Hans Makart, Atelieransicht
Kunstakademien zu einer Loslösung der Ausbildung aus dem Werkstattbetrieb. Sie „erfanden“ für den Verkauf den Ausstellungsbetrieb, der ab Mitte des Jahrhunderts sukzes sive von Künstlervereinigungen – in Wien dem legendären Künstlerhaus – übernommen wurde. Mit dem Anspruch auf eine gleichberechtigte Präsentation aller registrierten Künstler und mit vagen Qualitätsansprüchen verrannte sich die Institution aber zusehends und verwandelte sich in eine viel kritisierte „Jahrmarktbude“ der Kunst – auch das ein Phänomen in ganz Europa.
Nachlass-Auktion, Hans Makart, Galerie H. O. Miethke, Wein 1885
22 im Kinsky 2015
Alexander Posonyi, Wohnhaus
Kunst in Wien Parallel, aber lange Zeit im Schatten dieser mächtigen Institutionen wurden verschiedene Kunsthandlungen bzw. Galerien, so auch in Wien, gegründet. Sie siedelten sich in zumeist kleinen Geschäftslokalen in den Vororten und in der inneren Stadt an. Das Hauptgeschäft bildeten zunächst Bücher und Kupferstiche sowie Lithografien, denn vom Verkauf von Bildern ließ sich lange nicht leben. Dafür war eine andere Art des Vertrauens gefragt, eine