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ährend man in Basra weiß, dass Uranmunition in der Region eingesetzt wurde, kann man es in Falludscha nur vermuten: Ab 2009 wurde immer wieder von einer alarmierend steigenden Fehlbildungsrate bei Neugeborenen berichtet – Ärzte stellten einen Anstieg um das 15-Fache fest. Kinder wurden ohne Gehirn, mit Herzfehlern
oder anderen schweren Fehlbildungen zur Welt gebracht. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2010 ergab eine 38-fache Vermehrung der Krebsrate; die Verfasser äußern den Verdacht, dass Uranmunition im Kampf gegen Aufständische 2004 eingesetzt wurde – ein Verdacht, der bisher noch nicht eindeutig bewiesen werden konnte.
Vater und Tochter im Krankenhaus von Falludscha. Das neugeborene Mädchen kam mit einem Herzfehler und deformierten Armen und Beinen zur Welt.
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© Donna Mulhearn