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Winter 2014 /15

Munich Quality

Das Beste in München EI N K AUFEN ENTDECKEN

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ESSEN UND TR I N K EN � WOHNEN � WOHLFÜH LEN

Luxus für den Körper Münchens schönste Hotel-Spas

Andi Schweiger Die Kochschule für den Gourmet

Duftende Verführung Einblicke in die Welt von Parfüms und Parfümeuren

Christkinds Zeit Tipps für Trips ins Weihnachtsfeeling


ProGramm 2015. HIGHLIGHTS.

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BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 1. maTInEE mIT DEm mICHEL SajraWY TrIo // BmW WELT „Arabop“ heißt das jüngste Album des Gitarristen Michel Sajrawy – was sein musikalisches Programm perfekt erfasst: Er vereint Jazz vom Bebop bis zur europäischen Avantgarde so harmonisch mit arabischer Musik wie kaum ein anderer. Die Besten aus der israelischen Musikszene arbeiten mit ihm. Zwei von ihnen, Loai Abu Sinni und Stas Zilberman, bringt Sajrawy nun mit nach München. // 11.00 – 13.30 Uhr

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BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 2. maTInEE mIT FaT (FaBuLouS auSTrIan TrIo) // BmW WELT Der Wiener Alex Machacek begann im Alter von acht Jahren mit klassischer Gitarre, bevor er über den Rock zum Jazz kam. Schon mit 16 nahm er am Wiener Konservatorium ein Studium der Jazzgitarre auf, spielte daneben aber in den verschiedensten Formationen. Die eigenen Wurzeln pflegt er mit Raphael Preuschl und Herbert Pirker im Trio FAT, das seine Jazzrock-Vorliebe humorvoll weltmusikalisch erweitert. // 11.00 – 13.30 Uhr

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märZ. 08

BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 5. maTInEE mIT DEm manu CoDjIa TrIo // BmW WELT Mit 14 begann der Franzose Emmanuel Codjia an der Musikschule Chaumont klassische Gitarre zu lernen. Der Jazz kam dazu und gewann die Oberhand; 1994 fing Codjia an am Conservatoire national supérieur de musique et de danse zu studieren. Ein Jahr später saß er im von Paolo Damiani geleiteten Orchestre National de Jazz und ist seither eine feste Größe in preisgekrönten Bands. In die BMW Welt begleiten ihn Bassist Jérôme Regard und der Schlagzeuger Philippe Garcia. // 11.00 – 13.30 Uhr

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KrImIFESTIVaL mÜnCHEn: STarTSCHuSS mIT KLÜPFEL & KoBr // BmW WELT Die Krimi-Stars Volker Klüpfel und Michael Kobr lesen zum Auftakt des 13. Krimifestivals München aus ihrem aktuellen Bestseller „Grimmbart“. Ticketreservierungen unter: krimifestival@t-online.de // ab 19.00 Uhr

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BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 6. maTInEE mIT DEm CarL mÖrnEr rInGSTrÖm majESTIC orCHESTra // BmW WELT Als Jugendlicher begann der schwedische Gitarrist Carl Mörner Ringström mit Hard Rock. Über das Studium in Helsingborg und am rhythmischen Musikkonservatorium in Kopenhagen kam Ringström zum Jazz. Sein Debüt „Neocolony“ sorgte im vergangenen Jahr für Aufsehen: Das effektgeladene Fusion-Album brilliert mit jugendlicher Wucht, lässigem Fundament und atemberaubender Virtuosität. Qualitäten, die er sicher auch in der BMW Welt mit seinem „Majestic Orchestra“ – William Larsson, Paul Hinz und Daniel Johansson – demonstrieren wird. // 11.00 – 13.30 Uhr

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KrImIFESTIVaL mÜnCHEn: juSSI aDLEr-oLSEn // BmW WELT Buchpremiere! Der dänische Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen präsentiert seinen neuen Thriller „Verheißung“. Ein neuer Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. Ticketreservierungen unter: krimifestival@t-online.de // ab 19.00 Uhr

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mInI HISTorY // BmW muSEum Die Wechselausstellung „The MINI Story“ zeigt ca. 30 fazinierende Orginalfahrzeuge, kostbare Kleinexponate und viele Informationen und Hintergrundgeschichten zur Marke MINI. Wir laden Sie zu einer Zeitreise in die 60er-Jahre ein mit Performances, Musik, Mode und mehr. // 19.30 – 23.00 Uhr

FEBruar. 08

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BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 3. maTInEE mIT DEm CamILa mEZa QuarTET // BmW WELT Camila Meza ist derzeit einer der bekanntesten „Geheimtipps“ der New Yorker Jazzszene. Sie kam 2009 mit einem Stipendium an die New School for Jazz and Contemporary Music in New York. Schnell spielte sie in den bekanntesten Clubs der Stadt. Routiniers wie Paquito D’Rivera oder Aaron Goldberg suchen die Zusammenarbeit, vor allem aber die „heißesten“ jungen Jazzer wie Shai Maestro, Linda Oh oder Kendrick Scott. Diese drei begleiten Meza nun in die BMW Welt. // 11.00 – 13.30 Uhr 40 jaHrE BmW arT Car: a. CaLDEr // BmW muSEum Vor 40 Jahren wurde eine außergewöhnliche Kollektion ins Leben gerufen, die BMW Automobile in einen künstlerischen Kontext stellt. Namhafte internationale Künstler/innen wurden gebeten, BMW Automobile auf Basis ihrer Konzepte, Bildideen oder typischen Handschrift zu gestalten. So ist eine eindrucksvolle Sammlung an „rollenden Kunstwerken“ entstanden. Das BMW Museum ist die Heimat der BMW Art Cars und stellt zum Jubiläum die frühen Werke aus. Darunter der Erstling der Sammlung: der BMW 3.0 CSi von Alexander Calder. // Di – So, 10.00 – 18.00 Uhr mInI CLuB SErIES – GooD To SEE You // BmW WELT Bitte einsteigen und los geht’s! Monkey Safari – das DJ-Duo und Produzententeam aus Halle – erobert den Doppelkegel. Unsere Visual Artists BettyMü und Hiltmeyer.Inc sorgen wie gewohnt für ein großartiges Ambiente. Du wolltest schon immer mal mit Monkey Safari auflegen? Dann bekommst du jetzt deine Chance. Mehr zum DJ-Contest findest du unter miniclubseries.com // 22.00 – 05.00 Uhr

BmW WELT jaZZ aWarD 2015. PLaYInG mY GuITar. 4. maTInEE mIT HELLmÜLLEr rISSo ZanoLI // BmW WELT Franz Hellmüller, der an der American School of Modern Music in Paris und der Musikhochschule Luzern studierte, hat an der Seite bekannter Schweizer Jazzer sowie mit eigenen Bandprojekten auf sich aufmerksam gemacht. Mit den international gefragten Begleitern Stefano Risso und Marco Zanoli – die ihn in die BMW Welt begleiten – hat er die perfekten Partner für seine überraschenden Themen mit erweiternden Stücken, die bei aller Komplexität stets eingängig bleiben, gefunden. // 11.00 – 13.30 Uhr

Dies ist eine Auswahl von Veranstaltungen in den Monaten Januar, Februar und März. Mehr Informationen zu weiteren Events sowie spannende Angebote finden Sie unter bmw-welt.com

Irrtümer und Änderungen bleiben vorbehalten. © BMW AG

januar.

bmw-welt.com


M U N ICH QUA LI T Y I M W I N T E R 2 0 14 / 15

Einkaufen 7 MQ-Tipp

René Lézard in neuen Räumen

8 Schaufenster

Mode & mehr für den Winter

10 Ein Flüstern, das die Nase hört Einführung in die Welt der Parfüms

18 Münchner Meile

Mehr Luxus geht nicht: die Maximilianstraße

22 Die MQ Label-Serie

Salvatore Ferragamo, Woolrich

Essen & Trinken

Wohnen 38 MQ-Tipp

Das Kare-Kraftwerk als Design-Paradies

39 Entrée

Christine Kroencke, Casa Fortunata, Hästens Betten

40 Ein neues Stadtviertel entsteht Schwabinger Tor und Leopold Carré

46 MQ-Tipp

Kasimir und Karoline am Volkstheater

Kulturtipps für den Winter

52 Weihnachtsfeeling mal woanders

Pageou – das neue Edelrestaurant

28

Entdecken 47 Momente

24 MQ-Tipp

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52

Augsburg, Regensburg, Salzburg, Zürich, Straßburg

26 Aperitif

Martini Club, No. 15, EssZimmer

28 Der Küchen-Spion

in Andi Schweigers GourmetKochschule

34 Die Welt der Perlen

Wo München und der Cham­ pagner zusammenkommen

Wohlfühlen

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55 MQ-Tipp Alpeniglu

56 Aufwärmen

Pilates Club, Kaiserhof, Mohr Life Resort

58 Luxus für Körper und Geist

Titelfoto: Trinette Reed

Münchens schönste Hotel-Spas

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66 Spielsalon

MQ verlost Patesseriebesuche, einen Luxus-Schal und Fitness-Gutscheine

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66 Impressum Winter 2014 /15 MQ — 3


FRISEUR/IN GESUCHT! Unsere Mitarbeiter sollen sich so wohlfühlen, wie unsere Gäste. Wir wollen der beste Arbeitgeber in der Friseurbranche sein. Denn nur glückliche Mitarbeiter machen zufriedene Gäste. Das bieten wir dir: · Einen sehr guten Grundlohn in Höhe von 1.500,- EUR netto. Netto bedeutet: Das was nach Abzug der Steuern rauskommt. · Zusätzlich Provisionen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, MVG Monatskarte, Zuschüsse zur Altersvorsorge, und Gesundheitsprovision. · Regelmäßige Fortbildungen in unserer Pony Club Academy, verbunden mit interessanten Aufstiegschancen. · Kostenlose Reisen zu den Hairshows in London, Berlin und New York. · Geregelte Arbeitszeiten ohne unbezahlte Überstunden und mit jedem zweiten Samstag frei. · Sehr lange Bedienzeiten und immer nur ein Gast auf einmal. Wir legen Wert auf Qualität und sauberes Arbeiten. Wir wollen dich zu einem der besten Friseure der Branche mit einem der besten Einkommen machen. Klingt gut? Dann melde dich gleich bei uns für einen unverbindlichen Kennenlern-Termin. Du musst dazu keine Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. Ruf uns einfach an und wir stellen dir unsere Salons vor. Du erreichst uns unter 0171/548 89 00. Dein Ansprechpartner ist Moritz Hannappel www.derponyclub.de


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E


Einkaufen Das Label aus Franken mit dem urfranzösischen Namen hat neue schöne Räume in den Fünf Höfen bezogen

René Lézard

Fünf Höfe, Theatinerstraße 15 rene-lezard.com Es war eine schöne Zeit, als die Generation der heute 38- bis 45-Jäh­rigen nach einem etwa 35 Sekunden dauernden Kinospot mit Neid erregenden Modeszenerien durch zwei schnöde eingeblendete Worte in die harte Lebensrealität des Jahres 1993 zurückgerufen wurde: „Leider teuer!“ Der Claim zierte fortan T-Shirts, Schulordner und Werweißwasalles und erfüllte ideal

eine der originären Aufgaben von Mode, nämlich Provokation statt Common Senseness zu sein. Deutlich weniger provokant wirkt das Interieur der nagelneuen Boutique des Kult-Labels René Lézard in den Fünf Höfen. Es reprä­ sentiert genau die Leichtigkeit und Reduktion auf den Menschen, die wir gemeinhin mit französischer Mode assoziieren. Und wir reden hier nicht von Haute Couture, die ihre Träger oft einengt, sondern von Mode. Das begreift jeder sofort, der das Glück hat, durch die Kollektion von René Lézard zu streifen:

MQ Tipp

Da ist nichts kopiert. Nichts in­ szeniert. Trotzdem scheint alles einzigartig. Auch wenn das Ladendesign ein wenig auf Nummer Sicher geht: Eichenparkett, gegossener Steinboden, ein Schuss Saint Germain des Près. Und wenn schon: Geschichte spricht! Und die der Marke lässt sich im Loungebereich in teuren Publikationen nonchalant erblättern. Ob dort auch mal „Leider teuer!“ erscheint? Wohl nicht, denn zwanzig Jahre sind nicht spur­ los vorüber gegangen. — Matthias Koth-Markgraf Winter 2014 /15 MQ — 7


EINKAUFEN SC H A U F E N S T E R

Der roséfarbene „Pief Coat“ vom dänischen Label Samsøe & Samsøe ist aus reiner Schurwolle und mit einem Hornknopf versehen. Zeitlos, mädchenhaft und schön warm. Erhältlich bei Kauf Dich glücklich und Styleroom. Preis: 399€

Auch im Badezimmer geht es immer noch ein wenig schicker: Auf Holz präsentieren sich Rasierer und Dachshaar-Pinsel mit Griffen aus Horn. Zu kaufen bei Brunello Cucinelli. Preis: 653 €

Im Abendkleid aus lavendelfarbenem Seidensatin mit Perlenstickerei wird jede Frau zur Grand Dame der Moderne. Die fließenden Designs von Konstanze Grabmayrs Label Silk & Hoey und ihre stimmigen Accessoires sind unser Geheimtipp für Silvester. Über silkandhoney.de, Preis: 2.500 €

Schicker kann eine Spieleabend nicht sein: Die edlen Holzboxen im klassischen Paisley-­Look sind mit Pokerchips, einem Würfelset sowie einem Kartenspiel von Etro bestückt. Zu kaufen bei Etro. Preis: 1.107 € Die schwarze Aktentasche „Warren“ von Michael Kors hat einen abnehmbaren Schulterriemen sowie ExtraInnenfächer für Mobil­ telefon und Tablet. Zu kaufen in der neuen Ludwig Beck Herren­ abteilung. Preis: 399 €

Mit diesem Herrenpullover brechen Sie Konventionen: Das Grafikmuster aus dünn gestrickter Schwarz-Weiß-Wolle revolutioniert den Ringelmustertrend und lässt sich als Statement zu Jeans oder Anzug variieren. Marc by Marc Jacobs, bei stylebop.com. Preis: 265 € 8 — MQ Winter 2014 /15

Das minimalistische Design der „Master Ultra Thin Grand Feu“-Uhr von Jaeger-LeCoultre versprüht durch sein Understatement absolut männliche Eleganz. Mit nur 5,04 mm Höhe passt das 18 Karat WeißgoldGehäuse unter jede Hemdmanschette. Bei Wempe, Preis: 25.600 €

Ein absolutes Glanzstück, besonders zu Jeans und Wollmantel. Der goldene Ankleboot von Max Mara mit kleinem Blockabsatz ist aus geprägtem Kalbsleder. Zu kaufen bei Max Mara. Preis: 529 €


In der Bauweise des „C-­L ine Master“ von Fischer Ski verbinden sich die Full Carbon Jacket Technologie und kongeniale Tor­s ionssteifigkeit zu einem AllMountain-Ski, der Profis und Amateure gleichermaßen begeistert. Bei Sport Schuster, Preis: 650 €

Dieser hellgraue Kurzmantel mit Kapuze stammt vom Hamburger Label garment. Der tradi­ tionell dicht gewalkte Lodenstoff und die schmale Silhouette bilden ein zeitlos schönes Musthave. Zu kaufen bei Garment München. Preis: 560 €

Edel und warm durch den Winter: Die eleganten Handschuhe aus hellgrauem Loden und schwarzem HaarschafNappaleder ergänzen sich toll mit dem silbergrauen Schal und der Pompon-Mütze. In allen Roeckl-Häusern. Preis: 59,90 € bis 149 €

Ein Paar Samtslipper sollte jeder Mann besitzen. Entweder klassisch zum Smoking oder cool zur schmalen Jeans auf der Party: Fest steht, dass die „Gancio Bit Loafer“ von Salvatore Ferragamo immer einen schlanken Fuß machen. Für 480 €.

Ein Stück Musik von Hand gemacht: Nicht mehr und nicht weniger bietet der „Performance DC“ von clearaudio, der High-End-Schmiede aus Erlangen. Vollendeten Gleichlauf, verlustfreie Signalweitergabe und komplexes Musikvolumen gibt es zu kaufen bei HiFi Concept. Preis: 2.850 €

Silvester,­ Oper, Galadinner: Die Gelegenheiten für einen Smoking zeigen sich im Winter vielfältig. Um dem strengen „Black Tie“-Dresscode ein smartes Schnippchen zu schlagen, empfiehlt MQ den grauen Slim-fit-Smoking „Walkers Cay“. Bei Baldessarini ab 699 €

Die cognacfarbene Handtasche von Coccinelle ist aus softem Kalbsleder und hat einen abnehmbaren Trageriemen. Die vergoldeten und satinierten Details verleihen ihr den besonderen Glanz. Zu kaufen bei Oberpollinger. Preis: 399 €

Dieses Prachtexemplar funkelt mit den Augen seiner Besitzerin um die Wette: 8.72 Karat Brillanten, OvalSchliff und acht Diamanten zieren den Armschmuck aus der neuen Vive Elle Kollektion von Bucherer. Bei Bucherer. Preis auf Anfrage

Der neue Nagellack von Artdeco in intensivem Bordeauxrot wirkt glamourös und feminin. Die hohe Widerstandsfähig­keit ermöglicht einen lang anhaltenden Glanz. Zu kaufen bei Douglas. Preis: 6,80 €

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Ein Flüstern, das die Nase hört 10 — MQ Winter 2014 /15


EINKAUFEN

Winterzeit ist Parfümzeit. Nie sind die Parfümerien so gut besucht wie in den Wochen vor Weihnachten. Worauf man beim Einkauf von Düften achten sollte, hat Matthias KothMarkgraf, die Nase der MQ-Redak­ tion, herausgefunden.

Foto: Shutterstock

Dr. Joachim Mensing lehrt und forscht als Duftpsychologe in Miami

Nichts kommt uns näher als der Duft, den wir auf unserer Haut tragen. Und das zumeist an Stellen voller Sinnlichkeit: am Hals, hinterm Ohr, auf der Brust. Parfüms sind Balsam für uns selbst und Versprechen an andere, sie bilden unsere Aura. Der Experte Dr. Joachim Mensing kommt im Interview gleich zu dem, was den Markt bei uns bestimmt: „Wir Deutschen lieben fruchtige Düfte. Waren das vor 30 Jahren noch exotische Früchte, so nähern wir uns heute Birne und Apfel, also mitteleuropäischem Obst an.“ Frucht-, vor allem Zitrusnoten entfalten sich auf der Haut besonders schnell. Das bedeutet: Aufsprühen, riechen, erleben binnen Sekunden, während viele orientalische Düfte bis zu 20 Minuten und länger brauchen, bis wir ein klares Bild davon haben. Interessant. Für uns ist allerdings ein anderer Trend, jenseits des Mass Markets, wie Mensing ihn nennt, noch interessanter. Es sind die sogenannten „Nischendüfte“ – so bezeichnet der Fachmann jene Kreationen, die vor allem die „Generation 45 plus“ erreichen: individuelle Düfte, fernab aller gängigen Normen, Düfte, die

dafür gemacht sind, ihre Träger von der Umwelt abzugrenzen. Sie werden in kleinen exklusiven Auflagen produziert, stammen oft aus fernen Ländern und kosten selten unter 100 und gerne auch mal 500 Euro pro Flakon.

Manche wechseln ihren Duft nach der Tageszeit Wer sich auf die Suche nach derart Speziellem begibt, der wird in Münchens Innenstadt sehr oft bei Brückner im Rathaus oder Ludwig Beck fündig. Dort stellt man die richtigen

Schwarzlose (Berlin) „Rausch“ – Eine Kultmarke und ein Parfüm, das eks­t a­t ische Nächte in Amber und Oud hüllt

Fragen. Tanja Bublitz von der Parfümerie Brückner erforscht den Käufer mit geübtem Blick: „Zunächst nach dem Typ, also sportlich, verspielt, elegant, etc. Dann kommt es auf die Haut an, ob sie eher fett oder trocken ist. Welche Emotionen begleiten den Menschen, welche Pflanzen, Farben und Ernährung bevorzugt er? Zu welchem Anlass will der Mensch den Duft tragen?“ Daran verdeutlicht sich bereits, wie gut ein Kunde mit Informationen gerüstet sein sollte, bevor er sich zu den Profis begibt. Wissenschaftlich ist nicht belegt, ob Parfüms eher morgens oder zu einer anderen Tageszeit ausgesucht werden sollten, aber man sollte sich darauf einrichten, „dass nach vier bis fünf Düften eine untrainierte Nase zu macht“, so die Expertin. „Also Zeit mitbringen und wenn nötig öfter einen Versuch starten. Es gibt für jeden den passenden Duft, es braucht nur →

Creed „Virgin Island Water“ – Tropenduft, der triste Winter­tage mit exotischer Leich­ tigkeit und riech­ barer Sonne erhellt

Carner „El Born“ – Neuer Duft aus Bar­c elona, der Spaniens florale Sinnlichkeit vor allem auf Frauen­ haut entfaltet

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EINKAUFEN

Angela Braun, Beauty-Expertin bei Ludwig Beck, kümmert sich auch um den Einkauf für die HautnahAbteilung

→ manchmal etwas Geduld“, ergänzt Tanja Bublitz. Und sie pflegt den Pragmatismus: „Will man seinen individuellen Duft finden, macht es Sinn, alleine los zu gehen. Jeder nimmt Düfte anders wahr und hat unterschiedliche Vorlieben. Da wird man in Begleitung schnell in die falsche Richtung beeinflusst.“ „Nur wer sich alleine unsicher fühlt, sollte jemanden mitnehmen, der ihn oder sie sehr gut kennt“, empfiehlt auch An-

Artisan Parfumeur „Mon Numero 3“ Ludwig Beck Edi­ tion – Ein Duft als Hommage an Münchens Energie und Charme, von Lavendel bis Vetiver

Mit feinen Düften aufgewachsen: Tanja Bublitz leitet heute das Familien­ unternehmen Parfümerie Brückner

Parfümerie Brück­ ner „Aoud Gold“ – Vielschichtiger, sinnlich orientalisch inspirierter Duft, der mit sanftem Oudanklang spielt

Foto: Viola Kann

Atkinsons „24 Old Bond Street Triple Extract“ – Die hohe Schule des Englischen Colognes für Herren blumig, würzig wie ein edler Drink

gela Braun von Beck. Wie sehr Parfüms als Markenzeichen der Marke „Individuum“ definiert werden, belegt sie selbst: Heute lagert sie bisweilen mehrere Düfte übereinander, aber früher hat sie lange nur einen Duft, quasi als Erkennungsmerkmal, getragen. So verfahren viele Menschen, dabei ist der gelegentliche Wechsel schon aus jahreszeitlichen Erwägungen angebracht. „Im Winter suchen viele Leute wärmende, umhüllende Düfte“, sagt Braun. Klar,

dass es im Sommer dann spritzig sein darf. Bublitz kennt ihre Kundschaft mindestens genauso gut: „Manche haben einen einzigen Duft, der sie ein Leben lang begleitet. Andere legen sich eine stattliche Kollektion zu oder wechseln regelmäßig zwischen Tag und Nacht.“ Fazit: Düfte sind noch mehr als Mode Ausdruck der individuellen Lebenseinstellung oder Gemütslage. Wer einfach nur gut riechen will und damit alles Persönliche kaschieren möchte, der sprüht meist verkehrt. Und einen wichtigen Tipp haben beide Damen noch: Tragen Sie Düfte zum Testen an Stellen auf, die stark durchblutet und warm sind, damit er sich schnell entfaltet. Also am Handgelenk oder in der Armbeuge. Mehr als vier Düfte sollte man auf diese Weise allerdings nicht auf einmal erriechen wollen. Jedoch hilft ein →

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Eine Auswahl besonders kostbarer DuftKomponenten Yves Saint Laurent „Opium“ – Klassi­ scher Damenduft aus dem Massenmarkt mit orientalisch be­ törenden Noten

Philly & Phill „Pure“ – Aphrodisierender, warmer Duft, der Männer und Frauen mit viel Moschus anlocken soll

→ Vorab-Test am Papierstreifen Nullnummern auszuschließen.

In Deutschland ist man oft zu ungeduldig beim Probieren eines Duftes „Jedes Parfüm duftet auf jeder Haut anders. Neben Ernährung und Hautbeschaffenheit sind die Sexualhormone schuld, dass wir alle unterschiedlich riechen“, erläutert Bublitz. „Mit fettiger Haut harmonieren zum Beispiel würzig-orienta­ lische Düfte wie Ylang-Ylang oder Gewürze besser. Bei trockener Haut sind Zitrusfrüchte oder Bergamotte ideal. Außerdem sollte trockene Haut eingecremt werden bevor der Duft aufgetragen wird, dann hält er sich besser.“ Das bestätigt Angela Braun und ergänzt, dass man ein neues Parfüm vor dem Kauf mindestens 20 Minuten lang an der frischen Luft wirken lassen sollte. Wir erinnern uns an an den Duftexperten Dr. Mensing: Deutsche Ungeduld passt nicht zum Kauf komplexer Düfte. Genauso wenig wie die schreckliche Angewohnheit, jeg­ liche Faserart zu besprühen. Vie­ le Kunstfasern haben schon mit Schweiß erhebliche Koalitionsprobleme, kommt dann noch ein alkoholhaltiges Parfüm dazu, kann es zum olfaktorischen Debakel kommen. Also sollte man nur trockene und natürliche Ober­flächen wie Haut, frisch 14 — MQ Winter 2014 /15

Paco Rabanne „1 Million“ – einer der bekanntesten Mass MarketHerrendüfte mit orientaler Note

gewaschene Haare oder Kaschmir besprühen. Völlig ausgeschlossen sind Leder und Pelz: „Da Sie beides nicht waschen können und Parfümöl Flecken hinterlassen kann, darf man hier auf keinen Fall sprühen“, rät Angela Braun. Und eine wichtige Regel gilt außerdem: Ein Parfüm ist nur dann richtig platziert, wenn es erst ab 50 Zentimetern Abstand wahrgenommen wird. Wer will denn schon als Duftkerze durch die Gegend laufen?

Warum billige Düfte billig sind und teure teuer Fragt man die Expertinnen nach den großen Preisunterschieden auf dem Markt, sind sie sich einig: Billige Parfüms werden zumeist durch viele synthetische Beigaben oder viel Alkohol gestreckt. Ob sie nun schnell verfliegen oder auf der Haut durch erhöhte Schweißproduktion kippen – beides verunsichert den Träger. Fakt ist freilich auch: Allergien können bei einem teuren Duft genauso wie bei einem günstigen auftreten. Aber bei Nischendüften werden deutlich mehr natürliche Inhaltsstoffe als bei den großen Marken verwendet. Je mehr reine Essenzen verwendet werden, desto teurer ist ein Parfüm. „Dabei gilt es zu beachten, dass tierische Beigaben wie Moschus im Sinne des Artenschutzes in-

OUD : seltenes Harz

vom Adlerholz­ baum, das speziell fermentiert wird. A MBR A : Auswurf

von Walfischen, der wiederum von Salz­ wasser fermentiert werden muss. MOSCHUS : Natür­

liches Moschus ist selten, weil die Moschustiere unter Artenschutz ste­ hen, es gilt als aphrodisierend. R OSE : Eine an sich

gängige Note. Aber eine Tonne Blüten bringt maximal 300 Gramm Duftöl. J A SMIN : Feminin,

aphrodisierend wirkendes Duftöl, für das Unmengen von kostbaren Blüten nötig sind. PFE FFE R : In par­

fümtauglicher Reinheit schwer zu isolieren, daher in hochqualitativen Düften wie „Poivre Samarcande“ von Hermès enthalten, sehr teuer

In Baierbrunn bei München ste­ hen tausende von Düften in den Regalen von Drom Fragrances

zwischen meist künstlich hergestellt werden“, erläutert Braun. Lagern sollte man Parfüms grundsätzlich in dunklen, klima­ neutralen Schränken, am besten nicht im Badezimmer. Wer einen Duft richtig lagert, der kann sich darauf verlassen, dass er mindestens drei Jahre oder länger im Flakon hält. Je mehr Flüssigkeit im Flakon liegt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit der Oxidation.

Von der sexuellen Attraktivität und dem Duft Münchens Bereits im alten Ägypten verwendete man Pheromone.


EINKAUFEN DUF TENTWICKLERIN DALI A IZEM IM INTERV IEW

Damals war es der Schweiß von kräftigen Personen, der in Fässern gelagert und später mit Düften gemischt wurde. Heute werden sie künstlich produziert. Viele Studien be­ legen, dass die Wirkung nicht verfehlt wird. Ein bekannter Klassiker mit Pheromonen ist zum Beispiel ‚Opium‘ von YSL. Heute kann man auch mit Stoffen wie Ambroxan und dem Molekül Iso E Super diese Wirkung erreichen, so in der modernen Interpre­ tation ‚Pure‘ von Philly&Phill. Generell gilt: „Eine aphrodi­ sierende Wirkung sagt man warmen, weichen Düften nach, beispielsweise Amber, Moschus, Jasmin oder Castoreum. Männer mögen an Frauen Vanille ganz gerne“, da muss Angela Braun selbst lachen, während sie das sagt. Auch wächst die Experimentierfreu­ de: Frauen probieren bewusst Männerdüfte aus. Und Männer entdecken für sich typisch weibliche Noten wie Rose, Jas­ min oder Tonkabohne. Und wie duftet München? Bei Ludwig Beck hat man ihn bereits, den Duft zur Stadt: „L’Artisan Parfumeur hat ex­ klusiv für uns ‚Mon Numero 3‘ kreiert. Ein holzig-frischer Duft mit italienischem Lebens­ gefühl.“ Und auch die Brückner-Spezialistin Bublitz ist um keine Antwort verlegen: „Ein Duft für München müsste voll Energie und Lebendigkeit sein. Die Sonne des Südens durch Ingredienzien wie Limo­ ne und Orange, die Bodenständigkeit der Münchner durch ein florales Bouquet vom Blumenladen um die Ecke. Feine Vanille macht den Duft weich und kontert die angeb­ liche Ruppigkeit des Münch­ ners.“ Ein schöner Schluss von Tanja Bublitz.

Dalia Izem zählt zu den seltenen „Nasen“ in Deutschland, sie arbeitet als Duftentwicklerin für Drom Fragrances.

mit Erinnerungen. Ich würde zuerst fragen: Ist das Parfüm für Sie, damit Sie sich gut fühlen oder möchten Sie es als Accessoire zu Ihrem Outfit oder wollen Sie, Wo haben Sie überall dass andere sagen: „Sie gearbeitet? riechen so gut.“? Dann In Frankreich, Südameriechen Sie erstmal drei rika, Deutschland. Aber oder vier auf Riechstreigenauso wichtig sind die Geruchserinnerungen fen und dann eliminiean meine Kindheit in Alren Sie jene, die Sie gar nicht mögen. Den Rest gerien. Düfte gehören zu probieren Sie als Probe Emotionen, das ist bei auf Ihrer Haut über den allen Menschen so. Man Tag. Nur dann lernen Sie ruft mit jedem Duft eine die Kopfnote, Herznote Erinnerung wach. und Basisnote kennen. Was riechen Sie hier in Wer innerhalb von zehn München besonders oft? Minuten ein Parfüm kauft, Vor allem kalte und warder würde auch ein Lied me Gewürze. Als Parfüm nach ein paar Sekunden rieche ich sehr häufig des Hörens beurteilen. ‚Le Male‘ von Jean Paul Man muss sich aber Zeit Gaultier, ein typischer Fougère – aber mit orien- nehmen. talischen Anklängen. Hier Wie viele Düfte kann eihat man eine Neigung gentlich ein Profi wie Sie zum Luxus, das passt eiauseinander halten? gentlich zusammen. Ich Wir riechen etwa 30 nenne das den „Urban Parfüms pro Tag. An RohChic“. stoffen muss man etwa 300 Essenzen blind diffeHaben denn Oud, Ambra und Weihrauch eine renzieren können. In meinem Alltag bei Drom sind Chance? das aber inzwischen 500 Ja, sie werden immer mehr akzeptiert. Das liegt bis 600, die ich erkenne. aber zum Beispiel in Mün- Muss ich mir um meine chen an den vielen BeNase Sorgen machen, suchern aus dem nahen wenn ich gar keine Noten und mittleren Osten. Man erkenne? kommt also in Kontakt Nein, es ist wie in der Mudamit. Und dann sind sie sik. Sie sollen gar nicht wiederum sehr mit Luxus die einzelnen Komponenverbunden. Oud findet ten riechen, sondern den längst auch abseits des Komplex eines Parfüms – Dubai-Marktes statt. also die Melodie. Wir ParUnd wie finde ich denn fümeure arbeiten so hart an Harmonien, es wäre dann einen guten Duft? schade, wenn Sie dann Jeder kommt in eine nur einzelne KomponenParfümerie mit seiner persönlichen Geschichte, ten erkennen.

Woher rühren eigentlich diese eklatanten Preisunterschiede? Es geht zunächst um den Anteil des Parfüm-Öls, das meist am teuersten ist, dann kommt die Qualität des Alkohols und am Ende die Verpackung hinzu. Und vergessen wir nicht: Marketing und PR kosten natürlich auch etwas. Es kann aber auch passieren, dass ein Duft günstig wird wegen der produzierten Menge, trotzdem sind kostbare Öle enthalten. Der Preis allein ist also nicht unbedingt ein Indikator für Qualität. Vorletzte Frage: Taugt ein Duft als Statussymbol? Vielleicht bei reinem Ambra oder Oud. Da beläuft sich der Preis auf das Doppelte des aktuellen Goldpreises. Und haben Sie zum Schluss vielleicht noch einen speziellen Tipp für unsere Leser? Ja. Wenn Sie eine stark parfümierte Body Lotion verwenden, verzerrt das das Parfüm. Duschgele hingegen verbleiben nicht auf der Haut, die verfremden Ihr Parfüm nicht – dann entfaltet es seine volle Wirkung.

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Das Etuikleid „Ella“ vom Ham­burger Label garment wirkt frisch, schmeichelt der Figur und passt perfekt unter einen dicken Wollcardigan. Erhält­lich bei garment. Preis: 299 Euro garment-online.de Ickstattstraße 2b Mit frischem Look ins neue Jahr: Das Team vom Schnittraum München macht es möglich. Die per­sönlichen Geschenkgutscheine für ein neues Styling oder ein Rundum-Sorglos Cut & Color Paket gibt es in beiden Salons oder auf

Beauty

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Münchner Meile

FOLG E �

Sie ist schicker als die Champs-Élysées und dank Straßenbahngebimmel doch ein geerdetes Stück München: Die Maximilianstraße erfreut als lokale Hauptschlagader das Shopping-Herz von Menschen aus aller Welt

N O R D S E I T E

Nº 31 — Es wäre infam, gucci auf farbige Gürtel und schicke Slipper zu reduzieren, auch wenn sie zeitlose Statussymbole und Dauerbrenner darstellen. Tatsäch­ lich inspirieren die Kollektionen von Chefdesignerin Frida Giannini zahlreiche Trendmacher fernab italienischer Klischees.

Nº 25 — In Aschheim liebt man es spektakulär. Zumindest, wenn es nach dem von dort stammenden Label escada geht. Dabei steht der Stil des 2009 kollossal vorm Ruin geretteten Hauses doch für den cool Chic.

18 — MQ Winter 2014 /15

Nº 29 — Von Hollywood zurück nach Italien und dann in alle Welt: Salvat ore Ferragamos Schuhe sind gleichsam schick und komfortabel, außergewöhnlich und Understatement – da fühlen sich die Füße zu recht wie Filmstars.

Nº 23 — Es stimmt, dass Modemacher ralph lauren qua Geburt Model-Qualitäten hatte. Und ja! Seine Looks sind so pragmatisch sportlich chic, dass sie sein design­ vernarrtes Lebensgefühl intererlebbar machten.

Nº 27 — Funktional und technisch auf höchstem Niveau, hat das italienische Label st one isl and zunächst den urbanen Chic der Shaker und Maker unter den heute 40-50-Jährigen erneuert. Seit Ende der 90er ist die High-End-Marke zum Dresscode ganzer Familien gereift.

Nº 21 — Eigentlich steckt der Stilschuh-Experte t od’s voller Fehlinterpretationen. Denn es geht nicht nur um Loafer, das Design stammt nicht aus England und es handelt sich tatsächlich um ein Familienunternehmen.


Nº 21 — Ja, einen Mann na­ mens hug o b oss gab es wirklich mal. Er scheiterte am Realschulabschluss und wurde zum Gründer und Na­ menspatron einer der welt­ weit erfolgreichsten Modefir­ men. Chapeau, Hugo!

Nº 15 — Feine Schuhe und über alle Zwei­ fel erhabenes Taschendesign – bevor­ zugt in monochrom aber außergewöhn­ lich gefärbtem Leder – haben bally berühmt gemacht. Dabei bedeutet jede Ready-to-Wear-Kollektion für Damen und Herren ein Zeitgeist-Statement!

Nº 11 — Lassen wir einfach mal alle Dogmen, die das Designduo d ol ce & gabbana angeblich pflegt, beiseite und bleiben wir leidenschaftlich: Ihre LaufstegModelle rauben uns jedes Mal den Atem!

Nº 17 — Es passt ganz gut zum Hau­ se bvl gari, dass man sich in Rom, unweit von Gottes Stellvertreter auf Erden beheimatet fühlt: Denn der kunstvoll gefertigte Klasseschmuck dieser Italiener zählt zum Erlesens­ ten, das wir auf Erden haben.

Nº 11-15 — Nonkonformismus, Überschwang und Begeisterung für die eigene Persönlichkeit. Zu nicht weniger wollen die Optiker bei leidmann ihre Klienten inspirieren. Diese Sicht der Welt fassen sie in Büffelhorn, Holz, Stein & andere feine Materialien.

Nº 11 — Zwischen Tragik und über­ strapaziertem Marken-Image erlebt versace heute, 17 Jahre nach Mastermind Giannis Ermordung, eine Rehabilitation unter den mega­ coolen, jungen Lifestylern, zu recht!

Nº 17 — Christbaum, Vorfahrt, Nob­ lesse: Alles wird zum liebenswerten Brimborium im hotel vier jahres zeiten. Dabei findet, wer hinter die Kulissen blickt, ein sehr menschelndes, vollkommen unkarikiertes Gästehaus, das ganz nebenbei zur absoluten Ober­ klasse zählt. Münchner Nonchalance!

Nº 11 — Purer, feinmechanischer Luxus, der tief im Schweizer Jura wurzelt: Dieser Esprit des Uhrenund Schmuckhauses chopard hat sich seit 1860 in einer vielleicht manchmal zu abwechslungsrei­ chen Geschichte doch stets erfüllt.

Nº 11 — Keine zweite Marke aus Italien verkörpert so authentisch ihre eigene Stillinie wie etro. Eine Familie weltgewandter In­ tellektueller verschreibt sich der Mode. Wir warten nur auf die Verfilmung dieser Geschichte!

→ Winter 2014 /15 MQ — 19


S Ü D S E I T E

Nº 36 — Hurra, es ist ein lieb lingsstück, freuten sich manche Kunden nach der Neueröffnung des Spezialisten für Mode, Blumen und Einrichtung – Glückshormone im Überfluss.

Nº 30 — Wer wie valentino seinen Vornamen zur Modemarke macht, der sollte sich nicht wundern, wenn er mit Hollywood und Co. schnell beim "Du" landet. Wir Münchner begegnen dem Mailänder mit mehr Respekt.

Nº 22 — Wohnkultur für die namentlich Beglückten wartet in limitierter Auflage oder gar als Einzelstück in der casa f ortunata. Nur die besten Designmarken und eigenständige Manufakturen werden hier handverlesen platziert. 2 0 — MQ Winter 2014 /15

Nº 32 — giorg o armani hat mehr als nur einen Fuß in der Tür zu München: Seit diesem Jahr stattet er den FC Bayern bei offiziellen Auftritten aus. Und sicherlich noch ein paar Münchner mehr.

Nº 26-28 — Café, Box-Office, Klassebühne? Wer erahnt schon, was sich hinter der Fassade der kammerspiele verbirgt. Und damit hat das kleine Theater seine eigent­ liche Aufgabe bereits von außen erfüllt.

Nº 22 — Am Ende sind es doch immer Häuser wie hermès , die in Sachen Stil wahrhaftige Maßstäbe setzen. Am liebsten im Detail wie bei Krawatten, quadratischen Schaltüchern, beides aus aufwendig bedruckter Seide, oder Düften und… wohltuender Mode.

Nº 30 — Keinen Kometen, einen Fixstern am internationalen Modefirmament hat das coole Nordlicht jil sander einst geschaffen. Ihr minimalistischer Stil konnte der deutschen Couture ein Bleiberecht in der Hochmode erobern.

Nº 24 — Als Fotograf Juergen Teller den alten Yves saint l aurent ablichtete, da glaubte der Zuschauer noch an das ewige Leben. Doch Chefdesigner Hedi Slimane lässt den Geist des Gründers so sehr aufleben, dass jede Kollektion zur Wiedergeburt wird

Nº 20 — Wenn eine geniale Designer-Dynastie am Ende nur noch als Schmucklabel wahrgenommen würde, das wäre schlimm. Bei cartier hat man sich den Erfindergeist deshalb bewahrt und Herrenuhren der Legendenklasse parat.


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Nº 20 — Wer die Augen schließt und sich Chic vorstellt, der denkt oft unbewusst an eine Kastenjacke oder das Kleine Schwarze von chanel . Aber auch an Provokation und weibliches Selbstbewusstsein.

Nº 14 — Hugh Jackmann, Staatsoberhäupter, jeder, der was Wichtiges zu signieren hat, möchte das am liebsten mit einem tintentropfenfreien Füller von montbl anc tun. Dabei gibt es im Hause inzwischen so viel mehr: Uhren, etc.

S

Nº 18 — Eleganz definiert sich beim traditionsreichen und immer überraschenden Pariser Prachthaus dior seit dessen Gründung (1946) aus Form und kongenialen Farbarrangements. Hier wird Hohe Mode für jedermann verständlich.

Nº 12-14 — Das leidige Thema Pelz wollen wir bei fendi mal kurz ausblenden und auf die ansonsten reizende Kollektion schwenken. Nicht zu vergessen, die Düfte, die Nischenqualität in den Massenmarkt bringen. Genial!

pitzenmarken von Weltruf: Mode, Wohn­ kultur, Kunst, kostbarer Schmuck. All das reiht sich wie an einer Perlenschnur ent­ lang der Maximilianstraße, die – soviel Ehre gebührt ihrem geistigen Ziehvater – namentlich auf Max Zwo zurückgeht. Der hatte 1850 einen Wett­ bewerb ausgeschrieben und, anders als es heute oft passiert, in der Tat das beste Team gewinnen lassen. So inspiriert die wahr gewordene Vision der Herren Bürklein und Kollegen bis heute das Gemüt eines je­ den Münchners in Form jener Prachtstraße, die ihn zum fast schon lasterhaften Konsum verführt. Ach, herrlich! Immerhin, einen Parkplatz bekommt man

Nº 16 — Dieser Jimmy Cho o darf getrost als im besten bayerischen Sinne „spinnert“ bezeichnet werden. Spätestens seitdem er mit Damen-Maßstäben auch Herrenschuhe und Accessoires designt. Die haben übrigens das Zeug zu Design-Museumsstücken.

Nº 10 — Willkommen in der Meisterklasse! Auf Baselitz folgen bei der galerie fred jahn schon mal vermeintlich simple "O.n.p.a.p.e.r"-Arbeiten von Biber, Braun, Dacey, Kowald & Co. Zu sehen bis zum 17. Januar 2015. Und natürlich auch zu kaufen.

hier leichter als am Gärtnerplatz. Internationales Flair umso mehr. Denn die „Maxi“, wie sie liebevoll von den „Zuagroastn“ genannt wird, bündelt in sich gleichsam Schauklasse und Münchner Drang zum Höheren. Da harren feine Theater ihres Pub­ likums, feine Designer ihrer kaufkräftigen Kund­ schaft und in Hinterhöfen und Sousterrains Trend­ setter ihrer Klientel, die nach individueller Lebens­ kultur hungert. Gäbe es München mit all seinen Qualitäten als Mikrokosmos, hier könnte der Chau­ vinismus zu Hause sein. — Texte: Matthias Koth-Markgraf — Fotos: Christian Hacker Winter 2014 /15 MQ — 21


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Die MQ LabelSerie

FOLG E 3

Design und zeitloser Schönheit ausdrückten. Im Fall von Salvatore bereits mit neun Jahren, denn damals hatte er sein erstes Paar Schuhe designt – für seine Schwester zu deren Firmung. Nachdem er mit 16 seine Schuhmacherlehre in Neapel abgeschlossen hatte, folgte er 1914 zunächst seinem Bruder nach Boston in die USA, um schließlich im kalifornischen Santa Barba-

In diesem Heft porträtiert MQ zwei Labels, die unterschied­licher nicht sein könnten und Salvatore Ferragamo Die frühe Bestimmung

Will man sich einem der prägendsten Schuhdesigner aller Zeiten nähern, muss man nach einem überzeugten Handwerker mit Forscherdrang und Künstlerblick suchen: Als Salvatore Ferragamo 1960 verstarb, hinterließ er 350 Patente und sechs Kinder. Alle sechs engagierten sich, genau wie ihre Mutter Wanda, für den Fortbestand des guten Namens und machten daraus eine Weltmarke, die man besser nicht mit dem kühlen Auge der Finanzwelt – seit 2011 ist das Unternehmen börsennotiert –, sondern am besten mit derselben Leidenschaft betrachtet, die der begnadete Schuhmacher Salvatore und seine Tochter Fiamma (ital. Flamme) bereits durch ihre intensive Verbindung von Komfort, 2 2 — MQ Winter 2014 /15

doch durch eine Sache verbunden sind: Dies sind die Geschichten eines Schuhmachers mit Hoch­ schul­bildung und eines Mannes, der die Kälte besiegte.

Guter Stil, vollkommen schmerzfrei: Salvatore Ferragamo beschuhte einst ganz Hollywood, heute die Noblesse der weiten Welt

ra ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Er ist wissbegierig, möchte die Füße der Frauen verwöhnen, auch mit hohen, außergewöhnlichen Schuhen, und entwickelt nach einem Anatomiekurs an der Uni einen Highheel mit Stahlfedereinsatz und wird so zum Erfinder jener Sandalette (zehenfreier Schuh), aus der Frauen endlich nicht mehr nach vorne wegrutschten. Da haben ihn Hollywoods Filmdiven längst für sich entdeckt. Er wird zum Schuhdesigner der Stars und fühlt sich 1927 dennoch berufen, ins italienische Florenz zurückzukehren, wo er unter anderem den Keilabsatz (Wedges) erfindet und eine Schuhfabrik eröffnet. Mit nur 62 Jahren


verstirbt er, seine Tochter übernimmt und expandiert in knapp 40 Jahren mit Filialen in alle Welt. Wie ihr Vater tüftelt und designt sie unermüdlich, bis auch sie mit nicht mal 60 Jahren stirbt. Indes avanciert sie zur wahren Kultfigur. Umso beachtlicher, dass inzwischen mit dem 43-jährigen Massimiliano Giornetti ein Kreativdirektor inthronisiert wurde, der das gewaltige Erbe weiterinterpretieren soll. Die Familie vertraut ihm. Seine Arbeiten gibt es in der Maximilianstraße 29 zu sehen, ferragamo.com

Woolrich In die Arktis und weiter

Es ist schon eine Crux mit hippen Marken, weil viel zu oft ihre große Historie hinter modischer Hysterie verschwimmt. Nicht so im Fall von Woolrich. Hier dient tatsächlich bis heute

Rustikal und tief in Amerikas Frostge­ bieten verwurzelt: Woolrich braucht kein aufgesetztes Image – hier ist alles echt traditionell und cool

das Designarchiv der 1830 von John Rich gegründeten Firma, die später ins Städtchen Woolrich/Pennsylvania übersiedelte als Vorlage oder zumin­ dest Inspiration für die Damen-, Herren- und Kinderkollektion. Dass neben dem legendären Arctic Parka, der einst mit KojotenfellKapuze und Hand­ wärmtaschen bestückt, bereits Arbeiter in Fisch­ fabriken frostfrei hielt, auch Urmaterialien wie das wasserfeste ByrdCloth heute auch in Europa erhältlich sind, ist ein paar Trendscouts aus Italien zu ver-

aus wie die Arktisexpedidanken, die 1985 Woolrich in ihre Heimat tionen, für die Woolrich holten. Es lief anscheiim frühen 20. Jahrhunnend ganz gut mit der dert Kleidung entwiitalienisch-amerikackelte. Oder liegt es einfach an der nischen Freundklaren Handschaft, denn seit 2008 steuert die schrift, die sich bolognesische WP längst durch die Lavori den weltkomplette Kolweiten Vertrieb lektion zieht? von Woolrich. Wir Münchner Und München ist mögen ja auch dabei zu so etwas alles, das redliche wie der heimlichen Wurzeln hat und Hauptstadt des Ladiese nicht verleugbels avanciert. – Wanet. Weder bei Hemrum, das weiß keiner den, Hosen, Schuhen, so genau. Es hat wohl und was es sonst nicht was mit unserer Affinoch alles gibt. In der Brienner Straße 11 nität zu den Amis und woolrich.com Italien zu tun. Unsere Winter fallen ja längst — MAT T HI A S KOTHnicht mehr kalt MA RKG Anzeige QMso 97x131.qxp_Layout 1 02.11.14 11:11 Seite 1 RA F

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Essen &Trinken MQ Tipp

Pageou

Kardinal-Faulhaber-Str. 10 · Telefon 24 23 13 10 · Mo-Sa 12:00–14:30, 18:30–22:00 Uhr · pageou.de „Pageou“ (sprich: Pagoh) ist das neue Restaurant des aus Hamburg und natürlich auch aus dem Fernsehen bekannten Küchenmeisters Ali Güngörmüs , das kürzlich im Komplex der Fünf Höfe das etwas in die Jahre gekommene Ederer abgelöst hat. Seinen Namen trägt das Lokal nach dem ehemals aus sechs Lehmhütten be­stehenden Dorf in Ostanatolien, in dem Ali Güngörmüs aufwuchs, bevor er in der Welt des feinen Kochens Michelin-Stern und GaultMillau-Hauben erkochte. „Schau’ in die Sonne, schau’ in den Tag“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des tür­ kischen Familiennamens Güngörmüs. Mal muten die Ergebnisse seiner Kochkunst mediterran an, mal orientalisch: Stets wissen ausgewählte Aromen die Besonderheit eines Produkts fein zu unterstreichen. Seine Küchen­ chefin in München ist Elisabeth Anetseder 24 — MQ Winter 2014 /15

(vorher Souschefin im Königshof), die München mit einer „jungen, modernen und kosmopolitischen“ Küche verköstigen will, die im Sinne des Meisters mit exotischen und orientalischen Einflüssen verfeinert ist. „Krawattenzwang oder zugeknöpfte Distanz passen nicht“ zu seinem Lokal, sagt Güngörmüs. Herzstück des Gastraums ist „die Sonne des Pageou“: eine gehämmerte Metallscheibe, die ein fesselndes Lichtspiel erzeugt und den Blick ins Unendliche erweitern soll. Im Frühjahr wird das Pageou auch eine Terrasse im Innenhof eröffnen, und dem Treiben rund um die Fünf Höfe wird man dann auch von einem zusätzlichen Café-Bereich aus, direkt an der Kardinal-Faulhaber-Straße, zusehen können. Die ersten Rückmeldungen von Gästeseite sind sehr euphorisch, nur eine Dame lästerte im Tripadvisor, dem Fachforum für ambitionierte Schläfer und Esser, dass sie zwar sehr be­ eindruckt war von „service, interior, ambiance“, aber: „I would have loved the food to be a little more.“ — F.O.

Die „Sonne des Pageou“ prägt den schönen Gastraum des neuen Edelrestaurants


GEDANKEN LOS Genießen Sie das einzigartige Ambiente in einem der exklusivsten Yogastudios der Stadt. Mit erstklassigen Lehrern und einer Ausstattung auf höchstem Niveau. Inspiration und Herausforderung in wöchentlich über 30 Kursen und Workshops. Unterschiedlichste Yogastile für jeden Bedarf und jeden Geschmack. Von Yogatechnik für Einsteiger bis hin zu körperlich fordernden Yogaklassen für Fortgeschrittene. YOGASTUDIO by SPORTS & HEALTH

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ESSEN & TRINKEN No. 15

Neureutherstraße 15, Telefon 33 72 99, Di – Fr 12:00 bis 14:30 / 18:30 bis 22:00 Uhr , Sa nur abends, restaurant–n15.com

Martini Club Relaunch in der Bar des LenbachPalais. Die stilbewusste Hotel-Kette Rilano hat den früher mit aufregenden Tresen-Motti auftrumpfenden Laden in zarten Goldtönen völlig neu und edel gestaltet. Auf der Cocktailkarte finden sich rund 200 Komposi­tionen, darunter allein 24 verschiedene Martini-Kreationen, und die Küche verwöhnt mit feinem New York Style Barfood wie Burgern, Steaks und anderen Bar-Klassikern. — F.O. Ottostraße 6, Telefon 549 130 0, tägl. ab 18 Uhr, So. geschlossen

Als kürzlich die Miche­ lin-Ausgabe 2015 vor­ gestellt wurde, ent­ puppte sich ein an für sich eher unspektaku­ läres Restaurant als das einzige in München, das neu in die Riege der mit Stern ausge­ zeichneten Lokalitäten aufgenommen worden war. Im Schwabinger Restaurant N°15 geht Inhaber Michel Dupuis seit letztem Jahr wie­ der seiner Leiden­ schaft, der französi­

schen Bistro-Küche, nach. So wie er es schon früher im Glo­ ckenbach und dem Dukatz im Schäffler­ hof hielt, werden un­ ter seiner Regie klas­ sische französische Gerichte neu und leicht interpretiert.

Das Ambiente ist, wie es einschlägig immer so schön heißt, von „schlichter Eleganz“, im Sommer jedoch gibt es einen einma­l i­ gen Garten, wo man einen Kurzurlaub in Schwabings Provence genießen kann.— F.O.

In München selten anzutreffendes Weltniveau verkörpern Bobby Bräuer und das EssZimmer in der BMW-Welt

EssZimmer

Am Olympiapark 1, Tel. 3 58 99 18 14, Di–Sa ab 18 Uhr, esszimmer-muenchen.de Noch einmal der Guide Michelin: Die neue Ausgabe überraschte EssZimmer-Chefkoch Bobby Bräu2 6 — MQ Winter 2014 /15

er mit dem zweiten Stern, wobei es eigentlich keine richtige Überraschung war, denn diese Erhebung in den Michelin-Hochadel war ja schon länger abzusehen gewesen. Im Obergeschoss der BMW Welt serviert Bräuer unter der geschäft­

lichen Regie von Feinkost Käfer bayerisch Regionales (Milchferkel, Stoppelente) und internationale Abstecher (Petersfisch, mallorqui­nische Garnelen) unter den Überschriften „Herzstück“ und „Exkursion“ und hat damit mindestens so viel Erfolg wie der bayerische Autohersteller mit seinen Karossen. Mit warmen Farben, dunklem Leder und edlen Hölzern hat die Design-Abteilung hier eine wirklich elegante Wohlfühlatmosphäre geschaffen, obwohl sich das EssZimmer ja eigentlich im dritten Stock einer gigantischen Schau- und Auslieferungshalle befindet. Die Preise sind natürlich nicht gerade niedrig, allerdings wird der Gast auf Wunsch auch mit dem hauseigenen Limousinen-Service abgeholt und heimgebracht.  — F.O.


MOMENTE

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Gourmet-Kochkurse bringen die Haute Cuisine an den heimischen Herd. Der Küchenspion hat sich für diese Ausgabe unter die Teilnehmer am Kurs des Münchner Sternekochs Andi Schweiger gemischt – und hat einiges dazugelernt.

Kulinarisch auf Kurs

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ESSEN & TRINKEN KÜCH EN SPION SPEZ I AL

Am Ende sehen die Teller aus wie aus der Sterneküche – und man ist glücklich, dazu beigetragen zu haben

Winter 2014 /15 MQ — 2 9


ESSEN & TRINKEN KÜCH EN SPION SPEZ I AL

Von Volker Hansen mit Fotos von carolin hirschfeld Hochwertig zu kochen ist im Trend, Kochkurse werden in allen denkbaren Varianten angeboten und sind meistens lange im Vorfeld ausgebucht. Die Teilnehmer versprechen sich Erkenntnisgewinn und Einblicke in die Töpfe der Stars am Herd – im Idealfall gibt es im Verlauf eines Kochkurses einen Moment, an dem jeder seinen persönlichen Erfüllungsmoment erlebt. Weil man zum ersten Mal einen Fisch mit einem richtig guten Messer filetiert hat. Weil man zusammen mit dem Lieblingskoch Gnocchi formt. Oder weil das selbst geschnippelte Gemüse im fertigen Gericht noch nie so gut geschmeckt hat. Ein Kochkurs ist wie Essen generell eine in­ dividuelle und mitunter hochemotionale Ange­ legenheit. Dass das nicht nur für die Teilnehmer gilt, sondern auch für den gastgebenden Koch, war einer der vielen positiven Eindrücke beim Besuch von Andi Schweigers Italien-Kochkurs. Der Sternekoch und, ja, TV-Star ist ein nahbarer, cooler Typ, der aber im Laufe seines achtstün­ digen Programms ebenso von seinen Gefühlen geleitet wird wie die 15 Teilnehmer. Denn bei einem Kochkurs geht es um mehr als nur ums Essen zubereiten. Es geht auch um ein Gruppen­ erlebnis und darum zu erleben, dass viele Köche eben doch nicht zwangsweise den Brei verderben. Dazu braucht es freilich mehrere passende 3 0 — MQ Winter 2014 /15

Andi Schweiger ist ein nahbarer und unterhalt­ samer Gastgeber, die Gruppe hört ihm aufmerksam zu und hat von Anfang an Lust, Vieles selbst zu machen

Komponenten: Einen guten Koch, ein gutes Team und gutes Essen. An jenem Samstag in Andi Schweigers Kochschulen-Gewölbe waren alle drei Voraussetzungen erfüllt. Die Schulküche liegt im zweiten Unter­ geschoss des Hofbräukellers am Wiener Platz. 2013 hat Schweiger dort unten seine Vorstellung einer zeitgemäßen Kochschule in die Tat umgesetzt: Ein kernsanierter Gewölbekeller, der atmosphärisch irgendwo zwischen EventLocation und umgedeutetem Weinkeller liegt. Bunte LED-Lichter tauschen die Sandsteinwände in wechselndes Licht, der große Küchenblock ist hell erleuchtet und wirkt wie eine Bühne, auf der kurz vor Beginn um 14 Uhr noch letzte Vorbereitungen für den Auftritt getroffen werden. Zur Begrüßung läuft Indierock in ordentlicher Lautstärke. Das sollte auch während des ganzen Abends so bleiben. Ein erstes Anzeichen für das Unkonventionelle, das Schweiger mit seiner Art zu reden, seinen Tattoos und seinen rebellischen Werbe­fotos ohnehin verkörpert. Etwa 20 thematisch ausgerichtete Kurse finden hier im Laufe eines Jahres statt, dazu private Veranstaltungen und Spezial-Events. Es ist keine gewagte Aussage zu behaupten, das sich dieses zweite Standbein nahtlos in Schweigers Erfolgsgeschichte eingliedert. Sein Sterne-Restaurant „Schweiger2“ ist ohnehin ungebrochen beliebt, seine TV-Karriere mit Sicherheit noch lange nicht zu Ende.

Erste Gruppendynamiken beim Theorieblock

ANDI SCHWEIGERS KOCHSCHULE

Innere Wiener Straße 19 (im Gewölbe des Hofbräukeller am Wiener Platz) schweiger2kochschule.de

Kurz nach 15 Uhr stimmt der Sternekoch uns in den Abend ein. „Es soll hier locker zugehen, ich bin jederzeit für eure Fragen da. Wir wollen hier nicht bis dann und dann das Menü durchprügeln, sondern einen schönen gemein­ samen Tag mit gutem Essen erleben. Ach ja: ich bin natürlich der Andi.“ Apropos erleben. Für die meisten der 15 Teilnehmer ist dieser Kochkurs wahrlich ein Erlebnis. Sie sind extra wegen des Kurses aus Marburg, Sachsen-Anhalt oder aus dem Allgäu angereist und bleiben zum Teil das ganze Wochenende in München. Für sie sind die 300 Euro, die der Kurs kostet, nur ein Teil des ganzen Pakets. Sie gönnen sich ein Wochenende des Genusses und wollen dabei kulinarisch auch noch das eine oder andere lernen. Kochevent-Tourismus oder echte Liebe zum Kochen – egal, was die Menschen in diesem spektakulären Gewölbe zusammengebracht


hat: Die Erwartungen an den Kurs sind entspre­ chend hoch. Gleich zu Beginn erfüllt Schweiger diesen Anspruch mehr, als so manchem Teilnehmer lieb ist. Er setzt, während er Ochsenbäckchen zu­ nächst anbrät, dann in den Bräter gibt und den Fond ansetzt, zu einigen Grundsatzaussagen zum Thema Fleisch und Garmethoden an. Dabei do­ ziert er nicht nur, sondern er fragt auch in die Runde. Das kennt man ja, eine Abfragesituation wie in der Schule: Manche schweigen betreten, manche antworten zaghaft. Die Gruppe ist ein wenig überfordert. Schweiger auch, das merkt

Das Filetieren der Dorade ist ein High­ light des Abends – so mancher ist froh, dass sein Filet spä­ ter nicht so genau zu erkennen ist. Vor allem der Autor

Gnocchi und Pasta sind nicht nur See­ lenfutter, sondern erfordern auch leidenschaftliche Arbeit in der Her­ stellung

man ihm an, er ist vielleicht ein höheres Tempo an Antworten gewohnt. Dennoch wird schnell klar: Anfänger sucht man hier vergebens. Das Grundwissen ist zum Teil sehr hoch, einige Teilnehmer sind Fleisch­ experten, andere wissen sofort, was ein Semi­ freddo ist. Kurse wie dieser sind nicht dazu da, den Teilnehmern das Gemüseschneiden beizu­ bringen. Es geht vielmehr darum, den bestimm­ ten Stil eines Kochs oder einer Landesküche kennenzulernen. Und darum, ein paar Tricks und Geheimnisse von einem Sternekoch zu erfahren. Damit man beim nächsten Kochabend zu Hause auf die Frage: „Genial, wo hast du das denn gelernt?“ milde lächelnd antworten kann: „Von Andi Schweiger.“ Das Menü, das wir heute kochen, ist ent­ sprechend ambitioniert. Fünf Gänge, die so oder so ähnlich auch auf mancher Gourmetkarte enthalten sein könnten: Kalbs-Carpaccio mit Auberginen-Creme, Pesto und Zitronenconfit, dann Kaninchen mit Rosmarin, Tortellini, Spinat und Oliven, gefolgt von der Dorade mit Safran-Risotto, anschließend Ochsenbacke mit Gnocchi und Schmorgemüse und als Dessert Nougat-Parfait mit Merlino-Feigen. Wie wir alle sehr viel später am Abend feststellen werden: Jeder Gang ist ein Gedicht. Für das wir alle den einen oder anderen Vers beigetragen haben. Ein gutes Gefühl. → Winter 2014 /15 MQ — 31


Beim Tortelliniformen herrscht Hochstimmung Nach einer Stunde wird die Gruppe langsam warm. Das liegt am gestiegenen BeteiligungsGrad und nicht zuletzt auch am vorzüglichen Weißwein. Verschiedene Vorbereitungen wurden getroffen, das Parfait liegt im Eisfach, die Och­ senbacken schmurgeln vor sich hin, der herrliche Duft von geschmortem Fleisch erfüllt nach und nach den Raum. Zeit, sich an einem Klassiker zu versuchen: das Filetieren eines Fisches. Andi und sein Team bauen mehrere Arbeitsplatten auf, die Messer werden verteilt. Auch hier zeigt sich das vorhandene Grundwissen der Gruppe, denn kei­ nem misslingt der Fisch völlig. Durch Zufall darf ich mit Andis japanischem Messer arbeiten und filetiere die erste Seite der wunderbar frischen Dorade tadellos. Doch trotz der Rasiermesser­ schärfe des Messers sieht das Filet der zweiten Seite aus wie ein zusammengesetztes Fisch-Tar­ tar. Ich schmuggle es zu den anderen Filets und hoffe, dass es nicht weiter auffällt. Durch das gemeinsame Arbeiten entsteht Nähe in der Gruppe, erste Gespräche finden statt. Der kulturelle Mehrwert eines Kochkurses wird spürbar: Man lernt interessante Menschen ken­ nen. Danach sorgt Andi für ein Glanzlicht: Nach gestoppten 12 Minuten 17 Sekunden hat er aus frischen Zutaten einen Nudelteig bereitet und da­ raus eine Probierrunde Nudeln gekocht. Wir hät­ 3 2 — MQ Winter 2014 /15

Am Ende geben Andi uns sein Team dann Vollgas: das Team schaltet auf Profi-Modus und schickt ein fantas­ tisches Gericht nach dem anderen an die Tafel

Das Nougat-Parfait hat alle vollends begeistert – Andi Schweiger konnte sich am Ende des Abends sicher sein, ein paar Menschen richtig glücklich gemacht zu haben

ten nicht gedacht, dass das so schnell gehen kann. Wir kannten aber auch den Trick nicht, dass drei­ faches Vakuumieren des Nudelteigs den Kühlpro­ zess ersetzt. Raffiniert, wenn man einen Vaku­ umierer zu Hause hat. Gegen 18 Uhr erreicht die Aktivität ihren Höhe­ punkt. Andi setzt den Risotto an und erklärt uns, wie man richtig fluffigen Teig für Gnocchi macht. Das Geheimnis liegt in der Trockenheit der Kartof­ feln. Und die wird am größten, wenn man sie auf einem Salzbett im Ofen trocknet. Viele von Andis Tipps stammen aus der Restaurant-Praxis und sind echte Hilfen für das heimische Kochen: Gemüse


ESSEN & TRINKEN KÜCH EN SPION SPEZ I AL

grundsätzlich mit Salz und Olivenöl im Ofen garen, Risotto vorbereiten und den Garprozess fünf Minu­ ten vor dem Ende unterbrechen oder schnelle Hand­ griffe, um Tortellini in die typi­sche Halbmond­ form zu bringen – Schweiger gelingt es, Prozesse und Abläufe auf einfache Nenner zu bringen. Ein Lerneffekt vor allem für die Organisation am hei­ mischen Herd. Man hat schließlich nicht immer 30 Hände zur Verfügung, die aus dem perfekt vor­ bereiteten Nudelteig mehr oder weniger perfekt geformte Tortellini basteln. Ein großer Spaß, der die Gruppe noch ein wenig näher zueinander führt.

„Wir wollen hier nicht bis dann und dann das Menü durchprügeln, sondern einen schönen gemeinsamen Tag mit gutem Essen erleben“ Andi Schweiger

Gemeinsamer Sterne-Genuss an der langen Tafel Ab etwa 19 Uhr ist für die Kochgruppe dann Feier­ abend. Nach letztem gemeinsamen Abschmecken und ein paar Einzelfragen, dürfen wir es uns ge­ mütlich machen. Der Rotwein wird geöffnet, die Musik wieder lauter. Andi und sein Team um den kongenialen Sous-Chef Jonas übernehmen den letzten Schliff und das Anrichten. Schließlich soll es am Ende ein möglichst perfektes Menü geben. Natürlich würden wir gerne auch dabei helfen, gerade beim Anrichten gibt es viel zu lernen, aber eigentlich sind wir ganz froh, dass wir uns jetzt aufs Essen konzentrieren können. Das Carpaccio ist frisch und belebend wie eine kühle Brise an einem heißen Tag in der Tos­ kana, das Kaninchen begeistert mit erdigen, kräf­ tigen Aromen. Die Dorade liegt auf einem Bett aus wunderbar knackigem Risotto, und selbst das Filet sieht formvollendet aus, was bedeutet, dass ich nicht das von mir geschnittene auf dem Teller habe. Die Ochsenbacke ist zart und vollmundig, unsere Gnocchi machen sich auf dem Teller ganz ausgezeichnet. Das Nougat-Parfait ist nichts we­ niger als perfekt und lässt die Dame gegenüber vor Freude die Augen verdrehen.

Nach einem langen, anstrengenden Tag setzt sich auch Andi Schweiger mit einem Glas Wein zu uns in die Runde und plaudert entspannt über Restaurants, seine TV-Erlebnisse und Kurs-Ge­ schichten, als ob wir uns alle schon lange kennen würden. Und genau darum geht es im Grunde auch bei einem Kochkurs. Um das Gefühl, mit ei­ ner Gruppe Gleichgesinnter eine gute Zeit gehabt zu haben. Muss ja danach nicht jeder gleich zum Sternekoch werden. G O U R M E T- K O C H K U R S E I N M Ü N C H E N

Es gibt unzählige Kochkurse in unterschiedlichsten Aus­ prägungen in München. Wir empfehlen neben Andi Schweiger fünf Kochschulen, die den Gourmet-Anspruch erfüllen und sicherlich außergewöhnliche Gemein­ schaftserlebnisse sind. Kochschule Hans Haas Jeden Donnerstag und Freitag lädt Hans Haas zum Tages-Kochkurs in die TantrisKüche. Seine Philosophie aus Bodenständigkeit und vollendeter Zwei-Sterne-Küche machen den sympathischen Südtiroler zur Ausnahmeerscheinung unter den Starköchen. PRE IS 420 Euro KONTAK T hans-haas.de Kochkurse Alfons Schuhbeck An ihm kommt man im kulinarischen München nicht vorbei. Er ist eine Institution und auch wenn seine Süd­ tiroler Stuben ein wenig an Glanz verlieren, sind Schuhbecks Kochkurse noch immer höchst unterhaltsam und lehrreich, gerade was den Einsatz von Gewürzen betrifft. PRE IS Tageskurs 330, Abendkurs 180 Euro KONTAK T schuhbeck.de

Mario Gamba Der Koch des einzigen SterneItalieners Münchens („Acquarello°) ist ein charmanter und eloquenter Gastgeber. „Cucina del Sole“, also Küche der Seele, stellt er seinen Kursen als Motto voran. Tiefer einsteigen in die kulinarische Seele Italiens kann man sicher nirgends. PRE IS 218 Euro KONTAK T acquarello.com Thierry Roussey Wer würde sein Zuhause für Gäste nicht gerne einmal in eine französische Edel-Brasserie verwandeln? Roussey komponiert ein auf den Anlass passendes Menü, kauft alle Zutaten ein und kocht vor Ort feinste französische Gerichte. PRE IS ab 79 Euro pro Esser KONTAK T thierry-roussey.de Shane’s FeinschmeckerKochkurse Shane McMahon ist mit seinen irisch-österreichischen Wurzeln ein besonderes Exemplar unter den Gourmetköchen Münchens. Ein Freigeist, der nach Lust und Laune auf Top-Niveau kocht, dabei aber stets unvorhersehbar und unterhaltsam bleibt – genau wie seine Kochkurse. PRE IS 190 Euro KONTAK T shanesrestaurant.de

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ESSEN & TRINKEN

Die Welt der Perlen München und der Champagner. Nicht nur wegen des Jahreswechsels liefert Ihnen MQ einen kleinen Exkurs in eine Genusswelt, in der viele vieles falsch machen können.

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K

aum ein Ge­ tränk ist so kli­ scheebeladen wie der Cham­ pagner. Dabei kennen die meisten Menschen nicht mehr als fünf Marken und trinken ihn meist im Stehen, bevor ein toller Abend losgeht. Wer sich aber in den seriösen Kosmos des Champagners begibt, der lernt schnell vier Dinge. Erstens: Fachgeplänkel über Anbau, Aus­ bau, Assemblage, Dosage, Millé­ simés, erlaubte Rebsorten und weiß der Teufel was alles über­ lässt man besser Leuten, die da­ mit Geld verdienen. Zweitens:

– einen Onlineshop, der auch ChampagnerNovizen zur geeigneten Sorte führt: Dadurch werden zum Beispiel „kräftig zupackende“ Typen zu stark mineralischen, säurelastigen Sorten geleitet. Wer sich lieber an simpler Geschmacksbeschreibung ori­ entiert, findet seine passende Auswahl mit Charakterisierun­ gen wie blumig, fruchtig oder auch Brioche. Neumann ist es ein großes Anliegen, Champag­ ner lebensnah, unverkopft und modern zu präsentieren: „So wie er wirklich ist. Es gibt im Anbaugebiet der Champagne viele junge Winzer, die kleine Produktions­ mengen zum Teil bio­ dyanmisch von Hand herstellen. Sie haben kein teures Marketing, kaum Mitarbeiter. Manche kann man als echte Idealisten bezeich­ nen.“ Im Dezember er­ öffnet Neumann erst­ malig ein Laden­geschäft, vorerst als Pop-up in der Weinhand­lung „7mal7“ im Münchner Westend: „Dort kann ich meine Münchner Kunden end­ lich live probieren las­ sen“, schwärmt Neumann.

„Champagner ist in erster Linie sehr guter Wein und dementsprechend genauso vielschichtig und vielfältig wie Stillwein“

Foto: Shutterstock

Stefan Hruby, Bar München Es gibt keinen definitiven Cham­ pagnergeschmack, kein wirk­ lich ideales Glas, denn es geht um persönlichen Gusto. Drit­ tens: Champagner braucht kein Weihnachten oder sonst einen Anlass. Er ist universell einsetz­ bar. Der ideale Anlass ist das Leben. Viertens: Champagner scheidet die Geister: Zu teuer, geradezu dekadent, finden die einen. Ausdruck purer Lebens­ freude, sagen andere. So wie Nicola Neumann. Sie gründete vor etwa drei Jahren

Champagne Characters

Nicola Neumann, Gründerin von Champagne Characters , präsentiert den Champagner lebensnah modern. champagnecharacters.com und Parkstraße 1 (Schwanthaler Höhe) in der Weinhandlung 7mal7

Stefan Hruby hat in seiner Bar München über 130 Sorten im Angebot. Maximilianstr. 36, barmuenchen.de

und konnte so viele interessante Winzer persönlich da­ von überzeugen, uns direkt zu beliefern. In­ zwischen haben wir gut 130 Sorten im Angebot, oft kommen neue hinzu. Und die unterschei­den sich in ihren Aromen, Säuregehalt sowie Süße so eindeutig, dass jeder Gast be­ greift: Champagner ist in ers­ter Linie sehr guter Wein und dem­ entsprechend genau­so so viel­ schichtig und vielfältig wie Stillwein. Nur dass Champag­ ner eben bizzelt, also eine Per­ lage hat.“ Offen im Ausschank hat Hruby allerdings immer nur ei­ nen weißen und einen Rosé­ champagner. Er hat Stammgäs­ te, die sich die Karte mit ihren sehr guten Geschmacksbe­ schreibungen kopiert haben, dann schon vor ihrem Besuch daheim festlegen, welche Fla­ sche sie diesmal trinken wollen und so nach und nach alle 130 Sorten abhaken. Wieder andere studieren minutenlang am Tisch die Karte und bestellen dann doch wieder einen, dessen Aroma sie kennen und →

Richtig viel probieren kann man auch in der Bar München , dem Nachfolger des „Schumanns“ in der Maximili­ anstraße. Stefan Hruby ist ei­ gentlich Arzt und hat vor rund elf Jahren seine Leidenschaft zu einem Gastrokonzept ge­ macht: „Als meine Frau und ich das Bar-Restaurant eröffnet haben, suchten wir nach einem Alleinstellungsmerkmal und landeten schnell bei unserer Vorliebe für Champagner. Sie spricht sehr gut Französisch Winter 2014 /15 MQ — 3 5


→ lieben. Und trinken ihn kei­ neswegs nur als Apéritif, son­ dern als Begleitung eines mehr­ gängigen Menüs. Hruby versucht ganz be­ wusst zu vermeiden, dass Cham­ pagner in seiner Bar als lautes Angeberprodukt oder simples Beiwerk zum „Anstoßen“ fehl­ interpretiert wird. Megaflaschen mit drei oder sechs Litern gibt es nicht, auch weil die Qualität des Inhalts nicht mehr garan­ tiert werden kann. Er verspricht dafür: „Wer ihn erstmal als Speisebegleitung erlebt hat, der lernt Cham­pagner zu schätzen. Vor allem in Kombination mit Meeresfrüchten oder aber auch zu einfachen Gerichten wie Kar­ toffelpüree mit Spiegelei und schwarzem Trüffel. Wir bieten regelmäßig Verkostungen an, bei denen wir ein komplettes Menü zum Champagner servieren.“ Genau das empfiehlt auch die junge Crew der Tantris Natural Winebar in der Brienner Straße, einem Ab­leger des berühmten Tantris in Schwabing. Küchenchef Eik Landfermann hat drei simple Beispielgerichte, die er sogar zum Roséchampagner serviert, denn dieser muss kein mit Rotwein oder roter Trau­ benhaut gefärbter Leichtfuß sein, er kann auch aus reinem Roséwein hergestellt werden. Um das zu beweisen, stellt Bar­ chef Tim Edlich gleich zwei verschiedene Flaschen auf den Küchentresen: Einen Marguet Rosé Grand Cru und einen Rosé von Champagnerlegende Jacques Selosse, dessen Sohn Anselme inzwi­ schen das Gut bewirt­ schaftet und sich gerne lange bitten lässt, bevor er selbst Spitzenrestau­ rants beliefert. 3 6 — MQ Winter 2014 /15

Nico, Tim und Eik von der Tantris Natural Wine­ bar schätzen Champagner als Menü-Begleitung. Brienner Straße 7, tantris.de/weinbar

Walter von Walter & Ben jamin sagt: „Champagner ist anachronistisch. Er braucht viel Zeit, doch die fehlt uns.“ Rumfordstraße 1, walterund benjamin.de

exakt beschriebenen Champagnersor­ten gewaltige Unter­ schiede. „Wenn einer sagt, dass er keinen Cham­ pagner mag, dann hat er bis­ lang vielleicht nur die eindimen­ sionale Massen­ ware aus großen Häusern getrunken und niemals kleine Winzer ausprobiert. Wer die Champagne besucht und die verschiedenen An­ bauflächen sieht, der versteht sofort, dass da zwei Welten exis­ tieren: Einmal die flachwur­ zelnden Wein­stöcke auf kahlen Böden, die von oben quasi künst­ lich ver­sorgt werden, und dann die tief­wurzelnden Stöcke, die ihre Kraft und Aromen aus Kreide, Kalk, Ton, Mergel im Boden zie­hen“, erklärt Walter

Der Winzer empfiehlt, sei­ nen Roséchampagner zwei Stun­ den vor dem Trinken zu dekan­ tieren. So entfaltet der tatsäch­ lich ein herrlich komplexes Volumen, das bis hin zu rauchi­ gen Noten von Tabak und Holz reicht. „Der Selosse behält selbst im De­ kanter seine Perlage“, erklärt Sommelier Nico Romano. Die Es­ sensvorschläge zu solch markanten Ro­ sés fallen ebenfalls eher herbstlich rusti­ kal aus: „Eine Rehter­ rine mit Waldheidel­ beeren, Kalbsfilet mit Olaf Höntsch, Dallmayr Pastinakenpüree und

„Überall in der Welt wird zu Alkohol Essen gereicht, das gehört sich auch bei Champagner“

Jus oder ein herrliches Steinpilzrisotto“, wirft Eik Land­ fermann in den Ring. Und es fallen alte Gewissheiten: Der richtige Rosé ist mehr als ein simples Mädchenpar­ tygetränk, und man trinkt ihn auch ohne Meeres­ früchte auf dem Teller. Bei Walter & Benjamin in der Rumford­

straße erlebt der Entde­ ckungsreisende unter den 24

Zimmermann. Es ist nicht wei­ ter erklärungsbedürftig, wer welche Kultur betreibt. Ganz Profi stellt der passio­ nierte Weinhändler bei der Ver­ kostung dennoch ein relativ gro­ ßes Haus einem kleineren ent­ gegen: Ein Bollinger Special Cuvée mit neun Gramm Süß­ reserve pro Liter misst sich mit einem Blanc de Blancs Brut Nature von Laherte mit null Gramm Süßreserve. Beide wis­


ESSEN & TRINKEN

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Regeln zum Umgang mit Champagner 1. Ö F F N E N

Den Korken festhalten, die Flasche drehen. Champagner soll weder laut knallen noch spritzen. 2. GL A S

Großvolumige Gläser von Weißwein- bis Burgunderglas sind allen anderen vorzuziehen. 3. T E M P E R ATU R

Rund acht Grad, die auch bis auf zwölf ansteigen dürfen, sind ideal. 4 . V E R KO STE N

In den richtigen Gläsern ent­ faltet der Champagner sein Duft­ volumen, die Perlage staut sich nicht im Mund. Er atmet. Wichtig: Feste Nahrung dazu reichen. 5. NACH KO STE N

Ob der Champagner wirklich was getaugt hat, verrät der erste Schluck am nächsten Tag. Ein­fach ein Nagerl in der Flasche lassen, unverkorkt, dann probieren. Wie bei einem guten Wein sollte Geschmacksvolumen übrig sein, das nicht einseitig ausschlägt und auf der Zunge nervt. 6. FAR BE

Blassgold deutet auf Tank- und Flaschenreifung hin, kräftig- oder strohgoldene Farbe auf eine Primärreifung im Holzfass. 7. T YP ISCH E N OT E N

Brioche, Toastbrot, Haselnuss sind häufig bei Fassreifung vorhanden. Wer Nase beweisen will, liegt damit oft richtig. 8. ROS ÉCH AM PAGN E R

Wird oft durch Rotwein aus der Champagne eingefärbt. Im besten Fall aber ein Saignée, der aus reinrassigem Roséwein produziert wird. 9. V IE L FALT

Es gibt etwa 5000 Champagnerwinzer, von denen viele in Genossenschaften organisiert sind, der Trend geht aber in Richtung Individualität. 1 0. ABL AU F

Außer den Jahrgangschampagnern sollen Flaschen in der Regel binnen eines Jahres geleert werden. Offene Flaschen haben nur einen Tag lang Geduld.

sen auf ihre Art zu überzeugen. Der Laherte hat ein beinahe salziges Finish, satt an Mineralien – „der würde zu Austern passen, weil er der Süße des Fleisches Platz lässt“, findet Zimmermann: „Lahertes Brut Nature ist weitgehend unmanipulierter Ausdruck seiner Böden und Chardonnay-Trauben.“ Den Bollinger definiert der Kenner „nicht unwesentlich als Resultat der Arbeit des Kellermeisters“, zwei grundverschiedene Arten der Kultivierung.

sie treffen das Klima und den Geschmack der Stadt. Und: Höntsch ist ein Mensch von angenehm kontrollierter Leidenschaft, der analytisch und klug berät. Er präsentiert seine Champagner als Wein in Weißweingläsern ohne Brimborium.

Maître Höntsch von Dallmayr empfiehlt Lachsvaria­t ionen zum Champagner. Dienerstr. 14, dallmayr.de

Und mit der setzt sich auch ein Traditions-Gourmethaus in München seit vielen Jahren aus­ einander. Olaf Höntsch zeichnet als Chef des Weineinkaufs dafür verantwortlich, dass „Champagne Dallmayr“ zum Dauerbrenner wurde. Dafür reist er bis zu zweimal pro Jahr in die Champagne, bespricht die neuen Cuvées und entscheidet mit den Kellermeistern, ob ein Jahrgangs-Champagner gemacht werden sollte. Im Hause Dallmayr schätzt man die eleganten Champagner aus 60% Chardonnay und 40% Pinot Noir aus Premier Cru-Lagen, die eben alles andere als barock und ausladend den Kopf beschweren, sondern beflügeln und „von Münchnern für Münchner“ gemacht werden. Soll heißen,

Vieles kann vor Ort im Haus verkostet werden. Feste Nahrung gehört dazu. In Form einer Lachsvariation oder frischem Gebäck. Höntsch mag die Unkultur nicht, Alkohol einfach reinzuschütten. Er liebt den komplexen Genuss und betont: Zum Verkosten empfiehlt Höntsch, als er sein Weißweinglas hebt: „Einen großen Schluck, nicht lange schwenken, keine Luft saugen, dann auf der hinteren Hälfte der Zunge schmecken …“ – Und tatsächlich: Das Aroma beeindruckt weit mehr, als wenn er in einer Flöte eingesperrt wäre. Kaum Perlage im Mund. So sollte man jeden Tag beginnen! —Text & Foto:  Matthias Koth-Markgraf Winter 2014 /15 MQ — 37


Wohnen

MQ Tipp

In der Wirklichkeit ist die „Kathedrale“ noch viel weitläufiger und höher, als es auf diesem Foto zum Ausdruck kommt

Das Kare Kraftwerk

Drygalski-Allee 25· www.kare-design.com Das imposante alte Kraftwerk München-Sendling ist nach jahrelanger liebevoller Renovierung zur Showbühne für buntes, unkonventionelles Design aus aller Welt geworden. In den unterschiedlichsten Hallen und Galerien, darunter der riesigen „Kathedrale“ als Mitte der Inszenierung, zeigt das Möbelhaus Kare im wahren Sinn des Wortes unendlich viele Möbel und Accessoires und lässt seinen Bühnenbildnern jeden Raum für die gewagtesten Einrichtungsideen. Vom Schlafzimmer im französischen Boudoir Stil bis zu handverlesenen Artefakten aus Asien ist hier alles geboten, was der designfreudige Wohnsinnige zum Leben braucht. Der Anspruch der beiden Unternehmensgründer bei der jahrelangen Suche nach etwas absolut Besonderem war: „Bisschen gaga, bisschen verrückt, bisschen alternativ.“ Und zur Krönung eines Erlebnisausflugs in eine Wohn-WahnWelt, wie es sie in München kein zweites Mal gibt, lädt die „Küche im Kraftwerk“ die Besucher zu einem lecker-biolo­ gischen Lunch inklusive weitläufigem Ausblick von der Dachterrasse ein. —Text & Foto: Carolin Hirschfeld 3 8 — MQ Winter 2014 /15


Christine Kröncke

Ludwigstr. 6 · christinekroencke.net

Hästens

Maximiliansplatz 12b · hastens.com

„Seit 160 Jahren baut Hästens die besten Betten der Welt“ – so selbstbewusst bewerben die Schweden ihre Produkte. Für den stattlichen Preis, den die Kunden entrichtet haben, bekommen sie allerdings auch Möbel aus feinsten Naturmaterialien: Edelstes reines Leinen, Baumwolle und Wolle, hochwertigstes schwedisches Kiefernholz und echtes Rosshaar kommen zum Einsatz. Hästens fertigt jedes Bett von Hand in unzähligen Varianten nach den persönlichen Wünschen des Auftraggebers. Natürlich schlafen auch der schwedische König und seine deutsche Frau in einem der Prachtbetten von Hästens. Denn Hästens sagt, dass der Schlaf in einem ihrer Betten erholsamer und verjüngender sei als jeder andere. „Er gibt Ihnen natürliche Energie, gute Laune, Gesundheit, Glück und eine jugendliche Erscheinung.“ Wie man lesen konnte, nutzt der König diese Vorzüge ja auch weidlich aus.— W.W.

Die Hamburger Designerin Christine Kröncke hat im Oktober in der Ladenpassage im feinen Ludwigpalais ihre Münchner Niederlassung eröffnet. Schränke, Sofas, Sessel, Betten oder Leuchten: Christine Kröncke Möbel sind urban, zeitlos und von den verschiedenste Designrichtungen inspiriert. Sie protzen nicht, sondern strahlen die selbstverständliche Eleganz gehobener Wohnkultur aus. Hat da jemand behauptet, man könne Geschmacksfragen nicht diskutieren? „Im Gegenteil – man muss!“ sagt Kröncke und präsentiert stolz ihr gerade neu aufgelegtes Wohnbuch, in dem die ganze Spannweite ihrer Einrichtungsideen vertreten ist.— W.W.

Casa Fortunata

Fotos: Gabriel Büchelmeier, Carolin Hirschfeld

Maximilianstraße 22 · casa-fortunata.de

Im romantischen Gartenhaus der Maximilianstraße 22 hat Ingeborg Wille, die in einem früheren Leben mal die Design-Boutique von Dallmayr entwickelt hatte, ein fröhliches Entdecker-Paradies geschaffen für die schönen Dinge, die man haben kann, aber nicht muss, und die gerade deswegen oft die meiste Freude machen. In ihrem Haus für „exklusive Wohnkultur“ besteht das Sortiment zu einem großen Teil aus Dingen, die in Europas anerkanntesten Manufakturen gefertigt werden: So finden sich klassische Kollektionen zusammen mit zeitgenössischer Dekoration in einem inspirierenden Kontext. Aktuell hat die Casa eine ganze Etage dem Mailänder Universalgenie Fornasetti und den von ihm kreierten Möbelobjekten, Porzellanen, Tapeten, Fliesen und Düften gewidmet.— W.W. Winter 2014 /15 MQ — 3 9


Ein neues Stadtviertel entsteht In der Leopoldstraße, dort wo vor Jahren ein Metro-Markt, ein Holiday Inn sowie eine überdachte Eislaufbahn mit Shoppingmall zu finden waren, wird neu gebaut: Das „Schwabinger Tor“ und das anschließende „Leopold Carré“ bieten viel Platz zum Arbeiten und urbanen Wohnen.

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Eine riesige Baustelle: Mitten in Schwabing entlang der Leo­ poldstraße wird derzeit am größ­ ten Städtebauprojekt Süd­ deutschlands gearbeitet. Beim Richtfest im September wurden die ersten Gebäude feierlich ein­ geweiht. Das Projekt vereint Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Kultur und Entspannung auf ar­ chitektonisch hochstehende Weise wie in einem historisch gewachsenen Stadtkern. Ein besonderer Markie­ rungspunkt auf der Leopold­ straße wird die neue Trambahn­ haltestelle Schwabinger Tor sein. Mit einer spektakulären, transparenten und gebogenen Dachkonstruktion wird man künftig in heller und freundli­

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S C H WA B I N G E R TO R

Jost Hurler Beteiligungsund Verwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG


WOHNEN

cher Atmosphäre auf die Weiterreise mit der Tram warten können. Die Münchner NordSüdachse erfährt mit dem Leichtbau dieser expressiven Konstruktion eine Verlängerung Schwabings von der Leopoldstraße über die Münchner Freiheit bis über das Gelände

Darstellung des neuen Stadtviertels in der Sicht des Illustrators

des ehemaligen Schwabinger Tors hinaus. Die historische Reminiszenz wurde erstmals im Jahr 1319 erwähnt und rund 500 Jahre später, im Jahr 1817 abgerissen. Bis zum Jahr 2017, fast 200 Jahre später, wird es an neuer Stelle an Schwabings Leopoldstraße in Form einer

Trambahnhaltestelle und dem Stadtquartier wieder auferstehen.

Das Schwabinger Tor Am Beginn der Planungen stand die Vision ein Stadtviertel zu schaffen, das hinsichtlich Lebendigkeit und Lebens→

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→ qualität dem alten Schwa­ binger Kern in nichts nachste­ hen sollte. Die besondere Her­ ausforderung bestand darin, urbanes Lebensgefühl und Ru­ hepunkte im städtischen Wohnquartier unter einen Hut zu bringen. Dazu sollen neben einem bunten gastronomischen Angebot viel Grün und großzü­ gige, autofreie Flächen beitra­ gen, in denen natürlich auch Kinder Raum haben. Die Initia­ toren wünschen sich, dass sich das Quartier mit einer hohen Lebensqualität positiv von an­ deren Stadtgebieten absetzen wird. Die Antwort auf die Frage, „Wo würden Sie in München am liebsten wohnen bzw. arbei­ ten?“, sollte nach Möglichkeit „Im Schwabinger Tor.“ lauten. 2007 wurde ein Ideenwett­ bewerb zur städtebaulichen Pla­ nung des Grundstücks ausge­ lobt. Die Jury wurde dabei so­ wohl mit fachlichen Beratern des Instituts für Städtebau der TU München, als auch durch Vertreter der Stadt München erweitert. In einem hochkarä­ tigen Teilnehmerfeld konnte sich schließlich das Konzept 4 2 — MQ Winter 2014 /15

der 03 Architekten durchsetzen. Das Münchner Team hat Grundfragen, wie Art und Maß der baulichen Nutzung von Wohnen und Arbeiten, die Fra­ ge nach der Dichte der Bebau­ ung im städtischen Raum und die Planungen der Infrastruk­ tur und vor allem den Zu- und Abfluss des Verkehrs, am über­ zeugendsten umgesetzt. Um Wohnraum für 220 Mietwohnungen zu schaffen, mussten zunächst die Gesetze geändert werden. Gemeinsam mit dem Stadtplanungsreferat, der Münchner Grund Immobi­ lien Bauträger AG und dem Grundeigentümer, der Jost Hurler Unternehmensgruppe, wurden in beispielgebender Teamarbeit („einer kooperati­ ven Baurechtsschaffung“) die Grundvoraussetzungen der Nutzung geschaffen. Die Stadt­ baurätin und der Stadtrat wa­ ren im Nachhinein selbst über­ rascht, wie schnell und unbüro­ kratisch auf neuen Wegen die sonst so fest zementierten Be­ bauungspläne der Landes­ hauptstadt an diese neue Art der baulichen Nutzung ange­

Die Trambahnhaltestelle Schwabinger Tor mit einer spektakulären Dachkonstruktion wird die „neue Mitte“ Schwabings kennzeichnen

passt werden konnten. Zeitge­ mäß und vorausschauend wird damit der Nachfrage nach Wohnraum Rechnung getragen.

Gute Architekten ver­ leihen dem Viertel ein vielfältiges Gesicht Das neue Stadtquartier „Schwa­ binger Tor“ wird komplett ver­ kehrsfrei sein. Neun Baukörper werden durch Fußwege und Gassen miteinander verbunden. Es werden großzügige Freiflä­ chen entstehen, die sich mit den angrenzenden Grünzügen verzahnen. Durch die Planung des Büros (nomen est omen) „ver.de“ wird jeder Freiplatz ex­ klusiv ausgestaltet. Um dem Viertel ein vielfäl­ tiges Gesicht ähnlich einem na­ türlich gewachsenen Stadtkern zu verleihen, sind verschiedene Planungsbüros mit den Gebäu­ deentwürfen beauftragt worden. „Wie im Dessauer Bauhaus wol­ len wir auch beim Schwabinger Tor herausragende Baumeister vereinen. Ziel einer solchen Ar­ beitsgemeinschaft war und ist es immer, zusammen für die Gemeinschaft etwas Herausra­


WOHNEN

gendes zu schaffen“, sagte Jost Hurler auf dem ersten Richtfest am 18. September. Drei Gebäude planen die Wettbewerbsgewinner 03 Architekten. Das Schweizer Büro Max Dudler baut ebenfalls drei Gebäude: darunter den 50 Meter hohen Wohn- und Büroturm, der bereits im Rohbau steht, sowie zwei weitere Gebäude. Ein kleineres Gebäude mit einer interessanten äußeren Anmutung wird von Hild und K, ebenfalls einem Münchner Büro, entworfen und realisiert.

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Grünzug

Grünzug

Leopoldstraße

Von der ersten Idee zum durch­ dachten Plan: � Zwei Schienen 2 Verschiebung der Baukörper, Verzahnung mit Grünzug 3 Öffentlicher Nahverkehr, Plätze 4 Durchwegung 5 Freiraum­ vernetzung Plätze und Gassen 6 Kontext, räumliche Bezüge, Hochpunkte 7 Schwarzplan

Die Architekten Hilmer & Sattler und Albrecht errichten das Andaz Hotel, eine Marke der Kette Hyatt Hotels and Resorts. Dieses Haus mit 274 Zimmern wird über einen Ballsaal, Konferenzräume, ein Restaurant, eine Rooftop-Bar und natürlich einen Wellnessbereich mit Fitness- und Poolanlagen verfügen. Bis 2017 soll das komplette Bauprojekt abgeschlossen sein.

Das gastronomische Angebot wird keine Wünsche offen lassen Alle Gebäude, bis auf das Hotel im Zentrum des Quartiers, entstehen nach einem einheitlichen Konzept, das besonderen Wert auf eine gute Durchmischung legt. Im Erdgeschoss eines jeden Gebäudes werden sich großzügige Flächen für eine fröhliche gastronomische Land­ schaft mit kleineren Läden und Ateliers mit Schaufenstern abwechseln. Direkt darüber sind pro Gebäude drei Stockwerke mit größeren und kleineren Büroflächen vorgesehen. Um eine gut durchmischte soziale Struktur zu gewährleisten, werden in den oberen, helleren Stockwerken Mietwohnungen verschiedener Größe in

unterschiedlichen Preisklassen entstehen. Ein Teil der insgesamt 220 Wohnungen ist für Familien gut geeignet. Dabei soll es sich vor allem um Drei-bisVier-Zimmerwohnungen handeln, die zu familiengerechten Konditionen angeboten werden. Ein weiterer Anteil der Wohnfläche wird mit individuellen und außergewöhnlichen Wohneinheiten genutzt werden. Die verantwortlichen Innenarchitekten planen derzeit für alle Wohnungen drei unterschiedliche Einrichtungslinien: Pure, Natur und Style. In den Lofts wird vor allem auf die Bedürfnisse der anspruchsvollen Mieter eingegangen. Dabei handelt es sich nicht nur um die Ansprüche an ein hochwertiges Design und die Ausstattung der Wohnungen mit Parkett und exklusiven Materialien, sondern auch um das vielfältige Gastround Einkaufsangebot in der nächsten Umgebung. Geplant ist, dass das gastronomische Angebot neben dem Hotelrestaurant keine Wünsche offen lassen wird: Ein kleineres Bistro, eine Vinothek, eine GreenBar mit gesünderer Kost und ein klassischer Italiener sollen angesiedelt werden. Für den Alltagsbedarf an → Winter 2014 /15 MQ — 4 3


WOHNEN

→ Lebensmitteln wird durch einen Vollsortimenter gesorgt werden. Kleinere Geschäfte und Ateliers werden Besucher und Anwohner zum Bummeln und Verweilen einladen. Ein besonderes Talent Trust Programm wird einen Teil dazu beitragen, dass die Ateliers für Kunsthandwerker, sowie für jüngere Computerfirmen und StartUp-Unternehmen finanziell erschwinglich sein werden. Die Wohnungen und Ladengeschäfte werden ab 2017 direkt vom Eigentümer, der Jost Hurler Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG, provisionsfrei vermietet.

LEOPOLD CARRÉ

KW AG Philip Osteroth 0 89 – 15 70 14 00

Spannend für Kapital­ anleger – die Leo Suites

Das Leopold-Carré bietet 246 Wohneinheiten mit Balkon und Terrasse und ein Hotel, in dem Wohnungen kurzzeitig gemietet werden können

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DA S L E O P O L D C A R R É

Für Kapitalanleger und Eigennutzer wird in Zukunft die Adresse Leopoldstraße 204, die direkt an das Gelände am Schwabinger Tor anschließt, von großem Interesse sein. Auf diesem Grundstück werden drei Gebäude mit insgesamt 246 Wohneinheiten und einem Hotel nach ganz modernem Konzept gebaut.

Im größten, achtgeschossigen Gebäude entlang der Leopoldstraße, wird Kapitalanlegern mit den Leo Suites eine gewerbliche, hotelähnliche Nutzung angeboten, die besonders hohe Renditen erwarten lässt. Dabei handelt es sich um 107 Ein-bisVierzimmer- Wohnungen mit Wohnflächen von 30 bis 140qm, die aufgeteilt in sechs Gewerbeeinheiten im Teileigentum voll

möbliert inklusive Küche verkauft werden. Alle Zimmer werden über Balkon, Terrasse oder Loggia verfügen. Die Räume, die die Größe üblicher Hotelzimmer deutlich übersteigen, werden alle stilvoll und sehr hochwertig ausgestattet. Für Hotelnutzer wird eine persön­ liche und angenehme Wohlfühlatmosphäre nach dem Motto „A Home away from Home“ geschaffen, die von hotelähnlichen Services z.B. für Wäsche und Frühstück gestützt wird. Vor allem Städte-und Businessreisenden bietet sich die Gelegenheit, eine Wohnung zu sehr moderaten Preisen für 24 Stunden bis zu mehreren Monaten zu buchen. Im Erdgeschoss sind zusätzliche Gewerbeeinheiten für eine Bäckerei, einen Friseur oder eine Bank geplant.

Wohnungen im Herzen Schwabings – die Leo Residence Im benachbarten Neubau, der Leo Residence, entstehen Wohnungen, die besonders für junge Familien interessant sein werden, die die zentrale Lage in Schwabing zu schätzen wissen und hier Wohneigentum suchen. In dem größeren Mehrfamilienhaus in der ruhigeren zweiten Be­ bauungsreihe, werden insgesamt 56 Ein-bis-VierzimmerWohnungen mit 28-123 qm angeboten. Auch sie werden alle über einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse verfügen. Durch die angrenzende Lage zum neuen Stadtviertel Schwabinger Tor befinden sich die Wohnungen inmitten eines urbanen Ambientes mit optimaler Nahversorgung. Der begrünte, weitläufige Innenhof des Leopoldcarré bildet das ruhige Zentrum der Wohnanlage.


In einem angrenzenden Bestandsgebäude wird schon 2015 die Bavarian International School einziehen. Sie wird bis zu 600 Kindern einen Platz in der Schule oder im internationalen mehrsprachigen Kindergarten bieten.

Das klassische Appartmenthaus Leo-Studios Für die Leo Studios sind in einem klassischen Appartement-

Die beiden Wohngebäude werden durch das Hotel zur Straße hin abgeschirmt

haus kleinere Wohnflächen geplant: 83 Studio-Appartements mit Flächen von 23-70 qm. Alle Wohnungen haben einen Balkon, eine Loggia oder im Erdgeschoss eine Terrasse. Somit entsteht hier idealer Wohnraum für stark nachgefragte kleine Einheiten für Studenten und Singles. Optimal für die kleineren Haushalte ist vor allem die zentrale Lage. Rund um das

Wohngebäude befindet sich ein Who-is-who verschiedenster Unternehmensbranchen. Nördlich angrenzend haben Firmen wie BMW, Amazon, Estée Lauder und P3, eine marktführende internationale Unternehmensberatung, ihren Firmensitz. Die Anbindung zur Autobahn A9 macht die Lage auch für IngolstadtPendler, die für den Automobilhersteller Audi arbeiten attraktiv. Und nicht zu vergessen, das Hyatt Boutique Hotel, das in einen der großen Türme im Schwabinger Tor einziehen wird, bietet Arbeitsplätze im nächsten Umfeld. Alle Gebäude werden als Effizienzhäuser nach dem modernen Umweltstandart KFW 70 gebaut und mit einem zentralen elektronischen Schließanlagensystem RFI ausgestattet. Zu jeder Wohnung wird es ein Kellerabteil geben, ein Tiefgaragenstellplatz kann zusätzlich erworben werden. — Text und Fotos: Carolin Hirschfeld

MÜNCHEN-SOLLN:

NEUBAU EINER REPRÄSENTATIVEN STADTVILLA Wohnen in exzellenter Lage, absolut ruhig und sonnig, city- und naturnah. Diese beeindruckende Neubauvilla besticht durch ihre Großzügigkeit und Eleganz. 7 Zimmer, 4 Bäder, edle Parkettböden, schreinergefertigte Türen in Sonderhöhe, elegante Badkeramik, Gartengestaltung durch Landschaftsarchitekten und vieles mehr. Die exklusive Ausstattung und hochwertige Materialauswahl verleihen der Villa einen außerordentlich hohen Wohnwert. Fertigstellung Dezember 2014. Eckdaten: Kaufpreis: 2.900.000 € inkl. Garage, Wohnfläche: 351 m², Grundstück: 562 m², Energiedaten: in Arbeit Kontaktdaten: DOMINO Bau-& Handels-GmbH Winzererstraße 47 80797 München Telefon: 089 30 79 22-16 vertrieb@domino-bau.de www.domino-bau.de


Entdecken

MQ Tipp

Kasimir und Karoline München unmittelbar nach dem Schock der Weltwirtschaftskrise von 1929. Im Schatten von Depression und zahllosen persönlichen Selbstaufgaben ließ Ödön von Horváths fast schon weihnachtlich anmutendes „Und die Liebe höret nimmer auf“ alle Rückschläge vergessen. Damit setzte das Stück ein Signal, das in der Folge auch in Diktaturen immer wieder aufgegriffen wurde: In Zeiten von Makrokatastrophen bleibt nur der Rückzug ins Private. Betäubt von ihrer Liebe will Karoline auf dem Oktoberfest mal richtig die Sau rauslassen, während dem gerade arbeitslos gewordenen Chauffeur Kasimir sein innerer Schweinehund einen Strich durch die Rechnung macht. Daran scheitert die junge Herzensaffäre und wird im Nachhinein zur immer wiederkehrenden Verhandlungssache, die manchmal Hoffnung aufkeimen lässt und dann doch im Sande verläuft. Spannend inszeniert Regisseur Hakan Savas Mican das Volksstück als Reflexion auf die Gegenwart. Er versteht es, die amourösen Ausflüchte der Karoline in furchtbare, zum Scheitern verurteilte Flirts nüchtern genug zu interpretieren, um sie 4 6 — MQ Winter 2014 /15

in der smartphonesken Sachlichkeit von heute verständlich zu machen. Dabei kommt ihm ein Phänomen zur Hilfe, das er geschickt einsetzt: So groß sind die gemütlichen Unterschiede zwischen damals und heute gar nicht. Ein Volksstück qualifiziert sich eben genau dadurch, dass es zeitlos bleibt. Es war eine kluge Entscheidung, „Kasimir und Karoline“ ins

Programm zu rufen. Denn so ganz privat bleibt das Private eben nie. Und just als Karoline die Aussöhung sucht, hängt Kasimir bereits an der halbkriminellen Erna dran. Quod erat demonstrandum: Ein bisschen Anarchie schadet nie. Die eine sucht ihr Heil eben in der Xenophilie, der andere in der Halbwelt. Aber seien Sie gespannt!  — Eva Markgraf

Hakan Savaş Mican: Deutsch­ türke, Regisseur mit loderndem Herzen, textfana­ tischer Inszenie­ rungskünstler (oben) – Unterm Regen­ cape: Kasimir und Karoline (li.o.)

Fotos: Colin Bell, Gabriela Neeb, Erik Weiss

Premiere am 28.11. im Münchner Volkstheater


Pop & Co. Bryan Adams 10.12. — Olympiahalle Trotz 65 Millionen verkauf­ ter Tonträger, Bryan Adams könnte einer der meist un­ ter­schätzten Künstler der Popgeschichte sein. Weil die Songs des 55-jährigen Ka­nadiers viel zu oft mit Klischees verbunden wer­ den. Dem steuerte er mit dem herrlich arrangierten Album „Tracks of my Years“ entgegen, das er jetzt auf die Bühne hievt. Peter Maffay & Band 30.1. — Olympiahalle Mit dem inzwischen 16. Nr.1-Album seiner Karriere erleben wir in diesem Win­ ter den wohl besten Peter Maffay aller Zeiten. Nach 44 Berufsjahren als Rock’n’ Roller hat er eigene Klas­ siker neu arrangiert und dabei hörbar Hunger nach Modernität. Dazu gibt es die Songs vom Megaalbum „Wenn das so ist“.

Andreas Bourani

Andreas Bourani 5.2. — Ampere Von Augsburg in den Pop­ kosmos. Wie ein Satellit überliegt und analysiert er das Leben, fasst es in lei­

ENTDECKEN K U LT U R I M W I N T E R

Mostly Other People Do the Killing beim BMW World Jazz Award 2015

und lebensnah dieser Sound doch ist.

Klassik

denschaftliche Texte und kraftvolle Melodien, die z. B. die Single „Auf uns“ zum WM-Song der ARD machten. Mit gerade mal 31 Jahren hat er, der bei Adoptiveletern aufwuchs, in aller Bescheidenheit den modernen Deutschpop maßgeblich geprägt.

Element of Crime 26.2. — Zenith Sven Regeners Kapellenidee begann mit plakativen Indiesongs und hat sich zur Institution für neuro­ tisch dramatische Bezie­ hungslieder entwickelt, die einfach jeden im Magen treffen. Er findet immer die richtigen Worte: für große Liebe, Gleichgültigkeit und Trennungen, garniert mit ein wenig provinzieller Schnoddrigkeit. BMW Welt Jazz Award 19.1. bis 3.5. — BMW Welt In sechs Matineen und einem großen Finale bringt die BMW Welt unterschiedlichste Bands der interna­tionalen Jazz-Szene nach München. Der Eintritt zu den Matineen ist kostenlos, das detaillierte Programm finden Sie auf bmw-welt.com. Ein beson­ derer Tipp für Noch-nichtJazzer: Bei dieser Reihe zeigt sich, wie unverkopft

Sol Gabetta und London Philharmonic Orchestra 11.12. — Philharmonie Russenabend mit dem russi­ schen Stardirigenten Vla­ dimir Jurowski, der russisch­ stämmigen Geigensolistin Gabetta und Cellowerken der Russen Dvorak, Schosta­ kowitsch und Tschaikowsky unter dem Label „Große Orchester“. Vivaldi: Die vier Jahreszeiten 25.1./21.2 — Hubertussaal Vor knapp 300 Jahren hat Antonio Vivaldi sein Stück „Die Vier Jahreszeiten“ ge­ schrieben. Die vier Konzerte erzählen in Musik von den Empfindungen an sonnigen Frühlingstagen, den Erleb­ nissen bei warmem Sommer­ regen, dem Naturspektakel im Herbst sowie dem Schnee­ gestöber im eisigen Winter. Gabriela Montero 10.2. — Herkulessaal Die 44-jährige venezolani­ sche Konzertpianistin Ga­ briela Montero beherrscht es perfekt, auf der Bühne den Wünschen des Publikums entsprechend zu improvisie­ ren, und stellt so eine harmo­

Gabriela Montero

nische Verbindung her zwi­ schen Klassik, Jazz und an­ deren Stilrichtungen.

Musical Christmas on Broadway 20.12. — Cuvilliéstheater Eine fast schon übertrieben kitschige Vorfreude auf Weih­ nachten beschert uns das Mu­ sical „Christmas on Broad­ way“ kurz vor den Festtagen. Musikalische Evergreens geschmückt mit glänzender Dekoration und funkelnden Lichtern bringen die New Yorker Euphorie sehr nahe. Peter Pan

Peter Pan – das Musical 2.1. — Gasteig, CarlOrff-Saal Eine fantasievolle Geschichte über einen kleinen Jungen, der niemals erwachsen wer­ den will. Gemeinsam mit sei­ nen Freunden erlebt Peter Pan auf der Insel Nimmer­ land zahlreiche Abenteuer. Eine wunderschöne und hu­ morvolle Inszenierung des Theater Liberi für die ganze Familie. Cinderella 17.1. — Reithalle Der Prinz soll endlich hei­ raten statt immer nur zu schmökern. Doch wie es der Teufel will, rennt er auf → Winter 2014 /15 MQ — 47


Der Vogelhändler

zur Zeit der Münchner Räterepublik. Die Hauptfigur ist Dichter und Denker, er zieht durch Kneipen, verschmäht kein Weib und ist gewaltsam aggressiv – ein Außenseiter, den die Gesellschaft aber akzeptiert solange er sich zügelt.

→ jenem sagehaften Ball Cinderella über den Haufen und schon beginnt die Geschichte: Sie verliert den Schuh, der Prinz sein Herz, eilt ihr hinterher… und die böse Stiefmutter darf natürlich auch nicht fehlen.

Gefährliche Liebschaften 22.2. — Cuvilliéstheater Es geht ihnen ausschließlich um das Spiel mit der Macht und um die Über­ legenheit über das Volk. Doch trotz lau­ter Intrigen, Hochmut und Boshaftigkeit kommt der Pa­riser Aristokratie die Liebe dazwischen.

Oper Paquita 13.12 — Bayerische Staatsoper Ein Ballett in zwei Akten mit ersehntem Happy End: Während zunächst ein junger Adeliger, der bereits der Gouverneurstochter versprochen wurde, und eine Zigeunerin aufgrund ihrer Standesunterschiede nicht zu einander finden, wendet sich durch eine Fügung des Schicksals das Blatt zum Guten.

4 8 — MQ Winter 2014 /15

Der Vogelhändler 20.1. / 27.2. — Gasteig, Carl-Orff-Saal Vor mehr als 120 Jahren feierte die Operette von Carl Zeller ihre größten Erfolge. Heute wird die romantischverzwickte Geschichte mit prachtvollen Kostümen und der Großbesetzung des Freien Landestheaters sowie einem erfreulich guten Ende neu aufgelegt. Pre-SchlagerKitsch in Hochglanz. Lucia Di Lammermoor 26.1. — Bayerische Staatsoper Liebe könnte so einfach sein, wenn da nicht die Politik wäre. Die schottische Version von Romeo und Julia verdeut­ licht, wie sehr ein Machtsystem menschliche Beziehungen zerstören kann. Der Komponist Gaetano Donizetti provozierte in seiner späten Schaffensphase beispiellos starke Emotionen durch komplexe Musik.

Theater Baal 15.1. — Residenztheater Bertolt Brecht ist gerade 20 Jahre alt, als er „Baal“ verfasst. Die Geschichte spielt

Nathan der Weise 22.1. – Münchner Volkstheater In Lessings „Nathan der Weise“ wird deutlich, wie eng Christentum, Judentum und Islam miteinander verbunden sind. Es geht um religiösen Fanatismus, Vernunft und Ethik. Nathan verkündet, dass in unserer toleranten Gesellschaft auch mehrere Gottesansichten herrschen dürfen. Torquato Tasso 20.2. — Residenztheater Mit dem Werk „Torquato Tasso“, das in der Zeit bis zur Französischen Revolution entstand, schildert Goethe auch seine eigene Situation am Weimarer Hof, denn dem der Realität entliehenen Protagonisten wird während eines Arrests ein Manuskript entwendet,

Gunkl

denn es gehört schließlich dem, der dafür bezahlt hat“.

Kabarett & Bühne Gunkl – So Sachen – Ein Stapel Anmerkungen 2.12. — Lach und Schieß, Deutschlandpremiere Sobald der Wiener Günther Paal alias Gunkl in seinem elften Soloprogramm von „So Sachen“ berichtet, schnürt einen diese wortzerfetzende Feinsilbigkeit in den Sitz. Ganz schlimm schön, wenn Österreicher die Welt analysieren. Sein amüsanter „Stapel Anmerkungen“ feiert in München Deutschlandpremiere. Axel Hacke – Das Beste aus aller Welt 12.1. und 23.2. — Lustspielhaus Weil er sich vorab nicht festlegen möchte, was er seinem Publikum präsen­ tieren wird, nimmt Axel Hacke zu Beginn der Show alle möglichen Texte mit: ein paar Kolumnen, Aus­ züge aus seinem aktuellen Buch. Vielleicht spricht er dann aber doch lieber über Speisekarten und sprechende Kühlschränke. Sigi Zimmerschied, Tendenz steigend – Ein Hochwassermonolog 10.2. — Premiere, Lach und Schieß Für Sigi Zimmerschied ist ein wahres Kabarettprogramm nichts was man vorbereitet und dann vorliest. Es kommt überraschend und mit voller Wucht – wie ein Hochwasser. Je höher der Pegel steigt, umso mehr Wahrheit kommt ans Licht.


ENTDECKEN K U LT U R I M W I N T E R

Rebecca Horn

Da hilft auch keine App. Wo er Recht hat, hat er recht!

mälde sowie plastische Bildwerke aus Ton oder Silber.

Matthias Matuschik & Susanne Rohrer – Wir müssen reden! Premiere, 26.2. — Schlachthof Wer die zwei Bayern 3 Radiomoderatoren kennt, kann erahnen, dass der Abend sehr unterhaltsam wird. Ein unglaublich harmonisches Paar, das sich permanent Fragen zu alltäglichen Dingen stellt, bis auch die Gäste im Publikum anfangen, über diese nie ausgesprochenen Dinge nachzudenken. Zwischenrufe willkommen!

David Adjaye: Form, Gewicht, Material 30.1. bis 28.6. — Haus der Kunst Die Ausstellung gibt den bislang größten Überblick über 30 Projekte des 1966 geborenen ghanaisch-britischen Architekten David Adjaye. Während seine privaten Bauten nach vorne verschlossen und nach hinten unerwartet offen stehen, zeigen sich seine öffentlichen Gebäude sehr lichtdurchlässig und gesellschaftlich.

Ausstellungen

Macke & Marc, Künstlerfreundschaft 28.1. bis 3. Mai — Lenbachhaus Anlässlich des 100. Todesjahres von August Macke verdeutlichen rund 200 Gemälde, Arbeiten auf Papier, kunstgewerbliche Objekte und private Dokumente, wie sehr sich Macke und Franz Marc von 1910 bis 1914 gegenseitig inspirierten und auch wie eng ihre private Freundschaft war.

Louise Bourgeois, Strukturen des Daseins: Die Zellen 27.2. bis 2.8. — Haus der Kunst Die Pariserin zählt zu den wichtigsten Figuren der zeitgenössischen Kunst. Zu Bourgeois’ anspruchsvollsten, skulpturalen Arbeiten gehören die „Cells“, eine Reihe von architektonischen Räumen und Situationen. Den Besuchern wird im Haus der Kunst die bislang größte Auswahl dieser „Zellen“ vors Auge geführt.

Galerien Cindy Sherman 29.1. bis 15.7. — Sammlung Goetz Die 60-jährige Fotografin aus New Jersey hat schon

seit Kindheitstagen ein Faible für Verkleidung und Täuschung. So inszeniert sie sich auf den rund 60 Werken in diversen Rollen: Von Märchengestalten über Horrorszenarien bis hin zu schicken Society Ladies.

Rebecca Horn, Black Moon Mirror bis 21.2. — Galerie Thomas Modern Eigens für die Galerie Thomas Modern hat die deutsche Künstlerin ein theatralisches Konzept unter dem Titel „Black Moon Mirror“ in drei Räumen entwickelt. Dieses Gesamtkunstwerk lebt aus einer ständigen Bewegung und ist Teil eines großen sich immer wieder wandelnden Raumgefüges.

Mit Leib und Seele 12.12. bis 12.4. — Kunsthalle der HypoKulturstiftung Die Blütezeit bayerischer Kunst spiegelt sich in den rund 160 Werken großartiger Künstler der Jahre zwischen 1720 und 1770 wie Egid Quirin Asam und Ignaz Günther wider. Zu sehen sind Holzskulpturen, Ge-

Fotos: Gregor Hohenberg, Dario Acosta, Pavel Antonov, Joern Kipping, Julia Borodina

Mit Leib und Seele

27. JUNI 2015 KÖNIGSPL ATZ MÜNCHEN Tickets unter www.Ticketmaster.de und 089-49 00 94 49 und an allen bek. VVK Stellen Informationen unter www.globalconcerts.de


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Schule fürs Leben Private Bildungseinrichtungen garantieren die optimale Förderung des eigenen Nachwuchses. Die richtige Wahl zu treffen ist daher eine der wich­ tigsten Weichenstellungen im Leben der Kinder. Nymphenburger Schulen

Die Nymphenburger Schu­ len – Gymnasium und Real­ schule – sind staatlich aner­ kannte private Ganztags­ schulen. Beide Schulen arbeiten nach einem rhyth­ misierten Ganz­tagskonzept, in dem sich Unterricht, Freizeit, Lernzei­ten und Neigungsgruppen über den Tag abwechseln. Neben einer fundierten schulischen Bildung steht die Erziehung zu selbststän­ digem Denken und Handeln, zu sozialer Verantwortung, Toleranz und Weltoffenheit im Fokus des Schulprofils.

5 0 — MQ Herbst 2014

Eine menschlich verständ­ nisvolle Lernumgebung hilft den Schülerinnen und Schü­ lern bei der Entfaltung ihrer Potenziale. Lernen in klei­ nen Klassen, die Unterstüt­ zung des Klassenleiters durch einen sozialpädagogi­ schen Klassenbetreuer und die Zusammenarbeit aller Fachlehrer in Klassenteams bieten optimale Vorausset­ zungen für eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Dazu trägt auch das selbstständige Arbeiten nach eigenem Lerntempo in den Lernateliers bei. Zur internationalen Ausrichtung gehören bilin­

gualer Unterricht, ein brei­ tes Angebot an Fremdspra­ chen wie Spanisch und Chi­ nesisch und eine Vielzahl an Austauschprogrammen. Wer eine besondere Heraus­ forderung sucht, kann zu­ sätzlich zum bayerischen Abitur den international an­ erkannten Abschluss IB er­ werben. Ein vielfältiges Angebot an Neigungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften lädt zum Entdecken schlum­ mernder Talente, zu sozia­ lem Engagement oder zum sportlichen Wettkampf ein. Schülerinnen und Schüler mit besonderer musischer

oder sportlicher Begabung werden in Bläser- und Sport­klassen zusätzlich ge­ fördert.

Münchner Schulstiftung

Von der Krippe bis zum Abi­ tur – individuelle, liebevolle Betreuung und Förderung Ihrer Kinder. Zur Münchner Schul­ stiftung – Ernst v. Borries – gehören vier pädagogische Einrichtungen: das bilin­gu­ ale (deutsch/englisch) JanAmos-Comenius-Kinder­haus mit Krippe und Kin­der­­gar­ ten sowie die bilinguale (deutsch/englisch) Jan-Amos-


Münchner Schulstiftung – Ernst v. Borries –

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Sadelerstraße 10, 80638 München, Tel.: 089 / 15912-0, E-Mail: sekretariat@ nymphenburger-schulen.de, nymphenburger-schulen.de

Ihr Kind – individuell gefördert!

Staatlich anerkanntes Ganztagsgymnasium

Obermenzinger Gymnasium Beratungstermin: 089 891244-0 • Bilingualer Zug: 3-5 Fächer auf Englisch • Zwei-Pädagogen-Prinzip • ABIplus® – Berufsausbildung parallel zum Abitur

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Privatgymnasium Dr. Florian Überreiter

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Freseniusstr. 47, 81247 München, Tel.: 089 / 891244-24, E-Mail: info@muenchnerschulstiftung.de, muenchner-schulstiftung.de

Comenius-Grund­schule in Pasing, das Privatgymnasium Dr. Flo­rian Überreiter in Haidhausen und d­as Obermenzinger Gymnasium. Diese ganzheit­liche Bildung von der Krippe bis zum Abitur ist einmalig in München. Als Fortsetzung des bilingualen Konzepts in Krippe, Kindergarten und Grundschule wird jedem Kind eine gymnasiale Laufbahn angeboten, ob im staat­ lich anerkannten Obermenzinger Gymnasium (u.a. auch mit einem bilingualen Zug) oder auch ohne Noten-

schnitt und Probeunterricht im staatlich genehmigten Privatgymnasium Dr. Florian Überreiter. Im Mittelpunkt aller Einrichtungen der Münchner Schulstiftung steht die individuelle Förderung in lernfreundlicher Atmosphäre mit kleinen Klassen und einem abwechslungsreichen Tagesablauf. Eltern schätzen insbesondere die guten Lernbedingungen und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung durch das umfassende Zusatzangebot im kreativen, sport­ lichen und musischen Bereich. „Kinder sollten gerne zur Schule gehen und angstfrei lernen können“, so der Ansatz der Münchner Schulstiftung. Gut zu wissen, dass eine Aufnahme auch während des Schuljahres noch möglich ist.

Beratungstermin: 089 4524456-0 • Ohne Aufnahmeprüfung/Probeunterricht • Vorbereitung auf Quali und M10 • Brückenklasse (Vorbereitung auf Q11/12)

Staatlich genehmigte Grundschule (Ganztagsbetreuung)

Jan-Amos-Comenius-Grundschule Beratungstermin: 089 2032799-0 • Bilinguale Grundschule (dt.-engl.) • Zwei-Pädagogen-Prinzip (europ. Ausrichtung) • Muttersprachenförderung (franz.-span.-griech.)

Jan-Amos-Comenius-Kinderhaus Beratungstermin: 089 2032799-11 • Kinderkrippe und Kindergarten (bilingual dt.-engl.)

• Sehr guter Betreuungsschlüssel • Europäische Ausrichtung

Aufnahme während des Schuljahres möglich — Herbst 2014 MQ

www.muenchner-schulstiftung.de

51


ENTDECKEN

Wo die Glocken noch süßer ...

Möchten Sie in der Weihnachtszeit mal einen anderen als den heimi-

schen Christkindlmarkt erleben? MQ hat für Sie fünf Tipps für Trips zum passenden Weihnachtsfeeling.

Salzburg­

Fotos: Schüller, Utza

In Salzburg am Residenzplatz spielen an jedem Adventsamstag von 18.30 bis 19.00 Uhr Bläsergruppen von erhöhten Stellen rund um den Residenzplatz alte Salzburger Volksweisen sowie Advent- und Weihnachtslieder. Während des Turmblasens wird die Beleuchtung am Markt stimmungsvoll gedimmt und die einzelnen Bläsergruppen werden von Lichtspots angestrahlt.

5 2 — MQ Winter 2014 /15


Zürich­ In Zürich findet der Christkindlimarkt unter dem Dach der pompösen Halle des Hauptbahnhofs statt. Die Standln heißen hier „Markthäuser“ und präsentieren in kaum zu über­b lickender Fülle Delikatessen, weihnachtliche Spezialitäten und Kunsthandwerk aus aller Welt. Blickfang ist der große Weihnachtsbaum, welcher jährlich mit über 7.000 kristallenen Ornamenten geschmückt wird.

Regensburg­ Rund um die Neupfarrkirche zieht der Duft von Apfelglühwein, Regensburger Bratwürsten und der berühmten Knackersemmel (am besten ”mit allem” – süßer Senf, Meerrettich und Gurke in einer knusprigen Semmel) durch die Gassen und Plätze der Altstadt, die in vorweihnachtlichem Lichterglanz erstrahlen. Gehört zu den zehn schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands.

Winter 2014 /15 MQ — 5 3


ENTDECKEN

Straßburg Der berühmteste der vielen Straß­b urger Weihnachtsmärkte (weshalb die Stadt auch den Titel „Strasbourg – capitale de Noël“ trägt) ist der an der Kathedrale, wo die Häuser, Gassen und Plätze von dutzenden Kilo­ metern Lichterketten und dekorati­v en Motiven phantasievoll beleuchtet wer­ den. Als weihnachtlichen Ehrengast empfängt man in die­sem Jahr das nicht weniger sinnenfrohe Land Belgien.

Augsburg­ Noch einer, der der schönste im ganzen Land sein will – und es im Schatten des im Hintergrund gol­ den strahlenden Rathauses vielleicht auch ist. Bekannt und einmalig ist das Engelesspiel des Augsburger Christ­ kindlesmarktes: 23 Engel erscheinen vor der traumhaften Rathaus-Kulisse und verwandeln diese in einen rie­ sigen Adventskalender. Frei­ tag, Samstag, Sonntag um 18 Uhr.

Texte: Willi Weimar

5 4 — MQ Winter 2014 /15


Wohlfühlen

Direkt an der Gondelstation Hochbrixen liegt das Igludorf mit 18 Iglus und der integrierten Eiskunst -Ausstellung IceLand: Hier sind alljährlich wech­s elnde handgefertigte Eisskulpturen internatio­ naler Künstler ausgestellt und mit Hightech-Beleuchtung effektvoll in Szene gesetzt

Alpeniglu

A-6364 Brixen im Thale/Tirol · Telefon 0043 711 34 16 90-90 · Ende Dezember bis Ende März · alpeniglu.com Wenn die letzten Skifahrer die Skiwelt Wilder Kaiser Brixental am Abend verlassen haben, kehrt eine romantische Ruhe ein für die Gäste des Iglu Hotels im Alpenigludorf. Die Übernachtung in einem der sieben frei stehenden VipIglus ist für die einen eine besonders romantische

MQ Tipp

Nacht und für die anderen ein tolles Aben­teuer im Schnee. Highlights einer Nacht im Iglu sind die coolen Aperitifs an der Eisbar und das anschließende Dinner am Eistisch, bei dem im Iglu Restaurant ein Fleisch-Fondue an einem Tisch aus glasklarem Blockeis serviert wird. Anschließend geht es zum Übernachten in die persönliche Iglu Suite, wo ein warmer Schlafsack, schneefeste Matratzen und kuschelige Rentierfelle warten. Unter dem weißen Schneedach, in traumhafter Stille, wird die Nacht zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Erwähnt werden muß aber noch, dass das Iglu-Vergnügen, zumindest im Vip-Bereich, nicht ganz billig zu haben ist. — F.O. Winter 2014 /15 MQ — 5 5


WOH LF Ü H LE N Mohr Life Resort

Innsbrucker Str. 40 · A-6631 Lermoos/Tirol · Tel. 0043 5673 2362 · mohr-life-resort.at In Lermoos im Tiroler Außerfern liegt auf 1000 m Höhe das Mohr Life Resort, das sich sich durch seine Architektur, ein extravagantes Design und eine traumhaft schöne Lage mit freiem Blick auf die Zugspitze prä­ sentiert. Ein traditionelles Tiroler Bauernhaus wurde behutsam verwoben mit moderner Architektur. Es gibt einen Wellness- und SpaBereich auf Topniveau, große Panoramafenster geben die Sicht frei auf die Berge, und vor der Tür liegen die Zugspitz Arena und die sonnigen Loipen der flachen Mooslandschaft. — W.w.

Viel Holz in den Zimmern und warmes Wasser im Outdoor-Pool

Kaiserhof

Harmstätt 8 · A-6352 Ellmau/ Tirol · Telefon: 0043 5358 2022 · kaiserhof-ellmau.at Besser geht’s nicht: Der kleine, feine Kaiserhof wurde kürzlich mit fünf Sternen superior ausgezeichnet. In das exklusive Haus kommen Genussmenschen nicht nur, um die mit Gault-MillauHauben ausgezeichnete Küche wieder einmal auf die Probe zu stellen. Über die sanften Hügel im Bannkreis des Wilden Kaisers führen auch 70 Kilometer gespurte Loipen durch die Winterland-

56 — MQ Winter 2014 /15

schaft. Ein Hotel-Shuttle bringt die Langläufer direkt zum gewünschten Loipeneinstieg, während Schnee­wanderer auf über 100 Kilometern geräumter Winterwanderwege die Natur durchstreifen. Anschließend verwöhnt ein pro­fessionelles Spa-Team die Gäste mit allen gängigen Behandlungen wie Hot-Stone-Therapie, klassische Massagen, Lymphdrainage, Rückenschule, Ayurveda uvm.— W.w.

Sunyard Pilates Club

St.-Martin-Straße 68 (Ostfriedhof ) · Telefon 64 25 69 66 · sunyardpilates­ club.com

Kleines, exklusives Studio nur für Frauen mit persön­ licher und exklusiver Atmosphäre, das darauf abstellt, seine Kundinnen nicht als Nummern zu behandeln, sondern au­ ßer ihren Namen auch ihre Vorlieben und Schwächen genau zu registrieren. Ein höchstes Level an Sauberkeit wird versprochen und die effektivste Kombination aus Mo­ dern Pilates, klassischem Athleten­ training, Bodytoning, Fatburning und Physiotherapie. SYPC will nicht nur Sportcoach sein, man will die Damen auch zum Lachen bringen, denn Fit­ ness soll vor allem Spaß machen. Boutique Fitness fängt bei Sport an, so heißt es auf der Webseite, „aber hört dort noch lange nicht auf….fan­ ge einen neuen Lifestyle an, ernähre Dich gesund, finde neue Freundinnen in den Kursen – alles das ist SYPC Boutique Fitness.“— W.w.


MQ ist das neue Magazin für genussvolles Leben in der Stadt.

MQ erscheint vier Mal im Jahr immer zu Saisonbeginn, also im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Munich Quality

MQ hat eine Auflage von 30.000 Exemplaren. Der größte Teil (22.000 Ex.) wird über einen rollierenden Direktverteiler an ausgewählte Premiumhaushalte im ganzen Stadtgebiet geliefert. Rollierend heißt, jeder dieser Haushalte bekommt das Heft ein- bis zweimal pro Jahr, also nicht jede Ausgabe.

� Darüberhinaus liegt das Heft in einer wachsenden Zahl von ausgesuchten Restaurants, Bars, Cafés, Shops, Hotels und an anderen Stellen in der Stadt zur Mitnahme aus.

Wenn Sie aber ganz sicher sein wollen, dass jede Ausgabe Sie erreicht, empfehlen wir Ihnen ein Abo. Es kostet nicht viel, und Sie finden Ihr persönliches Exemplar viermal im Jahr in der Post.

Sie bestellen, indem Sie uns den untenstehenden Cou­ pon zusenden oder faxen, oder indem Sie das Bestellformular auf unserer Website www.mq-mag.de ausfüllen �

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Luxus für den Körper

Work out mit perfekter Aussicht über Münchens Dächer und Kirchen: das Spa im Hotel Kempinski Vier Jahreszeiten

5 8 — MQ Winter 2014 /15


WO H LF Ü H LE N

Einen Tag Luxus für Körper und Geist, einen Tag die Sinne verwöhnen lassen und neue Kraft tanken? Ein Traum, wenn jetzt die Tage immer kürzer und kälter werden. Wir verraten Ihnen, wo Sie diesen Traum verwirklichen können: in einem der exklusiven Day Spas, die in Münchens Nobelhotels zu finden sind.

Wie eine Schnecke windet sich der Pool des eleganten So Spas ins Innere der Sofitel-Wellness-Oase, Tiefenentspannung garantiert!

Winter 2014 /15 MQ — 5 9


WO H LF Ü H LE N

Die Hotel-Spas sind perfekte Rückzugsorte für die Seele, stilvolle Oasen der Stille und Entspannung, ausgestattet mit Sauna, Dampfbad, Ruhezonen und Fitnessgeräten, mit Behandlungsräumen für Massagen und Beauty-Treatments, und nicht zuletzt mit wundervollen Indoor-Pools. Manches Hotel bietet dazu als Krönung noch eine Sonnenterrasse über den Dächern der Altstadt. Welche davon den schönsten Ausblick hat, das mag jeder selbst entscheiden. Eines aber ist gewiss: In der vielseitigen Spa-Landschaft Münchens findet jeder Wellness-Fan seinen ganz persönlichen Favoriten, um für ein paar Stunden Alltag und Großstadthektik zu entfliehen. Also Augen zu und abschalten, damit die kalte Jahreszeit nicht auf Stimmung und Gesundheit schlägt. Eintauchen, abtauchen, untertauchen heißt die Devise! Entspannen kann so schön sein.

K EMP I N S KI TH E S PA Hotel Vier Jahreszeiten

Maximilianstraße 17 Tel. 21 25 21 55 kempinskivierjahreszeiten.de

6 0 — MQ Winter 2014 /15

Nomen est omen. Im Obergeschoß vom Hotel Vier Jahreszeiten wird das elegante Kempinski Spa seinem Namen wahrhaft gerecht. Frühling, Sommer, Herbst und Winter heißen die vier Behandlungsräume, und auch das Signature-Treatment des Hauses beschäftigt sich mit selbiger Thematik. Die Entspannungsreise durch die Jahreszeiten beginnt mit der Bestimmung des Körpertyps – wichtigste Voraussetzung für den maßgeschneiderten Wohlfühlplan, der nun folgt. Der Therapeut stellt eine Komposition von Produkten der Naturlinie Elemental Herbology und verschiedener Treatments zusammen, und passend dazu setzt er den Schwerpunkt auf eine

Panorama: Der Saunabereich vom Vier Jahreszeiten hat seine eigene Terrasse

besonders geeignete Massagebehandlung. Ideal für die kalte Jahreszeit ist der „Winter Warmer“. Stimulierend, schmerzreduzierend und stärkend wirkt er, und er endet mit einer wohlig warmen Fußpackung aus Shea Butter. Besonders stolz ist man aber auch auf das Key Product HydraFacial MD, ein einzigartiges Hauterneuerungstool für Gesicht, Nacken und Dekolleté, das sonst nur in medizinischen Praxen angewendet werden darf. Doch um wie viel schöner ist es, die Anti-Aging Methode in der berühmten Traditionsherberge zu genießen - im stilvollen Spa hoch über den Dächern Münchens! 2010 wurde der großzügige Spa in der sechsten Hoteletage nach umfassender Neugestaltung wieder eröffnet mit Lila, Tabak und Creme als dominierenden Farben. Elegante Liegen gruppieren sich zwischen

beheiztem Pool und breiter Sonnenterrasse, die mit Sicherheit das größte Pfund des Wohlfühlrefugiums ist. Türme und Kuppeln der Altstadt reihen sich wie Zinnsoldaten auf: Nationaltheater und Marstall im Vordergrund, Dom, Alter Peter und Rathaus dahinter. Diese Aussicht zu genießen, während man im Pool seine Bahnen zieht, draußen im Freien eingemummelt im Bademantel an einer Tasse Kräutertee nippt, oder sich im Fitnessraum daneben auf modernsten Geräten abstrampelt, ist ein Erlebnis von ganz außergewöhnlicher Art – freilich getoppt vom Sensationsblick auf die goldgelbe Fassade der Theatinerkirche. Dieser zeigt sich von der Terrasse des Wellnessbereichs mit finnischer Sauna und Dampfbad, am genialsten aber ist er durch das Fenster in der Trockensauna! Schwitzen mit Panorama-


In der kühlen Jahreszeit wandelt sich der OutdoorPool des Blue Spa im Baye­r ischen Hof ruckzuck zum Indoor-Erlebnis

blick – das gibt es in München kein zweites Mal! Größe — 500 m2 Ausstattung — 12 x 6 mPool, Sauna, Dampfbad, Terrasse, Fitness Öffnungszeiten — tägl. 6:30–22:30 Uhr Tageskarte — 40 Euro (incl. Bademantel, Handtücher, Slippers) Massage — u.a. klassisch, Signature, Hot Stone Kosmetiklinie — Elemental Herbology

BLU E SPA Bayerischer Hof

Promenadeplatz 2–6 Tel. 21 20-992 bayerischerhof.de Den ersten Platz um die schönste Aussicht über Dächer und Türme streitig machen könnte dem Vier Jahreszeiten die Terrasse vom Blue Spa im Bayerischen

Hof, der mit 1300 qm auch einer der größten Hotel-Spas Münchens ist. Hier oben ragen die mäch­tigen Türme des Doms zum Greifen nahe empor, flankiert von der Silhouette des Neuen Rathauses und der gläsernen Kuppel des Alten Justizpalasts. Was für ein Anblick bei Sonnenuntergang! Genießen kann man das Spektakel auch direkt vom großzügigen InfinityPool im fünften Stock aus, dessen glitzernde Wasseroberfläche und strahlend blaue Mosaikverkleidung der Stararchitektin Andrée Putman mit dem Häuserhorizont verschmilzt. Da möchte man kaum aus den wohl temperierten Fluten steigen! Schade nur, dass das Glasschiebedach, das den gesamten Pool überspannt, den Winter über geschlossen bleiben muss. Ein Versäumnis wäre es freilich, sich auf reines Badevergnügen zu beschrän­ ken: Der Blue Spa hat noch einiges mehr zu bieten. Eine Etage höher zum Beispiel, gleich neben der lichtdurchfluteten Blue Spa Bar, die auch den Pool versorgt,

befindet sich der fast rundum verglaste Fitnessraum, für dessen HightechGerätschaften Ex-MisterUni­verse Ralf Möller ver­ antwortlich zeichnet. Wer braucht beim Workout schon Musik oder Videos, wenn er dabei einen so einzigartigen Blick auf die Stadt vor sich hat!? Einen Stock unter dem Pool befindet sich das Wellness-Refugium. Edel in grauem Schiefer verkleidet laden hier finnische Sauna mit regelmäßigen Aufgüssen, Dampfbad und Ruheraum zur Tiefenentspannung ein, und als Besonderheit können sich die Damen im Ladies Only Bereich in eine sanft temperierte Biosauna zurückziehen. Außergewöhnliches findet sich auch bei den Treatments, die ebenfalls im Wellnessbereich stattfinden. So gibt es neben der bekannteren Abhyanga-Massage ergänzend weitere ayurvedische, wie Shirobhyanga für Kopf, Nacken und Schultern, oder Padabhyanga für müde Füße. Besonders beliebt ist auch das Signature-Treatment Blue-Spa-

Special, das vier auf jeweils individuelle Bedürfnisse abgestimmte Massage-Stile vereint: klassisch, Aroma, Shiatsu und Thai und bei der auch die renommierte Naturkosmetiklinie Spa Manufactur seit kurzem Anwendung findet. Für Paare interessant sein dürfte das Angebot, in Partnerkursen die hohe Kunst der klassischen Massage zu lernen. Wichtigste Massagehandgriffe und -techniken fürs Wohlgefühl zuhause: Das perfekte Souvenir! Größe — 1300 m2 Ausstattung — 14,5 x 7,5 mPool, Sauna, Dampfbad, Terrasse, Fitness Öffnungszeiten — tägl. 7–22:30 Uhr Tageskarte — Mo–Fr 37 Euro; Sa, So, feiertags 41 Euro; ab 19Uhr: 27 Euro (incl. Handtücher) Massage — u.a. klassisch, Hot Stone, Lomi Lomi, Thai, Shiatsu, Abhyanga Kosmetiklinie — St. Barth, Spa Manufactur

THE CHARLES SPA The Charles Hotel

Sophienstraße 28 Tel. 54 45 55 11 60 thecharleshotel.com Eine Terrasse mit Ausblick kann The Charles Spa zwar nicht bieten, doch dafür wartet die elegante → Winter 2014 /15 MQ — 61


WO LF Ü H LE N

Schon die Empfangstheke des The Charles Spa verrät viel über die Eleganz des Hauses

Größe — 800 m2 Ausstattung — 15 x 8 m-Pool, Sauna, Dampfbad, Fitness Öffnungszeiten — tägl. 6:30–22 Uhr Tageskarte — 75 Euro (incl. Bademantel, Handtücher, Slippers, Tee) Massage — u.a. klassisch, Lomi Lomi, Thai, Shiatsu, Balinesisch, Abhyanga Kosmetiklinie — Sisley Paris, Cellcosmet

→ 800 qm-Wellness-Oase im Tiefgeschoß von Münchens neuester Luxusherberge mit anderen Vorzügen auf. Zum Beispiel mit einem Pool, der sich mit seinen fünfzehn mal acht Metern Fläche größter Hotelpool der Stadt nennen darf. Rote Korallen schmücken cremefarbene Wände – als Reminiszenzen an das bayerische Geschlecht der Wittelsbacher, die das Meereslebewesen im Wappen trugen – und damit verziert sind auch die mosaikbesetzten beheizten Relaxliegen. Das stilvolle Interieur spiegelt die Handschrift von Designerin Olga Polizzi wider, der Schwester des Hoteleigners Sir Rocco Forte – und das sagt schon viel über dessen Philosophie aus, mit der er jedem seiner Hotels eine ganz besondere Note gibt. Das zieht sich wie ein roter Faden durchs Haus bis hin zum Fitnessraum, der mit neuesten TechnoGymGeräten ausgestattet ist. Darauf legt Sir Rocco, selbst sportlich sehr aktiv, größten Wert: Wer will, kann sich über eine interaktive Konsole in sein eigenes 6 2 — MQ Winter 2014 /15

Trainingsprogramm daheim einloggen. Perfekter Rückzugsort mit gedämpfter Atmosphäre ist der im aparten Grau gehaltene Wellnessbereich, wo eine finnische Sauna, das Dampfbad mit Farbund Aromatherapie, drei Fußbäder mit beheizter Sitzbank und ein separater Ruheraum mit Teestation zur Entspannung einladen. Erholung verspricht auch das riesige Angebot an Body-Treatments. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. So sei neben der unglaublichen Vielzahl an klassischen und tropisch-asiatischen Anwendungen zumindest das Detox Body Ritual heraus­ gehoben, das durch Anregung des Lymphsystems die Entschlackung des Körpers unterstürzt, wie auch die neu aufgenommene Maya-Technik, eine Tiefenmassage für den Bauchraum, die auf die Gesundheitslehre der alten Mayas zurückgeht und gezielt für Damen entwickelt wurde. Innovativ ist auch die Stammzellenkosmetik von Cellcosmet, der die Kraft

zugeschrieben wird, das Altern der Haut zu stoppen und ein strahlendes Hautbild zu zaubern. Übrigens: Die wärmste Umarmung des Winters bietet das AdventsSpecial. Eine Stunde verwöhnt werden mit Peeling, Bodywrap mit duftendem Feigen-, Oliven- und Traubenkernöl und lindernder Kopfmassage. Klingt nach perfektem Start in den Winter, oder?

Massage für müde Reisende: im So Spa vom Hotel Sofi­t el Bayerpost am Hauptbahnhof

SO SPA Sofitel Munich Bayerpost

Bayerstraße 12 Tel. 5 99 48 29 81 sofitel-munich.com/ de/so-spa.html Nicht minder gediegen zu geht es ganz in der Nähe zu: Im klein-feinen, stylisheleganten „So Spa“ des neuen Sofitel Hotels, das hinter dicken Wilhelminischen


WO H LF Ü H LE N

Mauern in der ehemaligen Hauptpost Platz fand. Welch beruhigender Kont­ rast zum quirligen Bahn­ hofsviertel allein schon, wenn man die gewaltige Schalterhalle von einst be­ tritt. Ein entspan­nen­der Eindruck, der sich verviel­ facht, taucht man in die anheimelnde Atmosphäre des Spas im Erdgeschoß ein. Von der lärmenden Au­ ßenwelt abgeschottet, dringt kein Geräusch herein, soll nichts das Wohlbefinden des Gastes stören. Verstärkt wird dieses durch das edle Innendesign: nobel mit dun­ kelgrauem Schiefer verklei­ dete Wände, Volants und Sessel in Umbra und überall geschickt gesetzte Akzente

in Aubergine. Fast märchen­ haft wirkt der 30°C heiße Pool, der sich in einer unter­ irdischen Grotte gleich ei­ nem Schneckenhaus windet – kurios dabei das Fenster, das Einblicke hinter die Re­ zeption gewährt ohne selbst gesehen zu werden und der Whirlpool, der im Zentrum der Poolschnecke integriert ist. Wer würde hier in der Herzkammer des Spas nicht tiefenentspannen? Das mentale Hochge­ fühl, dem man sich in der abgeschirmten Umgebung so gut hingeben kann, wird ergänzt durch den Fitness­ raum, ausgestattet mit modernstem TechnoGymEquipment, und den Therapieräumen. Bei den

Gästen beliebt ist das 60-minütige SignatureTreatment, fürs Gesicht wie auch als beruhigende Kör­ permassage. Beide Behand­ lungen setzen sich aus ver­ schiedenen Techniken zu­ sammen, wie Hot Stone oder japanisch, beide sind verbunden mit hochwerti­ gen Cosmetic-Linien, Cinq Mondes und seit Neuestem auch mit Produkten von Marisa Berenson, die das ewigjunge Supermodel ex­ klusiv für das So Spa entwi­ ckelt hat. Auch Ungewöhnli­ ches steht im Spa-Menu zur Wahl: Wirkungsvolles AntiCellulite ist die „Crème de Café“ - Ritual mit brasiliani­ schem Kaffee, die durchblu­ tungsfördernde Deep Rela­

xing Ganzkörpermassage mit Hautpflegeöl von Carita. Oder man bucht die Ziegenbuttermassage: Sie ist vor allem für Men­ schen gedacht, die auf Kosmetika sonst hochaller­ gisch reagieren. Danach ein kleiner Power Nap in einem der behaglichen Ruheräume. Cocooning vom Feinsten! Größe — 750 m2 Ausstattung — ca. 15 mPool (Whirlpool integriert), finnische Sauna, Dampfbad, Ruheraum, Fitness, Fußbad, Eisdusche, 4 Be­ handlungsräume Öffnungszeiten — tägl. 6:30–22:30 Uhr (Kinder bis 17 Uhr) →

über 40 Yogaklassen pro Woche für Anfänger & Fortgeschrittene Online Yoga Video von YOGIFILMS Ausbildungen zum Yogalehrer Yoga Workshops & Retreats Yoga Shop direkt am Viktualienmarkt anerkanntes Ausbildungsinstitut

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WO H LF Ü H LE N

→ Tageskarte — 24 Euro (nur mit Behandlung buch­ bar), z.B. ab 79 Euro (incl. 30 Min. Massage); im Preis enthalten: Bademantel, Hand­tücher, Slippers, Obst Massage — u.a. klassisch, Ayurveda, Aromaöl, Bali­ nesisch Kosmetiklinie — Marisa Berenson, Cinq Mondes, Carita

EMOTI ON SPA Le Meridien

Bayerstraße 41 Tel. 24 22 10 90 muenchen. emotionspa.de Gleich gegenüber vom Softitel, im Le Meridien, hat sich das Emotion Spa

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eingerichtet mit deutlich sportlicherer Note. Denn gepunktet wird hier vor allem mit einem Pool, der, wenngleich recht schmal, mit einer Länge von 20 Metern aufwarten kann. Da lässt es sich gut Bah­ nen ziehen! Doch auch an Schwimmmuffel hat man gedacht: Im Pool sind Sprudeldüsen eingebaut, die für Entschleunigung ganz anderer Art sorgen – in einem Ambiente, das von Silber, Creme- und Grautönen und dem Blau des Pools geprägt ist. Minimalistischfunktionell gibt man sich auch im Fitness- und Well­ nessbereich. Dort laden Sauna und Dampfbad zum Schwitzen ein. Massagen und Gesichtsbehandlungen folgen der Philosophie von Anne Semonin, deren Kos­ metik ätherische Öle mit marinen Ingredienzien ver­ bindet. Gern bestellt wird das Emotion Spa Signature-

Treatment, das mehrere Elemente verknüpft: dem Fresh-up Peeling mit brau­ nem Zucker und Minze folgen eine Ganzkörpermas­ sage mit wärmendem San­ delholzöl und eine Gesichts­ behandlung mit Extrakten der Wilden Rose. Da fühlt Frau (und Mann) sich wie neugeboren! Größe — 750 m2 Ausstattung — 20 x 2,5 m langer Pool, finnische Sauna, Dampfbad, Whirl­ pool, Ruheraum, Fitness, 4 Behandlungsräume Öffnungszeiten — Mo–Fr 7–22 Uhr, Sa, So, feiertags 8–21 Uhr Tageskarte — 29 Euro (20 Euro: Mo–Fr ab 20 Uhr / Sa–So ab 19 Uhr); im Preis enthalten: 1 Handtuch, Slippers, Obst

Das Emotion Spa des Le Meridien Hotels hat eine besonders sportliche Note

Massage — u.a. klassisch, Aroma-Öl, Hot Stone Kosmetiklinie — Korres, Anne Semonin

ARABELL A SPA The Westin Grand München Arabellapark Arabellastraße 6 Tel. 92 64 88 00 arabellaspa.de Zur selben Gruppe wie das Emotion Spa zählt auch das Arabella Spa in Bogen­ hausen. Das Angebot an Massagen und Anwendun­ gen ist identisch (einzig das Angebot an Kosmeti­ ka ist durch exklusive St. Barth-Produkte erweitert), auch hier liegt der Schwer­ punkt eher auf den europä­ ischen Techniken. Beliebt ist die Relaxing & Harmony Massage, bei der erwärmte Aroma-Öle ganz sanft ein­ gearbeitet werden, wodurch sie ihre beruhigende Wir­ kung voll entfalten können. Auch wenn das Hotel nicht zentrumsnah liegt, die Anfahrt lohnt. Nicht nur weil das Arabella mit 1500 qm zu Münchens größ­ ten Spas zählt, sondern, weil man nach einem aus­ giebigen Besuch in der Tro­ cken- oder Dampfsauna auch im eigens abgeschirm­ ten FKK-Außenbereich ausdampfen und Frischluft tanken kann. Für SchockAbkühlung hingegen sorgt der „Eisbär“: Er spuckt unermüdlich crushed ice für ei­ne Abreibung des ver­


Einen eigenen Spa-Garten kann nur das Arabella Spa im Westin Grand aufweisen

schwitz­ten Körpers in sei­ ner mit blauem Mosaik verzierten „Grotte“, wie es sie in keinem der anderen Spas gibt. Eine Besonderheit im Fitnessbereich ist der Power Plate, der durch Vibrationen und Rütteln dafür sorgt, dass die Mus­ keln beansprucht und damit aufgebaut werden. 20 Minuten sollen etwa 90 Minuten Training ent­ sprechen. Für Badespaß sorgt der große, fast qua­ dratische Pool, gespeist von einer Wasserstrahlfon­ täne – und mittendrin ein Whirlpool. Da macht Plantschen doppeltes Ver­ gnügen … Größe — 1500 m2 Ausstattung — 12 x 12 mPool (Whirlpool integriert), finnische Sauna, Dampfbad, EisduschRaum, Fußbad, InfrarotThermium, Solarium, Ruheraum, Liegewiese, Fitness, 5 Behandlungsräume Öffnungszeiten — Mo–Fr 6:30–23 Uhr, Sa, So, feier­ tags 7:30–23 Uhr (Kinder bis 20 Uhr)

Tageskarte — 40 Euro; ab 20.30 Uhr 32 Euro; Kinder bis 15 Jahre 15 Euro; im Preis enthalten: 1 Handtuch, Obst Massage — u.a. klassisch, Aroma-Öl, Hot Stone Kosmetiklinie — Korres, Anne Semonin, St. Barth

ELS Ä SSER TRAINING Hilton Munich Park

Am Tucherpark 7 Tel. 38 45 27 90 0 179 - 672 56 24 elsaesser-training.de Eine deutlich andere Ausrichtung hat das 2013 eröffnete Spa im Hilton Munich Park, das mit sei­ nen Farbakzenten das Grün des direkt angrenzenden Englischen Gartens und des vorbeifließenden Eis­ bachs widerspiegelt. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf aktivem Personal Trai­ ning, Physiotherapie und

Gymnastik (auch speziell für werdende Mütter) als auf bloßer Wellness – auch wenn der kleine Pool mit Gegenstromanlage und Gar­ tenblick, Sauna, Dampfbad und Ruhebereich dazu sehr wohl einladen. Nicht weiter verwun­ derlich ist, dass bei den Behandlungen das Haupt­ augenmerk auf Sportund klassischen Massagen liegt, wenngleich auch das

Workout im Elsässer Training des Hilton Munich Park

speziell entwickelte, wohl­ tuende Lumafirm Body Treatment gerne gebucht wird, eine Kombination aus Peeling, Tiefenmassage und Bodywrap unter Ver­ wendung der Pevonia-Kos­ metiklinie und ihren dy­ namisierenden Naturwirk­ stoffen. Auch Gruppensport und Yoga wird großgeschrie­ ben. Doch nicht im Unter­ geschoß des Hotels, ganz im Gegenteil: Roof 66 heißt das Zauberwort, und ge­ meint ist damit die Fitness­ terrasse im 15. Stock. Ein Panorama bis hin zu den fernen Alpen: Das beflügelt auch Bewegungsmuffel! Größe — 750 m2 Ausstattung — 10 x 5 mPool Sauna, Dampfbad, Fitness Öffnungszeiten — Mo–Fr 7–22 Uhr, Sa, So 9–21 Uhr Tageskarte — 25 Euro (incl.Bademantel, Hand­ tücher, Slippers) Massage — — u.a. klassisch, Sport, Lomi-Lomi, Fußreflex, Lymphdrainage Kosmetiklinie — Pevonia


S P I E LS A LO N

MQ Munich Quality lädt Sie wie in jeder Ausgabe auch diesmal wieder ein zu drei kleinen Verlosungsspielchen . Nutzen Sie Ihre Chance und gewinnen Sie mit etwas Glück einen der schönen Preise.

2 Sagen Sie uns, welches der

� Sagen Sie uns, wie man einen Yoga-Meister nennt, und gewinnen Sie eine von drei Monatskarten im Wert von je 109 Euro für das brandneue Yoga-Studio von Sports&Health in der Lindwurmstraße. Hier finden auf stimmungsvoll eingerichteten 100 qm jede Woche rund 30 Kurse und Workshops statt. Einsendeschluss für diese Verlosung ist der 31. Januar 2015.

Grundbestandteil von Schokolade ist, und gewinnen Sie ein exklusives 4-Gänge-Advents-Schokoladenmenü inkl. Aperitif und passender Weinbegleitung für 2 Personen am Samstag, den 13. De­ zember, in der weihnachtlich geschmückten Schokoladen­ galerie im Lehel, in der Gourmets schokoladige Geschenkideen aus aller Welt finden (Triftstraße 4). Einsendeschluss für diese Verlosung ist der 5. Dezember 2014.

3 Sagen Sie uns, aus welcher

Sprache das Wort „Schal“ stammt, und gewinnen Sie einen wunderschönen Ebony & Ivory Allroundscarf , den man nicht nur als Schal, sondern auch als Pareo tragen kann. Den Luxusschal kann man, wenn man kein Glück hat, z.B. bei Stierblut, Loden Frey oder Max Dietl für 349 Euro (UVP) auch kaufen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2015.

Senden Sie Ihre (hoffentlich richtigen) Antworten mit Ihrer vollständigen Adresse bis zu dem jeweils angegebenen Datum an verlosungen@mq-mag.de. Wir wünschen Ihnen viel Glück. Alle Gewinne werden unter den Einsendern der richtigen Antworten ausgelost, die Gewinner werden benachrichtigt und der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

IMPRESSUM

R E DA K T I ON

InMedia GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München E-Mail: redaktion@mq-mag.de

Eva Markgraf, Fritz Osskar, Willi Weimar, Thomas Winzker

Geschäftsführer:Stefan Kukuk (verantwortlich f. d. Anzeigenteil)

Fotografen: Christian Hacker, Carolin Hirschfeld, Matthias Koth-Markgraf

Anzeigen: Tobias Wagner (Verkaufsleitung), Rupert Klostermeier, Werner Brocke, Renate Kieninger

Nachrichten an die Redaktion bitte vorzugsweise per E-Mail.

Gestaltung: Arndt Knieper, Viola Müller Hergerdt (Produktion)

Redaktionsleitung: Günter Bereiter (v.i.S.d.P.)

V E RL A G

Autoren dieser Ausgabe: Volker Hansen, Carolin Hirschfeld, Matthias Koth-Markgraf,

6 6 — MQ Winter 2014 /15

InMagazin Verlags GmbH Sendlinger-Tor-Platz 8 80336 München www.mq-mag.de

Telefon 089 / 38 99 71 - 18 E-Mail: anzeigen@mq-mag.de

DRUC K

ADV Schoder, Augsburg Verbreitete Gesamtauflage: 30.000 Exemplare

MQ Munich Quality erscheint vier Mal im Jahr und wird ausgesuchten Premiumhaushalten direkt zugestellt (22.000 Exemplare) sowie in ausgewählten Shops und Restaurants, bei Dienstleistern und in Kulturbetrieben ausgelegt.

Nächster Erscheinungstermin: 26. März 2015


DIE DE N SJ E AH UE RE R S ÖF DE F AU SIGN NU FÜ & BE LI NG R 1 FES

KARE Design GmbH Zeppelinstr. 16 D-85748 Garching

0.0 TY 0 0 LE m2

UNGLAUBLICHE ERÖFFNUNGSANGEBOTE!

Mo.-Sa. 10.00 - 22.00 UHR So. 10.00 - 18.00 UHR

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63/132/151 Züricher Str.

Ausfahrt M-Kreuzhof

Tiefgarage

WOHN GEGEN DEN STROM

Profile for IN MÜNCHEN Magazin

MQ Munich Quality Winter 2014  

MQ Munich Quality Winter 2014  

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