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MARKUS BLESSING, SWITCH HEELFLIP • PHOTO: DENNIS SCHOLZ

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AUSGABEN

Issue No.29 Marco Kada – fs Boneless Foto – Dennis Scholz

Issue No.28 Julian Weigland – Push Foto – Phil Pham

Issue No.27 Patric Marx – Ollie Foto – Hannes Mautner

Issue No.26 Mark Metzner – bs Kickflip Foto – Fabian Reichenbach

Issue No.25 Christoph Radtke – Kickflip Foto – Fabian Reichenbach

Issue No.24 Jan Hoffman – fs Disaster Foto – Stefan Eigner

Issue No.23 Jan Marinko – fs Ollie Foto – Dennis Scholz

Issue No.22 Michi Mackrodt – Push Foto – Phil Pham

Issue No.21 Mark Metzner – fs Wallride Foto – Fabian Reichenbach

Issue No.20 Tobias Engstler – bs Powerslide Foto – Phil Pham

20 – 29


EDITORIAL Illustration — Kilian Acher

SKATEBOARDING 2.0 Skateboarding steht für Kreativität,

ten mitgebracht hatte. Sei es das neue

nach wie vor nichts Schöneres für uns,

Selbstverwirklichung,

Gemeinschaft

Monster Magazine, das man auf seinem

als ein frischgedrucktes Magazin in der

und Entwicklung. So verstehen auch wir

Skatetrip in die nächste Großstadt ge-

Hand zu halten.

das Ganze und gehen heute mit unserer

schossen hatte und in unsere Bibliothek

30. Ausgabe und sieben Jahren als Ma-

wanderte. Es gab einfach nichts, aus

Aber wir glauben auch daran, dass man

gazin diesen Weg weiter.

dem wir wählen konnten! Der Wert kam

sich der Zukunft nicht verschließen

sozusagen mit dem Mangel an Angebo-

darf und bereit sein muss, nach vorne

ten – und das war auch das Tolle daran.

zu schauen anstatt in nostalgischen

Jeder von uns kennt das Gefühl, dass sich Skateboarding in den letzten Jah-

Gedanken zu versinken. Keine Frage,

ren stark verändert hat. Aber ist das

Heute sieht das natürlich ganz anders

das Web ist ein unfassbar großes The-

wirklich so? Und falls ja, warum hängen

aus: Wir werden im Sekundentakt mit

ma geworden und bringt natürlich viele

wir alle so an der Vergangenheit? Wieso

neuen Produkten, Artikeln, Videoparts

Vorteile mit sich – besonders für unbe-

sterben die kleinen, aber so wichtigen

und 1000 anderen Dingen regelrecht

kannte Skater, die so schneller und grö-

local Shops? Warum gibt es die Sorge

zugemüllt. Was dabei auf der Strecke

ßere Aufmerksamkeit bekommen. Wir

um unsere geliebten Magazine? „Früher

bleibt: Der Wert, der an unserer kurzen

haben uns zum Ziel gesetzt, bei dieser

war alles besser!“ – aber warum eigent-

Aufmerksamkeitsspanne scheitert. Der

Entwicklung dabei zu sein und Stories

lich?

Schlüssel dabei sind aber eben WIR –

und Features im gewohnten Magazin-

UNSERE Aufmerksamkeitsspanne und

Style auch im Web zu veröffentlichen.

UNSER Wertempfinden!

Wir wollen uns damit beweisen, dass

Der einfachste Weg: unreflektiert zu meckern und zu jammern, als säße man

es möglich ist, Dinge ins Netz zu brin-

am Stammtisch einer Bahnhofskneipe.

Wir sind dafür verantwortlich, was, wie

gen, die nicht in der stumpfen Konsum-

Viel Frust und keine Perspektive – aber

und warum gemacht wird – wir machen

flut untergehen – weil sie ehrlich und

wann hat das jemals etwas gebracht?

uns die Zukunft! Wie schon gesagt: Es

wertvoll sind.

Schon etwas unbequemer, aber mit Si-

geht um Entwicklung statt krampfhaf-

cherheit der bessere Weg: die Proble-

ter Nostalgie, um Adaption und Evolu-

Und keine Sorge: Mit unserem Magazin

me klar beim Namen nennen, Lösungen

tion statt Verweigerung und Stillstand.

geht es natürlich in gewohnter Manier

finden und etwas aus der Situation machen.

weiter. Wir

vom

Irregularskatemag

glauben

an die Gegenwart und die Zukunft der

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir freuen

Früher hatten wir nicht die Wahl und wa-

Printmagazine. Dafür brennen wir und

uns auf die Zukunft und sollten die

ren über alles froh, was wir in die Finger

das wird sich niemals ändern. #PRIN-

beste Version davon anpeilen! Und egal

bekommen konnten: Sei es die schlech-

TISNOTDEAD – das war, ist und wird

was kommt – es ist auf jeden Fall bes-

te Kopie eines neuen Shorty’s Tape, das

immer unser Antrieb sein, weil es das

ser, sich weiterzuentwickeln anstatt

der Kumpel eines Kumpels aus den Staa-

verdammt nochmal wert ist. Es gibt

der Vergangenheit nachzutrauern.


Cover Foto — Christoph Maderer Chris Pfanner – Ollie

Foto — Robert Christ Martin Schiffl — 50/50


30 I R R E G U L A R S K A T E B O A R D M A G A Z I N 08 — 12 PRODUKTE 16 — 18 SEQUENZEN JAN YENKE & MARKUS SKOWRON 20 — 22 Ü30 – MICHAEL MACKRODT 24 — 38 IM GESPRÄCH MIT WILLOW 40 — 41 MEIN SETUP CONNY MIRBACH 42 — 48 SHORTY – KILIAN ZEHNDER 50 — 62 MOMENTS 64 — 72 ODYSSEY TO FRANCE 74 — 82 TSCHÜSS, ADE FRANKENHOF HALLENBAD 84 — 85 DAS ALPHABET – MORITZ MEYER 86 — 94 AUF DEN SPUREN VON FALCO IN WIEN 96 — 97 TOP 5IVE – MARTIN HUPPERTZ 100 — 101 POSTKARTE AUS SAN FRANCISCO 102 — 116 INTERVIEW – CHRIS PFANNER 120 — 121 KLICK KLACK – ROBERT CHRIST 122 — 123 YOUNG GUN – LINUS JANSKY 124 — 125 SHOPLISTE


— DECKS

PRODUKTE

Emillion

Habitat

Welcome

Inpeddo

Walk the Dog

Delatorre Photography Collection

Saberskull Time Traveler

Lousy Lucas

8,25 inch

8,25 inch

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8.0 & 8.25 inch

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Favorite

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7,75 – 8.5 inch

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Titus

Creature

Krooked

Anti Hero

Classic T-Fiber Light

Hitz Larb Fest Four

Cromer Collage

Grosso Apocalypse

8.0 & 8.125 inch

9.0 inch

8.25 inch

8.75 inch

59,99 €

84,99 €

59,99 €

59,99 €

Skatedeluxe x Volcom

Real

Über

Radio

Collabo Deck

Brock Spectrums

Brew

Cirle Jerks

8.25 inch

8.06 inch

8.5 inch

8.0, 8,25 & 8,5 inch

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64,99 €

49,90 €

49,90 €


— SCHUHE

PRODUKTE

és

etnies

New Balance

Accel Slim Mid x Wade

Marana Vulc MT

Jordan Taylor

90,00 €

95,00 €

80,00 €

adidas

Osiris

Circa

Nakel Matchcourt

Protocol charcoaul-work

Neen x Deathwish

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49,99 €

74,99 €

DC

Globe

Vans

Astor S X Enjoi

Los Angered II

Crockett 2 Pro

89,95 €

85,00 €

85,00 €


— KLEIDUNG

PRODUKTE

Claro!

Carharrt

The Quiet Life

Marty Cap

O3EPO Watch Hat

Japan Dad Hat

35,00 €

25,00 €

39,95 €

Huf

Carhartt WIP X Bonkers

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Demi Script

First Seven

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sowie an den bekannten VVK-Stellen. Weitere Informationen unter www.globalconcerts.de


WWW.CARHARTT-WIP.COM PHIL ZWIJSEN – OLLIE · PHOTO: GUILLAUME PÉRIMONY


Irregular Skateboard Magazin

S16 — No.30

JAN YENKE


Fotos Thomas Gentsch — bs 270 Kickflip


S18 — No.30

Fotos Robert Christ Kickflip Nosewheelie revert switch wheelie body varial

MARKUS SKOWRON


BERLIN AMOUR PARIS


Fotos – S20/21 Friedjof Feye Fotos – S22 Guillaume Périmony

/ ÜBER DREISSIG

Jahrgang–

1980

Macgyver–

Beides Neon oder Uni

oder

A-Team

oder... bitte was?

Erstes Brett–

Slalom Board mit 5 von meiner Oma… danke Oma! Erster Sponsor– 35 Street Skateshop in Versailles, nähe Paris. Erster Boardsponsor–

MICHAEL MACKRODT

TRAUMA Skateboards! Erster Shot in einem Magazin– ein check out in der französischen Sugar als ich 16 1/2 war. Haha... ich konnte es nicht erwarten, Contest

17

zu

Sieg?

werden.

Erster

Rambouillet,

ein

kleiner Contest: Mein Erster, an dem ich teilgenommen habe. Vor über 20 Jahren. aiaiai Erster Video Part? Im 35 Street Shop Video. Ich war, denke ich, 16 oder so. Da du ja immer noch mit soviel Herzblut dabei bist, was bedeutet dir das Skateboardfahren? Harte Arbeit!! hahaha. Ne, ich hänge schon sehr daran. Skateboarding: Je t’aime! Deine Top 5 Reiseziele? Cuba, Myanmar, Indonesien, Japan, Russland Ist die Welt wirklich so ein gefährlicher Ort? Die Menschheit eher! Was war dein schlimmstes Erlebnis auf Reisen? Ein Taxifahrer hat versucht, uns umzubringen…

S20 — No.30


bs Wallride S21 — No.30


Spanish Grind S22 — No.30

/ ÜBER DREISSIG

Fishing Lines - Was ist das Konzept

Das „Konzept“: Eine gute Woche am

dahinter? Wie kam es dazu? Wer ist

Stück, kleine Street Spots, nur Lines,

dafür verantwortlich? Zu Fishing Lines

nur Cruisen, Musik, die wir wollen. Nichts

kam es eher zufällig. Nachdem ich

mit, passt nicht zum Image, gefällt

meinen letzten Element Part fertig

keinem… bla. Einen Clip innerhalb kurzer

gefilmt hatte, wollte ich eine andere,

Zeit zu filmen und direkt das Ergebnis zu

alltäglichere

sehen, ist das Geilste. Kein fancy Editing,

Art

meines

Skatens

dokumentieren. Keine „Banger“, kein

kein

„der Trick ist zu lasch fürs Video“…

Unsere Fishing Lines sollen niemanden

bla. Einfach mehr Spaß und mehr

beeindrucken, sondern einfach Bock auf

Spontaneität. Als ich dann mit /bei

Rausgehen und bisschen Rollen machen.

Patrik Wallner zu Besuch in NY war,

Was war das Dümmste, das du in

sind wir einfach jeden Tag durch die

Verbindung mit Skateboarding getan

Stadt gezogen, auf der Suche nach

hast? Fällt mir nichts ein. Unterschied

den kleinsten Spots!

Daraus ist dann

zwischen deinen Anfängen und jetzt?

unser Fishing Lines in NY entstanden.

Muskelkater! Deine beste Erfahrungen Im

MICHAEL MACKRODT

Schnickschnack,

Leben?

Die

einfach

Geburt

Spaß.

meiner

Tochter Eine Sache, die du bereust? Nicht schon alle Länder dieser Welt gesehen zu haben Wie würde dein Tag aussehen, wenn du noch mal 16 wärst? Angefangen mit Schule! Bin ich froh, dass ich das hinter mir habe.


IM GESPRÄCH S24 — No.30


Er hat schon ein Buch geschrieben, sich seinen Finger beinahe abgesägt, ist stolzer Vater von zwei Söhnen und verdient sein Geld mit Skaten. Christoph „Willow“ Wildgrube gehört zu der Hand voll Deutscher, die es geschafft haben, Pro zu werden. Einen Ausgleich gibt ihm sein Hobby. Willow upcyclet alte Decks und macht aus ihnen Kunstwerke. Warum er Haroshi nicht nacheifert und wie er überhaupt zum Handwerk gekommen ist, erfahrt ihr im Interview.

Interview Andreas Huber Skate / Lifestyle Fotos Vasilis Barahanos Artwork Fotos Christoph Wildgrube Work Fotos Nicole Wildgrube

CHRISTOPH WILDGRUBE

WILLOW


Hej Willow, schön, dass du Zeit und

nell zu skaten. Klar habe ich als 12-Jähri-

Bock auf das Interview hast. Falls es

ger vor Skate-Videos gesessen und mir

jemanden gibt, der dich nicht kennt,

dann gedacht: „Boa, ich will auch nach

stell dich doch mal standardmäßig vor.

Amiland und Pro werden“. Kindheits-

Jo, mein Name ist Christoph Wildgrube,

träume halt. Ich hatte viel Glück und da-

aber alle kennen mich unter dem Na-

für bin ich auch sehr dankbar.

men „Willow“, da ich den schon habe, seit ich sechs Jahre alt war. Ich bin Pro-

Wird man als Deutscher dann von den

Skateboarder, im Osten in Ludwigsfelde

US-Teammitgliedern

geboren und dann nach Berlin gezogen.

sind die eher skeptisch?

Mittlerweile wohne ich jedoch in Köln.

Also das war so: Ich bin damals in die

Inzwischen bin ich 34 Jahre alt und habe

USA gereist, um dort mit den europäi-

eine Frau und zwei Kinder. Naja und mei-

schen Pros, die dort bereits Fuß gefasst

ne Wohnsituation lässt sich als Haus mit

hatten, zu skaten. Flip oder Geoff Row-

Garten beschreiben (lacht).

ley, zum Beispiel, habe ich erst in den

akzeptiert

oder

Staaten kennen gelernt. Die waren da Du gehörst ja zu den Leuten, die es tat-

auch schon richtig etabliert und wenn

sächlich geschafft haben, Pro in den

du mit den beiden an einem Spot auf-

USA zu werden. Wie kommt man als

tauchst, bist du für einen Amerikaner

Junge aus dem Osten auf die Idee zu

auch gleich eine große Nummer. Ich habe

skaten? Und vor allem: Wie wurdest du

mit den Jungs dann relativ gebrochenes

dann Pro?

Englisch gesprochen, was alle ganz wit-

Puh, keine Ahnung! Der Junge aus dem

zig fanden. Aber ich glaube, Sympathie

Osten wurde super von seinen Eltern er-

spricht einfach für sich. Wenn man

zogen. Die haben mich immer bei allem

ein offener, glücklicher und positiver

unterstützt und mir viele Freiheiten ge-

Mensch ist, dann kann man gar nichts

lassen. Dadurch konnte ich dann schon

falsch machen. Ich hatte nie Probleme

mit sieben Jahren anfangen zu skaten.

irgendwo. Klar hatten die Ami-Jungs

Nebenbei habe ich von meinem Vater

manchmal andere Ansätze, aber ich

Boxen und Leichtathletik gelernt. Das

weiß auch, wann ich ruhig sein muss.

hat beides dazu beigetragen, verlässlich

Man muss ja nicht immer seinen Senf

zu sein. Später half mir das dann viel bei

dazugeben. Gut schweigen ist auch viel

den Sponsoren. Denen bin ich immer

wert (lacht).

motiviert entgegengetreten. Dadurch konnte ich dann in den USA Fuß fassen.

Du hast ja da einen recht guten Blick

Auf der anderen Seite des Teichs sind

über die Jahre bekommen. Wie hat sich

die Leute einfach nicht an Pünktlichkeit

das Skate-Business für dich in den letz-

gewöhnt. Die deutschen Tugenden halt

ten Jahren so entwickelt?

(lacht). Nein, aber mir hat es immer viel

Oh, da hat sich durch die sozialen Medi-

geholfen, ich selbst zu sein. In die USA

en richtig viel verändert. Ich finde, dass

kommt man nur mit viel Durchhaltever-

die sozialen Netzwerke total klasse für

mögen und Motivation. Man muss immer

Leute sind, die keine Sponsoren haben,

an sich selbst glauben. Tatsächlich war

irgendwo im „Ghetto“ sitzen und su-

es aber nie wirklich mein Ziel professio-

per gut skaten. Die können ihre Tricks

S26 — No.30


bs Bluntslide S27 — No.30 Im Gespräch mit Willow

„Ich wollte nur einmal rauslassen, woher ich komme und zeigen, wie Skaten eigentlich funktioniert“


Irregular Skateboard Magazin

„Wenn man auf Instagram allerdings nicht jeden Tag Sachen postet, kommt man leider schnell in Vergessenheit“

Overcrooked S28 — No.30 Im Gespräch mit Willow


einfach mit ihrem Handy aufnehmen

Lengths waren für mich immer das A und

und sofort online stellen. Dadurch ha-

O und die pure Motivation.

ben sie dann auch eine Chance, etwas vom Kuchen ab zu bekommen. Wenn

Wie hat sich dein Skaten im Speziellen in

sie Glück haben, kriegen sie direkt ein

der letzten Zeit verändert? Du hast ja von

Hook-Up. Anders sieht das bei Leuten

Gaps auf Trannys geswitcht.

aus, die gesponsert sind oder Projekte

Ja, das kommt auf jeden Fall mit dem Al-

vor sich haben. Nehmen wir mal Ska-

ter. Ich wähle mittlerweile weise, welche

ter, die für das Etnies-Video fahren.

Fights ich auf der Straße austrage und hau’

Die können ja nicht jeden Tag nur für

mich jetzt nicht mehr jede Zehnerstufe

das Internet Nollie-Flips die Zwölfer-

just for fun mit einem Nollieflip hinunter.

Stufen runter machen. Wenn man auf

Das kann ich mir auch gar nicht mehr wirk-

Instagram allerdings nicht jeden Tag

lich erlauben. Tatsächlich hält das mein

Sachen postet, kommt man leider

Körper nicht mehr so easy aus. Ich guck

schnell in Vergessenheit. Dann den-

schon ein bisschen auf den Spot. Wenn

ken die Leute direkt, dass man raus

er schön aussieht und ich sage: „Woa, das

aus dem Game sei, was aber einfach

könnte sich lohnen, der Spot ist geil“, dann

nicht der Fall ist. Man nimmt einfach

gehe ich los. Aber normalerweise bin ich

seine Verpflichtungen gegenüber den

die Woche über immer nur im Skatepark

Sponsoren wahr. Es ist schlecht, sich

und versuche dort fit zu bleiben. Dafür

für Instagram aufzubrauchen, weil man

gehe ich mich dann am Wochenende zer-

anschließend für das eigentliche Pro-

stören und filme fürs Web und natürlich

jekt oder den Video-Part gar kein Gas

auch fürs Video. Wir sitzen ja gerade noch

mehr geben kann. Dadurch, dass das al-

am Etnies-Video und da haben wir noch ei-

les so schnelllebig geworden ist, wollen

niges zu drehen.

die Leute immer schneller immer mehr sehen. Ein Pro-Skater wie ich kriegt so

Du wirst ja nicht ewig auf dem Deck ste-

etwas aber kaum auf die Beine gestellt,

hen können. Was ist der Plan für danach?

weil ich auch noch meine Familie zu

Schaffst du dir schon ein zweites Stand-

managen habe. Zumal die Sachen, die

bein?

du postest, dann auch gut sein müssen,

Klar bin ich da dran. Jeder Fußballspieler

weil eben Jungs da draußen sind, die

weiß, dass es irgendwann einmal nicht

nicht gesponsert sind, Laserflips die

mehr geht. Als Skater weiß man das auch.

Dreizehner runtermachen und hochla-

Man stellt sich die Frage, wann der Punkt

den. Hätte ich keine Verpflichtungen

kommt, an dem man den Jüngeren Platz

den Sponsoren gegenüber, würde ich

machen möchte, an dem man eben nicht

das auch so machen und mich irgend-

mehr das komplette Budget für sich be-

welche Stufen runterjagen. Ich bin

hält, sondern auch einen Teil zur Verfügung

gespannt, ob es in Zukunft überhaupt

stellt, um den Nachwuchs zu pushen. Na-

noch Full-Length-Videos gibt oder ob

türlich fragt man sich, was danach kommt.

sich alles auf Instagram abspielen wird.

In meinen Verletzungs-Phasen habe ich

Allerdings bin ich einer von der alten

schließlich angefangen, aus alten Decks

Schule und setze mich gerne klassisch

Holzarbeiten zu gestalten. Das wird gerade

vor den Fernseher mit einer DVD. Full-

eine Art zweites Standbein für später.

S29 — No.30


Wie kamst du zu deinem Spitznamen

gut beobachtet, wie das die Gesellen

oder

„thegermanhammer-

machen. Ich fand das Arbeiten mit Holz

king“? Kam das durch das Skaten oder

schon früher klasse. Eigentlich wollte ich

durch deine Holzarbeiten?

immer Stühle, Terrassenmöbel und so

Das war ziemlich lustig. Oliver Bartens

Zeug bauen. Als ich dann mal verletzt

vom Transwold-Magazin hat damals

war, hat mir meine Frau ein Möbelstück

auch für Etnies gearbeitet und war dort

gezeigt, das ich dann nachgebaut habe.

der Haus- und Hof-Fotograf. Er hatte

Dadurch habe ich das Handwerken ir-

mir ein Video gezeigt, in dem ein Typ

gendwie für mich entdeckt. Ich konnte

auf Youtube mit Hämmern jonglierte

dann gar nicht mehr aufhören. Das war

und Nägel in die Decke schlug. Nach dem

für mich, wie einen Kickflip eine Dreizeh-

Video meinte er zu mir: „Das bist du

ner runter zu machen. Zumindest fühlte

für mich!“ (lacht). Das kam daher, weil

es sich fast genauso an, als ich dieses

es immer, wenn ich mit ihm in Amerika

Werkstück vollendet hatte und es da-

unterwegs war, richtig geknallt hat. Wir

stand.

Hashtag

haben jedes Mal viele Fotos gemacht und auch die Tricks haben meistens gut

Die meisten deiner Kunstwerke entste-

geklappt. Er hat mir die besten Spots –

hen ja aus alten Decks. Was hat dich

meistens Stufen und Gaps – gezeigt und

dazu gebracht, dein eigentliches Ar-

dann hat es halt einfach „gehämmert“,

beitsgerät neu zu verarbeiten?

meinte er. Für ihn war ich deshalb der

Mein Schwiegervater meinte irgend-

„Hammerking“. Das german hat er dann

wann einmal zu mir: „Du hast so viele

hinzugefügt und seitdem hab’ ich den

Boards, aber du kaufst dir immer Holz.

Ruf weg (lacht). Den Spitznamen hab’

Wieso machst du nicht etwas aus den

ich mit nach Deutschland genommen

kaputten Skateboards?“. Ich habe zu-

und als Hashtag eingeführt. Es ist wit-

erst einmal das Objekt „Board“ an sich

zig, dass der Name gleichzeitig so gut

betrachtet und versucht, daraus irgend-

zu meinen Holzarbeiten passt. Auf Holz

etwas zu machen. Durch Nose und Tail

hämmert man ja auch oder man sägt

ist es aber mega schwer etwas Gerades

es in Stücke. Dann habe ich den Namen

zu bauen. Irgendwann kam ich dann auf

gleich für beides benutzt (lacht).

die Idee, eines der Bretter zu filetieren und in Streifen zu schneiden. Dabei habe

Jetzt haben wir schon ein bisschen was

ich das erste Mal gesehen, was diese

von deinen Holzarbeiten anklingen las-

eingefärbten Ahorn-Schichten für schö-

sen. Du verarbeitest ja alte Skateboards

nes Holz und was das für schöne Farben

künstlerisch weiter. Hattest du dafür

sind. Damit stehen einem Möglichkeiten

schon immer ein Faible oder wie bist du

für ganz viele neue Sachen offen.

auf die Idee gekommen, mit Holz zu arbeiten und zu handwerkeln?

Was gibt dir denn das Arbeiten mit Holz,

Schon da, wo ich aufgewachsen bin,

was dir Skateboarden nicht gibt?

habe ich als Kind immer Praktika beim

Uhhh. Poa, schwierig (lacht). Wenn ich

Schreiner gemacht. Dort durfte ich zum

einen Tag lang geskatet bin, habe ich

Schluss Türen und Fenster restaurieren,

den Trick zwar auf der Kamera und et-

ausbauen, einbauen und konnte immer

was geschaffen, aber irgendwie kann

S30 — No.30


„Irgendwann kam ich dann auf die Idee, eines der Bretter zu filetieren und in Streifen zu schneiden“

Irregular Skateboard Magazin S31 — No. 30

Im Gespräch mit Willow


„Ob das jetzt Kunst ist, kann ich selber nicht genau sagen“

Irregular Skateboard Magazin S32 — No. 30

Im Gespräch mit Willow


ich das danach nicht mehr anfassen.

Du brauchst ja sicher viele Boards für

Angucken kann ich mir das später zwar

deine Arbeiten. Wo bekommst du die

noch einmal auf Video, aber wenn ich

her?

einen Tisch, Stuhl oder ein Bild fertige,

Wenn ich auch Tour gehe, dann komme

habe ich etwas geschaffen, was für im-

ich mit mehr Boards nach Hause, als

mer da sein wird. Klar wird der Trick für

ich mitnehme. Meistens habe ich dann

immer da sein, aber ich kann ihn nicht in

auch Übergepäck und bezahle extra,

die Hand nehmen und nicht noch einmal

weil jeder, der auf Tour ist, vier Bretter

fühlen. Holz ist ein Objekt, da ist das et-

dabei hat. Sowohl Teamkollegen als auch

was anderes.

Freunde hier in Köln bringen mir zum Teil mehr als 10 Boards auf einmal vorbei.

Ist das dann auch ein Ausgleich vom

Die kriegen von mir dann kleine Auf-

Skaten für dich?

merksamkeiten, wie ein Schneidebrett

Ja, auf jeden Fall. Wenn ich vom Skaten

oder ein Bild, geschenkt. Hauptsache,

die Schnauze voll habe, dann hänge ich

sie haben Freude daran. Genug Material

das Board erstmal für einen Tag an den

zum Schreinern ist also immer da.

Nagel und setze mich an den Schreibtisch zum Zeichnen. Danach gehe ich in

Du betreibst ja eigentlich Upcycling mit

die Werkstatt und versuche, die Zeich-

den alten Decks. Ist dir das auch ein

nung umzusetzen. Wenn mir dann ir-

Anliegen oder bringt das der Werkstoff

gendwann die Werkstatt wieder zum

einfach mit sich?

Hals heraushängt, muss ich mein Board

Die Nachhaltigkeit an meinen Arbeiten

wieder nehmen und raus zum Skaten.

ist mir schon sehr wichtig. Ich versuche

Beides gleicht sich sehr schön gegensei-

in meinen Kunstobjekten auch immer die

tig aus.

zerbrochenen Boards mit einzuarbeiten. Man soll die Splitter an den Bruchstellen

Gibt es dann eigentlich irgendwel-

schon noch sehen können. Ich möchte

che Parallelen zum Skaten für dich,

den Leuten bewusst machen, dass auch

wenn du in der Werkstatt arbeitest?

kaputte Sachen durchaus schön sein

Darüber habe ich mir noch nie wirk-

können. Die Teile der Bretter, die noch

lich Gedanken gemacht. Naja, ich ver-

intakt sind, werden richtig angeschlif-

wende mein eigentliches Arbeitsgerät

fen,

wieder als Werkstoff für meine Holz-

Dann fangen sie richtig das Leuchten an

arbeiten. Daher gibt es da schon eine

und das ergibt wiederum ein sehr schö-

Parallele, zumindest was das betrifft.

nes Bild.

zwischengeschliffen

und

geölt.

Auch der Geruch ist derselbe. Wenn ich an meinem Board rieche, noch be-

Du hattest ja sogar mal ein Kollabo-

vor das Griptape drauf ist, dann riecht

Stück mit Chris Haslam. Wie kam’s denn

das noch frisch. Gehe ich in die Gara-

dazu?

ge, riecht das fast genauso. Da liegen

Das war richtig cool (lacht). Chris ist

die alten Boards ohne Griptape herum

ja ein guter Freund von mir. Er hat

und erinnern mich an ein neues Board.

mich zuhause besucht. Chris ist gerade

Da besteht definitiv eine Verbindung

auch richtig am Künstlersein (lacht). Er

– im Objekt und am Geruch (lacht).

hat momentan voll Bock zu zeichnen.

S33 — No.30


Daher habe ich ihn gefragt, ob wir denn

quasi

nicht aus meinen alten Sägeblättern

geworfen (lacht). Zum Glück hat mir ein

zusammen etwas machen wollen. Ich

Nachbar seine Garage vermietet. Dort

kümmerte mich um die Sägeblätter,

konnte ich dann mein ganzes Werkzeug

habe sie also lackiert und mit Farbe

und die Maschinen unterbringen und

bespritzt und er hat um die Farbspritzer

kann jetzt in Ruhe arbeiten.

aus

meiner

eigenen

Garage

herum gezeichnet. Das Sägeblatt wurde direkt nach zehn Minuten verkauft. Echt

Finger in Kreissäge? Wuot?

krass! Das hat auch zur Folge, dass ich

Ja, das war für meine zweite Ausstellung

bei der nächsten Ausstellung definitiv

und ich war ein bisschen im Zeitdruck.

mit ihm zusammenarbeiten möchte. Er

Ein wenig verträumt habe ich die

wird in Zukunft auch des Öfteren nach

Rahmen für meine Bilder gemacht und

Deutschland kommen, um bei mir zu

nachdem das so eine monotone Arbeit

chillen.

war, habe ich nicht richtig aufgepasst und direkt ins Sägeblatt gefasst. Naja,

Wer

kauft

denn

deine

dann war der Finger tatsächlich ab,

Kunstwerke? Sind das typische Skater

zwar nicht ganz, sondern ein Drittel

oder auch Kunstinteressierte?

war abgesägt und hing nur noch an der

Also ich hatte auch schon Anwälte

Haut. Zum Glück war es Sommer und

als Kunden, aber die sind eigentlich

ich konnte mir das T-Shirt um die Hand

bunt

kaufen

wickeln. Ich stand so unter Schock, dass

größere Firmen bei mir ein, aber auch

ich komplett in Ruhe die Maschinen in

Skater. Natürlich unterstützen mich

der Werkstatt ausgemacht und das

Freunde und Bekannte, sowie meine

Tor abgesperrt habe. Dann bin ich in

Schwiegereltern. Es ist ja nicht so, dass

den Bulli gehüpft und ins Krankenhaus

jedes Bild 150 Euro kostet, ich habe auch

gefahren. Dort habe ich direkt in der

günstige Sachen für 12 Euro im Angebot.

Einfahrt für Krankenwagen geparkt und

Wirklich ums Geldverdienen geht es mir

ein Typ kam raus und meinte, dass ich da

sowieso nicht. Im Grunde genommen

nicht parken dürfe. Daraufhin ich so: „Ey,

bin ich ja kein Künstler, sondern mehr

ich hab’ mir gerade in den Finger gesägt,

ein Handwerker. Was ich da mache ist

ihr müsst mich behandeln!“. Ich hätte

Handwerk, das mit Skateboards zu tun

mich dann erstmal hinsetzen sollen,

hat. Ob das jetzt Kunst ist, kann ich

aber das hab’ ich nicht eingesehen. Er

selber nicht genau sagen. Mir macht es

fing an zu diskutieren. Und ich dann

auf jeden Fall Spaß und es freut mich,

nur so: „Nee, kannst du vergessen,

wenn sich jemand meine Sachen an die

aber jetzt guck doch mal!“. Er riss mir

Wand hängt.

das T-Shirt weg und sah meine Hand,

gemischt.

eigentlich

Zum

Teil

woraufhin er ganz weiß anlief und mein Wo arbeitest du? In deiner Garage oder

Auto für mich wegfuhr. Ich wurde dann

hast du eine Werkstatt gemietet?

auch direkt operiert. Seitdem habe ich

Ich hatte einmal angefangen, alles in

wieder mehr Respekt den Maschinen

meiner Garage zu machen, aber da habe

in der Werkstatt gegenüber. Jetzt ist

ich Ärger von meiner Frau bekommen,

aber wieder alles ok und ich habe ein

weil alles eingestaubt ist. Sie hat mich

normales Gefühl in dem Finger.

S34 — No.30


Irregular Skateboard Magazin S35 — No.30

Im Gespräch mit Willow

„Ey, ich hab’ mir gerade in den Finger gesägt, ihr müsst mich behandeln!“


„Vielleicht war es zu früh, aber ich hatte einfach das Bedürfnis, jetzt schon meinen Senf dazuzugeben“

Heelflip S36 — No.30 Im Gespräch mit Willow

Irregular Skateboard Magazin


Wie kamst du darauf, ein Buch zu schrei-

Wie lange bist du eigentlich an dem

ben? Das ist für dein Alter ja jetzt nicht

Buch gesessen und vor allem wie fühlt

unbedingt typisch.

sich das an, über sich selbst zu schrei-

Ich wollte nur einmal rauslassen, woher

ben? Ich stelle mir das richtig strange

ich komme und zeigen, wie Skaten ei-

vor.

gentlich funktioniert. Die Leute auf der

Das ist ein bisschen wie Tiefenpsycholo-

Straße erzählen einem immer, wie gut

gie. Man wühlt sein ganzes Leben noch

man es doch habe als Pro-Skater. Sie

einmal auf. Es ist komisch, weil dir da-

meinen, dass ich meinen Traum lebe. Ja,

bei immer wieder neue Details einfallen,

das mache ich, aber wie hart das ist, be-

die du bereits verdrängt hattest. Aber

ziehungsweise, dass das ein richtiger Job

es macht auch sehr glücklich. Gleichzei-

ist, realisiert keiner. Viele wundern sich,

tig dauert es mega lange, so ein Buch

wie man bei einem Traumjob abends

zu schreiben, weil einem immer wieder

dann doch geplättet zuhause sitzt und

Sachen einfallen, die man unterkriegen

sich drei Tage nicht bewegen kann. Da

möchte oder Dinge dazwischenkom-

kommen dann immer Sätze wie: „Voll

men und man es einfach nicht schafft,

geil, du machst Kohle mit deinem Hobby

sich die Zeit zu nehmen. Es ist schon

und kannst die ganze Zeit draußen sein.“

verrückt, über Dinge zu reden, die pas-

Aber was dahinter steckt und dass das

siert sind und aufregend waren. Aber es

harte Arbeit ist, wissen die Meisten gar

ist schon ein sehr emotionaler Moment,

nicht. Daher wollte ich das den Leuten

wenn man das fertige Buch dann in der

in meinem Buch erklären: Mein Leben

Hand hält und noch einmal nachliest,

als Skateboardfahrer, der Geld verdient,

was da alles drinsteht. Vielleicht war es

um seine Familie zu ernähren sozusa-

zu früh, aber ich hatte einfach das Be-

gen. Den Weg zu beschreiben und auf-

dürfnis, jetzt schon meinen Senf dazu-

zuzeigen, wie weit er war. Mir war auch

zugeben (lacht).

wichtig, das nicht nur Skatern zu erzählen, sondern auch normalen Menschen.

Eine sehr persönliche Frage: Du hattest

Oft kommen Leute am Skatepark vorbei

ja eine Zeit lang mit Angststörungen zu

und gucken böse. Manche sprechen uns

kämpfen. War das Buch auch eine Art

sogar an und sagen, dass wir mit Chillen

Therapie für dich, um das Ganze zu ver-

aufhören und lieber Steuergelder be-

arbeiten?

zahlen sollen. So etwas finde ich unver-

Das kam tatsächlich in der Zeit, in der

schämt. Auch solchen Menschen wollte

ich das Buch geschrieben habe. Das

ich zeigen, dass wir richtig gute Arbeit

ganze Thema führte auch dazu, dass ich

leisten und top Leute sind. Uns kann man

ein halbes Jahr Pause vom Schreiben

genauso ernst nehmen, wie jeden ande-

machen musste, weil eben diese Angst-

ren, der im Büro jobbt oder auf den Bau

Symptome und Burnout bei mir auftra-

geht. Skater wissen ja selbst, wie hart

ten. Fuck, zwischendurch war das schon

das ist, aber die meisten normalen Leute

richtig hart, da ich überhaupt nicht mit

nicht. Allerdings habe ich ehrlich gesagt

der

keine Ahnung, ob jemand, der nicht aus

Erst zwei Monate nach der Behandlung

der Skate-Szene kommt, jemals einen

habe ich wieder angefangen, in meinen

Blick in mein Buch geworfen hat (lacht).

Sachen zu wühlen und mich mit meiner

S37 — No.30

Therapie

weitermachen

konnte.


CHRISTOPH WILDGRUBE

WILLOW

Autorin zu treffen. Als wir schließlich wieder am Buch gesessen sind, war das dann tatsächlich eine Art Aufarbeitung. Dabei habe ich ziemlich oft Gänsehaut bekommen. Aber ich muss sagen, ich habe von den Psychologen und Doktoren so viel gelernt, dass ich mittlerweile gut mit den Geschehnissen leben kann, die zu meinen Problemen geführt haben. Das machte es auch leichter, die Dinge im Buch besser darzustellen. Das Kapitel „Angst vor der Angst“ zum Beispiel, das konnte ich nach der Therapie viel besser erklären, als noch davor. Da wäre es mir schwergefallen. Die klassische Frage in diesem Interview zum Schluss: Was möchtest du der Welt noch mitgeben? Was wolltest du schon immer loswerden? Macht Kinder! Kinder sind einfach das Beste. Von denen brauchen wir viel mehr! Meine Söhne machen mir immer die meiste Freude. Es ist einfach toll, zu sehen, wie sie sich entwickeln. Also, haltet euch ran: Mehr Kinder! Außerdem: Skaten für immer (lacht), naja oder so lange es geht und genießt jeden Tag! Egal, ob es regnet oder geil ist, genießt das Entspannte am Leben und kümmert euch nicht immer nur um das Hektische.

„Macht Kinder! Kinder sind einfach das Beste“ S38 — No.30


Mein Setup. Conny Mirbach Foto — Simon Schöllhorn S40 — No.30

Deck Marke – Salut Modell – Parasemia Plantaginis – Simon Marchner Collabo Breite – 8,75 Länge – ¯\_(ツ)_/¯ — Handprinted in Munich. Jedes Board ist ein Unikat und wird von Carlo in mehreren Schritten per Hand siebbedruckt. Achsen Marke – Independent

Modell – Hollow

Breite - 159

Einstellung – Eher weich, aber nicht wacke-

lig do do‘s – Independent medium — Hab immer mal zwischen Thunder und Indy gewechselt. Gerade mag ich Indys lieber, weil die eine etwas kürzere Wheelbase haben und die Flips mit weniger Kraft funktionieren. Rollen Marke – Spitfire Modell - Formula Four Lock Ins Größe – 53 Härte – 99A — Die Dinger sind die ideale Kombination aus guter Geschwindigkeit, keinen Flatspots und nem sicheren Grind auf Rails. Schuhe Marke – Converse Modell - Chocolate CTAS (Kenny Anderson) Größe – US 12 — Hab den grad noch recht neu, aber der hat nen guten Grip und ist ziemlich bequem. Auch nicht zu dünn, also gut für etwas kältere Tage.


SH O — R T Y. KILI AN ZEH NDER


360 Flip

Text — Sven Kilchenmann Fotos — Fabian Reichenbach

S43 — No.30


S44 — No.30

Hey Sven, wir haben Bock, über Kili ein „Shorty“ zu machen. Darunter kannst du dir eine Art Interview vorstellen, nur ohne ihn dabei direkt zu fragen, sondern einfach einen Text von dir im Monolog über Kili. Haste Bock? Uh, könnte ich machen, denke ich. Kilian, a.k.a KidKi, was die Ableitung von „Kid, das killt“ ist. Klein Kilian kenne ich schon seit er Babyspeck-Pausbacken hatte und nie gecheckt hat, warum der Typ (mich gemeint) ihn so anschreit, er solle verdammt nochmal nicht mit dem vorderen Fuß pushen. „Aber es geht doch viel besser!“, meinte klein Kilian. Also erklärte ich ihm, dass kein Pro so pusht wie er und er eventuell mal einer werden würde, da er das Potential dazu auf jeden Fall hätte. Die Voraussetzung dafür sei aber, normal zu pushen. Lange, lange ist es nun her, einiges hat sich geändert und jetzt ist Kilian nicht mehr so klein und hat mittlerweile ganz klar das Level eines Top-Pro‘s erreicht. Ich denke mal, wenn er so weitermacht wie bisher und alles zerstört, dauert es nicht mehr lange und Kilian Zehnder hat sich sein Pro-Board völlig verdient!

Links bs Lipslide rechts SSBSTS


SH O — R T Y. KILI AN ZEH NDER


Links bs Noseblunt rechts fs One-Foot

SH O — R T Y. KILI AN

S46 — No.30

ZEH NDER


wenn da nur so ein bisschen steht. Vielleicht kannst du ja auf eine Sache besonders eingehen oder etwas detaillierter beschreiben. Das wäre super! Ich könnte schon noch etwas mehr schreiben, dann würde es aber privat werden. Naja, ich weiß nicht so recht. Kili ist schon ein spezieller Typ! Er hat seine eigenen Prinzipien und extrem viel Selbstdisziplin. Er weiß außerdem auch genau, was gut für ihn ist und was eben nicht. Alles in Maßen oder ganz sein lassen. Aber er verurteilt niemanden für etwas. Außerdem ist er sehr weise für seine gerade mal 23 Jahre: Egal was er macht, er macht es richtig. Er hat ja das Gymnasium abgeschlossen, spricht Spanisch, Französisch, Englisch und logischerweise Deutsch beziehungsweise Schweizerdeutsch fließend. Dazu kommt noch ein bisschen Portugiesisch, aber das nur durch sein aufgewecktes, wachsames Wesen. Wie er eben ist, hat er sich das schnell mal selbst in ein paar Monaten beigebracht. Er liest meistens sehr aufschlussreiche Lektüre. Ja, was soll ich sonst noch sagen? Dementsprechend skatet er auch und weiß auch ganz genau, was und vor allem wohin er will.

S47 — No.30

U N S T O P PA B L E !

schicker rüberkommt? Wäre schade,

„K I L I T H E K I L L E R “

vorstellen, noch ein bisschen mehr zu schreiben, damit es Layout-technisch

DESHALB IST

Yes, genau so, geil! Aber könntest du dir

bs Nosegrind Pop Out


SH O — R T Y. KILI AN ZEH NDER

fs Feeble

Deshalb ist „Kili the Killer“ unstoppable! Supported diesen jungen Herren, denn er hat es in jeglicher Hinsicht verdient und er gibt einem auch viel zurück, was heutzutage, glaube ich, nicht immer selbstverständlich ist. Kili is the man! Ich wüsste nicht, was Zürich ohne ihn wäre, auch wenn er oft nicht hier ist. Sein Auftreten und Output auf der ganzen Welt macht uns alle sehr stolz auf unseren kleinen Hero. Einer für alle, alle für einen!!! Hut ab und danke, dass ich das schreiben durfte. Ist mir eine Ehre...


Irregular Skateboard Magazin S50 — S62

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3

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David Bachl – fs 180 5-0 fakie Foto – Christoph Weiermair Issue — No.30


Max Wöhler – Kickflip Foto – Jeremias Urban S52 — No.30


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0


David Lackner – fs Rock ‘n‘ Roll Foto – Hannes Mautner S54 — No.30


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0


Florian Westers – Hardflip Foto – Fabian Reichenbach S56 — No.30


M

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3

0 Alex Mizurov – 360 Flip Foto – Fabian Reichenbach S59 — No.30


Tom Kleinschmidt – fs Ollie Foto – Dennis Scholz S60 — No.30


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3

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M

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3

0

Dominic Peters – Drop Foto – Robert Christ S62 — No.30


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André Gerlich Boneless into Bank

S64 — No.30


ODY S S E Y TO FRANCE Fotos & Text — Fabian Reichenbach

Freitag, 8. September 2017, 20:47: Mein Handy klingelte, während ich den Abend schön auf der Couch ausklingen ließ. Felix Hempel war am Apparat und innerhalb von zehn Sekunden bekam ich einen kompletten Plan aufs Ohr gedrückt. In den nächsten zwei Minuten sagte ich zu, da ich genügend Bock hatte. Der Plan stand und drei Wochen später sollte es mit dem Wohnmobil quer durch Frankreich in Richtung Marseille, mit Abstecher nach Montpellier, und zurück über Lyon gehen. Mit an Bord: Tobi Lehne, André Gerlich, Timo Unverzagt, Mark Metzner, Filmer Felix Hempel und meine Wenigkeit.

S65 — No.30


ODYSSEY TO FRANCE

Der eigentliche Plan, zuerst Lyon anzu-

Es wäre zumindest nett gewesen,

steuern, wurde durch zu beschissenes

gleich einen Spotguide mit ausgebrei-

Wetter verworfen und wir konnten uns

teten Armen anzutreffen, statt einer

direkt auf zehn Grad wärmere Tempe-

Gruppe Cops mit scharfen Waffen! Ein

raturen in Marseille freuen. Am ersten

Guide wäre außerdem ganz geil gewe-

Abend in der Küstenstadt suchten wir

sen, denn wir kannten uns überhaupt

uns einen schönen Platz, direkt in Küs-

nicht aus. So mussten wir selbst in der

tennähe an einem Leuchtturm, zum

Stadt danach suchen, was natürlich

Schlafen. Am Morgen darauf herrschte

mit einem erheblichen Zeitaufwand

genereller Skatedruck und nach einer

verbunden war. Naja, wir können uns

kurzen Fahrt mit der Metro wurden wir

zumindest nicht vorwerfen, uns auf

bereits beim Aussteigen am Gare de

die faule Haut gelegt und nicht nach

Marseille Saint Charles von einer leicht

Spots gesucht zu haben, zumal wir den

gestressten, französischen Polizistin

ein oder anderen Spot finden konnten.

mit Pistole in der Hand aufgefordert,

Es hätte aber mit Sicherheit noch viel

den Bereich schnellstmöglich zu

mehr gegeben. Aber egal, nächster

verlassen. Okay, wir hatten uns das

Halt: Montpellier.

alles ein bisschen anders vorgestellt.

Links Mark Metzner Wallride Nollie Out & André Gerlich bs Wallride Rechts Tobias Lehne No Comply Pole Jam Unten André Gerlich fs Nosebluntslide

S66 — No.30


Irregular Skateboard Magazin

AM MORGEN DARAUF HERRSCHTE GENERELLER SKATEDRUCK …

S67 — No.30


ES WÄRE ZUMINDEST NETT GEWESEN, GLEICH EINEN SPOTGUIDE MIT AUSGEBREITETEN ARMEN ANZUTREFFEN, …

S68 — No.30


ODYSSEY TO FRANCE

S69 — No.30

Links Mark Metzner Trash Jam Oben André Gerlich fs Wallride Mitte André Gerlich fs Boneless Unten André Gerlich bs 360 Grab

… STATT EINER GRUPPE COPS MIT SCHARFEN WAFFEN!


ODYSSEY TO FRANCE

… DIE VIELEN WARMEN BIERE GINGEN ÜBERHAUPT NICHT KLAR!

Hier noch ein kleiner Einschub am Rande: Zunächst muss man es sich wirklich gut überlegen, mit einem Wohnmobil auf Tour zu gehen, denn erst wenn man unterwegs ist, weiß man gewisse Vorteile eines Apartments / Zimmers zu schätzen. Dazu gehören beispielsweise warmes Wasser, Strom und Toiletten, die man nicht nach ein paar Bier noch

S70 — No.30

entleeren muss. Wie dem auch sei, nach einer längeren

Schnelldurchlauf heißt hier, dass wir

Fahrt durch die Nacht konnten wir

innerhalb von einer Stunde rund um

uns auf einen schönen, warmen Tag in

„la centre“ skateten, um Spots für

Montpellier freuen, der besser begin-

den nächsten Tag auszuchecken,

nen sollte als der erste in Marseille.

ohne groß Zeit zu verschwenden. Das

Angekommen im Zentrum fanden wir

bedeutet, wir konnten uns direkt auf

bereits links und rechts so weit, wie

die vorgeplanten Spots konzentrieren.

wir sehen konnten, potentielle Spots

Mit diesem Ziel für den nächsten Tag

rund um die Haltestelle „Comédie“ und

suchten wir uns auch erst einmal einen

das Polygon Einkaufszentrum. Genau

schönen Parkplatz zum Abhängen und

dort hatten wir auch das Glück, einen

Pennen. Wer schon einmal die Erfah-

Local anzutreffen, der uns die meisten

rung gemacht hat, in einem Wohn-

Spots im Zentrum von Montpellier

mobil unterwegs zu sein, weiß ja, dass

im Schnelldurchlauf gezeigt hat. Im

man eigentlich nie wirklich pennt.


S71 — No.30

Es fehlen einem irgendwie die Tief-

den Cops mit Händen und Füßen zu

schlafphasen, so kam es mir zumindest

erklären versuchten. Mit gebrochenem

vor. Daher war es auch ganz normal,

Französisch und Spanisch klappte es

dass man, sobald die Sonnenstrahlen

schließlich, die zwei Typen gnädig zu

die Lamellen der Fensterabdeckun-

stimmen und aus dem Naturschutz-

gen durchbrochen hatten, wusste,

gebiet abzuhauen. Dann ging es direkt

dass es Zeit zum aufzustehen war.

zum Supermarché und anschließend

Auch um sieben Uhr morgens. Nach

zu den vier Spots, die an diesem Tag

kurzer Absprache, wo wir denn später

bearbeitet wurden. Auch über Mont-

übernachten wollten, ging es in der

pellier kann ich berichten, dass die

ersten Nacht in Montpellier an einen

meisten Spots relativ nah beieinander

ganz netten „Parkplatz“. Dieser war

sind, sodass es kein Problem ist, von

zwar nicht als solcher ausgeschrieben,

Spot zu Spot zu skaten. Alles in allem

aber da er definitiv an der Straße zum

ist es eine sehr schöne Stadt mit ein-

geplanten Nacht-Spot lag, ignorier-

deutig südlichem und warmem, beina-

ten wir das. Das war für uns das stille

he spanischem Flair. Zumindest hatte

„GO“, das wir am nächsten Morgen

man beim Durchfahren das Gefühl – ein echtes Kontrastprogramm zum architektonisch vollkommen anderen und kälteren Lyon. Das hört sich jetzt vielleicht etwas negativ an, ist aber auf keinen Fall so gemeint. Lyon war mit Abstand der Stopp, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Klar war es etwas kälter, aber das war mir völlig egal, als ich das erste Mal am HDV rumrollen konnte. Dort trafen wir auch Jérémie Daclin, der uns die Spots ein bisschen zeigen konnte. Dafür ein Merci! Lyon - das Mekka der „Sorry“-Jungs um die Jahrtausendwende. Meine Fresse, was in dieser Stadt bereits alles gefilmt wurde!!! Schon alleine den Gap to Ledge Spot (Geoff Rowley) und dessen quasi nicht mehr vorhandene Kante fand ich episch. Diese Euphorie hat auch die letzten Tage angehalten, da Lyon richtig gute Spots beherbergt und auf jeden Fall eine Reise wert ist.

Oben Tobias Lehne switch Nosegrind to fakie

Links Timo Unverzagt Kickflip fs Boardslide

Rechts André Gerlich switch bs Wallride


Zu guter Letzt gehen hier beste Grüße raus an die Angestellten sämtlicher Raststätten, die uns for free duschen ließen, an alle spontanen Spotguides, jeden Security, der uns nicht busten konnte und an Michael Dapaah a.k.a. Big Shaq. Ich kann nur jedem ans Herz legen, selbst die Erfahrung, mit dem Wohnmobil auf Tour zu gehen, zu machen, völlig abseits des „üblichen Tourlebens“, der gemütlichen Betten, ohne funktionierenden Kühlschrank und genügend Platz muss man sich Situationen stellen, die eben nicht so alltäglich sind. Glücklicherweise haben wir diese Erfahrung gemeinsam in einer guten Gruppe gemacht, die geiles Skateboarding abliefern konnte. Das nächste Mal sollte es aber zumindest einen Kühlschrank geben - die vielen warmen Biere gingen überhaupt nicht klar!

Oben Tobias Lehne Beanplant Bluntside Unten Mark Metzner Crooked Grind

S72 — No.30


Fabio May – fs Bluntslide

S74 — No.30


S75 — No.30

Fotos & Text — Matthias Welker

Hallenbad!

Frankenhof

Tschüss, Ade

B

evor die Abrissbirne dem traditionsreichen

Hallenbad

„Frankenhof“ in der Erlanger

Innenstadt endgültig den Todesstoß verpasste, kam natürlich der Gedanke auf, ob denn nicht irgendwie die Möglichkeit bestünde, das Hallenbadbecken nochmal vor dem Abriss zu skaten. Die Bagger waren schon angerollt und der Abrisshammer im vollem Einsatz.

sen. Buchstäblich standen also „alle

Somit bestand nur eine geringe Chance,

Türen offen“. Auch die Anwohnerin

das Becken noch befahren zu können.

gegenüber ermunterte uns: „Müsst

Aber fangen wir mal vom Anfang an:

ihr mal reingehen, ich war auch schon

Der Gedanke, das Bad vorher nochmal

drin, Fotos machen. Is’ super!“, sagte

zu skaten war spannend, aber keiner

sie. Durch den Sauna- und Dampfbad-

wusste, ob das Becken noch steht

bereich im Untergeschoss war das

bzw. ob man überhaupt in das Gebäu-

Becken im Obergeschoss leicht zu er-

de hineinkommt. Das mit dem Rein-

reichen. „Geil, Becken trocken!“ - nur

kommen hatte sich aber dann schnell

ein paar Teile der Deckenverkleidung

erledigt, denn die komplette Rücksei-

lagen in der einen Ecke aufgestapelt,

te des Gebäudes war bereits abgeris-

was aber kein Problem darstellte.

Irregular Skateboard Magazin


Shannon Hall – Layback Powerslide


S77 — No.30


Buchstäblich standen also „alle Türen offen“

Andreas Nahrhaft – No Comply Polegrind


S79 — No.30

Irregular Skateboard Magazin


Irregular Skateboard Magazin

Timmo König – Hippie Jump

A

m darauf folgenden Sonntag trafen wir uns alle im Bretterbude Skateshop, der gleich um

die Ecke des Hallenbades liegt und sind mit Besen, Brett und Bier im Gepäck zum Bad. Die Baustelle war nicht sonderlich abgesichert und es war immer noch möglich über die Rückseite ins Hallenbad zu gelangen. Einmal

dem Spot offen hatte, lag es auf der

quer durch die Katakomben, vorbei

Hand, dass wir es unbedingt nochmal

an der Sauna, quer durchs Dampf-

versuchen mussten, ins Bad zu kom-

bad, die Treppen ins Obergeschoss

men. Wir hofften darauf, dass die Ab-

hoch und „Bääm“: Das Becken war

brucharbeiten noch nicht allzu sehr

immer noch befahrbar. Schnell war

voranschritten waren. Dem war zum

aus einem alten Spind ein Curb ge-

Glück auch so und wir

baut, für den Polegrind musste herum-

hatten die Möglichkeit,

fliegender Baustellenmüll herhalten.

am darauf folgenden Wo-

Da nach der ersten Session der ein

chenende

oder andere noch eine Rechnung mit

das Becken zu bearbeiten.

noch

einmal S80 — No.30


S81 — No.30


Tschüss, Ade Frankenhof Hallenbad!

S82 — No.30

Timmo König – bs Nosebluntslide


7ply canadian maple | medium concave comes in: 7.75“, 7.875“, 8.0“, 8.1“, 8.125“, 8.375“, 8.5“

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D

A

S

MORITZ MEYER A — ATHEN B — BIER C — CELINA D — DVS E — EXPEDITION ONE F — FORCETT FAMILY G — GIESSEN H — HEIZEN

I — INDIEN

J —

JETLAG K — KRANK L — LOUNGE M — MOSAIC N — NINETIES O — ORIENTALISCH P — PUSSY Q — QUADRATSCHÄDEL R — RADLER S — STUDIEREN — UNFALL

T — TRIP U

V — VIDEOS

W —

WEIHNACHTEN X — XTREME Y — YOUNGSTERS Z — ZEMENTA

Foto — Adrian Schade bs Nosebluntslide S84 — No. 30

H

A

B


S87 — No.30

Fotos – Theo Acworth

Amadeus — Auf den Spuren von Falco in Wien. Das europäische Kollektiv um Antix Headwear nutzen diesen Sommer um die exorbitanten Prunkbauten Wiens und deren imposante, befahrbare Architektur auf Film & Tape zu bannen. Nachtaktivitäten & Straßenkunst wurden durch den Shutter von Haus und Hoffotograf Theo Acworth und traditionsgemäß auf zahlreichen VX1000s in 4:3 statt 4K aufgezeichnet.


S88 — No.30

Links —

Franco Simeoni Nosegrind

Rechts —

Simon Meister bs Wallride


Auf den Spuren von Falco in Wien

S89 — No.30

Hà Chun Oliie


Auf den Spuren von Falco in Wien

Links —

Franco Simeoni 360 Flip

S90 — No.30

Rechts —

Martin Thaler fs Boardslide


S92 — No.30

Auf den Spuren von Falco in Wien

Fabi Sandholzer Noseslide


S94 — No.30

Auf den Spuren von Falco in Wien

Simon Meister fs 5-0


Josh Matthews Gap to Backslide Lipslide

501

®

INTRODUCING THE ORIGINAL ® FOR LEVI'S SKATEBOARDING Available at skate shops worldwide. @levisskateboarding


Musik Hip Hop, Rap, G Funk, Reggea, Soul Inspiration Chris Haslam, Daewon Song, Daan van der Linden, Kilian Zehnder, T-Pud Party Gin Tonic, Friends, Dancen, gude Mucke, gude Zeit Reisen USA, Israel, Barca, Paris und hoffentlich bald eine Weltreise Freunde Esche City Crew, Klappstühle, M&M FH people Heimat Eschweiler Rheinland, Freunde, Familie, Karneval, Schneckes (local Kneipe) Spots Golda spot Israel, La Plaza Creteil, Paris, courthouse ledges NY, Super C/ Aachen, DIY Aachen Hobbies Wakeboarden, diverse Auktionen, Reisen und natürlich so viel wie möglich Skaten. Frauen meine bessere Hälfte, Julia Wohnen auf dem Bauernhof, Städteregion Aachen, Grenzgebiet Holland/Belgien Skateboarding motiviert, inspiriert, ist herausfordernd, lässt Freundschaften entstehen, zerstört den Körper Essen burritos mexicanos, Gyros komplett, Gyros Hawai, Gyros Hawai überbacken Brands Inpeddo Skateboards, skateschool Aachen, „support german local brands“ Magazine Irregular Mag, Parallel Mag, Brettkollegen Mag, Pocket Mag, #supportprint Online …einfach vor die Tür gehen und skaten!!!

TOP 5IVE MARTIN HUPPERTZ

Foto Dennis Scholz bs Tailslide S96 — No.30

Irregular Skateboard Magazin


Foto Pascal Reif

Fabian Zaja bs Wallride

S100 — No.30


Bekannteste Spots: Pier Seven, EMB, Wallenberg, 3Rd and Army Clipper, China Banks, Fort Miley, Hills n Streets Klima: mediterran und nie über 25°C, aber auch nie unter 5°C Flughafen: San Francisco International Airport [SFO] Typische Gerichte: Sauerteigbrot und Meeresfrüchte

SAN FRANCISCO

Land: Vereinigte Staaten Region: Kalifornien Einwohner: 805.235 Einwohnern Local Skateshop: Mission, DLX, FTC Übernachtung: ca. 50$ Gründe: Mekka – Downhills und raw Streetskating Anreise: Flugzeug – ca. 1000,– €

POSTKARTE AUS


CHRIS PFANNER_

IN TER V IE W

Chris ist einer der wenigen Skateboarder aus dem deutschsprachigen Raum, der alles erreicht hat, wovon man nur träumen kann. Von seiner ‚Ausbildung‘ auf Yama und diversen Contest Erfolgen über endlose Sessions unter der spanischen Sonne Barcelonas (wo er auch seine Frau Anja kennenlernte) bis in den Anti Hero Tour Van inklusive Proboard, aufs Thrasher Cover, King of the Road und einem Part in Vans Propeller. Trotz allem ist er der Chris geblieben, dein Kumpel von nebenan, der immer eine positive Lebensweisheit auf den Lippen hat, mit dir bis zum Sonnenaufgang Bierchen schlürft, gute Fotos schießt und nebenbei auch noch Papa zweier wundervoller Kinder ist.

Fotos Christoph Maderer Interview Stefan Gottwald

S102 — No. 30


Und dann hat er es auch noch geschafft, fĂźr meine Videoprojekte (und die diverser anderer Homies) full-length-parts zu filmen und auch da immer 100% abzuliefern. Curtains up for one of the greatest! Auf noch viele Jahre Stooplife brother, atat! Lucas Fiederling


Europa braucht sich auch gar

nicht mehr hinter

den USA zu verstecken.

Unten fs Lipslide Rechts fs Smith grind

I N T E R V I E W

S104 — No. 30


Gelegenheit, ihr Können zu zeigen, nur bei den großen Contests, wie beispielsweise in Prag, Münster oder Lausanne. Hatte man da dann einen Kontakt aufgebaut, dann musste man über den Großen Teich und ein auch ein bisschen Zeit in den Staaten verbringen. Heute ist das anders: Mit Instagram und ein bisschen Kreativität kann man schnell viral gehen Hej, Chris! Schön, dass du Zeit gefunden

und definitiv Aufmerksamkeit auf sich

hast, aber du bist ja grad schon wieder

ziehen. Damit ist natürlich noch nicht

im Flieger. Wohin geht es dieses Mal?

alles erreicht, aber es ist eine gute Gele-

Ja, ich sitze gerade im Flieger in 34.000

genheit, um die Räder ins Rollen zu brin-

Fuß über dem Atlantik und bin auf dem

gen. Europa braucht sich auch gar nicht

Weg nach Atlanta, um mich mit den Vol-

mehr hinter den USA zu verstecken. Die

com-Jungs zu treffen. Dort findet dann

europäische Szene steht selber sehr

die letzte Etappe der „Volcomnextspot“-

stark da. Es gibt viele talentierte Fahrer,

Tour statt. Wir werden 12 Tage unter-

große Boardfirmen und eigenständige

wegs sein, von Atlanta bis nach Kansas

Medien.

City. Du bist ja einer der ersten Europäer, die auch in den Staaten erfolgreich waren. Wie siehst du die Entwicklung des europäischen, aber vor allem auch des deutschen Skateboardens, im Hinblick auf die Aufmerksamkeit in den USA? Ich glaube, dass sich da dank des Internets einiges getan hat in letzter Zeit. Es ist auf jeden Fall einfacher, sich bemerkbar zu machen. Früher gab es für die deutschen und europäischen Fahrer die

S105 — No. 30


C

HR

IS

P FA N N

E

R kickflip S107 — No. 30


Ich bin noch von der alten Schule und halte viel von Print, Büchern und Full-Length-Videos.

Links fs Nosegrind Rechts fs 180

S108 — No. 30


I N T E R V I E W

True Story! Über die ganzen Social Me-

Dann haben ja die Brands, für die du

dia Plattformen werden nur noch Ban-

unterwegs bist, alles richtig gemacht.

ger rausgehauen, die früher womöglich

In den letzten Jahren kam ja erst VANS

noch der Ender eines Parts gewesen wä-

mit “Propeller“, gefolgt von VOLCOM

ren. Wie stehst du dazu, sich an einem

mit „Holy Stokes“, bis zum ANTIHERO

Spot runterzuhauen und dann in einer

„The Body corporate“ Full-Length her-

Instagram-Story zu landen?

aus. Was unterscheidet die Videos dei-

Ich bin noch von der alten Schule und

ner Meinung nach für dich persönlich?

halte viel von Print, Büchern und Full-

Was sind die Qualitäten von AntiHero-

Length-Videos. Aber natürlich versuche

Videos und wie wichtig sind einfachere

ich, auch mit der Zeit zu gehen. Ich wür-

Produktionen für Skateboarding?

de aber keinen guten Trick, für den ich

Bei den AntiHero- Videos versucht

geackert habe, einfach so in eine Story

Julien Stranger, Skateboarding in seiner

hauen. So schnell, wie die Stories vor-

nackten und ursprünglichsten Form zu

beiziehen, so schnell werden auch die

zeigen. Du gehst mit deinen Freunden

Leute, die sich an solchen Dingen aufhängen auch vorbeiziehen. Meine Devise dazu ist einfach: Weniger ist oft mehr. Die richtige Mischung macht’s, glaube ich, aus. Wenn man eine Demo fährt, zum Beispiel, filmen die Leute alles und es landet schlussendlich in ihren Stories und die übernehmen das dann für einen. S109 — No. 30


—

So bin ich immer schon geskatet und es gefällt mir sehr, mich an Spots heran zu wagen, an denen sonst keiner Interesse hat

S110 — No. 30


C

skaten, ein oder zwei deiner Homies besitzen eine Videokamera, welche jeder

HR

von aus der Crew mal in die Hand nimmt und draufhält. Egal, ob das Filmen perfekt

IS

ist oder nicht, man sieht das Wesentliche, den Spaß, den man dabei hat. Und ich glaube, das ist es, was Anti Hero zur

P FA

besten Board-Firma überhaupt macht. Viele Leute haben dazu einfach einen Bezug. Aber so, wie sich Skateboarding und auch die Technik entwickeln, ist es

N N

auch logisch, dass die neuen Standards in Skateboarding auch mit den neuesten Vi-

E

deotechniken verbunden werden. Es geht

R

weiter und ich bin sehr gespannt, was noch so alles kommt. „Kamera in die Hand nehmen“ ist ein super Stichwort: Die Thrasher hatte vor kurzem ein Bild von dir veröffentlicht, allerdings warst du darauf hinter der Kamera zu sehen. Auch bei instagram habe ich schon oft #pfanngles gesehen. Könnte Fotografie ein weiteres Standbein werden oder bleibt es eine Sammlung von Erinnerungen? Das wird eine Sammlung von Erinnerun-

Fotografen freuen sich ja bestimmt, mit

gen bleiben. Ich habe meine Kamera im-

dir unterwegs zu sein, da es sich ja meis-

mer dabei. Ich fotografiere mittlerweile

tens um die ganz großen Spots bei dir

mehr meine Kinder als alles andere. Aber

handelt. Was ist deine Intension dahin-

ich habe sie auf meinen Touren dabei

ter und wie gehst du an die meist jung-

und halte meine Reisen fest. Wir haben

fräulichen Spots heran?

meistens Fotografen dabei, die schauen müssen, dass sie alle Tricks in den Kas-

So bin ich immer schon geskatet und es

ten bekommen. Für mich ist es wesent-

gefällt mir sehr, mich an Spots heran zu

lich einfacher. Ich habe keinen Druck

wagen, an denen sonst keiner Interesse

und wenn ich nicht gerade selber skate

hat (lacht). Da gibt es auch meistens

und das Licht auch gut ist, dann halte

keine NBD‘s und man kann einfach ska-

ich drauf. Alle freuen sich immer, wenn

ten. Ich jage mir aber auch selber gerne

sie gute #Pfanngles von sich bekommen.

Angst ein.

Gap to 5-0 S111 — No. 30


I N T E R V I E W bs 180 S113 — No. 30


I N T E R V I E W Links Ollie Rechts Boardslide S114 — No. 30


Wie schaffst du es, dich nach so vielen

Das wünsche ich dir auch und das mit

Jahren immer noch überall hinunter zu

dem Bier klingt eigentlich ganz logisch

hauen? Wie hältst du dich fit?

(lacht). Hast du dir schon Gedanken

S115 — No. 30

über deine berufliche Zukunft gemacht? Bier (lacht)! Spaß bei Seite. Ich glaube,

Ist es für dich selbstverständlich, im

es ist alles Kopfsache. Man ist nur so alt,

Skate-Business zu bleiben oder geht es

wie man sich fühlt. Ich habe immer noch

vielleicht in eine ganz andere Richtung?

Spaß daran und das ist, glaube ich, das Wichtigste. Ich ernähre mich gut, dehne

Ich bin schon sehr lange in die Skate-

um meine Kids kümmern. Ein fließender

mich viel und meine zwei Kids halten mich

Szene involviert und habe mir über die

Übergang in die Skate-Industry macht

immer schön in Bewegung. Ich hatte auch

Jahre viele Kontakte aufgebaut. Seit

Sinn und es macht mir auch Spaß.

das Glück, dass ich mir keine ernsthaften

Anfang diesen Jahres habe ich auch die

Verletzungen zugezogen habe über die

Position des Team-Mmanagers für das

Als Papa freut man sich ja immer, wenn

Jahre. Allerdings wünsche ich mir auch,

europäische Vans-Team übernommen.

die Kinder in die eigenen Fußstapfen

dass es so bleibt, damit ich noch viele

Ewig werde ich nicht auf diesem Ni-

treten. Rollen sie schon mit dem Skate-

Jahre weiterrollen kann.

veau skaten können und ich muss mich

board durch die Gegend? Das ist der Traum eines jeden Papas. Meine Kleine zeigt bisher mehr Interesse als mein Großer. Letztes Jahr hat er von uns ein Elektro-Quad zu Weihnachten bekommen und darauf fährt er voll ab. Wir gehen hin und wieder alle zusammen in den Skatepark und sie fahren im Sitzen die Pyramide runter. Schauen wir, was die Zukunft bringt. Ich weiß nur, dass ich sie bei allem unterstützen werde, worauf sie Lust haben.

Skateboarding ist für alle. Egal welches Geschlecht,welche Religion oder Nationalität. Es kann sich jeder damit entfalten, wie er oder sie das möchte.


I N T E R V I E W

Was würdest du im Skateboarden grundlegend verändern wollen? Nichts! Skateboarding ist für alle. Egal welches Geschlecht, welche Religion oder Nationalität. Es kann sich jeder damit entfalten, wie er oder sie das möchte. Oder kann man jemandem vorschreiben, was Freiheit für ihn bedeuten sollte?

Können wir in Zukunft noch mehr Footy von tom the cooler erwarten und wie geht es ihm gerade? Tom ruht sich gerade bei mir im Keller aus. Er hat ziemlich viel erlebt auf unserer letzten Mission nach Zypern. Er hat mir aber gesagt, dass wir noch eine letzte Tour brauchen, bevor wir unser VansEuropa-Video nächstes Jahr rausbringen können! Wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen dir weiterhin einen guten Flug. Hier wäre noch Platz für Danksagungen oder für das, was du schon immer loswerden wolltest? Ich würde mich gerne bei meiner Familie, vor allem meiner wundervollen Frau, für ihre Unterstützung und das Verständnis bedanken. Danke auch an meine Sponsoren (Vans, Volcom, AntiHero, Spitfire, Thunder, Nixon, The James Brand), die es fakie 50/50 S116 — No. 30

mir es ermöglichen, meinen Traum zu leben. Grüße an meine Freunde und Teamkollegen. Danke für die guten Zeiten!


16.-18. JANUARY 2018

#26LETTERS #26REDCARDS #26BLACKCARDS #26SHOWS #26ALWAYSNOW

WWW.B


RIGHTTRADESHOW.COM


KL ICK KL ACK Fotos Robert Christ S120 — No.30


YOUNG GUN

IRREGULAR SKATEBOARD MAGAZIN S122 — No.30


Fotos Adem Tatlim — Crooked Grind

LINUS JANSKY Alter — 18

Skate seit — 2008

Wohnort — Emsdetten Spot — Macba Kickflip

Favorite

Favorite Trick —

Vorbild — Dylan Rieder

Zukunfswünsche — Mehr von der Welt sehen!

3 Dinge die als nächstes

Erledigt werden — Mein Fachabi

NO.30

beenden, schnellstmöglich wieder nach Barcy und soviel Footy wie möglich sammeln & Musik machen Setup — Baker Board, Thunder Trucks, Bones STF

Party oder netflix&chill

— Party!! & danach dann netflix&chill Print oder Digital — Print Street — Street

Park oder

Barcelona oder

Kalifornien — War leider noch nie in Cali, deshalb Barcy

Instagram Clips

oder Full Length Videos — @the_gypsyrider // Arbeite momentan aber auch an einem Clip!

S123 — No.30


I S S U E F I N D E S T I N D E N

DE /

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Aachen Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Bocholt Bonn Bremen Bremen Bremen Burghausen Cottbus Dresden Düsseldorf Düsseldorf Erlangen Essen Frankfurt Frankfurt Freiburg Freiburg Füssen Gießen Hamburg Hamburg Hamburg Ingolstadt Karlsruhe Karlsruhe Kempten Köln Köln Köln Köln Kiel Leipzig Mannheim Mönchengladbach

N O . 3 D F O L G E N S H O P

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0 U S

Peterstraße 20-24 Simon-Dach-Straße 23 Brunnenstr. 13 Alte Schönhauserstr. 48 alexa Mall, Grunerstr. 20 Nürnbergerstr. 13 Berliner Platz 2 Fürstenstr. 4 Ostertorsteinweg 1-2 Obernstr. 39-43 AG-Weserstr. 3 Am Hofberg 81 Brandenburger Platz 59 Ringstraße 5 Benrather Straße 7b Mittelstr. 18 Obere Karlstraße 11 Limbeckerstr. 76 Stiftstraße 9 - 17 Roßmarkt 11 Salzstr. 12 Schiffstr. 7 Reichenstr. 6 Bahnhofstr. 56 Marktstr. 27 Große Theaterstr. 7 AEZ Haegbarg 31 Schulstr. 1 1/2 Herrenstr. 26 Ritterstr. 5 Zwingerstr. 1 Schildergasse 112 Hohe Str. 68-82 Cäcilienstr. 30 Subbelratherstr. 140 Kehdenstr. 2 Hofe Am Bruhl Mall, Brühl 1 Kleinfeldstraße 13 Hindenburgstraße 60


DE /

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München München München München München München München München München München München München München Münster Nürnberg Nürnberg Oberhausen Oldenburg Oldenburg Regensburg Regensburg Rosenheim Saarbrücken Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Trier Wuppertal Würzburg

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Herzogspitalstr. 7 Eisenmannstr. 4 Sendlingerstr. 7 Sendlingerstr. 17 Sendlingerstr. 20 Klenzestr. 16 Thomas-Wimmer-Ring 14 Rosenheimerstr. 2 Färbergraben 20 Münchner Freiheit 2 Augustenstr. 74 Pasing Arkaden, Bahnhofplatz 5 Heßstr. 47 Königsstr. 32-33 Breite Gasse 65 Vordere Sterngasse 9 Centro Allee 194/195 Ammergaustr. 10 Heiligengeistwall 2 Domplatz 6 Maximilianstraße 27 Kufsteinerstr. 14 Fröschengasse 4 Geißstr. 10 Hirschstr. 14 Alte Poststr. 3-5 Tübingerstr. 26 F Brotstr. 33 Robertstraße 1 Juliuspromenade 15

AT /

Blue Tomato Freedom X Double Blue Tomato Blue Tomato Moreboards Radix Skateshop Blue Tomato Blue Tomato Blue Tomato Blue Tomato Blue Tomato Blue Tomato Blue Tomato Pilotto

Graz Graz Innsbruck Innsbruck Lienz Linz Linz Pasching Salzburg Schladming SCS Vösendorf Villach Wien Wien Wörgl

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Murgasse 11 Klosterwiesgasse 14 Leopoldstr. 32 Anichstr. 3 Andrä Kranz-Gasse 4 Rudigierstr. 1-3 Marienstraße 12 Pluskaufstr. 7 Waagplatz 1 Ritter-v.-Gersdorffstr. 562 Allee 350 Kärntnerstr. 34 Neubaugasse 3 Rotenturmstr. 13 Josef-Speckbachestr. 17

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IRREGULAR SKATEBOARD MAGAZIN #30  
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