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Verlagsprogramm 2020 BroschĂźren, Booklets und Informationsmaterialien der Krebsliga

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Die Krebsligen der Schweiz: Nah, persönlich, vertraulich, professionell Wir beraten und unterstützen Sie und Ihre Angehörigen gerne in Ihrer Nähe. Rund hundert Fachpersonen begleiten Sie unentgeltlich während und nach einer Krebserkrankung an einem von über sechzig Stand­orten in der Schweiz. Zudem engagieren sich die Krebsligen in der Prävention, um einen gesunden Lebensstil zu fördern und damit das individuelle Risiko, an Krebs zu erkranken, weiter zu senken.

Impressum Herausgeberin Krebsliga Schweiz Effingerstrasse 40, Postfach, 3001 Bern, Tel. 031 389 91 00, info@krebsliga.ch, www.krebsliga.ch Fotos Titel | S. 4 : Evelyne Guanter Design Evelyne Guanter, Krebsliga Schweiz, Bern Druck Albrecht Druck AG, Obergerlafingen

Diese Broschüre ist auch in französischer und italienischer Sprache erhältlich. © 2020, Krebsliga Schweiz, Bern

KLS | 3.2020 | 1000 D | 011941015611


Inhalt

5 Informationsmaterial

35 Bewegung und Sport bei Krebs

6 Die Krebsliga 8 Prävention

36 Versicherungen und ­ rechtliche Fragen

15 Früherkennung

37 Nachsorge

19 Diagnose Krebs

39 Palliative Care

20 Vorbereitung auf das Arztgespräch  21 Krebsarten  27 Informationen in leichter Sprache

40 Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag und Testament 42 Für Angehörige, Kinder, Freunde und Bekannte 44 Für Arbeitgeber

28 Therapien 45 Für Profis 30 Begleitsymptome  33 Körperliche Veränderungen 

49 Beratung und Information

Stand Januar 2020 Besuchen Sie unseren Shop, wo Sie alle a ­ ktuellen Titel sowie Hinweise auf ­Neuerscheinungen und aktualisierte Auflagen finden: www.krebsliga.ch / shop

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= Neuerscheinung oder Neuauflage

Inhalt

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Informationsmaterial

Die Krebsliga Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Bevölkerung umfassend zum Thema Krebsvorsorge und Früherkennung informiert ist. Die Begleitung, Beratung und Unterstützung von Krebsbetroffenen und ihren Angehörigen ist eine Kernkompetenz und wird entsprechend gefördert. Der Wissens­ transfer und die umfassenden Informationen zum Thema Krebs werden mit verschiedenen Broschüren und Informationsmaterialien der Krebsliga Schweiz sichergestellt. Die Broschüren und Informationsmaterialien zu Krebs sind sowohl für Betroffene und ihre Angehörigen als auch für Interessierte bestimmt.

Die meisten Informationen der Krebsliga sind gratis. Sie können bestellt werden: • • • •

bei der Krebsliga Ihres Kantons oder Ihrer Region (siehe S. 50 / 51) Telefon 0844 85 00 00 shop@krebsliga.ch www.krebsliga.ch  /shop

Im Shop können Sie die Broschüren, Booklets, Informations- und Faktenblätter auch herunterladen. Weitere Dienstleistungen der Krebsliga finden Sie auf S. 51. Wir wünschen Ihnen alles Gute. Ihre Krebsliga

PDF Diese Produkte sind nur als Download erhältlich unter www.krebsliga.ch / shop

Alle Produkte sind auch in ­Französisch und Italienisch erhältlich (siehe ­entsprechende Verlagsprogramme). Stehen zusätzliche Sprachen zur Verfügung, sind diese direkt bei den Produkten erwähnt.

Informationsmaterial

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Die Krebsliga

Wofür die Krebsliga steht

bsliga Region

el

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en

Die Krebsliga als Kompetenzzentrum

Ligue neuchâteloise contre le cancer T 032 886 85 90 liguecancer­ne.ch

Ligue valaisanne contre le cancer (Sion) T 027 322 99 74 lvcc.ch

Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL T 071 242 70 00 krebsliga­ostschweiz.ch

Krebsliga Wallis (Brig) T 027 604 35 41 krebsliga­wallis.ch

Krebsliga Schaffhausen T 052 741 45 45 krebsliga­sh.ch

Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR T 041 210 25 50 krebsliga.info

Krebsliga Solothurn T 032 628 68 10 krebsliga­so.ch

Krebsliga Zug T 041 720 20 45 krebsliga­zug.ch

Thurgauische Krebsliga T 071 626 70 00 tgkl.ch

Krebsliga Zürich T 044 388 55 00 krebsligazuerich.ch

Lega ticinese contro il cancro T 091 820 64 20 legacancro­ti.ch

Engagieren Sie sich im ­Betroffenenrat der Krebsliga

Wofür die Krebsliga steht

Jede dritte Person wird im Verlauf ihres Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Die Krebsliga ist in die­ ser schwierigen Lebenssituation für alle Betroffenen und ihre Angehörigen da. Als Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um Krebs übernimmt sie schweizweit eine führende Rolle in der Beratung und Begleitung, in der Prävention und Früherkennung von Krebs sowie in der Forschungsförderung – und zwar seit über hundert Jahren. Die Krebsliga ist ein Verband bestehend aus 19 kantona­ len und regionalen Krebsligen sowie dem Dachverband Krebsliga Schweiz.

Engagieren Sie sich im Betroffenenrat der Krebsliga

Auf politischer Ebene setzt sich die Krebsliga dafür ein, dass die Anliegen der Betroffenen und ihrer Angehöri­ gen Gehör finden.

Krebshilfe Liechtenstein T 00423 233 18 45 krebshilfe.li

Die Vision Die Krebsliga setzt sich ein für eine Welt, … … in der weniger Menschen an Krebs erkranken, … weniger Menschen an den Folgen von Krebs leiden und sterben, … mehr Menschen von Krebs geheilt werden und … Betroffene und ihre Angehörigen in allen Phasen der Krankheit und im Sterben Zuwendung und Hilfe erfahren.

Ligue vaudoise contre le cancer T 021 623 11 11 lvc.ch

weiz 40

Helfen Sie mit, die Angebote für Krebsbetroffene und ihre Angehörigen zu optimieren.

.ch

843­9 Unterstützung bsliga.ch

KLS / 10.2018 / 2100 D / 011040125121

0 Krebstelefon 0800 11 88 11 Von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr Die Fachberaterinnen sind auch per Skype, E­Mail, Chat oder im Forum erreichbar: krebsliga.ch/krebstelefon

23.10.18 10:25

Artikelnummer: 011040125121 Faltprospekt

Jahresbericht der Krebsliga Schweiz

Jahresbericht 2019

Artikelnummer: 011360102121 Flyer

Kurse

Kurse Cours Corsi 2020

Für Krebsbetroffene und Nahestehende. Pour personnes touchées par un cancer et leurs proches. Per persone malate di cancro e i loro familiari.

erscheint jährlich Artikelnummer: 011900018021 Broschüre

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Die Krebsliga

Ausgabe: 2020 Artikelnummer: 221238123121 Faltprospekt


Postkarte Broschürenshop

Vom Tabu zum Thema?

N krebsliga.ch/broschueren

Artikelnummer: 011940225121 Postkarte

Krebs. … und das Leben geht weiter. Artikelnummer: 011038304242 Buch CHF 20.00

Zeitzeugen berichten

Artikelnummer: 010500304242 Buch CHF 15.00

Artikelnummer: 010502305121 Buch

Die Krebsliga

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Prävention

Allgemein Prävention von Krebs

Rauchstopplinie

Kurzübersicht

sliga egion

Senken Sie Ihr Krebsrisiko

Ligue vaudoise contre le cancer T 021 623 11 11 lvc.ch

Ligue neuchâteloise contre le cancer T 032 886 85 90 liguecancer-ne.ch

Ligue valaisanne contre le cancer (Sion) T 027 322 99 74 lvcc.ch

Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL T 071 242 70 00 krebsliga-ostschweiz.ch

Krebsliga Wallis (Brig) T 027 604 35 41 krebsliga-wallis.ch

Krebsliga Solothurn T 032 628 68 10 krebsliga-so.ch Thurgauische Krebsliga T 071 626 70 00 tgkl.ch Lega ticinese contro il cancro T 091 820 64 20 legacancro-ti.ch

Die nachfolgenden Tipps zeigen auf, wie das Krebsrisiko gesenkt werden kann. Es ist nie zu spät, gesundheitsbewusst zu leben.

Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR, ZG T 041 210 25 50 krebsliga.info Krebsliga Zürich T 044 388 55 00 krebsligazuerich.ch Krebshilfe Liechtenstein T 00423 233 18 45 krebshilfe.li

iz 0

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onto 30-4843-9 für Ihre Unterstützung pate.krebsliga.ch

KLS / 12.2019 / 5000 D / 011011121121 © 2019, Krebsliga Schweiz, Bern

Krebsliga Schaffhausen T 052 741 45 45 krebsliga-sh.ch

Prävention von Krebs

In der Schweiz erkranken jährlich über 40 000 Menschen an Krebs. Etwa ein Drittel der Erkrankungen könnte jedoch durch Verhaltensänderungen und das Vermeiden bestimmter Risiken verhindert werden.

Artikelnummer: 011011121121 Faltprospekt auch in Englisch erhältlich

Alkohol & Tabak

0848 000 181 Rauchstopplinie Ligne stop-tabac Linea stop tabacco www.rauchstopplinie.ch www.ligne-stop-tabac.ch www.linea-stop-tabacco.ch

Artikelnummer: 225002212121 Informationsflyer

Endlich mit dem Rauchen aufhören? 10 Tipps vom Beratungsteam der Rauchstopplinie

Alkohol

N Endlich mit dem Rauchen aufhören? 10 Tipps vom Beratungsteam der Rauchstopplinie

Alkohol Suchen Sie einen persönlichen Grund, um aufzuhören! Platzieren Sie gut sichtbar ein passendes Symbol – zum Beispiel ein strahlendes Lächeln. Sagen Sie sich: «Für meine Zähne beginne ich ein rauchfreies Leben.»

Setzen Sie ein Rauchstoppdatum! Tragen Sie es im Kalender ein. Halten Sie sich unbedingt daran. Alkohol zählt neben Tabak und Übergewicht zu den grössten Risikofaktoren, die zu Krebs führen können. Schätzungsweise 4 bis 8 % aller Krebserkrankungen sind alkoholbedingt. Von den rund 40 000 Krebserkrankungen pro Jahr in der Schweiz sind 1600 bis 3200 Erkrankungen durch regelmässigen Alkoholkonsum entstanden.

Machen Sie einen Plan! Wie können Sie Hände, Mund und Kopf ablenken, sobald das Rauchverlangen aufkommt? Durch welche Rituale wollen Sie langfristig Ihre Rauchgewohhnheiten ersetzen? Was tut Ihnen gut?

Sprechen Sie darüber! Informieren Sie Ihr Umfeld und bitten Sie um Verständnis, wenn Sie vorübergehend gereizt sein sollten. Umgangssprachlich werden mit dem Begriff «Alkohol» Getränke wie Wein, Bier oder Schnaps bezeichnet. Diese Getränke enthalten Ethanol, den eigentlichen Alkohol. Er beeinflusst das Nervensystem, das Bewusstsein und die Wahrnehmung. Bei regelmässigem Konsum kann Alkohol zur Abhängigkeit führen, Organe schädigen und Krebs verursachen. Alkohol als Risikofaktor für gewisse Krebsarten Regelmässiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko, an Mund-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Dickdarm-, Leber- und Brustkrebs zu erkranken. Weshalb Alkohol das Krebsrisiko erhöht Welche Vorgänge im Körper das Krebsrisiko erhöhen, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Alkohol schädigt beispielsweise die Zellen der Schleimhäute, der Speiseröhre oder des Darms. Zudem beeinflusst Alkohol den Stoffwechsel negativ. Alkohol kurbelt die Produktion von Östrogen oder anderen Hormonen an, die bei der Entstehung von Brustkrebs eine bedeutende Rolle einnehmen. Eine Rolle kann auch Acetaldehyd spielen, das bei der Herstellung von alkoholischen Getränken und beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Acetaldehyd kann die Erbsubstanz (DNA) schädigen, was das Krebsrisiko ebenfalls erhöht. Alkoholische Getränke stellen eine nicht zu unterschätzende Kalorienquelle dar und begünstigen die Entste-

hung von Übergewicht. Alkohol hemmt die Fettverbrennung, und mit seiner appetitanregenden Wirkung kann er zu einer zusätzlichen Aufnahme von Kalorien verleiten. Da Übergewicht einen wichtigen Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen darstellt, ist Alkohol auch ein indirekter Faktor, der das Krebsrisiko erhöht. So senkt man sein persönliches Krebsrisiko Das Risiko einer Krebserkrankung erhöht sich bereits bei geringem Alkoholkonsum und steigt mit zunehmender Menge an. Die Art des alkoholischen Getränks – also ob Bier, Wein oder Schnaps – spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist die konsumierte Menge an reinem Alkohol (Ethanol), die im Getränk enthalten ist. Es ist naheliegend, dass Alkohol zur Vorbeugung von Krebs gar nicht oder nur in sehr beschränktem Masse –

Empfehlung der Krebsliga Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, den Alkoholkonsum gering zu halten, regelmässig alkoholfreie Tage einzulegen und alkoholfreie Getränke zu bevorzugen. Wer sich ausgewogen ernährt, sich viel bewegt, wenig Alkohol trinkt und nicht raucht, senkt sein persönliches Krebsrisiko und tut viel für seine Gesundheit.

Artikelnummer: 014100901121 Informationsblatt PDF

Machen Sie Nägel mit Köpfen! Geben Sie vom ersten Tag an das Rauchen vollständig auf. Das kostet Sie weniger Energie als das schrittweise Reduzieren. Dadurch erreichen Sie Ihr Ziel schneller. Machen Sie Ihre Umgebung rauchfrei! Entsorgen Sie vor dem Rauchstopptag überall Ihre Tabakwaren, den Aschenbecher und die Feuerzeuge. Bitten Sie das Umfeld, Ihnen keine Zigaretten mehr anzubieten. Holen Sie medikamentöse Hilfe! Nikotinhaltige Medikamente aus der Apotheke machen nicht süchtig, lindern aber die Entzugssymptome. Es gibt zudem verschreibungspflichtige Medikamente, die den Rauchstopp erleichtern. Beobachten Sie Nichtraucherinnen und Nichtraucher! Wie gehen Nichtrauchende mit Stress um? Wie verbringen sie die Pausen? Was machen sie in Wartezeiten oder nach dem Essen? Ahmen Sie diese nach. Lassen Sie sich von Ausrutschern nicht entmutigen! Bleiben Sie bei Ihrem Entschluss und versuchen Sie es erneut. Mit jedem Versuch lernen Sie dazu und Ihre Chance steigt, es zu schaffen. Mit professioneller Hilfe geht’s leichter! Rufen Sie die Rauchstopplinie 0848 000 181 an. Erhalten Sie wirksame Unterstützung beim Vorbereiten und Durchhalten. Am besten mit mehreren kostenlosen Gesprächen. www.krebsliga.ch/rauchstopplinie

© KLS / 7.2019 / 015016901141

Ligue jurassienne contre le cancer T 032 422 20 30 liguecancer-ju.ch

Artikelnummer: 015016901141 Informationsblatt PDF Mehr über ­Rauchen und Rauchstopp unter www.rauchstopplinie.ch

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Prävention


Ergebnis:

und 3 Antworten richtig: n über Bewegung und Gesundheit kann ssert werden. Hol dir Infos bei der Krebsliga iteren Fachpersonen.

und 5 Antworten richtig: Du weisst schon einiges über Bewegung dheit.

und 7 Antworten richtig: ennst das Wichtigste zu Bewegung dheit. Gib dein Wissen anderen weiter!

Wissenswerte rund um Bewegung und Aktivität auf shop.krebsliga.ch

nale Krebsliga informiert, nterstützt dich: www.krebsliga.ch

Bewegung

Ernährung

Richtig oder falsch?

Ausgewogene Ernährung

Teste dein Wissen über B ­ ewegung und Gesundheit

So senken Sie das Krebsrisiko

Die wichtigsten Tipps: 

Bewege dich so viel wie möglich. Das regt den Kreislauf an, erhöht den Energieverbrauch, stärkt die Abwehrkräfte und die Knochen.

Wer sich regelmässig und ausreichend bewegt, verbessert sein Wohlbefinden, seine Gesundheit und kann das Risiko für Darm- und Brustkrebs senken.

Erwachsenen wird mindestens 2 ½ Stunden Bewegung oder Sport pro Woche mit mittlerer Intensität oder 1 ¼ Stunden mit hoher Intensität empfohlen.

Jugendliche gegen Ende der obligatorischen Schulzeit sollten pro Tag mindestens eine Stunde Sport mit mittlerer bis hoher Intensität betreiben. Kleinkindern und Kindern im Vorschulalter wird empfohlen, sich mindestens drei Stunden pro Tag zu bewegen.

Bist du bereits aktiv, so kannst du Ausdauer, Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit mit zusätzlichen Aktivitäten trainieren.

Bewegung zu zweit oder in einer Gruppe wirkt motivierend und man unternimmt gleichzeitig etwas mit Gleichgesinnten.

Ausgewogene Ernährung

Teste dein Wissen über Bewegung und Gesundheit

So senken Sie das Krebsrisiko

richtig oder falsch?

Eine Information der Krebsliga

Artikelnummer: 011333131121 Leporello

Körperliche Aktivität in der Krebsvorbeugung

N Körperliche Aktivität in der Krebsvorbeugung Studien zeigen: Menschen die regelmässig körperlich aktiv sind, senken ihr Risiko, zumindest an einigen der häufigsten Krebsarten zu erkranken. Fachleute sind sich grundsätzlich einig: Von angemessener Bewegung profitiert praktisch jeder. Und: Wer sich viel bewegt, vermindert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder psychischen Problemen. Fachleute empfehlen keine konkreten Sportarten. Welche Art von Bewegung gut ist, hängt von Vorlieben, Alter und allgemeinem Gesundheitszustand ab.

Für welche Krebsarten verringert Bewegung das Risiko? Körperlich aktive Menschen erkranken statistisch gesehen seltener an bestimmten Krebsarten als die Durchschnittsbevölkerung. Krebsforscher konnten in Studien belegen, dass Bewegung, beziehungsweise Sport das Risiko für Tumoren in Dickdarm, Brust und Gebärmutter (Endometrium) senkt. Bei weiteren Tumorarten wie Prostatakrebs, Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs könnte ein ähnlicher Zusammenhang bestehen. Die Belege dafür sind noch nicht ausreichend. Es gibt jedoch auch Krebsarten, etwa Enddarmkrebs, auf die Bewegung keinen Einfluss zu haben scheint. Für viele

Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011621011111 Broschüre

Impfen Impfen

weitere Krebsarten fehlen Daten: Um den Effekt von Bewegung zu belegen, sind bei diesen Tumoren weitere Studien oder überhaupt erste Forschung notwendig. Unabhängig vom Krebsrisiko gilt: Wer sich viel bewegt, vermindert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zuckerkrankheit, Schlaganfall, Knochen- und Muskelabbau sowie Depressionen.

Als körperliche Aktivität wird jede physische Bewegung bezeichnet, die durch Kontraktion der Skelettmuskeln verursacht wird und einen höheren Energieverbrauch als im Ruhezustand zur Folge hat.

Wie Bewegung das Krebsrisiko beeinflusst Aus Beobachtungsstudien weiss man, dass Übergewicht das Risiko für häufige Krebsarten erhöht. Dazu zählen beispielsweise Brustkrebs nach den Wechseljahren, Dickdarmkrebs und Gebärmutterkörperkrebs. Der Einfluss von Bewegung auf das Krebsrisiko ist eng mit der Ernährung verknüpft. Beide wirken auf das Körpergewicht. Überschüssige Kalorien speichert der Körper in Form von Fett. Wer sich ausreichend bewegt und sich ausgewogen ernährt, hält seinen Energiehaushalt im Gleichgewicht. Er beugt damit Übergewicht vor. Forschungsergebnisse zeigen: Regelmässige körperliche Aktivität beeinflusst biologische Vorgänge und Faktoren, die an der Entstehung von Tumoren beteiligt sind. Dazu zählt beispielsweise bei Brustkrebs und Gebärmutterkörperkrebs die Konzentration von Geschlechtshormonen im Blut. Ihr Stoffwechsel wird vom Körpergewicht mit beeinflusst. Bei Tumorarten, die mit Übergewicht in Verbindung stehen, spielen der Insulinspiegel sowie die Konzentration weiterer Botenstoffe im Blut eine Rolle: Insulin und diese Faktoren wirken in Zellen als Wachstumssignale und beeinflussen die Tumorbildung. Forscher vermuten ausserdem, dass Bewegung regulierende Effekte auf chronische Entzündungsprozesse im Körper, auf das Immunsystem sowie auf körpereigene Reparaturmechanismen für das Erbmaterial hat. Dies sind Faktoren, die bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen. Um genau zu verstehen, wie Bewegung der Krebsentstehung entgegenwirkt, muss weiter geforscht werden.

Impfen Viele Krebsbetroffene haben ein geschwächtes Abwehrsystem. Deshalb sind sie einem erhöhten Risiko für Infektionskrankheiten und darauf folgenden Komplikationen ausgesetzt. Die Krebsliga zeigt, welche Impfungen für die Krebsbetroffenen empfehlenswert sind. Und wann sich auch Kontaktpersonen impfen sollten.

Krebspatientinnen und -patienten haben aufgrund ihrer Erkrankung oftmals ein geschwächtes körpereigenes Abwehrsystem. Meistens ist das eine Folge der Krankheit oder der Therapie. Krebspatienten können deshalb leichter an Infektionskrankheiten wie einer Grippe erkranken. Werden sie von einem Grippevirus angesteckt, fällt die Grippe häufiger schwerer aus. Zudem steigt das Risiko von Komplikationen. Etwa einer Lungenentzündung. Was das Risiko eines Todes erhöht. Impfungen geht auch das Umfeld an Gewisse Impfungen sind deshalb für Krebserkrankte sinnvoll. Aber auch für Menschen, die sich im Umfeld von Krebspatienten aufhalten: Etwa Menschen aus dem familiären und beruflichen Umfeld, Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Geimpfte Krebspatienten verringern das Risiko einer Infektionskrankheit. Und geimpfte Personen im Umfeld übertragen die Krankheitserreger weniger häufig.

Erklärung zu den Impfempfehlungen Impfung gegen die saisonale Grippe (Influenza) Die Influenza wird auch Virusgrippe oder «echte Grippe» genannt. Sie wird durch Viren ausgelöst. Sie unterscheidet sich von grippalen, harmloseren Erkältungen, die im Volksmund häufig ebenfalls als Grippe bezeichnet werden. Betroffene Allen Krebsbetroffenen wird empfohlen, sich jährlich im Herbst gegen die Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Sie sind einem höheren Risiko ausgesetzt und erleiden häufiger schwere Komplikationen. Kontaktpersonen Zudem wird Menschen im selben Haushalt und dem behandelnden medizinischen Betreuungsteam geraten, sich impfen zu lassen, um eine Ansteckung beim Krebspatienten mit geschwächtem Abwehrsystem zu vermeiden.

Überblick über die Impfempfehlungen Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Krebsliga empfehlen deshalb folgende Impfungen. Alle Basisimpfungen bei Bedarf nachholen.

Artikelnummer: 014109901121 Informationsblatt PDF

Krankheit

Impfempfehlung für Krebsbetroffene

Impfempfehlung für Kontaktpersonen

Grippe

Alle Krebsbetroffene

Alle engen Kontaktpersonen und medizinisches Betreuungsteam

Pneumokokken

Patienten mit Lymphomen, Leukämien und Myelomen sowie mit therapiebedingter Immunstörung (inkl. Langzeitbehandlung mit Kortisonpräparaten oder Bestrahlungstherapie)

Windpocken

Patienten, die die Krankheit noch nicht durchgemacht haben. Die Impfung sollte nicht während der Krebsbehandlung erfolgen

Hepatitis B*

Alle noch nicht gegen Hepatitis B geimpften Krebsbetroffenen

Kontaktpersonen, die bislang nie Windpocken hatten

* Eventuell in Kombination mit der Impfung gegen Hepatitis A

Artikelnummer: 014460904221 Informationsblatt PDF

Prävention

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ch

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Sonnenschutz Sonnenschutz

Sonnenschutz für mein Kind Die Krebsliga in Ihrer Region

• Ich bin ein Vorbild • Ich schütze mich selber auch vor der Sonne

Krebsliga Aargau Tel. 062 834 75 75 www.krebsliga-aargau.ch

Krebsliga Schaffhausen Tel. 052 741 45 45 www.krebsliga-sh.ch

Krebshilfe Liechtenstein Tel. 00423 233 18 45 www.krebshilfe.li

Krebsliga beider Basel Tel. 061 319 99 88 www.klbb.ch

Krebsliga Solothurn Tel. 032 628 68 10 www.krebsliga-so.ch

Impressum

Bernische Krebsliga Ligue bernoise contre le cancer Tel. 031 313 24 24 www.bernischekrebsliga.ch

Thurgauische Krebsliga Tel. 071 626 70 00 www.tgkl.ch

Ligue fribourgeoise contre le cancer Krebsliga Freiburg tél. 026 426 02 90 www.liguecancer-fr.ch Ligue genevoise contre le cancer tél. 022 322 13 33 www.lgc.ch

• Ich achte auf Veränderungen der Haut und zeige diese einer Ärztin oder einem Arzt

Krebsliga Graubünden Tel. 081 252 50 90 www.krebsliga-gr.ch Ligue jurassienne contre le cancer tél. 032 422 20 30 www.liguecancer-ju.ch Ligue neuchâteloise contre le cancer tél. 032 721 23 25 www.liguecancer-ne.ch Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL Tel. 071 242 70 00 www.krebsliga-ostschweiz.ch

Eine Information der Krebsliga

Lega ticinese contro il cancro Tel. 091 820 64 20 www.legacancro-ti.ch Ligue vaudoise contre le cancer tél. 021 623 11 11 www.lvc.ch Ligue valaisanne contre le cancer (Sion) tél. 027 322 99 74 www.lvcc.ch

Illustration www.trinco.ch Idee Ligue vaudoise contre le cancer

Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR Tel. 041 210 25 50 www.krebsliga.info

Krebsliga Zürich Tel. 044 388 55 00 www.krebsligazuerich.ch

Eine Information der Krebsliga

Broschüren Tel. 0844 85 00 00 shop@krebsliga.ch

Krebsliga Wallis (Brig) Tel. 027 604 35 41 www.krebsliga-wallis.ch

Krebsliga Zug Tel. 041 720 20 45 www.krebsliga-zug.ch

Sonnenschutz für mein Kind

Herausgeberin Krebsliga Schweiz Effingerstrasse 40 Postfach, 3001 Bern Tel. 031 389 91 00 Fax 031 389 91 60 info@krebsliga.ch www.krebsliga.ch

0800 11 88 11 Montag bis Freitag 9 –19 Uhr Anruf kostenlos helpline@krebsliga.ch

KLS / 4.2016 / 65 000 D / 011331131121

Für mich

Sonnenschutz

Artikelnummer: 011331131121 Faltblatt Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011320011111 Broschüre

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Sonnenschutz Dein Ergebnis:

Auch Sonnencremen bieten nicht 100%-igen Schutz. Sonnencremen schützen die Haut vor UV-Strahlen, sofern man sie richtig aufträgt. Allerdings reichen sie allein nicht aus. Sonnencremen sind deshalb kein Freipass für einen unbeschränkten Aufenthalt an der Sonne. Hält man sich an der Sonne auf, muss man sich mit Kleidern, Hut und Sonnenbrille schützen. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man sich im Schatten aufhalten. Er ist der beste Sonnenschutz.

Sonnenschutz:

Der UV-Schutz von Kleidung hängt von der Beschaffenheit des Textilgewebes ab. Je dichter das Gewebe, desto besser schützt es vor der Sonne. Blickdichtes Gewebe schützt besser vor UV-Strahlung als transparente Stoffe. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man sich im Schatten aufhalten.

Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben!

Zwischen 4 und 5 Antworten richtig: Ganz gut … Du weisst schon einiges über Mensch und Sonnenstrahlung.

Zwischen 6 und 7 Antworten richtig: Super, du kennst das Wichtigste über Mensch und Sonnenstrahlung. Gib dein Wissen anderen weiter!

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Teste dein Wissen über Mensch und Sonnenstrahlung! Die wichtigsten Tipps:

Zwischen 0 und 3 Antworten richtig: Dein Wissen über Mensch und Sonnenstrahlung kann noch verbessert werden. Hol dir Infos bei der Krebsliga oder bei weiteren Fachpersonen.

Das Wichtigste in Kürze

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Richtig oder falsch?

Schatten ist der beste Sonnenschutz.

Das Wichtigste in Kürze

Nicht ins Solarium gehen!

Krebsliga Schweiz Eine Information der Krebsliga Effingerstrasse 40, Postfach, 3001 Bern, Tel. 031 389 91 00, info@krebsliga.ch, www.krebsliga.ch

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Prävention

Sonnenschutzmittel auftragen!

Deine regionale Krebsliga informiert, berät und unterstützt dich: www.krebsliga.ch

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011322041111 Booklet auch in Englisch erhältlich

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Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen!

Teste dein Wissen über Mensch und Sonnenstrahlung!

richtig oder falsch? Artikelnummer: 011332131121 Leporello


Sonnenschutz-Tipps

Hautkrebs ist es egal, wer du bist. Schütz dich. In der Schweiz erkranken jährlich 2700 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Senk dein Risiko, denk daran: • Bleib zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten • Trag Hut, Kleider und Sonnenbrille • Benutz Sonnencreme • Geh nicht ins Solarium

Wir informieren, unterstützen und begleiten. Mehr auf krebsliga.ch/sonnenschutz

Artikelnummer: 011316241121 Plakat A3 PDF

Sonnenstrahlung: Kennen Sie die Risiken? Information für Arbeitnehmende, die im Freien tätig sind

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Sonnenstrahlung: Kennen Sie die Risiken? Informationen für Arbeitnehmende, die im Freien tätig sind

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011334911141 Flyer PDF Prävention

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Umwelt Asbest

Dioxine

Asbest

Dioxine

Asbest galt in der Industrie und der Technik als vielseitig verwendbare «Wunderfaser», bis die damit verbundenen Gesundheitsgefahren entdeckt wurden: Asbest kann die Entstehung von Lungenkrankheiten wie Asbestose und Lungenkrebs fördern. Die Verwendung von Asbest ist deshalb heute verboten. Altlasten müssen mit grossem Aufwand und mit äusserster Vorsicht entfernt und entsorgt werden.

Dioxine sind giftige Stoffe, die in der Umwelt nur schwer abbaubar sind. Sie entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei verschiedenen Verbrennungsprozessen. Über die Nahrungsmittel gelangen sie auch in den menschlichen Körper und können die Gesundheit gefährden. Gewisse Dioxine sind als krebserregend eingestuft.

Asbest ist ein natürliches Material. Es kann oberflächlich vorkommen, ist aber meist in Felsmaterial eingeschlossen. Asbest bezeichnet eine Gruppe von mineralischen Fasern und gehört chemisch zur Gruppe der Silikate. Die beständige, faserige Struktur verleiht Asbest einzigartige Eigenschaften. Zu diesen Eigenschaften gehört insbesondere die hohe Hitzebeständigkeit, die Beständigkeit gegenüber vielen Chemikalien, die hohe Isolierfähigkeit gegenüber Hitze und Elektrizität, sowie die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten. Asbest wurde deshalb in Industrie und Technik vielfältig eingesetzt, beispielsweise in Fassaden, Dichtungen, Bremsbelägen, Textilien, Dämm- und Füllmaterialien. Bis 1990 wurde Asbest in verschiedenen Materialien des Hochbaus verwendet. Die wohl bekannteste Anwendung ist «Eternit», ein Asbestzement. Bei der Bearbeitung solcher asbesthaltigen Materialien, beispielsweise bei Renovationen, können krebserregende Asbestfasern freigesetzt werden. Wegen seiner Gesundheitsgefährdung ist die Anwendung von Asbest seit 1989 verboten.

Dioxine sind hochgiftige Verbindungen und umfassen zwei Klassen von chlorierten Verbindungen. Sie entstehen in kleinsten Mengen hauptsächlich als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen, beispielsweise bei der Metall- und Stahlproduktion sowie in industriellen Verbrennungsanlagen. Dadurch verbreiten sie sich über die Luft in der Umwelt und lagern sich im Boden ab. Daneben sind Dioxine auch in natürlichen Prozessen der Erdgeschichte entstanden, beispielsweise bei Waldbränden oder Vulkanausbrüchen. Dioxine sind schwer abbaubar und reichern sich wegen ihrer Fettlöslichkeit in der Nahrungskette an. Aufgrund verschiedener Massnahmen in Verbrennungsprozessen ist der Neueintrag von Dioxinen in die Umwelt erheblich gesunken. Durch die Langlebigkeit von Dioxin müssen aber nach wie vor grosse Anstrengungen unternommen werden, um den Gehalt von Dioxinen in der Nahrung zu vermindern.

die Nahrung in unseren Körper. Den weitaus grössten Teil stammt aus dem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten, gefolgt von Fisch. Pflanzliche Lebensmittel weisen nur sehr geringe Konzentrationen von Dioxin auf.

Dioxine in Nahrungsmitteln Die im Boden abgelagerten Dioxine können über Bodenpartikel, die sich aussen am Gemüse oder Grass anhaften, in die Nahrungskette gelangen. Dioxine sind allerdings praktisch nicht im Gemüse zu finden. Problematisch ist die Nutzung von dioxinbelasteten Böden als Weide oder Hühnerauslaufgebiet. Das durch Tiere aufgenommene Dioxin wird über lange Zeit im Fett gespeichert und kann sich so in der Nahrungskette anreichern. Der Verzerr von dioxinbelasteten tierischen Nahrungsmitteln ist deshalb problematisch. 90 bis 95 Prozent des Dioxins, das wir aufnehmen, gelangt über

Als Dioxine werden allgemein die beiden nahe verwandten Stoffklassen der polychlorierten Dibenzo-p-Dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF) bezeichnet. Zudem werden wegen den ähnlichen toxikologischen Wirkungsmechanismen mittlerweile auch einige Vertreter der polychlorierten Biphenyle (PCB) dazugezählt. All diese Stoffe haben gemein, dass sie toxisch wirken, schwer abbaubar sind, sich wegen der hohen Fettlöslichkeit in der Umwelt und der Nahrungskette anreichern und so die Gesundheit von Mensch und Umwelt gefährden können.

Gesundheitsrisiken durch Asbest Asbest ist dann gefährlich, wenn es eingeatmet wird. Dadurch können die Asbestfasern in die Lunge gelangen. Dort neigen sie dazu, sich der Länge nach in immer dünnere Fasern aufzuspalten. Diese Fasern werden kaum abgebaut oder ausgeschieden. Während des jahrelangen Verbleibs im Lungengewebe können die Asbestfasern verschiedene Lungenkrankheiten verursachen. Bereits geringe Konzentrationen von Asbest-

staub in der Luft können die Entstehung solcher Krankheiten fördern. Bekannte Lungenerkrankungen welche durch Asbest ausgelöst werden können, sind beispielsweise die Asbestose («Staublunge») und der Lungenkrebs. Der Zeitraum zwischen dem Asbestkontakt und dem Ausbruch der Erkrankung ist mit 15 bis 45 Jahren häufig sehr lange. Gefährdet sind vor allem Personen, die arbeitsbedingt über längere Zeit mit asbesthaltigen Produkten gearbeitet haben. Gewisse Krankheitsbilder werden deshalb von der Suva als Berufskrankheit anerkannt. Für die Allgemeinbevölkerung ist das Risiko einer Erkrankung in der Regel sehr gering. Das Risiko kann sich längerfristig erhöhen, wenn asbesthaltige

Stopp bei Asbestverdacht! Schützen Sie sich und andere vor schädlichen Asbestfasern. Ermitteln Sie dazu eine mögliche Gefährdung vor Beginn von Bauarbeiten. Es besteht eine gesetzliche Ermittlungspflicht. Planen Sie Schutzmassnahmen, falls sich der Asbestverdacht erhärtet. Schützen Sie sich vor Asbeststaub, und setzen Sie bei Umbau-, Rückbau- oder Unterhaltsarbeiten die lebenswichtigen Regeln für den Umgang mit Asbest um. Als Arbeitgeber und Vorgesetzter sind sie dazu auch gesetzlich verpflichtet. Weitere Informationen zum Umgang mit Asbest finden Sie auf der Webseite der Suva.

Gesundheitsgefährdung durch Dioxine Dioxine unterscheiden sich in ihrer Giftigkeit voneinander. Eine akute Wirkung durch Dioxine ist nur bei sehr hohen Dosen, welche weit über der Grundbelastung liegen, zu erwarten. Die Gefahr von Dioxinen liegt aber darin, dass sie im Körperfett gespeichert werden, sich dort anreichern und nur sehr langsam abgebaut werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass es über einen längeren

Was sind Dioxine?

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Benzol

Elektrosmog

Benzol

Elektrosmog

Benzol zählt zu den krebserregenden Luftschadstoffen und ist mitunter im Benzin enthalten. Weil es in höheren Konzentrationen die Augen, Atemwege und das Zentralnervensystem beeinträchtigen kann, ist Benzol in der Schweiz für industrielle Zwecke verboten. Als Produkt aus Verbrennungsprozessen, sowie der Verdunstung von Brenn- und Treibstoffen, gelangt Benzol aber nach wie vor in die Luft.

Elektrosmog entsteht, wo Elektrizität erzeugt, transportiert und genutzt wird oder wo Technologien wie Mobilfunksender zur Anwendung kommen. Über die Auswirkungen und Hinweise auf mögliche Krebserkrankungen gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Die Krebsliga rät, die persönliche Strahlenbelastung gering zu halten.

Benzol (auch bekannt als Benzen) ist flüchtig und gehört zu den krebserregenden Luftschadstoffen. Der flüssige organische Kohlenwasserstoff hat einen charakteristisch aromatischen Geruch. Dieser Geruch wird häufig mit Lösungs- und Reinigungsmitteln in Verbindung gebracht, da Benzol früher oft als solches verwendet wurde. Diese Verwendung ist heute verboten. Benzol kommt natürlicherweise in kleinen Mengen im Rohöl vor. Es wird bei der Herstellung von Benzin freigesetzt, aber auch bei der Verbrennung von Heizöl, Kohle oder Holz. Das in der Luft vorkommende Benzol stammt hauptsächlich aus Erdölprodukten und Autoabgasen. Heute ist der motorisierte Strassenverkehr mit ca. 60% der Hauptverursacher der anfallenden Benzolemissionen. Weitere Quellen für Benzol in der Atemluft sind Tankstellen, Feuerungen und Heizungen, sowie Tabakrauch. Lediglich drei bis fünf Prozent des weltweiten Benzolausstosses sind natürlichen Ursprungs.

Elektrosmog ist die umgangssprachliche Sammelbezeichnung für alle technisch erzeugten elektrischen und magnetischen Felder. Sie entstehen beispielsweise überall da, wo Elektrizität erzeugt, transportiert und genutzt wird (niederfrequente elektrische und magnetische Felder), oder durch die Strahlung von Mobil- und Rundfunksendern (hochfrequente elektrische und magnetische Felder). Dabei entsteht nichtionisierende Strahlung. Diese Strahlung ist zu schwach, um Elektronen aus Atomen herauszulösen und das Erbgut direkt zu schädigen. Durch die Zunahme des Stromverbrauchs und die rasante Entwicklung in der Mobilfunktechnologie hat aber die nichtionisierende Strahlung in der Umwelt stark zugenommen. Die Menge an Elektrosmog steigt deshalb.

Aufnahme von Benzol in den Körper Benzol gelangt hauptsächlich über die Atemluft in den Körper, insbesondere durch das Einatmen von Motorenbenzindämpfen. Durch eine unsachgemässe Handhabung von Motorenbenzin kann das darin enthaltene Benzol zudem durch Verschlucken (z. B. Ansaugen von Benzin) oder über Hautkontakt (z. B. Reinigung der Hände mit Motorenbenzin) in den Körper gelangen. Im Umgang mit Motorenbenzin ist deshalb unbedingt äusserste Vorsicht geboten.

Gesundheitliche Risiken durch Benzol Benzol wird von der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als krebserregend für den Menschen eigestuft. Es fördert die Entstehung von Blutkrebs (Leukämie). Zudem gibt es Hinweise, dass Benzol weitere Krebserkrankungen begünstigen kann. Kommt Benzol in höheren Konzentrationen in der Luft vor, können zudem die Augen, Atemwege und das Zentralnervensystem beeinträchtigt werden. Für Benzol wurde keine Schwelle nachgewiesen, unterhalb derer keine Gefahr

Was ist Benzin? Herkömmliches Benzin ist ein komplexes Gemisch aus über 100 verschiedenen Stoffen. Die meisten Inhaltstoffe setzen sich aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O2) zusammen und unterscheiden sich in Form und Grösse der Moleküle. Das Benzol-Molekül hat beispielsweise eine ringförmige Struktur und besteht aus sechs Kohlenstoff- und sechs Wasserstoffatomen (Summenformel C6H6). Das Ausgansprodukt von Benzin ist Erdöl. Durch die Raffination von Erdöl wird dieses veredelt und weist dadurch bessere Eigenschaften auf. Das Gerätebenzin ist stärker raffiniert als das herkömmliche Benzin und ist deshalb weitgehend frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen. Der Benzolgehalt beim Gerätebenzin ist beispielsweise 10 Mal tiefer.

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Prävention

Gesundheitliche Risiken durch Elektrosmog Die Wirkung von nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von der Intensität und der Frequenz der Strahlung ab. Eine intensive Strahlung im niedrigen Frequenzbereich kann beispielsweise plötzliche Muskelkontraktionen auslösen. Eine intensive Strahlung im hohen Frequenzbereich kann wiederum zu einer Erwärmung des Gewebes führen. International geltende Grenzwerte schützen vor Belastungen mit solchen Auswirkungen. Allerdings gibt es Hinweise auf biologische Effekte bei schwacher Strahlenbelastung unterhalb dieser Grenzwerte. Schwache hochfrequente Strahlung kann beispielsweise Hirnströme verändern, sowie die Durchblutung und den Stoffwechsel des Gehirns beeinflussen. Es ist der-

zeit allerdings noch ungewiss, ob diese Auswirkungen für die Gesundheit von Bedeutung sind. Nach bisherigen Erkenntnissen führt die Belastung mit schwacher nichtionisierender Strahlung nicht zu kurz- oder mittelfristigen gesundheitlichen Schäden. Allerdings gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen einer langfristigen Exposition. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat elektromagnetische Felder deshalb als möglicherweise krebs-

Was sind elektrische und magnetische Felder? Ein Feld beschreibt die räumliche Verteilung einer Kraftwirkung, die auf elektrische Ladungen und Ströme ausgeübt werden kann. Ein zeitlich veränderliches Feld im Raum kann sich als Welle ausbreiten. Der damit einhergehende Energietransport ist die Strahlung. Sobald Strom fliesst, entsteht neben dem elektrischen auch ein magnetisches Feld. Bei niederfrequenten Feldern werden die elektrische und die magnetische Komponente getrennt voneinander betrachtet. Bei hochfrequenten Feldern sind die beiden Komponenten eng miteinander gekoppelt. Es wird deshalb von elektromagnetischen Feldern gesprochen. Unterschiedliche Bereiche der elektromagnetischen Felder haben unterschiedliche physikalische Eigenschaften, weshalb auch ihre Wirkung auf biologische Organsimen verschieden sind.

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Nanotechnologie

Radon

Nanotechnologie

Radon

Die Nanotechnologie gilt als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. In der Medizin verspricht man sich von ihr, die Diagnose und die Therapie von Krebs und anderen Krankheiten zu verbessern. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass gewisse Nanomaterialien krebserregend sein könnten. Laufend kommt neues Wissen zu Eigenschaften und Wirkung von Nanopartikeln dazu. Die Krebsliga verfolgt daher die rasanten Entwicklungen in der Nanotechnologie aufmerksam mit.

Nach dem Rauchen ist Radon in Europa die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das Edelgas verursacht europaweit nahezu 10 Prozent der Lungenkrebsfälle. Radon kann aus dem Boden durch undichte Gebäudehüllen in Innenräume und über die Atemwege in die Lunge gelangen. Dort kommt es durch die radioaktiven Zerfallsprodukte des Radons zu einer lokalen Strahlenbelastung, was zu Lungenkrebs führen kann.

Nanopartikel und -materialien finden sich in vielen alltäglichen Produkten. Beispielsweise in Sonnencremes, Zahnpasten, Nahrungsmitteln,Textilien und Farben. Die winzigen Partikel (griechisch: nãnos = Zwerg) sind 1 bis 100 Nanometer klein. Zum Vergleich: Ein Nanopartikel ist circa 70 000 mal schmaler als ein menschliches Haar. Nanopartikel haben im Vergleich zu grösseren Teilchen des gleichen Materials ganz andere chemische und physikalische Eigenschaften. Ihre Oberfläche ist im Verhältnis zum Volumen grösser, wodurch sie viel stärker und anders mit der Umwelt reagieren können. Dies eröffnet Chancen für neue Anwendungen, beispielsweise in Medizin und Technik. Die Nanotechnologie, die sich mit Design, Charakterisierung, Produktion und Anwendung von Nanostrukturen befasst, gilt deshalb als eine wichtige Zukunftstechnologie. Neben diesen Chancen stellt die Nanotechnologie aber gleichzeitig ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar. Freie Nanopartikel können vom Körper aufgenommen werden.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas, welches beim Zerfall von Uran im Erdreich entsteht. Da sich Radonatome nicht binden, können sie sich als Radongas frei im Erdboden bewegen. Ist der Untergrund durchlässig, kann das Radon bis zur Erdoberfläche aufsteigen, austreten und in die Atemluft gelangen. Das Radongas ist unsichtbar, geruch- und geschmacklos.

Aufnahme von Nanopartikeln in den Körper Freie Nanopartikel können via Lunge, Haut oder MagenDarm-Trakt in den menschlichen Körper gelangen. Die Lunge gilt dabei als wichtigste Eintrittspforte. Gelangen Nanopartikel über die Atmung in die Lunge, können sie von da unter Umständen in den Blutkreislauf eindringen und dadurch sogar die Organe erreichen. Die Haut stellt aufgrund bisheriger Erkenntnisse hingegen eine gute Barriere dar. Trotzdem können Nanopartikel als Bestandteil von Kosmetika in die Haut eindringen, wenn diese beschädigt oder verletzt ist. Werden Nanopartikel

in Lebensmitteln eingesetzt, gelangen sie in den Magen-Darm-Trakt. Nach heutigem Wissen scheint die Ausscheidung von Nanopartikeln über den Darm aber recht wirksam zu sein. Im Gegensatz zu den freien Nanopartikeln gelangen gebundene Nanopartikel nicht in den Körper.

Vorkommen Radon kommt überall vor, aber lokal in unterschiedlich hohen Konzentrationen. In der Umgebungsluft ist es wegen seiner geringen Konzentration unbedenklich. Gelangt das Radon allerdings aus dem Boden durch undichte Stellen in der Gebäudehülle (z.B. bei der Bodenplatte oder den Kellerwänden) ins Innere eines Gebäudes, kann es sich anreichern und zu einem Gesundheitsrisiko werden. Die Radonkonzentration nimmt von den unteren Stockwerken in die oberen Stockwerke eines Gebäudes ab.

Eintrittspforten für das Eindringen von Nanomaterialien in den Körper.

Radon und Gesundheit Beim Zerfall von Radon entstehen Zerfallsprodukte, welche ebenfalls radioaktiv sind. Diese schweben in der Atemluft und lagern sich in Innenräumen allmählich an Gegenständen, Staubpartikeln und feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolen, ab. Werden diese Aerosole eingeatmet, können sie in die Lunge gelangen, sich auf dem Lungengewebe ablagern und dieses bestrahlen. Dies kann zu Lungenkrebs führen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, nimmt mit steigender Ra-

donkonzentration zu. Die Kombination einer hohen Radonbelastung mit Rauchen ist dabei besonders schädlich. In der Schweiz führt Radon jährlich zu 200 bis 300 Todesfällen. Nach dem Rauchen ist Radon in Europa die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs und verursacht europaweit nahezu 10 Prozent der Lungenkrebsfälle. Massnahmen zum Schutz vor Radon Erhöhte Radonkonzentrationen können in der ganzen Schweiz auftreten. Somit kann potenziell in jedem Haus die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner durch eine zu hohe Radonkonzentration gefährdet sein. Das Thema Radon sollte deshalb grundsätzlich im Vorfeld von Um- und Neubauten mit der Architektin oder dem Architekten, den kantonalen Radonverantwortlichen oder einer Radonfachperson besprochen werden. Die Radonkonzentration in Innenräumen kann zudem mit einem Dosimeter kostengünstig und relativ einfach gemessen werden. Die Messung wird über eine anerkannte Radonmessstelle abgewickelt. Wird eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt, kann diese mit einer Sanierung des Gebäudes gesenkt werden. Neubauten können zudem direkt durch bauliche Massnahmen vor Radon geschützt werden. Energetische Sanierung und Radon Wenn bei Umbauarbeiten die Isolation verbessert wird oder bei einem Neubau eine sehr gute Isolation angebracht wird, kann allfälliges Radon oft nur noch ungenügend aus der Gebäudehülle entweichen. Dies bedeutet, dass die Radonkonzentration in Innenräumen gerade

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Pestizide

Richtig anfeuern mit Holz

Pestizide

Richtig anfeuern mit Holz

Pestizide werden in der Landwirtschaft eigesetzt, um Schädlinge zu bekämpfen und eine hohe Qualität bei der Ernte zu erreichen. Daneben werden sie im Garbenbau und in Privatgärten verwendet. Der meistverkaufte und bekannteste Wirkstoff ist Glyphosat. Die in Pestiziden enthaltenen Stoffe können negative Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben. Einige Pestizide stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Die Krebsliga rät deshalb möglichst auf Pestizide zu verzichten und pestizidfreie Nahrungsmittel zu bevorzugen.

Holzfeuerungen sind beliebt. Allerdings setzen falsch entfachte Feuer mit dem Rauch Feinstaub und andere Schadstoffe frei. Diese können zu Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs führen. Die Krebsliga empfiehlt deshalb, das Feuer wie eine Kerze von oben nach unten abzubrennen. Dadurch strömen die gesundheitsschädigenden Gase durch die Flammen und verbrennen fast vollständig.

Als Pestizide werden sämtliche chemischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel zusammengefasst, die in der Landwirtschaft, dem öffentlichen Raum, im Gartenbau und in Privatgärten zur Bekämpfung von unerwünschten Pflanzen, Tieren oder Pilzen eingesetzt werden. Pestizide leisten in der Landwirtschaft gegenwärtig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Erträge und zur Qualität der Erntegüter. Allerdings können sich die biologisch wirksamen Stoffe in Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln negativ auf Menschen und Tiere auswirken. Wie Pestizide in den Körper gelangen Neben einem direkten Kontakt mit Pestiziden, beispielsweise beim Anmischen der Brühe oder dem Ausbringen im Privatgarten, kann der Mensch auch über Nahrungsmittel und Trinkwasser damit in Kontakt kommen. Nahrungsmittel können Pestizidrückstände enthalten, welche über das Erntegut transportiert werden. Trinkwasser wiederum kann Abbauprodukte von Pestiziden aufweisen, welche über Ab- und Auswaschung dorthin gelangen. Beides kann ein potentielles Risiko für den Menschen darstellen. Inwiefern die Bevölkerung aber tatsächlich mit Pestiziden in Kontakt kommt, ist abhängig von der Ausbringungsmenge, dem Anwendungszeitpunkt, der Pflanzenkultur, der Bodenbeschaffenheit und der physikalischchemischen Eigenschaften der eingesetzten Stoffe. Auswirkungen von Pestiziden auf die Gesundheit Akute Vergiftungen durch Pestizide sind gut dokumentiert beim Menschen. Wie sich jedoch die alltägliche Auf-

nahme von kleinen Pestizidmengen langfristig auswirkt (chronische Exposition), ist weitgehend unklar. Im Alltag werden zudem meist mehrere Wirkstoffe gleichzeitig aufgenommen, die sich gegenseitig beeinflussen können. Man spricht dabei vom sogenannten Cocktail-Effekt. Manche Studien haben Hinweise darauf gefunden, dass eine chronische Exposition das Immunsystem schwächen und das Nervensystem schädigen kann. Einzelne Pestizide haben zudem das Potential, das Hormonsystem zu beeinflussen. Andere stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Bisher ist aber weitgehend un-

Gefahr und Risiko Im Zusammenhang mit Pestiziden wird viel von Gefahr und Risiko gesprochen. Die Gefahr (oder das Gefährdungspotential) beschreibt die Schädlichkeit eines Stoffes an sich. Dies sagt etwas darüber aus, ob ein Stoff beispielsweise giftig, reizend oder ätzend ist. Aus dieser Gefahr kann eine bestimmte Wirkung, beispielsweise krebserregend oder erbgutschädigend, resultieren. Ein eigentliches Risiko für den Menschen geht von einem solchen Stoff aber erst aus, wenn er damit überhaupt in Kontakt kommt. Dabei spielt vor allem die Art des Kontaktes (die Art der Exposition) und die Menge des Stoffes eine Rolle. Das Risiko ergibt sich somit als Produkt des Gefährdungspotentials und der Exposition.

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Mit Holz heizen ist ökologisch sinnvoll. Holzenergie ist erneuerbar, durch die lokale Produktion volkswirtschaftlich wertvoll und senkt den CO2-Ausstoss. Öfen, in denen ganze Holzscheite verbrannt werden (Stückholzfeuerungen), sind besonders beliebte Wärmespender. Dazu zählen offene und geschlossene Cheminées, Schwedenöfen und Holzkochherde. Holzfeuerungen verursachen Feinstaubemissionen So charmant Holzöfen sind: Falsch entfachte Feuer setzen gesundheitsschädigende Stoffe wie Feinstaub frei. Witterungsbedingt erreicht die lokale Feinstaubbelastung im Winter oft ein kritisches Ausmass. Gerade in den kalten Monaten stossen Holzfeuerungen durch ihren intensiven Einsatz viel Feinstaub aus und tragen dadurch stark zur lokalen Belastung bei. Durch moderne und richtig betriebene Holzfeuerungen lässt sich diese verringern. Falsch anfeuern schädigt die Gesundheit Feinstaub, wie der durch falsches Anfeuern entstehende Russ, ist gesundheitsschädigend und kann Krebs verursachen. Der Feinstaub besteht aus winzigen Staubpartikeln, die oftmals einen Durchmesser von weniger als zehn Tausendstelmillimeter haben. Je kleiner diese Staubpartikel sind, desto tiefer können sie in die Lunge eindringen. Ultrafeine Partikel, die bei Verbrennungsprozessen in Holzfeuerungen freigesetzt werden, können sogar in den Blutkreislauf gelangen. Hohe Belastungen durch Feinstaub erhöhen das Risiko für verschiedene, teils schwerwiegende, akute oder chronische gesundheitliche Folgen: Husten und Atemnot, Bronchitis und Asthmaanfälle, Atemwegs- und Herz-

Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs und vermehrte vorzeitige Todesfälle. Rauch bedeutet Feinstaub. Durch richtiges Anfeuern wird eine bessere Verbrennung mit weniger Rauch erreicht. Der Ausstoss der gesundheitsschädigenden Luftschadstoffe von Holzfeuerungen kann durch ein korrektes Anfeuern massiv gesenkt werden. Anfeuern ohne Rauch – so gehen Sie vor • Das Feuer soll wie eine Kerze von oben nach unten abbrennen. Dadurch strömen die gesundheitsschädigenden Gase durch die heissen Flammen und verbrennen fast vollständig. Somit lassen sich die gesundheitsschädigenden Rauch- und Schadstoffemissionen senken. • Nur unbedenkliche Anzündhilfen wie wachsgetränkte Holzwolle benutzen, nicht aber Papier oder Karton. • Verwenden Sie nur naturbelassenes und seit mindestens zwei Jahren an einem geschützten Ort getrocknetes Nadel- oder Laubholz. Oder benützen Sie bindefreie Holzbriketts aus naturbelassenem Holz. • Nicht in Holzfeuerungen verbrannt werden sollen Abfälle aus dem Garten oder dem Haushalt. Ebenfalls nicht in den Ofen gehören: Holzpaletten, Kisten, Harasse, Holz von Möbeln und Gebäuderenovationen, Abbrüchen oder Baustellen. All diese Materialien müssen in geeigneten Anlagen verbrannt werden. • Wenn nur noch kurze Flammen sichtbar sind, können die Luftklappen am Ofen geschlossen werden. • Benützen Sie fürs Nachlegen nur einzelne Scheite oder Holzbriketts. Legen Sie diese auf die starke Glut, nicht aber ins Feuer.

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Prävention

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Umwelt Wo gibt es Umweltfaktoren, die Krebs begünstigen können?

N Wo gibt es Umweltfaktoren, die Krebs begünstigen können?

Abgase von Fahrzeugen

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Reifenabrieb von Fahrzeugen

Kohlenstoffhaltige Stoffe, die sich leicht in ein Gas verwandeln und so in die Luft gelangen. Zum Beispiel: Alkohole, Aldehyde, Benzol

Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Holz

Artikelnummer 011750111141 Leporello Kontaktpunkt

Winderosion

Gefährdungspotential –

(je nach VOC)

Pollenstaub

Feinstaub

Kontaktpunkt

Fussboden-, Wand- und Deckenmaterialien

Farben, Lacke und Lösungsmittel

Lungengängiges Gemisch aus kleinsten festen oder flüssigen Staubteilchen. Zum Beispiel: Sulfat, Nitrat, Ammoniak, mineralischer Staub, Russ

Plastikteilchen

Verdunstung von Treibstoffen

Gefährdungspotential

(Feinstaubgemisch)

Emissionen von Fahrzeugen

Verbrennung von Holz

Brenn- und Treibstoffe

Düngerrückstände

Altlasten von industriellen Prozessen

Abnutzung von Bremsen und Reifen

Schwermetalle

Umgangssprachliche Bezeichnung von Metallen mit hoher Dichte. Viele dieser Metalle können gesundheitsschädlich sein. Zum Beispiel: Arsen, Blei, Quecksilber Kontaktpunkt

Gefährdungspotential –

Ausbringen von Pestiziden in der Landwirtschaft

Gesammtheit aller chemischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Zum Beispiel: Glyphosat, Pelargonsäure Kontaktpunkt

Gefährdungspotential –

(je nach Pestizid)

Ausbringen von Pestiziden im Gartenbau und Privatgärten

Mobilfunkantennen

Hochfrequente Felder

Handy

Schnell schwingende elektromagnetische Felder, die auftreten, wenn Informationen mit Funk übertragen werden. Teil der nichtionisierenden Strahlung. Zum Beispiel: WLAN, Mobilfunkstrahlung, Bluetooth

Stromfluss in Hochspannungsleitungen

Niederfrequente Felder

Kontaktpunkt

Langsam schwingende elektromagnetische Felder, die auftreten, sobald Strom fliesst. Teil der nichtionisierenden Strahlung. Zum Beispiel: Gleichstrom, Wechselstrom Kontaktpunkt

(je nach Schwermetall)

Herauslösen von Schwermetallen aus dem Gestein durch Grundwasser

Pestizide

Gefährdungspotential

Stromfluss in Haushaltsgeräten

Gefährdungspotential

WLAN-Router

Fernsehantennen

Stromfluss in Verkehrsmitteln

Emissionen von Waldbränden und Vulkanausbrüchen

Nanopartikel

Winzige Partikel, die kleiner sind als 100 Nanometer (1 Nanometer = 1 milliardstel Meter). Zum Beispiel: Fullerene, Nanoröhrchen Kontaktpunkt

Gefährdungspotential –

(je nach Material)

Sonne

Verpackungen

Farbe und Korrosionsschutz

UV-Strahlung

Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmitteln

Energiereichster Teil der optischen Strahlung, welcher für den Menschen unsichtbar ist. Teil der nichtionisierenden Strahlung. Kontaktpunkt

Inhaltsstoffe in Kosmetika

Inhaltsstoffe in Farben

Gefährdungspotential

Solarien

Endokrine Disruptoren

Chemikalien, die das Hormonsystem von Lebewesen negativ beeinflussen können. Zum Beispiel: PCBs, Phthalate, Bisphenol A, Parabene Kontaktpunkt

Gefährdungspotential –

(je nach Substanz)

Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln Inhaltsstoffe in Arzneimitteln

Innenraumschadstoffe

Wohngifte, welche sich in der Innenluft ansammeln können. Zum Beispiel: Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC) Kontaktpunkt

Fussboden-, Wand- und Deckenmaterialien

Gefährdungspotential –

Gezielte Strahlenemission bei Röntgendiagnostik und Strahlentherapie

(je nach Stoff)

Farben, Lacke und Klebstoffe Gezielte Strahlenemission für Forschungszwecke

Rauchen

Weichmacher und Flammschutzmittel

Ionisierende Strahlung

Strahlung mit genügend Energie, um die Anzahl Elektronen in Atomen und Molekülen zu verändern. Zum Beispiel: Röntgenstrahlung, Gammastrahlung

Asbest

Gefährdungspotential

Isolationen Kosmische Strahlung Boden-, Wandund Deckenbeläge

Terrestrische Strahlung

Kontaktpunkt: Möglicher Berührungspunkt mit einem Umweltfaktor Luft

Strahlung

Wasser

Produkte

Gefährdungspotential: Krebserregendes Potential eines Umweltfaktors

Kontaktpunkt

Radon Radioaktiver Zerfall im Erdreich

Natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das im Boden entsteht. Kann durch undichte Stellen in Gebäude gelangen und sich dort in der Luft anreichern. Kontaktpunkt

bisher nicht nachgewiesen kontrovers nachgewiesen

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Gruppe von mineralischen Fasern, welche wegen ihrer besonderen Eigenschaften bis 1990 in verschiedensten Anwendungen genutzt wurde.

Prävention

Gefährdungspotential

Gefährdungspotential

infografik.ch, Michael Stünzi und Daniel Röttele

Kontaktpunkt

Dächer, Fassaden und Fenster


ationen zum Thema n und -früherkennung finden iga.ch/frueherkennung

Montag bis Freitag, 9 –19 Uhr, , helpline@krebsliga.ch

e max. 8 Rappen pro Minute (Festnetz) tag, 11–19 Uhr

atung bsliga.ch, ernaehrung@krebsliga.ch

Allgemein Früherkennung von Krebs Kurzübersicht

Brustkrebs-Früherkennung durch Mammografie

Die Krebsliga in Ihrer Region

Krebsliga Aargau T 062 834 75 75 krebsliga-aargau.ch Krebsliga beider Basel T 061 319 99 88 klbb.ch Bernische Krebsliga Ligue bernoise contre le cancer T 031 313 24 24 bern.krebsliga.ch Ligue fribourgeoise contre le cancer Krebsliga Freiburg T 026 426 02 90 liguecancer-fr.ch Ligue genevoise contre le cancer T 022 322 13 33 lgc.ch Krebsliga Graubünden T 081 300 50 90 krebsliga-gr.ch

Ligue jurassienne contre le cancer T 032 422 20 30 liguecancer-ju.ch

Ligue vaudoise contre le cancer T 021 623 11 11 lvc.ch

Ligue neuchâteloise contre le cancer T 032 886 85 90 liguecancer-ne.ch

Ligue valaisanne contre le cancer (Sion) T 027 322 99 74 lvcc.ch

Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL T 071 242 70 00 krebsliga-ostschweiz.ch

Krebsliga Wallis (Brig) T 027 604 35 41 krebsliga-wallis.ch

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Früherkennung von Krebs

BrustkrebsFrüherkennung durch Mammografie

Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR, ZG T 041 210 25 50 krebsliga.info Krebsliga Zürich T 044 388 55 00 krebsligazuerich.ch Krebshilfe Liechtenstein T 00423 233 18 45 krebshilfe.li

Krebsliga Schweiz Effingerstrasse 40 Postfach 3001 Bern T 031 389 91 00 info@krebsliga.ch krebsliga.ch Postkonto 30-4843-9 Danke für Ihre Unterstützung participate.krebsliga.ch

Eine Informationsbroschüre der Krebsliga in Zusammenarbeit mit den kantonalen Brustkrebs-Früherkennungsprogrammen

KLS / 12.2019 / 5000 D / 011012121121 © 2019, Krebsliga Schweiz, Bern

e Adressen

Früherkennung

Artikelnummer: 011012121121 Faltprospekt auch in Englisch erhältlich

Brustkrebs Gemeinsam gegen Brustkrebs

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011490014241 Broschüre PDF

Risikofaktoren und Früherkennung von Brustkrebs Die wichtigsten Fragen und Antworten

Risikofaktoren und Früherkennung

N Risikofaktoren und Früherkennung von Brustkrebs Die wichtigsten Fragen und Antworten

Gemeinsam gegen Brustkrebs Risikofaktoren und Früherkennung

Eine Information der Krebsliga

Eine Information der Krebsliga

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011408041111 Booklet auch in Albanisch, Englisch und Serbisch / Kroatisch / Bosnisch erhältlich

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011414011111 Broschüre

Früherkennung

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Darmkrebs Früherkennung von Darmkrebs

Darmkrebs

N Früherkennung von Darmkrebs

Eine Information der Krebsliga

Darmkrebs ist es egal, wer du bist. Informier dich. In der Schweiz erkranken jährlich 4300 Frauen und Männer an Darmkrebs. Früh entdeckt ist dieser meist heilbar. Deshalb empfehlen wir ab 50 die Früherkennung. Zudem senkt ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung das Risiko. Wir informieren, unterstützen und begleiten.

Früherkennung von Darmkrebs

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Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011628011111 Broschüre

Ab 50: Geh zur Vorsorge

Mehr auf krebsliga.ch/darmkrebs

Artikelnummer: 011631245121 Plakat A4

Darmkrebs Die wichtigsten Fragen und Antworten

Eierstockkrebs

Darmkrebs Die wichtigsten Fragen und Antworten

Eierstockkrebs Symptome frühzeitig erkennen

Eine Information der Krebsliga

1

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011660041111 Booklet auch in Englisch erhältlich

Darmkrebs? Symptome ­erkennen, rechtzeitig handeln! Darmkrebs? Symptome erkennen, rechzeitig handeln! Mögliche Symptome: •

unklarer Gewichtsverlust

Blut im Stuhl

Stuhldrang, ohne Stuhl absetzen zu können

• Veränderung •

der früheren Stuhlgewohnheiten

neu aufgetretene, anhaltende Bauchschmerzen

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Früherkennung

EIERSTOCKKREBS – SYMPTOME FRÜHZEITIG ERKENNEN

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011180041151 Booklet


Familiäre Krebsrisiken Familiäre Krebsrisiken

Gebärmutterhalskrebs Gebärmutterhalskrebs Sich schützen und früh erkennen

Familiäre Krebsrisiken

Gebärmutterhalskrebs Sich schützen und früh erkennen Eine Information der Krebsliga

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Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und ihre Familien

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011170041111 Booklet

Ausgabe: 2016 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011005011111 Broschüre

Erblich bedingter Brust- und Eierstockkrebs

Hautkrebs Informationen zur Prävention von Hautkrebs erhalten Sie unter dem Thema «Sonnenschutz» ab Seite 10.

N Erblich bedingter Brust- und Eierstockkrebs

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK)

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011004011111 Broschüre

Früherkennung

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Prostatakrebs Früherkennung von Prostatakrebs Früherkennung von Prostatakrebs

Eine Information der Krebsliga

Ausgabe: 2014 Artikelnummer: 011526011111 Broschüre

Früherkennung von Prostatakrebs Fragen und Antworten Früherkennung von Prostatakrebs Fragen und Antworten

Eine Information der Krebsliga

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011527081111 Booklet auch in Englisch erhältlich

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Früherkennung


Diagnose Krebs

Verdacht auf Krebs: Wie geht es weiter?

Diagnose Krebs – was nun?

Diagnose Krebs – was nun?

Verdacht auf Krebs: Wie geht es weiter? Der Verdacht auf Krebs kann verunsichern, oft ist unklar welche Schritte für eine genaue Abklärung eigentlich nötig sind. Eine Übersicht ist hier zusammengestellt.

Verdacht auf Krebs? Aufgrund unklarer Beschwerden, einer Routineuntersuchung oder auch einer gezielten Untersuchung zur Krebsfrüherkennung wurde von Ärzten der Verdacht auf Krebs geäussert. Oft können die Ärzte zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen, ob es sich tatsächlich um eine bösartige Erkrankung handelt oder ob ein gutartiger Befund vorliegt. Und manchmal erweist sich ein auffälliger Befund bei einer sorgfältigen Untersuchung auch als «falscher» Alarm. Wichtig: Der Begriff Tumor sagt nichts über die Gut- oder Bösartigkeit des Befundes aus. An wen können Sie sich wenden? Solange die Diagnose Krebs nicht gesichert ist, übernimmt in der Regel der bisher behandelnde Haus- oder Facharzt die Betreuung. Er veranlasst weitere Untersuchungen und stellt bei Bedarf Überweisungen zu entsprechenden Fachärzten aus. Häufig kann dies ambulant geschehen. Manchmal ist für die Abklärung jedoch auch ein Aufenthalt im Spital notwendig. Welche Untersuchung ist notwendig? Meist sind mehrere Untersuchungen notwendig, um die Diagnose Krebs auszuschliessen oder zu bestätigen. Welche Untersuchungen durchgeführt werden, hängt vor allem davon ab, welche Krebserkrankung im Raum steht. Nicht bei jedem Patienten sind alle hier beschriebenen Untersuchungen notwendig. • Krankengeschichte, Patientenbefragung und körperliche Untersuchung: Der Arzt stellt Fragen zur bisherigen Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch. Damit kann er bereits viel über 1

die Art der Beschwerden und den Gesundheitszustand des Patienten erfahren.

• Laboruntersuchungen: Durch die Untersuchung von Blut, Urin und weiteren Körperflüssigkeiten erhalten die Ärzte Hinweise zur Funktion wichtiger Organe. Bei der Suche nach einer Krebserkrankung werden darüber hinaus häufig gezielt «Tumormarker» im Blut bestimmt. Meist handelt es sich um Zucker-Eiweiss-Moleküle, die bei einigen Krebserkrankungen vermehrt im Blut nachweisbar sein können. Wichtig: Um sicher die Diagnose Krebs zu stellen, sind Tumormarker in der Regel aber nicht geeignet. Denn sie sind oft nicht nur bei bösartigen, sondern auch bei gutartigen Erkrankungen vermehrt nachweisbar. • Bildgebende Untersuchungen: Heute gibt es viele Techniken, um Veränderungen im Körper abzubilden: Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Szintigraphie und Positronenemissionstomographie (PET). Mit diesen Untersuchungen lässt sich klären, ob überhaupt eine Auffälligkeit zu sehen ist. Findet sich ein Tumor, zeigen die Bilder meist seine genaue Lage, Grösse und Beschaffenheit. In einigen Fällen kann dann auch bereits vermuten werden, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Befund handelt. Wichtig: Eine sichere Krebsdiagnose lässt sich mit bildgebenden Untersuchungen in aller Regel nicht stellen.

Was ist zu tun bei Krebsverdacht?

• Zunächst muss der Krebsverdacht sorgfältig überprüft werden. Meist kümmert sich der bisher behandelnde Arzt um die erste Abklärung.

• Die weiteren Untersuchungen können unterschiedlich lange dauern. Dabei muss es kein schlechtes Zeichen sein, wenn die Ergebnisse nicht so schnell vorliegen.

• Die Zeit zwischen Verdacht und gesicherter Diagnose wird oft als belastend erlebt. Der Austausch mit Angehörigen oder Freunden kann in dieser Zeit Hilfe bieten.

Leistungen der Krebsliga für Krebsbetroffene, Angehörige und Nahestehende

KLS / 11.2018 / 6000 D / 011905105121

Möglicherweise sind Sie aufgrund eigener Beobachtung unsicher, ob Sie Krebs haben. Vielleicht haben Sie bei sich einen Knoten ertastet oder Sie haben anhaltende Beschwerden, die Sie verunsichern. In dieser Situation ist es sinnvoll, einen Arzt1 Ihres Vertrauens aufzusuchen und ihm die Beschwerden und Sorgen zu schildern. Der Arzt wird möglicherweise feststellen, dass die Beschwerden nichts mit einer Krebserkrankung zu tun haben. Gegebenenfalls wird er aber auch weitere Untersuchungen anordnen, um herauszufinden, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt. Dann bleibt der Verdacht auf Krebs zunächst im Raum.

Artikelnummer: 011905105121 Flyer

• Eine Krebsdiagnose ist in der Regel erst dann gesichert, wenn eine Zell- oder Gewebeuntersuchung dies bestätigt.

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 014400902121 Informationsblatt PDF

Diagnose Krebs: Tipps für die erste Zeit

Diagnose Krebs: Tipps für die erste Zeit Sie haben die Diagnose Krebs erhalten. Diese Nachricht wirft bei den meisten Menschen zahlreiche Fragen auf und löst Ängste oder Befürchtungen aus. Woran Sie sich in der ersten Zeit orientieren können, ist hier zusammengestellt. Was ist, wenn sich durch eine zell- oder feingewebliche Untersuchung die Diagnose Krebs bestätigt hat? Für die meisten Menschen ist die Nachricht ein Schock. In den erstenTagen verändert die Krankheit alles: Sie bestimmt plötzlich das Leben und stellt private und berufliche Pläne infrage. Sie müssen den Alltag neu organisieren. Untersuchungen und Gespräche zur Behandlungsplanung stehen an. Gleichzeitig müssen Sie mit allen Gefühlen umgehen, die eine Krebsdiagnose mit sich bringt. Woran Sie sich in der ersten Zeit orientieren können, ist hier zusammengestellt. Ärztin oder Kliniksuche: Wer hilft weiter? Wichtig ist die Frage, wer die Krebsdiagnose gestellt hat: Diese Ärztinnen1 sind zunächst die Ansprechpartnerinnen, wenn es um die weitere Planung geht. Sie können wegen weiterer Untersuchungen an Fachärztinnen verweisen oder an spezialisierte Zentren. Wo die Behandlung erfolgt, hängt davon ab, ob ein Spitalaufenthalt notwendig wird oder ob ambulante Betreuung ausreichend ist. Woran können Sie sich orientieren? Bei der Wahl einer niedergelassenen Arztpraxis sollten Patientinnen darauf achten, dass die Ärztinnen auf Krebsbehandlungen spezialisiert sind. Internistinnen, Gynäkologinnen und weitere Fachärztinnen können eine Zusatzqualifikation im Fachgebiet Onkologie erwerben. Bei der Wahl einer Klinik ist die Frage nach deren Erfahrung mit der jeweiligen Tumorart wichtig. Ausserdem sollte das Spital Spezialistinnen aus mehreren Fachrichtungen beschäftigen. Zertifizierungen erleichtern die Auswahl, etwa die Anerkennung als Brustkrebszentrum. Siehe: www.oncomap.de/index.php | www.krebsliga.ch/q-label Zeitplanung: Wie schnell muss es gehen? Wenn die Diagnose feststeht, kann es etwas dauern, bis die Behandlung beginnt: Die Ärztinnen benötigen Zeit, um alle Untersuchungsbefunde zusammenzustellen und die Behandlung zu planen. Eventuell müssen sich auch erst Fachleute mit verschiedener Spezialisierung zusammensetzen (Tumorboard). Wichtig: Krebs entsteht nicht von heute auf morgen. Die meisten Krebsarten gelten nicht als Notfalldiagnose, Sie haben keinen Nachteil, wenn es etwas länger dauert. Ausnahmen sind starke Schmerzen oder andere sehr belastende Sym1

ptome sowie Krebserkrankungen, die eine sofortige Behandlung erfordern, wie akute Leukämien oder aggressive Lymphome. Wie viel Zeit dürfen Sie sich selbst nehmen? Klären Sie mit Ihren Ärztinnen, bis wann eine Behandlungsentscheidung getroffen werden sollte. Die meisten Patientinnen müssen nichts überstürzen. In der Regel haben Sie einige Tage bis Wochen Zeit, um sich zu informieren und eventuell eine zweite Meinung einzuholen. Gespräch mit der Ärztin: Wie bereiten Sie sich vor? Mit der Diagnose Krebs stürzen auf Betroffene viele Informationen ein. Es kann sein, dass Sie nicht gleich alles verstehen oder behalten, was die Ärztinnen sagen. Was hilft? • Schreiben Sie sich schon vor dem Gespräch Ihre Fragen auf: Dann vergessen Sie währenddessen nichts. • Eine Angehörige oder Freundin mit zu den Arztgesprächen nehmen: So werden Details in der Aufregung seltener überhört. Und: Sie können sich austauschen. • Nachfragen, wenn während des Gesprächs etwas unklar bleibt: Die Ärztin erklärt noch einmal alles genau.

Bei Ihnen wurde die Diagnose Krebs bestätigt. Was können Sie jetzt tun?

• Finden Sie Ansprechpartnerinnen: Bitten Sie Ihre bisherigen Ärztinnen und Ihre Krankenkasse, Ihnen Fachärztinnen und Krebszentren zur weiteren Behandlung zu empfehlen.

• Informieren Sie sich: Schreiben Sie Ihre Fragen für Arztgespräche auf. Legen Sie eine Mappe für Befunde und Berichte an.

• Nehmen Sie Hilfe an: Lassen Sie sich von Angehörigen, Freundinnen und Selbsthilfegruppen unterstützen.

• Suchen Sie professionelle Unterstützung: Ärztinnen und Pflegefachpersonen, Ihre kantonale oder regionale Krebsliga, das Krebstelefon und Psychoonkologinnen sind für Sie da.

• Erfahren Sie mehr über Ihre Rechte: Erkundigen Sie sich bei der Krebsliga oder Sozialdiensten nach sozialrechtlicher Beratung.

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 014401902121 Informationsblatt PDF

Diagnose Krebs

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Vorbereitung auf das Arztgespräch

Tipps für das erste Gespräch beim Arzt

Tipps für das erste Gespräch beim Arzt Ein offenes und gut vorbereitetes Gespräch mit dem Arzt beugt Missverständnissen vor und schafft Vertrauen – eine gute Basis, um wieder gesund zu werden.

Schreiben Sie Ihre Fragen an den Arzt auf. Notieren Sie auch Ihre Krankengeschichte und Medikamente, die Sie einnehmen (auch selbstgekaufte).

Nehmen Sie die Liste mit zum Arztbesuch und lassen Sie sich, wenn sie möchten, von einer nahestehenden Person begleiten.

Gehen Sie Punkt für Punkt auf der Liste durch. Stellen Sie konkrete Fragen zu Behandlungsoptionen und Nebenwirkungen. Auch zu einer möglichen psychoonkologischen Begleitung und einer onkologischen Rehabilitation.

Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas nicht ganz klar ist. Machen Sie sich Notizen zu wichtigen Punkten. Fragen Sie den Arzt, ob Sie das Gespräch mit dem Handy aufnehmen dürfen.

Artikelnummer: 014402902121 Informationsblatt PDF

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Vorbereitung auf das Arztgespräch


Krebsarten

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Brustkrebs

Pankreaskarzinom

Mammakarzinom

N Brustkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Mammakarzinom

Pankreaskarzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Brustkrebs

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Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011066012111 Broschüre

Ausgabe: 2014 Artikelnummer: 011071012111 Broschüre

Blasenkrebs

Dickdarm- und Enddarmkrebs

Urothelkarzinom der Harnblase

Kolorektales Karzinom

Dickdarm- und Enddarmkrebs

Blasenkrebs Urothelkarzinom der Harnblase

Kolorektales Karzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Blasenkrebs

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

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Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011076012111 Broschüre

Ausgabe: 2014 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011063012111 Broschüre

Krebsarten

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Eierstockkrebs

Gebärmutterkörperkrebs

Ovarialkarzinom

Endometriumkarzinom, Uterussarkom

N Eierstockkrebs Ovarialkarzinom

Gebärmutterkörperkrebs Endometriumkarzinom, Uterussarkom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011073012111 Broschüre

Ausgabe: 2015 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011072012111 Broschüre

Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen

Heller Hautkrebs Basaliom, Spinaliom, Vorstufen

Zervixkarzinom und Präkanzerosen

Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen

Heller Hautkrebs Basaliom, Spinaliom, Vorstufen

Zervixkarzinom und Präkanzerosen

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2017 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011070012111 Broschüre

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011084012111 Broschüre

Schwarzer Hautkrebs siehe Melanom.

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Krebsarten


Hirntumoren und Hirnmetastasen bei Erwachsenen Hirntumoren und Hirnmetastasen bei Erwachsenen

Hodgkin- und Non-Hodgkin-­ Lymphome Lymphdrüsenkrebs

Hodgkin- und NonHodgkin-Lymphome Lymphdrüsenkrebs

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011078012111 Broschüre

Ausgabe: 2013 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011080012111 Broschüre

Hodenkrebs

Leberkrebs Hepatozelluläres Karzinom

Hodenkrebs Leberkrebs Hepatozelluläres Karzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

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Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011075012111 Broschüre

Ausgabe: 2013 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011064012111 Broschüre

Eine Broschüre zum Thema Knochensarkome erscheint 2020.

Krebsarten

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Leukämien bei Erwachsenen

Magenkrebs Magenkarzinom

Leukämien bei Erwachsenen

Magenkrebs Magenkarzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011081012111 Broschüre

Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011062012111 Broschüre

Lungenkrebs Bronchialkarzinom

N

Melanom Schwarzer Hautkrebs

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Lungenkrebs Bronchialkarzinom

Melanom Schwarzer Hautkrebs

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011067012111 Broschüre

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Krebsarten

Melanom

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Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011085012111 Broschüre


Multiples Myelom

Prostatakrebs

Plasmazellmyelom

Prostatakarzinom

Multiples Myelom Plasmazellmyelom

Prostatakrebs Prostatakarzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011082012111 Broschüre

Ausgabe: 2015 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011074012111 Broschüre

Nierenkrebs

Prostatakrebs

Nierenzellkarzinom

Nierenkrebs Nierenzellkarzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Prostatakrebs Prostatakrebs ist eine Krankheit, die viele Männer betrifft. Stichwortartig informieren wir hier über Prostatakrebs. Über die Risikofaktoren sowie die Krankheitssymptome; darüber wie die Diagnose gestellt wird und über die Behandlungen, die es bei Prostatakrebs gibt. Ausführlichere Informationen erhalten Sie in der Broschüre «Prostatakrebs». Und, wenn Sie an Fragen zur Früherkennung interessiert sind, in der Broschüre und dem Booklet «Früherkennung von Prostatakrebs».

Prostata

Bei Prostatakrebs

• • • • •

teilen sich Prostatazellen unkontrolliert. Sie werden zu Krebszellen

Krebszellen können in umliegendes Gewebe einwachsen und es zerstören

die Krebszellen können durch Blut- und Lymphgefässe wandern und an einer anderen Körperstelle Ableger (Metastasen) bilden

inneres Geschlechtsorgan Drüse liegt unterhalb der Blase die Harnröhre verläuft durch die Prostata produziert das Prostataspezifische Antigen (PSA)

Zahlen in der Schweiz

6100 Männer erkranken in der Schweiz pro Jahr an Prostatakrebs

99% der Männer mit Prostatakrebs sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 50 Jahre alt Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern

Ausgabe: 2015 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011077012111 Broschüre

Prävention?

Früherkennung

Bis heute sind leider keine Möglichkeiten zur Vorbeugung von Prostatakrebs bekannt.

Es gibt Nachteile und Vorteile bei Früherkennungsuntersuchungen. Es ist sehr wichtig, sich vor den Untersuchungen gut zu informieren. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt können Sie dabei beraten.

Artikelnummer: 014600902111 Informationsblatt PDF

Krebsarten

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Speiseröhrenkrebs Ösophaguskarzinom

Speiseröhrenkrebs Ösophaguskarzinom

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011061012111 Broschüre

Weichteilsarkome Weichteiltumoren inklusive GIST

Weichteilsarkome Weichteiltumoren inklusive GIST

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011069012111 Broschüre

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Krebsarten


Informationen in leichter Sprache

Tipps zur Zahnpflege

Brust-Krebs Brust-Krebs

So pflegen Sie Ihre Zähne während der Krebs-Behandlung

Eine Broschüre in leichter Sprache

Kurz erklärt

N

kurz erklär t

Eine e chür Bros hter ic in le che Spra

So pflegen Sie Ihre Zähne während der Krebs-Behandlung

Brust-Krebs

Die Krebs-Behandlung kann Ihren Zähnen schaden. Wir geben Ihnen ein paar Tipps.

Wichtig während der Behandlung: Pflegen Sie Ihre Zähne so gut wie möglich. Haben Sie Schmerzen? Gehen Sie zum Zahnarzt. Sagen Sie Ihrem Zahnarzt: Ich habe Krebs.

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011560012111 Broschüre

KLS / 2.2020 / 700 / 011822102111

Eine Information der Krebs-Liga

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Artikelnummer: 011822102111 Informationsblatt

Zahn-Status

Zahnarzt-Kosten

Warum zum Zahnarzt vor der Krebs-Behandlung?

Wer bezahlt den Zahnarzt während der Krebs-Behandlung: Sie oder die Krankenkasse?

Kurz erklärt

Kurz erklärt

N

kurz erklär t

N

kurz erklär t

Warum zum Zahnarzt vor der Krebs-Behandlung?

Wer bezahlt den Zahnarzt während der Krebs-Behandlung: Sie oder die Krankenkasse?

Sie werden eine Krebs-Behandlung machen. Gehen Sie vor der Behandlung zum Zahnarzt. Lassen Sie Ihre Zähne kontrollieren. Haben Sie bereits mit der KrebsBehandlung angefangen? Gehen Sie so schnell wie möglich zum Zahnarzt.

Während der Therapie: Pflegen Sie Ihre Zähne so gut wie möglich.

Sie fragen sich vielleicht: «Ich habe Krebs. Warum muss ich zum Zahnarzt?» Wir erklären es Ihnen.

Haben Sie trotzdem Probleme mit Ihren Zähnen? Gehen Sie zum Zahnarzt.

Wichtig vor der Krebs-Behandlung: Wichtig während der Krebs-Behandlung: Die Krebs-Behandlung kann Ihren Zähnen schaden.

Sagen Sie: «Ich habe Krebs.»

Haben Sie wegen der Krebs-Behandlung Probleme mit Ihren Zähnen? Die Krankenkasse bezahlt den Zahnarzt.

Verlangen Sie einen Zahn-Status. Das ist ein Bericht über Ihre Zähne. 1

Artikelnummer: 011823102111 Informationsblatt

KLS / 2.2020 / 700 / 011824102111

KLS / 2.2020 / 700 / 011823102111

Gehen Sie zum Zahnarzt.

Der Zahnarzt braucht den Zahn-Status. Im Zahn-Status steht: Ihre Zähne wurden vor der Krebs-Behandlung kontrolliert.

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Artikelnummer: 011824102111 Informationsblatt

www.krebsliga.ch/kurz Informationen in leichter Sprache

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Therapien

Komplementärmedizin bei Krebs

N Komplementärmedizin bei Krebs

Krebsmedikamente zu Hause einnehmen Orale Tumortherapien

Krebsmedikamente zu Hause einnehmen Orale Tumortherapien

Ein Ratgeber der Krebsliga

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011951012111 Broschüre

Medikamentöse ­Tumortherapien Chemotherapien und weitere Medikamente

Medikamentöse Tumortherapien Chemotherapien und weitere Medikamente

Krebsmedikamente zu Hause einnehmen

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Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011102012111 Broschüre

Operationen bei Krebs Operationen bei Krebs

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Medikamentöse Tumortherapien

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Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011101012111 Broschüre

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Therapien

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011100012111 Broschüre


Die Strahlentherapie Radiotherapie

Die Strahlentherapie Radiotherapie

Behandlungswahl: Was muss ich wissen?

Behandlungswahl: Was muss ich wissen? Nach der Krebsdiagnose wird Ihr Arzt Ihnen eine oder mehrere Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Was müssen Sie wissen um sich entscheiden zu können?

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Eine Behandlung darf nur mit ausdrücklicher und informierter Zustimmung des Patienten1 erfolgen. Um sich entscheiden zu können, sollten Sie verstehen, welche Möglichkeiten es gibt und mit welchen Wirkungen und Nebenwirkungen Sie bei einer Therapie zu rechnen haben. Eine Krebsbehandlung wird interdisziplinär geplant und überwacht. Verschiedene Fachleute beurteilen in einem sogenannten Tumorboard gemeinsam die Situation, um Ihnen die für Sie am besten geeignete Behandlung empfehlen zu können. Wichtig: Sie können zu jedem Zeitpunkt Fragen stellen, eine frühere Entscheidung hinterfragen oder eine Bedenkzeit verlangen. Entscheidend ist, dass Sie einer Massnahme erst dann zustimmen, wenn Sie über das genaue Vorgehen informiert worden sind – eine Krebsdiagnose ist in der Regel kein Notfall! Welche Informationen sind wichtig? Am besten erfolgt die Beratung und Behandlungsplanung an einem qualifizierten Tumorzentrum2. Bleiben Unsicherheiten, kann es manchmal sinnvoll sein, eine Zweitmeinung einzuholen. Auf Seite 2 finden Sie eine Checkliste mit möglichen Fragen, die Sie dem Arzt zu den vorgeschlagenen Therapiemöglichkeiten stellen können. Zum Wie und Wo und zu Fragen der Kostenübernahme ist eine Rücksprache mit dem Behandlungsteam oder der Krankenkasse empfehlenswert.

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011010012111 Broschüre

Wirksamkeit der Behandlung Worauf beruht das Wissen über die Wirksamkeit von Behandlungen? Verlässlichste Quelle für Aussagen zur Wirksamkeit und Nutzen sind grosse klinische Studien, welche den Einfluss einer Behandlung systematisch untersucht haben (siehe dazu auch die Broschüre der SAKK; Krebsbehandlung im Rahmen einer klinischen Studie, www.sakk.ch). 1

2

Messgrössen für die Wirksamkeit Wie Ergebnisse beurteilt werden, richtet sich nach dem Ziel der Behandlung. Ist es Heilung (kuratives Ziel), ist folgendes von Bedeutung: • Wie viele von 100 Patienten sind zwei, fünf, zehn oder mehr Jahre nach der Behandlung ohne Rückfall? • Bei wie vielen von 100 Patienten ist nach bestimmten Zeitabschnitten ein Rückfall am ursprünglichen Ort (Lokalrezidiv) oder entfernt (Metastasen) aufgetreten? Kann bei fortgeschrittener Erkrankung aus medizinischer Sicht keine vollständige Heilung in Aussicht gestellt werden, spricht man von einer palliativen Situation. Essentielle Kriterien sind: • Wie lange bleiben die Krebszellen unter Kontrolle und wachsen nicht weiter? • Wie viele von 100 Patienten sind nach einem, zwei oder fünf Jahren am Leben? Auch das Ansprechen auf die Therapie wird beurteilt: Lässt sich der Tumor vollständig oder teilweise zur Rückbildung bringen (komplette oder partielle Remission, Abkürzung: CR, PR)? Oder kommt das Fortschreiten für längere Zeit zum Stillstand? Die Ansprechrate erfolgt als (Prozent-)Anteil aller behandelten Patienten. Wichtig: Auch wenn sich die Erkrankung durch die Therapie zunächst zurückbildet und die Zeit bis zum Fortschreiten verlängert wird, bedeutet das nicht unbedingt ein längeres Überleben. Ist keine dauerhafte Heilung möglich, gilt es vor allem die Lebensqualität zu erhalten und Symptome und Komplikationen zu vermeiden. Bei Therapien mit starken Nebenwirkungen gilt es dies zu bedenken und abzuwägen.

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter. www.krebsliga.ch/q-label; www.oncomap.de (Stichwort «Schweiz»)

Artikelnummer: 014403902121 Informationsblatt PDF Ein Flyer zum Thema Immuntherapie erscheint 2020.

Diagnose Brustkrebs Wir unterstützen Sie bei der Wahl des behandelnden Spitals

Diagnose Brustkrebs Wir unterstützen Sie bei der Wahl des behandelnden Spitals

Eine Information für Krebsbetroffene und Angehörige

Artikelnummer: 011481214221 Flyer

Therapien

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Begleitsymptome

Befinden und Psyche Wenn auch die Seele leidet

Ernährung Ernährung bei Krebs

Krebs trifft den ganzen Menschen

N Ernährung bei Krebs

Wenn auch die Seele leidet Krebs trifft den ganzen Menschen

Online

lesen

Ein Ratgeber der Krebsliga

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene

Wenn auch die Seele leidet

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Ausgabe: 2014 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011022012111 Broschüre

Spiritualität als Ressource in Krankheit, Krise oder Trauer

N Spiritualität als Ressource in Krankheit, Krise oder Trauer

Ausgabe: 2020 Artikelnummer: 011602012111 Broschüre

Erschöpfung und Fatigue Rundum müde Fatigue bei Krebs

Rundum müde Fatigue bei Krebs

Viele Menschen haben ein Bedürfnis nach Spiritualität. Sie verspüren eine Sehnsucht nach Sinn, nach Ganzheit, nach innerer Ruhe und nach Verbundenheit. Spiritualität gewinnt in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung. Dieses Informationsblatt zeigt, wie Spiritualität in Zeiten von Krankheit, Krise oder Trauer zur persönlichen Ressource werden kann.

Menschen nehmen Spiritualität ganz unterschiedlich wahr und erleben sie auf verschiedenste Arten und Weisen. Das hat damit zu tun, dass Spiritualität eine persönliche Erfahrung ist. Die Europäische Vereinigung für Palliative Care (EAPC) spricht von einer «dynamischen Dimension menschlichen Lebens.» Vergleich zur Religion Gerade weil es schwierig ist, Spiritualität allgemeingültig zu definieren, kann eine Abgrenzung zum Begriff Religion helfen, den Begriff besser zu erfassen. Spiritualität und Religion sind nicht das Gleiche, aber sie sind eng miteinander verwandt. Bei der Religion geht es um gemeinsame Erfahrungen, in welchen bestimmte Traditionen, Rituale und Glaubensinhalte geteilt werden. Bei der Spiritualität geht es eher um eine individuelle Verbundenheit. Dabei ist auch persönliche Haltung prägend: Was trägt Sie im Leben? Was inspiriert Sie und welches sind Ihre existenziellen Überzeugungen und Werthaltungen? Grundsätzlich gefragt: Welchen Sinn hat mein Leben? Spiritualität als Ressource in Krankheit, Krise oder Trauer Laut Pascal Mösli, Seelsorger, Forscher und Dozent für Spiritual Care, kann die Auseinandersetzung mit den spirituellen Seiten des Lebens Krebsbetroffenen Halt und Orientierung geben: «Eine schwere Erkrankung fordert Menschen zutiefst heraus. Sie bringt sie an Grenzen: Grenzen des Vertrauten, des Verstehens, des Schmerzes. Mit Spiritualität ist der persönliche Weg gemeint, um in dieser Grenzerfahrung zu sich zu kommen und zu dem, was einen trägt.»

Folgende Beispiele zeigen, wie die Spiritualität zur persönlichen Ressource werden kann: • Zu sich selber finden: Viele Menschen, die erkranken, überdenken ihr Leben neu und werden sich Dinge bewusst, die sie vorher nicht wahrgenommen oder reflektiert haben. • Sich mit einem höheren Wesen verbunden fühlen: Beispielsweise spirituelle Praktiken, wie das Gebet oder die Meditation, können Menschen neue Kraft geben. • Bewusster mit dem eigenen Körper verbunden sein: Yoga oder Tanz können Betroffene in einer Situation von Unsicherheit unterstützen und stärken. • Die Kraft der Natur spüren: An einem reissenden Fluss oder auf einer abgelegenen Bergwanderung die Erfahrung machen, selber Teil der Natur und damit eines grösseren Ganzen zu sein. Wie Betroffene und Angehörige Spiritualität wahrnehmen Verschiedene Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen auf, wie wichtig Spiritualität während einer Erkrankung ist. So sagen etwa betroffene Menschen, dass ihnen Glaube und Spiritualität helfen, die Krankheit zu bewältigen und die verlorengeglaubte Lebensqualität wiederzuentdecken. Arnd Büssing, Professor der Universität Witten/Herdeke forscht in den Themenbereichen Spiritualität, Gesundheit und Lebensqualität sowie Bewältigungsstrategien. Er führte Interviews mit Betroffenen durch, um zu verstehen, welche Auswirkungen gelebte Spiritualität für sie hat.

Artikelnummer: 014507903141 Informationsblatt PDF

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Begleitsymptome

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Rundum müde

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Ausgabe: 2014 (Nachdruck 2017) Artikelnummer: 011028012111 Broschüre


Schmerzen Erschöpfung und Müdigkeit bei Krebs

Schmerzen bei Krebs und ihre Behandlung Schmerzen bei Krebs und ihre Behandlung

Erschöpfung und Müdigkeit bei Krebs Bei Krebs kann es zu einer ausgeprägten Erschöpfung kommen, die selbst nach viel Ruhe und Schlaf nicht verschwindet. Die Auslöser von krebsbedingter Müdigkeit können ganz unterschiedlich sein. Ein Pauschalrezept dagegen gibt es keines. Eine Übersicht möglicher Massnahmen finden Sie hier aufgeführt.

Immer müde, erschöpft und kraftlos während und/oder nach einer Krebsbehandlung? Bei Krebs kann es zu einer ausgeprägten Erschöpfung und Müdigkeit kommen. Was sich dagegen tun lässt, orientiert sich immer an der persönlichen Situation und den jeweiligen Ursachen. Vielen Betroffenen helfen Bewegung, Entspannungsverfahren oder eine eiweissreiche Ernährung. Auch psychosoziale Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung hat sich bewährt. Definition, Symptome und Diagnostik Was versteht man unter krebsbedingter Müdigkeit Müdigkeit während einer anstrengenden Krebstherapie erscheint den meisten Menschen als ganz normal. Doch bei nicht wenigen Patientinnen1 kommt es zu einer ausgeprägten chronischen, langandauernden Form der Erschöpfung. Sie bessert sich auch durch Ausschlafen oder körperliche Schonung nicht. Diese besondere Müdigkeit bei Krebs heisst krebsbedingte Müdigkeit oder «Cancer related Fatigue» (CrF). Als «akute CrF» bezeichnen Fachleute Erschöpfung, die während oder kurz nach einer Krebsbehandlung auftritt. Von «chronischer CrF» sprechen sie, wenn die starke Erschöpfung noch mehrere Monate oder Jahre nach einer abgeschlossenen Krebsbehandlung anhält. Wie macht sich Fatigue bemerkbar? Die Erscheinungsformen von CrF sind vielfältig: Manche Patientinnen fühlen sich vor allem körperlich schwach und kraftlos und haben ein vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis. Bei anderen äussert sich die Erschöpfung eher auf der Gefühlsebene: Sie sind antriebslos, können sich zu nichts motivieren oder haben Angst vor ganz normalen Anforderungen des Alltags. Die Folge: Alltägliche Verrichtungen wie sich kleiden, sich waschen und einkaufen werden plötzlich als anstrengend, kräfteraubend oder gar unüberwindbar empfunden. Erschöpfung kann ausserdem dazu führen, dass man sich nicht gut konzentrieren kann oder vergesslich wird. Belasten Sie solche oder ähnliche Symptome, sollten Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin darüber sprechen. 1

Wie lässt sich Fatigue erfassen? Ärztinnen und Fachfrauen versuchen in einem Gespräch mit Betroffenen, mehr über Ausmass und Auslöser einer CrF herauszufinden. Manche nutzen standardisierte Erfassungsinstrumente wie Fragebögen oder Skalen, auf denen Sie angeben können, wie müde Sie sich fühlen und wie sich die Müdigkeit im Alltag auswirkt. Je nach vermuteter Ursache werden auch noch Blutuntersuchungen oder andere Untersuchungsverfahren gemacht. Oft ist es nicht leicht, der Ärztin zu erklären, was eigentlich so anders ist als vor der Erkrankung. Folgende Fragen können die Vorbereitung auf ein Arztgespräch erleichtern: • Wie stark ist meine Müdigkeit? • Was ist anders im Vergleich zur Situation vor meiner Erkrankung? • Wann beginnt meine Müdigkeit und wie lange dauert sie? • Wie macht sich meine Müdigkeit körperlich bemerkbar? • Wird die Müdigkeit durch Erholung und Schlaf geringer? • Sind meine Stimmung und/oder mein Konzentrationsvermögen verändert? • Wie wirkt sich meine Erschöpfung im Alltag aus? Habe ich das Gefühl etwas tun zu wollen, aber es fehlt mir die Kraft dazu? Das ist eine wichtige Abgrenzung zu einer Depression. Diese geht mit Gefühlen von «Ich bin nichts wert» einher.

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ursachen und Auslöser CrF während einer Krebsbehandlung Viele Betroffene fühlen sich während einer Krebsbehandlung erschöpft. CrF lässt sich jedoch oft nicht auf einen einzelnen Auslöser zurückführen. In der Regel spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Krebsbehandlungen wie etwa eine Chemotherapie, eine Bestrahlung, Immuntherapien und deren Folgen begünstigen Erschöpfung. Nebenwirkungen wie Blutarmut, Übelkeit und Erbrechen sowie Entzündungen und Infektionen verstärken den Effekt. Zudem verändert sich während einer

Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011107012111 Broschüre

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 014503903121 Informationsblatt PDF

Schmerztagebuch

Nervenschädigungen Ner­ven­schä­den und Hör­stö­run­gen bei Krebs er­ken­nen und lin­dern

So nehme ich meine Schmerzen wahr

Schmerztagebuch So nehme ich meine Schmerzen wahr

Ein Angebot der Krebsliga

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Nervenschäden und Hörstörungen bei Krebs erkennen und lindern Krebsbetroffene können während und nach einer Krebsbehandlung unter Nervenschäden (Neuropathie) leiden. Verursacht wird dies zum Beispiel durch Chemotherapien und zielgerichtete Krebsmedikamente, seltener durch Strahlentherapien oder Operationen. Manchmal drückt auch der Tumor selbst auf die Nervenbahnen. Sind Nerven geschädigt, nehmen dies die Betroffenen in Form von Empfindungsstörungen, Schmerzen oder Hör­ störungen wahr. Eine solche Störung kann vorübergehend oder bleibend sein.

Insbesondere bei Chemotherapien mit Platinverbindungen, Taxanen, Vincaalkaloiden und Eribulin ist es möglich, dass Nerven beeinträchtigt werden. Dies kann auch bei zielgerichteten Krebsmedikamenten wie Bortezomib und Thalidomid passieren. Nicht jeder Krebsbetroffene nimmt Nervenschäden gleich wahr. Am häufigsten sind Nerven ausserhalb von Rückenmark und Gehirn betroffen, sogenannte periphere Nerven. Typische Anzeichen sind: Hände und Füsse kribbeln, fühlen sich kraftlos, pelzig oder taub an oder sind kälteempfindlich. Betroffene tun sich schwer damit, ein Hemd zuzuknöpfen oder zu schreiben. Manche haben Probleme beim Gehen, weil das Gefühl in den Füssen fehlt. Andere empfinden brennende, stechende Schmerzen. Zu den peripheren Nerven zählen auch Seh- und Hörnerven. Betroffene, die das Chemotherapie-Medikament Cisplatin erhalten, können unter Umständen schwerhörig werden. Seltener betrifft die Neuropathie jenen Teil des Nervensystems, der die inneren Organe steuert und nicht willentlich vom Menschen beeinflusst wird. Dies kann sich insbesondere in Form von Stuhlverstopfung oder Problemen beim Wasserlassen zeigen. Sehr selten wirken sich Therapien auf das sogenannte zentrale Nervensystem, also Gehirn oder Rückenmark, aus. Können Ärztinnen und Ärzte im Vorfeld etwas tun? Als sicherste Vorbeugung gilt die Wahl eines weniger oder gar nicht nervenschädigenden Präparats. Dies ist aber nicht immer möglich. Auch die Dosis kann nicht beliebig verringert werden. Vor allem dann nicht, wenn eine Krebserkrankung durch die geplante Therapie aufgehalten werden soll. Folgende Fragen sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin diskutieren: • Welche Krebsmedikamente kommen für meine Behandlung infrage? Welche nervenschädigenden Nebenwirkungen können sie haben?

• Lässt sich das Neuropathie-Risiko durch eine geringere Dosis oder die Wahl einer anderen Substanz senken?

• Kann man durch die Wahl einer anderen Substanz das Risiko einer Nervenschädigung oder einer Hörstörung verringern?

Ausgabe: 2012 Artikelnummer: 011116032111 Broschüre A6

• Welche Auswirkungen hat eine Therapiepause? • Werden gleichzeitig weitere nervenschädigende Behandlungen eingesetzt? Lassen sich Nervenschäden vermeiden? Wissenschaftler forschen seit Jahren nach Medikamenten, die Nervenschäden verhindern bzw. die Nerven schützen. Momentan gibt es diese Substanzen noch nicht. Fachleute raten Betroffenen, deren Risiko für eine Neuropathie erhöht ist, zu regelmässiger Bewegung und Gleichgewichtsübungen; dies bereits vor und während der Chemotherapie. Bei diversen Verfahren gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse zu Nutzen und Unbedenklichkeit. Dies gilt insbesondere bezüglich Kühlung von Händen und Füssen während einer Chemotherapie, um die schädigende Medikamentenwirkung an den Nerven zu drosseln. An wen können Sie sich im Speziellen wenden? Wer neuropathische Symptome an sich beobachtet, sollte mit seinem Onkologen sprechen. Je nachdem, welche Anzeichen auftreten, erfolgt eine Überweisung an spezialisierte Fachleute: Für Diagnostik und Behandlung einer Neuropathie oder einer Schädigung des zentralen Nervensystems sind Neurologen zuständig. Ist das Gehör beeinträchtigt, wird ein Hals-, Nasenund Ohrenspezialist einbezogen. Bei Schmerzen wenden Sie sich an den Schmerzspezialisten.

DOLOMETER®VAS Zur Einschätzung der Schmerzstärke

Was lässt sich gegen Nervenschäden tun? Ist der Tumor selbst die Ursache, wird man versuchen, ihn zu verkleinern, um den Druck auf die Nerven zu mindern. Bei Nervenschäden, die durch Medikamente

Artikelnummer: 014509903141 Informationsblatt PDF

Artikelnummer: 221109252111 Massstab Begleitsymptome

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Sexualität

Symptome diverse

Weibliche Sexualität bei Krebs

Symptom Navi

N Weibliche Sexualität bei Krebs

Symptom Navi

KLS / 9.2019 / 011260252112 / © 2019 Lindenhofgruppe Bern

Ein Ratgeber der Krebsliga für betroffene Frauen

Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011030012111 Broschüre

Männliche Sexualität bei Krebs Männliche Sexualität bei Krebs

Ein Ratgeber der Krebsliga für betroffene Männer

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011029012111 Broschüre

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Begleitsymptome

(erscheint 2020) Artikelnummer: 011261992111 Informationsblätter PDF


Körperliche Veränderungen

Verändertes Aussehen Die Krebstherapie hat mein ­Aussehen verändert

Brustprothesen Brustprothesen Die richtige Wahl

Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert

Brustprothesen Die richtige Wahl

Tipps und Ideen für ein besseres Wohlbefinden Ein Ratgeber der Krebsliga

Ein Ratgeber der Krebsliga für betroffene Frauen

Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert

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Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011020012111 Broschüre

Brustaufbau Eine neue Brust? Chirurgischer Wiederaufbau nach Brustkrebs

Brustprothesen – Die richtige Wahl

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Ausgabe: 2014 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011401012111 Broschüre

Leben ohne Kehlkopf Leben ohne Kehlkopf Leben ohne Kehlkopf

Eine neue Brust? Chirurgischer Wiederaufbau nach Brustkrebs

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ein Ratgeber der Krebsliga für Brustkrebspatientinnen

Ausgabe: 2012 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011402012111 Broschüre

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011201013111 Broschüre

Körperliche Veränderungen

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Lymphödem Das Lymphödem nach Krebs

Die Ileostomie

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N Die Ileostomie

Das Lymphödem nach Krebs Online

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Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ein Ratgeber der Krebsliga

Die Ileostomie

Ausgabe: 2020 Artikelnummer: 011410013111 Broschüre

Stoma

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Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011502012111 Broschüre

Die Urostomie

Die Colostomie

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Die Urostomie

Die Colostomie

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Urostomie

Die Colostomie

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Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011503012111 Broschüre

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Körperliche Veränderungen

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Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011500012111 Broschüre


Bewegung und Sport bei Krebs

Körperliche Aktivität bei Krebs

Bewegung tut gut

Dem Körper wieder vertrauen

Übungen nach einer ­Brustoperation

Körperliche Aktivität bei Krebs Dem Körper wieder vertrauen

Bewegung tut gut Übungen nach einer Brustoperation

Ein Angebot der Krebsliga

Ein Ratgeber der Krebsliga für Betroffene 3

Körperliche Aktivität bei Krebs

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Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011027013111 Broschüre

Krebssportgruppen: Körperliche Aktivität bei Krebs Mehr Spass in der Gruppe

Ausgabe: 2014 Artikelnummer: 011415032111 Broschüre A6

Körperliche Aktivität für Krebsbetroffene

N Körperliche Aktivität für Krebsbetroffene Fachleute sind sich einig: Während oder nach einer Krebsbehandlung profitieren Betroffene davon, sich aktiv zu bewegen. Studien zeigen: Das Risiko für mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen sinkt. Wer aktiv ist, fühlt sich seltener erschöpft, ist leistungsfähiger und bleibt beweglicher. Die Lebensqualität kann sich ebenfalls verbessern. Darüber hinaus belegen einige Untersuchungen den positiven Einfluss auf die Psyche: körperliche Aktivität und Sport können bei der Krankheitsbewältigung helfen und Depressionen vorbeugen oder lindern. Das vorliegende Informationsblatt zeigt Möglichkeiten auf, in welcher Form und wie intensiv sich jemand während einer Behandlung oder später in der Rehabilitation körperlich betätigen kann.

Im Allgemeinen wird körperliche Aktivität wie folgt definiert:

Krebssportgruppen: Körperliche Aktivität bei Krebs Mehr Spass in der Gruppe

Ein Angebot der Krebsliga für Betroffene

Als körperliche Aktivität wird jede physische Bewegung bezeichnet, die durch Kontraktion der Skelettmuskeln verursacht wird und einen höheren Energieverbrauch als im Ruhezustand zur Folge hat. Diese Definition umfasst jeden Bereich, in dem wir Menschen uns bewegen und dadurch Energie verbrauchen. Das kann im Alltag sein (Treppen steigen, Haus- und Gartenarbeit, usw) oder als geplante körperliche Aktivität (Nordic Walking, Velofahren, usw). Das Netzwerk Gesundheit und Bewegung Schweiz (www.hepa.ch) empfiehlt gesunden Frauen und Männern im erwerbsfähigen Alter folgendes: • Mindestens 2½ Stunden Bewegung pro Woche in Form von Alltagsaktivitäten, Training (Ausdauer und Kraft mit mindestens mittlerer Intensität) oder Sport • oder 1¼ Stunden Training oder Sport mit hoher Intensität. • Auch Kombinationen von Bewegung mit verschiedenen Intensitäten sind möglich. Wobei jeweils 10 Minuten Bewegung mit hoher Intensität den gleichen gesundheitlichen Nutzen bringt, wie 20 Minuten mit mittlerer Intensität. • Schrittweiser Aufbau: Statt 30 Minuten Ausdauertraining pro Tag können Sie auch mit kurzen Intervallen beginnen und das Training dann langsam steigern. • Eine mittlere Intensität weisen körperliche Aktivitäten auf, bei denen man zumindest etwas ausser Atem, aber nicht unbedingt ins Schwitzen kommt. Zum Beispiel: Zügiges Gehen, Velofahren, Schneeschaufeln oder Gartenarbeiten. Auch viele andere Freizeit-, Alltags- oder Sportaktivitäten haben eine mittlere Intensität.

Ausgabe: 2016 Artikelnummer: 011032103121 Informationsflyer

• Eine hohe Intensität weisen Aktivitäten auf, die zumindest leichtes Schwitzen und beschleunigtes Atmen verursachen. Hierzu gehören bewegungsintensive Sportarten, die grosse Muskelgruppen beanspruchen, wie zum Beispiel Laufen, zügiges Velofahren oder Schwimmtraining. Bewegung bei Krebs steigert das Wohlbefinden Die meisten Krebserkrankungen wirken sich grundlegend auf die körperliche und psychische Verfassung eines Menschen aus. Manche Betroffene leiden zum Beispiel während und/oder nach einer Therapie unter der sogenannten Fatigue (Erschöpfungszustand). Durch tägliche Aktivitäten können das Wohlbefinden und die Energie gesteigert und damit einer Müdigkeit entgegengewirkt werden. Wie Sie körperliche Aktivität in Ihren Alltag einbauen können: • Gehen Sie zu Fuss statt mit dem Bus oder dem Auto einkaufen • Benutzen Sie die Treppe statt den Lift • Gehen Sie regelmässig spazieren und dehnen Sie diese Spaziergänge von Woche zu Woche aus Körperliche Aktivität bei Krebs: Richtig dosieren Ob eine gezielte körperliche Aktivität für einen selbst vorher, während oder direkt nach einer Krebserkrankung geeignet ist, sollte man mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprechen. Im Gespräch finden Sie am besten heraus, welches Pensum an Bewegung je nach Phase angemessen ist. Mögliche Fragen könnten sein: «Reicht es aus, Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen (z.B. einkaufen, putzen oder Gartenarbeit)? Oder sollte ich gezielte Bewegungsübungen machen, meine Ausdauer trainieren oder Muskelkraft aufbauen? Falls Sport möglich ist: Sind moderate oder intensive Sportarten sinnvoll?»

Artikelnummer: 011237903121 Informationsblatt PDF

Bewegung und Sport bei Krebs

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Versicherungen und rechtliche Fragen

Krebs – was leisten ­Sozial­versicherungen? Krebs – was leisten Sozialversicherungen?

Mobil bleiben trotz Krebs

N Mobil bleiben trotz Krebs Die Bewahrung der Mobilität im Strassenverkehr ist für Krebserkrankte ein wichtiges Anliegen. Viele Therapien finden ambulant statt. Die zahlreichen Hin- und Rückfahrten auf Grund der Behandlung sind anstrengend, zeitraubend und kostenintensiv. Wenn Erkrankte nicht mehr hinter das Steuer sitzen dürfen, bedeutet dies allenfalls eine Einschränkung in ihrer Mobilität und eine zusätzliche Herausforderung. Dieses Informationsblatt bietet Tipps, wie man trotz einer Krebserkrankung mobil bleibt, ohne dabei Risiken einzugehen.

Grundsätzlich muss der Weg zur Therapie gut vorbereitet werden. Hierbei stellen sich für die Patientin oder den Patienten drei wichtige Fragen: • Kann ich noch selber mit dem Auto oder mit dem Velo fahren? • Ist mein Gesundheitszustand stabil genug, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein? • Kann ich überhaupt noch alleine unterwegs sein? Oder sollte ich mich besser begleiten oder zumindest abholen lassen?

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Ausgabe: 2015 Artikelnummer: 011811013111 Broschüre

Krebstherapie und ­Zahnarztkosten

Weiterhin sicher Autofahren Ob ein Mensch selber Autofahren kann, hängt generell von seiner momentanen körperlichen und geistigen Verfassung ab. Er muss als Lenker fähig sein, eine unerwartete Verkehrs- oder Umweltsituation zu meistern. Ehrlichkeit zu sich selber ist deshalb sehr wichtig. Neben der Krankheit können auch Therapien und Medikamente die Fahrfähigkeit beeinflussen. Bei Medikamenten spielen Faktoren wie die Dauer der Anwendung, Gewöhnung und individuelle Verträglichkeit eine Rolle. Deshalb ist generell Vorsicht und individuelles Abwägen geboten. Eine Krebserkrankung, wie beispielsweise ein Hirntumor oder eine funktionseinschränkende Operation kann die Fahrfähigkeit stark einschränken. Bei einer Mehrzahl der heutigen Krebstherapien ist aber erfreulicherweise keine langfristige Einschränkung der Fahrfähigkeit zu erwarten. Belastende und schlecht verträgliche Therapien werden auch meist stationär durchgeführt. Je nach ambulanter Therapie oder Medikament können die Auswirkungen dennoch sehr unterschiedlich ausfallen. So kann eine Person während einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie sehr fit sein, jemand anderes fühlt sich bei gleicher Behandlung müde und kraftlos. Es muss deshalb immer im Einzelfall geklärt werden, ob die Fahrfähigkeit gegeben ist oder nicht. Der Arzt muss seinen Patienten darauf hinweisen, dass bei Therapien und kombinierten Medikamenten die Fahrfähigkeit allenfalls beeinträchtigt werden könn-

te. Fachleute raten daher, zum allerersten ambulanten Therapietermin nicht selber mit dem Auto zu fahren, sondern sich fahren und/oder begleiten zu lassen. Ist die erste Therapierunde geschafft, weiss man zuverlässiger, wie der Patient auf die Medikamente reagiert. Am besten wird die Frage der Fahrfähigkeit daher vor jeder weiteren Therapierunde kurz mit dem behandelnden Onkologen vorbesprochen. Einige Medikamente verursachen Müdigkeit. Nicht nur das Einschlafen am Steuer ist gefährlich, Müdigkeit selber reduziert die Fahrtüchtigkeit deutlich. Müdigkeitsanzeichen werden in der Regel gut bemerkt. Es ist deshalb wichtig, diese Anzeichen ernst zu nehmen. Ein Medikament – als Haupt- oder Nebenwirkung – kann auch nach dem Schlafen noch sedierend wirken und damit die Fahrfähigkeit vermindern. Es liegt in der Verantwortung des Lenkers oder der Lenkerin, die eigene körperliche Verfassung richtig einzuschätzen und gegebenenfalls auf eine Fahrt zu verzichten. Risiken bei eingeschränkter Fahrfähigkeit Die meisten Medikamente kann die Polizei bei der Verkehrskontrolle nicht mit einem Schnelltest überprüfen. Es gibt für Medikamente auch keine gesetzlich festgelegten Blutwerte (ausser Morphin). Die Polizisten sind aber geschult darin, die Lenker und ihr Verhalten genau zu beobachten und die Zeichen von Fahrunfähigkeit zu erkennen. Deutet z. B. die unsichere Fahrweise auf ein medizinisches Problem hin oder erwähnt der Fahrer, dass er Medikamente eingenommen hat, kann die Staatsanwaltschaft eine Blut- und Urinprobe anordnen. Zudem findet dann eine ärztliche Untersuchung statt. Nach der Auswertung des Bluts und des Urins wird ein sogenanntes 3-Säulen-Gutachten erstellt. Das setzt sich wie folgt zusammen: • Zusammenstellung der polizeilichen Erkenntnisse • ärztliche Befunde • Ergebnisse des Blut- und Urintests

Artikelnummer: 011821902141 Informationsblatt PDF

Transportkosten zu Therapien und Untersuchungen

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Krebstherapie und Zahnarztkosten Eine Krebstherapie kann sich manchmal negativ auf Mund und Zähne auswirken. Die Folgen sind neben den Beschwerden sehr hohe Zahnarztkosten. Nur wenn belegt ist, dass die Zahnschäden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die Krebstherapie entstanden sind und nicht vermeidbar waren, übernimmt die obligatorische Krankenversicherung die Kosten. Sorgen Sie daher vor: Vereinbaren Sie vor Beginn der Therapie einen Termin bei der Zahnärztin1. Kaum eine Patientin denkt bei der Diagnose Krebs an einen Zahnarztbesuch. Aber manche Krebsmedikamente sowie Operation und Strahlentherapie im Kieferbereich können die Mundschleimhaut angreifen und Nebenwirkungen auf Zähne und Kieferknochen haben. Zwar können die Beschwerden durch eine achtsame Mund- und Zahnpflege gelindert werden. Trotz sorgfältiger Zahnpflege ist es jedoch möglich, dass Zähne, Zahnwurzeln und Zahnfleisch beschädigt werden und eine umfassende zahnärztliche Behandlung notwendig wird. Die unvermeidlichen Kosten können schnell mehrere tausend Franken betragen. Falls der Nachweis erbracht wird, dass die Schäden eine Folge der Krebsbehandlung sind, muss die Krankenkasse die Kosten für die Zahnbehandlung übernehmen. Zahnpflege vor der Krebstherapie Vor Therapiebeginn sollte kontrolliert werden, ob Entzündungs- und Infektionsherde im Bereich der Zähne vorliegen. Der Beweis, dass die Zahnschäden durch die Behandlung der Krebserkrankung entstanden sind, gelingt oft nur, wenn vor Beginn der Therapie eine zahnärztliche Untersuchung durchgeführt wurde. Am besten wird ein sogenannter Zahnstatus erstellt. Damit kann bewiesen werden, dass vor der Krebstherapie keine Zahnschäden vorlagen und eine genügende Mundhygiene durchgeführt wurde. Ohne einen aktuellen Zahnstatus geht die Krankenkasse meist davon aus, dass die Schäden bereits vor der Krebsbehandlung bestanden und verweigert die Zahlung. Zahnpflege während der Krebstherapie Viele Krebspatientinnen können die notwendige Zahnpflege wie gewohnt fortsetzen. Bei andern wird die Mundhygiene aber schwierig oder reicht nicht aus. Zahnschäden, die durch eine bessere Mundhygiene vermieden werden könnten, werden von der Krankenkasse jedoch nicht übernommen. Die detaillierte und persönliche Beratung zur geeigneten Mundhygiene durch eine Zahnärztin ist wichtig. Falls Mund- und Zahnprobleme auftreten, muss die Zahnärztin umgehend aufgesucht werden. 1

Während der Chemotherapie ist die Mundpflege sehr wichtig. Manche Medikamente können zu Übelkeit führen. Kommt es zum Erbrechen, sollte der Mund sorgfältig ausgespült werden, weil die Magensäure die Zähne angreift. Bei vielen Patientinnen wird die Mundschleimhaut wund oder brennt. Rauchen und Alkohol sowie saure, scharfe oder grobkörnige Speisen können Beschwerden verursachen oder verstärken. Bei Tumoren im Mund und Rachen ist kurz nach der Operation normales Zähneputzen meist nur schwer möglich. Eine Bestrahlung führt bei etlichen Patientinnen zu vorübergehenden Entzündungen der Mundschleimhaut und zu einer verminderten Produktion von Speichel. Bei manchen Patientinnen bleibt auf Dauer ein trockener Mund. Das Risiko für Karies und Schäden am Zahnfleisch steigt. Bei Mundtrockenheit (Xerostomie) helfen Lösungen zum Befeuchten und Spülen oder sogenannter «künstlicher Speichel» gegen das unangenehme Gefühl.

Was ist ein Zahnstatus? Als Zahnstatus bezeichnet man die Dokumentation des Zustand des Gebisses durch eine Zahnärztin. Die Zahnärztin untersucht das Gebiss und dokumentiert fehlende Zähne, Karies, ersetzte Zähne, oder vorgenommene zahnärztliche Behandlungen. Sie berichtet auch über die Erhaltungswürdigkeit eines Zahns oder die Erneuerungsbedürftigkeit von bereits vorhandenen Füllungen und hält auffällige Befunde der Mundschleimhaut und des Zahnhalteapparates (z. B. Zahnfleisch und Zahnwurzeln) fest. Ein Zahnstatus vor der Krebsbehandlung beweist den Zustand der Zähne und des Zahnfleisches vor der Therapie.

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Transportkosten zu Therapien und Untersuchungen Die Krebsbehandlung verlangt oft zahlreiche Fahrten ins Spital oder zur Therapie. Die Kosten für diese Fahrten können sehr hoch ausfallen. Die Grundversicherung der Krankenkasse beteiligt sich nur teilweise an diesen Mehrkosten.

Wie hoch ist die Kostenbeteiligung der Grundversicherung? Die Grundversicherung der Krankenkasse übernimmt einen bescheidenen Beitrag von 50 % der Kosten für die medizinisch notwendigen Krankentransporte. Dieser Beitrag ist erst noch auf Fr. 500.– pro Kalenderjahr beschränkt. An den Rettungskosten beteiligt sich die Grundversicherung ebenfalls zu 50 % bis zu einem Höchstbetrag von Fr. 5000.– pro Kalenderjahr. An welchen Kosten beteiligt sich die Krankenkasse? Die Grundversicherung beteiligt sich nur an den Kosten von medizinisch indizierten Krankentransporten und Rettungen. Kann die Patientin oder der Patient aus eigener Kraft mit seinem persönlichen Fahrzeug oder einem öffentlichen Verkehrsmittel zur Behandlung fahren, dann spricht man nicht von Transportkosten, sondern von Reisekosten. Die aus diesen Fahrten entstehenden Kosten werden von der Grundversicherung nicht entschädigt. Auch Transporte durch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte werden nicht vergütet. Damit die Grundversicherung zweifellos die Kosten anteilsmässig zu 50 % übernimmt, muss der Transport von einem im Kanton für Krankenfahrten zugelassenen Transportunternehmen durchgeführt werden (z. B. Ambulanz). Diese Transportunternehmen (Rettungsdienste und Verlegungsdienste) benötigen eine kantonale Bewilligung. Sie sind in einem Notfall über die Notrufnummer zu erreichen und können auch von Spitälern und Ärzten angefordert werden. Sie transportieren nur Personen, die einen Bedarf an spezifischer medizinischer Unterstützung während des Transports benötigen.

oder einen Behindertenfahrdienst, wie zum Beispiel den Rotkreuzfahrdienst, in Anspruch nehmen. Obwohl diesbezüglich keine Einigung besteht, empfiehlt der Branchenverband der Krankenversicherer «Santésuisse» den Krankenkassen, die Kosten für die Taxifahrt oder den Rotkreuzfahrdienst jeweils anteilsmässig im Rahmen der Grundversicherung zu übernehmen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Transporte medizinisch indiziert sind. Die Krankenkasse verlangt daher immer ein ärztliches Attest. Der Entscheid hinsichtlich einer Kostenbeteiligung obliegt schliesslich bei der jeweiligen Krankenkasse. Für den Patienten bedeutet dies, dass er sich vorgängig bei seiner Krankenkasse erkundigen muss, ob sie sich an den Kosten für das Taxi oder den Fahrdienst beteiligt. Welche Angaben muss das ärztliche Attest enthalten? Die Transporte müssen zwar nicht vorgängig vom Arzt verordnet werden, aber damit sich die Krankenkasse an den Kosten beteiligt, muss schliesslich ein ärztliches Attest vorliegen. Dieses Attest muss folgendes belegen: • dass der Patient zur Durchführung der Behandlung zu einem Arzt, Spital oder Therapeuten gebracht werden muss.

Wichtig zu wissen:

• Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse frühzeitig, ob sie sich an den Transportkosten beteiligt.

• Es empfiehlt sich, sämtliche Belege der Transportkosten (Rechnung, Quittung) immer bei der Krankenkasse einzureichen.

• Reichen Sie mit den Transportbelegen auch ein

Artikelnummer: 011817902141 Informationsblatt PDF

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Versicherungen und rechtliche Fragen

Personen mit eingeschränkter Mobilität, aber ohne Bedarf an spezifischer medizinischer Unterstützung während des Transports, können allenfalls auch ein Taxi

Attest Ihres Arztes ein, welches Ihre Transportbedürftigkeit beweist.

Artikelnummer: 011820902141 Informationsblatt PDF


Nachsorge

Rehabilitation

Arbeit

Onkologische Rehabilitation

Cancer : relever les défis au travail Un guide pour employés et les employeurs

Onkologische Rehabilitation

N Cancer : relever les défis au travail

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und Angehörige

Un guide pour les employés et les employeurs

Un guide de la Ligue contre le cancer pour les personnes touchées, leurs proches, les employés et les employeurs Onkologische Rehabilitation

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Ausgabe: 2018 Artikelnummer: 011231013111 Broschüre

Onkologische Rehabilitation

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Ausgabe: 2019 Artikelnummer : 021830012111 Die Broschüre ist in Französisch erhältlich, die deutsche Ausgabe erscheint 2020.

Onkologische Rehabilitation Eine Krebserkrankung und ihre Behandlung führen häufig zu körperlichen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen. Onkologische Rehabiliationsprogramme verbessern die Lebensqualität von Betroffenen und erleichtern ihnen den Wiedereinstieg in Alltag und Beruf.

Jedes Jahr erhalten in der Schweiz rund 40 000 Personen1 neu die Diagnose Krebs (Quelle: NICER 2017). Dank grosser Fortschritte in Früherkennung und medizinischer Therapie leben jedoch immer mehr Menschen länger mit und nach Krebs. Umso wichtiger wird jedoch für die Betroffenen die Nachsorge und Rehabilitation. Durch ein speziell auf ihre Bedürfnisse und den individuellen Bedarf zugeschnittenes Rehabiliationsprogramm sollen Krebsbetroffene ihre Autonomie erhalten oder wiedererlangen, privat wie in ihrem beruflichen Leben. Die Rehabilitation orientiert sich dabei an einem System von zusammenhängenden Komponenten (biologisch, psychisch und sozial). Ändert sich ein Bereich, so beeinflusst dies theoretisch den Zustand aller anderen Komponenten. Eine körperliche Rehabilitationsmassnahme wie beispielsweise die Physiotherapie (biologische Dimension) wirkt sich auch auf das Wohlbefinden (psychische Dimension) und auf die Arbeitsfähigkeit (soziale Dimension) aus. Wer sich ängstlich und niedergeschlagen fühlt (psychische Dimension), hat häufiger Schmerzen (biologische Dimension) und kann deswegen den alltäglichen, familiären oder beruflichen Pflichten (soziale Dimension) nur schwer nachkommen. Zeitpunkt und Dauer Nachdem die individuellen Bedürfnisse der krebsbetroffenen Person abgeklärt wurden, und je nach Phase Ziel Die onkologische Rehabilitation will körperliche und psychische Beeinträchtigungen, die als Nebenwirkungen oder Spätfolgen der Therapien auftreten können (Schmerzen, Funktionseinschränkungen, chronische Müdigkeit, Ängste etc.), durch geeignete Massnahmen günstig beeinflussen. Diese verbessern zudem die Lebensqualität und fördern die Autonomie.

1

der Erkrankung und der Therapien, werden die Massnahmen gemeinsam festgelegt. Diese können bereits zum Zeitpunkt der Diagnose, während oder nach Abschluss der medizinischen Behandlung stattfinden. Falls die Krankheit nicht heilbar ist, können Betroffene trotzdem von onkologischer Rehabilitation profitieren.

Zurück in meinen Berufsalltag

Einzelne Module Neben Bewegung und Sport setzt onkologische Rehabilitation mit vielfältigen Massnahmen auf mehreren Ebenen an. Mehrere Fachrichtungen arbeiten dabei unter ärztlicher Leitung zusammen (multidisziplinär). Das Programm setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen, je nach dem individuellen Bedarf der betroffenen Person: • • • • • • • • • • • • • •

Medizin/Komplementärmedizin Physiotherapie Ergotherapie Psychologie/Psychoonkologie Bewegungs- und Sporttherapie Logopädie Schlucktherapie Gestaltungs-, Mal-, Musiktherapie Schmerztherapie Sexualberatung Soziale Beratung und Unterstützung Ernährungsberatung Seelsorge Pflege

Gemäss den Kriterien der Vereinigung SW!SS REHA müssen im Rahmen der ambulanten onkologischen Rehabilitation mindestens vier der oben genannten Module angeboten werden. Physiotherapie und/ oder Ergotherapie sind obligatorisch. Je nach Anbieterin werden die Module als Einzel- oder Gruppentherapien angeboten.

Zurück in meinen Berufsalltag

Ein Leitfaden der Krebsliga für Betroffene

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 011235903121 Informationsblatt PDF Artikelnummer: 011833102121 Flyer auch in Englisch erhältlich

Nachsorge

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Arbeit Krebserkrankung: Ihre Rechte und Pflichten bei einer Bewerbung

N Krebserkrankung: Ihre Rechte und Pflichten bei einer Bewerbung

Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden ha­ ben, sogenannte Cancer Survivors, dürfen bei der Be­ werbung selbstbewusst auftreten und ihre beruflichen Qualitäten hervorheben. Viele Cancer Survivors haben keinerlei Leistungseinschränkungen. Welche Fragen sind am Vorstellungsgespräch zulässig? Um Ihre Angaben im Bewerbungsschreiben zu über­ prüfen, muss die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch Fragen stellen können. Aber Angaben über Ihren Gesundheitszustand gehören zu den besonders geschützten Personendaten, daher sind nicht alle Fragen zur Gesundheit im Vorstellungsge­ spräch erlaubt.

• Folgende Grundsätze gelten:

• Informationen über Ihren Gesundheitszustand, wel­ che Sie im Gespräch ungefragt preisgeben, müssen immer der Wahrheit entsprechen.

• Verboten sind Fragen des Arbeitgebers nach früheren oder bestehenden Krankheiten oder Behinderungen, die keinen Zusammenhang mit den Aufgaben aufwei­ sen, welche bei der Arbeitsstelle erfüllt werden müs­

Spätfolgen von Krebs Spät­fol­gen von Krebs: Vor­beu­gen, er­ken­nen und be­han­deln

Wenn Sie sich als krebsbetroffene Person auf eine neue Arbeitsstelle bewerben, sollten Sie wissen, was Sie im Vorstellungsgespräch einem potentiellen Arbeitgeber über Ihre Krankheit preisgeben müssen. Dieses Informa­ tionsblatt unterstützt Sie bei dieser Frage.

Vergleichen Sie nicht nur Ihre beruflichen Qualifikati­ onen, sondern auch Ihren aktuellen Gesundheitszu­ stand mit dem Stellenprofil. Welche Qualifikationen und welche körperlichen, psychischen und mentalen Fähig­ keiten (z.B. Konzentrationsfähigkeit und Motivation) verlangt die gewünschte Arbeitsstelle? Für die Frage, welche Informationen Sie über Ihre Erkrankung weiter­ geben müssen, ist der Vergleich zwischen Ihren zukünf­ tigen Aufgaben und Ihrem Gesundheitszustand ent­ scheidend. Um eine geeignete Arbeitsstelle zu finden, ist eine realistische Einschätzung wichtig. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, falls Sie nicht sicher sind, wie leistungsfähig Sie sind. Informationen, die Ih­ nen bei der Selbsteinschätzung helfen, finden Sie auch auf der Internetseite www.compasso.ch. Falls nötig, un­ terstützt die Invalidenversicherung Sie nach einer Krebserkrankung mit Berufsberatung, Arbeitsvermitt­ lung und Integrationsmassnahmen.

Mehr Informationen zu Krebs und Arbeit finden Sie auf S. 44.

sen. Hat die Krankheit oder Behinderung keinen Ein­ fluss darauf, ob die Aufgaben erfüllt werden können, muss die Antwort nicht der Wahrheit entsprechen (Siehe unten: Notwehrrecht der Lüge). Falls der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass die Ar­ beit für den Bewerber nicht gesundheitsgefährdend ist, darf er gewisse Fragen zur Gesundheit stellen. So darf er zum Beispiel fragen, ob Sie eine sehr hohe Ar­ beitslast bewältigen können. Wenn Sie sich um eine Stelle bewerben, müssen Sie nicht von sich aus auf Gesundheitsprobleme aufmerk­ sam machen. Von dieser Regel gibt es aber Ausnah­ men. In seltenen Fällen besteht eine sogenannte Offen­ barungspflicht. Diese Ausnahmen sind die folgenden: – Sie erkennen klar, dass Sie aufgrund der Krankheit oder Behinderung die geforderten Arbeitsaufgaben ganz und gar nicht erfüllen können. – Es besteht ein Gesundheitsrisiko für den Arbeitge­ ber oder Dritte (z.B. Infektionsrisiko). – Erhebliche Absenzen sind zu erwarten. – Wenn Sie gerade beim Stellenantritt aller Voraus­ sicht nach krankheitshalber abwesend oder zur Kur sein werden. – Möchte der Arbeitgeber sicherstellen, dass Sie zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt einsatzfähig sind (z.B. Herbstmesse, Sommerferien) und besteht be­ reits Kenntnis darüber, dass Sie genau dann krank­ heitshalber abwesend oder in Kur sind, so müssen Sie dies dem Arbeitgeber mitteilen. Ganz allgemeine Fragen wie: «Leiden Sie an Krank­ heiten?» sind unzulässig. Solche Fragen dürfen Sie auch dann verneinen, wenn eine Krankheit besteht (Si­ ehe weiter unten: Notwehrrecht der Lüge). Bei einer Arbeit mit Gefahrenpotential (z.B. Chauffeur oder Lokomotivführer) hat der Arbeitgeber unter Um­ ständen die Pflicht, eine Eintrittsuntersuchung zu ver­ anlassen. Die untersuchenden Ärzte dürfen nur Aus­ kunft darüber geben, ob der Bewerber für die Stelle geeignet ist, ob er nicht geeignet ist oder ob er nur mit bestimmten Einschränkungen geeignet ist. Eine darüberhinausgehende Information wie eine Diagno­ se ist unzulässig.

N Spätfolgen von Krebs: Vorbeugen, erkennen und behandeln Spätfolgen von Krebs können für betroffene Menschen in ihrem weiteren Leben sehr belastend sein. Je mehr sie allerdings über die Spätfolgen von Krebs wissen, desto besser lassen sie sich verhindern, erkennen und behandeln. Das sind Ziele der Langzeitnachsorge.

Artikelnummer: 011819902141 Informationsblatt PDF

Je älter Menschen werden, desto häufiger erkranken sie an Krebs. Gleichzeitig führen Fortschritte in der Medizin dazu, dass mehr Menschen länger leben. Eine verbesserte Krebs-Früherkennung und Behandlung tragen dazu bei, dass mehr Menschen von Krebs geheilt werden oder für eine lange Zeit mit ihrer Krankheit leben können. Diese Entwicklung betrifft auch Menschen, die bereits im Kindes- oder Jugendalter an Krebs erkrankt sind.

der Behandlung ab. Zudem scheinen Veranlagung, Lebensführung und Umweltfaktoren eine Rolle zu spielen.

Während Wissenschaftler1 bislang vor allem erforschten, wie Krebs entsteht und wie man ihn wirksam behandeln kann, rücken zunehmend langfristige Folgen von Krebs und seinen Therapien (sogenannte Spätfolgen) in den Mittelpunkt des Interesses. Spätfolgen können betroffene Menschen vorübergehend oder ein Leben lang beeinträchtigen.

Wann kommt es zu Spätfolgen von Krebs? Folgen von Krebs können bereits während der Krebserkrankung und der Krebstherapie beginnen. Oder sie treten verzögert auf, also erst Monate oder Jahre nach Ende der Behandlung. Zu Spätfolgen kann es auch noch nach vielen Jahrzehnten kommen. Möglicherweise werden sie dann nicht mehr mit der früheren Krebserkrankung in Zusammenhang gebracht. Zudem lassen sich

Was bedeutet «Cancer Survivorship»? Der Begriff «Cancer Survivorship» (deutsch «KrebsÜberleben») leitet sich von dem englischen «Cancer Survivor» ab: Mit «Krebs-Überlebende» sind alle Personen gemeint, die irgendwann einmal die Diagnose Krebs bekommen haben. Menschen, die länger als fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben, werden häufig als «Krebs-Langzeit-Überlebende» bezeichnet.

Unterschieden werden körperliche, seelische und soziale Spätfolgen. Im untenstehenden Kasten sind häufige Auswirkungen von Krebserkrankungen und Krebstherapien aufgeführt. Überschneidungen und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Themenbereichen sind möglich.

Körperliche, seelische und soziale Spätfolgen

• Herz-, Lungen- und Nierenschäden • Störungen der Fruchtbarkeit und der Sexualität • Nebenwirkungen an Haut, Schleimhaut und Zähnen

Das korrekte Arbeitszeugnis nach Krebs

N Das korrekte Arbeitszeugnis nach Krebs Wer sich nach einer Krebserkrankung für eine neue Arbeitsstelle bewirbt, ist auf ein faires Arbeitszeugnis angewiesen. Ein Arbeitszeugnis muss wahr, klar, vollständig, wohlwollend und frei von versteckten Mitteilungen sein. Dieses Informationsblatt zeigt Ihnen auf, in welchen Fällen eine Erkrankung im Arbeitszeugnis erwähnt werden darf.

In der Regel wird eine Erkrankung im Arbeitszeugnis nicht erwähnt. Sie darf nur erwähnt werden, wenn diese einen erheblichen Einfluss auf die Leistung oder das Verhalten hatte oder die Eignung für die bisherige Aufgabe in Frage gestellt ist. Das gilt ebenso für eine chronische Erkrankung. Wenn diese keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, muss sie im Zeugnis nicht erwähnt werden. Auch dann nicht, wenn diese Krankheit in Zukunft eventuell zu einer Arbeitsunfähigkeit führen könnte. Im Arbeitszeugnis dürfen nur in Ausnahmefällen krankheitsbedingte Absenzen erwähnt werden. Ausnahmen sind folgende: • Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter kann die bisherigen Arbeitsaufgaben auf Grund der Erkrankung voraussichtlich nicht mehr ausüben und aus diesem Grund wurde das Arbeitsverhältnis auch aufgelöst. Es würde wenig Sinn machen, diesen Mitarbeiter für die bisher ausgeübteTätigkeit einzustellen. Zum Beispiel eine Opernsängerin, die nach einer Kehlkopfoperation nicht mehr singen kann und deshalb entlassen wird. • Die Krankheit hatte einen grossen Einfluss auf die Arbeitsleistung oder auf das Verhalten des Arbeitnehmers. Arbeitsleistung oder Verhalten sind nicht korrekt beschreibbar, wenn der Arbeitgeber die Krankheit nicht erwähnt. Die Krankheit war für das gesamte Arbeitsverhältnis massgebend. Das Arbeitszeugnis wäre ohne Erwähnung der Erkrankung unvollständig und könnte den neuen Arbeitgeber täuschen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Mitarbeiterin kurz nach der Einstellung erkrankte, über einige Jahre sehr viele krankheitsbedingte Absenzen hatte und schliesslich aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum dauerhaft vom 100% auf 75% kürzen musste. • Der Mitarbeiter war sehr lange von der Arbeit abwesend und die Abwesenheit fällt im Verhältnis zur gesamten Dauer des Arbeitsverhältnisses erheblich

ins Gewicht. Der Mitarbeiter konnte in diesen Fall keine ausreichende Berufserfahrung sammeln. Es ist aber nicht so, dass eine krankheitsbedingte Absenz erst erwähnt werden darf, wenn sie ein Jahr gedauert hat oder wenn die Erkrankung über einen Viertel der gesamten Anstellung gedauert hat. Übernimmt zum Beispiel eine Mitarbeiterin neu eine Kaderfunktion, dann kann auch eine halbjährige Abwesenheit so erheblich sein, dass ihre Nichterwähnung zu einem unzutreffenden Eindruck bezüglich der Berufserfahrung führt. Der neue Arbeitgeber ginge davon aus, dass er eine erfahrene Führungsperson anstellt und überträgt ihr möglicherweise Arbeiten, denen diese gar noch nicht gewachsen ist. Die Erkrankung hat das Erwerben von Kenntnissen und Fähigkeiten während der Anstellung erheblich beeinflusst. In den oben aufgeführten Ausnahmen würde der neue Arbeitgeber getäuscht, falls das gesundheitliche Problem nicht erwähnt würde. Es könnte ein finanzieller Schaden aus der fehlenden Information im Arbeitszeugnis entstehen. Um diesen Schaden zu verhindern, muss die Erkrankung erwähnt werden. Dabei muss jeder Fall einzeln beurteilt werden. Wichtig: Auch Arbeitnehmenden kann durch ein falsches Arbeitszeugnis ein Schaden entstehen. Können Sie als Arbeitnehmer beweisen, dass Sie wegen eines falschen Arbeitszeugnisses eine Arbeitsstelle nicht erhalten haben, so können Sie Schadenersatz verlangen. Referenzen Manche Menschen wollen nach einer Krebserkrankung einen Neuanfang wagen. Auch bezüglich ihrer Arbeitsstelle. Vielleicht war das Verhältnis mit dem Arbeitgeber während der Erkrankung nicht immer einfach. Deshalb ist es gut zu wissen, dass frühere Arbeitgeber nur dann über einen Mitarbeitenden Auskunft geben dürfen, wenn Sie als Arbeitnehmer das ausdrücklich erlauben.

Artikelnummer: 011825902141 Informationsblatt PDF

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Nachsorge

Cancer Survivors können entweder geheilt oder (chronisch) krebskrank sein. Die Spätfolgen einer Krebserkrankung können beide gleichermassen betreffen. Daher kann die Lebenssituation von Krebs-Überlebenden individuell sehr unterschiedlich sein: Sie können weitgehend beschwerdefrei sein. Sie können aber auch an der Erkrankung und ihrer Therapie und/oder an ihren Spätfolgen leiden. Fast immer sind auch Angehörige betroffen. Welche Spätfolgen von Krebs gibt es? Es ist individuell verschieden, welche Spätfolgen von Krebs sich entwickeln können. Das Risiko für Spätfolgen hängt von der Krebserkrankung selbst und der Art 1

• Lymphödem • Nervenschäden (Neuropathie) • Schädigung des Gehörs und der Augen • Störungen des Stoffwechsels und der Schilddrüsenfunktion

• Knochen- und Muskelschwund • Neue («zweite») Krebserkrankung • Chronische krebsassoziierte Müdigkeit, «Cancer related Fatigue» (CrF)

• Angst, Depression und chronische Schmerzen • Störungen der Konzentration und der Feinmotorik • Beeinträchtigung des Körperbildes • Familiäre, berufliche und finanzielle Probleme

Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 014504903121 Informationsblatt PDF


Palliative Care

Palliative Care

Trauer

Krebs – wenn die Hoffnung auf Heilung schwindet

Trauer bei Krebs

Trauer bei Krebs

Krebs – wenn die Hoffnung auf Heilung schwindet

Trauer tritt immer dann auf, wenn ein Verlust als einschneidend erfahren wird. Sie kann sich sowohl in körperlichen als auch in emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen ausdrücken.

Als Trauer wird der Prozess bei der Bewältigung von Trennung, Krankheit, dem Sterben und nach dem Tod eines nahestehenden Menschen bezeichnet. Menschen mit Krebs* und ihre Angehörigen durchleben im Verlauf der Krankheit verschiedene Situationen, auf die sie möglicherweise mit Trauerphänomenen reagieren: zum Zeitpunkt der Diagnose, bei und nach medizinischen Behandlungen, bei der Rückkehr ins «normale» Leben oder am Lebensende. Trauer kranker, sterbender Menschen und ihrer Angehörigen Schreitet eine Krebserkrankung immer weiter fort und können Tumore/Metastasen nicht (mehr) geheilt werden, wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit unabdingbar. Die Krankheit, die Therapien und ihre Folgen haben Auswirkungen auf die physischen, psychischen und intellektuellen Kapazitäten der Betroffenen und können schrittweise ihre Lebensgestaltung einschränken. Die erlebten Veränderungen wirken sich auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung bezüglich des Körperbildes, der Rollen und dem Selbstwert aus. Das Umfeld reagiert teils mit Rückzug und Überforderung.

Eine Information der Krebsliga für Betroffene und ihre Nächsten

Krebsbetroffene wie ihre Angehörigen müssen so unter Umständen auf Vieles verzichten und erleben viele Verluste: In der zunehmend kleiner werdenden Lebenswelt kann sich die Trauer in vielfältiger Form bei allen zeigen. Die Reaktionen der Betroffenen auf den unausweichlichen Tod sind sehr unterschiedlich. Sie können von Schock und Rückzug bis hin zur Annahme reichen und sind begleitet von vielfältigen Emotionen.

Ausgabe: 2011 (Nachdruck 2017; erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011016013111 Broschüre

Palliative Care: Unterstützende Behandlung, Pflege und Begleitung

Manche Menschen kommen im Verlauf ihres Krankheitsprozesses an einen Punkt, an dem sie ihren bevorstehenden Tod akzeptieren können. Andere wiederum hoffen noch Stunden vor ihrem Tod auf Heilung. Beides gilt es zu akzeptieren. Es gibt keine «gute oder richtige Art» zu sterben. Das Sterben eines jeden Menschen ist so individuell wie das Leben selbst.

Geht es nicht (mehr) um Heilung (kurative Behandlung), spricht man von palliativer Behandlung/Betreuung, mit dem Ziel den Betroffenen die bestmögliche Lebensqualität in der begrenzten Lebenszeit zu ermöglichen. Neben umfassender Linderung belastender Symptome integriert Palliative Care ebenso psychologische und spirituelle Aspekte in die Betreuung. Betroffenen Menschen und ihren Angehörigen wird Raum gegeben und Unterstützung angeboten (z. B. Seelsorge, Psychoonkologie), um mit der Belastung besser zurechtzukommen. Begleitung eines Menschen in der palliativen Phase Mit zu erleben, wie ein Mensch schwächer und schwächer wird und letztlich sterbend ist, kann sehr belastend sein. Es ist wichtig, dass nahestehende Personen im Sterbeprozess in die Betreuung einbezogen und informiert sind. Seien Sie mutig und tragen Sie Ihre Anliegen vor: • Ermutigen Sie den schwerkranken Menschen zu einem ärztlichen Notfallplan und einer Patientenverfügung, sollten diese Entscheidungshilfen für den Fall einer Urteilsunfähigkeit noch nicht vorhanden sein. Den mutmasslichen Willen des Betroffenen zu kennen hilft und entlastet auch Sie als Angehörige. • Fragen Sie jederzeit die behandelnde Ärztin oder das Betreuungsteam danach, was im Krankheitsverlauf als nächstes eintreffen könnte und welche Optionen bezüglich der Linderung zur Verfügung stehen würden. • Äussern Sie Ihre Sorgen und Ängste. Nehmen Sie sich den Raum, diese mit dem Betreuungsteam zu besprechen wie auch, seelsorgerische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Begleitung der Angehörigen während der Krebserkrankung ihres geliebten Menschen und über den Tod hinaus hat zum Ziel, sie zu unterstützen, mit der Trauer besser zurechtzukommen und Ungeklärtes benennen

* Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Artikelnummer: 014505903121 Informationsblatt PDF

In Zeiten des Trauerns Wenn ein geliebter Mensch an Krebs stirbt

N Palliative Care: Unterstützende Behandlung, Pflege und Betreuung

N In Zeiten des Trauerns Wenn ein geliebter Mensch an Krebs stirbt

Auch wenn eine Krebserkrankung nicht heilbar ist, lässt sie sich häufig stabilisieren. Über einen längeren Zeitraum ist ein weitgehend normales Leben möglich. Betroffene und Nahestehende finden hier eine Übersicht verschiedener Unterstützungsmöglichkeiten.

Schreitet die Krebserkrankung fort, können belastende körperliche, psychische, soziale und spirituelle Herausforderungen auftreten. Hier setzt Palliative Care an. Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung und ihre Nahestehenden werden unterstützt, mit dem Ziel in allen Lebensbereichen die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. Diese Betreuung soll dem kranken Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Behandlungsstrategien Meistens gibt es verschiedene Behandlungsoptionen: Medikamente, operative Eingriffe oder Bestrahlung können Patienten1 Besserung bringen, wenn sie die zugrundeliegende Krankheit zurückdrängen. Zudem können belastende Beschwerden wie beispielsweise Schmerzen, Atembeschwerden, Übelkeit oder Erbrechen, etc. behandelt werden. Hierfür stehen nicht nur Medikamente zur Verfügung. Bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in bestimmten Organen helfen etwa Physiotherapie oder Punktierung. Ärztliche Behandlung, Pflege und Versorgung Solange Betroffene selbst zum Arzt gehen können, ist meist eine Betreuung durch den Hausarzt und Fach-

ärzte mit Unterstützung der ambulanten Versorgung (SPITEX) vor Ort möglich. In einigen Kantonen gibt es bereits ambulante Onkologie & Palliative Care Teams, welche die lokalen Spitex-Teams unterstützen. Ist der Alltag zunehmend eingeschränkt, ist es für alle Beteiligten wichtig, die weitere Versorgung vorauszudenken und zu organisieren. Stationär behandelte Patienten erhalten vom multiprofessionellen Behandlungsteam Unterstützung bei der Planung der weiteren Versorgung.

Ein Ratgeber der Krebsliga

Ambulante Versorgung/Entlastungsangebote Fragen zur ambulanten Versorgung • Können die vorgeschlagenen Behandlungen zu Hause durch den Hausarzt und/oder ein ambulantes Pflegeteam fortgeführt werden? Existieren regional überhaupt ambulante Pflegeteams? • Sind regelmässige Fahrten zu Behandlungen (Chemotherapie, Bestrahlung) notwendig und möglich? • Sollten zusätzliche Fachspezialisten (Palliativmediziner oder Schmerztherapeut) hinzugezogen werden? • Gibt es psychoonkologische, seelsorgerisch/spirituelle und soziale Betreuungsangebote, sowohl für Betroffene als auch für Nahestehende?

In Zeiten des Trauerns

1

Voraussetzungen für eine Versorgung zu Hause • Krankenzimmer, Bad und Toilette sollten gut zugänglich sein. • Geeignete Hilfsmittel (Krankenbett, Gehhilfen etc.) sind zu organisieren. • Die Kostenübernahme für Pflegeleistungen und Hilfsmittel muss geklärt sein, damit Patienten und Angehörige abschätzen können, welche Eigenleistungen sie erbringen müssen. • Nahestehende sollten in der Lage und bereit sein, bei der Pflege zu Hause mitzuhelfen. • Besteht der Wunsch zu Hause zu sterben, sollte dies zuvor mit allen Beteiligten (Nahestehende, Betreuungsund Behandlungsteam) besprochen werden. Es muss sorgfältig abgewogen werden, wo die Grenzen der Machbarkeit liegen. Wichtig ist, dass ein ärztlicher Notfallplan bei der Pflegedokumentation aufliegt, der den mutmasslichen Willen des Betroffenen bei eintretender Urteilsunfähigkeit unterstreicht.

* Im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache, wird für die Infoblätter alternierend jeweils die weibliche und die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011019013111 Broschüre

Artikelnummer: 014502903121 Informationsblatt PDF

Palliative Care

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Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag und Testament

Patientenverfügung der ­Krebsliga

Patientenverfügung der Krebsliga Mein verbindlicher Wille im Hinblick auf Krankheit, Sterben und Tod

Ratgeber für Ihr Testament

N Ratgeber für Ihr Testament

Patientenverfügung von

Artikelnummer: 011018023111 Broschüre oder PDF  zum Ausfüllen

Selbstbestimmt bis zuletzt

Artikelnummer: 010607027121 Broschüre

Vorsorgeauftrag und ­Patientenverfügung

Wegleitung zum Erstellen einer ­Patientenverfügung

Selbstbestimmt bis zuletzt Wegleitung zum Erstellen einer Patientenverfügung

Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung Sowohl mit dem Vorsorgeauftrag als auch mit einer Patientenverfügung können Sie verbindlich sicherstellen, dass auch in Fällen, in denen Sie selber nicht mehr urteilsfähig sind, nach Ihrem Willen verfahren wird. In beiden Dokumenten legen Sie fest, wer im Ernstfall Ihre Interessen wahrnehmen und wie dies geschehen soll. Eine Urteilsunfähigkeit liegt beispielsweise bei einer dauernden Bewusstlosigkeit oder bei fortgeschrittener Demenz vor. Das neue Erwachsenenschutzgesetz ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Seitdem sind Patientenverfügungen und Vorsorgeaufträge in der ganzen Schweiz einheitlich rechtsgültig. Wenn Sie für den Fall, dass Sie urteilsunfähig werden sollten, vorsorgen möchten, können Sie dies in unterschiedlicher Form tun. Ihre Patientenverfügung oder Ihr Vorsorgeauftrag können entweder umfassend sein oder nur einzelne Angelegenheiten betreffen, die Ihnen wichtig sind. Dies können beispielsweise folgende Lebensbereiche sein:

• Verwaltung von Einkommen und Vermögen, Betreuung

Ein Ratgeber der Krebsliga

Ausgabe: 2014 Artikelnummer: 011017013111 Broschüre

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des Zahlungsverkehrs • Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten, Abschliessen oder Auflösen von Verträgen • medizinische und pflegerische Behandlung, Hilfe im Alltag

lehnen. Sinnvollerweise enthält die Patientenverfügung auch einen ärztlichen Notfallplan. Im Unterschied zum Vorsorgeauftrag muss man nicht volljährig sein, um eine Patientenverfügung erstellen zu können. Es genügt die Urteilsfähigkeit. Die Form der Dokumente Eine Patientenverfügung oder einen Vorsorgeauftrag auszufüllen, braucht Zeit. Um Widersprüchlichkeiten der medizinischen Anordnungen zu verhindern, sollten Sie sich beim Ausfüllen einer Patientenverfügung durch eine Fachperson beraten lassen. Ihre kantonale oder regionale Krebsliga vermittelt Ihnen gerne Ansprechpersonen.

Vorsorgeauftrag Der Vorsorgeauftrag eignet sich besonders dafür, einen oder mehrere der oben genannten Bereiche abzudecken. Daneben können in ihm aber auch spezifisch einzelne Aufgaben beschrieben werden. Eine handlungsfähige Person kann darin festlegen, wer sie vertreten soll, falls sie dazu nicht mehr in der Lage ist. Wie ein Testament muss der Vorsorgeauftrag handschriftlich verfasst oder notariell beglaubigt sein.

Um einen gültigen Vorsorgeauftrag zu verfassen, schreiben Sie entweder das gesamte Dokument handschriftlich nieder, inklusive Datierung und Unterzeichnung, oder Sie erstellen es in einer anderen schriftlichen Form. Dieses Dokument müssen Sie dann aber durch einen Notar öffentlich beurkunden lassen. Auch eine Patientenverfügung muss schriftlich vorliegen sowie datiert und unterzeichnet sein. Im Gegensatz zum Vorsorgeauftrag ist es jedoch nicht nötig, diese eigenhändig niederzuschreiben. Sie können dafür eine bestehende Vorlage ausfüllen und mit Ihrer Unterschrift und dem Datum versehen. Im Internet finden Sie Muster für einen Vorsorgeauftrag und Formulare für Patientenverfügungen, die Sie herunterladen oder bestellen können.

Patientenverfügung Die Patientenverfügung beinhaltet Fragen, Werte und Haltungen zu Ihrer Einstellung in Bezug auf Gesundheit und Krankheit und beschränkt sich in der Regel auf medizinische Anordnungen. Hier kann festgelegt werden, welchen medizinischen Massnahmen Sie im Falle einer Urteilsunfähigkeit zustimmen und welche Sie ab-

Die Aufbewahrung Sind Ihre Dokumente im Ernstfall nicht auffindbar, nützen weder ein Vorsorgeauftrag noch eine Patientenverfügung etwas. Darum ist es wichtig, dass der Aufbewahrungsort bekannt ist. Den Ort, an dem Sie Ihren Vorsorgeauftrag hinterlegen, können Sie dem Zivilstandsamt melden. Diese Registrierung ist in jedem Fall

Artikelnummer: 014500903121 Informationsblatt PDF

Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag und Testament


Meine letzten Wünsche

N Meine letzten Wünsche

Für die Angehörigen von

Artikelnummer: 010613017121 Broschüre

Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag und Testament

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Für Angehörige, Kinder, Freunde und Bekannte

Krebs trifft auch die Nächsten

Krebskrank: Wie sagt man es den Kindern?

Krebs trifft auch die Nächsten

Krebskrank: Wie sagt man es den Kindern?

Ein Ratgeber der Krebsliga für Angehörige und Freunde

Ausgabe: 2012 Artikelnummer: 011026012111 Broschüre

KLS / 6.2012 / 10 000 D / 1039

Eine Information für betroffene Eltern mit Tipps für Lehrpersonen

Artikelnummer: 011039102111 Flyer

Wenn Eltern an Krebs erkranken

Zwischen Arbeitsplatz und ­P flegeaufgabe

Mit Kindern darüber reden

Wenn Eltern an Krebs erkranken

Zwischen Arbeitsplatz und Pflegeaufgabe

Mit Kindern darüber reden

Ein Ratgeber der Krebsliga für Familien

KLS / 10.2013 / 15 000 / 1815

Ein Ratgeber der Krebsliga zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenbetreuung

Ausgabe: 2013 (erscheint 2020 neu) Artikelnummer: 011033012111 Broschüre

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Artikelnummer: 011815102111 Flyer

Für Angehörige, Kinder, Freunde und Bekannte


Krebs – warum trifft es meine Familie

Madame Tout-Le-Monde Anziehpuppe aus Karton und Papier

Für Jugendliche

Krebs – warum trifft es meine Familie?

Ein Ratgeber der Krebsliga für Jugendliche

Ausgabe: 2019 Artikelnummer: 011043012111 Broschüre

Artikelnummer: 011046022141 Mappe CHF 3.00

Als der Mond vor die Sonne trat

Die Anziehpuppe gibt es auch als App und auf der Homepage www.madame-tout-le-monde.ch

Mit meinen BaumhausFreunden über Krebs sprechen

N

Artikelnummer: 011042303132 Buch CHF 15.00

Artikelnummer: 011045022141 Heft

Für Angehörige, Kinder, Freunde und Bekannte

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Für Arbeitgeber

Meine Arbeitskollegin, mein ­Arbeitskollege hat Krebs

Rechte und Pflichten im ­Arbeitsverhältnis Faktenblatt für Fachpersonen

Meine Arbeitskollegin, mein Arbeitskollege hat Krebs

Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

muss er einen Helm tragen. Unterlässt er dies, so ist dies unter Umständen ein Kündigungsgrund. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beinhaltet auch den Schutz vor Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte durch Dritte, z.B. durch Mobbing. Wenn ein Arbeitnehmer über längere Zeit systematisch und wiederholt von Arbeitskollegen oder Vorgesetzen schikaniert wird, spricht man von Mobbing. Mobbing oder gar sexuelle Übergriffe muss sich ein Arbeitnehmer nicht gefallen lassen. Der Arbeitgeber muss hier einschreiten. Hat der Arbeitnehmer das Gefühl, dass der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht verletzt, so ist es wichtig, dass er dies meldet, damit der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht tatsächlich wahrnehmen kann. Ein Arbeitnehmer, der in seiner Persönlichkeit verletzt wird, kann unter Umständen Genugtuung und Schadenersatz verlangen. Auch ein Strafverfahren gegen den Arbeitgeber ist möglich.

(Art. 328 OR, Art. 328b OR, Art. 330a OR, Gleichstellungsgesetz, ArbG [1] )

Die Hauptpflicht des Arbeitgebers ist die Auszahlung des vereinbarten Lohnes. Die Pflichten des Arbeitgebers gehen aber über die reine Lohnzahlung hinaus: Der Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Arbeitnehmer. Er hat die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu schützen. Der Umfang der Fürsorgepflicht ist nur teilweise im Gesetz festgehalten und setzt sich aus verschiedenen Pflichten zusammen.

Ein Leitfaden der Krebsliga für Arbeitskollegen Zurück in den beruflichen Alltag begleiten

Die Arbeitgeberin, der Arbeitgeber hat auf die seelische, geistige und körperliche Individualität der Arbeitnehmerin, des Arbeitnehmers zu achten. Der Arbeitgeber muss auf die Gesundheit des Arbeitnehmers Rücksicht nehmen. Er darf den Arbeitnehmer nicht überfordern oder überanstrengen. Die Arbeitsbelastung darf nicht derart sein, dass seine Gesundheit gefährdet oder gar geschädigt wird. «Zum Schutz von Leben und Gesundheit hat der Arbeitgeber alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes angemessen sind» [2]. Der Gesundheitsschutz gilt jedoch nicht absolut. Es ist abzuwägen, was dem Arbeitnehmer zuzumuten ist und wo der Persönlichkeitsschutz wichtiger ist als die Arbeitsleistung. Ein Feuerwehrmann etwa muss bei der Brandbekämpfung bis zu einem gewissen Mass seine Gesundheit aufs Spiel setzen, aber eine Sekretärin nicht. Je höher das Risiko ist, dass die Gesundheit eines Arbeitnehmers gefährdet werden könnte, desto mehr muss der Arbeitgeber unternehmen, um die Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen. Der Arbeitnehmer muss sich an die Weisungen halten, welche seine Gesundheit schützen. Arbeitet ein Elektriker auf einer Baustelle, so

Besondere Fürsorgepflichten bei Krankheit und Alter (Art. 336 Abs. 1 lit. a OR, Art. 6 ArG) Gegenüber gesundheitlich angeschlagenen Arbeitnehmern und älteren Arbeitnehmern besteht eine erhöhte Fürsorgepflicht. Eine Kündigung ist nur rechtmässig, wenn der Arbeitgeber beweisen kann, dass er alles Zumutbare und Notwendige unternommen hat, um die Weiterbeschäftigung des betroffenen Arbeitnehmers zu ermöglichen. Je schwieriger es für einen Arbeitnehmer ist eine neue Arbeitsstelle zu finden, desto eher muss der Arbeitgeber ihn besonders rücksichtsvoll behandeln. Sowohl das Alter wie auch die Gesundheit fallen unter die Eigenschaften, die einer Person kraft ihrer Persönlichkeit zustehen und eine Kündigung allein wegen einer solchen Eigenschaft ist missbräuchlich. Welche Massnahmen vom Arbeitgeber verlangt werden können, hängt stark vom jeweiligen Unternehmen ab. Studien haben ergeben, dass die Chancen nach einer längeren Erkrankung und bei einer chronischen Erkrankung weiterbeschäftigt zu werden, abhängig sind von der Dauer des Arbeitsverhältnisses, von der Art der Arbeitstätigkeit und der Grösse des Betriebes. So ist es in einem grossen Betrieb eher möglich auf die besonderen Bedürfnisse eines Arbeitnehmers einzugehen und ihm eine Teilzeitarbeit oder eine angepasste Tätigkeit anzubieten. Ist es einem Betrieb nicht möglich, einem Arbeitnehmer eine Teilzeitarbeit oder eine angepasste Arbeit anzubieten, ist eine Kündigung nach einer gesetzlich festgelegten Zeit (Sperrfrist) nicht missbräuchlich.

Teilaspekte der Fürsorgepflicht

Artikelnummer: 011832102121 Flyer auch in Englisch erhältlich

• Schutz der Persönlichkeit des Arbeitnehmers • Schutz von Leben und Gesundheit • Schutz vor Willkür und Diskriminierung • Schutz der persönlichen und beruflichen Ehre, Stellung und Ansehen im Beruf • Schutz des Vermögens des Arbeitnehmers • Datenschutz • Pflicht zur Gleichstellung der Geschlechter • Freiheit der gewerkschaftlichen Organisation • Pflicht zur Erteilung eines Arbeitszeugnisses

Das Arbeitszeugnis bei langer Erkrankung (Art. 330a OR) Ein Arbeitnehmer kann jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, das nicht nur über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, sondern auch Informationen über seine Leistungen und sein Verhalten enthält. Unter dem Aspekt der Wahrheitspflicht ist der Arbeitgeber mitunter gehalten, eine Krankheit respektive eine dadurch bedingte Arbeitsverhinderung im Arbeitszeugnis ausnahmsweise

1

Meine Mitarbeiterin, mein Mitarbeiter hat Krebs Meine Mitarbeiterin, mein Mitarbeiter hat Krebs

Artikelnummer: 011816952141 Faktenblatt PDF

Cancer : relever les défis au travail Un guide pour employés et les employeurs

Ein Leitfaden der Krebsliga für Vorgesetzte Zurück in den beruflichen Alltag begleiten

Cancer : relever les défis au travail Un guide pour les employés et les employeurs

Artikelnummer: 011831102121 Flyer auch in Englisch erhältlich

Un guide de la Ligue contre le cancer pour les personnes touchées, leurs proches, les employés et les employeurs

Ausgabe: 2019 Artikelnummer : 021830012111 Die Broschüre ist in Französisch erhältlich, die deutsche Ausgabe erscheint 2020. 44

Für Arbeitgeber


Für Profis

Bewegungs- und Sport­ therapie in der onkologischen ­Rehabilitation

Diagnose Brustkrebs Unterstützen Sie Ihre Patientinnen und Patienten bei der Wahl des behandelnden Spitals

Faktenblatt für Fachpersonen

Bewegungs- und Sporttherapie in der onkologischen Rehabilitation

Diagnose Brustkrebs Unterstützen Sie Ihre Patientinnen und Patienten bei der Wahl des behandelnden Spitals

1. Einleitung Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben die positive Wirkung von Bewegung und Sport bei einer ganzen Reihe von Krebserkrankungen nachgewiesen (vgl. Courneya & Friedenreich, 2011). Es kommt zu einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit, einer Reduktion der chronischen Müdigkeit (Fatigue), einer Stärkung des Immunsystems, einer Abnahme von Ängsten, Depressionen und Schmerzen und ganz allgemein zu einer verbesserten Lebensqualität. Auch die Bedeutung von Bewegung und Sport mit dem Ziel der Tertiärprävention (Verhinderung eines Rückfalls der Krankheit) ist wissenschaftlich belegt.

Abb. 1: Auswirkungen der körperlichen Aktivität (AP = Activité physique) auf das Überleben von Prostatakrebs-Patienten 1 0,67 (0,56–0,82)

0,65 (0,43–1)

0,51 (0,36–0,72)

0,39 (0,18–0,84)

0,8

0,6

2. Bewegung und Sport in der tertiären Krebsprävention

Eine Information für Fachpersonen 0,4

Unter tertiärer Prävention werden Massnahmen verstanden, die den Rückfall (Rezidiv) einer Krankheit verhindern. Immer mehr Studienergebnisse belegen eine Reduktion der RezidivWahrscheinlichkeit und der Sterblichkeitsraten nach einer Krebserkrankung durch Bewegung und Sport. Am meisten Daten stehen hier für Brustkrebs-, Dickdarmkrebs und Prostatakrebs zur Verfügung. Ein paar ausgewählte Bespiele werden nachfolgend näher vorgestellt. Dabei wird die Einheit MET = metabolic equivalent task, verwendet. In der Nurse’s Health Study wurden 2987 Patientinnen mit Brustkrebs der Stadien I–III über mehrere Jahre beobachtet. Dabei konnte eine Reduktion von Rezidiven und der Sterblichkeit um 26–40% festgestellt werden, wenn die Patientinnen körperlich aktiv waren und dabei mehr als 9 MET-h pro Woche leisteten (Holmes et al., 2005). Dies entspricht in etwa 3 Stunden normalem Gehen oder 1 Stunde Jogging (8 km/h) pro Woche.

0,2

Allgemeines Überleben

Spezifisches Überleben

AP (Körperliche Aktivität) < 9 versus > 9 MET/h/Woche AP < 9 MET/h/Woche AP > 9 MET/h/Woche

Allgemeines Überleben

Spezifisches Überleben

AP intense (intensive körperliche Aktivität) < 1 versus > 3 h/Woche AP intense < 1 h/Woche AP intense > 3 h/Woche

(Quelle: Kenfield et al., 2011)

Studien mit Dickdarmkrebspatienten zeigten ähnliche Erfolge auf. Meyerhard et al. (2006) haben ebenfalls in der Nurse’s Health Study 573 Dickdarmkrebspatienten im Stadium I–III beobachtet und eine relative Rezidivrisikoverminderung durch regelmässigen Sport bei > 18 MET-h/Woche von bis zu 50% festgestellt. Bei Prostatakrebs dokumentiert die Health Professionals Follow-up study, einen tertiärpräventiven Effekt bei körperlicher Aktivität (Activité physique = AP) bei mehr als 9 MET/h in der Woche. Das allgemeine Sterberisiko reduziert sich um 33% und die krebsspezifische Sterberate um 35% (Kenfield et al. 2011, vgl. Abb. 1). Dabei ist es günstiger an 3 Stunden pro Woche zu trainieren, als nur 1 Stunde pro Woche körperlich aktiv zu sein.

Das metabolische Äquivalent (MET) erlaubt die Messung des Energieverbrauchs einer Aktivität im Vergleich zum Ruheumsatz. Der Energieverbrauch eines Menschen in Ruhe (im Sitzen) beträgt 1 MET = 1 kcal/kg Körpergewicht pro Stunde. Für jede physische Aktivität ist eine Intensität in MET definiert. Beim normalen Gehen leistet man ca. 3 MET, d. h. ein Mensch verbraucht 3-mal mehr Energie beim Gehen als in Ruhe. Beim Jogging (8 km/h) beträgt der Energieverbrauch 9 MET.

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KLS / 12.2018 / 10700 D / 011480104221

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Artikelnummer: 011480104221 Flyer

Artikelnummer: 011234953141 Faktenblatt PDF

Krebs in der Schweiz eine Übersicht

Chronisch krank – was leisten die Sozialversicherungen?

Leitfaden 2020

Leitfaden

Chronisch krank – was leisten die Sozialversicherungen?

Chronisch krank – was leisten die Sozialversicherungen?

Leitfaden 2020

diabetesschweiz diabètesuisse diabetesvizzera

Ausgabe: 2017 Artikelnummer: 011031304241 Buch erscheint jährlich Artikelnummer: 011812922141 Broschüre PDF

Für Profis

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Krebsforschung in der Schweiz 2019

Krebsforschung in der Schweiz

Mammografie-Screening Faktenblatt für Fachpersonen

Krebsforschung in der Schweiz

Mammografie-Screening Unter Mammografie-Screening versteht man regelmässige Röntgenuntersuchungen der Brüste bei Frauen ab 50 Jahren, die nicht an Veränderungen oder Beschwerden der Brüste leiden und auch keine erbliche Belastung haben. Ziel des Mammografie-Screenings ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken und damit die Erfolgsaussichten der Behandlung und die Überlebenschancen der betroffenen Frauen zu verbessern. Die Kosten der Mammografien zur Früherkennung von Brustkrebs werden im Rahmen von qualitätskontrollierten ScreeningProgrammen von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen.

Brustkrebs – einige Fakten

mografie-Programme müssen gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsanforderungen erfüllen.

Brustkrebs-Häufigkeit in der Schweiz Brustkrebs ist in der Schweiz bei Frauen die mit Abstand häufigste Krebsart und die häufigste krebsbedingte Todesursache: Jährlich erkranken durchschnittlich 5900 Frauen an Brustkrebs, mehr als 1400 sterben daran. Brustkrebs tritt bei jungen Frauen vergleichsweise selten auf; vier von fünf betroffenen Frauen sind über 50 Jahre alt. 80 Prozent der erkrankten Frauen sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.

• Opportunistische Mammografien: Diese werden bei Frauen ohne Symptome zur Früherkennung von Brustkrebs gemacht, jedoch nicht im Rahmen von qualitätsgeprüften Programmen. Das heisst, es gibt keine systematischen Einladungen für die Frauen und einige der für Programme geltenden Qualitätsanforderungen gibt es bei opportunistischen Mammografien nicht. Auslöser für die Mammografie ist meist die Empfehlung der Ärztin oder des Arztes beziehungsweise der Wunsch der Frau. Die Kosten der opportunistischen Mammografie werden nicht von der Grundversicherung übernommen.

Brustkrebs-Risikofaktoren Es gibt verschiedene Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung bei Frauen. Dazu gehören zunehmendes Alter, hormonelle Faktoren und gewisse Formen der Hormontherapie sowie das Vorkommen von Brustkrebs bei nahen Verwandten. Nur schätzungsweise fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind auf eine bekannte genetische Veranlagung zurückzuführen (z. B. Veränderung des BRCA-Gens 1/2). Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht nach der Menopause, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum.

• Diagnostische Mammografien: Diese werden bei Frauen mit Symptomen oder Beschwerden an den Brüsten gemacht. Es geht dabei um die Abklärung dieser Befunde. Diagnostische Mammografien werden nicht im Rahmen von Programmen durchgeführt. Weitere Unterschiede sind in der Tabelle auf der folgenden Seite dargestellt.

Die Früherkennung von Brustkrebs Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind im Allgemeinen die Überlebenschancen der betroffenen Frau. Brustkrebs, der in einem frühen Stadium entdeckt wird, kann zudem meistens schonender behandelt werden. Früherkennungsuntersuchungen erhöhen die Chance, dass ein Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt wird.

Die Haltung der Krebsliga Schweiz Die Krebsliga Schweiz empfiehlt und unterstützt MammografieScreening-Programme, die gemäss den europäischen Qualitätsrichtlinien durchgeführt werden. Die Haltung stützt sich auf eine von einer unabhängigen englischen Expertengruppe durchgeführte umfassende Analyse, in der bestätigt wurde, dass durch Mammografie-Screening-Programme Brustkrebstodesfälle verhindert werden können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Bund vertreten ebenfalls diese Haltung. Die Krebsliga Schweiz ist der Ansicht, dass aus heutiger Sicht die Vorteile der Screening-Programme die Nachteile überwiegen und fordert die Kantone dazu auf, Programme aufzubauen. Die Krebsliga Schweiz ist der Ansicht, dass Screening-Programme auch unter dem gesellschaftlichen Aspekt der Chancengleichheit wichtig sind. Das Swiss Medical Board, ein Schweizer Gremium, das medizinische Leistungen beurteilt, ist in einem im Februar 2014 veröffentlichten Bericht zum Schluss gekommen, dass bestehende Mammografie-Programme befristet und keine neuen Programme eingeführt werden sollen. Da der Bericht keine neuen Daten enthält und zudem inhaltliche Mängel aufweist, sieht die Krebsliga Schweiz keinen Grund, ihre Haltung zum Mammografie-Screening zu ändern.

Die Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs Verschiedene Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs Die wichtigste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren ist die Mammografie. Weitere Untersuchungsmethoden sind die klinische Untersuchung, Ultraschalluntersuchungen und die Magnetresonanztomographie (MRI). Die Mammografie Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Von jeder Brust werden in der Regel zwei Aufnahmen gemacht. Mit der Mammografie werden gegen 80 Prozent aller bösartigen Tumoren in der Brust erkannt. Man unterscheidet zwischen Mammografien im Rahmen von Programmen sowie opportunistischen und diagnostischen Mammografien.

Eine Publikation der Stiftung Krebsforschung Schweiz, der Krebsliga Schweiz und der kantonalen Krebsligen über

• Mammografien innerhalb von Programmen: Diese werden bei Frauen ohne Symptome zur Früherkennung von Brustkrebs gemacht. Bei Mammografie-Programmen werden alle Frauen ab 50 Jahren im Abstand von zwei Jahren zu einer Mammografie eingeladen. Mam-

die geförderten Forschungsprojekte 2018

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erscheint jährlich Artikelnummer: 011034024121 Broschüre auch in Englisch erhältlich

Artikelnummer: 011451951141 Faktenblatt PDF

Onkologische Rehabilitation Lymphödeme nach ­Krebs­behandlungen Risiken, Diagnose, Therapie

N

Faktenblatt für Fachpersonen

Onkologische Rehabilitation Immer mehr Menschen überleben eine Krebserkrankung. Doch die Krankheit und ihre Behandlung führen häufig zu körperlichen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen. Onkologische Rehabilitationsprogramme verbessern die Lebensqualität von Krebsbetroffenen und erleichtern ihre Wiedereingliederung in den Alltag und ins Berufsleben.

1. Einleitung

Risiken, Diagnostik, Therapie Online

Abb. 1: Bio-psycho-soziales Modell der ICF

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 39 500 Personen neu an Krebs (NICER, 2016); die Tendenz ist steigend. Dank der grossen Fortschritte in der Früherkennung und in der medizinischen Therapie gibt es dabei eine zunehmende Anzahl von Langzeitüberlebenden. Diese erfreuliche Entwicklung stellt gleichzeitig neue Herausforderungen an die Nachsorge und die Rehabilitation der Betroffenen. So tritt vor allem die Erhaltung und Wiedergewinnung der körperlichen und psychischen Gesundheit und Lebensqualität, die Adaptation an mögliche bleibende Einschränkungen sowie die Verarbeitung der gemachten Erfahrungen in den Vordergrund. Körperliche und psychische Beeinträchtigungen (wie Schmerzen, Funktionseinschränkungen, chronische Müdigkeit, Ängste usw.), die als Folge des Krebsleidens bzw. dessen Therapien auftreten können, sollen durch geeignete Rehabilitationsmassnahmen reduziert und die Krankheitsverarbeitung günstig beeinflusst werden. Ziel dieser Massnahmen ist es im Besonderen, die Teilhabe (Partizipation) von Krebsbetroffenen am beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu erhalten oder wieder zu erlangen.

Gesundheitsproblem

(Gesundheitsstörung oder Krankheit, ICD)

Körperfunktionen und -strukturen

Umweltfaktoren • materiell • sozial • verhaltensbezogen

Teilhabe

Persönliche Faktoren • Alter, Geschlecht • Motivation • Lebensstil

Wohlergehens» (WHO, New York, 22.07.1946). Besteht ein gesundheitliches Problem, kann dieses in Zusammenhang mit körperlichen und/oder psychischen Einschränkungen auch die Möglichkeiten zur aktiven Teilhabe am Leben beeinträchtigen. Ob und in welchem Umfang eine funktionale Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes und im Sinne der Definition der WHO «gesundes» Leben erschwert, wird auch von Kontextfaktoren (Umweltfaktoren und persönliche Faktoren) beeinflusst. Erkrankungen werden nach dem bio-psycho-sozialen Modell als Störungen der Körper-Seele-Einheit verstanden, welche Auswirkungen auf den ganzen Lebenskontext eines betroffenen Menschen haben. Neben der physischen (biologischen) Dimension werden auch die psychische (inkl. geistige/spirituelle) Dimension sowie das Zusammenleben und Arbeiten (soziale Dimension) miteingeschlossen.

lesen

Eine Information der Krebsliga für Fachpersonen

Aktivitäten

Quelle: WHO (2001)

Das Lymphödem nach einer Krebsbehandlung

2. Verständnis der Onkologischen Rehabilitation Unter onkologischer Rehabilitation wird ein gesundheits- und autonomieorientierter Prozess verstanden, welcher «alle koordinierten Massnahmen medizinischer, pädagogischer, sozialer und spiritueller Art umfasst, die es dem Krebskranken ermöglichen, krankheitsbedingte oder durch die Therapie bedingte Behinderungen oder Einschränkungen zu überwinden und wieder eine physische, psychische und soziale Funktionalität zu erlangen, in der Art, dass er sein Leben aus eigener Kraft in grösstmöglicher Autonomie gestalten und seinen Platz in der Gesellschaft wieder einnehmen kann» (Eberhard, 2015). Die Rehabilitation orientiert sich am Bio-psycho-sozialen Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF, Abb. 1). Dabei handelt es sich um ein System von zusammenhängenden Komponenten. Wenn sich eine Komponente ändert, so beeinflusst sie theoretisch den Zustand aller anderen Komponenten. Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gesundheit als einen «Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen

3. Ziele Das Ziel der Rehabilitation ist der Erhalt oder das Wiedererlangen der grösstmöglichen Autonomie (gesellschaftliche Teilhabe). Um den Platz in der Gesellschaft wieder einnehmen zu können, benötigen die Betroffenen ein bestimmtes Mass an Funktionalität und Aktivität. 1

Ausgabe: 2020 Artikelnummer: 011418013111 Broschüre

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Für Profis

Artikelnummer: 011233953141 Faktenblatt PDF


Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis

9 Fragen zu Alter, ­Multimorbidität und Krebs

Faktenblatt für Fachpersonen

Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis

Praxistool «Gut zu Wissen»

9 Fragen zu Alter, Multimorbidität und Krebs Aufgrund des demografischen Wandels wenden sich immer mehr ältere, multimorbide Krebsbetroffene an die Krebsliga. Bei der Beratung gilt es alterspezifische Aspekte zu berücksichtigen. Nachfolgend die wich-

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

muss er einen Helm tragen. Unterlässt er dies, so ist dies unter Umständen ein Kündigungsgrund. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beinhaltet auch den Schutz vor Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte durch Dritte, z.B. durch Mobbing. Wenn ein Arbeitnehmer über längere Zeit systematisch und wiederholt von Arbeitskollegen oder Vorgesetzen schikaniert wird, spricht man von Mobbing. Mobbing oder gar sexuelle Übergriffe muss sich ein Arbeitnehmer nicht gefallen lassen. Der Arbeitgeber muss hier einschreiten. Hat der Arbeitnehmer das Gefühl, dass der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht verletzt, so ist es wichtig, dass er dies meldet, damit der Arbeitgeber seine Fürsorgepflicht tatsächlich wahrnehmen kann. Ein Arbeitnehmer, der in seiner Persönlichkeit verletzt wird, kann unter Umständen Genugtuung und Schadenersatz verlangen. Auch ein Strafverfahren gegen den Arbeitgeber ist möglich.

(Art. 328 OR, Art. 328b OR, Art. 330a OR, Gleichstellungsgesetz, ArbG [1] )

Die Hauptpflicht des Arbeitgebers ist die Auszahlung des vereinbarten Lohnes. Die Pflichten des Arbeitgebers gehen aber über die reine Lohnzahlung hinaus: Der Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Arbeitnehmer. Er hat die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu schützen. Der Umfang der Fürsorgepflicht ist nur teilweise im Gesetz festgehalten und setzt sich aus verschiedenen Pflichten zusammen. Die Arbeitgeberin, der Arbeitgeber hat auf die seelische, geistige und körperliche Individualität der Arbeitnehmerin, des Arbeitnehmers zu achten. Der Arbeitgeber muss auf die Gesundheit des Arbeitnehmers Rücksicht nehmen. Er darf den Arbeitnehmer nicht überfordern oder überanstrengen. Die Arbeitsbelastung darf nicht derart sein, dass seine Gesundheit gefährdet oder gar geschädigt wird. «Zum Schutz von Leben und Gesundheit hat der Arbeitgeber alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes angemessen sind» [2]. Der Gesundheitsschutz gilt jedoch nicht absolut. Es ist abzuwägen, was dem Arbeitnehmer zuzumuten ist und wo der Persönlichkeitsschutz wichtiger ist als die Arbeitsleistung. Ein Feuerwehrmann etwa muss bei der Brandbekämpfung bis zu einem gewissen Mass seine Gesundheit aufs Spiel setzen, aber eine Sekretärin nicht. Je höher das Risiko ist, dass die Gesundheit eines Arbeitnehmers gefährdet werden könnte, desto mehr muss der Arbeitgeber unternehmen, um die Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen. Der Arbeitnehmer muss sich an die Weisungen halten, welche seine Gesundheit schützen. Arbeitet ein Elektriker auf einer Baustelle, so

Besondere Fürsorgepflichten bei Krankheit und Alter (Art. 336 Abs. 1 lit. a OR, Art. 6 ArG) Gegenüber gesundheitlich angeschlagenen Arbeitnehmern und älteren Arbeitnehmern besteht eine erhöhte Fürsorgepflicht. Eine Kündigung ist nur rechtmässig, wenn der Arbeitgeber beweisen kann, dass er alles Zumutbare und Notwendige unternommen hat, um die Weiterbeschäftigung des betroffenen Arbeitnehmers zu ermöglichen. Je schwieriger es für einen Arbeitnehmer ist eine neue Arbeitsstelle zu finden, desto eher muss der Arbeitgeber ihn besonders rücksichtsvoll behandeln. Sowohl das Alter wie auch die Gesundheit fallen unter die Eigenschaften, die einer Person kraft ihrer Persönlichkeit zustehen und eine Kündigung allein wegen einer solchen Eigenschaft ist missbräuchlich. Welche Massnahmen vom Arbeitgeber verlangt werden können, hängt stark vom jeweiligen Unternehmen ab. Studien haben ergeben, dass die Chancen nach einer längeren Erkrankung und bei einer chronischen Erkrankung weiterbeschäftigt zu werden, abhängig sind von der Dauer des Arbeitsverhältnisses, von der Art der Arbeitstätigkeit und der Grösse des Betriebes. So ist es in einem grossen Betrieb eher möglich auf die besonderen Bedürfnisse eines Arbeitnehmers einzugehen und ihm eine Teilzeitarbeit oder eine angepasste Tätigkeit anzubieten. Ist es einem Betrieb nicht möglich, einem Arbeitnehmer eine Teilzeitarbeit oder eine angepasste Arbeit anzubieten, ist eine Kündigung nach einer gesetzlich festgelegten Zeit (Sperrfrist) nicht missbräuchlich.

Teilaspekte der Fürsorgepflicht • Schutz der Persönlichkeit des Arbeitnehmers • Schutz von Leben und Gesundheit • Schutz vor Willkür und Diskriminierung • Schutz der persönlichen und beruflichen Ehre, Stellung und Ansehen im Beruf • Schutz des Vermögens des Arbeitnehmers • Datenschutz • Pflicht zur Gleichstellung der Geschlechter • Freiheit der gewerkschaftlichen Organisation • Pflicht zur Erteilung eines Arbeitszeugnisses

Das Arbeitszeugnis bei langer Erkrankung (Art. 330a OR) Ein Arbeitnehmer kann jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, das nicht nur über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, sondern auch Informationen über seine Leistungen und sein Verhalten enthält. Unter dem Aspekt der Wahrheitspflicht ist der Arbeitgeber mitunter gehalten, eine Krankheit respektive eine dadurch bedingte Arbeitsverhinderung im Arbeitszeugnis ausnahmsweise

tigsten Fragen und Antworten zu Alter, Krebs und Multimorbidität. 1| Alt, älter oder hochaltrig? Das Alter wird von der WHO in folgende Altersphasen unterteilt. ältere Menschen 60 – 74 Jahre Betagte 75 – 79 Jahre 80 – 89 Jahre Hochbetagte sehr alte Menschen / Langlebige > 90 Jahre Das Alter(n) hat aufgrund lebens- und berufsbiografischer sowie persönlichen Merkmalen viele Gesichter und lässt sich deshalb nicht normieren. Innerhalb der Altersphasen sind die Unterschiede infolge der Wohnsituation, den wirtschaftlichen Verhältnissen, der formalen Bildung und des Migrationsstatus grösser als zwischen den Altersphasen. Insgesamt leben nur sechs Prozent der Pensionierten in einer Altersinstitution. Von den Bewohnerinnen und Bewohnern sind aber 18 Prozent über 80-Jährig und 60 Prozent über 95-Jährig [2]. 2| Warum ist Gesundheit gerade im Alter wichtig? Die gesundheitlichen Unterschiede treten im Alter und insbesondere ab dem 80. Lebensjahr stärker zu Tage als in jeder anderen Lebensphase [3]. Unter Gesundheit im Alter ist jedoch nicht nur das Fehlen von Krankheit, Beschwerden und Gebrechen zu verstehen. Wesentliche Merkmale von Gesundheit im Alter sind das subjektive Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit und die im Laufe des Lebens erworbenen Bewältigungsstrategien um soziale, körperliche und emotionale Herausforderungen zu meistern [2]. Im Alter findet oftmals ein Perspektivenwechsel statt, welcher das subjektive Gesundheitserleben in den Vordergrund und den objektiven medizinischen Befund in den Hintergrund stellt. Auch werden körperliche Veränderungen oft dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben [4]. Wird eine Krebstherapie nötig, wirkt sich diese auf den Alterungsprozess und insbesondere auf die kognitive und körperliche Leistungsfähigkeit aus. Die Auswirkungen einer Chemotherapie können im höheren Alter nicht mehr so gut kompensiert werden. Deshalb brauchen alte Menschen eine längere Rekonvaleszenz. Zudem kann eine Chemotherapie im Alter häufiger zu Komplikationen führen [5 + 21].

Je älter ein Mensch, umso mehr zeigt sich seine Persönlichkeit «Individualität» resp. «Heterogenität im Alter» sind wichtige Begriffe für das Verständnis von unterschiedlichen Alterungsprozessen [4]. Lebensplanung, Ziele und Sinnfindung sind auch im Alter relevante und zu unterstützende Themen. Wichtig ist, die aktive Handlungskompetenz eines älteren Menschen zu fördern [20]. Eine bejahende Grundhaltung der Beratenden der KKL und KLS zum Alter(n) wie z. B. «Alter ist ein Thema, kein Problem» kann Beratungssituationen positiv beeinflussen.

Was tun? Das Modell der selektiven Optimierung und Kompensation (SOKModell) unterstützt ein ressourcenorientiertes und selbstbestimmtes Handeln trotz altersbedingten Funktionseinbussen. Das SOK-Modell zeichnet sich durch Selektion einer realisierbaren Handlungsalternative (z. B. Erhalt der Gehfähigkeit) aus, welche durch die Optimierung mit geeigneten Mittel (z. B. gymnastische Übungen) verbessert und mit Hilfe passender Kompensation für noch bestehende Funktionseinbussen (z. B. Verwendung von einem Gehstock) erreicht werden kann [1].

Pro Senectute und Gesundheitsförderung Schweiz helfen weiter Pro Senectute Schweiz bietet Gesundheitsberatungen im Alter zu folgenden möglichen Themen an: Sturzprävention und Bewegung, Ernährung im Alter, selbstbestimmte Alltagsbewältigung auch mit Einschränkungen (vgl. Liste «Angebote und wichtige Adressen für Beratende und Betroffene» sowie die Orientierungsliste der Gesundheitsförderung Schweiz).

Was tun? Gesundheitskompetenz wahrnehmen, erkennen und einschätzen • Signale wahrnehmen: Eine eingeschränkte Lese- und Schreibfähigkeit kann in Beratungsgespräch durch Aussagen wie «Ich habe meine Brille vergessen» oder «Ich lese diese Information zu Hause» erkannt werden. • Achtsam zuhören: Durch aktives Abfragen des Vorwissens von Krebs, können Informationen über Sprachniveau und den Umgang mit Informationen gesammelt werden. • Nachfragen: Werden Fragen wie «Haben Sie manchmal Mühe medizinische Formulare oder ihren Arzt zu verstehen?» oder «Haben Sie Schwierigkeiten, schriftliche Informationen zu Gesundheitsthemen zu verstehen?» mit «Ja» beantwortet, kann dies eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz aufzeigen [7].

3| Was bedeutet «Gesundheitskompetenz» im Alter? Wer das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit besitzt, sich gesund zu verhalten und im Alltag Entscheidungen zu treffen, welche seine Gesundheit positiv unterstützen, verfügt über eine gute Gesundheitskompetenz. Es ist deshalb wichtig, dass ältere Menschen ihrem Alter angepasste Gesundheitsinformationen finden, verstehen, beurteilen und anwenden können, damit sie sich im Gesundheitssystem besser zurechtfinden (6). Die Arbeitshilfe «Gesundheitskompetenz – Verständlich informieren und beraten» umfasst eine hilfreiche Material- und Methodensammlung zur Patientenberatung, sowie konkrete praxisrelevante Unterstützung um zu erkennen wie hoch die Gesundheitskompetenz der Betroffenen ist und was es im Gespräch mit ihnen zu beachten gilt [7]. Ältere Menschen fühlen sich oftmals aufgrund ihres Alters stigmatisiert. Die Stigmatisierung kann zu einer Kommunikationsbarriere führen [6 + 15].

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Artikelnummer: 011816952141 Faktenblatt PDF

Artikelnummer: 014501953121 Faktenblatt PDF

Sonnenschutz bei Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren

Assistierter Suizid

Faktenblatt für Fachpersonen

Fragen und Antworten für die Beratung von Krebsbetroffenen und Nahestehenden

Sonnenschutz bei Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren Kleine Kinder bewegen sich gerne und viel. Für ihre gesunde Entwicklung ist ein regelmässiger Aufenthalt im Freien wichtig. Kinderhaut reagiert jedoch empfindlich auf äussere Einflüsse wie beispielsweise die UV-Strahlung. In diesem Spannungsfeld – zwischen der Empfehlung, den Aufenthalt an der Sonne zu

Faktenblatt für Fachpersonen

N

vermeiden, um das Risiko von Hautkrebserkrankungen zu reduzieren, und der Wichtigkeit, draussen Erfahrungen zu sammeln – werden in diesem Faktenblatt die zentralen Themenfelder konkret beleuchtet sowie Empfehlungen zum Sonnenschutz aufgezeigt.

Hautkrebs – allgemeine Informationen

liegt dieser Anteil bei 13 Prozent. Melanome bei Kindern und Jugendlichen sind sehr selten. Pro Jahr treten etwa 10 Fälle bei Personen unter 20 Jahren auf [2]. Häufiger, aber weniger gefährlich, sind die hellen Hautkrebsarten wie das Basaliom oder das Spinaliom. Die genaue Anzahl an Neuerkrankungen in der Schweiz ist nicht bekannt, da die meisten Krebsregister die hellen Hautkrebsarten nicht erfassen. Pro Jahr wird in der Schweiz bei schätzungsweise 20 000 bis 25 000 Menschen ein Basaliom oder Spinaliom diagnostiziert. Diese werden meist chirurgisch entfernt und bedürfen in der Regel keiner weiteren Therapie. Bei hellem Hautkrebs kommen Metastasen und Todesfälle nur sehr selten vor. Helle Hautkrebsarten sind Folge langjähriger UV-Exposition und treten deshalb bei Kindern nicht auf, können aber eine Folge von übermässiger UV-Exposition in der Kindheit sein.

Es gibt verschiedene Formen von Hautkrebs. Die gefährlichste Form ist das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, weil es Metastasen bilden kann. In der Schweiz erkranken jährlich rund 2400 Menschen an einem Melanom [1], etwa 300 Personen sterben daran. Melanome kommen auch bei jüngeren Menschen vor: 26 Prozent der an einem Melanom erkrankten Personen sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50 Jahre alt. Bei den Krebserkrankungen insgesamt

Saisonale Empfehlungen

Ursache für Hautkrebs Eine der Hauptursachen für Hautkrebserkrankungen ist die UV-Strahlung [3, 4]. Da die Kinderhaut besonders empfindlich ist, ist Sonnenschutz bereits im Kindesalter unerlässlich. Der optimale Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlung, von der Art der Aktivität, von der Dauer des Aufenthalts an der Sonne sowie von der Sonnenempfindlichkeit der Haut ab. Die Intensität der UV-Strahlung wird durch die Jahres- und Tageszeit, durch geografische Gegebenheiten wie den Breitengrad und die Höhe über Meer, die Dichte der Bewölkung und die Reflexion der UV-Strahlung durch die Umgebung bestimmt.

November bis Februar Im Mittelland sind die UV-Strahlen schwach und es braucht normalerweise kaum Sonnenschutz. In den Bergen hingegen ist Sonnenschutz notwendig, da die UV-Strahlen in der Höhe intensiver sind. Kommt Schnee hinzu, werden zudem bis zu 90 Prozent der Strahlung reflektiert, und so wird ihre Wirkung beinahe verdoppelt. März und April Nach den kurzen und kalten Tagen sehnen wir uns im Frühling nach der Sonne. Die angenehmen Temperaturen täuschen aber über die Strahlungsintensität hinweg. Im Frühling sollte die Haut geschützt werden, auch wenn die Temperaturen noch niedrig sind.

Die Haut Kinderhaut ist empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie dünner und heller ist als diejenige der Erwachsenen.

Mai bis August Während dieser Monate sind die UV-Strahlen sehr intensiv, und die Haut braucht einen guten Schutz durch Kleider und Schatten. Aufenthalte im Freien sollten wenn möglich vor oder nach der Mittagszeit (11 bis 15 Uhr) geplant werden.

Die Augen Die Augen von Kindern und Jugendlichen sind empfindlicher und lassen mehr Sonnenlicht bis zur Netzhaut vordringen als diejenigen von Erwachsenen. Deshalb sollten auch Kinderaugen mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Beim Kauf sollte auf das CE-Zeichen und den Vermerk 100 Prozent UV geachtet werden. Falls ein Kind die Brille nicht tragen will, kann auch ein Hut mit Krempe etwas Schutz bieten.

September und Oktober Ähnlich wie im Frühling täuschen die niedrigeren Temperaturen in den Herbstmonaten über die Stärke der UV-Strahlung hinweg. Es wird empfohlen, an sonnigen Tagen die Mittagszeit möglichst im Schatten zu verbringen.

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Artikelnummer: 011330951141 Faktenblatt PDF

Assistierter Suizid – Fragen und Antworten für die Beratung von Krebsbetroffenen und Nahestehenden

Ausgangslage

Fakten / Zahlen

Beratende der kantonalen und regionalen Ligen begegnen vermehrt Menschen, die einen Sterbewunsch durch assistierten Suizid in Betracht ziehen oder beschlossen haben. Auch Familienmitglieder und andere nahestehende Menschen sind bei einem solchen Sterbewunsch betroffen und suchen Rat bei den Krebsligen. Solche Situationen sind anspruchsvoll und herausfordernd. Um die Hilfesuchenden mit einer professionellen Beratung zu unterstützen, hat die Krebsliga als Orientierungshilfe Fragen und Antworten zu rechtlichen, ethischen und praktischen Gesichtspunkten zum assistierten Suizid zusammengetragen.

Wie oft kommt es in der Schweiz zum assistierten Suizid? Die Anzahl aller Todesfälle belief sich im Jahr 2016 auf 64’964. Laut Bundesamt für Statistik wählten in besagtem Jahr insgesamt 928 Menschen den Weg des assistierten Suizids. Nach ansteigenden Zahlen in den Jahren 2010 bis 2015 wurde im 2016 ein leicht abnehmender Trend beobachtet. Mehr Frauen als Männer scheiden auf diese Art aus dem Leben. Der assistierte Suizid macht zurzeit rund 1,5 % aller Todesfälle aus [2,3,4]. Wie gross ist der Anteil der an Krebs erkrankten Menschen? Der Synthesebericht NFP 67 [1] hält bezüglich des assistierten Suizids fest: «In der Regel litten die Menschen an mindestens einer belastenden Erkrankung, die Sterbewilligen der Schweiz in erster Linie an Tumorerkrankungen und Altersbeschwerden (…)». Statistiken zum assistierten Suizid zeigen, dass vier von zehn Menschen (42 %) an einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung litten [5].

Beweggründe Was bewegt Menschen zum assistierten Suizid? Zwar sind Palliative Care Angebote bei unheilbarer Krankheit bekannt und etabliert. Trotzdem kann der Wunsch nach assistiertem Suizid bei Menschen mit einer unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung anhalten. Es sind Situationen denkbar, in denen Schmerzen oder andere Symptome trotz bestmöglicher Therapien persistieren und der schwerkranke, urteilsfähige Mensch einen Sterbewunsch mittels assistiertem Suizid äussert. Im Nationalfondsprojekt Lebensende (NFP 67) [1] widmete sich eines der Forschungsprojekte dieser Thematik. Bezogen auf die Gründe war folgendes aufgeführt: «Die Sterbewilligen hatten folgende Motive, soweit aus den Akten zu eruieren waren (mit abnehmender Bedeutung): Körperliche Beschwerden, Verlust wichtiger Körperfunktionen, unzureichende Schmerzkontrolle, Verlust der Lebensqualität, zunehmende Pflegebedürftigkeit, Wunsch nach Autonomie und würdevollem Sterben. Ferner waren Lebensmüdigkeit, Pflegebedürftigkeit, Isolation, Therapiemüdigkeit und die Vorstellung, eine Last für andere zu sein, ausschlaggebend» [1, S. 35].

Recht und Ethik Wie wird assistierter Suizid definiert? Der assistierte Suizid beschreibt die Handlung einer urteilsfähigen Person, die im Besitz der Tatherrschaft ist und in einer Situation unheilbarer Krankheit und schweren Leidens selbsttätig und freiwillig mit einem todbringenden Medikament aus dem Leben scheidet. Das Medikament wird ärztlich verordnet, nachdem zuvor die Situation und Beweggründe der sterbewilligen Person abgeklärt wurden. Sterbewillige Menschen nehmen die betreffenden Medikamente meistens oral, enteral oder intravenös ein, wobei sie dies selbst vornehmen oder die Infusion in Gang setzen müssen. Die Beihilfe zum Suizid wird strafrechtlich nicht verfolgt, solange keine selbstsüchtigen Motive bestehen [6].

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Unterstützen Sie Ihre Patientinnen und Patienten beim Rauchstopp

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www.rauchstopplinie.ch/fachleute

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Weiterbildungen

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Ligue jurassienne contre le cancer T 032 422 20 30 liguecancer-ju.ch

Ligue vaudoise contre le cancer T 021 623 11 11 lvc.ch

Ligue neuchâteloise contre le cancer T 032 886 85 90 liguecancer-ne.ch

Ligue valaisanne contre le cancer (Sion) T 027 322 99 74 lvcc.ch

Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL T 071 242 70 00 krebsliga-ostschweiz.ch

Krebsliga Wallis (Brig) T 027 604 35 41 krebsliga-wallis.ch

Krebsliga Schaffhausen T 052 741 45 45 krebsliga-sh.ch Krebsliga Solothurn T 032 628 68 10 krebsliga-so.ch Thurgauische Krebsliga T 071 626 70 00 tgkl.ch Lega ticinese contro il cancro T 091 820 64 20 legacancro-ti.ch

Weiterbildungen Formations continues Formazioni continue 2020

Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR, ZG T 041 210 25 50 krebsliga.info

Sich gemeinsam weiterentwickeln Se former ensemble Formarsi insieme

Sie arbeiten mit Krebsbetroffenen und deren Nahestehenden. Wir fördern die dafür notwendigen Kompetenzen und ermöglichen den Fachaustausch. Vous travaillez avec les personnes atteintes d’un cancer et leurs proches. Nous encourageons les compétences nécessaires et rendons possible l’échange professionnel. Lei lavora con i malati di cancro e i loro familiari. Noi promuoviamo le competenze necessarie e rendiamo possibile lo scambio di esperienze a livello professionale.

Krebsliga Zürich T 044 388 55 00 krebsligazuerich.ch Krebshilfe Liechtenstein T 00423 233 18 45 krebshilfe.li

Für Menschen, die im Themenfeld Krebs arbeiten. Pour les personnes qui travaillent dans le domaine du cancer. Per le persone che lavorano nel campo dei tumori.

weiz ontre le cancer contro il cancro e 40

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KLS / 11.2019 / 221239123121

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@krebsliga.ch / forumcancer.ch / forumcancro.ch Ligne InfoCancer / Linea cancro:

Ausgabe: 2020 Artikelnummer: 221239123121 Faltprospekt

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Für Profis


Beratung und Information

Ihre kantonale oder regionale Krebsliga Betroffene und Angehörige werden beraten, begleitet und auf vielfältige Weise unterstützt. Dazu gehören persönliche Gespräche, das Klären von Versicherungsfragen, Kurs- und Seminarange­ bote, die Unterstützung beim Ausfüllen von Patientenverfügungen und das Vermitteln von Fachpersonen, zum Beispiel für eine Ernährungsberatung, für komplementäre Therapien, für psychoonkologische Beratung und Therapie. Das Krebstelefon 0800 11 88 11 Am Krebstelefon hört Ihnen eine Fachperson zu. Sie erhalten Antwort auf Ihre Fragen zu allen Aspekten rund um die Erkrankung, und die Fachberaterin informiert Sie über mögliche weitere Schritte. Sie können mit ihr über Ihre Ängste und Unsicherheiten und über Ihr persönliches Erleben der Krankheit sprechen. Anruf und Auskunft sind kostenlos. Die Fach­ beraterinnen sind auch per E-Mail an ­helpline@krebsliga.ch oder über die Skype-Adresse krebstelefon.ch erreich­ bar.

Cancerline – der Chat zu Krebs Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich über www.krebsliga.ch/cancerline in den Livechat einloggen und mit einer Fachberaterin chatten (Montag bis Freitag, 11 – 16 Uhr). Sie können sich die Krankheit erklären lassen, Fragen stellen und schreiben, was Sie gerade bewegt. Die Rauchstopplinie 0848 000 181 Professionelle Beraterinnen geben Ihnen Auskunft und helfen Ihnen beim Rauchstopp. Auf Wunsch können kosten­ lose Folgegespräche vereinbart werden. Kurse Die Krebsliga organisiert an verschiedenen Orten in der Schweiz Kurse für krebsbetroffene Menschen und ihre Angehörigen: www.krebsliga.ch/kurse

Beratung und Information

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Unterstützung und Beratung – die Krebsliga in Ihrer Region

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Krebsliga Aargau Kasernenstrasse 25 Postfach 3225 5001 Aarau Tel. 062 834 75 75 admin@krebsliga-aargau.ch www.krebsliga-aargau.ch PK 50-12121-7

2

Krebsliga beider Basel Petersplatz 12 4051 Basel Tel. 061 319 99 88 info@klbb.ch www.klbb.ch PK 40-28150-6

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50

Bernische Krebsliga Ligue bernoise contre le cancer Schwanengasse 5/7 Postfach 3001 Bern Tel. 031 313 24 24 info@bernischekrebsliga.ch www.bern.krebsliga.ch PK 30-22695-4

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Ligue fribourgeoise contre le cancer Krebsliga Freiburg route St-Nicolas-de-Flüe 2 case postale 1701 Fribourg tél. 026 426 02 90 info@liguecancer-fr.ch www.liguecancer-fr.ch CP 17-6131-3 Ligue genevoise contre le cancer 11, rue Leschot 1205 Genève tél. 022 322 13 33 ligue.cancer@mediane.ch www.lgc.ch CP 12-380-8 Krebsliga Graubünden Ottoplatz 1 Postfach 368 7001 Chur Tel. 081 300 50 90 info@krebsliga-gr.ch www.krebsliga-gr.ch PK 70-1442-0

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Ligue jurassienne contre le cancer rue des Moulins 12 2800 Delémont tél. 032 422 20 30 info@ljcc.ch www.liguecancer-ju.ch CP 25-7881-3

8

Ligue neuchâteloise contre le cancer faubourg du Lac 17 2000 Neuchâtel tél. 032 886 85 90 LNCC@ne.ch www.liguecancer-ne.ch CP 20-6717-9

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Krebsliga Ostschweiz SG, AR, AI, GL Flurhofstrasse 7 9000 St. Gallen Tel. 071 242 70 00 info@krebsliga-ostschweiz.ch www.krebsliga-ostschweiz.ch PK 90-15390-1


10 Krebsliga Schaffhausen Mühlentalstrasse 84 8200 Schaffhausen Tel. 052 741 45 45 info@krebsliga-sh.ch www.krebsliga-sh.ch PK 82-3096-2 11 Krebsliga Solothurn Wengistrasse 16 4500 Solothurn Tel. 032 628 68 10 info@krebsliga-so.ch www.krebsliga-so.ch PK 45-1044-7 12 Thurgauische Krebsliga Bahnhofstrasse 5 8570 Weinfelden Tel. 071 626 70 00 info@tgkl.ch www.tgkl.ch PK 85-4796-4 13 Lega ticinese contro il cancro Piazza Nosetto 3 6500 Bellinzona Tel. 091 820 64 20 info@legacancro-ti.ch www.legacancro-ti.ch CP 65-126-6 14 Ligue vaudoise contre le cancer place Pépinet 1 1003 Lausanne tél. 021 623 11 11 info@lvc.ch www.lvc.ch UBS 243-483205.01Y CCP UBS 80-2-2

15 Ligue valaisanne contre le cancer Krebsliga Wallis Siège central: rue de la Dixence 19 1950 Sion tél. 027 322 99 74 info@lvcc.ch www.lvcc.ch Beratungsbüro: Spitalzentrum Oberwallis Überlandstrasse 14 3900 Brig Tel. 027 604 35 41 Mobile 079 644 80 18 info@krebsliga-wallis.ch www.krebsliga-wallis.ch CP/PK 19-340-2 16 Krebsliga Zentralschweiz LU, OW, NW, SZ, UR, ZG Löwenstrasse 3 6004 Luzern Tel. 041 210 25 50 info@krebsliga.info www.krebsliga.info PK 60-13232-5 17 Krebsliga Zürich Freiestrasse 71 8032 Zürich Tel. 044 388 55 00 info@krebsligazuerich.ch www.krebsligazuerich.ch PK 80-868-5 18 Krebshilfe Liechtenstein Im Malarsch 4 FL-9494 Schaan Tel. 00423 233 18 45 admin@krebshilfe.li www.krebshilfe.li PK 90-4828-8

Krebsliga Schweiz Effingerstrasse 40 Postfach 3001 Bern Tel. 031 389 91 00 info@krebsliga.ch www.krebsliga.ch PK 30-4843-9

Broschüren Tel. 0844 85 00 00 shop@krebsliga.ch www.krebsliga.ch/ broschueren

Krebsforum www.krebsforum.ch, das Internetforum der Krebsliga

Cancerline www.krebsliga.ch/ cancerline, der Chat für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Krebs Mo – Fr 11–16 Uhr

Skype krebstelefon.ch Mo – Fr 11–16 Uhr

Rauchstopplinie Tel. 0848 000 181 Max. 8 Rp./Min. (Festnetz) Mo – Fr 11–19 Uhr Ihre Spende freut uns.

Krebstelefon 0800 11 88 11

Gemeinsam gegen Krebs

Montag bis Freitag 9 –19 Uhr Anruf kostenlos helpline@krebsliga.ch

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Diese Broschüre wird Ihnen durch Ihre Krebsliga überreicht, die Ihnen mit Beratung, Begleitung und verschiedenen Unterstützungsangeboten zur Verfügung steht. Die Adresse der für Ihren Kanton oder Ihre Region zuständigen Krebsliga finden Sie auf der Innenseite.

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