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Nr. 47 I 21. November 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68

 4 Diözese. Abschluss „Jahr des Glaubens“. 6  Reportage. Was auch Polizisten nahegeht. 9  Pfarren. Vatikanfragen und die Pfarren. 10 Klima. Je wärmer das Wasser, desto heftiger die Stürme. 14 Zu Gast. Schöne schwierige Heimat. 21 For You. Wie ­Lukas sein Glück fand. 28 Kultur. Frauenquote für Kunstpreise? Singen aus dem neuen Gotteslob. Liturgiewissenschafter Christoph Freilinger (links) und Domkapellmeister Josef Habringer.

Warum die Kirchgänger jetzt umlernen müssen Das neue Gotteslob wird ausgeliefert

KIZ/PS

22 Impressum

Mit dem ersten Adventsonntag beginnt eine neue Ära. Das neue Gotteslob löst das alte ab. 125.000 Stück werden in diesen Tagen auf den Weg in Oberösterreichs Pfarren gebracht. Die Gläubigen werden bei den Nummern zu den Liederklassikern umlernen müssen, da diese neu geordnet sind. Mehr als entschädigt werden sie mit mehr Liedervielfalt und einer verständlicheren Sprache im Gebetsteil. Nächste Woche widmet die KirchenZeitung dem Gotteslob ein eigenes Magazin inpuncto.


2 Meinung Kommentar

21. November 2013

Ein neues Erwarten

Wozu das „Volk“ weiter befragen?

Hans Baumgartner

Katar und die moderne Sklaverei Sie ebbt nicht ab, die Kritik an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen von Migranten auf den Baustellen zur WM in Katar. 2022 soll in dem reichen Golfstaat die Fußball-WM über die Bühne gehen. Es wird emsig gebaut. Arbeiter aus armen südostasiatischen Staaten schuften bei über 50 Grad unter katastrophalen Bedingungen. Kaum Trinkwasser, nach der Arbeit zusammengepfercht in Massenquartieren, verheerende hygienische Zustände, kein Strom, monatelanges Warten auf Löhne, kein Ausreisen ohne Zustimmung des Arbeitgebers – eine lange Liste, aufgezeigt in einer aktuellen Untersuchung von Amnesty International. Moderne Sklaverei, immer wieder angeprangert, von verschiedenen Organisationen! Katars Regierung und die FIFA scheint das nicht zu tangieren, es ändert sich einfach nichts an der Situation. Warum also die Fußball-WM dort austragen? susanne huber

Arm und Reich. Das ist ein gewichtiges Thema unserer Zeit. Die Schere, sagt man, ginge immer weiter auseinander. Man meint damit, ob Menschen sich die nötigen Dinge zum Leben auch leisten können. Die einen in Luxus, die anderen in der Ungewissheit, was morgen sein wird. Es gibt eine andere Form an Armut, die nicht den Leib, aber die Seele hungern lässt. Es ist die Erwartungs-Armut: Dass Menschen sich nichts mehr erwarten – von der Politik nicht, überhaupt, von der Zukunft. Man könne ja ohnehin nichts ändern, sagen sie. Es kommt, wie es kommt. Auch in der Kirche war diese Erwartungs-Armut eine weit verbreitete Stimmung, fast eine Krankheit. Es würde nichts besser werden. Kein Geld wird mehr da sein. Die Jugend ist weg. Wir werden alt und sterben dahin.

Da kam Papst Franziskus. Selbst Skeptische horchen auf. Spannung ist da. Ein neues Erwarten. Dieses Aufkeimen an Hoffnung darf man sich nicht nehmen lassen. Kostbar ist es, denn ohne Erwartung bleibt das Leben leer. Kirche darf nicht mehr in den Machtapparat zurückfallen, der Hoffnung zudeckt – statt dass er sie weckt. Arme sind die erste Sorge der Kirche, auch die Armen an Hoffnung.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: helmut nagorziansky, missionar in ecuador

Über den Atlantik gerufen Padre Helmut Nagorziansky lebt und wirkt seit fast 26 Jahren als Missionar in Ecuador. SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, zeichnet ihn am 22. November mit dem Romero-Preis aus. susanne huber cordero/sei so frei

Der neue Erzbischof von Salzburg heißt Franz Lackner. Ein Mann, dem man nach seinem bisherigen Wirken einiges zutrauen darf. Nicht zuletzt deswegen hat der Grazer Bischof Egon Kapellari darauf gehofft, dass er sein Nachfolger werden würde. Schließlich stammt Lackner nicht nur aus der Steiermark, er hat dort auch fast elf Jahre als Weihbischof gewirkt und kennt die Diözese. Doch Rom hat anders entschieden: Sein Dreiervorschlag mit eindeutig konservativer Schlagseite ließ dem Salzburger Domkapitel keine andere Wahl. Die vom Nuntius befragten Salzburger Priester und Gläubigen wurden dabei erneut übergangen.

KirchenZeitung Diözese Linz

Es waren viele Projekte, die Padre Helmut Nagorziansky in Ecuador angepackt und umgesetzt hat. Als er 1987 von Wien nach Ecuador kam, hat er beim Besuch etlicher armer Familien gesehen, dass sie großteils „ganz fürchterlich hausten; mit Palmenblättern als Dach, wo es immer wieder hereingeregnet hat. Das war vor allem in der Regenzeit und „Für jede Phase meines Lebens, die ich hier in Ecuador mit diesen phantastischen Leuten mitleben und mitleiden konnte, bin ich dankbar.“ padre helmut nagorziansky

im Winter ein großes Problem und führte zu Krankheiten. Da musste ich helfen“, so der Padre. Im Zuge seiner fast 26-jährigen Missionarstätigkeit sorgte er u. a. dafür, hunderte Häuser zu überdachen und zu bauen und ein Altenwohnheim und eine Schule zu errichten. Freunde und Organisationen wie SEI SO FREI haben ihn dabei unterstützt. Dem Ruf gefolgt. Helmut Nagorziansky ist 1942 in Wien unter einfachen Verhältnissen geboren. In der Werkstatt seines Vaters, einem Schneidermeister, hat er als Jugendlicher oft mitgeholfen. Zunächst wollte auch er Schneider werden. „Mein Lateinprofessor hat mich aber dazu überredet, zuerst die Matura zu machen.“ Eng verbunden war der Missionar auch mit seiner Heimatpfarre Maria Geburt in Wien. Es wuchs der Wunsch, Religionslehrer zu werden, dann folgte der Eintritt ins Wiener Priesterseminar und Stationen als Kaplan und Pfarrer in Gloggnitz, am Semmering und in der Wiener Pfarre St. Christoph. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kam es, dass er zwei ehemalige Priesterseminarkollegen in Ecuador besuchte. „Ein tiefgründiges Erlebnis“, so der Padre. Schließlich folgte er dem Ruf Gottes und ging als Fidei-donum-Priester nach Südamerika. Mittlerweile ist Padre Helmut in Pension; und möchte in Ecuador bleiben. Das Land ist zu seiner zweiten Heimat geworden.


KirchenZeitung Diözese Linz

Im Gespräch 3

21. November 2013

Zerreißprobe kirchlicher Dienst „Um anderen das lebendige Wasser schmackhaft zu machen, muss es uns selber schmecken“ – meint der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller. Er war Gast beim Priesterrat der Diözese Linz. Matthäus Fellinger

zur person

Sie begleiten Priester und Hauptamtliche in der Kirche als Psychotherapeut. Erleben Sie viele zerrissene Menschen im kirchlichen Dienst?

Wunibald Müller: Ich erlebe zerrissene Men­ schen immer wieder, wenn sie sich mir ge­ genüber öffnen. Diese Zerrissenheit ist bei vielen da, auch wenn sie nach außen oft nicht sichtbar ist.

Dr. Wunibald Müller ist Theo­ loge und Psychotherapeut in Münsterschwarzach. Er leitet dort das Recollectio-Haus, in dem Priester und andere Haupt­ amtliche im Dienst der Kirche sich in Lebenskrisen neu orien­ tieren können. Wunibald Müller war am 14. November Gast beim Priester­ rat der Diözese Linz und sprach dort zum Thema „Zerreißprobe: Kirchlicher Dienst zwischen per­ sönlicher Überzeugung und amt­ lichem Anspruch“.

Worin bestehen die Pole, die so schwer zusammenzubringen sind?

Müller: Der eine Pol ist: Da bin ich mit mei­ ner Überzeugung, meinen Visionen, meinem Glauben. Der andere: Im kirchlichen Dienst muss ich nach außen auch Inhalte vertreten, sogar verteidigen, obwohl ich in bestimmten Dingen der gleichen Meinung bin wie der, der sie hinterfragt. Normal­sterblichen Chris­ ten gesteht man einen viel größeren Spiel­ raum zu als denen, die für die Organisati­ on Kirche stehen. Die Not besteht in einem ­Loyalitätskonflikt.

Foto: KIZ/MF

Geht die Kirche hier zu unsensibel mit ihren Mitarbeiter/innen um?

Müller: Ich erlebe Diözesen, in denen den Mitarbeiter/innen zugestanden wird, dass sie selbst eine Form finden, die ihrer eigenen Vorstellung entspricht. Das hängt vom jewei­ ligen Bischof ab – ob er wirklich ein Pontifex ist, der Brücken baut und vieles zulässt, so­ lange die Grundloyalität da ist. Andere Bischöfe erwarten hundertprozenti­ ge Übereinstimmung. Das prägt die Atmo­ sphäre einer Diözese. In der Regel wird Reli­ gionslehrer/innen eine größere Freiheit zu­ gestanden, auch das Persönliche durch­ scheinen zu lassen, als Priestern und Haupt­ amtlichen in der Seelsorge – zum Beispiel, wie sie beim Thema Sexualität denken und leben. In dieser Zerreißprobe stehen auch die Bischöfe. Was könnte diesen da s Amt erleichtern?

Müller: Dass sie sich erinnern: Zuerst sind sie Menschen und Priester wie andere auch. Um nicht selbst krank zu werden, brauchen sie genügend Zeit für ihre psychischen und leiblichen Bedürfnisse, sie brauchen Freunde, mit denen sie über alles reden können. Sie brauchen Supervision, wo andere mit ihnen hinschauen: Ist das, was du tust, verantwort­ bar, kommen Eigentümlichkeiten zum Aus­ druck? Das ist oft das Manko, dass sie in ihrer

„Wahrhaft priesterliches Verhalten zeigt sich im liebevollen und respektvollen Umgang miteinander. Beisammen zu sein ist wichtiger als recht zu haben.“ Wunibald Müller

Position nicht mehr ihre Schwächen zeigen können. Dabei kommen sie genauso oft ans Ende, haben Glaubenszweifel, verlieben sich vielleicht. Intimität und Zölibat sind für sie genauso Thema wie für andere auch. Was könnte eine Freistellung des verpflichtenden Zölibatsgesetzes lösen – was nicht?

Müller: Bei denen, die sich wirklich zu ei­ nem zölibatären Leben entschieden haben, weil sie das Charisma dazu haben und weil sie eine besondere Zuwendung zu anderen le­ ben wollen, würde das Zölibat an Strahlkraft gewinnen. Für Menschen, die es nur in Kauf genom­ men haben und sich aufreiben im Versuch, das Zölibat zu halten, könnte eine Freistel­ lung von solchen Konflikten befreien. Abge­ sehen davon könnte das Problem eines Aus­ brennens gelindert werden, wenn jemand eine tiefe innere Beziehung zu einem ande­ ren Menschen hat. Das Zölibat setzt eine ge­

sunde Motivation voraus, sodass dahinter nicht eine Angst vor innigen Beziehungen oder vor der Sexualität steht. Dann kann es fruchtbar werden. Die Menschen spüren das. Ist es mit Papst Franziskus leichter geworden, mit Spannungsfeldern zurechtzukommen?

Müller: Ja. Was er über den priesterlichen Umgang sagt, verkörpert er auch: dass näm­ lich das Beisammensein – dass wir miteinan­ der feiern, uns gegenseitig die Füße waschen – wichtiger ist, als dass wir recht haben. Das hat auch bei Bischöfen schon einiges be­ wirkt, die jetzt mehr an Diskussion zulassen. Die Barmherzigkeit spielt eine große Rolle – ich wundere mich nur, dass sie nicht vorher schon daraufgekommen sind. Für klerikale Typen ist das eine Herausforderung. Wenn es nicht der Papst wäre, hätten sie schon längst zurückgehauen. Ich bin mir nicht sicher, wie es enden wird. Ich merke, man kann wieder offen über heikle Themen reden.


4 Oberösterreich Auf einen BlIck

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Bischofsvikar Johann Hintermaier zieht Bilanz zum Jahr des Glaubens

Es ist viel gewachsen im Jahr des Glaubens Der geschäftsführende Vorsitzende Mag. Johann Padinger und sein Stellvertreter Mag. Rupert Granegger. KIZ/mf

Priesterrat neu zusammengesetzt Am 13. und 14. November trat der Priesterrat der Diözese Linz im Bildungshaus Puchberg zur ersten Vollversammlung in der neuen Funktionsperiode zusammen. Zum geschäftsführenden Vorsitzenden wurde erneut Mag. Johann Padinger, Pfarrer und Dechant von Peuerbach, gewählt. Stellvertreter wurde Mag. Rupert Granegger, Pfarrmoderator in Linz-St. Markus und LinzSt. Magdalena. Weiters im Vorstand: P. Mag. Alois Mühlbachler OSB (Steinerkirchen/Tr. und Fischlham) und Mag. Maximilian Pühringer ­OPraem, Kooperator von Sarleinsbach und Putzleinsdorf; Dr. Martin Füreder, Leiter der Abteilung Priester der Diözese Linz. Für Johann Padinger geht es darum, Kirche im Sinne des Papstes Franziskus zu gestalten.

Mit einer Vesper setzt die Diözese Linz am Sonntag, 24. November noch einmal einen Akzent im „Jahr des Glaubens“. Sie wird um 16 Uhr in der Linzer Ursulinenkirche gefeiert. Papst Benedikt XVI. hat anlässlich des 50-jährigen Konzilsgedenkens weltweit zu einem Jahr des Glaubens eingeladen. Dieses hat auch in der Diözese Linz breiten Widerhall gefunden, freut sich Bischofsvikar Johann Hintermaier. Der Glaube selbst war ein großes Konzilsthema – und das hat nun 50 Jahre danach Schwung in die Diözese Linz gebracht. Vorträge und Gesprächsabende gab es in der ganzen Diözese, an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität war eine Vortragsreihe über das Zweite Vatikanische Konzil gut besucht. Und es wurde nicht nur diskutiert. Gebetsrunden griffen das Anliegen auf. Junge Menschen versammelten sich zu Taizé-Gebetsabenden. Sie entdecken dort eine Spiritualität, die auch emotional trägt. „Der Glaube ist nicht nur im Kopf, er bewegt auch im Herzen“, erzählt Bischofsvikar Hintermaier. Der derzeitige Schwerpunkt „­ LebensZEICHEN“ mit Ausstellungen in der ganzen Diözese soll die entstandene Dynamik weiterführen: Menschen erzählen von ihrem Glauben und ihrem Leben. Mit Liedern aus Taizé wird auch der offizielle Abschluss in der Ursulinenkirche begangen. „Nicht wirklich ein Abschluss, sondern eher eine Station auf dem Glaubensweg der Diözese soll es sein“, betont Hintermaier.

Mit Liedern aus Taizé soll das Jahr des Glaubens in der Ursulinenkirche ausklingen. KIZ/mf

Erste Aufgabe der Kirche. „Das Jahr des Glaubens hat uns bewusst gemacht, dass wir Gottesbeziehung ermöglichen und fördern müssen“, sieht Hintermaier als bleibende Her­ ausforderung. Dass Menschen zum Glauben kommen, sei erste Aufgabe der Kirche – und mit Papst Franziskus hat diese „geerdete Spiritualität“ neue Akzente bekommen. Im Ernstnehmen der Lebenssituationen, überhaupt in einem einfachen Lebensstil, bekommt der Glaube neue Kraft, betont Hintermaier. M. F. XX Sonntag, 24. November, 16 bis 17 Uhr, Vesper zum Jahr des Glaubens, Ursulinenkirche Linz, Landstraße (Parkmöglichkeit: Priesterseminar).

Altenheim-Seelsorger/innen schließen sich zusammen In 124 Altenheimen Oberösterreichs werden 12.000 Menschen betreut. Die wachsende Zahl der Seelsorger/innen hat die Gründung einer Berufsgemeinschaft sinnvoll gemacht 33 hauptamtliche Seelsorger/innen (alle in Teilzeit), 63 ehrenamtliche, die eine Ausbildung absolviert haben, und eine großer Schar Engagierter aus den Pfarren gehen regelmäßig in die Altenheime: um Gottesdienste zu feiern, die Bewohner/in­nen im Gespräch zu begleiten und auch für das

Personal da zu sein. Die Seelsorge in den Heimen wird intensiver, sagt Diözesanreferent Rupert Aschauer: Fast 60 Prozent der Bewohner/innen sind dement und bis zu einem Drittel stirbt innerhalb eines Jahres. Das ist für Seelsorge und Pflege eine große Herausforderung. Als eigene Berufsgemeinschaft sind die Altenheim-Seelsorger/innen in der diözesanen Personalstelle besser vertreten und sie können sich in Kirche und Gesellschaft besser Gehör verschaffen. josef Wallner

Dem Vorstand der neuen Berufsgemeinschaft Altenheim-Seelsorge gehören an (von links): Mag. Manuela Winklmayr (Pflegeheim Sonnenhof-Freinberg), Elisabeth Knapp-Leonhartsberger (Bezirksaltenheim Ansfelden/Haid) und Mag. Carmen Rolle (Seniorenheim Haus Karl Borromäus). privat


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 5

21. November 2013

Politik Abschiebung droht

Europa glaubt, mit Ausgrenzung den Wohlstand verteidigen zu können. reuters

Wieder bemühen sich viele Menschen im Bezirk Rohrbach, die Abschiebung gut integrierter Familien zu verhindern. Direktor Josef Pühringer von der Volksschule Neufelden bündelt die Bemühungen. Sie sind auch ein Wettlauf gegen die Zeit, denn

Evangelisches Studentenheim lud zur Diskussion über Europas Politik gegen Flüchtlinge

Die Festung schleifen! Prof. Friedrich Schneider forderte bei einer Diskussion am 12. November im Evangelischen Studentenheim in Linz: „Wir müssen die Festung Europa schleifen!“ Man diskutierte über Europas Politik des Grenzen-dichtMachens in Verteidigung des Wohlstands. Von einer „Melange aus Abschotten nach außen und Fürchten nach innen“ sprach ­ Moderatorin Christine Haiden: Flüchtlinge nicht hereinlassen und Angst haben, dass der Wohlstand schwindet. Botschafter der Ungerechtigkeit. Am Podium formulierten der Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel, Bischof Michael Bünker von der evangelischen Kirche, Erhard Prugger von der Wirtschaftskammer OÖ und Univ.Prof. Friedrich Schneider nicht nur übereinstim-

mende Positionen. Elias Bierdel erinnerte daran, dass an Europas Grenzen in den letzten 20 Jahren mindestens 20.000 Asylsuchende gestorben sind. „Jeder Flüchtling, der kommt, ist ein Botschafter der Ungerechtigkeit. Wir müssen bereit sein, diese Botschaft entgegenzunehmen.“ Schneider sagte, dass uns in den 60er Jahren Gastarbeiter willkommen waren. Bald würden wir die Situation wieder haben, dass wir ihre Arbeitskraft brauchen. „Daher ist es bizarr, was wir an den ­Außengrenzen tun.“ Für Erhard Prugger sei die Festung Europa nicht zu schleifen, denn „innerhalb der Festung gibt es noch große soziale Unterschiede“. Bischof Bünker relativierte: „Sehr viele sind es nicht, die zu uns kommen. Und die meisten sind keine Wirtschaftsflüchtlinge.“ Bünker stellte einen deutlichen Verfall an Menschlichkeit fest.

Die Kinder Khaiatov sind schulisch bestens integriert. pühringer

laut negativem Asylbescheid vom 8. November sollten sie binnen der nächsten 14 Tage „freiwillig ausreisen“. Pühringer und viele andere (darunter auch der Bürgermeister und der Pfarrer von Neufelden) verwenden sich für ein humanitäres Bleiberecht oder die Ausstellung der Rot-Weiß-Rot-Karte. Die ­Familien Khaiatov haben sich in Neufelden außerordentlich gut integriert. Die Mütter haben die A2-Deutschprüfung mit bestem Ergebnis bestanden, drei Erwachsene aus den zwei Familien haben eine schriftliche Arbeitsplatzzusage, die Familien haben auch eine Wohnungszusage usw.

Der Sportfunktionär hat es schwer „Viel Feind, viel Ehr – der Sportfunktionär“ war der Titel der diesjährigen Enquete der Diözesansportgemeinschaft OÖ. Der Wortgottesdienst thematisierte die Toleranz in Kirche und Sport. Auch die Enquete mit dem Referat von Sportjournalist Johann Skocek und den anschließenden Diskussions-Beiträgen wurde tolerant und ­ doch kritisch geführt. Skocek stieß sich an der (parteipolitisch) motivierten Struktur von drei Sportdachverbänden und an der Verquickung von Sport, Wirtschaft und Politik. Die Funktionäre an der Basis sollten sich

auf die Füße stellen. Die Medien konzentrieren sich darauf, was Quote bringt, da gehe die Berichterstattung über Breiten- und Gesundheitssport sowie Sport mit Handicap unter. Ein schwieriges Thema für die Funktionäre in der Breitensport-Arbeit sind etwa die Probleme, Zeit und Platz in öffentlichen Schulen für das Vereins-Angebot zu bekommen. Kirche und der Sport haben nicht immer eine konfliktfreie Beziehung (etwa wegen des Meisterschaftsbetriebes am Sonntag-Vormittag). Ein heißes Thema war auch die Frage: Wie viel Ehrenamtlichkeit tut den Vereinen gut, wie viel Bezahlung wäre wichtig?

DSG-Präsident Mag. Christian Zoidl im Gespräch mit dem Referenten der Enquete Mag. Johann Skocek (rechts). Eibensteiner


Polizisten sind hartgesotten, denken viele. Ihr Beruf, der sie mit Gesetzesbrechern und Menschen konfrontiert, die vor nichts und niemandem Respekt haben, bringe das mit sich. Wahr aber und nicht verwunderlich ist: Polizisten gehen Ereignisse nahe und unter die Haut. ernst gansinger

B

is zu jenem Einsatz in Amstetten mit tödlichem Ausgang für den Hund Snap im Jahr 2008 galt: Ein Hund an der Seite eines Polizisten erhöht dessen ­Sicherheit. Dank der Schnelligkeit des Hundes und seiner Stärke kann der Täter eher gefasst werden. Mit der Schrotflinte. Ein Mann hat an einem Sonntag seine Frau auf dem Heimweg von der Kirche abgepasst und erschossen. Die Cobra wurde gerufen und stellte den Mann im Hof seines Vierkanters. Die Polizisten gingen mit Bedacht vor. Helmut Lenzeder* kam mit seinem acht-

Das geht auch einem jährigen belgischen Schäferhund Snap bis auf zehn Meter an den Mann heran, der die Hand an einer Schrotflinte hatte. Als er telefonierte und abgelenkt schien, schickte Lenzeder den Hund vor. In diesem Augenblick stoppte der Täter das Telefonat, bemerkte den Hund und schoss aus

Im Buch „Polizist und Mensch“ schreiben 44 Polizistinnen und Polizisten über schlimme und erfreuliche Erfahrungen in ihrem Beruf. XX Molden Verlag, Hg. Christine Dobretsberger, 256 Seiten, € 19,99.

nächster Nähe auf ihn. Dann wurde auch der Täter von einem Schuss getroffen und war handlungsunfähig. Der Hund jaulte, kam zum Herrl zurück und wurde immer schwächer. Nach 20 Minuten starb er. Der ärgste Moment. „Es war der ärgste Moment für mich als Cobra-Beamter“, erzählt Lenzeder. Das bedauernde Schulter-Klopfen der Kollegen war Wertschätzung, aber tröstete nicht. Lenzeder blieb noch vier Stunden am Einsatzort; er wollte den toten Hund nicht allein lassen und kämpfte darum, dass er ihn zum Tierarzt und zur Feststellung der Todesursache mitnehmen konnte. In eine Decke gewickelt brachte er ihn dann zum Tierarzt. Der tote Hund. Auf der Anfahrt zum Einsatz hat ihn seine Lebensgefährtin angerufen. Er meinte, er rufe bald zurück, er müsse noch zu einem Einsatz. „Das war dann der brutalste Rückruf, als ich sagen musste: Der Hund ist tot. Denn der Hund war wie ein Familienmitglied“, auch wenn er ‚Eigentum‘ der Polizei ist. Wie schlimm war es, an diesem Tag nach Hause zu kommen! Den Kofferraum


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 7

21. November 2013

Snap wurde erschossen – das veränderte das Leben eines Polizisten. Polizei

Zugriffshunde Um Suchtgift oder Sprengstoff zu erschnüffeln und zum Aufspüren von Leichen und Blutspuren sowie zum Fassen von Tätern werden von der Polizei Diensthunde eingesetzt. In Linz sind 27 solcher H ­ unde stationiert, in Laakirchen 10 und in Ried im Innkreis auch 10. Ein schon besonders ausgewählter Hund hat in Bad Kreuzen im Bundesausbildungszentrum für Diensthunde 15 Wochen Grundausbildung zu absolvieren. Nach der Abschlussprüfung wird der Hund einer Dienststelle zugeteilt.

Polizisten nahe aufzumachen und kein Hund springt freudig heraus. Er ging zu Bett. „Dann bin ich zusammengebrochen“.

so. Die Erfahrung des Todes seines Hundes veränderte sein Leben. Zunächst war er am Boden zerstört, fühlte sich verlassen und wie allein auf einem Fußballplatz, von dessen Rängen herab sie alle auf einen schauen. Sport und Leistung waren ihm immer wichtig. „Die Tragik des Hundes war der absolute Abriss.“

Unbedankte Hilfe. Nahe ging auch dem jetzt in Perg stationierten Josef Hiesböck ein Einsatz, den er im Buch „Polizist und Mensch“ schildert. Er hatte mit einem Kollegen eine Frau, die ihrem Leben ein Ende setzen wollte, in letzter Sekunde gerettet. „Man steht ganz allein da – wie auf dem Fußballplatz, und alle schauen herein.“ Die Frau meinte später vorwurfsvoll, sie wäre lieber tot, könne der Polizei für die Rettung nicht dankbar sein. „In mir löste diese Aussage einen Ich kann das nichts mehr machen. Bald bekam er ziemlichen Zwiespalt aus. Als junger, motivierter Polizist ­einen neuen Hund. Mitten im zweiten Einsatz nach Snaps hatte ich etwas völlig anderes erwartet.“ Viele Jahre sind Tod wurde Lenzeder klar: Ich kann das nicht mehr machen! Wieder hätte er seinen Hund schicken sollen, einen seither vergangen. Die Frau lebt ein glückliches Leben. Täter zu fassen. Das Schicksal Snaps lief wie im Film ab. Der absolute Abriss. Aufwühlend waren für Polizist „Für solche Sondereinsätze brauchst du einen Überhang Hiesböck auch jene Momente, als er ein sterbendes Klein- an Risikobereitschaft. Ich aber war neutralisiert.“ Lenzeder kind zum Rettungshubschrauber brachte und noch eine ersuchte um eine andere Aufgabe in der Polizei und stieß Nottaufe auf Wunsch der Mutter durchführte. Der Beruf bei Vorgesetzten auf ein offenes Ohr. Snap war der erste erkonfrontiert Polizisten oft mit Leid, Trauer und dem Rin- schossene Polizeihund in Österreich. Ihre Zahl ist bisher * Der Name wurde von der Redaktion geändert gen nach Erklärungen. Das war auch für Helmut Lenzeder auf drei gestiegen.


8 Aus Oberösterreichs Pfarren Stenogramm „„ Jugendfestival. Vergangenes Wochenende bevölkerten 700 Jugendliche die Karmelitenkirche, um den Glauben beim „Christkönig-Jugendfestival“ zu feiern. „Möge der Glaube wieder lebendig werden und neu aufblühen. Wenn ihr ihn besitzt, dann habt ihr alles!“ bekundete Diözesanbischof Ludwig Schwarz gegenüber der jungen Menge. Als Hauptreferenten waren P. Luc Emmerich von der Johannesgemeinschaft und Edith Farley angereist. Motto des Jugendtreffens lautete „Gehen, aufbauen, bekennen“.

Begeisterung beim Jugendfestival in der Karmelitenkirche in Linz unter dem Motto „Gehen, aufbauen, bekennen“. privat

Das Festival ging nun schon zum sechsten Mal über die Bühne und wurde organisiert von der Lorettogemeinschaft und dem Treffpunkt Benedikt. Nächstes Jahr wird das Festival im Stift Kremsmünster stattfinden. „„ Virtueller Adventkalender. Am ersten Adventsonntag (1. Dezember 2013) startet der virtuelle Adventkalender der Pfarre Linz-St. Peter. Die Pfarre möchte damit aufzeigen, dass es im Advent nicht um das Gedränge gehen soll, sondern um die Besinnung. Vom 1. Adventsonntag bis zum Fest des Heiligen Stephanus am 26. Dezember wird täglich per ­E -Mail ein spiritueller Impulstext versandt. Dieser Service ist sehr beliebt, wie die Zahlen des letzten Advents belegen: 3.916 EMails wurden da verschickt. u Die Anmeldung zu diesem kostenlosen Service ist ab sofort unter www.adventkalender.or.at möglich.

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Das neue Gotteslob kann mit zeitgemäßen Liedern und zeitgemäßer Sprache aufwarten

Gotteslob als Aufschwung für das gemeinsame Singen Am Montag wurde das neue Gotteslob der Öffentlichkeit präsentiert. Ab dem ersten Adventsonntag werden die Gläubigen dort mehr Vielfalt im Liedgut vorfinden, eine einfachere Sprache bei den Glaubenstexten und eine komplett neue Durchnummerierung der Lieder. Von den 4,2 Millionen Stück des n ­euen deutschsprachigen Gotteslobes werden in den kommenden Wochen und Monaten 550.000 Stück in Österreich ausgeliefert. 125.000 Stück sind es allein innerhalb der Diözese Linz. Das neue Gebets- und Gesangbuch der deutschsprachigen katholischen Kirche ist bereits jetzt ein Bestseller in Millio­ nenauflage. Die Gläubigen werden bei den Nummern zu den Liederklassikern umlernen müssen, da diese neu geordnet sind. Mehr als entschädigt werden sie mit mehr Liedervielfalt und einer verständlicheren Sprache im Gebetsteil. Einflüsse von Gospel, Jazz und Popmusik finden sich auch in den geistlichen Liedern wieder. So sind 50 Prozent der Lieder im neuen Gotteslob neu. Die Hälfte ist neu. „Mit dem Singen ist man schon schnell exotisch“, sagt Josef Habringer

Präsentieren das neue Gotteslob. Liturgiewissenschafter Dr. Christoph Freilinger und Mag. Josef Habringer, Domkapellmeister und Referatsleiter für Kirchenmusik im Pastoralamt der Diözese Linz. KIZ/PS

bei der Pressekonferenz zur Präsentation des neuen Gotteslobes. Das Lieder- und Gebetsbuch soll helfen, das wieder zu verändern. Domkapellmeister Habringer erwartet sich nichts weniger als einen Aufschwung für das gemeinsame Singen. Die Kirchen seien oft der letzte Ort, wo Platz für die Musik sei.

Geteilter Altar in St. Martin i. M. Für eine Pfarre ist es ein seltenes und erfreuliches Ereignis: Propst Johann Holzinger vom Stift St. Florian weihte den ­neuen Altar der Pfarrkirche St. Martin. Mit dem Propst zelebrierten Stiftsdechant Werner Grad und ­Dechant Pfarrer Reinhard Bell den Festgottesdienst. Den ­neuen Altar aus einem Neuhauser Granitblock gestaltete nach einer Idee von Univ.Prof. Frank ­Louis die Bildhauerin G ­ abriele ­Berger. Grundgedanke ihres Werks ist das Teilen, wie es der heilige Martin, vorgelebt hat: Aus dem Granitblock, gespendet von der Fa. Strasser Steine, wurde der Ambo herausgebrochen. Altartisch und Ambo sind das Ergebnis eines geteilten Stein-

blocks. Der Tradition entsprechend setzte man in den Altar auch eine Kapsel mit den Reliquien des hl. Märtyrers Felicissimus ein.

Zu Weihe eines Altars gehört die Besprengung mit Weihwasser: Propst Johann Holzinger – begleitet von Pfarrer Reinhard Bell – umschreitet den neuen Altar. Pfarre St. martin


KirchenZeitung Diözese Linz

Aus Oberösterreichs Pfarren 9

21. November 2013

Was Oberösterreichs Pfarren zur Papst-Umfrage sagen

Barmherzigkeit soll man spüren Der Pressesprecher des Papstes erklärte es anfangs als Irrtum, was da ausgeschickt wurde: dass alle Gläubigen zur Vorbereitung der Bischofssynode über die Familie beitragen sollten. Doch Papst Franziskus will das wirklich. Für viele Pfarrer und Laien ist das ein ermutigendes Signal, sie verfallen aber nicht in Euphorie. Die Pfarre Linz-St. Margarethen hat bei der Pfarrgemeinderatssitzung am Donnerstag bereits beschlossen, den Fragebogen gemeinsam zu beantworten. Die Zusammenfassung davon will man dann via Pastoralrat nach Rom schicken. Günter Mahringer, Pfarrgemeinderat von Linz-St. Margarethen, stellt fest, dass der neue Stil des Papstes für positive Stimmung sorgt. „Endlich will ein Papst wissen: Wo stehen wir, und wie kommt das, was wir vermitteln wollen, bei den Gläubigen an?“, sagt Mahringer. Er wünscht sich von Rom künftig eine Haltung, die weniger auf Gesetze pocht, sondern mehr Barmherzigkeit spüren lässt. Für Günter Mahringer ist es bei Wiederverheirateten eine Glückssache, in welcher Pfarre sie wohnen, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlen müssen. In St. Margarethen würde den Wiederverheirateten die Kommunion nicht verweigert. Die Haltung zur Empfängnisregelung, die ebenfalls in dem Fragebogen des Papstes indirekt thematisiert wird, sei in der Pfarre Linz-St. Margarethen jedoch kein Aufreger. Mahringer: „Es ist Konsens unter den Gläubigen, dass das, was die katholische Kirche in puncto Empfängnisregelung vorgibt, nicht haltbar ist.“ Gefragt sind Erfahrungen. „Mir gefällt das gut, dass der Vatikan nun die Gläubigen fragt, wie sie zu diesen Themen denken“, meint der Gmundner Stadtpfarrer Gerald Geyrhofer. „Ich glaube, dass Papst Franziskus das ehrlich meint.“ „Diese Themen“ betreffen – in der Sprache des vatikanischen Fragebogens – die Pastoral in schwierigen Ehesituationen (z.B. die geschiedenen Wiederverheirateten), die gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften und die Offenheit der Eheleute für das Leben (Empfängnisregelung). Pfarrer Franz Mayrhofer von Freistadt freut sich, dass ihn Leute auf den Fragebogen angeredet haben, von denen er es nicht vermutet hat und die keine Kircheninsider sind: „Ich bin wirklich überrascht. Schön, dass das Anliegen des Papstes Kreise zieht.“ Der Fachausschuss Ehe und Familie der Pfar-

Die Kommunion ist das Herzstück jeder Messe. Dass auch Wiederverheiratete zur Kommunion gehen können, ist ein vielfach geäußerter Wunsch. Kathbild/rupprecht

re Freistadt wird sich auf jeden Fall mit dem Fragebogen beschäftigen, und auch Pfarrer Mayr­ hofer wird ihn ausfüllen: „Ich werde unsre Erfahrungen von Freistadt einbringen.“ Im Bereich der geschiedenen Wiederverheiraten hat Freistadt eine besondere Erfahrung. Vor 24 Jahren hat ein Priester alle Wiederverheirateten öffentlich in einem Gottesdienst zur Kommunion eingeladen. Die darauffolgende Welle von Zustimmung und Empörung war Auslöser, dass sich die gesamte Diözese Linz mit dem Thema beschäftigt hat. Nicht nur Kirchgänger erreichen. Sehr breit möchte die Pfarre Mondsee die Befragung anlegen. Alle 450 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Pfarre sollen den Bogen erhalten. Darüber hinaus überlegt Pfarrer Ernst Wageneder auch, mit allen Getauften in Kontakt zu treten. Er denkt an eine Postwurfsendung an alle Haushalte. In einem Begleitbrief sollten die in Theologensprache formulierten Fragestellungen erläutert werden. Antworten sind längst bekannt. Positiv findet Pfarrer Franz Wöckinger aus St. Georgen an der Gusen, dass die Leute befragt werden. Er möchte allerdings sichergestellt wissen, dass die Antworten ernst genommen werden. „Ich bin skeptisch, was in Rom ankommt, wenn wir das den Bischöfen mitgeben.“ Denn was hier erfragt wird, wurde schon oft beantwortet, macht Pfarrer Wöckinger aufmerksam.

Aus seiner Sicht ist längst bekannt, wo Menschen das Gefühl haben, in ihren Lebenssituationen von der Kirche nicht verständnisvoll und liebevoll begleitet zu werden. „Mir ist, je öfter ich den Fragebogen und die dazugehörende Einleitung lese, immer weniger klar, ob die Bischöfe wirklich etwas von den Gläubigen lernen wollen, oder ob der eigentliche Zweck der ganzen Befragung nicht vielmehr darin liegt, neu einzuschärfen, was von der kirchlichen Lehre nicht mehr verstanden und nicht mehr gelebt wird.“ Bischof ruft zum Mitmachen auf. Die kurze Zeit bis Mitte Jänner 2014, die für die Befragung vorgesehen wird, stellt Pfarren vor Probleme. Pfarrer Franz Wild wird in Traun mit den Pfarrgemeinderäten beraten, wie man auf die Themen näher eingehen kann. Pfarrer Siegfried Plasser (Hochburg/Ach) will diese Woche das Thema im Dekanatsrat von Ostermiething zur Sprache bringen. Bischof Ludwig Schwarz stellte sich vor dem Priesterrat erneut hinter die vatikanische Initiative: „Ich möchte alles tun, damit die Leute sich beteiligen.“ Auch wenn für den Bericht nach Rom die Zeit kurz wäre, soll am Thema auch später noch beraten werden. Wallner, Stütz, Fellinger

XX Der Fragebogen findet sich unter www.kirchenzeitung.at. Die Antworten gehen an: pastoralrat@dioezese-linz.at


10 Thema

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Je wärmer das Wasser, desto heftiger die Wirbelstürme Tropische Wirbelstürme, Erdbeben, Starkregen und Überflutungen – extreme Wetterereignisse werden weltweit häufiger. Ob der Grund dafür beim Klimawandel liegt und was von der Weltklimakonferenz in Warschau zu erwarten ist, darüber gibt die Klimaforscherin und Meteorologin Helga Kromp-Kolb Auskunft. interview: susanne huber

Wie ernst sind Ihrer Meinung nach die Gefahren, dass Naturkatastrophen durch den Klimawandel in Zukunft zunehmen werden?

Helga Kromp-Kolb: Da gibt es Unterschiede. Erdbeben zum Beispiel haben mit dem Klimawandel jedenfalls kurzfristig nichts zu tun. Tropische Wirbelstürme wie Hurrikans und Taifune entstehen, wenn das Meer eine bestimmte Oberflächentemperatur hat. Das heißt: Je wärmer es ist, desto intensiver können sie werden. Und wenn der Klimawandel dazu führt, dass das Meer wärmer wird – und das tut er eindeutig – dann können auch Wirbelstürme intensiver werden und zunehmen. Da gibt es überhaupt keinen Zweifel. Die Wissenschaft tut sich allerdings schwer damit zu sagen, dieser Taifun, nehmen wir als Beispiel den aktuellen Wirbelsturm „Haiyan“, hätte ohne Klimawandel nicht stattgefunden. Um hier statistisch etwas sagen zu können, braucht man sehr viele Anlassfälle, sehr viele Taifune und längere Zeiträume.

jenen Regionen, in denen die Meeresoberflächentemperatur mindestens 27°C beträgt. Sie können aus diesem Gebiet heraus wandern, verlieren aber, sobald das Meer kühler wird, an Energie. Manchmal kommen sie noch als starke Tiefdruckgebiete nach Europa, aber nicht mehr als Wirbelstürme. Mitteleuropa, auch Österreich, war nicht nur heuer von starken Überflutungen und Hochwasser betroffen. Spielt auch hier der Klimawandel eine Rolle?

Helga Kromp-Kolb: Auch hier ist eindeutig, dass aus einer wärmeren Luftmasse mehr Regen auf einmal aus der Atmosphäre fallen kann. Das Potential für heftigere Niederschläge und damit auch für mehr Überschwem-

Gilt das auch für die Philippinen, die ja in einer Region liegen, wo es sehr oft zu tropischen Wirbelstürmen kommt?

Helga Kromp-Kolb: Im letzten Bericht des UN-Weltklimarates, der 1988 ins Leben gerufen wurde, um Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen, steht ganz klar drinnen, dass im Atlantik intensive Stürme häufiger geworden sind. Für den Pazifik – die Philippinen liegen im Pazifischen Ozean – gibt es noch kein hinreichendes Zahlenmaterial, um das aufzuzeigen. Wie entsteht ein Hurrikan?

Helga Kromp-Kolb: Es ist so, dass zwischen fünf Grad nördlicher und südlicher Breite, also am Äquator, keine Wirbelstürme entstehen, sondern nördlich und südlich davon in

mungen – wenn die entsprechenden Abflusssysteme nicht vorhanden sind und das Wasser nicht abfließen kann – ist eindeutig mit dem Klimawandel größer. Statistische Aussagen gibt es aber auch hier wie bei den Hurrikans noch nicht. Derzeit findet in Warschau die Weltklimakonferenz statt. Bis Ende 2015 soll ein allgemein verbindliches Klimaschutzabkommen stehen. Was sollte es beinhalten? Welche Schritte sind nötig?

Helga Kromp-Kolb: Ziel muss sein, dass wir bis Mitte des Jahrhunderts im Wesentlichen ohne Treibhausgasemissionen auskommen. Das ist ein bisschen radikal formuliert; die meisten sprechen von einer Reduktion der CO2-Emissionen von minus 80 oder minus 90 Prozent. Damit das gelingt, ist es wichtig im Klimaschutzabkommen auch wesentliche Schritte für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen in den Jahren davor festzulegen, nicht nur für 2050. Ich finde es problematisch, dass das Abkommen erst 2020 in Kraft treten soll, denn de facto heißt das, dass bis dahin nicht viel passieren wird. Wir müssten aber jetzt schon agieren. Was den Klimaschutz betrifft, dauert alles viel zu lange. Was erwarten Sie sich von der Konferenz?

Dr. Helga Kromp-Kolb ist Klimaforscherin und Meteorologin. Die Professorin leitet in Wien das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur und das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit. Zu den Fachgebieten der Wienerin zählen u. a. Umweltmeteorologie und Umweltforschung. kromp-kolb

Helga Kromp-Kolb: Es hätte schon gehandelt werden müssen, wir sind hinten nach. Aber ich glaube, es hat keinen Sinn, diese Sitzungen knapper anzusetzen, denn die Politik ist nicht reif dafür, etwas zu tun. Ich erwarte mir ehrlich gesagt nicht sehr viel von dieser Konferenz. Es ist ein Gastgeberland, das keine hohen Ambitionen den Klimaschutz betreffend hat. Solche Konferenzen sind nicht die Orte, wo große Revolutionen passieren. Ich hoffe, dass die Hausaufgaben gemacht werden, sprich dass das Inhaltsverzeichnis des Klima-


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Thema 11

21. November 2013

Philippinen: Die Caritas hilft nach der Taifun-Katastrophe

„Es ist ein Riesendesaster“ Das verheerende Ausmaß der Verwüstung durch den Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen ist auch fast zwei Wochen nach der Katastrophe noch sichtbar. Doch die Hilfe läuft langsam an.

Taifun „Haiyan“ fegte mit mehr als 300 Stundenkilometern über die Philippinen. Viele Experten sagen, die Zunahme extremer Wetter­ ereignisse ist auf den Klimawandel zurückzuführen. reuters

schutzabkommens erstellt wird. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, festzulegen, welches Land wie viel CO2-Emissionen reduziert und bis wann. Vielleicht beschleunigt sich der Prozess von selber, wenn es den Menschen in den verschiedenen Ländern gelingt Druck zu machen. In Österreich spielt bei den Regierungsverhandlungen meines Wissens die Klimafrage keine prominente Rolle. Wir werden aber nicht von unseren CO2-Emissionen herunterkommen, wenn das nicht ein gemeinsames Ziel der gesamten Bundesregierung ist. Was Österreich betrifft, so sind wir in Sachen Klima innerhalb der EU eines der Schlusslichter ...

Helga Kromp-Kolb: Ja. Und das ist völlig unverständlich, weil wir eine extrem umweltbewusste Bevölkerung haben und auf kommunaler und regionaler Ebene sehr viel passiert. Es gibt viele Initiativen, wo es nicht nur darum geht, CO2-Emissionen mit technologischen Maßnahmen zu reduzieren, sondern wo auch Fragen des Lebensstils und der Werte angegangen werden. Können Sie ein Beispiel geben?

Helga Kromp-Kolb: Es gibt schon eine ganze Reihe von Vorzeigebetrieben wie GEA von Heinrich Staudinger oder die Zotter Schokoladen Manufaktur. Als primäres Ziel sehen sie nicht mehr möglichst viel zu verdienen, sondern einer Region oder einer Gruppe von Menschen ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Da geschieht viel, daran wird auch an Schulen gearbeitet. Um den Klimawandel zu stoppen, brauchen wir eine tiefgreifende Veränderung unseres Wirtschaftssystems. Wenn die Anreize so gesetzt sind, dass nur Geld, Prestige und Macht zählen, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn Natur und Menschen ausgebeutet werden.

„Wir brauchen eine tiefgreifende Ver­ änderung unseres Wirtschaftssystems. Wenn die Anreize so gesetzt sind, dass nur Geld, Prestige und Macht zählen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn Natur und Menschen ausgebeutet werden.“

Eingestürzte Häuser, abgetragene Dächer, Berge an Trümmern und Müll, umgestürzte Bäume und Masten, Leichensäcke. Bilder der Verwüstung sind es, die sich Thomas Preindl bei seiner Ankunft vor ein paar Tagen in Tacloban offenbaren. Die Hauptstadt der Insel Leyte ist von der Taifunkatastrophe auf den Philippinen am stärksten betroffen. „Die Stadt ist komplett zerstört, am Boden. Es liegen immer noch Leichensäcke herum. Der Gestank ist entsetzlich. Nur große Straßenzüge sind geräumt, kleine Nebenstraßen sind nach wie vor voller Schutt. Es gibt keinen Strom. Die Situation ist extrem“, schildert der CaritasKatastrophenhelfer die Lage. Erschütternd. Der Tiroler spricht von einem „Riesendesaster. So etwas habe ich noch nicht gesehen, weder nach dem Tsunami, noch nach dem Erdbeben auf Haiti“, sagt Thomas Preindl schockiert. „Die Menschen versuchen irgendwie über die Runden zu kommen. Man sieht Leute, die am Straßenrand sitzen, andere schlafen zwischen all den Trümmern; wieder andere sammeln Wellblech, um sich eine Notunterkunft zu bauen; Menschenschlangen bilden sich bei den wenigen Trinkwasser-

helga kromp-kolb

Der Tiroler Thomas Preindl, Katastrophenhelfer der Caritas, ist derzeit auf den Philippinen, um die Menschen vor Ort zu unterstützen. caritas

stellen, die es in der Stadt gibt.“ Bestätigte Zahlen der Opfer stehen derzeit noch aus. Laut Schätzungen sollen 11 Millionen Menschen von der Taifun-Katastrophe betroffen sein; 2,5 Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen; 600.000 Menschen sind zu Binnenflüchtlingen geworden. Die anfangs geschätzte Zahl der Regierung von mehr als 10.000 Todesopfern wurde auf 3621 korrigiert. Hilfe läuft langsam an. Angesichts dieses enormen Ausmaßes der Verwüstung „gestaltet sich die Hilfe schleppend, das ist das große Problem. Doch sie läuft langsam an. Ich hoffe, dass sich die Lage bald entspannt“, so Preindl. Auf dem Flughafen in Tacloban stapeln sich Nothilfegüter, laufend landen Transportmaschinen des Militärs, aber auch internationale Flugzeuge und Helikopter mit Hilfsgütern für die Taifun-Opfer. Angesichts der Plünderungen in Tacloban hat sich die Lage laut Thomas Preindl beruhigt. „Militär und Polizei sind stark präsent und versuchen Ruhe reinzubringen.“ Schwere Regenfälle. Die Hilfe der Caritas Österreich konzentriert sich derzeit schwerpunktmäßig auf den Norden Cebus, einer Nachbarinsel Leytes. „Auch hier ist faktisch jedes Haus zerstört. Immer wieder regnet es massiv. Die Leute haben kein Dach über dem Kopf, die Straßen sind voll mit Frauen und Kindern mit Schildern in Händen, auf denen steht: ,Helft uns. Wir brauchen Essen und Wasser‘. Viele Menschen sind noch abgängig. Die Leute sind verzweifelt, wissen nicht, wie es weitergeht“, berichtet Thomas Preindl. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Zinggl unterstützt und begleitet er vor Ort die lokalen Partner der Caritas Österreich bei Koordinierungs- und Logistikmaßnahmen zur Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Wassercontainern und Schlafmatten. Hilfe von außen ist dringend nötig. u Caritas Spendenkonto: PSK 7.700.004, BLZ 60.000


12 Panorama stenogramm n Sozialwort 10+. Am 28. November starten die Kirchen Österreichs ihr Projekt „Sozialwort 10+“. Zehn Jahre nach Veröffentlichung des europaweit einmaligen gemeinsamen Sozialwortes der Kirchen sollen in ei-

Dr. Magdalena Holztrattner ist für breite Sozialwortdebatte. KIZ/KSÖ

21. November 2013

Franz Lackner als Erzbischof von Salzburg bestätigt

Von der Mur an die Salzach Der bisherige Weihbischof von Graz, Franz Lackner, wird neuer Erzbischof von Salzburg. Am Montag bestätigte der Vatikan die Wahl des Salzburger Domkapitels. Nach der Wahl von Weihbischof Franz Lackner (57) durch das Salzburger Domkapitel dauerte es eine Woche, bis von Rom die Bestätigung kam. Lackner hatte sich Bedenkzeit ausgebeten und sagt selber, dass ihm der Abschied von Graz nicht leichtfalle. Die Steiermark sei seine Heimat, die ihn geprägt habe und wo er im Laufe seines fast elfjährigen Wirkens als Weihbischof viele Kontakte,

nem breiten, einjährigen Prozess die Umsetzung des Sozialwortes – auch in den Kirchen – überprüft und neue Fragestellungen und Lösungsperspektiven erarbeitet werden. Durch Lesekreise, Expert/innen-Interviews und Dialogkonferenzen sollen möglichst viele Menschen in den Prozess mit einbezogen werden, sagt die Leiterin der Katholischen Sozialakademie, Magdalena Holztrattner. Die KSÖ wird wie schon beim Sozialwort 2003 den Prozess koordinieren. „„ Barrierefreie Jobsuche. Die Online-Jobinitiative für Menschen mit Behinderung, Career Moves, bietet mittels App einen vereinfachten Zugang auf ihre Jobbörse.

Dr. Franz Lackner ist neuer Erzbischof von Salzburg. Am 12. Jänner wird Lackner Erzbischof Kothgasser nachfolgen.

u www.careermoves.at/mobileapp

„„ Mutinjektion. Die Politik brauche eine „Mutinjektion“ und mehr „Blickkontakt“ mit Menschen in Not. Das betonten der scheidende und der künftige Caritaspräsident, Franz Küberl und Michael Landau. Die EU forderten sie auf, die einseitig bankenorientierte Krisenpolitik zu beenden. 1,6 Billionen Euro habe die EU bisher für den Finanzsektor ausgegeben; für die Sozialtöpfe gebe es nur einen Bruchteil davon – bei steigender Arbeitslosigkeit und Armut. Für Österreich werden Reformen in den Bereichen Bildung, Pflege, Mindestsicherung, Asyl und Entwicklungshilfe gefordert.

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Dr. Michael Landau ist neuer Caritaspräsident Österreichs. Der 53-Jährige leitet seit 1995 die Caritas Wien und hat dort die Obdachlosen-, Flüchtlings- und Hospizarbeit stark ausgebaut. KIZ

SOBL

vor allem zu jungen Menschen, geschlossen habe. Aber „Gott hat mich wieder einmal überrascht“, sagt der gelernte Elektriker, der während eines Zypernaufenthalts als UNOSoldat begonnen hat, sich intensiv mit seinem Glauben zu beschäftigen. Anschließend entschloss er sich, in Vorbereitung auf den Priesterberuf das Aufbaugymnasium in Horn zu besuchen. 1984 trat Lackner in den Franziskanerorden ein. In den Jahren vor seiner Bischofsweihe 2002 leitete er die Wiener Provinz der Franziskaner. Gemeinsam. In einer ersten Stellungnahme bedankte sich Lackner für das in ihn gesetzte Vertrauen. Er nehme die neue Aufgabe mit Freude an und wolle „von Anfang an den Weg der Nachfolge Jesu gemeinsam mit den Menschen gehen“. Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari reagierte mit „gemischten Gefühlen“. Einerseits freue er sich, dass Salzburg eine gute Wahl getroffen habe. Andererseits machte Kapellari aber auch kein Hehl daraus, dass er und viele in der Diözese den Abgang Lackners bedauern, auch deswegen, weil „dadurch eine Hoffnung für die Steiermark nicht erfüllt werden konnte“. Damit meinte Kapellari wohl seine Nachfolge, die nach Auslaufen seiner zweijährigen Amtsverlängerung heuer ansteht. Kardinal Schönborn würdigte an Lackner dessen „Einfachheit und Menschennähe, seinen guten Zugang zur Jugend und dessen franziskanische Spiritualität“.

Landau ist neuer Caritaspräsident

Sparen bei Familien: Skandal der Extraklasse

Vergangene Woche wählten die Caritasdirektoren der neun Diözesen Michael Landau zum neuen Caritaspräsidenten Österreichs. Der schon bisher durch sein klares und mutiges Auftreten bekannte Wiener Caritasdirektor versicherte, die Caritas werde auch in Zukunft ein Seismograph der Gesellschaft sein, der immer dann ausschlägt, wenn Menschen in Not geraten, von Katastrophen betroffen sind oder ihnen Unrecht geschieht. Der Platz der Caritas ist überall dort, wo Menschen Hilfe brauchen – durch ihre Fachstellen und ihre 35.000 Mitarbeiter/innen in den Pfarren; sie wird aber auch die Politik weiter in die Pflicht nehmen.

Der Katholische Familienverband hat die Rücknahme der für 2014 geplanten Wertanpassung der Familienbeihilfe als „Skandal der Extraklasse“ bezeichnet. Während Milliarden für die Bankenrettung diskussionslos bereitgestellt würden, werde „ausgerechnet beim Zukunftsthema Nummer eins, bei Familien und Kindern, zuallererst gespart“, protestiert KFÖ-Präsident Alfred Trendl. Er verweist darauf, dass die Familienbeihilfe seit 13 Jahren nicht mehr angehoben wurde. Das bedeutet einen Wertverlust von 35 Prozent. Außerdem wurden den Familien bereits in den vergangenen Jahren beschlossene Leistungen gekürzt.


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Panorama 13

21. November 2013

Im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca wurden nach Angaben des Menschenrechtlers und Pfarrers Alejandro Solalinde Leichen ohne innere Organe gefunden. Die Opfer sind meist arme Migranten. reuters

Pfarrer kritisiert Organ-Mafia Alejandro Solalinde, mexikanischer Pfarrer und Menschenrechtler, erhebt Vorwürfe gegen eine internationale Organ-Mafia. Für den Schwarzmarkthandel mit Organen und die Nachfrage aus Europa und den USA brauche es hoch entwickelte Techniken, eine Komplizenschaft des Gesundheitswesens und eine internationale Mafia, zitierten mexikanische Medien am Montag vergangener Woche Solalinde. Nach Angaben des mit Menschenrechtspreisen ausgezeich-

neten Priesters seien im Bundesstaat Oaxaca Leichen ohne innere Organe gefunden worden. „Wo arme Migranten hinkommen, da folgt ihnen das organisierte Verbrechen“, so Solalinde. Die mexikanische Regierung nahm bislang noch nicht Stellung zu den Vorwürfen. Illegale Einwanderer aus Lateinamerika, die versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen, werden Medienberichten zufolge häufig Opfer der Drogenmafia. Die Kartelle zwingen sie demnach unter

Marx ruft zu mehr statt weniger Europa auf

Gewalt in Kolumbien hält an

Migration und Integration standen im Mittelpunkt der Herbstversammlung der EU-Bischofskommission ComECE vergangene Woche in Brüssel. Durch Lampedusa sei bei allen und besonders bei den Kirchen die Frage nach Migration und Asyl in den Fokus gerückt, sagte der ComECE-Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx. Armut, soziale Integration, Migration und Jugendarbeitslosigkeit seien zentrale Themen in der Europäischen Union. Dabei dürfe das Projekt EU keineswegs aufgegeben werden, so Marx weiter. Das Ziel müsse stattdessen „mehr Europa“ sein, „um ein besseres Europa zu garantieren“.

Der Erzbischof von Cali fordert angesichts der anhaltenden Gewalt im kolumbianischen Bundesstaat Valle de Cauca die Ausrufung des Ausnahmezustands. Die Situation erfordere das sofortige Eingreifen der Behörden, so Erzbischof Dario de Jesus Monsalve Mejia. Die täglichen Morde, Verstümmelungen und das Verschwinden von Menschen seien unerträglich. „Die Erzdiözese hat sich an die Vereinten Nationen gewandt und sich mit allen möglichen Behörden getroffen und ist beim kolumbianischen Staat dennoch auf taube Ohren gestoßen“, sagt Monsalve und bekräftigte seine Forderung nach einem Verbot des Tragens von Schusswaffen.

Morddrohungen zu Drogenhandel und Prostitution. Solalinde ist Gründer einer international bekannten Unterkunft für Migranten mit dem Namen „Hermanos en el Camino“ (Brüder auf der Reise) in Ixtepec im Bundesstaat Oaxaca. Der katholische Priester hatte zuletzt wegen seines sozialen Engagements zahlreiche Morddrohungen erhalten. Er machte dafür neben kriminellen Banden auch lokale Politiker verantwortlich, die mit der Mafia zusammenarbeiteten.

weltkirche „„ Alterskrankheiten. Die Situation alter Menschen mit Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson steht im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz (21. bis 23. November)des Päpstlichen Gesundheitsrats. „„ Gegen Homo-Ehe. Kroatiens Verfassungsgericht hat grünes Licht für einen Volksentscheid gegen die sogenannte Homo-Ehe gegeben. Es wies kürzlich vier Verfassungsbeschwerden gegen die Durchführung des Referendums ab. Religionsvertreter wollen den „Schutz der Ehe“ n Erzbischof Pietro Parolin, neuer vatikanischer Staatssekretär, will nach seiner Ankunft in Rom zunächst im vatikanischen Gästehaus Santa Marta wohnen, wo auch Papst Franziskus logiert. Ob er später in die offizielle Dienstwohnung im Apostolischen Palast umzieht, sei noch unklar. reuters


14 Zu Gast

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Dreimal in der Woche haben Franz Pickl-Eder und seine Frau Maria das Gemüse nach Linz auf den Markt gebracht. Arbeitsintensive Zeiten waren es, oft 16 Stunden am Tag. Erst jetzt, nach dem Hochwasser, hat der 72-Jährige mit dem Gemüsebau aufgehört. Seine Frau Maria starb vor vier Jahren. Die Heimat möchte Franz nicht einfach aufgeben. KiZ/mf

Nach dem Juni-Hochwasser stehen viele Bewohner/innen des Eferdinger Beckens vor der Entscheidung: Bleiben oder gehen?

Schöne, schwierige Heimat 138 Wohnhäuser im Eferdinger Becken sollen ein Absiedelungsangebot erhalten – um der Donau bei Hochwasser Platz zu geben. Viele verstehen nicht, warum nicht möglich sein soll, was Jahrhunderte funktioniert hat: dass Mensch und Natur miteinander auskommen. Franz Pickl-Eder ist einer von ihnen. Matthäus Fellinger

Im Haus des Franz Pickl-Eder in Goldwörth/ Hagenau ist nichts mehr davon zu merken, dass hier vor fünf Monaten das Hochwasser in den Wohnräumen stand. Tische, Stühle, Truhen, Bett sind neu. Der 72-Jährige hat sie nach der Überflutung mit einfachen Werkzeugen selbst gezimmert – aus Vollholz. „Etwas anderes kommt mir nicht in mein Haus“, sagt der erfahrene Donauanrainer. Im Haus ist also alles in Ordnung – aber im Kopf – da ist es noch immer, das Wasser. Es ist nicht, wie es bei früheren Hochwässern war – dass es kommt – und wieder geht. Franz Pickl-Eder gehört zu denen, die ein Absiedelungsangebot erhalten werden. Schon ab Jänner werden die Häuser geschätzt – und dann muss entschieden werden. Für die Enkel. Franz Pickl-Eder lebt jetzt ­allein im Haus. Vor vier Jahren starb seine Frau Maria. Hinter dem Haus stehen noch die Gewächshäuser. Mit Tochter und Schwiegersohn, die in Walding leben betreiben sie jetzt nur noch die Ab-Hof-Verkaufsstelle im Haus. Aber Franz Pickl-Eder muss eine Entschei-

dung treffen: Bleiben oder gehen? Doch die Antwort betrifft auch die Kinder und Enkel. Im Obergeschoß hätte ausgebaut werden sollen. Das war der Plan. Aber wer bleibt, muss gravierende Auflagen auf sich nehmen. Die müssten dann die Enkel tragen. Für die 96-jährige Oma Leopoldine war es das letzte Hochwasser. Sie haben sie hinübergebracht nach Walding, als das Wasser kam – und sie hat sich gefreut, als sie wieder heimkam, wo der Kachelofen in der Stube stand. Am 6. September ist sie gestorben. Jahrhunderte mit dem Fluss. Vor gut 260 Jahren, erzählt Franz, ist das Pickleder-Haus von seinem Stammhaus auf der anderen Donauseite „weggekauft“ worden. Damals stand es vermutlich schon 100 Jahre. Die Jahreszahl 1848 steht im Türbogen. Da gab es wohl eine Erneuerung. 50 Jahre später hat es der Urgroßvater gekauft. 1918 ist das Haus niedergebrannt. Der Großvater war noch im Krieg. „Das Wasser ist für mich kein solches Thema“, sagt Franz Pickl-Eder. „Du weißt, es ist Hochwassergebiet, du räumst weg und wieder her – man kann damit leben.“ 1956 hat ein Eisstau Ende Februar die Gegend überflutet. Das war es schlimm. Man konnte nicht heizen, kaum lüften, und es dauerte lange, bis es trocken war. 1965 hat es drei Wochen gebraucht, bis das Wasser zurück im Fluss war. Franz Pickl-Eder hat sich zusammengetan mit anderen. Er schreibt Briefe, eine Resolution an die Politiker haben sie auch verfasst. Sie wollen sich nicht vor vollendete Tatsachen

gestellt wissen. Über die Donau weiß Franz so gut Bescheid wie kaum einer sonst in der Gegend – von den beiden Stufen, die sich in den Eiszeiten gebildet haben, bis zum Kraftwerksbau Anfang der Siebzigerjahre. Fruchtbares Land. Eine wunderschöne Heimat ist das hier – sie macht es ihren Bewohner/innen nur manchmal recht schwer. Manche Häuser stehen schon Hunderte Jahre lang hier – „und ihre Besitzer haben sich nicht vertreiben lassen“, schreibt Franz in einem Brief. Vor allem ist es ihm leid um das fruchtbare Land: Es ist bester Boden. Dass hier nur noch „Energiewald“ wachsen soll, damit kann er sich nicht abfinden. Entwertung. Das Wort „freiwillig“ – mit dem die Absiedelungsangebote verknüpft sind, findet nicht nur er als zynisch, wie das bei einem „Dorfgespräch“ am 14. November beim Kirchenwirt in Goldwörth zum Ausdruck kam. Wer bleiben will, muss mit Erschwernissen leben: Umbauverbote, Grund-Entwertung. „Man fühlt sich als Mensch zweiter Klasse und ist es auch“, sagt Franz. „Keiner sagt uns, was eigentlich geplant ist.“ Dabei wäre nach Stand der Technik hochwassersicheres Bauen möglich. Dass ein Teil der Bevölkerung „kostenlos“ geschützt werden soll, während andere mit großen Nachteilen behaftet werden, widerstrebt seinem Gerechtigkeitsempfinden. Aber das wollen auch die anderen Ortsbewohner/innen nicht, wie beim Dorfgespräch deutlich zu spüren war.


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Glaube 15

21. November 2013

Der Sonnengesang – der Grund, der Halt gibt – auch am Ende des Lebens

Gelobt, auch in Schwester Tod

Kann man den Tod als „Schwester“ lieben? Wohl nur, wer in großer Zuversicht und Demut darauf vertraut, dass er am Ende von Gottes Liebe aufgefangen und getragen ist. Franziskus ist Mitte vierzig und schwer krank. Es ist schwer, jemandem eine hoffnungslose Diagnose mitteilen zu müssen, vor allem, wenn es ein geliebter Mensch ist. Zuweilen durchbrechen die Todkranken selbst die Mauer der Beklemmung: „Sag mir die Wahrheit: Welchen Eindruck hast du?“, fragt Franziskus den befreundeten Arzt Buongiovanni. Der antwortet: „Vater, für unsere Kunst ist die deine Krankheit unheilbar. Du wirst Ende September sterben.“ Sei willkommen, Schwester Tod! Franziskus streckte die Hände aus und sagte: „Ben venga, sorella morte – Sei willkommen, Schwester Tod!“ Ein Bruder bestätigte: „Vater, du musst in Wahrheit wissen, dass deine Krankheit unheilbar ist und dass du nur noch kurz zu leben hast, wie die Ärzte schon sagten.“ Darauf Franziskus: „Wenn ich also bald sterben muss, dann ruft mir Bruder Angelus und Bruder Leo, damit sie mir von Schwester Tod singen!“ Und er fügt vor den letzten Vers des Sonnengesangs die Strophe von Schwester Tod ein: Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben. Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Trost in der Angst. Franziskus liebt den Tod nicht. Wie er Angst hat vor dem Feuer, das seinen Sehnerv verbrennen wird, so hat er noch mehr Angst vor dem Tod. Sonst würden Brüder und Arzt sich nicht scheuen, ihm die Wahrheit zu sagen. „Wir werden an Leib und

Franziskus: In der modernen Franziskus-Darstellung im Klostergarten von Sießen scheint der Mann aus Assisi über den Rand seines irdischen Lebens hinauszublicken. Markus Hofer

Seele Ängste und Bedrängnisse ertragen um des ewigen Lebens willen“, schreibt Franziskus. Der Glaube an das ewige Leben ist kein Morphium gegen die Angst vor dem Sterben. Aber das Lied, das sich Franziskus in seiner letzten Krankheit immer wieder vorsingen lässt, hat er auch zum eigenen Trost geschrieben. Die Strophe vom Tod schließt unmittelbar an jene vom Frieden an. Denn jene Kraft, die Krankheit verzeihen und in Frieden ertragen lässt, wird auch jene größte Bedrängnis ertragen helfen, der kein Mensch lebend entrinnen kann. „Sei willkommen, Schwester Tod!“, kann nur sagen, wer dieser dunkelsten Schattenseite des Lebens vergeben kann, die sich unaufhaltsam über das verglimmende Licht des Menschen hereinbeugt, „ehe Sonne und Licht und Mond und Sterne erlöschen“ (Koh 12,2). Stark wie der Tod ist die Liebe. „Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen.“

Sonnengesang des hl. Franz Serie: Teil 7 von 7 P. Dr. Johannes Schneider Fachmann f. Franziskan. Spiritualität

Die Vaterunserbitte „dein Wille geschehe“ deutet Franziskus dahin, „dass wir lieben“. Der „heiligste Wille“ Gottes ist die Liebe. Nur durch sie kann der Mensch Leid ertragen und vergeben. Sie ist die Kraft, die dem Schatten des Todes als „unserer Schwester“ zu begegnen vermag, denn „stark wie der Tod ist die Liebe“ (Hld 8,6). Auch hier handelt es sich, wie Franziskus sagt, um „die Liebe, die Gott ist“. Nur sie ist stark wie der Tod und noch stärker, „so dass der zweite Tod kein Leid mehr antun wird“. Das letzte Wort. Im „Loblied der Geschöpfe des Herrn“ hat nicht die Strophe vom Tod das letzte Wort, sondern das Lob: Lobt und preist meinen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Das allerletzte Wort ist Demut – „humilitate“. Es schließt den Kreis und öffnet das Tor zum Anfang: „Altissimu – Allerhöchster, allmächtiger, guter Herr, dein sind das Lob ...“. In tiefer Demut gibt sich der Mensch, der jetzt ganz unten, am Grund und Ende seines Lebens angelangt ist, Gott zurück, in seinen heiligsten Willen, in seine Liebe. Sonnengesang und angeführte Zeugnisse: Franziskus-Quellen, Kevelaer 2009, S. 40f., 1178f., 1094f., 83, 31.


Sonntag Christkönigssonntag – Lesejahr C, 24. November 2013

Friedenskönig „Denkt um!“ Beharrlich und klar bleibt Jesus: „Denkt euch eine andere Form des Miteinander!“ Es bleibt ein fundamental wichtiger Beitrag zum Neudenken der Weltordnung, bis heute und gerade heute. Jesus lebt das. Durch ihn hindurch, durch seine Art zu argumentieren und mit anderen umzugehen wird die Königsherrschaft Gottes sichtbar. Ein König, der Versöhnung, Freiheit und Frieden bringt

Evangelium Lukas 23,35b–43 Auch die führenden Männer des Volkes verlachten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst. Jesus antwortete ihm: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

1. Lesung 2 Samuel 5,1–3 Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch dein Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel in den Kampf und wieder nach Hause

geführt hat. Der Herr hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden. Alle Ältesten Israels kamen zum König von Hebron; der König David schloss mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem Herrn, und sie salbten David zum König von Israel.

2. Lesung Kolosser 1,12–20 Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu vers��hnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.


Wort zum Sonntag

Hättest du Krone und Schwert genommen ... Lukas malt ein Bild für uns. Er fügt Gebete, Andeutungen auf das Erste Testament, Berichte und Schilderungen zusammen. Das Bild, das entsteht, ist anspruchsvoll und vielschichtig. Es erzählt vor allem von einem König, der sich treu bleibt. Gnade und die frohe Botschaft vom Reich Gottes sind uns zugesagt. Wenn wir in den Zeitungen von Königinnen und Königen lesen, dann zumeist von Eskapaden, großzügigen Privilegien auf Kosten anderer oder gar von Unterdrückung, Ausbeutung und kriegerischem Vorgehen, um die eigene Macht zu erhalten. Was seit Jahren in Syrien geschieht ist nur ein Beispiel unter vielen. Glanz und Macht gehen meist Hand in Hand mit Unterdrückung und Ausbeutung. Könige werfen Prinzipien einer humanen Welt über Bord, wenn es um ihr königliches Dasein geht. Das ist die Logik dieser Welt. Dostojewski bringt es auf den Punkt – „Hättest du Krone und Schwert genommen, so hätten sich dir alle freudig unterworfen …“ Und genau diese Logik ist es, die Jesus von Anfang an hinterfragt. Bis zur letzten Konsequenz tut er das. Sein beharrliches und klares „Denkt um!“, „Denkt euch eine andere Form des Miteinander!“ bleibt ein fundamental wichtiger Beitrag zum Neudenken der Weltordnung, bis heute und gerade heute. Jesus lebt das auch. Durch ihn hindurch, durch seine Art zu argumentieren und mit anderen umzugehen wird die Königsherrschaft Gottes sichtbar. Und wieder, wie in den Evangelien der Sonntage davor, setzt Jesus noch etwas drauf. Das Volk schaut zu, als er, in Todesnot geraten, noch immer ein Ohr für die anderen hat. Der eine mit ihm Gekreuzigte zeigt im Angesicht des Todes Reue und Einsicht. Er schließt sich der Gruppe der Spötter nicht an und formuliert sein persönliches Glaubensbekenntnis: „Jesus, denk an mich …!“ Jesus macht klar, dass keine Macht dieser Welt stärker sein kann als Gott. „Auch dir ist Erlösung und Heil zugesagt. Ich glaube, alles wird gut.“

I

ch freute mich, als man mir sagte: Wir wollen pilgern zum Hause des Herrn!

So stehn denn nunmehr unsre Füße in deinen Toren, Jerusalem! Jerusalem, du wiedererbaute als eine Stadt, die fest in sich geschlossen, wohin die Stämme hinaufziehn, die Stämme des Herrn,

Zum Weiterdenken Wo ist mein Beitrag zu einer weiteren Humanisierung der Welt gefragt? harald mandl Leiter des Institutes für religionspädagogische Bildung der Päda-

nach der für Israel gültigen Weisung,

gogischen Hochschule Burgenland

dort den Namen des Herrn zu preisen.

heiratet und Vater zweier Kinder.

und Religionslehrer seit 1981, verDen Autor erreichen Sie unter

antwortpsalm, aus psalm 122 / Foto: waldhäusl

u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

KOMMENTAR Nie ohne mein Handy Man hat es geahnt, die Zahlen aktueller Studien machen das Ausmaß klar: 60 Prozent der 14- bis 69-jährigen Österreicher/innen haben ihr Mobiltelefon eingeschaltet neben dem Bett liegen, bei weiteren 20 Prozent liegt es nachts in Hörweite. Ganze 40 Prozent schalten ihr Handy rund um die Uhr nie aus. Teenager prüfen 90-mal täglich, ob ein Anruf oder eine Nachricht eingegangen ist; bei acht Stunden Schlaf geht der Blick also alle zehn Minuten auf das Display. Was sagen uns diese Zahlen? Entweder sind Herr und Frau Österreicher sehr wichtig und ihre Meinung zu allem, jederzeit und sofort ist unverzichtbar. Oder sie haben ihre Abhängigkeit von der mobilen Kommunikation nicht mehr wirklich im Griff. Dabei ist diesen Menschen bekannt, dass ihr Sucht-Verhalten der Gesundheit nicht zuträglich ist, zu Burnout führen kann. Dennoch schaffen es die meisten nicht, zumindest am Abend den Ausschaltknopf zu betätigen. Alles läuft via Handy: Kommunikation, Beziehungspflege, manchmal auch deren Beendigung, Spiele, Videos, laufend aktuell informiert sein und sofort am Drücker bei Dr. Google, wenn man einmal etwas nicht weiß – die Welt der Smartphones ist groß und bunt. Zu verlockend, um sie abzudrehen und nicht dabei zu sein – und sei es nur für ein paar Stunden der Nachtruhe. Wie? Sie leiden unter Schlafstörungen? Kein Problem, dafür haben Sie doch sicher ein Schlafpillen-App. BRIGITTA HASCH  Quelle: www.marketagent.com

Na dann, gute Nacht! FOTOLIA.COM

MAXRIESGO/

Nun ist das Baby da, und mit ihm viele ungeahnte Probleme. WALDHÄUSL

Paare werden Elternpaare – eine einschneidende Veränderung, die auch Probleme machen kann

Kinder trennen und verbinden Dass Kinder einen Unterschied im gewünschten harmonischen Zusammenleben eines Ehepaares machen, erleben die meisten Familien bereits vor, während und kurz nach der Geburt. Dies ist bei jedem Kind anders. Alle Pläne stehen über kurz oder lang Kopf. Immer wieder erleben engagierte Eltern, dass sie sich so gut vorbereitet haben und dann ist alles anders. Die größte Überraschung oder Enttäuschung ist, dass der/die Partner/in, mit dem/der ich eben noch alles gut überlegt habe, so anders geworden ist. Manche finden so über diese ersten Hürden, dass sie sich mit traditionellen Aufgabenaufteilungen zwischen Mutter und Vater arrangieren. Dies ist ein Reflex in der Hilflosigkeit, dass man zu Bekanntem Zuflucht sucht. Gerade das hatte man aber anders besprochen, um schmerzliche Erfahrungen dem eigenen Kind zu ersparen. Der Fluss und seine Ufer. Tatsächlich ist aus der Beziehung von Vater und Mutter ein neues Leben entsprungen, das sich zu einem quirligen Bächlein geformt hat und sich eigenständig seinen Weg sucht. Dass die vorgeformten Richtungen und „Flussbette“ diesem Energiebündel eines Kindes nur teilweise entsprechen, zeigt sich sehr schnell. Genauso rasch entsteht zwischen Mutter und Vater ein Rivalitätsverhältnis, das mit diesem Umstand korrespondiert. Rivalen sind ja – wie es das Wort anzeigt (rivus, lat. = der Fluss) – Flussbewohner. Bei Mutter und Vater ist offensichtlich, dass sie an den jeweils gegenüberliegenden Ufern des neuen Lebensflusses ihres Kindes stehen und dafür zu sorgen haben, dass der Fluss – sprich: das Leben des Kindes – seinen Lauf findet. Dieses Bild weist auf viele Elternkonflikte. Häufig kommt es vor, dass beide Elternteile das Beste für ihr Kind wollen und darüber in

Streit kommen. Neben dem Umstand, dass jeder Mensch anders ist, spielt in dieser Situation die Elternrivalität eine entscheidende Rolle. Mutter und Vater sind durch das Kind verbunden wie auch getrennt. Veränderte Gefühlswelt. Was das Bild vom Fluss nicht erzählt, ist die emotionale Situation von Mutter und Vater, die von ihrem Kind angetan und dabei in ihrer vertrauten Gefühlswelt durcheinander geraten sind. Darüber hinaus gibt es die Verunsicherung, dass die Vertrautheit mit dem eigenen Kind durch den anderen gestört wird. Auf der Paarebene gibt es Enttäuschungen und schmerzliche Erfahrungen. In dieser Situation ist es notwendig, das eigene Selbstvertrauen zu prüfen und sich mit den eigenen Empfindungen auseinanderzusetzen. Darüber klar zu sprechen, kann Vertrauen wieder wachsen lassen. Das schafft Freiraum für das Kind, dass es nicht für das Glück der Eltern verantwortlich sein muss. Dem Kind ist es wichtig, wie die Eltern miteinander Konflikte austragen und jeder eigenverantwortlich sein Leben gestaltet. Dann hat das Kind Halt an beiden Seiten, um den eigenen Lebensfluss zu entfalten.

BERATUNG MAG. CLEMENS SCHERMANN LEITUNG GEWALTBERATUNG CARITAS FAMILIENZENTRUM EISENSTADT beratung@kirchenzeitung.at

 Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

21. November 2013

Die Alexandertechnik hilft, belastende Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten abzulegen

aufgetischt

Lass den Hals frei

Apfel-Früchtebrot

Der Mensch übersetzt jede Wahrnehmung und jedes Gefühl in Muskelspannung. Wer viel „Last auf seinen Schultern trägt“, leidet folglich an Verspannungen. Mehr über die Alexandertechnik und ihre Methoden weiß Susanne Ursprung, diplomierte Physiotherapeutin und Lehrerin für Alexandertechnik. Sein eigenes Leiden – er verlor aufgrund extremer Anspannungen fast seine Stimme – veranlasste den australische Schauspieler Frederick Matthias Alexander zu Selbststudien vor dem Spiegel. Dabei erkannte er den Zusammenhang zwischen Stress und körperlicher Anspannung. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte er Techniken, um eine Balance zwischen Körper, Denken, Fühlen und alltäglichen Handlungen herzustellen. Die Macht der Gewohnheit. „Bewusst oder unbewusst entwickeln sich im Lauf des Lebens körperliche, geistige und emotionale Verhaltensmuster. Reaktionen auf bestimmte Reize sind so antrainiert, verursachen aber oft zu viel Kraftaufwand und Spannung“, weiß Susanne Ursprung. Beispielhaft ist die Körperhaltung vor dem Computer. Der Abstand zum Bildschirm ist meist zu kurz, der Kopf sitzt angespannt auf den Schultern, die rechte Hand umklammert die Maus. Weil man es so gewohnt ist, glaubt man, diese Haltung sei korrekt. Und weil viele Menschen über Verspannungs- und Ermüdungerscheinungen klagen, sind sie vermeintlich „normal“. Primärbalance ist der Schlüssel. Jede Bewegung wirkt sich auf die Beziehung zwischen dem Kopf und dem Rest des Körpers aus. Das nennt F. M. Alexander die Primärbalance. „Wir müssen bei jeder Bewegung zwei Dinge tun: die Balance des Kopfes finden und zugleich eine Aufgabe erfüllen, zum Beispiel den Arm ausstrecken“, erklärt die AT-Lehrerin. „Der Kopf sollte frei auf der Wirbelsäule balancieren.“ Was viele Menschen als „Haltung“ verstehen, ist dabei oft hinderlich. Anspannnungsmuster ändern. „Wenn man seinen Körper achtsam gebraucht, wirkt sich das auf das gesamte Wohlbefinden aus. Das beginnt mit dem Aufstehen, oder wie wir gehen und sitzen“, erklärt Susanne Ursprung. Mithilfe eines/einer Lehrer/in werden Alexan­ dertechniken trainiert, um falsche Bewegungsmuster und Körperhaltungen zu erkennen und zu ändern. Dies erfolgt in drei Schritten.

„„ Achtsamkeit – Bewusstwerden, was im Körper geschieht. Es geht darum zu entdecken, was man üblicherweise mit dem Körper macht. Beantworten Sie dazu etwa folgende Fragen: „Wie sitzen Sie, während Sie diesen Artikel lesen. Können Sie die Zeitung auch mit ein bisschen weniger Spannung in den Händen halten? Haben Ihre Füße Kontakt zum Boden? Wie fühlen sich Hals und Schultern an? Ist Ihr Rücken entspannt?“ „„ Innehalten – eine Pause vor dem nächsten Schritt. „Hier liegt die große Verführung. Instinktiv will man sofort korrigieren. Damit verfällt man aber gerade wieder in die alten Muster“, warnt Ursprung. Darum ist dieser Teil auch der schwierigste der Alexandertechnik. „„ Neuausrichtung. Ziel ist es, die Primärbalance herbeizuführen. Dazu gibt der/die Alexanderlehrer/in Direktiven: „Lass den Hals frei“, „Der Kopf bewegt sich nach vorne und oben“, „Der Rücken wird lang und weit“. Die manuelle Unterstützung ist einladend, nicht manipulativ. Sie hilft dabei, loszulassen.

Nackenschmerzen müssen nicht sein, Alexandertechnik hilft gegen Verspannungen. Martinan - Fotolia.com

Balance im Alltag. Viel Übung, anfänglich mit professioneller Unterstützung, ist zum Erlernen der Entspannungstechnik nach F. M. Alexander notwendig. „Es muss eine neue Gewohnheit entstehen. Nur bei häufigen Wiederholungen können sich neue neurophysiologische Bahnen entwickeln“, weiß die Expertin. Andernfalls verfällt man bei Stress wieder in die alten Muster. Brigitta Hasch

XX Mehr Informationen www.alexandertechnik.at, kontakt@alexandertechnik.at XX Vortrag, Do., 21. 11., 18.30 Uhr, Linz-Urfahr, Volkshaus Dornach, Eintritt frei.

Tipp: Wenn die Äpfel sehr saftig sind, kann der Teig zu weich werden. Dann noch etwas Mehl nachgeben, damit das Brot schön in Form bleibt. Verlag löwenzahn

Zutaten: 500 g Weizenmehl Type 700, 10 g Salz, 750 g Äpfel, 250 g Kletzen, 250 g Rosinen, 150 g Haselnüsse, 250 g Zucker, 1/16 l Rum, 1/2 KL Zimt, 1 Msp. Nelkenpulver, 1 Msp. Neugewürz, 1 EL Kakao, 1 Pkg. Backpulver, 1 Ei. (für 1,8 kg Brot) Zubereitung: Äpfel raspeln, Kletzen und Rosinen schneiden, Haselnüsse hacken und mit den Gewürzen, dem Zucker sowie Rum und Kakao gut vermischen. Über Nacht stehen lassen. Mehl, Backpulver, Ei und Salz unter die angesetzte Früchtemasse mischen und gut durchkneten. Aus dem Teig zwei Wecken formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backrohr mit Schwaden (Wasserdampf) backen. So einfach kann Brotbacken sein. Eva Maria Lipps Rezepte zum Selberbacken geben einen guten Einblick in die österreichische Brotbacktradition. Vom klassischen Bauernbrot bis hin zum Vollkornbrot und Rezepten mit so ziemlich allem, was backbar ist, reicht das übersichtlich gestaltete Buch. Wer gerne beim Backen mit der Jahreszeit geht: Den Jahreszeiten-Broten ist ein eigener Schwerpunkt gewidmet. Das geht hin vom Allerheiligenstriezel über verschiedene winterliche Rezepte mit Früchtebroten bis zu den Osterbroten. XX Richtig gutes Brot. Die besten Rezepte zum Selberbacken, Eva Maria Lipp. Zahlreiche Abbildungen, Verlag Löwenzahn 2013, Euro 24,95.


DA GEH ICH HIN  Neue Geschichten aus dem Hut und Lieder vom blauen Gras. Märchen und Musik für Groß und Klein.  So., 24. Nov., 16 Uhr, Kinder-

KK

Herbstliche Nebelsuppen

theater im Theaterstadl, Tegernbach 20, 4707 Schlüßlberg, Karteninfo: Tel. 07248/669 58, info@hofbuehne.at

In keinem anderen Monat ist es so oft und so lange nebelig wie im November. Nicht umsonst nannte man diesen Monat früher auch „Nebelmond“. Willst du wissen, warum das so ist?

 Die Welt der Klänge entdecken. KUMULINO-Musikwerkstatt für Kinder von zwei bis fünf Jahren mit Begleitung.  So., 24. Nov., 9.30 Uhr, So.,

Ist es draußen nebelig, hat das immer was mit Wasserdampf zu tun. Normalerweise ist er in der Luft enthalten. Ist es tagsüber sonnig und warm, ist das auch kein Problem. Sind aber die Nächte und Morgenstunden kalt, wie das im November oft der Fall ist, kann die Luft nicht mehr so viel Wasserdampf aufnehmen. Sie muss einen Teil davon loswerden. Dazu scheidet die Luft winzig kleine Wassertröpfchen ab; das nennt man „kondensieren“.

12. 1. 2014, 9.30 Uhr, Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, Langgasse 13, Linz, Tel. 0732/60 04 44.

LACH MIT PIEPMATZ  Fragt eine Schlange die andere: „Sag mal, bin ich eigentlich giftig?“ – „Wieso willst du das wissen?“ – „Na, weil ich mir gerade auf die Zunge gebissen habe!“

 Max und Paul liegen morgens lange im Bett. Da sagt Max: „Wenn Mutti uns nicht bald aufweckt, kommen wir zu spät zur Schule!“

KIKI-KONTAKT

 Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.  Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wünsche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun-

din oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. DEINE GITTI

Feuchte Luft. Die Wassertröpfchen schweben nun in der Luft herum, fallen aber nicht als Regen auf den Boden. Wenn du länger im Nebel spazieren gehst, merkst du diese Feuchtigkeit der Luft in den Haaren. Sind es nur wenige Wassertröpfchen, spricht man von „Dunst“. Viel Dunst ergibt dann eine dicke Nebelsuppe. Im Dezember und Jänner ist es zwar auch sehr kalt, aber die Luft hat den

überschüssigen Wasserdampf schon längst abgegeben. Die Meteorologen (Wetterforscher) sprechen dann von „trockener Luft“. Achtung im Straßenverkehr. Im November plagt uns nicht nur der dichte Nebel. Oft ist es auch nass und windig und die Tage sind schon ziemlich kurz. Da heißt es im Straßenverkehr noch besser aufpassen. Die Autofahrer haben jetzt eine besonders schlechte Sicht. Es ist für sie nicht einfach, dich rechtzeitig zu sehen, wenn du über die Straße gehst. Denk daran, auch wenn du einen Zebrastreifen oder Ampelübergang benützt. Mit heller Kleidung und Reflektoren bist du sicherer unterwegs.  Gewinne einen Piepmatz-Reflektor! Suche mindestens drei zusammengesetzte Haupt- oder Eigenschaftswörter mit Nebel und schicke sie bis 30. November an kiki@kirchenzeitung.at oder KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.

Mach dir deine eigene Nebelwolke Hast du Lust auf ein kleines Experiment? Aber, Achtung! Es kann heiß werden, also bitte einen Erwachsenen um Hilfe. Stelle einen Kochtopf mit Wasser auf den Herd und lass das Wasser kochen, bis es dampft.

BALDUIN BAUM

 „Na, mein Junge, wie war die Prüfung?“ – „Gut. Der Prüfer war nett und fromm.“ – „Fromm?“ – „Bei jeder Antwort sagte er: ,Mein Gott, mein Gott!‘“

Die KirchenZeitung für Kinder 21. November 2013

Dann hole aus dem Tiefkühlfach die Eiswürfelbox und halte sie über den Wasserdampf oberhalb des Topfes. Nun sollte eine kleine Wolke aus kondensierten Wassertröpfchen entstehen. KIZ/BH


21. November 2013

© lukasvideo – Fotolia.com

Wie Lukas sein Glück in der Gartenarbeit fand Lukas' Start ins Berufsleben war schwer. Zuerst Probleme in der Schule, dann Absagen auf zahlreiche Bewerbungen. Froh ist er, dass er heute eine Ausbildung zum Garten- und Grünflächengestalter absolvieren kann. Das Projekt ju-can brachte die entscheidende Wende. Das Gebiet um Bauernberg, Froschberg und Freinberg ist ­eines der grünsten Viertel in Linz. Viele Städter genießen die Ruhe der Parks und das gepflegte Grün. „Dass es hier so schön ist, liegt auch an unserer Arbeit“, erzählt Lukas Schatzberger mit Stolz. Der 21-Jährige schneidet Hecken, mäht die Wiesen, bläst das Laub von den Wegen und pflanzt neue Blumen an. Seit drei Monaten macht er das Praktikum im Bereich Garten- und Grünflächengestalter beim Magistrat Linz.

cd-tipp

Vertrauen in Fähigkeiten. Dabei ist es für Lukas längere Zeit nicht so gut gelaufen. Er tat sich schwer in der Schule. Beim Lernen und mit den Mitschülern. Es folgten Absagen auf zahlreiche Bewerbungen. Über das Arbeitsmarktservice landete Lukas schließlich bei ju-can. Bei dem von der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung initiierten Projekt werden Jugendliche, die sich mit dem Berufseinstieg besonders schwer tun, unterstützt. Der Leitsatz ist: „Ich kann etwas, wenn man es mir zutraut.“ Ein Vertrauen, das Lukas aufgebaut hat. „Es ist ein gutes Gefühl, wieder Arbeit zu haben.“ Die Trainer/innen bei ju-can hätten vermittelt, dass sie an die Jugendlichen glauben. Am wichtigsten war für Lukas aber, dass er Klarheit bekommen hat, was er gerne beruflich machen möchte. Nach Versuchen

aufgeschnappt

Mein Tipp

Lukas Schatzberger (21): Nach längerer Suche hat er nun ein Praktikum, das ihm Spaß macht. KIZ/PS

beim Rettungsdienst und bei der Straßenmeisterei erkannte er bei ju-can durch einen Gartenworkshop, dass Gartengestaltung das Richtige für ihn ist. Jetzt, nach mehreren Monaten beim Magistrat, hat Lukas vor allem die Hoffnung, dass dem Praktikum eine Lehre folgen kann. Das Lernen fällt ihm zwar nach wie vor schwer, die Praxis ist aber auf jeden Fall seins. Lukas: „Die Arbeit ist vielseitig und man kann etwas aus eigener Hand gestalten. Man verewigt sich damit praktisch auch.“

szene

Generation Ego. Am Do., 28. 11. um 19 Uhr stellen die Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und Philipp Ikrath ihr gemeinsames Buch „Generation Ego. Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert“ in der JugendKircheLinz (Stadtpfarrkirche Urfahr) vor.

KOntakt Schreib an die FOR-YOU-Redaktion: paul.stuetz@ kirchenzeitung.at

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Matura – was dann?

EU: Jobgarantie für Jugendliche

Das Seminar „Matura – was dann“ findet am Samstag, 14. Dezember im Bildungshaus Schloss Puchberg statt. So groß für Schüler/innen die Freude über die bestandene Matura ist, so schwer fällt oft die Entscheidung über die weitere Lebensgestaltung. Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich rechtzeitig mit den eigenen Vorstellungenauseinanderzusetzen und sich für die Entscheidung bewusst Zeit zu nehmen. Für Jugendliche ab 16 Jahren. Anmelde­schluss ist der 29. November 2013. Anmeldung: Bildungshaus Schloss Puchberg/Wels, E-Mail: puchberg@dioezese-linz.at

Mit einer „Jugendgarantie“ wollen die Staatsund Regierungschefs der Europäischen Union die hohe Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen. Das gaben sie vergangene Woche in Paris bekannt. Die „Jugendgarantie“ sieht vor, dass jeder arbeitslose Jugendliche in der EU binnen vier Monaten ein Angebot für einen Job, eine Ausbildung oder zumindest einen Praktikumsplatz bekommt. Sie soll in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden. Ansetzen will die EU bei der Ausbildung, der Eingliederung in den Arbeitsmarkt für die am stärksten benachteiligten Jugendlichen sowie der Gründung von Un-

ternehmen durch junge Leute. Die bisher bereitgestellten Finanzmittel von sechs Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt könnten dabei noch anwachsen.

Alle Jugendlichen in der EU sollen künftig eine Arbeit haben. © ehrenberg-bilder - Fotolia.com


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN FA. WITTMANN, SCHARNSTEIN KIRCHENBÄNKE TISCHE + STÜHLE www.wittmann-gmbh.at Tel. 07615/22 91. KUNSTSTOPFEREI Kunststopferei, Änderungsschneiderei Leitner/Linz, Bischofstraße 3a Mo.–Do.: 9–17 Uhr, Fr.: 9–12 Uhr Tel. 0732/79 77 10 www.kunststopferei.com STELLENANGEBOT Hausmeister/in mit Wohnmöglichkeit für Pfarrhof gesucht, € 8,–/Std., geringfügig, Pfarramt Buchkirchen, Pfarrhofgasse 2, 4611 Buchkirchen oder E-Mail: pfarre.buchkirchen@dioezese-linz.at VERSCHIEDENES Künstlerische Malerarbeiten an Kirchen, Fassadenerneuerung und Restaurierung, Preisnachlass. Kontakt: E-Mail: reart@szm.sk, www.reart.eu

IMPRESSUM

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Jetzt wieder: Adventkalender zum Rubbeln

KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Elisabeth Leitner, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Regina Spiegel. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 45,60 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN

Es gibt ihn wieder, den Adventkalender zum Rubbeln. Damit hat man die Chance auf vorweihnachtliche Geschenke bis zu 75.000 Euro. Wie schon in den Jahren zuvor gewinnt auch heuer wieder jeder Kalender. Aufzurubbeln sind 23 Kugeln auf einem Weihnachtsbaum sowie ein Geschenkspackerl. Den Adventkalender zum Rubbeln gibt es um 5 Euro in allen Annahmestellen. Der Höchstgewinn von 75.000 Euro ist dreimal in der Serie (1,2 Millionen Lose) enthalten. Lotterien-Tag: Mit einem Lottoschein ins MuseumsQuartier in Wien Der 22. November ist als „Lotterien-Tag im MuseumsQuartier“ wieder ein spezieller Tag für die Kunst und ihre Liebhaber. Wer mit einer Spielquittung oder einem Los der Österreichischen Lotterien kommt, erhält freien Eintritt in die Kunsthalle Wien, ins mumok und ins LEOPOLD MUSEUM.

Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

TOTO Ergebnisse 46. Runde 2013

6 AUS 45

1: 1:0 2: 2:0 3: +:1 4: 0:0 5: 1:1

Mi., 13. 11. 13: 4 14 17 23 26 33 Zz: 38 J O K E R: 4 4 0 6 1 1

ANGABEN OHNE GEWÄHR

So., 17. 11. 13: 3 18 19 24 30 43 Zz: 26 J O K E R: 0 0 5 2 9 2

111 XX2 XX2 111 X1X X2X www.kirchenzeitung.at

LOTTO

HINWEISE  Gurtner Advent. Zum Auftakt des Jubiläumswochenendes „20 Jahre Gurtner Advent“ singt das Vokalensemble „LALA“ am 27. November um 19.30 Uhr im Pfarrsaal Gurten. Am Sa., 30. November folgt im stimmungsvollen Ambiente des Pfarrhofes der Adventmarkt mit Krippenausstellung. Vor 20 Jahren entstand die Idee zum Gurtner Adventmarkt, der aus der Not – Geldmangel für eine neue Kirchenorgel – eine Tugend gemacht hat – die bisher über 130.000 Euro einbrachte. – Dafür musste viel zusammenpassen: Dass mit dem damals nach Gurten gekommenen Pfarrer Dr. Roman Gaw-

Vokalensemble LALA.

ARCHIV

lik der Pfarrhof geöffnet wurde und dass sich Jahr für Jahr mehr als 150 Menschen für den Adventmarkt engagieren. So wurde der Adventmarkt ein finanzielles Rückgrat für viele Pfarrvorhaben, wie Kirchturm-Sanierung und Pfarrsaal-Renovierung. 2010 wurde das Stallgebäude für den Gebrauch als Pfarrheim wunderschön renoviert. Er ist bestens ausgelastet, auch dank eifriger Hilfe Ehrenamtlicher. Der Saal mit der Infrastruktur steht nicht nur der Pfarre zur Verfügung, sondern bringt ihr durch viele Vermietungen, etwa an Firmen für Schulungen, Einnahmen.  Sophie Brandstätters Leben und Wirken. In Kooperation mit der Katholischen Frauenbewegung lädt die Österreichische Berg- und KleinbäuerInnen Vereinigung ÖBV-Via Campesina Austria am Montag, 2. Dezember, ins Haus der Frau in Linz ein. Die Teilnehmer/innen befassen sich mit Sophie Brandstätter. Diese Mühlviertler Bäuerin hatte den Mut, allen Widerständen zum Trotz für ihre eigenen Rechte und Freiräume und die aller Bäuerinnen einzutreten. Im Juni 2013 hat Evelyn Wascher den Johanna-DohnalFörderpreis für ihre Diplomarbeit über

Sophie Brandstätter erhalten. Mag. Wascher wird aus dem Leben der Bäuerin berichten.  Interkulturelles Hallenfußballturnier. Am Sonntag, 8. Dezember findet in der Soccerarena, Further Straße 13. in Linz-Urfahr, als „Begegnung der Kulturen“ das 1. Interkulturelle Hallenfußball-Turnier statt.  Anmeldung mit Mannschaftsliste bis 1. 12. im Verein arcobaleno, Friedhofstraße 6, 4020 Linz, Tel. 0732/60 58 97; www.arcobaleno.info

 Alzheimer-Café Wels. Das Diakoniewerk lädt am Dienstag, 3. Dezember, von 17 bis 19 Uhr ein zum Alzheimer-Cafè: Haus für Senioren Wels, Dr.-Schauer-Straße 5.  ORA-Flohmarkt. Das Hilfsprojekt ora international Österreich, mit Sitz in Andorf, hilft nach dem Taifun auch auf den Philippinen. Zur Unterstützung der Hilfe lädt ora zu den Flohmärkten ein. (Die Gründer Adelinde und Hanspeter Hofinger erhielten 2005 den KirchenZeitungs-Solidaritätspreis.)  ora-Flohmärkte ab 22. Nov. in Andorf (Messenbachgasse 1), Fr., 14 bis 17, und jeden ersten Samstag, 9 bis 12 Uhr, sowie Gallspach (Linzer Straße 18), Mo .9 bis 12, und Fr., 14 bis 17 Uhr.


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Ausblick 23

21. November 2013

Unbequem in Betlehem Traun. Die etwas andere Einstimmung in den Advent. Die bekannte Innviertler Mundart­ autorin Monika Krautgartner liest am Samstag, 30. November 2013, um 19 Uhr im Pfarrheim Traun heitere Texte zur Weihnachtszeit unter dem Titel „Unbequem in Betlehem“. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von der interkulturellen Musikgruppe „Baklava und Apfelstrudel“. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden kommen der Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche Traun zugute. Zählkarten für diese Veranstaltung sind in der Pfarrkanzlei Traun erhältlich.

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX In jedem Ende steckt ein neuer Anfang, Lichtweg zu Anfang & Ende, Geburt & Tod, Mi., 4. 12., 20 Uhr. Bad Mühllacken, Kneipp-Haus  07233/72 15 XX Fasten im Advent, So., 1. 12., 12 Uhr bis Sa., 7. 12., Ltg.: Ralf Bodeutsch.

Ein Präsident zu leasen Linz. Bert Brandstetter, Präsident der Katho­ lischen Aktion OÖ, stellt sich in den nächsten Wochen unentgeltlich für die Philippinen-Hilfe zur Verfügung. Der ehemalige Journalist und Medientrainer bietet sein Know-how jeweils einen Tag gegen eine Spende zugunsten der humanitären Hilfe nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen an. „Den Anstoß haben Medienberichte gegeben, die von der denkbar größten Katastrophe sprechen, größer als jene nach dem Tsunami oder nach dem Erdbeben in Haiti“, sagt Brandstetter. Er bietet sich und seine beruflichen Erfahrungen kostenlos an, um so eine möglichst große Spendensumme, zumindest 1.000 € pro Tag, zu lukrieren. Der promovierte Psychologe Dr. Bert Brand­ stetter war in seinem Leben schon vieles: Journalist, Stimm- und Medientrainer, Psychologe, Musikprofessor, Chauffeur, Reiseleiter, „und außerdem kennen mich viele Musiker auch als noch immer durchaus hörbaren Bass-Bariton“. Foto: Archiv

bildung – spiritualität – kurs

XX Wer KA-Präsident Brandstetter für einen Tag „leasen“ möchte: Katholische Aktion OÖ, Kapuzinerstraße 84, 4021 Linz, E-Mail: kath.aktion@ dioezese-linz.at, Tel. 0732/76 10-34 11. XX Spendenkonto der Caritas OÖ (Kennwort: TaifunKatastrophe), RLB OÖ: Kontonummer 1.245.000, BLZ 34.000.

Grünau, Marienheim  07616/82 58 XX Vor Weihnachten Atem holen, Fr., 6. 12., 16 Uhr bis So., 8. 12., 13 Uhr, Ltg.: Sr. Huberta Rohrmoser.

Männer, Do., 5. 12., 16 Uhr bis So., 8. 12., 12 Uhr, Ltg.: Mag. Martin Felhofer. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85 XX Wissen, heilen und gesund bleiben, aber wie?, Vortrag, Do., 28. 11., 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Josef Egger. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00 XX Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, Einführungsseminar, Fr., 6. 12., 16 Uhr bis Sa., 7. 12., 18 Uhr, Ref.: Mag. Helmuth Wiesbauer-Katzlberger, Natascha Douglas.

Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Herz, tu dich auf und singe, Meditation und Gesang, Do., 12. 12., 14 bis 16 Uhr, Gestaltung: Sr. Margret Heidi Scheurecker, Sr. Annel­iese Kirchweger.

Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Gottes-Lichtung im SeelenDunkel, Adventmeditation, Fr., 6. 12., 18 Uhr bis So., 8. 12., 12 Uhr, Ltg.: P. Mag. Hans Eidenberger SM.

Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92 XX Mitgefühl – die schönste Blüte der Liebe, Workshop, Fr., 6. 12., 17 bis 20 Uhr, Ltg.: Martha Radlinger.

Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67 XX Heilige im Advent, Adventbesinnung, Fr., 6. 12., 18 Uhr bis So., 8. 12., 13 Uhr, Begl.: Sr. Klara Diermaier, Sr. Susanne Reisinger.

Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Familienaufstellung, Meine Wurzeln entdecken, Seminar, Fr., 6. 12., 13 Uhr bis Sa., 7. 12., 16 Uhr, Ltg.: P. Georg Dinauer OSFS.

Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37 XX Tage der Achtsamkeit, neue Lebendigkeit durch Bewegung und Kontemplation, Do., 5. 12., 19.30 Uhr bis So., 8. 12., 12.30 Uhr, Ref.: Mag. Wolfgang Singer, Martha Kniewasser-Alber.

Schlägl, Seminarzentrum Stift  07281/88 01-400 XX Adventtage für Frauen und

Handverzierte Kerzen Im hauseigenen Kerzenatelier der Veritas Buch- und Kunsthandlung gestaltet ein ­kreatives Team Kerzen für jeden Anlass. Zur Geburt, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Jubiläen und Festtage jeglicher Art werden Kerzen handverziert. Wählen Sie aus vielen unterschiedlichen Motiven das für Sie passende aus. Gerne setzen die Kerzenverziererinnen aber auch Ihre

eigenen Ideen und Wünsche um und machen Ihre Kerze zu einem persönlichen Unikat. Motive und Beschriftungen werden für Sie individuell gestaltet. Das ­Kerzenatelier bietet eine Vielfalt an Variationen betreffend Wachs, Farben und Kerzenformen. Das Rohmaterial wird vorwiegend von namhaften österreichischen Herstellern bezogen. Mit diesen hochwertigen Kerzen können Sie für Ihr Zuhause eine stimmungsvolle ­Atmosphäre schaffen oder Ihre Familie und Freunde mit stilvollen (Weihnachts-)Geschenken überraschen.

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Als KiZ-webClub-Mitglied erhalten Sie von 11. November bis 24. Dezember bei Kauf einer Kerze eine Ermäßigung von 20%. Einfach auf unserer Homepage im KiZ-Web Club einsteigen, Gutschein ausdrucken und bei Veritas, Harrachstraße 5, Linz, einlösen. XX www.kirchenzeitung.at/webClub


24 Termine

Zäzilia Wiesinger ist PGR-Obfrau in Berg an der Krems und im Seelsorgeteam für „Koinonia – Dienst an der Gemeinschaft“ tätig. Wiesinger

Zäzilia (22. November) Die heilige Cäcilia soll eine Jungfrau und Märtyrin gewesen sein, die im 3. Jh. n. Chr. in Rom gelebt hat. Sie wurde mit Valerianus verheiratet, den sie – wie viele andere – zum Christentum bekehrte. Unabhängig von der Überlieferung war sie, so d ­ enke ich, eine mutige Frau, die ihren Weg geradlinig gegangen ist. Cäcilia ist u.a. Patronin der Kirchenmusik. Ihr zu Ehren hat unser Kirchenchor früher eine Cäcilienjause gegeben. Ich selbst bin weder Chormitglied noch spiele ich ein Instrument. Ich sollte eigentlich Maria heißen, doch meine Taufpatin bestand auf ihrem eigenen Namen. Mein Name ist mir früher sehr altmodisch erschienen. Schöner klang dafür Cilli, und so nenne ich mich auch heute noch. Eine Spanierin hat mich einmal auf den schönen Klang von Zäzilia angesprochen und auch Englischsprachigen gefällt der Name besonders. Vielleicht, weil ihn das amerikanische Duo Simon & Garfunkel in seinem Lied „Cecilia“ besungen hat. Zäzilia Wiesinger

freitag, 22. 11. 2013 XX Altenhof. Die stillste Zeit, Konzert, Assista Das Dorf, Wintergarten Café Hausruckwald, 19 Uhr, mit Harald Baumgartner. XX Bad Kreuzen. Einführung ins Matthäus-Evangelium, Bibelkurs, Pfarrhof, 19 Uhr, Ref.: Ingrid Penner. XX Eferding. Der vergessene Mensch in der Wirtschaft, Lesung, Podiumsdiskussion (ÖGB, AK), St. Hippolyt, 19.30 Uhr, mit Hans Bürger. XX Lambach. Die traurige Mondprinzessin, Kasperltheater, Medienraum des Stiftes, 16 Uhr, mit Christa Schneider. XX Linz. Classics, Johann Sebastian Bach, Konzert, Brucknerhaus, 19.30 Uhr, mit dem Originalklang-Ensemble Barucco, Chor Ad Libitum. XX Linz, Christkönig. Ich muss. Konzert und Musikkabarett, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit den Rauschenden Birken. XX St. Marien. Demenz, ein aktuelles Thema, Vortrag und Diskussion, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Magdalena Aufreiter. XX Vöcklamarkt. Ruhepol Pfarrkirche, Pfarrkirche, 19.30 Uhr. samstag, 23. 11. 2013 XX Adlwang. Krankengottesdienst, Rosenkranz mit Krankenandacht, Pfarrkirche, 13.30 Uhr, anschließend hl. Messe. XX Gaspoltshofen. We are one, Gospelkonzert, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit dem Upper Austrian Gospel Choir. XX Grieskirchen. Emil und der kleine Skundi, Kinderfilm, Bibliothek „Lesefluss am Gries“, 17 Uhr. XX Grieskirchen. Benefizkonzert zugunsten Schule für Afghanistan, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit Credible Style. XX Pram. 40-Jahr-Jubiläum der Goldhaubenfrauen, Festgottesdienst, Pfarrkirche, 16 Uhr, anschließend Agape, Kunsthandwerks-Ausstellung, Festakt, Gasthaus Maier, 18 Uhr. XX Roßleithen. Familien- und Gesundheitstag, Gemeindeamt, 13.30 bis 17 Uhr, Ref.: Werner Zechmeister, Brigitta Britto-Kollmann. XX St. Florian a. I. Kindsein, Literaturtag zu Ehren von Franz Xaver Hofer, Gasthaus Hanslauer, Unterteufenbach 22, 16 Uhr,

XX Schärding. Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe Eggerding, Kubinsaal, 20 Uhr, mit Brassmatiker – das deutsche Ärzteblech. XX Wels, St. Franziskus. Ich muss. Konzert und Musikkabarett, Feier­ saal Sonne, 20 Uhr, mit den Rauschenden Birken. sonntag, 24. 11. 2013 XX Gampern. Jugendmesse, Pfarrkirche, 9.30 Uhr, anschließend Pfarrcafé. XX Kremsmünster. Theresienmesse, Messe Nr. 12, B-Dur, J. Haydn, Stiftskirche, 10.15 Uhr. XX Linz. Sonntagsmusik im Salon, Oö. Landesgalerie, 17 Uhr, mit dem Streichtrio Aoide. XX Linz, Alter Dom. Missa ­octavi toni, von O. di Lasso, 10.30 Uhr, mit dem Vokalensemble Audiamus, Burgi Schobesberger, Elisabeth Radlmayr, Klaus Landa, Klaus Schobesberger. XX Linz, Mariendom. Messe Solonelle de Sainte Cécile, Cäcilienmesse, von C. Gounod, 10 Uhr, mit dem Domchor, Chor der diözesanen Singwoche, Orchester und Solisten der Dommusik. XX Linz, St. Peter. Erinnerungscafé – Trost für die Seele, Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, Pfarre, 15 Uhr. XX Linz, Ursulinenkirche. ­Vesper zum Jahr des Glaubens, 16 Uhr, mit Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier, Vertreter/innen der Katholischen Jugend OÖ, Berufungspastoral. XX Pasching. „50 Jahre Musikverein Langholzfeld“, Herbstkonzert, Volksheim Langholzfeld, 16 Uhr. XX Ranshofen. Wachet auf, ruft uns die Stimme, Konzert, Pfarrkirche, 17 Uhr, mit der Liedertafel Braunau. XX Sandl. The sound of music. Die Trapp-Familie, Musical, Pfarrheim, 15 und 19 Uhr. XX Schlägl. Missa „Ego delctabor in Domino“ von V. Rathgeber, Stiftskirche, 10 Uhr. XX Schlägl. Chor-Orgel-Konzert mit Werken von J. S. Bach, Stiftskirche, 19.30 Uhr, mit Rosemarie Schobersberger, Markus Forster, Christian Havel u.a., Dirigent: Rupert G. Frieberger. XX Wilhering. Messe in C-Dur, von F. A. Ertl, Stiftskirche, 10 Uhr.

KirchenZeitung Diözese Linz

montag, 25. 11. 2013 XX Bad Hall. Einstimmung auf den Advent, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Sr. Huberta Rohrmoser. XX Linz. Der flexible Mann – ­neuer Hegemon oder prekäre Existenz?, Vortragsreihe Mann-sein heute, Wissensturm, 19 Uhr, Ref.: Univ. Prof. Dr. Klaus Dörre. XX St. Florian b. L. Testosteron – das Wunderhormon, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Prim. Dr. Michael ­Dunzinger. dienstag, 26. 11. 2013 XX Freistadt. Seniorentreff, Pfarrhof, 14 Uhr. XX Hartkirchen. Adventlesung mit musikalischer Umrahmung, Großer Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Lydia Neunhäuserer. XX Linz, St. Franziskus. Dem Leben dienen. Begegnung und Begleitung von schwerkranken Mitmenschen als Chance, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Angelika Schwarz. XX Münzkirchen. Der Prophet Amos – die soziale Botschaft des Propheten, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Mag. Franz Schlagnitweit. XX Rohrbach. Autorität durch Beziehung – Bindung und Beziehung durch elterliche Präsenz, Pfarrzentrum St. Jakobus, 20 Uhr, Ref.: Josef Hölzl, MSc. XX Tragwein. Vulkane – Kakao – Schildkröten, Ecuador-Galapagos, Reisebericht, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Franz Moser. XX Vorchdorf. Keine Zeit?! Wege zur Entschleunigung, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit P. Bernhard Eckerstorfer. mittwoch, 27. 11. 2013 XX Haag a. H. Der Atem der Natur – die Methoden des Räucherns, Gasthof Mittendorfer, Marktplatz 11, 20 Uhr, Ref.: Dipl.BW Friedrich Kaindlstorfer. XX Linz. Finissage Totentanz, Martin-Lutzer-Kirche, Martin-LutherPlatz 2, 18 Uhr, Tanz von Marina Koraiman.

H. Berndorfer

namenstag

21. November 2013

XX Weihnachtsmärkte und Krippenausstel­ lungen finden Sie unter www.kirchenzeitung.at

ausstellungen – märkte XX Attnang-Puchheim. Lebenszeichen zu Geburt & Tod, Ausstellungsreihe zum Mitmachen, Maximilianhaus, Vernissage, Fr., 22. 11., 19 Uhr, Ausstellung bis So., 8. 12., Mo. bis Fr., 8 bis 11.30 Uhr. XX Braunau. Hobby-Verkaufsausstellung AdventWeihnachten, Pfarrzentrum St. Franziskus, Sa., 23. 11., 10 bis 18 Uhr, So., 24. 11., 9 bis 17 Uhr. XX Feldkirchen. „40 Jahre Goldhaubengruppe“, Jubiläumsausstellung, Fachschule Bergheim, Eröffnung, Fr., 29. 11., 18 Uhr, Ausstellung, Sa., 30. 11., 10 bis 18 Uhr, So., 1. 12., 8 bis 17 Uhr.

XX Hofkirchen a. d. T. Buchausstellung, Pfarrsaal, So., 24. 11., 9 bis 16 Uhr. XX Lacken. Buchausstellung, Bücher und Spiele für Kinder und Erwachsene, Turnsaal der Volksschule, So., 24. 11., 10 bis 16 Uhr. XX Linz. Basar, Gemeindezentrum (Clubraum) der Martin-Luther-Kirche, Martin-Luther-Platz 2, Sa., 23. 11., 9 bis 15 Uhr. XX Linz. SEI SO FREI, Entwicklungszusammenarbeit, Ursulinenhof, Eröffnung, Do., 28. 11., 19.30 Uhr, Ausstellung bis 28. 2. 2014.

XX Oftering. Weihnachtsbuchausstellung mit Weinverkostung, Gemeindesaal, Fr., 22. 11., Sa., 23. 11., jeweils 12 bis 19 Uhr. XX Stadl-Paura. art4you. Kunsthandwerk, Ausstellung und Verkauf, Christophorus-Haus der MIVA, Sa., 23. 11., 13 bis 20 Uhr, So., 24. 11., 10 bis 17 Uhr. XX Vöcklabruck. Bücherflohmarkt, Pfarrsaal, Sa., 23. 11., 9 bis 17 Uhr. XX Wels. Von Zeit zu Zeit, Acrylbilder, Karin Hehenberger, Bildungshaus Schloss Puchberg, Vernissage, Do., 21. 11., 19 Uhr, Ausstellung bis 10. 1. 2014.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

21. November 2013

XX Linz. Selbsthilfegruppe für Men­ schen mit Depressionen und Ange­ hörige, Vereinszentrum „pro homi­ ne“, Weißenwolffstraße 17a, 19 Uhr. XX Linz. Abendgebet mit Gesängen aus Taizé, Kirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr. XX Mauthausen. Bedingungsloses Grundeinkommen – woher nehmen und wozu?, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ref.: Mag. Lucia Göbesberger. XX Niederthalheim. Kontempla­ tive Meditation, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Mag. Susanne Gross. XX Steyr. Moses – Wenn der Dorn­ busch brennt, Vortrag, Sakristei der Marienkirche, 19.15 Uhr, mit Mag. Ewald Kreuzer OFS, P. Paul Mühlber­ ger SJ. XX Steyregg. Auszug aus Ägypten – weil Leben in dieser Welt nicht alles ist, Sinn-Gespräch, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Mag. Andreas Krenn. donnerstag, 28. 11. 2013 XX Gampern. Meditation am Abend – dem Licht entgegen, Pfarrheim, 19.30 Uhr, mit Mag. Reinhold Stangl. XX Linz. Adventlesung mit Eigen­ bau-Krippenausstellung, Raiffeisen­ bank Wiener Straße, 19 Uhr, von und mit Walter Osterkorn. XX Linz, Ursulinenkirche. „35 Jahre Chormusik“, Chorkonzert, 19.30 Uhr, mit dem Collegium vocale Linz. XX Pregarten. Mache im ­Inneren Licht, wenn es draußen dunkel wird, Novembermeditation, Pfarr­ heim, 19 Uhr, mit Mag. Julia Mat­ zinger, PA. XX Wels. Und plötzlich ist es Gewalt: verstehen, begegnen, verringern, Gewalt in der Pflege, Vortrag für Pflegepersonen und Interessierte, Klinikum Wels, Festsaal, 19.15 Uhr, Ref.: Prof. Dr. Dr. Rolf Dieter Hirsch. XX Zell a. d. P. Konzert, Feskensaal des Schlosses, 19.30 Uhr, mit der Acappella-Frauengruppe Nobuntu, Simbabwe. freitag, 29. 11. 2013 XX Bad Ischl. Vielfalt statt Einfalt – wo ich herkomme, Lesung, Biblio­ thek der Pfarre, 19 Uhr, mit B ­ eatrice Achaleke. XX Bad Mühllacken. Solidaritäts­ konzert, Kapelle des Kneipptradi­ tionshauses, 20 Uhr, mit dem Lem­ bacher Jugendchor S(w)ingin Acts. XX Frankenburg. Gang in den Ad­ vent, Treffpunkt: Kirchenplatz, 18.30 Uhr. XX Linz. Zusammenleben in Öster­ reich, Workshop, Integrationszent­ rum OÖ, Weingartshofstraße 25, 17 Uhr. XX Linz, Ursulinenkirche. Gang in den Advent, Benefizkonzert zuguns­ ten des Mobilen Hospiz Palliative Care der Caritas, 19.30 Uhr, mit Hans Dieter Mairinger, Lesung, Peter Paul Kaspar, Musik. XX Puchenau. Musik und Texte zum Advent, Pfarrzentrum, 15 Uhr, mit Rosalia Sighart, Ulrich Sulzner. XX St. Martin i. I. Maria, Musical, Mehrzweckhalle der Neuen MusikMittelschule, 19.30 Uhr.

XX Treffling. Nacht der Lichter der Katholischen Jugend, Pfarrkirche, offenes Kommen und Gehen von 18 bis 22 Uhr. XX Ulrichsberg. Sternhagelvoll, ka­ barettistische Adventfeier mit Mu­ sik, Pfarrzentrum, 20 Uhr, mit Fritz Egger, Johannes Pillinger. samstag, 30. 11. 2013 XX Lambach. Adventkranzweihe, Stiftskirche, 16 Uhr. XX Linz. Jubiläumskonzert „20 Jah­ re Upper Austrian Jazz Orchestra“, Musiktheater, Großer Saal, 19.30 Uhr, mit Dirigent Toshiko Akiyoshi. XX Linz, St. Konrad. Komm, du Heiland aller Welt, Vokalmusik und Gospels, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit dem Vokalsextett Voices. XX Linz, Ursulinenkirche. Concert spirituel, Segnung der Adventkrän­ ze, 20 Uhr, mit dem Vokalensemble „E medio cantus“. XX Munderfing. Advent-Jugend­ messe, Pfarrkirche, 19 Uhr. XX Münzbach. zeitgfüh‘, Advent­ konzert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr. XX Sandl. The sound of music. Die Trapp-Familie, Musical, Pfarrheim, 15 Uhr. XX Schärding. Schärdinger Advent­ konzert, Kubinsaal, 19.30 Uhr, mit den Innviertler Tenören. XX Steyr. Der Froschkönig, Märchen für alle ab 4 Jahren, Dominikaner­ haus, 15 Uhr. XX Traun. Unbequem in ­Bethlehem, heitere Texte zur ­Weihnachtszeit, Pfarrheim, 19 Uhr, mit Monika Krautgartner. XX Vöcklamarkt. Adventlieder und Motetten zur Adventszeit, Lieder vom Warten von A. Reinthaler u.a., Pfarrkirche, 19 Uhr, mit dem Chor der Pfarre. XX Wels. Zauberton, ObertonKonzert, Bildungshaus Schloss Puchberg, 20 Uhr, mit Julia Renöckl, Gerhard Narbeshuber. XX Windhaag b. F. Neu-Land, Syri­ sche Pantomime, Mehrzweckhalle der Anton-Bruckner-Schule, 20 Uhr,

mit Fatina und Mazen, Musik: Beda mit Palme; Pantomime-Workshop, 17 Uhr, Anmeldung: E-Mail: panto­ mime-windhaag@gmx.at. sonntag, 1. 12. 2013 XX Hofkirchen i. T. Patrozinium, Missa ex D von A. Micksh, Pfarrkir­ che, 9 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Leonding. Leondinger Advent, Volksmusikalisches Konzert mit Krip­ penspiel, Stadtpfarrkirche, 17 Uhr, mit dem Trachtenverein Donautal. XX Leopoldschlag. Adventwande­ rung, Marktplatz, 19 Uhr, mit Erna Wiederstein. XX Linz. Macht hoch die Tür – die Tor macht weit, Adventfeier der Blindenpastoral, Kultur- und Frei­ zeitzentrum des BSVOÖ, Makartstra­ ße 11, 13.30 Uhr. XX Linz. Zipfer Advent, Bruckner­ haus, 14 Uhr, mit Rainbacher Dreige­ sang, Wössner Erntedankensemble, Academy Singers u.a. XX Linz, Hl. Dreifaltigkeit. Advent­ singen, Pfarrkirche, 17 Uhr. XX Linz, Minoritenkirche. Il Prese­ pio/Die Krippe im Advent I, musicasacra-Konzert, 17 Uhr, mit Elisabeth Breuer, Martina Schobesberger, Mit­ gliedern des Bruckner Orchesters. XX Ried i. I. Ihr lieben Christen, freut euch nun, Adventsingen, Ad­ ventkranzweihe, Stadtpfarrkirche, 17 Uhr. XX Sandl. The sound of music. Die Trapp-Familie, Musical, Pfarrheim, 15 Uhr. XX St. Marien b. N. Weihnachten kann kommen, Kabarett, Gasthaus Templ, 16 Uhr, mit Alfons Noventa, Christine Aichberger. XX Steyregg. aufbrechen. ge­ meinsam unterwegs. ankommen, Advent­wanderung, Treffpunkt: Parkplatz Pfarrheim, 14.30 Uhr, mit Margarete Mayr. XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Tiefe Stille – weiter Raum Meditieren und Pilgern, um die Kraft des Advents zu spüren – dazu bieten Katholisches Bildungswerk OÖ und Spirituelle Wegbegleiter/innen am So., 8. Dezember Veranstaltungen in ganz Oberösterreich an: Bad Mühllacken, 10.30 bis 15 Uhr, Anmeldetel. 0664/965 31 51. Baumgartenberg, Pfarrkirche, 19 bis 20 Uhr, keine Anmeldung. Laakirchen, 10 bis 16 Uhr, Anmeldetel. 0676/31 86 61. Linz, Freinberg, 10 bis 15 Uhr, Anmeldetel. 0676/87 76 58 23. Ottnang a. H., 13 bis 17 Uhr, Anmeldetel. 0680/112 21 15. St. Florian, 16 bis 18 Uhr, Anmeldetel. 0664/73 84 93 56. Steinerkirchen a. d. T., 15.30 bis 17 Uhr, Anmeldetel. 07241/22 16-247. Steyr, 14.30 Uhr, Anmeldetel. 07253/74 60. Treffling, 14 bis 15 Uhr, Anmeldetel. 0680/202 39 61. XX Anmeldeschluss: So., 1. Dezember.

Liturgie Lesejahr C Lesereihe I Sonntag, 24. November 2013 Christkönigssonntag. Letzter Sonn­ tag im Jahreskreis. L1: 2 Sam 5,1–3 L2: Kol 1,12–20 Ev: Lk 23,35–43 Montag, 25. November 2013 Heute feiert Bischof Ludwig den Jahrestag der Bischofsweihe – Für­ bitten. Hl. Katharina von Alexand­ rien, Jungfrau, Märtyrin. L: Röm 5,1–5 Ev: Lk 9,23–26 L: Dan 1,1–6.8–20 Ev: Lk 21,1–4

Hl. Katha­ rina auf einem Fresko in der Ba­silika S. Cle­ mente in Rom. pattLoch

Dienstag, 26. November 2013 Hl. Konrad und hl. Gebhard, Bischö­ fe von Konstanz. L: Sir 44,1–2.3b–4.7.10.14–15 Ev: Lk 10,1–9 L: Dan 2,31–45 Ev: Lk 21,5–11 Mittwoch, 27. November 2013 L: Dan 5,1–6.13–14.16–17.23–28 Ev: Lk 21,12–19 Donnerstag, 28. Nov. 2013 L: Dan 6,12–28 Ev: Lk 21,20–28 Freitag, 29. November 2013 L: Dan 7,2–14 Ev: Lk 21,29–33 Samstag, 30. November 2013 Hl. Andreas, Apostel. L: Röm 10,9–18 Ev: Mt 4,18–22 Sonntag, 1. Dezember 2013 1. Adventsonntag. L1: Jes 2,1–5 L2: Röm 13,11–14a Ev: Mt 24,37–44 oder Mt 24,29–44


teletipps Sonntag, 24. November 9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus der Stiftskirche in Michaelbeuern/ Sbg., mit Abt Johannes Perkmann. ORF 2/ZDF 12.30 Uhr: Orientierung (Religion) Geplante Themen: „Vatikan bestätigt: Franz Lackner neuer Erzbischof von Salzburg“; „Religion und Frieden: Internationale Konferenz in Wien“; „No future? – Wie Kirchen Jugendlichen in Zimbabwe helfen“; „Christen in Südkorea“. ORF 2 18.25 Uhr: Österreich-Bild: Skikaiser Franz Klammer – Ein Champion ist 60 (Film). ORF 2 20.15 Uhr: ORFeins Freunde mit gewissen Vorzügen (Spielfilm) ORF 2/ ARD Tatort (Krimireihe) 23.05 Uhr: „So schaut‘s aus“ – G‘schichten vom Willi Resetarits (Dokumentarfilm) Eindrucksvoller Film über eine der maßgeblichsten Kultfiguren Österreichs. ORF 2 Montag, 25. November 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Erlebnis Erde: Pinguine hautnah – Die Reise (1/2; Doku) BR laVita: Er, sie – es? Geboren im falschen Körper (Magazin) 21.50 Uhr: Die Wohnung (Dokumentarfilm) Bewegender Film von Filmemacher Arnon Goldfinger, der eine ungewöhnliche Facette des Umgangs mit dem Holocaust beleuchtet. arte

24. 11. bis 30. 11. 2013 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

22.15 Uhr: Gladiator (Spielfilm, USA 2000) Mit Russell Crowe u.a. – Regie: Ridley Scott – Monumentales Epos, mit fünf Oscars prämiert. ZDF

22.25 Uhr: Zerrissene Umarmungen (Spielfilm, E 2008) Mit Penélope Cruz, Lluís Homar u.a. – Regie: Pedro Almodovar – Der mitunter atemlose Film erzählt von einem erblindeten Regisseur, der sich an frühere Zeiten erinnert. 3sat

dienstag, 26. November 20.15 Uhr: Die verbotene Frau (Spielfilm, A/D 2013) Mit Alexandra Neldel, Mido Hamada u.a – Regie: Hansjörg Thurn – Melodramatischer Film über die scheinbare Unüberwindbarkeit kultureller Konventionen. SAT 1 20.15 Uhr: ORFeins Soko Donau (Krimireihe) ORF 2 Universum: Nockberge – Land zwischen Himmel und Erde (Doku) ZDF Wie gut ist unser Spielzeug? (Doku) 22.15 Uhr: 37°: Samuel Koch – Das zweite Leben (Religion). ZDF 22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) Geplant: „Knochen, Kleider, Kreuzessplitter – Das Geschäft mit den Reliquien“: Spurensuche über Menschen, die Reliquien kaufen und verkaufen. // (23.00 Uhr) „Der unechte Jesus“: War Simon von Peraea ein Vorbild Jesu? Forscher suchen nach Antworten. ORF 2 Mittwoch, 27. November 19.00 Uhr: stationen.Dokumentation: Der Handwerkerpriester – Adolph Kolping und die Folgen (Religion). BR 20.15 Uhr: ZDF (20.25 Uhr) Fußball/ UEFA-Champions-League/Bayer 04 Leverkusen : Manchester United BR Bayerntour

WDR/C. Pausch

Mi., 27. November, 20.15 Uhr: Grenzgang (Spielfilm, D 2013) Mit Lars Eidinger, Claudia Michelsen u.a. – Regie: Hannah Hollinger – Jahre, nachdem sie einander auf einem Volksfest begegnet sind, eine kurze Beziehung hatten, treffen zwei vom Leben enttäuschte Menschen wieder zusammen. – Ernsthaftes, aufrichtiges (Fernseh-) Drama. ARD 21.50 Uhr: treffpunkt medizin: AIDS – Die Spur führt in den Dschungel (Dokumentation) Preisgekrönter Film anlässlich des am 1. Dezember stattfindenden Welt-Aids-Tages. ORF III donnerstag, 28. November 16.45 Uhr: Auf das Leben! – Ein Tag im Leben des Majer Szanckower (Dokumentation) Ute-Beatrix Giebel erzählt vom Alltag des jüdischen Friedhofverwalters in Frankfurt. ARD 20.15 Uhr: Wilde Reise mit Erich Pröll – In tosenden Bächen und stillen Flüssen (Film). ORF III 20.15 Uhr: ORFeins (18.30 Uhr) FB/ UEFA-EL/Rapid Wien : FC Thun; (20.55 Uhr) IF Elfsborg : FC Salzburg ARD Seegrund. Ein Kluftingerkrimi (Spielfilm)

freitag, 29. November 20.15 Uhr: Die verlorene Zeit (Spielfilm, D 2009) Mit Alice Dwyer, Mateusz Damiecki u.a. – Regie Anna Justice – Berührende Liebesgeschichte, die mittels Rückblenden in die NS-Zeit eine erschütternde Biografie beleuchtet. arte 20.15 Uhr: True Grit (Spielfilm, USA 2010) Mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld u.a. – Regie: Ethan Coen, Joel Coen – Bildgewaltiger Western mit sehr präsenten Hauptdarstellern. Pro7 20.15 Uhr: ORFeins 3faltig (Spielfilm) ORF 2 Der Alte (Krimireihe) samstag, 30. November 20.15 Uhr: Frauen, die Geschichte machten (4–6; Dokumentationsreihe) Sechsteilige Reihe über herausragende Frauen der Geschichte. arte 20.15 Uhr: ORFeins (19.55 Uhr) Abfahrt/Herren / oder: (20.00 Uhr) Ice Age 2 (Animationsfilm) ORF 2/ARD Das Adventsfest der 100.000 Lichter (Show) 22.40 Uhr: 21 Gramm (Spielfilm, USA 2003) Mit Naomi Watts, Sean Penn u.a. – Regie: Alejandro González Iñárritu – Sehenswertes Drama. ServusTV

radiophon Zwischenruf ... von Pfarrer Marco Uschmann (Wien). So 6.55, Ö1

Gerhard Berger

Georg Schärmer Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck

So 6.04 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Wut und Zärtlichkeit – diesen Bogen spannt nicht nur Konstantin Wecker, sondern lebendiges, der Welt zugewandtes Christentum. ÖR

Erfüllte Zeit. U.a.: Bibelkommentar von Regina Polak zu „Die Kreuzigung“ (Lk 23,35-43). So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Der Blick zurück, um nach vorne schauen zu können“. Von Vladimir Vertlib, Schriftsteller. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis. Mi 16.00, Ö1

Radio Vatikan Täglich. 7.30 Lateinische Messe 20.40 Lateinischer Rosenkranz (KW: 5885, 7250, 9645 kHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche 20.20 Abendmagazin (Wh am folgenden Tag 6.20): (So) Aktenzeichen; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (4): Ignatianisch; (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) Prisma-Magazin; (Sa) Betrachtung zum 1. Advent (Hinweis: Die deutschsprachigen Sendungen um 16.00 Uhr und 20.20 Uhr können nur über Satellit empfangen werden.)

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre Pfarre Edlitz/Grimmenstein, NÖ. – Die Bedeutung des Königtums Christi für unser Leben – darüber wird Pfarrer Ulrich Dambeck in seiner Predigt am Christkönigssonntag nachdenken. Musikalisch gestaltet wird die Messe mit Liedern aus Joseph Haydns „Missa brevis in hon. Sancti Joannis de Deo in B-Dur“. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Anliegen, Hinweise 27

21. November 2013

P. Paul Weingartner schreibt über den Unterschied zwischen angefülltem und erfülltem Leben

Experte für das eigene Leben Nicht Spielball äußerer Umstände zu werden, sondern selbst die Hauptrolle im eigenen Leben zu spielen. Dazu ermutigt der Karmelit P. Paul Weingartner in seinem Buch „Klarheit, die von innen kommt“.

Klarheit, die von innen kommt, Paul Weingartner, Michaverlag 2013 128 Seiten, 39 Abbildungen; ISBN 978-3-902961-00-6, € 13,90.

JOSEF WALLNER

Seit Jahrzehnten hält P. Paul Weingartner Einkehrtage und Exerzitien und begleitet Menschen in allen Lebenslagen. Ob Suchende, Fragende, Deprimierte oder Frohe – die Sehnsucht der Menschen läuft auf die eine Frage hinaus: Wie komme ich zu einem erfüllten Leben? Der 55-jährige Ordensmann aus Eberstalzell hat seine Vortragsunterlagen, die bereits Schreibtischladen füllten, und seine Erfahrungen, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, nun zu einem Buch verarbeitet. „Es will helfen,

P. Paul Weingartner OCD ist derzeit Provinzial der österreichischen Provinz der Unbeschuhten Karmeliten – Teresianischer Karmel. ARCHIV

den  Blick auf die eigene Biografie zu richten. So können wir in unserem eigenen Leben verborgene Schätze aufspüren. Wir können alle Experten für das eigene Leben sein.“ Die Hauptrolle. Die Grundmelodie, die das Buch durchzieht, ist die Spiritualität des Karmel. Es kommt aber ohne spezifisches Karmelvokabular aus. P. Paul ist es gelungen, den Erfahrungsschatz seines Ordens ansprechend und auch herausfordernd zugleich ins Heute zu übersetzen. So ermutigt er, sich nicht die Hauptrolle im eigenen Leben aus der Hand nehmen zu lassen und die Schuld dafür auf „die Umstände“ zu schieben. „Unsere Lebendigkeit hat ihre Wurzeln in unserem Innern“. Das reich bebilderte Buch mit Anregungen für das Gruppengespräch und die persönliche Meditation richtet sich an alle, die achtsam und mit Freude ihr Leben gestalten wollen.  Buchpräsentation am Di., 26. November 2013 um 19 Uhr in der Krypta der Karmeliten in Linz.

Schenken mit Sinn Dieser Ausgabe liegt eine Information der Caritas zur Aktion „Schenken mit Sinn“ bei. „Schenken mit Sinn“ heißt, mit starker, sinnvoller und nachhaltiger Bedeutung schenken und zweifach Freude bereiten. Zum einen werden Projekte unterstützt, die notleidenden Menschen im In- und Ausland helfen, zum anderen können Sie diese karitative Unterstützung in Form eines Billetts als Geschenk an eine liebe Person weitergeben. Alle Geschenke, die im Webshop der Caritas ausgewählt werden können, brauchen von Armut betroffene Menschen dringend. Die Caritas bietet daher nicht Esel an, weil sie süß sind, sondern weil sie Frauen in Äthiopien helfen, Wasser und Feuerholz zu transportieren. Wenn Sie ein Geschenk mit Sinn erwerben, schenken Sie ein Stück Lebenshilfe!

INTERN KirchenZeitung 2014 Die KirchenZeitung – Oberösterreichs einzige Wochenzeitung im Abonnement – wird es im Jahr 2014 zum Jahrespreis von 46,20 Euro geben. Der Preis wird somit um 60 Cent höher liegen als heuer. Das ist weniger als die Inflationsrate und deckt auch nicht einmal die höheren Papierpreise ab. Die KirchenZeizung begleitet Sie um diesen Betrag wöchentlich durch das Jahr. Dazu planen wir bereits mehrere Ausgaben unseres KirchenZeitungs-Magazins inpuncto, die im Preis enthalten sind. Im Halbjahresabo. Seit einem Jahr bieten wir die KirchenZeitung auch im Halbjahresabonnement an: 25 Euro für 26 Ausgaben. KiZ-E-Paper. Abonnent/innen haben die Möglichkeit, die KirchenZeitung kostenlos auch als E-Paper zu lesen. Dazu braucht man sich lediglich einmal mit der Beziehernummer (im Adressfeld ersichtlich) registrieren. Wer die KirchenZeitung nur elektronisch beziehen möchte: Ein E-Paper-Jahresabo kostet Euro 30,–.  www.kirchenzeitung.at

HINWEIS  Ari Rath im Museum Arbeitswelt. Kurzentschlossene können diesen Termin am Mittwoch, 20. November, 19 Uhr, im Museum Arbeitswelt wahrnehmen: Zeitzeuge Ari Rath liest im Rahmen des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Die Gerechten – Courage ist eine Frage der Entscheidung“. Rath wurde 1925 in Wien geboren, konnte als Jude 1938 nach Israel fliehen. Dort lebte er 16 Jahre in einem Kibbuz und wurde dann Journalist bei der Jerusalem Post. Mittlerweile lebt Rath wieder in Wien.  Ari Rath liest am Mittwoch, 20. November, um 19 Uhr im Museum Arbeitswelt aus seinem Buch „Ari heißt Löwe“.

Ari Rath war viele Jahre Chefredakteur der englischsprachigen „Jerusalem Post“. Sein Leben ist über Jahrzehnte mit der Geschichte Israels verbunden. ZSOLNAYVERLAG / LEONHARD HILZENSAUER


28 Kultur FÜR SIE GELESEN Papst Franziskus

21. November 2013

Kulturpreise und Talentförderungsprämien 2013 des Landes Oberösterreich vergeben

Frauenquote für Kulturpreise?

Das Magazin Vanity Fair hat schon im Juli gewählt und Papst Franziskus vorzeitig zum Mann des Jahres 2013 gekürt. Die RomKorrespondentin des ORF, Mathilde Schwabeneder ,hat eine Biografie dieser herausragenden Persönlichkeit veröffentlicht. Von seiner Wahl an verfolgt sie Auftreten, Begegnungen und Ansprachen des neuen Papstes aus nächster Nähe und macht in einem ansprechenden Porträt die Grundlinien seines Pontifikats deutlich. Ausführlich und mit vielen interessanten Details beschreibt die Südamerika-Korrespondentin Esther-Marie Merz das Wirken des Jesuiten und späteren Erzbischofs Jorge Mario Bergoglio in seiner Heimat Argentinien. J. W.

Sie bringen nicht nur Anerkennung, sondern auch Geld: die Kulturpreise des Landes Oberösterreich. Meist gehen sie an Männer. Würde eine Frauenquote das ändern? Die KirchenZeitung fragte nach. CHRISTINE GRÜLL

Es war eine schöne Feier. Landeshauptmann Josef Pühringer überreichte am 15. November im Linzer Landhaus die Großen und Kleinen Kulturpreise und Talentförderungsprämien. Letztere erhielten acht Frauen und fünf Männer. Bei den großen Landeskulturpreisen traten nur Männer nach vorne, bis auf Christine Dollhofer als Vertreterin für das Filmfestival „Crossing Europe“.

„Der Landeskulturpreis hat mich Franziskus. Vom Einwandererkind in meiner zum Papst. Mit einem Vorwort von künstleBischof Erwin Kräutler, Ester-Marie rischen Merz, Mathilde Schwabeneder, Styria Premium 2013, 239 S., € 24,99. Arbeit sehr bestätigt“, sagt Maria Eine lettische Seele Moser, PreisträElina Garanca verlässt sich nicht gerin von mehr darauf, was andere über 1997. sie schreiben. Die gefeierte und Glasfenster humorvolle Mezzosopranistin in der hat mit 37 Jahren ihre Biografie aufzeichnen lassen und selbst Pfarrkirche Schwaüberarbeitet. Welches Bild nun nenstadt. auch immer die Presse von ihr

zeichnet, ob Diva oder Mutter von bald zwei Kindern: In ihrem Buch erzählt sie sehr offen die Geschichte ihrer Kindheit in Lettland, die harte Arbeit bis zum ersten Engagement an der Oper und über ein Leben auf Reisen, von ihrer kleinen Tochter Katie, aber auch von Selbstzweifel und Erfolg. Und ganz nebenbei lernt das Lesepublikum einige Opern näher kennen. C. G. Elina Garancˇa, Wirklich wichtig sind die Schuhe, Ecowin Verlag, Salzburg 2013, 209 S., € 21,90.

KirchenZeitung Diözese Linz

ARCHIV

Künstlerinnen bevorzugt. Die Optik ist nicht gut, meint Roswitha Kröll von FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in OÖ. Die Macht der Bilder ist groß, und das Preisträger-Foto vermittelte schon im letzten Jahr den Eindruck, dass es kaum preiswürdige Künstlerinnen im Land gibt. „Seit 1961 wird der Landeskulturpreis vergeben“, sagt Roswitha Kröll, „und von den 24 großen Kulturpreisen gingen bisher nur drei an Künstlerinnen.“ Deshalb fordert FIFTITU%, dass Künstlerinnen bei der Preisvergabe und damit auch bei den höheren Preisgeldern bevorzugt werden sollen. Zumindest solange, „bis eine Symmetrie der Geschlechter hergestellt ist“. Gute Kunst setzt sich durch. Maria Moser hält von dieser Forderung wenig. „Wie müsste ich mich fühlen, wenn ich den Preis

nur wegen einer Quotenregelung bekommen würde?“, fragt sie energisch. Die renommierte Künstlerin hat u.a. Kirchenfenster in Grieskirchen, Schwanenstadt und Linz gestaltet. 1997 erhielt sie den Großen Kulturpreis für bildende Kunst. „Es kann schon sein, dass man als Frau im Kunstbetrieb zuerst übersehen wird. Doch gute Kunst über Jahrzehnte hinweg setzt sich durch“, ist sich Maria Moser sicher. Sie vertraut darauf, dass die jüngere Generation der Künstlerinnen mehr zum Zug kommen wird. Allein schon deshalb, weil sie selbstbewusster sind. Was spricht das Bild? Frauen und Männer sollen gleichermaßen von den Chancen der Gesellschaft profitieren, heißt es im „Kulturleitbild OÖ“. Die Jury der Kulturpreise sei ausgewogen zusammengesetzt, betonen Vertreter des Landes. Aber immer noch reichten weniger Frauen als Männer ihre Arbeiten ein. Dabei ist die Anzahl der Kunststudentinnen mittlerweile höher als die ihrer männlichen Kollegen. Den Grund für die geringeren Einreichungen sieht Roswitha Kröll nicht zuletzt in der Botschaft des PreisträgerFotos: „Wenn mehr Preisträgerinnen in den Medien zu sehen sind, ist das ein Signal an Künstlerinnen, nach vorne zu treten.“ Eine Frauenquote von 50% wird nicht umgesetzt werden, da ist die Aktivistin ganz realistisch. Ihre Forderung soll zur Diskussion anregen. Damit es im nächsten Jahr auch eine Landeskulturpreisträgerin gibt.  Ausstellungen: „Preise und Talente“ (siehe Seite 29), „ausgezeichnet – OÖ Landeskulturpreis Architektur 1978–2012“, Eröffnung am 27.11., 18 Uhr, im afo Architekturforum OÖ in Linz.

Heinz Göbel gestorben

Maria Moser und Heinz Göbel. LAND OÖ/ KRAML

Der Maler, Grafiker und Landeskulturpreisträger Heinz Göbel ist am 17. November im 66. Lebensjahr verstorben. Er lebte mit seiner Frau Maria Moser in Frankenburg.


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

21. November 2013

Kulturland

Nachdenklich. Man kennt den Herrn ... und doch ist da etwas Ungewöhnliches im Antlitz, das ein zweites Hinschauen erforderlich macht. Mit dem Denkmal und seiner Wahrnehmung hat sich der Künstler Rainer Nöbauer-Kammerer auseinandergesetzt und dafür den Diözesankunstpreis 2013 erhalten. Er wählte Linzer Skulpturen und Denkmäler aus, überklebte sie mit einem Selbstporträt und beobachtete, was seine Aktion bei Passanten auslöste. Nöbauer-Kammerer

„Preise und Talente“: Ausstellung im OÖ.Kulturquartier

n Vernissage in der Galerie Schloss Puchheim. Am Freitag, 22. November, um 19.30 Uhr lädt die Galerie Schloss Puchheim zur Vernissage ein: Arbeiten von Wolfgang Stifter, Künstler und Mitglied des Vorstands des Diözesankunstvereins, werden dort bis 15. Dezember gezeigt. n Brandl & Prachensky in Gmunden. Den Künstlern Herbert Brandl und Markus Prachensky wird in der Galerie 422 in Gmunden eine Ausstellung gewidmet. Brandl hat einige neue Werke geschaffen, die in besonderer Beziehung zur Malerei von Prachensky stehen Die Eröffnung findet am Samstag, 23. November, um 19.30 Uhr in der Galerie422 statt. Die Werkschau ist bis 11. Jänner zu sehen.

Ausgezeichnete Kunst Alljährlich vergibt das Land Oberösterreich die Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien an in Oberösterreich lebende Künstler/innen (siehe auch Seite 28). Der Diözesankunstverein der Diözese Linz verleiht jährlich den Diözesankunstpreis. Damit soll die Arbeit von Künstlern und Künstlerinnen ausgezeichnet und gefördert werden. Arbeiten der ausgezeichneten Künstler/innen

sind nun gemeinsam im OÖ. Kulturquartier in Linz zu sehen und zeigen einen spannenden Querschnitt oberösterreichischer Gegenwartskunst: Positionen, die sich mit gesellschaftlichen Strömungen auseinandersetzen, neue Blickwinkel eröffnen und Alltägliches genauer unter die Lupe nehmen, sind Teil der Schau. Die Ausstellung ist bis 12. Jänner von Dienstag bis Samstag zu sehen. elle

Neuer Orgelklang zu Cäcilia Die Patronin der Kirchenmusik, die hl. Cäcilia, feiert am 22. November Namenstag. Zwei Orgeln in OÖ werden dabei wieder neu erklingen. In St. Thomas/Waizenkirchen gab es am Sonntag, 17. November anlässlich der Segnung der restaurierten Orgel ein Pfarrfest. Jeder Besucher erhielt am „Tag der Orgel“ eine Karte mit dem Foto und der Geschichte der Orgel zur Erinnerung. Nachmittags brachte die Organistin Michaela Deinhammer bei einem Kirchenkonzert die Orgel zum Klingen, mit dabei: Judith Ramerstorfer (Gesang) und Rita Heitzinger (Blockflöte). Die Gesamtkosten

Orgelweihe in St. Thomas. Bischofsvikar Willi Vieböck segnete die Orgel – ein Festtag für die Pfarrgemeinde. Pfarre

der Renovierung betragen ca. 65.000 Euro, diese werden durch ein Spendenprojekt der Pfarre mitfinanziert.

Orgelweihe in Pettenbach. Ein halbes Jahr dauerten die Restaurierungsarbeiten der Orgel in der Pfarrkirche Pettenbach. Nach 106 Jahren wurde die Orgel nun restauriert. Die heute denkmalgeschützte Orgel wurde 1907 vom bekannten Orgelbauer Leopold Breinbauer gebaut. Das Instrument verfügt neben einer Fußklaviatur über 21 Register und zwei Manuale. Am Samstag, 24. November wird die Orgel im Rahmen eines Festgottesdienstes um 9 Uhr geweiht und wieder für die feierliche Gestaltung von Gottesdiensten und die Veranstaltung von Konzerten zur Verfügung stehen. elle

Werke von Markus Prachensky werden in der Galerie422 in Gmunden gezeigt. galerie422

n Krippenfiguren im Bauernmöbelmuseum Hirschbach. Eine Advent- und Weihnachtsausstellung mit besonderen Krippenfuguren wird im Hirschbacher Bauernmöbelmuseum „Edlmühle“ gezeigt: Gertrude Gröpl stellt Jutefiguren nach Tiroler Vorbildern her und präsentiert diese nun in Hirschbach. Auch Krippen von Gertrude Emerstorfer, Agnes Pichler, Rosi Trawöger und Robert Himmelbauer werden gezeigt. Die Eröffnung findet am Sonntag, 24. November, um 15 Uhr statt. n Konzert anlässlich 35 Jahre Collegium Vocale Linz. Das Ensemble wurde von Chorleiter Josef Habringer gegründet und hat zahlreiche Konzerte im Inund Ausland gegeben. Am Donnerstag, 28. November findet um 19.30 Uhr ein Festkonzert in der Ursulinenkirche in Linz statt.


30 Personen & Dank

21. November 2013

KirchenZeitung Diözese Linz

Auszeichnung

Geburtstage

n Pastoralamt der Diözese Linz. Das Pastoralamt wurde von der Wirtschaftskammer OÖ als vorbildlicher Lehrbetrieb ausgezeichnet. Pastoralamtsdirektor Wilhelm Vieböck freut sich über die Anerkennung und weist darauf hin, dass das Pastoralamt schon seit 1999 erfolgreich Bürolehrlinge ausbildet.

n Am 22. November 2013 feiert OStR. Msgr. Gunter Janda seinen 80. Geburtstag. Der gebürtige Linzer wuchs in Kremsmünster auf und wurde 1958 zum Priester geweiht. Nach Aufgaben als Präfekt, Spiritual und Religionsprofessor am Petrinum in Linz lehrte er jahrzehntelang an der Pädagogischen und Religions­ pädagogischen Akademie der Diö­zese Linz. Als Professor und als Studentenseelsorger prägte Prof. Janda Generationen junger Menschen. Seit seiner Pensionierung 1997 wohnt und wirkt er in Gaubing, Pfarre Steinerkirchen am Innbach.

Pfarrassistentin Elisabeth Lamplmayr (rechts) dankt Chorleiter Konsulent OSR Franz Lehfellner. privat

n Kreuzschwestern Gmunden. Mit dem vom Bildungszentrum St. Magdalena vergebenen Erwin-Wenzel-Preis sind die Schüler/innen der 7. Klasse des Gymnasiums der Kreuzschwestern Ort-Gmunden ausgezeichnet worden. Die Schüler/innen erhielten den Preis für ihr Projekt „Dem Leben Bedeutung geben“; dabei setzten sie sich mit den Lebensgeschichten von Patient/innen der Palliativstation des Landeskrankenhauses Vöcklabruck auseinander.

n Pichl bei Wels. Der Kirchenchor Pichl hat in diesem Jahr Grund zum Feiern: Konsulent OSR Franz Lehfellner leitet den Kirchenchor seit vierzig Jahren ist bereits 54 als Kirchenmusiker aktiv. Pfarrassistentin Eliabeth Lamplmayr dankte Lehfellner für seinen einsatz und seinen Treue und konnte auch einen Reihe von Sänger/innen für ihre langjährige Mitgliedschaft auszeichnen.

Dank n Schardenberg. Eine Benefizlesung von Hans Dieter Mairinger und Karl Bachmair, begleitet vom Schardenberger Klassischen Quintett, erbrachte 1.852 Euro. Marktgemeinde Schardenberg und der OÖ. Stelzhamerbund als Veranstalter übergaben den Betrag an den erblindeten Stefan Mayr und tragen damit zur Finanzierung seines Blindenhundes „Wini“ bei.

Veranstalter und Künstlermit Stefan Mayr. privat

n Am 24. November 2013 vollendet Msgr. Johann Bachmair das 75. Lebensjahr. Er stammt aus Schardenberg und wurde 1964 zum Priester geweiht. 1969 kam er als Kooperator in die Pfarre Wels-Heilige Familie (Vogelweide) und war dort von 1973 bis 2006 Pfarrer. Von 1994 bis 2003 war er Generaldechant der Diözese Linz. Bachmair ist Seelsorger am Klinikum Wels.

Privat

Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner (rechts) überreicht die Auszeichnung an Bürolehrling Viktoria Schapfl (mit Urkunde), an Personalreferent Mag. Franz Heinz (links) und Lehrlingsausbildnerin Magdalena Hartl. cityfoto.at

Viele Hände sind für die Hilfe notwendig: Generaloberin Sr. Barbara Lehner und ihre Mitschwestern als Spenderinnen, Josef Tauber als Organisator und das Transportunternehmen Winkler, das einen Großteil der Transportkosten trug. privat

Elisabethinen Linz. Seit 25 Jahren führt der Orden der Elisabethinen große Hilfstransporte in die Länder des Ostens durch, im Jubiläumsjahr 2013 brachte der insgesamt 25. LKW voll mit Betten und Mobiliar seine Ladung nach Mostar (BosnienHerzogowina). Mit den Hilfsgütern wurde vor allem das Hospiz Betania, ein Haus für die Betreuung Sterbender, eingerichtet. Im Blick auf das Fest der heiligen Elisabeth am 19. November sagte Sr. Engelberta Augl, die von Anfgang an die Transporte mitorganisiert: „Es ist ganz im Sinn unserer Ordenspatronin, der heiligen Elisabeth, dass wir eingreifen und helfen, wo Not herrscht.“ Sr. Engelberta meint bescheiden, dass die Hilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber Faktum ist: Mit den Spenden der Elisabethinen haben unzählige Menschen Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung erhalten. wallner

Im gedenken

n P. Josef Steiner, Salesianer Don Boscos, ist am 6. November 2013 im 84. Lebensjahr verstorben. Er stammte aus Linz, wurde 1962 zum Priester geweiht, war bis 1976 Erzieher in Klagenfurt und Fulpmes und 30 Jahre Verwalter des großen Ordens-Werks in Unterwaltersdorf. 2012 feierte er das goldene Priesterjubiläum. P. Steiner ist in Unterwaltersdorf begraben.


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

21. November 2013

Betrug an Sparern Zu Leserbriefen in Nr. 45 und 46

Die Sparbücher sind keine Kreditverträge, wie es heute im ABGB steht. Deshalb können die Banken mit dem Spargeld tun, was sie wollen. Zum Beispiel: Klassisches Sparbuch: ohne Bindung 0,125% fix, 6 Monate: 0,25%, 12 Monate: 0,25. Der normale Lohnempfänger hat solche Sparbücher. Er versucht etwas Geld von seinem Arbeitslohn für wichtige Versorgungen in einem Sparbuch sicher aufzubewahren. Er ist kein Gewinnraubtier. Das Recht auf Leben und die Pflicht zur Erhaltung des Lebens zwingt ihn zur Arbeit und zur Pflicht zur Arbeit. Daher gebührt ihm dort der Ertrag der Arbeit, hoffentlich. Er hat die Pflicht zur Leistung. Daraus entsteht ein Eigentum. Dieses Spareigentum stellt er im Sparbuch der Allgemeinheit zur Verfügung (Pflicht). Das Geld gehört aber in einen Verwahrungsvertrag (ABGB 957f). Dann hat die Bank die Verpflichtung, mit Hilfe des Preisindex für eine Wertberichtigung zu sorgen. Die Erhaltung der Zahlungskraft ist für den Arbeiter wichtig. Die Gewerkschaft fordert ja immer die volle Inflationsabgeltung. Das gilt aber auch für die alten Lohngelder. Hoffentlich sehen das auch die sogenannten „modernen“ Sozialtheologen ein. Die Geldvernichtung betreiben heuer die Goldkäufer und Preistreiber im Kunsthandel. Der normale Sparer braucht keinen Zinsgewinn, er braucht nur die Wertsicherung seines Arbeitslohnes. Das ist aber ein Menschenrecht. FRANZ LUGMAYER, STEYR

Wie es Menschen geht Zu: „Rom will wissen, was die Leute denken“, Nr. 46, S. 10

„Wie es Menschen konkret geht“, das wissen der Papst und die Bischöfe im Vatikan nicht?

Das darf aber jetzt nicht wahr sein: Ganze Pakete von Nöten und Anliegen sind Jahr für Jahr von Laien, von Gremien, von der KA, von Reformbewegungen in den Vatikan geschickt worden. Regelmäßig fanden die Adlimina-Besuche der österreichischen Bischöfe statt. Jedesmal haben der Kardinal und die Bischöfe beteuert, dass sie die Anliegen der Katholik/innen zum Papst bringen. Wurden wir zum Narren gehalten? MAG. MICHAEL PAMMER, LEONDING

Alles, was atmet Zu: „Es war doch nur ein Tier“, Nr. 44, S. 14

Ich frage mich: „Was bleibt von der Tierwelt einmal übrig?“ „Die Tiere sind unsere kleineren Brüder und Schwestern!“ Von keinem Geringeren wie „Franz von Assisi“ stammen diese Worte. Ich glaube, wir können, besser gesagt: Wir sollten in unserer christlichen Erwartungshaltung, was unsere ewige Heimat betrifft, dem menschgewordenen „Wort Gottes“, durch das alles geschaffen wurde, zutrauen, dass durch dieses „Wort“ auch alles, was einmal atmete, wieder zu einem neuen Leben erwachen wird. Irgendetwas davon ausgrenzen halte ich für zu eingegrenzt. „Kein Sperling fällt vom Dach, ohne dass mein himmlischer Vater es weiß!“ Ich glaube, die Sehnsüchte der „Menschen guten Willens“ werden in der „kommenden Welt“ in nicht mehr steigerbarem Maße in Erfüllung gehen, auch die Sehnsucht nach Wiedersehn mit unseren „kleineren Brüdern und Schwestern“, wie sie schon dargestellt sind mit den Menschen auf Bildern vom „verlorenen Paradies“. Sollen etwa jene Geschöpfe nicht an Gottes neuer Welt teilhaben dürfen, welche sämtliche Weltalter mit ihrem Fleisch die Menschen nährten, ihnen bei der Arbeit halfen, auf ihrem Schoß gestreichelt oder auch von ihnen misshandelt wurden, etwa nach dem Motto: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“? Wie sich das tatsächlich ein-

mal offenbaren wird, ist unseren begrenzten Sinnen noch verborgen, jedoch nach Worten der Hl. Schrift spannendst angekündigt: „Kein Aug hat es gesehen, kein Ohr hat je gehört und in keines Menschen Herzen ist je gedrungen, was Gott denen bereitet, die ihn lieben!“ Aufjauchzen werden besonders dann auch jene, die im Diesseits zu kurz gekommen sind. Bald beginnt wieder der Advent. Irgendwann auch einmal der ganz große, wenn der Glaube zum Schauen wird, zum Staunen ohne Ende! JOSEF LITZLBAUER, NEUKIRCHEN AM WALDE

Grundeinkommen Zu: „Grundeinkommen stärkt die Macht der Menschen“, Nr. 46, S. 6–7 Traum und Wirklichkeit?! Wahrscheinlich bin ich zu dumm, um die Vision des „Bedingungslosen Grundeinkommens“ zu verstehen, oder bin ich ein zu großer Realist?! Natürlich wäre es schön (?), jedem/jeder tausend Euro in die Hand drücken zu können, aber: Wie geht es dem Bauern und der Bäuerin, die nach einem arbeitsreichen Leben € 400 bis € 500 und weniger Pension erhalten? Wie dem Kleingewerbe-Treibenden? Wie den Ausgleichszulagen-Bezieher/innen (unter € 1.000.-)? Wie dem Lohnempfänger unter € 1.000? Wie gesagt, ich verstehe diesen Traum, diese Vision nicht. Wenn nicht viel mehr Licht ins Dunkel gebracht wird, kann ich dieser Idee nichts abgewinnen. PETER FEICHTINGER, SPITAL AM PYHRN

Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at

Brot von gestern

Kein frisches Gebäck – wirklich eine Katastrophe?

AGENTUR WALDHÄUSL

Sonntag-Morgen an einer Tankstelle mit Backstation. Eine lange Schlange hat sich gebildet, die Wartezeit schien unendlich, ein Herr mittleren Alters verlässt entnervt den Warteplatz: „Eine Katastrophe ist das, wenn ich jetzt ohne frisches Gebäck nach Hause komme.“ Von solchen „Katastrophen“ sind Hunderte Millionen in Übersee und auch in Europa nicht betroffen. Sie essen vermutlich mit Genuss Brot von gestern oder von der Vorwoche, wenn sie überhaupt eines haben. Beruhigend ist für mich, dass in unserer „Spaßgesellschaft“ dies nicht die Mehrheit sein dürfte. JOHANN HAIDER, BAD LEONFELDEN


unter uns Zeig mir deine Mutter!

DENK mal

König-reich In Zeiten von Demokratie ist „König“ ein Begriff aus früheren Zeiten. Im Neuen Testament wird Christus König genannt. Doch auch in der Gegenwart ist die Sprache königreich. Ernst Gansinger

Bedingungslos für den König – die Bauern im Schachspiel. Okapia/Markus Brunner

Der König hat sich auch in vielen Kartenspielen erhalten, er spielt dort eine übergeordnete Rolle. Auch wenn ihm den Vorrang in vielen Fällen die As streitig macht. Beim Präferanzen gibt es sogar ein Spiel, in dem die kleinste Karte, der Siebener, die stichgewaltigste ist. Da hat auch der König das Nachsehen.

Machen Sie mit. Suchen Sie Königs-Zuschreibungen – aktuelle / geschichtliche, weltliche / religiöse. Sammeln Sie auf, was Sie finden, und senden Sie uns bis 29. November Ihre „Königs“-Fundsachen. Zu gewinnen ist ein Ticket für eine „Zauberflöte“-Aufführung im Linzer Musiktheater.

Der König der Tiere ist der Löwe. In der Zauberflöte spielt die Königin der Nacht eine bedeutende Rolle. Auch eine Kakteenart wird als Königin der Nacht bezeichnet.

Domspatz Es gibt kein Budgetloch, sagt die Regierung. Na gut, dann ist es halt durch das Erklärungs-Loch verschwunden.

Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 45 haben gewonnen: Irmgard Stadler, St. Florian und Veronika Posch, Gosau. (Die Polgar-Erzählung vom obdachlosen Mann war weiterzuschreiben. Im Original versucht der Obdachlose auf einem Bahnhof die Nacht zu verbringen. Dort wird er nach ­draußen verwiesen; ein Polizist sperrt ihn dann für die eine Nacht ein, ein Richter brummt ihm noch acht Tage Haft auf.)

Elisabeth Leitner Elisabeth.Leitner@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Die Freiräume, etwas auszuprobieren, zu experimentieren, sind weniger geworden. Trotz aller Freiheiten ist es für Jugendliche heute schwieriger, jugendlich zu sein.“ Lothar Jochade, Geschäftsführer von I.S.I (Streetwork und Offene Jugendarbeit) anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Große Behäbigkeit weist das Schachspiel dem König zu. Er kann nur einen Fuß vor den anderen setzen. Und dennoch müssen sich alle aus seinem Team in seinen Dienst stellen, sich nötigenfalls auch opfern.

Eine ältere Frau im Schwimmbad ist in heller Aufregung. Ein Zwist oder gar eine kleine Schlägerei unter Kindern war passiert. Der Enkel verdrückt noch jammernd ein paar Tränen, und Oma ist schon auf der Suche nach dem Ü ­ beltäter. Sämtliche Kinder spricht sie an, fragt ihren Enkel: „War er es?“ Der Kleine verneint. Da, endlich wird der Übeltäter gefunden. Sie redet nicht mit ihm, schreit ihn nur an: „Zeig mir deine Mutter!“ Sie wird immer hektischer und immer lauter. „Zeig mir deine Mutter!“ – Endlich taucht sie auf. Die zierliche Frau stellt sich neben die energische Dame und sagt leise: „Da bin ich. Was gibt's?“ Banges Warten. Es wird deutlich ruhiger im Bad. Die Umstehenden machen sich auf ein weiteres Gewitter gefasst. Es folgte eine kurze Unterredung der beiden Frauen. Die Kinder sind schon über alle Berge. Es kommt offensichtlich zur Schuldklärung und Entschuldigung mütterlicherseits. Die Mutter wird entlassen. Alle ringsherum atmen auf. Ob diese Art der Konfliktbewältigung hilfreich war, bezweifle ich. Denn was haben die Kinder dabei gelernt? Dass sie das alles gar nichts angeht. Im Gegensatz zu mir. Der Satz: „Zeig mir deine Mutter!“, hat sich bei mir eingebrannt – jetzt weiß ich, dass ich für alles geradestehen muss. Hilfe!


KiZ-ePaper 47/2013