten werden - soweit vorhanden - mit den Münzen ausgeliefert. Außerdem führte Karl Kennepohl bis zu seinem Tod mit großer Akribie ein handliches Akquisitionsbuch, in dem er Kurzbeschreibungen und Kaufpreise notierte. Vorstehend ist eine Eintragung vom 11. Oktober 1950 abgedruckt, in der Kennepohl den Wert seiner Sammlung auf DM 23.000 bis 25.000 schätzte. Dieser Betrag stellte kurz nach der Währungsreform von 1948 ein beträchtliches Vermögen dar, das die monetären Wirren nach dem 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte. 16