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Uranmunition: Strahlende Geschosse

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Die eindeutigen gesundheitlichen Folgen von Uranmunition werden bestritten Dass ionisierende Strahlung und giftige Schwermetalle schwerwiegende Krankheiten auslösen, ist unstrittig. Und doch werden in internationalen Gremien und von Regierungen die oft tödlichen Folgen von Uranwaffen mit größtem Zynismus behandelt: Aufgrund fehlender Vergleichszahlen werden die offensichtlichen Folgen der Uranmunition bestritten.

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m Mutter-Kind-Hospital in Basra fiel es den Ärzten zuerst auf: deutlich mehr Fälle von Kinderleukämie und immer mehr Fehlbildungen bei Neugeborenen. Die BBC hat im März 2013 einen erschütternden Dokumentarfilm über diese Situation gezeigt. Ein Vertreter des irakischen Gesundheitsministeriums sprach in der Sendung von einem steilen Anstieg der angeborenen Fehlbildungen. Das irakische Gesundheitsministerium dagegen sieht laut einem im September 2013 mit Unterstützung der

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WHO veröffentlichten vorläufigen Bericht keinen Beleg für eine gestiegene Rate angeborener Fehlbildungen. Die deutschen Sektionen der IPPNW und ICBUW (International Coalition to Ban Uranium Weapons) kritisieren diese Verlautbarung. Das angewandte Studiendesign, bisherige Studienergebnisse sowie frühere gegenteilige Aussagen hochrangiger Vertreter des irakischen Gesundheitsministeriums werfen viele kritische Fragen auf.


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