Page 2

Seite 2

Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Neut-Nicolussi-Etraszc lVerbindilng: Andechsstraße Radetztystraße). Dr. Eduard Rent-Nicolnssi wurde am 22. Juni 1888 in Lusern geboren. Nach seinen Studien in Trient und an der Universität Innsbruck ernm>d er sich als Kaiserjager an der Italienfront die goldene Tapferkeitsmedaille. Nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges 1914/18 trat er im I n - und Ausland als leidenschaftlicher Verfechter für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols auf. Sein Buch „Tirol unterm Veil" steht immer noch an erster Stelle der Südtirol-Literatur. „Reut" wurde dann Völkerrechtslehrer an der Universität Innsbruck, deren Rektor er 1951/52 war. Er starb am 18. Juli 1958. Durigstratze (Verbindung! Reut-Nicolussi-Straße und Radetzkystraße). Dr. Ernst Durig, geboren am 29. Juni 1870 in Innsbruck, studierte in seiner Vaterstadt. Nach einigen Jahren Gerichtspraxis wurde er zur Dienstleistung in das k. u. k. Justizministerium, wo er durch ein Vierteljahrhundert als Ministerialrat und Sektionschef tätig war, gerufen. 1930 wurde er zum Präsidenten des österreichischen Verfassungshofes erhoben, 1934 übernahm er das Präsidium des Bundesgerichtshofes und 1945 die Stelle des Präsidenten beim Verfassungsgerichtshof. Die Kräfte seiner letzten Lebensjahre widmete er dem Landesmuseum Ferdinandeum. Er war Träger des Ehrenringes der Stadt Innsbruck. Sterbetag: 9. März 1965. Wopfnerstrahe (Verbindung! Neut-Nicolussi-Straße und Durigstraße). Dr. Hermann Wopfner, geboren am 21. Mai 1876 in Innsbruck, arbeitete sich zu einer in weitesten Kreisen der Tiroler Bevölkerung bekannten Gelehrtenpersönlichkeit der Innsbrucker Universität empor. Neben seinem Lehrberuf widmete er sich als Forscher fast ausschließlich der Erschließung der Tiroler Geschichte wie des bäuerlichen Lebens und Brauchtums. Groß ist die Zahl seiner Publikationen, deren Wert für Tirol von eminenter Bedeutung ist. Univ.-Prof. Dr. Wopfner war Ehrenringträger der Stadt Innsbruck. Er verschied am 10. Mai 1963 am Plumeshof bei Natters. Hegnerstrahe (Verbindung: Radetzkyftraße und Langer Weg). Dr. Earl August Hegner wurde am 6. Februar 1880 am Oberen Zürichsee, Schweiz, geboren. Er wurde Arzt, später Professor der Augenheilkunde in Jena und Luzern. Nach dem ersten Weltkrieg begründete und organisierte er das Schweizer Hilfswerk für hungernde Völker. I n Anerkennung seiner Hilfeleistung an Innsbruck in bitterer Not ernannte ihn der Gemeinderat im Jahre 1922 zum Ehrenbürger dieser Stadt. Dr. Hegner starb am 23. August 1964 in Luzern. Vurghard-Vreitner-Strahe (Verbindung: Radetzkystraße und Neichenauer Straße). Univ.-Prof. Doktor Burghard Breitner, geboren am 13. Juni 1884 in Mattsee, studierte am Nupertinum in Salzburg und ^n don Universitäten Graz, Kiel und Wien. Unverges-

Nuunnrr

sen bleibt sein Wirten als Oberarzt in den sibirischen Gefangenenlagern während des ersten Welltrieges. 1932 folgte er einer Berufung an diechirurgischeUniversitätsklinik nach Innsbruck, deren Vorstand er bis 1955 blieb. Als Arzt besaß er Weltruf. Er war Verfasser einer Reihe von Büchern wissenschaftlicher und schöngeistiger Art. Hohe Wertschätzung erlangte er überdies als langjähriger Präsident der Österr. Gesellschaft vom Roten Kreuz. Er starb am 2«, März 1956 in Innsbruck. Vertha-Suttner-Weg (Verbindung: Rlißbachstraße und Hegnerstraße). Vertha von Suttner, geboren am 9. Juni 1843 in Prag, war eine der ersten politischen Journalistinnen Altösterreichs. Von ihren zahlreichen Büchern erregte der Roman „Die Waffen nieder!" (1889) Weltberühmtheit. Fast ein Vierteljahrhundert fungierte sie als Präsidentin der Österreichischen Friedensgesellschaft. Als erste Frau und als erste Österreicherin erhielt sie 1905 den Friedensnobelpreis, Sie starb am 21. Juni 1914 in Wien. Haugerweg (Verbindung: Reichenauer Brücke — innabwärts zum Kugclfangweg). Georg Hauger, Anführer der Freiburger Jungmänner, die 1809 treu an der Seite der Tiroler standen. Hauger veranlaßte später die Rückführung der Gebeine Andreas Hofers aus Mantua nach Tirol. Er starb am 13. November 1859. Sein Grab befindet sich in der Innsbrucker Hofkirche. Rohkoglweg (Verbindung: Schützenstraße und Haugerweg). Richtungweisend zum Roßkogl (2643 in). Senselerweg (Verbindung: An-der-Lan-Straße und Haugerweg). Auton Reinisch aus Volders, Senseler genannt, war der Führer der Rettenberger Schützen in der Spingeser Schlacht,' gefallen am 2. April 1797 ebendort. Straubweg (Verbindung: An-der-Lan-Straße und Haugerweg). Josef Sträub, geboren am 29. Juli 1773 in Solbad Hall, gestorben ebenda am 16. Ottober 1850, war Schützenmajor und Freiheitskämpfer von 1809. Kajetan-Sweth-Strahe (Verbindung: An-der-LanStraße und Kugelfangweg). Kajetan Sweth, geboren am 18. August 1785 in Graz, gestorben am 21. März 1864 in Innsbruck, war der Schreiber und Leidensgenosse Andreas Hofers in Mantua. Eisensteckenweg (Verbindung: Kajetan-Sweth-Str. und An-der-Lan-Straße). Josef Eisenstecken, geboren am 1. April 1779 in Matrei a. Vr., gestorben am I.Mai 1827 in Gries bei Bozen, war ein begeisterter Mitkämpfer Andreas Hofers und Führer im Freiheitskampf vom Jahre 1813. Winterstellerweg (Verbindung: Eisensleckenweg und Haugerweg). Rupert Winterstcller aus Kirchdorf, geboren am 25. Jänner 1773. gestorben am 30. August 1832. war Landesschntzenmajor und ein hervorragender Kämpfer in den Freiheitskriegen. W.

Schüler als freiwillige Helfer im Straßenverkehr Über !<»<><» Schüler der Rennerschule hatten sich am 1. J u l i 1966 im Schulhof aufgestellt, um an der feierlichen Verabschiedung der Schülerlotsen, zu der auch

zahl reiche Persönlichleilen des öffentlichen Redens erschienen waren, teilzunehmen. Seil M a i 1965, als erstmals in Innsbruck, lind z

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe August 1966

Amtsblatt Innsbruck  

Ausgabe August 1966