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Nr. 20 I 15. Mai 2014 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 69

 Die St. Florianer Sängerknaben sind ein musikalisches Aushängeschild. ANDREAS SEYRINGER

3 Im Gespräch. Es wird nicht alles weniger – in der Kirche.

6 Solidaritätspreis. KirchenZeitung verleiht die Preise für 2014. 19 Bewusst leben. Nützlinge im Garten. 28 Kultur. Maria in der Lourdesgrotte. 22 Impressum.

St. Florianer Sängerknaben: Hier ist man gemeinsam Star Seit wenigen Tagen ist Österreichs Songcontest-Sieger Thomas Neuwirth, alias Conchita Wurst, in aller Munde. Musik ist eben eine starke Trägerin inhaltlicher Botschaften, im Fall Conchita auch heißer Themen. Die St. Florianer Sängerknaben sind schon seit vielen Jahrzehnten ein musikalisches Aushängeschild aus Oberösterreich in aller Welt. Der Bestand des Sängerknabeninstitutes ist ab dem Jahr 1071 nachgewiesen. Der berühmteste aus ihrer Mitte war kein Geringerer als

Anton Bruckner. Das Niveau eines solchen Knabenchores über so lange Zeit zu halten, ist seit mehr als 30 Jahren Verdienst des derzeitigen Leiters Franz Farnberger. Eine seiner beständigen Aufgaben: dafür zu sorgen, dass der Chor neuen Nachwuchs bekommt. Eine gute Lebensausbildung – und ganz besondere Höhepunkte in den Opernhäusern der Welt sind verbunden mit einer Karriere bei den Sängerknaben. Hier zählt – wie beim Chorsingen überhaupt – nicht nur die Einzelleistung. Hier ist man gemeinsam Star. Seite 14

Das Magazin zur Langen Nacht der Kirchen im Blattinneren.


2 Meinung Kommentar

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Vom Anteilnehmen

Atheismus als Reaktion Wenn Vertreter des Neuen Atheismus in Österreich versuchen, eine Religionsverhöhnung („Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“) als Bekenntnisgemeinschaft eintragen zu lassen, ist es schwierig, nüchtern darauf zu reagieren. Doch die Auseinandersetzung mit diesem Phänomen kann für Christen nützlich sein. Denn wie das II. Vatikanische Konzil sagt, ist Atheismus mitunter eine Reaktion auf Missstände in den Religionen. So entstand die SpaghettimonsterBewegung als Antwort auf fundamentalistischen Kreationismus unter US-Christen. Natürlich schießen die Neo-Atheisten weit übers Ziel berechtigter Kritik hinaus. Christen sind aber in jedem Fall zu Wachsamkeit und Distanz gegenüber Fundamentalismus in den eigenen Reihen aufgerufen.

KirchenZeitung Diözese Linz

Je älter sie werden, desto mehr nehmen Menschen Todesanzeigen wahr – ob jemand dabei ist, den man gekannt hat. Das ist nicht oft der Fall, aber die schwarz gerahmten Anzeigen führen beständig vor Augen: Auch du bist sterblich. „Mein Beileid“ sagen Menschen, und „Meine Anteilnahme“ in Momenten, da ihnen nicht nach Reden zumute ist. Abnehmen kann man Leiden und Trauer einem Menschen nicht. Dabei sein kann man, Anteil nehmen an dem, was ein anderer zu tragen hat. Wenig scheint es, und ist doch viel. Das ist das Großartige an der Fähigkeit zum Beileid: Dass man für eine Weile die Hoffnung eines anderen mitträgt – weil sie ihm schwer geworden ist. Wer Anteil nimmt, legt seine eigene Zuversicht nicht ab. Seine Hoffnungsgründe tragen auch

den Trauernden mit. Die Last des Einen, auf mehrere Schultern verteilt. So werden Menschen füreinander Mitträger der Zuversicht. Die Kirche bewegt sich auf Pfingsten zu. Es ist das Fest, in dem Gott – als „Beistand“ – seine „Anteilnahme“ am Leben der Menschen offen bekundet – nicht nur als „Beileid“ – sondern auch im Anteilnehmen an der Freude und am Hoffen der Menschen – und keine/r bleibt mit sich selbst allein.

Matthäus Fellinger Chefredakteur matthaeus.fellinger@ Kirchenzeitung.at

Kopf Der Woche: Mag. Michaela Luckmann

Tatkräftige „Geburtshelferin“

heinz Niederleitner

Sie hat zwei erwachsene Kinder – und zwei, die erst laufen lernen müssen: Mit den Lehrgängen für Elementarpädagogik und Early Life Care betritt Michaela Luckmann Neuland in Österreich.

Es geht um Toleranz und Respekt.

susanne huber

Hans Baumgartner

Durch ihren kleinen Sohn kam sie vor mehr als 25 Jahren ans Bildungshaus St. Virgil in Salzburg. „Die MontessoriEltern-Kind-Gruppe dort hat mich interessiert und mir dann so gefallen, dass ich

KIZ/HB

Viele konnten es nicht glauben. Aber ja, es ist wahr. Österreich gewinnt nach 48 Jahren den Eurovisions-Songcontest. Die Siegerin: Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth. Der Bad Mitterndorfer steht offen zu seiner Homosexualität. Mit Conchita Wurst kreierte er eine Kunstfigur mit langen Haaren, Frauenkleidern, Bart. Das ist provokant und viele haben damit ein Problem. Nicht nur in Russland, wo Homosexualität stark tabuisiert ist. Auch in Österreich. Tom Neuwirth will vermitteln: Das Aussehen ist nicht so wichtig; bedeutend ist der Mensch dahinter. Dieser Sieg setzt auf jeden Fall ein Zeichen: ein Zeichen gegen Intoleranz, ein Zeichen für Respekt, für Achtung und Anerkennung all jenen gegenüber, die andere Lebensformen gewählt haben.

„,Mambo wada – das Beste kommt noch’. So nennt sich der Frauenchor, in dem ich singe. Ich sehe darin ein Lebensmotto: den Augenblick lieben und mit Freude, Zuversicht und Vertrauen weitergehen.“ Mag. Michaela Luckmann

eine Montessori-Ausbildung gemacht habe“, erzählt Michaela Luckmann. Bald darauf erhielt sie als Leiterin der Eltern-Kind-Gruppen ihre erste kleine Anstellung in St. Virgil. Seither hat sie viele Projekte, u. a. einen Montessori-Lehrgang für Frühpädagogik, entwickelt. „Ich hatte das Glück, für Anliegen, die mir wichtig waren, immer Gleichgesinnte zu finden, die auch bereit waren, etwas umzusetzen“, sagt Luckmann. Ihre beiden jüngsten „Kinder“ müssen erst laufen lernen: Im Herbst startet der Universitätslehrgang für Elementar(Kindergarten)pädagogik. Der Universitätslehrgang „Early Life Care“ beginnt im Herbst 2015 und soll einen Beitrag für einen „guten Start ins Leben“ leisten. Sie war begeisterte Jungscharleiterin und hat dann Theologie und Jus studiert, „weil ich glaubte, als Kirchenrechtlerin könnte ich am ehesten was verändern“, erzählt Luckmann. Dann kamen ihre beiden Kinder, und mit ihnen ihr wachsendes Interesse an Reformpädagogik. Sie sattelte auf ein Pädagogik-Psychologie- und Soziologiestudium um, gründete mit Gleichgesinnten ein Montessori-Kinderhaus und eine Montessori-Schule. Sie wurde Studienleiterin in St. Virgil mit den Schwerpunkten Pädagogik, Psychologie und Biografiearbeit. Seit September ist sie zudem Direktorin des Ausbildungsinstituts für Mitarbeiter/innen in der Erwachsenenbildung.


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Im Gespräch 3

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Starker Rückgang bei Sakramenten 2003 gab es in der Diözese Linz 13.934 Erstkommunionen und 13.969 Firmungen. 2013 waren es 10.353 Erstkommunionen bzw. 10.410 Firmungen. Das bedeutet ein Minus von 25 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts. In den Stadtpfarren des Zentralraums ist der Rückgang deutlicher zu spüren als am Land. Als Hauptgrund wird die niedrige Geburtenrate in der katholischen Bevölkerung angeführt. Quelle: Statistik Diözese Linz Das Sakrament der Fimung bestärkt junge Menschen in ihrem Glauben, für ihr Leben.

Bild: rupprecht

„Es wird nicht alles weniger“ Um junge Leute zu erreichen, tauscht Anita Buchberger die Kirchenbank gegen einen Sessel in der Linzer City. Eine Gespräch über den Rückgang bei den Firmungen und Erstkommunionen und die Zukunftsperspektiven der katholischen Kirche. In den letzten zehn Jahren sind in Oberösterreich Firmungen und Erstkommunionen um 25 Prozent zurückgegangen? Woran liegt das?

Anita Buchberger: Es liegt natürlich vor allem daran, dass es geburtenschwache Jahrgänge sind. Aber nicht nur: Kinder werden nicht mehr getauft, weil sich viele Menschen nicht mehr so zugehörig fühlen zur Kirche. Genau da müssen wir ansetzen. Wir müssen für alle Generationen attraktiv sein. Wenn sich der Trend so fortsetzt: Was heißt das für die katholische Kirche zukünftig – in zehn oder 20 Jahren?

Buchberger: Viele gemeinsame Feste werden nicht mehr jährlich stattfinden. Zum Beispiel die Firmung: Die wird es teilweise nur noch alle zwei Jahre geben, bzw. werden Firmungen und Feste pfarrübergreifend sein. Es wird aber nicht alles nur weniger. Die Anzahl der pfarrlichen Jugendgruppen ist zum Beispiel in Oberösterreich laut der letzten Jugendaktivitäten-Erhebung sogar wieder angestiegen. Die jungen Leute suchen Gemeinschaft.

Anita Buchberger ist Jugendleiterin im Dekanat Weyer, dort u.a. für die Firmung zuständig. In Linz arbeitet sie in einem StraßenseelsorgeProjekt mit. privat

sein. Ein breiteres Zugehörigkeitsgefühl muss wieder geschaffen werden.

groß. Es kommen die verschiedensten Altersgruppen und Gesellschaftsschichten, darunter viele Jugendliche. Warum tun sich Jugendseelsorger/innen das überhaupt an, auf die Straße zu gehen?

Buchberger: Unsere Kernaufgabe ist Seelsorge, Zeit für den Menschen zu haben, ohne immer wirtschaftlich denken zu müssen. Zu signalisieren: Ich bin offen für euch. Das ist das Problem an unserer pulsierenden Gesellschaft, dass man sich ganz selten die Zeit nimmt für intensive Gespräche.

Wie ist die Situation in Ihrem Dekanat Weyer? Ist der Rückgang bei den Sakramenten dort auch zu spüren?

Die Hinführung zum Glauben, zu Gott: Welche Rolle spielt das bei der Straßenseelsorge?

Buchberger: Wir haben deutlich weniger Rückgang bei den Erstkommunionen und Firmungen. Ein Problem in unserer Region ist aber, dass wir es mit viel Abwanderung in den Zentralraum zu tun haben.

Buchberger: Primäres Ziel für uns ist, auf die persönlichen Bedürfnisse unseres Gegenübers einzugehen. Wenn Glaubensfragen auftreten, sind wir gerne bereit, darüber zu reden.

Sie haben ein Straßenseelsorge-Projekt in Linz mit initiiert. Wie läuft das genau ab?

Sie leiten die Firmvorbereitung in Weyer. Was ist bei dieser Arbeit besonders wichtig?

Buchberger: Wir sind eine Gruppe von acht Jugendseelsorger/innen, verteilt über die Linzer Innenstadt. Jede/r hat zwei Sessel mit der Aufschrift: „Erzähl mir was, ich hör dir zu.“ Wir sitzen aufmerksam da und warten, aber wir warten nie lange, bis der erste Gesprächspartner kommt.

Buchberger: Ich sehe, dass die Rituale sehr wichtig sind. Die Firmung ist an einem Lebensübergang angesetzt, wo junge Menschen viel Bestärkung brauchen.

Müssen katholische Familien wieder mehr Kinder kriegen, damit der Rückgang gestoppt wird?

Wie sind die Erfahrungen? Was erzählen die Leute?

Buchberger: Ich glaube nicht, dass das der springende Punkt ist. Wir müssen als katholische Kirche wieder näher beim Menschen

Buchberger: Es haben sehr viele Gespräche stattgefunden. Die Sehnsucht des Erzählens und dass den Menschen jemand zuhört, ist

Warum haben Sie den Beruf einer Jugendleiterin angestrebt? Was ist das Schöne daran?

Buchberger: Jugendarbeit in der Kirche ist ein seelsorglicher Dienst. Mir ist wichtig, dass sich die Jugendlichen persönlich entfalten können und ich dazu beitragen kann. Interview: Paul Stütz

XX Siehe auch Seite 21


4 Oberösterreich

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Auf einen BlIck Weltgebetstag für geistliche Berufe Linz. Auf großes und positives Echo ist am 9. Mai 2014 die Aktion zum Weltgebetstag für geistliche Berufe in der Linzer Landstraße gestoßen. Passanten wurden eingeladen, in die Ursulinenkirche zu gehen, eine Kerze für ihre Anliegen anzuzünden und auch für die Anliegen der Kirche, besonders um Berufungen, zu beten. Der übervolle Kerzenständer in der Kirche zeigte, dass unzählige Menschen dieses Zeichen gesetzt haben. Die Straßenaktion fand ihren Abschluss mit einer Vesper.

Licht­instal­ lation im Linzer Mariendom. Diözese Linz

Über 500 Veranstaltungen in Oberösterreich bei freiem Eintritt

Die Lange Nacht der Kirchen Die Kirche lebt durch ihre Vielfalt. Am 23. Mai kommt sie zum Ausdruck, „konzentriert wie Instant-Kaffee“, meint Projektleiterin Angelika Stummer. Vesper in der Ursulinenkirche mit Ordensleuten, Priestern und Jugendlichen zum Weltgebetstag für geistliche Berufe. kiz/jw

Vereinigung der Männerorden OÖ Abt Martin Felhofer vom Stift Schlägl ist am 6. Mai 2014 für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden der „Ordenskonferenz der Männer“ in Oberösterreich gewählt worden. Er hat das Amt seit Jänner 1993 inne. Sein Stellvertreter ist der Marianist P. Hans Eidenberger. In der Diözese Linz leben 351 Ordensmänner (Stand Abt Martin Felhofer, Jänner 2014). Davon sind 295 Stift Schlägl. Lumen Priester, drei Ständige Dia­kone, 29 Brüder sowie 24 Kleriker und Novizen (2013: 356 männliche Ordensleute.) Die größte Gemeinschaft ist das Stift Kremsmünster mit 54 Mönchen. Am Programm der Zusammenkunft standen auch Überlegungen für das weltweite Jahr der Orden 2015.

Am Freitag, den 23. Mai öffnen Österreichs Kirchen ihre Türen. „Die Lange Nacht ist eine Gartenschau des kirchlichen Bereiches“, sagte Bischofsvikar Johann Hintermeier bei der Programmpräsentation für Oberösterreich. Es ist eine reiche Gartenschau: Über 500 Veranstaltungen laden dazu ein, kirchliche Räume vom Marien­dom über Stifts- und Pfarrkirchen bis hin zur Kapelle zu erkunden. In Linz starten um 19 Uhr neun christliche Kirchen in

XX Programm: www.langenachtderkirchen.at. Drei Programmhefte wurden für die Regionen Linz + OÖ, Seengebiet Salzkammergut sowie Steyr und Ennstal zusammengestellt.

Feuershow für Firmlinge im Dom Rund 1000 Firmlinge aus ganz Oberösterreich kamen am Sams-

Warnung vor Freihandelsabkommen Zu TTIP, dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, fordert die Katholische Aktion OÖ eine breite öffentliche Diskussion. Derzeit werde geheim verhandelt. „Wenn Konzerne durch TTIP die Möglichkeit bekommen sollen, Staaten zu klagen, weil diese für Konzerne unliebsame Gesetze zum Schutz von Konsument/ innen, Arbeitnehmer/innen und Umwelt beschließen, müssen die Alarmglocken läuten“, sagt KA-Präsident Bert Brandstetter. Die KA beteilige sich an Protesten. XX Demonstration „TTIP stoppen“, Do., 15. Mai 2014, Linz, 17 Uhr, Schillerpark; 18.30 Uhr, Kundgebung, Hauptplatz.

die Lange Nacht mit einer Ökumenischen Vesper im Mariendom. Weitere Angebote an über 100 Orten reichen vom Klostermarkt und Chorkonzert bis zur Meditation, von Vorträgen und über- und unterirdischen Führungen bis zu speziellen Kinder- und Jugendveranstaltungen. Über 2000 Ehrenamtliche sind von Weyer bis St. Georgen an der Mattig im Einsatz, um ein kräftiges Zeichen für eine offene Kirche zu setzen.

Von Feuershow bis Bischofsmesse. Das ist die SpiriNight. privat

tag, 10. Mai 2014 in und rund um den Linzer Mariendom zur SpiriNight. Das Großevent soll die Burschen und Mädchen auf die Firmung einstimmen. Unter dem Motto „Feuer der Begeisterung“ konnten sich die Jugendlichen schon beim Auftakt im Linzer Dom von Jugendbands und einer Feuershow begeistern lassen. 40 verschiedene Workshops in Linz vermittelten vielfältige Glaubenszugänge. Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz feierte zum Abschluss der SpiriNight einen Gottesdienst im Linzer Mariendom mit den 1000 Firmlingen.


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Oberösterreich 5

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Österreicher in Brüssel In der Europäischen Kommission arbeiten etwa 400 Österreicher/in­nen. 78 von ihnen kommen aus Oberösterreich. 178 Oberösterreicher/innen sind in Belgien in den verschiedensten europäischen Einrichtungen, Firmen etc. beschäftigt.

Die EU war im Mittelpunkt einer Info-Veranstaltung der Kreuzschwestern Schulen in Linz. KiZ/EG (2)

„Österreich für EU“ ist eine Initiative von 460 Österreicher/innen, die in europäischen Einrichtungen arbeiten – wie der Linzer Markus Holzer, der in der Generaldirektion für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung tätig ist. Viele von ihnen engagieren sich bei einer Kommissions-Aktion „back to school“. Markus Holzer (rechts) etwa stand im April in Linzer Schulen, u.a. bei den Kreuzschwestern in Linz, Rede und Antwort. Seine Botschaft: „Kümmert euch um Europa!“

Am 25. Mai wählen die Österreicher/innen ihre Abgeordneten ins EU-Parlament

„Was brauch ma die EU?“ „De EU brauch i net“, so hört man es nicht selten. „Brüssel“ steht für die Kritiker für Einmischen in Angelegenheiten der Nationalstaaten und widersinnige Vorschriften. Wir baten die Spitzen der Interessensvertretungen in Oberösterreich um Statements zum Sinn der EU. Ernst Gansinger

Nennen Sie ein positives Beispiel für EU-Regelungen, baten wir die Kammerspitzen. Arbeitsrechts-Fortschritte. Präsident Dr. Johann Kalliauer, Arbeiterkammer OÖ, sagt, dass es im Bereich des Arbeitsrechts Fortschritte bei der Bekämpfung von Sozialbetrug durch Unternehmen gegeben habe. „Bei der Finanzmarktregulierung wurden mehrere Schritte in die richtige Richtung gesetzt, auch wenn diese bei Weitem noch nicht ausreichen.“ Positiv wertet der AK-Präsident neue Regeln zur Abwicklung bankrotter Banken, die verhindern sollen, dass in Zukunft wieder die öffentliche Hand einspringen müsse. Verringerter Verwaltungsaufwand. Für den Präsidenten der Wirtschaftskammer  OÖ, Dr. Rudolf Trauner, wirken die neuen EURichtlinien für das öffentliche Auftragswesen positiv, weil sie den Verwaltungsaufwand für Unternehmen verringern und den Zugang für Klein- und Mittelbetriebe zum öffentlichen Vergabemarkt vereinfachen. „Die Behörden können künftig dank des neuen Kriteriums des ‚wirtschaftlich günstigsten Angebots‘ – Stichwort: Bestbieterprinzip – Waren, Dienst-

leistungen sowie Bauarbeiten leichter nach Qualität sowie Lebenszykluskosten bewerten und nicht nur nach dem billigsten Preis.“ Dies komme auch der Bevölkerung zugute. Es habe sich nämlich in der Vergangenheit gezeigt, dass Vergabe-Entscheidungen, die nur nach dem billigsten Preis getroffen wurden, die Anschaffungen letztendlich sogar verteuerten. Rückhalt in der Gemeinschaft. Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker von der Landwirtschaftskammer OÖ weist darauf hin, dass für die Bäuerinnen und Bauern der Beitritt zur Europäischen Union zwar viele Veränderungen mit sich brachte, dass aber „ohne den Rückhalt in dieser Gemeinschaft der Weg für die österreichische Landwirtschaft noch viel schwieriger gewesen wäre“. 2015 werde eine tiefgreifende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wirksam. „Trotz finanzieller Abstriche, die wir in einigen Bereichen wie z.B. bei der Bergbauern-Ausgleichszulage akzeptieren mussten“, könne mit dem geplanten Programm für die Ländliche Entwicklung der Weg einer „umweltorientierten, flächendeckenden und nachhaltigen Landwirtschaft“ konsequent fortgesetzt werden. Für die Ländliche Entwicklung seien für Österreich in den nächsten fünf Jahren jeweils über eine Mil­ liarde Euro vorgesehen. Wir ersuchten die Präsidenten auch, europäische Zukunftsaufgaben zu benennen. Alleine ist man zu klein. AK-Präsident Kalliauer nennt die Europäische Union eine rich-

tige Handlungsebene für viele Fragen unserer Zeit, „zumal ein einzelner Staat vielen Problemen alleine kaum mehr gewachsen wäre“. Dies gelte insbesondere für ein kleines Land wie Österreich. Weder internationale Finanzspekulation noch der Klimawandel machten vor Grenzen halt. „Die Arbeiterkammer fordert, dass die sehr weit reichende Liberalisierung der Märkte in der EU umgehend durch gemeinsame und hohe soziale, arbeitsrechtliche und ökologische Standards ergänzt wird.“ Beschäftigung für junge Menschen. WKPräsident Trauner nennt vor dem Hintergrund dramatisch hoher Jugendarbeitslosigkeit in zahlreichen europäischen Mitgliedsstaaten als eine der wichtigsten Aufgaben, jungen Menschen eine Beschäftigungsperspektive zu geben. „Es gilt, EU-weit Rahmenbedingungen zu schaffen, die es für Unternehmen attraktiv machen, junge Menschen auszubilden.“ Qualitätsstandards. LK-Präsident Reisecker sieht die Landwirtschaft vor der Herausforderung, bis zum Jahr 2050 durch nachhaltiges Wachstum eine auf neun Milliarden anwachsende Weltbevölkerung ernähren und einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung durch die Bereitstellung von nachwachsenden Rohstoffen leisten zu müssen. Dazu brauche es klare politische Rahmenbedingungen von Seiten der EU. Wichtig seien auch hohe Qualitäts- und Herkunftsstandards, „um das Vertrauen der Konsumenten in die Lebensmittel zu stärken und diese vor Skandalen wie BSE, Gammelfleisch oder Analogkäse auf der Pizza zu schützen“


Sie sind jeden Sonntag zur Stelle. Seit fast 40 Jahren sind die „Sonntagshelfer/innen“ im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Rainbach im Mühlkreis tätig. Sie entlasten so die Pfegenden und schenken den Bewohner/innen Zeit. Derzeit wechseln sich 28 Ehrenamtliche in diesem Dienst ab. Privat

Schulband der BHAK Schärding. Fünf Schüler/innen gehen vierzehntägig mit begleitenden Lehrern in die Justizanstalt Suben, um mit vier Insassen zu musizieren. Im Mai haben sie ein gemeinsames Konzert gegeben. KIZ/PS

Ihr Beispiel stärkt Sie setzen sich für ein gutes Miteinander von Asylwer­ber/innen und einheimischer Bevölkerung ein oder engagieren sich für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Sie bauen Beziehungsbrücken zu Außenseitern unserer Gesellschaft oder über Tausende Kilometer hinweg zu Menschen, die in fernen Ländern kaum Über-

lebenschancen haben. Sie wenden sich alten Menschen zu oder stellen sich auf die Seite von Jugendlichen, die in schwierigen Situationen sind. Die Rede ist von den Solidaritäts-Preisträger/innen Isabelle Ntumba-Biakana aus Ried i. I., Erwin Hehenberger aus Wels, Helmut Gragger aus Ansfelden, der ASO-KidsBand Langenstein, der Schulband der BHAK Schärding, der 7b/O Gymnasium/ORG der Kreuzschwestern Gmunden, dem Fachausschuss Caritas und Soziales der Pfarre Reichersberg, dem Team der Ehrenamtlichen des CaritasFlüchtlingshauses Bad Leonfelden, weltumspannend arbeiten – dem entwicklungspolitischen Verein des ÖGB und den Sonntagshelferinnen und -helfern des Altenund Pflegeheimes St. Elisabeth in Rainbach im Mühlkreis.

Team der Ehrenamtlichen des Caritas-Flüchtlingshauses Bad Leonfelden. In mehreren Orten setzen sich Menschen in einer lokal angespannten Situation für Asylwerber/innen ein. Neben der Initiative in Bad Leonfelden (Bild: Asylwerbende beim Deutsch-Unterricht durch Ehrenamtliche) wird auch eine in Reichersberg (Bild rechts) ausgezeichnet. Privat

Fachausschuss Caritas und Soziales der Pfarre Reichersberg. In Reichersberg waren es pfarrlich Engagierte, die wesentlich zu einem Klima der Gastfreundschaft beigetragen und viel Unterstützung geleistet haben In Bad Leonfelden waren es Ehrenamtliche, die sich aus der Zivilgesellschaft zusammengefunden haben. Das Bild zeigt Reichersberger Helfende mit Asylwerber/innen. Privat

Zehn Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen erhalten am 16. Mai den diesjährigen Solidaritätspreis der KirchenZeitung. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Bischof Dr. Ludwig Schwarz und Landesrätin Mag. Gertraud Jahn werden die Auszeichnungen überreichen. Ernst Gansinger


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Thema 7

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Solidarität auszeichnen Jahrelang war Rektor Ernst Bräuer Vorsitzender der Jury des Solidaritätspreises. Mit Jahreswechsel 2013/2014 hat er sich aus den diözesanen Aufgaben zurückgezogen. Neue Jury-Vorsitzende ist Erika Kirchweger*. Wir baten sie zum Interview.

Die ASO-Kids-Band Langenstein geht einen VorzeigeWeg im Zusammenspiel von Musik und Integration. – Menschen ohne Beeinträchtigung und Kinder mit zum Teil schweren Behinderungen, mit und ohne Migrationshintergrund, musizieren gemeinsam. Das Bild zeigt die Leiterin Bettina Auböck mit zwei Mitgliedern der Band. KIZ/EL

Es war heuer Ihre erste Jury-Sitzung. Welchen Eindruck haben Sie von Einreichungen bekommen? Helmut Gragger gibt in seiner Bio-HolzofenBäckerei in Ansfelden Jugendlichen mit Lernschwächen im Projekt Back Ma’s eine Chance. Seit dem Jahr 2008 bildet er laufend zehn von ihnen als Lehrlinge aus. KIZ/BH

Erika Kirchweger: Insgesamt wurden 135 Vorschläge eingereicht. Das solidarische Engagement im Land ist vielfältig. Viele Einzelpersonen und Gruppen ergreifen Initiativen des Miteinanders, oft über viele Jahre. Gäbe es diesen Einsatz nicht, wäre unser Land viel ärmer. Solidarische Personen fördern die Verbundenheit der Menschen im Land und über die Landesgrenzen hinweg. Die Ehrenamtlichen leisten so viel. Besteht aber nicht auch die Gefahr, dass sie sich verausgaben?

Kirchweger: Man muss darauf achten, wie sehr man sich in etwas hineinlässt, und sein Tun immer wieder reflektieren. Die Frage ist wichtig: Woraus beziehe ich meine Kraft? Kommt sie zu sehr aus der öffentlichen Anerkennung, ist die Gefahr der Entkräftung groß, wenn sie ausbleibt. Welche Bedeutung hat der Solidaritätspreis? weltumspannend arbeiten – der entwicklungspolitische Verein des ÖGB – vernetzt global Denkende und Handelnde, die sich in einer globalisierten Wirtschaft auf die Seite der Schwachen stellen. V. l. n. r.: Mag. Eva Prenninger, Projektleiterin, Aktivist Wei Wei, Gründer von „Little bird“, und Mag. Sepp Wall-Strasser, MAS, Geschäftsführung „weltumspannend arbeiten“.

Isabelle Ntumba-Biakana aus Ried im Innkreis hilft mit ihrem Verein „Licht am Horizont“ vor allem durch Benefiz-Aktivitäten und Gesangsauftritte Straßenkindern in ihrer Herkunfts-Heimat, der DR Kongo.

Kirchweger: Solidarität – darauf weist Papst Franziskus hin – heißt, eine neue Mentalität einzuüben. Der Solidaritätspreis zeichnet solche Mentalität aus, die zu beispielhaftem Tun führt, und macht öffentlich, dass es für ein gutes Miteinander Solidarität braucht. Es ist gut, wenn der Einsatz für Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und ein soziales Miteinander in den Blick kommt und dies Nachahmende findet. Wen und was zeichnet der Preis aus?

Kirchweger: Natürlich wären es viele wert gewesen, ausgezeichnet zu werden. Die Jury ist an das Statut gebunden, maximal neun Preise zu vergeben. Darum verstehen wir die Preisträger/innen auch als Stellvertreter/innen für die vielen, die in ähnlicher Weise Gutes tun. Und darum wurden auch heuer alle, die eingereicht worden sind, zur Verleihungsfeier herzlich eingeladen.

7b/O Gym/ORG der Kreuzschwestern Gmunden. Die Schüler/innen führten mit Menschen der Palliativstation des LKH Vöcklabruck Gespräche zu ihrer Biografie und präsentierten die Ergebnisse beim Palliativkongress. Privat

Erwin Hehenberger aus Wels unterstützt mit 25 ehrenamtlich Helfenden wöchentlich bis zu 150 Menschen. Letztes Jahr hat er mit seinem Team u.a. 30.000 Portionen Essen ausgeteilt und 10.000 Kleidungsstücke ausgegeben. Privat

* Erika Kirchweger ist verheiratet, Mutter von vier Kindern, Lehrerin an einer Landwirtschaftsschule, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in OÖ und Obfrau vom Verein „Land der Menschen“ sowie Vizepräsidentin der Katholischen Aktion OÖ.


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

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momente „„ Timelkam. „Den Spuren des Jakobsweges“ von Timelkam nach Frankenmarkt sind kürz­ lich mehr als 40 Jakobspilger/ in­­nen gefolgt. Die vom Katho­ lischen Bildungswerk, der Ge­ sunden Gemeinde und des TSV Timelkam veranstaltete Radwan­ derung fand bei den Teilnehmer/ innen besten Anklang. Hermann Feregyhazy und Maximilian Schirl leiteten bei Kapellen, Mar­ terln und Wegkreuzen dazu an, in die Gedankenwelt des Pilgerns einzutauchen: Der Pilgerweg ist mit dem Lebensweg vergleichbar und lädt ein, das ­eigene Leben zu überdenken. „„ Wetterfeste Pilger. Am Samstag, 3. Mai fand die traditio­ nelle Familien- und Friedens­ wallfahrt der Stadtpfarre Ried im Innkreis und der Pfarre Tumelts­ ham nach Maria Schmolln statt. Knappe 40 wetterfeste Pilger lie­ ßen es sich nicht nehmen und nahmen den 25-Kilometer-Fuß­ marsch trotz Dauerregens und kühlen Wetters in Angriff.

Im Regen nach Maria Schmolln pilgern. Privat

„„ Besuchsdienst. Um einsame Senioren zu Hause regelmäßig mit Besuchen zu erfreuen, haben engagierte Frauen aus der Pfarre Weilbach einen eigenen Dienst ins Leben gerufen. Insgesamt 13 Interessierte aus Weilbach und den benachbarten Orten Kirchdorf, Obernberg und Gur­ ten ließen sich von dieser Idee begeistern. Mit einer Besuch­ dienstschulung, organisiert von der Regionalcaritas Ried, berei­ tete sich die Gruppe darauf vor. Nicht zuletzt sollen Angehöri­ ge durch diesen ehrenamtlichen Dienst entlastet werden.

Das HeiligGeist-Brot

baier

Attnang. Der Attnanger Bäcke­ reibetrieb „Spreumühle“ bie­ tet immer zwischen Ostern und Pfingsten ein spezielles Brot an: Das „Heilig-Geist-Brot“ geht heuer bereits das fünfte Mal über die Ladentische der Re­ gion. Bäckermeister Karl Geh­ mair (rechts) freut sich, dass die Idee und die Qualität des e­ igens

dafür geschaffenen Mischbro­ tes aus Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer und Leinsamen so gut ankommt. Pfarrer Alois Freu­ denthaler und Pfarrgemeinde­ rats-Obmann Christian Mit­ tendorfer (links) sind nicht nur Fans, weil ein Teil des Erlöses der Pfarre zugute kommt, son­ dern weil es ihnen schmeckt.

Beginn der Umbauarbeiten beim Pfarrhof Freistadt

Von der Burg zum offenen Haus Freistadt. Rund 20 Personen haben im Pfarr­ hofgebäude von Freistadt ihren Arbeitsplatz. Pfarrbüro, Kindergarten, Familien- und Le­ bensberatung sowie die einzige Bibliothek von Freistadt sind im großen Gebäudekom­ plex untergebracht, dazu der Pfarrsaal und Räume für verschiedene Gruppen sowie Wohnungen. Am 24. und 25. Mai soll bei „24 Stunden offener Pfarrhof“ das Gebäude der Bevölkerung noch nähergebracht werden. Und das ist auch der Startschuss für die Um­ bauarbeiten. Der barocke Bau soll im Inneren

endlich barrierefrei gestaltet werden. Die To­ ilettenanlagen werden erneuert. Der von au­ ßen als Burg anmutende Bau soll zu einem offenen Haus für Freistadt werden, betonen Pfarrer Franz Mayrhofer und Pastoralassisten­ tin Irmgard Sternbauer. Auch der Innenhof soll geöffnet werden zu einem kommunika­ tiven Ort. u Sa., 24. bis So., 25. Mai, „Offener Pfarrhof“ in Freistadt. Vom Dachboden bis zum Keller, mit vielfältigem Programm.

Pfarrer Franz Mayrhofer, Architekt Herbert Pointner und Pastoralassistentin Irmgard Sternbauer vor dem Pfarrhof Freistadt. KIZ/MF


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Aus Oberösterreichs Pfarren 9

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Dekanat Molln bringt den Glauben ins Gespräch

Von der „Komm her“zur „Geh hin“-Kirche Wenn die Kirche mit Menschen in Kontakt tritt, sagt sie zumeist „Kommt her“: zu einem Vortrag, zum Gottesdienst oder um zu spenden. Diakon Carlo Neuhuber hat im Dekanat Molln – unterstützt von zwei Gruppen – nun die Richtung umgekehrt: Er geht zu den Leuten hin und hört ihnen zu. Josef Wallner

„Das Bewusstsein, dass wir Christen zu un­ seren Mitmenschen hingehen müssen, und zwar absichtslos, ist wenig ausgebildet“, sagt Diakon Carlo Neuhuber. Er hat in letzter Zeit eine Initiative verstärkt, die schon in diesem Sinn aktiv ist. Traudi Postl aus Steinbach an der Steyr gehört dazu. Ihr Einsatz ist einfach und anspruchsvoll zugleich. Sie spricht einen Menschen aus der Pfarre an und sagt, dass sie mit ihm gerne über seinen Glauben reden möchte, ob er dazu bereit wäre. Acht Gesprä­ che hat sie in den vergangenen drei Jahren geführt, nur eine Person lehnte ab. Als Hin­ tergrundinformation wird dem Angefragten noch mitgeteilt, dass eine kleine Gruppe der Pfarre in diesem Anliegen aktiv ist und dass es um keinen Überredungsversuch für eine Mitarbeit geht. Einzig und allein das Inter­ esse am Glauben des Gesprächspartners, an seiner Gebetspraxis, an seinen Zweifeln und Freuden, steht im Mittelpunkt. Zuhören und nicht bewerten. Die Erfah­ rungen mit diesen Begegnungen zeigen, dass das Ansprechen der schwierigste Teil ist, das Gespräch läuft dann zumeist von selbst. „Das Entscheidende besteht im Zuhören und im Stehenlassen von Meinungen und Überzeu­ gungen.“ Viele Gesprächspartner öffnen sich weit. „Die Begegnungen hinterlassen Wärme, schaffen Beziehung und manchmal entwi­ ckelt sich eine neue Vertrautheit“, sagt Trau­ di Postl. Carlo Neuhuber, der selbst seit Jahren die­ se Gespräche führt, berichtet von der Rück­ meldung einer Frau, die damit ihre Freude über die Einladung ausdrückte: „Jetzt bin ich schon so lange in der Pfarre. Aber noch nie hat mich jemand nach meinem Glauben ge­ fragt.“ Neuhuber unterstreicht, wie wich­ tig die Absichtslosigkeit der Begegnung ist: „Wir zeigen Interesse an den Leuten unserer Pfarre, wollen sie aber nicht verzwecken.“ In

Traudi Postl und Regionaldiakon Carlo Neuhuber – mit der Skulptur des Solidaritätspreises der KirchenZeitung – verbindet der Einsatz für die Glaubensgespräche. kiz/jw

der Wirtschaft sind Menschen nur als Kon­ sument/innen interessant, im Betrieb, wenn sie etwas leisten, und auch partnerschaftli­ che Beziehungen sind oft nicht absichtslos. „Menschen hungern danach, dass sich je­ mand für sie interessiert. Das ist ein weites Feld für die Kirche“, so seine Erfahrung. Der Weckruf des Papstes. Über den Glau­ ben zu reden, braucht kein Studium. „Das traue ich vielen Leuten zu“, sagt Diakon Neu­ huber. Die jüngste Enzyklika von Papst Fran­ ziskus mit dem Titel „Evangelii Gaudium“ ist ein Weckruf für alle Christ/innen, missiona­ risch tätig zu sein. „Der Papst sagt klar und deutlich: Jeder ist gemeint.“ Die pensionierte Musikschullehrerin ­Traudi Postl hat die Scheu des Anfangs überwun­ den: „Wenn man es einübt und praktiziert, merkt man, wie bereichernd das ist.“ – Nach Gesprächspartner/innen muss man nicht krampfhaft suchen: Es kann der Nachbar, das eigene Kind oder eine Arbeitskollegin sein. Das Ergebnis ist immer dasselbe. „Es wächst der Respekt vor dem anderen, wie er sein Le­ ben bewältigt, und die Demut vor ihm“, sagt Traudi Postl: „Und es wird der eigene Glaube angestoßen.“ Carlo Neuhuber hat zurzeit je eine Gruppe von Christ/innen in Steinbach und Leon­ stein, die solche Gespräche führen. Er hofft, dass das Kreise zieht und daraus eine Bewe­ gung wird.

pfarrimpulse Wenn Pfarren zittern „„ Natternbach. Natternbach ist eine von gar nicht wenigen Pfarren der Diözese, in denen ein neue Ära beginnt. Msgr. Karl Hagler, der seit 1970 die Pfarre leitete und prägte, geht 80-jäh­ rig mit September 2014 in den Ruhe­stand. Der Pfarrgemeinderat hat – beraten von der Diözesan­ leitung – beschlossen, um eine/n Pfarrassistent/in anzusuchen. Erwin Wiesinger, Religionsleh­ rer und engagierter Mitarbeiter in der Pfarre, ist überzeugt, dass Natternbach ein attraktiver Ar­ beitsplatz für eine/n kirchliche/n Mitarbeiter/in ist. Er nennt nur einige Stichworte: „Wir haben Chöre und vier Musikgruppen, die den Gottesdienst musikalisch mitgestalten, wir haben ausge­ bildete Leiter/innen für WortGottes-Feiern und 14 JungscharLeiterinnen.“ Im Herbst wird das neue Pfarrzentrum eröffnet. Wiesinger versteht nicht, warum sich bislang noch kein/e Bewer­ ber/in für die 2597 Katholiken zählende Pfarre gemeldet hat. Er fände es gut, wenn die Diözese eine Plattform schaffen würde,

Natternbach ist eine lebendige Pfarre. Wiesinger

wo sich die Pfarren möglichen Interessenten präsentieren könn­ ten: ihre Aktivitäten, ihre Beson­ derheiten und ihr Verständnis von Pastoral. Die Ausschreibung in der diözesanen Mitarbeiter­ zeitschrift „informiert“ um­ fasst für Natternbach lediglich drei Zeilen. Das scheint ihm zu dürr und zu wenig aussagekräf­ tig. Wiesinger und mit ihm viele in der Pfarre hoffen, dass sich in der verlängerten Bewerbungsfrist doch ein/e Interessent/in findet. Josef Wallner


10 Thema

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

St. Virgil in Salzburg: Ein Bildungshaus setzt auf Berufsbildung

Kirchliche Bildung: Brücken bauen Das Sozialwort der Kirchen nennt die lebensbegleitende Bildung – im Unterschied zur berufsbezogenen – als Hauptfeld kirchlicher Erwachsenenbildung: „Christliche Bildungseinrichtungen nehmen

Vom Leben gefordert Kirchliche Erwachsenenbildung ist für eine gute Glaubens- und Lebensbegleitung zuständig, heißt es allgemein. „Das auch – aber nicht nur“, sagt Direktor Peter Braun vom Bildungshaus St. Virgil in Salzburg. Dort ist man vor zehn Jahren auch in die berufliche Weiterbildung eingestiegen. Hans Baumgartner

Mag. Peter Braun: Kirchliche Bildung umfassender denken. Virgil

eine wesentliche Brückenfunktion zwischen Kirche und Gesellschaft wahr: im Bereich des Identitätslernens, der Lebensgestaltung, der Wertebildung, der Sprachkompetenz, der gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung, der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur.“ (28) „Das spezifisch Christliche des kirchlichen Engagements ist es, Menschen zu helfen, die Wirklichkeit Gottes im eigenen Leben und in den Vorgängen der Gesellschaft zu entdecken. Die Kirchen wollen Menschen dazu hinführen, sich in ihrem Tun von Gottes Geist leiten zu lassen und ihm im Glauben zu antworten. Fragen des Lebens und der Gesellschaft entscheiden sich im Blick auf Jesus Christus, dem Menschen für andere.“ (29) Für Peter Braun vom Bildungshaus St. Virgil in Salzburg greift dieser Ansatz – bei aller Vielfalt und Qualität kirchlicher Erwachsenenbildung – zu kurz. Zur „Brückenfunktion“ gehöre es auch, u. a. dort aktiv zu werden, wo in besonders sensiblen Lebensbereichen professionelle Unterstützung ausgebaut werden muss, z. B. am Anfang und Ende des Lebens. „Da sind wir auch in der beruflichen Bildung gefragt, weil politische Entscheidungen oft viel zu lange dauern. Wir haben leider keine ,Nationalbank für gute Lebenskultur‘.“

Rund 80 Prozent der Fortbildungen, die Menschen im Laufe ihres Lebens machen, betreffen den beruflichen Bereich. Dass kirchliche Erwachsenenbildung auf diesem Sektor fast gänzlich fehlt, findet Peter Braun, Direktor des diözesanen Bildungshauses St. Virgil (Salzburg), falsch. „Denn was in den verschiedenen Berufsfeldern an Weiterbildung angeboten wird und wie das Angebot gestaltet ist, das zeigt auch, welche Werte uns wichtig sind – vor allem im Hinblick auf ein gutes und nachhaltiges Zusammenleben.“ Daher hält es Braun für notwendig, dass die Kirche – neben der Caritas und anderen, die vor allem im Bereich der sozialen Integration Fortbildungen anbieten (z. B. für Arbeitslose, psychisch Belastete etc.), – auch mit ihren Erwachsenenbildungseinrichtungen auf dem Feld der Berufsbildung tätig werden. Akuter Bedarf. Nachdem sich St. Virgil dazu entschlossen hatte, diesen im deutschen Sprachraum ungewöhnlichen Schritt zu tun, „haben wir uns gefragt, wo sind unsere Stärken und wo sind mögliche Zielgruppen“, erinnert sich Michaela Luckmann, die in St. Virgil als Studienleiterin für den pädagogisch-psychologischen Bereich zuständig ist. „Und da zeigte sich, dass wir in unserem Haus viel mit Lehrer/innen, Kindergartenpädagog/innen, Ärzt/ -innen, Sozialarbeiter/innen und Psycholog/ -innen gearbeitet haben.“ „Und“, so ergänzt Peter Braun, „es gab bei uns eine intensive Auseinandersetzung mit interreligiösen Fra-

Stichwort: Lernen für das Leben Lehrgänge, die St. Virgil in Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachorganisationen ins Leben gerufen hat: n Universitätslehrgang für Migrationsmanagement n Universitätslehrgang spirituelle Theologie (im interreligiösen Prozess) n  Universitätslehrgang Palliative Care n  Universitätslehrgang Elementarpädagogik (Herbst 2014) n  Universitätslehrgang Early Life Care (Herbst 2015)

Early Life Care – das jüngste Kind der St.-VirgilUniversitätslehrgänge will dazu beitragen, Kinder und Familien in der Frühphase des Lebens umfassend und vernetzt zu unterstützen. id-foto.de/fotolia

gen.“ Aus dieser Bestandsaufnahme zog Virgil den Schluss, dass man neben dem bisherigen Programm Neues vor allem im Bereich der akademischen Aus- und Weiterbildung (Universitätslehrgänge) anbieten wollte. „Es war uns – auch auf Grund der Fragestellungen, die in verschiedenen Veranstaltungen an uns herangetragen wurden – ein großes Anliegen, Praxis und Forschung in einen wechselseitigen Dialog zu bringen“, sagt Luckmann. Bei allen Lehrgängen hat Virgil die Initiative ergriffen, „weil wir einen akuten Bedarf gesehen haben. Wir sind dann auf Universitätsinstitute und Fachverbände zugegangen, um entsprechende Ausbildungen zu entwickeln.“ An neuralgischen Punkten. Kein Zufall ist es, dass sich gleich mehrere Lehrgänge herauskristallisiert haben, die besonders sensible Themen und Lebensphasen aufgreifen: neue spirituelle Orientierungen, die Migrations-Thematik, der Umgang mit Menschen und deren Angehörigen am Lebensende (Palliative Care) oder die Eingangs- und Frühphase des Lebens (Elementarpädagogik und Early Life Care). Es sind vielfach Bereiche, wo die Betroffenen oft alleingelassen werden. „Hier sind sowohl kompetentes Fachwissen als auch eine alltagstaugliche Sinn- und Wertorientierung gefragt“, meint Peter Braun. „Unser Ziel ist es, als kirchliche Einrichtung dazu beizutragen, dass Ressourcen und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es möglich machen, Menschen, etwa junge Eltern, möglichst gut zu begleiten und eine lebensfördernde Kultur zu unterstützen.“ u Weitere Infos: www.virgil.at


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Thema 11

15. Mai 2014

Die Menschen in der Region Bahi in Tansania kämpfen gegen den geplanten Uranabbau in ihrer Heimat. Anthony Lyamunda (rechts hockend neben Julia Bohnert von der Plattform gegen Atomgefahren, PLAGE, in Salzburg) unterstützt sie dabei. plage (2)

Im Sumpfgebiet Bahi in Zentraltansania ist Uranabbau geplant

Widerstand gegen Mächtige Uranabbau – ein profitables Geschäft für multinationale Unternehmen auf der einen Seite. Eine enorme Belastung für die Bevölkerung und die Umwelt auf der anderen Seite. In Tansania soll künftig radioaktives Uran gefördert werden. In der Bevölkerung wächst der Widerstand. susanne huber

Der Druck ist groß. Doch Anthony Lyamunda ist ein Kämpfer. Sein Ziel ist, den geplanten Uranabbau in Zentraltansania zu stoppen. 2009 gründete er dafür die Bürgerrechtsorganisation CESOPE (Civil Education is the Solution to Poverty and Environmental Management). Nach und nach wurde die lokale Bevölkerung aufgeklärt. Über ihre Rechte und über das radioaktive, giftige Schwermetall Uran, durch dessen Abbau die Lebensgrundlage der Bauern und Fischer massiv gefährdet ist. Die Menschen vor Ort wussten nichts vom Uran im

Derzeit finden in Bahi Probebohrungen statt, um zu prüfen, wie viel Uran sich hier angereichert hat.

Boden, auf dem sie Landwirtschaft betreiben. Sie wussten nicht, dass dieser Rohstoff als Energieträger in Atomkraftwerken und für den Bau von Atomwaffen genutzt wird; dass der Uranabbau, sollte er genehmigt werden, für sie mit Umweltzerstörung, Gesundheitsgefahren, Wasserverunreinigung, radioaktiven Abraumhalden und der Vertreibung aus ihren Dörfern verbunden sein wird. Nun setzen sie sich vermehrt zur Wehr. Ein Albtraum. Anthony Lyamundas Engagement missfällt: Der Regierung, Politikern, Behörden und beteiligten Unternehmen. Er wurde von Unbekannten bedroht, verfolgt, unter Druck gesetzt; von der Polizei festgenommen, verhört und der Aufwiegelei bezichtigt. Es ist „wie ein Albtraum, ich fühle mich nicht sicher“, sagt der CESOPE-Leiter bei einem Pressetermin der Plattform gegen Atomgefahren in Salzburg. Doch er denkt nicht daran aufzuhören, Bewusstseinsbildung zu betreiben, Kampagnen durchzuführen, sich mit nationalen und internationalen Organisationen zu vernetzen und Konferenzen abzuhalten, um auf die Gefahren des Uranabbaus hinzuweisen und das Vorhaben zu verhindern. Gesundheitsschäden. Für den Uranabbau in Tansania hat das Bergbauministerium des Landes 2006 70 Explorationslizenzen an ausländische Firmen vergeben, darunter an das australische Unternehmen URANEX NL. Seit 2012 führt es Probebohrungen im Sumpf-

gebiet Bahi in Zentraltansania durch, um zu prüfen, wie viel Uran sich hier angereichert hat. Dabei werden auch giftige Chemikalien verwendet und Umweltkriterien missachtet. Im selben Gebiet wird in der Regenzeit Reis angebaut. Bei manchen Bauern sind bereits Gesundheitsschäden an Augen und Haut aufgetreten. Vermutet wird, dass das Wasser im Zuge der Bohrungen verseucht wurde. CESOPE hat nun Wasserproben nach Deutschland geschickt. Aussagekräftige Analysen stehen noch aus. Die Bauern haben kaum eine Chance, sich gegen die Probebohrungen zu wehren. Sie dürfen das Land zwar bewirtschaften, doch staatliche Behörden entscheiden letztlich, was damit passiert. Liebe zum Land. Wenn Anthony Lyamunda vom Distrikt Bahi spricht, fängt er an zu schwärmen. Der Diplomingenieur wurde hier geboren, im Dorf Makanda. Während der Regenzeit entstehen in diesem Gebiet Seen und Wasserläufe. Dann werden Fische gefangen, Reis und Saatgut angebaut und es wird traditionelle Salzproduktion betrieben. „Davon leben die 250.000 Einwohner der Region. Es ist ein wunderschönes Land.“ Sobald der Uranabbau genehmigt wird, muss die Bevölkerung weg. Das weiß Anthony Lyamunda aus dem Erfahrungsaustausch mit Organisationen und Bergbauarbeitern aus Namibia und Niger, wo bereits Uran abgebaut wird. „Soweit darf es nicht kommen. Wir werden auf jeden Fall weiter Widerstand leisten.“ u www.plage.cc


12 Panorama stenogramm n Verfolgte Christen. Mit Schweigemärschen in Graz und Wien und einer Informationsveranstaltung in Salzburg erinnerte CSI (Christliche Solidarität International) daran, dass weltweit an die 100 Millionen Chris-

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Atheistische „Pastafaris“ wollen eine eingetragene „religiöse Bekenntnisgemeinschaft“ sein

Neu-Atheistische Provokation

P. Samir Khalil warnt vor einem „christenfreien“ Nahen Osten. KIZ/jw

ten in bedrückenden, zum Teil lebensbedrohenden Situationen leben. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes im Wiener Stephansdom berichtete der ägyptische Jesuit Samir Khalil über die durch islamistische Kräfte zunehmend bedrohlichere Lage für Christen im Nahen Osten und Afrika. Gleichzeitig betonte er, dass die Mehrheit der Muslime mit den Repressionen der Fundamentalisten nichts zu tun habe. Eindrücklich warnte P. Samir vor der Abwanderung der Christen aus den Gesellschaften des Nahen Ostens. „„ Märtyrer Roman Scholz. Mit einem Gottesdienst gedachte das Stift Klosterneuburg des 70. Todestages ihres Mitbruders Roman Scholz. Der Begründer der „Österreichischen Freiheitsbewegung“ wurde am 10. Mai 1944 in Wien enthauptet.

Wie Dialog mit Atheisten funktionieren kann Christen sehen sich durch die neuen Atheisten provoziert und dennoch setzt Papst Franziskus auf einen Dialog mit Nichtglaubenden. Wie kann das funktionieren? Mit ehrlichen Gesprächspartnern ist das möglich, sagen Experten. Franz Kronreif, der für die Fokolare-Bewegung in Rom tätig ist, führt solche Dialoge. „Es braucht ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe. Dialog ist nicht dazu da, dem anderen meine Meinung überzustülpen“, sagt Kronreif, der mit kommu-

Mit dem Antrag auf Eintragung als religiöse Bekenntnisgemeinschaft hat die atheistische Pastafari-Bewegung eine Debatte entfacht. Doch so beleidigend die Religionsverspottung durch den Neuen Atheismus für Gläubige auch ist, die Anzahl organisierter Atheisten ist (noch) gering. Ein Spaghetti-Monster als Schöpfer und ein Nudelsieb als religiöse Kopfbedeckung: Für vernünftige Menschen sind die „Pastafaris“ als Spott erkennbar. Religion lächerlich zu machen, ist das Ziel der Gruppe, die als Reaktion auf fundamentalistische US-Christen entstand und zum Neuen Atheismus gerechnet wird. Nun hat die Bewegung in Österreich die Eintragung als Bekenntnisgemeinschaft beantragt, um auf angebliche Privilegien anerkannter Religionen hinzuweisen. Wie reagieren? Politische Aufmerksamkeit hat der Schritt erfahren, weil Nico Alm, Religionssprecher der Neos, Pastafari-Aktivist ist. Doch wie viel Rückhalt hat diese Spielart von Atheismus? „Es sind 5000 bis 7000 Personen, die über atheistische Gruppen vernetzt sind“, sagt Wolfgang Mischitz, Referent für Weltanschauungsfragen der Diözese Innsbruck. Der Neue Atheismus setze auf Provokation. Mischitz warnt aber davor, sich in primitive Polemisierungen hineinziehen zu lassen. Wichtiger sei Aufklärung über die von diesen Gruppen gestreuten Vorurteile und Irrtümer. „Im Falle des ‚Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien‘ ist das gelungen“, sagt Mischitz. Mit 56.660 Unterschriften lieferten die Proponenten 2013 das schlechteste Ergebnis eines Volksbegehrens ab – wobei sie den Atheismus an sich nicht betont hatten. Geringe Chancen auf Eintragung. Und wie sieht es mit den Chancen der „Pastafaris“ auf nistischen Atheisten wie Österreichs ehemaligem KP-Chef Walter Baier im Gespräch ist. Kronreif hat Baier Kardinal Gianfranco Ravasi vorgestellt, der im Vatikan für den Dialog mit den Nichtglaubenden zuständig ist. Seitens seiner Gesprächspartner sieht Kronreif gemeinsame Themen, zum Beispiel im sozialen Bereich. Papst Franziskus habe mit seiner Kritik an ungerechten Wirtschaftsformen Aufmerksamkeit erfahren. Andererseits könne auch die Kirche etwas aus diesem Dialog lernen, sagt Kronreif: „Er führt heraus aus der Selbstbezüglichkeit in der Kirche. Wir müssen uns mit den Erscheinungsformen dieser Welt auseinandersetzen.“ Kronreif

Atheisten stören sich an religiösen Symbolen. nie

Eintragung als Bekenntnisgemeinschaft aus? Das Kultusamt hat sechs Monate Zeit, den Antrag zu prüfen. Gefordert sind mindestens 300 Mitglieder, die Gruppe gibt an, 450 zu haben. Herbert Kalb, Vizerektor der Kepler-Uni Linz und Experte für Staatskirchenrecht, geht aber davon aus, dass die „Pastafaris“ scheitern: „Das Kultusamt wird wohl ein religionswissenschaftliches Gutachten einholen und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gruppe darin als Anhänger einer Religionsgemeinschaft beschrieben werden“, sagt er. Eines freilich haben die neuen Atheisten erreicht: Aufmerksamkeit. Heinz Niederleitner XX Infos bietet die Broschüre „Atheismus – Facetten einer Weltanschauung“, beziehbar unter www.weltanschauungsfragen.at oder unter Tel. 01/51552-3384.

verweist dabei auch auf Benedikt XVI. in seiner Freiburger Rede, der Säkularisierung durchaus als Möglichkeit für die Kirche beschrieben hat, sich auf ihren eigenen Auftrag zurückzubesinnen („Entweltlichung“). nie

Franz Kronreif führt einen Dialog mit kommunistischen Nichtglaubenden. Privat


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Panorama 13

15. Mai 2014

Gewinnt für Österreich den Songcontest: Conchita Wurst alias Tom Neuwirth.

reuters

Conchita – „Künstler mit Botschaft“ Die Gesellschaft in ganz Europa wird immer mehr bereit, Menschen zu akzeptieren und zu respektieren, so wie sie sind. Das ist für Michael Unger, Pfarrer in Bad Mitterndorf, die frohe Botschaft nach dem Erfolg des aus dem Ort stammenden Tom Neuwirth, der als bärtige Conchita Wurst beim Eurovisions-Songcontest für Furore sorgte. Gemeinde und Pfarrgemeinde im steirischen Salzkammergut hätten sich nach dem Sensationssieg riesig gefreut, zumal Tom/Conchita dort bestens bekannt sei: Mehrere Jahre sei der „schon damals sehr selbstbewusste“

Wirtsleute-Spross als Sternsinger von Haus zu Haus gegangen und habe sein offenkundiges Talent für kirchliche Entwicklungshilfeprojekte eingesetzt, so Pfarrer Unger zur „Kathpress“. Er habe das deutliche Votum zugunsten des „Künstlers mit Botschaft“ auch als vorweggenommene Europa-Wahl empfunden, so der langjährige Pfarrer der 3000-Seelen-Gemeinde. Das deutliche Ergebnis stelle klar, Europa setzt auf Vielfalt und erteilt Vertretern von Uniformität eine Absage. Für Unger ist es „großartig, dass ein junger Bursch aus Bad Mitterndorf einem

Papst Paul VI. wird seliggesprochen

Kardinal Müllers Kritik an US-Ordensfrauen

Nachdem italienische Medien schon vor Wochen darüber spekuliert hatten, wurden die Seligsprechung und der Termin für die Zeremonie am Samstag vom Vatikan bestätigt: Am 19. Oktober wird Papst Paul VI. (1963–1978) in den Kreis der Seligen erhoben. Zuvor war die letzte Hürde in dem 1993 eröffneten Verfahren genommen worden, die Anerkennung eines Heilungswunders, das auf Fürsprache des verstorbenen Papstes gewirkt wurde. Nähere Angaben zum Heilungswunder machte der Vatikan zunächst nicht. Laut Medien soll es sich um die medizinisch unerklärliche Heilung eines ungeborenen Kindes in den USA im Jahr 2001 handeln.

Der Präfekt der Vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, hat dem Dachverband der US-Ordensfrauen (LCWR) Glaubensirrtümer und „offene Provokation“ des Vatikan vorgeworfen. Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper sagte dazu, „vielleicht müssen beide, die Glaubenskongregation und der LCWR, sich ein bisschen ändern“ und Gegensätze durch Dialog überwinden. Der Konflikt zwischen dem Vatikan und dem LCWR währt seit einigen Jahren. Laut einer Untersuchung weicht der Verband in mehreren Punkten (u. a. Abtreibung, Frauenpriestertum) von der katholischen Lehre ab.

Putin Contra gibt“. Der Einsatz für Ausgegrenzte sei eine Haltung, die sich auch aus dem Evangelium ergibt, so Unger. „Die Frage ist nicht, ob einer schwul ist, sondern ob er ein guter Kerl ist.“ Angesprochen auf die Bewertung von Homosexualität durch kirchliche Lehre zitierte Unger Papst Franziskus. Auf eine Journalistenfrage auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Rio de Janeiro sagte dieser: „Wenn jemand schwul ist, den Herrn sucht und guten Willen hat, wer bin ich, darüber zu richten?“ Homosexuelle sollten mit Respekt behandelt werden, so der Papst.

weltkirche „„ Klimawandel. Fachleute der päpstlichen Akademie für die Wissenschaften warnen vor einer Verharmlosung des Klimawandels. Viele wollten nicht wahrhaben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht werde, beklagte der Kanzler der Akademie, Bischof Marcelo Sánchez Sorondo, kürzlich in Radio Vatikan. „„ Ad-limina-Besuch. Über 100 Bischöfe aus Mexiko sind beim Ad-limina-Besuch in Rom (12. – 31. Mai), um dem Papst über die Probleme ihres Landes zu berichten. n Annette Schavan, frühere deutsche Bildungsministerin, wird neue Botschafterin beim Vatikan. Das bestätigte die Regierung in Berlin. Der bisherige Botschafter der Bundesrepublik beim Vatikan, Reinhard Schweppe, tritt im Sommer in den Ruhestand. reuters


14 Zu Gast

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Einladung Willkommen bei den Sängerknaben Musikalisch begabte Buben, die bei den St. Florianer Sängerknaben einmal schnuppern und vorsingen möchten, sind herzlich eingeladen zu kommen. Der Chor freut sich über Nachwuchs – auch Kinder aus der 3. Volksschulklasse können bereits Schnupper-Termine vereinbaren und die Sängerknaben im Internat kennenlernen. Anmeldungen für das kommende Schuljahr sind noch bis Ende Juni möglich. Mag. Franz Farnberger mit den St. Florianer Sängerknaben: eine Lebensaufgabe, die ihn ganz erfüllt.

Seyringer

XX Info: Tel. 07224/47 99 bzw. www.florianer.at

Mit großer Begeisterung: Franz Farnberger leitet seit über 30 Jahren die St. Florianer Sängerknaben

Hirsebrei und Staatsoper Er ist zurückhaltend und fast immer da: Franz Farnberger begleitet als künstlerischer Leiter die St. Florianer Sängerknaben durch den Alltag. Der 62-jährige Musiker und Pädagoge macht morgens Hirsebrei für seine Schüler, hilft, wenn nötig, beim Mathelernen, probt, begleitet sie am Klavier und erzählt abends gerne Geschichten. Elisabeth Leitner

Schon um 7 Uhr früh trifft man Franz Farnberger beim Frühstück mit den Sängerknaben an. Wer will, bekommt eine Schüssel mit Hirsebrei, den er selbst zubereitet und gerne isst. Während sich die 45 Schüler des Internats auf den Weg in die Hauptschule St. Florian machen, stehen bei Prof. Farnberger und den acht Mitarbeitern Besprechungen an: Die nächste Tournee ist zu planen, Konzerttermine und CD-Aufnahmen sind zu vereinbaren, der Probenplan muss passen: „Das Verhältnis zwischen Proben, Auftritten und Freizeit muss ausgewogen sein. Ich schaue darauf, dass es den Kindern gut geht und dass es ihnen nicht zu viel wird. Sie sind ja freiwillig da!“ ­Allen ist klar, dass das Singen und Proben für einen professionellen Chor notwendig ist: „Wir sitzen im gleichen Boot. Ich beurteile ja nicht die Kinder, sondern wir werden gemeinsam beurteilt. Im Prinzip singen die Kinder gerne und sind auch stolz darauf.“ Das Wichtigste ist für ihn, die Freude am Singen zu er-

halten und zu steigern. „Das ist schon eine Aufgabe“, meint er schmunzelnd. Spielen, Lernen, Singen. Nach dem Mittagessen ist Freizeit angesagt. Von 16 bis 18 Uhr steht „Studierzeit“ auf dem Stundenplan: Hausübung machen, für den nächsten Englisch-Test lernen und singen. Farnberger holt sich in dieser Zeit vereinzelt jene Sänger, die er für die jeweilige Stimmprobe braucht. Die gemeinsame abendliche Chorprobe findet nach dem Abendessen statt. „Das ist sehr flexibel. Je nachdem, was die Kinder gerade brauchen, wird mehr oder weniger geprobt“, erzählt Farnberger. Nach den Proben ist noch Zeit zum Geschichtenerzählen. Trotz Konkurrenz durch Computer und Handy: Die Kinder hören auch heute gerne zu, ist Farnbergers Erfahrung. Um 22 Uhr ist für den Pädagogen dann Schluss. Gut, dass die eigenen vier Wände nicht weit entfernt sind: Franz Farnberger hat im Stift St. Florian eine Wohnung. Durch Zufall nach St. Florian. Seit 31 Jahren ist Prof. Franz Farnberger künstlerischer Leiter der St. Florianer Sängerknaben. Zusätzlich unterrichtet er seit 1991 an der Anton Bruckner Privatuniversität. In Gmünd (NÖ) geboren hat er in Wien Musikerziehung, Geschichte und Klavier-Vokalbegleitung studiert. Von den Wiener Sängerknaben hat ihn der Zufall – ein befreundeter Kollege – nach St. Florian geführt. Die Gesamtverantwortung für die Sän-

gerknaben im Stift Florian zu übernehmen, war für den damals 32-jährigen Musiker reizvoll – und ist es bis heute geblieben. Von der Vereinsgründung der St. Florianer Sängerknaben im Jahre 1995 bis zum Renovieren des Internats, vom Probenplan bis nächsten Auftritt und der Mathe-Schularbeit in der kommenden Woche: Farnberger weiß Bescheid. „Ich bin in alles involviert. Denn die Kinder sind eben kein Instrument, bei dem nur die Musik interessant ist“, bringt er es auf den Punkt. Eine Lebensaufgabe. Die Sängerknaben füllen sein Leben aus: „Und irgendwann wird sich die Frage stellen: Was kommt danach? Aber daran will ich noch gar nicht denken. Den Ruhestand sehne ich nicht herbei!“, sagt Farnberger und wundert sich, wenn Kollegen von der Pension träumen. In den kommenden Jahren heißt es ohnehin proben, singen und Konzerte geben. Wladiwostock, Utrecht, Amsterdam sind die nächsten Destinationen. Im Sommer ist eine Konzertreise nach Peru und Bolivien geplant. Dazwischen sind etliche Auftritte in der Wiener Staatsoper und im Linzer Musiktheater zu organisieren. Dorthin bringt Farnberger die Kinder, ist bei der Aufführung dabei und kutschiert sie spät abends wieder nach Hause. So ist er fast Tag und Nacht im Einsatz und meint selbstkritisch: „Das kann ich nur von mir selber verlangen.“ Lachend ergänzt er gleich: „Ich bin wirklich kein Märtyrer. Ich mache das gerne.“


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Glaube 15

15. Mai 2014

Nächstenliebe stärkt die Seele Europa versank im Hundertjährigen Krieg. Die Pest raffte Menschen dahin. Mitten darin eine Frau, die den Menschen beistand. Katharina, die Frau mit der strahlenden Wirkung.

Wer von uns kennt sie nicht: Zeiten, in denen scheinbar gar nichts gelingt, in denen wir an unseren Aufgaben und an uns selber zweifeln, Zeiten der inneren Leere und Einsamkeit? Wie wohl tut gerade dann ein gutes Wort, Zuspruch und Mitgefühl! Zu stärken, zu trösten und zu heilen, das war der Inhalt des Lebens von Katharina. „In der Erkenntnis Gottes wächst unsere Nächstenliebe, denn die Erkenntnis bewegt den Willen zur Liebe.“ So bewegt gab Katharina mit 21 Jahren ihre Zurückgezogenheit ganz auf und ließ sich von Gott senden, um den Menschen in ihren Nöten und Sorgen nahe und um mit ihnen gemeinsam am Weg zu sein. „Gott lieben und verehren heißt, den Nächsten zu lieben.“ In der Erfüllung dieser Weisung zeigt sich für Katharina die Stärke des Glaubens und die Innigkeit unserer Liebe zu Gott. In nichts können wir diese glaubhafter, wirksamer und spürbarer erweisen als in der liebevollen Zuwendung zu unseren Mitmenschen. Das fällt manchmal nicht leicht – aber wir wachsen im Tun. „Die Nächstenliebe stärkt unsere Seelen. Sie macht das Herz weit – nicht eng – so dass jedes Geschöpf aus Liebe zu Gott darin Raum findet, und zwar so, als würden wir jeden einzelnen Menschen als unsere eigene Seele erachten.“ Achtsam für den Nächsten. Sich dem Nächsten wie der eigenen Seele zuzuwenden, das heißt für Katharina, achtsam zu sein. Lange bevor es den Begriff der Empathie in unserem Sprachgebrauch gab, lebte und lehrte Katharina Einfühlung: „Wir haben auf die Mühen und Beschwerden der Mitmenschen zu hören und sie zu achten.“ So sollen wir, frei von inneren Urteilen, einander mit ungeteilter Aufmerksamkeit entgegenkommen. Dadurch lernen wir das Gute zu sehen und

Vom Vom Geheimnis ergriffen

Katharina von Siena Teil 2 von 3 VON HILDEGARD ANEGG

Mit Katharina Verwundungen wahrnehmen und heilen. BY-STUDIO-FOTOLIA

einander zuzusprechen, denn „jede und jeder hat ein besonderes Talent als Geschenk bekommen, und alle sind verpflichtet, einander zu Hilfe zu kommen, um sich so das zu verschaffen, was sie nötig haben.“ Um dieser Verpflichtung treu bleiben zu können, braucht es gegenseitige Ermutigung im Miteinander. „Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“ Katharina fordert deshalb auf: „Gib Gott die Ehre, die Mühe und Anstrengung aber gib deinem Nächsten.“ Sie selbst gab Gott ihr Leben lang diese Ehre und begegnete ihren Mitmenschen in einfühlsamer Achtsamkeit und gleichzeitig in tatkräftiger Liebe. Beides fand Ausdruck im diakonischen Dienst, den Katharina erfüllte, mit ganzem Herzen, mit ganzer Kraft, mit ihrem ganzen Gemüt. In harter Zeit. In einer Zeit voller Härte, in der der 100-jährige Krieg Menschen in Angst und Elend versetzte, in der politische und kirchliche Auseinandersetzungen zu Streit und Unfrieden der Menschen auch untereinander führten, in einer Zeit, in der die Pest halb Europa hinwegraffte, inmitten aller äußeren und inneren Herausforderungen stand Katharina ihren Mitmenschen bei und linderte Leid, wo immer sie es antraf. Sie umsorgte Arme, speiste Hungernde, besuchte Gefangene, begleitete zum Tode Verurteilte auf ihrem letzten Weg, tröstete Trauernde, pflegte Kranke und wachte bei sterbenden Menschen. Umgeben von Armut, Leid und Tod war Ka-

tharinas Herz erfüllt von „liebendem Verlangen nach dem Heil des Nächsten.“ Strahlende Wirkung. „Von Katharina strömte, ich weiß nicht was für eine Kraft aus“, berichtet Raimund von Capua, Beichtvater und geistlicher Begleiter Katharinas, „nicht nur von dem, was sie sagte, sondern von ihrem ganzen Wesen.“ Katharina strahlte etwas aus. Die Klarheit ihrer Botschaft und die Glaubhaftigkeit ihres eigenen Tuns zog Suchende und wie sie von Gott ergriffene Menschen an. Um Katharina herum entstand die „Brigada“, eine bunte ‚Truppe‘ von unterschiedlichen Menschen, die sich der Lebensweise Katharinas anschloss: Dominikanerschwestern, geweihte Männer, Laien, Adelige, Ordensleute, Künstler, Frauen und Männer jeden Alters. Sie alle stellten sich unter die spirituelle Führung der jungen Katharina und wandten sich wie sie voll Mitgefühl und tatkräftig ihren Nächsten zu: tröstend, heilend und stärkend. MMag. Hildegard Anegg ist Geistliche Assistentin der Katholischen Frauenbewegung in der Diözese Innsbruck. KIZ/CG


Sonntag 5. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr A, 18. Mai 2014

Dienst am Wort und Dienst am Tisch Aufbegehren in der Jünger/innengemeinschaft! Witwen der einen Gruppe werden satt, die der anderen bleiben hungrig. Lösung: Dienstaufträge an Geeignete, damit weder Wort-Gottesdienst noch Tisch-Gottesdienst zu kurz kommen. Die Auseinandersetzung um beide Gottes-Dienst-Teile ist so alt wie die Christenheit. Die Jünger/innen zeigen, wie es geht: ernst nehmen, Zuwendung.

Evangelium

1. Lesung

2. Lesung

Johannes 14,1–12

Apostelgeschichte 6,1–7

1 Petrus 2,4–9

Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater, das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir lebt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin, und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen, wir aber wollen beim Dienst am Wort bleiben. Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist. Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen. Denn es heißt in der Schrift: Seht her, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde. Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden, zum Stein, an den man stößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.


Wort zum Sonntag

Euer Herz lasse sich nicht verwirren

Francesca Schellhaas / photocase.de

Zum Weiterdenken

D

as Wort des Herrn ist wahrhaftig, all sein Tun ist verlässlich.

Er liebt Gerechtigkeit und Recht, die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn. Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, die nach seiner Güte ausschaun;

Woran fehlt es mir? An nichts? Wogegen begehre ich auf? Welche Umstände sind unerträglich? Für mich, für andere? Im Rest der Welt? Ich erzähle es jemandem, berate mich mit jemandem darüber, kümmere mich selbst darum. Irmgard Klein

denn er will sie dem Tod entreißen und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.

„Weißt du, was man mit einer Wunde macht? Man gibt Heilsalbe drauf und lässt sie in Ruhe“, hat mir einer mal gesagt. Es gibt innere Wunden, die aufbegehren. Aus alten Verletzungen wächst manchmal eine namenlose Trauer, Wut. Unsere verlorenen Kinder, verstorbene Lieben; Diagnosen, denen wir nicht ausweichen können, leere Beziehungen, zerbrochene Träume und weiß Gott (allein), was noch alles, können uns in den Tiefenschichten zerstörerisch erschüttern. Gelegentlich verwitwen und verwaisen die Verlusterfahrungen in unseren Seelen. In der Jünger/innengemeinschaft begehren die einen auf, weil die Witwen hungrig bleiben (1. Lesung). Lösung: Dienstaufträge an Geeignete, damit weder Wort-Gottesdienst noch TischGottesdienst zu kurz kommen. Die Versorgungsgemeinschaft der Christ/innen schließt besonders Vernachlässigte ein. Wir sitzen in weltweiter Gemeinschaft zu Tisch. Es ist genug für alle da. Warum bleibt die Mehrheit der Menschen hungrig? Widmen wir uns bloß einem Teil des Gottesdienstes? Die Auseinandersetzung um beide GottesDienst-Teile ist so alt wie die Christenheit. Auch werden ganz unbefangen Dienste an Geeignete übertragen. Warum lässt die Kirche die Talente so vieler dienstbereiter Männer und Frauen brachliegen? Wieder einmal wäre zu sagen: Zulassung genauso wie Amt als solches gehören unbelastet überdacht. Im Moment berühren mich die übersehenen Witwen mehr. Der lateinamerikanische Priesterdichter Ernesto Cardenal meint: „Alle Menschen werden mit einer Wunde im Herzen geboren.“ Wenn doch auch ich meine namenlos klagenden Seelenanteile anständig versorgte! Heilsalbe und Vertrauen auf die not-ärztliche Fürsorge Gottes helfen mir. Die Jünger/innen zeigen wie: ernst nehmen, Zuwendung.

interessiert sich für Pastoral-

Aus psalm 33

theologie, interkulturell und feministisch, und unterrichtet an einem Gymnasium in Innsbruck Religion. Die Autorin erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Andere Bedürfnisse, unterschiedliche Erwartungen: Vier Beispiele aus dem ganz normalen Alltag von Paaren

Männer sind anders – Frauen auch! Eine Erkenntnis, die sich wohl deutlich zeigt in unserem unterschiedlichen Kommunikationsverhalten, in der Art und Weise, wie wir Männer unsere Frauen wahrnehmen und wie wir auf sie reagieren. Marlene und Peter. Peter und Marlene machen einen längeren Radausflug. Zuerst ist es sehr schön zusammen. Aber dann gerät Marlene immer wieder ins Hintertreffen. Er wartet öfter auf sie, wird aber allmählich ungeduldig und fordert sie auf: „Komm, leg ein bisschen los! Jetzt sind wir schon zwei Stunden unterwegs und haben noch nicht mal zwanzig Kilometer geschafft!“ Dafür fehlt ihr

leben. Wir müssen lernen, unsere Wünsche und Erwartungen frühzeitig dem anderen mitzuteilen. Damit können wir uns spätere Enttäuschungen ersparen. Judith und Markus. Judith hat ein Problem mit dem Jüngsten und berät sich mit ihrem Mann Markus. Sie hat noch nicht ausgeredet, da legt Markus schon los. Ein Ratschlag jagt den anderen. Sie findet den einen oder anderen durchaus brauchbar. Dennoch ist sie frustriert, enttäuscht, ärgerlich. Warum? Judith klagt: „Er hört nicht zu, er ,schwingt nicht mit‘, er fragt nicht nach. Aber das wäre mir am allerwichtigsten. Dann hätte ich das

Irene und Heinrich. Irene hat die Diagnose „Krebs“ bekommen. Große Betroffenheit bei ihr und ihrem Mann. Heinrich ruft sogleich einen befreundeten Arzt an, googelt über „Krebs-Heilung“ im Internet. Irene ist total frustriert. Sie möchte jetzt Heinrich an ihrer Seite haben, ihre Angst mit ihm teilen, vielleicht auch zusammen mit ihm weinen…. An so was denkt Heinrich gar nicht. Im Gegenteil, er fürchtet, dadurch könnte alles noch schlimmer werden. Er sucht nach Fakten, um sie der Flut unkalkulierbarer Gefühle entgegenhalten zu können. Gut gemeint ist eben nicht immer gut. Alles zu seiner Zeit. Starken Gefühlen und Bedürfnissen sollten wir den Vorrang gegenüber der Sache geben. Cornelia und Werner. Beide sind berufstätig, haben seit langem wieder mal einen freien Samstagvormittag für sich. Sie gehen einkaufen. Die Liste der Dinge, die zu besorgen sind, ist lang. Werner ist darauf konzentriert, sie schnellstmöglich „abzuarbeiten“. Sie hingegen hält ihn vor allen möglichen Schaufenstern fest, will ihn in ein Café ziehen. Was passiert? Er ärgert sich, weil sie ihn „einbremst“, von der Liste abhält. Sie ärgert sich, weil ihm „diese blöde Liste scheinbar wichtiger ist als ich.“Auch hier kollidieren Sache und emotionale Bedürfnisse. Werner „klebt“ an seiner Liste, während Cornelia offensichtlich die gemeinsame Zeit, das gemeinsame Tun wichtig ist. Auch hier wäre ein frühzeitiges Absprechen der Erwartungen nützlich. Ja, Männer sind eben anders – und Frauen auch. Und das ist gut so. Noch besser ist es, wenn wir einander gegenseitig VerständnisBrücken bauen, Wünsche und Erwartungen aussprechen. Denn sie können meist nicht „erfühlt“ und deshalb auch schwer erfüllt werden.

Er will Rekorde brechen, sie will einfach nur Spaß haben. Jeder hat vom anderen angenommen, dass er die gleichen Ziele hat, ein Missverständnis. AROCHAU – FOTOLIA.COM

nun jedes Verständnis: „Sag mal, wozu sind wir eigentlich losgefahren? Um miteinander Spaß zu haben oder um einen Rekord aufzustellen?“ Spaß möchte er ja schon auch mit ihr haben – aber der größte Spaß für ihn wäre es eben, mit ihr einen Rekord aufzustellen! Was ist passiert? Zwei Menschen, zwei Vorstellungen. Unterschiedliche Erwartungen, die zunächst nicht ausgesprochen werden: sie will die Ausfahrt, die Gemeinsamkeit mit ihm genießen. Ihn hat der sportliche Ehrgeiz gepackt. Und den möchte er mit ihr jetzt aus-

Gefühl, ich könnte was mit ihm teilen. Und ich würde mich nicht so bevormundet fühlen.“ Markus ist auf Problemlösung angesprungen. Typisch männlich, könnte man sagen. „Je länger man darüber redet, desto größer wird das Problem“, so seine Sichtweise. Wir Männer dürfen daraus lernen, dass zuhören und ernstnehmen für unsere Frauen oft wichtiger ist, als das Problem gelöst bekommen. Wir können unseren Frauen auch Lösungskompetenz zutrauen.

BERATUNG ALBERT A. FELDKIRCHER TRAININGS UND SEMINARE, EGG, VBG. beratung@kirchenzeitung.at

 Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: BEZIEHUNGLEBEN, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

15. Mai 2014

aufgetischt Lammkeule mit Bärlauchpaste

Ein Marienkäfer bei seiner Gartenarbeit – der Winzling verdrückt pro Tag bis zu 150 Blattläuse! Andrea Wilhelm – fotolia.com

Ist ausreichend Futter und Lebensraum vorhanden, kommen Marienkäfer & Co von selbst

Nützlinge im Garten Die kleinen Gartenhelfer arbeiten schon wieder fleißig: Viele von ihnen halten Schädlinge im Zaum, manche bestäuben Blüten und andere helfen, den Bioabfall zu zersetzen. brigitta Hasch

Nützlinge im Garten zu fördern ist viel gesünder als das Hantieren mit chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln und außerdem langfristig wirksam. Wer allerdings Chemie einsetzt, muss auf die Hilfe von Marienkäfer, Igel & Co. verzichten. Eine Armee gegen Blattläuse. Ein Siebenpunktmarienkäfer frisst bis zu 150 Blattläuse täglich, im Larvenstadium braucht er zur Verpuppung sogar bis zu 800 Stück. Ähnlich gefräßig sind die Larven von Schweb- und Florfliegen, Ohrwürmer und Weberknechte. Spinnen können in ihren Netzen bis zu 1000 Blattläuse festhalten. Aber auch Blut-, Wollund Schildläuse stehen auf dem Speiseplan

dieser Insekten. Ganz anderen Schädlingen jagen die Igel nach. Sie kümmern sich, ebenso wie Eidechsen und Erdkröten um die Dezimierung von Schnecken und Würmern. Üppige Ernte. Ohne das Bestäuben der Blüten würden Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen kaum Blüten und Früchte haben. Dafür verantwortlich sind allen voran die Bienen, aber auch Käfer, Schmetterlinge und Fliegen. Hier finden die Helfer Unterschlupf. Zum Verstecken, Überwintern und für die ungestörte Aufzucht der Jungen eignen sich Trockensteinmauern, Holz- und Laubhaufen, Hecken, Teiche, Staudenbeete und naturbelassene Wiesen. Wer nachhelfen will, stellt Ohrwurmtöpfe, Nistkästen oder Nützlingshäuser auf. XX Nicht spritzen, sondern Nützlinge arbeiten lassen. Im Poster „Nützlinge im Garten“ werden 28 fleißige Gartenhelfer vorgestellt. www.umweltberatung.at

Zutaten: 1 kg ausgelöste Lammkeule, 2 EL Rapsöl, 100 ml Rotwein, 300 ml Gemüsebrühe, event. Kartoffelstärke. Bärlauchpaste: 1 Zwiebel, geschält und grob zerhackt, 1 Bund Bärlauch, Salz, Pfeffer, 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel, 2 EL gehackte Petersilie, 1 Zweig Rosmarin, 1 EL Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, 2 EL Sherry. Zubereitung: Das Fleisch von Haut und Fett befreien. Die Innenseite an den dickeren Stellen ca. 1 cm tief einschneiden und flachdrücken. Die fein zerkleinerten Zutaten für die Bärlauchpaste in einer Schüssel vermengen. Die Innenseite des Fleisches mit der Paste gut einreiben. Aus dem Fleisch eine Rolle formen, mit einem Küchengarn zusammenbinden. Jetzt auch außen gut mit Paste einreiben, in eine Folie wickeln und 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Backofen auf 200 °C vorheizen. Rapsöl in einem Bräter erhitzen, Keule von allen Seiten kräftig anbraten, mit Rotwein ablöschen, in den Ofen schieben und 20 Minuten braten. Hitze auf 160 °C reduzieren, Fleisch weitere 30 bis 40 Minuten braten, dabei einmal wenden und nach Bedarf Brühe zugießen. Wird die Kruste zu dunkel, mit Alufolie abdecken. Fleisch herausnehmen und warm stellen. Sauce durchpassieren, event. mit Stärke binden. Fleisch aufschneiden, mit Sauce und den Beilagen anrichten. XX Einfach himmlisch, Maria Hager, Franz Haringer, Verlag Passauer Bistumsblatt, 2013.

Insektenhotels gemeinsam bauen Spaß und gute Laune waren angesagt, als die KMB Leonding ihre Mitglieder samt Nachwuchs zum gemeinsamen Basteln von Insektenhotels einlud. Fast wäre der Keller zu klein geworden, als zehn Väter mit ihren Söhnen und Töchtern – unter ihnen auch Ministrant/innen –

Unterschlupfmöglichkeiten für Gartennützlinge bastelten. Die Jugend durfte an diesem Nachmittag ordentlich sägen, schleifen und hämmern. Und weil es so lustig war, möchte man sich im Herbst wieder gemeinsam an den Bau von Futterhäuschen für Vögel wagen.

Kartoffelgratin und Bohnen passen gut als Beilage.

bistumsblatt


DAS FIND ICH TOLL  Kinderkirche in Eberstalzell. Seit zwei Jahren treffen sich jeden Monat Kinder, Eltern und Großeltern zum gemeinsamen Feiern, Singen und Beten.  Maiandacht, 16. 5., 16 Uhr,

KK Was ich am

LACH MIT PIEPMATZ

 „Na, wie war der Urlaub?“ – „Wunderschön, bis auf die Zimmer. Die waren so eng, dass man sie rückwärts betreten musste, damit man vorwärts wieder rauskam!“  Fragt der Richter den Zeugen: „Sie sind ganz sicher, dass Sie den Angeklagten an diesem Abend in der Bar gesehen haben?“ – „Ganz sicher. Ich habe ihn sogar doppelt gesehen!“  „Ach Mama“, sagt der fünfjährige Thomas, „ich weiß wirklich nicht, wen ich einmal heiraten soll. Die Julia oder die Ute. Die Ute gefällt mir ja besser. Aber die Julia hat so einen süßen Hamster!“  „Sind Fische gesund, Herr Doktor?“ – „Ich glaube schon. Jedenfalls war noch nie einer bei mir in der Praxis!“

TWYSTYDIGI – FOTOLIA.COM

 „Das ist unerhört!“, schimpft der Chef, „Sie schlafen ja am Arbeitsplatz!“ – „Na und, Sie haben mir doch einen Traumjob versprochen!“

din oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. DEINE GITTI

Mein Sonntag ist schön, wenn … … ich ausschlafen kann und ein gutes Frühstück bekomme. … wir alle in die Kirche gehen.

 Was ist deine liebste Beschäftigung am Sonntag? Gehst du in die Kirche? Machst du einen Ausflug? Schreib bis Fr., 30. Mai an KiKi, für die originellste Idee gibt es einen Preis.

Magst du gerne Geschichten? Hast du eine Lieblingsgeschichte, die du immer wieder liest? Es gibt ja viele alte, neue, spannende, lustige oder traurige Geschichten. Nirgends sind so viele Geschichten versammelt wie in der Bibel. Etwa von Jona im Bauch des Riesenfisches, von Noah und der Arche für die Tiere oder von den drei Weisen aus dem Morgenland. Die Bibel wurde nicht von einem Menschen allein ge-

BALDUIN BAUM

Schlaukopf oder Wünsche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun-

Die Frage an die Kinder lautete: „Wann ist dein Sonntag schön?“ Bei manchen dieser Antworten sagst du wahrscheinlich gleich: „Das tu ich am Sonntag auch gern!“ Oder du meinst: „Das ist eine gute Idee. Das mach ich auch einmal.“

Erzähl mir was über die Bibel

KIKI-KONTAKT  Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.  Hast du Fragen an den

gerne mag … ich mit meiner Familie zusammen bin. … wir gemeinsam zu Mittag essen. … es draußen warm ist und ich hinausgehen kann. … ich zufrieden bin. … wir einen Ausflug machen. … die Familie was gemeinsam unternimmt. … die Sonne scheint und ich und meine Familie in die Natur gehen und viel Spaß haben. … ich zu meinem Papa fahren kann. … ich Zeit mit meinen Freundinnen und Freunden verbringen kann.

Die 3a der VS St. Dionysen in Traun hat gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Edith Baar über die Bedeutung des Sonntags nachgedacht. Für alle Kinder ist dieser Tag etwas Besonderes, auch wenn sie ganz verschiedene Dinge tun wollen.

Treffpunkt GH Buchecker; weitere Termine der Kinderkirche: 15. 6. und 13. 7., Treffpunkt Pfarrkirche Eberstalzell, 9 Uhr.

Die KirchenZeitung für Kinder 15. Mai 2014

schrieben, daran waren viele Erzähler und Schreiber beteiligt. Oft wurden Geschichten auch von mehreren Leuten niedergeschrieben. Die Bibel ist nicht ein einziges Buch, sondern besteht aus vielen Teilen. Was man noch alles über die Bibel wissen kann, steht in diesem kleinen Buch. Darin findest du auch Rätsel und Sticker. Erzähl mir was über die Bibel, Esther Hebert, Gesa Rensmann, Don Bosco Medien GmbH 2014, Preis: 4,95 Euro.


15. Mai 2014 D22

Das D22 in Wels. Seit 25 Jahren offen für Jugendliche, egal welcher Herkunft oder Konfession.

Das Welser Multikulti-Jugendzentrum Das Welser Jugendzentrum D22 ist seit 25 Jahren ein Fixstern im Kosmos der kirchlichen Jugendarbeit. Neu im Programm ist eine „Mädelsdisco“. Für ein paar muslimische Mädchen aus Wels bedeutet das überhaupt die einzige Möglichkeit, einmal ordentlich Party zu machen. So wird das D22 jeden ersten Freitag im Monat zum Die22. Junge Frauen können dann den ganzen Abend unter sich sein und tanzen, quatschen, Freundinnen treffen oder neue Leute kennenlernen. „Eine der Jugendlichen, die regelmäßig zu uns ins D22 kommt, hat uns erzählt, dass sie ein paar muslimische Mädchen kennt, die gerne fortgehen möchten, sich aber von ihren Eltern aus nicht mit Burschen treffen dürfen“, erzählt Zentrumsleiterin Tamara Mosberger. Kurzerhand hat sie gemeinsam mit den Jugendlichen im D22 die Mädchenschiene ins Leben geru-

cd-tipp

fen, die nun begeistert angenommen wird. Gelungene Integration. Es ist eine Offenheit, wie sie in der 40-jährigen Geschichte kirchlicher Jugendarbeit in Wels Tradition hat. Im offenen Jugendtreff sind grundsätzlich alle willkommen, unabhängig von Beruf, Ausbildung, Geschlecht oder Religion. Was zu Beginn ein Studentenzentrum in der Rablstraße war, wandelte sich zum „Treibhaus“, das auch Arbeiter einbezog. Schließlich folgte 1989 die Gründung des D22, am Areal des Welser Schl8hofs. Der „Fonds kirchliche Jugendzentren“ trägt das Arbeitsbudget, Stadt Wels und das Land subventionieren. Neben Tamara Mosberger arbeiten Silke Hanna Obernberger und Markus Hornhuber als Jugendleiter im D22. Aus- und Inländer/innen, die sonst wenig miteinander zu tun haben, kommen in dem Welser

aufgeschnappt

Jugendwoche auf der Burg Altpernstein Vom 28. Juli bis 2. August findet eine Jugendwoche auf der Burg Altpernstein statt. TitelMotto: Trau di leb‘n. Die Woche bietet Abwechslung zum Alltag, Lagerfeuer, Natur, Gemeinschaft, miteinander feiern und sich selbst neu und anders erleben. Außerdem könnte die Woche ein nettes Geschenk für Firmlinge ab 14 Jahren sein... Kosten: 149 Euro, Zielgruppe: 14 – 17jährige.  Anmeldung: Katholische Jugend Oberösterreich, Tel. 0732/76 10-33 61, E-Mail: kj.veranstaltung@dioezese-linz.at

Jugendzentrum in Kontakt. „Es funktioniert sehr gut“, sagt Mosberger. Weit mehr Probleme als die Ausländerfrage beschäftigt sie die in Wels relativ hohe Jugendarbeitslosigkeit. „Zu unserem Stammpublikum zählen viele Jugendliche, die weder in die Schule gehen noch in Ausbildung sind“. Bei den D22-Mitarbeiter/innen finden sie stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen.

genregie repariert, umgebaut, gewartet und verschönert werden. Die Bikekitchen stellt das richtige Werkzeug, Fachliteratur und Know-How zur Verfügung.

Sich ausprobieren können. Im D22 haben alle die Möglichkeit, ihre Freizeit zu verbringen – abzuhängen – ohne etwas konsumieren zu müssen. Es gibt Spiele wie Tischfußball, Darts, Playstation, sowie Brett- und Kartenspiele und Sportmöglichkeiten. Ein Raum im Jugendzentrum wurde als Trainingsraum für junge Breakdancer aus Wels adaptiert. Im Herbst letzten Jahres wurde vom D22 zudem die Welser Bikekitchen ins Leben gerufen, eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, wo Fahrräder in Ei-

Das Jubiläum wird am Samstag, 17. Mai ab 15 Uhr gefeiert. Zu Beginn gibt es eine spirituelle Feier mit Bischof Ludwig Schwarz. Ab 16 Uhr wird ein buntes Programm mit verschiedenen Outdoor-Spielmöglichkeiten angeboten. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist eine Party ab 19 Uhr im Alten Schl8hof. Mit dabei die Breakdancer United Minds Crew, die Band DayZero und Skaputnik. Anschließend folgt ein DJ-Set von Motschi Monoton. Der Eintritt ist frei.

szene

Schüler/innen Orientierung bieten

PAUL STÜTZ

 https://www.facebook.com/dee. jugendzentrum

D22: 25-Jahr-Feier

xx

zen, bereit sind, sich mit Glaubensthemen auseinanderzusetzen und dabei etwas Orientierungstage sind ein Aninr/ ite Geld verdienen wolgebot der Katholischen Jugend Le n. ke t stär Gemeinschaf stage werden len. Beim Grundkurs OÖ für Schüler/innen ab der 8. ng ru ie nt rie nen für O Ö „Orientierungstage Schulstufe, die ein bis zwei Tage gesucht. KJO leiten“ werden sie gemeinsam außerhalb des Schulauf diese Tätigkeit vorbereitet. alltags verbringen und zu einem Das Modul 1 findet von 10. bis 12. Oktober auf Thema ihrer Wahl arbeiten wollen. der Burg Altpernstein (Micheldorf) statt. Das Junge Erwachsene begleiten die Jugendlichen Modul 2 ist eintägig (Linz), Termin nach Vereindurch die Orientierungstage. Die Katholische barung im Frühjahr 2015. Jugend sucht solche jungen Orientierungstage Detailinfos und Anmeldung: leiter/innen (ab 19 Jahren), die gerne mit Gruphttp://ooe.kjweb.at/orientierungstage pen arbeiten, pädagogische Fähigkeiten besit-


22 Anzeigen

15. Mai 2014

KLEINANZEIGEN KAUF Familie mit 3 Kleinkindern sucht erschwingliches Haus oder Grundstück, Tel. 0699/10 86 74 21. MIETWOHNUNG GESUCHT Ich, Mühlviertlerin, Caritas-Angestellte, suche eine Mietwohnung (ca. 50 m2) ab August/September 2014 in Urfahr! 0650/760 56 12. PARTNERSCHAFT Ich bin 36 Jahre alt und ein gutaussehender, sympathischer, lustiger, humorvoller, treuer und aufmerksamer junger Mann. Möchte einen lieben Menschen (Frau) kennen lernen, mit dem ich das Leben teilen kann. Zuschriften unter Chiffre Nr. 10/2014, KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.

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OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer, Heinz Niederleitner. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 46,20 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT ©BILDRECHT, WIEN

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Ausblick 23

15. Mai 2014

Gemeinsam Gott suchen

Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Sieben Werke der Barmherzigkeit für heute, Vortrag und Vertiefung, Di., 3. 6., 17 bis 21 Uhr, Ref.: Bischof em. Dr. Joachim Wanke, Erfurt.

Linz – Jesuiten. Die „Gemeinschaft Christ-

lichen Lebens“ (GCL) lädt zu einem Informationsabend mit P. Richard Plaikner SJ ein. GCL ist die wichtigste Laienorganisation des Jesuitenordens und richtet sich an suchende, engagierte Christinnen und Christen. Die Spiritualität dieser geistlichen Bewegung orien­tiert sich am Ordensgründer Ignatius von Loyola (1491 – 1556). Heuer feiert die Bewegung das 450-Jahr-Jubiläum. In Österreich gehören ihr ca. 200 Mitglieder an. XX Mo., 19. Mai, 19 Uhr, Domgasse 3 (Jesuiten), 4020 Linz.

bildung – spiritualität – kurs

Ordensgründer Ignatius von Loyola, gemalt von Giacomo del Conto am Tag nach Ignatius Tod. WIKIMEDIA

Biblischer Sommer Von Ur bis Emmaus – die Botschaft biblischer Orte.

Das ist das Thema der BibelSommerWoche 2014 des Bibelwerkes Linz. In Ortsnamen verstecken sich oft symbolische Botschaften. Es geht um biblische Aussagen in Zusammenhang mit Namens- und Landschaftsbezeichnungen. Eine Woche auch mit Urlaubscharakter. Mit Ingrid Penner und Hans Eidenberger SM. Kursgebühr: € 150,–. XX Sa., 2. bis Fr., 8. August, Bildungshaus Greisinghof, Tragwein. Anmeldung: bibelwerk@dioezese-linz.at, Tel. 0732/76 10-32 31. Wandern mit der Bibel. Das Bibelwerk Linz bietet im ­ ugust zwei Wanderwochen an. Sie stehen im Zeichen A des Kraftschöpfens aus der Bibel – mit spirituellen Impulsen. Von 10. bis 16. August im Bildungshaus Lichtenburg, Nals, Südtirol, mit Dr. Franz Kogler. Von 24. bis 30. August in Hüttschlag, Salzburg, mit Mag. Hans Hauer. XX Anmeldung: bibelwerk@dioezese-linz.at, Tel. 0732/76 1032 31.

Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43 XX Ankommen und Gemeinschaft finden, Woche für ältere Frauen, Mo., 26. 5., 10 Uhr bis Sa., 31. 5., 10 Uhr, Ref.: Elfriede Wolschlager, Hannelore Puchner. Kremsmünster, Subiaco  07583/52 88 XX Gemeinsam Glauben erleben, Cursillo für Frauen und Männer, Do., 29. 5., 18 Uhr bis So., 1. 6., 18 Uhr, Ltg.: Priester und ehrenamtliches Team. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX Exkursion ins Mühlviertel, Besuch der Bergkräutergenossenschaft, Hirschbach, Lebzelterei Kastner und Blaudruckerei Wagner, Bad Leonfelden, Di., 3. 6., Abfahrt: 8 Uhr, Rückkehr: ca. 19 Uhr, Ltg.: Maria Hauer. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92 XX Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein, Pilgerwanderung auf der Via Alm, Sa., 24. 5., 9 Uhr bis So., 25. 5., 16 Uhr, Ltg.: Lydia Neunhäuserer. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Vater – Kind – Kanu, Beziehung im/in Fluss, Sa., 28. 6., 8 Uhr bis So.,

29. 6., 15 Uhr, Ltg.: Johann Hillinger, Voraussetzung: Teilnahme am Schnupperkurs, Mi., 4. 6., 18 Uhr. Schlierbach, SPES-Haus  07582/821 23 43 XX Die Kraft der Stille, Meditations- und Schweigeseminar, Do., 29. 5., 18 Uhr bis So., 1. 6., 13 Uhr, Ltg.: Mag. Susanne Gross. Seitenstetten, St. Benedikt  07477/428 85 XX In 80 Minuten um die Welt, Konzert, Rosengarten des Stiftes, So., 25. 5., 16 Uhr, mit Julia Sitz, Walter Sitz, Philipp Jagschitz. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00 XX Nicht ohne uns: Frauentreff, Wanderung durch Steyr, Mi., 4. 6., 9 bis 11 Uhr. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Feldenkrais – Bones for Life, für ein gutes Auftreten!, Fr., 30. 5., 17 Uhr bis So., 1. 6., 12 Uhr, Ltg.: Mag. Sarah Gertraud Emmer. Vöcklabruck, Geistl. Zentrum  07672/726 67 XX LebensWEGE, Im Gehen meinen Weg erfahren, Do., 29. 5., 18 Uhr bis So., 1. 6., 13 Uhr, Begl.: Sr. Stefana Hörmanseder, Sr. Hiltrud Bittermann. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37 XX Puchberger Fußwallfahrt nach Mariazell, Mo., 26. 5., 9 Uhr bis So., 1. 6., ca. 14 Uhr, Ref.: Dr. Adolf Trawöger, Dipl.Päd. Gabriele HoferStelzhammer.

Angebot der woche

Tutanchamun Nur noch bis 29. Juni ist die Erfolgsschau „TUTANCHAMUN – Sein Grab und die Schätze“ in der Tabakfabrik in Linz und somit erstmalig in Österreich zu sehen. Über fünf Millionen ­begeisterte Besucher haben sich bislang vom Mythos Tutanchamuns verzaubern lassen und sich auf die spannende Zeitreise ins Zeitalter der Pharaonen begeben. Das Grab des Tutanchamun mit seinen Schätzen wurde original- und maßstabsgetreu

nachgebaut, sodass die Besucher einen wirklichkeitsnahen Eindruck von der überwältigenden Fülle der Beigaben erhalten, die dem König auf seiner magischen Reise in die Unterwelt dienen sollten. Die Tourneeausstellung entführt in eine ferne Welt und bringt eine längst vergessene Zeit zum Greifen nah, die unwillkürlich in i­hren Bann zieht. Ort der Ausstellung: Tabakfabrik Linz, Gruberstraße 1, 4020 Linz. Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass: 17 Uhr). Tickets und Informa­ tionen: www.tut-ausstellung.com.

Die KirchenZeitung und das Bibelwerk Linz verlosen 5 x 2 Karten für die Tutanchamun-Ausstellung. XX Zuschriften an: Bibelwerk der Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/76 10-32 31, E-Mail: bibelwerk@ dioezese-linz.at, Kennwort: „Tutanchamun“.


24 Termine namenstag

Sr. Sophia Mathae ist Religionslehrerin in Steyr. Privat

Sophia (15. Mai) Den Namen Sophia erhielt ich bei meiner Ordensprofess – als Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Ich durfte ihn mir selbst aussuchen. Schon als Jugendliche gefiel mir dieser Name. Ich freue mich sehr, so zu ­heißen. Der Namenstag wird bei uns im Kloster immer gefeiert. Inzwischen ist Sophia auch sehr modern geworden. Sophia kommt aus dem Griechischen und bedeutet Weisheit. Die hl. Sophia war eine vornehme Christin in Mailand. Sie verteilte nach dem Tod ihres Mannes mit ihren drei Töchtern das Vermögen an die Armen. Sophia starb mit ihren Töchtern um 304 n. Chr. in Rom den Märtyrertod. Dargestellt wird sie als Mutter mit drei Mädchen, mit Schwert, Palme und Buch. Die hl. Sophia wird auch „Eisheilige“ oder „kalte Sophie“ genannt. Für mich als Barmherzige Schwester ist sie ein besonderes Vorbild im Einsatz für die Armen und vor allem für die Kinder. Sr. Sophia Mathae

15. Mai 2014

freitag, 16. 5. 2014 XX Bad Ischl. Herein oder hinaus? Asyl- und Fremdenrecht in Österreich, kleiner Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Univ.Prof. Mag. Dr. Markus Haslinger. XX Enns. Zu Fuß auf dem Franziskusweg, Impressionen einer Pilgerreise, Pfarrsaal St. Marien, 19.30 Uhr. XX Freistadt. Orgelpunkt12 auf der Lorenz-Franz-Richter-Orgel, Stadtpfarrkirche, 12 Uhr, mit Peter Waldner. XX Kremsmünster. Wegkreuze – Bildstöcke – Kapellen in Kremsmünster, Treffpunkt: Pfarrheim, 18.30 Uhr, mit Mag. Sigi Kristöfl. XX Kremsmünster. Jubiläumsvesper „40 Jahre Jugendvesper im Stift Kremsmünster“, Stiftskirche, 19 Uhr, mit P. Nikolaus Zacherl, Abtpräses Mag. Christian Haidinger. XX St. Martin i. I. Die Pfiffigen, Einakter und Sketches, Mehrzweckhalle der neuen Musikmittelschule, 19.30 Uhr, mit der Sing- und Spielgruppe. XX Schärding. Orgelkonzert mit Werken von M. Schildt, H. Scheidemann, D. Buxtehude, Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr, mit Karen Nelson, Schweden. samstag, 17. 5. 2014 XX Allentsteig/Oberndorf. Maiandacht beim Brünnl in Oberndorf, Gelände des Truppenübungsplatzes Allentsteig, Start: Hörmanns, 14 Uhr, durch Fahrzeuge des Bundesheeres, Start für Fußwallfahrer: Allentsteig, Stadtpfarrkirche, 12.15 Uhr. XX Helfenberg. Grenzgang, zweitägige Pilgerwanderung nach Vissy Brod, Anmeldetel. 07216/40 00. XX Katsdorf. Pilgergang nach St. ­Leonhard b. F., Treffpunkt: Kirchenplatz, 6 Uhr. XX Linz. Jugendstil-Spaziergang, Treffpunkt: Domplatz, 14 Uhr, mit Elmar Weingartner. XX Linz, Hl. Dreifaltigkeit. Kunstund Kulturfahrt zur Schallaburg und zum Safran in der Wachau, 8 Uhr. XX Mattighofen. Grenzüberscheitende Pfarrwallfahrt ins ehemalige Stift Höglwörth, Bayern, Abfahrt: Kirchenplatz, 8 Uhr, Gottesdienst, Stiftskirche, 10 Uhr, Anmeldetel. 07742/22 73-0.

KirchenZeitung Diözese Linz

Musica sacra: Konzert mit dem „Chorus sine nomine“ in der Linzer Minoritenkirche am Sonntag, 18. Mai. Moritz Wustinger XX Mettmach. Spaziergang durch den Wald, Weg in Verbundenheit, Treffpunkt: Fam. Gaisbauer, Großenreith 11, 14 Uhr, mit Andrea Farcher Kuprian. XX Schlägl. Vom Singen der Kantoren und Chöre mit dem neuen Gesangbuch, Fortbildungstag für Vorsänger und Chorsänger, Stift, Treffpunkt: Pforte, 10 Uhr, Ltg.: Prof. DDr. Rupert G. Frieberger OPraem. XX Steyregg. Kleindenkmäler in Steyregg. Vielfalt und Form, Pfarrsaal, 19.30 Uhr Ref.: Ing. Willi Kutscher. XX Traberg. Mit Volksmusik in den Abend, Pfarrheim, 19 Uhr, mit dem Chor miteinand‘, Marianne Nimmervoll, Bläserquartett Traberg, Sprecher: Stefan Grasböck. XX Vöcklabruck. Frauenausflug nach Salzburg, Treffpunkt mensch & arbeit, ganztägig, Anmeldetel. 07672/220 36. XX Wilhering. Jugend- und Missions­fest, Stift, 10.30 Uhr. sonntag, 18. 5. 2014 XX Bad Schallerbach. Quatuor pour la fin du temps von O. Mes­ siaen, Constellation IV, Uraufführung, von R. Jungwirth, Magdalenabergkirche, 19.15 Uhr, mit Judith Aigner, Alexander Nantschev u.a. XX Geiersberg. Dorf-Maiandacht bei der Brunnenkapelle, 14 Uhr. XX Gmunden. Neue Wiener Stimmen, Konzert, Stadttheater, 18 Uhr, mit dem Jugendchor in Wien. XX Hofkirchen i. M. Geschichten von und für Jung und Alt, bei Schönwetter: Steinlabyrinth Emmerstorfer Bründl, sonst Pfarrheim, 14 Uhr.

XX Kollerschlag. Turmkreuzste­ ckung, Pfarrkirche, 15 Uhr, mit Diö­ zesanbischof Dr. Ludwig Schwarz. XX Kremsmünster. Heiligmesse von J. Haydn, Stiftskirche, 10.15 Uhr, mit dem Kirchenchor. XX Linz, Alter Dom. Missa secunda für vier Stimmen von H. L. Hassler, 10.30 Uhr, mit Burgi Schobesberger, Elisabeth Radlmayr, Hannes Mahringer, Klaus Schobesberger. XX Linz, Hl. Geist. 50-Jahr-Feier des Pfarrcaritas-Kindergartens St. Berthold, Gottesdienst, Pfarrkirche, 10 Uhr, Musical: Berthi, der Bücherwurm, Pfarrsaal, 11.15 Uhr. XX Linz, Mariendom. Missa Dominicalis für Chor und Bläser von W. Menschick, 10 Uhr, mit dem Domchor, Kirchenchor Biberwier, Bläser­ ensemble der Dommusik. XX Linz, Minoritenkirche. Silent Night, musica-sacra-Konzert, 17 Uhr, mit dem Chorus sine nomine. XX Maria Neustift. Hl. Messe anlässlich des Abschlusses der Kirchenrenovierung, Pfarrkirche, 10 Uhr, anschließend Fest mit Buchpräsentation: Maria Neustift. Die Geschichte eines Wallfahrtsortes, Haus der Dorfgemeinschaft, mit Dr. Karl Krendl. XX St. Florian. Klangwelten – Gegenüberstellung von gregorianischem Choral, früher polyphoner Musik und neuerer Musik, Sommerrefektorium des Stiftes, 11 Uhr, mit dem Ensemble Vox Clamantis. XX St. Leonhard b. F. Das Schlossgespenst, Kasperltheater, Pfarrzentrum, 15 Uhr. XX Schlägl. Ostermotetten aus dem Choralis Constantinus von H. Isaac, Stiftskirche, 10 Uhr, mit dem Colle­ gium Vocale Passau.

ausstellungen – flohmarkt – Pflanzenmarkt XX Feldkirchen a. d. D. Kunst- & Garten-Zauber, Verkaufsausstellung, Vorträge zum Thema „Garten“, Fachschule Bergheim, Sa., 17. 5., 10 bis 17 Uhr. XX Freistadt. Bücherflohmarkt, Führungen und Workshops beim Pfarrfest, Stadtpfarre, Sa., 24. 5., 14 bis 24 Uhr, So., 25. 5., 9 bis 14 Uhr, ökumenischer Gottesdienst, So., 25. 5., 10 Uhr. XX Grein. Liebe-Dinge-Flohmarkt, Pfarrheim und ehemaliger Caritas-Laden, Sa., 24. 5., 15 bis 20 Uhr, So., 25. 5., 8 bis 14 Uhr.

XX Hellmonsödt. Bäuerliche Arbeiten und Handwerk in Haus und Hof, Jahresausstellung, Freilichtmuseum Pelmberg, Denkmalhof Mittermayr, Eröffnung und Jubiläumsfeier „50 Jahre Heimatverein Urfahr Umgebung“, So., 18. 5., 13 Uhr, Öffnungszeiten: Sa., So., Feiertag, 14 bis 17 Uhr. XX Linz. Bücherflohmarkt, Bücherei am Dom, Stifterstraße 6, Fr., 16. 5., 10 bis 18 Uhr. XX Linz. Verwurzelt und frei, Einblicke in ­malerische Momente von Maria Pfeiffer, Diö­ zesanhaus, 2. OG, Vernissage, Di., 20. 5., 16 Uhr.

XX Maria Schmolln. Pflanzenmarkt im Klostergarten, So., 18. 5., 9 bis 16 Uhr, Öffnungszeiten Klostergarten: täglich 9 bis 16 Uhr, Verkaufsladen: Sa., 13 bis 16 Uhr, So., Feiertag, 9 bis 16 Uhr. XX Schärding. Verdichtete Landschaft – Oder das Spüren der Dinge, Ingrid Pröller, Schlossgalerie, Vernissage, Fr., 16. 5., 19 Uhr, Ausstellung bis 29. 6., jeweils Fr., Sa., So., 14 bis 17 Uhr. XX Steinerkirchen a. d. T. Pfarr-Floh- und Pflanzenmarkt, Pfarrsaal, Fr., 16. 5., 15 bis 20 Uhr, Sa., 17. 5., 8 bis 12 Uhr.


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

15. Mai 2014

XX Steyr. Missa brevis in G, KV 49, von W. A. Mozart, ­Michaelerkirche, 10.15 Uhr, mit der Kirchenmusikver­ einigung Sancta Caecilia. XX Wels. Tod auf der Tageskarte, Literaturfrühstück, Bildungshaus Schloss Puchberg, 10 Uhr, mit Chris­ tian Mähr. XX Wels, Herz Jesu. Perlen der Mu­ sik, Benefizkonzert, Pfarre, 19 Uhr. montag, 19. 5. 2014 XX Bad Ischl. Tagebuch der arabi­ schen Revolution, Vortrag mit Po­ diumsdiskussion, Kongress & Thea­ terHaus, 19.30 Uhr, mit Karim El-Gawhary. XX Bad Mühllacken. Oase – neue geistliche Lieder und Texte, ­Kur­hauskapelle, 19.40 Uhr, nach der Abendmesse (Beginn: 19 Uhr), mit Pfarrer Rudi Wolfsberger. XX Hartkirchen. Allen recht ge­ macht, ist eine Kunst ..., Gespräche führen in Betreuungs- und Pflege­ situationen, Seminar, Pfarrzentrum, 18 Uhr, Ref.: Paula Wintereder. dienstag, 20. 5. 2014 XX Linz. Sozialland OÖ: Erfolge – Bedarf – Herausforderungen, So­ zial-Stammtisch, Cardijn-Haus, Kapuzinerstraße 49, 19 Uhr, mit Landesrätin Mag. Gertraud Jahn. XX Linz. Konzert mit Werken von W. A. Mozart, A. F. Kropfreiter, L. van Beethoven, Festsaal der Elisa­ bethinen, Fadingerstraße 1, 19.30 Uhr, mit dem Oktavian Ensemble. XX Steyregg. Maiandacht, Kloster­ kirche Pulgarn, 19 Uhr, mit der Sän­ gerrunde Feldkirchen a. d. D. XX Taufkirchen a. d. T. Kindeswohl – Kinderwunsch – Wunschkind?, Vortrag über Reproduktionsmedi­ zin, Kultursaal, 20 Uhr, Ref.: Dr. Ste­ phanie Merckens. XX Vöcklabruck. I­nterkulturelle Walking-Gruppe für Frauen des Treffpunkts mensch & arbeit, Treff­ punkt: Brunnen Dürnau, Ecke EWerk-Straße, 17 Uhr.

XX Vöcklabruck. EU – Wir haben die Wahl!?, Eine kritische Analyse, Vor­ trag und Diskussion, Arbeiterkam­ mer, 19 Uhr, Ref.: Lisa Mittendrein. mittwoch, 21. 5. 2014 XX Lacken. Burn-out-Prophylaxe oder: Wie kocht man einen Frosch?, Vortrag, Veranstaltungsraum der FF, 19.30 Uhr, Ref.: Gisela Steinkogler. XX Linz. Der hl. Florian und die Zi­ vilcourage, Linzer City-Senior/in­ nen-Treff, URBI@ORBI, 14.30 Uhr, Ref.: KonsR DDr. Karl Rehberger. XX Linz, Mariendom. JägerstätterGedenken, Mittagsgebet bei der Jägerstätter-Stele, 12.15 Uhr. XX Roitham. Natürlich Entgiften und Entschlacken, das Naturgestein Zeolith, Vortrag, Gemeindeamt, 19 Uhr, Ref.: Harald Wörndl. XX St. Radegund. Jägerstätter-Ge­ denken, Mittagsgebet, Pfarrkirche, 12 Uhr, Gedenkmesse, 19.30 Uhr. XX Wels, St. Stephan. SeniorenMaiandacht in der Klosterkapelle Steinerkirchen a. d. T., anschließend Besichtigung der ParamentenWerkstatt, Treffpunkt: Kirchen­ platz, 13.30 Uhr. donnerstag, 22. 5. 2014 XX Lambach. Mundart, blues & soul, ProMusic-Konzert, Kultur- und Bildungshaus ProDiagonal, 20 Uhr, mit Harry-Ahamer-acoustic-duo. XX Wallern. From Russia with Love, Konzert, evangelische Kirche, 19.30 Uhr, mit den Petersburg Singers. XX Wels. Alles hat seine Stunde, Vortrag, Klinikum Wels, Festsaal, 19.15 Uhr. XX Wels. Afrikanisches Benefiz­ konzert, Saal der Freien Christen­ gemeinde, Wiesenstraße 52, 19.30 Uhr, mit dem Chor The Message, 4B Percussion.

Ehevorbereitung Ehe.wir.heiraten.aktiv XX Attnang-Puchheim. Maximi­ lianhaus, Sa., 28. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Bad Ischl. Pfarrheim, Sa., 28. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Linz, St. Markus. Pfarrheim, Sa., 28. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Ried i. I. Franziskushaus, Sa., 28. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Waldhausen. Stift, Sa., 28. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Wels. Bildungshaus Schloss Puchberg, Sa., 28. 6., 9 bis 17.30 Uhr. XX Wels. Bildungshaus Schloss Puchberg, So., 29. 6., 9 bis 17.30 Uhr. XX Anmeldung: online auf bezie­ hungleben.at.

Konzert in der Pfarrkirche Ebensee am Freitag, 23. Mai. Pfarre freitag, 23. 5. 2014 XX Ebensee. Oratorium nach Bil­ dern der Bibel von Fanny HenselMendelssohn, Konzert, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Kirchenchor, Belcanto-Chor Salzburg. XX Freistadt. Des Geistes klare Trunkenheit, eine genussreiche Rei­ se für Gaumen und Ohr im Rah­ men der Langen Nacht der Kirchen, Stadtpfarrkirche, 20.30 Uhr, mit der Orgelklasse Bernhard Prammer u.a. XX Katsdorf. Lange Nacht der Kir­ chen – das Evangelium nach Mar­ kus, Pfarrkirche, 19.30 Uhr.

XX Linz, Martinskirche. Medita­ tion und Ekstase, jüdische Musik, Konzert im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen, 23 Uhr, mit dem Ensemble 10 saiten Tacheles. XX Linz, St. Antonius. Linzer Kir­ chenroas, Pfarrkirche, 15 Uhr. XX Schärding. Bibelwanderung, Pfarrzentrum, 20 Uhr. XX Vöcklabruck. Sprech-Café für Frauen aus aller Welt, Treffpunkt mensch & arbeit, 15 Uhr. XX Weißkirchen a. d. T. ... nur dass ma redn drüwa ..., Gedanken und Gedichte in ungereimter Mundart, großer Pfarrsaal, 20 Uhr, mit Rein­ hold Imböck. XX Wels, St. Josef. Stabile Seitenla­ ge, Kabarett, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit Ernst Aigner, Ingrid Schiller. XX Steyr. Jüdische Speisen und jüdi­ sche Musik, Konzert im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen, 19.30 Uhr, mit dem Ensemble 10 saiten Tacheles. samstag, 24. 5. 2014 XX Bad Hall. In mir klingt ein Lied ..., Frühlingskonzert, Gästezentrum, 19.30 Uhr, mit der Chorgemein­ schaft Bad Hall. XX Hagenberg i. M. Konzert mit Orgel und Violine, Pfarrkirche, 20 Uhr, mit Josef Gasser, Alexandra Hochhold. XX Linz. Anliegen und Botschaft der Christen, Einkehrtag, Karmel­ zentrum, Landstraße 35b, 14 Uhr, Begl.: P. Paul Weingartner. XX Linz. Das jüdische und das „braune“ Linz, Musikrundgang, Treffpunkt: Synagoge, Bethlehem­ straße, 16 Uhr, mit dem Ensemble 10 saiten Tacheles. XX Mauthausen. Kräuterhexen und Kräuter, Pfarrheim, 14 Uhr, mit Mag. Renate Gruber. XX St. Florian. Der musikalische Garten, Stift, 19 Uhr, mit Gewin­ nern des Internationalen HIF-BiberPreises 2013. sonntag, 25. 5. 2014 XX Linz. Das jüdische und das „braune“ Linz, Musikrundgang, Treffpunkt: Synagoge, Bethlehem­ straße, 10 Uhr, mit dem Ensemble 10 saiten Tacheles. XX St. Marien. Unter uns in St. Ma­ rien, Kabarett, Gasthaus Templ, 16 Uhr, mit Oliver Hochkofler, Imo Tro­ jan.

aussaattage 19. 5.: Frucht von 3 bis 9, ab 10 Wurzel 20. 5.: Wurzel 21. 5.: Wurzel bis 8, ab 9 Blüte 22. 5.: Blüte 23. 5.: Blüte bis 3, ab 4 Blatt 24. 5.: Blatt bis 7, von 8 bis 24 Blüte 26. 5.: Blatt von 1 bis 16 ------Aus: Aussaattage 2014, M. Thun.

Liturgie Lesejahr A Lesereihe II Sonntag, 18. Mai 2014 5. Sonntag der Osterzeit. L1: Apg 6,1–7 L2: 1 Petr 2,4–9 Ev: Joh 14,1–12 Montag, 19. Mai 2014 L: Apg 14,5–18 Ev: Joh 14,21–26 Dienstag, 20. Mai 2014 Hl. Bernhardin von Siena, Ordens­ priester, Volksprediger. L: Apg 4,8–12 Ev: Lk 9,57–62 L: Apg 14,19–28 Ev: Joh 14,27–31a

Begäbnis des hl. Bernhardin.

pattLoch

Mittwoch, 21. Mai 2014 Sel. Franz Jägerstätter, Märtyrer. Hl. Hermann Josef, Ordenspriester, Mys­ tiker. Hl. Christophorus Magallanes, Priester, und Gefährten, Märtyrer in Mexiko. L: Röm 8,31b–39 Ev: Mt 5,1–12 L: Sir 42,15–21b Ev: Mt 11,25–30 L: Offb 7,9–17 Ev: Joh 12,24–26 L: Apg 15,1–6 Ev: Joh 15,1–8 Donnerstag, 22. Mai 2014 Hl. Rita von Cascia, Ordensfrau. L: Phil 4,4–9 Ev: Lk 6,27–38 L: Apg 15,7–21 Ev: Joh 15,9–11 Freitag, 23. Mai 2014 L: Apg 15,22–31 Ev: Joh 15,12–17 Samstag, 24. Mai 2014 L: Apg 16,1–10 Ev: Joh 15,18–21 Sonntag, 25. Mai 2014 6. Sonntag der Osterzeit. L1: Apg 8,5–8.14–17 L2: 1 Petr 3,15–18 Ev: Joh 14,15–21


teletipps Sonntag, 18. mai

18. 5. bis 24. 5. 2014 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

dienstag, 20. mai

9.05 Uhr: Auf dem Franziskusweg (Religion) Die Pilgerstraßen durch die Landschaft Umbriens nach Assisi. ORF 2 9.15 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion, 9.30 Uhr, ZDF) Live aus der Franziskanerkirche in Wien. Mit P. Gottfried Wegleitner OFM. ORF 2 20.15 Uhr: Milk (Spielfilm, USA 2008) Mit Sean Penn, Emile Hirsch u.a. – Regie: Gus Van Sant – Oscarprämierter Film über das Leben des schwulen Politikers Harvey Milk, der geschickt Privates mit Politischem verbindet. arte 20.15 Uhr: ORFeins 21 Jump Street (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) Montag, 19. mai 20.15 Uhr: Halt auf freier Strecke (Spielfilm, D 2011) Mit Steffi Kühnert, Milan Peschel u.a. – Regie: Andreas Dresen – Emotionales Porträt eines todkranken Mannes und seines Sterbeprozesses. arte 20.15 Uhr: ARD Erlebnis Erde: Wildes Deutschland – Der Stechlin (Doku) ZDF Die Toten von Hameln (TV-Film) 22.45 Uhr: Lügen, Intrigen und ein neuer Krieg – Wie die Ukraine zerbricht (Dokumentation) Die derzeitige Situation in der Ukraine und ihre Auswirkungen und Gefahren für das Land, aber auch den Rest der Welt. ARD

20.15 Uhr: Riskante Reise – Europa und die Flüchtlingsströme (Dokumentation) Die Tragödie vor Lampedusa im Oktober 2013, ihre Konsequenzen und die oftmals leeren Versprechungen der EU. ZDF 20.15 Uhr: ORF 2 Universum: Wildes Brasilien – Feurige Erde (3/3; Doku) BR Die zweite Frau (TV-Film) 22.15 Uhr: 37°: Ich will trotzdem Vater sein! – Männer nach der Trennung (Religion). ZDF Mittwoch, 21. mai 19.00 Uhr: stationen.Dokumentation: Verkauft, verschleppt, missbraucht – Vom Kampf gegen den Menschenhandel (Religion). BR 20.15 Uhr: ARD Sternstunde ihres Lebens (TV-Film) ZDF Aktenzeichen XY... ungelöst – Spezial Wo ist mein Kind? 20.55 Uhr: Mein Papa, der Sextourist (Dokumentation) Wie immer mehr Mütter versuchen, die Rechte ihrer von Sextouristen gezeugten Kinder einzufordern. 3sat donnerstag, 22. mai 20.15 Uhr: X-Men – Erste Entscheidung (Spielfilm, USA 2011) Mit James McAvoy, Michael Fassbender u.a. – Regie: Matthew Vaughn – Glaubwürdige Charakterzeichnungen und emotional packende Konflikte in einer weiteren Vorgeschichte zu den „X-Men“-Filmen. ORFeins

freitag, 23. mai 12.00 Uhr: Der Klezmerkönig von Berlin (Dokumentation) Porträt des Chorleiters, Sängers und Alleinunterhalters Jossif Gofenberg. 3sat ORF/SWR/LOOKSfilm/Tobias Fritzsch

Di., 20.5., 22.35 Uhr: Universum History: 14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs: Der Angriff (1/4; Dokumentation) Als der österreichische Thronfolger und dessen Frau bei einem Attentat in Sarajevo ums Leben kommen, ist Europa ein von Spannungen gezeichneter Kontinent. Die Menschen aller Nationen sind überzeugt, angegriffen zu werden und empfinden es als ihre „heilige Pflicht“ in den Krieg zu ziehen. Doch die Hoffnungen auf einen raschen Sieg und ein absehbares Ende des Krieges zerschlagen sich immer mehr. ORF 2 20.15 Uhr: ORF 2 Diskussion der Spitzenkandidaten zur EU-Wahl 21.00 Uhr: scobel – Sex, Macht und Glauben (Diskussion) Religionen übten mit der Macht über Sexualität auch immer Macht auf den Menschen aus. Doch was, wenn diese Macht gebrochen wird? 3sat 22.25 Uhr: Dem Himmel so fern (Spielfilm, FR/USA 2002) Mit Julianne Moore, Dennis Quaid u.a. – Regie: Todd Haynes – Meisterhaft doppelbödiges Melodram über ein Ehepaar , dessen störungsfreies Leben ins Wanken gerät. 3sat

20.15 Uhr: Selbsternannte Richter – Schattenjustiz bei Muslimen in Deutschland (Dokumentation) Der Film beobachtet und begleitet den kurdischen „Friedensrichter“ Mustafa Ö. bei seinen Schlichtungsverfahren abseits der deutschen Justiz. 3sat 20.15 Uhr: ORFeins Wir sind Kaiser (Comedy) ORF 2 Der Staatsanwalt (Krimireihe) samstag, 24. mai 14.00 Uhr: Bischofsweihe in Passau (Religion) Übertragung des Festgottesdienstes aus dem Passauer Dom anlässlich der Weihe und Amtseinführung Stefan Osters. BR 20.15 Uhr: Nazi-Kollaborateure – Finnlands Allianz (Dokumentation) Das Bündnis Finnlands und Deutschlands gegen Stalins Armee, die 1939 in Finnland einmarschierte. ORF III 20.15 Uhr: Morgenland und Abendland: Der asiatische Schmelztigel (5/7; Dokumentation) Die zentralasiatischen Zivilisationen, die auf ihrem Eroberungsweg bis ins byzantinische Reich vordrangen. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Narrisch guater Sommer – Die Höhepunkte ZDF (20.25) Fb/CL: Real Madrid : Atlético Madrid

radiophon

privat

Msgr. Dr. Ernst Pöschl Diözesanseelsorger der Katholischen ArbeiterInnenjugend, Burgenland

So 6.05 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. „In einem Brief an die Gemeinde von Ephesus schreibt der Heilige Ignatius: ‚Nehmt Gottes Melodie in euch auf. So werdet ihr alle zusammen zu einem Chor. Und das ist das Lied, das der Vater hört.‘“ ÖR

Zwischenruf ... von Pfarrer Rainer Gottas (Klagenfurt). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a. Bibelkommentar von Wolfgang Sotill zu „Das Gespräch über den Weg zum Vater“ (Joh 14,1-12). So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Sag die Wahrheit, nicht nur das, was real ist“ – Zum 100. Geburtstag des Theatermenschen und Schriftstellers George Tabori. Von Cornelius Hell, Literaturkritiker. Mo–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis – Religion und Gesellschaft. Mi 16.00, Ö1 Logos – Theologie und Leben. „Was glauben Sie?“ – Der evange-

lisch-reformierte Landessuperintendent in Österreich, Thomas Hennefeld. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Sendungen von Radio Vatikan können nur noch über digitale Satellitenanlagen und über das Internet empfangen werden: Eutelsat 1-Hotbird 13° Ost 12.034 MHz oder Intelsat Atlante 325.5° Ost – 4.097.75 MHz Täglich. 16.00 Treffpunkt Weltkirche (Satellit und Internet) 18.00 (Satellit) und 20.20 (Internet) Abendmagazin: (So) Aktenzeichen – von Aldo Parmeggiani: Dorothee Sölle – Gerechtigkeit ist ein Name für Gott (Di) Radioakademie: Das Heilige Land und der Vatikan – 50 Jahre nach dem ersten Besuch eines Papstes.

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre Maria Kirchental/Sbg. – Pater Karl Unger MSC Starlinger/Grünbacher feiert mit seiner Gemeinde den Gottesdienst. Als Leitfaden durch seine Predigt zieht sich Joh 14,2: „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.“ Musikalisch gestaltet wird die Messe vom Gemeinschaftschor der Pfarre St. Martin und dem Bläserquartett der TMK St. Martin. ÖR


KirchenZeitung Diözese Linz

Oberösterreich 27

15. Mai 2014

Die Kriegserklärungen von 1914 wurden in Handtücher gewebt

Der Krieg im Wäscheschrank 1914. Die Euphorie um den beginnenden Ersten Weltkrieg hat bis hinein in die Wäscheschränke Spuren hinterlassen. Christine Vieböck, ehemalige Eigentümerin der Leinenweberei Vieböck in Helfenberg, hat noch solche Handtücher und Tischdecken, die damals gewebt wurden.

22 Kriegserklärungen aus der Anfangszeit des Krieges finden sich auf dem blauen Handtuch eingewebt, von Laubwerk umrankt. Von der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien am 28. Juli 1914, bis zu jener Italiens an die Türkei am 21. August 1915. Auf einem zweiten Tuch, gewebt Ende 1916, sind zehn weitere

Mit Feldherren bei Tisch. Conrad v. Hötzendorf, Paul v. Hindenburg.

Kriegserklärungen dazugekommen. Bis 2. September 1916 hatte der Krieg Bulgarien und Rumänien erfasst. Aber auch an den Tischen wurde der Krieg geführt. So zeigt eine blaue Leinentischdecke die Brustbilder der beiden Feldherren des Ersten Weltkrieges, Conrad von Hötzendorf und Paul von Hindenburg, jeweils mit dem österreichischen und preußischen Wappen, umgeben von einem Lorbeerkranz. Auf einem anderen Tischtuch sind es die Bilder der beiden Kaiser Franz Joseph und Wilhelm. Die Herstellung dieser Tücher, die wohl eher als Unikate gewebt wurden, muss einen enormen Arbeitsaufwand bedeutet haben – für ein Handtuch sicher zwei Wochen an Vorbereitung, schätzt Christine Vieböck. Das Zeitalter der Elektronik war ja noch nicht da. Christine Vieböck hat die Tücher noch von ihrer Großmutter übernommen. Zum Teil wurden die Tücher in der Region hergestellt, zum Teil wurden sie aus anderen Webereien bezogen. Je-

Chronologie einer Katastrophe. 22 Kriegserklärungen von 28. Juli 1914 bis 21. August 1915. KIZ/MF (2)

der Betrieb wollte damals seinen Kunden ein möglichst vollständiges Segment an Webereiprodukten bieten, während heute die Spezialisierung auf wenige Produkte eher Erfolg verspricht. MATTHÄUS FELLINGER

Die vergessenen Kinder von Spital Spital am Pyhrn. 75 Jahre nach Beginn des

Zweiten Weltkrieges wurden am Samstag, 10. Mai am Friedhof in Spital am Pyhrn zwei Gedenktafeln enthüllt. Sie erinnern in deutscher und polnischer Sprache an die Ereignisse im „Fremdvölkischen Säuglingsheim“ Lindenhof in Spital am Pyhrn. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden dort Säuglinge und Kleinkinder ausländischer, darunter polnischer Zwangsarbeiterinnen untergebracht. Sehr viele starben wegen mangelhafter Ernährung und Pflege. Die Erinnerungskultur auch an dunkle Bereiche unseres Lebens wurde bei der Enthüllung immer wieder betont. Der polnische Botschafter Artur Lorkowski betonte, für ihn sei es Bedürfnis und Pflicht, als Botschafter und Vater das Gedenken wachzuhalten und das Dunkle der Ge-

Gedenken an die Opfer im Kinderheim: Der polnischen Botschafter Mag. Artur Lorkowski (rechts) und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. HAIJES

schichte in Erinnerung zu bringen. „Gegen das Vergessen gibt es nur ein wirksames Mittel: die ständige Arbeit mit jungen Leuten“, wies er auf die vielen Pfadfinder hin, die zu dieser Feier aus Polen angereist waren. Landeshauptmann Josef Pühringer sieht es als Auftrag, die Demokratie in den Herzen zu verankern, „denn hier ist mehr als Vernunft gefragt“. Seine Rede beendete er mit Worten der Betroffenheit: „Ich verneige

mich vor den Opfern und bedaure, dass dies auf oberösterreichischem Boden geschah und so lange darüber geschwiegen wurde.“ Katharina Brandstetter aus Wels ist eine Überlebende. „Ich kenne meine Eltern nicht, nicht einmal mein Geburtsdatum und meinen Namen“, erzählt sie. Sie ist froh, dass die verstorbenen Kinder nun in Spital am Pyhrn wahrgenommen werden. HAIJES


28 Kultur

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

für sie gelesen

Pilger/innen brachten um 1880 die Lourdesverehrung auch nach Oberösterreich

Kann man Kirchen umnutzen?

„Die Lourdesgrotte ist eine Form von Inszenierung“

In Oberösterreich sind leere Kirchen noch kein Thema, trotzdem fand im Juni 2013 in Linz eine Fachtagung zum Thema „Zukunftsperspektiven für die Nutzung von Sakralräumen“ statt. Der kürzlich erschienene Tagungsband gibt Einblick, unter welchen Bedingungen Umnutzungen in Österreich überhaupt möglich wären oder wie in Deutschland und den Niederlanden leerstehende Sakralbauten umgenutzt wurden. Der Band bietet Diskussionspunkte für den Ernstfall, aber auch eine Inspiration, das Glaubens- und Kulturleben in der eigenen Kirche anzuregen. Damit der Ernstfall nicht so schnell eintritt. C. G.

In zahlreichen Kirchen in Oberösterreich wurden ab Ende des 19. Jahrhunderts Marien- oder Lourdesgrotten errichtet. Heute verschwinden sie langsam. Ein Anlass, sie genauer zu betrachten.

te sie 1864 nach Bernadettes Beschreibung angefertigt. Bernadette Soubirous selbst hat ihre Vision in der Figur nicht wiedererkennen können. Das tat aber dem Siegeszug der Madonnenfigur keinen Abbruch.

Christine Grüll

Tradition der barocken Volksfrömmigkeit. Ob in Serie hergestellt oder von heimischen Schnitzern sorgfältig gestaltet: Die Lourdesmadonna ist kein Gegenstand der Kunst, sondern dokumentiert etwas Immaterielles, meint der Linzer Historiker Dr. Bernhard Prokisch, Leiter des Bereichs Kulturwissenschaften der Oö. Landesmuseen. „Mit der massenhaften Verehrung der Lourdesmadon­ na wurde die Tradition einer barocken Volksfrömmigkeit wiederbelebt. Eine Tradition, die durch die Aufklärung nur zurückgedrängt worden war.“ In der Lourdesgrotte erkennt Bernhard Prokisch zudem eine Form der Inszenierung wieder, die einst als „tableau vivant“, als „lebendes Bild“ sehr beliebt war. Ereignisse wurden für Gemälde oder in Theaterstücken nachgestellt. Bernadette und die Marienerscheinung wurden wie auf einer Bühne und oft in Lebensgröße inszeniert.

Die Lourdesmadonna in der Pfarrkirche Naarn steht nicht in einer Steingrotte, sondern vor der Fotografie eines blauen Stoffes. Hundert Jahre nachdem die Lourdesgrotte in der Naarner Turmkapelle eingeweiht worden war, gestaltete sie die Künstlerin Elisabeth Czihak neu. Immer mehr Kirchen in Oberösterreich werden renoviert. Dabei verschwinden meist die Höhlen, die jener in Lourdes nachempfunden wurden.

KirchenRÄUMEn, ÖKZ Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege, Heft 3/4 2013. Erhältlich beim Verlag Berger, www.verlagberger.at, Tel. 02982/41 61-332.

Die Hölle ist eine Müllhalde „Die Hölle muss man sich wohl als eine Müllhalde vorstellen“, schreibt Hannes Langbein in der aktuellen Ausgabe von „Kunst und Kirche“. Müll ist auch das Thema der Zeitschrift. Atommüll strahlt fast bis in alle Ewigkeit und repräsentiert eine Form von Hölle, meint Joachim von Soosten. Er geht der Frage nach, was die Theologie dafür bereithält. „Kathedralen des strahlenden Mülls“ planen die Künstler Winfried Baumann und Bazon Brock bereits seit den 1980er Jahren, um auf die Problematik hinzuweisen, und Markus Vogt will Kunst und Religion einbeziehen, wenn globale Strategien zur Lösung des Müllproblems erarbeitet werden. Gerd Rohling setzt sich künstlerisch mit Plastikmüll auseinander. All diese ­Beiträge zeigen auf, dass Müll zu den existenziellen Lebensfragen gehört. C. Grüll Müll, Kunst und Kirche, Heft 01/ 2014. Erhältlich unter www.kunstundkirche.at, Tel. 01/353 60 00-27.

Zeugen einer Zeit. Bernhard Prokisch hat sich intensiv mit der Kirchenkunst des 19. Jahrhunderts befasst und nebenbei viele Lourdesgrotten zu Gesicht bekommen. Dass sie im Zuge von Innenrenovierungen aus den Kirchenräumen entfernt werden, schmerzt ihn als Historiker. „Sie sind das Dokument einer Frömmigkeit einer bestimmten Zeit, auch wenn sie theologisch als Peinlichkeit empfunden werden.“

Lourdesgrotte in der Linzer Ursulinenkirche. KiZ/JW

Neue Form der Marienverehrung. Von Februar bis Juli 1858 erschien der 14-jährigen Bernadette Soubirous insgesamt 18 Mal die Mutter Gottes in einer Grotte in der Nähe von Lourdes. Immer mehr Menschen pilgerten daraufhin in den südwestfranzösischen Ort und brachten eine neue Form der Marienverehrung mit nach Hause. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Lourdesgrotten in Kirchen und auch als Flurdenkmale an markanten Stellen im Freien errichtet. Die typische Lourdesmadonna in weißem Kleid und mit einem blauen Gürtel ist einer Statue von Joseph-Hugues Fabisch nachempfunden. Der Bildhauer hat-

Ein heutiger Akzent. In der Pfarrkirche Naarn hat die Künstlerin Elisabeth Czihak einen zeitgenössischen Akzent gesetzt. Die Lourdesmadonna steht frei im Raum. Durch das strahlend-blaue Schutzmantelmotiv ist die ehemalige Mariengrotte zu einem freundlichen, einladenden Ort der Besinnung geworden. Lourdesmadonna mit Schutzmantel in der Pfarrkirche Naarn. Der Hintergrund ist eine Fotoarbeit von Elisabeth Czihak mit dem Motiv eines blauen Stoffes. Fotostudio Albin


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Kunst & Kultur 29

15. Mai 2014

Kulturland

In 36 Tagen: vom frischen Obst zur gealterten, starren Hülle. Um den Alterungsprozess darzustellen, hat Lore Demel dem Apfel ein Gesicht gegeben. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Leonding. Demel (2)

Metamorphose des „Malus Domestica“

Leben kommt, vergeht. Elisabeth Leitner

Es ist nur ein Apfel, der „Malus Domestica“. Mehr nicht. Die Künstlerin greift zum Schnitzmesser. Der Apfel liegt in ihrer Hand. Die scharfe Berührung mit dem Messer verändert den Apfel. Gesichtszüge werden langsam erkennbar. Was abfällt, wird geges­ sen. Der Saft tropft. Das Gesicht erinnert an ein Kind im Mutterleib. So zart, so fein. Wie aus Elfenbein. Lore Demel setzt ihre Objekte dem Verfallsprozess aus. Die Äpfel werden nicht haltbar gemacht, nicht gekühlt, sondern in eine Schachtel gegeben, unters Bett gestellt. Die Äpfel altern. Der Lebenssaft rinnt aus. Falten werden sichtbar, graben sich ein. Das Gesicht wird runzelig, gewinnt an Konturen, wird unverwechselbar. Als Teil der Natur durchläuft der Apfel einen Veränderungsprozess „ähnlich der Metamorphose, die für das menschliche Dasein vorgesehen ist“, sagt die Künstlerin. Werden und Vergehen wird an diesen Objekten sichtbar. Die Künstlerin stellt damit die Frage, welche Wertigkeit das Altwerden in „unserer schönheitsgenorm­ ten Gesellschaft“ einnimmt. – Äpfel sind Nahrungsmittel, Heilmittel und stehen als Symbol für Fruchtbarkeit. Die Äpfel von Lore Demel stehen für sich. Sie sind das Subjekt, um das es geht. Am Ende des Schaffensprozesses bilden sie das Gegenüber ihrer Betrachter/innen und werfen still viele Fragen auf.

n DomQuartier Salzburg. Am Sa., 17. Mai wird in Salzburg das neue „DomQuartier“ eröffnet: 15.000 Quadratmeter und 1300 Jahre bewegte Geschichte sind die Eckdaten für das neue Mu­ seum. Die Salzburger Residenz, der Dom und das Benediktiner­ kloster St. Peter bilden nun eine Einheit und sind in einem Rund­ gang zu erleben. Mit einer Mu­ seumskarte können die 15 Prun­ kräume der Residenz und die Galerie mit kostbaren Werken aus dem 16. bis 19. Jahrhundert be­ sichtigt werden. Dazu gibt es eine Sonderausstellung zum Thema „Barock“ im Salzburger Dom. Das Museum St. Peter beeindruckt mit einer Kunstsammlung von 40.000 Exponaten. Für Kinder wird ein Vermittlungsprogramm angeboten. Bei der Eröffnung am 17. Mai wird um 19 Uhr eine Ur­ aufführung des oö. Komponisten Ernst Ludwig Leitner im Salzbur­ ger Dom zu hören sein: „Concer­ to da chiesa“ für fünf Orgeln und Choralschola. XX Info: www.domquartier.at (Siehe auch Nr. 19, Seite 2)

n Orgelfestival in Schärding. Anlässlich des Jubiläums „Zehn Jahre Nelsonorgel“ bietet die Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder unter der künstlerischen Leitung von Johannes Dandler ein Festprogramm mit vier Kon­ zerten. Den Reigen eröffnet am Fr., 16. Mai die Organistin Ka­ rin Nelson aus Schweden. Nord­ deutsche Orgelkunst wird dabei erklingen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Am 30. Mai folgt Bine Kat­ rine Bryndorf. Sie wird Orgelmu­ sik von und um Johann Sebas­ tian Bach bringen (19.30 Uhr). n „verboten – verfolgt“. Im Rahmen der Konzertreihe „ver­ boten – verfolgt“ bringt die Mu­ sikschule Wels Werke von Ursu­ la Mamlok zu Gehör. Die 1923 in Berlin geborene Komponistin wurde aufgrund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt und wan­ derte 1939 nach Ecuador aus. Ihr Werkverzeichnis umfasst ca. 75 Kompositionen. Das Konzert fin­ det am So., 18. Mai um 11 Uhr in der Musikschule Wels statt.


30 Personen, Dank & Anzeige

15. Mai 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

DAnk

Weihejubiläum

n Mehrnbach. Bei weitem übertroffen wurden die Erwartungen der 13 Firmlinge, die einen Bücherflohmarkt veranstaltet haben. Sie konnten sich über den Erlös von 886,60 Euro freuen. Gottfried Aschauer (links) übergab den Betrag als Spende für die anstehende Pfarrheimsanierung an Diakon Johann Traunwieser (Bild unten).

n Am 14. Mai feiert KonsR P. Nivard Volkmer, Trappist des Stiftes Engelszell das 70 Jahr-Jubiläum seiner Priesterweihe. P. Nivard wurde 1919 in Rudolfsthal (Bosnien) geboren. n Grieskirchen. Die Träger der Bibliothek „Lesefluss am Gries“, Pfarre und Gemeinde, dankten kürzlich Karoline Hinterberger (mit Blumen), die seit zwanzig Jahren mit Engagement und Wissen als ausgebildete Bibliothekarin in der Bibliothek arbeitet. Als Gratulanten von Karoline Hinterberger stellten sich ein: (von links) Bibliothekarin Monika Hager, Dechant Johann Gmeiner, Bürgermeisterin Maria Pachner, Stadträtin Lilli Brauneis und Bibliotheksleiterin Christina Spiegelfeld. Privat lei. Er hat seine Tätigkeit inzwischen an ein achtköpfiges Mesnerteam übergeben.

Mitterbucher

n Helfenberg. Sechzig Jahre übte Walter Hartl (rechts) den Mesnerdienst in der Pfarre aus. Am Ostersonntag gratulierte ihm Pfarrer Engelbert Kobler zu seinem Jubiläum und dankte ihm für seine langjährige Tätigkeit. Hartl übernahm 1954 das Amt, das er mit großer Gewissenhaftigkeit ausführte. Auch viele Ministrant/innen waren während

privat

der sechs Jahrzehnte in seiner Obhut. Die Kinder haben immer gespürt, dass er sie mochte. Zu Walter Hartls Aufgaben gehörte auch die Arbeit in der Pfarrkanz-

n Niederwaldkirchen. Beim heurigen Flohmarkt haben Dorothea Rammerstorfer und ihr Team 3.270 Euro eingenommen. Mit dem Erlös aus ihrem Garagenverkauf konnten sie insgesamt 4.570 Euro an das Krebshospiz „St. Lukas“ der Caritas Weißrusslands weiterleiten, in dem bis zu 40 Kinder mit ihren Müttern während der Behandlung kostenlos leben können.

Ehrung n Linz. Mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ wurde Landesamtsdirektor Dr. Eduard Pesendorfer ausgezeichnet. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wies in seiner Laudatio darauf hin, dass Pesendorfer mehr als 25 Jahre lang den oberösterreichischen Landesdienst als Landesamtsdirektor geprägt hat.

TT Entgeltliche Einschaltung

GRÜNES LICHT FÜR GESUNDE ERNÄHRUNG

AK für europaweite Nährwertampel Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Salz: Falsche ­Ernährung macht uns dick und krank. Die komplizierte Lebensmittel­ kennzeichnung ist da leider ­keine große Hilfe. Dabei ginge es auch ganz einfach – mit der Ampel.

V

iele Konsumentinnen und Konsumenten möchten sich gerne bewusster ernähren, doch die ­Lebensmittelindustrie macht es ­ihnen nicht leicht. Wer etwa im ­Supermarkt den Fett-, Zucker- und Salzgehalt eines Fertiggerichts erfahren möchte, braucht oft Geduld, gute Augen und einen Taschenrechner.

Die Arbeiterkammer vertritt die ­Ansicht: Nährwertangaben ­müssen klar, verständlich, auf einen Blick ­erkennbar und leicht vergleichbar sein. Mit der Ampelkennzeichnung wird genau das erreicht. Grün steht für ­einen niedrigen, gelb für einen ­mittleren und rot für einen hohen Gehalt. Eine flächendeckende Einführung in Europa ist jedoch bisher an der Lebensmittelindustrie gescheitert, die heftig dagegen lobbyiert. Die Arbeiterkammer hat die bevorstehenden Europa-Wahlen zum Anlass genommen, die heimischen EU-Abgeordneten in einem Brief zu ersuchen, sich in Brüssel für eine europaweite

Ampelkennzeichnung einzusetzen. „Wir werden unsere Mitglieder darüber informieren, wer grünes Licht für g ­ esunde Ernährung gibt und wer auf Rot schaltet“, verspricht AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Arbeiterkammer Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz Telefon 050/69 06

Land OÖ/Stinglmayr

Die Entwicklung der Verwaltung vom Aufgaben erledigenden Verwaltungsapparat hin zum wirkungs- und bürgerorientierten Dienstleistungsunternehmen als lernende Verwaltung ist fest mit seinem Namen verbunden, so der Landeshauptmann. Stellvertretend für die vielen Modernisierungsschritte unter der Federführung Pesendorfers nannte Pühringer das langfristige Management- und Unternehmenskonzept des Landes Oberösterreich für eine wirkungsvolle Landesverwaltung. Die Idee dahinter: Verwaltungshandeln soll nicht nur dem Prinzip der Ordnungsmäßigkeit dienen, sondern auch der Erzielung von Wirkungen.


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Leserforum 31

15. Mai 2014

Katharinentag Ich finde es schade, dass nicht Hildegard Burjan zu unserer Patronin und Weggefährtin der kfb wurde. Sie ist eine Selige unserer Zeit. Eine Frau, die mit Weitblick neue Wege gewagt hat. (...) Hildegard Burjan hat nicht gewartet, dass die Menschen zur Kirche gehen, sondern sie ist zu den Menschen gegangen. (...) Hildegard Burjans Lebensbiografie hat mich tief berührt, und sie ist mir für unsere Zeit ein großes Vorbild geworden. (...) Maria Angerbauer, Steyr

Heiligsprechung Zur Ausgabe Nr. 18

Wie kann man an einem so großen Ereignis wie an der Heiligsprechung zweier so großer Päpste unserer Zeit für das Titelbild in einer religiösen Zeitung eine Werkzeugkiste nehmen, und unten zwei kleine Bilder von so großen Männern? So ein Ereignis müsste groß gefeiert werden, nicht nur so nebenbei irgendwo in der Mitte. (...) Sr. Marianne Fuchs, Wels

Anm.: Die Kirchenzeitung brachte bereits in den beiden Nummern vor der Heiligsprechung zwei ausführliche Beiträge.

Interkultureller Dialog Zu „Anschub zum Religionsdialog“, Nr. 18, S. 2

Ich gratuliere Ernst Fürlinger zum neuen Masterlehrgang „Interreligiöser Dialog“ an der Donauuniversität Krems. Der Lehrgang ist keinesfalls der einzige Lehrgang im interreligiösen Bereich in Österreich: St. Virgil Salzburg führt in Kooperation mit der Universität Salzburg und der KPH Edith-Stein bereits zum 4. Mal (seit 2002) den Masterlehrgang „Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess“ sehr erfolgreich durch. (...) Auch im Masterlehrgang „Migrationsmanagement“, den wir ebenfalls in Kooperation mit der Universität Salzburg durchführen, ist der ­Dialog der Religionen und die Vermittlung von Wissen über die Religionen ein we-

sentlicher Bestandteil im Curriculum. Neben vielen Initiativen und Einrichtungen ist auch das universitäre Zentrum für „Theologie interkulturell und Studium der Religionen“ in Salzburg eine nicht mehr wegzudenkende Institution im interreligiösen Bereich. Mag. Jakob Reichenberger, St. Virgil Salzburg

Sozialer Treffpunkt Wenn die Kirchenzeitung ankommt, dann wird gelesen von Anfang bis zum Ende! So wie ein spannender Roman! Gelesen, meditiert, gelacht... Die Welt ist voll von hervorragenden Menschen und ich treffe sie alle in der Kirchenzeitung! Danke für die Zusendung. Sr. Aloisia Baumgartner FMM, Südafrika

12 Stunden Arbeit? Mit Besorgnis habe ich vom Bestreben der „jungen Wirtschaft“ gelesen, die Arbeitszeit soll auf 12 Stunden täglich ausgedehnt werden. (...) Nicht jede/r Dienstnehmer/in geht in gehobener Position in die zweite Lebensarbeitshälfte, wo er/sie delegieren kann. Viele arbeiten bis zur Pensionierung „an der Basis“. Die junge Wirtschaft kennt offenbar diese Erfahrungen nicht. Und sie scheint auch nicht zu verstehen, was eine „bedarfsorientierte“ Ausweitung der Arbeitszeit für die Familien, v.a. die Kinder bedeutet. Wer ist denn für die Kinder da, wenn die Eltern rund um die Uhr nicht zu Hause sind? (…) Wohl nicht zufällig benennt Gott sich mit dem Namen „Ich bin da“. Die Ausweitung der Arbeitszeit wird auch negative Auswirkungen auf die sozialen Vernetzungen außerhalb der Familie (Vereine etc.) haben. Darf denn Wirtschaft über alles verfügen: unsere Rohstoffe, unser Grundwasser, unsere Bildungsziele … und immer mehr auch über unsere Familien und Kinder? Christine Niederseer, Neukirchen an der Enknach

Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung. KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; leserbriefe@kirchenzeitung.at


unter uns Anstrengend!

DENK mal

„Ich glaub dir keine Silbe“, sagen Menschen zu jenen, die sie schon öfters als Aufschneider, Übertreiber oder gar Lügner kennengelernt haben. Mir sollten Sie die Silben hier aber glauben und sie fleißig zusammenklauben, um damit Wörter zu bilden und Sätze zu formen.

Die Buchstaben liegen nicht ungeordnet herum, sondern sind zu Silben vereint.

Ernst Gansinger

Friedberg Fotolia.com

Silben klauben

Domspatz Die Zentral-Matura hat die Reifeprüfung offensichtlich nicht bestanden.

Machen Sie mit. Schicken Sie Ihre Wortfunde, deren Silben Sie geklaubt haben, bis 23. Mai. Wir verlosen zwei Bücher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 18 hat Maria Paminger aus Pennewang gewonnen. Beim „Stoffeln“ waren Reihe-Ergänzungen gefragt: 21 (Summe der beiden Zahlen davor), 13 (Wurzel aus der Summe der Quadrate der zwei Zahlen davor) Gottesfurcht (siebte Gabe des Hl. Geistes; siehe Gotteslob 579,2), 113 (es wird zur letzten Zahl die in aufsteigender Folge nächste Primzahl addiert), Istanbul (der neue Name dieser alten Stadt), 8 (Zahl der Beine der Spinne), Luft (4. Element), Adler (Symbol für den 4. Evangelisten, Johannes), Loby (Figur aus Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“), Benjamin (jüngster Sohn Jakobs), 1111 (im Binärsystem immer 11 addieren).

elisabeth Leitner elisabeth.Leitner@kirchenzeitung.at

merk-würdig „Es braucht eine Rationalität des Genug: Genug gekocht! Genug gepflegt! Genug gereinigt!“ P. Alois Riedelsperger, Sozialwissenschaftler, Theologe und Jesuit, spricht sich für eine Kultur der Genügsamkeit aus.

KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz P.b.b. GZ 02Z031277 W – Nicht retournieren

Verwenden Sie möglichst viele der unten aufgelisteten Silben (nur so oft, wie sie vorkommen) und fügen diese zu Wörtern zusammen. Damit bilden Sie Sätze. (Bleiben Sie nicht einsilbig und hüten Sie sich davor, die Silben mit keiner Silbe zu erwähnen.) Die Silben: AL, AN, AUF, AUS, BE, BELT, BEN, BER, CHEN, DEN, DENN, DES, DIE, DIE, DIE, DIE, RIG, ER, ER, GA, GE, GE, GE, GEIST, GERN, GOTT, GRÖS, HAT, HE, HEN, HERRN, HUN, JU, KEIT, LÄSST, LE, LE, LEER, LIG, MAGD, MEI, MEI, MEIN, MICH, MIT, NE, NEN, NEN, NER, NIED, NUN, PREI, PREIST, REI, RET, SCHAUT, SCHENKT, SCHLECH, SE, SE, SEE, SEI, SEI, SEN, SIE, TER, TER, UND, UND, Ü, VON.

„Das Leben ist schön und ... anstrengend“, sage ich meistens auf die Frage, wie es so läuft. Mit kleinen Kindern ist das Leben manchmal besonders schön und besonders anstrengend. Man ist Tag und Nacht gefordert, das kostet Kraft. Das weiß auch mein Söhnchen Jakob. Beim abendlichen Bettgeh-Ritual gibt's ein süßes Betthupferl und dazu die Frage: „Wie war dein Tag?“ „Anstrengend“, sagt da der kleine L ­ auser und verdreht theatralisch die Augen. Das kommt mir bekannt vor. „Nur anstrengend?“, frage ich ihn. „Nein, auch gut!“, ergänzt er. Anstrengend, das Wort hat er wohl schon öfter gehört. Ich übrigens auch. – Kürzlich wollte ich krankheitshalber meinen Zahnarzt-Termin um ein paar Tage verschieben. Geht leider nicht. Ein neuer Termin ist frühestens in einem halben Jahr möglich – und aus. Ich wollte es nicht glauben. Ich rief nochmals an und merkte schon, dass ich der Ordinationshilfe ziemlich lästig fiel. Ich fragte nochmals nach. Terminverschiebung ist nicht möglich! Ich ging also krank zum Zahnarzt, versprühte dort mehr Viren als Charme. Auf der Patientenliste fand ich meinen Namen, dazu die Notiz, doppelt unterstrichen: „Anstrengend!“ Ich war baff. Es braucht nicht viel, dass man aus dem Rahmen fällt. Zweimal anrufen, einmal nachfragen. Ja, das Leben kann wirklich anstrengend sein.


KiZ-ePaper 20/2014  

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