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Retten wir die Steiermark!

Es gibt einige Herausforderungen, die wir meistern müssen. Manche kommen überraschend – andere sind klar sichtbar. Die zwei größten Herausforderungen, denen wir uns politisch je stellen mussten, erwarten uns 2010!

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ir alle sind bereits mittendrin in dieser ersten, großen Herausforderung. Der Wahlkampf für die Gemeinderatswahl hat längst begonnen. Ausgestattet mit Werbemitteln, aufgerüstet mit den besseren Argumenten – aber vor allem ausgerüstet mit dem Willen, Sinnvolles in der eigenen Heimatgemeinde zu bewegen – sind wir JVP’ler eine der treibenden Kräfte dieses Wahlkampfes und ein wesentlicher Faktor. Ohne uns kann man – nicht zuletzt dank „Wählen ab 16“ – keine Wahlen mehr gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass wir nicht nur „rennen“, sondern – wie bisher – mit vollem Herzen sprichwörtlich einen „Marathon laufen“. Wie die Gemeinderatswahl im Detail ausgeht – das wissen wir erst am 21. März. Aber einen Sieger gibt es bereits vorab: Die Jugend. Es befinden sich weit über 2000 Jugendkandidatinnen und Jugendkandidaten auf den Wahllisten unserer Volkspartei. Unzählige von ihnen an wählbarer Stelle. Das ist mehr als ein starkes Zeichen! Wo liegt eigentlich der Unterschied? Unterwegs hört man immer mal wieder die üblichen Floskeln: „Ja, macht

es denn überhaupt einen Unterschied, wen ich wähle? Sind doch eh alles die Gleichen!“ Man geht eigentlich davon aus, dass die Grundregeln vom „gesunden Hausverstand“ für alle gelten. Die Gemeinde lebenswert machen, nicht ewig mehr

bens Fersen) genannt wird. Egal, ob der selbstgefällige Aussichtsturm vom roten SPÖ-Bürgermeister Vukan – der übrigens auch Landesgeschäftsführer der SPÖ ist – statt € 300.000 plötzlich € 1,5 Millionen kostet: Irgendwer wird’s schon zahlen. Im Endeffekt sind es wir Junge! Selbes Bild, andere Lage! Die zweite große Herausforderung wird die Landtagswahl im Herbst. Wir haben hier mit unserem Hermann Schützenhöfer nicht nur den besten Kandidaten, sondern sind mit einem tollen Team super aufgestellt. Gewonnen ist noch nichts – aber wir haben alle Chancen, den rot-kommunistischen Sesselkleberproleten Voves zu vertreiben.

auszugeben als einzunehmen, den Jugendlichen etwas zu bieten – Grundsätze, die eigentlich allen politischen Parteien klar sein sollten. Die Realität belehrt uns leider eines besseren. Alle roten Desastergemeinden, in denen alle Einwohner – im Besonderen wir Jugendliche – zum Handkuss kommen, bestätigen das. Egal, ob’s um Trieben geht (inzwischen so pleite, dass nicht einmal ein Fußball für den Sportverein angekauft werden kann) oder Fohnsdorf (dicht auf Trie-

Sind wir uns doch ehrlich: Wer kann eine einzige – einigermaßen sinnvolle - Idee oder Umsetzung nennen, die Voves in den letzten Jahren zustande gebracht hätte? Außer, dass sich der steirische Panther in einer Geiselhaft befindet, die eher an China oder Nordkorea erinnert, ist nichts passiert. Ja, früher oder später werden wir Jungen die Welt retten müssen. Beginnen wir bereits jetzt damit – und retten wir 2010 zumindest die Steiermark! Alles Gute und DANKE für Deine Unterstützung! Thomas

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EIN DATE MIT REEZ

DIE SUPERPRAKTIKANTIN IM GESPRÄCH

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BEATRIX KARL

FÜNF FRAGEN MIT UNSERER WISSENSCHAFTSMINISTERIN

Vorwort Der 61. Bauernbundball Ortsgruppe Schölbing JVP informiert: Das Praktikum Facebook: Reinhard Bärnthaler Hermann „Schützi“ Schützenhöfer Neun Jugendschutzgesetze Bun(d)tes Nachrichten aus dem iGrave Die Suche nach dem anderen Leben Events 2010

GRW 2010

AM 21.MÄRZ HAST DUS DRAUF!


Der 61. Bauernbundball 12. Februar 2010, Messecenter Graz

LH Stv. Hermann Schützenhöfer u. die neue Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl amüsieren sich prächtig!

Für die ASFINAG DI (FH) Johannes Plösch mit Hopfenkönigin Marlies Krainer – von der Aktionsgemeinschaft Leoben Marlis Zöhrer u. ÖH Vorsitzender, Landesvorstand Peter Pulm mit Steirischem Jungbauernobmann Gerd-Richard Wallgram

Ballorganisator, Bauernbunddirektor DI Franz Tonner und der Steirische Bauernbundobmann Gerhard Wlodkowski begrüßen die Ehrengäste

Moderne Tradition oder traditionelle Moderne Text: Peter Hüttig Fotos: Andreas Bruckner

JVP Landesobmann Thomas Einwallner durfte am Ball auch den Fürstenfelder u. derzeit in Wien lebenden Dr. Philipp Depisch begrüßen

Seit 1949 trifft man sich am Steirischen Bauernbundball – natürlich auch sehr viel Jugend bzw. Jugendliche. Der Ball ist moderner und traditioneller denn je – auch nach 61 Jahren, oder gerade deswegen. Mehr als 16.000 Ehren und Ballgäste, waren bei diesem Ball der Superlative dabei. Mittlerweile ist der steirische Bauernbundball nicht nur der größte Ball Österreichs, sondern auch eines der größten Society-Events in Österreich. Denn nur am Bauernbundball tanzt Wirtschaftskapitän mit Winzerstochter eine schneidige Polka und Jungbauer shaked mit Society-Lady zu Dance & Groove...

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Der 61. Bauernbundball

Der Geschäftsführer der Steirischen Jungbauern Markus Habisch u. der neue Generalsekretär der Österreichischen Jungbauern DI Alexander Karner strahlen mit der Steirischen Blumenkönigin um die Wette

Landesvorstandsmitglied Christoph Birchbauer, LandesobmannStellvertreterin Michaela Hartner u. Graz- Umgebung Bezirksobmann Ing. David Ziegler mit weiblichem JVP – Fan

Die fleißigen Hände der Mitglieder Landjugend Ortsgruppe St. Katharein a.d. Laming in der Casting-Bar Jung & Prickelnd – von Wein bis Cocktailbar, von „Flying-Hirsch“ bis Zirbenhütte, von Hit-Mix-Bar über die Almdudler-Hütte, von einer Murauer-Bierbar zur Junkerbar, sowie der Latschenhüttenbar war für Jeden und Jede was dabei!

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Schaffen es Christoph Galler (JVP – Mitglied Bruck/Mur) u. die „schöne“ Unbekannte in den Jungbauernkalender 2011?

Alles Bar, auf ca 26.000 m2 An die 250 Künstler Auf der Hauptbühne waren es „Nightfever“ und die beiden Moderatoren Dorian Steidl und Katrin Lampe, aber natürlich auch der Grazer Andreas Gabalier. Bis in die frühen Morgenstunden sorgte der Berliner StarDJ Enrico Ostendorf mit seinem Antenne-Party-Hitmix für beste Stimmung!


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eit rund vier Monaten steht Mario Achleitner als Obmann an der Spitze der JVP Schölbing. Ihm zur Seite steht ein neunköpfiges, überaus motiviertes Vorstandsteam. Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, den erfolgreichen Weg der Schölbinger Jugend fortzusetzen.

Schölbing

Besonders hervorzuheben ist hierbei das traditionelle Wiesenfest mit anschließendem Riesenwuzzlerturnier. Dieses Fest wird Jahr für Jahr von der JVP Schölbing veranstaltet und erfreut sich bei ihren Besuchern größter Beliebtheit. Weiters standen im letzen Jahr ein Skiausflug nach Schladming und ein zweitägiger Ausflug nach Salzburg am Programm. Auch im heurigen Jahr steht einiges am Programm: Am 20.Februar wurde die Old School Rock Party im Jugendraum veranstaltet, die sehr gut besucht war. Neben der Neuauflage des Wiesenfestes im Juli ist auch die Teilnahme am Skitag der JVP Steiermark am Kreischberg fix eingeplant. Seit vielen Jahren setzt die JVP Schölbing zu Weihnachten ein besonderes Zeichen der Menschlichkeit und Nächstenliebe. So statteten auch zu Weihnachten 2009 acht JVPler, angeführt von Obmann Mario Achleitner, der alleinstehenden Hedwig Peinsipp einen Besuch ab und überreichten ihr einen Geschenkkorb. Nach der Übergabe des Geschenkkorbes, der zahlreiche regionale Spezialitäten enthielt, wurden bei dem einen oder anderen Getränk noch einige gesellige Stunden verbracht.

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Funf Fragen mit: Wissenschaftsministerin Beatrix Karl Du wurdest kürzlich als neue Wissenschaftsund Forschungsministerin angelobt. Wie siehst Du die neue Aufgabe?

stärkt fördern und sie möglichst früh mit Forschung in Berührung bringen. Der heimische Forschungsstandort braucht unsere schlauen Köpfe!

Ich komme aus der Mitte des Universitätslebens und freue mich sehr, im Team von Josef Pröll zu sein. Ich bin stolz als Ministerin für Österreich arbeiten zu dürfen – aber natürlich mit dem notwendigen Respekt vor der Aufgabe. Das Ressort ist für mich eine spannende Aufgabe. Ich habe selbst jahrelang an der Universität gelehrt und habe auch in Forschungseinrichtungen Erfahrungen gesammelt. Wissenschaft und Forschung liegen mir besonders am Herzen und ich kenne viele Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich, dass ich nun als Ministerin wichtige Zukunftsbereiche gestalten kann. Dennoch ist mir der Wechsel nicht leicht gefallen, weil ich mit viel Freude und großem Engagement ÖAAB-Generalsekretärin war.

Wie siehst du die Studenten-Proteste?

Welche Ziele hast Du als Wissenschaftsministerin? Ich will, dass die österreichische Wissenschaft in der ersten Liga Europas mitspielt. Die Arbeitsplätze der Zukunft werden durch Know-How und Innovation geschaffen. Österreich soll das Land der hellen Köpfe werden – dadurch sichern wir uns auch als kleines Land einen entscheidenden Vorteil im internationalen Wettbewerb. Dazu müssen wir die Qualität an den Universitäten und Fachhochschulen weiter verbessern, etwa durch die bessere Vernetzung und verstärkte Internationalisierung unserer Hochschulen. Ich will Leistung und Qualität – von den Studierenden, aber auch für die Studierenden.

Und im Bereich Forschung? Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einer Forschungsstrategie, hier werde ich mich aktiv einbringen. Wir brauchen eine Strategie aus einem Guss, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben. Weiters möchte ich vor allem Kinder und Jugendliche ver-

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Es ist absolut legitim, für die eigenen Interessen einzutreten und manche Kritikpunkte der Studierende verstehe ich. Ich bin absolut gesprächsbereit, erwarte mir das aber auch von den Studierenden. Im November wurde von Gio Hahn der „Dialog Hochschulpartnerschaft“ gestartet. Diesen Dialog möchte ich engagiert fortsetzen. Hier haben sämtliche Hochschulpartner die Möglichkeit, mitzudiskutieren und an Lösungen mitzuarbeiten.

Was wirst Du anders machen als Dein Vorgänger? Gio Hahn hat zahlreiche wichtige Projekte auf den Weg gebracht, von denen ich viele konsequent weiterführen will. Er hat als Minister ausgezeichnete Arbeit geleistet und ich bin überzeugt, dass er seinen Innovationsgeist und seine Professionalität auch als Kommissar in Brüssel im Interesse Österreichs einbringen wird. Trotzdem werde ich auch neue Akzente setzen – meine Handschrift wird bald erkennbar sein! Interview: Martina Kaufmann Foto: ÖVP Pressestelle


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asting-Shows sind auch im neuen Jahrzehnt ein Bestandteil der Medienlandschaft und werden uns auch weiterhin nicht erspart bleiben. Vom Musikbewerb bis hin zum Laufsteg-TV-Event, die Gewinner sind letztendlich immer die TV-Stationen, Produzenten und Sponsoren. Auf der Strecke bleiben meist die, die sich lächerlich machen und ihr Innerstes nach außen kehren oder einfach nur eine auferlegte Rolle spielen. Mit 23 war Doris „Reez“ Wollner zum ersten Mal in einer Casting-Show des ORF und belegte bei „Die schlechtesten Autofahrer Österreichs“ den zweiten Platz. Heute ist sie 26. Die Medienluft, die sie damals inhalierte hat sie im Vorjahr bewogen bei der ersten Polit-Casting-Show „Der Superpraktikant“ mitzumachen. Seitdem sie Einblick ins politische Leben unseres Vizekanzler gewonnen hat, ist das Interesse selbst in diese Richtung zu gehen erheblich gestiegen.

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Deine Teilnahme an der Sendung „Österreichs schlechteste Autofahrer“ liegt 3 Jahre zurück. Wie geht es dir beim Autofahren heute und hat dich die Medienluft, die du damals inhaliert hast schließlich auch zur Teilnahme an „Der Superpraktikant“ bewogen? Eigentlich war ja damals meine beste Freundin angemeldet und dann haben sie uns aber beide genommen da ich zum Casting einfach mitgegangen bin. Aber es war schon sehr interessant einmal zu sehen, wie die Medien arbeiten und was alles inszeniert wird. Ich war wie eine Medienpuppe und hab alles gemacht was der ORF wollte. Es war eine interessante Erfahrung und ja, Autofahren kann ich schon ganz gut. Auch wenn es damals in den Medien anders dargestellt wurde. Und was hatte es mit dem Wunschkennzeichen „W Oida 1“ auf sich? Das hab ich vom ORF geschenkt bekommen, aber das verwende ich nicht. Es war einfach nur der Trostpreis und ich sag auch nicht die ganze Zeit „Oida“. (Anmerkung des Autors: Dem kann ich nur beipflichten. In unserem Gespräch kam das Wort kein einziges mal vor) Und nachdem du damals einen Einblick in die Medienlandschaft bekommen hast, fiel die Entscheidung bei „Der Superpraktikant“ mitzumachen natürlich leichter. Es war schon sehr gut, da ich im Um-

er w: Stefan U rschl T ext & Intervie P Pr essestelle V Ö & r de ei Schn Fotos: Stephan

gang mit dem ORF Erfahrung hatte und wußte welche Fallen da auf einen lauern, wenn man auf Fragen unvorbereitet, antwortet. Da kann man sehr leicht ins Fettnäpfchen treten. Die Votings für dich sind ja förmlich explodiert, welche Erklärung hast du dafür? Im Vorfeld gab es ja bei ein paar Teilnehmer den Verdacht zur Manipulation.. Bei mir persönlich kann ich das nur so erklären das ich auf Grund meiner Wahlwerbung, die ich stark betrieben habe, einen Anstieg beim Voting hatte. Vor allem die Facebook-Seite und die Youtube-Videos waren da schon sehr hilfreich. Bei den anderen Kandidaten hat es mich teilweise aber schon sehr gewundert, wie bei einem zum Beispiel über Nacht 17.000 Stimmen dazu gekommen sind. Ich kann mir dass nicht erklären. Aber ich möchte hier auch niemanden etwas unterstellen. Als Österreichs erste Superpraktikantin hast du dann eine Woche den Vizekanzler begleitet. Welche Eindrücke konntest du im Bezug auf das politische Geschäft sammeln? Man muss mit Herzblut dabei sein wenn man diesen Job machen will, denn ich bin die ganze Woche zwischen 5 und 6 Uhr früh aufgestanden und zwischen 1 und 3 Uhr in der Nacht wieder nach hause gekommen. Man hat wenig Schlaf und auch wenig

Zeit sich auf die Termine vorzubereiten und ohne starkes Team dahinter ist das auch nicht möglich. Ich finde, dass der Rückhalt der Familie sehr wichtig ist und es hat mich deshalb auch gefreut die Frau von Josef Pröll und seinen Sohn am Jägerball kennen lernen zu dürfen. Fazit für mich ist: In der Politik braucht man Herzblut für den Job, ein gutes Team sowie Rückhalt in der Familie, um die Herausforderungen meistern zu können. Und Josef Pröll, ist er für dich als Bundeskanzler vorstellbar?? Absolut, ich habe ihn in der Woche als sehr kompetenten Menschen kennengelernt und wir haben beim Nachtslalom in Schladming auch darüber diskutiert. Er würde das - denke ich - wirklich sehr gerne machen und er arbeitet auch schon gut daraufhin, dieses Amt zu bekommen. Das Thema „Praktikum“ wurde in den letzten Wochen aufgrund von „Der Superpraktikant“ wieder heiß diskutiert. Die Kritik kam ja auch von einigen Seiten, dass die ÖVP kein Gehalt für die Woche bezahlt hat. Also 500 Euro für die eine Woche finde ich schon sehr gut. Die meisten Praktikanten bekommen so zwischen 6 und 800 Euro im Monat, deshalb war die Woche gut bezahlt und den Urlaub

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gab es auch noch in Ischgl. Wie wichtig würdest du gesetzliche Regelungen in diesem Bereich sehen. Und bist du selbst schon in den „Genuss“ eines Praktikums gekommen? Ich habe im Rahmen meines Bakkalaureatstudiums ein Praktikum absolviert, das 7 Monate gedauert hat und im Ministerium für Landesverteidigung statt fand. Und ein Ferialpraktikum habe ich auch gemacht und bemerkt, dass die Gehälter ziemlich unterschiedlich waren. Von dem her wäre es schon gut, wenn es eine gesetzliche Regelung geben würde, weil die Kosten weiterlaufen, außer man wird von den Eltern finanziert. Und wenn man mit dem Studium fertig ist, hat man ja kaum Chancen wo rein zukommen es sei denn man macht ein Praktikum und kann so auch die richtigen Leute kennenlernen. Aber es gibt auch viele, die sich von einem Praktikum zum nächsten angeln und wenn das dann schlecht bezahlt ist, ist es schon ein Problem. Wie sehen nun deine weiteren Pläne auf dem Politischen Parkett aus? Gibt es Bestrebungen in nächster Zeit aktiv zu werden? Du hast ja auch mal gesagt das du Österreichs erste Bundespräsidentin werden möchtest. Ja, das wäre ein hohes Ziel. Aber das hab ich eigentlich nur gesagt weil es das höchste Amt im Land ist und es bisher noch keine Bundespräsidentin bei uns gab. Nein, also ich habe den JVP Bundesobmann Sebastian Kurz schon während der Woche angesprochen und bei nächster Gelegenheit möchte ich mit ihm einmal über die Möglichkeiten innerhalb der jungen ÖVP sprechen. Gibt es Dinge die dich stören, die du ändern möchtest? Eventuell pinke

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Socken und Krawatten für alle Minister? Oder sonstiges? Es hat mich unsere Justizministerin Claudia Bandion Ortner gefragt, ob ich Farbberatung machen könnte. Nein, also ich finde das richtige Outfit ist in der Politik schon wichtig, aber oberste Priorität hat es natürlich nicht, also da würde ich mich nicht wirklich einbringen wollen. Es soll sich jeder wohl fühlen in dem was er trägt und Seriosität ausstrahlen. Seriosität ist ein gutes Stichwort. Es kam ja in der allgemeinen Kritik rundum „Der Superpraktikant“ auch die Meinung das es nicht besonders seriös sei eine Polit-Show dieser Art zu inszenieren. Findest du, dass man das in Zeiten von Obama noch kritisieren kann?

Ich finde, dass es wirklich eine gute Entscheidung von der ÖVP war diese Aktion zu machen, da es die jungen Leute angesprochen hat und den Nerv der Zeit durch das Einbinden der Neuen Medien wie Facebook, Twitter und Co. gut getroffen hat. Kritisiert wird ja: Josef Pröll wäre der König und ich wäre soetwas wie seine Monica Lewinsky. Im Gespräch mit Organisationsteam kam aber schon heraus, dass sie durch die Aktion viel Erfahrung vor allem im Web 2.0 sammeln konnte. Das ist oft nicht einmal bei Agenturen oft der Fall. Und dennoch sind wenige junge Menschen in der Politik oder an Politik im allgemeinen interessiert. Was hältst du von politischen Jugendorganisationen und findest du das sie sich gut präsentieren oder ist die JVP zum Beispiel für die Jugend etwas zu konservativ?

Vor dem Praktikum habe ich mich eigentlich damit gar nicht beschäftigt und bin auch nicht damit in Berührung gekommen. Weder ich oder jemand aus meinem Bekanntenkreis war in einer politischen Organisation. Ich denke es wäre schon gut, wenn man ein bisschen stärker auf die jungen Leute zugehen würde und sie auch über Politik informiert. Das Leben ist ohnehin von Politik beeinflusst und deshalb sollte man es für Jugendliche attraktiver machen. Das Internet könnte hierbei das wichtigste Medium sein, um an die Jugend heranzukommen.. Auf jeden Fall, alleine die jüngsten Statistiken haben ja wieder gezeigt wie viel Zeit sie mit dem Internet verbringen. Ich beende nun einmal das Thema Politik um eine ganz andere Richtung zu gehen. Bei der Recherche fiel auch dein Modebewusstsein auf, Du produzierst auch selbst Mode. Was kann man sich nun unter „Reez Rice“ so vorstellen? Also „Reez Rice“ ist ein Modelabel von mir und meiner besten Freundin, welchs es seit 4 Jahren gibt und aus Spaß entstanden ist. Wir haben auf Myspace immer Fotos von Sachen gepostet, die wir gemacht haben und wurden dann von einer Schülerin einer Fotoschule kontaktiert, die meinte, dass ihr die Sachen sehr gut gefallen und sie deshalb Fotos davon machen möchte. Dadurch ist das Ganze dann ins Rollen gekommen und wir wurden öfters darauf angesprochen. Ich habe aber leider nicht viel Zeit, die ich in „Reez Rice“ investieren kann und es ist auch nur ein Hobby.

Als professionelle Modedesignerin werden wir dich also in Zukunft nicht sehen. Was sind eigentlich deine Zukunftspläne? Derzeit Arbeite ich bei Brainiacs und betreue dort Websites, wie Megacard. Ich habe mich aber auch mit der »Web und Neue Medienabteilung« von der ÖVP sehr gut verstanden und wenn da ein Angebot kommt würde ich es schon annehmen, denn ich sehe meine Zukunft auch im Bereich »Neuer Medien«, weil es mir auch viel Spaß macht.

Anschließend haben wir noch über die Studentenproteste und Uni-Probleme, den No.1 Knackarsch im Parlament (Copyright Maria Fekter) sowie die Fitness unseres Bundeskanzlers, gesprochen. Aber das ist eine andere Geschichte und kann gerne bei mir erfragt werden. Reez konnte mich jedenfalls mit ihrer natürlichen und lebensfrohen Art an diesem Abend überzeugen. Und wer weiß, vielleicht zieht die selbst ernannte „Blume aus dem Gemeindebau“ mit ihrem Charme, Talent und Wunschkennzeichen irgendwann doch in die Hofburg ein. Meine Stimme hätte sie. Ach ja, bevor ich es vergesse. Date war es natürlich keines, denn Reez ist glücklich vergeben. Also ihr lieben Single-Männer, das wird wohl nichts.

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JVP informiert: Das Prak Zur Semestermitte werden sich auch in diesem Jahr wieder tausende steirische Schülerinnen und Schüler, sowie Studentinnen und Studenten mit ihrem bevorstehenden Ferialjob auseinandersetzen müssen. Die einen wollen damit „Kohle“ verdienen, die anderen müssen es aufgrund ihres Lehrplans in der Schule tun, und so stürzen sie sich in das Abenteuer „Ferialjob“.

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ufgepasst! Die Arbeitgeber unterscheiden dabei drei Kategorien. Ferialjob, Praktikum oder Volontariat – nur was sich genau dahinter verbirgt ist in den meisten Fällen dem „Ferialjobhungrigen“ nicht bekannt. Damit auch ihr vor bösen Überraschungen gefeit seit, solltet ihr -nach dem Vorbild von Josef Prölls Superpraktikantin Reez Wollner- sämtliche Rahmenbedingungen im Vorfeld klären.

szweck überwiegt, sind keine Arbeitnehmer, sodass die arbeitsrechtlichen Bestimmungen nicht anzuwenden sind. Sie sind aber unfallversichert. In einem Volontariat können Jugendliche in einen Beruf hineinschnuppern, um fachbezogene Kenntnisse zu erlangen. Zwischen Volontär und Arbeitgeber besteht kein Arbeitsverhältnis. Es besteht also weder Arbeitspflicht, noch Entgeltanspruch. Der Volontär ist unfallversichert.

Drei Kategorien unterscheidet man als Arbeitgeber, welche nicht nur mit unterschiedlichen rechtlichen Bedingungen verknüpft sind, sondern sich auch im Endeffekt auf das Geldbörserl auswirken. Ein Vergleich des Angebotes soll euch den richtigen Weg weisen.

Praktikum vs. Ferialjob

Unterschied zwischen Ferialjob, Pflichtpraktikum & Volontariat Ferialarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer sind als normale Arbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer anzusehen, auf welche sämtliche arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen anzuwenden sind. Regelungen über die Pflichtpraktika sind den jeweiligen Schulordnungen zu entnehmen und demzufolge Sache des Schulorganisationsgesetz. Als Bestätigung ist der Praktikantin oder dem Praktikanten ein Zeugnis auszustellen. Praktikanten, bei deren Beschäftigung der Ausbildung-

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österreichweite Trennung ist hier unabdingbar. Nur so ist auch für Unternehmerinnen und Unternehmer möglich, richtig zu agieren und verhindert die Ausbeutung der Jugendlichen. Bei der Gesetzgebung sollte jedoch mit Augenmaß vorgegangen werden, schärfere Bestimmungen würden wiederum Unternehmen abschrecken Ferialjobs anzubieten. Die Möglichkeit als Schüler bzw. als Student

Viele Schülerinnen und Schüler benötigen ein Praktikum für ihre Ausbildung. Ein echtes Praktikum ist häufig nicht oder nur gering bezahlt. Überwiegt allerdings nicht der Ausbildungszweck, sondern liegt ein Arbeitsverhältnis vor, gebührt jedenfalls das kollektivvertragliche Entgelt. Dabei bedarf es aber besonderer Vorsicht, denn eine Ferialjobbestätigung muss nicht unbedingt als Praktikumsbestätigung anerkannt werden. Es ist nicht einfach in dieser Thematik durchzublicken, auch in den meisten Unternehmen wird der „Ferialjob“ sehr stiefmütterlich behandelt. Wir, die Jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, fordern deshalb eindringlichst, dass die Unterscheidung zwischen Ferialpraktikum und Ferialjob sichtbarer und klarer gestaltet wird – eine klare

sich in der Ferienzeit in den Arbeitsalltag zu integrieren ist uns als Jugendorganisation sehr wichtig, nur so kann gewährleistet werden, dass wir fürs Leben und nicht für die Schule lernen. Auf der anderen Seite stehen junge Akademikerinnen und Akademiker, die es


ktikum heutzutage nicht mehr so leicht haben, unmittelbar nach Studienabschluss in unbefristete Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse aufgenommen zu werden. Atypische Beschäftigungsverhältnisse sind seit Jahren im Vormarsch und stellen Bachelor, Master und Magister vor neue Herausforderungen. Die „Generation Praktikum“ findet sich nach dem Abschluss des Studiums oftmals in befristeten Stellen wieder, die nicht selten zu ungesetzlichen Kettenarbeitsverträgen führen. Um dieser Praxis Einhalt zu gebieten, sind verstärkte Kontrollen durch das Arbeitsin-

spektorat notwendig. Parallel dazu sind atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeits- und sozialrechtlich besser abzusichern um unserer Jugend beim „älter“ werden mögliche Existenzängste zu nehmen.

mehr Infos: www.jaab.at

reinhard barnthaler Reini, du bist ja schon Ewigkeiten für die JVP aktiv. Reinhard Bärnthaler: (lacht) Na, Ewigkeiten würd’ ich nicht sagen. Das würde ja bedeuten, dass ich echt alt bin. Ich wurde 1999 vom damaligen Judenburger Bezirksobmann angeworben und bin über die Eventschiene zur JVP gekommen. Mit der Zeit wurde auch das Interesse an politischen Prozessen immer größer und inzwischen bin ich der internationale Sekretär der JVP Österreich und parlamentarischer Mitarbeiter unseres Bauernbundpräsidenten Fritz Grillitsch. Internationaler Sekretär, parlamentarischer Mitarbeiter, Studium, Bezirksobmann. Also Privatleben adé? Ach, mit etwas weniger Schlaf und gutem Zeitmanagement lässt sich alles regeln. Solange man noch jung und knackig ist, ist das nicht das Problem. Wie sieht da eigentlich dein typischer Tag aus? Bis 12 schlafen, Nachmittag etwas Geld aus EU-Fördertöpfen holen und am Abend zu einer ordentlichen Feier? Das sieht nicht einmal in deinen Träumen so aus. Knapp vor 7 ist Start im Büro. Nachdem die administrativen Sachen erledigt sind geht’s zur inhaltlichen/organisatorischen Vorbereitung. Pressearbeit, Interventionen bearbeiten – und da ist es gerade einmal Mittag. Nachmittags...

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werden die Außentermine gemeinsam mit dem Präsidenten durchgeführt bzw. die Abendtermine vorbereitet. Da passiert es öfters, dass es bis 2 oder 3 in der Früh dauert. Warum bist du politisch tätig? Was ist deine Motivation? Natürlich aus dem Grund wie alle anderen: Um die Welt zu retten! (schmunzelt) Es ist einfach cool. Man kann vielen Menschen tatsächlich helfen, kann in kleinen Bereichen Machtverhältnisse verändern. Es ist eine Art Mischung zwischen „Helfersyndrom“ und „Weltherrschaftssyndrom“. (lacht) Die österreichischen Bauern werden ja oft aufgrund der Förderungen kritisiert. Populistisch und völlig zu Unrecht. Ein Bauernhof bringt eine unglaubliche Wertschöpfung, ist wichtig für die österreichische Kulturlandschaft, unser einziger Garant für hochqualitative Lebensmittel und zudem Energiebringer durch erneuerbare Rohstoffe. Was war das spannendste Erlebnis im letzten Jahr? Es ist tagtäglich spannend. (lacht) Da passieren tagtäglich Sachen, wenn einem die wer erzählt würde man das manchmal gar nicht glauben. Du bist ja glücklich vergeben. Kleiner Tipp an alle politisch tätigen, die noch auf der Suche sind? Bei jedem Termin, bei jedem Abendtermin lernst du Leute – und damit auch Mädels – kennen. Man muss da einfach die Chance nützen und direkt das Gespräch suchen. Viel zu zaudern hilft da gar nichts. Der Geheimtipp ist aber: Beim 1. Date nicht unbedingt über Politik zu reden. Du bist ja auch auf FaceBook zu finden, oder? Ja klar. Nur poste ich nicht jede Sache. Also wann ich duschen gehe oder mir ein Eis kaufe – das steht da nicht.

Word-Rap: Europa: Gemeinsam stark. Emo: Sind das die emotional Punks? Hermann Schützenhöfer: Der nächste Landeshauptmann der Steiermark! Fernweh: Hab ich nicht. Grundwehrdienst: Rupi Reif. Fakten: Name: Ing. Reinhard „Börni“ Bärnthaler Geburtsdatum: 21.03.1980 Heimatbezirk: Judenburg Beziehung: Vergeben „think•black!“ ist das Mitgliedermagazin der JVP Steiermark. Blattlinie: Das Grundsatzprogramm der JVP Steiermark. Chefredakteur: Martin Postl Layout: Stefan Urschler Für den Inhalt verantwortlich: Landesgeschäftsführer Christopher Tafeit, Karmeliterplatz 5, 8010 Graz Kontakt: 16 info@jvp.at - 0316/82 44 94 - Fax : 0316/81 70 46

Impressum


Mehr Steiermark – mehr Jugend! Text: Matthias Huber, Christopher Tafeit

Gemeinderatswahl 2010

Du ärgerst dich über unsinnige Busfahrpläne? Der Eintrittspreis ins Schwimmbad erscheint dir

ungerecht hoch? In deiner Gemeinde ist in den Ferien kaum etwas los und nirgends gibt es einen, der sich für einen Skater-Platz oder Basketballplatz einsetzen würde?

All diese Dinge müssen nicht so sein. Denn all das sind Entscheidungen, die eine Gemeinde selbst ändern kann. Du kannst hier mitreden: Bei der Gemeinderatswahl am 21. März 2010!

Wer hat’s drauf? Heiße Luft und öde Texte kriegt schnell mal einer raus. Doch wer hat’s tatsächlich drauf, diese Dinge anzupacken und umzusetzen?

Wir haben’s drauf! In jeder Gemeinde der Steiermark kandidieren auf der ÖVP-Liste Jugendliche. Allesamt Mitstreiter für eine besser Gemeinde, eine Gemeinde in der die Anliegen von uns Jugendlichen gehört werden. Die JVP Steiermark hat mehr Jugendgemeinderäte als die Blauen und Grünen zusammen. Es kandidieren für die ÖVP unglaubliche 2062 Jugendkandidatinnen und Jugendkandidaten! –Rund 1/3 davon sind direkt auf wählbaren Plätzen – das bedeutet, dass wir auch künftig mit mehr Jugendgemeinderäten vor Ort für dich aktiv sein können, als Grüne/FPÖler/BZÖler - oder wie sie sonst heißen - insgesamt an Gemeinderäten haben. Unsere Interventionen bei unserem Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und bei den Ortsparteiobleuten haben Wirkung gezeigt. Durch den Einsatz zahlreicher Mitglieder konnten wir im Rahmen unseres Projektes >>startup2010 so viele Jugendliche wie noch nie auf den Kandidatenlisten platzieren! Das zeigt eines ganz deutlich: Die JVP – und damit auch die ÖVP – hat’s drauf! Nun gilt es unseren Freunden auf den Listen das Vertrauen auszusprechen, damit sie sich für unsere Anliegen einsetzen können!

Am

21. März 2010 gibt’s für uns Jugendliche nur eine Wahl: LISTE 2 – ÖVP.

Wir wollen euch in Zukunft bei Jugend - Gemeinderatsstammtischen begleiten hier ein Foto von einem bereits stattgefundenen Ideenaustausch!

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13. Landestag

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9 Lander - 9 Jugendschutzgesetze: Sind steirische

Seit Jahren fordert die JVP österreichweit einheitliche Jugendschutzbestimmungen. Wir haben für euch die Jugendschutzgesetze der Bundesländer verglichen. Und die Unterschiede sind dramatisch - dafür die Bestimmungen umso antiquierter. Gerade das Steiermärkische Jugendschutzgesetz bedürfte dringend einer Überarbeitung.

Jugendliche unreifer als Wiener?

Insbesondere bei den Ausgehzeiten sind steirische Jugendliche gegenüber ihren Altersgenossen aus anderen Bundesländern massiv benachteiligt. Während in sechs von neun Bundesländern (sogar im „Heiligen Land“ Tirol) über 16jährige überhaupt keinen Beschränkungen mehr unterliegen, müssen Gleichaltrige in der Steiermark bereits um zwei zuhause sein! Völlig überholt ist auch die steirische Bestimmung, dass Jugendliche (also bis 18!) keinen Zutritt zu Nachtlokalen haben darunter fallen praktisch alle Fortgehlokale, insbesondere alle Diskotheken! In der Praxis wird dies aber Gott sei Dank sogar von den Behörden ignoriert.

wenn dies wie beim Jugendschutz dem Sinn und Zweck des Föderalismus völlig zuwiderläuft: Es ist zwar denkbar, dass in Wien Naturschutz anders geregelt werden muss als in der Steiermark -schützenswerte Pflanzen gedeihen dem Vernehmen nach in der Asphaltwüste weniger - aber dass steirische Jugendliche unreifer und schutzbedürftiger wären als Wiener, wird man auch der sprichwörtlichen Großmutter nicht erzählen können. Vielmehr wollen sich die Herren Landesfürsten nicht nehmen lassen, die jeweils ersten Paragraphen ihrer Jugendschutzgesetze (meistens: „Ziele“) je nach Geschmack ideologisch einzufärben.

Gefängnis fürs länger Fortgehen?

Diese Machtspiele auf dem Rücken der Jugend müssen ein Ende haben. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wird Jugendschutz zur Bundeskompetenz erhoben. Oder die Länder schließen untereinander eine Vereinbarung nach Artikel 15a der Bundesverfassung, bestimmte wichtige Fragen des Jugendschutzes, insbesondere Ausgehzeiten, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Strafen, gleich zu regeln. Die Gesetze selbst blieben Landesgesetze, pathetische Präambeln könnten sie sich somit weiterhin ausdenken.

Wenn man sich die einzelnen Jugendschutzgesetze ansieht, so erkennt man auch keinen Grund, warum gewisse Bundesländer auf ihre besonders stolz sein sollten: Das „Heilige Land“ Tirol etwa erlaubt (vgl § 18 Tiroler Jugendschutzgesetz) selbst Kindern Bier, Wein und Most zu trinken- sie dürfen es nur nicht in der Öffentlichkeit tun! Dafür verbietet es Jugendlichen bis 18 (!) den Konsum von Alkopops. Von Realitätsferne zeugt auch, dass in Tirol und Vorarlberg noch Ersatzfreiheitsstrafen verhängt werden, wenn Jugendliche für Überschreiten der Ausgehzeiten verhängte Geldstrafen nicht zahlen können!

Föderalismus als Selbstzweck Der Grund, dass es in Österreich für jedes Bundesland ein eigenes Jugendschutzgesetz gibt, liegt darin, dass Jugendschutz in die Gesetzgebungskompetenz der Länder fällt. In den letzten Jahrzehnten wurden die Kompetenzen der Länder immer mehr beschnitten. An die letzten, die ihnen verblieben sind, klammern sie sich deswegen umso heftiger, auch

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Die JVP Steiermark fordert österreichweit einheitliche Jugendschutzbestimmungen!


Einige Bestimmungen der neun Jugendschutzgesetze, geordnet nach der Strenge: W 5-1

Ausgehzeiten 14-16jährige Ausgehzeiten 0-24 16-18jährige Höchststrafe bei Über- 200 tretungen € Ersatzfreiheitsstrafe Nein

NÖ 5-1

B 5-1

S 5-24

OÖ 5-24

V 5-24

ST 5-23

K 6-24

0-24

T 5-1 # 0-24

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Nein

# nur in Nächten vor Sonn- und Feiertagen, sonst 5-23.

Die für dich wichtigsten Bestimmungen des Steiermärkischen Jugendschutzgesetzes (abrufbar unter ris.bka.gv.at/lr-steiermark): Kinder sind Personen unter 14 Jahren, Jugendliche Personen zwischen 14 und 18 Jahren. An allgemein zugänglichen Orten, in Gastbetrieben und Vereinslokalen dürfen sich

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Kinder unter 14 nur von 5 bis 21 Uhr, Jugendliche zwischen 14 und 16 nur von 5 bis 23 Uhr, und Jugendliche zwischen 16 und 18 nur von 5 bis 2 Uhr aufhalten.

Jugendliche unter 16 dürfen weder Alkohol noch Tabakwaren konsumieren. Jugendliche zwischen 16 und 18 dürfen keine Getränke über 14 % Vol. Alkohol konsumieren. Für alle Jugendlichen ist die Benützung von Geldspielautomaten verboten.

Reinhard Jantscher, JVP Deutschfeistritz, studiert Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz und arbeitet am Institut für Zivilrecht, Ausländisches und Internationales Privatrecht.

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Zivildienst: Alternativdienst statt Wehrersatzdienst Wir fordern die Änderung des Zivildienst-Gesetzes inklusive der Streichung der Gewissensklausel. Der Bundesvorstand hat sich mit einer neuen Forderung im Sinne der Interessensvertretung junger Menschen zu Wort gemeldet: Der Zivildienst muss endlich als echte Alternative ohne Benachteiligungen anstatt als Wehrersatzdienst angesehen werden. Der Zivildienst wird bisher als "Wehrersatzdienst" definiert. Nach dem derzeitigen Zivildienstgesetz müssen Zivildiener die „Gewissensklausel“ unterschreiben, die besagt, dass sie den Dienst an der Waffe aus moralischen Gründen ablehnen. Das ist aber nur in wenigen Fällen der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung zum Zivildienst. Jedem jungen Menschen, der sich für den Zivildienst entschieden hat, ist es 15 Jahre nach Absolvierung verboten, eine Waffe zu führen. Sollte ein ehemaliger Zivildiener sich später dazu entschließen zum Beispiel Polizist zu werden, ist ihm durch diese längst überholte Regelung der Zugang zu diesem Berufsfeld verwehrt.  Genauso dürfen ehemalige Zivildiener weder den Beruf des Jägers ausüben, noch Sportschütze werden. Diese gesetzlichen Regelungen sind nicht mehr zeitgemäß!

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Bun(d)tes Text: Christoph Robinson & Reinhard Bärnthaler Foto:: ÖVP Pressestelle

Start der JVP - Denkfabrik Wir haben für das Jahr 2010 die „JVP Denkfabrik“ gestartet. In Open-Space-Gruppen tauschen Teilnehmer aus allen Bundesländern ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu verschiedenen inhaltlichen Themen aus, und diskutieren mit namhaften Vertretern und Experten. Ziel ist die Erarbeitung neuer Standpunkte bzw. Ideen und die Sicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Unter dem Motto „Austausch und Vordenken“ fand zum Thema „Überall „Tschuschen"? – Berührungspunkte und Erfahrungen junger Österreicher/innen mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund – das erste Wochenende bereits erfolgreich statt.


Wer in Osterreich studiert, soll auch hier arbeiten konnen! Studierende aus Drittstaaten in Österreich Von derzeit ca. 300.000 Studenten an den österreichischen Universitäten sind etwa 21% ausländische Studierende. Österreich investiert bis zu 10.000 Euro pro Jahr und Studienplatz in die Ausbildung ausländischer Studierender, aber eine „Gegenleistung“ ist nicht gegeben. Derzeit zahlt der österreichische Steuerzahler ja doppelt: Zurzeit erhalten ausländische Studierende aus Drittstaaten nur eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer ihres Studiums. Danach können sie nur als Schlüsselarbeitskräfte in Österreich bleiben und beruflich tätig werden, dies setzt ein Mindestgehalt 2.466 Euro voraus. Wir fordern daher keine starre Regelung, sondern eine Prüfung im Einzelfall, da die Einstiegsgehälter für Akademiker oft niedriger sind. Die Junge ÖVP verlangt von der Regierung die Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für Studierende aus Nicht-EU-Ländern, um Arbeitskraft und Steuerleistung dieser zu generieren. Außerdem fordern wir die Wissenschaftsministerin auf, mit Deutschland über Ausgleichszahlungen für seine 20.000 Numerus-claususFlüchtlinge zu verhandeln.

Wenn du Fragen hast oder Infos brauchst, kannst du dich gerne bemir oder Reinhard melden: christoph.robinson@a1.net und r.baernthaler@gmx.net

Nachriten aus dem iGrave

Text: Stefan Urschler Foto: Apple

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as iPad. Unendliche Möglichkeiten und die Revolution des digitalen Journalismus. So kann man die perfekte PR von Apple´s jüngster Schöpfung zusammenfassen. Und auch wenn der Hype mittlerweile etwas abgeflaut ist, sollte klar sein, dass beim Verkaufsstart Ende März in den USA wieder einmal Schlangen vor den Stores stehen werden. Doch noch nie zuvor in der Geschichte von Apple ist die alles entscheidende Frage präsenter gewesen als beim iPad: Wofür kann man dieses Ding wohl brauchen? Vor allem die Tatsachen, dass es nicht Multitaskfähig ist, eine Kamera fehlt und nicht einmal Flash Websites darauf laufen, haben für mich einen stark negativen Beigeschmack. Preislich ist es jedoch unerwartet ein Schäppchen (ab 499 Dollar). Man kann nur hoffen, dass sich diese unverbindliche Preisempfehlung einigermaßen nach Österreich retten kann. Die New York Times spricht von der Revolution des Digitalen Journalismus mit ihrer E-Paper Applikation. Und zugegeben, die Features solcher Applikationen sind für die großen Medienhäuser eine Chance aus dem Online – Dilemma etwas Positives zu ziehen und den Sprung nach vorne zu schaffen. Der AppStore wird jedenfalls in naher Zukunft vor Angeboten fürs iPad überquellen. Die Kasse klingelt, während wir uns jede noch so sinnlose App installieren. Alles in allem ist das iPad aber tendenziell gesehen was fürs iGrave, denn die oben angesprochenen Mankos sowie die kommenden Tablet Computer, welche wahrscheinlich weit aus mehr können als das stylishe Ding, werden diesem auch in nackten Zahlen schaden. Schade eigentlich.

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Die Suche nach dem anderen Leben WoW. Aion. Ultima Online. EverQuest. Runes of Magic. Während sich die Wissenschaft noch auf der Suche nach Paralleluniversen befindet, leben Millionen von Jugendlichen bereits tagtäglich in ihnen. Die „Älteren“ unter uns erinnern sich zurück: Im Jahr 2000 war man ein Unikat, wenn man eine ICQ-Nummer oder eianen MSN-Account vorweisen konnte. War man zugleich im Besitz einer eigenen Homepage galt man als „Nerd“ oder „Geek“. Die Tatsache, dass man Gefallen an Computerspielen – im Besonderen an „Online-Rollenspielen“ – fand wagte man bereits kaum zu erwähnen. Zu tief saß die Angst, gesellschaftlich einfach nicht „in“ zu sein.

10 Jahre und 5 Jahre WoW später Doch nicht nur die Onlinewelt, sondern auch die reale Welt haben sich verändert. MySpace, VZ-Netzwerke, Facebook und Twitter sind aktuell ebenso selbstverständliche Elemente des Alltags wie der Eintritt in das Paralleluniversum eines „MMORPG“ (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game). Nichts bleibt „ungetwittert“ – sei es der tiefphilosophische Ansatz über den Sinn der Welt oder der tägliche Gang aufs WC. Stöberte man damals noch vereinzelt im wilden Pixelhaufen mit vier oder fünf unerschrockenen Spielern durch fremde Fantasiewelten, so ist man heutzutage in guter Gesellschaft von Millionen von „Casual Gamers“ („Gelegenheitsspielern“). Aktuell tauchen 11,5 Millionen zahlende Abonnentinnen und Abonnenten in „WoW“ ein – zum immerhin stolzen Betrag von rund 13 € pro Monat. Addiert man hier die Spieler von Aion, Runes of Magic und sonstigen Spielen kommt man leicht auf ein Vielfaches. Besonders faszinierend: Diese Welten sind keine Männerdomäne – rund ein Drittel der Spieler sind weiblich.

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Die Sucht nach dem anderen Leben

sion“) – dass dies Schwachsinn

Während man in trauter Runde als hochheilige Paladine böse Dämonen in die Hölle zurückschlachtet kommt einem selten der Gedanke, dieses harmlose Freizeitvergnügen könnte zum tatsächlichen Problem für das reale Leben werden. Doch ist es tatsächlich eine so belanglose und ungefährliche Freizeitbeschäftigung, wie es uns die Marketingabteilungen einreden? Eines vorweg: Es geht hier nicht um die Diskussion, inwieweit Computerspiele das reale Gewaltpotential von Jugendlichen beeinflussen (siehe: „Killerspiele-Diskusist, wurde bereits in zahlreichen Studien bewiesen.

Was aber, wenn man zwar in der Lage ist, den Unterschied zwischen „realer Welt“ und „virtueller Realität“ zu erkennen, aber nicht mehr dazu bereit ist, die „virtuelle Realität“ zu verlassen? Es häufen sich die bestätigten Berichte, dass Menschen und Jugendliche ihre Arbeit, ihre Freunde – sich selbst - aufgeben und ihr Leben vollinhaltlich einer virtuellen Welt widmen. Menschen, die nur mehr Mittwochvormittag ihre Wohnung zum Einkaufen verlassen, da zu dieser Zeit die WoW-Server gewartet werden und damit außer Betrieb sind. In diese Kategorie fällt sicher auch das so genannte „China-Farmen“. Da es meist sehr mühsam ist, virtuelle Goldmittel – nötig für eine passende Ausrüstung des virtuellen Charakters – im Spiel zu erarbeiten, greifen findige Geschäftsleute auf die Segnungen der „Globalisierung“ zurück. Eine Schar Jugendlicher – vorzugsweise Chinesen, die dafür ihre Ausbildung aufgeben – wird dafür bezahlt, 16 Stunden am Tag diese Online-Spiele zu zocken und möglichst viel „virtuellen Reichtum“ zu sammeln. Dieses „virtuelle Gold“ wird dann – gegen echte, harte Euros – den wohlhabenden Europäern angeboten. Und wir greifen – getreu dem Motto der „globalisierten Arbeitsverteilung“ folgend – gerne zu. Schließlich geht es darum, unseren Spielspaß zu sichern. Doch wo ist die Grenze zwischen „gesundem Spielspaß“ und „krankhafter Realitätsflucht“? Beginnt sie da, wo man seine „greifbaren, erlebbaren Freunde“ an einem Samstagabend versetzt, weil man lieber mit seiner „Gilde“ in einer virtuellen Realität den „König der Untoten“ vernichten will? Beginnt sie da, wo man lieber mit virtuellen Paladinen und Tauren über „Teamspeak“ per „Headset“ redet als tatsächlich seine Freundin anzurufen – sofern man überhaupt die Zeit dafür findet, eine kennen zu lernen? Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind.

Eine Welt, in der man alles sein kann Tatsache ist: Wir leben in einer realen Welt, in der man uns von allen Seiten beständig einredet, dass sie härter, rauer und auswegloser ist als jede Welt zuvor. Die leichte Ablenkung, entspannende, kleine Ausflüge in eine „virtuelle Welt“ – eine Welt, in der man vom Volkshelden bis zum bösen Schurken alles sein kann – zu unternehmen, kommt hier mehr als gelegen. Doch genau hier liegt die Gefahr: Wenn es für das eigene Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl einfacher ist, virtuell Erfolge und Anerkennung zu erringen, als in der Realität. Wenn man in der Gewissheit versinkt, dass das „virtuelle Ich“ – verkörpert durch Nachtelfen, Orcs, Blutelfen und Untoten – mehr erreichen kann als man selbst: Dann sind wir von der tatsächlichen Hölle, die wir mit unseren virtuellen Helden bekämpfen wollen, real nicht mehr weit entfernt.

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S T N E V E

2010

Musikalische Highlights hat auch das erste Jahr der neuen Dekade zu bieten. Und was für welche, denn einerseits kehren U2 nach 5 jähriger Österreichabstinenz wieder ins Ernst Happel Stadion zurück und anderseits kommt der aktuellste DJ & Producer dieses Planeten, der Stars wie Madonna oder den Black Eyed Peas seinen Stempel aufgedrückt hat, nach Österreich. Die Rede ist natürlich vom französischen Ausnahmetalent David Guetta. Das war aber natürlich noch nicht alles. 2010 hat so einiges zu bieten, auch abseits der großen Festivals wie das Nova Rock (11. - 13. Juni) oder dem Frequency (19. - 21. August). Zweiteres feiert by the way auch das 10jährige Jubiläum. Zudem tummeln sich auf dem österreichischen Konzertparkett auch die australischen Legenden von AC/DC (22. Mai | Wels) und die amerikanische Rockröhre Pink (5. Juli | Innsbruck) herum.

U2

19. August | Ernst

Happel Stadion

Zu den Pflichtterminen zählen aus steirischer Sicht unter anderem das Spring Festival (14. - 19. Mai | Graz) und der Besuch von Englands Indie Rocker Editors (19. April | Graz). Abschließend noch zur Gerüchteküche. Laut dieser werden heuer noch Lady Gaga, Black Eyed Peas und auch die Kings of Leon nach Österreich kommen. Und auch an einem zweiten AC/DC Konzerttermin wird angeblich gearbeitet. Na denn: Let´s rock n roll. Tickets für alle Veranstaltungen auf oeticket.com

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Du hast es drauf!

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Think Black - Das Magazin der Jungen ÖVP Steiermark