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MENSCHEN UND PROJEKTE

Gemeindeprojekt

Entscheidend ist die aktive und gleichberechtigte Mitwirkung aller Religionsgemeinschaften.

das Forum ins Leben zu rufen. vor, wir besichtigen die Ge„Wir wollten beitragen, dass betsräume und erweitern Religion ein Teil der Lösung unser Wissen übereinanund nicht des Problems ist“, der“, schildert Mikl, die erinnert sie sich. Das erste mit Ausbildungen im interTreffen organisierte sie 2011 religiösen Dialog auch speElisabeth Mikl, mit dem Integrationsbüro der zifisches Know-how mitGründerin Stadt. Bereits 24 Vertreter verbringt. Nach dem offizischiedener Religionen – kathoellen Teil klingen die Treflisch, evangelisch, serbisch-orthodox, fen mit Gesprächen im gemütlichen muslimisch-sunnitisch, alevitisch – nah- Beisammensein aus. Neben dem Ausmen teil und hatten Interesse an einer tausch im Forum möchten dessen Mitlangfristigen Zusammenarbeit. glieder auch andere Wiener Neustädter erreichen. „Dazu haben wir etwa die VerMEHR VONEINANDER ERFAHREN anstaltung ‚KOSTbare Begegnung‘ orgaSeitdem finden quartalsweise Treffen des nisiert, bei der verschiedene ReligionsInterreligiösen Forums statt, wobei jeweils gemeinschaften und religiöse Vereine geeine andere Religionsgemeinschaft ein- meinsam auf den Hauptplatz eingeladen lädt. „Dabei stellen sich die Gastgeber haben“, erzählt Mikl. Mehr als 1.000 Be-

sucher lernten in diesem Rahmen mehr über traditionelle Gerichte und Religionen anderer Länder.

GEGENSEITIGE WERTSCHÄTZUNG „Entscheidend ist die aktive und gleichberechtigte Mitwirkung aller Religionsgemeinschaften“, so Mikl über den Erfolgsfaktor des Interreligiösen Forums. „Als Basis unserer Arbeit dient ein gemeinsames Positionspapier, an dem wir fast ein Jahr gearbeitet haben.“ Darin definierten die Religionsgemeinschaften zunächst die Eckpfeiler ihres eigenen Glaubensverständnisses, im nächsten Schritt wurden gemeinsame Werte und Zielsetzungen erarbeitet. Mikl betont: „Nur so können wir einen offenen und vertrauensvollen Dialog führen.“

AUF EINEN BLICK

PROJEKT: Forum zur Förderung des interreligiösen Austauschs sowie eines harmonischen, konfliktfreien Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ORGANISATIONSSTRUKTUR: offene Bürgerplattform GEBIET: Wiener Neustadt TEILNEHMENDE: aktuell rund 20 Kirchen und religiöse Vereine FINANZIERUNG: Die Aktivitäten und Treffen des Interreligiösen Forums werden von den teilnehmenden Kirchen und Vereinen getragen. ZIELGRUPPEN: Vertreter von Religionsgemeinschaften, Mitglieder der Zivilgesellschaft sowie interessierte Wiener Neustädter KONTAKT: Elisabeth Mikl, Gründerin elisabeth.mikl@gmx.at www.interreligioesesforumwienerneustadt.at

DAS SAGT DER BÜRGERMEISTER:

Wiener Neustadt ist aufgrund seiner Urbanität mit allen damit verbundenen Chancen und Herausforderungen der Integration konfrontiert. Zentral ist dabei die Frage des Respekts, der Wertschätzung sowie des Zusammenlebens zwischen unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen. Ohne das Engagement von Ehrenamtlichen wären Initiativen wie das Interreligiöse Forum nicht möglich. Mein Dank gilt allen, die sich in dieser Plattform engagieren und damit zum gegenseitigen Verständnis der Religionen beitragen. Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt

TIPPS ZUR PROJEKTFÖRDERUNG: Zahlreiche lokale Integrationsprojekte werden durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Integrationsministerium (BMEIA) kofinanziert. Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF), Team Förderungen, Finanzen und Controlling, unterstützt bei der Fondsabwicklung. Der ÖIF ist als Anlauf- und Servicestelle beauftragt, Projektinteressierte zu informieren und die Verwaltung und Kontrolle der ausgewählten Projekte durchzuführen. Mehr Informationen zum AMIF (Bereich Integration) und der Antragstellung finden Sie auf Integration Asyl-, www.bmeia.gv.at Migrations- und Integrationsfonds sowie Themen auf www.integrationsfonds.at EU-Fonds. WEITERE FÖRDERTÖPFE: Je nach Thema und Ort können Sie auch hier Unterstützung erhalten: šStartpaket Deutsch & Integration des ÖIF: www.integrationsfonds.at šEuropäischer Sozialfonds: www.esf.at šEU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation: www.ec.europa.eu/social šInitiative Vielfalter: www.viel-falter.org šWiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds: www.waff.at

ZUSAMMEN:ÖSTERREICH

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Profile for Österreichischer Integrationsfonds

ZUSAMMEN:ÖSTERREICH 2016/3  

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