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Werner Berg Alpenwanderung

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Jeder stellte besondere Fähigkeiten unter Beweis: der „Poldi“ Birstinger eignete sich besonders zum „Quartieraufreißen“, d. h. Unterschlupf bei Bauern zu finden, „Rudi“ Szyszkowitz war der begnadete Schauspieler, der alle unterhielt. Das künstlerische Ergebnis dieser Wanderungen ist beachtlich. Es entsteht eine große Anzahl von Aquarellen, deren Thema die Tauernlandschaft ist. Diese Arbeiten können als erster Höhepunkt des Gesamtwerkes bezeichnet werden. Die ganze schöpferische Energie des jungen Künstlers Werner Berg äußert sich nun in einer überwältigenden Fülle lichtdurchfluteter Darstellungen der Berggipfel und Alpentäler. Anders als bei den zeitgleichen Arbeiten Szyszkowitz’ und Birstingers, die „malerisch“ die Farben ineinander fließen lassen, erstaunt bei Werner Bergs Aquarellen die klare Begrenzung, die eine zuvor in feinen, präzisen Linien aufgebrachte Bleistiftzeichnung den hell leuchtenden Farbflächen gibt. Wenn man die Zahl dieser Aquarelle überblickt, ist es schwer vorstellbar, dass sie in wenigen Wochen entstanden sein sollen. Sicher haben auch die folgenden Monate Werner Berg immer wieder in die Berge geführt, es gibt auch Schneelandschaften aus den Wintermonaten 1928/29.


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