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Nr. 17 I 24. April 2014 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 69

 Jetzt ist die Zeit der Apfelblüte. Wer auf die spätere Gelegenheit wartet, versäumt sie. © K.-U. HäSSler - Fotolia

 3 Im Gespräch. Teures Wohnen. 14 Portrait. Hubert Gaisbauer über Johannes XXIII.

18 Bewusst leben. Was man von Kindern lernen kann.

Warum die Katholische Frauenbewegung Katharina von Siena als Wegbegleiterin wählt

Jetzt ist die beste Gelegenheit „Die Stunde ist kostbar, warte nicht auf eine spätere Gelegenheit.“ So ermutigt die hl. Katharina von Siena zu einem positiven Umgang mit neuen oder schwierigen Lebensumständen. Maria und Franz Pichlmann aus Roitham haben es selbst erlebt: Die Wirtsleute mit Leib und Seele haben ihren Gasthausbetrieb aufgegeben. Krankenschwester, Landwirtschaft und Gastwirt, das wäre nicht mehr gegangen. Mit Veränderungen zurechtzukommen, wird Menschen immer wieder abverlangt. Katharina von Siena war eine Frau, die das konnte. In der schwierigen Zeit des 14. Jahrhunderts hat sie für die Erneuerung einer

erstarrten Kirche gewirkt. Kritisch und selbstbewusst ist sie über die damaligen Rollen-Erwartungen an Frauen herausgetreten – mit viel Liebe im Herzen. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs kürt sie deshalb zum heurigen Katharinenfest am 29. April zu ihrer Patronin und Weggefährtin. Der Katharinentag soll künftig der Tag der Frauen in der Kirche sein. Man kann sich die Lebensumstände nicht selbst aussuchen – annehmen kann man sie – und ein Stück weit zum Besseren verändern. Katharina ermutigt, sich den Lebensumständen zu stellen – jetzt, und nicht erst bei besserer Gelegenheit. Seite 6/7 und 10/11

29 Kultur. Beruf: Kostümbildnerin. 22 Impressum.


2 Meinung KOMMENTAR

24. April 2014

Von Anders-Christen und -Christinnen

Kein Kind darf verloren gehen

Die Erkenntnis hat sich durchgesetzt: Monokulturen sind höchst problematisch. Ob Fichten und Mais bei uns, Ölpalmen oder Soja in Südamerika: so ertragreich, praktisch und maschinengerecht zu bearbeiten solche Kulturen sind, so anfällig werden sie für Schädlinge, die Böden werden ausgelaugt. Aber das weiß man inzwischen, und vielerorts denkt man um. Die Versuchung zur Monokultur gibt es auch in den Geistes- und Glaubenslandschaften. Man möchte sie so gerne einheitlich haben, leicht zu „beackern“. In einer Zeit, in der vieles auseinanderzulaufen scheint, mag der Wunsch verständlich sein. Aber es ist – wie in der Natur – gerade die Vielfalt, die der Kirche Lebenskraft gibt. Dass es so unterschiedliche Christinnen und Christen gibt – das ist die Stärke. Die Zeiten, in denen

Die einen sprachen von einer „Bankrotterklärung“ für die österreichischen Schulen, die Unterrichtsministerin von „notwendigen Anpassungen“, die mit etwas Flexibilität durchaus zu bewältigen wären. Fakt ist, dass in den kommenden beiden Jahren das Budget der Pflicht- und weiterführenden Schulen um insgesamt 117 Millionen Euro gekürzt werden soll – so die Vorgabe.

HANS BAUMGARTNER

die „Anders-Christen“ als Ketzer verfolgt wurden, waren die problematischsten, auch sündigsten Zeiten der Kirchengeschichte: bloß auf Einheit aus – koste es, was es wolle. Das Ergebnis war eine problematische Einheitlichkeit, vermeintlich stark, aber anfällig für jeden Gegenwind. Die Böden des Christentums scheinen vielerorts ausgelaugt. Höchste Zeit, von Monokulturen Abstand zu nehmen – und der Vielfalt zu trauen.

MATTHÄUS FELLINGER CHEFREDAKTEUR MATTHAEUS.FELLINGER@ KIRCHENZEITUNG.AT

KOPF DER WOCHE: ULRIKE HOLZINGER, INHABERIN CAPPUCCETTO ROSSO

Auf einen „Caffè Sospeso“ Eine gute Idee, dachte sich Ulrike Holzinger, als sie vor etwa einem Jahr von der neapolitanischen Tradition des „Caffè Sospeso“ gehört hat. Seit 4. Februar bietet sie diesen „spendierten Kaffee“ in ihrem neu eröffneten „Cappuccetto Rosso“ an. Die Reaktionen darauf sind äußerst positiv. SUSANNE HUBER

Die „Lista Napoli“ füllt sich wöchentlich. Mittels Stricherl-Liste werden hier von Gästen gespendete Caffès vermerkt. Jene, die sich keinen leisten können, kommen so in den Genuss eines bereits bezahlten Getränks – dem so genannten „Caffè Sospeso“. Um gewisse Hemmschwellen von vornherein auszuschalten, arbeitet Ulrike Holzinger mit dem „Korb“

BILD: PRIVAT

Das sind gerade einmal 1,24 Prozent des gesamten Schulbudgets. Keine Riesensumme, möchte man meinen – und erinnert sich an die seit Jahren vom Rechnungshof vorgetragene Kritik an der aufwändigen, weil doppelgleisigen Schulverwaltung. Oder an die beträchtlichen Kosten der Umstellung der Hauptschulen auf Neue Mittelschulen (230 Mill. bis 2015), ohne dass damit die angestrebten Ziele erreicht worden wären – weder mehr Bildungsgerechtigkeit noch bessere Ergebnisse. Es empörte daher zurecht, wenn die erste Maßnahme der Ministerin dahin ging, Teilungsziffern und Klassenschülerhöchstzahlen anzuheben und die Lehrer/innen in jenen Klassen zu reduzieren, wo besonders viele förderbedürftige Kinder (Migraten etc.) sitzen. Nach heftigen Protesten – auch aus den eigenen Reihen – hat die Ministerin ihre Verordnungen vorerst einmal zurückgenommen. Vielleicht verhilft der Neustart der Debatte endlich dazu, dem Prinzip „Kein Kind darf verloren gehen“ zum Durchbruch zu verhelfen. Die Hypo-Milliarden dürfen auf jeden Fall keine Ausrede sein, denn Möglichkeiten zum vernünftigen Sparen im Staat liegen seit Jahren auf dem Tisch. Tun müsste man es!

KirchenZeitung Diözese Linz

„Am Anfang hatte ich Bedenken, ob Leute kommen und den ,Caffè Sospeso‘ auch tatsächlich einlösen. Aber mit dem ,Korb‘ gemeinsam funktioniert das super.“ ULRIKE HOLZINGER

zusammen, dem Sozialmarkt in Vöcklabruck. „Einmal in der Woche gebe ich die Liste an den ,Korb‘ weiter. Dort findet dann eine Tombola für deren Kunden statt. Die Lose, die gezogen werden, sind eine Art Gutschein, mit denen sie bei mir diesen ,Caffè Sospeso‘ einlösen können. So fällt die Hemmschwelle weg. Das funktioniert sehr gut und meine Gäste finden die Idee super“, erzählt die 31-Jährige, die seit Anfang Februar das „Cappuccetto Rosso“ betreibt, ein italienischer Spezialitätenladen mit einem kleinen Caffè in Vöcklabruck. Traum verwirklicht. Auf die Frage, warum sie den „Caffè Sospeso“ eingeführt hat, weiß Ulrike Holzinger keine Antwort. Es ist wohl ihre soziale Ader. An den „Korb“ spendet sie jeden Freitag Obst und Gemüse aus ihrem Laden, da sie Sonntag und Montag geschlossen hat. Auch ehrenamtlich hat sich die Absolventin der Tourismusschule Bad Ischl immer wieder engagiert. Zum Beispiel während ihres fünfjährigen beruflichen Aufenthalts in München. „Da hab ich nach der Arbeit – ich war im Marketingbereich einer Snowboardfirma tätig – behinderte Menschen in einem Freizeitzentrum betreut, mit ihnen gekocht, Ausflüge gemacht. Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich bin gerne mit Leuten in Kontakt.“ Ihr Traum war es immer, selbstständig zu sein. Diesen Traum hat sie sich nun mit ihrem „Cappuccetto Rosso“ verwirklicht.


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Im Gespräch 3

24. April 2014

Die Caritas schlägt Alarm wegen der Wohnungskosten

Wohnen ist für viele zu teuer geworden Etwa 3100 Menschen, die bei der Caritas OÖ Hilfe suchen, klagen darüber, dass sie sich das Wohnen nicht leisten können. In den Caritas-Projekten für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen werden etwa 3600 Personen betreut. Ernst Gansinger

Die hohen Wohn- und Energiekosten sind bei den Vorsprachen in den Sozialberatungsstellen der Caritas ein zentrales Thema. Die RatSuchenden müssen schon 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen und Energie aufbringen. Für den Anspruch auf Wohnbeihilfe wurden Beschränkungen eingeführt. Die Mietpreise sind in den Jahren 2005 bis 2012 durchschnittlich etwa um ein Viertel gestiegen, bei privat vermieteten Wohnungen gar um ein Drittel. Genossenschafts-Wohnungen, die nach früheren WohnbauförderungsGesetzen finanziert worden sind, haben zudem das Problem großer Sprünge bei den Annuitäten. Eine Kostenfalle. 35.000 Wohnungen sind von den hohen Annuitätensprüngen betroffen, sagt die Caritas und legt ein Beispiel vor: Eine 61-Quadratmeter-Wohnung der Genossenschaft Oö. Wohnbau, 1998 errichtet, kostet derzeit inklusive der Heizungsausgaben 512 Euro. In fünf Jahren – ohne Einrechnung steigender Betriebs- und Heizungskos-

ten – werden dafür 601 Euro zu zahlen sein, in zehn Jahren 866 Euro. Das Problem der Annuitätensprünge sei dem Wohnbauressort seit Langem bekannt, sagt Mag. Wolfgang Modera von der Abteilung Wohnbauförderung des Landes Oberösterreich. Land und gemeinnützige Bauvereinigungen haben mit einer Richtline 2011 bzw. durch Glättungen der Annuitätensprünge gegengesteuert. Zweckwidmung. Zum Caritas-Vorschlag, Wohnbaufördergelder wieder einzuführen, heißt es aus dem Büro von Wohnbau-Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner, dass das Land Oberösterreich das Wohnbaubudget des Landes jährlich in jener Höhe dotiere, die dem seinerzeitigen Zweckzuschuss entspreche.

Die Caritas schlägt vor Caritas-Direktor Franz Kehrer sieht „sechs Gebote der Stunde“ gegen die Armutsfalle Wohnen. n Zweckwidmung der Wohnbauförderung wieder einführen. n Den sozialen Wohnbau wieder beleben. n Die Beschränkungen des Anspruchs auf Wohnbeihilfe überdenken. n Sozial schwache Menschen bei den Erstanmietungskosten unterstützen. n Mietpreise begrenzen. n Das Recht auf Wohnen in der Verfassung verankern.

Gerade für Alleinerziehende ist das Wohnen oft kaum leistbar. Erstmiete und notwendige Anschaffungen stellen Betroffene vor große Probleme. Die Caritas hat einen Topf errichtet, aus dem sie Darlehen für Erstanmietungskosten vergibt. caritas/APawloff

Leistbares Wohnen fordern die Leiterin der Caritas Sozialberatung OÖ, Maria Ehmann, und CaritasDirektor Franz Kehrer. Caritas

Entteuern Die Gemeinden müssten deutlich mehr gemeindeeigene Flächen für den sozialen W ­ ohnbau kostengünstig zur Verfügung stellen, sagt die Caritas. Auch am privaten Wohnungsmarkt muss der Mietzins begrenzt werden. Die Grenze, ab der keine Wohnbeihife mehr zusteht (7 Euro pro Quadratmeter), muss angehoben werden, weil viele sozial schwache Menschen auf den p ­ rivaten Wohnungsmarkt angewiesen sind. Dort sind die Mieten teurer. LAbg. Bgm. Hans ­Hingsamer meint dazu als Präsident des Oö. Gemeindebundes: „Gemeinden stellen für den sozialen Wohnbau ausreichend Flächen zur Verfügung.“ Die Grundpreise seien allerdings regional stark unterschiedlich. „Gemeinden nutzen ihre Möglichkeiten, günstigen Baugrund anzubieten, so gut wie möglich.“ Seine Gemeinde stelle sehr schön gelegene Flächen um 19 Euro je Quadratmeter zur Verfügung. Mag. Wolfgang Modera von der Abteilung Wohnbauförderung des Landes OÖ begrüßt die Zurverfügungstellung von Baurechtsgrundstücken. Auch er sieht Reformbedarf bei der Begrenzung der Mieten. Das Wohnbauressort regt eine aktive Rolle der Kirche an. Sie sollte bei der Vermietung ihrer Immobilien „durch eine entsprechende Mietpreisgestaltung nivellierend und beispielgebend wirken“. Gemeindebund und Wohnbauressort halten nichts vom Vorschlag, die Grenze, ab der keine Wohnbeihilfe mehr ausbezahlt wird, hinaufzusetzen. Das käme nur den Vermietern, nicht den Mietern zugute.


4 Oberösterreich

24. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Auf einen Blick

Buddhismusexperte Michael Brück zu Gast an Linzer Theologischer Universität

Schulmedizin und Alternativen

Warum der Buddhismus im Westen fasziniert

Elisabethinen Linz. Für ein Krankenhaus ist der Weg keinesfalls selbstverständlich, den die Elisabethinen gehen: Schulmedizin und naturheilkundliche Maßnahmen nicht als Gegensätze zu betrachten, sondern sich um eine Verbindung zu bemühen. Denn für immer mehr Menschen ist Schul- und Alternativmedizin schon längst kein Gegensatz mehr. Mit dem „Elisana“ haben die Elisabethinen in Linz ein Zent-

Sr. Barbara Lehner. Offen für alternative Angebote. Archiv

rum für Komplementärmedizin geschaffen, das nun Schritt für Schritt erweitert wird. Mit yogAyur und TCM. Neu im Elisana ist „yogAyur“, ein umfassendes Therapieangebot im Bereich Ayurveda und Yoga unter der Leitung von Dr. Ashish Bhalla und dem Yogalehrer Mag. Dr. Christian F. Wolf. Der zweite neue Schwerpunkt ist die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) mit Dr. Jutta Flatscher. Weitere bereits bestehende Angebote aus Körper-, Energie- und Bewusstseinsarbeit im „Elisana“ sind unter anderem Shiatsu (manuelle Körperarbeit), Bowtech (sanfte Muskel- und Bindegewebsarbeit) und vieles mehr. „Ich wünsche mir, dass sowohl Ärzte wie auch Krankenkassen offener für komplementärmedizinische Angebote werden“, sagt Sr. Barbara Lehner, Generaloberin der Elisabethinen. XX Mi., 23. April, von 15 bis 18 Uhr: elisana-Eröffnung in der Museumstraße 31A im Gebäude des forte-Fortbildungszentrums der Elisabethinen.

Der Buddhismus ist mehr als eine kurz­ fristige Modeerscheinung in westlichen Ländern. Davon geht der Münchner evangelische Religionswissenschafter Michael von Brück aus. Der Dalai Lama vor Kardinal Schönborn und dem Papst. So antworteten in der Karwoche 2012 die Österreicher/innen auf die Frage, wem von den Religionsvertreter/innen sie am ehesten vertrauen würden. Inzwischen hat sich das „Ranking“ verschoben haben: Papst vor Dalai Lama und Kardinal. Österreich war das erste Land Europas, das den Buddhismus 1983 staatlich anerkannte. Rund 20.000 Österreicher/innen bekennen sich als buddhistisch, doch das Interesse an dieser asiatischen Religion übersteigt die Zahl der Mitglieder weit. Aufregung zum Thema „Buddhismus“ gab es in Oberösterreich genau vor einem Jahr in Zusammenhang mit der behördlichen Genehmigung zur Errichtung einer „Stupa“ im Grüngürtel am Linzer Freinberg. Seit August 2013 leuchtet deren vergoldete Spitze von dort aus gegen den Süden von Linz hin. Für die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz (KTU) war die Popularität des Buddhismus Anlass, nach den Gründen seiner Faszinationskraft zu fragen. Sie liegt wohl nicht in der Popularität des Dalai Lama allein, der selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen respektvoll „Seine Heiligkeit“ tituliert wird, während sich die Kirchen einem äußerst kritischen Bick ausgesetzt erfahren. Am 11. April war der Münchner evangelische

Prof. Dr. Michael von Brück ist Leiter des Interfakultären Studiengangs Religionswissenschaft an der LudwigMaximilians-Universität München. H. Eder

Buddhismus-Experte Prof. Michael von Brück zu Gast an der KTU in Linz. Das starke Interesse am Buddhismus zeige ­ einen nachhaltigen religionskulturellen Wandel an, meint Brück, und rät, das Phänomen Buddhismus ernst zu nehmen. Galt das westliche Interesse bis ins 19. Jahrhundert vor allem den geistigen und philosophischen Lehren des Buddhismus, so interessierte man sich im 20. Jahrhundert hauptsächlich für die buddhistischen Meditationsformen und für Bewusstseinsschulung mit fernöstlicher Technik. Der Buddhismus – so Brück – könne heute alle Lebensbereiche des Menschen durchdringen. Er wäre in Einklang zu bringen mit unterschiedlichsten Kulturen und mit dem modernen Bild eines selbstbestimmten Menschen, der auf einem „meditativen Übungsweg sein Leben selbst gestalten kann“. Brück ließ sich selbst in Indien und Japan zum Zenund Yoga-Lehrer ausbilden. FEllinger/KAP XX Dialog Stift Schlägl. Das Verhältnis von Christentum und Buddhismus ist auch Thema beim „Dialog Stift Schlägl“ am Mittwoch, 24. September, ab 18 Uhr im Stift Schlägl.

Die Stupa am Linzer Freinberg birgt im Inneren u.a. zahlreiche Buddha– statuen. kiz/mf


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Oberösterreich 5

24. April 2014

Rassismus-Vorwürfe gegen Welser Politik

Kriegerdenkmal in Worms. Fotolia/ Blackosaka

Kriegerdenkmäler sind hoch politisch – was sie benennen, was sie verschweigen

Der Soldaten wird gedacht, anderer kaum Die Diskussions-Teilnehmer/innen auf dem Podium und im Publikum waren sich einig: Kriegerdenkmäler brauchen heute eine Friedens-Deutung. – Mit der Gedenkkultur befasste sich eine Tagung am 11. April im Maximilianhaus in Maria Puchheim. Ernst Gansinger

Vor vielen Kirchen und auf zentralen Plätzen erinnern Gedenkstätten an die Gefallenen der Kriege. Die Soldaten werden vielfach Helden genannt, das Gedenken an andere Opfer ist dagegen rar. „Auch Hinweise auf die Verantwortung der Täter sucht man vergebens“ – hieß es in der Ankündigung der Tagung, zu der u.a. Sozialreferat und Kunstreferat der Diö­zese sowie Pax Christi eingeladen haben. Kirche und Kriegerdenkmäler. „Die Kirche hat eine gewisse Nähe zu Kriegerdenkmälern“, sagte Bischofsvikar Maximilian Mittendorfer. Er führte dafür mehrere Gründe an, etwa dass die Kirche für die Rituale des Gedenkens an die Toten zuständig sei. Oder dass sie die von Gemeinden und Vereinen errichteten Denkmäler zu segnen hatte. „Warum aber wurde fast immer nur der Gefallenen und Vermissten gedacht?“ Der Widerstandskämpfer und der zivilen Opfer hätte man sich schon auch erinnert, der Wehrdienstverweigerer aber kaum. Mittendorfer wies auf ein gutes Gegenbeispiel hin: Das Denkmal in St. Radegund nennt auch Franz Jägerstätter.

Zusätze. „Krieg bedeutet immer eine Niederlage für die Menschheit. Daran erinnern in zahlreichen Ortschaften und Kirchen Denkmäler, wo der Toten der Kriege gedacht wird.“ – So lautet eine Passage aus der Erklärung der heurigen Frühjahrstagung der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Denkmäler, so Mittendorfer, erfahren in dieser Aussage auch eine Umdeutung (Krieg als Niederlage für die Menschheit). „Ich weiß nicht, ob die Errichter der Denkmäler so gedacht haben.“ – So könnte man die häufigsten Vorschläge bei der Tagung auch zusammenfassen. Umdeutung sei eine heutige Aufgabe. Sie bedeute, die Denkmäler stehen zu lassen, ihnen aber Zusatz-Hinweise beizugeben. Wichtige Rolle der Kunst. Christoph Freudenthaler, Vorsitzender vom Verein „Plattform Papa Gruber“ in St. Georgen an der Gusen, wies auf das Kunstprojekt „Passage gegen das Vergessen“ in seiner Pfarre hin (wir berichteten mehrmals). Es knüpft an der bisherigen Erinnerungs-Kultur an und erweitert sie, konfrontiert sie mit dem Gedenken an die 40.000 NS-Opfer, die in den Lagern Gusen I, II und III ermordet worden sind. Die Kunst übernehme eine hervorragende Vermittlungsrolle, gebe Denkanstöße. Diese wolle auch der Kameradschaftsbund, sagte dessen Vertreter Benno Schinagl: „Unser neues Leitbild hat als zentralen Satz: Wir fördern Frieden!“ Nicht Helden erkämpfen ihn, sondern jeder müsse täglich dazu beitragen.

FPÖ und ÖVP im Welser Gemeinderat wollen das Campieren von Roma auf dem Gelände der Welser Messe untersagen. Am 18. November 2013 beschloss die knappe FPÖ-ÖVP-Mehrheit in Wels eine entsprechende Verordnung (wir berichteten). Im Februar 2014 haben O ­ rganisationen einen Protestbrief gegen das Campierverbot veröffentlicht. 82 Persönlichkeiten aus Wels und Oberösterreich haben ihn unterschrieben, unter ihnen auch viele Vertreter/innen der Kirchen. Altbischof Maximilian Aichern, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer (ÖVP), Presseclub-Präsidentin Dr. Christine Haiden und die Welser Messepräsidentin Mag. Doris Schulz (ÖVP) setzten sich für eine menschliche Lösung ein. Doch die Welser ÖVPFraktion dachte nicht um. Vor einigen Tagen stellte der Verfassungsdienst des Landes OÖ fest, dass die CampierverbotsVerordnung rechtswidrig sei. „Immer wieder versuchen politische Parteien, vorhandene Vorurteile zu schüren und für sich bei Wahlen nutzbar zu machen“, wandten sich am Karfreitag jene Organisationen an die Öffentlichkeit, die schon den Protestbrief veröffentlicht haben. Als deren Sprecher kritisierten Dr. Heinz Oppitz und Dr. Christopher Straberger für die „Plattform Pro Integration“, Dr. Robert Eiter für das „Oö. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ und Mag. Werner Retzl für die „Welser Initiative gegen Faschismus“ die Welser Politik. Sie nennen sie rassistisch. Von aller Kritik und den Bemühungen höchster ÖVP-Politiker des Landes wie auch anderer Persönlichkeiten unbeeindruckt, wollen jetzt FPÖ und ÖVP in Wels ein neues Campierverbot beschließen: Die Stadt Wels soll als Eigentümerin die Messe beauftragen, durchziehende Roma nicht campieren zu lassen. „Rassismus ist kein Bagatelldelikt, sondern eine Verletzung der Menschenrechte“ stellen Oppitz, Straberger, Eiter und Retzl fest.


G

erne und gut hat Maria Pichlmann gekocht. Und sie hat sich gefreut, dass sie ihre kreativen Fähigkeiten einbringen konnte: ihre Kuchenbufetts waren weithin bekannt und für ihre – stets neuen – Schmankerl erntete sie viel Lob und Bewunderung. „Ich glaube, die Maria hat 147 Kochbücher,“ meint ihr Mann Franz lachend. Die beiden sitzen in der Gaststube ihres Gasthauses – die Tische um sie sind leer. Sie haben nach 34 Jahren den Betrieb stark eingeschränkt, so gut wie gesperrt: aber nicht wegen ihres Alters. Vor fünf Jahren – damals war Maria Pichlmann fünfzig Jahre alt – musste sie ins Krankenhaus. Die Innenwand einer Hirnaterie war geplatzt. Der behandelnde Arzt war nicht gerade feinfühlig: „Tun‘s nur so weiter, dann fallen in der Küche bald einmal tot um.“ – „Anfangs war ich wütend, aber ich spürte, dass er recht hatte. Denn innerlich fragte ich mich schon dann und wann: Soll das alles in meinem Leben gewesen sein?“ In der Tretmühle. Arbeiten von früh bis spät. Der Familienbetrieb verlangte jedem Mitglied alles ab: „Der Franz war im Stall, ich war oft noch nicht einmal mit dem Stillen fertig, sind in der Früh schon die ersten Gäste zum Stammtisch gekommen.“ – Hochzeiten, Begräbnisse, Geburtstagsfeiern, Buffet am Sportplatz. An vielen Wochenenden haben die Wirtsleute kaum ein paar Stunden geschlafen. „Das Erfolgserlebnis, dass die Leute gekommen sind und zufrieden waren, hat uns beflügelt. Wir haben es gerne gemacht,“sagt Franz: „Der Erfolg war für uns alles.“ – Sie konnten investieren in das Gasthaus, in einen neuen Stall, vergrößerten die Landwirtschaft und kauften ein weiteres Haus. Aber der Preis war hoch. „Für uns selbst und unsere Beziehung ist keine Zeit geblieben.“ Auch nicht für die drei Kinder. „Wenn einmal nichts los war, wollte man nur schlafen.“ – So würde das Ehepaar

Vom Hoffen, dass Sein Leben von Grund auf zu ändern, geht nicht ohne Risiko. Verlangt sind oft Entscheidungen mit ungewissem Ausgang. Aber es lohnt sich, wie das Ehepaar Maria und Franz Pichlmann aus Roitham erfahren hat. Josef Wallner

heute noch leben, hätte nicht jener Arzt im Krankenhaus die Wirtin mit seiner direkten Art aus der Bahn geworfen. Schwieriger Neueinstieg. Zurück aus dem Spital erklärte Maria Pichlmann ihrem Mann, dass sie das bisherige Leben körperlich nicht mehr schafft. Und sie wollte auch nicht mehr so weitermachen. Dann begann eine schwierige Zeit – für jeden einzelnen von ihnen und für ihre Partnerschaft. Quälend lange Monate: „Der Franz hat das überhaupt nicht verstanden. Er hat geglaubt, dass ich von ihm weg will. Aber darum ging es überhaupt nicht. Ich brauchte eine berufliche Veränderung“. Anfangs hatte Franz, der Wirt mit Leib und Seele, noch die Hoffnung, dass seine Frau die Rückkehr in ihren erlernten Beruf als Krankenschwester nicht schafft. „Auf eine in deinem Alter werden sie warten,“ meinte er – ehrlich, wenn auch wenig einfühlsam. Es war wirklich schwierig. Aber eines Tages kam ein Anruf vom Klinikum Wels. Am Karfreitag 2010 absolvierte sie einen Probetag auf der Palliativstation: „Da wusste ich, das ist das meine.“ Ostern war für


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 7

24. April 2014

Maria und Franz Pichlmann in der leeren Gaststube. kiz/jw

Die Schmerzen unerfüllter Lebensträume Nach ihrem Ausstieg aus dem Wirthausbetrieb arbeitete Maria Pichlmann auf der Palliativstation im Klinikum Wels der Kreuzschwestern. Zur Zeit ist sie bei den pflegebedürftigen Ordensschwestern tätig. Die Erfahrungen in der Begleitung Sterbender bestätigen sie immer wieder, dass ihr Entschluss das Leben zu ändern richtig war. Manchmal, so erzählt sie, wundert man sich, dass Schmerzmittel nicht so richtig greifen. Kommt man dann mit diesen Patienten in ein ehrliches, vertrauenevolles Gespräch, öffenen sie sich und oft bricht es dann auf: wie sehr sie nicht verwirklichten Ideen, Wünschen und Sehnsüchten nachtrauern. „Warum habe ich nicht, hätte ich doch, wäre ich noch ....“– „Die größten Schmerzen, für die es kein Medikament gibt, sind unerfüllte Lebensträume.“

eine Tür aufgeht sie eine echte Auferstehung. Trotz aller Begeisterung verlangte ihr der Wiedereinstieg in den alten Beruf viel ab: der Computer, neue Verbands- und Pflegetechniken, die Last der Verantwortung beim Nachtdienst. Auch das „Zurückfahren“ des Gasthaus-Betriebs gestaltete sich nicht einfach. Es war nochmals ein hartes Ringen. „Ich musste konsequent Nein sagen lernen.“ Heute haben sie zweimal wöchentlich geöffnet und schenken lediglich Getränke aus: zum Frühschoppen am Sonntag und einmal für die Senioren. Schritt mit ungewissem Ausgang. Viel hat Maria Pichl­mann in der Zeit der Ungewissheit gebetet. Der Glaube war ihr immer wichtig. Selbst wenn sie erst spät ins Bett gekommen ist, stand sie in der früh zur Messe auf. In der Zeit der Entscheidung wurde er der Glaube zum wirklichen Halt. Sie hat in der Bibel gelesen, vor allem im Alten Testament. „Bevor ich dich gebildet habe im Mutterschoß, habe ich dich geheiligt, spricht der Herr“. Worte wie diese haben ihr Kraft gegeben. „Irgendwie bin ich

mir wie Abraham vorgekommen, der im Alter noch seine Heimat verlassen musste und nicht wusste, was dabei herauskommt.“ Auch die Bücher von Anselm Grün haben ihr sehr geholfen. Und in der Stille und Ruhe hat sie Kraft geschöpft. Sie ist mit einem großen Gottvertrauen in diese turbulente Lebensphase gegangen. Die Hoffnung, dass eine neue Tür aufgeht, hat sie nie verloren. Die Wochen und Monate, in denen alles planlos war und sie nicht wusste, ob sich die Schwierigkeiten noch einmal zum Guten wenden werden, redet Maria Pichl- Ich hätte nie geglaubt, dass es so gut ausgeht. Ich mann dennoch nicht bin für meinen Entschluss reich beschenkt worden. klein. Heute sagt sie: „Ich hätte nie geglaubt, dass es so gut ausgeht. Ich bin für meinen Entschluss reich beschenkt worden.“ Und was für sie das Schönste ist. Auch ihr Mann Franz ist mit der neuen Situation mehr als zufrieden. „Wir haben soviel an Lebensqualität gewonnen, für uns selbst, für uns beide und für die Enkelkinder.“ – Jetzt erst sehen, sie, worauf es ankommt, sagen sie lächelnd. Und man glaubt es ihn gerne.


8 Aus Oberösterreichs Pfarren

Kreuzweg beten auf der Donau

24. April 2014

Linz. An die 150 Passagiere haben am Mittwoch in der Karwoche den ersten Kreuzweg am Schiff mitgefeiert und waren beeindruckt. Die Linzer Stadtpfarre und St. Matthias haben zu e­ iner zweistündigen Fahrt auf der Donau geladen. Ausgangspunkt für die Meditationen zum Leiden Jesu waren die Linzer Häfen – Winter-, Stadt-, Tankund Voestalpine-Hafen –, die Nibelungenbrücke sowie der Fluss selbst. Neun Menschen nehmen

KirchenZeitung Diözese Linz

sich jährlich auf dem österreichischen Donauabschnitt das Leben. Für sie und ihre Angehörigen wurde besonders gebetet. Als das Schiff flussaufwärts fuhr, war das „Schwimmen gegen den Strom“ Thema der Betrachtung. Rudolf Traunmüller von der Donautouristik und Mitglied des Spiritualitäts-Arbeitskreises der Stadtpfarre hat die MS Kaiserin Elisabeth kostenlos zur Verfügung gestellt. josef Wallner

Impuls

„„ Ostermiething. Die Gestaltung der Einladung zur Ostereier-Suche nach dem Fest­ gottesdienst am Ostersonntag war eine Idee, die vom Titelbild der KirchenZeitung Nr. 3 des heurigen Jahres angeregt wurde.

Bild der Titelseite der KiZ Nr. 2014/3.

Treffpunkt Petrinum hieß es auch beim Philippinen-Kreuzweg am Karfreitag.

Kreuzweg versammelte Philippinen

KiZ/MF

Linz. Für philippinische Katholik/innen hat der Kreuzweg eine besondere Bedeutung. Rund 250 Mitglieder der katholischen philippinischen Gemeinden in Ost-Österreich nahmen am 7. Karfreitag-Kreuzweg auf den Pöstlingberg teil. Rund 800 Katholik/innen zählt die philippinische Gemeinde in Oberösterreich. Nach dem Gottesdienst am Pöstlingberg trafen sich die Teilnehmer/innen zur Begegnung im Pfarrsaal von Christkönig zu einer Karfreitagsstärkung mit Wasser und geräucherten Makrelen. Die Philippinen sind dankbar, dass die Fremdsprachigen-Seelsorge mit Dr. Laszlo Vencser diesen Kreuzweg unterstützt.


KirchenZeitung Diözese Linz

Aus Oberösterreichs Pfarren 9

24. April 2014

Der Gründonnerstag in der Strafanstalt Garsten

zum Thema

Mit einer unstillbaren Sehnsucht nach Vergebung Wie sehr der Ritus der Fußwaschung jede gewohnte Ordnung auf den Kopf stellt und gleichzeitig die Gottesdienstbesucher mit ihrem eigenen Leben konfrontiert, wurde bei der heurigen Feier des Gründonnerstags in der Strafanstalt Garsten deutlich. Josef Wallner

Man hätte ein Stecknadel fallen gehört, als Gerhard N. den Fuß von Alphonso nahm, Wasser darübergoß und ihm den Fuß abtrocknete. „Warum ich?“, hat sich Alphonse gefragt, als er eingeladen wurde, sich für den Ritus zur Verfügung zu stellen: „Ich habe eine Sünde begangen, ein große Sünde, ich kann doch dafür nicht geeignet sein.“ Schließlich hat ihn überzeugt, dass der Apostel Petrus dasselbe gesagt hat, wie im Johannesevangelium zu lesen ist: „Herr, du willst mir die Füße waschen? Niemals. – Dann hast du keinen Anteil an mir. – Dann nicht nur die Füße, sondern auch Hände und Haupt.“ (Joh 13,6-9). Umgang mit Schuld. Schon bei einem Gottesdienst „in Freiheit“ ist die Fußwaschung eine Zeichenhandlung, die verstört; im Gefängnis ganz besonders. Denn der Ritus reißt die zentrale Lebensfrage der Insassen auf, die in Garsten alle wegen sehr schwerer Delikte inhaftiert sind: Wie erfahre ich Vergebung? „Mit dem Tod des Opfers nur irgendwie zurechtzukommen – viele sind wegen Tötung hier –, ist für die Täter eine ungeheure Herausforderung“, erklärt Kamptner. Nicht alle Gefangenen können ihre Gefühle in Worte

fassen, aber der eine oder andere bringt es wie Arthur N. auf den Punkt und sagt: „Ich habe eine unstillbare Sehnsucht nach Vergebung.“ Gefangenencursillo Garsten. Zurück   in die Anstaltskirche zur Feier des Letzten Abendmahls. An die 20 Häftlinge sitzen um den Altar gemeinsam mit Mitgliedern der Cursillobewegung. Einmal im Monat kommt die Gruppe unter der Leitung von Franz und Maria Mayr aus Kremsmünster in die Strafanstalt Garsten – seit 1979, seit 35 Jahren. Neben ­einem dreitägigen Glaubenskurs für die Gefangenen ist die Messfeier am Gründonnerstag immer ein Höhepunkt im Jahresablauf. Bei den monatlichen Treffen wird oft eine Bibelstelle erarbeitet oder das Leben eines Heiligen vorgestellt. Ebenso wichtig sind dann die Gespräche beim anschließenden gemütlichen Teil bei Kaffee und Kuchen. Die Treue zählt. Nach der Gründonnerstagsliturgie gibt es für jeden Gefangenen ein Palmbeserl, das er sich auf die Zelle mitnehmen kann, und Ostereier. „Kleinigkeiten spielen im Gefängnisalltag eine große Rolle. Das können wir uns gar nicht vorstellen“, sagt Kamptner. Darum ist er für den „Gefängniscursillo Garsten“ so dankbar. Und besonders für ihre Treue. Denn Gefangene erleben, dass im Laufe der Jahre viele Beziehungen nach draußen zerbrechen. Da erscheint die Treue der Cursillos wie ein Wunder. „Es ist ein Wahnsinn, dass ihr euch um uns Abschaum kümmert‘s und uns mit Respekt behandelt‘s“ hat ihnen ein Gefangener einmal gedankt.

Justizanstalt Garsten. Die Gestaltung der heurigen Osterkerze für die Anstaltskirche in Garsten hat der Häftling Gerhard N. übernommen. Im Gespräch mit der Gefangenenseelsorgerin Gudrun Schnaubelt hat er sich für das Motiv des Lammes entschieden. kiz/jw

pfarrimpulse

Bei der Fußwaschung in der Anstaltskirche in Garsten. Den Gottesdienst feierte P. Franz Ackerl.

kiz/jw

„„ Vöcklabruck. Bettler aus dem „Osten“ sind in keiner Stadt mehr zu übersehen, ebenso nimmt das „Hausieren“ zu. Um Vorurteile abzubauen, über Hintergründe aufzuklären und um Verständnis für diese Menschen zu schaffen, lädt der Vöcklabrucker Jugendrat zu einem Vortrag und hat als Referenten Pfarrer P. Wolfgang Pucher, den Gründer der VinziWerke Graz, gewonnen. Er spricht am Dienstag, 29. April um 19 Uhr in der Arbeiterkammer Vöcklabruck.


Vom Geheimnis ergriffen Sie lebte im tiefen Mittelalter des 14. Jahrhunderts: Katharina von Siena. Die Katholische Frauenbewegung (kfb) macht sie nun zu ihrer Patronin und Weggefährtin. Der 29. April wird künftig zum Katharinentag der kfb. Warum, erzählt die Vorsitzende Barbara Haas. INTERVIEW: MATTHÄUS FELLINGER.

Wozu braucht die kfb eine Patronin?

Barbara Haas: Sie ist für uns Patronin und Weggefährtin. In einem Prozess haben wir uns mit dem Thema „Heute Christin sein“ beschäftigt und es ist die Frage aufgetaucht: Warum gibt es bei uns nicht so etwas wie einen Tag für die Frauen in der Kirche? In Deutschland haben Frauen den KatharinenTag schon länger hochgehalten, bei uns in Österreich waren es feministische Theologinnen in Salzburg, die Katharina schon 2012 als Patronin gewählt haben. Warum gerade Katharina – eine Mystikerin aus dem 14. Jahrhundert?

Geschäft. Wir haben auf die Mühen und die Beschwerden der Menschen zu hören, sagt Katharina. Da ist nichts alt oder überholt; das ist es auch, worauf uns Papst Franziskus fast täglich aufmerksam macht. Und was uns noch beeindruckt: ihre tätige Nächstenliebe. Pest war die häufigste Krankheit damals – und sie hat die Kranken gepflegt. Eine Herausforderung ist sie – für uns Frauen und für Männer. Trotzdem: Wer versteht heute, wenn ein Mädchen mit sechs Jahren Visionen hat und mit sieben Jungfräulichkeit gelobt – und später die Wundmale Christi trägt?

Haas: Je mehr man sich mit ihr beschäftigt, umso interessanter und tiefer wird sie. Sie lebte in einer Zeit, in der die Frau keine eigene Rolle spielte. Sie kommt auf die Welt, wird verheiratet, bekommt Kinder und stirbt. Sie kommt, sie vergeht. Und: Sie wurde in eine zerrissene Zeit hineingeboren. Kirche verstand sich praktisch als staatliche Macht. Dass da eine Frau so deutlich und mutig Stellung bezog, das imponiert uns unheimlich.

Haas: Entgegen der allgemeinen Meinung damals, als man glaubte, alles im Leben sei vorherbestimmt, war Katharina von der Freiheit des einzelnen Menschen überzeugt. Ich kann mich jederzeit für oder gegen Gut oder Böse entscheiden. Ich selbst bin herausgefordert zur Entscheidung. Das ist etwas sehr Aktuelles.

Aber angenommen, Sie wären Büroangestellte – oder sitzen an der Supermarktkasse. Was kann diesen Frauen Katharina schon sagen?

Haas: Wir müssen Katharina in ihrer Zeit sehen. Als Kind schon ist sie mit ihrer Vision von der Weihe für Christus und in der mystischen Vermählung mit ihm vom vorgesehenen Weg zu heiraten und Kinder zu bekommen abgegangen. Und dann die Stigmatisierung mit den Wundmalen, die sie aber verborgen hielt. Faszinierend daran ist, dass sie damit so etwas wie ein alternatives Leben für Frauen gezeigt hat. Das tat sie außerhalb

Haas: Eigentlich bin ich eine solche Frau. Ich unterrichte in einer Berufsschule für Handel und Büro. Meine Schülerinnen erzählen mir, dass sie dort, wo sie arbeiten, auch als Menschen gefragt sind. Gerade in den GroßSupermarkt kommen viele Leute, die keine sozialen Kontakte haben. Diese suchen sie im

Viele tun sich heute schon schwer mit einfachen religiösen Begriffen. Ist da Katharina nicht doch zu fremd und zu schwierig zu verstehen?

einer klösterlichen Gemeinschaft. Sie lebte eine extreme Vertiefung im Glauben – außerhalb des Klosters, verknüpft mit dem alltäglichen Leben. Das war ein ungewöhnlicher Weg. Will die kfb mit Katharina spiritueller werden?

Haas: Die kfb war immer spirituell. Es ist unser Auftrag, das für jede Generation wachzuhalten. Wir sollen das heute als Frauen in der Kirche im Jahr 2014 tun. Da gäbe es auch andere Heilige. Hildegard von Bingen zum Beispiel wäre sehr „in“. Warum nicht mit ihr?

Haas: Beide verbindet, dass sie Kirchenlehrerinnen sind. Was können diese Frauen in die Kirche heute einbringen? Papst Franziskus regt immer wieder an, Frauen stärker in die Leitungsämter der Kirche einzubringen. Da hilft uns Katharina von Siena sehr. Die hl. Hildegard wird heute von vielen Menschen – was ihr gar nicht gerecht wird – zu sehr als die Gesundheits-Frau wahrgenommen. Dazu kommt: Katharina von Siena wird sowohl von der römisch-katholischen als auch von der evangelischen wie von der anglikanischen Kirche als Lichtgestalt gesehen. Ihr Gedenktag wird von allen feierlich begangen. Wollen Sie damit die Überbewertung der Schönheitsideale in Bezug auf Frauen und auch die Fitness-Mentalität unserer Zeit zurechtrücken?

Haas: Ja. Wir müssen uns fragen: Jung, trendig, sportlich und schön. Trägt das wirklich? Ist es das, was uns weiterbringt? Menschen


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Thema 11

24. April 2014

PORTRÄT Barbara Haas ist ist Ingeneurin und Religionslehrerin – und Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in Österreich. Hintergrund: Stadtplatz in Siena. Links: Katharina. KFB

sind auf ein Miteinander angelegt – mit anderen. Das ist es, was uns weiterbringt. Katharina gibt uns die Frage mit: Was ist das Bleibende? Was macht uns aus – als Christinnen in den Pfarren? Was bewirkt unser Christsein? Katharina stand kritisch zur kirchlichen Obrigkeit, auch zu den Päpsten, und war zugleich loyal. Was will sich da die kfb zu Herzen nehmen?

Haas: Eine schwierige Frage. Im späten Mittelalter war die Kirche zerrissen, ihre Repräsentanten waren auf Macht aus, es gab Päpste und Gegenpäpste. Besonders die Päpste im Exil in Avignon überhäuften sich mit Prunk. Katharina wollte eine Kirche der Demut und der Barmherzigkeit. Das ist es, wovon wir ja auch heute reden.

Siena Rechnung tragen. Wir nennen ihn einfach den Katharinen-Tag. Frauen in der Kirche an diesem Tag sichtbar und hörbar zu machen, das ist das Ziel. Und der katholischen Kirche – was kann Katharina ihr geben?

Haas: Die Kirche ist immer aufgefordert, sich zu fragen: Was sind wir denn? Das zweite Vatikanum fragt ja die Kirche selbst: „Was sagst du von dir, Kirche?“ Was sind wir, wenn wir Kirche sind? Wie lebst du das Sakrament Kirche, das du bist? Wie wir das wahrnehmen und gestalten – das ist die Herausforderung.

Katharina von Siena Katharina von Siena wurde 1347 als 24. Kind in einer Färberfamilie in Siena geboren. Bereits in sehr jungen Jahren erregte sie mit öffentlichen Äußerungen zu kirchlichen wie politischen Belangen Aufsehen. Sie trug das Ordensgewand der Dominikanerinnen, lebte aber als Laiin nicht in einem Kloster. Erst spät lernte sie schreiben, stand aber dennoch in Kontakt mit hohen Amtsträgern. Papst Gregor XI. forderte sie in ungewohnt offener Weise dazu auf, sein Exil in Avignon zu beenden, um eine Spaltung der Kirche zu verhindern. Den Sittenverfall im damaligen Klerus kritisierte sie scharf: „Was Christus am Kreuz erwarb, wird mit Huren vergeudet!“ Ihr persönlicher sozialer Einsatz für Arme und Ausgegrenzte mobilisierte viele Männer und Frauen, gleichermaßen aktiv zu werden. Zugleich bemühte sie sich um eine innere Reform der Kirche, hin zu Armut und Demut. 81 Jahre nach ihrem Tod 1380 wurde Katharina heiliggesprochen, sie wurde zur Schutzpatronin von Rom, Italien und – erst durch Johannes Paul II. – auch Schutzpatronin Europas. 1970 wurde sie mit Teresa von Avila, Thérèse von Lisieux und Hildegard von Bingen als Kirchenlehrerin anerkannt.

ZUM THEMA

Aber sie war trotzdem loyal.

Haas: Sie fühlt sich als Tochter der Kirche. Sie liebt die Kirche, aber sie litt an der Gestalt der Kirche. Was bedeutet das für die Linie der kfb?

Haas: Sie ist heute eine sehr anerkannte Heilige in der Kirche. Wir brauchen die Stärkung durch solche heilige Frauen – deshalb die Weggefährtin. Es ist ja auch für Frauen wichtig, dass wir Solidarität untereinander üben und uns stärken. Für die einen steht das Diakonat der Frauen zum Beispiel unmittelbar bevor, für andere sind wir noch weit weg. Wie wird man mit Katharina künftig umgehen?

Haas: Der 29. April soll künftig in irgendeiner Form in allen Diözesen der Katharina von

Katharinenfeiern In ganz Österreich finden um den diesjährigen Katharinentag, den 29. April, Feiern im Gedenken an eine überzeugende Glaubensgestalt statt. Die Hauptfeier der Frauenbewegung Österreichs wird es am 28. Apil in Innsbruck geben. Die kfb der Diözese Linz feiert die Erhebung zur kfb-Patronin bereits am Freitag, den 25. April, ab 15 Uhr bei den Franziskanerinnen in Vöcklabruck. Um 16 Uhr wird in der Kapelle des Mutterhauses eine liturgische Feier gehalten, dabei wird die Ernennung der hl.

Katharina von Siena zur Patronin und Weggefährtin der kfb stattfinden. Mit einem einfachen Essen um 19 Uhr schließt das Programm.

Katharina in der KirchenZeitung Lesen Sie die dreiteilige Reihe „Vom Geheimnis ergriffen. Die heilige Katharina von Siena“. Hildegard Anegg aus Innsbruck, charakterisiert die hl. Katharina in ihrer Aktualität für das Leben heute: Ab 9. Mai in Ihrer KirchenZeitung.


12 Panorama stenogramm n Wonisch löst Rauch ab. Die Salvatorianer wählten den gebürtigen Steirer P. Josef Wonisch zu ihrem neuen Provinzial. Damit geht die 15-jährige „Ära“ von P. Erhard Rauch zu Ende.

P. Josef Wonisch übernimmt mit 1. Juli die Provinzleitung. quovadis

Der Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden will sich – vor allem auch in Hinblick auf das „Jahr der Orden“ (2015) – verstärkt dieser Aufgabe widmen. P. Wonisch (62) war bisher u. a. als Jugendseelsorger in Linz, als Student/ -innenpfarrer in Graz und als geistlicher Begleiter, Lebensberater und Männerseelsorger in Wien tätig. Dazu hat er auch eine Zusatzausbildung bei Richard Rohr in den USA gemacht. „„ Pilgertag. Kaltes Aprilwetter begleitete die „Eröffnung“ der Pilgersaison am Dienstag der Karwoche. Angeboten waren 40 Pilgerwanderungen in allen Diözesen, manche auch grenzüberschreitend nach Ungarn, Slowenien und Bayern. Die Initiative zum vorösterlichen Pilgern war vor zehn Jahren vom Salzburger „Pilgerpionier“ Toni Wintersteller ausgegangen. „„ Kirchen offen halten. Nach den Vandalenakten in mehreren Kirchen in Wien und St. Pölten sollen die Kirchen den Menschen weiterhin zum Innehalten und zum Gebet offen stehen. Auch sollen notwendige Sicherungsmaßnahmen nicht das Gefühl entstehen lassen, dass es sich um „Hochsicherheitsgebäude“ mit Totalüberwachung handle. Der beste Schutz, so Kardinal Schönborn, sei, wenn die Kirchen von möglichst vielen Gläubigen für eine „Rast“ im Alltag aufgesucht werden.

24. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Caritas fordert: Hospiz- und Palliativbetreuung muss allen zugänglich sein

Menschen am Lebensende nicht allein lassen Caritaspräsident Michael Landau forderte Bund, Länder und Sozialversicherungsträger auf, das unwürdige „Ping-Pong-Spiel“ um die Finanzierung einer für alle zugänglichen Palliativ- und Hospizbetreuung zu beenden. Es wäre heute undenkbar, für die Behandlung einer gebrochenen Hand um Spenden bitten zu müssen – für die menschenwürdige Behandlung und Begleitung Sterbender sei aber genau dies der Fall. Das kritisierte Caritaspräsident Michael Landau bei einem Pressegespräch in Wien. Er forderte Bund, Länder und Sozialversicherungsträger auf, die bereits vor zehn Jahren von der Politik formulierten Ziele für eine strukturelle Absicherung der humanen Sterbebegleitung endlich umzusetzen und das unwürdige „Ping-Pong-Spiel“ um die

Mit ihrer „Lebensmaske“ wirbt Christiane Hörbiger mit sieben weiteren Persönlichkeiten für Hospiz-Spenden. Riedler

Mag. Margit Appel von der Katholischen Sozialakademie ist Mitinitiatorin einer kritischen Analyse der vorherrschenden ökonomischen Lehren. KIZ/KNA u Infos: www.ksoe.at

Kosten zu beenden. Derzeit sei die palliativmedizinische Betreuung und die Begleitung von unheilbar Kranken und Sterbenden weitgehend auf Spenden und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen angewiesen. Sowohl im stationären Bereich als auch bei den mobilen Diensten müsste das Angebot deutlich ausgebaut und dessen „Regelfinanzierung“ durch öffentliche Mittel sichergestellt werden, fordert Landau. Denn „noch immer ist die Hospiz- und Palliativversorgung – ob zuhause, im Spital oder im Pflegewohnhaus – für längst nicht alle Menschen erreichbar und leistbar“. Jeder Sterbende sei ein Lebender bis zuletzt – das betonte auch der erfahrene Palliativmediziner am AKH Wien, Herbert Watzke. Er habe oft erlebt, wie sehr Todkranke das Leben noch lieben lernen, wenn sie entsprechend betreut werden. Es sei daher unerlässlich, die in der Sterbebegleitung Tätigen stärker in die öffentliche Gesundheits- und Ethikdebatte einzubeziehen und die Bevölkerung umfassend über die Möglichkeiten von Patientenverfügung und Pflegevorsorgevollmacht zu informieren. Dadurch könnten viele Ängste um unnötig verlängertes Leiden abgebaut werden. Für einen offenen Umgang mit dem Sterben wirbt auch eine neue Caritas-Broschüre „Feiert das Leben!“, in der 22 Menschen – Prominente ebenso wie Pflegende und Kranke – von ihren Erfahrungen und Hoffnungen berichten. u Videos und Broschüre: www.caritashospiz.at

Anstoß: Wirtschaft anders denken

Römische Kartage an den „Grenzen“

Am 5. Mai startet die Katholische Sozialakademie gemeinsam mit der Wirtschaftsuni Wien, dem Philosophischen Institut der Theologischen Fakultät und dem Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage CRIC die Vorlesungs- und Gesprächsreihe „Tiefenbohrungen: Wirtschaft anders denken“. Es geht dabei darum, Klassiker der Wirtschaftstheorien auf ihre Positionen und deren Folgen kritisch zu befragen. Margit Appel von der KSÖ freut sich über das zunehmende Interesse – auch bei Studierenden –, die in den Kaderschmieden der ökonomischen Lehre verbreiteten Denkweisen auf den Prüfstand zu stellen.

Die „römischen“ Kartage begann Papst Franziskus mit der Fußwaschung am Gründonnerstag in einem Therapiezentrum in der römischen Vorstadt (geht an die „Grenzen“!), wo er die Zeremonie an zwölf Behinderten aus verschiedenen Ländern vollzog. Die Meditationen für den Kreuzweg vor dem Kolosseum ließ er Giancarlo Bregantini, den engagierten Sozialbischof und Mafia-Mahner aus Campobasso, gestalten. Bootsflüchtlinge, Rassismus, Arbeitslosigkeit und Finanzspekulationen kamen darin ebenso zur Sprache wie die Trauma von Missbrauchsund Mafiaopfern. Die Auferstehung feierte der Papst als „demütigen Sieg eines Gescheiterten“.


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Panorama 13

24. April 2014

Die Katholische Jungschar veranstaltet von 6. bis 12. Juli 2014 die österreichweite Kindergroßveranstaltung „Kaleidio“.

kjsÖ

Eine Woche voller Abenteuer Das größte Jungschar- und Ministrant/innenlager Österreichs – das „Kaleidio“ – öffnet von 6. bis 12. Juli 2014 in Linz seine Pforten. Bei diesem Riesen-Sommerlager, das die Katholische Jungschar veranstaltet, erleben Kinder eine Woche voller Gemeinschaft, Abenteuer und Spannung. Sie können in sechs Erlebniswelten eintauchen und sich auf die Suche nach ihren Fähigkeiten und Talenten machen. So gibt es die Möglichkeit, in der „Kaleidiocity“ gemeinsam an der Kaleidiostadt zu bauen. Mädchen und Buben gründen eine Firma, erlernen

ein Handwerk oder engagieren sich bei der Feuerwehr. Im „Tohuwabohu“ werden sechs Portale geöffnet, die Zeitreisen in längst vergangene Welten ermöglichen. Forschen, experimentieren und Neues ausprobiert werden kann im Labor „Kabumm“. Im „Kaleidio Radio“ bietet sich für Jungscharkinder und Ministrant/innen die Gelegenheit, Beiträge rund ums „Kaleidio“ zu gestalten. Der „Spielraum“ schafft Platz für unterschiedliche spannende Erlebnisse, die von Ausflügen ins Schwimmbad bis hin zu coolen Workshops reichen. Die Kindergroßver-

Nigeria: Drahtzieher von Elfenbeinküste: Weg zu Boko Haram entlarven Versöhnung ist mühsam Ignatius Kaigama, nigerianischer Erzbischof von Jos, hat die internationale Staatengemeinschaft zur Unterstützung Nigerias bei der Suche nach den Drahtziehern der Terrorgruppe „Boko Haram“ aufgerufen. Es müsse aufgedeckt werden, wie sich die Terrorgruppe finanziere, wie sie kommuniziere, woher ihre ausgeklügelten Waffen stammten und wo die Rekruten trainiert würden. Bei dem jüngsten der Terrorgruppe „Boko Haram“ zugeschriebenen Bombenangriff auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt Abuja sind nach Behördenangaben 71, laut Angaben aus umliegenden Krankenhäusern mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.

Nach zehn Jahren Bürgerkrieg steht der Friede in der Elfenbeinküste weiterhin auf wackeligen Beinen, die Versöhnungsarbeit kommt nur schleppend voran: Das erklärte Hernan Cordero Dominguez, Provinzökonom der Salesianer Don Boscos für Westafrika mit Sitz in Abidjan, in einem „Kathpress“-Interview. Der Krieg war ein enormer Rückschritt und ist weiter eine reale Gefahr, so der aus Ecuador stammende Salesianerbruder, der auf Einladung des katholischen Hilfswerks „Jugend Eine Welt“ Österreich besuchte. Kernprobleme wie die Frage des Grundeigentums und des Zusammenlebens der Ethnien im Land sind nach wie vor ungelöst.

anstaltung gibt außerdem einen kräftigen Impuls für die Arbeit mit Kindern in den Pfarren wie in den Jungschargruppen. Zum „Kaleidio“ werden 1500 Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren und 200 Gruppenleiter/innen erwartet. Rund 300 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer/innen werden für die Kinder rund um die Uhr da sein und sie betreuen. Untergebracht sind die jungen Leute, Leiter/innen und Helfer/ -innen in Linzer Schulen. Die Anmeldung zum „Kaleidio“ läuft noch bis 15. Mai unter www.kaleidio.at oder Tel. 0732/76 10-33 67.

aus aller welt „„ Mehr christliche Flüchtlinge. Die Caritas Jordanien zählt immer mehr Christen unter den syrischen Flüchtlingen im Land. Derzeit sollen es über 20.000 sein. Zu Beginn der Syrienkrise seien die Flüchtlinge hauptsächlich Muslime gewesen. Insgesamt halten sich in Jordanien momentan 1,3 Millionen syrische Flüchtlinge auf. „„ Geschenk. Die Insassen des römischen Gefängnisses Regina Coeli haben laut Vatikan von Papst Franziskus 1200 Mini-Evangelien geschenkt bekommen. n Im Fall Asia Bibi ist die Verhandlung im Berufungsverfahren erneut auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden. Die Christin, die wegen Blasphemie zum Tode verurteilt wurde, befindet sich seit über vier Jahren in Haft. kiz/a


Am 27. April wird der „Konzilspapst“ Johannes XXIII. heiliggesprochen

Ein wahrhaft „Gerechter“ „Er ist der Papst meines Lebens“, sagt der katholische Publizist Hubert Gaisbauer über Johannes XXIII. „Als er gewählt wurde, war ich in der Maturaklasse im Petrinum (Linz). Auf den strengen Pius war das wie eine Revolution, dieser freundliche Mann, der aussah wie unser Lateinprofessor.“ Was dieser „als Papst verkleidete Mensch“ (Marie Luise Kaschnitz) bewegte und wie er es bewegte, fasziniert Gaisbauer mit vielen anderen bis heute.

Interview: Hans Baumgartner

ein Fenster geöffnet hat, damit es durchzieht, ist wohl eher eine nette Legende. Denn, so sein langjähriger Sekretär Capovilla, er hasste Zugluft. Das Bild könnte auch für seine persönlichen Reformvorstellungen stehen: Frischluft ja, aber kein heftiger Zug. Richtig ist allerdings, dass er auf vielen Stationen seines Lebens Türen geöffnet hat, die vorher fest verschlossen schienen – durch seine Konzilianz, die lieber Brücken suchte und baute, anstatt sie abzubrechen, durch seine herzliche Menschlichkeit, durch sein großes Vertrauen darauf, dass der Hl. Geist ihm schon zur rechten Zeit eingeben werde, was zu tun ist.

des Althergebrachten. Wenn auf der Synode etwa die Kleidungsvorschriften und Verhaltensregeln für Priester weiter verschärft wurden, war das wohl kaum ein Aufbruchssignal. Für Johannes war das wohl auch eine Erfahrung, aus der er für das Konzil gelernt hat. Persönlich war Roncalli sicherlich von der traditionellen Frömmigkeit und Theologie seiner Zeit geprägt; aber er war auch einer, der im Laufe seines Lebens immer bereit war, dazuzulernen und kirchliche Positionen auch unter dem Gesichtspunkt ihrer historischen Bedingtheit zu sehen und nach ihrem Kern für heute zu befragen.

Kardinal Oddi soll ihn einmal als den „stursten Konservativen auf Gottes Erden“ bezeichnet haben. Was steckt da dahinter?

Als „Vater des Konzils“ ist Johannes XXIII. für viele der große „Reformer“, für andere der „Zerstörer“ der Kirche. Was wollte er wirklich?

Die Geschichte, dass er auf die Frage eines Kardinals, was er denn mit dem Konzil wolle,

Vielleicht wollte er damit jene beruhigen, die Angst davor hatten, das angekündigte Konzil könnte zu viel in Bewegung bringen. Und es gab ja auch Befürchtungen von reformerischen Kreisen, dass unter dem konservativen Johannes-Papst nichts weitergehe. Sie hatten die 1960 abgehaltene Römische Diözesansynode vor Augen, die in der Tat kein Signal des Aufbruchs war; im Gegenteil, viele sahen darin eine Art Vorwarnung, wie das Konzil laufen könnte: eine weitere Festschreibung

Am 11. Oktober 1962 eröffnete Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil. Dieser Tag ist auch sein „Gedenktag“ als Heiliger. KNA (2)

„Papa buono“ nannten ihn die Römer, denen er bei vielen Pfarrbesuchen bis in die Vorstädte hinaus, oft wirklich nahe gekommen ist.

Als er am 25. Jänner 1959 in der Basilika St. Paul vor den Mauern seine Absicht kundtat, ein Konzil einzuberufen, gab es unter den anwesenden 17 Kardinälen ein „eindrucksvolles Schweigen“, wie er selbst sagte. Warum ein Konzil, wenn doch seit dem Ersten Vatikanum der Papst alle Macht hat, zu entscheiden, fragten viele. Ihm ging es aber nicht darum, irgendwelche Lehrsätze zu verkünden, sondern darum, die „Bunkerhaltung“ der Kirche gegenüber der modernen Welt zu überwinden und die Botschaft des Evangeliums so zu verkünden, dass sie von den Menschen der Zeit auch verstanden werden kann. Und weil es sich hier um ein „pastorales Projekt“ handelte, wollte er das nicht mit einigen wenigen am „grünen Tisch“ entwickeln, sondern gemeinsam mit den Bischöfen aus aller Welt. Deshalb hat er zu Beginn des Konzils dann auch zugunsten jener Bischöfe (Frings, Líenart, König, Döpfner u. a.) interveniert, die eine neue Zusammensetzung der Kommissionen forderten und nicht bereit waren, alles abzunicken, was von der römischen Zentrale vorbereitet worden war. Das war eine der entscheidenden Weichenstellungen für das Gelingen des Konzils.

Für die einen ist Johannes XXIII. der Papst, der die Türen und Fenster der Kirche geöffnet und vom notwendigen „Aggiornamento“ (Verheutigung) gesprochen hat; andere sagen, er war ein sturer Konservativer. Was war er nun wirklich?

Gaisbauer: In seinen jungen Jahren, so gibt Roncalli selber zu, gab es bei ihm, dem rasch aufgestiegenen Bauernbuben, schon Züge einer besserwisserischen Sturheit, verbunden mit der Neigung, über andere zu urteilen. Besonders habe darunter seine Familie gelitten, bedauert er später. Von dieser Haltung hat er sich im Laufe der Jahre immer mehr gelöst und mit großer Disziplin das entwickelt, was ich die Roncallischen Tugenden nenne – seine Geduld, seine Güte und Menschenfreundlichkeit und sein tiefes Gottvertrauen. Dazu gehört auch, dass er im Gegensatz zur puristischen Praxis der damaligen Kirche meinte, man sollte weniger mit Strafen herumfuchteln – auch gegenüber „modernistischen“ Theologen –, sondern mehr auf das Heilmittel der Barmherzigkeit setzen. Und wie sehen Sie das mit dem „Fenster- und Türen-Öffner“, der wollte, dass frischer Wind durch die alten Kirchenmauern weht?


KirchenZeitung Diözese Linz

Thema 15

24. April 2014

Hubert Gaisbauer, Ein Heiliger kann jeder werden. Lebendig glauben mit Johannes XXIII., Verlag Tyrolia 2014, 271 Seiten, 19,95 € Als Sechsjähriger wollte Angelo Giuseppe Roncalli nach dem Vorbild seines Dorfpfarrers ein Heiliger werden. Hubert Gaisbauer zeichnet diesen Weg nach, nennt Vorbilder, Lebensbegleiter und prägende Stationen.

Papst Johannes XXIII. (1881–1963) – Er war der „Papa buono“, der Freund der Menschen und des Lebens.

Hatte Papst Johannes eine konkrete Vorstellung, wie das Konzil verlaufen wird?

Ich denke, er hatte zunächst einmal, wie er selber sagt, eine „Eingebung“, der er als Zeichen des Hl. Geistes vertraut hat. Dann hat er sehr darauf gedrängt, dass die Vorbereitung ins Laufen kommt. Andare avanti, lasst uns vorwärtsgehen, lasst uns machen – war ein geflügeltes Wort von ihm. Aber, so wie viele andere auch, hat er wohl nicht damit gerechnet, wie lange dieses Konzil dauert und wie viele Themen es aufgreifen wird. Er ist für mich wie Mose: er hat die Tür geöffnet und die Kirche an die Schwelle geführt, er hat das „gelobte Land“ aber nur von ferne gesehen. Er hat aber nicht nur ins „gelobte Land“ geblickt, er hat dem Konzil auch einige zentrale Themen mitgegeben wie das Verhältnis der Kirche zum Judentum, zur Religionsfreiheit und den Menschenrechten. Warum gerade diese?

Ich denke, das hat viel mit seinem Leben zu tun: Als Päpstlicher Gesandter in Bulgarien und der Türkei und Griechenland hatte er gute persönliche Kontakte zu Orthodoxen, Juden oder Muslimen. Vom Vatikan aus wurde das missbilligend betrachtet, er aber war überzeugt, Brücken des Vertrauens sind tragfähiger als jede „Diplomatie“. Diese Brücken konnte er dann nutzen, als es darum ging, Juden aus Ungarn, Bulgarien und Griechenland zu retten und ihnen die Ausreise über Istanbul zu ermöglichen. Nach jüdischen Angaben waren es 24.000, die mit seiner Hilfe überlebt haben. Ab diesem Zeitpunkt hat sich auch sein theologisches Denken über Juden

verändert, von jenen, die für den „Gottesmord verantwortlich“ sind, zu den „älteren Geschwistern im Glauben“. Bei seinen Auslandseinsätzen lernte er auch die Religionsfreiheit als ein zentrales Menschenrecht achten. Und noch am Sterbebett sagte er: Die katholische Kirche muss für alle Menschen dasein, nicht um sie zu bekehren, sondern um für ihre Rechte einzutreten. Da hat er wirklich eine Tür aufgestoßen. Das war es ja wohl nicht, warum ihn der deutsche Kanzler Adenauer als „dumm“ und „naiv“ bezeichnet hat. Was war es dann?

Das hat damit zu tun, dass dieser Papst versucht hat, den damals im Westen wie im VaProf. Hubert Gaisbauer zählte zu den profiliertesten Radiopublizisten Österreichs (Lebensbilder u. v. a.) und ist jetzt als Autor und Vortragender tätig. rupprecht

tikan dominierenden strammen Antikommunismus – auch durch seine keineswegs blauäugigen, sondern guten Netzwerke – etwas durchlässiger zu machen. Der sowjetische Partei- und Regierungschef Chruschtschow verstand die Signale – und gratulierte dem Papst zu dessen 80. Geburtstag. Und Johannes bedankte sich dafür. Zu den entsetzten Kardinälen meinte er: Eine freundliche Antwort ist besser als eine Ohrfeige. Während

Reuters

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der Kubakrise 1962 konnte der Papst diese Fäden aufgreifen und wertvolle Vermittlungsdienste leisten. Dass die Welt damals am Abgrund stand, war wohl auch Anstoß für seine Friedensenzyklika „Pacem in terris“, die er, schon sehr krank, im Jahr seines Todes veröffentlicht hat. Dieser aufrüttelnde Appell zur atomaren Abrüstung ist für mich einer der wichtigsten Texte des 20. Jahrhunderts. Heilig wird man ja nicht, weil man Papst ist oder ein Konzil einberuft. Was war es bei ihm?

Von „außen“ betrachtet gehört zur Heiligkeit die Verehrung durch die Gläubigen. Und verehrt wurde Johannes XXIII. vom Tag seiner Wahl an, weil hier ein Mensch von außerordentlicher Liebenswürdigkeit und Wärme zu spüren war. „Papa buono“ nannten ihn die Römer, weil sie ihn bei seinen vielen Pfarrbesuchen wirklich als „guten Vater“ erleben konnten. Er strahlte das aus, was F. Nietzsche einmal forderte: Erlöster müssten sie aussehen, die Christen. Von innen betrachtet würde ich sagen: Heilig-Werden lernt man nur – so wie auch das Glauben –, indem man sich ein Leben lang jeden Tag neu den Herausforderungen stellt – mit dem Blick auf das Evangelium. Bei ihm ist das nicht spektakulär; es ist seine tiefe, durchaus traditionelle Frömmigkeit, die auffällt, seine Liebe zu den Menschen, besonders zu denen „neben dem Weg“, seine Demut, auch da zu dienen, wo es schwerfällt – er wollte immer Pfarrer sein und nicht Bürokrat oder Diplomat – und seine Konsequenz in allem. Ich würde sagen, er war im alttestamentlichen Sinne ein „Gerechter“.


Sonntag

2. Sonntag der Osterzeit– Lesejahr A, 27. April 2014

Hinterfragend und zutiefst suchend Thomas steht an der Seite derer, die um eine persönliche Glaubensentscheidung ringen. Er gibt denen Recht, denen das mit dem Glauben manchmal gar zu schnell und einfach und oberflächlich geht. Er belegt die Geduld Jesu mit jenen, die noch Zeit brauchen und die inzwischen das „vielleicht ist es aber wahr“ zumindest nicht ganz aus ihrem Herzen streichen.

Evangelium Johannes 20,19–31 Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Strecke deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Strecke deine Hand aus und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

1. Lesung Apostelgeschichte 2,42–47 Sie (die Gläubigen) hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen, denn durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

2. Lesung 1 Petrus 1,3–9 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude, da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.


Wort zum Sonntag

Zweifel gegen falsche Vereinfachung Ein sehr gelehrter Mann ging zu Rabbi Levi Jizchak. Er wollte ihm weismachen, wie rückständig und unvernünftig der Glaube sei. Der Rabbi wusste sehr wohl: Gott und sein Reich können nicht auf den Tisch gelegt und bewiesen werden. Er sagte zu diesem ganz auf die Vernunft zählenden Mann nur: „Aber, mein Sohn, bedenke, vielleicht ist es wahr.“ Dem Gelehrten schlotterten daraufhin die Knie. Alle seine gescheiten Einwände zerbrachen immer wieder an diesem „Vielleicht“ (Martin Buber). „Ungläubig“ nannte man früher den Jünger Thomas. Als „Zweifelnder“, „Suchender“, ja als „glauben wollender Thomas“ gilt er uns heute. Kurt Marti lässt in einem Abschnitt des Buches „Gott im Diesseits“ den Gedanken spielen, dass im Wort „Zweifel“ das Zahlwort „zwei“ steckt: Fast alles hat zwei oder noch mehr Seiten. Wer immer vereinfacht, will nur eine Seite sehen und gelten lassen. Zweifelnde hingegen ehren die Vielseitigkeit von Menschen und Dingen und den tiefen Reichtum des Lebens.

Francesca Schellhaas / photocase.de

G

eht in den Tag hinaus ohne vorgefasste Ideen, ohne die Erwartung von Müdigkeit,

ohne Plan von Gott, ohne Bescheidwissen über Gott, ohne Enthusiasmus, ohne Bibliothek – geht so auf die Begegnung mit Gott zu.

Im Jünger Thomas sehen jene einen Vertrauten, die ganz persönlich Christus begegnen und von ihm berührt werden wollen. Glaube entspringt nicht einfach unserer privaten Initiative. Er lässt sich nicht mit „Ho-ruck“ entfachen. Wir empfangen ihn aus der uns geschenkten und überlieferten Botschaft, die wir uns nicht selbst erst schaffen. Glaube kommt zwar vom Hören, aber er kann sich nicht einfach nur vom Hörensagen nähren. Thomas steht an der Seite derer, die um eine persönliche Glaubensentscheidung ringen. Er gibt denen Recht, denen das mit dem Glauben manchmal gar zu schnell und einfach und oberflächlich geht. Er belegt die Geduld Jesu mit jenen, die noch Zeit brauchen und die inzwischen das „vielleicht ist es aber wahr“ zumindest nicht ganz aus ihrem Herzen streichen.

Zum Weiterdenken Wo habe ich selbst mir einfache, vielleicht gar zu einfache Antworten und Meinungen zurechtgelegt? Könnte mehr Mut zum Zweifel meinen Glauben fördern und mich für bereichernde Überraschungen öffnen?

Brecht auf ohne Landkarte – und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel.

franz wöckinger

Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden,

ist Pfarrer in St. Georgen

sondern lasst euch von ihm finden

an der Gusen, Oberösterreich.

in der Armut eines banalen Lebens.

Den Autor erreichen Sie unter

madeleine delbrÈl

u sonntag@kirchenzeitung.at


18 Bewusst leben

24. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

Was man von Kindern alles lernen kann Jedes Kind ist anders. Doch je genauer man ein Kind in seiner individuellen Art wahrnimmt, desto mehr kann man aus jeder dieser kleinen Persönlichkeiten lernen. Im Glauben, aber auch in vielen anderen Bereichen des Lebens können uns Kinder ein Vorbild sein, weiß die Theologin Silvia Habringer-Hagleitner. brigitta hasch

„Danke, Mama!“, Anna umarmt strahlend ihre Mutter und drückt ihr einen dicken Schmatz auf die Wange.

für Kinder deshalb auch ganz normal, jemanden um Hilfe zu bitten. Ja, sie können manchmal richtig um Hilfe schreien. Anders als Erwachsene sehen sie darin aber kein eigenes Versagen, sondern einfach eine Notwendigkeit, weil sie allein nicht weiterkommen“, erklärt die Theologin. Kinder haben in der Regel auch kein Problem mit dieser Form von Abhängigkeit. Erwachsene denken da meist völlig konträr. Man will seine Probleme alleine lösen und kann dies auch oft. Aber wenn man nicht mehr weiterweiß, hat man Hemmungen, um Hilfe zu bitten und diese dann auch anzunehmen. „Was denken die anderen über mich?“, „Darf ich diesen Menschen überhaupt um Hilfe bitten?“, „Kann diese Person mir denn auch wirklich helfen?“ – Das sind die Fragen, die Erwachsene sich stellen, bevor sie – wenn überhaupt – um Hilfe bitten. Kinder sind beim Organisieren von Hilfe wesentlich direk-

Danke, du bist die beste Mama der Welt. Eléonore H – Fotolia.com

Danken und um Hilfe bitten. Kinder können unendlich dankbar sein und dies sehr ­offen und spontan ausdrücken. Silvia Habringer-Hagleitner kennt auch den Grund dafür: Kinder erleben ihren Alltag gewöhnlich als Vielzahl von Beziehungen und zugleich Abhängigkeiten. Für sie ist es in ihrer Entwicklung ganz normal, dass sie nicht alles selber können. Sie brauchen Erwachsene, um essen und trinken zu können, gehen und sprechen zu lernen oder Bauklötze aufzutürmen. „Es ist

Abgetaucht und tief versunken, nicht im Sand, aber im Spielen.

finanzfoto – Fotolia.com

ter und egoistischer. Sie versuchen es einfach und sind damit meist erfolgreich. Achtsamkeit und Freude. Geht man mit Kindern spazieren, kann ihre Aufmerksamkeit gegenüber den kleinen Steinen am Wegrand gelegentlich schon mühsam sein. „Aber Kinder leben einfach im Moment und lassen sich dann auch nicht so leicht ablenken“, weiß Habringer-Hagleitner. Darum können Kinder auch richtig in ihrer Spielwelt versinken, in ihrem eigenen Kosmos, fast wie von der Außenwelt abgeschirmt. Diesen Zustand erleben Erwachsene selten. Ihre Gedanken sind oft bei Vergangenem oder Zukünftigem. Ein Konzentrieren auf den Augenblick, ein „Bei-sich-selbst-Sein“ fällt schwer und gelingt oft nur noch mithilfe von Mentaltrainern. Aber nicht nur der Blick für Kleinigkeiten, etwa ein Gänseblümchen auf der Wiese, auch die helle Freude, ja Freudenschreie über diese Entdeckung ist typisch für Kinder. Kinder sind voll Liebe. Mit Umarmungen, Basteleien und fantasievollen Zeichnungen bekunden Kinder immer wieder ihre Zuneigung. Ohne Aufforderung, ohne konkreten Anlass zeigen sie ihre Liebe – und das oft sehr intensiv. „Ich hab dich lieb bis zum Himmel und wieder zurück“, ist Ausdruck unbändiger Kinderliebe. Ebenso Briefe mit Herzchen am Kopfpolster oder Blumen am Frühstückstisch. „Kinder schenken sich bei jeder Gabe selbst mit“, erklärt Silvia Habringer-Hagleitner: „Sie wollen in Beziehung treten, weil Beziehungen und Freundschaften für sie eine große Bedeutung haben.“ Neben der Familie brauchen sie deshalb auch Kontakte zu anderen Menschen, etwa aus dem Kindergarten oder der Schule.


KirchenZeitung Diözese Linz

Bewusst leben 19

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aufgetischt Scharfe Frühlingsrollen mit Schalottenkompott

Mit Kindern leben ist anders – und oft stellt der Nachwuchs die Welt der Erwachsenen einfach auf den Kopf. Sunny studio – Fotolia.com

Beschreiben statt beurteilen. „Wenn wir behaupten, dass Kinder sehr ehrlich sind, meinen wir eigentlich, dass sie etwas sagen, ohne sich an Normen zu halten. Diese ,Ehrlichkeit‘ kann leicht missverstanden werden“, erklärt die Expertin. „Deutet ein Kind etwa auf eine Person und meint: Der/Die ist dick‘, hat das wahrscheinlich seine Richtigkeit. Das Kind ist auch ehrlich. Aber so eine Aussage entspricht einfach nicht unseren gesellschaftlichen Normen“, nennt sie ein Beispiel. Hier darf man schon erwarten, dass Kinder etwas von den Erwachsenen lernen. Jesuanische Pädagogik. „Liebevolle Beziehung, Hochachtung und Annahme ist das, was Jesus uns im Zusammenhang mit Kindern vorlebt und gebietet“, sagt die Theologin zum Thema „Kinder und Religion“. Dass Kinder gerade hier viele Fragen stellen, ist gut.

Denn der Glaube erscheint ihnen manchmal rätselhaft. Sie empfiehlt Eltern, sich auf ein generationenübergreifendes religiöses Lernen

Kinder sind ein Geschenk für Eltern und Großeltern.

Sunny studio – Fotolia.com

einzulassen, „das eröffnet spannende Gedankengänge und neue Sichtweisen“.

Zur Person Dr. habil. Silvia Habringer-Hagleitner ist Professorin für Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der spirituell-religiösen Begleitung und Bildung von jungen Kindern und schreibt dazu regelmäßig Kolumnen. Sie lebt mit ihrer Familie in Walding bei Linz. alexandra grill

Kinder sind ein Geschenk und sie sind heilsam. „Schon wer sich für die Schwangerschaft und ein Kind entscheidet, gibt damit ein Stück seiner eigenen Planungshoheit ab“, ist Silvia Habringer-Hagleitner überzeugt. Kinder haben bedeutet: offen sein für Zufälle und Überraschungen, wach sein für Fragen und flexibel sein bei Wünschen und Befindlichkeiten. Aber gerade das macht Eltern gelassener und gibt ihnen Lebensweisheit, meint sie. Besonders für Großeltern haben Enkel eine große Bedeutung. Das gemeinsame Spielen oder Blödeln genießen nämlich nicht nur die Kleinen. Bei so manchen körperlichen Gebrechen oder Krankheiten hat die Begegnung mit Kindern für die Erwachsenen eine reale heilsame Wirkung.

Zutaten: Frühlingsrollen: 8 Frühlingsrollenblätter, 2 EL Olivenöl, 1 Paprika rot, 1 P ­ aprika gelb, beide fein gewürfelt, 2 Knoblauchzehen fein gehackt, 1 TL Kartoffelstärke, Salz, Chilli, 1 EL Butter, zerlassen. Schalottenkompott: 20 Schalotten (oder entsprechende M ­ enge Zwiebeln) in feine Scheiben geschnitten, 1 EL Olivenöl, 1/4 l Rotwein, 1/4 Tasse Gemüsebrühe, Salz, Honig, Pfeffer aus der Mühle, Thymian gehackt. Zubereitung: Für die Frühlingsrollen die Paprika, Knoblauchzechen und Chilli in Olivenöl anschwitzen und bissfest dünsten. Nun das Gemüse mit der angerührten Stärke leicht binden und pikant abschmecken. Die Masse abkühlen lassen, dann die Frühlingsrollenblätter füllen, einrollen und mit der zerlassenen Butter einpinseln. Im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad 8 Minuten knusprig backen. Für das Kompott die Schalotten im Olivenöl anschwitzen, mit der Brühe und dem Rotwein bissfest dünsten. Die Flüssigkeit sollte dabei sirupartig eingekocht sein. Nun pikant mit Thymian, Pfeffer, Honig und Salz abschmecken. Mit den aufgeschnittenen Frühlingsrollen anrichten und sofort servieren. XX Lebensfreude aus dem Kochtopf, Genussvolle Rezepte aus dem Kneipp-Traditionshaus Bad Mühllacken, Karin Zausnig, Martin Thaller, Siegfried Wintgen; Kehrwasser Verlag, Linz 2013.

Tipp: Wer Paprika eher schlecht verträgt, kann die Schoten vorher vierteln und mit einem Sparschäler schälen. kehrwasser verlag


 Papiertiger. Ein Spiel für zwei oder mehr Gruppen für einen lustigen Nachmittag. Ein vorgegebener Begriff (Hund, Haus, Sonne, Baum ...) wird von den Mitspieler/innen einer Gruppe nicht gezeichnet, sondern mit der Schere aus einem Blatt Papier ausgeschnitten. Nun müssen die anderen den Begriff erraten. Viel Spaß!

KK

Eine wundersame Zeitreise In der Vorbereitung auf die Erstkommunion hören Marco und Lukas viele Geschichten von Jesus. Sie staunen und können nicht alles glauben, was da gesagt wird. Als der Pfarrer den Kindern von der wundersamen Brotvermehrung erzählt, denkt Lukas: „Das müsste man beweisen können!“ Eine Zeitreise, das wäre toll. Aber das funktioniert leider nicht. Er seufzt tief und schläft schließlich ein.

LACH MIT PIEPMATZ  „Mit dieser Brille werden Sie Ihre Mitmenschen wieder richtig gut sehen“, sagt der Optiker zu seinem Kunden. Nach einer Woche bringt er die Brille zurück: „Es lohnt sich nicht!“

 „Wieso kündigt dir dein Chef nicht, wenn er so unzufrieden ist mit dir?“ – „Er sagt, es gäbe keinen Nachfolger, der sich in dem Chaos, das ich hinterlasse, zurechtfinden würde!“

KIKI-KONTAKT

 Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.  Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wünsche an KiKi? Suchst du eine Brieffreun-

din oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. DEINE GITTI

rung werden auch sie satt – und jeder steckt sich noch ein Stück Brot in die Hosentasche. Als Lukas aufwacht, glaubt er, geträumt zu haben. Bis er einen Laib Brot unter seiner Decke findet. Das war wirklich eine wundersame Reise.

Lukas findet sich gemeinsam mit Marco auf einer grünen Wiese wieder. Vor ihnen spricht Jesus zu einer Schar von Menschen. „Wir müssen hierbleiben und schauen, was passiert“, meint Lukas ganz aufgeregt. Und so erleben die beiden, wie Jesus einen Gelähmten heilt und Kinder segnet. Bei der Brotvermeh-

 Eine wundersame Zeitreise, erzählt von Georg Wieghaus, gemalt von Bruder Lukas Ruegenberg, Tyrolia Verlag, Innsbruck – Wien 2012.

Sende dein Erstkommunionsfoto an KiKi Am Sonntag nach Ostern, dem „Weißen Sonntag“, beginnt wieder die Zeit der Erstkommunionfeiern. An diesem Festtag werden viele Fotos gemacht, gemeinsam mit den Kindern der ganzen Klasse oder der Vorbereitungsgruppe und den Tischmüttern. Genau solche Gruppenbilder werden heuer auf der Homepage der KirchenZeitung in einer eigenen Bildergalerie veröffentlicht.

BALDUIN BAUM

 Fritz fährt mit dem Rad durch das Dorf. Da hält ihn der Polizist an: „Fritz, ich muss dir einen Strafzettel verpassen: Keine Klingel, keine Lampe, keine Bremse, das macht 30 Euro!“ Schreit Fritz: „Was müssen Sie dann erst zahlen? Sie haben ja nicht einmal ein Rad!“

Die KirchenZeitung für Kinder 24. April 2014

KIZ/ARICHIV

DA MACH ICH MIZ

 Sende ein Bild eurer Erstkommuniongruppe an kiki@ kirchenzeitung.at. Bitte per E-Mail, keine Einzelfotos, nur Gruppenbilder! Schreib unbedingt den Ort,

die Pfarre und die Volksschule dazu. Die Fotos sind dann auf www.kirchenzeitung.at zu sehen.  Unter den Einsendungen verlosen wir tolle Sachpreise.


24. April 2014

Ein Dankeschön-Gruß nach Österreich. Die Hilfe aus Steyr gibt den Kinder aus dem Slums von Lima eine Perspektive.

HTL Steyr packt für Straßenkinder einen Rucksack voller Hoffnung Die HTL Steyr hat eine Solidaritätsaktion für die Kinder in den Slums von Lima gestartet. Der Projektname: „Mochila de Esperanza“ lautet übersetzt: „Rucksack der Hoffnung“. Die Initiative für die Aktion geht von den Religionslehrern der HTL Steyr aus. Durch Hilfe aus Steyr können in den Slums von Lima in Peru Hunderte Kinder zwischen drei bis zwölf Jahren mit einem Schulrucksack samt den nötigen Schulsachen für ein volles Schuljahr ausgestattet werden. Die Kinder leben in den ärmsten Regionen im Süden von Lima. „Ihre Eltern haben in der Regel keine Arbeit oder bestenfalls Gelegenheitsjobs, von denen sie die Familien kaum ernähren können. Jedenfalls reicht das Geld in der Regel nicht für die nötigen Schulsachen ihrer Kinder“, erzählt Jo-

cd-tipp

hann Gruber, der die Situation in Lima von mehreren Besuchen her kennt. Der Religionslehrer an der HTL Steyr pflegt die Kontakte zu dem Projektpartner Victor Durand, der sich mit seinen Mitarbeiter/innen bemüht, die größte Not der Kinder mit ihren Familien zu lindern.

Kinder aus Lima. Durch Bildung sollen sie der Armut entkommen.

aufgeschnappt

Welthaus Linz sucht kreative Handyfilme von Schüler/innen Bis zum 16. Mai können Schüler/innen von 12 bis 19 Jahren ihre Kurzfilme zum Thema „Ernährung und Klimawandel“ beim SmartphoneFilmwettbewerb „Smart up your Life“ von Welthaus Linz noch einreichen. Ob in den Gängen der Schule oder zu Hause im Garten, ob mit der ganzen Klasse an Projekttagen oder in der Kleingruppe zu Hause – gefilmt kann werden, sobald ein Handy mit Kamerafunktion eingeschaltet ist. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – egal ob Spielfilm, Trickfilm oder Dokumentarfilm –, wichtig

Positive Wirkung von Geld. Eine Veranstaltung zu dem Solidaritätsprojekt für die Kinder in den Slums von Lima fand bereits am 26. März 2014 an der HTL Steyr statt. Der evangelische Bischof Michael Bünker referierte dabei zum Thema „Geld regiert die Welt, wer regiert das Geld?“. „Es wurde klar, dass Geld auch ganz positive und gute Wirkungen haben kann“, betont Gruber. Beispiel dafür solle die Solidarität mit den Kindern der Slums sein. Rund 2.000 Euro konnten bei der Veranstaltung schon an Spenden gesammelt werden. Johann Gruber möchte die Schüler/innen dazu anregen, künftig einen Euro pro Monat von ihrem Taschengeld zu spenden. Mit dem Projekt sollen die Kinder aus Lima mindestens fünf Jahre gefördert werden. P. S.

szene

MEIN TIPP Kaleidio. Von 6. bis 12. Juli steigt das größte Jungscharlager Österreichs in Linz, das Kaleidio. Für das Riesen-Sommerlager bereiten die Organisatoren insgesamt sechs Erlebniswelten vor. Anmeldung bis Ende April möglich! www.kaleidio.at

KONTAKT Schreib an die FOR-YOU-Redaktion: paul.stuetz@ kirchenzeitung.at

xx

ist nur, dass sich Jugendliche Gedanken zum Thema gemacht haben.

Jury kürt. Mitmachen lohnt

VICTOR DURAND (2)

elthaus acher. Das W Junge Filmem nährung Er zu yvideos ruft auf, Hand en. WELTHAUS eh dr zu l de und Klimawan

sich, denn der Hauptpreis, sponsored by Umweltland OÖ, verspricht Setfeeling pur: Eine renommierte Jury kürt den innovativsten Smartphone-Kurzfilm. Die Filmemacher/innen werden im Herbst 2014, gemeinsam mit einem professionellen Filmteam, den Filmbeitrag in Kinoqualität neu produzieren. Die Topbeiträge werden für Kurzfilmfestivals eingereicht, in lokalen Fernsehsendern

zu sehen sein oder auf einer von Welthaus Linz bereitgestellten Internetplattform einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

 Mehr Infos zu den Teilnahmekriterien, zu möglichen inhaltlichen Themen sowie Inspirationsvideos findet man unter: www.smartupyourlife.at Kontakt: Welthaus Linz, Martin Stöbich, E-Mail: martin.stoebich@welthaus.at


22 Anzeigen & Hinweise KLEINANZEIGEN FA. WITTMANN, SCHARNSTEIN KIRCHENBÄNKE TISCHE + STÜHLE www.wittmann-gmbh.at Tel. 07615/22 91. KUNSTSTOPFEREI Kunststopferei, Änderungsschneiderei Leitner/Linz, Bischofstraße 3a Mo.–Do.: 9–17 Uhr, Fr.: 9–12 Uhr Tel. 0732/79 77 10 www.kunststopferei.com

IMPRESSUM KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Elisabeth Leitner, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Elisabeth Ecker, Alexandra Kaiser. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 46,20 (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT ©BILDRECHT, WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)

PARTNERSCHAFT Glaubst Du ans Glück und die Liebe? 62-jährige Frau, gut aussehend, humorvoll, naturliebend, vielseitig: Wünsche mir einen Seelenpartner, der zu mir hält, für eine Liebe mit allem, was dazugehört. Von 63 bis 69 Jahren, NR, mit christlicher Lebenseinstellung. Zuschriften unter Chiffre Nr. 08/2014, KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. PILGERREISEN 2014

PILGERREISE OSTTIROL (Durchführungsgarantie) ab € 310,– Im Nationalpark Hohe Tauern 22. – 25. 7. / 4 Tage        LA SALETTE ab € 590,– Anreise über Piemont / Santuario di Oropa – Grandes Alpes – La Salette Rückfahrt über Maria Einsiedeln 18. – 23. 8. / 6 Tage  AUF DEN SPUREN VON PATER PIO ab € 650,– Assisi – San Giovanni Rotondo – Lanciano – Manopello – Loreto 6. – 12. 10. / 7 Tage    MEDJUGORJE (Durchführungsgarantie) ab € 289,– (inkl. VP) Auf den Spuren der Seherkinder 26.   9. – 30. 9., 20. 10. – 24. 10. Wir beraten Sie gerne, Detailprogramme erhalten Sie in unserem Büro. Das Team von Krautgartner-Reisen wünscht Ihnen nachträglich ein gesegnetes Osterfest. Beratung und Buchung: Reisebüro Krautgartner Stockhofstraße 3, 4020 Linz Tel. 0732/66 10 99 linz@krautgartner.at www.krautgartner.at

24. April 2014

 ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Ab 19. Mai in der 178. Klassenlotterie:

29 Chancen, Millionär zu werden „Reich werden mit Klasse“ kann man von 19. Mai bis zum 27. Oktober 2014 in der nächsten, der 178. Klassenlotterie. Jeweils Montag gibt’s die Chance, Millionär zu werden, insgesamt werden 29 Millionentreffer gezogen. Lose sind bereits erhältlich. Ab 19. Mai gilt wieder: Jeden Montag 1 Million Euro zu gewinnen, sechs Monate lang. Und um insgesamt 10 Millionen geht es dann bei der Schlussziehung an einem einzigen Tag: Am 27. Oktober werden fünf Mal 1 Million Euro und der 5-Millionen-Haupttreffer gezogen. Insgesamt werden bei einer Losauflage von 250.000 Losen 248.196 Gewinne ausgespielt. Man kann an der Klassenlotterie mit einem ganzen Los oder mit Zehntelanteilen teilnehmen. Ein Zehntellos kostet für jede der sechs Klassen 15 Euro, ein ganzes Los demnach 150 Euro pro Klasse. Und das Beste: Alle Lose spielen bis zum Ende mit und können mehrfach gewinnen. Selbst an einem einzigen Ziehungstag sind Mehrfachgewinne mit einer Losnummer möglich.  ANGABEN OHNE GEWÄHR

TOTO

Glockengießerei & Glockenmuseum | Innsbruck Tel.: 0512 / 59416 | www.GRASSMAYR.at

LOTTO

Ergebnisse Runden 16A 16 B

6 AUS 45

222 1X2 121 22X 2X1 221 3: 2:+

Mi., 16. 04. 14: 5 13 21 28 36 44 Zz: 39 J O K E R: 7 6 0 0 2 9

X11 211 111 X2X XX2 2XX

So., 20. 04. 14: 8 14 18 24 41 44 Zz: 43 J O K E R: 9 5 3 8 2 7

1: 1:2 1: 2:2

2: 0:+ 2: 2:1

3: +:1

4: 2:0

4: 1:+

5: 1:1 5: 2:0

HINWEISE  Hörzeitung „Känguru“. Die Werkstätte Linz-Stifterstraße des Evangelischen Diakoniewerkes macht seit 2009 die Zeitung „Känguru“. Sie wird von Mitarbeiter/innen mit Behinderung in einfacher Sprache geschrieben. In Kooperation mit der Medienwerkstatt Linz wird nun die Zeitung auch als Hörzeitung poduziert und erreicht so Menschen, die nicht lesen können. Die Lese- wie auch die Hör-Zeitung kann man auf www.diakoniewerk.at/kaenguru herunterladen.  Erfahrungen eines Afrikaners in Österreich. Darüber spricht Dr. Emeka Emeakaroha, Pfarrer in Obergrafendorf, Niederösterreich, und Religionsprofessor in Lilienfeld, am Do., 24. April, um 19.30 Uhr im Festsaal der Elisabethinen in Linz, Fadingerstraße 4. Freiwillige Spenden sind erbeten, sie gehen an das „Madonna Austrian Hospital“ in Ihitte, Nigeria.

Der Besuch – ein Erlebnis

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 Greenstart – Ende der Einreichfrist. Der Klima- und Energiefonds sucht grüne Business-Ideen aus den Bereichen Erneuerbare Energie, Energie-

effizienz und Mobilität. Einreichungen sind noch bis 25. April möglich: www.greenstart.at  Durch die Krise kommt keiner allein. Zur Präsentation des gleichnamigen Buches lädt das Dominikanerhaus in Steyr, Grünmarkt 1, am Di., 29. April, um 19.30 Uhr ein. Autor Christian Rathner konkretisiert im Untertitel „Was Griechenland Europa lehrt“. Der 1961 in Grieskirchen geborene Rathner arbeitete als freier Journalist für die Katholische Presseagentur sowie diverse Tages- und Wochenzeitungen und gestaltet Fernsehbeiträge, u.a. für „Orientierung“.  Fisch genießen. Der WWF bewertet mit seinem „Fischeinkaufsratgeber 2014“ zahlreiche im Handel erhältliche Fischarten aus unterschiedlichster Herkunft. Besonders empfiehlt er heimische Bio-Fische wie Karpfen, Forelle und Saibling. Von Sardine und Makrele aus dem Mitelmeer sowie verschiedenen Thunfischarten rät er ab.  Den Ratgeber kann man unter http://www.wwf.at/fischfuehrer herunterladen.


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Ausblick 23

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Politischer Emmausgang 2014 Gallneukirchen. Zum Jahresschwerpunkt „Wohin sol-

len wir gehen?“ lädt die Katholische Männerbewegung in Gallneukirchen zu einem „Politischen Emmausgang“. Dabei werden politische Vertreter/innen der Gemeinderatsfraktionen zu aktuellen, die Stadtgemeinde betreffen­ den Zukunftsfragen Stellung nehmen, ebenso die Vertreter/innen der katholischen und evangelischen Kirche. Themen wie Menschenrechte, Zukunft der Landwirtschaft und Ökumene werden ebenso beleuchtet wie das Thema Demokratie und Stadtentwicklung. Etwa zwei Stunden wird der Gang durch die fünf Stationen dauern. XX So., 27. April, 15 Uhr. Start bei der kath. Pfarrkirche.

Schlager-Zeit im URBI&ORBI Linz. Am Mittwoch, 23. April, 18 Uhr gibt es als Auftakt zur „Schlager-Zeit“ im Linzer Kirchencenter URBI&ORBI (Bethlehemstraße 1a) eine Vernissage mit Bildern und Texten von Stefan Schlager unter dem Titel „Bunt wie das Leben – und vielschichtig“. Musikalische Umrahmung: Fagott-Trio „Sunshine“. Bis 21. Mai werden die Bilder zu sehen sein. Monatlich wird daraufhin der theologische Dr. Stefan Schlager Erwachsenenbildner unter dem Titel „Schlalädt zum Gespräch bei ger-Zeit“ im URBI&ORBI-Center für GespräKaffee oder Tee. Privat che über theologische Fragen zur Verfügung stehen. Die weiteren Termine (jeweils 17 bis 18 Uhr): 14. Mai, 11. Juni, 17. September. XX Vernissage: Mi., 23. April, 18 Uhr, URBI@ORBI. „Schlager-Zeit“ erstmals am Mi., 14. Mai, 17 bis 18 Uhr.

Innviertler Mundartmesse Stadtpfarre Ried im Innkreis. Erstmals wird

die Mundartmesse in der Rieder Stadtpfarrkirche gefeiert. Dazu lädt wieder das Bil-

bildung – spiritualität – kurs Attnang, Maximilianhaus  07674/665 50 XX Ein Tag im islamischen Wien, Sa., 10. 5., 7 bis ca. 20 Uhr, Ref.: Gernot Galib Stanfel. Bad Dachsberg, Bildungshaus  0732/76 10-34 43 XX Woche für Mütter mit Kleinkindern, Mo., 12. 5., 10 Uhr bis Fr., 16. 5., 10 Uhr, Leitung: Karin Steiner. Kremsmünster, Subiaco  07583/52 88 XX Exerzitien der Benediktinerinnen, Teilnahme anderer Ordensfrauen und Frauen aus geistlichen Gemeinschaften ist möglich, Sa., 10. 5., 18 Uhr bis Sa., 17. 5., 9 Uhr, Ltg.: BV Prälat Dr. Matthäus Appesbacher. Linz, Haus der Frau  0732/66 70 26 XX KEK – Miteinander reden – aber wie?, Kommunikationstraining für Paare ab dem 5. Ehe-/Beziehungsjahr, Fr., 9. 5., 16 Uhr bis So., 11. 5., 18 Uhr, Ltg.: Mag. Gabriela Yaldez, Mag. Johannes Ulz. Ried, Treffpunkt der Frau  07752/802 92 XX Alle Vögel sind schon da. Eine vogelkundliche Wanderung, Sa., 26.

4., 7.30 bis 9.30 Uhr, Ltg.: Johanna Samhaber. Ried, St. Franziskus  07752/827 42 XX Tag der Beziehung, eine Auszeit vom Alltag für Paare, Impulse von Paarberater/innen, Kooperation von BEZIEHUNGLEBEN.AT und Familienreferat des Landes OÖ, Sa., 10. 5., 14 bis 17.30 Uhr. Steyr, Dominikanerhaus  07252/454 00 XX Papst Franziskus – die letzte Chance der Kirche in Europa?, Vortrag, Di., 13. 5., 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Bert Brandstetter. Tragwein, Greisinghof  07263/860 11 XX Heilsames Singen, Stimmworkshop zur Heilung der Stimme, Fr., 2. 5., 16.30 Uhr bis So., 4. 5., 16 Uhr, Ltg.: Michael Stillwater. Wels, Bildungshaus Puchberg  07242/475 37 XX Zeit für mich, beWEGte Stille, Atempause für die Seele, Fr., 9. 5., 19.30 Uhr bis So., 11. 5., 12 Uhr, Ref.: Gertrude Pallanch. XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Privat

dungszentrum St. Franziskus ein. Zelebrant ist der neue Stadtpfarrer von Ried, Mag. Rupert Niedl. Der Stelzhamerbund, Bezirksgruppe Ried, und der Kirchenchor Taiskirchen (Foto links) gestalten den Gottesdienst. XX Stadtpfarre Ried i. I., Sonntag, 27. April, 19.30 Uhr.

Angebot der woche

Kulinarische Lebensfreude Vielfach erprobte Gerichte und leckere Speisen im Jahreskreis, komponiert von den Ernähungsexperten des Kneipp-Kurhauses Bad Mühllacken, schenken Ihnen köstliche Anregungen für die leichte, vegetarische Alltagsküche. Die Geheimnisse in diesem Kochbuch liegen in der Kombination von saisonalen Lebensmitteln aus Garten, Wiese, Wald und Feld. Alte Gemüsesorten und Obstraritäten sowie die liebevolle Zubereitung

schenken Lebensfreude und neue Geschmacks­ erfahrungen. Die Autor/innen des Buches: Mag. Karin Zausnig, Ernährungswissenschaftlerin und Fastenleiterin; Martin Thaller, Küchenchef des Kneipp-Tradi­ tionshauses Bad Mühllacken, Präventions- und Ernährungscoach sowie Diätkoch; Siegfried Wintgen, Küchenmeister, Dipl. Ernährungsberater. „Lasst das Natürliche so natürlich wie möglich. Die Zubereitung der Speisen soll einfach und ungekünstelt sein!“ Sebastian Kneipp XX Siehe Rezept Seite 19.

Die KirchenZeitung verlost fünf Exemplare des Kochbuchs aus Bad Mühllacken. Schreiben Sie bis Fr., 2. 5. (Kennwort: „Kulinarische Lebensfreude“) an: KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Fax: 0732/76 10-39 39, E-Mail: service@kirchenzeitung.at


24 Termine namenstag

Roswitha Niedermayr, 55 Jahre und Mutter von drei Söhnen (32, 31 und 13), ist Sekretärin der Geschäftsführung Caritas für Betreuung und Pflege in Linz. Privat

Roswitha (29. April) Roswitha – die Ruhmesstarke: Mit den Bestandteilen meines Namens „hroud“ für Ruhm und „swiths“ für stark kann ich mich sehr gut identifizieren. Vielleicht war es diese Stärke der hl. Ros­ weidis, die sich auch ein wenig auf mich übertragen hat. Da­ für bin ich dankbar, denn sie hat mich auf meinem Lebensweg stets begleitet und mich auch durch manch schwierige Zeiten getragen. Wie mir meine Mutter oft erzählt, hätte ich eine Mar­ tina „werden sollen“. Das habe sich meine Tante, die Schwes­ ter meiner Mutter, so sehr ge­ wünscht. Für meine Eltern war ich aber eine Roswitha. Darauf­ hin hat sich meine Tante gewei­ gert, mich beim Namen anzu­ sprechen – ich war für sie immer nur „das Weibi“ ... Heute findet sie allerdings, dass mein Name gut zu mir passt. So wie die hl. Rosweidis im 8. Jh. als angeb­ lich erste Äbtissin des Liesborner Damenstiftes unter dem Schutz Gottes stand, so fühle auch ich mich behütet von „oben“. Roswitha Niedermayr

24. April 2014

freitag, 25. 4. 2014 XX Bad Ischl. Uns reicht‘s!, Kabarett, Großer Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit den Kirchenfrauen. XX Lambach. Das traurige Häschen Hoppelchen, Kasperltheater, Stift, Medienraum, 16 Uhr, mit Christa Schneider. XX Linz. Lese- und Geschichtenfestival des Oö. Familienbunds, Pöstlingberg, Grottenbahn, 9 bis 17 Uhr. XX Linz. Alte Musik im Schloss, Schlossmu­seum, 19.30 Uhr, mit ­Linde Brunmayr-Trutz, Carsten Lorenz. XX Linz. Gesang, Spiel und Tanz, Konzert, KUK, Lonstorferplatz 1, 20 Uhr, mit Clemens Huber. XX Linz. Klavierkonzert, Stücke von F. Chopin, W. A. Mozart, F. Schubert, Klaviersalon Merta, 19.30 Uhr, mit dem 13-jährigen Felix Müllner, Lilit Avetyan. XX Linz, St. Franziskus. Gesundes und Schmackhaftes, Kräuterspaziergang, Treffpunkt Pfarre, 14.30 Uhr, mit Mirjam Miedl. XX Seitenstetten. Die Schöpfung von J. Haydn einmal anders, Stift, 19.30 Uhr, mit Schüler/innen der NMS Seitenstetten-Biberbach. XX Ternberg. Wüds Wossa lässt‘s sprudeln, Konzert, Pfarrbaracke, 19.30 Uhr, mit Julia Dorninger, Chor Wüds Wossa. samstag, 26. 4. 2014 XX Bad Schallerbach. fair°kleiden, Modenschau, Pfarrsaal, 20 Uhr. XX Ebensee. Mit Orgel, Pauken und Trompeten, Konzert, Bruder-KlausKirche Roith, 20 Uhr, mit Thomas Schatzdorfer, Friedrich Neuböck. XX Feldkirchen. Sounds like DaChor, Konzert, Schul- und Kulturzentrum, 20 Uhr, mit DaChor. XX Gaspoltshofen. Neuland, Kabarett, Gasthaus Danzer Wirt, 20.15 Uhr, mit Clemens Maria Schreiner. XX Gmunden. Joy, Musik von J. S. Bach, H. Schütz, J. N. Hanff, evangelische Kirche, 19.30 Uhr, mit dem Ensemble Bernstain und Forum Vocale. XX Haibach o. d. D. Meditative Pilgerwanderung nach Inzell, Start bei Sonnenaufgang am Kalvarienberg, 5.55 Uhr, mit Mag. Thomas Mair. XX Linz, Herz Jesu. Barmherzigkeitsfest der Charismatischen Erneue­rung der Diözese, Pfarrkirche, ab 13.30 Uhr, Eucharistiefeier, 16 Uhr.

XX Marchtrenk. Musik aus dem Land ob der Enns, alte katholische Kirche, 20 Uhr, mit b.choired, Sinfonieorchester des Musikvereins. XX Offenhausen. Abendmusik, Orgelkonzert, Pfarrkirche, 18 Uhr, mit dem früheren Domkapellmeister des Mariendoms, Anton Reinthaler, Sängerinnen: Fenja Lukas, Verena Schmid.

Pfarre

XX Reichenthal. Konzert mit Gospels und Spirituals sowie dem afrikanischen Stück „Zimbe“ von A. L‘Estrange, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Chor Wartberg. XX St. Agatha b. Bad Goisern. Moztett, Konzert mit Werken von J. S. Bach, G. F. Händel, J. C. Pepusch und F. Mendelssohn Bartholdy, ­Filialkirche, 20 Uhr, mit Maria Leitner, Laura Kießkalt, Anita Furtner, Konstantin Schrempf. XX Timelkam. Auf den Spuren des Jakobswegs, Radwanderung von Timelkam nach Frankenmarkt, Treffpunkt Pfarre, 12 Uhr, mit Max Schirl, Hermann Feregyhazy. XX Vöcklabruck. Bibelnachmittag, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Salzburger Straße 18, 14 Uhr, mit ­einem Schwestern-Team. XX Weißenkirchen i. A. „Lilli und der kugelrunde Freund“ Kisi-KidsMusical, Veranstaltungszentrum, 15 Uhr, mit den Emaus-Kids. XX Wels. Dekanatsmännertag 2014, Messe, Pfarrkirche, 19 Uhr, Vortrag, Wohin sollen wir gehen?, Pfarrsaal, 20 Uhr, Ref.: Alois Kloibhofer, Frauen willkommen. sonntag, 27. 4. 2014 XX Hagenberg. Konzert mit Gospels und Spirituals sowie dem ­afrikanischen Stück „Zimbe“ von A. L‘Estrange, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Chor Wartberg. XX Kremsmünster. Fest der göttlichen Barmherzigkeit, Stiftskirche, ab 13.30 Uhr, Festgottesdienst, 15

KirchenZeitung Diözese Linz

Uhr, mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz, Abt Ambros Ebhart. XX Linz, Christkönig. Zweite Symphonie in D-Dur von Beethoven, Violinkonzert in e-Moll von Mendelssohn, Friedenskirche, 16 Uhr, Konzert unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker, mit der Sinfonia Christkönig, Volkhard Steude. XX Linz, Mariendom. Motetten zur Osterzeit, 10 Uhr, mit dem Vokal­ ensemble der Dommusik. XX Linz, St. Magdalena. 100 Jahre Kirchenerweiterung, Ausstellungseröffnung, Pfarrsaal, 10.30 Uhr, Ausstellung bis 14. 5. XX Linz, St. Markus. Lalá in Concert, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Ilia Vierlinger, Julia Kaineder, Johann Reiter, Mathias Kaineder. XX Linz, St. Peter. Komm, lieber Mai, und mache ..., VolksliederNachmittag, Pfarre, 15 Uhr, mit Pfarrer Franz Zeiger. XX Micheldorf. Georgiritt, Treffpunkt: bei der „Zeitlinger Dreschmaschine“, 10 Uhr, Festzug zur Messe im Naturpark, 10.30 Uhr. XX Neumarkt i. M. Pfarr-Roas, Start: Pfarrheim, 14 Uhr. XX Reichersberg. Mari gehn – Teil vier, Treffpunkt Oberbuchberger, 13.30 Uhr. XX Ried. Innviertler Mundartmesse, Pfarrkirche, 19.30 bis 20.30 Uhr, mit Pfarrer Rupert Niedl, Stelzhamerbund Ried, Kirchenchor Taiskirchen, Ltg.: Gerhard Sacherl. XX Sonntagberg. Barmherzigkeitsfest, Wallfahrtskirche, ab 14 Uhr, hl. Messe, 15 Uhr, mit P. Francesco Kohlmeyer. XX Schlägl. Ostermusik von R. G. Frieberger, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Georg Kührer, Flöte.

aussaattage 28. 4.: Frucht bis 21 29. 4.: Frucht bis 5 und ab 11 30. 4.: Frucht bis 11, ab 12 Wurzel 1. 5.: Wurzel 2. 5.: Wurzel 3. 5.: Wurzel bis 7, von 8 bis 16 Blüte, ab 17 Frucht 4. 5.: Frucht bis 6, ab 7 Blüte Aus: Aussaattage 2014, M. Thun.

Flohmärkte – Pflanzenmarkt – Kirtag XX Enns-St. Laurenz. Bücherflohmarkt für Bücher, Schallplatten und CDs, So., 27. 4., 9 bis 12 Uhr, mit Live-Klaviermusik. XX Gaflenz. Floh- und Pflanzenmarkt, Abelenzium, Sa., 26. 4., 8 bis 17 Uhr, So., 27. 4., 8.30 bis 13 Uhr. XX Peuerbach. Flohmarkt, Pfarrsaal, Sa., 26. 4., 9 bis 14 Uhr, So., 27. 4., 9 bis 12 Uhr. XX Pram. Bücherflohmarkt, Pfarrheim, Sa., 26. 4., 13 bis 17 Uhr, So., 27. 4., 9 bis 11.30 Uhr. XX Pregarten. Pflanzl- und Gartlerkirtag, Sa.,

26. 4., 8 bis 17 Uhr. XX Schärding. Flohmarkt, Stadtplatz, Sa., 26. 4., 8 bis 13 Uhr. XX Stroheim. Pflanzenmarkt, Ortsplatz, Do., 1. 5., 9 bis 15 Uhr. XX Thalheim. Flohmarkt für Bücher, Bilder, DVDs, CDs usw., Pfarrzentrum, Sa., 26. 4., 8 bis 20 Uhr, So., 27. 4., 8 bis 13 Uhr. XX Vöcklabruck. Kloster-Flohmarkt, Mutterhaus der Franziskanerinnen, Sa., 3. 5., 9 bis 17 Uhr.

Altes und Neues, Religiöses und anderes ... der Bücherflohmarkt hat viele Schätze.

Pfarre


KirchenZeitung Diözese Linz

Termine 25

24. April 2014

XX Steyr. Messe in G, D 167, von F. Schubert, ­Michaelerkirche, 10.15 Uhr, mit der Kirchenmusikvereinigung Sancta Caecilia. XX Steyr, St. Franziskus. Joy, Musik von J. S. Bach, H. Schütz, J. N. Hanff, Pfarrkirche, 19.30 Uhr, mit dem Ensemble Bernstain und Forum Vocale. XX Weibern. Mostkost, Tag der offenen Tür, KIM-Zentrum, ab 11 Uhr. montag, 28. 4. 2014 XX Bad Mühllacken. Oase – neue geistliche Lieder und Texte, ­Kur­hauskapelle, 19.40 Uhr, nach der Abendmesse (Beginn: 19 Uhr), mit Pfarrer Rudi Wolfsberger. XX Katsdorf. Lieben und Leiden, Linzer Bibelkurs, Pfarrheim, 19 Uhr, Begl.: Ingrid Penner. XX Linz, St. Peter. Die Arbeit hoch!, Arbeiter/innen-Liederabend, Großer Pfarrsaal, 18 Uhr, mit Pfarrer Franz Zeiger. dienstag, 29. 4. 2014 XX Bad Ischl. Gemeinschaftsgärten – essbare Lebensräume – gemeinsam gestalten: aber wie?, Pfarrheim, Kleiner Saal, 19 Uhr, mit DI Christoph Wiesmayr. XX Kremsmünster. Fehlhaltungen – ein zunehmendes Problem unserer Sitzgesellschaft, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, mit Helga Altmann. XX Bad Wimsbach-Neydharting. Kleine Zeiten, Autorenlesung, Pfarrsaal, 19 Uhr, mit Dr. Fritz Dittlbacher. XX Linz. Die virtuosen Stadtpfeifer, Konzert, Schlossmuseum, Barocksaal, 19.30 Uhr, mit dem ­Ensemble Zefiro. XX St. Florian. Bibelrunde, Stift, Pfarramtsgang, Zimmer 13, 19.30 Uhr, mit Propst Johann Holzinger. XX Steyr. Durch die Krise kommt keiner allein, Buchpräsentation, Treffpunkt Dominikanerhaus, 19.30 Uhr, Ref.: Christian Rathner. XX Timelkam. Peru – Land der Inkas und Kondore, Reisebericht, Evangelischer Gemeindesaal, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Bernt Ruttner.

mittwoch, 30. 4. 2014 XX Alberndorf. Geschnatter und Geflügel, Lesung mit Musik, Jausenstation Poscher, Kelzendorf 10, 20 Uhr, mit Judith Moser-Hofstadler. XX Bad Schallerbach. Das ist ein Theater! Begegnungen auf und hinter der Bühne, Atrium, Europasaal, 19.30 Uhr, mit Heinz Maracek. XX Linz. Abendgebet mit Gesängen aus Taizé, Kirche der Barmherzigen Brüder, 19.30 Uhr. XX Peuerbach. Wertschätzung und Anerkennung, Pfarrsaal, 20 Uhr, mit DI Dr. August Höglinger. XX Ried i. T. Mailied, Konzert, Vortragssaal der Landesmusikschule, 19.30 Uhr, mit Angelika Mayer, Stephan Mayrhuber, Stefan Gurtner. donnerstag, 1. 5. 2014 XX Hofkirchen a. d. Trattnach. Pilgern nach St. Florian, Pfarrzentrum, 7.30 Uhr, mit Waltraud Mitterlehner. XX Linz. Pygmalion von G. B. Shaw, Theater, theater tabor im Theater Maestro, 20 Uhr. XX Weibern. Sternpilgern, Geboltskirchen Pfarrkirche, 8 Uhr, mit Regina Roitinger. freitag, 2. 5. 2014 XX Linz, Seelsorgestelle Elia. Akustik-Festival, 19 Uhr, mit Joe Matera, Seeking Rafen, Felix Doku & Friends u.a. XX Tragwein. Chantwave, gemeinsamer Singabend, Kirche des Greisinghofs, 20 bis 22 Uhr. samstag, 3. 5. 2014 XX Eferding. Liebeslieder-Walzer, Konzert, Werke von J. Brahms, Kulturzentrum Bräuhaus, 20 Uhr, mit dem Davidchor, Gottlieb Wallisch, Pierre Doueihi, Ltg.: Kurt Dlouhy. XX Kremsmünster. Treffpunkt Benedikt, Impulse für junge Christen, Wintersaal des Stiftes, 17 Uhr, mit P. Bernhard Eckerstorfer OSB. XX Enns/St. Florian. Mit Florian aufbrechen, LebensZEICHEN entdecken, Sternpilgern der Diözese, Hauptroute: Start ohne Anmeldung:

10.30 Uhr, Basilika St. Laurenz; Startzeiten der verschiedenen Pfarren unter dioezese-linz.at/sternpilgern, Info und Anmeldung: Tel. 0732/76 10-34 11; Pilgergottesdienst, Stiftsbasilika St. Florian, 16 Uhr. XX Linz. Pygmalion von G. B. Shaw, Theater, theater tabor im Theater Maestro, 20 Uhr. XX Seitenstetten. Backen mit Stefan, Backkurse, Küche Mittelschule, 14 bis 18 Uhr, mit Stefan Loidl, Anmeldung: Tel. 07477/428 85. XX Ried i. I. Rieder und Tumeltshamer Familien- und Friedenswallfahrt nach Maria Schmolln, Start: hl. Messe, Klosterkirche St. Anna, 7 Uhr, Einmarsch mit Kirchenzug in Maria Schmolln, 17 Uhr. sonntag, 4. 5. 2014 XX Haslach a. d. Mühl. Kirschblütenwanderung nach Deutsch-Rei­ chenau, Treffpunkt in Edt, Feuerwehrzeughaus, 13.30 bis 17 Uhr, mit Fritz Bertlwieser. XX Schlägl. Missa 4 vocum von William Byrd, Stiftskirche, 10 Uhr.

Ehevorbereitung Ehe.wir.heiraten.aktiv XX Linz. Haus der Frau, Sa., 7. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Ried i. I. Franziskushaus, Sa., ­ 7. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Steyr. Dominikanerhaus, Sa., 7. 6., 9 bis 18 Uhr. XX Wels. Bildungshaus Schloss Puchberg, Sa., 7. 6., 9 bis 17.30 Uhr. XX Wels. Bildungshaus Schloss Puchberg, So., 8. 6., 9 bis 17.30 Uhr. XX Anmeldung: online auf beziehungleben.at.

XX Annahmeschluss Termine: Donnerstag vor Erscheinungsdatum.

Hinweis „„ Musikunterricht für syrische Flüchtlingskinder. Der Linzer Friedensforscher Dr. Reiner Steinweg ist im Vorstand von „Nai –Verein zur Unterstützung syrische Kinder“ engagiert. Die Obfrau von „Nai“ (arabisch: Flöte) ist die seit vielen Jahren in Linz lebende Syrerin Dana Hamwi-Mufti. Mit „Nai“ hilft sie syrischen Flüchtlingskindern in Syrien und den Nachbarstaaten, durch Musik und Musikunterricht die Traumata zu lindern. Durch die Musik und einen guten, pädagogisch-liebevollen Musikunterricht können die Kinder Freude, Wärme und Hoffnung erleben. Mit Partnern in den Flüchtlingslagern ist es gelungen, eine

Infrastruktur für den Unterricht aufzubauen. „Nai“ hat auch schon Geld gesammelt, das für neun Monate den Unterricht sichert, der dreimal in der Woche angeboten wird. Um das Projekt für längere Zeit möglich zu machen, sucht „Nai“ weitere Unterstützer/innen. XX http://www.nai-syria.org/

www.kirchenzeitung.at

Liturgie Lesejahr A Lesereihe II Sonntag, 27. April 2014 2. Sonntag der Osterzeit. Weißer Sonntag. Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit. L1: Apg 2,42–47 L2: 1 Petr 1,3–9 Ev: Joh 20,19–31 Montag, 28. April 2014 Hl. Peter Chanel, Priester, erster Märtyrer in Ozeanien. Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort. L: 1 Kor 1,18–25 Ev: Mk 1,14–20 L: 1 Kor 1,18–25 Ev: Mt 28,16–20 L: Apg 4,23–31 Ev: Joh 3,1–8 Dienstag, 29. April 2014 Hochfest der Weihe der Kathedralkirche. L1: Apg 7,44–50 L2: 1 Kor 3,9c–11.16–17 Ev: Mt 5,23–24 Mittwoch, 30. April 2014 Hl. Katharina von Siena, Ordensfrau, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas. L: 1 Joh 1,5 – 2,2 Ev: Mt 11,25–30 Donnerstag, 1. Mai 2014 Hl. Josef, der Arbeiter. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe. L: Gen 1,26 – 2,3 oder Kol 3,14–15.17.23–24 Ev: Mt 13,54–58 L: Apg 5,27–33 Ev: Joh 3,31–36 Freitag, 2. Mai 2014 Hl. Athanasius, Bischof von Alexand­rien, Kirchenlehrer. Herz-Jesu-Freitag. L: Apg 5,34–42 Ev: Joh 6,1–15 oder L: 1 Joh 5,1–5 Ev: Mt 10,22–25a Samstag, 3. Mai 2014 Hl. Philippus und hl. Jakobus, Apos­ tel. Monatlicher Gebetstag um geistliche Berufe – Priestersamstag. L: 1 Kor 15,1–8 Ev: Joh 14,6–14 Sonntag, 4. Mai 2014 3. Sonntag der Osterzeit. L1: Apg 2,14.22–33 L2: 1 Petr 1,17–21 Ev: Lk 24,13–35 oder Joh 21,1–14


teletipps Sonntag, 27. april 12.00 Uhr: Die Heiligen: Hl. Petrus Canisius (Religion/Wh 17.25) Die Dokumentation führt in Innsbruck auf die aktuellen Spuren des Wirkens dieses umstrittenen Heiligen. ORF III 12.30 Uhr: Orientierung (Religion). ORF 2 17.30 Uhr: Gott und die Welt: ­Familie 2.0 – Wochenendliebe (1/3; Religion) Fernbeziehungen als modernes Beziehungsmodell und ihre täglichen Herausforderungen. ARD 20.15 Uhr: Es geht vorbei (Dokumentation) Der tägliche Kampf einer jungen, krebskranken Frau gegen die Angst vor der entscheidenden Operation und die Nebenwirkungen der Chemotherapie. EinsPlus 20.15 Uhr: ORFeins R.E.D. – Älter. Härter. Besser (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort (Krimireihe) Montag, 28. april 20.15 Uhr: Das Meer in mir (Spielfilm, ES/IT 2004) Mit Javier Bardem, Belén Rueda u.a. – Regie: Alejandro Amenábar – Auf einem authentischen Fall beruhender, vielfach preisgekrönter Film über das Thema Sterbehilfe. EinsFestival 20.15 Uhr: ARD Erlebnis Erde: Die Donau – Die Stimme der Donau (Doku) BR Abschluss ja, Bildung nein: Wie schlecht sind Bayerns Schulen? (Diskussion/Reportage)

27. 4. bis 3. 5. 2014 des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz

21.10 Uhr: Dubiose Machenschaften: Das Geschäft mit der Krankheit (Dokumentation) Wie die Pharmaindustrie kleine Unpässlichkeiten zu Krankheiten hochstilisiert, um erfolgreich Medikamente zu verkaufen. ORF III

20.15 Uhr: Die Verzauberung (Fernsehfilm, A/D 2007) Mit Katharina Abt, Christoph Waltz u.a. – Regie: Wolfram Paulus – Gut besetzter amouröser „Sommernachtstraum“. BR

dienstag, 29. april 20.15 Uhr: Wie Tag und Nacht (Spielfilm, D 2011) Mit Thomas Sarbacher, Petra Kelling u.a. – Regie: Sibylle Tafel – Gut inszeniertes, lakonisch-amüsantes Vergnügen mit brillanten Darstellern und intelligenten Nebenhandlungen. BR 20.15 Uhr: ORF 2 Universum: Triumph der Tomate (Doku) ZDF (20.25) FB: CL Real Madrid : FC ­Bayern München 22.10 Uhr: Die Arier (Dokumentation) Der wahre Ursprung des Arierbegriffes und wie er missbräuchlich von Neo-Nazis sowohl in Deutschland als auch den USA für rassistische Aktionen verwendet wird. arte 22.35 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Angeschossen: Malala, das Mädchen aus Pakistan“: Die junge Malala Yousafzai, die aufgrund ihres Einsatzes für die Bildung junger Frauen von Taliban angeschossen und zum Inbild des Widerstandes wurde. // (23.05) 2. Beitrag noch unbekannt. ORF 2 Mittwoch, 30. april 20.15 Uhr: There Will Be Blood (Spielfilm, USA 2007) Mit Daniel Day-Lewis, Paul Dano u.a. – Regie: Paul Thomas Anderson –

BR

So., 27.4., 9.05 Uhr: Heiligsprechung: Zwei heilige Päpste – Johannes XXIII. und Johannes Paul II. (Religion, 9.30, ZDF/10.00,BR) Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes spricht Papst Franziskus zwei seiner Vorgänger heilig: Johannes XXIII., der das 2. Vatikanische Konzil einberufen hat und Johannes Paul II., der als erster Papst in der Geschichte die ganze Welt bereiste. ORF 2 Mehrfach preisgekrönt zeichnet der Film nach Upton Sinclairs Roman „Öl!“ die dunkle Kehrseite des amerikanischen Traumes. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Omamamia (Spielfilm) ARD Seine Mutter und ich (TVFilm) 21.15 Uhr: Herbert Nitsch: Zurück aus der Tiefe (Dokumentation) Film über den Apnoetaucher Herbert Nitsch, der bei seinem Rekordversuch nur knapp dem Tod entging. ServusTV donnerstag, 1. mai 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst zum 1. Mai (Religion) Aus der Stadtpfarrkirche St. Andreas in Ochsenfurt. Mit Generalvikar Karl Hillenbrand BR

20.15 Uhr: ORF 2/ARD Donna Leon: Reiches Erbe (Krimireihe) freitag, 2. mai 12.20 Uhr: Ich habe das Herz eines anderen (Dokumentation) Spannende Fragen und Erfahrungen rund um das Thema Herztransplantationen. 3sat 20.15 Uhr: Die Spiegel-Affäre (Spielfilm, D 2014) Mit Francis Fulton-Smith, Sebastian Rudolph u.a. – Regie: Roland Suso Richter – Aufwändig produzierter, gut gespielter Event-Fernsehfilm. arte 20.15 Uhr: ORFeins Dancing Stars ORF 2/ZDF Der Alte (Krimireihe) samstag, 3. mai 13.15 Uhr: Die Kunst der ­Toleranz – Zusammen leben in Bayern (Reportage) Eine kleine Gemeinde in Nieder­ bayern als Zufluchtsort evangelischer Glaubensflüchtlinge. 3sat 20.15 Uhr: Rutka – Tagebuch des Holocaust (Dokumentation) Die Aufzeichnungen der damals 14jährigen Rutka Laskier, die in einem polnischen Ghetto lebte und in Auschwitz ums Leben kam. ORF III 20.15 Uhr: ORF 2/ARD Musikantenstadl ZDF Friesland (Krimireihe)

radiophon

Alexandra Grill

Prof.in Dr.in Silvia Habringer-Hagleitner Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

So 6.05 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Die Weltreligionen bergen einen großen Schatz an Lebensweisheiten, welche für unser Leben hilfreich sein können. Die Morgengedanken erzählen von sieben solcher jüdischchristlichen Lebensweisheiten, die im Alltag helfen können. ÖR

Zwischenruf ... von Gisela Ebmer (Wien). So 6.55, Ö1 Erfüllte Zeit. U.a. Bibelkommentar von Wolfgang Treitler zu „Die Erscheinung Jesu vor den Frauen“ und „Der Betrug der Hohenpriester“ (Mt 28,8-15). So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Unerschrocken der Macht mit Macht zu begegnen ...“ – Zum 20. Internatio­ nalen Tag der Pressefreiheit. Von Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele und frühere Journalistin. Mo–Mi; Fr–Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Di, Fr 18.55, Ö1 Praxis – Religion und Gesellschaft. Mi 16.00, Ö1

Memo. „... von dem alles Recht ausgeht“ – Gott und die österreichische „Mai-Verfassung“ 1934. Do 19.04, Ö1 Logos. „Lässt sich Gott beweisen?“ – Der Glaube zwischen Metaphysik und Mathematik. Sa 19.04, Ö1 Radio Vatikan Sendungen von Radio Vatikan können nur noch über digitale Satellitenanlagen und über das Internet empfangen werden: Eutelsat 1-Hotbird 13° Ost 12.034 MHz oder Intelsat Atlante 325.5° Ost – 4.097.75 MHz Täglich.16.00 Treffpunkt Weltkirche (Satellit und Internet) 18.00 (Satellit) und 20.20 (Internet) Abendmagazin: (So) Reden über Gott und Welt (Di) Radioakademie: Heilige Päpste, päpstliche Heilige – Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

josef miklos

So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus der Pfarre Oberwart/Bgld. – Stadtpfarrer Dr. Erich Seifner feiert mit seiner Gemeinde den Gottesdienst. In der Predigt widmet er sich der Frage, wem sich der Auferstandene zu erkennen gibt. Musikalisch gestaltet wird die Messe vom Kirchenchor unter der Leitung von Mag. Gottfried Sattler. ÖR


Thema 27 2 Hinweise

Vorarlberger Kirchenblatt 12. April 2011 2014 KirchenZeitung Diözese Linz10. 24.

Hinweise

KIZ-WEBCLUB

„„ Online shoppen und spenden. Wer über die Internetadresse shop2help.net bei den dort angeführten Online-Shops wie Amazon, Thalia, Quelle einkauft, kann den Kauf mit einer Spende verbinden: Dazu muss der Einkäufer/die Einkäuferin aus einer umfangreichen Liste von Hilfsorganisationen eine auswählen, an die ein Prozentsatz des Einkaufswertes als Spende überwiesen werden soll. Unter diesen zu begünstigenden Organisationen sind u.a. die Caritas, die Aktion SEI SO FREI, amnesty international, Aktion Leben und seit Kurzem auch M.A.S Alzheimerhilfe.

„„ Auszeit im Kloster. Das Kloster Reute in Bad Waldsee (40 Kilometer nördlich des Bodensees) der Franziskanerinnen hat ein eigens eingerichtetes „Auszeithaus“. Es steht offen für Menschen, die sich eine Atempause gönnen wollen, ausgebrannt sind und Ruhe suchen. Es gibt spezielle Termine für Alleinstehende und Paare, für Männer und für Frauen. XX Infos: Kur- und Gästeinformation Bad Waldsee, D-88339 Bad Waldsee, Tel. +49 7524/94 13 42, www.bad-waldsee. de; www.kloster-reute.de

„„ Wir-Gemeinsam-Tag. „Ein Leben in Fülle – von Lebensmitteln über die Nachbarschaftshilfe bis zur Sonnenenergie“. Unter diesem Motto steht der „Wir-Gemeinsam-Tag“ im SOLARier-Haus in Bach 8, Engerwitzdorf/Katsdorf am Samstag, 26. April. Unter anderem mit DI Tobias Plettenbacher, DI Kurt Mayr und Fred Ebner. Es ist übrigens der Tschernobyl-Gedenktag. XX Sa., 26. April, 10 bis 16 Uhr, Katsdorf, Bach 8.

Klassik am Dom um 10 % ermäßigt Als Mitglied des KiZwebClubs erhalten Sie eine Ermäßigung von 10 % auf den regulären Kartenpreis der beiden Konzerte auf dem Linzer Domplatz:

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„„ Einkaufen und spenden. „aufrunden“ heißt ein Projekt der Caritas: Kunden des REWE International Konzerns (Billa, Merkur, Bipa) spenden, wenn sie beim Zahlen auf den nächsthöheren 10-Cent-Betrag aufrunden, die Differenz der Caritas für Hilfsprojekte in Österreich. Wer mit einer Kundenkarte zahlt, kann eine automatische Aufrundung veranlassen.

„„ Erwin Schrott – Operngala mit dem Symphonieorchester der Volksoper Wien am Samstag, 12. Juli 2014, 20.30 Uhr. Der beliebte Bassbariton (siehe Foto) präsentiert Highlights aus seiner Karriere an den größten und bekanntesten Opernhäusern. „„ Bobby McFerrin & Friends am Donnerstag, 17. Juli 2014, 20.30 Uhr. Der außergewöhnliche Stimm­ akrobat präsentiert sein Programm „SpiritYouAll“. XX Gutschein erhältlich über www.kirchenzeitung.at/webclub

T EntgEltlichE Einschaltung

Besser hören und verstehen wird unsichtbar.

sprachverstärker statt hörgerät? Viele Menschen hören an sich gut, bemerken jedoch bei gesprächen in größeren gruppen, bei leise sprechenden gesprächspartnern oder hintergrundgeräuschen, dass sie andere oft schlecht verstehen. Die Betroffenen fragen sich oft: sind meine Ohren oder ist die umgebung schuld? Meist ist die ursache eine abnutzung der sinneszellen für hohe töne im innenohr. Probleme beim sprachverständnis sind die Folge. Sprachverstärker Wissenschaftlern ist es gelungen, eine effektive lösung für dieses Problem zu entwickeln: sprachverstärker. Diese winzigen geräte, die nahezu unsichtbar im Ohr getragen werden, sind mit den klassischen hörgeräten kaum noch zu vergleichen. sie erkennen

anmeldung zum kostenlosen Probe tragen: n 0800 / 898 898 (anruf kostenlos) n per E-Mail an info@hansaton.at n auf www.hansaton.at n direkt in einem der 80 hansatOn hörkompetenzZentren Gerlinde Habringer-Bichler, Leiterin Qulitätssicherung bei HANSATON die menschliche sprache und leiten sie konzentriert an das Ohr weiter. hintergrund- und störgeräusche hingegen, wie zum Beispiel das tassenklappern im Kaffeehaus, ignorieren die geräte dank eingebautem lärmfilter.

in einem unverbindlichen und kostenlosen Beratungstermin bei hansatOn wird geklärt, ob diese innovativen und praktisch unsichtbaren hörsysteme das sprachverständnis individuell verbessern können. S


28 Kultur für sie gelesen Reisen im Kaukasus Mit „Sotchi. Im Norden des großen Kaukasus“ in der Reihe „Europa erlesen“ öffnet der Klagenfurter Wieser Verlag erneut den Blick in ein exotisch anmutendes Land. Namhafte Autor/innen von Aischylos bis zur 1970 geborenen Katja Petrowskaja lassen Landschaft und Leben im Gebiet des nördlichen Kaukasus zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer entstehen. „Nur ganz selten grüßt vom Ufer eine einsame primitive Moschee der mohammedanischen Kirgisen oder ein Buddhatempel der lamaistischen Kalmücken. ... Das soll noch das europäische Russland sein? Nimmermehr!“ schrieb Erich Obst 1925 in „Wolgafahrt nach Astrachan“. Und Ella Maillart, geboren 1903, erzählt von Ferientagen am Schwarzen Meer, von einfachen Speisen und den Liedern der Einheimischen, dass einen die Freude am Reisen überkommt. Christine Grüll

24. April 2014

Hilliard-Ensemble und Jan Garbarek auf Abschiedstournee im Mariendom

Mystische Klangwelt in Linz Ihr Album „Officium“ gilt als Meilenstein in der Musikgeschichte: Großteils mittelalterliche Motetten verknüpft das Hilliard-Ensemble mit der improvisierenden Saxofonstimme von Jan Garbarek. Auf der Abschiedstournee wird in Linz Station gemacht. Nach 40 Jahren ist Schluss: Das HilliardEnsemble wird 2014 Abschied nehmen von den Konzertbühnen der Welt – und auch in vielen Kirchenräumen zum letzten Mal live erklingen. Da sich drei der vier Männer in einem Alter befinden, in dem sich gesanglich wie körperlich das Konzertleben langfristig nicht mehr im gewohnten Ausmaß aufrechterhalten lässt, entschloss sich das Ensemble schweren Herzens, die Laufbahn auf dem höchsten Niveau zu beenden, wie Sänger David James in einem Interview sagt. Das

Europa erlesen: Sotchi, Im Norden des großen Kaukasus, hrsg. von Andrea Zink, Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2014, 205 Seiten,€ 14,95.

Sagenhaftes Oberösterreich Der Teufel hat seine Spuren in Oberösterreich hinterlassen: Die Alte Innbrücke in der Nähe von Schärding, die Kirche am Wolfgangsee, das Zaubertal in Leonding, das Faust-Stöckl in Aschach oder Steine in Auberg bei Haslach – sie alle sind sagenhaft mit dem Teufel verbunden. Erich Weidinger und der Fotograf Michael Maritsch haben Oberösterreich entlang von Sagen über Raubritter, Engel und dem Wirken von Heiligen erkundet und eine Auswahl für einen handlichen Reiseführer zusammengestellt. Hintergrundinfo zu den Orten lassen den nächsten Ausflug gut planen. C. Grüll Sagenreiseführer Oberösterreich, Erich Weidinger, Michael Maritsch, Styra regional, Wien – Graz – Klagenfurt 2014, 166 Seiten, € 19,90

KirchenZeitung Diözese Linz

Das Hilliard-Ensemble mit Jan Garbarek. Musik aus dem Mittelalter verschmilzt mit Zeitgenössischem. Paolo Soriani

Geheimnis des Hilliard-Ensembles beschreibt David James so: „Wir hören uns extrem gut zu und sind zu jeder Zeit in der Lage, perfekt aufeinander zu reagieren – aber auch auf den Raum und das Publikum.“ Das MännerEnsemble aus England zählt heute zu den weltbesten Gesangsensembles und hat sich durch die Aufführung von mittelalterlichen Werken und modernen, zeitgenössischen Kompositionen einen Namen gemacht. Immer wieder schrieben Komponisten unserer Zeit wie etwa Arvo Pärt und Wolfgang Rihm Werke für das Ensemble, das in Klang, Präzision und Ausdruck Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistern konnte. Mystik pur. 1994 sorgte das HilliardEnsemble gemeinsam mit dem Saxofonisten Jan Garbarek für Aufsehen in der Musikwelt: Das Album „Officium“ brachte die Musik des Mittelalters in Verbindung mit einer zarten Saxofonstimme, die sich den Gesängen annäherte, mit ihnen verschmolz, Stimmungen verdichtete, auflöste. Im Jahr 2010 folgte das Album „Officium Novum“. Viele Kompositionen sind bekannt aus der ostkirchlichen Liturgie und laden Zuhörer/in nen ein, sich auf eine Reise nach innen zu begeben. Am 7. Mai wird das HilliardEnsemble mit Jan Garbarek noch einmal im Mariendom erklingen, Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr. Elisabeth Leitner XX KiZ-Tipp: Die KiZ verlost 5 x 2 Karten. Schreiben Sie bis 30. April an KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. KW: Hilliard-Ensemble. XX Beachten Sie dazu auch das Angebot im KiZ-webClub auf www.kirchenzeitung.at (zehn Prozent Ermäßigung für Konzertkarten).

Szenario – Theatergenuss für alle Die Tagung der SzenarioStützpunktleiter/innen Ende April war ein deutliches Signal: Szenario wird vom Publikum und vom Landestheater sehr geschätzt. 94 Stützpunktlei­ter/innen waren mit Begleitung in das Priesterseminar in Linz gekommen. Sie wurden von Christian Pichler, Leiter des Katholischen Bildungswerkes, und der Führungsriege des Landestheaters, darunter

Vorstandsdirektor Uwe SchmitzGielsdorf und Intendant Rainer Mennicken, über die aktuellen Zahlen und das neue Programm informiert. Mit 3017 ­­ Abonnen­t/innen in der letzten Saison konnte ein Zuwachs von 486 Abos verzeichnet werden. Bedankt wurde die Stützpunktleiterin Ingeborg Niderleuthner aus Molln, die seit 40 Jahren die Stücke für Theaterinteressierte vorbereitet und besucht.

Die Abos 2014/15. Neben den klassischen Szenario-Abos gibt es nun das Abo Novum, bei dem drei aus sieben Stücken ausgewählt werden können. Die Abonnent/innen erhalten u.a. 25 % Ermäßigung auf Kartenpreise, eine Stück-Einführung und reservierte Stammplätze. u Termine & Preise: Tel. 0732/ 76 10-32 84, www.szenario-ooe.at, Anmeldeschluss ist der 30. Juni.


KirchenZeitung Diözese Linz

Kunst & Kultur 29

24. April 2014

Kulturland

Kleine Kunstwerke: Die Figurinen sind ein großer Teil der Arbeit von Sandra Münchow. KiZ/CG (2)

Premiere in den Kammerspielen Linz: „Die Goldberg-Variationen“ von George Tabori

„Mit Kostümen kann ich die Fantasie freisetzen“ Kostüme können Höhepunkte schaffen, sagt die Kostümbildnerin Sandra Münchow. Mit ihrer Arbeit stützt sie Sängerstimmen und das Körpergefühl der Schauspieler/innen auf der Bühne. Christine Grüll

Am 3. Mai haben die „Goldberg-Variationen“ in den Kammerspielen Premiere. Tage davor wird Sandra Münchow vielleicht noch Kostüme ändern müssen. Die gefragte Kostümbildnerin ist Teil eines Teams aus Regisseur, Dramaturg und Bühnenbildner, und alle werden noch mitreden, bevor sich der Vorhang hebt. Die Grundlinie der Kostüme. „Man wird von der Komik in den ‚Goldberg-Variatio­ nen‘ mitgerissen, da muss ich mich mit den Kostümen zurücknehmen“, sagt S­ andra Münchow. Sie ist von Regensburg nach Linz gekommen. An der Wand der Werkstatt im Landestheater hängen Skizzen, „Figurinen“, die sie für das Theaterstück angefertigt hat. Sie lassen bereits die Grundlinie erkennen: Die Schauspieler/innen tragen schwarze Strumpfhosen, Unterhemden oder bunte Kleider, Hüte und jüdische Schläfenlocken. Komik gegen Antisemitismus. In den „Goldberg-Variationen“ wollen ein Regisseur und der jüdische Regieassistent Goldberg die dramatischsten Szenen der Bibel auf die Bühne bringen. Die Erschaffung der Welt vermischt sich mit der Erarbeitung eines Theaterstücks. Der Dramatiker George Tabori

Sandra Münchow arbeitet seit 1992 als freie Kostümbildnerin für Schauspiel und Oper. 2011 stattete sie „Black Rider“ am Landestheater aus.

begegnete hier wie in seinen anderen Stücken mit Slapstick und schwarzem Humor dem Antisemitismus, dem sein Vater zum Opfer gefallen war. Was muss ein Kostüm können? Wenn Sandra Münchow Kostüme schneidern lässt, spielt die Figur des Schauspielenden eine wichtige Rolle, auch, ob die Kleidung die Stimme beim Singen stärken soll. Sehr aufwändig ist ein Kostüm, wenn es bühnenwirksam aus- und angezogen wird oder sich die Trägerin viel bewegt. „Es gibt Szenen, in denen ich mich richtig austoben kann“, freut sich die Künstlerin. Dann stecken sie und die Handwerker/innen wochenlange Arbeit in Kleidung und Masken, für ein paar Minuten auf der Bühne. Das Bühnenlicht muss Sandra Münchow immer mitdenken: „Buntes Licht oder Schatten können meine Arbeit verschwinden lassen.“ Es kommt vor, dass sie sich von einem lieb gewordenen Detail verabschieden muss. „Das ist traurig, aber auch das macht Theater aus.“ XX Die KiZ verlost 3 x 2 Karten für die Aufführung am 14. Mai, 19.30 Uhr: Tel. 0732/76 10-39 44, E-Mail: service@kirchenzeitung.at

n Gläserner Kreuzweg im Stift Schlierbach. Bis 10. Juni zeigt Maria Gruber in der Margret-Bilger-Galerie Kreuzwegstationen in Glas sowie Glasobjekte und Arbeiten auf Bütten zur Mystik der Auferstehung. An den Donnerstagen 24. April und 8. Mai,14 bis 16 Uhr, führt die Künstlerin durch die Ausstellung. XX Info: Tel. 0664/420 26 74, mariagruber.npage.at

n Ausstellung im Haus der Frau in Linz. Am Donnerstag, 24. April, um 19 Uhr eröffnet das Lichtenberger Flötenquartett die Ausstellung „Weiblichkeit in Bild und Ton“ von Rosa Breitwieser (Volksgartenstraße 18). n Konzertreihe in Offenhausen. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Kirchenorgel lädt die Pfarre nach Ostern jeden vierten Samstag im Monat um 18 Uhr (eine Ausnahme ist das Konzert am 21. Juni) zu einem Konzert mit oö. Organist/innen, Sänger/innen und Musiker/innen. Zum Auftakt am Samstag, 26. April, 18 Uhr musizieren der Organist Anton Reinthaler und die Sopranistinnen Fenja Lukas und Verena Schmid. u Info: www.orgeljahr2014.offenhausen.at

n Konzertreihe Sinfonia Christkönig in Linz. Am Sonntag, 27. April, um 16 Uhr startet die dreiteilige Reihe in der Friedenskirche mit dem e-Moll-Vio­ linkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Sinfonia Christkönig musiziert unter der Leitung von Eduard Matscheko. Solist ist Volkhard Steude, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. XX Karten: Pfarrkanzlei, Tel. 0732/73 10 98 bzw. 0680/505 34 52, www.sinfonia-christkönig.at

n „Kunst im Bad“ in Linz. Am Montag, 28. April, um 20 Uhr lädt die Katholische Hochschulgemeinde, Mengerstraße 23, zur Eröffnung von „Ohnmacht“ mit Skulpturen aus Gebrauchsgegenständen von Christian Öhlinger. Lesung: Markus Simanko.


30 Personen & Dank Im gedenken

DAnk

P. Franz Ponhold, Redemptorist, ist am 16. April in AttnangPuchheim verstorben. Franz Ponhold wurde 1921 in Koglhof, Steiermark, geboren. Nach dem Krieg trat er bei den Redemptoristen in Mautern ein und wurde 1953 zum Priester geweiht. P. Franz Ponhold wirkte im Umkreis der Klöster Oberpullendorf, Eggenburg und vor allem Leoben. Seit Herbst 2008 wohnte er in der Seniorenkommunität im Kloster Maria Puchheim, nach einem Schlaganfall wurde er im Seniorenheim AttnangPuchheim gepflegt. Für den Verstorbenen wird am Mittwoch, 23. April um 19 Uhr in der Georgskirche Puchheim gebetet. Begräbnisgottesdienst: Do., 24. April, 10.30 Uhr in der Basilika Maria Puchheim.

n Braunau–St. Stephan. Die Katholische Frauenbewegung von Braunau-St. Stephan dankt Josef Gann, dem Wirt vom Gasthaus „Schüdlbauer‘s“, für die gespendete Suppe sowie Engelbert Wimmer für das Bauernbrot. Damit konnte die kfb zur Fastensuppe in die Halle des Braunauer Bauernmarktes einladen. Die kfb-Pfarrleiterin Pauline Baumkirchner freute sich gemeinsam mit Stadtpfarrer Wolfgang Schnölzer, den Pfarrprovisor der Pfarre „Maria Königin“ Msgr. Stefan Hofer, den Pfarrer der evang. Pfarrgemeinde Jan Lange und Bürgermeister Hannes Waidbacher begrüßen zu dürfen. privat

24. April 2014

KirchenZeitung Diözese Linz

privat

privat

n Gallspach. Etwa 30 Freiwillige sind das ganze Jahr über ehrenamtlich für die Heimbewohner/innen des Alten- und Pflegeheims Marienheim der Franziskanerinnen in Gallspach da. Kürzlich gab es als Anerkennung für dieses unbezahlbare Engagement einen Danke-Tag für die freiwilligen Helferinnen. Nach einem Rückblick auf über 600 geleistete Freiwilligenstunden im Jahr 2013 dankte Heimleiter Wolfgang Cossée den ausscheidenden Freiwilligen und konnte auch wieder neue begrüßen. Die Bandbreite der Freiwilligenarbeit ist groß: Mithilfe bei Gartenarbeiten oder bei der Gestaltung von Festen und Feiern, gemeinsames Singen und Basteln.

n Kirchheim im Innkreis. Eine Spende von 2.000 Euro übergab die Goldhaubengruppe Kirchheim anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens an Pfarrer P. Wolfgang Haulfus für den Ankauf des neuen Gotteslobs. n Schwanenstadt. Die „Partei für Umweltschutz und Menschlichkeit Schwanenstadt“ spendete die Einnahmen aus dem „PUM-Ball“ heuer dem Nicaragua-Komitee Wels. Mit dem Betrag von 1.000 Euro wird die Aktion „Schulfrühstück für die Kinder von Chichigalpa“ unterstützt. Dank dieser Aktion schicken mehr Eltern ihre Kinder zur Schule anstatt zum Arbeiten oder Betteln.

geburtstage

Ehrung

n Am 28. April 2014 feiert Alois Wiesauer, Ständiger ­Diakon in Pfandl, seinen 60. Geburtstag. Er wurde in Bad Ischl geboren, lernte den Beruf des Einzelhandelskaufmanns und ist seit 1976 hauptberuflich Pfarrsekretär in Pfandl. 2007 wurde er zum Diakon geweiht. Wiesauer ist „ehrenamtlicher Pfarrverantwortlicher“, feiert Taufen, Trauungen, Begräbnisse und hält Wort-GottesFeiern. Außerdem organisiert er Veranstaltungen, die für die Identität der Pfarre wesentlich sind, und pflegt den Kontakt zur Pfarrbevölkerung. Wiesauer ist verheiratet und hat fünf Kinder.

n Ansfelden. Bei der Wiedereröffnung des Anton-Bruckner-Mu­ seums Ansfelden am 2. April 2014 überreichte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer Kulturmedaillen an die langjährigen Kustodinnen Therese Baar und Gertrude Rigolet. Die beiden Frauen, beide Jahrgang 1933, haben das Bruckner-Museum viele Jahre betreut und ziehen sich nun zurück. „Die Betreuung des Anton-Bruckner-Museums war für beide nicht nur eine Aufgabe, es war ihnen eine Herzensangelegenheit“, betonte der Landeshauptmann in seiner Laudatio: „Engagierte Menschen wie Sie erfüllen das Kulturland Oberösterreich mit Leben. Herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz um das Gedenken an Anton Bruckner.“

n Am 29. April 2014 wird KonsR P. Alfred Ertle vom Orden der Oblaten des Hl. Franz von Sales 80 Jahre alt. Er wurde in Bitburg (D) geboren und 1962 zum Priester geweiht. Nach Seelsorgstätigkeit in Klagenfurt ist er seit 2003 Pfarrer in Riedberg und Pfarrprovisor von Eitzing, zusätzlich ist P. Ertle seit 2007 Pfarrmoderator von Neuhofen im Innkreis. n Am 29. April 2014 vollendet KonsR Engelbert Leitner, Augustiner Chorherr des Stiftes St. Florian, sein 70. Lebensjahr. Er stammt aus Lasberg und wurde 1968 zum Priester geweiht. Leitner war dann Kooperator in Ansfelden und Linz-Ebelsberg sowie Pfarrprovisor von Walding. Seit 1977 ist er Pfarrer in Ried in der Riedmark.

Landeshauptmann Josef Pühringer (von links), Gerda Ridler (Wissenschaftliche Direktorin des Oö. Landesmuseums) und Prälat Wilhelm Neuwirth, Kustode und Pfarrmoderator in Ansfelden (rechts) gratulieren Therese Baar und Gertrude Rigolet. Land OÖ/Stinglmayr


KirchenZeitung Diözese Linz

Leserforum 31

24. April 2014

Singen im Gottesdienst In den letzten Ausgaben meldeten sich Leser/innen über das neue Gotteslob und zum Singen im Gottesdienst zu Wort.

Ich habe große Freude an den Gesängen, Gebeten, Andachten, Psalmen und Feiergestaltungen im neuen Gotteslob. Ein Team in unserer Pfarre gestaltet den Liedplan für die Sonntagsgottesdienste. Wir suchen zu den jeweiligen Lesungen und Evangelien passende Lieder, Hymnen und Psalmen. Ein neuer Gesang wird vom Kantor/von der Kantorin, unter Orgelbegleitung, vor der Messe eingelernt und wenn das Lied zum Einsatz kommt, singt der Kantor/die Kantorin beim Mikrofon mit. Dazu waren die regionalen Schulungen und Einführungen zum neuen Gesangbuch sehr hilfreich. Ein großer Dank an die Kirchenmusikreferenten: Mag. Josef Habringer und MMag. Andreas Peterl. Am 10. April haben wir unseren Anbetungstag gestaltet, auch mit sehr ansprechenden Texten und Andachtvorschlägen aus dem neuen Gotteslob. Wir singen natürlich auch Lieder aus anderen Quellen. Diese wurden in ein Liederheft zusammengefasst, auch jene, die im neuen GL fehlen. Die Hefte liegen zusammen mit den neuen Büchern in den Kirchenbänken auf. Ich wünsche allen viel Freude am Lob Gottes. Danke auch dem KirchenZeitungs-Team für die guten Beiträge! Erika Kreutner, Vorchdorf

Schubert-Messe, aber sonst, ich gönne jedermann seinen e­ igenen Zugang zum Herrn. Beim Gebet des Herrn können wir noch viel über das Gebet erfahren, aber das braucht keinen Gesang – da passt man mehr auf die Töne auf, als man der Tiefe der Gedanken nahe kommt – da gibt es so viel zu bedenken! Schon bei den ersten Bitten: Tun sie etwas dazu zur Heiligung seines Namens? Bei der zweiten: Worin besteht das Reich Gottes, Wahrheit, Leben, Liebe, Frieden? Wie viele Gedanken kommen da, Bitten, Vorsätze? Dein Wille: Wir sollen ihn lieben, auch über unseren Nächsten. Dies alles darf doch auch einmal ausgesprochen werden und bringt unser Beten auf eine neue Stufe: Vom braven Aufsagen zum Sprechen mit dem guten und b ­ armherzigen Vater. Richard Kretz, Zipf

Verkehr(t) Die offizielle Argumentation der Oö. Landesregierung will die Verkehrsflut von Richtung Freistadt kommend mit einer Linzer Auto­ bahn-Ostumfahrung lösen. Ca. 90.000 Autos und LKWs strömen täglich von Norden kommend auf der A7 Richtung Linz – ca. 10.000 davon wollen durch Linz hindurch – und die „restlichen“ ca. 80.000 wollen nach Linz hinein. Ja, wo ist denn unser Hausverstand geblieben? Eine Linz-Ost-Autobahn löst dieses Problem zu 10 %. 90 % des Problems bleiben ungelöst. Nur der Ausbau des öffentlichen Verkehrs von Bahn und Bus kann dieses Problem lösen. (...) Fred Ebner, Katsdorf

Wer singt, betet doppelt? Damit kann ich nichts anfangen, und Augustinus in Ehren, er war auch nicht unfehlbar. Mit viel Zustimmung versuche ich „Großer Gott, wir loben dich“ mitzusingen und auch einiges von der großartigen

XX Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung. Kürzungen vorbehalten. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at

„„ Elektrischer Opferstock. Diesen offensichtlich elektrischen Opferstock hat ­Kirchenmusiker Anton Reinthaler anlässlich der ­Proben für ein Konzert in de­r Filalkirche Pulgarn entdeckt. St­romschlaggefahr, versichert er, besteht nicht. Reinthaler


unter uns Ungehalten Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel sind Orte unterschiedlichsten Verhaltens. Die Haltestelle hält, was sie verspricht. Die einen halten Abstand, damit niemand ihre Aura stört. Die anderen halten sich, vor allem am Morgen, ruhig, halten quasi ein Nach-Nickerchen. Da hält sich jemand über andere auf, dort unterhalten sich zwei über Dritte. Die einen halten Taschen, andere Reden.

DENK mal

So auffällig wie das schwarze Schaf sind die gesuchten Begriffe nicht.

Weiße Flankerl Der Mensch hat einen Ordnungs-Drang. Er hält es nicht aus, wenn Kraut und Rüben durcheinanderpurzeln oder Äpfel mit Birnen verglichen werden. Und ein weißes Flankerl hat auf einem schwarzen Anzug nichts verloren. Ernst Gansinger

Wohlschle

„„ Affe, Flagge, Katze, Schiff, Tritt „„ Benedikt, Johannes, Josef, Paul, Pius „„ Bassterre, Leon, Lima, Nassau, Roseau „„ Aachen, Athen, Dayton, Saint Germain, Teschen „„ Bernhard von Clairveaux, Dietmar von Aist, Walter von der Vogelweide, Wernher der Gartenaere, Wolfram von Eschenbach

Haltung bewahren, denke ich mir. Oder sollte man die Menschen doch dazu anhalten, Ordnung zu halten? Wie so oft halte ich an der Haltestelle aber meinen Mund. Und bin ungehalten.

Machen Sie mit. Schicken Sie uns die von Ihnen gefundenen „weißen Flankerl“ bis 2. Mai 2014. Wir verlosen zwei Bücher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at Beim Denk Mal Nr. 15 hat Christa Mayr aus Marchtrenk gewonnen (gefragt war das Lied „Sieh, der Herr kommt in Herrlichkeit“).

ernst gansinger ernst.gansinger@kirchenzeitung.at

Domspatz

merk-würdig

Wenn das Berlusconi-Urteil bei uns Schule macht, wird es im Pflegebereich keinen Personalmangel mehr geben. Da wäre das Hypo-Desaster doch noch für etwas gut.

„Tun wir überhaupt etwas? Wo sind Projekte, wo man sagt, wir gehen diesen Menschen entgegen?“ Salzburgs erzbischof Franz Lackner fragt sich im FurcheInterview, wie die Kirche mit geschiedenen Wiederverheirateten umgeht.

P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 02Z031277 W

Solchen weißen Flankerln wollen wir heute nachgehen und sie vom schwarzen Anzug entfernen – im übertragenen Sinn: Im Folgenden finden Sie jeweils fünf Begriffe zu ­einer Gruppe geordnet. Einer der Begriffe ist ein weißes Flankerl, passt nicht zur Gruppe. Finden Sie die Flankerl! „„ Faust, Fuß, Klafter, Quäntchen, Zoll „„ Alexandria, Aquilea, Berlin, Karthago, Rom „„ Peter Altenberg, Ingeborg Bachmann, Wolfgang Borchert, Milo Dor, Marlen Haushofer „„ 93, 97, 101, 103, 107 „„ Gang, Pump, neu, rar, Trost

fotolia/Mike

Auch ich kann mich dem Halten nicht entziehen und behalte einen Raucher im Auge. Die Straßenbahn naht, hastig zieht er an der Zigarette; sie muss vor dem Einsteigen noch zu Ende glühen. Dann wirft er sie auf den Boden, wo schon eine ganze Stummel-Versammlung ist. Der moderne Mensch wirft weg, was er vorher nutzte und ihm jetzt nichts mehr nützt. Er behält nichts unbrauchbar Gebrauchtes. Darum müssen alle die Mahnmale der EntsorgungsHaltung aushalten: StummelTeppiche oder zerlesene Reste von Gratisblättern, mit denen an den Haltestellen nicht hinter dem Berg gehalten wird.


KiZ-ePaper 17/2014