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… ziehen alle Wandergesellen und -gesellinnen ohne Handy los, besitzen aber meist einen E-Mail-Account … darf man nicht länger als drei Monate an einem Ort bleiben … spielt Musik eine wichtige Rolle. Die Liedmelodien gleichen denen aus dem Mittelalter und haben oft altertümliche Texte. Wenn man eine Gruppe „schallern“ hört, ist das meist eine wahnsinnige Atmosphäre! … soll kein Geld für Unterkunft und Fortbewegungsmittel ausgegeben werden … gilt eine Bannmeile, das heißt, dass man seinem Heimatort nie näher als 50 Kilometer kommen darf
Lieber Gitarre als Smartphone! Welche drei Dinge hast du auf jeden Fall dabei? Das ist gar nicht so einfach: Kleidung, einen Schlafsack und zwei Bücher – eines zum Lesen und eines zum Schreiben. Und natürlich auch gute Laune. Ein Handy habe ich nicht dabei, was für mich etwas Gutes hat, da es eine Art Entschleunigung ist. Die Welt ist mir momentan nämlich viel zu schnell. Ich denke, das Handy wird mir wenig fehlen.
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Vor was hast du Angst? Ehrlich gesagt habe ich etwas Respekt davor, einsam zu sein. Andererseits weiß ich auch, dass, wenn mich jemand vermisst, mich derjenige besuchen kommt …
Fotos: privat
Wie fühlst du dich jetzt, bevor du dich auf den Weg machst? Ich bin neugierig, aufgeregt, angespannt und gleichzeitig entspannt. Ich fühle mich sehr frei und irgendeine Mischung aus ängstlich und ehrfürchtig. Aber eins ist klar: Ich habe richtig Bock drauf!
Das gesamte Interview und noch viele weitere Walz-Infos findest du unter www.muek.info!
Jetzt geht‘s los für Marius ! und seine Wandergesellen
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Früher war die Walz nur für Handwerker auf dem Bau üblich, heute können sich neben Zimmerern, Dachdeckern, Schreinern auch Bootsbauer, Konditor, Bäcker, Köche, Gärtner, Hutmacher, Schneider, Steinmetze und Schlosser auf den Weg machen. Dabei hat jede Berufsgruppe eine andersfarbige Kluft. Obwohl man seine eigene Familie „verlässt“, bekommt man in diesem Augenblick eine neue – und zwar die der anderen Wandergesellen und -gesellinnen. Mit denen kann man auch weiterziehen, sich verabreden oder gemeinsam an sozialen Projekten wie Kindergärten oder Gemeindehäusern arbeiten – dann oft ohne Bezahlung.